ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

IMVANEX Injektionssuspension
Pocken- und Affenpockenimpfstoff (Modifiziertes Vacciniavirus Ankara, lebend)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Dosis (0,5 ml) enthält:

Modifiziertes Vacciniavirus Ankara – Bavarian-Nordic-Lebendvirus1, mindestens 5 × 107 I. E.*

*Infektiöse Einheiten
1Produziert in Hühnerembryozellen

Dieser Impfstoff enthält Restspuren von Hühnerprotein, Benzonase, Gentamicin und Ciprofloxacin (siehe Abschnitt 4.3).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension.

Hellgelbe bis blass-weiße, klare bis milchige Suspension.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Aktive Immunisierung gegen eine durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufene Erkrankung bei Personen ab 2 Jahren (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Dieser Impfstoff ist in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Grundimpfung (bei Personen ohne vorherige Impfung gegen Pocken-, Affenpocken- oder
Vacciniaviren)
Zum gewählten Zeitpunkt soll eine erste Dosis von 0,5 ml verabreicht werden.

Frühestens 28 Tage nach der ersten Dosis soll eine zweite Dosis von 0,5 ml verabreicht werden, siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.

Auffrischungsimpfung (bei Personen, die zuvor bereits gegen Pocken-, Affenpocken- oder
Vacciniaviren geimpft wurden)
Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine
hinreichenden Daten vor. Falls eine Auffrischungsdosis für notwendig gehalten wird, soll eine
Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht werden, siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.

Besondere Patientengruppen

Immungeschwächte Patienten (z. B. Patienten mit HIV-Infektion, Patienten unter Immunsuppressiva), die zuvor bereits gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren geimpft wurden, erhalten zwei Auffrischungsdosen. Die zweite Auffrischungsimpfung darf nicht früher als 28 Tage nach der ersten Auffrischungsdosis erfolgen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von IMVANEX bei Kindern unter 2 Jahren ist nicht erwiesen.

Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Die Immunisierung erfolgt durch subkutane Injektion, vorzugsweise in den Oberarm.

Hinweise zur Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder gegen Restspuren (Hühnerprotein, Benzonase und Gentamicin und Ciprofloxacin).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Wie bei allen Impfstoffen zur Injektion müssen für den seltenen Fall von anaphylaktischen Reaktionen auf die Impfstoffgabe jederzeit die Voraussetzungen für eine geeignete medizinischen Behandlung und Überwachung gegeben sein.

Gleichzeitige Erkrankung

Die Immunisierung soll bei Personen mit einer akuten schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion verschoben werden. Bei Vorliegen einer leichten Infektion und/oder von leichtem Fieber muss die Impfung nicht verschoben werden.

Allgemeine Empfehlungen

IMVANEX darf nicht intravasal injiziert werden.

Einschränkungen der Wirksamkeit des Impfstoffs

Die Schutzwirkung von IMVANEX gegen eine durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufene Erkrankung wurde beim Menschen nicht untersucht, siehe Abschnitt 5.1.

Es ist möglich, dass nicht bei allen Impflingen eine vollständige protektive Immunantwort
hervorgerufen wird.

Zur Bestimmung des geeigneten Zeitpunkts für die Gabe von Auffrischungsdosen liegen keine
hinreichenden Daten vor.

Eine vorherige Impfung mit IMVANEX kann die Hautreaktion auf nachfolgend verabreichte
replikationskompetente Pockenimpfstoffe verändern und dazu führen, dass die Hautreaktion
abgeschwächt wird oder ganz ausbleibt, siehe Abschnitt 5.1.

Menschen mit atopischer Dermatitis

Bei Menschen mit atopischer Dermatitis bildeten sich nach der Impfung in verstärktem Maß örtliche und systemische Reaktionen aus (siehe Abschnitt 4.8).

Immunsupprimierte Personen

Bei HIV-infizierten Personen mit CD4-Zahlen ≥ 100 Zellen/µl und ≤ 750 Zellen/µl wurden Daten erhoben. Diese belegen bei HIV-infizierten Personen eine geringere Immunantwort gegenüber Gesunden (siehe Abschnitt 5.1). Zur Immunantwort auf IMVANEX bei anderen immungeschwächten Personen liegen keine Daten vor.

Die Anwendung zweier Dosen von IMVANEX im Abstand von 7 Tagen führte zu geringeren Immunantworten und einer etwas stärker ausgeprägten örtlichen Reaktogenität als zwei im Abstand von 28 Tagen verabreichte Dosen. Daher sind Dosierungsintervalle von weniger als 28 Tagen zu vermeiden.

Impfangstbedingte Reaktionen

Impfangstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingter Reaktionen, können in Verbindung mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion auftreten. Es ist wichtig, dass Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um Verletzungen durch Ohnmacht zu vermeiden.

Natriumgehalt
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln durchgeführt. Eine simultane Anwendung von IMVANEX mit anderen Impfstoffen soll daher unterbleiben.

Eine gleichzeitige Anwendung des Impfstoffs mit Immunglobulinen einschließlich Vaccinia-Immunglobulin (VIG) wurde nicht untersucht und soll vermieden werden.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von IMVANEX bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX während der Schwangerschaft vermieden werden. Die Verabreichung von IMVANEX während der Schwangerschaft soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der potentielle Nutzen jedwedes potentielle Risiko für Mutter und Fötus überwiegt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob IMVANEX in die Muttermilch übergeht. Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von IMVANEX während der Stillzeit vermieden werden. Die Verabreichung von IMVANEX während der Stillzeit soll nur in Betracht gezogen werden, wenn der potentielle Nutzen jedwedes potentielle Risiko für Mutter und Kind überwiegt.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der weiblichen oder männlichen Fruchtbarkeit.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von IMVANEX auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Nebenwirkungen könnten allerdings die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen (z. B. Schwindel).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die Sicherheit von IMVANEX wurde in 22 klinischen Studien beurteilt (21 beendete und 1 laufende klinische Studie [POX-MVA-045]), in denen mehr als 6 000 Vaccinia-naive Personen zwei Dosen von mindestens 5 x 107 I. E. im Abstand von vier Wochen erhalten haben, während 534 Vaccinia- und IMVANEX-erfahrenen Personen eine einzelne Auffrischungsdosis verabreicht wurde.

Die in klinischen Studien am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bestanden in Reaktionen an der Injektionsstelle und den für Impfstoffe typischen systemischen Reaktionen, die leicht bis mittelstark ausgeprägt waren und ohne Behandlung innerhalb von sieben Tagen nach der Impfung wieder abklangen.

Die nach den jeweiligen Impfdosen (1. Dosis, 2. Dosis oder Auffrischungsdosis) berichteten
Nebenwirkungsraten waren vergleichbar.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien sind entsprechend der folgenden
Häufigkeitsdefinition aufgeführt:

Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)
Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Tabelle 1: In klinischen Studien (N = 7 992 Personen) und aus der Zeit nach der Zulassung mit IMVANEX gemeldete Nebenwirkungen

MedDRA-Systemorgan-klasseSehr häufig (≥ 1/10)Häufig (≥ 1/100, < 1/10)Gelegentlich (≥ 1/1 000,< 1/100)(≥ 1/10 000,Selten < 1/1 000)Nicht bekannt
Infektionen und parasitäre Erkrankungen--Nasopharyngitis Infektion der oberen AtemwegeSinusitis Influenza Konjunktivitis Pharyngitis-
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems--Lymphadeno-pathie--
Stoffwechsel- und Ernährungsstö-rungen-Appetit-störungen-Appetit vermindert-
Psychiatrische Erkrankungen--Schlafstörungen--
Erkrankungen des Nervensystems Erkrankungen des Ohrs und des LabyrinthsKopf-schmerzen---Schwindelgefühl Parästhesie-Migräne Periphere sensorische Neuropathie Somnolenz Präsynkope VertigoAkute periphere Fazialislähmung (Bell-Parese)-
Herzerkrankun-gen---Tachykardie-
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums--Pharyngolaryn-geale Schmerzen Rhinitis HustenSchmerzen im Oropharynx-
Erkrankungen des Gastrointestinal -trakts MedDRA-Systemorgan-klasseÜbelkeit Sehr häufig (≥ 1/10)Häufig (≥ 1/100, < 1/10)-Diarrhoe Erbrechen Gelegentlich (≥ 1/1 000,< 1/100)Mundtrockenheit Abdominal-schmerzen (≥ 1/10 000,Selten < 1/1 000)Nicht bekannt-
Erkrankungen der Haut und des Unterhautge-webes Skelettmuskula-tur-, Bindegewebs- und Knochenerkran-kungenMyalgie-Arthralgie Glieder-schmerzen-Hautausschlag Pruritus Dermatitis Steifigkeit des Bewegungs-apparatsUrtikaria Hautverfärbung Ekchymose Hyperhidrose Nächtliches Schwitzen Subkutaner Knoten Angioödem Rückenschmerzen Muskelspasmen Nackenschmerzen Schmerzen des Bewegungs-apparats Muskelschwäche--
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungs ort MedDRA-Systemorgan-klasseSchmerzen an der Injektions-stelle Erythem an der Injektions-stelle Schwel-lung an der Injektion-sstelle Induration an der Injektions-stelle Pruritus an der Injektions-stelle Ermüdung/ Fatigue Sehr häufig (≥ 1/10)Rigor/Frös-teln Knoten an der Injektions-stelle Verfärbung an der Injektions-stelle Fieber Hämatom an der Injektions-stelle Häufig (≥ 1/100, < 1/10)Wärme an der Injektionsstelle Schwellung in der Achselhöhle Malaise Blutung an der Injektionsstelle Reizung an der Injektionsstelle Gesichtsrötung Brustschmerzen Gelegentlich (≥ 1/1 000,< 1/100)Axilläre Schmerzen Exfoliation an der Injektionsstelle Entzündung an der Injektionsstelle Parästhesie an der Injektionsstelle Hautausschlag an der Injektionsstelle Reaktion an der Injektionsstelle Peripheres Ödem Grippeartige Erkrankung Asthenie Gefühllosigkeit an der Injektionsstelle Trockenheit an der Injektionsstelle Bewegungsein-schränkung an der Injektionsstelle Blasenbildung an der Injektionsstelle (≥ 1/10 000,Selten < 1/1 000)Nicht bekannt-
Untersuchungen-Körpertem-peratur erhöhtTroponin I erhöht LeberenzymLeukozytenzahl erhöht-

erhöht Leukozytenzahl erniedrigt Mittleres Thrombozyten-volumen erniedrigt

Verletzung, Vergiftung und
-
-
-
Kontusion
-

durch Eingriffe
bedingte
Komplikationen

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Personen mit atopischer Dermatitis (AD) In einer nicht-placebokontrollierten klinischen Studie zum Vergleich der Sicherheit von IMVANEX bei Personen mit AD und bei gesunden Personen berichteten Personen mit AD häufiger über Erythem (61,2 %) und Schwellung (52,2 %) an der Injektionsstelle als gesunde Personen (49,3 % bzw. 40,8 %). Die folgenden systemischen Symptome wurden bei Personen mit AD häufiger beobachtet als bei gesunden Personen: Kopfschmerzen (33,1 % vs. 24,8 %), Myalgie (31,8 % vs. 22,3 %), Frösteln (10,7 % vs. 3,8 %), Übelkeit (11,9 % vs. 6,8 %) und Ermüdung (21,4 % vs. 14,4 %).

Bei 7 % der Personen mit AD in klinischen Studien mit IMVANEX kam es während des
Studienverlaufs zu einem Schub oder einer Verschlechterung der Hauterkrankung.

Hautausschlag IMVANEX kann lokale Hautausschläge oder breitflächigere Eruptionen hervorrufen. Ereignisse in Form eines Hautausschlags nach der Impfung (entsprechende Fälle wurden bei 0,4 % der Probanden beobachtet) mit IMVANEX treten tendenziell innerhalb der ersten Tage nach der Impfung auf, sind leicht bis mittelstark ausgeprägt und klingen in der Regel ohne Folgen wieder ab.

Kinder und Jugendliche

Jugendliche von 12‑17 Jahren Daten von Teil 2 der Studie DMID 22‑0020 zeigen ein ähnliches Sicherheitsprofil bei Jugendlichen wie bei Erwachsenen. An Teil 2 der Studie nahmen 315 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren und 135 Erwachsene im Alter von 18 bis 50 Jahren teil. Die häufigste lokale Nebenwirkung war Schmerzen an der Injektionsstelle (> 70 %) und die häufigsten systemischen Nebenwirkungen waren Ermüdung (> 50 %) und Kopfschmerzen (50 %). Die Reaktogenität war bei jüngeren (12 bis 14 Jahre) und älteren (15 bis 17 Jahre) Jugendlichen ähnlich.

Kinder von 2 bis unter 12 Jahren Die Sicherheit von IMVANEX wird in der aktuell laufenden Phase-II-Studie POX-MVA-045 mit 230 Kindern im Alter von 2 bis 11 Jahren untersucht. In dieser Studie (Topline-Bericht mit Daten bis zu 4 Wochen nach der zweiten Impfung) waren Art und Häufigkeit der berichteten Nebenwirkungen im Allgemeinen vergleichbar mit denen bei Erwachsenen. Laut dem aktuellen Datenbestand waren Schmerzen an der Injektionsstelle die häufigste Reaktion an der Injektionsstelle (> 60 %) und Kopfschmerzen die häufigste systemische Nebenwirkung (> 30 %).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurde über keinen Fall einer Überdosierung berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pocken- und Affenpocken(Mpox)-Impfstoffe,

ATC-Code: J07BX01

Wirksamkeit bei Tieren

Studien mit nichtmenschlichen Primaten (NHP) haben gezeigt, dass eine Impfung mit IMVANEX eine ähnliche Immunantwort und Schutzwirkung induziert wie traditionelle Pockenimpfstoffe, die zur Eradikation von Pocken angewendet werden, und NHP vor einer schweren Erkrankung in Verbindung mit einer letalen Exposition gegenüber Affenpockenviren schützte. Wie auch bei traditionellen Pockenimpfstoffen war bei den mit IMVANEX geimpften NHP eine signifikante Reduktion der Mortalität und Morbidität (Viruslast, Gewichtsverlust, Anzahl von Pockenläsionen usw.) gegenüber nicht-geimpften Kontrollen zu verzeichnen.

In Studien an Mäusen wurde gezeigt, dass die Impfung mit IMVANEX Mäuse vor einer letalen
Exposition mit replizierendem Vacciniavirus, schützt.

Immunogenität

Serokonversion gegen Vacciniaviren bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen

Erwachsenenpopulationen

Die Vaccinia-naive Studienpopulation umfasste gesunde Personen sowie Personen mit HIV-Infektion und AD, die 2 Dosen IMVANEX im Abstand von 4 Wochen erhielten. Die Serokonversion bei Vaccinia-naiven Personen war definiert als Auftreten von Vaccinia-Antikörpertitern nach Erhalt von 2 Dosen IMVANEX, die dem Cut-off-Wert des Assays entsprachen oder höher lagen. Die Serokonversionsraten nach ELISA und PRNT sind nachstehend dargestellt:

Tabelle 2SKR - ELISASerokonversionsraten bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen Populationen durch ELISATag 7/141Tag 281Tag 42 1
StudieGesund-heitsstatusnSKR % (95-%-KI)SKR % (95-%-KI)(95-%-KI)SKR %
POX-MVA-005 POX-MVA-0082 Gesund 3Gesund Atopische Dermatitis183 194 257(63,7; 77,4) (8,1; 18,2) (17,8; 28,6)70,9 12,5 22,9(83,4; 93,1) (79,6; 90,1) (80,5; 89,5)88,9 85,4 85,4(96,0; 99,9) (95,5; 99,7) (94,5; 98,9)98,9 98,5 97,3
POX-MVA-009 POX-MVA-0114 Gesund 2Gesund HIV66 88 351(57,1; 80,4) (20,0; 40,8) (24,3; 34,5)69,7 29,6 29,2(60,4; 83,0) (74,2; 90,8) (62,1; 72,5)72,2 83,7 67,5(89,0; 99,6) (93,1; 100) (93,4; 98,0)96,8 98,7 96,2
POX-MVA-0132 Gesund2.1196k/A 5k/A 5(99,4; 99,9)99,7
Tabelle 3Serokonversionsraten bei Vaccinia-naiven gesunden und besonderen Populationen durch PRNT
StudieSKR - PRNTGesund-heitsstatusnTag 7/14 SKR % (95-%-KI)1Tag 28 SKR % (95-%-KI)1(95-%-KI)Tag 42 1 SKR %
POX-MVA-005 POX-MVA-0082 Gesund 3Gesund Atopische Dermatitis183 194 257(37,7; 52,6) (2,6; 9,8) (3,1; 9,3)45,1 5,4 5,6(49,1; 64,0) (18,6; 31,2) (21,4; 32,7)56,7 24,5 26,8(83,7; 93,4) (81,0; 91,1) (86,0; 93,6)89,2 86,6 90,3
POX-MVA-009 POX-MVA-0114 Gesund 2Gesund HIV66 88 351(5,4; 22,5) (5,2; 20,0) (11,9; 20,1)12,1 11,1 15,7(4,4; 20,6) (12,9; 31,0) (18,1; 27,4)10,6 20,9 22,5(70,9; 90,9) (66,4; 85,9) (54,7; 65,8)82,5 77,2 60,3
POX-MVA-0132 Gesund2.1196k/A55 k/A(99,5; 99,9)99,8
1 Tag 7/14 entspricht 1 oder 2 Wochen nach der ersten IMVANEX-Dosis (Analysezeitpunkt an Tag 7 nur in den Studien POX-MVA-008 und POX-MVA-011; in POX-MVA-005 erfolgte die erste Analyse nach der Impfung an Tag 14); Tag 28 entspricht 4 Wochen nach der ersten IMVANEX-Dosis; Tag 42 entspricht 2 Wochen nach der zweiten IMVANEX-Dosis; SKR = Serokonversionsrate; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay unter Nutzung von MVA als Antigen; Per-Protocol-Analysis-Set (PPS), kombiniert.4 Seropositivitätsraten,2 Full-Analysis-Set (FAS (für POX-MVA-013: Immunogenitätsanalyse-Set; IAS);5 keine Immunogenitätsprobe entnommen,6 Gruppen 1-33
Serokonversion gegen Vacciniaviren bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Erwachsenenpopulationen Die Serokonversion bei Vaccinia-erfahrenen Personen war definiert als mindestens zweifacher Anstieg der Ausgangstiter nach einer einzigen Impfung mit IMVANEX. Tabelle 4Serokonversionsraten bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Populationen durch ELISA
StudieSKR - ELISAGesund-heitsstatusnTag 0 SKR %1Tag 7/14 SKR % (95-%-KI)1(95-%-KI)Tag 28 SKR %1(95-%-KI)Tag 42 1 SKR %
POX-MVA-005 POX-MVA-024 POX-MVA-0112 2 2Gesund Gesund Gesund HIV200 61 9 131----(91,6; 97,9) (71,9; 91,8) (24,5; 91,5) (48,1; 66,1)95,5 83,6 62,5 57,3(88,5; 96,1) (67,2; 89,0) (63,1; 100) (68,2; 83,7)93,0 79,7 100 76,6Nicht zutreffend Nicht zutreffend (59,0; 100,0) (86,6; 96,6)100 92,7
Tabelle 5Serokonversionsraten bei Vaccinia-erfahrenen gesunden und besonderen Populationen durch PRNT
StudieSKR - PRNTGesund-heitsstatusnTag 0 SKR %1Tag 7/14 SKR % (95-%-KI)1Tag 28 SKR % (95-%-KI)1Tag 42 1 SKR % (95-%-KI)
POX-MVA-005 POX-MVA-0242 2Gesund Gesund200 61--(72,2; 84,0) (60,9; 84,2)78,5 73,869,8 (63,0; 76,1) 71,2 (57,9; 82,2)Nicht zutreffend Nicht zutreffend
POX-MVA-0112Gesund HIV9 131--(34,9; 96,8) (37,0; 55,1)75,0 46,062,5 (24,5; 91,5) 59,7 (50,5; 68,4)85,7 (42,1; 99,6) 75,6 (67,0; 82,9)

1 Tag 0 entspricht dem Tag der Impfung mit IMVANEX; Tag 7/14 entspricht 1 oder 2 Wochen nach der Impfung mit IMVANEX (in Studie POX-MVA-011 erfolgte die erste Analyse nach der Impfung an Tag 7, in den Studien POX-MVA-005 und POX-MVA-024 an Tag 14); Tag 28 entspricht 4 Wochen nach der Impfung mit IMVANEX; SKR = Serokonversionsrate; 2 Full-Analysis-Set (FAS); PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay unter Nutzung von MVA als Antigen.

Langfristige Immunogenität gegen Vacciniaviren bei Erwachsenen Bislang stehen nur begrenzte Daten zur langfristigen Immunogenität über einen Zeitraum von 24 Monaten nach der Grundimpfung von Vaccinia-naiven Personen mit IMVANEX zur Verfügung. Diese sind im Folgenden dargestellt:

Tabelle 6 Serokonversionsraten bei Vaccinia-naiven gesunden Populationen über einen Zeitraum von 24 Monaten durch ELISA und PRNT

Monat 2 6 24*
n 178 178 92
SKR % (95-%-KI) 98,9 (96,0; 99,9) 73,0 (65,9; 79,4) 71,7 (61,4; 80,6)
ELISA
(95-%-KI) (288,5; 374,4) (20,7; 37,6) (15,2; 35,9)
GMT 328,7 27,9 23,3
SKR % (95-%-KI) (80,0; 90,7) (57,7; 72,1) (1,8; 12,2)
86,0 65,2 5,4
PRNT
GMT (95-%-KI) (26,4; 43,9) (5,6; 9,4) (1,0; 1,5)
34,0 7,2 1,3

ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay; GMT= geometrischer mittlerer Titer; n = Anzahl von Probanden in der jeweiligen Studiengruppe; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; SKR = Serokonversionsrate.

  • entspricht Seropositivitätsraten Auffrischungsdosis bei Erwachsenen Zwei klinische Studien haben gezeigt, dass IMVANEX in der Lage ist, gegen Vacciniaviren eine Antwort des bereits bestehenden immunologischen Gedächtnisses hervorzurufen, induziert durch entweder eine lang zurückliegende Impfung mit zugelassenen Pockenimpfstoffen oder nach einer 2 Jahre zurückliegenden Impfung mit IMVANEX.

Tabelle 7 Serokonversionsraten nach einer Auffrischungsdosis durch ELISA und PRNT

GrundimmunisierungnTag 0 1nTag 71Tag 141
ELISAS+ % GMTS+ % GMT S+ % GMT
2 Dosen IMVANEX927223751007381001.688
Zugelassener PockenimpfstoffPRNT20079 S+ % GMT39195-S+ % GMT S+ % GMT-98621
2 Dosen IMVANEX925,4175925499125
Zugelassener2007722195--98190

Pockenimpfstoff 1 Tag 0 entspricht dem Tag der Auffrischungsimpfung mit IMVANEX (vor Auffrischung); Tag 7 und 14 entsprechen 1 oder 2 Wochen nach der Auffrischungsimpfung mit IMVANEX; n = Anzahl von Probanden in der jeweiligen Studiengruppe; ELISA = Enzyme-linked-Immunosorbent-Assay unter Nutzung von MVA als Antigen; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; S+ = Seropositivitätsrate; GMT = geometrischer mittlerer Titer.

Immunogenität und Abschwächung der Hautreaktion auf ACAM2000 bei gesunden Erwachsenen In einer randomisierten, offenen Nichtunterlegenheitsstudie bei Pockenimpfstoff-naiven, gesunden Probanden (US-Militärangehörige) im Alter von 18 bis 42 Jahren (Studie POX-MVA-006) wurde IMVANEX mit ACAM2000 (einem aus Zellkultur gewonnenen und in den USA zugelassenen attenuierten Lebend-Pockenimpfstoff der ‚zweiten Generation‘) verglichen.

Insgesamt erhielten 433 Probanden nach Randomisierung im Verhältnis 1:1 entweder zwei Dosen IMVANEX, gefolgt von einer Einzeldosis ACAM2000 im Abstand von vier Wochen, oder nur eine Einzeldosis ACAM2000. ACAM2000 wurde mittels Skarifizierung verabreicht.

Der erste co-primäre Endpunkt war der Vergleich der gebildeten Vaccinia-spezifischen neutralisierenden Antikörper zu den Höchstwert-Zeitpunkten (bei IMVANEX an Tag 42 nach der ersten Impfung, wobei die Probanden gemäß dem Standard-Impfplan zwei Dosen erhielten, und bei ACAM2000 an Tag 28). IMVANEX induzierte in der Spitze einen geometrisch mittleren Titer (GMT) neutralisierender Antikörper von 153,5 (n = 185; 95-%-KI 134,3, 175,6), was einer Nichtunterlegenheit gegenüber dem GMT von 79,3 (n = 186; 95-%-KI 67,1, 93,8) entspricht, der nach Skarifizierung mit ACAM2000 ermittelt wurde.

Als zweiter co-primärer Endpunkt wurde evaluiert, ob die Impfung mit IMVANEX (n = 165) vor der Verabreichung von ACAM2000 zu einer Abschwächung der Hautreaktion auf ACAM2000 (n = 161) führte, gemessen an der maximalen Läsionsfläche in mm2. An Tag 13–15 belief sich der Median der maximalen Läsionsflächen bei den Probanden, die ACAM2000 erhalten hatten bei 75mm2 (95-%-KI 69,0, 85,0) und bei denen, die IMVANEX erhalten hatten bei 0,0 (95-%-KI 0,0, 2,0).

Impfstoffwirksamkeit bei Erwachsenen

In Real-World-Beobachtungsstudien, die an Personen durchgeführt wurden, die (gemäß den lokalen Empfehlungen) für eine Impfung geeignet waren, wurde die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Affenpocken mindestens 14 Tage nach der Impfung gezeigta, wobei die adjustierten Schätzungen der Impfstoffwirksamkeit nach einer IMVANEX-Dosis zwischen 35 % und 89 % und nach zwei IMVANEX-Dosen zwischen 66 % und 90 % lagen.

Tabelle 8 Impfstoffwirksamkeit mindestens 14 Tage nach der Impfunga

LandStudiendesign, PeriodeImpfstrategie Wirksamkeit nach1 Dosis % [95%-KI]Wirksamkeit nach 2 Dosen % [95%-KI]
USAFall-Kontroll-Studie Aug. 2022-Mar. 2023 Fall-Kontroll-Studie Aug. 2022-Nov. 2022 Retrospektive Kohortenstudie Mai 2022-Dez. 2022 Case-Coverage-Studie Jul. 2022-Okt. 2022 Fall-Kontroll-Studie Jun. 2022-Dez. 2022PrEP/PEP PrEP PrEP/PEP PrEP/PEP PrEP/PEP77 % (60-87) 36 % (22-47)* 81 % (64-90)* 86 % (83-89)* 68 % (25-87)*89 % (56-97) 66 % (47-78)* 83 % (28-96)* 90 % (86-92)* 89 % (44-98)*
SpanienRetrospektive Kohortenstudie Jul. 2022-Dez. 2022 Prospektive Kohortenstudie Mai 2022-Aug. 2022PrEP PEP79 % (33-100)*, ** 89 % (76-95) a--
KanadaFall-Kontroll-Studie Jun. 2022-Sep. 2022PrEP35 % (-2-59) 65 % (1-87)***-
Vereinigtes KönigreichCase-Coverage-Studie Jul. 2022-Dez. 2022PrEP78 % (54-89)**-

Hinweis: Alle Daten sind adjustierte Werte der Impfstoffwirksamkeit, basierend auf subkutaner Anwendung, sofern nicht anders angegeben.

  • Deckt sowohl subkutane als auch intradermale Anwendung ab.

** Nicht adjustierte Impfstoffwirksamkeit.

*** Basierend auf Daten auf individueller Ebene, ergänzt durch Fragebogenantworten zum Risikoverhalten.

a PEP wird ≤ 14 Tage nach der Exposition verabreicht.

Auswirkungen auf die Hospitalisierung In einer Überwachungsstudie, die von Mai 2022 bis Mai 2023 in den USA durchgeführt wurde, zeigte sich, dass IMVANEX das Risiko einer affenpockenbedingten Hospitalisierung verringert. Im Vergleich zu ungeimpften Affenpocken-Patienten lag das statistische Quotenverhältnis einer Hospitalisierung nach einer IMVANEX-Dosis bei 0,27 (95%-KI, 0,08-0,65) und nach zwei IMVANEX-Dosen bei 0,20 (95%-KI, 0,01-0,90). Die geschätzte relative Risikoreduktion betrug 73 % nach einer IMVANEX-Dosis und 80 % nach zwei IMVANEX-Dosen.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für IMVANEX eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur Vorbeugung einer durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufenen Erkrankung durch aktive Immunisierung gegen Pocken-, Affenpocken- und Vacciniavirusinfektion und - erkrankung gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Studie an Jugendlichen von 12‑17 Jahren (DMID 22-0020, Teil 2)

Bei DMID 22‑0020 handelte es sich um eine unverblindete, multizentrische Phase-II-Studie in den USA, die einen doppelten Zweck verfolgte:

  • Bewertung von Strategien zur Dosiseinsparung bei intradermalen Injektionen bei Erwachsenen, um die begrenzten Vorräte während der globalen Gesundheitskrise zu strecken (DMID 22‑0020 Teil 1 – randomisiert)
  • Bewertung der Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, um die Impfeignung für die jugendliche Bevölkerung auszuweiten (DMID 22‑0020 Teil 2)

Die Teilnehmer, Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren und Erwachsene im Alter von 18 bis
50 Jahren, erhielten an den Studientagen 1 und 29 (im Abstand von 28 Tagen) jeweils eine, also
insgesamt 2, subkutane Injektion der Standarddosis von IMVANEX 0,5 ml und wurden nach der
zweiten Dosis über insgesamt 365 Tage nachbeobachtet.

Der primäre Endpunkt war der Titer der Vaccinia-spezifischen neutralisierenden Antikörper, gemessen mittels PRNT, zwei Wochen nach Verabreichung der zweiten Dosis des IMVANEX-Impfstoffs. Für die Primäranalyse wurden die Ergebnisse von erwachsenen Teilnehmern aus Teil 1, die das Standardregime erhielten, mit denen der Erwachsenen aus Teil 2 zusammengefasst (211 Teilnehmer) und mit den Ergebnissen von Jugendlichen aus Teil 2 (315 Teilnehmer) verglichen. Nichtunterlegenheit sollte angenommen werden, wenn die untere Grenze des 95%-Konfidenzintervalls des GMT-Verhältnisses gleich oder größer als 0,67 war. Die Primäranalyse zeigte tatsächlich, dass die Immunantwort der Jugendlichen derjenigen der gepoolten erwachsenen Teilnehmer nicht unterlegen war, wie nachfolgend dargestellt:

Tabelle 9 Vaccinia-spezifische Primärhypothesentests nach PRNT 2 Wochen nach der zweiten Impfung, mITT-Population

StatistikJugendliche (Teil 2) (N = 313)Gepoolte Erwachsene – (Teil 2 + Teil 1Arm 3) (N = 211)b
nn304208
GMT (95%-KI)470,3293,2
(422,3; 523,8)(249,8; 344,2)
GMTR (95%-KI)k/A1,60 (1,32; 1,95)
p -Wertak/A< 0,001

KI = Konfidenzintervall, berechnet anhand der studentschen t-Verteilung für GMT und anhand des Welch t-Tests für GMTR; GMT = geometrischer mittlerer Titer; GMTR = Verhältnis des geometrischen mittleren Titers zwischen Jugendlichen und Erwachsenen; mITT = modifizierte Intention-to-Treat-Population; N = Anzahl der Teilnehmer in der mITT-Population; n = Anzahl der Teilnehmer mit Daten zu dem Zeitpunkt; k/A = keine Angabe; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest. a Zweistichproben-t-Test mit ungleicher Varianz, einer Nichtunterlegenheitsspanne (NI) von 0,67 und einer zweiseitigen Fehlerrate vom Typ I von 0,05 zur Prüfung der Nullhypothese, dass die humorale Immunantwort bei Jugendlichen der bei Erwachsenen zum gegebenen Zeitpunkt nicht unterlegen ist, ermittelt durch den Vaccinia-spezifischen PRNT GMT.

b Die Erwachsenen aus Teil 1, Arm 3, die s.c. MVA-BN erhielten, wurden mit den Erwachsenen aus Teil 2 als
Vergleichsgruppe in der Primäranalyse zusammengefasst.

Die Mehrheit der Teilnehmer in der mITT‑Population war an Tag 43 (99,0 % der Jugendlichen und 97,7 % der Erwachsenen) serokonvertiert. Die langfristigen Serokonversionsraten betrugen am Tag 210 bei Jugendlichen 82,9 % und bei Erwachsenen 54,6 % und am Tag 394 bei Jugendlichen 81,5 % und 46 % bei Erwachsenen.

Studie an Kindern von 2 bis unter 12 Jahren (POX-MVA-045) Hierbei handelt es sich um eine derzeit laufende, unverblindete Phase-II-Studie zur Beurteilung der Immunogenität und Sicherheit von IMVANEX bei 230 gesunden Kindern im Alter von 2 bis 11 Jahren im Vergleich zu 230 gesunden Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren.

Die Teilnehmer erhielten an den Studientagen 1 und 29 (im Abstand von 28 Tagen) jeweils eine, also insgesamt 2, subkutane Injektion der Standarddosis von IMVANEX 0,5 ml und werden nach der zweiten Dosis über insgesamt 365 Tage nachbeobachtet.

Der primäre Endpunkt war der Titer an Vaccinia-spezifischen neutralisierenden Antikörpern mittels PRNT bestimmt 2 Wochen nach Verabreichung der zweiten Dosis des IMVANEX-Impfstoffs. Die Primäranalyse zeigte, dass die Immunantwort der eingeschlossenen Kinder derjenigen der erwachsenen Teilnehmer nicht unterlegen war, da die untere Grenze des 2-seitigen 95%-KI um das GMT-Verhältnis die vordefinierte Nichtunterlegenheitsgrenze von 0,667 überschritt.

Tabelle 10 Vaccinia-spezifischer neutralisierender Antikörpertiter mittels PRNT bestimmt 2 Wochen nach der zweiten Impfung (für Immunogenität auswertbare Population)

StatistikKinder (2-11 Jahre)Erwachsene
2-5 Jahre (N = 70)6-11 Jahre (N = 157)Insgesamt (N = 227)Insgesamt (N = 224)
n70157227224
GMT a618,1488,7525,4205,9
(95%-KI)(511,5; 746,8)(440,8; 541,8)(479,0; 576,3)(180,4; 235,0)
GMT-Verhältnis (Kinder / Erwachsene)b(2,386; 3,777)3,002(2,008; 2,806)2,374(2,173; 2,998)2,552

(95%-KI) KI = Konfidenzintervall; GMT = geometrischer mittlerer Titer; LCL = untere Konfidenzgrenze; LLOQ = untere Quantifizierungsgrenze; NAb = neutralisierender Antikörper; N = Anzahl der Teilnehmer in jeder Gruppe; n = Anzahl der Teilnehmer mit Daten zu dem Zeitpunkt; PRNT = Plaquereduktionsneutralisationstest; UCL = obere Konfidenzgrenze.

a Assay-Ergebnisse unterhalb der LLOQ werden mit dem Wert ½ × LLOQ (d. h. 10) in die Berechnung einbezogen. Die Ausgangswerte aller Teilnehmer dieser Population liegen definitionsgemäß unterhalb der LLOQ.

b Der GMT wird zwischen jeder Kindergruppe (2–5 Jahre, 6–11 Jahre und Gesamtgruppe) und der Erwachsenenkohorte verglichen. Die mittlere Differenz wird auf einer logarithmischen Skala mittels eines Studentschen t-Tests mit Satterthwaite-Korrektur anhand der log10-transformierten Ergebnisse des neutralisierenden Antikörpertiters ermittelt. Diese mittlere Differenz wird anschließend durch Exponentiation wieder auf die ursprüngliche Skala zurücktransformiert, wodurch sich das Verhältnis für die Schlussfolgerung des Hypothesentests ergibt.

In der Sekundäranalyse zur Serokonversion von Vaccinia-spezifischen neutralisierenden Antikörpern zeigten 100 % der Kinder in jeder der 2 Gruppen im Vergleich zu 97,3 % der erwachsenen Teilnehmer 2 Wochen nach der zweiten Impfung eine Serokonversion.

Außergewöhnliche Umstände

Dieses Arzneimittel wurde unter „Außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen.

Das bedeutet, dass es aufgrund der Seltenheit der Erkrankung nicht möglich war vollständige
Informationen zu diesem Arzneimittel zu erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen, die verfügbar werden, jährlich bewerten, und falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels aktualisiert werden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur örtlichen Verträglichkeit, zur weiblichen Fertilität sowie zur embryofetalen und postnatalen Toxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Trometamol
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre bei -20 °C ± 5 °C
5 Jahre bei -50 °C ± 10 °C
9 Jahre bei -80 °C ± 10 °C

Nach dem Auftauen kann der Impfstoff vor der Anwendung über bis zu 2 Monate innerhalb der
angegebenen Dauer der Haltbarkeit bei 2 °C – 8 °C im Dunkeln gelagert werden.

Den Impfstoff nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Gefrierschrank lagern (bei -20 °C ± 5 °C oder -50 °C ± 10 °C oder -80 °C ± 10 °C). Das
Verfalldatum hängt von der Lagertemperatur ab.

Der Impfstoff kann vor der Anwendung kurzzeitig über bis zu 2 Monate innerhalb der angegebenen Dauer der Haltbarkeit bei 2 °C – 8 °C im Kühlschrank gelagert werden.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

0,5 ml Suspension in einer Durchstechflasche (Typ-I-Glas) mit Stopfen (Brombutylgummi).

Packungsgrößen mit 1 Einzeldosis-Durchstechflasche, 10 Einzeldosis-Durchstechflaschen oder
20 Einzeldosis-Durchstechflaschen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die Durchstechflasche soll vor der Verabreichung eine Temperatur zwischen 8 °C und 25 °C erlangen. Vor der Anwendung die Durchstechflasche mindestens 30 Sekunden lang sanft schwenken.

Nach dem Auftauen liegt IMVANEX in Form einer hellgelben bis blass-weißen, klaren bis milchigen Suspension vor. Das Arzneimittel kann hellgelbe bis blass-weiße Partikel enthalten.

Die Suspension muss vor der Anwendung visuell auf Fremdstoffe und Verfärbungen kontrolliert
werden. Der Impfstoff ist zu verwerfen, wenn die Durchstechflasche beschädigt ist oder wenn die
Suspension Fremdstoffe enthält oder ein anderes physikalisches Erscheinungsbild aufweist.

Eine Dosis von 0,5 ml wird zur Injektion in eine Spritze aufgezogen.

Jede Durchstechflasche ist zum Einmalgebrauch.

Nicht verwendeter Impfstoff oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Bavarian Nordic A/S
Philip Heymans Alle 3
DK-2900 Hellerup
Dänemark

8. ZULASSUNGSNUMMERN

EU/1/13/855/001
EU/1/13/855/002
EU/1/13/855/003

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Juli 2013

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 23. April 2018

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANHANG II

A.HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST
B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
D.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
A.HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH ISTE.SPEZIFISCHE VERPFLICHTUNG ZUM ABSCHLUSS VON MASSNAHMEN NACH DER ZULASSUNG UNTER „AUSSERGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN“

Name und Anschrift des Herstellers des Wirkstoffs biologischen Ursprungs
Bavarian Nordic A/S
Hejreskovvej 10 A, Kvistgård, 3490, Dänemark

Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Bavarian Nordic A/S
Hejreskovvej 10 A, Kvistgård, 3490, Dänemark

B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
•Amtliche Chargenfreigabe

Gemäß Artikel 114 der Richtlinie 2001/83/EG wird die amtliche Chargenfreigabe von einem amtlichen Arzneimittelkontrolllabor oder einem zu diesem Zweck benannten Labor vorgenommen.

C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
•Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports
(PSURs)]

Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach
Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen
Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage
(EURD-Liste) – und allen künftigen Aktualisierungen – festgelegt.

D.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
•Risikomanagement-Plan (RMP)
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen: E.• nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur; • jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung). SPEZIFISCHE VERPFLICHTUNG ZUM ABSCHLUSS VON MASSNAHMEN NACH DER ZULASSUNG UNTER „AUSSERGEWÖHNLICHEN UMSTÄNDEN“
Da dies eine Zulassung unter „Außergewöhnlichen Umständen“ ist, und gemäß Artikel 14 Absatz 8 der Verordnung (EG) Nr. 726/2004, muss der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen innerhalb des festgelegten Zeitrahmens folgende Maßnahme abschließen:
Nummer SOB-002Beschreibung Um eine geeignete Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten, muss der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen die folgende Studie durchführen, um Daten über die Anwendung von IMVANEX zu erheben, wo der Impfstoff prophylaktisch und/oder im Fall eines Neuauftretens zirkulierender Pockeninfektionen eingesetzt wird.Fällig am Status im Rahmen der jährlichen Neubewertung jährlich zu berichten.
  • Nichtinterventionelle Wirksamkeitsprüfung POX-MVA-039 nach der Zulassung (PAES):

eine nichtinterventionelle Post-Marketing-Beobachtungsstudie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit einer prophylaktischen Impfung mit IMVANEX nach Neuauftreten zirkulierender Pockeninfektionen.

SOB-005Um eine geeignete Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit von IMVANEX hinsichtlich der aktiven Immunisierung gegen eine durch Pocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufene Erkrankung zu gewährleisten, muss der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen jährliche Aktualisierungen zu allen neuen Informationen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit von IMVANEX einreichen.Status im Rahmen der jährlichen Neubewertung jährlich zu berichten.
SOB-006Um die Sicherheitsdaten von IMVANEX bei Kindern im Alter von 2 bis 11 Jahren weiter zu charakterisieren, muss der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen den finalen klinischen Studienbericht der Studie POX-MVA-045 einreichen:31. Juli 2027
  • Unverblindete, multizentrische Studie zur Immunogenität und Sicherheit des Impfstoffs MVA-BN® bei Kindern von 2 bis unter 12 Jahren im Vergleich zu Erwachsenen zur Prävention von Pocken-, Affenpocken- und verwandten Orthopoxvirusinfektionen.

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON MIT 1 DURCHSTECHFLASCHE UMKARTON MIT 10 DURCHSTECHFLASCHEN UMKARTON MIT 20 DURCHSTECHFLASCHEN

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

IMVANEX Injektionssuspension
Pocken- und Affenpockenimpfstoff (Modifiziertes Vacciniavirus Ankara, lebend)

2. WIRKSTOFF

1 Dosis (0,5 ml) verfügt über einen Titer von mindestens 5 × 107 I. E. (I. E. = infektiöse Einheiten)

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Trometamol
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionssuspension

1 Einzeldosis-Durchstechflasche.

10 Einzeldosis-Durchstechflaschen.

20 Einzeldosis-Durchstechflaschen.

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung.

Bis zum Erreichen von Raumtemperatur (15 °C - 25 °C) auftauen. Mindestens 30 Sekunden lang sanft schwenken.

Packungsbeilage beachten.

Für weitere Informationen bitte hier scannen oder https://imvanex.qrdoc.bavarian-nordic.com aufrufen QR-Code einzufügen

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis (-20 °C ± 5 °C):

verwendbar bis (-50 °C ± 10 °C):

verwendbar bis (-80 °C ± 10 °C):

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Gefrierschrank lagern (bei -20 °C ± 5 °C oder -50 °C ± 10 °C oder -80 °C ± 10 °C) und vor Licht schützen. Das Verfalldatum hängt von der Lagertemperatur ab.

Für weitere Informationen zum Auftauen, zur Haltbarkeit und Aufbewahrung, siehe Packungsbeilage.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

Entsprechend den nationalen Anforderungen beseitigen.

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Bavarian Nordic A/S
Philip Heymans Alle 3
DK-2900 Hellerup
Dänemark

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/13/855/001
EU/1/13/855/002
EU/1/13/855/003

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

DURCHSTECHFLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

IMVANEX Injektion
Pocken- und Affenpockenimpfstoff
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

Subkutane Anwendung

3. VERFALLDATUM

EXP (-20 °C):

EXP (-50 °C):

EXP (-80 °C):

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.:

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 Dosis (0,5 ml)

6. WEITERE ANGABEN

B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender

IMVANEX Injektionssuspension

Pocken- und Affenpockenimpfstoff (Modifiziertes Vacciniavirus Ankara, lebend)

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle
Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede
auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende
Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie diesen Impfstoff erhalten, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist IMVANEX und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen IMVANEX verabreicht wird?
3. Wie wird IMVANEX angewendet?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist IMVANEX aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist IMVANEX und wofür wird es angewendet?

IMVANEX ist ein Impfstoff zur Vorbeugung einer durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufenen Erkrankung bei Personen ab 2 Jahren.

Nachdem eine Person diesen Impfstoff erhalten hat, bildet das Immunsystem (das körpereigene
natürliche Abwehrsystem) einen eigenen Schutz in Form von Antikörpern gegen Pocken-,
Affenpocken- und Vacciniaviren.

IMVANEX enthält keine Pockenviren (Variola), Affenpockenviren oder Vacciniaviren. Es kann sich weder ausbreiten noch eine Infektion und Erkrankung mit Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorrufen.

2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen IMVANEX verabreicht wird?

Sie dürfen IMVANEX nicht erhalten,

  • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen Hühnereiweiß, Benzonase oder Gentamicin oder Ciprofloxacin, die in sehr geringen Spuren im Impfstoff enthalten sein können, sind, oder es bei Ihnen früher bereits zu einer plötzlich aufgetretenen lebensbedrohlichen allergischen Reaktion gegen die genannten gekommen ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie IMVANEX
erhalten,

  • wenn Sie an atopischer Dermatitis leiden (siehe Abschnitt 4).
  • wenn Sie an einer HIV-Infektion oder an anderen Erkrankungen leiden oder Behandlungen erhalten, die das Immunsystem schwächen.
  • wenn Sie Angst vor der Impfung haben oder schon einmal nach einer Injektion in Ohnmacht gefallen sind.

Die Schutzwirkung von IMVANEX gegen eine durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufene Erkrankung wurde beim Menschen nicht untersucht.

Im Falle einer Erkrankung mit hohem Fieber wird Ihr Arzt die Impfung verschieben, bis Sie sich besser fühlen. Bei einer leichten Infektion, z. B. einer Erkältung, muss die Impfung nicht verschoben werden, aber sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Es ist möglich, dass IMVANEX nicht bei allen Impflingen einen vollständigen Schutz bietet.

Eine vorherige Impfung mit IMVANEX kann die Hautreaktion „Take“ auf nachfolgend verabreichte replikationskompetente Pockenimpfstoffe verändern und dazu führen, dass die Hautreaktion abgeschwächt wird oder ganz ausbleibt.

Anwendung von IMVANEX zusammen mit anderen Arzneimitteln oder Impfstoffen

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder vor kurzem einen anderen Impfstoff erhalten haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt um Rat. Eine Anwendung dieses Impfstoffs während der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen. Ihr Arzt wird jedoch abwägen, ob der mögliche Nutzen im Sinne der Prophylaxe einer durch Pocken-, Affenpocken- sowie Vacciniaviren hervorgerufenen Erkrankung das potentielle Risiko für Sie und Ihren Fötus / Ihr Kind übersteigt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Informationen zu den Auswirkungen von IMVANEX auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Einige der in Abschnitt 4 genannten Nebenwirkungen könnten jedoch die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen, wenn diese bei Ihnen auftreten (z. B. Schwindel).

IMVANEX enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.

3. Wie wird IMVANEX angewendet?

Sie können diesen Impfstoff erhalten, unabhängig davon, ob Sie in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft wurden oder nicht.

Der Impfstoff wird Ihnen von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal unter die Haut
gespritzt, vorzugsweise am Oberarm. Es darf nicht in ein Blutgefäß injiziert werden.

Wenn Sie noch nie gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren geimpft wurden:

  • Sie erhalten zwei Injektionen.
  • Die zweite Injektion erfolgt nicht früher als 28 Tage nach der ersten.
  • Achten Sie darauf, dass die Impfung vollständig ist, d. h. dass Sie zwei Injektionen erhalten.

Wenn Sie früher bereits gegen Pocken-, Affenpocken- oder Vacciniaviren geimpft wurden:

  • Sie erhalten eine Injektion.
  • Falls Ihr Immunsystem geschwächt ist, erhalten Sie zwei Injektionen, wobei die zweite Injektion nicht früher als 28 Tage nach der ersten erfolgt.

Wenn Sie einen Termin zur Injektion von IMVANEX versäumt haben

Sollten Sie eine geplante Injektion versäumen, informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische
Fachpersonal und vereinbaren Sie einen neuen Termin.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Impfstoffs haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieser Impfstoff Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung oder suchen Sie unverzüglich die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf, wenn eines der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt.

  • Probleme beim Atmen
  • Schwindelgefühl
  • Schwellung im Bereich von Gesicht und Hals Bei diesen Symptomen könnte es sich um Zeichen einer schweren allergischen Reaktion handeln.

Zusätzliche Nebenwirkungen

Wenn Sie an atopischer Dermatitis leiden, könnten sich örtliche Hautreaktionen (wie Rötung, Schwellung und Juckreiz) und sonstige systemische Symptome (wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit oder Ermüdung) in verstärktem Maß ausbilden, ebenso kann es zu einem Schub oder einer Verschlechterung Ihrer Hauterkrankung kommen.

Bei den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen handelte es sich um Reaktionen an der
Injektionsstelle. Diese waren in der Mehrzahl leicht bis mittelstark ausgeprägt und klangen ohne
Behandlung innerhalb von sieben Tagen wieder ab.

Wenn folgende Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt:

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Impflingen auftreten):

  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Übelkeit
  • Ermüdung
  • Schmerzen, Rötung, Schwellung, Verhärtung oder Juckreiz an der Injektionsstelle Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Impflingen auftreten):
  • Frösteln
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Knotenbildung, Verfärbung, Bluterguss an der Injektionsstelle Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Impflingen auftreten):
  • Infektion von Nase und Hals, Infektion der oberen Atemwege
  • geschwollene Lymphknoten
  • Schlafstörungen
  • Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen der Haut
  • Muskelsteifigkeit
  • Halsschmerz, laufende Nase, Husten
  • Durchfall, Erbrechen
  • Hautausschlag, Juckreiz, Hautentzündung
  • Wärme, Blutung, Reizung an der Injektionsstelle
  • Schwellung in der Achselhöhle, Unwohlsein, Gesichtsrötung, Brustschmerzen
  • Anstieg von im Labor bestimmten Herzwerten (wie Troponin I), Anstieg der Leberenzyme, Verminderung der weißen Blutkörperchen, Verminderung des mittleren Volumens der Blutplättchen Selten (können bei bis zu 1 von 1 000 Impflingen auftreten):
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Grippe
  • Rötung und Beschwerden im Auge
  • Halsentzündung
  • verminderter Appetit
  • Nesselausschlag
  • Hautverfärbung
  • Bluterguss auf der Haut
  • Schwitzen
  • nächtliches Schwitzen
  • Knoten in der Haut
  • Schwellung im Bereich von Gesicht, Mund und Hals
  • Rückenschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Nackenschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Muskelschwäche
  • beschleunigter Herzschlag
  • Schmerzen im Ohr und Rachen
  • Bauchschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Drehgefühl (Schwindelgefühl)
  • Migräne
  • Nervenerkrankung, die Schwäche, Kribbeln oder Taubheitsgefühl hervorruft
  • Schläfrigkeit
  • Ohnmacht oder Schwächegefühl
  • Schmerz in der Achselhöhle
  • Hautabschälung, Entzündung, abnorme Hautempfindung, Ausschlag, Taubheitsgefühl, Trockenheit, Bewegungseinschränkung, Blasenbildung an der Injektionsstelle
  • Schwellung der Knöchel, Füße oder Finger
  • Schwäche
  • grippeartige Erkrankung
  • Anstieg der weißen Blutkörperchen
  • Bluterguss Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
  • vorübergehendes einseitiges Herabhängen des Gesichts (Bellsche Lähmung)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist IMVANEX aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen diesen Impfstoff nach dem auf dem Umkarton und Etikett nach „verwendbar bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Gefrierschrank lagern (bei -20 °C ± 5 °C oder -50 °C ± 10 °C oder -80 °C ± 10 °C). Das Verfalldatum hängt von der Lagertemperatur ab. Den Impfstoff nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren. Nach dem Auftauen kann der Impfstoff vor der Anwendung über bis zu 2 Monate innerhalb der angegebenen Dauer der Haltbarkeit bei 2 °C – 8 °C im Dunkeln gelagert werden.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was IMVANEX enthält

Eine Dosis (0,5 ml) enthält:

  • Der Wirkstoff ist: Modifiziertes Vacciniavirus Ankara – Bavarian-Nordic-Lebendvirus1, mindestens 5 x 107 I. E.*
  • Infektiöse Einheiten 1 Produziert in Hühnerembryozellen
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Trometamol, Natriumchlorid und Wasser für Injektionszwecke.

Dieser Impfstoff enthält Restspuren von Hühnereiweiß, Benzonase, Gentamicin und Ciprofloxacin.

Wie IMVANEX aussieht und Inhalt der Packung

Nachdem der gefrorene Impfstoff aufgetaut wurde, liegt IMVANEX in Form einer hellgelben bis
blass-weißen, milchigen Injektionssuspension vor.

IMVANEX wird als Injektionssuspension in einer Durchstechflasche (0,5 ml) bereitgestellt.

IMVANEX ist in Umkartons mit 1 Einzeldosis-Durchstechflasche, 10 Einzeldosis-Durchstechflaschen oder 20 Einzeldosis-Durchstechflaschen erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Bavarian Nordic A/S
Philip Heymans Alle 3
DK-2900 Hellerup
Dänemark

Hersteller:

Bavarian Nordic A/S
Hejreskovvej 10A,
3490 Kvistgaard
Dänemark

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Dieses Arzneimittel wurde unter „Außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen.

Das bedeutet, dass es aufgrund der Seltenheit dieser Erkrankung nicht möglich war, vollständige
Informationen zu diesem Arzneimittel zu erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen zu diesem Arzneimittel, die verfügbar werden, jährlich bewerten, und falls erforderlich, wird die Packungsbeilage aktualisiert werden.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

Diese Packungsbeilage ist auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur in allen EU-Amtssprachen verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweise zur Vorbereitung und Verabreichung des Impfstoffs:

Die Durchstechflasche soll vor der Verabreichung eine Temperatur zwischen 8 °C und 25 °C erlangen. Vor der Anwendung sanft schwenken. IMVANEX liegt in Form einer hellgelben bis blass-weißen, klaren bis milchigen Suspension vor. Das Arzneimittel kann hellgelbe bis blass-weiße Partikel enthalten.

Die Suspension vor der Anwendung in Augenschein nehmen. Den Impfstoff verwerfen, wenn die
Suspension Fremdstoffe enthält oder ungewöhnlich aussieht.

Jede Durchstechflasche ist zum Einmalgebrauch.

Eine Dosis von 0,5 ml zur Injektion in eine Spritze aufziehen.

Nach dem Auftauen kann der Impfstoff vor der Anwendung über bis zu 2 Monate innerhalb der
angegebenen Dauer der Haltbarkeit bei 2 °C – 8 °C im Dunkeln gelagert werden.

Den Impfstoff nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren.

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen
Impfstoffen gemischt werden.