Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Zwei Fachgremien haben aus der Forschung Spannen abgeleitet, in denen Kinder eines Alters meist gut aufgehoben sind. Alter wählen – die Seite zeigt beide Tabellen und ordnet auf Wunsch die tatsächliche Schlafdauer Ihres Kindes ein. Spannen, keine Sollwerte.

Nach dem AASM-Konsensus 2016

AlterEmpfohlene Schlafdauer je 24 Stunden (AASM 2016)
Säuglinge 4 bis 12 Monate12 bis 16 Stunden (einschließlich Nickerchen)
Kinder 1 bis 2 Jahre11 bis 14 Stunden (einschließlich Nickerchen)
Kinder 3 bis 5 Jahre10 bis 13 Stunden (einschließlich Nickerchen)
Kinder 6 bis 12 Jahre9 bis 12 Stunden
Jugendliche 13 bis 18 Jahre8 bis 10 Stunden

AASM 2016, Seite 785: Säuglinge von 4 bis 12 Monaten sollten regelmäßig 12 bis 16 Stunden je 24 Stunden schlafen (einschließlich Nickerchen), Kinder von 1 bis 2 Jahren 11 bis 14 Stunden (einschließlich Nickerchen), Kinder von 3 bis 5 Jahren 10 bis 13 Stunden (einschließlich Nickerchen), Kinder von 6 bis 12 Jahren 9 bis 12 Stunden, Jugendliche von 13 bis 18 Jahren 8 bis 10 Stunden. Für Säuglinge unter 4 Monaten enthält das Statement ausdrücklich keine Empfehlung – wegen der großen normalen Schwankungsbreite von Dauer und Muster des Schlafs.

Nach der National Sleep Foundation 2015

AlterEmpfohlene Schlafdauer (National Sleep Foundation 2015)
Neugeborene 0 bis 3 Monate14 bis 17 Stunden
Säuglinge 4 bis 11 Monate12 bis 15 Stunden
Kleinkinder 1 bis 2 Jahre11 bis 14 Stunden
Vorschulkinder 3 bis 5 Jahre10 bis 13 Stunden
Schulkinder 6 bis 13 Jahre9 bis 11 Stunden
Jugendliche 14 bis 17 Jahre8 bis 10 Stunden
Junge Erwachsene 18 bis 25 Jahre7 bis 9 Stunden

Laut NSF: Neugeborene (0–3 Monate) 14–17 Stunden, Säuglinge (4–11 Monate) 12–15, Kleinkinder (1–2 Jahre) 11–14, Vorschulkinder (3–5 Jahre) 10–13, Schulkinder (6–13 Jahre) 9–11, Jugendliche (14–17 Jahre) 8–10, junge Erwachsene (18–25 Jahre) 7–9 Stunden. Die NSF bestätigte diese Werte am 10.06.2026 nach einer Übersicht über 133 Metaanalysen als weiterhin gültig. Die Altersgrenzen der beiden Tabellen sind nicht deckungsgleich (Schulkinder bis 12 bzw. 13 Jahre).

Warum die Spanne zählt

Die AASM verbindet regelmäßigen Schlaf in der empfohlenen Dauer mit besserer Aufmerksamkeit, besserem Verhalten, Lernen, Gedächtnis, Gefühlsregulation, Lebensqualität sowie seelischer und körperlicher Gesundheit. Regelmäßig weniger Schlaf geht mit Aufmerksamkeits-, Verhaltens- und Lernproblemen einher und erhöht das Risiko für Unfälle, Verletzungen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Depression; bei Jugendlichen auch für Selbstverletzung und Suizidgedanken. Auch regelmäßig deutlich mehr Schlaf als empfohlen kann mit Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und seelischen Problemen verbunden sein.

Spanne statt Sollwert

Beide Tabellen nennen Spannen für gesunde Kinder; einzelne Kinder kommen mit etwas weniger oder brauchen etwas mehr. Entscheidend ist, ob das Kind tagsüber ausgeruht, aufmerksam und ausgeglichen ist. Bei anhaltender Tagesmüdigkeit, Schnarchen mit Atempausen oder Einschlafproblemen über Wochen ist das ein Thema für die Kinderärztin oder den Kinderarzt.

Die Spannen beschreiben, was für gesunde Kinder als günstig gilt; sie sind keine Sollwerte für ein einzelnes Kind. Ob ein Kind genug schläft, zeigt sich am Tag – an Aufmerksamkeit, Laune und Ausgeglichenheit.

Häufige Fragen

Zählen Nickerchen mit?

Ja – die Spannen gelten je 24 Stunden einschließlich Tagschlaf, bis zum Vorschulalter ausdrücklich so angegeben.

Mein Kind schläft weniger als die Spanne – ist das schlimm?

Die Spannen beschreiben, was für die meisten Kinder günstig ist. Ist ein Kind tagsüber ausgeruht, aufmerksam und ausgeglichen, kommt es mit seiner Menge zurecht. Anhaltende Tagesmüdigkeit, Schnarchen mit Atempausen oder Einschlafprobleme über Wochen sind ein Thema für die Kinderärztin.

Medizinische Grundlage

Fachliche Grundlage zuletzt geprüft: September 2026.