Gebrauchsinformation

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung - Ampullen

Phytomenadion (Vitamin K1)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Konakion und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme/Anwendung von Konakion beachten?
3. Wie ist Konakion einzunehmen/anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Konakion aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Konakion und wofür wird es angewendet?

Phytomenadion (= Vitamin K1), der Wirkstoff von Konakion ermöglicht die Produktion aktivierbarer Gerinnungsfaktoren in der Leber und fördert somit die Blutgerinnung.

Konakion wirkt bei Blutungen oder bei Blutungsgefahr bedingt durch

  • Überdosierung von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) oder durch
  • einen Mangel an Vitamin K1 z.B. bei Gelbsucht infolge einer Störung des Gallenflusses, bei Leber- und Darmerkrankungen, bei langdauernder Behandlung mit Antibiotika, mit Arzneimitteln aus der Gruppe der Sulfonamide (Mittel zur Behandlung von erhöhten Blutzuckerwerten, Entwässerungsmittel, antibakteriell wirkende Arzneimittel) oder mit bestimmten schmerzstillenden Arzneimitteln (Salizylsäurederivaten).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme/Anwendung von Konakion beachten?

Konakion darf nicht eingenommen/angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Phytomenadion, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • Bei Neugeborenen; zur Vorbeugung des Morbus haemorrhagicus neonatorum steht Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung zur Verfügung.

Konakion darf bei Patienten mit erhöhter Blutungsneigung nicht intramuskulär verabreicht werden wegen der Gefahr von ausgedehnten Blutergüssen und der in bestimmten Fällen unerwünschten Speicherung von Konakion im Körper.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Konakion einnehmen/anwenden.

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Wenn Sie mit Blutverdünnungsmitteln (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) behandelt werden, darf Konakion nur unter Anweisung des Arztes eingenommen bzw. verabreicht werden.

Die Wirkung von Konakion kann bei den verschiedenen Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) unterschiedlich sein. Dementsprechend wird Ihr Arzt Sie auf das Ansprechen der Behandlung mit Konakion genau überwachen.

Ihr Arzt wird Sie nach einer intravenösen Injektion von Konakion auf das Auftreten von allergischen Reaktionen überwachen und bei Auftreten einer solchen Reaktion entsprechende Maßnahmen einleiten.

Wenn Sie unter Allergien leiden, müssen Sie dies dem Arzt vor Behandlungsbeginn mitteilen.

Konakion darf Patienten mit erhöhter Blutungsneigung nicht intramuskulär verabreicht werden wegen der Gefahr von ausgedehnten Blutergüssen und der in bestimmten Fällen unerwünschten Speicherung von Konakion im Körper. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme einer Behandlung mit blutverdünnenden Arzneimitteln führen (siehe Abschnitt „Konakion darf nicht eingenommen/angewendet werden").

Wenn Sie mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) behandelt werden und ein operativer Eingriff nötig ist, kann die Gerinnungshemmung mit Konakion aufgehoben werden. Der Arzt wird entsprechend Ihrer Grunderkrankung, der Art der Operation und entsprechend Ihrer Blutgerinnungswerte die Behandlung mit anderen, kürzer wirksamen blutgerinnungshemmenden Medikamenten durchführen.

Wenn vorgesehen ist, die Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln fortzusetzen, sollten generell keine hohen Dosen von Konakion verabreicht werden, da dies die Fortsetzung der Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln erschwert.

Wegen des Gehalts an Glykocholsäure darf Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung bei Gelbsucht mit Gallestauung (cholestatischem Ikterus) nicht parenteral angewendet werden. Zur Behandlung der Blutungsgefahr infolge Vitamin-K-Mangels bei schwerwiegenden Leberfunktions-störungen sollte Konakion 10 mg/ml oral verabreicht werden. Bei diesen Patienten ist eine sorgfältige Überwachung des INR-Wertes notwendig.

Informieren Sie Ihren Arzt über die Behandlung mit Konakion.

Einnahme/Anwendung von Konakion zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn Sie Konakion einnehmen, kann dadurch die Wirkung anderer Arzneimittel verstärkt oder abgeschwächt werden.

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) schwächen die Wirkung von Konakion ab. Konakion kann aber auch die Wirkung der blutgerinnungshemmenden Arzneimittel verhindern und somit die Gefahr einer Thrombose erhöhen.

Wenn Sie mit so genannten oralen Antikoagulantien vom Cumarin-Typ (Blutverdünnungsmittel) behandelt werden, darf Konakion nur unter Anweisungen Ihres Arztes angewendet werden.

Die gleichzeitige Einnahme von entzündungshemmenden Arzneimitteln (Acetylsalicylsäure und andere Salizylate) und bestimmten Antibiotika (Cephalosporine) kann die Wirkung von Konakion beeinträchtigen.

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Bei Neugeborenen können am ersten Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen auftreten, wenn deren Mütter während der Schwangerschaft Arzneimittel gegen Epilepsie (wie Phenobarbital oder Diphenylhydantoin) oder Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose (wie Isoniazid oder Rifampicin) eingenommen haben.

Einnahme/Anwendung von Konakion zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel und Getränke haben keinen direkten Einfluss auf die Wirksamkeit von Konakion.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es kann aufgrund langjähriger Erfahrung davon ausgegangen werden, dass eine Anwendung von Konakion in der empfohlenen Dosierung keine negative Wirkung auf die Gesundheit des Ungeborenen oder Neugeborenen hat.

Nur ein kleiner Anteil von zugeführtem Vitamin K tritt in die Muttermilch über, so dass eine Verabreichung von Konakion an stillende Mütter keinen Nachteil für den Säugling mit sich bringt. Dennoch entscheidet der Arzt über die Anwendung von Konakion in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.

Konakion enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h., es ist nahezu „natriumfrei".

3. Wie ist Konakion anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Lösung der Konakion - Ampullen ist sowohl zum Einnehmen als auch für eine Verabreichung mittels intravenöser Injektion durch den Arzt geeignet.

Die orale Verabreichung von Konakion darf nur von entsprechend ausgebildeten Angehörigen der Gesundheitsberufe bzw. von Ärzten durchgeführt werden.

Eine intramuskuläre Anwendung von Konakion ist grundsätzlich möglich, darf aber erst nach Beurteilung der klinischen Gesamtsituation und Abwägen der Risiken erfolgen. Bei Patienten mit eingeschränkter Blutgerinnung darf Konakion nicht intramuskulär verabreicht werden (siehe Abschnitt „Konakion darf nicht eingenommen/angewendet werden").

Dosis, Häufigkeit und Dauer der Anwendung werden vom Arzt individuell festgelegt und angepasst. Auch über den Verabreichungsweg entscheidet der Arzt individuell von Fall zu Fall.

Bei schwereren Blutungen wird Ihr Arzt, falls erforderlich, zusätzliche Therapiemaßnahmen durchführen (vorübergehendes Absetzen der Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln, Verabreichung von Blutprodukten etc.)

Ihr Arzt wird sich nach folgenden Dosierungsempfehlungen richten:

Bei Blutgerinnungsstörungen (erhöhte Thromboplastinzeit bzw. erhöhter INR-Wert) mit oder ohne dem Auftreten von leichten Blutungen oder bei Blutungsgefahr wird Ihr Arzt in Abhängigkeit von den blutverdünnenden Arzneimitteln, die Sie einnehmen müssen und dem Schweregrad Ihrer - 4 -

Blutgerinnungsstörung eine bestimmte Dosierung festlegen. Bitte halten Sie sich an die von Ihrem Arzt empfohlenen Dosierungsangaben.

Wenn Ihnen eine geringere Dosis verordnet wurde, können auch eine oder mehrere Ampullen der Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung verwendet werden.

Bei schweren oder lebensbedrohlichen Blutungen wird Ihnen Ihr Arzt einmalig oder wiederholt eine ½ bis 1 Ampulle sehr langsam als intravenöse Injektion verabreichen gemeinsam mit bestimmten Blutprodukten (Gerinnungsfaktoren, gefrorenes Frischplasma) oder einer Bluttransfusion.

Spezielle Dosierungsanweisungen:

Bei Neugeborenen und Kleinkindern unter einem Jahr wird der Arzt zur Behandlung von Blutungen aufgrund eines Vitamin-K-Mangels nach der Geburt Konakion - Ampullen in geringerer Stärke (Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen) verwenden.

Für Kinder im Alter von über einem Jahr liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der Anwendung mit Konakion vor. Der behandelnde Arzt wird die passende Dosis in Abhängigkeit von der Erkrankung und dem Gewicht des Kindes festlegen.

Für ältere Patienten wird der Arzt eine niedrigere Dosierung festlegen.

Wenn Sie eine größere Menge von Konakion eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten

Bisher sind keine Erscheinungen, die mit einer Überdosierung von Vitamin K in Zusammenhang gebracht werden können, bekannt. Die Wiederherstellung einer Blutverdünnung kann beeinträchtigt sein.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Konakion vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Eine unterlassene Anwendung kann schwerwiegende Folgen haben, deshalb sollte ein Arzt informiert werden.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Konakion abbrechen

Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgendermaßen eingeteilt:

Häufig (bei mehr als einem von 100 aber weniger als einem von 10 Patienten), gelegentlich (bei mehr als einem von 1.000 aber weniger als einem von 100), selten (bei mehr als einem von 10.000 aber weniger als einem von 1.000 Patienten) und sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 Patienten, Einzelfälle).

Erkrankungen des Immunsystems Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in sehr seltenen Fällen allergische Schockreaktionen auftreten können.

Bei intravenöser Verabreichung kann es sehr selten - besonders bei Patienten mit Lebererkrankungen - zu allergischen Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

(3-sn-Phosphatidyl)cholin (aus Sojabohnen; Lecithin) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

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Gefäßerkrankungen Erkrankungen infolge eines Gefäßverschlusses können bei Vorliegen bestimmter Risikofaktoren (Übergewicht, Unbeweglichkeit usw.) auftreten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Sehr selten traten Venenreizungen oder Venenentzündungen nach einer intravenösen Verabreichung auf.

Eine intramuskuläre Injektion kann zu einer lokalen Überempfindlichkeitsreaktion mit Schmerzen führen, manchmal verbunden mit einer Rötung an der Einstichstelle. Druckempfindlichkeit kann ebenfalls auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Konakion aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nach Anbruch der Ampulle sind verbleibende Reste an Lösung zu verwerfen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken:

Zum Zeitpunkt der Anwendung muss der Ampulleninhalt klar sein. Wenn Sie eine Trübung oder sonstige Veränderungen bemerken, darf die Ampulle nicht mehr verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Konakion enthält

  • Der Wirkstoff ist: 10 mg/ml Phytomenadion (synthetisch gewonnenes Vitamin K1).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Glycocholsäure, Lecithin, Natriumhydroxid, Salzsäure und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Konakion aussieht und Inhalt der Packung

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Eine Braunglas-Ampulle (Glastyp I) enthält 1 ml einer klaren bis leicht opaleszierenden Mischmizellenlösung (pH-Wert 5,3 - 6,6).

Sie erhalten die Ampullen in Packungen zu 5 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH, Ziegelhof 24, 17489 Greifswald, Deutschland

Hersteller

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH, Ziegelhof 23 - 24, 17489 Greifswald, Deutschland

Zulassungsnummer

1-18712

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2018.

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------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis für medizinisches Fachpersonal betreffend Dosierung und Art der Anwendung

Art der Verabreichung, Dosis, Dosisintervall und Behandlungsdauer hängen von der Aktivität der Gerinnungsfaktoren und dem Ansprechen des Patienten ab.

Gemäß dem klinischen Zustand des Patienten und der Blutungsneigung wird Phytomenadion primär oral oder i.v. verabreicht; auch eine intramuskuläre Applikation ist prinzipiell möglich.

Bei antikoagulierten Patienten empfiehlt sich ein (vorübergehendes) Absetzen der Antikoagulantien-Therapie.

Bei schweren oder lebensbedrohlichen Blutungen, wenn eine sofortige Normalisierung der Gerinnungsverhältnisse notwendig ist, muss zusätzlich immer unter Berücksichtigung des klinischen Erscheinungsbildes die Gabe von Konzentraten der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X (Prothrombinkomplexpräparate) erfolgen bzw. zusätzlich auch die Verabreichung von Erythrozytenkonzentraten erwogen werden.

Bei schweren Blutungen wird Phytomenadion zunächst i.v. gegeben, anschließend soll die Behandlung unter ständiger Kontrolle der Prothrombinzeit bzw. des INR-Wertes bis zum angestrebten Bereich oral weitergeführt werden.

Patienten mit einem asymptomatisch hohen INR-Wert mit oder ohne leichten Blutungen oder bei Blutungsgefahr

AntikoagulantienINROrales Vitamin K1Intravenöses Vitamin K1
Warfarin5 - 91,0 - 2,5 mg für die anfängliche Aufhebung bzw.0,5 - 1,0 mg
2,0 - 5,0 mg für eine rasche Aufhebung (zusätzlich 1,0 - 2,0 mg falls der INR-Wert nach 24 Stunden erhöht bleibt)0,5 - 1,0 mg
> 92,5 - 5,0 mg (bis zu 10,0 mg)1,0 mg
Acenocoumarol5 - 81,0 - 2,0 mg1,0 - 2,0 mg
> 83,0 - 5,0 mg1,0 - 2,0 mg
Phenprocoumon5 - 92,0 - 5,0 mg2,0 - 5,0 mg
> 92,0 - 5,0 mg2,0 - 5,0 mg
> 10nicht empfohlenindividuell angepasste Dosis

Sollte eine geringere Dosis erwünscht sein, können auch eine oder mehrere Ampullen der Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung verwendet werden.

Schwere oder lebensbedrohliche Blutungen z.B. unter oraler Antikoagulantientherapie 5 - 10 mg Phytomenadion (= 0,5 bis 1 ml der Lösung) sehr langsam (bis max. 5 mg pro Minute) i.v. gemeinsam mit gefrorenem Frischplasma (FFP) oder Prothrombinkomplexkonzentrat.

Eine wiederholte Verabreichung der Dosis kann notwendig sein.

AntikoagulantienBlutungIntravenöses Vitamin K1Zusätzliche Therapie
Warfarinschwere Blutung5,0 - 10,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
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AntikoagulantienBlutungIntravenöses Vitamin K1Zusätzliche Therapie
lebensbedrohliche Blutung10,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
Acenocoumarolschwere Blutung5,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
Phenprocoumonschwere Blutung mit INR < 5,05,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
schwere Blutung mit INR > 5,010,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa

FFP, gefrorenes Frischplasma
PCC, Prothrombinkomplexkonzentrat

Spezielle Dosierung
Ältere Patienten

Ältere Patienten sprechen tendenziell empfindlicher auf die Aufhebung der Antikoagulantien-Wirkung mit Vitamin K an. Deshalb soll die Dosierung für diese Patientengruppe im unteren Bereich der Dosierungsempfehlung liegen. Durch die intravenöse oder orale Verabreichung von geringeren Dosen von Vitamin K1 (0,5 - 1,0 mg) kann der INR-Wert auf < 5,0 innerhalb von 24 Stunden reduziert werden.

Neugeborene und Kleinkinder unter einem Jahr

Für die Prophylaxe und Therapie des Morbus haemorrhagicus neonatorum bei Neugeborenen oder bei Kleinkindern unter einem Jahr sollen Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen verwendet werden.

Kinder im Alter von über einem Jahr Für Kinder im Alter von über einem Jahr liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der Anwendung mit Phytomenadion vor. Die optimale Dosierung muss vom behandelnden Arzt festgesetzt werden, in Abhängigkeit von der Indikation und des Gewichtes des Patienten. Eine Einzeldosis eines Zehntels der gesamten i.v. Erwachsenendosis von Vitamin K1 wurde als wirksam beschrieben, um einen asymptomatisch hohen INR-Wert (> 8) bei klinisch gesunden Kindern zu bessern.

Art der Anwendung

Primär empfohlen wird die orale Anwendung oder sehr langsame i.v. Injektion; nur klare Lösungen verwenden.

Eine tief intragluteale i.m. Applikation von Konakion Mischmizellenlösung ist grundsätzlich möglich, darf aber erst nach Beurteilung der klinischen Gesamtsituation und Abwägen der Risiken erfolgen. Eine i.m. Applikation bei Patienten mit Blutungsneigung bzw. erhöhtem INR-Wert ist kontraindiziert.

Anwendungshinweise für die orale Verabreichung Die orale Verabreichung darf nur von entsprechend ausgebildeten Angehörigen der Gesundheitsberufe bzw. von Ärzten durchgeführt werden.

Das benötigte Volumen (0,25 - 1 ml der Lösung) wird aus der Ampulle mittels einer entsprechenden Spritze mit aufgesetzter Nadel entnommen. Die Nadel wird von der Spritze entfernt und der gesamte Inhalt direkt in den Mund des Patienten appliziert. Eventuell wird anschließend mit Flüssigkeit nachgespült.

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Anwendungshinweise für die parenterale Verabreichung Eine i.v. Injektion ist vor allem bei lebensbedrohlichen Blutungen bei Überdosierung von Antikoagulantien vom Cumarin-Typ angezeigt und soll grundsätzlich nur sehr langsam (bis max. 5 mg pro Minute) erfolgen, da anaphylaktische Reaktionen nicht vollkommen ausgeschlossen werden können.

Konakion Mischmizellenlösung soll nicht verdünnt oder mit anderen parenteralen Medikamenten vermischt werden. Es kann jedoch bei Bedarf, wenn möglich, in den unteren Teil eines Infusionsbestecks während einer Dauerinfusion von 0,9 %iger Natriumchlorid- oder 5 %iger Glukose-Lösung injiziert werden.

Fachinformation

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ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

(FACHINFORMATION)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung Ampullen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Ampulle enthält 1 ml einer klaren Mischmizellenlösung zu 10 mg Phytomenadion (synthetisch gewonnenes Vitamin K1). Das Füllvolumen beträgt 1,15 ml.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Natrium, Lecithin

Eine Ampulle enthält 4,6 mg Natriumhydroxid und 75,6 mg Lecithin (aus Sojabohnen).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Lösung.

Klare bis leicht opaleszierende Lösung (pH-Wert 5,3 - 6,6).

Theoretische Osmolarität: 80 mOsm/kg.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Bei Blutungen oder bei Blutungsgefahr infolge eines Mangels an Gerinnungsfaktoren II (Hypoprothrombinämie), VII, IX und X (Vitamin-K-Mangelblutungen) unter anderem bedingt durch - Überdosierung von Antikoagulantien vom Wirkungstyp des Dicumarols oder deren Kombination mit Phenylbutazon,

  • oder durch andere K-Hypovitaminosen (z.B. bei Verschlussikterus, Leber- und Darmaffektionen, langdauernder Behandlung mit Antibiotika, Sulfonamiden oder Salizylsäurederivaten).

Zur Behandlung des Morbus haemorrhagicus neonatorum sollen Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen verwendet werden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Art der Verabreichung, Dosis, Dosisintervall und Behandlungsdauer hängen von der Aktivität der Gerinnungsfaktoren und dem Ansprechen des Patienten ab.

Gemäß dem klinischen Zustand des Patienten und der Blutungsneigung wird Phytomenadion primär oral oder i.v. verabreicht; auch eine intramuskuläre Applikation ist prinzipiell möglich.

Dosierung

Bei Patienten mit Resorptionsstörungen wird eine parenterale Applikation von 1 - 10 mg Phytomenadion empfohlen. Kommt es innerhalb von 24 Stunden nicht zu einem Ansprechen kann eine zweite Dosis in Abhängigkeit vom klinischen Bild und Gerinnungsstatus verabreicht werden.

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Bei antikoagulierten Patienten empfiehlt sich ein (vorübergehendes) Absetzen der Antikoagulantien-Therapie.

Bei schweren oder lebensbedrohlichen Blutungen, wenn eine sofortige Normalisierung der Gerinnungsverhältnisse notwendig ist, muss zusätzlich immer unter Berücksichtigung des klinischen Erscheinungsbildes die Gabe von Konzentraten der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X (Prothrombinkomplexpräparate) erfolgen bzw. zusätzlich auch die Verabreichung von Erythrozytenkonzentraten erwogen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei schweren Blutungen wird Phytomenadion zunächst i.v. gegeben, anschließend soll die Behandlung unter ständiger Kontrolle der Prothrombinzeit bzw. des INR-Wertes bis zum angestrebten Bereich oral weitergeführt werden.

Patienten mit einem asymptomatisch hohen INR-Wert mit oder ohne leichten Blutungen oder bei Blutungsgefahr

AntikoagulantienINROrales Vitamin K1Intravenöses Vitamin K1
Warfarin5 - 91,0 - 2,5 mg für die anfängliche Aufhebung bzw.0,5 - 1,0 mg
2,0 - 5,0 mg für eine rasche Aufhebung (zusätzlich 1,0 - 2,0 mg falls der INR-Wert nach 24 Stunden erhöht bleibt)0,5 - 1,0 mg
> 92,5 - 5,0 mg (bis zu 10,0 mg)1,0 mg
Acenocoumarol5 - 81,0 - 2,0 mg1,0 - 2,0 mg
> 83,0 - 5,0 mg1,0 - 2,0 mg
Phenprocoumon5 - 92,0 - 5,0 mg2,0 - 5,0 mg
> 92,0 - 5,0 mg2,0 - 5,0 mg
> 10nicht empfohlenindividuell angepasste Dosis

Sollte eine geringere Dosis erwünscht sein, können auch eine oder mehrere Ampullen der Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung verwendet werden.

Schwere oder lebensbedrohliche Blutungen z.B. unter oraler Antikoagulantien-Therapie 5 - 10 mg Phytomenadion (= 0,5 bis 1 ml der Lösung) sehr langsam (bis max. 5 mg pro Minute) i.v. gemeinsam mit gefrorenem Frischplasma (FFP) oder Prothrombinkomplexkonzentrat.

Eine wiederholte Verabreichung der Dosis kann notwendig sein.

AntikoagulantienBlutungIntravenöses Vitamin K1Zusätzliche Therapie
Warfarinschwere Blutung5,0 - 10,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
lebensbedrohliche Blutung10,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
Acenocoumarolschwere Blutung5,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
Phenprocoumonschwere Blutung mit INR < 5,05,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
schwere Blutung mit INR > 5,010,0 mgFFP, PCC oder rekombinanter Faktor VIIa
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FFP, gefrorenes Frischplasma
PCC, Prothrombinkomplexkonzentrat

Spezielle Dosierung
Ältere Patienten

Ältere Patienten sprechen tendenziell empfindlicher auf die Aufhebung der Antikoagulantien-Wirkung mit Vitamin K an. Deshalb soll die Dosierung für diese Patientengruppe im unteren Bereich der Dosierungsempfehlung liegen. Durch die intravenöse oder orale Verabreichung von geringeren Dosen von Vitamin K1 (0,5 - 1,0 mg) kann der INR-Wert auf < 5,0 innerhalb von 24 Stunden reduziert werden.

Neugeborene und Kleinkinder unter einem Jahr

Für die Prophylaxe und Therapie des Morbus haemorrhagicus neonatorum bei Neugeborenen oder bei Kleinkindern unter einem Jahr sollen Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen verwendet werden.

Kinder im Alter von über einem Jahr Für Kinder im Alter von über einem Jahr liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der Anwendung mit Phytomenadion vor. Die optimale Dosierung muss vom behandelnden Arzt festgesetzt werden, in Abhängigkeit von der Indikation und des Gewichtes des Patienten. Eine Einzeldosis eines Zehntels der gesamten i.v. Erwachsenendosis von Vitamin K1 wurde als wirksam beschrieben, um einen asymptomatisch hohen INR-Wert (> 8) bei klinisch gesunden Kindern zu bessern.

Art der Anwendung

Primär empfohlen wird die orale Anwendung oder sehr langsame i.v. Injektion; nur klare Lösungen verwenden.

Eine tief intragluteale i.m. Applikation von Konakion Mischmizellenlösung ist grundsätzlich möglich, darf aber erst nach Beurteilung der klinischen Gesamtsituation und Abwägen der Risiken erfolgen. Eine i.m. Applikation bei Patienten mit Blutungsneigung bzw. erhöhtem INR-Wert ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Anwendungshinweise für die orale Verabreichung Die orale Verabreichung darf nur von entsprechend ausgebildeten Angehörigen der Gesundheitsberufe bzw. von Ärzten durchgeführt werden.

Das benötigte Volumen (0,25 - 1 ml der Lösung) wird aus der Ampulle mittels einer entsprechenden Spritze mit aufgesetzter Nadel entnommen. Die Nadel wird von der Spritze entfernt und der gesamte Inhalt direkt in den Mund des Patienten appliziert. Eventuell wird anschließend mit Flüssigkeit nachgespült.

Anwendungshinweise für die parenterale Verabreichung Eine i.v. Injektion ist vor allem bei lebensbedrohlichen Blutungen bei Überdosierung von Antikoagulantien vom Cumarin-Typ angezeigt und soll grundsätzlich nur sehr langsam (bis max. 5 mg pro Minute) erfolgen, da anaphylaktische Reaktionen nicht vollkommen ausgeschlossen werden können.

Konakion Mischmizellenlösung soll nicht verdünnt oder mit anderen parenteralen Medikamenten vermischt werden. Es kann jedoch bei Bedarf, wenn möglich, in den unteren Teil eines Infusionsbestecks während einer Dauerinfusion von 0,9 %iger Natriumchlorid- oder 5 %iger Glukose-Lösung injiziert werden.

Weitere Hinweise für die Handhabung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

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  • Überempfindlichkeit gegen Phytomenadion (Vitamin K1), Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
  • allergische Diathese
  • intramuskuläre (i.m.) Applikation bei Patienten mit erhöhtem INR-Wert, wegen Gefahr ausgedehnter Hämatombildung und dem Depotcharakter dieser Applikationsform (siehe Abschnitt 4.4).

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung darf Neugeborenen nicht verabreicht werden. Zur Prophylaxe der Morbus haemorrhagicus neonatorum steht Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung zur Verfügung.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Wirkung von Phytomenadion kann bei den verschiedenen Antikoagulantien vom Cumarin-Typ unterschiedlich sein. Dementsprechend sind die Patienten auf ein Ansprechen der Therapie genau zu überwachen.

Sollte bei einem unter der Therapie von Cumarin-Antikoagulantien stehenden Patienten ein operativer Eingriff nötig sein, dann kann die gerinnungshemmende Wirkung durch Phytomenadion antagonisiert werden. Die perioperative Antikoagulation ist entsprechend der Grunderkrankung, des Gerinnungsstatus und der Art des Eingriffs mit anderen, kürzer wirksamen gerinnungshemmenden Medikamenten entsprechend durchzuführen.

Wenn prinzipiell eine Weiterbehandlung mit Antikoagulantien geplant ist, sollen hohe Dosen von Phytomenadion vermieden werden, da Einzeldosen über 20 mg oder Gesamttagesdosen über 40 mg die Fortsetzung der Antikoagulantien-Therapie erschweren, ohne andererseits Vorteile zu bringen.

Wegen des Gehalts an Glykocholsäure darf Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung bei cholestatischem Ikterus nicht parenteral angewendet werden. Zur Behandlung der Blutungsgefahr infolge Vitamin-K-Mangels bei schwerwiegenden Leberfunktionsstörungen sollte Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung oral verabreicht werden. Bei diesen Patienten ist eine sorgfältige Überwachung des INR-Wertes notwendig.

Nach intravenöser Applikation muss auf ein mögliches Auftreten von anaphylaktischen oder anaphylaktoiden Reaktionen geachtet werden. Beim Auftreten einer solchen Reaktion müssen je nach Schweregrad unverzüglich entsprechende Maßnahmen (z.B. Antihistaminikum i.v., Adrenalin i.v., Glukokortikoide i.v., Volumensubstitution) eingeleitet werden.

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung darf Patienten mit erhöhtem INR-Wert nicht intramuskulär verabreicht werden, da diese Applikationsform Depotcharakter aufweist und die kontinuierliche Abgabe von Vitamin K1 zu Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme einer Antikoagulantien-Therapie führen würde. Darüber hinaus beinhaltet eine intramuskuläre Injektion an Patienten mit erhöhter Blutungsneigung oder unter Antikoagulantien-Therapie das Risiko einer Hämatombildung (siehe Abschnitt 4.3).

Bei Überweisungen ist der weiterbehandelnde Arzt auf die erfolgte Verordnung bzw. Verabreichung von Konakion aufmerksam zu machen.

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Orale Antikoagulantien vom Cumarin-Typ antagonisieren die Wirkung von Vitamin K1 auf die postribosomale Karboxylierung gewisser Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren.

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Bei Antikoagulantien-Anwendung mit Cumarinderivaten verhindert Vitamin K deren therapeutische Wirkung und bedingt somit eine Thrombosegefahr.

Acetylsalizylsäure und andere Salizylate sowie Cephalosporine mit der N-Methyl-Thiotetrazolgruppe reduzieren ebenfalls die Vitamin-K-Wirkung.

Bei Neugeborenen können am ersten Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen auftreten, wenn deren Mütter während der Schwangerschaft Antikonvulsiva wie Phenobarbital oder Diphenylhydantoin oder Tuberkulostatika wie Isoniazid oder Rifampicin eingenommen haben.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Im Tierversuch wurde Vitamin K1 nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften geprüft. Für Phytomenadion liegen keine gezielten Studien an Schwangeren vor.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung kann aber davon ausgegangen werden, dass Phytomenadion in den empfohlenen Dosierungen keine reproduktionstoxikologischen Auswirkungen hat.

Da Vitamin K1 die Plazentaschranke nur in geringem Maße passiert, wird eine Therapie der Mutter mit Konakion zur Prophylaxe des Morbus haemorrhagicus neonatorum nicht empfohlen.

Stillzeit

Nur ein kleiner Anteil von zugeführtem Vitamin K1 tritt in die Muttermilch über, so dass von der Verabreichung von Konakion in therapeutischen Dosen an stillende Mütter kein Nachteil für den Säugling zu befürchten ist.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Konakion hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zur Klassifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien benutzt: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000) und sehr selten (< 1/10.000, Einzelfälle).

Erkrankungen des Immunsystems Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen (bis zum Schock); nach intravenöser Applikation. Besonders Patienten mit Leberinsuffizienz, -zirrhose oder Hepatitis können von Überempfindlichkeitsreaktionen betroffen sein.

(3-sn-Phosphatidyl)cholin (aus Sojabohnen; Lecithin) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Gefäßerkrankungen Thromboembolische Komplikationen können vor allem bei gleichzeitigem Vorliegen anderer Risikofaktoren (Übergewicht, Immobilität, usw.) auftreten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr selten: Venenirritationen oder Phlebitis nach intravenöser Verabreichung.

Die i.m. Injektion kann lokale Schmerzen, manchmal verbunden mit einem Erythem an der Injektionsstelle, verursachen. Druckempfindlichkeit kann ebenfalls auftreten.

In Einzelfällen, insbesondere bei Lebererkrankungen, ist es nach intramuskulärer Injektion zu sklerodermiformen Infiltrationen und Pigmentierungen im Injektionsbereich sowie zu lokalisierten und generalisierten Erythemen, Purpura und Urtikaria 4 bis 16 Tage nach der Injektion gekommen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

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Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Auch nach massiver Überdosierung sind bisher keine toxischen Erscheinungen bekannt geworden. Die Wiederherstellung eines antikoagulierten Zustandes kann beeinträchtigt sein.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihaemorrhagika/Vitamin K, ATC-Code: B02BA01

Das Vitamin K1 ist ein gerinnungsfördernder Faktor. Es ist als Komponente eines Karboxylase-Systems der Leber an der Karboxylierung der Gerinnungsfaktoren II (Prothrombin), VII, IX, X und der Gerinnungsinhibitoren Protein C und Protein S in der postribosomalen Phase beteiligt. Cumarine hemmen die Reduktion des Vitamins K1 (Chinonform) zu Vitamin-K1-Hydrochinon und verhindern somit auch die Entstehung des Vitamin-K1-Hydroperoxids, des eigentlichen Koenzyms der Vitamin-K1-abhängigen Karboxylase. Außerdem wird auch die Reduktion des Vitamin-K1-2,3-Epoxids zu Vitamin K1 gehemmt.

Konakion ist daher ein Antagonist von oralen Antikoagulantien vom Cumarin-Typ wie z.B. Phenprocoumon und ähnlichen Antikoagulantien. Dagegen hebt es die Wirkung von Heparin nicht auf; als Heparin-Antagonist dient Protamin.

Vitamin K1 ist bei hereditärer oder bei durch schwere Leberinsuffizienz verursachter Hypoprothrombinämie wirkungslos.

In der Mischmizellenlösung ist Vitamin K1 mittels eines physiologischen kolloidalen Systems aus Lecithin und Gallensäuren, ähnlich dem im menschlichen Organismus, gelöst.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

In der Mischmizellenlösung wird Vitamin K mittels eines physiologischen kolloidalen Systems aus
Lecithin und Gallensäure solubisiert.

Resorption

Eine pharmakokinetische Studie zeigte, dass die Vitamin K Mischmizellenlösung, oral verabreicht, rasch und effektiv absorbiert wird. Oral eingenommenes Phytomenadion wird vorwiegend in den mittleren Dünndarmabschnitten resorbiert. Die systemische Verfügbarkeit liegt nach oraler Verabreichung bei ca. 50 %, mit großen individuellen Unterschieden. Der Wirkungseintritt erfolgt etwa 1 bis 3 Stunden nach intravenöser Verabreichung und 4 bis 6 Stunden nach oraler Gabe.

Verteilung

Der Primärverteilungsraum entspricht dem Plasmavolumen. Im Blutplasma ist Vitamin K1 zu 90 % an Lipoproteine gebunden (VLDL-Fraktion).

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Die normale Plasmakonzentration an Vitamin K1 beträgt zwischen 0,4 und 1,2 ng/ml. Die Plasmakonzentration nach intravenöser Verabreichung von 10 mg Vitamin K1 beträgt nach 1 Stunde etwa 500 ng/ml und nach 12 Stunden etwa 50 ng/ml. Radioaktiv markiertes Vitamin K1 wird vor allem in der Leber angereichert, in geringerem Maße auch in Nebennieren, Lunge, Knochenmark, Nieren und Lymphknoten.

Biotransformation

Vitamin K1 wird rasch in stärker polare Metaboliten umgewandelt, z.B. Vitamin-K1-2,3-Epoxid, welches teilweise wieder in Vitamin K1 zurückgeführt wird.

Elimination

Vitamin K1 wird nach metabolischem Abbau in Form der Glukuronid- und Sulfatkonjugate über Galle und Urin ausgeschieden. Die terminale Halbwertszeit beträgt bei Erwachsenen 14 ± 6 Stunden nach i.v. Gabe und 10 ± 6 Stunden nach oraler Gabe. Die Fraktion, die unverändert im Urin erscheint, beträgt weniger als 10 %.

Pharmakokinetik in besonderen klinischen Situationen Klinische Situationen, die mit einer Resorptionseinschränkung von Vitamin K1 einhergehen, sind z.B. Malabsorption, Short Bowel Syndrom, Verschluss der Gallenwege, Gallengangsatresie und Pankreasinsuffizienz. Die Dosierung für diese Patienten sollte daher im unteren Bereich der Dosierungsempfehlung liegen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Die präklinischen Daten aus den üblichen Studien zur akuten Toxizität, chronischen Toxizität und Genotoxizität deuten auf kein Gefährdungspotential für den Menschen hin.

Langzeitstudien zur Untersuchung eines kanzerogenen Potenzials wurden nicht durchgeführt.

Im Tierversuch wurde Vitamin K1 nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften geprüft.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Glykocholsäure, (3-sn-Phosphatidyl)cholin aus Sojabohnen (Lecithin), Natriumhydroxid, Salzsäure und Wasser für Injektionszwecke.

6.2 Inkompatibilitäten

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung soll nicht verdünnt oder mit anderen Medikamenten vermischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglas-Ampullen (Glastyp I) mit 1 ml einer klaren Mischmizellenlösung; 5 Stück pro Packung.

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6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Zum Zeitpunkt der Anwendung muss der Ampulleninhalt klar sein. Durch unsachgemäße Lagerung können Trübung oder Phasentrennung auftreten. In solchen Fällen darf die Ampullenlösung nicht mehr verwendet werden.

Der nicht gebrauchte Inhalt geöffneter Ampullen darf nicht weiterverwendet werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH
Ziegelhof 24
17489 Greifswald
Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER

1-18712

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 8. Juni 1989

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 19. September 2013

10. STAND DER INFORMATION

September 2023

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig