Wie lange darf mein Kind in die Sonne?

Der Hauttyp bestimmt, wie lange ungeschützte Haut die Sonne verträgt; der UV-Index sagt, wie stark die Strahlung heute ist. Der Rechner zeigt die maximale Eigenschutzzeit Ihres Kindes, was der Lichtschutzfaktor daraus macht – und ab welchem UV-Index Schatten Pflicht ist. Für Babys unter einem Jahr gilt: kein Rechnen, sondern Schatten und Kleidung.

Steht in jeder Wetter-App; in Österreich auch beim UV-Messnetz.

UV-Index und Schutzmaßnahmen

UV-IndexBelastungKrebshilfe
1–2niedrigKein Schutz erforderlich.
3–5mittelHut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme.
6–7hochHut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Über Mittag (11–15 Uhr) im Schatten bleiben.
8–10sehr hochHut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien reduzieren.
11 und höherextremHut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden.

Eigenschutzzeiten sind grobe Richtwerte für ungebräunte Haut in der Mittagssonne des Hochsommers – keine Garantie. Kinder gehören in der Mittagszeit in den Schatten, Babys unter einem Jahr nie in die direkte Sonne.

Häufige Fragen

Woher kommen die Minutenangaben je Hauttyp?

Aus der Broschüre „Sonne ohne Reue“ der Österreichischen Krebshilfe. Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz nennt bewusst keine Minuten – die Werte sind grobe Richtwerte für ungebräunte Haut in der Mittagssonne, keine Garantie.

Verlängert Nachcremen die Schutzzeit?

Nein. Nachcremen erhält den Schutz, verlängert ihn aber nicht. Das BfS rät, höchstens 60 Prozent der rechnerischen Schutzdauer auszuschöpfen.

Darf ein Baby Sonnencreme bekommen?

Babys unter einem Jahr gehören nicht in die direkte Sonne – Schatten und Kleidung schützen. Auf Sonnencreme sollte im ersten Lebensjahr laut BfS verzichtet werden; für unvermeidbar exponierte Stellen empfiehlt die Krebshilfe spezielle Kinderprodukte mit höchstem Lichtschutzfaktor.

Medizinische Grundlage

Fachliche Grundlage zuletzt geprüft: September 2026.