Zwei Entwicklungsbesonderheiten, die häufig verwechselt und häufig gemeinsam übersehen werden – und die sich seelisch ganz unterschiedlich auswirken.

  • Abschnitt 92 bis 105 von 223
  • Stand: 6. September 2026
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Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber erklärt die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen allgemein und richtet sich an Eltern und Bezugspersonen. Er ersetzt keine Untersuchung, keine Diagnose und keine Beratung durch Ihre Kinderärztin, eine klinische Psychologin oder eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bei einem konkreten Kind hängt alles vom Alter, von der Vorgeschichte und von der gesamten Lebenssituation ab. Wenn Ihr Kind sich selbst verletzt, Suizidgedanken äußert oder Andeutungen macht, dass es nicht mehr leben möchte, warten Sie nicht ab: Rat auf Draht ist rund um die Uhr und kostenlos unter 147 erreichbar, auch für Sie als Bezugsperson, die Telefonseelsorge unter 142.

92 Eine andere Art von Störung

Die vorigen drei Kapitel behandelten Angststörungen, Depression und Suizidalität — Zustände, die sich entwickeln, kommen und unter Behandlung oft wieder gehen. ADHS und Autismus-Spektrum-Störungen gehören, wie eingangs erwähnt, zu einer anderen Kategorie: Entwicklungsstörungen. Sie zeigen sich in aller Regel früh, oft schon in den ersten Lebensjahren, betreffen, wie es die italienische Fachgesellschaft SINPIA formuliert, nicht eine vorübergehende seelische Krise, sondern die Art, wie ein Gehirn Reize verarbeitet, Aufmerksamkeit steuert oder soziale Signale liest.

Das hat praktische Folgen für den Weg zur Abklärung. Während es bei Angst oder Depression oft um die Frage geht, ob und seit wann ein Zustand von der Norm abweicht, geht es bei ADHS und Autismus meist um eine entwicklungsdiagnostische Einschätzung, die andere Fachrichtungen und andere Instrumente braucht. Beide Bereiche können sich überschneiden — ein Kind mit ADHS hat ein erhöhtes Risiko für Angst oder Depression, wie dieses Kapitel noch zeigen wird —, sie bleiben aber zwei unterschiedliche Fragen.

93 Warum ADHS-Häufigkeitszahlen so weit auseinanderliegen

Wie bei kaum einer anderen Diagnose streuen publizierte ADHS- enorm: Eine brasilianische Übersichtsarbeit fand in 27 ausgewerteten Studien eine Spannweite von 0,9 bis 19 Prozent — ein mehr als zwanzigfacher Unterschied zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert. Die bereits erwähnten österreichischen und internationalen Vergleichszahlen aus früheren Kapiteln liegen alle innerhalb dieser weiten Spanne.

Der Grund liegt, wie bei den meisten Zahlen in diesem Ratgeber, in Definition, Instrument, Altersgruppe und Erhebungsart. ADHS wird in manchen Ländern breiter gefasst als in anderen, manche Erhebungen zählen ärztliche Diagnosen, andere Elternfragebögen mit einer bestimmten Schwelle. Für Eltern folgt daraus vor allem eines: Eine einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Prozentzahl zur ADHS-Häufigkeit — egal aus welchem Land — sagt für sich genommen wenig aus.

94 Was eine große Metaanalyse über Risikofaktoren zeigt

Eine chinesische über 81 Studien mit 246.866 Kindern bestätigt unabhängig die Größenordnung, die auch die österreichischen und internationalen Zahlen aus früheren Kapiteln nahelegen: eine Gesamtprävalenz von 6,2 Prozent, mit einem deutlichen Geschlechterunterschied — Buben 7,6 Prozent, Mädchen 3,6 Prozent, mehr als doppelt so häufig betroffen. Dieses Verhältnis ist bemerkenswert, weil es dem bei Angst und Depression beobachteten Muster entgegengesetzt ist: Dort sind Mädchen deutlich häufiger betroffen, bei ADHS die Buben.

Dieselbe Metaanalyse nennt drei Risikofaktoren mit s: familiäre Vorbelastung mit ADHS (4,209), Komplikationen während der Schwangerschaft (3,306) und ein Bildungsniveau der Mutter unterhalb der Matura (3,325). Der letzte Faktor ist vorsichtig zu lesen: Wie beim sozialen Gradienten in früheren Kapiteln gezeigt, spiegeln solche Zusammenhänge oft auch einen ungleichen Zugang zu Diagnose und Versorgung wider, nicht zwingend ein unterschiedliches tatsächliches Auftreten.

95 Aufmerksamkeit und Impulsivität im spanischen Risikoband

Die bereits mehrfach erwähnte spanische Emo-Child-Studie listet unter den höchsten Risikowerten im Jugendalter neben Angst (16 Prozent) und Essstörungssymptomen (13 Prozent, bei Mädchen 19 Prozent) auch Hyperaktivität-Impulsivität mit 13 Prozent. Es handelt sich, wie bei allen Emo-Child-Werten, um ein Risikoband unterhalb der klinischen Schwelle, nicht um eine Diagnosehäufigkeit.

Der Bericht bestätigt außerdem ein Muster, das bereits im Kapitel über Warnzeichen im Volksschulalter angeklungen ist: Nach innen gerichtete Probleme wie Angst und Traurigkeit sind bei Mädchen häufiger, nach außen gerichtete Probleme wie Aggression, Hyperaktivität und Substanzkonsum bei Buben. ADHS mit seiner ausgeprägten Unruhe- und Impulskontrollkomponente fällt in diese zweite Gruppe — ein weiterer Grund, warum es bei Buben häufiger diagnostiziert wird.

96 ADHS als eigener Risikofaktor für Suizidalität

Die französische Leitlinie zu Suizidgedanken und suizidalem Verhalten bei Kindern nennt unter den psychiatrischen Risikofaktoren ausdrücklich nicht nur Depression, sondern auch ADHS sowie oppositionelle Störungen und Störungen des Sozialverhaltens. Diese Einordnung ist wichtig, weil ADHS im Alltag oft als reines Schul- oder Verhaltensthema wahrgenommen wird — als etwas, das die Konzentration erschwert, aber nicht als etwas, das mit der seelischen Gesundheit insgesamt zusammenhängt.

Die Leitlinie stellt damit ADHS in eine Reihe mit den anderen in diesem Ratgeber besprochenen Risikofaktoren. Das bedeutet nicht, dass ein Kind mit ADHS automatisch gefährdet ist — es bedeutet, dass ADHS bei der Einschätzung des Gesamtbildes mitgedacht werden sollte, besonders wenn zusätzlich Anzeichen von Rückzug, Hoffnungslosigkeit oder starker Reizbarkeit auftreten, wie sie in den vorigen Kapiteln beschrieben wurden.

97 ADHS, Autismus und der Umgang mit Bildschirmen

Eine spanische pädiatrische Übersichtsarbeit nennt ADHS und Autismus ausdrücklich als Gruppen mit erhöhtem Risiko für eine problematische Nutzung von Bildschirmen und sozialen Medien. Zur Einordnung: Eine internationale Übersicht über 113 Studien mit rund 700.000 Teilnehmenden aus 31 Ländern schätzte die problematischer Internetnutzung in der Allgemeinbevölkerung auf 7,02 Prozent — bei Kindern mit ADHS oder Autismus liegt das Risiko darüber.

Aus Südkorea liegt dazu ein konkretes Versorgungsdetail vor: Das dortige staatliche Programm gegen problematische Mediennutzung behandelt ADHS ausdrücklich als häufige Begleiterkrankung, mit einem eigenen Behandlungskostenzuschuss für besonders belastete Familien. Der Bericht hält fest, dass problematische Mediennutzung häufiger eine Begleiterscheinung als eine Ursache ist — sie tritt gehäuft gemeinsam mit ADHS, Angst oder Depression auf und sollte deshalb nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit der übrigen seelischen Verfassung eines Kindes betrachtet werden.

98 Ein Fach für alles — oder mehrere getrennte Wege

Italien hat, anders als der deutschsprachige Raum, ein einziges Fachgebiet, das Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie und Rehabilitation des Entwicklungsalters von 0 bis 18 Jahren in einer Hand bündelt. Das erklärt, warum italienische Zahlen Entwicklungsstörungen wie Autismus oder ADHS und psychiatrische Störungen wie Depression oft gemeinsam in einer Statistik ausweisen, während deutschsprachige Quellen sie strikt trennen.

Österreich kennt das eigenständige Fach Kinder- und Jugendpsychiatrie erst seit 2007 — nach diesem Fach richtet sich in Österreich in der Regel auch die Abklärung von ADHS, während Autismus-Spektrum-Störungen häufig über die Entwicklungsdiagnostik oder spezialisierte Ambulanzen laufen. Diese strukturelle Verschiedenheit zwischen Ländern ist selbst keine Aussage über die Häufigkeit der Störungen, sondern darüber, wie ein Gesundheitssystem sie organisatorisch einordnet.

99 Wartezeiten bei Entwicklungsabklärungen

Aus einer einzelnen italienischen Region (Romagna, Emilia-Romagna) liegt eine konkrete Zahl vor: Dort betrug die Wartezeit auf eine Autismus-Abklärung ab 4 Jahren bis zu acht Monate, bei einem eigentlichen Zielwert von 30 bis 40 Tagen für die neuropsychiatrische beziehungsweise psychologische Erstvisite. Diese Zahl stammt aus einer einzelnen Region und einer journalistischen Quelle, nicht aus einer nationalen Statistik — eine belastbare landesweite italienische Kennzahl zu Wartezeiten in diesem Bereich existiert nach der ausgewerteten Quellenlage nicht.

Trotz dieser Einschränkung zeigt die Zahl ein Muster, das sich auch anderswo in diesem Ratgeber wiederfindet: Abklärungen von Entwicklungsstörungen haben tendenziell längere Wartezeiten als akute psychiatrische Krisen, weil sie seltener als dringlich eingestuft werden. Für Österreich liegt dazu in der ausgewerteten Quellenlage keine eigene Zahl vor.

100 Unruhe und Unaufmerksamkeit sind kein Erziehungsversagen

Wie im Kapitel über Warnzeichen im Vorschulalter bereits gezeigt, äußert sich seelische Belastung bei jüngeren Kindern deutlich häufiger über Verhalten — Trotz, Unruhe, Opposition — als über sichtbare Traurigkeit. Ein Teil dieser Verhaltensauffälligkeiten geht auf ADHS zurück, ein neurologisch bedingtes Muster von Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder Hyperaktivität, das sich ein Kind nicht aussuchen und nicht durch mehr Disziplin ablegen kann.

Das ist keine Entschuldigung für jedes schwierige Verhalten und ersetzt keine fachliche Abklärung. Es ist aber ein wichtiger Unterschied zur landläufigen Vorstellung, ein „zappeliges" oder impulsives Kind sei in erster Linie eine Erziehungsfrage. Wo ADHS tatsächlich vorliegt, braucht ein Kind eine entwicklungsdiagnostische Einschätzung — keine strengere Konsequenz.

101 ADHS tritt selten allein auf

Wie bereits in den vorigen Abschnitten gezeigt, hängt ADHS eng mit anderen Bereichen zusammen: mit problematischer Mediennutzung, mit einem erhöhten Suizidrisiko laut der französischen Leitlinie, und in einer französischen Leitlinie zu Bulimie und Ess-Anfällen wird ADHS zusätzlich unter den häufigen Begleitstörungen genannt, neben Angst, affektiven Störungen und Suchtmittelgebrauch.

Diese Häufungen sind kein Zufall, sondern ein wiederkehrendes Muster der gesamten Quellenlage: Psychische und entwicklungsbezogene Auffälligkeiten treten selten isoliert auf. Für Eltern folgt daraus, wie schon in früheren Kapiteln betont: Wird bei einem Kind eine Diagnose gestellt — ob ADHS, Angst oder etwas anderes —, lohnt es sich, mit offenen Augen auch auf andere Bereiche zu achten, statt sich ausschließlich auf die eine bekannte Diagnose zu konzentrieren.

102 Was zu Autismus in dieser Quellenlage fehlt

Dieser Ratgeber schreibt ausschließlich aus den beiden zugrunde liegenden Faktenblättern, und zu Autismus-Spektrum-Störungen enthalten diese über alle ausgewerteten Länder hinweg keinen eigenständigen Befund — keine dedizierte studie, keine Angaben zur Abgrenzung gegenüber ADHS oder anderen Entwicklungsstörungen, keine Warnzeichenliste. Die einzige Zahl, die Autismus überhaupt nennt, ist die bereits erwähnte italienische Sammelangabe, nach der knapp 2 von 100 Kindern und Jugendlichen in Italien eine Autismus-Spektrum-Störung haben — eine italienische Zahl, kein österreichischer Befund.

Diese Lücke ehrlich zu benennen ist hier wichtiger als sie zu übergehen. Für Eltern, die bei ihrem Kind Anzeichen einer Autismus-Spektrum-Störung vermuten — etwa Besonderheiten in der sozialen Kommunikation, starre Routinen oder ungewöhnliche Reaktionen auf Sinnesreize —, gilt deshalb kein Katalog aus diesem Ratgeber, sondern der Weg über eine entwicklungsdiagnostische Abklärung bei der Kinderärztin, dem Kinderarzt oder einer spezialisierten Ambulanz. Eine solche Abklärung beruht auf standardisierten Verfahren, die dieser Ratgeber nicht ersetzen kann und nicht ersetzen soll.

103 Was auch zu ADHS unbeantwortet bleibt

Dieselbe Zurückhaltung gilt für einen Teil der Fragen rund um ADHS selbst. Zur eigentlichen Diagnostik im engeren Sinn, zu medikamentöser Behandlung oder zu Elterntrainingsprogrammen enthält die ausgewertete Quellenlage keine belastbaren Angaben. Das bedeutet nicht, dass es dazu keine Evidenz gibt — international existiert eine umfangreiche Forschung dazu —, sondern nur, dass sie nicht Teil der beiden Faktenblätter ist, aus denen dieser Ratgeber ausschließlich schreibt.

Für Sie als Eltern heißt das: Bei einem Verdacht auf ADHS ist die Kinderärztin oder der Kinderarzt der richtige erste Ansprechpartner, von dort führt der Weg bei Bedarf zur entwicklungsdiagnostischen oder kinder- und jugendpsychiatrischen Abklärung. Fragen zu Behandlungsmöglichkeiten — mit oder ohne Medikamente — gehören in dieses fachliche Gespräch, nicht in einen allgemeinen Ratgeber.

104 Was Sie bei einem Entwicklungsverdacht selbst tun können

Auch ohne belastbare Zahlen zu Diagnostik und Behandlung lässt sich aus der übrigen Quellenlage dieses Ratgebers eine allgemeine Haltung ableiten. Beobachten und dokumentieren Sie, was Ihnen auffällt — seit wann, wie oft, in welchen Situationen —, so wie es auch für die Warnzeichen in den vorigen Kapiteln empfohlen wurde. Vergleichen Sie nicht in erster Linie mit anderen Kindern, sondern mit der bisherigen Entwicklung Ihres eigenen Kindes. Und warten Sie bei anhaltenden, alltagsrelevanten Auffälligkeiten nicht auf einen Schulwechsel oder ein Zeugnis, sondern sprechen Sie Ihre Beobachtungen bei der nächsten kinderärztlichen Untersuchung aktiv an.

Wie im Kapitel zur Volksschulzeit bereits festgehalten: Auffälligkeiten in diesem Alter sind ein Grund für eine Abklärung, kein Grund zum Abwarten. Das gilt für ADHS und für Autismus-Spektrum-Störungen genauso wie für die seelischen Erkrankungen der vorigen Kapitel. Eine Abklärung ist keine Diagnose — sie ist der erste Schritt, um zwischen normaler Entwicklungsvielfalt und einem Bereich zu unterscheiden, der gezielte Unterstützung braucht.

105 Zum Abschluss: was dieser erste Teil zeigen sollte

Dieser Ratgeber hat vier große Bereiche behandelt: Angststörungen als häufigste, früheste und zugleich am besten behandelbare Gruppe; Depression als jene Erkrankung mit dem stärksten belegten Zusammenhang zu Suizidgedanken, aber ebenfalls gut behandelbar; Selbstverletzung und Suizidgedanken als den ernstesten, aber keineswegs hoffnungslosen Bereich, in dem offenes Ansprechen nachweislich hilft und nicht schadet; und ADHS sowie Autismus als Entwicklungsfragen, die eigene Wege der Abklärung brauchen und zu denen die vorliegende Quellenlage ehrlicherweise auch Grenzen hat.

Was sich durch alle vier Bereiche zieht, ist eine einzige wiederkehrende Botschaft: Auffälligkeiten früh ansprechen, statt abzuwarten, ob sie sich „auswachsen". Ein auffälliger Fragebogenwert ist keine Diagnose, aber ein Anlass für ein Gespräch. Und in der akuten Krise gilt unverändert: Rat auf Draht unter 147, die Telefonseelsorge unter 142, bei Lebensgefahr die Rettung unter 144 — rund um die Uhr, kostenlos, und für Sie als Eltern ebenso erreichbar wie für Ihr Kind.

Alle Kapitel dieses Ratgebers

  1. 1. Was seelische Gesundheit bedeutet Abschnitt 1–11 · 11
  2. 2. Wie häufig seelische Erkrankungen sind Abschnitt 12–25 · 14
  3. 3. Warnzeichen nach Alter Abschnitt 26–41 · 16
  4. 4. Angststörungen Abschnitt 42–57 · 16
  5. 5. Depression Abschnitt 58–75 · 18
  6. 6. Selbstverletzung und Suizidgedanken Abschnitt 76–91 · 16
  7. 7. ADHS und Autismus Abschnitt 92–105 · 14
  8. 8. Essstörungen Abschnitt 106–121 · 16
  9. 9. Belastende Kindheitserfahrungen Abschnitt 122–133 · 12
  10. 10. Abklärung in der Praxis Abschnitt 134–147 · 14
  11. 11. Behandlung Abschnitt 148–167 · 20
  12. 12. Was Eltern selbst tun können Abschnitt 168–185 · 18
  13. 13. Schule und Umfeld Abschnitt 186–197 · 12
  14. 14. Hilfe finden in Österreich Abschnitt 198–207 · 10
  15. 15. Fragen, Irrtümer und Einordnung Abschnitt 208–223 · 16