Welche Augenfarbe bekommt mein Kind?

Tragen Sie die Augenfarben in den Stammbaum ein, und Sie sehen, wie wahrscheinlich Blau, Grün und Braun bei Ihrem Kind sind. Gerechnet wird nicht mit der alten Schulregel „braun schlägt blau“, sondern mit den gemessenen Häufigkeiten einer von 2.637 Personen – einschließlich der Fälle, die nach der Schulregel gar nicht vorkommen dürften.

Was möchten Sie berechnen?
Eltern der Mutter
Großmutter
Großvater
Eltern des Vaters
Großmutter
Großvater
Mutter
Vater
Ihr Kind noch nichts angegeben
Ergebnis weiter schärfen Augenfarben schon geborener Kinder und die Herkunft der Familie – beides verschiebt das Ergebnis deutlich.

Die Anlage für helle Augen ist in Nordeuropa weit häufiger als im Süden. Ohne Angaben zur Familie entscheidet allein diese Häufigkeit das Ergebnis.

Augenfarbe bereits geborener Kinder

Geschwister sind die stärkste Zusatzangabe überhaupt: Ein blauäugiges Kind zweier braunäugiger Eltern beweist, dass beide die Anlage für helle Augen weitergeben können.

Die Angaben werden nur für diese Berechnung verwendet und nirgends gespeichert.

Die Augenfarbe ist ein Merkmal ohne Krankheitswert. Diese Berechnung ist eine Wahrscheinlichkeitsrechnung und keine ärztliche Aussage über ein einzelnes Kind – und sie ist unter keinen Umständen ein Hinweis auf die Abstammung.

Häufige Fragen

Kann man aus der Augenfarbe ablesen, wer der Vater ist?

Nein, und zwar unter keinen Umständen. Keine Kombination von Augenfarben in einer Familie schließt eine Elternschaft aus. Zwei blauäugige Eltern können ein braunäugiges Kind bekommen – in der zugrunde liegenden Kohorte hatten 13 von 1.780 Personen mit der „blauen“ Erbanlage braune Augen. Die alte Schulregel „braun ist dominant, blau rezessiv“ ist widerlegt, und mit ihr jeder daraus abgeleitete Verdacht.

Wann steht die Augenfarbe meines Kindes endgültig fest?

Bei den meisten Kindern mit etwa sechs Jahren. Das Pigment der Regenbogenhaut wird größtenteils erst nach der Geburt eingelagert, deshalb sagt die Farbe der ersten Lebenswochen wenig aus. In einer Zwillingsstudie über viele Jahre änderte sich die Augenfarbe bei 10 bis 15 Prozent der Untersuchten sogar noch nach dem sechsten Lebensjahr, teils bis ins Erwachsenenalter.

Stimmt es, dass alle Babys mit blauen Augen zur Welt kommen?

Nein. In einer fotodokumentierten Untersuchung an 192 Neugeborenen hatten 63 Prozent braune, 21 Prozent blaue und knapp 6 Prozent grüne oder haselnussbraune Augen; bei 10 Prozent ließ sich die Farbe noch nicht bestimmen. Richtig ist nur der Kern der Vorstellung: Helle Augen bei Geburt können später noch nachdunkeln.

Warum fragt der Rechner nach den Großeltern?

Weil ein Elternteil Anlagen weitergeben kann, die man ihm nicht ansieht. Ein braunäugiger Vater mit einer blauäugigen Mutter trägt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Anlage für helle Augen in sich. Die Auswertung zeigt für jede einzelne Angabe, um wie viele Prozentpunkte sie das Ergebnis verschoben hat – manchmal ist es viel, manchmal fast nichts.

Wie genau ist so eine Berechnung?

Blau und Braun lassen sich gut vorhersagen, alle Zwischenfarben schlecht. Selbst wenn das Erbgut des Kindes vollständig bekannt wäre, werden in europäischen Stichproben 95 Prozent der blauen, aber nur 11 Prozent der grünen und haselnussbraunen Augen richtig vorhergesagt. Ein hoher Grün-Anteil im Ergebnis heißt deshalb vor allem: Es ist offen.

Rechnet dieses Werkzeug anders als andere Augenfarben-Rechner?

Ja. Übliche Rechner benutzen die Schulregel „braun schlägt blau“ und geben für manche Konstellationen null Prozent aus. Dieser Rechner benutzt stattdessen die gemessene Häufigkeitstabelle einer Kohorte von 2.637 Personen, berücksichtigt die Herkunftsregion, die Großeltern und bereits geborene Geschwister und legt jede Rechengrundlage offen. Die vollständige Auswertung lässt sich als PDF sichern.

Sagt die Augenfarbe etwas über die Gesundheit meines Kindes aus?

Nein, sie ist ein Merkmal ohne Krankheitswert. Zwei Beobachtungen gehören allerdings einmal augenärztlich angesehen: zwei unterschiedlich gefärbte Augen und sehr helle, rötlich durchscheinende Regenbogenhäute. In den allermeisten Fällen steckt nichts dahinter, selten aber eine Grunderkrankung.

Medizinische Grundlage

Fachliche Grundlage zuletzt geprüft: August 2026.