Dieselbe Biologie, verschiedene Empfehlungen: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, USA, Japan, Korea, China und Österreich nennen unterschiedliche Dosen, Dauern und Grenzwerte. Der Vergleich zeigt, dass die Unterschiede kleiner sind, als sie aussehen – und wo sie echt sind.

  • Abschnitt 235 bis 257 von 578
  • Stand: 18. September 2026
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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber ist ein Nachschlagewerk zur Studienlage und ersetzt keine Untersuchung und keine individuelle Therapieentscheidung. Er fasst zusammen, was internationale Leitlinien, und Übersichtsarbeiten zu Vitamin D im Kindes- und Jugendalter zeigen – und ebenso ehrlich, wo die Belege dünn sind. Welche Dosis, welcher Zielwert und welche Kontrolle für Ihr Kind passt, hängt von Alter, Ernährung, Vorerkrankungen, Medikamenten und Jahreszeit ab und gehört in ein Gespräch in der Ordination.

Einige Zeichen gehören nicht in den Abwartemodus, sondern zeitnah in ärztliche Hände. Bei Säuglingen: Krampfanfälle, ausgeprägte Reizbarkeit, schlaffer Muskeltonus, eine verzögerte motorische Entwicklung oder eine Gedeihstörung. Bei Kleinkindern: fortschreitende oder einseitige Beinachsenabweichungen, verbreiterte Handgelenke oder Knöchel, Muskelschwäche und verzögertes Laufenlernen. Bei Jugendlichen: diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwäche, Belastungsbeschwerden oder Frakturen ohne passende Ursache. Und bei jedem Kind, das Vitamin D einnimmt: Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerz, auffälliger Durst mit häufigem Wasserlassen, Austrocknung, Muskelschwäche, Müdigkeit oder Verhaltensänderungen – das sind mögliche Zeichen einer Überdosierung mit erhöhtem Kalziumspiegel, besonders nach Verwechslung hochkonzentrierter Präparate oder wiederholten hochdosierten Einzelgaben.

Der Text beruht auf einer fachlichen Evidenzsynthese und wurde für Eltern in Alltagssprache übertragen – Satz für Satz, ohne Aussagen wegzulassen oder abzuschwächen. Fachwörter, die in der Ordination fallen, stehen weiterhin da, jeweils mit einer kurzen Erklärung; statistische Kennzahlen lassen sich anklicken. Alle Zahlen sind mit ihrer Quelle genannt; die 91 Kernquellen stehen im Studienatlas und in der Quellenliste am Ende.

235 Warum Leitlinien trotz gleicher Biologie variieren

Leitlinien sind Handlungsempfehlungen medizinischer Fachgesellschaften. Vitamin-D-Empfehlungen sind nicht nur Biochemie, also Chemie des Körpers, sondern auch Public Health – Gesundheit der ganzen Bevölkerung. Länder unterscheiden sich in der Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D, im Breitengrad, in den Ernährungsgewohnheiten, in der Säuglingsernährung, in der ethnischen Zusammensetzung, in der Verfügbarkeit von Präparaten und im Gesundheitssystem. Daher können zwei Leitlinien bei gleicher Evidenz (Studienlage) unterschiedliche pragmatische Strategien wählen (Wege, die sich im Land gut umsetzen lassen).

Ein häufiger Fehler in internationalen Vergleichen ist, einzelne Zahlen aus ihrem Zusammenhang zu lösen. 400 IE/Tag kann eine universelle Säuglingsprophylaxe sein, also eine vorbeugende Gabe für alle Säuglinge. 800 IE/Tag kann ein Schätzwert für den Fall sein, dass die Haut selbst kein Vitamin D bildet (fehlende endogene Synthese), oder eine nationale Vorbeugungsdosis. 2.000–6.000 IE/Tag können zeitlich begrenzte therapeutische Dosen bei Rachitis sein, also Behandlungsdosen bei einer Erweichung der wachsenden Knochen. Ohne Zielpopulation (für welche Kinder) und Dauer ist eine Dosierungszahl bedeutungslos.

236 Die weltweite Rachitis-Empfehlung von 2016

Der Global Consensus von 2016 – eine gemeinsame internationale Stellungnahme von Fachleuten – ist die wichtigste internationale Referenz für Ernährungsrachitis, also ernährungsbedingte Rachitis. Er betont eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr von Geburt an, eine angemessene Kalziumzufuhr und die Kombination von Vitamin D und Kalzium bei manifester, also bereits ausgebrochener Rachitis. Mangel (Defizienz) und unzureichende Versorgung (Insuffizienz) werden dabei stärker danach definiert, was am Skelett messbar ist (skelettale Endpunkte), als nach statistischen Zusammenhängen mit Erkrankungen außerhalb des Skeletts (extraskelettale Assoziationen).

Der Konsensus ist bewusst global formuliert. Er berücksichtigt auch die kalziumarme Rachitis in Ländern, in denen die Sonnenexposition hoch sein kann. Damit korrigiert er eine nordeuropäisch geprägte Vorstellung: dass Rachitis in erster Linie ein Problem von zu wenig UVB-Licht sei, der Sonnenstrahlung, mit der die Haut Vitamin D bildet.

237 Die amerikanische Hormon-Fachgesellschaft 2024

Die Endocrine Society, eine Fachgesellschaft für Hormonerkrankungen, veröffentlichte 2024 eine Leitlinie zur Prävention von Erkrankungen durch Vitamin D – also dazu, welchen Erkrankungen sich mit Vitamin D vorbeugen lässt. Für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren wird eine empirische Supplementation vorgeschlagen: die Gabe eines Vitamin-D-Präparats ohne vorherige Blutuntersuchung. Im Blick stehen dabei vor allem die Vorbeugung von Rachitis und eine mögliche Verringerung respiratorischer Infektionen, also von Atemwegsinfektionen. Die Studien, auf denen die Leitlinie beruht, verwendeten sehr unterschiedliche Dosen. Umgerechnet auf eine Tagesmenge lag die gewichtete mittlere Dosis (ein Mittelwert, in dem nicht alle Studien gleich stark zählen) ungefähr bei 1.200 IE/Tag – mit einem breiten Bereich.

Wichtig ist eine Feinheit: Die Leitlinie stellt nicht fest, dass jedes Kind einen bestimmten Zielwert im Blut (Serumzielwert) erreichen muss. Sie stellt vielmehr die empirische Zufuhr – die Gabe ohne Blutkontrolle – vor ein routinemäßiges Screening, also die regelmäßige Messung des Vitamin-D-Blutwerts 25(OH)D bei allen Kindern. Gerade diese Empfehlung zeigt: Die Entscheidung, ob ein Kind ein Präparat bekommt (Supplementationsentscheidung), und ein Zielwert im Labor sind zwei verschiedene Konzepte.

238 USA: die Kinderärzte-Fachgesellschaft AAP

Die American Academy of Pediatrics (AAP), die amerikanische Fachgesellschaft für Kinderheilkunde, empfahl klassisch 400 IE Vitamin D täglich für Säuglinge, Kinder und Jugendliche – sofern diese Menge nicht bereits ausreichend über angereicherte Nahrung gedeckt wird, also über Lebensmittel, denen Vitamin D zugesetzt ist. Das ältere Clinical Report, das Grundsatzdokument dazu, wurde später formell zurückgezogen beziehungsweise durch neuere Policies (Positionspapiere) ersetzt. Die 400-IE-Strategie für Säuglinge blieb in den nachfolgenden AAP-Dokumenten aber erhalten.

Für gestillte Säuglinge wird die Supplementation, also die Gabe eines Vitamin-D-Präparats, ab der Geburt beziehungsweise ab der Entlassung aus dem Krankenhaus empfohlen. Bei Formula-fed infants – Säuglingen, die mit Säuglingsmilchnahrung (Formula) ernährt werden – hängt der zusätzliche Bedarf davon ab, wie viel angereicherte Formula das Kind trinkt. Für Frühgeborene gibt es eigene Empfehlungen, die sich von den europäischen Dosen unterscheiden können.

239 Deutschland

In Deutschland ist die Säuglingsprophylaxe mit 400–500 IE täglich etabliert, also die vorbeugende Gabe an Säuglinge. Sie wird häufig bis zum zweiten Frühsommer fortgeführt, den das Kind erlebt. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) nennt für Kinder und Jugendliche einen Schätzwert von 20 µg beziehungsweise 800 IE pro Tag – für den Fall, dass die Haut selbst kein Vitamin D bildet (fehlende endogene Synthese).

Für eine bereits ausgebrochene (manifeste) Vitamin-D-Mangel-Rachitis gibt es eine AWMF-S1-Leitlinie (AWMF: der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland; S1 ist die einfachste Leitlinienstufe: eine Empfehlung einer Expertengruppe ohne systematische Studienbewertung). Sie nennt therapeutische Dosen (Behandlungsdosen) je nach Alter, zusammen mit Kalzium. 2026 wurde eine neue evidenzbasierte Leitlinie „Vitamin-D-Versorgung bei Kindern und Jugendlichen“ unter der Registernummer 027-081 angemeldet; evidenzbasiert heißt: auf einer systematischen Studienbewertung beruhend. Ihr Ziel ist eine einheitlichere pädiatrische Empfehlung zur Versorgung über das Säuglingsalter hinaus. Solange die endgültige Fassung nicht vorliegt, sollten einzelne vorläufige Angaben nicht als fertige Leitlinie zitiert werden.

240 Frankreich

Die französische pädiatrische Fachgesellschaft (Fachgesellschaft für Kinderheilkunde) aktualisierte 2022 ihre Empfehlungen. Für 0–2 Jahre werden typischerweise 400–800 IE täglich genannt. Für 2–18-Jährige ohne besondere Risikofaktoren kann ebenfalls eine tägliche Gabe von 400–800 IE eingesetzt werden. Gelingt die tägliche Einnahme nicht zuverlässig (schlechte Adhärenz), sind definierte, also genau festgelegte, intermittierende Regime möglich – die Gabe in größeren Abständen statt täglich. Bei Risikofaktoren werden höhere Tagesdosen vorgeschlagen, etwa 800–1.600 IE.

Frankreich betont, dass standardisierte Arzneimittelpräparate verwendet werden sollen, also Medikamente mit geprüfter, gleichbleibender Dosis. Es warnt vor hochkonzentrierten Nahrungsergänzungsmitteln, weil Dosierungsfehler Intoxikationen, also Vergiftungen, verursachen können. Die Strategie ist ein Beispiel für eine breit angelegte Prävention (Vorbeugung), die weniger auf Screening setzt – also weniger auf Blutuntersuchungen bei allen Kindern.

241 Italien

Der Konsens italienischer pädiatrischer Gesellschaften – eine gemeinsame Stellungnahme der Fachgesellschaften für Kinderheilkunde – empfiehlt im ersten Lebensjahr 400 IE täglich für alle Säuglinge und bis etwa 1.000 IE bei Risikofaktoren. Nach dem ersten Lebensjahr wird eine risikobasierte Strategie bevorzugt, also ein Vorgehen, das sich nach dem Risiko des einzelnen Kindes richtet: 600–1.000 IE täglich für Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren, je nach Sonnenexposition nur in bestimmten Jahreszeiten (saisonal) oder das ganze Jahr über.

Für eine Defizienz ohne Beschwerden (asymptomatische Defizienz) werden zeitlich begrenzte therapeutische Dosen beschrieben, also Behandlungsdosen. Routinemäßige Messungen des Vitamin-D-Blutwerts 25(OH)D bei gesunden Kindern werden nicht empfohlen. Als Risikofaktoren werden Adipositas (starkes Übergewicht), chronische Erkrankungen, Medikamente, dunklere Haut und geringe Sonnenexposition berücksichtigt.

242 Spanien

Spanien besitzt keine einzige universelle pädiatrische Strategie, also keine landesweit einheitliche Empfehlung, die alle regionalen Fachgesellschaften in identischer Form abbildet. Nationale und regionale Empfehlungen orientieren sich häufig an europäischen Konsensuspapieren – gemeinsamen Stellungnahmen mehrerer Fachgesellschaften – und an der Säuglingsprophylaxe, der vorbeugenden Vitamin-D-Gabe im Säuglingsalter. Zahlreiche spanische studien (Untersuchungen zur Häufigkeit niedriger Werte) zeigen trotz hoher Sonneneinstrahlung je nach Jahreszeit (saisonal) niedrige Werte – insbesondere bei Jugendlichen und bestimmten Migrationsgruppen.

Für den internationalen Vergleich ist Spanien deshalb lehrreich: Viel Sonne ersetzt keine individuelle Risikoanamnese, also keine Erhebung der Risikofaktoren des einzelnen Kindes. Gleichzeitig rechtfertigt eine hohe Prävalenz von Werten unter 20 ng/ml (ein großer Anteil an Kindern mit solchen Werten) nicht automatisch ein universelles Labor-Screening, eine Blutuntersuchung bei allen Kindern.

243 Japan

Japanische Fachquellen legen großen Wert darauf, eine klinische Vitamin-D-Defizienz – einen Mangel, der Krankheitszeichen verursacht – und Rachitis zu vermeiden. Das gilt insbesondere für gestillte Säuglinge, bei geringer Sonnenexposition und bei restriktiver, also stark eingeschränkter Ernährung. Die landesweite Fallstudie zu symptomatischer Defizienz, also zu Mangelfällen mit Beschwerden, fand als häufige Faktoren: ausschließliches Stillen (exklusive Stillernährung), eine unausgewogene Ernährung und geringe Sonnenexposition.

Präventionsprogramme, also Vorbeugungsprogramme, sind in Japan weniger durch eine einzige internationale Dosisempfehlung geprägt als in einigen europäischen Ländern. Regionale Unterschiede – beispielsweise auf Hokkaido – und Ernährungsmuster spielen eine Rolle. Japanische Fallberichte zu Nahrungsmittelallergie zeigen, wie wichtig eine ernährungsmedizinische Begleitung ist, wenn Kinder eine Eliminationsdiät einhalten – eine Ernährung, bei der bestimmte Lebensmittel weggelassen werden.

244 Südkorea

Koreanische Daten zeigen sehr niedrige mittlere Werte bei Jugendlichen, insbesondere bei Mädchen und bei Kindern, die in Städten leben. Nationale Empfehlungen greifen dieses Problem mit Strategien zur Supplementation (Gabe von Präparaten) und zur Ernährung auf. Die Evidenz (Studienlage) für ein universelles Screening, also eine Blutuntersuchung bei allen Kindern, bleibt dagegen begrenzt. Die große KCI-basierte Studie (KCI ist die südkoreanische Fachzeitschriften-Datenbank) mit über 13.000 Kindern ist eine wichtige epidemiologische Referenz, also eine Bezugsstudie zur Verbreitung niedriger Werte.

245 China

China veröffentlichte 2023 einen Expertinnen-/Expertenkonsens – eine gemeinsame Stellungnahme von Fachleuten – zur Bewertung und Verbesserung des Vitamin-D-Status, also der Vitamin-D-Versorgung. Wegen großer regionaler Unterschiede werden Alter, Jahreszeit, Ernährung und Risikofaktoren berücksichtigt. Die chinesische Fachliteratur ist umfangreich, aber nicht vollständig in PubMed indexiert, der großen internationalen Datenbank medizinischer Studien. Neuere Netzwerk- zu Rachitis (eine Meta-Analyse fasst viele einzelne Studien rechnerisch zusammen), die auch die lokalen Datenbanken CNKI, Wanfang und VIP einschließen, zeigen den Mehrwert solcher Datenbanken.

Für internationale Reviews (Übersichtsarbeiten) entsteht hier eine Sprach- und Indexierungsverzerrung: Wer nur PubMed durchsucht, unterschätzt chinesische Interventionsstudien (Studien, die eine Behandlung prüfen) und studien (Studien zur Häufigkeit eines Mangels). Umgekehrt ist die methodische Qualität lokaler Studien unterschiedlich, also wie sorgfältig sie geplant und ausgewertet wurden. Deshalb erhöht die reine Zahl zusätzlicher Treffer nicht automatisch die , also die Verlässlichkeit der Belege.

246 Österreich

Österreich orientiert sich bei Ernährungsreferenzwerten (empfohlenen Zufuhrmengen) häufig an den D-A-CH-Referenzwerten – gemeinsame Werte der Fachgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz – und an europäischen pädiatrischen (kinderheilkundlichen) Standards. Die Säuglingsprophylaxe, also die vorbeugende Vitamin-D-Gabe im Säuglingsalter, ist in der Versorgung fest etabliert. Für ältere gesunde Kinder stehen Risikofaktoren, Ernährung und die individuelle Exposition (wie viel Sonne das Kind abbekommt) im Vordergrund; ein routinemäßiges Massenscreening (Blutuntersuchung bei allen Kindern) ist nicht Standard.

Für die österreichische Praxis ist es wegen der Nähe zu Deutschland, der Schweiz und den europäischen Fachgesellschaften sinnvoll, die DGE/D-A-CH-Referenzwerte, die pädiatrischen Rachitisleitlinien und die spezifischen Fachleitlinien gemeinsam zu lesen. Eine nationale Empfehlung kann dabei andere Präparate oder andere Erstattungspfade (Regeln, welche Präparate die Krankenkasse bezahlt) vorsehen als Deutschland.

247 Worin sich die Länder einig sind

Auf den ersten Blick nennen die Länder unterschiedliche Zahlen. Trotzdem besteht international in den Kernpunkten weitgehend Einigkeit (breiter Kernkonsens):

  1. Säuglinge brauchen eine zuverlässige Vitamin-D-Quelle. Die direkte Gabe eines Vitamin-D-Präparats (Supplementation) ist in vielen Ländern Standard.
  2. Ernährungsrachitis (die Knochenerkrankung durch Vitamin-D-Mangel und/oder zu wenig Kalzium) wird mit Vitamin D und ausreichend Kalzium behandelt.
  3. Alle gesunden Kinder routinemäßig auf ihren Vitamin-D-Spiegel zu untersuchen (Routine-Screening) ist nicht die bevorzugte Strategie.
  4. Risikogruppen brauchen eine auf das einzelne Kind abgestimmte (individualisierte) Versorgung.
  5. Hohe Behandlungsdosen (therapeutische Dosen) sind zeitlich begrenzt. Sie sind nicht mit Erhaltungsdosen gleichzusetzen (der niedrigeren Dosis, die nach der Behandlung weitergegeben wird).
  6. Ein Zielwert im Blut (Serumzielwert) für alle gesunden Kinder ist zwischen den Leitlinien weniger einheitlich (konsistent) als die vorbeugende Dosis (Präventionsdosis) im Säuglingsalter.

Acht Regelwerke im Vergleich

Regelwerk wählen – gezeigt wird, für wen es gilt, was es zur Vorbeugung und zum Testen sagt und wie es die Behandlung einordnet. Die Texte sind die Kurzfassung aus der Evidenzkarte dieses Ratgebers, in Alltagssprache übertragen; die ausführliche Einordnung steht in den Abschnitten dieses Kapitels.

Alle acht Regelwerke als Tabelle
RegelwerkGilt fürVorbeugungTestenBehandlung / Anmerkung
Global Consensus 2016Kinder und Jugendlicheausreichende Vitamin-D-Zufuhr ab der Geburt plus Kalziumkein Schwerpunkt auf Reihenuntersuchungen aller Kinder (Massenscreening)Bei Rachitis (Knochenerweichung im Wachstum): Vitamin D plus Kalzium
Deutschland/DGESäuglinge400–500 IE/Tag bis zum 2. Frühsommer, den das Kind erlebtFür ältere Kinder ein Schätzwert von 20 µg/800 IE für den Fall, dass die Haut selbst kein Vitamin D bildet (fehlende endogene Synthese)
Deutschland/AWMF S1Kinder mit Rachitis (Knochenerweichung im Wachstum)je nach RisikoBehandlungsdosen je nach Alter, plus Kalzium
Frankreich/SFP 20220–18 Jahremeist 400–800 IE/Tag; höher bei Risikofaktorennicht für alle KinderGabe in größeren Abständen (intermittierend) als Möglichkeit, wenn die tägliche Einnahme nicht zuverlässig gelingt (Adhärenzprobleme)
Italien SIP/SIPPS/FIMP0–18 Jahre0–12 Monate 400 IE/Tag; danach je nach Risikokeine routinemäßige BlutuntersuchungBei Risiko 600–1000 IE/Tag; die Behandlung eines Mangels ist davon getrennt geregelt
Endocrine Society 20241–18 JahreVitamin-D-Gabe ohne vorherige Blutuntersuchung (empirische Supplementation) wird vorgeschlagenRoutinemäßige Messung des Vitamin-D-Blutwerts 25(OH)D bei Gesunden steht nicht im VordergrundDie Leitlinie nennt keinen Zielwert im Blut, der für alle gelten soll
ESPGHAN FrühgeboreneFrühgeboreneGesamtzufuhr aus allen Quellen häufig bis etwa 800–1000 IE/Tagangepasst an das RisikoDie Versorgung mit Mineralstoffen ist gleich wichtig
ESPN CKD-MBDSäuglinge und Kinder mit chronischer Nierenkrankheit (CKD)natives (nicht umgewandeltes) Vitamin D ab der Geburtregelmäßig, nach den Regeln für diese ErkrankungHöhere Zielwerte für 25(OH)D bei chronischer Nierenkrankheit; aktive Vitamin-D-Formen (Analoga) gegebenenfalls gesondert
Die Unterschiede sind kleiner, als sie auf den ersten Blick erscheinen: Alle Regelwerke wollen einen schweren Vitamin-D-Mangel und die Ernährungsrachitis (die Knochenerkrankung durch Vitamin-D- oder Kalziummangel) verhindern. Was sich unterscheidet, sind die Dosis, wie lange Säuglinge Vitamin D bekommen und ab wann und bei wem der Blutwert gemessen wird. Regelwerke für bestimmte Gruppen (Frühgeborene, chronische Nierenkrankheit) gelten nur für diese Kinder.

Zum Vertiefen

248 Warum Leitlinien trotz gleicher Biologie verschieden sind

Dass sich die Vitamin-D-Empfehlungen der Länder unterscheiden, wird häufig als wissenschaftlicher Widerspruch dargestellt. Tatsächlich beantworten die Leitlinien zum Teil unterschiedliche Fragen. Eine Kommission, die ernährungsmedizinische Referenzwerte festlegt, fragt, welche Zufuhr für die große Mehrheit ausreicht, wenn der Körper selbst kein Vitamin D in der Haut bildet (fehlende endogene Synthese). Eine kinderärztliche (pädiatrische) Fachgesellschaft fragt, wie sich Rachitis in der eigenen Bevölkerung verhindern lässt. Eine Leitlinie zu einer bestimmten Krankheit fragt, welche Kontrolluntersuchungen (Monitoring) bei cystischer Fibrose (CF, Mukoviszidose), chronischer Nierenerkrankung (CKD) oder gestörter Nährstoffaufnahme aus dem Darm (Malabsorption) sinnvoll sind. Die Endocrine Society 2024, eine Fachgesellschaft für Hormonmedizin, befasst sich wiederum mit der Vorbeugung (Prävention) von Erkrankungen bei Menschen ohne anerkannten medizinischen Grund (etablierte Indikation) für eine Vitamin-D-Behandlung oder einen Vitamin-D-Test.

Auch die Rahmenbedingungen der Länder unterscheiden sich. Die geografische Breite (Breitengrad), die Verteilung der Hauttypen (Hautpigmentierung), die Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D (Fortifikation), Ernährungsgewohnheiten, frühere Erfahrungen mit Rachitis, die verfügbaren Präparate, die Kostenerstattung und die Adhärenz (ob ein Präparat tatsächlich regelmäßig gegeben wird) beeinflussen die Strategie. Deshalb lässt sich eine Dosiszahl ohne ihren Zusammenhang (Kontext) nur begrenzt vergleichen.

249 Deutschland – vertieft

Die DGE, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, empfiehlt für Säuglinge eine tägliche Gabe (Supplementation) von 400–500 IE (10–12,5 µg) Vitamin D bis zum zweiten erlebten Frühsommer. Dieser Ansatz dient klar der Vorbeugung (Prävention). Er berücksichtigt, dass Säuglinge nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden sollen und dass Muttermilch typischerweise keine ausreichende Menge Vitamin D liefert.

Für Kinder ab einem Jahr nennt die DGE einen Schätzwert von 20 µg/Tag, entsprechend 800 IE. Dieser Wert gilt für den Fall, dass der Körper selbst kein Vitamin D in der Haut bildet (fehlende endogene Synthese). Dieser Referenzwert ist kein automatisches Supplementrezept für jedes Kind, weil im Alltag die eigene Bildung in der Haut zur Versorgung beitragen kann. Der Unterschied zwischen einem „Schätzwert bei fehlender endogener Synthese“ und einer „allgemeinen Supplementempfehlung“ ist wesentlich, wenn über Vitamin D gesprochen wird.

Für die Rachitis durch Vitamin-D-Mangel gibt es eine deutsche AWMF-S1-Leitlinie, eine Handlungsempfehlung der medizinischen Fachgesellschaften. Eine neue Leitlinie zur allgemeinen Vitamin-D-Versorgung bei Kindern und Jugendlichen (Reg.-Nr. 027-081) wurde im Mai 2026 angemeldet. Zum Zeitpunkt der Recherche am 18. September 2026 lag die fertige neue Leitlinie noch nicht vor. Aussagen über ihre endgültigen Empfehlungen wären daher verfrüht.

250 Frankreich – vertieft

Der französische Expertenkonsens von 2022 – eine abgestimmte Empfehlung von Fachleuten – setzt auf eine vergleichsweise breite Strategie der Vitamin-D-Gabe (Supplementation). Für Kinder und Jugendliche insgesamt (die allgemeine pädiatrische Bevölkerung) werden typischerweise 400–800 IE/Tag empfohlen. Bei Risikofaktoren können höhere Dosen vorgesehen sein. Für ältere Kinder und Jugendliche, bei denen die tägliche Einnahme nicht zuverlässig gelingt (Adhärenzprobleme), gibt es auch intermittierende Regime: Dabei wird Vitamin D in größeren Abständen als Vorratsdosis gegeben.

Das französische Modell zeigt, dass ein Land eine Strategie für die gesamte Bevölkerung (populationsweit) auch über das Säuglingsalter hinaus wählen kann, ohne daraus zu folgern, dass bei allen Kindern regelmäßig der Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D im Labor bestimmt werden müsste. Supplementation und Screening – die Reihenuntersuchung des Blutwerts – sind zwei getrennte Entscheidungen.

251 Italien – vertieft

Der italienische Konsens der Fachgesellschaften SIP/SIPPS/FIMP empfiehlt im ersten Lebensjahr für reifgeborene Säuglinge (nicht zu früh geborene) ohne zusätzliche Risikofaktoren 400 IE/Tag, bei Risikofaktoren bis etwa 1000 IE/Tag. Für 1–18 Jahre wird eine Supplementation (die Gabe eines Vitamin-D-Präparats) vor allem bei Risikofaktoren empfohlen, häufig 600–1000 IE/Tag. Bei älteren Kindern, die ein Präparat nicht zuverlässig täglich einnehmen (schlechte Adhärenz), können intermittierende Regime erwogen werden (Vitamin D in größeren Abständen als Vorratsdosis).

Der italienische Konsens ist außerdem methodisch interessant, also in seiner Vorgehensweise. Er unterscheidet ausdrücklich zwischen der Routinevorbeugung für alle (Routineprophylaxe), der Vorbeugung bei Risiko (Risikoprävention) und der Behandlung einer Rachitis (Rachitistherapie). Aktive Vitamin-D-Metaboliten – die bereits umgewandelten, unmittelbar wirksamen Formen von Vitamin D – werden für die gewöhnliche Vorbeugung nicht empfohlen.

252 Endocrine Society 2024

Die Endocrine Society, eine Fachgesellschaft für Hormonmedizin, empfiehlt für Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren eine empirische Vitamin-D-Zufuhr – das heißt eine Gabe, ohne vorher den Blutwert zu messen. Ziel ist, Ernährungsrachitis zu verhindern und möglicherweise das Risiko von Atemwegsinfektionen (respiratorische Infektionen) zu senken. In den Studien, die für die Frage der Atemwegsinfekte einbezogen wurden, lagen die auf einen Tag umgerechneten Dosen (tägliche Äquivalenzdosen) ungefähr zwischen 300 und 2000 IE. Der gewichtete Mittelwert – ein Durchschnitt, in den nicht jede Studie gleich stark eingeht – lag etwa bei 1200 IE/Tag.

Diese technische Bemerkung darf nicht als neue, für alle gültige „1200-IE-Dosis“ missverstanden werden. Sie beschreibt die Dosen, die in den eingeschlossenen Studien verwendet wurden, und nicht zwingend eine einzige ideale Dosis zur Vorbeugung (Präventionsdosis). Die Leitlinie betont zudem, dass unsicher ist, welcher Zielwert im Blut (Serumzielwert) für die Vorbeugung von Krankheiten am besten wäre. Sie richtet sich gerade gegen unkritisches Testen und Supplementieren, wenn kein klarer medizinischer Grund (keine klare Indikation) vorliegt.

253 Frühgeborene (europäische Empfehlungen)

Frühgeborene brauchen ein eigenes Ernährungskonzept. Die Positionspapiere der europäischen Fachgesellschaft ESPGHAN berücksichtigen die Gesamtzufuhr aus der Nahrung, aus dem Fortifier (einem Zusatz, der Muttermilch mit Nährstoffen anreichert) und aus Vitamin-D-Präparaten (Supplementen). Sie verwenden häufig höhere Vitamin-D-Zufuhrbereiche als bei reifgeborenen Säuglingen. Wichtig ist, dass zugleich (parallel) die Mineralstoffe Kalzium und Phosphat ausreichend zugeführt werden. Eine Vitamin-D-Dosis allein legt noch keinen ausreichenden Schutz der Knochen von Frühgeborenen fest (adäquate Frühgeborenenknochenprophylaxe).

254 Zystische Fibrose (Mukoviszidose)

Für cystische Fibrose (CF, Mukoviszidose) empfiehlt die Cystic Fibrosis Foundation jährliche Messungen des Vitamin-D-Blutwerts 25(OH)D und ein Ziel von mindestens 30 ng/ml. Je nach Alter und Ansprechen des Blutwerts auf die Behandlung (Laborantwort) können deutlich höhere Dosen von Vitamin D3 notwendig werden. Die vieler Einzelempfehlungen ist niedrig, die Studienlage stützt sie also nur schwach. Die Strategie beruht aber auf den besonderen Krankheitsvorgängen (Pathophysiologie) bei CF: der schlechten Aufnahme von Fett – und mit ihm Vitamin D – aus dem Darm (Fettmalabsorption) und dem Knochenrisiko bei CF.

Diese Leitlinie ist ausdrücklich nicht die Blaupause für gesunde Kinder. Sie zeigt vielmehr, wie Erkrankung, Kontrollen (Monitoring) und Dosis an die Aufnahme aus dem Darm (Resorption) angepasst werden.

255 Chronische Nierenerkrankung

Bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) ist Vitamin D Teil eines komplexen Mineral- und Knochenstoffwechsels; dessen Störung heißt CKD-MBD. Natives Vitamin D (die noch nicht umgewandelte Form), Kalzium, Phosphat, das Nebenschilddrüsenhormon Parathormon (PTH), die alkalische Phosphatase (ein Laborwert des Knochenumbaus) und gegebenenfalls aktive Vitamin-D-Analoga (Arzneimittel, die der wirksamen Form entsprechen) werden gemeinsam betrachtet. Zielwerte und Therapieschwellen können höher beziehungsweise anders sein als in der Allgemeinbevölkerung.

Einen CKD-Zielwert auf ein gesundes Kind zu übertragen, wäre ein Kategorienfehler (eine Verwechslung nicht vergleichbarer Dinge): Die biologische Frage ist eine andere.

256 Globaler Rachitiskonsens

Der globale Konsens zu Ernährungsrachitis – eine weltweit abgestimmte Empfehlung von Fachleuten – ist besonders wichtig, weil er die Debatte von einem isoliert betrachteten Vitamin-D-Wert wegführt. Vorbeugung (Prävention) und Behandlung (Therapie) müssen eine ausreichende Kalziumzufuhr einschließen. Die Diagnose beruht auf einer Gesamtschau: auf der körperlichen Untersuchung (klinisch), auf Laborwerten (biochemisch) und auf dem Röntgenbild (radiologisch). Die Empfehlungen entstanden unter Beteiligung internationaler Organisationen. Deshalb sind sie für Länder mit sehr unterschiedlicher Ernährung und unterschiedlich viel UVB-Strahlung durch die Sonne (UVB-Exposition) relevant.

257 Praktische Schlussfolgerung aus dem Leitlinienvergleich

Die Unterschiede lassen sich auf vier Fragen zurückführen:

  1. Wer bekommt prophylaktisch Vitamin D? Vorbeugung (Prophylaxe): Für Säuglinge empfehlen fast alle Leitlinien die Gabe an alle (universell); für ältere Kinder empfehlen die Länder entweder die Gabe an alle oder nur bei Risikofaktoren (risikobasiert).
  2. Wie viel? In Strategien zur Vorbeugung häufig etwa 400–800 IE/Tag; höhere Bereiche bei bestimmten Risikosituationen (Risikokonstellationen) oder speziellen Erkrankungen.
  3. Wer wird getestet? Gesunde Kinder meist nicht routinemäßig; Gruppen mit erhöhtem Risiko (Risikopopulationen) häufiger.
  4. Welcher Zielwert? Für gesunde Kinder wird kein weltweit einheitlicher Treat-to-target-Wert verwendet – also kein fester Blutwert, auf den die Behandlung gezielt eingestellt wird. Behandlungspläne für bestimmte Erkrankungen (krankheitsspezifische Protokolle) können ≥30 ng/ml anstreben.

Alle Kapitel dieses Ratgebers

  1. 1. Grundlagen: Wie Vitamin D im Körper eines Kindes wirkt Abschnitt 1–16 · 16
  2. 2. Wie häufig ist ein Mangel? Zahlen aus aller Welt Abschnitt 17–32 · 16
  3. 3. Rachitis: erkennen, verhindern, behandeln Abschnitt 33–48 · 16
  4. 4. Wenn Vitamin D nicht das eigentliche Problem ist: erbliche Rachitisformen Abschnitt 49–59 · 11
  5. 5. Wachstum, Knochendichte und Frakturen Abschnitt 60–70 · 11
  6. 6. Frühgeborene Abschnitt 71–79 · 9
  7. 7. Atemwegsinfekte, Asthma und Allergie Abschnitt 80–103 · 24
  8. 8. Adipositas, Stoffwechsel und Diabetes Abschnitt 104–121 · 18
  9. 9. Darm und Leber: Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Malabsorption Abschnitt 122–138 · 17
  10. 10. Chronische Nierenkrankheit Abschnitt 139–146 · 8
  11. 11. Gehirn, Entwicklung und Psyche Abschnitt 147–164 · 18
  12. 12. Epilepsie und Medikamente Abschnitt 165–179 · 15
  13. 13. Intensivmedizin, Blut, Krebs und Rheuma Abschnitt 180–195 · 16
  14. 14. Zähne, Haut und weitere Krankheitsbilder Abschnitt 196–202 · 7
  15. 15. Schwangerschaft und Stillzeit Abschnitt 203–214 · 12
  16. 16. Sicherheit und Überdosierung Abschnitt 215–234 · 20
  17. 17. Leitlinien im Ländervergleich Abschnitt 235–257 · 23
  18. 18. Testen oder nicht? Screening und Laborindikation Abschnitt 258–265 · 8
  19. 19. Dosierung: täglich, wöchentlich, monatlich Abschnitt 266–288 · 23
  20. 20. Kalzium und Ernährung Abschnitt 289–296 · 8
  21. 21. Sonne, Jahreszeit und Haut Abschnitt 297–305 · 9
  22. 22. Labor: Messung, Einheiten und Fehlerquellen Abschnitt 306–327 · 22
  23. 23. Lebensmittelanreicherung und Public Health Abschnitt 328–343 · 16
  24. 24. Vegane und stark eingeschränkte Ernährung Abschnitt 344–352 · 9
  25. 25. Nach Alter: vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen Abschnitt 353–362 · 10
  26. 26. Grenzwerte, Zielwerte und die Frage nach Ursache und Wirkung Abschnitt 363–372 · 10
  27. 27. Entscheidungswege Abschnitt 373–393 · 21
  28. 28. Fallbeispiele und typische Fallstricke Abschnitt 394–418 · 25
  29. 29. Fragen und Mythen Abschnitt 419–468 · 50
  30. 30. Das Gespräch in der Ordination Abschnitt 469–480 · 12
  31. 31. Was die Sprachräume zeigen Abschnitt 481–519 · 39
  32. 32. Studienatlas: die 91 Kernquellen im Überblick Abschnitt 520–520 · 1
  33. 33. Evidenzqualität und offene Forschungsfragen Abschnitt 521–551 · 31
  34. 34. Methodik und Glossar Abschnitt 552–578 · 27