Reiseapotheke für Kinder – weltweit nach Region
Was gehört in die Reiseapotheke, wenn Kinder mitreisen – und ändert sich das je nach Reiseziel? Ja, und zwar deutlich mehr, als viele Eltern annehmen: Eine Bergwanderung in den Alpen, ein Ostseeurlaub im Baltikum, ein Strandurlaub am Mittelmeer, ein Städtetrip nach London oder eine Fernreise in ein Malariagebiet stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an das, was Sie mitnehmen sollten. Dieser Ratgeber kombiniert die Basis-Reiseapotheke unserer Praxis mit einer ausführlichen, nach Weltregionen gegliederten Recherche zu offiziellen reisemedizinischen Empfehlungen für Kinder – inklusive einer interaktiven Karte, auf der Sie direkt zur passenden Region klicken können.
So ist dieser Ratgeber aufgebaut
Grundlage sind die Basis-Reiseapotheke unserer Praxis sowie offizielle reisemedizinische Quellen aus zahlreichen Ländern und Sprachen: unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das europäische ECDC, die deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG), die österreichische AGES, das amerikanische CDC (Yellow Book), das britische NHS/TravelHealthPro (NaTHNaC), das belgische Institut für Tropenmedizin Antwerpen (Wanda), das niederländische LCR, skandinavische und baltische Gesundheitsbehörden sowie aktuelle Fachliteratur. Die vollständige Liste finden Sie am Ende des Artikels.
Nutzen Sie die interaktive Weltkarte, um direkt zur Region Ihres Reiseziels zu springen, oder das Inhaltsverzeichnis weiter unten. Die Basis-Reiseapotheke gilt für praktisch jede Reise, die Regionalabschnitte zeigen, was je nach Ziel zusätzlich sinnvoll ist.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle reisemedizinische Beratung. Er dient der Orientierung und der Vorbereitung auf das Gespräch in der kinderärztlichen Praxis. Ob, welche Impfungen, welche Malariaprophylaxe oder welche zusätzliche Ausrüstung Ihr Kind für eine konkrete Reise benötigt, besprechen Sie bitte persönlich und rechtzeitig – bei Fernreisen idealerweise 4 bis 6 Wochen vor Abreise – mit Ihrer Kinderärztin, Ihrem Kinderarzt oder einer reisemedizinischen Praxis.
Interaktive Weltkarte: Reiseapotheke nach Region
Klicken Sie auf eine Region, um die wichtigsten Empfehlungen als Kurzübersicht zu sehen, und folgen Sie dem Link im Popup zum ausführlichen Abschnitt weiter unten.
1. Basis-Reiseapotheke: was in (fast) jeden Koffer gehört
Diese Grundausstattung deckt die häufigsten kleinen Beschwerden auf praktisch jeder Reise ab und ist die Basis, auf der die folgenden Regionalabschnitte aufbauen:
- Fiebersenkung/Schmerzmittel: Ibuprofen-Saft (z. B. Nureflex), Paracetamol (z. B. Mexalen/Benuron), bei Bedarf Parkemed – jeweils in altersgerechter Dosierung
- Fieberthermometer
- Pflaster und Verbandmaterial
- Wundversorgung: Bepanthen plus bzw. ein Wunddesinfektionsmittel wie Betaisadona-Gel bei infizierten Wunden
- Insektenschutzmittel in altersgerechter Konzentration (siehe Hinweise in den Regionalabschnitten)
- Allergische Hautreaktionen: Fenistil Gel (kühl aufbewahren) sowie ein Antihistaminikum zum Einnehmen (Fenistil Tropfen, Zyrtec oder Aerius)
- Augenentzündung: antibiotische Augentropfen nach ärztlicher Verordnung (z. B. Gentax)
- Erbrechen/Flüssigkeitsverlust: orale Rehydratationslösung nach WHO-Rezeptur (z. B. Normolyt, 1 Beutel auf 200 ml Wasser, gekühlt und löffelweise geben)
- Durchfall: Tasectan, Probiotika (Antibiophilus, Omnibiotic oder Bioflorin)
- Zahnen: Zahngel
- Verstopfte Nase: abschwellende Nasentropfen/-spray (Nasivin, Otrivin) sowie Meersalz- oder Kochsalz-Nasenspray
- Nicht vergessen: Dauermedikamente bei chronischen Erkrankungen sowie Inhalationsspray (Sultanol, Flixotide, jeweils mit Vortex) bei obstruktiver Bronchitis/Asthma
Alle Angaben zur richtigen Fiebermessung finden Sie unter So messen Sie Ihr Kind richtig, einen ausführlichen Überblick zu Fieber bei Kindern unter Fieber bei Kindern und Jugendlichen.
2. Mitteleuropa
Länder dieser Region: Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien.
Alle neun Länder sind EU- bzw. EWR-Mitglieder oder eng mit der EU assoziiert. Für Reisen innerhalb dieser Region sind klassische Fernreise-Themen wie Malariaprophylaxe, Gelbfieberimpfung oder Wasserdesinfektion nicht relevant – die Basis-Reiseapotheke oben deckt die meisten Situationen bereits gut ab. Zwei evidenzbasierte Ergänzungen fehlen der Basisliste jedoch: Zeckenschutz und Sonnenschutz.
FSME im Ländervergleich
| Land | FSME-Risikoeinstufung | Einordnung/Fallzahlen |
|---|---|---|
| Österreich | Gesamtes Bundesgebiet als Risikogebiet | 2024: 163 Fälle, 2025 (vorläufig): 147 Fälle (AGES); Impfquote ca. 85–90 % |
| Schweiz | Ganzes Land außer Kanton Tessin | im Schnitt ca. 100 Fälle/Jahr, Ausreißerjahre 2005/2006 mit 200–250 Fällen |
| Deutschland | 183 Landkreise (Stand Anfang 2025), Schwerpunkt Bayern (~46 % der Fälle) und Baden-Württemberg (~37 %) | jährlich mehrere hundert Fälle, Tendenz seit Jahren steigend, bisheriger Höchststand um 2020 – genaue Jahreswerte schwanken je nach Quelle, daher hier bewusst als Größenordnung angegeben |
| Slowenien | Eines der Länder mit der höchsten FSME-Inzidenz Europas | im Schnitt ca. 100 Fälle/Jahr in der letzten Dekade (NIJZ) – bezogen auf die kleine Einwohnerzahl eine sehr hohe Pro-Kopf-Belastung |
| Tschechien | Naturherde im ganzen Land | 2025 Zehnjahresrekord bei den Fallzahlen, Impfquote in der Bevölkerung nur ca. 40 % (SZÚ) |
| Polen, Slowakei, Ungarn | Bekannte FSME-Naturherde (u. a. Nordosten Polens) | keine belastbaren, einheitlich verifizierten Landesstatistiken auffindbar – Zeckenschutz gilt hier ebenso wie in den Nachbarländern |
FSME wird durch Zeckenstiche übertragen, aber auch – ein oft unterschätzter zweiter Weg – über unpasteurisierte Milch und Rohmilchprodukte von infizierten Ziegen, Schafen oder Kühen. Wichtig zu wissen: Die FSME-Impfung schützt nur vor FSME, nicht vor der deutlich häufigeren Lyme-Borreliose, gegen die es keine Impfung gibt, die aber meist gut mit Antibiotika behandelbar ist. Für die Reiseapotheke bedeutet das konkret:
- Zeckenzange oder Zeckenkarte zum sicheren Entfernen
- Repellents mit DEET, Icaridin oder IR3535 in kindgerechter Konzentration (DTG)
- Tägliche Ganzkörperkontrolle nach Aufenthalt im Grünen (Kopfhaut, Ohren, Kniekehlen, Leisten)
- Eine sich ausbreitende Rötung um die Stichstelle oder grippeähnliche Symptome nach Zeckenstich gehören ärztlich abgeklärt
Die FSME-Impfung selbst ist kein Apotheken-Produkt, sondern eine Vorsorgemaßnahme mit Vorlauf (die Grundimmunisierung braucht mehrere Wochen, Schnellimmunisierungsschemata sind bei kurzfristigem Reiseantritt möglich) – sie gehört in ein rechtzeitiges Gespräch mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt, insbesondere ab dem vollendeten 1. Lebensjahr.
Sonnenschutz, Höhenkrankheit und Versicherung
UV-Intensität steigt mit der Höhe (Faustregel: rund 10 % pro 1.000 Höhenmeter), verstärkt durch Schneereflexion bei Frühjahrsskiurlauben. Die DTG empfiehlt für Kinder mineralische (physikalische) statt chemische Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor, dazu UV-Schutzkleidung und Kopfbedeckung. Bei Bergtouren mit Kindern gilt als grobe Faustregel: erste Übernachtung höchstens auf 2.500 m, danach maximal 500 Höhenmeter Steigerung der Schlafhöhe pro Nacht, mit Aufmerksamkeit für Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen des Kindes.
Die Europäische Krankenversicherungskarte (e-card-Rückseite/EHIC) gilt in allen EU-/EWR-Ländern sowie in der Schweiz und deckt medizinisch notwendige Behandlung zu den vor Ort geltenden Bedingungen ab. Ein wichtiger Punkt wird dabei oft übersehen: Der Krankenrücktransport ist von der EHIC nicht gedeckt – gerade bei einem Skiunfall in den Alpen ein guter Grund für eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransportklausel.
Deutschland (seit 2008), Österreich (seit 28.9.2008) und die Schweiz (seit 1999) gelten als tollwutfrei; ein geringes Restrisiko besteht durch Fledermäuse. Kinder sollten daher grundsätzlich weder wildlebende noch verletzt wirkende Tiere anfassen.
3. Nordeuropa und Baltikum
Länder dieser Region: Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island, Estland, Lettland, Litauen.
Diese Region gehört zu den europaweit am stärksten von FSME betroffenen Gebieten – mit teils sehr hohen, in den letzten Jahren steigenden Fallzahlen. Für die EU/EWR insgesamt meldete das ECDC 2022 3.650 FSME-Fälle (0,81 pro 100.000 Einwohner, +14 % gegenüber 2021), 90 % der Fälle traten zwischen Juni und November auf, mit einem Erkrankungsgipfel im Juli.
| Land | FSME-Einordnung |
|---|---|
| Litauen | Höchste Meldeinzidenz der EU/EWR: 16,2 Fälle/100.000/Jahr; Impfeffektivität 99,6 % |
| Lettland | 9,5 Fälle/100.000/Jahr; FSME-Impfung im nationalen Impfprogramm; Impfeffektivität 99,0 % |
| Estland | 7,5 Fälle/100.000/Jahr; Impfeffektivität 97,4 % |
| Schweden | 2018–2022: 2.015 Fälle, 82,8 % davon ungeimpft; Hotspots Ostküste/Mälarregion (u. a. Insel Torö); Impfeffektivität bei Kindern 1–15 Jahre: 86 % |
| Finnland (bes. Åland) | Åland: 145 Fälle 2006–2023, 81 % hospitalisiert, 9 % Intensivpflege; allgemeines Impfprogramm auf Åland eingeführt |
| Norwegen | Starker Anstieg 1998–2023 (1 → 113 Fälle/Jahr), Hotspots Telemark und Vestfold |
| Dänemark | Historisch selten (1–14 Fälle/Jahr), klassisches Gebiet Insel Bornholm, seit 2019 neuer Mikroherd in Nordseeland |
| Island | FSME spielt praktisch keine Rolle; Lyme-Borreliose (noch) nicht als etabliert eingestuft, obwohl Borrelien 2025 in knapp 10 % untersuchter Zecken nachgewiesen wurden |
Bei mehr als 4.300 in einer aktuellen Studie erfassten baltischen FSME-Fällen (2019–2023) waren 87,3 % hospitalisiert und 0,8 % verstarben – ein deutlicher Hinweis, wie ernst die Erkrankung genommen werden sollte. Für die Reiseapotheke gilt hier dasselbe wie in Mitteleuropa: Zeckenzange/-karte mitnehmen, Repellents mit DEET oder Icaridin verwenden, Kinder nach Outdoor-Aktivitäten gründlich absuchen. Bei geplanten Sommeraufenthalten mit Outdoor-Programm in den genannten Risikogebieten sollte die FSME-Impfung für Kinder ab 1 Jahr rechtzeitig vor Abreise besprochen werden.
Auch wenn die Lufttemperatur im Sommer moderat bleibt, ist die UV-Belastung – insbesondere durch Mitternachtssonne bzw. sehr lange Tageslichtstunden im hohen Norden sowie Reflexion durch Wasser – nicht zu unterschätzen; Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille gehören daher auch hier in den Koffer. Bei Winterreisen (Lappland, Island, norwegische Fjorde) sind Kälteschutz (Fettcreme/Lippenpflege gegen Wind, ausreichend Wechselkleidung) sowie das Erkennen von Erfrierungs- und Unterkühlungszeichen wichtig, da Kinder wegen ihres ungünstigeren Verhältnisses von Körperoberfläche zu Körpermasse schneller auskühlen als Erwachsene.
4. Südeuropa und Mittelmeerraum
Länder dieser Region: Italien, Spanien, Frankreich (v. a. Mittelmeerküste), Portugal, Griechenland, Kroatien, Malta, Zypern.
Malaria spielt in keinem dieser acht Länder mehr eine Rolle (Institut Pasteur). Die wichtigsten Themen für Familien sind stattdessen Hitze/Sonne, die sich ausbreitende Asiatische Tigermücke und – am Strand – Quallen.
Sonnenschutz und Hitze
Die kroatische Gesundheitsbehörde HZJZ empfiehlt Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor über 30 sowie UV-schützende Kleidung, direkte Sonne zwischen 10 und 17 Uhr zu meiden und bei Überhitzungszeichen alle 15–20 Minuten kleine Schlucke Wasser anzubieten. Alarmzeichen für einen Hitzschlag – heiße, trockene Haut, Verwirrtheit, Ohrensausen, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit – erfordern sofort den Notruf. Kinder sollten nie in geparkten Fahrzeugen zurückgelassen werden.
Insektenschutz: die Asiatische Tigermücke breitet sich aus
| Land | Tigermücke etabliert seit |
|---|---|
| Italien | 1990/91 (am stärksten betroffenes Land Europas) |
| Frankreich | 1999 Festland, Korsika seit 2002/2005 |
| Spanien | 2004 (zunächst Katalonien) |
| Griechenland | 2003 |
| Kroatien | 2004 |
| Malta | zunehmend seit 2010 |
| Zypern | seit 2022, jüngste Etablierung der Region |
Die Tigermücke selbst überträgt Krankheiten nur, wenn sie zuvor eine bereits infizierte Person (meist Heimkehrer aus Endemiegebieten) gestochen hat – das Erkrankungsrisiko für Dengue oder Chikungunya bleibt für Urlauber daher gering, aber real: Norditalien und Südfrankreich verzeichnen inzwischen fast jeden Sommer kleinere Ausbruchscluster. Wichtig für Kinder: Die Tigermücke ist tagaktiv, Repellent sollte daher auch tagsüber aufgetragen werden, nicht nur abends.
Quallen: die richtige Erste Hilfe
Im westlichen Mittelmeer dominiert die Leuchtqualle (Pelagia noctiluca), im östlichen Mittelmeer u. a. Rhizostoma pulmo und die eingewanderte Rhopilema nomadica. Bei einem Quallenkontakt gilt:
- Kind aus dem Wasser bringen, Tentakelreste mit Pinzette entfernen
- Mit Meerwasser abspülen – niemals Süßwasser, das aktiviert weitere Nesselzellen
- Nicht mit Sand oder Handtuch abreiben
- Möglichst heißes, gerade noch erträgliches Wasser (ca. 40–45 °C) für 20–45 Minuten lindert den Schmerz wirksamer als der früher übliche Essig
- Sofort ärztliche Hilfe bei großflächigem Stich, Zeichen einer allergischen Reaktion (Atemnot, Gesichtsschwellung) oder Stich im Gesicht/Augenbereich
Die in der Basisliste enthaltene kühlende Wundsalbe bzw. das Antihistaminikum eignen sich gut zur Nachbehandlung. Tollwut spielt in der Region praktisch keine Rolle mehr (Italien seit 2013 wieder frei, Spanien/Frankreich/Portugal/Kroatien/Malta/Zypern gelten bei Hunden als frei) – einzige Ausnahme ist Griechenland, wo seit 2012 wiederholt Wildtiertollwut bei Füchsen im Norden auftrat.
5. Westeuropa und Britische Inseln
Länder dieser Region: Vereinigtes Königreich, Irland, Belgien, Niederlande, Luxemburg.
Das britische NaTHNaC (National Travel Health Network and Centre) nennt für die Reiseapotheke von Kindern konkret: Sonnencreme, orale Rehydratationslösung, altersgerechte Schmerzmittel, Antiseptikum mit Wundverbandsmaterial, eine Pinzette, Reisekrankheitsmittel, ein Fieberthermometer sowie Zinksalbe für Kinder mit Windeln – eine Beratung wird 4–6 Wochen vor Abreise empfohlen.
Das eigentlich relevante Infektionsrisiko dieser Region ist nicht Fern- sondern Zeckenkrankheit: Zecken kommen laut NHS im gesamten UK vor, mit besonders hohem Risiko in Gras- und Waldgebieten Südenglands und im schottischen Hochland. Die irische HPSC schätzt mehrere hundert milde Lyme-Borreliose-Fälle pro Jahr; eine Zecke muss meist bis zu 24 Stunden angeheftet sein, bevor ein relevantes Übertragungsrisiko entsteht – schnelles Entfernen mit der Zeckenzange ist daher die wichtigste Einzelmaßnahme. Empfohlene Zeckenkontrollstellen bei Kindern: Achseln, Ohren, Bauchnabel, Kniekehlen, Leisten, Kopfhaut.
Das belgische Institut für Tropenmedizin (ITG/Wanda) und das niederländische LCR führen Kinder explizit als eigene reisemedizinische Risikogruppe: Reisedurchfall gilt als das relevanteste Einzelrisiko für junge Kinder, orale Rehydratation steht im Vordergrund, Loperamid ist laut ITG erst ab 6 Jahren geeignet. Für Luxemburg existiert keine eigene nationale Reisemedizin-Behörde – hier gelten die allgemeinen EU-Standardempfehlungen der Nachbarländer.
Seit dem Brexit wurde die britische EHIC durch die UK Global Health Insurance Card (GHIC) ersetzt; alte EHICs bleiben bis zum Ablaufdatum gültig. Die GHIC deckt medizinisch notwendige Versorgung ab, ersetzt aber ausdrücklich keine Reiseversicherung – für Reisen nach UK empfiehlt sich daher zusätzlich eine private Auslandsreise-Krankenversicherung. Innerhalb der EU (Irland, Belgien, Niederlande, Luxemburg) funktioniert die österreichische E-Card-Rückseite/EHIC wie gewohnt.
6. Osteuropa und Balkan
Länder dieser Region: Rumänien, Bulgarien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro, Albanien.
Für diese Länder existieren kaum eigene, öffentlich zugängliche reisemedizinische Portale – die folgenden Angaben stammen überwiegend vom amerikanischen CDC und dem britischen NaTHNaC/TravelHealthPro, die diese Länder als Reiseziele einstufen. Das zentrale, regionsspezifische Thema ist Tollwut.
Tollwut: Verhaltensregeln statt Medikament
In Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro und Albanien wird Tollwut bei Haus- und Wildtieren laut NaTHNaC ausdrücklich "als Risiko eingestuft"; in Rumänien und Bulgarien ist sie bei Wildtieren (Füchsen) vorhanden, bei Hunden aber nicht häufig – beide Länder führen orale Fuchsimpfkampagnen durch. In Rumänien führte 2013 der tödliche Angriff eines Hunderudels auf einen vierjährigen Buben in einem Bukarester Park zu neuer Gesetzgebung; auch 2025 gab es dort wieder tödliche Streunerhundeangriffe auf Kleinkinder sowie den ersten menschlichen Tollwuttodesfall seit 2012. Die praktischen Konsequenzen für Familien:
- Kindern aktiv beibringen, streunende – auch freundlich wirkende – Hunde und Katzen weder zu berühren noch zu füttern
- Bei jedem Biss, Kratzer oder Speichelkontakt auf offener Haut: Wunde sofort mindestens 15 Minuten mit Wasser und Seife auswaschen, danach unverzüglich ärztliche Versorgung aufsuchen
- Eine vorbeugende (präexpositionelle) Tollwutimpfung kann bei Aufenthalten über einem Monat, in ländlichen Gebieten oder bei geplantem Tierkontakt sinnvoll sein und vereinfacht die Behandlung im Ernstfall
FSME und weitere Risiken
| Land | FSME-Risikogebiete laut NaTHNaC |
|---|---|
| Rumänien | Nordwesten/Siebenbürgen (u. a. Kreise Bihor, Cluj, Mureș) |
| Bulgarien | einige Gebiete, auch in städtischen Parks möglich |
| Serbien | Norden und Zentrum, inklusive ländlicher Gebiete um Belgrad |
| Bosnien und Herzegowina | einige Gebiete |
| Nordmazedonien, Montenegro | keine bestätigten Humanfälle, Vorsicht wegen Grenzlage zu betroffenen Ländern |
| Albanien | laut einer britischen Quelle landesweit – diese Einzelangabe war nicht durch eine zweite Quelle bestätigbar und daher mit Vorsicht zu behandeln |
Ein in West-Reiseratgebern oft unterschätzter FSME-Übertragungsweg ist unpasteurisierte Milch bzw. Frischkäse von Straßenständen oder Bauernhöfen – hier lohnt für Kinder besondere Vorsicht. Rumänien und Bulgarien sind seit 2007 EU-Mitglieder, hier gilt die EHIC; die fünf übrigen Balkanländer sind (noch) keine EU-Mitglieder, die EHIC gilt dort nicht – eine private Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ist hier daher besonders wichtig. Medizinische Notfallversorgung ist außerhalb größerer Städte laut CDC uneinheitlich ("trauma care centers are uncommon outside urban areas"), Medikamente vor Ort können minderwertig oder gefälscht sein – wichtige Kindermedikamente sollten daher von zu Hause mitgebracht werden.
7. Nordamerika: USA
Das CDC Yellow Book widmet Familien ein eigenes Kapitel ("Traveling Safely with Infants and Children"). Zentrale Empfehlungen: Säuglinge unter 6 Monaten sollten möglichst im Schatten bleiben statt eingecremt zu werden, ab 6 Monaten werden physikalische Sonnenfilter (Zinkoxid/Titandioxid) bevorzugt, da sie die empfindliche Kinderhaut weniger reizen. Als Insektenschutz nennt das CDC DEET, Picaridin und IR3535 ohne generelle Altersbeschränkung, wobei bei unter 2-Jährigen die Hände ausgespart werden sollten; die amerikanische Kinderärzte-Fachgesellschaft AAP empfiehlt bei Kleinkindern nur 20–30 % DEET.
Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt in den USA nicht – Behandlungskosten müssen grundsätzlich selbst getragen werden. Die genannten Notaufnahme-Durchschnittswerte betreffen bereits abgerechnete Fälle; für Selbstzahler liegen Rechnungen oft deutlich höher (Beinbruch mit OP: 7.500–35.000 USD). Eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit hoher Deckungssumme (Fachseiten nennen oft mehrere hunderttausend Euro) inklusive Rücktransport ist für USA-Reisen daher praktisch unverzichtbar.
Zeckenübertragene Lyme-Borreliose konzentriert sich stark auf den Nordosten (Neuengland-Staaten sowie New York, Pennsylvania, New Jersey) – hier gelten dieselben Zeckenschutz-Grundsätze wie in Europa: permethrinbehandelte Kleidung, DEET/Icaridin auf freier Haut, tägliche Kontrolle. Klimatisch reicht die Bandbreite von extremer Hitze im Südwesten (Phoenix/Arizona: 2026 bereits 44 offizielle Hitzewarnungstage bis Ende August, Tageshöchstwerte 43–46 °C) bis zu Höhenlagen in den Rocky Mountains (Skigebiete auf 2.500–3.500 m) – Kinder sind laut CDC ebenso anfällig für Höhenkrankheit wie Erwachsene. Dauermedikamente sollten in Originalverpackung mit ärztlichem Attest (Wirkstoffname statt nur Handelsname) und für maximal rund 30 Tage Eigenbedarf mitgeführt werden.
8. Nordamerika: Kanada
Kanada hat zwar ein öffentliches Gesundheitssystem, das gilt aber nur für Ansässige – Touristen müssen Behandlungen ebenfalls vollständig selbst bezahlen, die EHIC ist auch hier ungültig. Ein Beispiel aus Ottawa (Queensway Carleton Hospital) zeigt die Größenordnung für nicht versicherte Besucher: Notaufnahme-Besuch ca. 1.242 CAD, ein Tag auf Normalstation 4.005 CAD, ein Tag Intensivstation 15.642 CAD.
Die Lyme-Borreliose-Fallzahlen steigen in Kanada besonders dynamisch: von 1.617 Fällen (2020) auf 5.809 (2024) und geschätzt über 7.000 (2025, vorläufig), mit Ontario und Nova Scotia als Schwerpunkten und einem saisonalen Höhepunkt im Juni bis August; Kinder zwischen 5 und 9 Jahren waren 2024 auffällig häufig betroffen. Zusätzlich registriert die kanadische Gesundheitsbehörde PHAC seltenere zeckenübertragene Erkrankungen wie Anaplasmose. Reisen in die Rocky Mountains (Banff, Lake Louise) bergen dasselbe Höhenkrankheitsrisiko wie auf US-amerikanischer Seite – die kanadischen Reisehinweise empfehlen, mit Kindern möglichst nicht über 2.500 m zu reisen und den Aufstieg auf maximal 300 Höhenmeter pro Tag zu begrenzen. Bei Winterreisen in den hohen Norden (z. B. Nordlichter) ist konsequenter Kälteschutz wichtig. Für Dauermedikamente gelten dieselben Empfehlungen wie für die USA: Originalverpackung, ärztliches Attest mit generischem Wirkstoffnamen, ausreichender Vorrat im Handgepäck.
9. Tropen, Subtropen und Fernreisen
Bei Reisen in Malaria- oder Gelbfiebergebiete (weite Teile Afrikas, Asiens und Südamerikas) verändert sich die Reiseapotheke grundlegend. Rund drei Viertel aller Todesfälle durch die gefährliche Malaria tropica betreffen Kinder unter 5 Jahren in afrikanischen Endemiegebieten – die deutsche Fachgesellschaft DTG rät daher von Reisen mit Kindern unter 5 Jahren in Malaria-Hochrisikogebiete grundsätzlich ab. Auch voll gestillte Säuglinge benötigen bei unvermeidbarem Aufenthalt eine eigene Chemoprophylaxe, da die Muttermilch keinen ausreichenden Schutz bietet.
Malariaprophylaxe bei Kindern
Die Auswahl des Medikaments hängt von Alter, Körpergewicht und Reiseziel ab; alle folgenden Angaben sind grobe Orientierung nach der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG/StAR 2026) und ersetzen keine individuelle reisemedizinische Dosisberechnung:
| Wirkstoff | Alter/Gewicht | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Atovaquon/Proguanil | Junior-Präparat ab 11 kg (Deutschland), CDC/USA bereits ab 5 kg | zerstoßen mit fetthaltiger Nahrung/Milch einnehmbar; unter 8 kg individuelle Zubereitung durch Apotheke |
| Mefloquin | 1× wöchentlich; Beginn mind. 3 Wochen vor Abreise | neuropsychiatrisches Risiko bei Kindern unzureichend untersucht, ausführliche Aufklärung nötig; bitter, mit Banane/Wasser einnehmbar |
| Doxycyclin | erst ab 8 Jahren | wegen möglicher Zahnverfärbung/Knochenwirkung bei jüngeren Kindern kontraindiziert; Tabletten nicht mörsern |
| Artemether/Lumefantrin | ab 5 kg | nur zur Therapie/Notfallselbstbehandlung, nicht zur Prophylaxe; wegen Resistenzen nicht für die Mekong-Region (Thailand, Laos, Vietnam, Myanmar, Kambodscha) geeignet |
Von einer mitgeführten Malaria-Notfallselbstbehandlung wird bei Kindern abgeraten, wenn die Reise mehr als 48 Stunden von der nächsten Klinik entfernt führt – bei Fieber während oder nach einem Malariagebiet-Aufenthalt ist bei Kindern immer unverzügliche ärztliche Hilfe nötig, unabhängig von mitgeführter Notfalltherapie.
Gelbfieberimpfung
Die WHO empfiehlt die Impfung standardmäßig ab 9–12 Monaten. Unter 6 Monaten ist der Lebendimpfstoff kontraindiziert, zwischen 6 und 9 Monaten besteht ein erhöhtes, wenn auch seltenes Risiko neurologischer Impfkomplikationen – die Entscheidung gehört in diesem Fenster in reisemedizinisch erfahrene Hände. Manche Länder verlangen bei Einreise einen Impfnachweis (u. a. mehrere westafrikanische Staaten sowie Französisch-Guayana generell), andere empfehlen die Impfung nur aus medizinischen Gründen, ohne sie einzufordern – die genauen Einreisebestimmungen ändern sich und sollten vor jeder Reise aktuell geprüft werden.
Mückenschutz: Wirkstoffe und Altersgrenzen im Vergleich
| Wirkstoff | Konzentration für Malariagebiete | Altersgrenzen (variieren je nach Quelle/Land) |
|---|---|---|
| DEET | 30–50 % | US-EPA: keine Grenze; AAP: 10–30 % ab >2 Monaten; UK-Expertengruppe: bis 50 % ab >2 Monaten |
| Icaridin/Picaridin | ≥ 20 % | UK-Expertengruppe: ab 6 Monaten; AAP: ab >2 Monaten; materialschonender als DEET |
| IR3535 | – | kürzere Wirkdauer gegen Malariamücken, für Hochrisikogebiete nicht erste Wahl |
| Zitroneneukalyptus-Öl (PMD) | – | CDC: erst ab 3 Jahren; einzelne Produkte in Deutschland bereits ab 3 Monaten zugelassen |
Wichtig: Sonnencreme wird immer zuerst aufgetragen, das Repellent frühestens 20–30 Minuten später. Repellent nicht auf die Hände von Kleinkindern auftragen (Mund-Kontakt), nicht ins Gesicht sprühen, sondern mit der Hand auftragen. Insektizid-imprägnierte Moskitonetze bieten deutlich besseren Schutz als unbehandelte und sollten auch für Kinderbetten verwendet werden.
Reisedurchfall, Tierbisse und Höhenkrankheit auf Fernreisen
Bei Säuglingen und Kleinkindern verursachen Viren bis zu 70 % der Durchfallfälle (bei Erwachsenen unter 20 %) – die meisten Fälle sind selbstlimitierend. Grundregel: abgekochtes oder industriell abgefülltes Wasser, keine Eiswürfel unsicherer Herkunft, "koch es, schäl es, oder lass es". Rehydratation ist die wichtigste Sofortmaßnahme; Antibiotika sind bei Kindern nicht routinemäßig nötig, sondern nur im ärztlich verordneten Einzelfall. Loperamid ist unter 2 Jahren kontraindiziert.
Bei Tierbissen/-kratzern in Tollwut-Risikogebieten – häufig etwa an Tempelanlagen Südostasiens mit Affenkontakt – gilt dieselbe Regel wie am Balkan: Wunde sofort 15 Minuten mit Wasser und Seife auswaschen, danach unverzüglich medizinische Postexpositionsprophylaxe. Bei Trekkingreisen ab rund 2.500 m Höhe können bei Kindern Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen erste Zeichen einer Höhenkrankheit sein; da Kleinkinder Symptome oft schlecht artikulieren können, sollten Eltern auf Reizbarkeit und Appetitverlust besonders achten und bei Verschlechterung sofort absteigen.
Die genannten Grundlagen zu Malaria, Gelbfieber, Mückenschutz und Reisedurchfall gelten für Fernreisen weltweit. Die folgenden Abschnitte gehen für die wichtigsten Weltregionen ins Detail: Afrika, Naher Osten/Türkei, Indien/Südasien, Russland, Ostasien, Südostasien, Australien/Ozeanien und Südamerika.
10. Afrika
Afrika lässt sich reisemedizinisch klar zweiteilen: Nordafrika (Marokko, Tunesien, Ägypten) ist malariafrei, Subsahara-Afrika zählt zu den globalen Malaria-Hochrisikogebieten. Die WHO-Region Afrika trägt 95 % der weltweiten Malariafälle und 95 % der Malaria-Todesfälle; Kinder unter 5 Jahren machen rund 75 % dieser Todesfälle aus.
Nordafrika: Marokko, Tunesien, Ägypten
Alle drei Länder gelten als malariafrei. Die eigentlichen Risiken für Kinder sind Reisedurchfall, Hitze und – oft unterschätzt – Tollwut: Das CDC bestätigt für alle drei Länder wortgleich, dass tollwutinfizierte Streunerhunde verbreitet vorkommen. In Ägypten kommt als Besonderheit die Nil-Schistosomiasis hinzu – Baden in Nil, Seen oder unchlorierten Kanälen sollte mit Kindern vermieden werden. Hepatitis-A- und Typhus-Impfung werden für alle drei Länder empfohlen, Gelbfieber ist bei Direkteinreise nicht erforderlich.
Subsahara-Afrika: Malariarisiko im Detail
| Land | Malariarisiko | Gelbfieber bei Einreise |
|---|---|---|
| Kenia | Hoch im ganzen Land unter 2.500 m (inkl. aller Safari-Nationalparks); Nairobi-Stadtzentrum und Lagen über 2.500 m nur geringes Risiko | Nicht erforderlich bei Direkteinreise, empfohlen ab 9 Monaten |
| Tansania | Hoch im ganzen Land unter 2.500 m, inklusive aller Nationalparks, Dar es Salaam und der Inseln Sansibar/Pemba/Mafia; nur der Kilimanjaro-Gipfelbereich risikoarm | Pflicht nur bei Ankunft aus Gelbfieber-Transmissionsland |
| Südafrika | Nordosten (Kruger-Region) saisonal hoch bis mittel; KwaZulu-Natal ganzjährig gering; Kapstadt, Western Cape, Garden Route malariafrei | Nicht erforderlich bei Direkteinreise |
| Ghana | Hoch im gesamten Land inklusive aller Städte, ganzjährig, keine risikofreie Zone | Pflicht für alle Einreisenden ab 9 Monaten |
| Senegal | Süd-/Ostlandesteil ganzjährig hoch; Dakar-Region saisonal (Juli–Jänner hoch, Februar–Juni mittel) | Empfohlen ab 9 Monaten, Pflicht bei Ankunft aus Risikoland |
Praktisch relevant: Ein reiner Nairobi-Städtetrip erfordert nur Mückenschutz, jede Safari verlangt Chemoprophylaxe. In Ghana gibt es dagegen keine risikofreie Zone im ganzen Land. Erregerverteilung ist in allen fünf Ländern zu über 99 % P. falciparum – die gefährlichste Malariaform mit dem höchsten Risiko für schwere Verläufe gerade bei kleinen Kindern (zerebrale Malaria, schwere Anämie). Chloroquin ist als Einzelsubstanz in ganz Subsahara-Afrika obsolet.
11. Naher Osten und Türkei
Länder dieser Region: Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Israel, Jordanien.
Die Türkei gilt heute als praktisch malariafrei. Das zentrale Kinderrisiko ist auch hier Tollwut: Das österreichische Außenministerium (BMEIA) stuft die Türkei ausdrücklich als Hochrisikogebiet ein und rät, Kontakt mit Streunerhunden zu meiden. In ländlichen Gebieten Zentral- und Ostanatoliens kommt zeckenübertragenes Krim-Kongo-hämorrhagisches Fieber vor (Fallsterblichkeit bei Hospitalisierten rund 30 %, bei Kindern laut ECDC tendenziell mildere Verläufe). An der türkischen Riviera (Antalya) liegen die Sommertemperaturen im Mittel bei 32–35 °C, mit Rekordwerten bis 46 °C. Wichtig zu wissen: Zwischen Österreich und der Türkei besteht kein Sozialversicherungsabkommen – eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist daher unverzichtbar.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten/Dubai ist die medizinische Versorgung sehr gut (viele JCI-akkreditierte Kliniken), aber ebenfalls ohne Sozialversicherungsabkommen mit Österreich – bei den genannten Extremtemperaturen sind für Kinder Trinkpausen, salzhaltige Snacks und das Meiden von Mittagshitze im Freien besonders wichtig. In Israel ist neben Routineimpfungen aktuell eine Polio-Auffrischung relevant (Poliovirus-Nachweis im Land), zudem wird ein Anstieg der Tollwutfälle bei Hunden und Schakalen beobachtet; beim Baden im Toten Meer sollten Kinder keinesfalls Wasser schlucken oder in die Augen bekommen. Die aktuelle Sicherheitslage in Israel ändert sich kurzfristig – prüfen Sie vor jeder Reise die aktuelle Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums (BMEIA). In Jordanien ist der medizinische Standard in Privatkliniken gut, verlangt aber Vorauszahlung; bei Ausflügen nach Petra mit Kindern sind ausreichend Wasser und Pausen wegen der Hitze und der vielen Stufen wichtig, in den Wintermonaten warnt das BMEIA zusätzlich vor Sturzfluten in Wadis.
12. Indien und Südasien
Länder dieser Region: Indien, Nepal, Sri Lanka.
In Indien besteht Malariarisiko landesweit, einschließlich Mumbai und Neu-Delhi – ausgenommen sind nur wenige Höhenlagen über 2.000 m. Reisedurchfall ist häufig: Bei Säuglingen und Kleinkindern sind zu rund 70 % Viren die Ursache (bei Erwachsenen unter 20 %), konsequente Wasser-/Lebensmittelhygiene ist daher zentral.
Straßenhunde mit Tollwut sind in Indien laut CDC verbreitet; Hunde verursachen über drei Viertel der geschätzten 9,1 Millionen jährlichen Tierbisse im Land. Wichtiger Warnhinweis: In Indien zirkulieren gefälschte Tollwut-Impfstoffe – eine Postexpositionsprophylaxe sollte nur in seriösen medizinischen Einrichtungen erfolgen. Die Hitzewelle April–Juni 2024 zeigte mit über 40.000 Hitzschlag-Fällen und Temperaturen über 50 °C in Rajasthan das Ausmaß des Hitzerisikos – eine Reisezeit außerhalb dieser Monate ist für Familien mit Kleinkindern empfehlenswert.
In Nepal beschränkt sich Malaria auf das Terai-Tiefland unter 2.000 m; Kathmandu, Pokhara und die klassischen Himalaya-Trekkingrouten sind malariafrei. Dafür ist Höhenkrankheit beim Trekking ein zentrales Thema: Die Everest-Base-Camp-Route führt von Lukla (2.846 m) bis zum Base Camp (5.364 m), der Annapurna Circuit über den Thorong-La-Pass (5.416 m). Bei Kleinkindern äußert sich beginnende Höhenkrankheit oft nur unspezifisch durch Reizbarkeit, Trinkschwäche und Schlafstörungen – ein langsamer, stufenweiser Aufstieg mit Akklimatisierungstagen ist die wichtigste Vorbeugung. Sri Lanka gilt seit 2016 offiziell als malariafrei, hat aber aktuell ein stark steigendes Dengue-Problem (2026 bereits +146 % Fälle gegenüber dem Vorjahreszeitraum) – konsequenter Mückenschutz bleibt hier zentral.
13. Russland
Russland gehört zu den weltweit am stärksten FSME-belasteten Ländern – mit einer Besonderheit gegenüber Mitteleuropa: Dort zirkulieren drei Virus-Subtypen mit sehr unterschiedlicher Schwere.
Endemiegebiete umfassen den europäischen Teil Russlands (damit auch das weitere Umland von Moskau und St. Petersburg), den südlichen Ural sowie weite Teile Sibiriens und des Fernen Ostens, wo die schwereren Subtyp-Varianten vorherrschen. Eine aktuelle Studie (2025) zeigt das Gefälle deutlich: Während in der Region St. Petersburg/Leningrad nur 4,3–8,7 % der Bevölkerung schützende Antikörper aufweisen, sind es in Sibirien und dem Fernen Osten deutlich mehr – dort ist auch ein knappes Drittel der Bevölkerung bereits geimpft. Für Kurzaufenthalte in den Stadtzentren Moskau/St. Petersburg ist das FSME-Risiko gering, steigt aber bei Ausflügen ins Umland, in Wälder und Datscha-Gebiete; bei geplanten Sibirien- oder Ferner-Osten-Aufenthalten (auch Transsib-Reisen) ist eine FSME-Impfung für Kinder ab dem zugelassenen Alter dringend zu erwägen.
Die medizinische Versorgung ist in Moskau und St. Petersburg deutlich besser als in ländlichen Regionen, wo laut britischen Behördenangaben teils nicht einmal Einweg-Infusionsbestecke Standard sind. Tollwut kommt bei Streunerhunden und Wildtieren vor, Postexpositionsprophylaxe ist außerhalb der Großstädte nicht immer zuverlässig verfügbar. Da die EHIC in Russland nicht gilt, ist eine private Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransportdeckung unverzichtbar.
14. Ostasien
Länder dieser Region: China, Japan, Südkorea.
In China ist die Japanische Enzephalitis (JE) das wichtigste mückenübertragene Risiko für Kinder in ländlichen Gebieten: Weltweit erkranken jährlich rund 100.000 Menschen, mit rund 25.000 Todesfällen; die Mehrheit der Fälle betrifft Kinder unter 15 Jahren, etwa 30 % der symptomatischen Fälle verlaufen tödlich, 20–30 % der Überlebenden behalten dauerhafte neurologische Schäden zurück. Der Impfstoff Ixiaro ist ab 2 Monaten zugelassen: Kinder von 2 Monaten bis 3 Jahren erhalten die halbe Dosis (0,25 ml) zweimal im Abstand von 4 Wochen, ab 3 Jahren die volle Dosis (0,5 ml) im gleichen Schema.
Chinas Luftverschmutzung ist stark saisonal: Der Jahresdurchschnitt lag 2025 landesweit beim 5,9-Fachen des WHO-Richtwerts, mit deutlich höherer Belastung in den Wintermonaten (Heizperiode/Smog) als im Sommer – für Kinder mit Asthma oder Atemwegsproblemen relevant. China hat zudem nach Indien weltweit die zweithöchste Tollwutbelastung. Japan gilt reisemedizinisch als sehr sicheres Land mit hervorragender medizinischer Infrastruktur; als Naturbesonderheit ist Japan seismisch sehr aktiv (163 Erdbeben der Stärke 7,0–7,9 zwischen 1900 und 2016), verfügt aber über eine gut ausgebaute Frühwarninfrastruktur. Sommer in Tokio sind zunehmend heiß und schwül (2024: mindestens 59 hitzebedingte Todesfälle, Rekordtemperaturen an über 60 Wetterstationen). Südkorea bietet ebenfalls sehr gute medizinische Versorgung; ein Malariarisiko besteht nur regional (Grenzgebiet zur DMZ), das Hantavirus-bedingte HFRS ist ein ländliches Risiko mit saisonalem Gipfel im Winter/Frühjahr.
15. Südostasien
Länder dieser Region: Thailand, Vietnam, Indonesien (v. a. Bali), Philippinen, Malaysia.
| Land | Malaria | Besonderheit |
|---|---|---|
| Thailand | Grenzprovinzen zu Myanmar/Kambodscha; Bangkok, Phuket, Koh Samui, Pattaya risikoarm bis -frei | Tollwut bei Streunerhunden und Tempel-Affen (z. B. Lopburi) – Kinder nicht anfassen/füttern lassen |
| Vietnam | nur ländliche Gebiete, Städte (Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt u. a.) malariafrei | Japanische Enzephalitis ländlich: Sterblichkeit bei Kindern unter 5 Jahren höher als in anderen Altersgruppen |
| Indonesien/Bali | Ost-Indonesien (Papua, Maluku u. a.) Hochrisiko; Bali malariafrei | Tollwutausbruch auf Bali seit 2008 (bis 2010 rund 78 Tote); aktuelle CDC-Warnung (Aug. 2026): Zika-Fälle bei Bali-Rückkehrern, Schwangeren wird von Bali-Reisen abgeraten |
| Philippinen | Palawan und Mindanao-Inselgruppe; Metro Manila malariafrei | Taifunsaison Juni–November, 2025 mit über 288 Toten durch einen einzelnen Taifun |
| Malaysia | Malaysisch-Borneo (P.-knowlesi-„Affenmalaria"); malaysische Halbinsel inkl. Kuala Lumpur malariafrei | – |
Dengue-Fieber ist in der gesamten Region ganzjährig relevant – Thailand und Indonesien zählen laut WHO zu den 30 am stärksten dengue-endemischen Ländern weltweit, mit einem Anstieg der gemeldeten Fälle in der WHO-Region Südostasien um 46 % zwischen 2015 und 2019 (bei gleichzeitig sinkender Sterblichkeit dank besserer Behandlung). Da die Dengue-Mücke tagaktiv ist, reicht ein Moskitonetz allein nachts nicht aus – Repellent sollte ganztägig aufgetragen werden.
16. Australien und Ozeanien
Länder dieser Region: Australien, Neuseeland, Fidschi (als Beispiel für pazifische Inselstaaten).
Australien und Neuseeland sind malaria- und weitgehend infektionsrisikoarm mit exzellenter medizinischer Infrastruktur. Die tatsächlich größte Gesundheitsgefahr für Kinder ist dort nicht Malaria oder gefährliche Tiere, sondern UV-Strahlung: Australien hat die höchste Melanomrate weltweit, Hautkrebs verursacht dort rund 80 % aller jährlich diagnostizierten Krebserkrankungen.
Gefährliche Tiere werden im Reisekontext oft überschätzt: Die Würfelqualle (v. a. Nordaustralien/Queensland) und Giftschlangen fordern statistisch sehr wenige Todesfälle pro Jahr – auffällig ist allerdings, dass Kinder wegen ihrer geringeren Körpermasse bei schweren Verläufen überproportional gefährdet sind. Praktisch wichtiger sind einfache Vorsichtsmaßnahmen: An patrouillierten Stränden mit Stinger-Netzen baden, geschlossene Schuhe im Busch, nicht ins hohe Gras greifen. Bei Quallenkontakt in Nordaustralien gilt Essig zur Neutralisierung (anders als bei den europäischen Mittelmeer-Quallenarten, wo heißes Wasser vorzuziehen ist). Tollwut spielt bei australischen/neuseeländischen Hunden keine Rolle, jedoch können Fledermäuse in Australien das Australian Bat Lyssavirus tragen – Kinder sollten Fledermäuse nicht anfassen. Das Ross-River-Fieber (Mückenübertragen, ohne Impfstoff) ist in Queensland, Teilen Western Australias/des Northern Territory sowie auf Fidschi, Samoa und Neukaledonien endemisch.
In Neuseeland ist neben ebenfalls hoher UV-Belastung Leptospirose durch kontaminiertes Süßwasser das relevanteste Infektionsrisiko; bei Wandertouren („Tramping") mit Kindern empfiehlt sich familienfreundliche Routenplanung und ausreichende Navigationsausrüstung. Auf Fidschi und anderen Südsee-Inseln ist die medizinische Infrastruktur, besonders auf abgelegenen Inseln, deutlich eingeschränkter – eine Reiseversicherung mit ausdrücklicher Rücktransport-/Medevac-Deckung ist hier besonders wichtig, da Notfälle oft eine Verlegung auf die Hauptinsel oder nach Australien/Neuseeland erfordern. Dengue tritt episodisch alle 2–5 Jahre auf.
17. Südamerika
Länder dieser Region: Brasilien, Peru, Argentinien, Chile, Ecuador (inkl. Galápagos).
Brasilien: Gelbfieberimpfung wird für weite Landesteile empfohlen, u. a. Amazonasstaaten sowie – oft unerwartet – auch Rio de Janeiro, São Paulo, Brasília und die Iguaçu-Wasserfälle; nicht empfohlen für Reisen, die auf Fortaleza, Recife und andere nicht gelistete Küstenregionen beschränkt bleiben. Malaria-Hochrisiko besteht nur in den klassischen Amazonasstaaten (Acre, Amapá, Amazonas, Rondônia, Roraima) – Rio, São Paulo und die Iguaçu-Fälle sind malariafrei. Dengue ist dagegen landesweit und ganzjährig relevant: 2024 war mit über 14,6 Millionen Fällen weltweit (davon der weit überwiegende Teil in der Amerika-Region) ein historisches Rekordjahr.
Peru: Der übliche Reiseablauf Lima (Meereshöhe) → Cusco (3.400 m) stellt den kritischsten Akklimatisierungssprung dar; Machu Picchu selbst liegt mit 2.430 m niedriger. Malaria-Hochrisiko besteht nur im östlichen Amazonastiefland (Iquitos, Puerto Maldonado) – die klassische Anden-Route Lima–Cusco–Machu Picchu–Titicacasee ist malariafrei.
Argentinien: Klares Nord-Süd-Gefälle – Gelbfieber wird für die Provinzen Corrientes und Misiones (inkl. der argentinischen Seite der Iguazú-Wasserfälle) empfohlen, für Teile von Formosa, Chaco, Jujuy und Salta erwogen; Patagonien im Süden gilt als gemäßigt-kühl mit sehr geringem Infektionsrisiko – dort stehen eher Sonnen- und Kälteschutz im Vordergrund.
Chile: Insgesamt niedrigstes Risikoniveau der Region, keine Gelbfieber-Empfehlung. Bei Ausflügen ins nordchilenische Altiplano (San Pedro de Atacama ca. 2.400 m, Ausflüge bis über 4.300 m) gelten dieselben Höhenkrankheits-Vorsichtsregeln wie in Peru/Ecuador.
Ecuador: Auf den Galápagos-Inseln besteht kein Malaria- oder Gelbfieberrisiko, die medizinische Infrastruktur ist dort aber sehr eingeschränkt – eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransportdeckung ist hier besonders wichtig, da schwere Fälle aufs Festland verlegt werden müssen. Quito (2.850 m) erfordert Höhenkrankheits-Vorsicht direkt ab Ankunft; das östliche Amazonastiefland (u. a. Provinzen Orellana, Sucumbíos) ist Malariagebiet.
18. Häufige Fragen von Eltern
Brauche ich für einen Urlaub in Mitteleuropa wirklich eine eigene Reiseapotheke, oder reicht die Hausapotheke?
Für kurze Aufenthalte reicht meist eine kompakte Version der Basis-Reiseapotheke. Bei Aktivurlauben im Grünen (Wandern, Camping) sollte zusätzlich eine Zeckenzange dabei sein, bei Berg- oder Skiurlauben hochdosierter Sonnenschutz.
Ist die Europäische Krankenversicherungskarte für Reisen mit Kindern ausreichend?
Innerhalb der EU/EWR und der Schweiz deckt sie medizinisch notwendige Behandlung ab, aber keinen Krankenrücktransport. Außerhalb der EU – etwa in den nicht-EU-Balkanstaaten, den USA oder Kanada – gilt sie gar nicht. Eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ist deshalb für nahezu jede Reise sinnvoll, außerhalb Europas praktisch unverzichtbar.
Ab welchem Alter darf ich Insektenschutzmittel mit DEET bei meinem Kind anwenden?
Die Empfehlungen unterscheiden sich international, meist gilt ein Mindestalter von etwa 2 Monaten mit reduzierter Konzentration (z. B. 20–30 %) bei jungen Kindern. Klären Sie die für Ihr Kind und das jeweilige Produkt geeignete Konzentration am besten direkt mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt, insbesondere vor Reisen in Malariagebiete.
Mein Kind wurde im Ausland von einem streunenden Hund gekratzt – was tun?
Wunde sofort mindestens 15 Minuten gründlich mit Wasser und Seife auswaschen, danach unverzüglich eine medizinische Einrichtung vor Ort aufsuchen, um über eine Postexpositionsprophylaxe gegen Tollwut zu entscheiden. Das gilt besonders in Regionen mit bekanntem Tollwutrisiko wie Teilen des Balkans, Afrikas, Asiens oder Südamerikas – warten Sie damit nicht bis zur Rückkehr.
Reicht die Basis-Reiseapotheke auch für eine Fernreise in ein Malariagebiet?
Nein. Fernreisen in Malaria- oder Gelbfiebergebiete erfordern eine individuelle reisemedizinische Beratung – idealerweise 4 bis 6 Wochen vor Abreise – zu Chemoprophylaxe, Gelbfieberimpfung und ergänzender Ausrüstung wie imprägnierten Moskitonetzen. Diese Vorbereitung lässt sich nicht durch die Standard-Reiseapotheke ersetzen.
19. Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Fact Sheets Gelbfieber, Tollwut, UV-Index
- ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) – Tick-Borne Encephalitis Annual Epidemiological Report 2022, Aedes-albopictus-Verbreitungsdaten, World Mosquito Day 2026, Rabies-Übersicht
- Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG/StAR) – Empfehlungen zur Malariaprävention für Reisende, Flug- und Reisemedizin 2026, sowie „Nachhaltige Reiseapotheke"
- Robert Koch-Institut (RKI), Deutschland – FSME-Risikogebiete, Epidemiologisches Bulletin
- AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), Österreich – FSME-Fallzahlen und Impfquote
- NIJZ (Nacionalni inštitut za javno zdravje), Slowenien – FSME-Fallzahlen
- SZÚ (Státní zdravotní ústav), Tschechien – FSME-Fallzahlen und Impfquote
- CDC (Centers for Disease Control and Prevention) Yellow Book, USA – Kapitel „Traveling Safely with Infants and Children", „Travel Health Kits", Länderprofile, Lyme-Disease-Daten
- AHRQ (Agency for Healthcare Research and Quality), USA – Statistical Brief zu Notaufnahme-Kosten
- Public Health Agency of Canada (PHAC) – Lyme-Disease-Surveillance, travel.gc.ca Reisehinweise für Familien
- NHS / TravelHealthPro (NaTHNaC – National Travel Health Network and Centre), Vereinigtes Königreich – Factsheet Children, Lyme-Disease-Daten (UKHSA)
- HPSC (Health Protection Surveillance Centre) / HSE, Irland – Lyme-Disease-Factsheet, EHIC-Informationen
- Institute of Tropical Medicine Antwerp (ITG) / Wanda, Belgien – Reisapotheek, Reizen met jonge kinderen
- LCR (Landelijk Coördinatiecentrum Reizigersadvisering), Niederlande – Kinderen en reizen
- HZJZ (Hrvatski zavod za javno zdravstvo), Kroatien – Hitzeschutz-Empfehlungen
- Institut Pasteur, Frankreich – Länderprofile Reisemedizin (Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Griechenland, Kroatien, Malta, Zypern)
- WOAH (Weltorganisation für Tiergesundheit) – Tollwutstatus europäischer Länder
- Fachliteratur zu FSME-Epidemiologie in Skandinavien und dem Baltikum, u. a. Studien zu Åland/Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Estland/Lettland/Litauen (2019–2026, referenziert über PubMed)
- Europäische Kommission – Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC)
- WHO World Malaria Report / Malaria Fact Sheet, WHO AFRO Rabies – globale und Afrika-Zahlen
- Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) – Länder-Malariatabelle 2026 (Kenia, Tansania, Südafrika, Ghana, Senegal, Peru u. a.)
- CDC Yellow Book / Travelers' Health – Länderprofile Marokko, Tunesien, Ägypten, Kenia, Tansania, Südafrika, Ghana, Senegal, Türkei, VAE, Israel, Jordanien, Indien, Nepal, Sri Lanka, Russland, China, Japan, Südkorea, Thailand, Vietnam, Indonesien, Philippinen, Malaysia, Australien, Neuseeland, Fidschi, Brasilien, Peru, Argentinien, Chile, Ecuador
- Österreichisches Außenministerium (BMEIA) – Reiseinformationen Türkei, Israel, Jordanien, VAE
- ECDC – Crimean-Congo Haemorrhagic Fever, Tick-Borne Encephalitis (Russland-Einordnung)
- Indisches Gesundheitsministerium (NCVBDC) – Dengue-Statistik Indien; WHO India – Tollwut (ICMR-Studie 2024)
- WHO – Fact Sheet Japanische Enzephalitis; EMA – Fachinformation Ixiaro
- IQAir – Luftqualitätsdaten Delhi und Peking
- Fachliteratur zu FSME-Subtypen und Regionaldaten Russland (u. a. Ruzek et al. 2019, Ähnliche Studien 2025, referenziert über PubMed)
- WHO SEARO/WPRO – Dengue-Daten Südostasien; CDC Travel Health Notice Zika Bali (August 2026)
- Cancer Council Australia, Melanoma Institute Australia, healthdirect Australia – UV/Hautkrebs und gefährliche Tiere Australien
- PAHO/WHO – Dengue-Daten Amerika-Region, Gelbfieber- und Malaria-Zoneneinteilung Brasilien/Peru/Argentinien/Ecuador
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