Gebrauchsinformation

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Wirkstoff: Flucloxacillin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen
angewendet wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Flucloxacillin Noridem und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Flucloxacillin Noridem beachten?
3. Wie ist Flucloxacillin Noridem anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Flucloxacillin Noridem aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Flucloxacillin Noridem und wofür wird es angewendet?

Flucloxacillin Noridem ist ein Antibiotikum, das zu einer Gruppe von Antibiotika gehört, die Beta-Lactamase-resistente Penicilline genannt werden. Der aktive Wirkstoff ist Flucloxacillin.

Flucloxacillin wirkt, indem es Bakterien, die Infektionen verursachen, abtötet. Es wirkt nur bei
bestimmten Bakterienstämmen.

Flucloxacillin Noridem wird in allen Altersgruppen zur Behandlung von Infektionen angewendet, wie z.B.:

  • Haut- und Weichgewebeinfektionen wie Abszesse, Zellulitis (Entzündung des Gewebes unter der Haut), infizierte Verbrennungen, pustulöse Dermatitis (Borkenflechte)
  • Infektionen der oberen Atemwege wie Rachenentzündung (Pharyngitis, Tonsillitis), Entzündung der Nebenhöhlen (Sinusitis)
  • Infektionen der unteren Atemwege wie Lungenentzündung (Pneumonie), Lungenabszess, Bronchopneumonie (Entzündung der unteren Atemwege und des Lungengewebes)
  • Knochen- und Gelenkentzündungen wie Infektionen des Knochens und des Knochenmarks (Osteomyelitis), Arthritis
  • Entzündung der Herzinnenhaut und der Herzklappen (Endokarditis)

Flucloxacillin Noridem wird auch angewendet, um Infektionen zu verhindern, die während Herz- oder Lungenoperationen (Herzklappen-, Arterien-Prothesen) und in der Knochen-, Gelenk- und Muskelchirurgie (orthopädische Chirurgie) aufgrund des ausgeprägten krankheitserregenden Potenzials von Staphylokokken während solcher Eingriffe auftreten können.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Flucloxacillin Noridem beachten?

Flucloxacillin Noridem darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat oder andere Beta-Lactam-Antibiotika (z. B. Penicilline, Cephalosporine) sind.
  • wenn in der Vergangenheit bei Ihnen nach Anwendung von Flucloxacillin eine Leberfunktionsstörung aufgetreten ist.
  • am Auge oder subkonjuktival (unter der Bindehaut).
  • im Wirbelkanal (Spinalkanal), der das Rückenmark enthält.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Flucloxacillin bei Ihnen angewendet wird, wenn • Sie Nierenprobleme haben.

  • Sie Leberprobleme haben.
  • Sie Paracetamol anwenden oder vorhaben, es anzuwenden.
  • bei Ihnen in der Vergangenheit Hautausschläge oder Schwellungen im Gesicht oder am Hals während der Anwendung von Antibiotika aufgetreten sind.
  • Sie eine natriumarme Diät einhalten müssen.
  • die Haut bei Ihrem neugeborenen Baby gelb erscheint (Gelbsucht).
  • Sie Bauchschmerzen und Durchfall haben, der möglicherweise Blut und Schleim enthält.
  • Sie 50 Jahre alt oder älter sind.
  • Sie an einer schweren Erkrankung leiden.

Es besteht ein Risiko einer Störung des Blut- und Flüssigkeitshaushaltes (metabolische Azidose mit
vergrößerter Anionenlücke), die bei einem Anstieg des Plasmasäuregehalts auftritt, wenn
Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird, insbesondere bei bestimmten Gruppen
von Patienten mit erhöhtem Risiko, z. B. Patienten mit starker Einschränkung der Nierenfunktion,
Sepsis oder Mangelernährung, vor allem, wenn Tageshöchstdosen von Paracetamol angewendet
werden. Eine metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke ist eine schwerwiegende
Erkrankung, die dringende Behandlung erfordert.

Die Anwendung von Flucloxacillin, besonders in hohen Dosierungen, kann zu einer Reduktion der
Kaliumspiegel im Blut führen (Hypokaliämie). Während der Behandlung mit höheren Dosierungen
von Flucloxacillin wird Ihr Arzt gegebenenfalls regelmäßig Ihren Kaliumspiegel messen.

Anwendung von Flucloxacillin Noridem zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere
Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige
Arzneimittel handelt.

Insbesondere:

  • Methotrexat (angewendet zur Behandlung von einigen Autoimmunerkrankungen) kann die Ausscheidung von Flucloxacillin reduzieren (erhöhtes Risiko von Toxizität).
  • Probenecid und Sulfinpyrazon (angewendet zur Behandlung von Gicht), Phenylbutazon, Oxyphenbutazon und Indometacin (antirheumatische Arzneimittel) und Acetylsalicylsäure (ein Schmerzmittel), da diese den Abbau von Flucloxacillin im Körper beeinträchtigen können.
  • Voriconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnseln (z. B. Warfarin), da in seltenen Fällen bei Patienten, die Warfarin und Flucloxacillin zusammen anwenden, eine veränderte (in der Regel verringerte) INR (International Normalised Ratio) beschrieben wurde.

Andere Antibiotika, wie Chloramphenicol, Erthromycin und Tetracycline (angewendet zur Behandlung einiger Infektionen) können die Wirkung von Flucloxacillin Noridem beeinflussen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat bevor dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Flucloxacillin darf bei Schwangeren nur angewendet werden, wenn der behandelnde Arzt dies als unverzichtbar ansieht. Flucloxacillin geht in die Muttermilch über. Bei gestillten Neugeborenen besteht die Gefahr von Überempfindlichkeitsreaktionen oder von akuten Veränderungen der Darmflora, die zu Durchfall oder Candidose führen können. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Flucloxacillin Noridem bei Ihnen angewendet wird.

Zur Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen liegen keine Daten vor.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Flucloxacillin Noridem enthält Natrium

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Dieses
Arzneimittel enthält 25,32 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro
Durchstechflasche. Dies entspricht 1,2 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen
täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Dieses
Arzneimittel enthält 50,64 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro
Durchstechflasche. Dies entspricht 2,5 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen
täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Dieses Arzneimittel enthält 101,23 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 5 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Flucloxacillin Noridem täglich über einen
längeren Zeitraum benötigen, insbesondere wenn Ihnen empfohlen wurde, eine salzarme Diät
einzuhalten.

Die maximale Tagesdosis dieses Arzneimittels enthält 607,68 mg Natrium (Hauptbestandteil von

Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 30,38 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen
täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

3. Wie ist Flucloxacillin Noridem anzuwenden?

Ihr Arzt bestimmt die Dosis und die Dauer der Anwendung. Dies wird vom Schweregrad und der Art Ihrer Infektion abhängen.

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal werden dieses Arzneimittel bei Ihnen als Injektion in
einen Muskel (intramuskulär) oder als Injektion in eine Vene (intravenös) anwenden. Flucloxacillin
Noridem darf nicht im Auge angewendet werden.

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung kann bei Ihnen auch als Injektion in ein Gelenk (intraartikulär) oder als Injektion in die Gewebeschicht, welche die Lunge umgibt (intrapleural) angewendet werden.

Injektion in einen Muskel (intramuskulär) oder Injektion in eine Vene (intravenös)

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:

1 000 mg bis 4 000 mg/Tag, verabreicht in drei bis vier Teildosen.

Für schwere Infektionen: Bis zu 8 000 mg täglich können in 4 Infusionen (über 20 bis 30 Minuten)
verabreicht werden.

Eine Einzeldosis darf, bei Injektion oder Infusion, 2 000 mg nicht überschreiten.

Maximale tägliche Dosis: 12 000 mg.

Bei Infektionen des Herzens (Endokarditis): 2 000 mg Flucloxacillin alle 6 Stunden, bei Patienten mit einem Körpergewicht > 85 kg erhöht auf 2 000 mg alle 4 Stunden.

Um Infektionen nach Operationen zu verhindern, beträgt die übliche Dosis 2 000 mg vor dem Eingriff, wenn Sie Ihr Anästhetikum (Narkosemittel) erhalten, gefolgt von 2 000 mg alle 6 Stunden über 24 Stunden bei gefäßchirurgischen oder orthopädischen Eingriffen und über 48 Stunden bei Herz- oder Koronar- Eingriffen.

Kinder unter 12 Jahren:

Bei milden oder mittelschweren Infektionen: 25 bis 50 mg pro kg Körpergewicht über 24 Stunden.

Dies wird in drei oder vier Teildosen verabreicht.

Für schwere Infektionen: Bis zu 100 mg pro kg Körpergewicht über 24 Stunden. Dies wird in drei oder vier Teildosen pro Tag verabreicht.

Für Infektionen des Herzens (Endokarditis): 200 mg/kg/24 Stunden Flucloxacillin, verabreicht in drei oder vier Teildosen.

Eine Einzeldosis darf, bei Injektion oder Infusion, 33 mg pro kg Körpergewicht nicht überschreiten.

Frühgeborene, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder Wegen der möglichen Auslösung eines Kernikterus (seltene Schädigung des Gehirns), darf Flucloxacillin bei Frühgeborenen und Neugeborenen nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden.

Frühgeborene und Neugeborene sowie Säuglinge werden im Allgemeinen mit 25 mg bis 50 mg/kg/24 Stunden, aufgeteilt in 3 bis 4 gleiche Teildosen, behandelt. Die tägliche Dosis kann auf maximal 100 mg/kg/24 Stunden erhöht werden.

Patienten mit schweren Nierenproblemen
Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihnen möglicherweise nur zwei- oder dreimal täglich eine
geringere Dosis verabreicht, je nach der Funktion Ihrer Nieren.

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung kann,
zusammen mit einer systemischen Behandlung, auch über Anwendungsarten verabreicht werden:

250 mg bis 500 mg als Injektion in die Gewebeschicht, welche die Lunge umgibt (intrapleural) und als Injektion in ein Gelenk (intraartikulär).

Wenn Sie eine größere Menge von Flucloxacillin Noridem erhalten haben, als Sie sollten

Es ist unwahrscheinlich, dass Sie eine zu große Menge erhalten haben, da Ihnen dieses Arzneimittel von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal angewendet wird. Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine zu große Menge von Flucloxacillin Noridem angewendet wurde, kontaktieren Sie bitte umgehend einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Anzeichen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein.

Wenn die Anwendung von Flucloxacillin Noridem vergessen wurde

Es ist unwahrscheinlich, dass eine Dosis vergessen wurde, da dieses Arzneimittel normalerweise von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bei Ihnen angewendet wird. Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine Anwendung vergessen wurde, sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder dem medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie eine der nachfolgend genannten schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, beenden Sie die Anwendung von Flucloxacillin Noridem und sprechen Sie umgehend mit einem Arzt:

  • Schwerer anhaltender Durchfall, der möglicherweise Blut oder Schleim enthält, begleitet von Bauchschmerzen und Fieber. Es könnte sich hierbei um eine sogenannte „pseudomembranöse Kolitis“ handeln.
  • Plötzlich auftretende pfeifende Atmung, Schwellung von Lippen, Zunge und Rachen oder Körper, Hautausschlag, Ohnmacht oder Schwierigkeiten beim Schlucken (schwere allergische Reaktion).
  • Hautrötung mit Blasenbildung oder Abschälen der Haut. Es kann auch zu starker Blasenbildung und Blutungen an Lippen, Augen, Mund, Nase oder Geschlechtsorganen kommen. Diese Symptome können auf ein sogenanntes „Stevens-Johnson-Syndrom“ oder eine sogenannte „toxische epidermale Nekrolyse“ hindeuten.

Diese Nebenwirkungen sind sehr selten, sie betreffen bis zu 1 von 10 000 Behandelte.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Geringfügige Magen-Darm-Beschwerden

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Hautausschlag, juckende Haut
  • Rote oder lilafarbene Flecken auf der Haut, verursacht durch Blutungen unterhalb der Haut

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):

  • Ungewöhnliche Abnahme einiger Arten von weißen Blutkörperchen in Ihrem Blut (Neutropenie) wodurch Sie möglicherweise anfälliger für Infektionen werden
  • Ungewöhnliche Blutungen oder Blutergüsse, die durch eine Abnahme der Zahl der Blutplättchen verursacht werden (Thrombozytopenie)
  • Unnormale Zunahme einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen in Ihrem Blut (Eosinophilie). Symptome sind unter anderem Gewichtsabnahme, nächtliche Schweißausbrüche und Fieber
  • Unnormaler Abbau der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie). Symptome sind u. a.

Müdigkeit, Blässe, Gelbfärbung der Haut, Schwäche, Schwindelgefühl, Kurzatmigkeit und
schneller Herzschlag

  • Krampfanfälle bei Patienten mit Nierenversagen, die sehr hohe Dosen Flucloxacillin erhalten
  • Hautausschlag, manchmal mit Blasenbildung in Form kleiner „Zielscheiben“ mit dunklem Fleck in der Mitte, umgeben von einem helleren Bereich und einem dunklen Ring am Rand (Erythema multiforme)
  • Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge)
  • Veränderte Werte bei Leberfunktionstests
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Nierenprobleme
  • Fieber
  • Anomalie des Blut- und Flüssigkeitshaushaltes (metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke), die auftritt, wenn es zu einem Anstieg des Plasmasäuregehalts kommt, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird, im Allgemeinen bei Vorhandensein von Risikofaktoren (siehe Abschnitt 2).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Schwere Hautreaktionen. Ein roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasenbildung (exanthematische Pustulose). Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.
  • Entzündung von Blutgefäßen (Phlebitis)
  • Herabgesetzte Kaliumwerte im Blut (Hypokaliämie), die Muskelschwäche, Muskelzucken oder einen anormalen Herzrhythmus verursachen können.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die
Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Flucloxacillin Noridem aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ und der Durchstechflasche nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Die Chargennummer bzw.

Chargenbezeichnung wird nach der Abkürzung „Ch.-B.“ bzw. „Lot.“ angeführt.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach Anbruch sofort verwenden.

Nach der Rekonstitution:

Intramuskuläre Anwendung Die chemische und physikalische Stabilität während der Anwendung wurde wie folgt nachgewiesen:

  • 4 Stunden bei 23 C bis 27 °C unter künstlichem Licht, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Lidocain-Lösung 1 % w/v erfolgte.
  • 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Lidocain-Lösung 1 % w/v erfolgte.

Intravenöse Anwendung Die chemische und physikalische Stabilität während der Anwendung wurde wie folgt nachgewiesen:

  • 4 Stunden bei 23 °C bis 27 °C unter künstlichem Licht, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %) erfolgte.
  • 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %) erfolgte.

Intravenöse Infusion Die chemische und physikalische Stabilität während der Anwendung wurde wie folgt nachgewiesen:

  • 2 Stunden bei 23 °C bis 27 °C unter künstlichem Licht, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %), Glucose-Lösung 5 % w/v oder Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v erfolgte.
  • 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %), Glucose-Lösung 5 % w/v oder Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v erfolgte.

Aus mikrobiologischer Sicht ist die Lösung sofort zu verwenden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Dauer der Aufbewahrung und die Lagerungsbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollen normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C betragen, es sei denn, die Rekonstitution/Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

Rekonstitution mit Hartmann-Lösung:

  • bei 23 °C bis 27 °C: sofort verwenden
  • bei 2 °C bis 8 °C: 2 Stunden vor Licht geschützt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Flucloxacillin Noridem enthält

Der Wirkstoff ist Flucloxacillin.

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 500 mg Flucloxacillin als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 1 000 mg Flucloxacillin als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 2 000 mg Flucloxacillin als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.

Es gibt keine weiteren Bestandteile.

Wie Flucloxacillin Noridem aussieht und Inhalt der Packung

Weißes oder fast weißes, kristallines Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

20 ml Durchstechflasche aus Typ III-Klarglas, verschlossen mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe mit einem Flip-Off-Deckel aus weißem Plastik.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

20 ml Durchstechflasche aus Typ III-Klarglas, verschlossen mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe mit einem Flip-Off-Deckel aus rotem Plastik.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

50 ml Durchstechflasche aus Typ III-Klarglas, verschlossen mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe mit einem Flip-Off-Deckel aus weißem Plastik.

Packungsgrößen: Umkartons mit 1 oder 10 Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Noridem Enterprises Ltd.

Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Office 115
1065 Nicosia
Zypern

Mitvertrieb:

DEMO Pharmaceuticals GmbH
Airport Business Center, Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Deutschland

Hersteller

DEMO S.A. Pharmaceutical Industry
21st km National Road Athens-Lamia
14568 Kryoneri, Attiki
Griechenland

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Z.Nr.:

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Z.Nr.:

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des MitgliedstaatesName des Arzneimittels
DeutschlandFlucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Flucloxacillin Noridem 1000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Flucloxacillin Noridem 2000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
ÖsterreichFlucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Flucloxacillin Noridem 1000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Flucloxacillin Noridem 2000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Niederlande Griechenland SKOVOLENFlucloxacilline Noridem 500 mg Poeder voor oplossing voor injectie/infusie Flucloxacilline Noridem 1000 mg Poeder voor oplossing voor injectie/infusie Flucloxacillin Noridem 2000 mg Poeder voor oplossing voor injectie/infusie SKOVOLEN SKOVOLEN
IrlandFlucloxacillin 500 mg powder for solution for injection/infusion Flucloxacillin 1000 mg powder for solution for injection/infusion Flucloxacillin 2000 mg powder for solution for injection/infusion
PortugalFlucloxacilina Noridem Flucloxacilina Noridem
BelgienFlucloxacilline Noridem 500 mg Poudre pour solution injectable/pour perfusion / Poeder voor oplossing voor injectie/infusie / Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Flucloxacilline Noridem 1000 mg Poudre pour solution injectable/pour perfusion / Poeder voor oplossing voor injectie/infusie / Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Flucloxacilline Noridem 2000 mg Poudre pour solution injectable/pour perfusion / Poeder voor oplossing voor injectie/infusie / Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2024.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Gastrointestinale Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten, welche zu
Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt führen können und symptomatisch zu behandeln
sind.

Bei neurologischen Störungen mit Krämpfen ist eine symptomatische Behandlung erforderlich
(Rehydratation und Diazepam).

Flucloxacillin wird durch Hämodialyse nicht aus dem Blutkreislauf entfernt.

Inkompatibilitäten

Flucloxacillin darf nicht mit Blutprodukten oder anderen proteinhaltigen Flüssigkeiten (z. B.

Proteinhydrolysaten) oder mit intravenösen Lipidemulsionen gemischt werden.

Wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit einem Aminoglykosid verordnet wird, dürfen die beiden
Antibiotika nicht in der gleichen Spritze, dem gleichen Infusionsbehälter oder Schlauchsystem
vermischt werden, da es sonst zu Ausfällungen kommen kann.

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, mit Ausnahme derjenigen, die im folgenden Abschnitt „Hinweise zur Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels“ aufgeführt sind.

Hinweise zur Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels

Flucloxacillin Noridem kann den folgenden Infusionslösungen zugegeben werden:

  • Wasser für Injektionszwecke
  • Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
  • Glucose-Lösung 50 mg/ml (5 %)
  • Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v
  • Hartmann-Lösung
Art der AnwendungLösungsmittelStabilität der Lösung bei Raumtemperatur
Zuzugebendes VolumenArt
Intramuskuläre Anwendung
Flucloxacillin Noridem 500 mg
2 mlWasser für Injektionszwecke
Lidocain-Lösung 1 % w/v
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg3 ml
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg4 ml
Intravenöse Anwendung als Injektion
Flucloxacillin Noridem 500 mg
10 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid- Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg20 ml
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg40 ml
Intravenöse Anwendung als Infusion
Flucloxacillin Noridem 500 mg
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg
Volumen, entsprechend einer Konzentration von 1 % w/vWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
Glucose-Lösung 50 mg/ml (5 %)
Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v
2 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Hartmann-LösungSofort verwenden (2 Stunden im Kühlschrank)
Intrapleurale Anwendung
Flucloxacillin Noridem 500 mg
5 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
10 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Intraartikuläre Anwendung
Flucloxacillin Noridem 500 mg
5 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)

Aussehen der Lösung
Klare, farblose oder blassgelbe, partikelfreie Lösung.

Es dürfen nur klare, praktisch partikelfreie Lösungen verwendet werden.

Nur zur einmaligen Anwendung.

Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Flucloxacillin kann auch Infusionsflüssigkeiten zugegeben oder in geeigneter Weise verdünnt in den Infusionsschlauch injiziert werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Fachinformation

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Jede Durchstechflasche enthält 500 mg Flucloxacillin als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Jede Durchstechflasche enthält 1 000 mg Flucloxacillin als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Jede Durchstechflasche enthält 2 000 mg Flucloxacillin als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Weißes oder fast weißes, kristallines Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Flucloxacillin Noridem ist in allen Altersgruppen zur Behandlung der folgenden Infektionen indiziert, die durch Betalactamase-produzierende Staphylokokken oder andere empfindliche Gram-positive Organismen, wie Streptokokken, verursacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1): - - - - - -Infektionen der Haut und des Weichgewebes, wie Abszesse, Zellulitis, infizierte Verbrennungen, Impetigo Infektionen der oberen Atemwege, wie Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis Infektionen der unteren Atemwege, wie Pneumonie, Bronchopneumonie, Lungenabszess Infektionen der Knochen und Gelenke, wie Osteomyelitis und Arthritis Endokarditis Prophylaxe in der kardiovaskulären Chirurgie (Klappenprothesen, Arterienprothese) und in der orthopädischen Chirurgie (Arthroplastik, Osteosynthese, Arthrotomie)
Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika sind zu berücksichtigen.
4.2Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung ist abhängig vom Alter, Gewicht und der Nierenfunktion des Patienten sowie von
Schweregrad und Art der Infektion.

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Tägliche Gesamtdosis von 1 000 mg bis 4 000 mg, verabreicht in drei bis vier Teildosen als
intravenöse oder intramuskuläre Injektion.

Bei schweren Infektionen: Bis zu 8 000 mg pro Tag, verabreicht in vier Infusionen (über 20 bis
30 min). Eine einzelne Bolusinjektion oder Infusion darf 2 000 mg nicht überschreiten.

Die maximale Tagesdosis von 12 000 mg darf nicht überschritten werden.

In der chirurgischen Prophylaxe: 2 000 mg i.v. (Bolus oder Infusion) nach Einleitung der Narkose; bei vaskulären oder orthopädischen Eingriffen alle 6 Stunden für 24 Stunden und bei herzchirurgischen oder koronarchirurgischen Eingriffen für 48 Stunden zu wiederholen.

Methicillin-empfindliche Staphylococcus aureus Endokarditis: 2 000 mg Flucloxacillin alle 6 Stunden, bei Patienten die > 85 kg wiegen auf 2 000 mg alle 4 Stunden erhöhen.

Kinder und Jugendliche

Kinder unter 12 Jahren Bei leichten bis mittelschweren Infektionen: 25 bis 50 mg/kg/24 Stunden, verabreicht in 3 bis 4 gleich großen Teildosen als i.m. oder i.v. Injektion.

Bei schweren Infektionen: bis zu 100 mg/kg/24 Stunden in 3 bis 4 Teildosen. Eine einzelne
Bolusinjektion oder Infusion darf 33 mg/kg nicht überschreiten.

Methicillin-empfindliche Staphylococcus aureus Endokarditis: 200 mg/kg/24 Stunden Flucloxacillin in 3 bis 4 Teildosen.

Frühgeborene, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder Wegen der möglichen Induktion eines Kernikterus darf Flucloxacillin bei Frühgeborenen und Neugeborenen nur nach strenger Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Frühgeborene und Neugeborene sowie Säuglinge werden im Allgemeinen mit 25 mg bis 50 mg/kg/24 Stunden, aufgeteilt in 3 bis 4 gleiche Teildosen, behandelt. Die tägliche Dosis kann auf maximal 100 mg/kg/24 Stunden erhöht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist die Ausscheidung von Flucloxacillin verlangsamt. Bei
schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist eine Dosisreduktion oder eine
Verlängerung des Dosisintervalls in Betracht zu ziehen. Die maximale empfohlene Dosis für
Erwachsene beträgt 1 000 mg alle 8 bis 12 Stunden (bei anurischen Patienten beträgt die maximale
Dosis 1 000 mg alle 12 Stunden).

Flucloxacillin Noridem wird durch Dialyse nicht signifikant entfernt. Daher müssen weder während noch am Ende der Dialysebehandlung zusätzliche Dosen verabreicht werden.

Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisreduktion erforderlich.

Intrapleural und intraartikulär
Die übliche Dosis beträgt 250 mg bis 500 mg einmal täglich.

Art der Anwendung

Eine parenterale Behandlung ist angezeigt, wenn die orale Therapie nicht durchführbar ist oder als
ungeeignet erachtet wird, wie z. B. bei schwerer Diarrhoe oder Erbrechen und insbesondere bei
dringender Behandlung schwerer Infektionen.

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Zur intramuskulären, intravenösen, intrapleuralen und intraartikulären Anwendung.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Zur intramuskulären und intravenösen Anwendung.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Zur
intramuskulären und intravenösen Anwendung.

Die intravenöse Injektion/Infusion ist langsam durchzuführen.

Hinweise zur Rekonstitution / Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

-----Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Patienten mit anamnestisch bekannter Überempfindlichkeit gegen Beta- Lactam-Antibiotika (z. B. Penicilline, Cephalosporine). Patienten mit einem früheren Flucloxacillin-assoziierten Ikterus / Leberfunktionsstörungen. Okulare oder subkonjunktivale Anwendung. Intrathekale Injektion.
4.4Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Vor Beginn der Behandlung mit Flucloxacillin muss eingehend nach früheren
Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Beta-Lactame befragt werden. Kreuzallergien zwischen
Penicillinen und Cephalosporinen sind hinreichend dokumentiert.

Schwerwiegende und gelegentlich letal verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie)
wurden bei Patienten berichtet, die Beta-Lactam-Antibiotika erhalten hatten. Obwohl Anaphylaxie
häufiger nach einer parenterale Therapie vorkommt, ist sie auch unter oraler Therapie aufgetreten.

Diese Reaktionen treten mit erhöhter Wahrscheinlichkeit bei Personen mit anamnestisch bekannter Beta-Lactam-Überempfindlichkeit auf. Wenn eine allergische Reaktion auftritt, ist Flucloxacillin abzusetzen und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Bei schweren anaphylaktoiden Reaktionen kann eine sofortige Notfallbehandlung mit Adrenalin notwendig sein. Auch Sauerstoff, i.v. Steroide und die Sicherung der Atemwege (unter Umständen Intubation) können erforderlich werden.

Das Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems bei Behandlungsbeginn, das mit Pustelbildung verbunden ist, kann ein Symptom einer akuten generalisierten exanthematischen Pustolose (AGEP) sein (siehe Abschnitt 4.8). Wird AGEP diagnostiziert, ist Flucloxacillin abzusetzen und jede weitere Anwendung von Flucloxacillin ist kontraindiziert.

Flucloxacillin ist mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Anzeichen einer Leberfunktionsstörung, bei Patienten > 50 Jahren und bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen. Bei diesen Patienten können die hepatischen Ereignisse schwerwiegend sein und in extrem seltenen Fällen wurden Todesfälle berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Flucloxacillin-Lösungen die mit Lokalanästhetika (Lidocain) rekonstituiert wurden, dürfen nicht
intravenös angewendet werden (siehe Abschnitt 6.6).

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis anzupassen (siehe Abschnitt 4.2).

Besondere Vorsicht ist bei Neugeborenen geboten, da die Gefahr einer Hyperbilirubinämie besteht.

Studien haben gezeigt, dass Flucloxacillin bei hoher Dosierung nach parenteraler Anwendung Bilirubin aus seiner Plasmaproteinbindung verdrängen und somit bei ikterischen Neugeborenen einen Kernikterus begünstigen kann. Außerdem ist bei Neugeborenen besonders darauf zu achten, dass es aufgrund der langsameren renalen Ausscheidung zu hohen Flucloxacillin-Serumspiegeln kommen kann.

Bei länger dauernder Behandlung (z. B. bei Osteomyelitis, Endokarditis) wird eine regelmäßige
Kontrolle des Blutbildes und der Leber- und Nierenfunktion empfohlen.

Bei der Anwendung von Antibiotika kann eine pseudomembranöse Kolitis auftreten. Beim Auftreten einer pseudomembranösen Kolitis ist die Behandlung mit Flucloxacillin abzubrechen und eine geeignete Behandlung, wie z. B. die orale Anwendung von Vancomycin, ist einzuleiten.

Bei längerer Anwendung kann es gelegentlich zu einer Überwucherung mit unempfindlichen
Organismen kommen.

Vorsicht ist geboten, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird, wegen eines erhöhten Risikos einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA).

Insbesondere Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion, Sepsis oder Mangelernährung haben ein hohes Risiko für HAGMA, vor allem, wenn Tageshöchstdosen von Paracetamol angewendet werden.

Nach gleichzeitiger Anwendung von Flucloxacillin und Paracetamol wird eine engmaschige
Überwachung empfohlen, um das Auftreten von Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, d.h.

HAGMA, festzustellen, einschließlich der Untersuchungen auf 5-Oxoprolin im Urin.

Wenn Flucloxacillin nach dem Absetzen von Paracetamol weiter eingenommen wird, ist es ratsam
sicherzustellen, dass keine Zeichen von HAGMA vorliegen, da die Möglichkeit besteht, dass
Flucloxacillin das klinische Bild von HAGMA aufrechterhält (siehe Abschnitt 4.5).

Besondere Vorsicht ist geboten im Hinblick auf arzneimittelinduzierte Leberschädigung bei Patienten mit HLA-B*5701-Haplotyp. Die Häufigkeit dieser Erkrankungen nimmt derzeit bei HIV-infizierten Patienten zu, die auch ein erhöhtes Risiko einer Flucloxacillin-Exposition aufweisen (siehe Abschnitt 5.1).

Bei der Anwendung von Flucloxacillin, besonders in hohen Dosierungen, kann eine (potenziell lebensbedrohliche) Hypokaliämie auftreten. Eine durch Flucloxacillin hervorgerufene Hypokaliämie kann gegen eine Kaliumsupplementierung resistent sein. Während der Behandlung mit höheren Dosierungen von Flucloxacillin werden regelmäßige Messungen des Kaliumspiegels empfohlen.

Dieses Risiko muss ebenfalls beachtet werden, wenn Flucloxacillin mit Hypokaliämie- induzierenden Diuretika kombiniert wird oder wenn weitere Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hypokaliämie (z. B. Mangelernährung, Funktionsstörung der Nierentubuli) vorhanden sind.

Natrium

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Dieses Arzneimittel enthält 25,32 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 1,2 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Dieses Arzneimittel enthält 50,64 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 2,5 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

Dieses Arzneimittel enthält 101,23 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 5 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

Flucloxacillin Noridem wird als stark natriumhaltig angesehen. Dies muss bei Patienten, die eine
kochsalzarme Diät einhalten, berücksichtigt werden.

Die maximale Tagesdosis dieses Arzneimittels enthält 30,38 % der von der WHO für einen

Erwachsenen empfohlenen Tageshöchstmenge.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Probenecid, Phenylbutazon, Oxyphenbutazon, Acetylsalicylsäure, Indometacin und Sulfinpyrazon
verringern die renal-tubuläre Sekretion von Flucloxacillin. Die gleichzeitige Anwendung von
Probenecid verzögert die renale Ausscheidung von Flucloxacillin.

Bakteriostatische Wirkstoffe (Chloramphenicol, Erthromycin und Tetrazykline) können die bakterizide Wirkung von Flucloxacillin beeinträchtigen.

Methotrexat; mit Flucloxacillin kann es zu einer verringerten Ausscheidung kommen (erhöhtes Risiko für Toxizität).

Vorsicht ist geboten, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird, da die gleichzeitige Anwendung mit einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).

Flucloxacillin kann das Ergebnis des Guthrie-Tests (falsch-positiv) beeinflussen. Blutproben sind
daher vor der Anwendung von Flucloxacillin zu entnehmen.

Penicilline können zu falsch-positiven Ergebnissen beim direkten Antiglobulin-Test (Coombs), falsch erhöhten Glucosewerten im Urin mit dem Kupfer-Sulfat-Test und zu falsch erhöhten Proteinwerten im Urin führen, enzymatische Glucose-Tests (z. B. Clinistix) und Bromophenol Blue-Tests (z. B.

Multistix oder Albustix) sind jedoch nicht betroffen.

Es wurde berichtet, dass Flucloxacillin (CYP450-Induktor) die Plasmakonzentrationen von Voriconazol signifikant senkt. Wenn die gleichzeitige Anwendung von Flucloxacillin und Voriconazol nicht vermieden werden kann, ist auf einen potenziellen Verlust der Voriconazol-Wirksamkeit zu achten (z. B. durch therapeutisches Drug Monitoring); eine Erhöhung der Voriconazol-Dosis kann erforderlich sein.

In seltenen Fällen wurde bei Patienten, die Warfarin einnehmen, nach Beginn der Behandlung mit Flucloxacillin eine veränderte (in der Regel verringerte) International Normalised Ratio (INR) beschrieben. Daher wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, die Prothrombinzeit oder INR zu Beginn, während und nach Beendigung der Flucloxacillin-Behandlung zu überwachen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Über die Anwendung von Flucloxacillin bei Schwangeren liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.

Tierexperimentelle Studien mit Flucloxacillin ergaben keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung.

Flucloxacillin Noridem darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn die potenziellen Vorteile die mit der Behandlung verbundenen Risiken überwiegen.

Stillzeit

Während der Stillzeit können nachweisbare Mengen von Penicillin in der Muttermilch nachgewiesen werden. Während der Stillzeit kann Flucloxacillin weiter angewendet werden. Mit Ausnahme des möglichen Risikos von Überempfindlichkeitsreaktionen bei gestillten Säuglingen oder akuten Veränderungen in der Darmflora, die zu Durchfall oder Candidose führen können, gibt es keine weiteren schädlichen Auswirkungen für das Baby.

Fertilität

Es gibt keine Daten zur Fertilität beim Menschen oder bei Tieren.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend. 4.8Nebenwirkungen
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: Häufig: Gelegentlich: Selten: Sehr selten: (< 1/10 000) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)(≥ 1/10) (≥ 1/100, < 1/10) (≥ 1/1 000, < 1/100) (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
Sofern nicht anders angegeben, stammen die Häufigkeitsangaben der Nebenwirkungen aus Berichten aus mehr als 30 Jahren seit der Markteinführung.
Systemorgan-klasse Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Erkrankungen des Immunsystems Stoffwechsel- und Ernährungsstö-rungen Erkrankungen des Nervensystems Erkrankungen des Gastrointe-stinaltrakts Leber- und Gallenerkra-nkungen Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellze Systemorgan-klasse llgewebes Skelettmusku-latur-, Bindegewebs- und Knochener-krankungen Erkrankungen der Nieren und Harnwege Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichung -sort 1 2 3 4 5 6 7 8 9Diese Nebenwirkungen sind nach Beendigung der Behandlung reversibel. Beim Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion ist die Behandlung abzubrechen. Die Inzidenz dieser Nebenwirkungen wurde aus klinischen Studien abgeleitet, die insgesamt etwa 929 mit Flucloxacillin behandelte erwachsene und pädiatrische Patienten umfassten. Beim Auftreten einer pseudomembranösen Kolitis ist die Behandlung mit Flucloxacillin abzubrechen und eine geeignete Behandlung (z. B. Vancomycin oral) ist einzuleiten. Hepatitis und cholestatischer Ikterus können verzögert bis zu 2 Monate nach Behandlungsende auftreten. In einigen Fällen war der Verlauf langwierig und zog sich über mehrere Monate hin. Hepatische Ereignisse können schwerwiegend sein, sehr selten wurde über Todesfälle berichtet. Die meisten dieser Todesfälle betrafen Patienten > 50 Jahren und Patienten mit schweren Grunderkrankungen. Es gibt Hinweise, dass das Risiko einer Flucloxacillin-induzierten Leberschädigung bei Menschen, die das HLA-B*5701-Allel tragen, erhöht ist. Trotz dieses starken Zusammenhangs entwickelt nur 1 von 500 bis 1 000 Trägern eine Leberschädigung. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, nach einem positiven Ergebnis beim HLA-B*5701-Allel-Test eine Leberschädigung zu entwickeln, sehr niedrig (0,12 %); ein Routine-Screening für dieses Allel wird deshalb nicht empfohlen. Nach Beendigung der Behandlung reversibel. Entwickelt sich manchmal mehr als 48 Stunden nach Beginn der Behandlung. Dies ist nach Beendigung der Behandlung reversibel. Erfahrung nach der Markteinführung: Sehr seltene Fälle einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke, bei gleichzeitiger Anwendung von Flucloxacillin und Paracetamol, besonders bei Vorliegen von Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).Sehr häufig Sehr häufigHäufig Gering-fügige gastroi-ntestina-le Störun-gen 3 HäufigGelegentlich Ausschlag, Urticaria, Purpura 3 GelegentlichHäufigkeit Selten Häufigkeit SeltenSehr selten Neutropenie (einschließlich Agranulozytose) 1, Thrombozytopenie 1, Eosinophilie, Hämolytische Anämie Anaphylaktischer Schock (bei oraler Anwendung nur im Ausnahmefall) (siehe Abschnitt 4.4), Angioödem 2 Metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke 9 Bei Patienten mit Nierenversagen können nach i.v. Injektion hoher Dosen neurologische Störungen mit Krämpfen auftreten. Pseudomembranöse Kolitis 4 Hepatitis, Cholestatischer Ikterus (siehe Abschnitt 4.4) 5, Veränderte Leberfunktionswerte bei Labortests 6 Erythema multiforme, Stevens-Johnson - Syndrom, toxisch epidermale Sehr selten Nekrolyse Arthralgie 7, Myalgie 7 Interstitielle Nephritis 8 Manchmal entwickelt sich Fieber mehr als 48 Stunden nach Beginn der BehandlungNicht bekannt Hypokaliä-mie akute generali-sierte exanthem-Nicht bekannt atische Pustulose (siehe Abschnitt 4.4) Phlebitis

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Gastrointestinale Wirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten, welche zu
Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt führen können und symptomatisch zu behandeln
sind.

Bei neurologischen Störungen mit Krämpfen ist eine symptomatische Behandlung erforderlich
(Rehydratation und Diazepam).

Flucloxacillin wird durch Hämodialyse nicht aus dem Blutkreislauf entfernt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung, Beta-Lactamase-resistente

Penicilline, ATC-Code: J01CF05

Flucloxacillin ist ein halbsynthetisches Penicillin (Beta-Lactam-Antibiotikum; Isoxazolylpenicillin) mit einem engen Wirkspektrum, das vorwiegend Gram-positive Organismen, einschließlich Beta-Lactamase produzierender Stämme, umfasst.

Wirkmechanismus

Flucloxacillin hemmt eines oder mehrere Enzyme (oft als Penicillin-bindende Proteine, PBP, bezeichnet) bei der Biosynthese des bakteriellen Peptidoglykans, das ein wesentlicher Strukturbestandteil der bakteriellen Zellwand ist. Die Hemmung der Peptidoglykansynthese führt zur Schwächung der Zellwand, worauf in der Regel Zelllyse und Zelltod folgen.

Pharmakokinetik/Pharmakodynamik-Verhältnis Die Zeit über der minimalen Hemmkonzentration (T > MHK), wird als entscheidender Faktor für die Wirksamkeit von Flucloxacillin angesehen.

Resistenzmechanismus Resistenz gegen Isoxazolylpenicilline (sog. Methicillinresistenz) wird dadurch verursacht, dass die Bakterien ein verändertes Penicillin-bindendes Protein bilden. Eine Kreuzresistenz kann innerhalb der Beta-Lactam-Gruppe mit anderen Penicillinen und Cephalosporinen auftreten. Methicillin- resistente Staphylokokken sind im Allgemeinen auch gegen andere Beta-Lactam-Antibiotika wenig empfindlich.

Antimikrobielle Wirkung Flucloxacillin ist gegen β-Lactamase-positive und -negative Stämme von Staphylococcus aureus sowie andere aerobe Gram-positive Kokken mit Ausnahme von Enterococcus faecalis wirksam. Gram-negative Stäbchen oder Anaerobier sind mäßig bis vollständig resistent. Enterobakterien sowie Methicillinresistente Staphylokokken sind vollständig resistent gegen Flucloxacillin.

Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung in der MHK (minimalen
Hemmkonzentration) wurden vom Europäischen Ausschuss für die Untersuchung auf
Antibiotikaempfindlichkeit (EUCAST) für Flucloxacillin festgelegt und sind hier aufgeführt:

https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx.

Risiko einer Leberschädigung Es gibt Hinweise darauf, dass das Risiko einer Flucloxacillin-induzierten Leberschädigung bei Patienten mit dem HLA-B*5701-Allel erhöht ist. Trotz dieser starken Assoziation wird nur 1 von 500 bis 1 000 Trägern eine Leberschädigung entwickeln. Folglich ist der positive Vorhersagewert der Untersuchung des HLA-B*5701-Allels auf eine Leberschädigung sehr gering (0,12 %), und ein Routinescreening auf dieses Allel wird nicht empfohlen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach intramuskulärer Anwendung von 500 mg Flucloxacillin werden maximale
Plasmakonzentrationen von 16µg/ml nach 30 Minuten erreicht.

Nach einer 20-minütigen Infusion von 2 g Flucloxacillin werden Plasmakonzentrationen von ca.

244 µg/ml ±34,7 µg/ml 15 Minuten nach Beginn der Infusion erreicht.

Maximale Plasmakonzentrationen sind abhängig von Infusionsdauer und -rate.

Verteilung

Proteinbindung: Die Serumproteinbindung liegt bei 95 %. Flucloxacillin diffundiert gut in die meisten Gewebe.

Passage der Blut-Hirn-Schranke: Bei Probanden ohne meningeale Entzündung diffundiert
Flucloxacillin nur zu einem geringen Anteil in den Liquor.

Übergang in die Muttermilch: Flucloxacillin wird in geringen Mengen in die Muttermilch
ausgeschieden.

Biotransformation

Bei gesunden Probanden werden ca. 10 % der Flucloxacillin-Dosis zu Penicilloinsäure metabolisiert. Die Eliminationshalbwertszeit liegt in der Größenordnung von 53 Minuten.

Elimination

Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend über die Nieren. 65 % einer oral angewendeten Dosis werden innerhalb von 8 Stunden in der unveränderten, aktiven Form im Urin ausgeschieden. Ein kleiner Teil der Dosis wird über die Galle ausgeschieden. Bei hochgradig niereninsuffizienten Patienten verläuft die Ausscheidung von Flucloxacillin verlangsamt.

Kinder und Jugendliche

Die Clearance von Flucloxacillin ist bei Neugeborenen wesentlich geringer als bei Erwachsenen. Bei Neugeborenen wurde eine mittlere Eliminationshalbwertszeit von etwa viereinhalb Stunden gemessen. Bei Anwendung von Flucloxacillin bei Neugeborenen ist daher besondere Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4). Bei jüngeren Säuglingen (< 6 Monate) werden mit der gleichen Dosis höhere Flucloxacillin-Plasmakonzentrationen erreicht als bei älteren Kindern.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion steigt die Eliminationshalbwertszeit von
Flucloxacillin bis auf Werte von 135 bis 173 Minuten. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion
(Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) ist eine Anpassung der Dosis erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Lebererkrankungen haben vermutlich keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Flucloxacillin, da das Antibiotikum vorwiegend auf renalem Weg ausgeschieden wird.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Über die bereits in den anderen Abschnitten der Fachinformation aufgeführten Angaben hinaus gibt es keine für den verordnenden Arzt relevanten präklinischen Daten.

6. 6.1PHARMAZEUTISCHE ANGABEN Liste der sonstigen Bestandteile
Keine.
6.2Inkompatibilitäten

Flucloxacillin darf nicht mit Blutprodukten oder anderen proteinhaltigen Flüssigkeiten (z. B.

Proteinhydrolysaten) oder mit intravenösen Lipidemulsionen gemischt werden.

Wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit einem Aminoglykosid verordnet wird, dürfen die beiden
Antibiotika nicht in der gleichen Spritze, dem gleichen Infusionsbehälter oder Schlauchsystem
vermischt werden, da es sonst zu Ausfällungen kommen kann.

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Nach Anbruch sofort verwenden.

Nach der Rekonstitution:

Intramuskuläre Anwendung Die chemische und physikalische Stabilität während der Anwendung wurde wie folgt nachgewiesen:

  • 4 Stunden bei 23 °C bis 27 °C unter künstlichem Licht, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Lidocain-Lösung 1 % w/v erfolgte.
  • 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Lidocain-Lösung 1 % w/v erfolgte.

Intravenöse Anwendung Die chemische und physikalische Stabilität während der Anwendung wurde wie folgt nachgewiesen:

  • 4 Stunden bei 23 °C bis 27 °C unter künstlichem Licht, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %) erfolgte.
  • 24 Stunden bei 2 bis 8 °C lichtgeschützt, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke und Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %) erfolgte.

Intravenöse Infusion Die chemische und physikalische Stabilität während der Anwendung wurde wie folgt nachgewiesen:

  • 2 Stunden bei 23 °C bis 27 °C unter künstlichem Licht, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %), Glucose-Lösung 5 % w/v oder Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v erfolgte.
  • 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt, wenn die Rekonstitution mit Wasser für Injektionszwecke, Natriumchlorid-Lösung 9 mg/ml (0,9 %), Glucose-Lösung 5 % w/v oder Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v erfolgte.

Aus mikrobiologischer Sicht ist die Lösung sofort zu verwenden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die Dauer der Aufbewahrung und die Lagerungsbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollen normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C betragen, es sei denn, die Rekonstitution/Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.

Rekonstitution mit Hartmann-Lösung:

--6.4bei 23 °C bis 27 °C: sofort verwenden. bei 2 °C bis 8 °C: 2 Stunden vor Licht geschützt. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution/Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5Art und Inhalt des Behältnisses

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

20 ml Durchstechflasche aus Typ III-Klarglas, verschlossen mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe mit Flip-Off-Deckel aus weißem Plastik.

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

20 ml Durchstechflasche aus Typ III-Klarglas, verschlossen mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe mit Flip-Off-Deckel aus rotem Plastik.

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung:

50 ml Durchstechflasche aus Typ III-Klarglas, verschlossen mit einem Chlorobutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe mit Flip-Off-Deckel aus weißem Plastik.

Packungsgrößen: Umkartons mit 1 oder 10 Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nur verwenden, wenn das Behältnis unbeschädigt ist. Nicht verwenden, wenn die Durchstechflasche beschädigt oder zerbrochen ist.
Flucloxacillin Noridem kann den folgenden Infusionslösungen zugegeben werden: • • • • •Wasser für Injektionszwecke Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %) Glucose-Lösung 50 mg/ml (5 %) Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v Hartmann-Lösung
Art der AnwendungLösungsmittelStabilität der Lösung bei Raumtemperatur
Zuzugebendes VolumenArt
Intramuskuläre Anwendung
Flucloxacillin Noridem 500 mg
2 mlWasser für Injektionszwecke
Lidocain-Lösung 1 % w/v
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg3 ml
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg4 ml
Intravenöse Anwendung als Injektion
Flucloxacillin Noridem 500 mg
10 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg20 ml
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg40 ml
Intravenöse Anwendung als Infusion
Flucloxacillin Noridem 500 mg
Flucloxacillin Noridem 1 000 mg
Flucloxacillin Noridem 2 000 mg
Volumen, entsprechend einer Konzentration von 1 % w/vWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
Glucose-Lösung 50 mg/ml (5 %)
Natriumchlorid-Injektionslösung 1,8 mg/ml (0,18 %) mit Glucose-Lösung 4 % w/v
2 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Hartmann-LösungSofort verwenden (2 Stunden im Kühlschrank)
Intrapleurale Anwendung
Flucloxacillin Noridem 500 mg
5 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
10 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)
Intraartikuläre Anwendung
Flucloxacillin Noridem 500 mg
5 mlWasser für Injektionszwecke
Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %)
4 Stunden bei künstlichem Licht (24 Stunden im Kühlschrank)

Die Anwendung erfolgt über eine langsame intravenöse Injektion.

Aussehen der Lösung
Klare, farblose oder blassgelbe, partikelfreie Lösung.

Es dürfen nur klare, praktisch partikelfreie Lösungen verwendet werden.

Nur zur einmaligen Anwendung.

Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.

Flucloxacillin Noridem kann auch Infusionsflüssigkeiten zugegeben oder in geeigneter Verdünnung in den Infusionsschlauch injiziert werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Noridem Enterprises Ltd.

Evagorou & Makariou, Mitsi Building 3, Office 115
1065 Nicosia
Zypern

Mitvertrieb
DEMO Pharmaceuticals GmbH
Airport Business Center, Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Deutschland

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Flucloxacillin Noridem 500 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Z.Nr.:

Flucloxacillin Noridem 1 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Z.Nr.:

Flucloxacillin Noridem 2 000 mg Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung
Z.Nr.:

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

10. STAND DER INFORMATION

09.2024

REZEPTPFLICHT / APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.