Haemophilus influenzae b-Infektion
Haemophilus influenzae Typ b, kurz Hib, ist ein Bakterium, das vor Einführung der Impfung weltweit zu den häufigsten Ursachen schwerer bakterieller Infektionen im Kleinkindalter zählte – allen voran der eitrigen Hirnhautentzündung (Meningitis) und der lebensbedrohlichen Kehldeckelentzündung (Epiglottitis). Betroffen sind fast ausschließlich Kinder unter 5 Jahren, mit einem Erkrankungsgipfel meist schon im ersten Lebensjahr, weil der kindliche Körper erst mit der Zeit eigene Abwehrstoffe gegen die Bakterienkapsel bildet. Seit der breiten Einführung von Hib-Konjugatimpfstoffen ab Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre ist die Erkrankung in Ländern mit hoher Impfrate – darunter Österreich, Deutschland und die meisten Industriestaaten – um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und heute selten geworden. Weltweit sterben aber weiterhin jährlich mehrere Zehntausend Kinder an Hib, vor allem dort, wo die Impfung noch nicht flächendeckend verfügbar ist. Für Eltern ist vor allem wichtig, die seltenen, aber dramatisch verlaufenden Notfallzeichen zu kennen – und zu wissen, warum die Impfung in Österreich ein fixer, kostenfreier Bestandteil des Kinderimpfprogramms ist.
So ist dieser Ratgeber aufgebaut
Grundlage dieses Artikels sind unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die US-amerikanischen CDC/ACIP, das europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), das Robert Koch-Institut mit der Ständigen Impfkommission (RKI/STIKO, Deutschland), der österreichische Impfplan des Nationalen Impfgremiums (NIG), die britische UK Health Security Agency (UKHSA), das Australian Immunisation Handbook sowie die Public Health Agency of Canada (PHAC). Die vollständige Liste finden Sie am Ende des Artikels.
Wenn Sie es eilig haben: Die wichtigsten Notfallzeichen finden Sie im Abschnitt „Wann Sie sofort ärztlichen Rat suchen sollten", das österreichische Impfschema im Abschnitt „Impfung und Vorbeugung".
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Er dient der Orientierung und der Vorbereitung auf das Gespräch in der kinderärztlichen Praxis. Ob und wie Ihr Kind untersucht, geimpft oder behandelt werden sollte, besprechen Sie bitte persönlich mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt – insbesondere bei einer Vorerkrankung, einem Immundefekt oder wenn in Ihrem Umfeld ein Hib-Fall aufgetreten ist.
1. Was ist Haemophilus influenzae Typ b?
Haemophilus influenzae ist ein kleines, gramnegatives Stäbchenbakterium, das ausschließlich beim Menschen vorkommt und sich im Nasen-Rachen-Raum ansiedelt (WHO/ECDC). Von den sechs bekannten bekapselten Serotypen (a bis f) war vor Einführung der Impfung Typ b für den weit überwiegenden Teil aller schweren, invasiven Erkrankungen bei Kindern verantwortlich – seine Polysaccharid-Kapsel aus Polyribosylribitolphosphat (PRP) ist der entscheidende Virulenzfaktor, der es dem Erreger erlaubt, der Fresszellaktivität (Phagozytose) des Immunsystems zu entgehen und in die Blutbahn vorzudringen (ECDC; Australian Immunisation Handbook). Daneben zirkulieren unbekapselte, sogenannte nichttypisierbare Stämme (NTHi), die zwar seltener invasiv, aber weiterhin häufig Ursache harmloserer Infektionen wie Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung sind – und die, anders als Typ b, durch die Hib-Impfung nicht verhindert werden (RKI-Ratgeber, Deutschland; ECDC).
Seinen irreführenden Namen verdankt der Erreger einer folgenschweren Verwechslung aus dem 19. Jahrhundert: Man hielt ihn zunächst für den Erreger der echten Grippe (Influenza), bis in den 1930er-Jahren nachgewiesen wurde, dass Influenza durch ein Virus verursacht wird. Mit der saisonalen Grippe hat Haemophilus influenzae also nichts zu tun.
Übertragen wird das Bakterium durch Tröpfcheninfektion – beim Husten, Niesen oder engen Kontakt – sowie durch direkten Kontakt mit Sekreten von Trägerinnen und Trägern, die selbst keine Symptome zeigen (WHO/ECDC). Vor Einführung der Impfung trugen laut britischen Untersuchungen rund 4 Prozent der Vorschulkinder Hib-Bakterien im Nasen-Rachen-Raum, ohne krank zu sein; nach Einführung der Impfung ist ein solcher Trägerstatus in allen Altersgruppen selten geworden (UKHSA, Vereinigtes Königreich). Die Inkubationszeit wird meist mit rund 2 bis 4 Tagen angegeben, manche Quellen nennen ein Fenster von bis zu 10 Tagen (RKI; WHO-Regionalbüro für Europa).
2. Wie häufig ist Hib? Internationaler Vergleich
Vor Einführung der Impfung war Hib in nahezu jedem Land mit verlässlichen Daten die häufigste Ursache bakterieller Hirnhautentzündung im Kleinkindalter. Die folgende Übersicht zeigt, wie dramatisch unterschiedlich die Situation vor und nach Einführung der jeweiligen nationalen Impfprogramme aussah beziehungsweise aussieht:
| Land/Region | Vor Einführung der Impfung | Heute |
|---|---|---|
| Österreich | Hib war häufigster Erreger eitriger Meningitis bei Kindern unter 5 Jahren; 1 von 420 Kindern erkrankte an invasiver Hib-Infektion | Impfung seit den frühen 1990er-Jahren kostenfrei im Kinderimpfprogramm; invasive Erkrankungen sind selten geworden (NIG/Impfplan Österreich) |
| Deutschland | Vergleichbar hohe Krankheitslast wie andernorts in Europa vor Einführung der STIKO-Empfehlung 1990 | 10 bis 35 gemeldete Fälle pro Jahr (alle Altersgruppen); 2019 nur 4 Fälle bei Kindern unter 5 Jahren (RKI; Deutsches Grünes Kreuz) |
| Vereinigtes Königreich | Bis 1992 vergleichbar häufig wie im übrigen Westeuropa | 5 bis 20 Fälle pro Jahr in England, mittlerweile überwiegend bei Erwachsenen (UKHSA Green Book, 2026) |
| USA | Rund 1 von 200 Kindern unter 5 Jahren erkrankte invasiv, zwei Drittel davon vor dem 18. Lebensmonat | Rückgang der invasiven Hib-Typ-b-Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren um mehr als 99 Prozent (CDC) |
| Australien | Mindestens 500 Fälle und 10 bis 15 Todesfälle pro Jahr bei Kindern unter 6 Jahren | Rund 20 Fälle pro Jahr (alle Altersgruppen), Rückgang um mehr als 95 Prozent seit Einführung 1993 (NCIRS/Australian Immunisation Handbook) |
| Kanada | Höchste Inzidenz bei Säuglingen unter 1 Jahr sowie bei 1- bis 4-Jährigen | Seltene Erkrankung; berichtete Impfwirksamkeit von 95 bis 100 Prozent (Public Health Agency of Canada) |
| EU/EWR gesamt | — | 1.849 (2020), 1.698 (2021) und 3.967 (2022) gemeldete invasive H.-influenzae-Fälle aller Serotypen; nur noch rund 7 bis 9 Prozent davon sind Serotyp b (ECDC) |
| Weltweit | Rund 8,1 Millionen schwere Erkrankungen und etwa 371.000 Todesfälle bei Kindern von 1 bis 59 Monaten im Jahr 2000 (Schätzung nach Watt et al., Basis des WHO-Positionspapiers 2013) | Rückgang der weltweiten Todesfälle um rund 90 Prozent bis 2015; die verbleibende Last ist mit rund 82 Prozent stark auf Afrika und Südostasien konzentriert (Gavi, auf Basis einer Lancet-Modellierung) |
Die globalen Schätzungen schwanken je nach Studienjahr und -methode spürbar: Für das Jahr 2000 nennt die von der WHO im Positionspapier 2013 herangezogene Arbeit von Watt und Kolleginnen rund 8,13 Millionen schwere Erkrankungsfälle und 371.000 Todesfälle bei Kindern zwischen 1 und 59 Monaten weltweit; eine spätere, in The Lancet Global Health veröffentlichte Modellierung kommt für dasselbe Bezugsjahr auf niedrigere, aber ähnlich hohe Werte von rund 2,1 Millionen schweren Erkrankungen und etwa 299.000 Todesfällen. Beide Auswertungslinien zeigen übereinstimmend einen dramatischen Rückgang: Laut dieser späteren Modellierung verursachte Hib im Jahr 2015 weltweit noch schätzungsweise 934.000 Lungenentzündungen (22.600 Todesfälle) und 31.400 Hirnhautentzündungen (7.300 Todesfälle) bei Kindern zwischen 1 und 59 Monaten – zusammen mit weiteren invasiven Verlaufsformen kam man auf rund 340.000 verbleibende schwere Erkrankungsepisoden pro Jahr (Gavi, Basis: Lancet Global Health 2018). Für die Amerika-Region schätzte die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO/WHO) für 2015 rund 5.300 Hib-Lungenentzündungen mit einer Letalität von 2 Prozent sowie rund 200 Hib-Hirnhautentzündungen mit einer deutlich höheren Letalität von 30 Prozent – ein Beleg dafür, wie viel gefährlicher die Meningitis-Verlaufsform im Vergleich zur Pneumonie ist.
Die weltweite Einführung der Impfung verlief in Schüben: 1985 wurde in den USA der erste, bei Säuglingen noch wenig wirksame reine Polysaccharid-Impfstoff zugelassen, die deutlich wirksameren Konjugatimpfstoffe folgten Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre. 1997 führte Gambia als erstes einkommensschwaches Land die Hib-Impfung ein; im Jahr 2000 war es weltweit noch das einzige Land dieser Kategorie mit einem solchen Programm. Bis 2015 waren laut Gavi dennoch noch 42 Prozent aller Kinder weltweit ungeimpft; die Impfabdeckung mit dem entsprechenden Kombinationsimpfstoff stieg in von Gavi unterstützten Ländern von rund 1 Prozent im Jahr 2000 auf 81 Prozent im Jahr 2018. Heute haben laut WHO-Regionalbüro für Europa 51 der 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region die Hib-Impfung in ihre Säuglingsprogramme aufgenommen, weltweit ist sie Teil der nationalen Impfprogramme von 192 Ländern.
3. Warum sind vor allem kleine Kinder betroffen?
Hib ist praktisch eine Erkrankung des frühen Kindesalters: Über 90 Prozent aller invasiven Fälle betreffen laut WHO-Regionalbüro für Europa Kinder unter 5 Jahren, weltweit treten laut Australian Immunisation Handbook mehr als 80 Prozent aller Fälle in dieser Altersgruppe auf. Der Grund liegt in einer alterstypischen Abwehrlücke: Neugeborene sind zunächst durch mütterliche Antikörper geschützt, die über die Plazenta übertragen wurden. Sinkt dieser Nestschutz in den ersten Lebensmonaten ab, sind Säuglinge besonders anfällig, bis der eigene Körper ausreichend schützende Antikörper aufgebaut hat – entweder durch natürlichen Kontakt mit dem Erreger oder durch Impfung. Deshalb liegt der Erkrankungsgipfel für Hib-Meningitis in den meisten Ländern bei 6 bis 7 Lebensmonaten (Australian Immunisation Handbook; US-CDC/ACIP). Bei manchen besonders vulnerablen Gruppen liegt dieser Gipfel sogar noch früher: Bei indigenen Bevölkerungsgruppen in Nordamerika (American Indian/Alaska Native) beobachtete die US-amerikanische ACIP einen Erkrankungsgipfel bereits bei 4 bis 6 Monaten, deutlich früher als in der übrigen US-Bevölkerung mit 6 bis 7 Monaten – ein Muster, das laut australischen Quellen auch bei Aboriginal- und Torres-Strait-Islander-Kindern sowie bei Māori- und pazifischen Kindern in Neuseeland auftritt, die zudem eine deutlich höhere Gesamtinzidenz zeigen.
Ab etwa dem 2. Lebensjahr beginnen Kinder, durch wiederholten Kontakt mit dem Erreger oder verwandten Bakterien auf natürlichem Weg eigene Immunität aufzubauen; ab dem vollendeten 5. Lebensjahr war Hib schon vor Einführung der Impfung eine seltene Erkrankung (Australian Immunisation Handbook). Genau an dieser altersabhängigen Immunitätslücke setzt die Impfung an, indem sie schützende Antikörper künstlich schon in den ersten Lebensmonaten erzeugt, bevor der natürliche Schutz greifen würde.
4. Symptome bei Kindern – nach Alter und Krankheitsbild
Eine Hib-Infektion beginnt häufig unauffällig als fieberhafter Infekt des Nasen-Rachen-Raums, kann sich aber innerhalb weniger Stunden zu einer lebensbedrohlichen invasiven Erkrankung ausweiten, sobald Bakterien in die Blutbahn gelangen. Welches Krankheitsbild im Vordergrund steht, hängt auch vom Alter ab.
Neugeborene und junge Säuglinge (bis etwa 3 Monate)
In diesem Alter sind invasive Hib-Erkrankungen dank des mütterlichen Nestschutzes vergleichsweise selten. Kommt es dennoch zu einer Infektion, verläuft sie oft untypisch: Statt hohem Fieber und eindeutigen Meningitis-Zeichen zeigen junge Säuglinge häufig nur unspezifische Symptome wie Trinkschwäche, Erbrechen, auffällige Reizbarkeit oder umgekehrt ungewöhnliche Schläfrigkeit und Teilnahmslosigkeit (WHO/ECDC).
Säuglinge und Kleinkinder (etwa 4 Monate bis 4 Jahre) – die Hauptrisikogruppe
In dieser Altersgruppe liegt der eigentliche Erkrankungsgipfel. Eine Hib-Meningitis beginnt hier klassischerweise mit hohem Fieber, Erbrechen, Berührungsempfindlichkeit und Zeichen einer Hirnhautreizung – bei Säuglingen oft als vorgewölbte Fontanelle sichtbar, bei älteren Kleinkindern als Nackensteifigkeit. Stupor oder Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma sind laut RKI-Ratgeber keine Seltenheit. Eine Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) setzt meist noch akuter ein: hohes Fieber, Schluckbeschwerden, Speichelfluss, kloßige Sprache und rasch zunehmende Atemnot innerhalb weniger Stunden.
Ältere Kinder (ab etwa 4 bis 5 Jahren)
Mit zunehmender natürlicher Immunität wird die invasive Erkrankung deutlich seltener. Wenn sie doch auftritt, ähneln die Symptome eher denen älterer Kinder und Erwachsener mit einer Meningitis: Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtscheu (Photophobie), Erbrechen und veränderter Bewusstseinszustand (WHO/ECDC).
Weitere Krankheitsbilder
Neben Meningitis und Epiglottitis kann Hib eine bakterielle Lungenentzündung, eine Blutvergiftung (Sepsis/Bakteriämie), eitrige Gelenkentzündungen (septische Arthritis), Knochenhautentzündung (Osteomyelitis), Herzbeutelentzündung (Perikarditis) und Weichteilentzündungen (Zellulitis) auslösen. Nach einer vielzitierten Auswertung aus der Zeit vor Einführung der Impfung entfielen rund 52 Prozent aller invasiven Hib-Fälle auf Meningitis, 12 Prozent auf Pneumonie und 10 Prozent auf Epiglottitis, der Rest verteilte sich auf die übrigen genannten Formen (Peltola 2000, zitiert nach NCIRS, Australien). Auch Pneumokokken und Meningokokken zählen zu den wichtigsten impfpräventablen bakteriellen Erregern schwerer Kinderkrankheiten – alle drei werden im österreichischen Impfplan adressiert.
Wann Sie sofort ärztlichen Rat suchen sollten
Kontaktieren Sie umgehend die Rettung (144) oder suchen Sie die nächste Kindernotaufnahme auf, wenn Ihr Kind eines der folgenden Zeichen zeigt:
- Verdacht auf Epiglottitis: plötzlich einsetzende Schluckbeschwerden, Speichelfluss, kloßige oder erstickte Stimme, hohes Fieber und zunehmende Atemnot oder ein pfeifendes Atemgeräusch (Stridor). Halten Sie Ihr Kind aufrecht, drängen Sie es nicht zum Hinlegen, und versuchen Sie NICHT, in den Rachen zu schauen oder den Mund zu öffnen – das kann eine vollständige Verlegung der Atemwege auslösen.
- Verdacht auf Meningitis: hohes Fieber zusammen mit Nackensteifigkeit, starken Kopfschmerzen, wiederholtem Erbrechen, Lichtscheu oder ungewöhnlicher Schläfrigkeit/Apathie; bei Säuglingen eine vorgewölbte Fontanelle.
- Krampfanfälle oder ein Kind, das nicht mehr richtig ansprechbar oder erweckbar ist.
- Schnelle, angestrengte Atmung, bläuliche Lippen, kalte Extremitäten oder ein rasch verschlechterter Allgemeinzustand mit hohem Fieber (mögliche Hinweise auf eine Sepsis).
Bei uneindeutigen, aber anhaltenden Symptomen – etwa hartnäckigem Fieber, deutlicher Trinkschwäche bei Säuglingen oder unklarem, zunehmendem Krankheitsgefühl – kontaktieren Sie zeitnah Ihre Kinderarztpraxis.
6. Diagnostik
Der Verdacht auf eine invasive Hib-Erkrankung ist immer ein Fall für die Kinderklinik. Goldstandard der Diagnostik ist der kulturelle Nachweis des Bakteriums aus normalerweise sterilen Körperflüssigkeiten – vor allem aus Blut oder aus dem Nervenwasser (Liquor), gewonnen durch eine Lumbalpunktion, wenn eine Meningitis vermutet wird (RKI-Ratgeber, Deutschland). Ergänzend kommen molekularbiologische Verfahren wie die PCR, massenspektrometrische Erregeridentifikation (MALDI-TOF) sowie der Latex-Agglutinationstest zum Einsatz; in Deutschland ist die Serotypisierung eines bestätigten Falls am Nationalen Referenzzentrum verpflichtend, um zwischen dem impfpräventablen Typ b und anderen, meist harmloseren Stämmen zu unterscheiden. Ergänzend wird häufig auch ein Blutbild sowie weitere Entzündungswerte bestimmt, um das Ausmaß der Infektion einzuschätzen. Bei Verdacht auf eine Epiglottitis steht die rasche, kontrollierte Sicherung der Atemwege im Vordergrund – eine körperliche Racheninspektion außerhalb eines für Notfälle ausgerüsteten Settings (Operationssaal, Intensivstation) wird ausdrücklich vermieden, weil sie einen vollständigen Atemwegsverschluss auslösen kann.
7. Therapie und Behandlung
Jede invasive Hib-Erkrankung wird stationär in einer Kinderklinik behandelt. Standardtherapie ist die intravenöse Gabe eines Antibiotikums der Klasse der Cephalosporine der dritten Generation – üblicherweise Cefotaxim oder Ceftriaxon –, da diese auch gegen Betalaktamase-bildende, ampicillinresistente Hib-Stämme wirksam sind (RKI-Ratgeber, Deutschland). Bei Verdacht auf Epiglottitis steht daneben die Sicherung der Atemwege im Vordergrund, häufig mittels kontrollierter Intubation durch erfahrenes anästhesiologisches oder HNO-Fachpersonal; ergänzend kommen entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz (Children's Hospital of Philadelphia/Boston Children's Hospital, USA). Dauer und genauer Ablauf der Behandlung richten sich nach Krankheitsbild und Verlauf und werden individuell durch die behandelnde Kinderklinik festgelegt.
Zusätzlich zur Behandlung des erkrankten Kindes kann bei engem Kontakt eine vorbeugende Antibiotikagabe (Chemoprophylaxe) für Haushaltsmitglieder und andere enge Kontaktpersonen sinnvoll sein – vor allem, wenn im selben Haushalt ein ungeimpftes oder unzureichend geimpftes Kind unter 5 Jahren oder eine Person mit relevanter Immunschwäche lebt. Der österreichische Impfplan empfiehlt dafür eine 4-tägige Gabe von Rifampicin, gestaffelt nach Alter:
| Altersgruppe | Rifampicin-Dosierung |
|---|---|
| Neugeborene (bis 28 Tage) | 1 × 10 mg pro kg Körpergewicht täglich, oral, über 4 Tage |
| Säuglinge (bis 1 Jahr) und Kinder | 1 × 20 mg pro kg Körpergewicht täglich (maximal 600 mg), oral, über 4 Tage |
| Erwachsene | 1 × 600 mg täglich, oral, über 4 Tage |
Diese Prophylaxe sollte möglichst rasch, spätestens jedoch 7 Tage nach Erkrankungsbeginn der ursprünglich betroffenen Person begonnen werden; wurde diese nicht mit einem Cephalosporin der dritten Generation behandelt, wird zusätzlich Rifampicin zur vollständigen Erregerelimination empfohlen (Impfplan Österreich/NIG). Auch ungeimpfte, exponierte Kinder unter 5 Jahren in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kinderkrippen können eine solche Prophylaxe erhalten. Ob eine Chemoprophylaxe im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt beziehungsweise die zuständige Gesundheitsbehörde.
8. Verlauf, Komplikationen und Prognose
Wie gefährlich eine invasive Hib-Erkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie rasch sie erkannt und behandelt wird. Bei der Hib-Meningitis liegen die international berichteten Zahlen für die Sterblichkeit (Letalität) deutlich auseinander, je nachdem, ob und wie schnell behandelt wurde: Ohne Behandlung sterben laut verschiedenen Quellen zwischen 60 und 90 Prozent der Betroffenen; selbst bei rechtzeitiger, leitliniengerechter Antibiotikabehandlung liegt die Sterblichkeit in Industrieländern immer noch bei rund 5 Prozent (RKI, Deutschland; WHO-Regionalbüro für Europa; Deutsches Grünes Kreuz). Der österreichische Impfplan nennt für die Zeit vor Einführung der Impfung eine Gesamtletalität von etwa 4 Prozent über alle invasiven Hib-Erkrankungen hinweg, wobei rund zwei Drittel der betroffenen Kinder eine Meningitis entwickelten.
Auch unter den Überlebenden bleiben Hib-Meningitis-Fälle oft nicht folgenlos: Je nach Quelle behalten bis zu 30 Prozent der Überlebenden bleibende Schäden zurück, darunter Hörverlust beziehungsweise Taubheit, Sehstörungen, Krampfleiden (Epilepsie), Lähmungen, spastische Bewegungsstörungen (Zerebralparese) oder eine geistige Beeinträchtigung (der RKI-Ratgeber nennt bis zu 25 Prozent; der österreichische Impfplan nennt 15 bis 30 Prozent). Diese Bandbreite erklärt sich unter anderem dadurch, dass Studien unterschiedlich strenge Definitionen von „bleibendem Schaden" verwenden und in unterschiedlichen Jahrzehnten beziehungsweise Gesundheitssystemen erhoben wurden.
Bei rechtzeitig erkannter und behandelter Epiglottitis ist die Prognose bei gesicherten Atemwegen in aller Regel gut; unbehandelt kann die rasche Atemwegsverlegung dagegen tödlich enden (Boston Children's Hospital/CHOP, USA). Nach überstandener invasiver Hib-Erkrankung – gleich welcher Verlaufsform – besteht laut UK Health Security Agency wegen der dadurch erworbenen natürlichen Immunität ein sehr geringes Risiko für eine zweite Erkrankung; eine zusätzliche Auffrischimpfung nach durchgemachter, altersgerecht geimpfter Infektion ist deshalb in der Regel nicht erforderlich.
9. Impfung und Vorbeugung
Immunisierung ist laut ECDC die einzige öffentliche Gesundheitsmaßnahme, die den Großteil schwerer Hib-Erkrankungen wirksam verhindern kann. Die ersten, rein auf gereinigtem Polysaccharid basierenden Impfstoffe der 1980er-Jahre wirkten bei jungen Säuglingen – also ausgerechnet der am stärksten gefährdeten Gruppe – kaum. Erst die Kopplung (Konjugation) des Polysaccharids an ein Trägerprotein wie Tetanustoxoid, ein mutiertes Diphtherietoxin oder ein Meningokokken-Außenmembranprotein löste ab Ende der 1980er-Jahre einen deutlichen Immunitätsanstieg auch bei Säuglingen aus und ermöglichte die heutigen, hochwirksamen Konjugatimpfstoffe (Australian Immunisation Handbook/NCIRS).
Hib-Impfung in Österreich
In Österreich ist die Hib-Impfung Teil des kostenfreien Kinderimpfprogramms und wird nach dem sogenannten 2+1-Schema verabreicht: die 1. Dosis so früh wie möglich ab der vollendeten 6. Lebenswoche, spätestens im 3. Lebensmonat; die 2. Dosis 2 Monate nach der ersten; die 3. Dosis 6 Monate nach der zweiten, also im Alter von etwa 10 bis 12 Monaten (Impfplan Österreich 2025/2026, NIG). Verabreicht wird die Impfung praktisch immer als Kombinationsimpfstoff, etwa im 6-fach-Impfstoff Hexyon, der gleichzeitig gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und Poliomyelitis schützt. Die ausführliche, mehrsprachige Elterninformation dazu finden Sie unter Aufklärung zur 6-fach-Impfung.
Empfohlen ist die Hib-Impfung im Regelfall bis zum vollendeten 5. Lebensjahr; danach gilt sie – dem natürlichen Rückgang des Erkrankungsrisikos entsprechend – nur noch für Personen mit spezieller Indikation als notwendig, etwa bei Asplenie (fehlender oder funktionsloser Milz), bestimmten angeborenen Immundefekten, unter Chemotherapie oder Bestrahlung wegen bösartiger Erkrankungen, bei HIV-Infektion bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, nach Cochlea-Implantat oder bei einer Liquorfistel. Für diese Risikogruppen sieht der österreichische Impfplan eine einmalige Impfung mit Auffrischung alle 5 Jahre vor. Ungeimpfte Kinder ab dem vollendeten 1. bis zum vollendeten 5. Lebensjahr benötigen zum Nachholen nur eine einzige Impfdosis. Details zum gesamten österreichischen Impfprogramm bietet unsere Seite Impfplan beziehungsweise Impfplan für Säuglinge und Kleinkinder, allgemeine Hintergründe zur Impfentscheidung liefert die Seite Impfaufklärung.
Internationaler Vergleich der Impfschemata
| Land | Impfschema | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Österreich | 2+1: ab vollendeter 6. Lebenswoche, 2. Dosis nach 2 Monaten, 3. Dosis 6 Monate später (10.–12. Lebensmonat) | Kostenfrei bis zum vollendeten 5. Lebensjahr; Risikogruppen danach Auffrischung alle 5 Jahre (NIG) |
| Deutschland | 2+1: 2, 4 und 11 Monate (reifgeborene Säuglinge); Frühgeborene 3+1: 2, 3, 4 und 11 Monate | STIKO-Standardimpfung seit 1990, verkürztes Schema seit August 2020; seit 2025 erweiterte Empfehlung für Risiko-Erwachsene nach Ausbruchsgeschehen in Norddeutschland |
| Vereinigtes Königreich | 3+1: 8, 12 und 16 Wochen, Auffrischung mit 18 Monaten (hexavalenter Kombinationsimpfstoff) | Bis Juni 2025 gesonderte Hib/MenC-Dosis mit 12 Monaten, seit 1. Juli 2025 durch zusätzliche Sechsfach-Dosis mit 18 Monaten ersetzt (UKHSA) |
| USA | Je nach Impfstofftyp 3+1 (2, 4, 6 Monate + Auffrischung) oder 2+1-Schema | Seit 2024 eigene ACIP-Empfehlung für American-Indian-/Alaska-Native-Säuglinge wegen früherem Erkrankungsgipfel |
| Australien | 2, 4 und 6 Monate + Auffrischung mit 18 Monaten | Im Nationalen Impfprogramm seit 1993; dokumentierte Wirksamkeit von 83 bis 90 Prozent (Handbook/NCIRS) |
| Kanada | 2, 4 und 6 Monate + Auffrischung im Alter von 12 bis 23 Monaten | Die Dosis ab dem 12. Lebensmonat gilt laut PHAC als entscheidend für den langfristigen Schutz |
Weltweite Wirksamkeit und Sicherheit
Klinische Studien belegen für die Hib-Konjugatimpfung eine Schutzwirkung von über 94 Prozent nach vollständiger Grundimmunisierung, in der Praxis (also unter Alltagsbedingungen) wurde etwa in Australien eine Effektivität von 83 bis 90 Prozent gemessen, in Kanada werden 95 bis 100 Prozent angegeben (NCIRS/Australian Immunisation Handbook; Public Health Agency of Canada). Neben dem direkten Individualschutz reduziert die Impfung nachweislich auch die Trägerrate in der Bevölkerung und schützt so über einen Herdeneffekt auch ungeimpfte Personen (UKHSA; Australian Immunisation Handbook). Häufigste Nebenwirkungen sind örtliche Reaktionen an der Einstichstelle wie Schmerz, Rötung oder Schwellung bei 5 bis 30 Prozent der geimpften Kinder sowie ein kurzzeitig erhöhtes Fieber bei rund 2 Prozent; da es sich nicht um einen Lebendimpfstoff handelt, kann die Impfung selbst keine Hib-Erkrankung auslösen, echte anaphylaktische Reaktionen sind sehr selten (Australian Immunisation Handbook; UKHSA Green Book).
Ein Sonderfall bleibt Deutschland: Nach einem Anstieg der Hib-Fälle in Norddeutschland – mit 16 gemeldeten Erkrankten bis Mitte August 2025 – erweiterte die STIKO im August 2025 ihre Empfehlung erstmals gezielt auf Erwachsene mit medizinisch begründetem erhöhtem Risiko, etwa bei Asplenie, Drogenkonsum, prekärer Wohnsituation oder Wohnungslosigkeit, chronischer Leber- oder Nierenerkrankung oder Mangelernährung, sowie auf konsequente Nachholimpfungen bei ungeimpften Kindern unter 5 Jahren (RKI, Epidemiologisches Bulletin 34/2025).
10. Häufige Fragen von Eltern
Hat Haemophilus influenzae etwas mit der echten Grippe zu tun?
Nein. Der Name stammt aus einer Verwechslung im 19. Jahrhundert, als man das Bakterium fälschlich für den Erreger der Influenza hielt. Die echte Grippe wird durch ein Virus verursacht und hat mit Hib nichts zu tun.
Kann mein Kind trotz vollständiger Impfung an Hib erkranken?
Ein sehr geringes Restrisiko bleibt, wie bei jeder Impfung, bestehen – die dokumentierte Wirksamkeit liegt je nach Land und Studie zwischen rund 83 und 100 Prozent. Ein durch Impfversagen entstandener Fall wird deutlich seltener beobachtet als das ursprüngliche, unbehandelte Krankheitsrisiko.
Warum wird ab dem 5. Geburtstag nicht mehr routinemäßig gegen Hib geimpft?
Weil Kinder bis zu diesem Alter durch wiederholten natürlichen Kontakt mit dem Erreger in aller Regel bereits ausreichend eigene Immunität aufgebaut haben – Hib-Erkrankungen waren schon vor Einführung der Impfung jenseits des 5. Geburtstags selten. Für Kinder und Erwachsene mit bestimmten Vorerkrankungen gilt diese Altersgrenze nicht; sie werden im Abschnitt „Impfung und Vorbeugung" genannt.
Was ist der Unterschied zwischen Hib und anderen Haemophilus-influenzae-Stämmen?
Die Hib-Impfung schützt gezielt gegen den bekapselten Serotyp b, der praktisch für alle schweren invasiven Erkrankungen verantwortlich war. Unbekapselte, sogenannte nichttypisierbare Stämme des Bakteriums zirkulieren weiterhin und können etwa Mittelohrentzündungen auslösen – sie werden durch die Impfung nicht erfasst, sind aber auch deutlich seltener Ursache lebensbedrohlicher Verläufe.
In meinem Umfeld ist ein Hib-Fall aufgetreten – was tun wir jetzt?
Kontaktieren Sie zeitnah Ihre Kinderarztpraxis. Bei engem Haushaltskontakt, insbesondere wenn ein ungeimpftes oder unzureichend geimpftes Kind unter 5 Jahren oder eine Person mit Immunschwäche im selben Haushalt lebt, kann eine vorbeugende Antibiotikagabe (Chemoprophylaxe) sinnvoll sein – Details dazu finden Sie im Abschnitt „Therapie und Behandlung".
Woran erkenne ich eine Kehldeckelentzündung, und was mache ich im Verdachtsfall?
Typisch sind plötzlich einsetzendes hohes Fieber, Schluckbeschwerden, Speichelfluss, eine kloßige Stimme und rasch zunehmende Atemnot. In diesem Fall zählt jede Minute: Halten Sie Ihr Kind aufrecht, schauen Sie NICHT selbst in den Rachen und rufen Sie sofort die Rettung (144). Die vollständigen Alarmzeichen finden Sie im Abschnitt „Wann Sie sofort ärztlichen Rat suchen sollten".
11. Quellen
- Haemophilus influenzae type b (Hib) Vaccination: WHO Position Paper, Weekly Epidemiological Record 88(39) – Weltgesundheitsorganisation (WHO), 2013
- Haemophilus influenzae type b (Hib) – Fact Sheet – WHO-Regionalbüro für Europa, laufend aktualisiert
- Epidemiology and Prevention of Vaccine-Preventable Diseases („Pink Book"), Kapitel Haemophilus influenzae – Centers for Disease Control and Prevention (CDC), USA
- Use of Haemophilus influenzae Type b–Containing Vaccines Among American Indian and Alaska Native Infants, MMWR 73(36) – Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP)/CDC, USA, 2024
- Haemophilus influenzae – Annual Epidemiological Report (2021 und 2022 Daten) – European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), EU/EWR
- Disease information about invasive Haemophilus influenzae disease – Facts – ECDC, EU/EWR
- RKI-Ratgeber Haemophilus influenzae, invasive Infektion – Robert Koch-Institut (RKI), Deutschland
- Schutzimpfung gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib): Häufig gestellte Fragen und Antworten – RKI/Ständige Impfkommission (STIKO), Deutschland
- Epidemiologisches Bulletin 34/2025: Erweiterte Hib-Impfempfehlung nach Ausbruchsgeschehen in Norddeutschland – RKI/STIKO, Deutschland, 2025
- Haemophilus influenzae Typ b (Hib) – Deutsches Grünes Kreuz e. V., Deutschland
- Impfplan Österreich 2025/2026, Version 1.1 vom 10.10.2025 – Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz/Nationales Impfgremium (NIG), Österreich
- HiB-Impfung – Gesundheitsportal Österreich (gesundheit.gv.at), Österreich
- Immunisation against infectious disease („Green Book"), Kapitel 16 – Haemophilus influenzae type b (Hib) – UK Health Security Agency (UKHSA), Vereinigtes Königreich, 2026
- Haemophilus influenzae type b (Hib) – Australian Immunisation Handbook, Australian Government Department of Health, Disability and Ageing, Australien
- Haemophilus influenzae type b (Hib) vaccines for Australian children – Fact sheet – National Centre for Immunisation Research and Surveillance (NCIRS), Australien, 2018
- Canadian Immunization Guide, Teil 4 – Haemophilus influenzae Typ b Vaccine – Public Health Agency of Canada (PHAC), Kanada
- Haemophilus influenzae – Pan American Health Organization (PAHO)/WHO, Amerika-Region
- Vaccine profiles: Haemophilus influenzae type b (Hib) – Gavi, the Vaccine Alliance, globale Daten
- Wahl B. et al.: Burden of Streptococcus pneumoniae and Haemophilus influenzae type b disease in children in the era of conjugate vaccines: global, regional, and national estimates for 2000–15, The Lancet Global Health, 2018
- Epiglottitis – Children's Hospital of Philadelphia (CHOP) und Boston Children's Hospital, USA
- Haemophilus Influenzae Type b (Hib) – KidsHealth, Nemours Children's Health, USA
- Haemophilus influenzae b-Infektion – Wikipedia, deutsche Ausgabe
- インフルエンザ菌 – Wikipedia, japanische Ausgabe
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