Studienatlas: die 91 Kernquellen im Überblick
Die Evidenzkarte zu allen 91 Kernquellen dieses Ratgebers – filterbar nach Thema, Studientyp, Land und Jahr, jede Quelle mit Stichprobe (wie viele Kinder untersucht wurden), Endpunkt (was gemessen wurde), Hauptergebnis, Evidenzgewicht (wie viel die Studie beweisen kann) und den wichtigsten Einschränkungen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber ist ein Nachschlagewerk zur Studienlage und ersetzt keine Untersuchung und keine individuelle Therapieentscheidung. Er fasst zusammen, was internationale Leitlinien, und Übersichtsarbeiten zu Vitamin D im Kindes- und Jugendalter zeigen – und ebenso ehrlich, wo die Belege dünn sind. Welche Dosis, welcher Zielwert und welche Kontrolle für Ihr Kind passt, hängt von Alter, Ernährung, Vorerkrankungen, Medikamenten und Jahreszeit ab und gehört in ein Gespräch in der Ordination.
Einige Zeichen gehören nicht in den Abwartemodus, sondern zeitnah in ärztliche Hände. Bei Säuglingen: Krampfanfälle, ausgeprägte Reizbarkeit, schlaffer Muskeltonus, eine verzögerte motorische Entwicklung oder eine Gedeihstörung. Bei Kleinkindern: fortschreitende oder einseitige Beinachsenabweichungen, verbreiterte Handgelenke oder Knöchel, Muskelschwäche und verzögertes Laufenlernen. Bei Jugendlichen: diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwäche, Belastungsbeschwerden oder Frakturen ohne passende Ursache. Und bei jedem Kind, das Vitamin D einnimmt: Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerz, auffälliger Durst mit häufigem Wasserlassen, Austrocknung, Muskelschwäche, Müdigkeit oder Verhaltensänderungen – das sind mögliche Zeichen einer Überdosierung mit erhöhtem Kalziumspiegel, besonders nach Verwechslung hochkonzentrierter Präparate oder wiederholten hochdosierten Einzelgaben.
Der Text beruht auf einer fachlichen Evidenzsynthese und wurde für Eltern in Alltagssprache übertragen – Satz für Satz, ohne Aussagen wegzulassen oder abzuschwächen. Fachwörter, die in der Ordination fallen, stehen weiterhin da, jeweils mit einer kurzen Erklärung; statistische Kennzahlen lassen sich anklicken. Alle Zahlen sind mit ihrer Quelle genannt; die 91 Kernquellen stehen im Studienatlas und in der Quellenliste am Ende.
520 Wie der Studienatlas zu lesen ist
Dieser Atlas ergänzt die thematische Synthese (die nach Themen geordneten Kapitel). Ein Eintrag kann eine Einzelstudie darstellen, einen (Übersichtsarbeit, die alle Studien zu einer Frage nach festen Regeln bewertet), eine Leitlinie (Empfehlung einer Fachgesellschaft) oder eine nationale epidemiologische Arbeit (Häufigkeitsuntersuchung für ein ganzes Land). Systematische Reviews fungieren als Umbrella-Abdeckung für die jeweils eingeschlossenen Primärstudien: Diese decken die ausgewerteten Originalstudien wie ein Schirm ab. Die Einstufung „Evidenzgewicht“ (Gewicht einer Quelle in der Beweislage) ist keine formale -Neubewertung, sondern eine pragmatische Kennzeichnung für die klinische Einordnung dieses Reviews (der Übersicht insgesamt) mit Blick auf die Behandlung von Kindern. GRADE ist ein Verfahren, das die Sicherheit der Evidenz nach festen Regeln einstuft.
Dieses Kapitel ergänzt den kompakten Studienatlas um eine methodenkritische Einordnung jeder Kernquelle, prüft also, wie jede Quelle gemacht wurde und wo ihre Grenzen liegen. Es wiederholt sich bewusst (ist redundant) an den klinisch entscheidenden Stellen, also dort, wo es für die Behandlung zählt: Design (Aufbau der Studie), Population (wer untersucht wurde), Intervention (was gegeben oder getan wurde), Endpunkt (gemessenes Ergebnis), Übertragbarkeit (ob die Ergebnisse auch für andere Kinder gelten) und die Grenze dessen, was aus der jeweiligen Publikation geschlossen werden kann.
Evidenzkarte: die 91 Kernquellen dieses Ratgebers
Jede Karte steht für eine Studie, Übersichtsarbeit oder Leitlinie, auf die sich dieser Ratgeber stützt: Was untersucht wurde, wie viele Kinder, was herauskam, wie belastbar das Ergebnis ist und was seine Aussagekraft einschränkt. Filtern Sie nach Thema, Studienart oder Region, oder suchen Sie ein Stichwort – jede Karte lässt sich aufklappen.
91 von 91 Quellen
E001 2016 Rachitis: Vorbeugung und Behandlung
Was herauskam: Vitamin D und ausreichend Kalzium gehören zusammen und stehen im Mittelpunkt. Vorbeugende Dosen und Behandlungsdosen sollen klar getrennt werden.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch für das Rachitis-Konzept
- Studienart
- Weltweiter Konsens von Fachleuten (Leitlinie)
- Wie viele
- 33 Experten; 11 Organisationen
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vorbeugung und Behandlung der Ernährungsrachitis (Rachitis durch Vitamin-D- oder Kalziummangel)
- Dosis und Schema
- je nach Alter und Situation
- Gemessen wurde vor allem
- Vorbeugung und Behandlung der Rachitis
Was die Aussagekraft einschränkt: Konsens mit GRADE-Bewertung (Einstufung der ); nicht jede Dosisfrage ist durch große (RCTs) belegt.
PMID 26745253 · DOI 10.1210/jc.2015-2175 · Zur Quelle
E002 2024 Gesunde Kinder: Vorbeugung
Was herauskam: Die Gabe ohne vorherige Blutuntersuchung wird vorgeschlagen. Ein routinemäßiges Testen gesunder Kinder steht nicht im Vordergrund.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Klinische Praxisleitlinie (Clinical Practice Guideline)
- Wie viele
- systematische Evidenzbasis
- Wer untersucht wurde
- 1–18 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe ohne vorherige Blutuntersuchung (empirische Supplementation)
- Verglichen mit
- keine Gabe oder übliche Versorgung
- Dosis und Schema
- In den Studien umgerechnet etwa 300–2000 IE/Tag; gewichteter Mittelwert etwa 1200
- Dauer
- unterschiedlich
- Gemessen wurde vor allem
- Rachitis, Atemwegsinfektionen
Was die Aussagekraft einschränkt: Breite, uneinheitliche (heterogene) Studien; die Zahlen sind nicht als Zielwert im Blut für alle zu lesen.
E003 2026 Vitamin-D-Versorgung: Empfehlung
Was herauskam: Eine neue Leitlinie ist unter der Registernummer 027-081 angemeldet. Die endgültigen Inhalte stehen noch aus.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie in Vorbereitung
- Studienart
- Leitlinienprojekt der AWMF (angemeldet)
- Wie viele
- angemeldet
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Versorgungsempfehlung auf Grundlage der Studienlage (evidenzbasiert)
- Gemessen wurde vor allem
- Standard der Versorgung
Was die Aussagekraft einschränkt: Zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht endgültig veröffentlicht.
E004 2022 Rachitis (Knochenerweichung im Wachstum)
Was herauskam: Die Behandlung richtet sich nach dem Alter und wird mit Kalzium kombiniert. Danach soll eine Erhaltungs- oder Risikovorbeugung angeschlossen werden.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie (Empfehlung einer Fachgesellschaft)
- Studienart
- AWMF-Leitlinie der Stufe S1 (Empfehlung einer Expertengruppe)
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin D3 plus Kalzium
- Dosis und Schema
- z. B. unter 1 Jahr 2000 IE/Tag; ältere Kinder höhere Behandlungsdosen plus Kalzium
- Dauer
- etwa 12 Wochen
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung der Rachitis durch Vitamin-D-Mangel
Was die Aussagekraft einschränkt: Stufe S1 (Empfehlung einer Expertengruppe ohne systematische Studienbewertung); die Dosierung gilt landesspezifisch.
E005 2022 Vorbeugung (Prävention)
Was herauskam: Eine breit angelegte Vorbeugung, die über das Säuglingsalter hinausgeht.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie oder Konsens (Empfehlung von Fachgesellschaften)
- Studienart
- Konsens kinderärztlicher Fachleute
- Wer untersucht wurde
- 0–18 Jahre
- Was untersucht wurde
- Gabe eines Vitamin-D-Präparats (Supplementation)
- Dosis und Schema
- meist 400–800 IE/Tag; höher bei Risiko; auch Gabe in größeren Abständen (intermittierend) möglich
- Dauer
- langfristig
- Gemessen wurde vor allem
- Vorbeugung von Mangel und Rachitis
Was die Aussagekraft einschränkt: Nationale Public-Health-Strategie (Strategie für die Gesundheit der ganzen Bevölkerung eines Landes).
PMID 35305879 · Zur Quelle
E006 2018 Vorbeugung (Prävention)
Was herauskam: Vorbeugende Gabe für alle Säuglinge, danach ein Vorgehen je nach Risiko. Ein routinemäßiges Screening (Blutuntersuchung aller gesunden Kinder) wird nicht empfohlen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie oder Konsens (Empfehlung von Fachgesellschaften)
- Studienart
- Konsens (abgestimmte Stellungnahme von Fachgesellschaften)
- Wer untersucht wurde
- 0–18 Jahre
- Was untersucht wurde
- Gabe eines Vitamin-D-Präparats (Supplementation)
- Dosis und Schema
- 0–12 Monate: 400 IE/Tag; bei Risiko bis etwa 1000; später je nach Risiko 600–1000
- Dauer
- unterschiedlich
- Gemessen wurde vor allem
- Vorbeugung eines Mangels
Was die Aussagekraft einschränkt: Auf den nationalen Zusammenhang bezogen.
PMID 29739471 · Zur Quelle
E007 2023 Vitamin-D-Versorgung: Empfehlung
Was herauskam: Der chinesische Konsens berücksichtigt Alter, Jahreszeit und Risikofaktoren.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Konsens (abgestimmte Stellungnahme von Fachleuten)
- Studienart
- Expertenkonsens (abgestimmte Stellungnahme von Fachleuten)
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Erwachsene
- Was untersucht wurde
- Bewertung und Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung (Status)
- Dosis und Schema
- an das Risiko angepasst
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage und Vorbeugung
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur in der Originalsprache; auf andere Länder nur begrenzt übertragbar.
DOI 10.3760/cma.j.cn115624-20230105-00009 · Zur Quelle
E008 2020 Wachstum bei Kindern unter 5 J.
Was herauskam: Wenig oder kein Effekt auf das Längenwachstum; kleine Effekte auf einige (Abweichung vom Durchschnitt Gleichaltriger). Höhere Dosen waren nicht durchgehend besser.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch
- Studienart
- Cochrane-Übersichtsarbeit (systematische Übersicht nach festen Regeln)
- Wie viele
- 75 Studien/187 Berichte; 12,122
- Wer untersucht wurde
- unter 5 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Präparat zum Einnehmen (oral)
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat) oder niedrigere Dosis
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Dauer
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Längenwachstum u. a.
Was die Aussagekraft einschränkt: Uneinheitliche (heterogene) Bevölkerungsgruppen und Dosierschemata.
PMID 32779763 · Zur Quelle
E009 2020 Rachitis: Behandlung
Was herauskam: Die Evidenzsicherheit ist niedrig bis sehr niedrig. Kalzium allein oder die Kombination kann der alleinigen Vitamin-D-Gabe überlegen sein.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Cochrane-Übersichtsarbeit (systematische Übersicht nach festen Regeln)
- Wie viele
- 4 RCTs; 286
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Ernährungsrachitis (Rachitis durch Vitamin-D- oder Kalziummangel)
- Was untersucht wurde
- Vitamin D, Kalzium oder beides zusammen
- Verglichen mit
- die Behandlungen untereinander
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Dauer
- Wochen bis Monate
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung der Rachitis
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur 4 kleine randomisierte Studien (RCTs).
E010 1999 Rachitis (Knochenerweichung im Wachstum)
Was herauskam: Behandlungen mit Kalzium wirkten besser als Vitamin D allein – in einer Bevölkerungsgruppe mit kalziumarmer Ernährung.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 123
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin D als Spritze in den Muskel (i.m.); Kalzium; beides zusammen
- Verglichen mit
- 3 Gruppen (Studienarme)
- Dosis und Schema
- 600,000 IE als Spritze in den Muskel alle 12 Wochen; Kalzium 1000 mg täglich
- Dauer
- 24 Wochen
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung im Röntgenbild
Was die Aussagekraft einschränkt: Untersucht wurde eine Gruppe mit niedriger Kalziumzufuhr.
PMID 10451461 · Zur Quelle
E011 2014 Rachitis durch Kalziummangel
Was herauskam: Der Hauptvergleich war nicht eindeutig . Kalzium bleibt der zentrale Baustein.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 72
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Kalzium mit oder ohne Vitamin D2
- Verglichen mit
- Kalzium allein
- Dosis und Schema
- Vitamin D2 50,000 IE monatlich plus Kalzium
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Studie.
E012 2013 Rachitis (Knochenerweichung im Wachstum)
Was herauskam: Eine Behandlung mit Kalzium ist von Bedeutung. Das stützt die gemeinsame Betrachtung von Vitamin D und Kalzium.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 67
- Wer untersucht wurde
- 6 Monate bis 5 Jahre
- Was untersucht wurde
- Kalzium, Vitamin D oder beides zusammen
- Verglichen mit
- 3 Gruppen (Studienarme)
- Gemessen wurde vor allem
- Untersuchungsbefund und Röntgenbild
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Studie.
E013 2014 Rachitis: Höhe der Dosis
Was herauskam: Die Ergebnisse waren ähnlich. Ein klarer Vorteil der höheren Dosis zeigte sich nicht.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 76
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Einmalige Dosis Vitamin D3
- Verglichen mit
- 300k gegenüber 600k IE (k = tausend)
- Dosis und Schema
- 300,000 oder 600,000 IE zum Einnehmen (oral)
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung und Sicherheit
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Studie.
E014 2021 Rachitis: täglich oder in Abständen
Was herauskam: In beiden Gruppen heilten etwa 94 % aus.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 66
- Wer untersucht wurde
- 3 Monate bis 5 Jahre
- Was untersucht wurde
- Tägliche Gabe gegenüber Depot- oder Intervallgabe (größere Abstände)
- Verglichen mit
- Vergleich mit einer anderen wirksamen Behandlung (aktive Kontrolle)
- Dauer
- 12 Wochen
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Studie.
E015 2024 Rachitis: täglich oder in Abständen
Was herauskam: Beide Vorgehen wirkten vergleichbar.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 74 auswertbar
- Wer untersucht wurde
- 1–10 Jahre
- Was untersucht wurde
- Tägliche Gabe gegenüber Gabe alle 14 Tage
- Verglichen mit
- Vergleich mit einer anderen wirksamen Behandlung (aktive Kontrolle)
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Studie.
E016 2026 Rachitis: Höhe der Dosis
Was herauskam: Kein bedeutender Vorteil der höheren Gesamtdosis. Schwere Nebenwirkungen (unerwünschte Ereignisse, AE) traten nicht vermehrt auf.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 4 Studien
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Niedrige gegenüber hoher Gesamtdosis
- Verglichen mit
- bis 300k gegenüber 300–600k IE (k = tausend)
- Dosis und Schema
- siehe Vergleich
- Gemessen wurde vor allem
- Heilung und Sicherheit
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur 4 Studien.
PMID 41701309 · Zur Quelle
E017 2026 Rachitis: Behandlungsschemata (Regime)
Was herauskam: Kombinationen schnitten bei mehreren Endpunkten günstiger ab als Vitamin D3 allein. Die Behandlung sollte auf das einzelne Kind abgestimmt werden.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Netzwerk-Metaanalyse (vergleicht mehrere Behandlungen zugleich)
- Wie viele
- 10 RCTs; 867
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Kombinationen aus Vitamin D und Kalzium
- Verglichen mit
- verschiedene Vergleiche
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Laborwerte und Röntgenbild
Was die Aussagekraft einschränkt: Grenzen des Netzwerkvergleichs (auch indirekte Vergleiche) und (Uneinheitlichkeit) der Studien.
PMID 42027572 · Zur Quelle
E018 2013 Säuglingsdosis: wie viel für gestillte Säuglinge
Was herauskam: Mit 400–1200 blieben fast alle Säuglinge bei ≥50 nmol/L. Die 1600-Gruppe wurde wegen hoher Werte gestoppt; höhere Dosen brachten keinen Vorteil bei Wachstum oder Knochenmineralgehalt (BMC).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 132+
- Wer untersucht wurde
- gestillte Säuglinge
- Was untersucht wurde
- Vitamin D3 mit 400, 800, 1200 oder 1600 IE täglich
- Verglichen mit
- die Dosen untereinander
- Dosis und Schema
- 400, 800, 1200 oder 1600 IE täglich
- Dauer
- 12 Monate
- Gemessen wurde vor allem
- 25(OH)D, Wachstum, Knochenmineralgehalt (BMC)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur ein Land untersucht.
PMID 23632722 · Zur Quelle
E019 2022 Wachstum
Was herauskam: Der Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D stieg deutlich, aber Wachstum, Körperzusammensetzung und Pubertät verbesserten sich nicht.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 8851
- Wer untersucht wurde
- Schulkinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin D3 einmal wöchentlich
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat)
- Dosis und Schema
- 14,000 IE/Woche
- Dauer
- 3 Jahre
- Gemessen wurde vor allem
- Körpergröße, BMI, Körperzusammensetzung, Pubertätsstadien (Tanner)
Was die Aussagekraft einschränkt: Die untersuchte Gruppe hatte zu Beginn einen starken Mangel; keine allgemeine Rachitis-Studie.
PMID 36441522 · Zur Quelle
E020 2023 Knochenmineraldichte (BMD)
Was herauskam: Ein kleiner Effekt an der Hüfte, sonst kein einheitlicher Nutzen. Eine für das Kind bedeutsame Zunahme der Knochenmineraldichte (BMD) ist unwahrscheinlich.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch
- Studienart
- Metaanalyse mit Einzelpatientendaten (IPD)
- Wie viele
- 11 RCTs; IPD n=1439
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat)
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Knochenmineraldichte (BMD)
Was die Aussagekraft einschränkt: Überwiegend weiße Mädchen nach der Pubertät untersucht.
PMID 37661104 · Zur Quelle
E021 2021 Knochenbrüche (Frakturen)
Was herauskam: Kein belastbarer Zusammenhang.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 13 Studien; 3943
- Wer untersucht wurde
- bis 18 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D (Versorgungsstatus)
- Verglichen mit
- Kinder mit Knochenbruch (Fraktur) gegenüber Kindern ohne
- Gemessen wurde vor allem
- Risiko für Knochenbrüche (Frakturen)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten (Studien, die messen, nicht behandeln); hohe Heterogenität (Uneinheitlichkeit der Studien).
PMID 34115219 · DOI 10.1007/s00774-021-01238-x · Zur Quelle
E022 2021 Knochenbrüche (Frakturen)
Was herauskam: Kinder mit Knochenbruch hatten geringfügig niedrigere Werte; bei ≤50 nmol/L lag die (OR) bei etwa 1.29.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 23 Beobachtungsstudien; 7929
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D (Versorgungsstatus)
- Verglichen mit
- Kinder mit Knochenbruch (Fraktur) gegenüber Kindern ohne
- Gemessen wurde vor allem
- Risiko für Knochenbrüche (Frakturen)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten; das Ergebnis widerspricht einer anderen Metaanalyse.
PMID 33704541 · Zur Quelle
E023 2025 Frühgeborene
Was herauskam: Die höhere Dosis hebt den Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D und verringert den Mangel. Ein klarer Vorteil für die langfristige Entwicklung des Nervensystems zeigte sich nicht.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 21 Studien; ~1130
- Wer untersucht wurde
- Frühgeborene
- Was untersucht wurde
- Höhere gegenüber niedrigerer Dosis
- Verglichen mit
- z. B. 800 gegenüber 400 IE
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- 25(OH)D und Mangel (Defizienz), Entwicklung
Was die Aussagekraft einschränkt: Uneinheitliche (heterogene) Studien.
E024 2023 Frühgeborene: Ernährung
Was herauskam: Die europäische Empfehlung liegt tendenziell höher als manche Dosierschemata aus den USA.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie (Empfehlung einer Fachgesellschaft)
- Studienart
- Positionspapier der Fachgesellschaft ESPGHAN
- Wer untersucht wurde
- Frühgeborene
- Was untersucht wurde
- Ernährung über den Magen-Darm-Trakt (enteral) einschließlich Vitamin D
- Dosis und Schema
- bis etwa 800–1000 IE/Tag, je nach Gewicht und Gesamtzufuhr
- Gemessen wurde vor allem
- Ernährungsversorgung
Was die Aussagekraft einschränkt: Die Vitamin-D-Dosis ist im Zusammenhang mit der Gesamtzufuhr aus allen Quellen zu sehen.
PMID 36705703 · DOI 10.1097/MPG.0000000000003642 · Zur Quelle
E025 2025 Akute Atemwegsinfektionen
Was herauskam: Kein statistisch signifikanter Gesamteffekt: (RR) etwa 0.82, das (CI) schließt 1 ein.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 17 RCTs; 18,372
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat) oder keine Gabe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Häufigkeit akuter Atemwegsinfektionen (ARI)
Was die Aussagekraft einschränkt: Uneinheitliche (heterogene) Dosierschemata und Endpunkte.
PMID 41387808 · Zur Quelle
E026 2025 Atemwegsinfektionen (ARI) in allen Altersgruppen
Was herauskam: Frühere kleine Vorteile wurden durch neue große randomisierte Studien (RCTs) abgeschwächt. Die Ergebnisse für Untergruppen sind unsicher.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Aktualisierte Metaanalyse (IPD-nahe oder mit zusammengefassten Daten)
- Wie viele
- groß
- Wer untersucht wurde
- alle Altersgruppen, einschließlich Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Akute Atemwegsinfektionen (ARI)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nicht ausschließlich Kinder untersucht.
PMID 39993397 · Zur Quelle
E027 2020 Tuberkulose: Vorbeugung
Was herauskam: Obwohl der Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D stark anstieg, ergab sich kein bedeutsamer Schutz vor einer Tuberkulose-Infektion.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 8851
- Wer untersucht wurde
- Schulkinder; 95.6 % mit Werten unter 20 ng/ml
- Was untersucht wurde
- Vitamin D3 einmal wöchentlich
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat)
- Dosis und Schema
- 14,000 IE/Woche
- Dauer
- 3 Jahre
- Gemessen wurde vor allem
- Neu positiver Tuberkulose-Bluttest (QFT) oder Tuberkulose (TB)
Was die Aussagekraft einschränkt: Gilt für diese Region und deren Ansteckungsbedingungen (Exposition).
PMID 32706534 · Zur Quelle
E028 2018 Tuberkulose (TB) und Vitamin-D-Status
Was herauskam: Ein Mangel (Defizienz) war bei Tuberkulose häufiger, Odds Ratio (OR) etwa 1.70. Ob er Ursache oder Folge ist, bleibt offen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 10 Studien
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Versorgung (Status)
- Verglichen mit
- Tuberkulose (TB) oder schlummernde TB-Infektion (LTBI) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Zusammenhang mit Tuberkulose (TB)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsstudien (sie messen, behandeln aber nicht).
PMID 30170465 · DOI 10.1097/MD.0000000000012179 · Zur Quelle
E029 2022 Asthma und Allergie
Was herauskam: Bei Asthma kein statistisch signifikanter Gesamteffekt; ein mögliches Signal bei Werten unter 10 ng/ml. Bei Neurodermitis (AD) und Rhinitis einzelne positive Effekte.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 32 RCTs; 2347
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Asthmaschübe (Exazerbationen), Neurodermitis (AD), Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung)
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Untergruppen.
PMID 36235600 · Zur Quelle
E030 2024 Asthma
Was herauskam: Berichtet eine günstigere Schätzung für Krankheitsschübe. Die Gesamtheit der Studien bleibt widersprüchlich.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- mehrere RCTs
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Krankheitsschübe (Exazerbationen)
Was die Aussagekraft einschränkt: Die Auswahlkriterien für die Studien unterscheiden sich von anderen Übersichten.
PMID 39421966 · Zur Quelle
E031 2024 Neurodermitis (atopische Dermatitis)
Was herauskam: Eine kleine Verbesserung der Schweregrade.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel bis hoch
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 11 RCTs; 686
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Erwachsene; für Kinder relevant
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Schwere der Neurodermitis (AD)
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine, uneinheitliche (heterogene) Studien.
PMID 39683522 · Zur Quelle
E032 2025 Adipositas (starkes Übergewicht)
Was herauskam: Kein einheitlicher Gesamtnutzen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Metaanalyse mit GRADE-Bewertung der Evidenzsicherheit
- Wie viele
- 9 RCTs; 440
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche mit Übergewicht oder Adipositas (starkem Übergewicht)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- BMI, Blutzucker (Glykämie), Blutfette (Lipide)
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine randomisierte Studien (RCTs).
E033 2024 Adipositas und Insulinresistenz
Was herauskam: Im Netzwerkvergleich mögliche Vorteile höherer Dosen. Direkte Vergleiche gibt es nur begrenzt.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Netzwerk-Metaanalyse (vergleicht mehrere Behandlungen zugleich)
- Wie viele
- 15 RCTs
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Verschiedene Dosen
- Verglichen mit
- Netzwerkvergleich (alle Dosen zugleich, auch indirekt)
- Dosis und Schema
- teils über 4000 IE täglich
- Gemessen wurde vor allem
- Insulinresistenz-Index (), Entzündungswert CRP
Was die Aussagekraft einschränkt: Beruht auf indirekten Vergleichen.
E034 2021 Herz-Kreislauf- und Stoffwechselwerte (Kardiometabolik)
Was herauskam: Kein Effekt auf die meisten Messwerte. In der Untergruppe mit hoher Gesamtdosis kleine Effekte auf Blutzucker und Triglyzeride (TG, ein Blutfettwert).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Metaanalyse randomisierter Studien (RCTs)
- Wie viele
- 9 RCTs
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Blutfette (Lipide), BMI, Blutdruck (BP), Blutzucker (Glukose)
Was die Aussagekraft einschränkt: Die Untergruppen-Auswertungen sind nur erkundend (explorativ), nicht beweisend.
PMID 34353700 · Zur Quelle
E035 2020 Blutdruck
Was herauskam: In den randomisierten Studien (RCTs) kein statistisch signifikanter Effekt auf den Blutdruck.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 8 Studien; 5 Meta
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Oberer und unterer Blutdruckwert (SBP/DBP)
Was die Aussagekraft einschränkt: Keine Studie untersuchte ausschließlich Kinder mit Bluthochdruck.
E036 2021 Fettleber (NAFLD)
Was herauskam: Berichtet wird eine Verbesserung einzelner Gewebebefunde.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 109 randomisiert; 100 abgeschlossen
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD), durch Gewebeprobe (Biopsie) gesichert
- Was untersucht wurde
- Vitamin D3
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat)
- Dosis und Schema
- 2000 IE/Tag
- Dauer
- 6 Monate
- Gemessen wurde vor allem
- Gewebebefund (Histologie) und Stoffwechselwerte
Was die Aussagekraft einschränkt: Eine einzelne randomisierte Studie (RCT); eine Bestätigung durch weitere Studien steht aus.
E037 2025 Typ-1-Diabetes: Behandlung
Was herauskam: Kein Effekt auf den Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c. Mögliche Effekte auf Blutzucker und Insulinbedarf, aber bei niedriger Evidenzsicherheit.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 12 RCTs; 485
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Typ-1-Diabetes (T1D)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c, Insulinbedarf, Blutzucker
Was die Aussagekraft einschränkt: Hohe Heterogenität (Uneinheitlichkeit der Studien); Evidenzsicherheit nach GRADE niedrig bis sehr niedrig.
PMID 41350745 · Zur Quelle
E038 2024 Typ-1-Diabetes: Vitamin-D-Status
Was herauskam: Niedrige Vitamin-D-Werte sind häufig. Wie häufig, hängt stark vom Land und vom gewählten Grenzwert (Cut-off) ab.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 45 Studien; 6995
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Typ-1-Diabetes (T1D)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D (Versorgungsstatus)
- Verglichen mit
- verschiedene Vergleiche
- Gemessen wurde vor allem
- Häufigkeit ()
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten (Studien, die messen, nicht behandeln).
E039 2024 Zöliakie
Was herauskam: Niedrigere 25(OH)D-Werte; die Odds Ratio (OR) für einen Mangel lag bei etwa 2.2. Unter glutenfreier Ernährung steigen die Werte.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel bis hoch
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 26 Studien
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D (Versorgungsstatus)
- Verglichen mit
- Kinder mit Zöliakie (Autoimmunerkrankung des Dünndarms, ausgelöst durch Gluten) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Mangel (Defizienz) und Versorgungslage
Was die Aussagekraft einschränkt: Überwiegend Beobachtungsdaten.
E040 2022 Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (IBD)
Was herauskam: Der Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D steigt; die Entzündungswerte CRP und Blutsenkung (ESR) besserten sich teilweise.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 15 Behandlungsarme
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Erwachsene, mit Daten zu Kindern
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe oder Ausgangswert (Baseline)
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- 25(OH)D, Entzündungswert CRP, Blutsenkung (ESR)
Was die Aussagekraft einschränkt: Uneinheitlich (heterogen); Ergebnisse, die das Kind spürt, wurden nur begrenzt erfasst.
E041 2021 Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (IBD)
Was herauskam: Es werden Verbesserungen berichtet.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- ~98 abgeschlossen
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (IBD)
- Was untersucht wurde
- Vitamin D3
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- 2000 IE/Tag
- Dauer
- 6 Monate
- Gemessen wurde vor allem
- Krankheitsaktivität, Lebensqualität (QOL), Laborwerte
Was die Aussagekraft einschränkt: Eine einzelne Studie.
E042 2025 Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (IBD): Mangel
Was herauskam: Verglichen wurden verschiedene Wege, den Mangel auszugleichen. Eine Grundlage, Stoßdosen allgemein einzusetzen, ergibt sich daraus nicht.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (IBD) und Vitamin-D-Mangel
- Was untersucht wurde
- Tägliche Gabe gegenüber Stoßdosis (einzelne große Dosis)
- Verglichen mit
- Vergleich mit einer anderen wirksamen Behandlung (aktive Kontrolle)
- Dosis und Schema
- 2000 IE täglich gegenüber 400k/800k als Stoßdosis (k = tausend)
- Gemessen wurde vor allem
- 25(OH)D und Krankheitswerte
Was die Aussagekraft einschränkt: Neu; die Ergebnisse gelten nur für die geprüften Dosierschemata.
E043 2024 Zystische Fibrose (Mukoviszidose): Vitamin-D-Status
Was herauskam: Bei Kindern und Jugendlichen lagen 27 % unter 20 ng/ml und 36 % zwischen 20 und 30. Die Werte waren niedriger als bei den Kontrollen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 12 Studien; 1622 für Prävalenz
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- Menschen mit Mukoviszidose (CF) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Vitamin-D-Versorgung (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten (Studien, die messen, nicht behandeln).
PMID 38233891 · DOI 10.1186/s41043-024-00499-2 · Zur Quelle
E044 2020 Zystische Fibrose (Mukoviszidose): Vitamin-D-Gabe
Was herauskam: Der Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D steigt, aber es zeigten sich keine einheitlichen Vorteile für Knochen, Lunge oder Abwehrkräfte.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): sehr hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 8 RCTs
- Wer untersucht wurde
- Menschen mit Mukoviszidose (zystische Fibrose, CF)
- Was untersucht wurde
- Höhere Vitamin-D-Zufuhr
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat) oder niedrigere Zufuhr
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Klinische Ergebnisse (Folgen, die die Betroffenen spüren)
Was die Aussagekraft einschränkt: Die randomisierten Studien (RCTs) sind klein.
PMID 33349585 · Zur Quelle
E045 2023 Lungenfunktion bei CF (Mukoviszidose)
Was herauskam: Eine ausreichende Versorgung ging mit einem höheren Lungenfunktionswert FEV1 einher. Ob das eine das andere bewirkt (Kausalität), ist nicht bewiesen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 21 Studien; 5 Meta
- Wer untersucht wurde
- bis 21 Jahre, mit Mukoviszidose (CF)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D (Versorgungsstatus)
- Verglichen mit
- ausreichend versorgt gegenüber mangelversorgt
- Gemessen wurde vor allem
- Lungenfunktionswert FEV1, Krankheitsschübe (Exazerbationen)
Was die Aussagekraft einschränkt: Überwiegend Beobachtungsstudien.
PMID 36963882 · Zur Quelle
E046 2023 Cholestase (gestörter Gallefluss)
Was herauskam: Hohes Risiko für einen Mangel. Die Dosierschemata für Präparate sind nicht einheitlich geprüft.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Orientierende Übersichtsarbeit (Scoping Review)
- Wie viele
- 48 ausgewählt von 826
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Cholestase (gestörtem Gallefluss)
- Was untersucht wurde
- Fettlösliche Vitamine
- Gemessen wurde vor allem
- Mangel (Defizienz) und Behandlungsstrategie
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine orientierende Übersicht (Scoping Review) über uneinheitliche Krankheitsbilder.
PMID 37299454 · Zur Quelle
E047 2023 Chronische Nierenkrankheit (CKD): Säuglinge
Was herauskam: Ein Vitamin-D-Präparat soll ab der Geburt gegeben werden; der Zielbereich ist auf die Erkrankung zugeschnitten.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie (Empfehlung einer Fachgesellschaft)
- Studienart
- Klinische Praxishinweise (Clinical Practice Points)
- Wer untersucht wurde
- Säuglinge mit chronischer Nierenkrankheit (CKD)
- Was untersucht wurde
- Natives (nicht umgewandeltes) oder aktives (bereits umgewandeltes) Vitamin D
- Dosis und Schema
- Vorgeschlagener Zielbereich für 25(OH)D: 75–120 nmol/L
- Gemessen wurde vor allem
- Mineral- und Knochenstörung bei Nierenkrankheit (CKD-MBD)
Was die Aussagekraft einschränkt: Der Zielwert ist nur schwach durch Studien belegt.
E048 2026 Chronische Nierenkrankheit (CKD) bei Kindern: Knochen und Mineralstoffe
Was herauskam: Ein Mangel soll behandelt werden; bei chronischer Nierenkrankheit gilt ein höherer Zielwert.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): Leitlinie (Empfehlung einer Fachgesellschaft)
- Studienart
- Evidenzbasierte Leitlinie
- Wer untersucht wurde
- Chronische Nierenkrankheit (CKD) der Stadien G2–G5D
- Was untersucht wurde
- Natives (nicht umgewandeltes) Vitamin D
- Dosis und Schema
- Empfohlener Zielwert über 30 ng/ml
- Gemessen wurde vor allem
- Mineral- und Knochenstörung bei Nierenkrankheit (CKD-MBD)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nicht auf gesunde Kinder übertragbar.
E049 2019 ADHS (ADHD): Behandlung
Was herauskam: Kleine Verbesserungen; die Evidenzsicherheit ist niedrig bis sehr niedrig.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse randomisierter Studien (RCTs)
- Wie viele
- 4 RCTs; 256
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit ADHS (ADHD)
- Was untersucht wurde
- Vitamin D zusätzlich (add-on) zu Methylphenidat (ADHS-Medikament)
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat) zusätzlich
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Dauer
- kurz
- Gemessen wurde vor allem
- ADHS-Symptomwerte (Scores)
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine, kurze randomisierte Studien (RCTs).
PMID 31368773 · DOI 10.1089/cap.2019.0059 · Zur Quelle
E050 2019 ADHS (ADHD): Vitamin-D-Status
Was herauskam: Kinder mit ADHS hatten im Mittel niedrigere Werte (standardisierte Mittelwertdifferenz SMD etwa -0.73).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 8 Studien; 11,324
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D (Versorgungsstatus)
- Verglichen mit
- Kinder mit ADHS (ADHD) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten; (Verzerrung durch Störfaktoren) möglich.
PMID 30367389 · DOI 10.1007/s12402-018-0276-7 · Zur Quelle
E051 2018 ADHS (ADHD): Vitamin-D-Status
Was herauskam: Niedrigere Werte hängen statistisch mit ADHS zusammen. Das Signal aus den vorausschauend (prospektiv) angelegten Studien hängt von einer einzelnen Studie ab.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 13 Studien; >10,000
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D, auch rund um die Geburt (perinatal)
- Verglichen mit
- Kinder mit ADHS (ADHD) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Risiko für ADHS
Was die Aussagekraft einschränkt: Hohe Heterogenität (Uneinheitlichkeit der Studien).
PMID 29438455 · DOI 10.1093/advances/nmx002 · Zur Quelle
E052 2022 Schlaf
Was herauskam: Statistische Zusammenhänge (Assoziationen) gibt es. Randomisierte Studien (RCTs) zur Vitamin-D-Gabe reichen nicht aus.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): niedrig bis mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review)
- Wie viele
- wenige heterogene Studien
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- verschiedene Vergleiche
- Gemessen wurde vor allem
- Schlaf, Schlafapnoe (OSA), unruhige Beine (RLS)
Was die Aussagekraft einschränkt: Überwiegend (Momentaufnahmen).
PMID 35163353 · DOI 10.3390/ijms23031430 · Zur Quelle
E053 2020 Epilepsie und Antiepileptika
Was herauskam: Zusammengerechnet hatten etwa 32 % einen Mangel (Defizienz); hohe Heterogenität (Uneinheitlichkeit der Studien).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 29 Studien von 748
- Wer untersucht wurde
- Kinder, die Antiepileptika (AED, Medikamente gegen Anfälle) einnehmen
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Gemessen wurde vor allem
- Häufigkeit (Prävalenz) eines Mangels
Was die Aussagekraft einschränkt: Grenzwerte (Cut-offs) und Medikamente unterscheiden sich zwischen den Studien.
PMID 32171475 · DOI 10.1016/j.jped.2020.01.004 · Zur Quelle
E054 2019 Valproat (Epilepsie-Medikament)
Was herauskam: Valproat geht statistisch mit niedrigeren Vitamin-D-Werten einher.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 11 Publikationen
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Epilepsie
- Was untersucht wurde
- Behandlung allein mit Valproat (Medikament gegen Epilepsie)
- Verglichen mit
- gesunde Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
Was die Aussagekraft einschränkt: Gemessen wurde nur der Blutwert, nicht harte Endpunkte am Knochen.
PMID 31207394 · DOI 10.1016/j.seizure.2019.06.009 · Zur Quelle
E055 2026 Medikamentenresistente Epilepsie
Was herauskam: Berichtet wird eine geringere Anfallshäufigkeit. Eine Bestätigung durch große randomisierte Studien (RCTs) ist nötig.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 11 Studien; 4 Supplementationsstudien n=183
- Wer untersucht wurde
- Medikamentenresistente Epilepsie (DRE)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Ausgangswert (Baseline) oder Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Anfallshäufigkeit
Was die Aussagekraft einschränkt: Sehr kleine Datenbasis.
PMID 42226400 · DOI 10.1002/epd2.70294 · Zur Quelle
E056 2025 Kinderintensivstation (PICU)
Was herauskam: Ein Mangel hing statistisch mit Sterblichkeit und dem Bedarf an kreislaufstützenden Medikamenten zusammen, Odds Ratio (OR) etwa 2.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 27 Studien; 4682
- Wer untersucht wurde
- Kritisch kranke Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Mangel (Defizienz)
- Verglichen mit
- ausreichende Versorgung
- Gemessen wurde vor allem
- Sterblichkeit, Bedarf an kreislaufstützenden Medikamenten (Inotropika)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten; möglich (umgekehrte Ursache: möglicherweise senkt die Krankheit den Wert, statt dass der niedrige Wert die Krankheit verursacht).
E057 2025 Kinderintensivstation (PICU): Vitamin-D-Gabe
Was herauskam: Der Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D steigt; ein überzeugender Vorteil für den Krankheitsverlauf zeigte sich nicht.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wer untersucht wurde
- Kritisch kranke Kinder mit Vitamin-D-Mangel
- Was untersucht wurde
- Einmalige hohe Dosis
- Verglichen mit
- Placebo (Scheinpräparat) oder Standardbehandlung
- Dosis und Schema
- hohe Dosis
- Dauer
- kurz (Akutphase)
- Gemessen wurde vor allem
- Klinische Ergebnisse (Folgen, die die Betroffenen spüren)
Was die Aussagekraft einschränkt: Eine einzelne randomisierte Studie (RCT).
E058 2026 Sichelzellkrankheit
Was herauskam: Ein Mangel ist häufig und hängt statistisch mit der Krankheitslast zusammen. Der Nutzen einer Vitamin-D-Gabe ist unzureichend belegt.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review)
- Wie viele
- 12 von 497
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Sichelzellkrankheit (SCD)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Versorgung (Status) und Gabe von Präparaten
- Gemessen wurde vor allem
- Schmerzkrisen (VOC), Krankenhausaufnahmen, Laborwerte
Was die Aussagekraft einschränkt: Überwiegend Beobachtungsdaten.
PMID 42339751 · DOI 10.1177/02601060261462433 · Zur Quelle
E059 2020 Sichelzellkrankheit: Behandlung
Was herauskam: Die Evidenz reicht nicht aus, um belastbare Effekte auf die Gesundheit zu belegen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Cochrane-Übersichtsarbeit (systematische Übersicht nach festen Regeln)
- Wie viele
- wenige RCTs
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Erwachsene mit Sichelzellkrankheit (SCD)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- unterschiedlich je Studie
- Gemessen wurde vor allem
- Knochen, Schmerzen, Atemwege
Was die Aussagekraft einschränkt: Sehr wenige Studien.
PMID 32462740 · Zur Quelle
E060 2021 Krebs im Kindesalter (Onkologie)
Was herauskam: Kein sicherer Nachweis, dass eine Vitamin-D-Gabe – unabhängig vom Versorgungsstatus – Knochenmineraldichte (BMD) oder Knochenbrüche verbessert.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit plus Konsens von Fachleuten
- Wer untersucht wurde
- Kinder bis 5 J. nach Therapie (Krebsbehandlung)
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Gabe
- Gemessen wurde vor allem
- Knochenmineraldichte (BMD), Knochenbrüche (Frakturen)
Was die Aussagekraft einschränkt: Uneinheitliche (heterogene) Krebsarten.
PMID 34100559 · Zur Quelle
E061 2025 Krebs im Kindesalter (Onkologie): Vitamin-D-Status
Was herauskam: Ein Mangel ist häufig (hohe Prävalenz). Die Zusammenhänge mit dem Krankheitsverlauf sind uneinheitlich.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review)
- Wie viele
- 20 Originalarbeiten
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Krebs
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Gemessen wurde vor allem
- Mangel (Defizienz) und Krankheitsverlauf
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten (Studien, die messen, nicht behandeln).
PMID 39766100 · Zur Quelle
E062 2024 Kindliches Gelenkrheuma (JIA)
Was herauskam: Kinder mit JIA hatten niedrigere Werte (standardisierte Mittelwertdifferenz SMD etwa -0.49); hohe Heterogenität (Uneinheitlichkeit der Studien).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 10 eligible; 8 Meta
- Wer untersucht wurde
- Kinder unter 16 Jahren
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- Kinder mit kindlichem Gelenkrheuma (JIA) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsstudien (sie messen, behandeln aber nicht).
PMID 39460536 · DOI 10.1093/nutrit/nuae148 · Zur Quelle
E063 2023 Zahnkaries
Was herauskam: Ein Mangel (Defizienz) hing statistisch mit einem etwa 22 % höheren Kariesrisiko zusammen.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 13 Studien
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Versorgung (Status)
- Verglichen mit
- Kinder mit Karies gegenüber Kindern ohne
- Gemessen wurde vor allem
- Karies
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten (Studien, die messen, nicht behandeln).
E064 2024 Frühkindliche Karies (Early childhood caries)
Was herauskam: Bei frühkindlicher Karies niedrigere Werte. Ob das eine das andere verursacht (Kausalität), ist unklar.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Metaanalyse (rechnerische Zusammenfassung mehrerer Studien)
- Wie viele
- 11 Studien
- Wer untersucht wurde
- Kleinkinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- Kleinkinder mit frühkindlicher Karies (ECC) gegenüber Kontrollen
- Gemessen wurde vor allem
- Karies
Was die Aussagekraft einschränkt: Überwiegend Beobachtungsdaten.
E065 2024 Karies der bleibenden Zähne
Was herauskam: Die Odds Ratios (ORs) lagen in den Studien bei niedriger Versorgung meist über 1.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): niedrig bis mittel
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review)
- Wie viele
- 8 Studien
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Gemessen wurde vor allem
- Karies
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsstudien.
E066 2018 Vitamin-D-Mangel mit Krankheitszeichen
Was herauskam: Etwa 1.1 Fälle je 100k Kinder unter 15 Jahren und etwa 3.5 je 100k unter 5 Jahren (k = tausend). 88 % waren ausschließlich gestillt, 49 % hatten eine eingeschränkte (restriktive) Ernährung, 31 % wenig Sonne.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch für die Häufigkeitsfrage (epidemiologisch)
- Studienart
- Landesweite Erhebung
- Wie viele
- 250 Fälle; Detail n=89 <5 J.
- Wer untersucht wurde
- unter 15 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Mangel mit Krankheitszeichen (klinische Defizienz)
- Dauer
- 3 Jahre Erhebung
- Gemessen wurde vor allem
- Neuerkrankungen () und Risikofaktoren
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur 53 % der Krankenhäuser antworteten; erfasst wurden nur Fälle mit Beschwerden.
PMID 29526992 · DOI 10.1507/endocrj.EJ18-0008 · Zur Quelle
E067 2018 Gesunde Säuglinge
Was herauskam: Im Alter von 0–5 Monaten lag der (mittlerer Wert) bei 19; gestillte Säuglinge 12 gegenüber 32 ng/ml bei Formula (Säuglingsmilchnahrung) oder Mischernährung. Die Jahreszeit hatte Einfluss.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 290
- Wer untersucht wurde
- 0–48 Monate
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Alters- und Ernährungsgruppen
- Gemessen wurde vor allem
- 25(OH)D nach Jahreszeit
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur 2 Regionen; Querschnittsstudie (Momentaufnahme).
PMID 29710038 · DOI 10.3177/jnsv.64.99 · Zur Quelle
E068 2016 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Die Werte sinken mit dem Alter. Mädchen, Winter und Frühjahr sowie Stadtkinder hatten niedrigere Werte.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Rückblickende Auswertung von Laborwerten
- Wie viele
- 13,236; 332 Einrichtungen
- Wer untersucht wurde
- 0–18 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Alter, Geschlecht, Jahreszeit und Region
- Dauer
- Daten aus 2014
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Laborstichprobe; als ausreichend galt ein Grenzwert (Cut-off) von ≥30.
E069 2009 Rachitis (Knochenerweichung im Wachstum)
Was herauskam: Der mittlere Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D lag bei etwa 14.9; etwa 93 % zeigten Rachitis-Zeichen im Röntgenbild.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): niedrig
- Studienart
- Fallserie (Beschreibung einzelner Krankheitsfälle)
- Wie viele
- 35
- Wer untersucht wurde
- Säuglinge und Kleinkinder
- Was untersucht wurde
- Rachitis durch Vitamin-D-Mangel (VDD)
- Gemessen wurde vor allem
- Untersuchungsbefund und Röntgenbild
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Fallserie (Beschreibung einzelner Fälle, ohne Vergleichsgruppe).
E070 2023 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Nach den Grenzwerten der Studie hatten etwa 23.2 % einen Mangel (Defizienz) und etwa 54.2 % eine unzureichende Versorgung (Insuffizienz).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 3244
- Wer untersucht wurde
- 6–17 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Dauer
- Erhebung 2016–17
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region; abhängig vom gewählten Grenzwert (Cut-off).
E071 2022 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Mit 6–11 Jahren lag der Median (mittlerer Wert) bei etwa 20.86, mit 12–17 Jahren bei etwa 14.12 ng/ml. Mädchen, ältere Kinder und Stadtkinder hatten niedrigere Werte.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 1385
- Wer untersucht wurde
- 6–17 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Alter, Geschlecht, Stadt oder Land und Kurzsichtigkeit (Myopie)
- Dauer
- Erhebung 2016–18
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
DOI 10.19813/j.cnki.weishengyanjiu.2022.06.018 · Zur Quelle
E072 2025 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Unzureichende Versorgung und Mangel zusammen bei etwa 87.6 %. Mädchen, Landkinder und der Winter waren Risikofaktoren.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 3189
- Wer untersucht wurde
- 6–17 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Dauer
- Erhebung 2016–17
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
DOI 10.19813/j.cnki.weishengyanjiu.2025.05.011 · Zur Quelle
E073 2026 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Der Median (mittlerer Wert) lag bei etwa 73.0 nmol/L; etwa 2.46 % hatten einen Mangel, die Mehrheit war ausreichend versorgt.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 1183
- Wer untersucht wurde
- 0–6 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Alter, Jahreszeit und Vitamin-A-Versorgung
- Dauer
- Erhebung 2022–23
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
DOI 10.19757/j.cnki.issn1674-7763.2026.02.011 · Zur Quelle
E074 2020 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Unzureichende Versorgung (Insuffizienz) bei 56.2 %, Mangel (Defizienz) bei 13.5 %. Höheres Alter, weibliches Geschlecht und Übergewicht erhöhten das Risiko.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 1000
- Wer untersucht wurde
- Schulkinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Alter, Geschlecht und BMI (Body-Mass-Index)
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
DOI 10.19757/j.cnki.issn1674-7763.2020.01.013 · Zur Quelle
E075 1989 Vorbeugung im Winter (Prävention Winter)
Was herauskam: Die Gabe verhinderte das jahreszeitliche Absinken des Vitamin-D-Blutwerts 25(OH)D.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Randomisierte Studie (RCT)
- Wie viele
- 56
- Wer untersucht wurde
- 1–2 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin D plus Kalzium
- Verglichen mit
- Kontrollgruppe
- Dosis und Schema
- etwa 396 IE täglich plus Kalzium 750 mg
- Dauer
- über den Winter
- Gemessen wurde vor allem
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
Was die Aussagekraft einschränkt: Alte, kleine randomisierte Studie (RCT).
DOI 10.19813/j.cnki.weishengyanjiu.1989.03.014 · Zur Quelle
E076 2016 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Der Mittelwert lag bei etwa 20.1 ng/ml; 52.7 % lagen unter 20 und 8.8 % bei ≥30.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie mit Kohortenauswertung
- Wie viele
- 283
- Wer untersucht wurde
- 4-Jährige
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
PMID 26988234 · Zur Quelle
E077 2011 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: 51 % lagen unter 50 nmol/L, etwa 8 % unter 30 nmol/L.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 102
- Wer untersucht wurde
- 9–13 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Stichprobe aus einer Region.
PMID 21311425 · Zur Quelle
E078 2015 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: 24.3 % lagen unter 30 ng/ml. Winter, Frühjahr und dunklere Hauttypen erhöhten das Risiko.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 169
- Wer untersucht wurde
- unter 2 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Jahreszeit und Hauttyp (Phototyp)
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
PMID 26058340 · Zur Quelle
E079 2014 Kinder mit Migrationshintergrund
Was herauskam: Etwa 22.5 % hatten einen Mangel (Defizienz); häufiger bei Herkunft aus Indien/Pakistan oder dem Maghreb.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wer untersucht wurde
- unter 6 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- einheimische gegenüber zugewanderten Kindern
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Auswahl aus einer Region.
PMID 25066596 · Zur Quelle
E080 2014 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: 15.6 % lagen unter 20 ng/ml, 2.1 % unter 10. Meist gab es weder Krankheitszeichen noch Auffälligkeiten beim Parathormon (PTH, Hormon der Nebenschilddrüsen).
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 288
- Wer untersucht wurde
- 1 Monat bis 13 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status) und Parathormon (PTH)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
PMID 25135619 · Zur Quelle
E081 2014 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Etwa 3.1 % lagen bei ≤25 nmol/L, etwa 34.4 % bei ≤50. Kinder mit Präparat schnitten günstiger ab.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie an mehreren Zentren
- Wie viele
- 326
- Wer untersucht wurde
- 6–10 Jahre
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Präparatgabe und Jahreszeit
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Abhängig von Region und Jahreszeit.
PMID 25028285 · Zur Quelle
E082 2015 Häufigkeit niedriger Werte (Prävalenz)
Was herauskam: Ohne Präparat war ein Mangel (Defizienz) deutlich häufiger.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 316
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- mit gegenüber ohne Vitamin-D-Präparat
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Region.
PMID 26482185 · Zur Quelle
E083 2025 Zuverlässige Einnahme (Adhärenz)
Was herauskam: Nur etwa 17 % nahmen das Präparat insgesamt vollständig wie vorgesehen; bei Kindern unter 2 Jahren etwa 38 %.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 710
- Wer untersucht wurde
- Kinder
- Was untersucht wurde
- Zuverlässigkeit der Einnahme (Adhärenz) des Vitamin-D-Präparats
- Gemessen wurde vor allem
- Zuverlässige Einnahme (Adhärenz)
Was die Aussagekraft einschränkt: Beruht auf Selbstauskunft; eine Studie zur Versorgung im Alltag.
PMID 40000270 · Zur Quelle
E084 2025 Umsetzung der Leitlinien
Was herauskam: Die neuen Empfehlungen sind weitgehend bekannt und werden angewandt, aber die Umsetzung bleibt unterschiedlich.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): niedrig bis mittel
- Studienart
- Befragung
- Wie viele
- 966 Kliniker
- Wer untersucht wurde
- Fachleute der kinderärztlichen Versorgung
- Was untersucht wurde
- Umsetzung der neuen Empfehlungen
- Gemessen wurde vor allem
- Alltag der Versorgung
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Befragung.
PMID 39567315 · Zur Quelle
E085 2004 Häufigkeit niedriger Werte bei Jugendlichen
Was herauskam: Niedrige Werte waren je nach Jahreszeit und in späteren Pubertätsstadien häufiger.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 196
- Wer untersucht wurde
- Jugendliche
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Alter, Pubertätsstadium und Jahreszeit
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Kleine Stichprobe.
PMID 15054442 · Zur Quelle
E086 2021 Kinder mit Migrationshintergrund
Was herauskam: Nach den Kriterien der Studie hatten etwa 73 % zu niedrige Vitamin-D-Werte (Hypovitaminose), etwa 28 % einen schweren Mangel.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Querschnittsstudie (Momentaufnahme)
- Wie viele
- 528
- Wer untersucht wurde
- Kinder mit Migrationshintergrund
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Region, Jahreszeit und Alter
- Dauer
- Erhebung 2015–18
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Eine Gruppe mit hohem Risiko (Hochrisikokohorte), nicht repräsentativ für die Bevölkerung.
PMID 34129099 · Zur Quelle
E087 2019 Versorgung im Praxisalltag
Was herauskam: Zwischen Leitlinien und Alltag der Versorgung besteht eine Lücke.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): niedrig bis mittel
- Studienart
- Befragung von Kinderärztinnen und Kinderärzten
- Wie viele
- 795
- Wer untersucht wurde
- Ärztinnen und Ärzte
- Was untersucht wurde
- Verschreibungsgewohnheiten
- Verglichen mit
- Vergleich mit der Leitlinie
- Gemessen wurde vor allem
- Umsetzung der Leitlinie
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur eine Befragung.
PMID 31134320 · Zur Quelle
E088 2017 Häufigkeit niedriger Werte bei Jugendlichen
Was herauskam: Der Mittelwert lag bei etwa 16.5 ng/ml; im Winter niedriger.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Kohortenstudie (Beobachtung einer Gruppe über die Zeit)
- Wie viele
- 521
- Wer untersucht wurde
- 13-Jährige
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Jahreszeit
- Gemessen wurde vor allem
- Versorgungslage (Status)
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur die Region Porto.
PMID 29081320 · Zur Quelle
E089 2021 Zähne (Dental)
Was herauskam: Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Versorgung und Zahngesundheit.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): mittel
- Studienart
- Kohortenstudie (Beobachtung einer Gruppe über die Zeit)
- Wie viele
- 335
- Wer untersucht wurde
- 7-Jährige
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- nach Karies
- Gemessen wurde vor allem
- Karies
Was die Aussagekraft einschränkt: Nur Beobachtungsdaten.
PMID 33430295 · Zur Quelle
E090 2024 Vitamin-D-Mangel weltweit
Was herauskam: Unter 30 nmol/L lagen etwa 15.7 %, unter 50 etwa 47.9 %, unter 75 etwa 76.6 %. Die Werte schwanken stark nach Region und Jahreszeit.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch für die Häufigkeitsfrage (epidemiologisch)
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse
- Wie viele
- 308 Studien; ~7.95 Mio
- Wer untersucht wurde
- Kinder und Erwachsene; Daten zu Kindern einschließbar
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Dauer
- Studien aus 2000–2022
- Gemessen wurde vor allem
- Häufigkeit (Prävalenz)
Was die Aussagekraft einschränkt: Grenzwerte (Cut-offs) und untersuchte Gruppen sind uneinheitlich (heterogen).
E091 2024 Rachitis: Schwellenwerte
Was herauskam: Kinder mit Rachitis hatten im Mittel etwa 23 nmol/L. Das stützt die Bedeutung sehr niedriger Werte für die Gesundheit.
Wie belastbar (Einstufung der Evidenzkarte): hoch
- Studienart
- Systematische Übersichtsarbeit, Auswertung nahe an Einzelpatientendaten (IPD)
- Wie viele
- 120 Studien; 5412
- Wer untersucht wurde
- Junge Kinder
- Was untersucht wurde
- Vitamin-D-Blutwert 25(OH)D
- Verglichen mit
- Kinder mit Rachitis gegenüber Kindern ohne
- Gemessen wurde vor allem
- Rachitis
Was die Aussagekraft einschränkt: Uneinheitliche (heterogene) Definitionen.
Alle Kapitel dieses Ratgebers
- 1. Grundlagen: Wie Vitamin D im Körper eines Kindes wirkt Abschnitt 1–16 · 16
- 2. Wie häufig ist ein Mangel? Zahlen aus aller Welt Abschnitt 17–32 · 16
- 3. Rachitis: erkennen, verhindern, behandeln Abschnitt 33–48 · 16
- 4. Wenn Vitamin D nicht das eigentliche Problem ist: erbliche Rachitisformen Abschnitt 49–59 · 11
- 5. Wachstum, Knochendichte und Frakturen Abschnitt 60–70 · 11
- 6. Frühgeborene Abschnitt 71–79 · 9
- 7. Atemwegsinfekte, Asthma und Allergie Abschnitt 80–103 · 24
- 8. Adipositas, Stoffwechsel und Diabetes Abschnitt 104–121 · 18
- 9. Darm und Leber: Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Malabsorption Abschnitt 122–138 · 17
- 10. Chronische Nierenkrankheit Abschnitt 139–146 · 8
- 11. Gehirn, Entwicklung und Psyche Abschnitt 147–164 · 18
- 12. Epilepsie und Medikamente Abschnitt 165–179 · 15
- 13. Intensivmedizin, Blut, Krebs und Rheuma Abschnitt 180–195 · 16
- 14. Zähne, Haut und weitere Krankheitsbilder Abschnitt 196–202 · 7
- 15. Schwangerschaft und Stillzeit Abschnitt 203–214 · 12
- 16. Sicherheit und Überdosierung Abschnitt 215–234 · 20
- 17. Leitlinien im Ländervergleich Abschnitt 235–257 · 23
- 18. Testen oder nicht? Screening und Laborindikation Abschnitt 258–265 · 8
- 19. Dosierung: täglich, wöchentlich, monatlich Abschnitt 266–288 · 23
- 20. Kalzium und Ernährung Abschnitt 289–296 · 8
- 21. Sonne, Jahreszeit und Haut Abschnitt 297–305 · 9
- 22. Labor: Messung, Einheiten und Fehlerquellen Abschnitt 306–327 · 22
- 23. Lebensmittelanreicherung und Public Health Abschnitt 328–343 · 16
- 24. Vegane und stark eingeschränkte Ernährung Abschnitt 344–352 · 9
- 25. Nach Alter: vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen Abschnitt 353–362 · 10
- 26. Grenzwerte, Zielwerte und die Frage nach Ursache und Wirkung Abschnitt 363–372 · 10
- 27. Entscheidungswege Abschnitt 373–393 · 21
- 28. Fallbeispiele und typische Fallstricke Abschnitt 394–418 · 25
- 29. Fragen und Mythen Abschnitt 419–468 · 50
- 30. Das Gespräch in der Ordination Abschnitt 469–480 · 12
- 31. Was die Sprachräume zeigen Abschnitt 481–519 · 39
- 32. Studienatlas: die 91 Kernquellen im Überblick Abschnitt 520–520 · 1
- 33. Evidenzqualität und offene Forschungsfragen Abschnitt 521–551 · 31
- 34. Methodik und Glossar Abschnitt 552–578 · 27
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