Gebrauchsinformation

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen

Phytomenadion (Vitamin K1)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Konakion und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Konakion beachten?
3. Wie ist Konakion anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Konakion aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Konakion und wofür wird es angewendet?

Phytomenadion (= Vitamin K1), der Wirkstoff von Konakion, fördert die Blutgerinnung durch Aktivierung bestimmter Gerinnungsfaktoren in der Leber.

Konakion wird zur Vorbeugung und Behandlung des „Morbus haemorrhagicus neonatorum“ bei Neugeborenen und Säuglingen angewendet. Es handelt sich hierbei um eine Blutgerinnungsstörung bei Neugeborenen, die bei Fehlen von Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren auftritt.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Konakion beachten?

Konakion darf nicht angewendet werden,

  • wenn Ihr Kind allergisch gegen Phytomenadion, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Konakion anwenden.

Der Arzt wird nach einer Injektion von Konakion in die Vene auf das Auftreten von allergischen Reaktionen (anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen) achten und bei Auftreten einer solchen Reaktion entsprechende Maßnahmen einleiten.

Bei Frühgeborenen mit einem Gewicht unter 2,5 kg ist besondere Vorsicht erforderlich, da die Gefahr für das Auftreten einer Gelbsucht verbunden mit einer Schädigung des Gehirns besteht (Kernikterus).

Bei langdauernder Anwendung von hohen Dosen kann es aufgrund des Gehalts der Konakion - Mischmizellenlösung an Lecithin zu einer Verdrängung von Gallenfarbstoff (Bilirubin) aus der Eiweißbindung im Blut kommen. Risikogruppen dafür wären Frühgeborene, Säuglinge mit schweren Infektionen oder Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts (Azidose), Säuglinge mit Störungen der - 2 -

Atemfunktion und Säuglinge, die ein Arzneimittel erhalten, das Bilirubin aus der Eiweißbindung verdrängt (z.B. Sulfonamide).

Konakion wird bei Säuglingen, die dieser Risikogruppe angehören, sofern möglich, in den Muskel verabreicht, da die Gabe in eine Vene mit einer Erniedrigung des Ausmaßes der Eiweißbindung von Gallenfarbstoff im Blut verbunden ist. Dieser nicht mehr an Eiweiß im Blut gebundene Gallenfarbstoff kann im Gehirn Nervenzellen schädigen und zu einem so genannten Kernikterus führen.

Der Arzt wird bei der Verabreichung von Konakion bei Neugeborenen mit besonderem Risiko den Gehalt von Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut überwachen.

Informieren Sie den behandelnden Arzt über die Verabreichung von Konakion.

Anwendung von Konakion zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Ihr Kind mit anderen Arzneimitteln behandelt wird, kürzlich mit anderen Arzneimitteln behandelt wurde oder es beabsichtigt ist, dass Ihr Kind mit anderen Arzneimitteln behandelt wird.

Unter Anwendung von Konakion kann die Wirkung anderer Arzneimittel verstärkt oder abgeschwächt werden.

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) schwächen die Wirkung von Konakion ab. Konakion kann aber auch die Wirkung der blutgerinnungshemmenden Arzneimittel verhindern und somit die Gefahr einer Thrombose erhöhen.

Die gleichzeitige Einnahme von entzündungshemmenden Arzneimitteln (Acetylsalicylsäure und andere Salizylate) und bestimmten Antibiotika (Cephalosporine) kann die Wirkung von Konakion beeinträchtigen.

Bei Neugeborenen können am ersten Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen auftreten, wenn deren Mütter während der Schwangerschaft Arzneimittel gegen Epilepsie (wie Phenobarbital oder Diphenylhydantoin) oder Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose (wie Isoniazid oder Rifampicin) eingenommen haben.

Anwendung von Konakion zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel und Getränke haben keinen direkten Einfluss auf die Wirksamkeit von Konakion.

Schwangerschaft und Stillzeit

Diese Darreichungsform von Konakion (Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen) ist der Behandlung von Neugeborenen und Säuglingen vorbehalten. Grundsätzlich ist eine Verabreichung von Phytomenadion während Schwangerschaft und Stillzeit möglich, wofür Konakion in einer anderen Wirkstärke zur Verfügung steht. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Eine Behandlung der Mutter mit Konakion zur Vorbeugung des Morbus haemorrhagicus neonatorum wird nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Konakion enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h. es ist nahezu „natriumfrei".

Konakion enthält Lecithin aus Sojabohnen und darf nicht eingenommen/angewendet werden, wenn ihr Kind überempfindlich (allergisch) gegenüber Erdnuss oder Soja ist.

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3. Wie ist Konakion anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Der Arzt wird die Lösung der Konakion - Ampullen entweder in den Mund des Säuglings eintropfen (orale Verabreichung mittels beigepackten Dispensers) oder als Injektion in einen Muskel (intramuskulär, i.m.) oder sehr langsam intravenös (durch Einspritzung in eine Vene, i.v.) verabreichen. Die Art der Anwendung von Konakion hängt davon ab, wofür dieses Arzneimittel angewendet wird und ob Ihr Kind vorzeitig geboren wurde.

Ihr Arzt wird sich an folgende Dosierungsrichtlinien halten:

Zur Vorbeugung einer Vitamin-K-Mangelblutung (Prophylaxe):

  • Gesunde Neugeborene, die zum oder nahe am berechneten Geburtstermin geboren wurden Diese Neugeborenen erhalten entweder:
  • eine einmalige Injektion von 1 mg bei der Geburt oder kurz nach der Geburt, oder
  • eine erste Dosis von 2 mg durch Eintropfen in den Mund des Säuglings (oral) bei der Geburt oder kurz nach der Geburt. Dieser Dosis folgt nach 4 - 7 Tagen eine zweite Dosis von 2 mg sowie nach 1 Monat eine dritte Dosis von 2 mg. Bei Säuglingen, die ausschließlich mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährt werden, kann die dritte Dosis weggelassen werden.
  • Neugeborene mit besonderem Blutungs-Risiko, die vorzeitig oder zum berechneten Geburtstermin geboren wurden
  • Diese Neugeborenen erhalten Konakion Mischmizellenlösung 2 mg als Injektion bei der Geburt oder kurz nach der Geburt.
  • Weitere Injektionen können später folgen, falls Ihr Kind weiterhin ein Blutungsrisiko hat.

Weitere Dosierungen:

  • Neugeborene, die Vitamin K durch Eintropfen in den Mund (oral) erhalten und die gestillt werden (d.h. die keine künstliche Säuglingsnahrung erhalten), können mehr oral gegebene Vitamin-K-Dosen benötigen.
  • Neugeborene, die Flaschennahrung erhalten und die die vorgesehenen zwei Vitamin-K-Dosen erhalten haben, werden wahrscheinlich keine weiteren Vitamin-K-Dosen benötigen, da Vitamin K bereits in künstlicher Säuglingsnahrung enthalten ist.

Zur Behandlung einer Vitamin-K-Mangelblutung (Therapie):

Der Arzt wird üblicherweise als Anfangsdosis eine ½ Ampulle (1 mg) bei Reifgeborenen bzw. 0,4 mg/kg Körpergewicht (entsprechend 0,04 ml/kg) bei Frühgeborenen als intravenöse Injektion verabreichen.

In Abhängigkeit vom klinischen Bild und Gerinnungsstatus werden bei Bedarf weitere Gaben erfolgen.

Die Behandlung mit Konakion muss unter Umständen unterstützend von ergänzenden Maßnahmen, wie z.B. der Verabreichung von Blutprodukten (Erythrozytenkonzentrate oder Blutgerinnungs-faktoren), begleitet sein, um schwere Blutverluste sowie das verzögerte Ansprechen auf Vitamin K1 auszugleichen.

Wenn Konakion in zu großen Mengen angewendet wurde

Es ist kein typisches Krankheitsbild für eine Vitamin-K-Überdosierung bekannt.

Bei Berichten von Überdosierungen von Konakion bei Neugeborenen und Kleinkindern wurden folgende Nebenwirkungen beschrieben: Gelbsucht, erhöhter Gehalt an Gallenfarbstoff im Blut (Hyperbilirubinämie), Erhöhung von bestimmten Leberenzymen (erhöhte GOT- und GGT-Werte), Bauchschmerzen, Verstopfung, weiche Stühle, Unwohlsein, Unruhe und Hautausschläge. Die meisten - 4 -

dieser Nebenwirkungen wurden als nicht schwerwiegend eingestuft und sind ohne die Notwendigkeit einer Behandlung wieder zurückgegangen.

Wenn die Anwendung von Konakion vergessen wurde

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde.

Eine unterlassene Anwendung kann schwerwiegende Folgen haben, deshalb sollte ein Arzt informiert werden.

Wenn die Anwendung von Konakion abgebrochen wurde

Die Behandlung sollte nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt beendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) können nach intravenöser oder intramuskulärer Gabe allergische Schockreaktionen auftreten. An der Injektionsstelle kann es zu lokalen Reizungen kommen.

Bei Frühgeborenen mit einem Gewicht unter 2,5 kg besteht die Gefahr für das Auftreten einer Gelbsucht verbunden mit einer Schädigung des Gehirns (Kernikterus).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bei Ihrem Kind bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Konakion aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nach Anbruch der Ampulle sind verbleibende Reste an Lösung zu verwerfen.

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Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken:

Zum Zeitpunkt der Anwendung muss der Ampulleninhalt klar sein. Wenn Sie eine Trübung oder sonstige Veränderungen bemerken, darf die Ampulle nicht mehr verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Konakion enthält

  • Der Wirkstoff ist: 2 mg/0,2 ml Phytomenadion (synthetisch gewonnenes Vitamin K1)
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Glycocholsäure, (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (Lecithin), Natriumhydroxid, Salzsäure und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Konakion aussieht und Inhalt der Packung

Eine Braunglas-Ampulle (Glastyp I) enthält 0,2 ml einer klaren bis leicht opaleszierenden Mischmizellenlösung (pH-Wert 5,3 - 6,6, theoretische Osmolarität: 80 mOsm/kg).

Sie erhalten Packungen mit 5 Ampullen und 5 Dispensern aus durchsichtigem Kunststoff mit einer 1 mg und 2 mg Graduierung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH, Ziegelhof 24, 17489 Greifswald, Deutschland

Hersteller

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH, Ziegelhof 23 - 24, 17489 Greifswald, Deutschland

Zulassungsnummer

1-20786

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2018.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis für medizinisches Fachpersonal betreffend Dosierung und Art der Anwendung

Prophylaxe

Dosierung

  • Gesunde Neugeborene ab der 36. Gestationswoche Entweder: 1 mg als intramuskuläre Injektion bei der Geburt oder kurz nach der Geburt.

Oder: 2 mg oral bei der Geburt oder kurz nach der Geburt, gefolgt von einer weiteren Dosis von 2 mg im Alter von 4 – 7 Tagen. 1 Monat nach der Geburt soll eine weitere orale Dosis von 2 mg verabreicht werden. Bei ausschließlich mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährten Neugeborenen kann die dritte Dosis weggelassen werden.

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  • Frühgeborene vor der 36. Gestationswoche, die 2,5 kg oder mehr wiegen und Neugeborene mit besonderem Risiko (z.B. Prämaturität, Geburtsasphyxie, obstruktiver Ikterus, Schluckstörung, Anwendung von Antikoagulantien oder Antiepileptika mütterlicherseits)
  • 1 mg i.m. oder i.v. bei der Geburt oder kurz nach der Geburt; Dosis und Häufigkeit weiterer Verabreichungen in Abhängigkeit des Gerinnungsstatus.
  • Frühgeborene vor der 36. Gestationswoche, die weniger als 2,5 kg wiegen:
  • eine Dosis von 0,4 mg/kg (entsprechend 0,04 ml/kg) Körpergewicht i.m. oder i.v. bei der Geburt oder kurz nach der Geburt sollte nicht überschritten werden;
  • Dosis und Häufigkeit weiterer Verabreichungen in Abhängigkeit des Gerinnungsstatus.

Es gibt Hinweise dafür, dass eine orale Prophylaxe bei Patienten mit zugrundeliegender cholestatischer Lebererkrankung und Malabsorption nicht ausreicht.

ACHTUNG: Vorsicht ist geboten bei der Berechnung und Bemessung der Dosis in Relation zum Körpergewicht des Neugeborenen (Dosierungsfehler um eine Zehnerpotenz sind häufig).

Dosierungsinformation für Frühgeborenen bei der Geburt zur Prophylaxe einer Vitamin-K-Mangel-Blutung (VKDB)

Körpergewicht des SäuglingsVitamin-K-Dosis bei der GeburtInjektionsvolumen
1 kg0,4 mg0,04 ml
1,5 kg0,6 mg0,06 ml
2 kg0,8 mg0,08 ml
2,5 kg1 mg0,1 ml
über 2,5 kg1 mg0,1 ml

Die Verabreichung von weiteren oralen Dosen wurde bei gestillten Säuglingen empfohlen; jedoch sind die Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten für diese zusätzlichen Dosen begrenzt.

Therapie

Dosierung

Initialdosis: 1 mg (0,1 ml) bei Reifgeborenen bzw. 0,4 mg/kg Körpergewicht (entsprechend
0,04 ml/kg) bei Frühgeborenen i.v.

Bei Bedarf weitere Gaben in Abhängigkeit vom klinischen Bild und Gerinnungsstatus.

Die Behandlung mit Vitamin K1 muss unter Umständen von einer direkten, effizienten Therapie begleitet sein, wie zum Beispiel der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten oder Blutgerinnungsfaktoren, um schwere Blutverluste sowie das verzögerte Ansprechen auf Vitamin K1 zu kompensieren.

Art der Anwendung

Oral oder parenteral (i.m.- oder sehr langsame i.v.-Injektion); nur klare Lösungen verwenden.

Anwendungshinweise für die orale Verabreichung Nach dem Aufbrechen der Ampulle wird der beigepackte Dispenser senkrecht in die Ampulle gesetzt, die entsprechende Dosis bis zur Markierung (= 2 mg Vitamin K1) aufgezogen und direkt in den Mund des Neugeborenen appliziert.

Anwendungshinweise für die parenterale Verabreichung Eine i.v.-Injektion soll grundsätzlich nur sehr langsam erfolgen, da anaphylaktische Reaktionen nicht vollkommen ausgeschlossen werden können.

Konakion Mischmizellenlösung soll nicht verdünnt oder mit anderen parenteralen Medikamenten vermischt werden. Es kann jedoch bei Bedarf, wenn möglich, in den unteren Teil eines - 7 -

Infusionsbestecks während einer Dauerinfusion von 0,9%iger Natriumchlorid- oder 5%iger Glukose-Lösung injiziert werden.

Fachinformation

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ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

(FACHINFORMATION)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Ampulle enthält 0,2 ml einer klaren Mischmizellenlösung zu 2 mg Phytomenadion (synthetisch gewonnenes Vitamin K1). Das Füllvolumen beträgt 0,3 ml.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Natrium, Lecithin

Jede Ampulle enthält 0,92 mg Natriumhydroxid und 15,12 mg Lecithin (aus Sojabohnen).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Lösung.

Klare bis leicht opaleszierende Lösung (pH-Wert 5,3 - 6,6).

Theoretische Osmolarität: 80 mOsm/kg.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Prophylaxe und Therapie des Morbus haemorrhagicus neonatorum.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Prophylaxe

Dosierung

  • Gesunde Neugeborene ab der 36. Gestationswoche:

Entweder: 1 mg als intramuskuläre Injektion bei der Geburt oder kurz nach der Geburt.

Oder: 2 mg oral bei der Geburt oder kurz nach der Geburt, gefolgt von einer weiteren Dosis von 2 mg im Alter von 4 – 7 Tagen. 1 Monat nach der Geburt soll eine weitere orale Dosis von 2 mg verabreicht werden. Bei ausschließlich mit künstlicher Säuglingsnahrung ernährten Neugeborenen kann die dritte Dosis weggelassen werden.

  • Frühgeborene vor der 36. Gestationswoche, die 2,5 kg oder mehr wiegen und Neugeborene mit besonderem Risiko (z.B. Prämaturität, Geburtsasphyxie, obstruktiver Ikterus, Schluckstörung, Anwendung von Antikoagulantien oder Antiepileptika mütterlicherseits)
  • 1 mg i.m. oder i.v. bei der Geburt oder kurz nach der Geburt; Dosis und Häufigkeit weiterer Verabreichungen in Abhängigkeit des Gerinnungsstatus.
  • Frühgeborene vor der 36. Gestationswoche, die weniger als 2,5 kg wiegen:
  • eine Dosis von 0,4 mg/kg (entsprechend 0,04 ml/kg) Körpergewicht i.m. oder i.v. bei der Geburt oder kurz nach der Geburt sollte nicht überschritten werden (siehe Abschnitte 4.4);
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  • Dosis und Häufigkeit weiterer Verabreichungen in Abhängigkeit des Gerinnungsstatus.

Es gibt Hinweise dafür, dass eine orale Prophylaxe bei Patienten mit zugrundeliegender cholestatischer Lebererkrankung und Malabsorption nicht ausreicht (siehe Abschnitt 5.1).

ACHTUNG: Vorsicht ist geboten bei der Berechnung und Bemessung der Dosis in Relation zum Körpergewicht des Neugeborenen (Dosierungsfehler um eine Zehnerpotenz sind häufig).

Dosierungsinformation für Frühgeborene bei der Geburt zur Prophylaxe einer Vitamin-K-Mangel-Blutung (VKDB)

Körpergewicht des SäuglingsVitamin-K-Dosis bei der GeburtInjektionsvolumen
1 kg0,4 mg0,04 ml
1,5 kg0,6 mg0,06 ml
2 kg0,8 mg0,08 ml
2,5 kg1 mg0,1 ml
über 2,5 kg1 mg0,1 ml

Die Verabreichung von weiteren oralen Dosen wurde bei gestillten Säuglingen empfohlen; jedoch sind die Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten für diese zusätzlichen Dosen begrenzt (siehe Abschnitt 5.1).

Therapie

Dosierung

Initialdosis: 1 mg (0,1 ml) bei Reifgeborenen bzw. 0,4 mg/kg Körpergewicht (entsprechend 0,04 ml/kg) bei Frühgeborenen i.v. (siehe auch Abschnitt 4.4).

Bei Bedarf weitere Gaben in Abhängigkeit vom klinischen Bild und Gerinnungsstatus.

Die Behandlung mit Vitamin K1 muss unter Umständen von einer direkten, effizienten Therapie begleitet sein, wie zum Beispiel der Transfusion von Erythrozytenkonzentraten oder Blutgerinnungsfaktoren, um schwere Blutverluste sowie das verzögerte Ansprechen auf Vitamin K1 zu kompensieren.

Art der Anwendung

Oral oder parenteral (i.m.- oder sehr langsame i.v.-Injektion); nur klare Lösungen verwenden.

Anwendungshinweise für die orale Verabreichung Nach dem Aufbrechen der Ampulle wird der beigepackte Dispenser senkrecht in die Ampulle gesetzt, die entsprechende Dosis bis zur Markierung (= 2 mg Vitamin K1) aufgezogen und direkt in den Mund des Neugeborenen appliziert.

Anwendungshinweise für die parenterale Verabreichung Eine i.v.-Injektion soll grundsätzlich nur sehr langsam erfolgen, da anaphylaktische Reaktionen nicht vollkommen ausgeschlossen werden können.

Konakion Mischmizellenlösung soll nicht verdünnt oder mit anderen parenteralen Medikamenten vermischt werden. Es kann jedoch bei Bedarf, wenn möglich, in den unteren Teil eines Infusionsbestecks während einer Dauerinfusion von 0,9%iger Natriumchlorid- oder 5%iger Glukose-Lösung injiziert werden.

Weitere Hinweise für die Handhabung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

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4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nach intravenöser Applikation muss auf ein mögliches Auftreten von anaphylaktischen oder anaphylaktoiden Reaktionen geachtet werden. Beim Auftreten einer solchen Reaktion müssen je nach Schweregrad unverzüglich entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Bei Frühgeborenen mit einem Gewicht unter 2,5 kg besteht bei der parenteralen Gabe (v.a. bei i.v.-Gabe) die potentielle Gefahr eines Kernikterus.

Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass bei langdauernder Anwendung hoher Dosen der Mischmizellenlösung wegen des darin enthaltenen Lecithins eine Bilirubinverdrängung auf Basis eines Anstieges der nichtveresterten freien Fettsäuren vorkommen könnte. Risikogruppen wären Frühgeborene, Säuglinge mit schweren Infektionen oder Azidose, Säuglinge mit Atmungsdysfunktion und Säuglinge, die ein bilirubinverdrängendes Medikament erhalten (z.B. Sulfonamide).

Weiters muss darauf hingewiesen werden, dass Konakion bei Neugeborenen mit besonderem Risiko, sofern möglich, i.m. appliziert werden sollte, da die i.v.-Gabe mit einer vorübergehenden Erniedrigung der Albumin-Bindungskapazität für Bilirubin verbunden ist und dadurch das Risiko für die Entstehung eines Kernikterus erhöht sein kann.

Es wird empfohlen, bei der Verabreichung von Phytomenadion bei Neugeborenen mit besonderem Risiko die Plasmaspiegel von unkonjugiertem Bilirubin zu überwachen.

Bei Überweisungen ist der weiterbehandelnde Arzt auf die erfolgte Verordnung bzw. Verabreichung von Vitamin K1 aufmerksam zu machen.

Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Orale Antikoagulantien vom Cumarin-Typ antagonisieren die Wirkung von Vitamin K1 auf die postribosomale Karboxylierung gewisser Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren.

Bei Antikoagulantien-Anwendung mit Cumarinderivaten verhindert Vitamin K deren therapeutische Wirkung und bedingt somit eine Thrombosegefahr.

Acetylsalizylsäure und andere Salizylate sowie Cephalosporine mit der N-Methyl-Thiotetrazolgruppe reduzieren ebenfalls die Vitamin-K1-Wirkung.

Bei Neugeborenen können am ersten Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen auftreten, wenn deren Mütter während der Schwangerschaft Antikonvulsiva wie Phenobarbital oder Diphenylhydantoin oder Tuberkulostatika wie Isoniazid oder Rifampicin eingenommen haben.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Diese Darreichungsform von Konakion (Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen) ist der Behandlung von Neugeborenen und Säuglingen vorbehalten. Grundsätzlich ist eine Verabreichung von Phytomenadion während der Schwangerschaft und Stillzeit möglich.

Da Vitamin K1 die Plazentaschranke nur in geringem Maße passiert, wird eine Therapie der Mutter mit Konakion zur Prophylaxe des Morbus haemorrhagicus neonatorum nicht empfohlen.

Vitamin K1 wird kaum über die Muttermilch ausgeschieden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

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4.8 Nebenwirkungen

Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten (< 1/10.000) können anaphylaktoide Reaktionen nach parenteraler Anwendung auftreten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort An der Injektionsstelle kann es zu einer lokalen Reizung kommen, was angesichts des geringen Injektionsvolumens jedoch nicht zu erwarten ist.

Bei Frühgeborenen mit einem Gewicht unter 2,5 kg besteht bei der parenteralen Gabe die potentielle Gefahr eines Kernikterus (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Es ist kein klinisches Syndrom vergleichbar mit einer Hypervitaminose von K1 bekannt.

Bei Berichten von Überdosierungen von Konakion bei Neugeborenen und Kleinkindern wurden folgende Nebenwirkungen beschrieben: Ikterus, Hyperbilirubinämie, erhöhte GOT- und GGT-Werte, abdominale Schmerzen, Obstipation, weiche Stühle, Unwohlsein, Agitation und Hauteruptionen. Ein Zusammenhang dieser Nebenwirkungen konnte nicht hergestellt werden. Die meisten dieser Nebenwirkungen wurden als nicht schwerwiegend eingestuft und sind ohne die Notwendigkeit einer Behandlung wieder zurückgegangen.

Die Behandlung einer vermuteten Phytomenadion-Überdosierung sollte darauf ausgerichtet sein, eventuell auftretende Symptome zu mildern.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihaemorrhagika/Vitamin K, ATC-Code: B02BA01

Vitamin K1, der Wirkstoff von Konakion, ist ein gerinnungsfördernder Faktor. Es ist essenziell für die Bildung der Gerinnungsfaktoren II (Prothrombin), VII, IX, X und der Gerinnungsinhibitoren Protein C und Protein S im Körper. Ein Mangel an Vitamin K1 hat eine erhöhte Neigung zur hämorrhagischen Diathese des Neugeborenen (Morbus haemorrhagicus neonatorum) zur Folge. Die Verabreichung von Vitamin K1, das die Synthese der oben erwähnten Gerinnungsfaktoren in der Leber fördert, kann einen abnorm veränderten Gerinnungsstatus normalisieren, sowie Blutungen infolge eines Vitamin-K1-Mangels beheben.

Kinder und Jugendliche

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In eine prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie wurden 44 Säuglinge (im Alter von 1 - 26 Wochen) mit konjugierter Hyperbilirubinämie eingeschlossen (17 Patienten mit idiopathischer Neugeborenen-Hepatitis, 13 Patienten mit biliärer Atresie, 3 Patienten mit Cholestase bei totaler parenteraler Ernährung, 2 Patienten mit Alagille-Syndrom, 2 Patienten mit alpha-1-Antitrypsinmangel, 2 Patienten mit Syndrom der eingedickten Galle und 5 Patienten mit sonstiger Diagnose [Fruktosämie, Galaktosämie, Choledochuszyste, nekrotisierende Enterkolitis, Cytomegalie-Virus-Hepatitis]). Die Pharmakokinetik und Wirksamkeit einer oralen versus einer intravenösen Mischmizellen-Vitamin-K-Prophylaxe wurde bei Säuglingen mit cholestatischer Lebererkrankung verglichen.

Die wesentlichen Ergebnisparameter waren die Serumkonzentrationen von Vitamin K1 und nicht-karboxyliertem Prothrombin (PIVKA-II) vor und bis zu 4 Tage nach einer intravenösen 1 mg- oder oralen 2 mg-Einzelgabe von Vitamin K1 Mischmizellen. Außerdem wurden die Vitamin K1 Konzentrationen der in die Studie eingeschlossenen Säuglingen 24 Stunden nach oraler Gabe von Vitamin K1 mit denen von 14 gesunden Neugeborenen, die dieselbe Dosis erhielten, verglichen.

Ergebnisse: zum Zeitpunkt der Aufnahme hatten 18 Säuglinge (41 %) erhöhte Werte von Serum PIVKA-II und 8 Säuglinge (18 %) niedrige Vitamin-K1-Serumkonzentrationen, die auf einen subklinischen Vitamin-K1-Mangel hinwiesen. Die medianen Vitamin-K1-Ausgangskonzentrationen im Serum waren in den Gruppen mit oraler und intravenöser Verabreichung vergleichbar (0,92 versus 1,15 ng/ml), stiegen sechs Stunden nach intravenöser Vitamin K1 Gabe auf eine ca. 100-mal höhere Konzentration an, nämlich auf 139 ng/ml, nach oraler Gabe aber nur auf 1,4 ng/ml. In letzterer Gruppe deuteten der niedrige mediane Wert (0,95 ng/ml) und die große Spanne der Vitamin K1 Serumkonzentrationen (< 0,15 – 111 ng/ml) im Vergleich zu den viel höheren Werten bei gesunden Säuglingen, die dieselbe orale Dosis erhielten (median 77, Bereiche von 11 - 263 ng/ml), auf eine eingeschränkte und unregelmäßige intestinale Absorption bei cholestatischen Säuglingen hin. Die Malabsorption war so schwer, dass nur 4/24 (17 %) der Säuglinge einen wachsenden Anstieg der Vitamin-K1-Serumkonzentration auf > 10 ng/ml erreichten.

Die Daten einer retrospektiven Studie weisen darauf hin, dass eine wöchentliche orale Prophylaxe für die Prävention von VKDB wirksam war. Während der Studiendauer von November 1992 bis Juni 2000 wurden insgesamt 507.850 Babies lebend geboren. Von diesen Säuglingen erhielten 78 % eine orale und 22 % eine intramuskuläre Vitamin K1-Prophylaxe; d.h., circa 396.000 Neugeborene erhielten eine orale Prophylaxe bei der Geburt. Eine wöchentliche orale Prophylaxe wurde für alle Säuglinge empfohlen, solange sie hauptsächlich gestillt wurden. Die orale Vitamin-K1-Prophylaxe bei der Geburt betrug 2 mg Phytomenadion, gefolgt von einer oralen, wöchentlichen Vitamin-K1-Prophylaxe von 1 mg, die bis zum Alter von 3 Monaten von den Eltern verabreicht wurde. Es wurden keine Fälle von VKDB bekannt, d.h. die Inzidenz lag bei 0 - 0,9 : 100.000 (95 % KI).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

In der Mischmizellenlösung wird Vitamin K1 mittels eines physiologischen kolloidalen Systems aus Lecithin und Gallensäure solubilisiert.

Resorption

Oral eingenommenes Phytomenadion wird vorwiegend in den mittleren Dünndarmabschnitten resorbiert. 3 - 5 Tage nach der peroralen und der i.m. Verabreichung im Verhältnis 2:1 sind die Plasmaspiegel bei Neugeborenen sehr ähnlich. Eine optimale Resorption ist nur in Gegenwart von Gallen- und Pankreassaft möglich. Trotzdem ist die Versorgung mit Vitamin K1 nach oraler Gabe von Konakion Mischmizellenlösung ausreichend.

Verteilung

Vitamin K1 wird vorwiegend in der Leber angereichert. Der Primärverteilungsraum entspricht dem Plasmavolumen. Im Blutplasma ist Vitamin K1 zu 90 % an Lipoproteine gebunden (VLDL-Fraktion) und wird im Körper nur während kurzer Zeit gespeichert.

Biotransformation

  • 6 -

Vitamin K1 wird rasch in stärker polare Metaboliten umgewandelt, wie Vitamin-K1-2,3-Epoxid, welches teilweise wieder in Vitamin K1 zurückgeführt wird.

Elimination

Bei Erwachsenen liegt die Eliminationshalbwertszeit von Vitamin K1 in einem Bereich von 1,5-3 Stunden. Es gibt Literaturhinweise, dass die Eliminationshalbwertszeit bei Säuglingen wesentlich länger ist und im Bereich von 70 Stunden liegt. Vitamin K1 wird nach metabolischem Abbau in Form der Glukuronid- und Sulfatkonjugate über die Galle und den Urin ausgeschieden. Die Fraktion, die unverändert im Urin erscheint, beträgt weniger als 10 %.

Pharmakokinetik in besonderen klinischen Situationen Klinische Situationen, die mit einer Resorptionseinschränkung einhergehen, sind z.B. Malabsorption, Short-Bowel-Syndrom, Gallengangsatresie und Pankreasinsuffizienz.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Daten aus den üblichen Studien zur akuten Toxizität, chronischen Toxizität und Genotoxizität deuten auf kein Gefährdungspotential für den Menschen hin.

Langzeitstudien zur Untersuchung eines kanzerogenen Potentials wurden nicht durchgeführt.

Im Tierversuch wurde Vitamin K1 nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften geprüft.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Glycocholsäure, (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Lecithin), Natriumhydroxid, Salzsäure und Wasser für Injektionszwecke.

6.2 Inkompatibilitäten

Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung sollte nicht verdünnt oder mit anderen Arzneimitteln vermischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglas-Ampullen (Glastyp I) mit 0,2 ml einer klaren Mischmizellenlösung; 5 Stück pro Packung. 5 Dispenser für die orale Verabreichung aus durchsichtigem Kunststoff (Polypropylen) mit 1 mg und 2 mg Graduierung.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Zum Zeitpunkt der Anwendung muss der Ampulleninhalt klar sein.

Durch unsachgemäße Lagerung können Trübung oder Phasentrennung auftreten. In solchen Fällen darf die Ampullenlösung nicht mehr verwendet werden.

  • 7 -

Der nicht gebrauchte Inhalt geöffneter Ampullen darf nicht weiterverwendet werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH
Ziegelhof 24
17489 Greifswald
Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER

1-20786

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 27. Jänner 1995

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19. September 2013

10. STAND DER INFORMATION

September 2023

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig