Reiseimpfungen und Reiseziele im Vergleich
Welche Impfungen Kinder für welche Reise brauchen – und ein Vergleich der Reiseziele von Europa bis zu den Tropen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle reisemedizinische Beratung. Ob, welche Impfungen, welche Malariaprophylaxe und welche Vorbereitung Ihr Kind für eine konkrete Reise braucht, hängt von Alter, Gewicht, Vorerkrankungen, genauer Route, Reisezeit und Aufenthaltsdauer ab. Besprechen Sie das bitte rechtzeitig persönlich – bei Fernreisen idealerweise sechs bis acht Wochen vor Abreise – mit Ihrer Kinderärztin, Ihrem Kinderarzt oder einer reisemedizinischen Praxis.
18 Reiseimpfungen bei Kindern
Welche Impfung nötig ist, muss individuell entschieden werden. Ein vollständiger österreichischer Basisimpfschutz ist die Grundlage; zusätzlich können Reiseimpfungen erforderlich oder sinnvoll sein.
| Impfung | Wann sie bei Reisen besonders relevant sein kann |
|---|---|
| MMR – Masern, Mumps, Röteln | Internationale Reisen, besonders bei Masernausbrüchen oder unvollständigem Impfschutz. In besonderen Situationen kann international bereits für 6- bis 11-monatige Säuglinge eine vorgezogene Dosis erwogen werden; diese ersetzt die späteren regulären Dosen nicht. |
| Hepatitis A | Viele Reiseziele außerhalb Nord-, West- und Mitteleuropas sowie anderer Regionen mit sehr guter Hygiene. In Österreich steht die Impfung für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr zur Verfügung. |
| Hepatitis B | Gehört in Österreich bereits zum allgemeinen Kinderimpfprogramm; Impfschutz kontrollieren und Lücken schließen. |
| Typhus | Bei Reisen in Länder mit erhöhtem Risiko, vor allem bei einfachen hygienischen Verhältnissen und engem Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. Die Altersgrenzen hängen vom Impfstoff ab. |
| Gelbfieber | Bestimmte Gebiete Afrikas und Südamerikas; teilweise zusätzlich Einreisevorschrift. Für kleine Säuglinge gelten besondere Einschränkungen. |
| Meningokokken ACWY | Unter anderem bei Reisen in den afrikanischen Meningitisgürtel; für bestimmte Pilgerreisen nach Saudi-Arabien können Impfnachweise vorgeschrieben sein. |
| Tollwut | Längere Aufenthalte, intensive Tierkontakte, abgelegene Gebiete oder Reiseziele mit eingeschränktem Zugang zu hochwertiger Postexpositionsbehandlung. |
| Japanische Enzephalitis | Vor allem längere beziehungsweise intensive Aufenthalte in ländlichen Regionen Asiens und des westlichen Pazifiks, insbesondere bei viel Aufenthalt im Freien. |
| FSME | Reisen und Outdoor-Aktivitäten in den Endemiegebieten Europas und Asiens. Für in Österreich lebende Kinder ist die FSME-Impfung ohnehin besonders relevant. |
| Poliomyelitis | Je nach Land und aktueller epidemiologischer Situation können Auffrischungen oder sogar Nachweispflichten erforderlich sein. |
| Cholera | Nur für ausgewählte Risikosituationen; keine Standardimpfung für normale Pauschalreisen. |
| Influenza/COVID-19 | Je nach Saison, Gesundheitszustand, Reiseziel und aktuellen nationalen Empfehlungen. |
Internationale Leitlinien betonen, dass bei Kindern für Reisen manchmal Impfschemata beschleunigt oder Impfungen vorgezogen werden müssen. Die konkrete Umsetzung hängt jedoch von den in Österreich zugelassenen Impfstoffen und vom österreichischen Impfplan ab.
19 Reiseziele im Vergleich
Österreich, Deutschland, Schweiz und Mitteleuropa
Für gesunde Kinder sind Reisen innerhalb Mitteleuropas meist unkompliziert. Die medizinische Versorgung ist gut, Trinkwasser ist in der Regel sicher, und tropische Infektionskrankheiten spielen praktisch keine Rolle.
Die größten Risiken sind oft alltäglich: Verkehr, Ertrinken, Sonnenbrand, Wanderunfälle, Zeckenstiche und bei hohen Temperaturen Hitzebelastung. In Österreich und anderen FSME-Endemiegebieten sollten Sie den FSME-Impfschutz kontrollieren. Beim Wandern gehören geeignetes Schuhwerk, Wetterbeobachtung und altersgerechte Tourenplanung dazu.
Bei Reisen in die Alpen ist außerdem die Höhe relevant. Ein Hotel auf 1.500 Metern ist etwas völlig anderes als eine schnelle Auffahrt mit anschließender Übernachtung oberhalb von 3.000 Metern.
Südeuropa und Mittelmeerraum
Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Kroatien, Südfrankreich, Malta und Zypern sind klassische Familienreiseziele und für gesunde Kinder im Allgemeinen sehr gut geeignet.
Im Sommer stehen Hitze, intensive UV-Strahlung, Flüssigkeitsbedarf und Ertrinkungsunfälle im Vordergrund. Bei hohen Temperaturen sollten Sie die Tagesplanung an lokale Gewohnheiten anpassen: Aktivitäten am Morgen und Abend, längere Ruhephase während der heißesten Stunden.
Auch Mückenschutz wird im Mittelmeerraum zunehmend relevant. Krankheiten wie West-Nil-Fieber oder lokal auch Dengue können in Teilen Südeuropas auftreten. Das individuelle Risiko für Urlauber bleibt meist deutlich geringer als in vielen Tropenregionen, dennoch sind Mücken nicht mehr nur ein Komfortproblem.
Bei Inselreisen sollten Sie zusätzlich bedenken, wie schnell bei einem ernsthaften medizinischen Problem ein Kinderkrankenhaus erreichbar ist.
Türkei, Balkan, Kaukasus und östliches Europa
Das Risikoprofil variiert erheblich. Moderne Ferienanlagen an der türkischen Mittelmeerküste bieten völlig andere Voraussetzungen als längere Aufenthalte in ländlichen Regionen Anatoliens oder des Kaukasus.
Neben den Routineimpfungen können je nach Reiseart Hepatitis A und weitere Impfungen sinnvoll sein. Tierkontakte verdienen besondere Aufmerksamkeit, da Tollwut in mehreren Regionen eine größere Rolle spielt als in Österreich. Auch die türkischen reisemedizinischen Behörden betonen vollständigen Routineimpfschutz und eine je nach Reiseziel individualisierte Beurteilung von Hepatitis A, Typhus, Tollwut, Meningokokken, Gelbfieber, Japanischer Enzephalitis und anderen Reiseimpfungen.
Nordafrika
Ägypten, Marokko und Tunesien sind beliebte Familienziele. Für typische Hotelurlaube besteht meist kein mit Subsahara-Afrika vergleichbares Infektionsrisiko.
Häufiger relevant sind Reisedurchfall, Lebensmittel- und Wasserhygiene, Hitze, Sonnenexposition, Verkehr und Tierkontakte. Je weiter Sie sich von touristischen Zentren entfernen und je enger der Kontakt zur lokalen Bevölkerung ist, desto stärker gewinnen Impfstatus, Trinkwasserhygiene und reisemedizinische Vorbereitung an Bedeutung. Kleine Kinder dehydrieren bei Durchfall und hohen Temperaturen deutlich schneller als Erwachsene – eine Elektrolytlösung sollte deshalb griffbereit sein.
Naher Osten und Arabische Halbinsel
Die medizinischen Bedingungen reichen von hochmodernen Gesundheitssystemen in den Golfstaaten bis zu Regionen mit erheblich eingeschränkter Versorgung. Hitze kann besonders im Sommer extrem sein; Aktivitäten mit kleinen Kindern in der Mittagshitze sollten dann vermieden werden.
Für Saudi-Arabien können bei Pilgerreisen spezielle Impfanforderungen bestehen, insbesondere hinsichtlich Meningokokken. Solche Einreisebestimmungen können sich verändern und müssen unmittelbar vor der Reise anhand aktueller offizieller Angaben kontrolliert werden.
Subsahara-Afrika
Subsahara-Afrika verdient bei Reisen mit Kindern eine besonders sorgfältige Vorbereitung. Das bedeutet nicht, dass Reisen grundsätzlich nicht möglich wären – viele Familien reisen sicher nach Südafrika, Namibia, Botswana, Kenia, Tansania oder in andere Länder. Das Risikoprofil ist jedoch deutlich komplexer als bei einem Mittelmeerurlaub.
Je nach Region können Malaria, Gelbfieber, Dengue, Typhus, Hepatitis A, Meningokokken, Tollwut und andere Infektionskrankheiten relevant sein. Hinzu kommen Verkehrsunfälle, Tierkontakte, Hitze und teilweise lange Wege zur nächsten geeigneten medizinischen Einrichtung. Malaria ist dabei besonders wichtig: Etwa 95 Prozent der weltweiten Malariafälle und Malariatodesfälle wurden 2024 in der afrikanischen WHO-Region registriert, kleine Kinder gehören zu den besonders vulnerablen Gruppen.
Wer mit einem Baby oder Kleinkind nach Afrika reist, sollte deshalb nicht nur das Land, sondern die genaue Route prüfen. Johannesburg, Kapstadt, die namibische Wüste, Sansibar, das Okavango-Delta und ländliches Westafrika unterscheiden sich medizinisch fundamental.
Bei einer Safari sollten Sie zusätzlich beachten, wie weit die Lodge von einem Krankenhaus entfernt ist. Auch ein scheinbar einfaches Problem wie eine schwere allergische Reaktion, ein Krampfanfall oder eine Verletzung kann in abgelegenen Regionen logistisch schwierig werden. Für Säuglinge, die noch nicht gegen Gelbfieber geimpft werden können, kommen bestimmte Reiseziele oder Routen unter Umständen nicht infrage – dann ist eine Änderung des Reiseziels oft sinnvoller als der Versuch, medizinische Schutzmaßnahmen an ihre Grenzen zu bringen.
Südafrika und Namibia
Viele Regionen sind mit Kindern gut bereisbar, sofern die Route gut geplant ist. Malaria kommt nicht überall vor: In Südafrika betrifft das Risiko vor allem bestimmte nordöstliche Regionen und kann saisonal variieren, im Norden Namibias ist die Situation anders als etwa in Windhoek oder an der zentralen Küste. Genau deshalb sollten Sie nicht pauschal „Afrika = Malariaprophylaxe“ annehmen – die Entscheidung erfolgt anhand der tatsächlichen Route und Reisezeit. Auf Safaris sind Mückenschutz, Sonnenschutz, ausreichendes Trinken und klare Regeln für Kinder entscheidend; Wildtiere sind niemals ein „Zoo ohne Zaun“.
Ostafrika: Kenia, Tansania, Sansibar und Umgebung
Hier können Malaria, Gelbfieberbestimmungen, Hepatitis A, Typhus und Tollwut je nach Route relevant sein. Eine Kombination aus Safari und Strandurlaub ist mit älteren Kindern gut möglich, mit Babys und kleinen Kleinkindern aber erheblich aufwendiger – lange Transfers, Hitze, Malariarisiko und die Entfernung zu geeigneten Krankenhäusern sollten in die Planung einfließen. Auf Sansibar und an anderen tropischen Küstenregionen bleibt Malariaschutz ein wichtiges Thema; entscheidend sind immer aktuelle Angaben unmittelbar vor der Reise.
West- und Zentralafrika
Viele Länder weisen ein hohes Malariarisiko auf. Zusätzlich kann eine Gelbfieberimpfung medizinisch empfohlen und/oder für die Einreise erforderlich sein. Für sehr junge Säuglinge sind solche Reisen besonders kritisch, weil sowohl das Erkrankungsrisiko als auch die Einschränkungen bei Impfungen und Medikamenten größer sind.
Familienbesuche bei Verwandten verdienen besondere Aufmerksamkeit: Internationale Daten zeigen, dass sogenannte VFR-Reisende – „visiting friends and relatives“ – teilweise höhere Infektionsrisiken haben, weil sie länger bleiben, häufiger in Wohngebieten statt touristischen Einrichtungen leben und intensiver mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kommen. Gleichzeitig nehmen solche Familien reisemedizinische Beratung häufiger erst spät in Anspruch.
Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal und Sri Lanka
Südasien ist kulturell und landschaftlich faszinierend, stellt Familien aber vor besondere hygienische und infektiologische Herausforderungen. Reisedurchfall und über Lebensmittel oder Wasser übertragene Infektionen spielen eine wichtige Rolle; je nach Region können außerdem Typhus, Hepatitis A, Tollwut, Dengue, Malaria und Japanische Enzephalitis relevant sein.
Straßenverkehr ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor – geeignete Kindersitze sind nicht überall selbstverständlich. In Indien und Nepal kommt außerdem die Höhenlage ins Spiel: Eine Reise nach Goa oder Kerala ist diesbezüglich völlig anders als eine Trekkingreise im Himalaya. Tierkontakte sollten konsequent vermieden werden, Straßenhunde und Affen dürfen nicht gefüttert oder angefasst werden.
Südostasien: Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos, Indonesien, Malaysia und Philippinen
Südostasien gehört zu den beliebtesten Fernreisezielen für Familien. Viele Regionen verfügen über gute touristische Infrastruktur, gleichzeitig sind mückenübertragene Erkrankungen besonders relevant.
Dengue ist in vielen Gebieten verbreitet und kann ganzjährig auftreten; weil die übertragenden Mücken tagsüber aktiv sind, muss Mückenschutz auch tagsüber erfolgen. Malaria ist regional sehr unterschiedlich – Großstädte und klassische Touristenorte haben oft ein anderes Risikoprofil als Grenzregionen, Regenwald oder abgelegene ländliche Gebiete. Japanische Enzephalitis ist vor allem bei längeren Aufenthalten, ländlichen Reisen und intensiver Exposition in entsprechenden Endemiegebieten relevant.
Für kleine Kinder sollten Sie außerdem die Qualität der medizinischen Versorgung bei Inselreisen bedenken. Bangkok, Singapur oder Kuala Lumpur verfügen über ausgezeichnete Kliniken; auf einer kleinen abgelegenen Insel kann eine ernsthafte Erkrankung dagegen zunächst einen Boots- oder Flugtransfer notwendig machen.
Bali und Indonesien
Bali wird häufig als unkompliziertes Tropenziel wahrgenommen. Für Familien sind jedoch Reisedurchfall, Dengue, Verkehr und Tierkontakte wichtige Themen. Affen in Tempelanlagen sollten nicht gefüttert oder berührt werden – Kratzer oder Bisse müssen wegen des Tollwutrisikos ernst genommen werden. Bei Fahrten mit Rollern besteht ein erhebliches Unfallrisiko: Ein Motorrad oder Roller ersetzt auch im Urlaub kein sicheres Familienauto, und gerade kleine Kinder sollten nicht aus Bequemlichkeit zwischen zwei Erwachsenen auf einem Motorroller transportiert werden.
Japan und Südkorea
Japan und Südkorea gehören hygienisch und hinsichtlich der medizinischen Infrastruktur zu den unkomplizierteren Fernreisezielen. Trotzdem bleibt der Basisimpfschutz wichtig: Japanische Behörden weisen im Zusammenhang mit internationalen Reisen ausdrücklich auf Masern hin, da importierte Fälle und Ausbrüche möglich sind.
Im Sommer können Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit erheblich sein – gerade Tokio, Kyoto oder Osaka können während Hitzewellen für kleine Kinder sehr belastend werden. Die Japanische Enzephalitis ist für normale kurze Städtereisen in Japan in der Regel kein zentrales Thema; bei speziellen ländlichen Langzeitaufenthalten ist die Situation anders.
China und Taiwan
Das Risikoprofil hängt stark von Region, Jahreszeit und Reiseform ab. Megastädte mit moderner Infrastruktur unterscheiden sich fundamental von abgelegenen ländlichen Gebieten. Lebensmittelhygiene, Luftqualität, Hitze und regionale mückenübertragene Infektionen können relevant sein; bei ländlichen Langzeitaufenthalten kann auch Japanische Enzephalitis in die Impfberatung einfließen.
Die chinesischsprachigen WHO-Empfehlungen unterstreichen ebenso wie die europäischen und amerikanischen Leitlinien die besondere Gefährdung kleiner Kinder durch Malaria und die Notwendigkeit von Mückenschutz und gegebenenfalls medikamentöser Prophylaxe bei Reisen in betroffene Regionen.
Australien und Neuseeland
Für Kinder sind Australien und Neuseeland medizinisch meist unkomplizierte Fernreiseziele. Trinkwasser, Lebensmittelhygiene und medizinische Versorgung befinden sich auf hohem Niveau. Besonders wichtig sind dagegen UV-Strahlung, Hitze, Wasserunfälle und in Australien regional gefährliche Tiere.
Die meisten Begegnungen mit Schlangen, Spinnen oder Meerestieren lassen sich durch vernünftiges Verhalten vermeiden. Lokale Warnschilder am Strand sollten ernst genommen werden; in tropischen Regionen Australiens können während bestimmter Jahreszeiten Quallen ein relevantes Risiko darstellen.
USA und Kanada
Die medizinischen Infektionsrisiken sind für österreichische Familien meist überschaubar. Die größten Unterschiede liegen häufig im Gesundheitssystem und in den Kosten medizinischer Versorgung – eine ausreichend hohe Auslandskrankenversicherung ist deshalb besonders wichtig, denn ein Krankenhausbesuch kann in den USA extrem teuer sein.
Bei Roadtrips sind die Kindersitzregelungen des jeweiligen Bundesstaates zu beachten. Bei Reisen in Nationalparks spielen Hitze, Kälte, Höhe, Wildtiere und lange Distanzen zur medizinischen Versorgung eine größere Rolle als klassische Reiseinfektionen.
Mexiko, Mittelamerika und Karibik
Je nach Region können Reisedurchfall, Dengue, andere mückenübertragene Krankheiten, Hepatitis A und Tollwut relevant sein. Das Risiko unterscheidet sich erheblich zwischen großen Hotelanlagen und Reisen durch ländliche Gebiete. In der Karibik ist konsequenter Sonnenschutz besonders wichtig, auch Dengue tritt in vielen Inselstaaten regelmäßig auf. Bei Kreuzfahrten kommen zusätzlich die oben beschriebenen Risiken durch gastrointestinale und respiratorische Infektionen an Bord hinzu.
Südamerika
Südamerika weist besonders große regionale Unterschiede auf. Argentinien und Chile unterscheiden sich infektiologisch stark vom Amazonasgebiet in Brasilien, Peru oder Kolumbien, wo Gelbfieber, Malaria, Dengue und andere mückenübertragene Erkrankungen relevant sein können. Gelbfieber kommt in Teilen Südamerikas vor, ist aber nicht automatisch in jeder Großstadt des Kontinents ein relevantes Risiko – die Impfindikation muss deshalb anhand der genauen Route bestimmt werden. Peru und Bolivien bringen zusätzlich die Höhenmedizin ins Spiel.
Alle Kapitel dieses Ratgebers
- 1. Vorbereitung und das passende Reiseziel Abschnitt 1–2 · 2
- 2. Unterwegs: Auto, Flugzeug, Zug und Schiff Abschnitt 3–6 · 4
- 3. Sonne, Hitze, Essen und Durchfall Abschnitt 7–11 · 5
- 4. Mücken, Tropenkrankheiten und Tiere Abschnitt 12–17 · 6
- 5. Reiseimpfungen und Reiseziele im Vergleich Abschnitt 18–19 · 2
- 6. Besondere Situationen: Höhe, Wasser, Unterkunft, chronische Krankheiten, Jugendliche Abschnitt 20–24 · 5
- 7. Reiseapotheke, Warnzeichen, Rückkehr und häufige Fragen Abschnitt 25–29 · 5
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