Gebrauchsinformation

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Petinimid 250 mg - Kapseln

Wirkstoff: Ethosuximid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Petinimid und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Petinimid beachten?
3. Wie ist Petinimid einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Petinimid aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Petinimid und wofür wird es angewendet?

Ethosuximid, der Wirkstoff in Petinimid 250 mg - Kapseln, wird zur Behandlung sogenannter "kleiner Anfälle" (Petit mal mit Absencen) angewendet.

Wenn Sie an gemischten Anfallsformen der Epilepsie leiden, kann Ihr Arzt Ihnen Petinimid gemeinsam mit anderen Arzneimitteln gegen Krampfanfälle verordnen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Petinimid beachten?

Petinimid darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Ethosuximid oder andere Substanzen derselben Wirkstoffklasse (Succinimide) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Petinimid einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Petinimid ist erforderlich,

  • wenn bei Ihnen eine Störung der Leber- oder Nierenfunktion festgestellt wurde oder Sie an Porphyrie (einer seltenen Stoffwechselerkrankung) leiden. Informieren Sie darüber Ihren Arzt.
  • wenn Sie eine seelische/psychiatrische Erkrankung haben oder hatten: In diesem Fall kann es unter der Behandlung mit Petinimid zu Nebenwirkungen wie Gereiztheit, Erregtheit, Angstzuständen, Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsschwäche oder anderen psychischen Veränderungen kommen.
  • wenn Sie während der Behandlung Anzeichen einer Infektion (z.B. Halsschmerzen, Fieber) bemerken: Suchen Sie unverzüglich den Arzt auf. Diese Beschwerden könnten auf eine schwere, unter Umständen sogar lebensbedrohliche Störung der Blutbildung hinweisen. Zur Abklärung muss umgehend ein Blutbild erstellt werden.
  • wenn schwere Veränderungen des Blutbilds auftreten (frühe Anzeichen siehe unter "Welche Nebenwirkungen sind möglich?"): Informieren Sie so rasch wie möglich einen Arzt. Er wird gegebenenfalls Ihre Behandlung auf ein Arzneimittel mit einem anderen Wirkstoff umstellen.
  • falls Sie während der Behandlung mit Petinimid eine Schwangerschaft planen, schwanger werden oder glauben, schwanger zu sein: Konsultieren Sie bitte möglichst rasch Ihren Arzt (siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“ weiter unten).

Schwerwiegende Hautreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und
Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden in
Verbindung mit der Behandlung mit dem Wirkstoff Ethosuximid berichtet. Nehmen Sie
Petinimid nicht mehr ein und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der in
Abschnitt 4. beschriebenen Anzeichen bei sich feststellen. Er wird gegebenenfalls Ihre
Behandlung auf ein Arzneimittel mit einem anderen Wirkstoff umstellen.

Wenn Petinimid bei Patienten mit gemischten Anfallsformen als alleinige Behandlung eingesetzt wird, kann sich unter Umständen die Häufigkeit von Grand-mal-Anfällen erhöhen. Die zusätzliche Einnahme eines weiteren Arzneimittels gegen Krampfanfälle kann notwendig sein. Halten Sie sich daher unbedingt an die Anweisungen Ihres Arztes.

Achten Sie besonders auf Anzeichen einer Knochenmarkdepression wie Fieber, Entzündungen des Rachens oder der Rachenmandeln, sowie Blutungsneigung und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken.

Ihr Blutbild ist regelmäßig zu kontrollieren (anfangs monatlich, nach einem Jahr
halbjährlich), um eine mögliche Knochenmarksschädigung zu erkennen. Auch Ihre
Leberenzyme und Nierenwerte sind regelmäßig zu kontrollieren. Außerdem wird Ihr Arzt
regelmäßige Untersuchungen Ihres Urins vorschreiben. Achten Sie darauf, dass Sie alle
klinischen und Laboruntersuchungen genau nach Anweisung durchführen lassen.

Eine Behandlung gegen Krampfanfälle wird im Allgemeinen über längere Zeit durchgeführt. Bei lang dauernder Anwendung kann es bei manchen Patienten zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit (z.B. schlechtere schulische Leistungen bei Kindern und Jugendlichen) kommen. Diese Wirkung ist für Petinimid nicht erwiesen, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Eine geringe Anzahl an Patienten, die mit bestimmten Arzneimitteln gegen Krampfanfälle behandelt wurden, hatten Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen. Dies wurde für Petinimid bisher nicht festgestellt, kann aber auch nicht ganz ausgeschlossen werden. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt derartige Gedanken haben, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.

Einnahme von Petinimid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/
anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder
beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Arzneimittel und andere Mittel können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen.

Dies gilt auch für andere Arzneimittel gegen Epilepsie, die gleichzeitig mit Petinimid angewendet werden. Die zusätzliche Einnahme eines weiteren Arzneimittels gegen Krampfanfälle kann z.B. bei Mischformen der Epilepsie notwendig sein. Ihr Arzt wird die Behandlung daher sorgfältig überwachen und bei bestimmten Kombinationsbehandlungen regelmäßige Laborkontrollen anordnen.

So kann es beispielsweise durch Valproinsäure bzw. Natriumvalproat entweder zu einer Verstärkung oder zu einer Verminderung der Wirkung von Petinimid kommen. Durch Carbamazepin kann die Petinimid-Wirkung vermindert werden. Petinimid kann die Wirkung von Phenytoin verstärken.

Während der Behandlung mit Petinimid dürfen keine Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen werden, da dies zu einer Verstärkung der dämpfenden Wirkung führen kann.

Ebenso darf während der Behandlung mit Petinimid kein Alkohol konsumiert werden.

Die Wirksamkeit empfängnisverhütender Hormonpräparate (Pille, Hormonpflaster u.ä.) kann unter Umständen durch Petinimid vermindert werden. Wenden Sie daher gegebenenfalls andere Verhütungsmethoden an.

Einnahme von Petinimid zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Petinimid soll zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Solange Sie mit Petinimid behandelt werden, dürfen Sie keine alkoholhaltigen Getränke zu sich nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Nehmen Sie Petinimid während der Schwangerschaft und Stillzeit nur ein, wenn es Ihnen Ihr Arzt ausdrücklich verordnet hat.

Schwangerschaft

Falls Sie Petinimid schon vor Eintritt der Schwangerschaft eingenommen haben, hören Sie nicht einfach mit der Behandlung auf, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da der plötzliche Abbruch der Behandlung für Sie und das Baby gefährlich sein kann. Der Arzt kann Petinimid nach sorgfältiger Abklärung des Risikos auch während der Schwangerschaft zur Behandlung der Epilepsie verordnen, da epileptische Anfälle ein großes Risiko für die Mutter und das Kind darstellen können. Andererseits ist bekannt, dass das Risiko für das Auftreten von Missbildungen beim Baby leicht erhöht ist, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Arzneimittel gegen Krampfanfälle eingenommen hat, vor allem dann, wenn mehrere solcher Arzneimittel gemeinsam angewendet wurden. Der Arzt wird daher besonders auf die richtige (möglichst niedrige) Dosierung achten und die jeweils nötigen Untersuchungen oder auch eine zusätzliche Einnahme von Folsäure oder Vitamin K zur Verringerung des Risikos verordnen.

Stillzeit

Petinimid gelangt durch die Muttermilch in den Körper des Babys. Ob Sie Petinimid während der Stillzeit einnehmen dürfen, entscheidet der behandelnde Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Lenken Sie daher zu Beginn der Behandlung keine Fahrzeuge, bedienen Sie keine Maschinen und üben Sie keine sonstigen gefährlichen Tätigkeiten aus. Danach wird Ihr Arzt je nach Ihrem Ansprechen auf die Behandlung entscheiden, ob Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen dürfen.

Dieses Arzneimittel enthält Parabene (Natriumethyl-4-hydroxybenzoat und

Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat)

Diese Konservierungsmittel können allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen,
hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel,

d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Petinimid einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene, ältere Patienten (> 65 Jahre) und Kinder über 6 Jahre

Die Behandlung wird mit einer niedrigen Dosis von 500 mg (2 Kapseln) pro Tag begonnen und die Dosis alle fünf bis sieben Tage, je nach Verträglichkeit, in Schritten zu maximal 250 mg (1 Kapsel) erhöht, bis mit einer Dosis von 1000 bis 1500 mg (4 bis 6 Kapseln) täglich eine Kontrolle der Anfälle erreicht wird. Gelegentlich kann eine Dosis von 2000 mg (8 Kapseln), verteilt auf mehrere Gaben, erforderlich sein.

Änderungen am Einnahmeschema werden ausschließlich von Ihrem behandelnden Arzt
vorgenommen.

Anwendung bei Kindern

Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren sowie Personen, die keine Kapseln schlucken können, sollen Ethosuximid als Sirup zum Einnehmen erhalten. Ältere Kinder und Erwachsene nehmen Ethosuximid normalerweise in Kapselform ein.

Bei Patienten mit schweren Störungen der Nierenfunktion wird der Arzt eine niedrigere Dosierung verordnen.

Hinweis:

Ethosuximid ist dialysierbar. Hämodialyse-Patienten benötigen deshalb nach jeder Dialyse-Sitzung eine zusätzliche Dosis oder ein geändertes Einnahmeschema. Während einer vierstündigen Dialyseperiode werden 39 bis 52% der eingenommenen Dosis entfernt.

Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen muss die Behandlung mit
besonderer Vorsicht erfolgen; eine niedrigere Dosierung kann erforderlich sein.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die von Ihrem Arzt verordnete Tagesdosis wird üblicherweise auf 2 Einzelgaben verteilt
eingenommen.

Nehmen Sie die Kapseln während einer Mahlzeit unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.

Dauer der Anwendung

Eine Behandlung der Epilepsie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie, meist über mehrere Jahre. Ihr Arzt wird über die für Sie passende Dosierung, eventuell nötige Dosisänderungen, über die Dauer der Behandlung sowie über Zeitpunkt und Art der Beendigung der Behandlung entscheiden.

Wie bei allen Arzneimitteln zur Epilepsiebehandlung ist es wichtig, dass Sie Petinimid regelmäßig einnehmen. Änderungen der Dosierung und die zusätzliche Einnahme weiterer Arzneimittel dürfen nicht abrupt, sondern immer nur schrittweise erfolgen. Ihr Arzt wird Sie diesbezüglich informieren.

Wenn Sie eine größere Menge von Petinimid eingenommen haben als Sie sollten

Bei einer Überdosierung von Petinimid treten in verstärktem Maße Müdigkeit, Teilnahms-losigkeit, Verstimmungs- und Erregungszustände, mitunter auch Reizbarkeit auf. Darüber hinaus kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Dämpfung des Zentralnervensystems (bis hin zu Koma und Abflachung der Atmung/Atemlähmung) kommen. Sofortige ärztliche Hilfe ist erforderlich.

Hinweise für den Arzt zur Behandlung einer Überdosierung befinden sich am Ende der
Packungsbeilage.

Wenn Sie die Einnahme von Petinimid vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen
haben. Setzen Sie die folgende Einnahme zur gewohnten Zeit fort.

Wenn Sie die Einnahme von Petinimid abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Petinimid keinesfalls aus eigenem Ermessen ab, da es dadurch zu weiteren Anfällen kommen kann. Dies gilt auch, wenn Sie bereits anfallsfrei sind.

Alle Änderungen der Dosierung, Zusatz oder Streichung eines weiteren Arzneimittels und insbesondere auch die Beendigung der Behandlung haben schrittweise über mehrere Wochen und stets unter ärztlicher Aufsicht zu erfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an
Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Nehmen Sie Petinimid nicht mehr ein und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bei sich feststellen:

  • Rötliche Flecken am Rumpf, die wie schießscheibenartige Hautflecken oder kreisförmig aussehen, oft mit Blasen in der Mitte, Hautabschälung, Geschwüre an Mund, Rachen, Nase, Genitalien und Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Beschwerden vorausgehen (Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)).
  • Großflächiger Hautausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrößerte Lymphknoten (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)). Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

In der folgenden Liste sind die für Ethosuximid berichteten Nebenwirkungen nach
Körpersystemen geordnet. Hinsichtlich der Häufigkeit ihres Auftretens liegen keine
vollständigen Angaben vor; diesbezügliche Aussagen sind daher nur in beschränktem
Umfang möglich.

Blut und Lymphsystem

Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bei sich
feststellen:

Veränderungen in Ihrem Blut (Blutergüsse oder höhere Blutungsneigung), Fieber, Halsschmerzen, Mundgeschwüre, Müdigkeit, wiederholte Infektionen oder Infektionen, die nicht abklingen. Ihr Arzt nimmt Ihnen möglicherweise regelmäßig Blut ab, um Sie auf solche Wirkungen zu untersuchen. Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Überempfindlichkeitsreaktionen

Allergische Reaktionen, Nesselausschlag und andere Hautreaktionen einschließlich
juckender, flüchtiger Hautrötungen und Schmetterlingsflechte wurden berichtet.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich wurde bei hoher Dosierung über verminderten Appetit und Gewichtsabnahme berichtet.

Psychiatrische/seelische Beschwerden

Gereiztheit, Erregtheit, Angst, Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsschwäche oder andere Wesensveränderungen (besonders bei ähnlichem Verhalten in der Vorgeschichte).

Einzelne Fälle von erhöhtem Sexualtrieb, Angstpsychosen und verstärkten Depressionen mit potentiellen Selbsttötungstendenzen wurden berichtet.

Nervensystem

Gelegentlich: Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Überaktivität, Euphorie,
Reizbarkeit, Bewegungs- oder Gangstörungen und Schläfrigkeit bzw. Schlafstörungen.

Über Parkinson-ähnliche Reaktionen und Lichtscheue wurde berichtet.

Augen

Kurzsichtigkeit

Magen-Darm-Trakt

Bei hohen Tagesdosen oder magenempfindlichen Patienten können gelegentlich Beschwerden wie Magen- oder Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schluckauf, Krämpfe und Durchfall auftreten. Berichte über Gaumen- und Zungenschwellung liegen vor. Solche Nebenwirkungen sind meistens vorübergehend, selten schwerwiegend und zwingen fast nie zum Absetzen der Behandlung.

Leber und Galle

Über veränderte Leberwerte wurde berichtet.

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Ethosuximid wurde über plötzliches Auftreten von Porphyrie (einer seltenen Stoffwechselerkrankung, die in schweren Fällen zu einer Leberschädigung führen kann) berichtet.

Haut

Einzelne Fälle von Sklerodermie (verhärteten Hautveränderungen) und Hirsutismus
(Zunahme der Gesichts- oder Körperbehaarung) wurden berichtet.

Nieren und Harnwege

Über veränderte Nierenwerte wurde berichtet.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane

Über vaginale Blutungen wurde berichtet.

Untersuchungen

Bei Laboruntersuchungen können Veränderungen der Blut-, Leber- und Nierenwerte
auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Petinimid aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Petinimid enthält

  • Der Wirkstoff ist: Ethosuximid. 1 Weichkapsel enthält 250 mg Ethosuximid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E 214), Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (E 217), Polyethylenglykol 400, Gelatine, Glycerin, Ethylvanillin, Titandioxid (E 171), Eisenoxid gelb (E 172).

Wie Petinimid aussieht und Inhalt der Packung

Elfenbeinfarbene Weichgelatinekapseln.

Packungsgröße: 100 Kapseln in PVC/PVDC-Aluminium-Blisterpackung

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 12.017

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2025.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt

Hinweise für den Arzt zur Behandlung einer Überdosierung:

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Induziertes Erbrechen (außer der Patient droht
betäubt, komatös oder konvulsiv zu werden) oder Magenspülung, Gabe von Aktivkohle,
Flüssigkeitsinfusion, einschließlich symptomatischer Behandlung sind angezeigt. Eine
intensivmedizinische Überwachung des Kreislaufs und der Atmung ist erforderlich.

Da Ethosuximid keine feste Bindung mit Plasmaproteinen eingeht, ist möglicherweise eine Hämodialyse oder eine Peritonealspülung angezeigt. Forcierte Diurese und Austausch-transfusionen sind wirkungslos.

Fachinformation

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Petinimid 250 mg - Kapseln

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Kapsel enthält 250 mg Ethosuximid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

1 Kapsel enthält 0,725 mg Natriumethyl-4-hydroxybenzoat und 0,360 mg Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Weichkapsel

Elfenbeinfarbene Weichgelatinekapsel, oblong.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

  • Petit-mal-Epilepsie mit Absencen
  • Bei Mischformen der Epilepsie dient Ethosuximid zur Beseitigung der Petit-mal-Komponente.

Ethosuximid kann mit anderen Antikonvulsiva gemeinsam verabreicht werden, um einen entsprechenden Therapieerfolg bei Mischformen der Epilepsie zu erzielen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Dosierung von Petinimid richtet sich nach dem Krankheitsbild, dem individuellen Ansprechen und der jeweiligen Verträglichkeit. Die Behandlung wird einschleichend begonnen, die Dosierungen werden langsam gesteigert.

Erwachsene, ältere Patienten (> 65 Jahre) und Kinder über 6 Jahren Die Behandlung wird einschleichend mit einer Dosis von 500 mg pro Tag begonnen. In Abständen von 5 bis 7 Tagen kann die Tagesdosis um 250 mg erhöht werden. Bei Dosen von 1000 bis 1500 mg täglich wird üblicherweise eine Kontrolle der Anfälle erreicht. Gelegentlich kann eine Dosis von 2000 mg pro Tag, auf mehrere Einzelgaben verteilt, notwendig sein.

Die therapeutischen Plasmaspiegel von Ethosuximid liegen normalerweise bei 40 bis 100 µg/ml (entsprechend 280 bis 700 µmol/l), die Dosierung soll sich jedoch nach dem klinischen Ansprechen richten.

Die Halbwertszeit von Ethosuximid im Plasma beträgt zwar mehr als 24 Stunden, jedoch ist die Tagesdosis, vor allem bei höheren Dosen, auf 2 oder 3 Einzelgaben verteilt einzunehmen.

Ältere Kinder und Erwachsene nehmen Ethosuximid normalerweise in Kapselform ein.

Kinder bis 6 Jahre sowie Patienten, die keine Kapseln schlucken können, sollen Ethosuximid als Sirup zum Einnehmen erhalten.

Die derzeit vorliegenden Daten aus klinischen Studien zur Anwendung von Ethosuximid bei Kindern und Jugendlichen sind in Abschnitt 5.1 beschrieben.

Ethosuximid kann mit anderen Antikonvulsiva gemeinsam verabreicht werden, sofern im Krankheitsbild kombinierte Epilepsieformen auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Schwere Niereninsuffizienz
Bei einer Kreatinin-Clearance von weniger als 10 ml/min ist eine Dosisreduktion angezeigt.

Ethosuximid ist dialysierbar. Hämodialyse-Patienten benötigen daher eine ergänzende Dosis oder ein geändertes Einnahmeschema. Während einer vierstündigen Dialyseperiode werden 39 bis 52% der verabreichten Dosis entfernt.

Schwere Leberfunktionsstörung Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen ist besondere Vorsicht bei der Anwendung geboten. Eine Dosisreduktion kann angezeigt sein.

Art und Dauer der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tagesdosis wird üblicherweise auf 2 Einzelgaben verteilt eingenommen.

Die Kapseln sollen unzerkaut mit Flüssigkeit während einer Mahlzeit eingenommen werden.

Die antiepileptische Therapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie. Über Einstellung, Behandlungsdauer und das Absetzen von Petinimid soll ein in der Epilepsie-Behandlung erfahrener Facharzt entscheiden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Succinimide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörung geboten.

Bei Patienten mit bestehender Porphyrie darf Ethosuximid nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden.

Vorsicht ist bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte) geboten. Die Anwendung von Ethosuximid kann Symptome wie Gereiztheit, Agitiertheit, Angst- oder Unruhezustände sowie Aggressivität und Konzentrationsschwäche oder andere Wesensveränderungen hervorrufen (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Mischformen der Epilepsie dient Ethosuximid zur Beseitigung der Petit-mal-Komponente. Ein zusätzlicher Grand-mal-Schutz mit anderen Antikonvulsiva kann erforderlich sein; Ethosuximid kann mit anderen Antikonvulsiva gemeinsam verabreicht werden, um einen entsprechenden Therapieerfolg bei Mischformen der Epilepsie zu erzielen.

Wenn Ethosuximid als Monotherapie bei Mischformen der Epilepsie eingesetzt wird, kann sich bei einigen Patienten die Häufigkeit von Grand-mal-Anfällen erhöhen.

Besondere Aufmerksamkeit ist den klinischen Symptomen einer Knochenmarkschädigung (Fieber, Angina, Blutungen) zu widmen (siehe Abschnitt 4.8). Es wird empfohlen, das Blutbild regelmäßig (anfangs monatlich, nach einem Jahr halbjährlich) zu kontrollieren, um mögliche Knochenmarksschäden zu erkennen. Bei einer Leukozytenzahl unter 3.500/mm³ oder einem Granulozytenanteil unter 25% ist die Dosis zu reduzieren oder die Therapie abzusetzen. Es wird empfohlen, die Leber- und Nierenwerte während der Behandlung mit Ethosuximid regelmäßige zu kontrollieren.

Schwere Hautreaktionen

Schwerwiegende dermatologische Reaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden bei der Behandlung mit Ethosuximid berichtet. SJS und DRESS können tödlich sein. Das höchste Risiko für diese Reaktionen scheint für die Patienten in der frühen Phase der Therapie zu bestehen, da die Reaktion in der Mehrzahl der Fälle innerhalb des ersten Behandlungsmonats einsetzt. Ethosuximid muss beim ersten Auftreten von Anzeichen schwerer Hautreaktionen, wie Hautausschlag, Schleimhautläsionen oder anderen Anzeichen einer Überempfindlichkeit, abgesetzt werden.

Die antikonvulsive Therapie ist in diesem Fall ohne Unterbrechung mit einem Antiepileptikum, das nicht zur Klasse der Succinimide gehört, fortzuführen.

Wie bei allen Antikonvulsiva sollen Dosisänderungen nicht abrupt, sondern ein- bzw. ausschleichend erfolgen, ebenso der Zusatz bzw. die Streichung einer weiteren Medikation. Das plötzliche Absetzen einer antikonvulsiven Therapie kann einen Absence-Status (Petit mal) auslösen.

Im Allgemeinen ist eine Dosisreduktion mit ggf. anschließendem Absetzen des Arzneimittels frühestens nach zwei- bis dreijähriger Anfallsfreiheit zu erwägen. Das Absetzen erfolgt durch schrittweise Dosisreduktion über 4 bis 8 Wochen. Kinder können der Dosis entwachsen (konstante Dosis bei zunehmendem Körpergewicht), wobei sich der EEG-Befund nicht verschlechtern sollte.

Die antiepileptische Therapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie. Bei Dauertherapie kann es zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit kommen, z.B. zu einem Abfall der schulischen Leistungen bei Kindern und Jugendlichen. Die diesbezügliche Datenlage für Ethosuximid ist widersprüchlich und lässt keine eindeutig negative Beeinflussung durch Ethosuximid erkennen.

Suizid/Suizidgedanken

Eine Meta-Analyse von randomisierten placebokontrollierten Studien mit 11 verschiedenen Antiepileptika zeigte ein gering erhöhtes Risiko von Suizidgedanken und -versuchen bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden. Die suizidalen Ereignisse waren gleichmäßig über alle im Rahmen der Studien untersuchten Präparate verteilt und traten zwischen der zweiten und der 24. Behandlungswoche auf. Ethosuximid war nicht Bestandteil dieser Meta-Analyse.

Der diesem Risiko zugrunde liegende Mechanismus ist nicht bekannt; die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos auch für Petinimid nicht aus. Patienten sollen daher auf Anzeichen von Suizidgedanken und -versuchen überwacht und eine entsprechende Therapie in Betracht gezogen werden.

Patienten (und deren Betreuer) sollen bei Auftreten derartiger Symptome unverzüglich einen Arzt konsultieren.

Dieses Arzneimittel enthält Parabene (Natriumethyl-4-hydroxybenzoat, Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat). Diese können allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Kombinierte Anwendung von Antiepileptika

Die kombinierte Anwendung von Antiepileptika bedarf besonderer Vorsicht. Bei Mischformen der Epilepsie dient Ethosuximid zur Beseitigung der Petit-mal-Komponente. Ethosuximid kann mit anderen Antikonvulsiva gemeinsam verabreicht werden, um einen entsprechenden Therapieerfolg bei Mischformen der Epilepsie zu erzielen.

Da Ethosuximid mit gleichzeitig verabreichten Antiepileptika interagieren kann, ist eine periodische Überwachung der Plasmakonzentrationen dieser Substanzen angezeigt.

Berichten zufolge kann Ethosuximid einen Anstieg der Phenytoin-Konzentration verursachen.

Die gleichzeitige Gabe von Carbamazepin erhöht die Plasmaclearance von Ethosuximid.

Bei der Mehrzahl der Patienten kann nach Beginn einer zusätzlichen Verabreichung von Valproat ein Anstieg oder eine Verminderung der Serumkonzentration von Ethosuximid beobachtet werden.

Über Wechselwirkungen von Ethosuximid mit Barbituraten (Primidon, Phenobarbital, Methyl-phenobarbital) wurde berichtet.

Sonstige Wechselwirkungen

Über das Auftreten psychotischer Symptome bzw. Anzeichen einer Ethosuximid-Überdosierung nach gleichzeitiger Verabreichung von Isoniazid wurde berichtet.

Die Einnahme von zentral dämpfenden Arzneimitteln ist während einer Behandlung mit Ethosuximid zu unterlassen, da es dadurch zu einer Verstärkung der sedierenden Wirkung kommen kann.

Der Konsum von Alkohol ist während einer Behandlung mit Ethosuximid zu unterlassen.

Wenngleich Ethosuximid die Aktivität hepatischer Enzyme nicht beeinflusst, ist bei Verwendung hormonaler Kontrazeptiva Vorsicht geboten. Berichten zufolge kann bei kombinierter Anwendung von Antiepileptika – darunter Ethosuximid – die Wirksamkeit hormonaler Kontrazeptiva herabgesetzt sein.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Frauen im gebärfähigen Alter sind vor der Behandlung mit Ethosuximid über die Notwendigkeit von Planung und Überwachung einer Schwangerschaft zu beraten. Die Patientinnen müssen aufgefordert werden, eine während der Behandlung mit Ethosuximid auftretende Schwangerschaft sofort mitzuteilen.

Ethosuximid passiert die Plazenta. Eine spezifische Embryopathie bei Kindern von Müttern unter Ethosuximid-Monotherapie ist nicht bekannt. Berichten zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen der Verabreichung von antikonvulsiven Wirkstoffen an Frauen mit Epilepsie und dem vermehrten Auftreten von angeborenen Missbildungen bei den Kindern dieser Frauen. Derartige Missbildungen wurden auch unter Anwendung von Ethosuximid berichtet. Kombinationstherapien erhöhen dieses Risiko, so dass in der Schwangerschaft zu einer Monotherapie geraten wird.

Während einer Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimenon, bedeutet jede Arznei-mitteleinnahme eine potentielle Gefahr. Der Verzicht auf eine notwendige antikonvulsive Therapie kann jedoch ein größeres Gesundheitsrisiko für Mutter und Fetus darstellen. In der Schwangerschaft ist der therapeutische Effekt sorgfältig gegen das Risiko abzuwägen. Die Dosierung ist besonders zwischen dem 20. und 40. Schwangerschaftstag so niedrig wie möglich zu halten. Eine regelmäßige Bestimmung der Ethosuximid-Serumkonzentration der Mutter kann angezeigt sein.

Die Behandlung mit Ethosuximid soll während der Schwangerschaft nicht ohne ärztliche Zustimmung unterbrochen werden, da ein plötzlicher Therapieabbruch bzw. eine unkontrollierte Verminderung der Dosis zu epileptischen Anfällen der Schwangeren führen kann, die ihr und/oder dem Ungeborenen Schaden zufügen können.

Die Patientinnen sollen über das erhöhte Risiko von Fehlbildungen informiert und auf die Möglichkeit des pränatalen Screenings hingewiesen werden.

Bei Planung einer Schwangerschaft sowie während der Schwangerschaft werden eine Kontrolle der Folsäurespiegel und gegebenenfalls eine Folsäuresubstitution empfohlen.

Um einem möglichen Mangel an Vitamin K1 bei Neugeborenen und dadurch ausgelösten Blutungen vorzubeugen, kann eine Supplementierung im letzten Schwangerschaftsmonat sinnvoll sein. Aufgrund der geringen Enzym-induzierenden Aktivität von Ethosuximid ist die Wahrscheinlichkeit dadurch hervorgerufener neonataler Hämorrhagien allerdings als gering anzusehen.

Stillzeit

Ethosuximid tritt in die Muttermilch über. Die Ethosuximid-Konzentration in der Milch beträgt etwa 90% der mütterlichen Plasmakonzentration. Neugeborene können Ethosuximid bereits normal eliminieren. Die endgültige Entscheidung, ob unter der Ethosuximid-Therapie abgestillt werden soll, liegt beim behandelnden Arzt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Petinimid hat mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von Petinimid soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollen das Lenken von Fahrzeugen, das Bedienen von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der Einstellungsphase unterbleiben. Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils Schwere unerwünschte Hautreaktionen (SCAR), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden in Verbindung mit der Behandlung mit Ethosuximid berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Auflistung der Nebenwirkungen Die Nebenwirkungen sind nach Körpersystemen geordnet. Hinsichtlich der Häufigkeit ihres Auftretens liegen keine vollständigen Angaben vor; diesbezügliche Aussagen sind daher nur in beschränktem Umfang möglich.

Für die Klassifizierung der Nebenwirkungen werden die folgenden Kategorien verwendet:

Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100, <1/10)
Gelegentlich (≥1/1 000, <1/100)
Selten (≥1/10 000, <1/1 000)
Sehr selten (<1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Nicht bekannt: Thrombozytopenie Eosinophilie, Leukopenie, Panzytopenie, Agranulozytose und aplastische Anämie mit oder ohne Knochenmarksdepression wurden als mögliche Nebenwirkungen beschrieben.

Diese Blutbildstörungen können mit folgenden Frühsymptomen verbunden sein: Temperatur-erhöhung, grippeähnliche Symptome sowie Veränderungen an Haut und Schleimhaut. Die Leukopenie kann transient verlaufen, obwohl auch trotz Absetzen der Medikation über vereinzelte Todesfälle nach Knochenmarkschädigung berichtet wurde (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Immunsystems Allergische Reaktionen, Nesselausschlag und andere Hautreaktionen einschließlich juckendem erythematösem Rash, Stevens-Johnson-Syndrom und systemischem Lupus erythematodes können auftreten.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Bei hohen Tagesdosen gelegentlich Appetitminderung, Gewichtsabnahme.

Psychiatrische Erkrankungen Gereiztheit, Agitiertheit, ferner Angst- oder Unruhezustände sowie Aggressivität und Konzentrationsschwäche oder andere Wesensveränderungen sind besonders bei Patienten berichtet worden, die psychiatrische Veränderungen bereits in der Vorgeschichte zeigten (siehe Abschnitt 4.4).

Es wurden einzelne Fälle von erhöhter Libido, paranoiden Psychosen und verstärkten Depressionen mit potentiellen Suizidtendenzen berichtet.

Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich: Neurosensorische Symptome wie Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindel-gefühl, Hyperaktivität, Euphorie, Reizbarkeit, Gangstörungen/Ataxien und Schläfrigkeit bzw. Schlafstörungen.

In Einzelfällen treten innerhalb der ersten 12 Behandlungsstunden Dyskinesien auf. Diese sind nach Absetzen von Ethosuximid bzw. durch Gabe von Diphenhydramin reversibel.

Über Parkinson-ähnliche Symptomatik und Photophobie ist ebenfalls berichtet worden.

Augenerkrankungen
Myopie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Bei hohen Tagesdosen oder magenempfindlichen Patienten können gelegentlich gastrointestinale Beschwerden wie Magenverstimmung, Übelkeit, Erbrechen, Singultus, Krämpfe, epigastrische und abdominelle Schmerzen und Durchfall auftreten. Berichte über Gaumenhypertrophie und Zungenschwellung liegen vor. Diese Nebenwirkungen sind meistens vorübergehend, selten schwerwiegend und zwingen fast nie zum Absetzen der Therapie.

Leber- und Gallenerkrankungen Über eine direkte Lebertoxizität von Ethosuximid liegen keine Berichte vor, jedoch wurde über veränderte Leberfunktionswerte berichtet.

Über akutes Auftreten von Porphyrie in Zusammenhang mit der Anwendung von Ethosuximid wurde berichtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Fälle von Sklerodermie und Hirsutismus sind beschrieben worden.

Nicht bekannt: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Über eine direkte Nierentoxizität von Ethosuximid liegen keine Berichte vor, jedoch wurde über veränderte Nierenfunktionswerte berichtet.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Vaginale Blutungen wurden berichtet.

Untersuchungen
Albuminurie sowie erhöhte SGOT- und Urobilinogen-Werte wurden berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Bei jeder Beurteilung einer Intoxikation ist an das Vorliegen einer Mehrfachintoxikation durch Einnahme mehrerer Arzneimittel (z.B. in suizidaler Absicht) zu denken.

Die Symptome einer Überdosierung treten verstärkt unter dem Einfluss von Alkohol und anderen zentral dämpfenden Substanzen auf.

Symptome

Bei Überdosierungen treten in verstärktem Maße Müdigkeit, Lethargie, Verstimmungs- und Erregungszustände, mitunter auch Reizbarkeit auf. Darüber hinaus kann es zu Übelkeit, Erbrechen und ZNS-Depression einschließlich Koma und Atemdepression kommen.

Ein Zusammenhang zwischen Ethosuximid-Toxizität und Ethosuximid-Plasmakonzentrationen ist nicht bewiesen. Die therapeutische Breite beträgt 40 bis 100 µg/ml, obwohl auch Konzentrationen von bis zu 150 µg/ml ohne Anzeichen von Toxizität berichtet wurden. Im Allgemeinen ist erst bei Plasmakonzentrationen von mehr als 150 µg/ml mit dem Auftreten von Überdosierungserscheinungen zu rechnen.

Bei Vergiftungsfällen ist darauf zu achten, dass Ethosuximid eine sehr lange Halbwertszeit hat (Erwachsene bis zu 60 Stunden, Kinder 30 Stunden).

Therapie

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Induziertes Erbrechen (außer der Patient droht betäubt, komatös oder konvulsiv zu werden) oder Magenspülung, Gabe von Aktivkohle, Flüssigkeitsinfusion, einschließlich symptomatischer Behandlung sind angezeigt. Eine intensivmedizinische Überwachung des Kreislaufs und der Atmung ist erforderlich.

Da Ethosuximid keine feste Bindung mit Plasmaproteinen eingeht, ist möglicherweise eine Hämodialyse oder eine Peritonealspülung angezeigt. Forcierte Diurese und Austausch-transfusionen sind wirkungslos.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptika, Succinimid-Derivate

ATC-Code: N03AD01

Wirkmechanismus

Die antikonvulsive Wirkung von Ethosuximid wird vermutlich durch eine Kombination direkter und indirekter Effekte (Ca2+-, Na+- und K+-Kanal-Aktivität in thalamischen und kortikalen Regionen, Beeinflussung der GABA- und Glutamat-Konzentrationen) auf verschiedenen Gehirnebenen vermittelt.

Ethosuximid unterdrückt im EEG die paroxysmale 3Hz-Spike-wave-Aktivität, die mit Bewusstseinsausfall einhergeht und typisch für Petit-mal-Anfälle ist.

Ethosuximid wirkt offenbar durch selektive Beeinflussung der motorischen Kortexregionen, indem es die Reaktionsschwelle im ZNS gegenüber konvulsiven Reizen erhöht. Es setzt die Anfallsbereitschaft herab und reduziert die Zahl der Anfälle.

Kinder und Jugendliche

In einer doppelblinden, randomisierten, 20-wöchigen Studie mit 453 Kindern im Alter von 2,5 bis 13 Jahren mit frisch diagnostizierter Absence-Epilepsie im Kindesalter wurden die Wirksamkeit, Verträglichkeit und neuropsychologischen Wirkungen von Ethosuximid, Valproinsäure und Lamotrigin als Monotherapie bei Absence-Epilepsie im Kindesalter beurteilt. Dabei zeigte sich unter Behandlung mit entweder Ethosuximid oder Valproinsäure ein höherer Anteil von Kindern ohne Therapieversagen (53% bzw. 58%) als unter Behandlung mit Lamotrigin (29%; Odds Ratio für Ethosuximid vs. Lamotrigin, 2,66; 95%-Konfidenzintervall [KI], 1,65 bis 4,28; Odds Ratio für Valproinsäure vs. Lamotrigin, 3,34; 95%-KI, 2,06 bis 5,42; P < 0,001 für beide Vergleiche). Sowohl in den präspezifizierten als auch in den Post-hoc-Analysen führte Ethosuximid zu weniger Wirkungen auf die Aufmerksamkeit als Valproinsäure (in Woche 16 und Woche 20 war der Prozentanteil von Probanden mit einem Confidence Index Score von ≥ 0,60 im Conners' Continuous Performance Test in der Valproinsäure-Gruppe höher als in der Ethosuximid-Gruppe [49% vs. 33%; Odds Ratio, 1,95; 95%-KI, 1,12 bis 3,41; P = 0,03] und der Lamotrigin-Gruppe [49% vs. 24%; Odds Ratio, 3,04; 95%-KI, 1,69 bis 5,49; P < 0,001]).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Ethosuximid wird rasch und vollständig resorbiert. Die Bioverfügbarkeit von Ethosuximid beträgt 95 bis 100%.

Verteilung

Maximale Plasmakonzentrationen werden 1 bis 4 Stunden nach der Einnahme von 1 g Ethosuximid erreicht (18 bis 24 µg/ml). Bei Kindern (7 bis 8,5 Jahre bzw. 12,9 bis 24,4 kg Körpergewicht) wurden nach einmaliger Gabe von 500 mg Ethosuximid maximale Plasmakonzentrationen von 28,0 bis 50,9 µg/ml nach 3 bis 7 Stunden erreicht.

Bei Dauermedikation mit 20 mg pro kg Körpergewicht wird bei Kindern eine Plasma-konzentration von etwa 50 µg/ml erzielt. Bei Erwachsenen wird diese Konzentration bei Gabe von 15 mg pro kg Körpergewicht erreicht.

Das Verteilungsvolumen von Ethosuximid wird – altersunabhängig – mit 0,7 l/kg angegeben. Die Plasmaproteinbindung liegt unter 10%, die Konzentrationen in Liquor und Speichel entsprechen den Serumkonzentrationen.

Ethosuximid passiert die Plazenta und tritt in die Muttermilch über; die fetalen Konzentrationen von Ethosuximid bzw. die Konzentrationen bei Neugeborenen sind ähnlich den maternalen Konzentrationen, das Verhältnis Milch:maternales Serum wird mit etwa 0,9 angegeben.

Therapeutische Plasmakonzentrationen liegen zwischen 40 und 100 µg/ml, vereinzelt sind Konzentrationen bis zu 150 µg/ml notwendig, um eine entsprechende therapeutische Wirksamkeit zu erzielen. Plasmakonzentrationen von mehr als 150 µg/ml können zu toxischen Wirkungen führen.

Biotransformation

Ethosuximid wird in hohem Maße – im Wesentlichen durch die Cytochrom P450-Isoenzyme CYP3A bzw. in geringerem Ausmaß durch CYP2E und CYP2C/B – in der Leber oxidativ metabolisiert. Es werden mehrere, pharmakologisch wahrscheinlich inaktive Metaboliten gebildet, die zum Teil konjugiert als Glukuronide renal ausgeschieden werden. Vornehmlich werden die beiden Diastereomere des 2-(Hydroxyethyl)-2-methylsuccinimids und des 2-Ethyl-2-methyl-3-hydroxysuccinimids gebildet.

Elimination

Die Plasmahalbwertszeit von Ethosuximid beträgt bei Erwachsenen 40 bis 60 Stunden, bei Kindern etwa 30 Stunden. Etwa 20% der ursprünglichen Dosis werden unverändert, die Metaboliten in Form von Glukuroniden bzw. ungebunden renal ausgeschieden.

Linearität, Steady State, Kinder
Ethosuximid zeigt eine lineare Kinetik.

8 bis 10 Tage nach Beginn der Therapie ist mit Erreichen des Steady State zu rechnen. Bei gleicher Dosis oraler Darreichungsformen zeigen sich große interindividuelle Variationen der Plasmakonzentrationen. Bei Anstieg der Plasmakonzentration besteht eine Dosis-lineare Abhängigkeit; eine tägliche orale Dosis von 1 mg pro kg Körpergewicht lässt einen Anstieg der Plasmakonzentration von 2 bis 3 µg/ml, im Kindesalter von 1 bis 2 µg/ml erwarten. Jüngere Kinder benötigen daher höhere Dosen als ältere Kinder.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Präklinische Effekte zur akuten und chronischen Toxizität wurden nur nach Expositionen beobachtet, die ausreichend über der maximalen humantherapeutischen Exposition lagen. Die Relevanz für den Menschen wird als gering bewertet.

Zu Mutagenität und Kanzerogenität von Ethosuximid liegen keine publizierten Daten vor. Ethosuximid wurde in vitro (Ames-Test, Chromosomenaberrationstest) sowohl mit als auch ohne metabolische Aktivierung auf Mutagenität untersucht. In keinem der Untersuchungssysteme fanden sich Hinweise auf ein mutagenes Potential. Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential liegen nicht vor. Aus der klinischen Erfahrung ergeben sich keine Hinweise auf mutagene oder kanzerogene Effekte. Studien zur Teratogenität an Ratten und Mäusen zeigten ein erhöhtes Auftreten von Miss-bildungen und Verhaltensveränderungen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumethyl-4-hydroxybenzoat (E 214)
Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (E 217)
Polyethylenglykol 400
Gelatine
Glycerin
Ethylvanillin
Titandioxid (E 171)
Eisenoxid gelb (E 172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC-Aluminium-Blisterpackung mit 100 Kapseln.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

8. ZULASSUNGSNUMMER

12.017

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. August 1962

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 27. Juni 2012

10. STAND DER INFORMATION

Februar 2025

REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT

Rezept- und apothekenpflichtig.