Gebrauchsinformation

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Metronidazol „Kabi“ 0,5 % - Infusionslösung

Wirkstoff: Metronidazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Metronidazol „Kabi“ und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Metronidazol „Kabi“ beachten?
3. Wie ist Metronidazol „Kabi“ anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Metronidazol „Kabi“ aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Metronidazol „Kabi“ und wofür wird es angewendet?

Metronidazol ist ein Chemotherapeutikum, das bei einigen Protozoenerkrankungen und bakteriellen Infekten mit bestimmten Bakterienstämmen wirksam ist.

Sie können Metronidazol „Kabi“ 0,5 % - Infusionslösung zur Behandlung der folgenden Krankheiten erhalten:

  • Infektionen im Bauchraum (z. B. Bauchfellentzündung, eitrige Herde in der Leber, eitrige Erkrankungen des Bauchraumes)
  • Infektionen der Haut und der Weichteile
  • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane (z. B. Entzündungen der Gebärmutter, Tuboovarial-Abszess)
  • Blutvergiftung
  • Infektionen an Knochen und Gelenken
  • Infektionen des zentralen Nervensystems (z. B. eitrige Herde am Gehirn, Hirnhautentzündung) - Infektionen der Lungen und Atemwege (z. B. Lungenentzündung, Empyem, Lungenabszess)
  • Entzündung der Herzinnenhaut
  • Amöbenruhr
  • Bakterielle Besiedelung der Vagina bei Jugendlichen
  • Urogenitale Trichomoniasis (Erkrankung des Genitaltraktes)
  • Lambliasis (Giardiasis) bei Kindern und Jugendlichen (Lamblienruhr)
  • Metronidazol „Kabi“ 0,5 % - Infusionslösung kann bei Kindern und Jugendlichen zur Keimelimimierung von Helicobacter pylori angewendet werden.
  • Vorbeugend kann Metronidazol „Kabi“ 0,5 % - Infusionslösung bei chirurgischen und gynäkologischen Eingriffen angewendet werden.

Falls erforderlich wird Ihre Behandlung durch andere Antibiotika ergänzt.

Bei einer Behandlung von schweren Anaerobier-bedingten Infektionen wird üblicherweise anfangs die intravenöse Form von Metronidazol verwendet. Die Therapie kann aber, wenn es der Zustand des Patienten erlaubt, jederzeit auf eine Therapie mit Tabletten umgestellt werden.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Metronidazol „Kabi“ beachten?

Metronidazol „Kabi“ darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Metronidazol, Nitroimidazolderivate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. Anfallsanamnese).
  • bei Erkrankungen des blutbildenden Systems.
  • in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft.
  • in der Stillperiode.
  • unter Alkohol während der Behandlung.
  • Eine gleichzeitige Verabreichung von Metronidazol und Disulfiram ist strikt zu vermeiden (siehe Abschnitt „Anwendung von Metronidazol „Kabi“ zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • wenn Sie das Cockayne-Syndrom haben (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Ihr Arzt wird die Behandlung mit Metronidazol „Kabi“ sorgfältig überwachen, wenn Sie an einer Erkrankung der Leber leiden (Hepatopathie).
  • Die Behandlung mit Metronidazol darf - außer in Einzelfällen - nicht länger als 10 Tage dauern, da bei längerer Anwendung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere neurologischen Störungen, steigt.
  • Eine Therapiewiederholung sollte nicht vor 6 Wochen erfolgen.
  • Bei länger dauernder Behandlung mit Metronidazol werden bei Ihnen Blutbildkontrollen, sowie Leber- und Nierenfunktionskontrollen durchgeführt.
  • Falls Krampfanfälle oder andere Beeinträchtigungen der Nervenfunktion auftreten (z.B. Störungen der Bewegungskoordination, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen) ist die Behandlung abzubrechen.
  • Ebenso sollte bei ausgeprägter Leukopenie (verminderte Anzahl von weißen Blutkörperchen) und Hautreaktionen die Behandlung beendet werden.
  • Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist an eine antibiotikabedingte Entzündung des Dickdarms (pseudomembranöse Kolitis) zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Deshalb ist in diesen Fällen Metronidazol sofort abzusetzen und eine entsprechende Behandlung einzuleiten (z.B. Vancomycin oral). Nehmen Sie in diesem Fall keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen.
  • Während der Therapie mit Metronidazol ist jeglicher Alkoholkonsum zu vermeiden.
  • Wenn Sie Tabletten einnehmen müssen, um Ihre Blutgerinnung zu hemmen (Antikoagulantien, insbesondere Warfarin), müssen Sie unter der Metronidazoltherapie neu eingestellt und sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt „Anwendung von Metronidazol „Kabi“ zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • Wenn Sie an einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder einer Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödem) leiden, ist auf Zufuhr der Flüssigkeitsmenge besonders zu achten.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit Metronidazol „Kabi“ behandelt werden, wenn Sie an einer eingeschränkten Nieren- und/oder Leberfunktion leiden.

Fälle mit schwerer irreversibler Hepatoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fälle mit
tödlichem Ausgang mit sehr schnellem Beginn nach der Einnahme von Metronidazol wurden bei
Patienten mit Cockayne-Syndrom beobachtet.

Falls Sie am Cockayne-Syndrom leiden, sollte Ihr Arzt während der Behandlung mit Metronidazol und im Anschluss an die Behandlung ebenfalls Ihre Leberfunktion häufig überwachen.

Falls Sie am Cockayne-Syndrom leiden und eine Helicobacter pylori-Infektion haben, darf dieses Arzneimittel nicht angewendet werden (siehe weiter oben „Metronidazol „Kabi“ darf nicht eingenommen werden“).

Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich und setzen Sie die Einnahme von Metronidazol ab, falls Sie folgende Symptome entwickeln:

  • Bauchschmerzen, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Ermüdung, Gelbsucht, dunklen Urin, hellgrauen oder weißen Stuhl oder Juckreiz.

Dopingwarnhinweis

Die Anwendung des Arzneimittels Metronidazol „Kabi“ kann bei Dopingkontrollen zu positiven
Ergebnissen führen.

Kinder und Jugendliche

Bei Frühgeborenen und Neugeborenen unter 8 Wochen sowie bei Kleinkindern mit ausgeprägter
Unterernährung kann die wiederholte Verabreichung von Metronidazol nicht empfohlen werden.

Sofern Metronidazol in diesen Patientengruppen die einzige mögliche/verbleibende Therapiemöglichkeit darstellt, wird der Arzt die Plasma-Konzentrationen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen der Dosierungen oder Dosierungsintervalle vornehmen.

Wenn bei Säuglingen unter 13 Wochen die Gefahr einer Methämoglobinämie besteht, wird der Arzt gegebenenfalls eine alternative Therapie wählen.

Anwendung von Metronidazol „Kabi“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere
Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel
einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden

  • Aztreonam (ein Antibiotikum)
  • Doxycyclin (ein Antibiotikum)
  • Cimetidin (ein Mittel zur Behandlung von Magenerkrankungen)
  • Orale Antikoagulantien (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung), insbesondere Warfarin
  • Phenobarbital (ein Mittel zur Epilepsiebehandlung und Narkosevorbereitung)
  • Phenytoin (ein Mittel zur Behandlung von Epilepsie)
  • Zytostatika (Mittel zur Behandlung von Krebs, wie z.B. 5-Fluorouracil)
  • Lithium-Salze (Mittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen)
  • Mycophenolat Mofetil (wird zur Verhinderung der Abstoßung transplantierter Organe angewendet)
  • Cyclosporin (ein Mittel zur Unterdrückung unerwünschter Immunreaktionen)
  • Tacrolimus (wird zur Unterdrückung unerwünschter Immunreaktionen angewendet)
  • Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Disulfiram (wird in der Alkohol-Entzugstherapie angewendet) Falls Sie unter einer Behandlung mit Disulfiram stehen, dürfen Sie Metronidazol nicht erhalten, da eine Kombination beider Arzneimittel zu psychotischen Zustandsbildern führen kann.

Beeinflussung von diagnostischen Parametern

Folgende Labortestwerte können unter Metronidazolgabe verändert werden: AST (SGOT), ALT
(SGPT), LDH, Triglyceride und Glucose.

Anwendung von Metronidazol „Kabi“ zusammen mit Alkohol

Sie dürfen während einer Behandlung mit Metronidazol „Kabi“ keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen, da es zu Übelkeit, Erbrechen, Rötungen und Blutdruckabfall kommen kann. Ein veränderter Geschmack alkoholischer Getränke wurde ebenfalls berichtet. Tierexperimentelle Daten zeigen eine Verstärkung der narkotischen Wirkung von Alkohol durch Metronidazol.

Nach Alkoholkonsum während einer Metronidazol-Therapie in der Schwangerschaft kann es zum Auftreten eines fetalen Alkoholsyndroms kommen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Im ersten Trimenon der Schwangerschaft sollte Metronidazol keinesfalls angewendet werden, im
zweiten und dritten Trimenon nur wenn Ihr Arzt dies für absolut notwendig hält.

Alkoholkonsum während der Metronidazoltherapie in der Schwangerschaft muss strikt vermieden werden (siehe Abschnitt „Anwendung von Metronidazol „Kabi“ zusammen mit Alkohol“).

Stillzeit

Metronidazol tritt in die Muttermilch über und sollte daher während der Stillperiode nicht verabreicht werden. Im Falle einer notwendigen Metronidazol-Therapie muss das Stillen unterbrochen werden. Auch nach Behandlungsende sollte für mindestens 3 Tage nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Sie sollten während einer Behandlung mit Metronidazol kein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen, da die Anwendung von Metronidazol Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem (z.B. Verwirrtheit, siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich? “) verursachen kann.

Metronidazol Kabi enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält 310 mg (13,5 mmol) Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 100 ml Infusionslösung. Dies entspricht 15,5% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3. Wie ist Metronidazol „Kabi“ anzuwenden?

Metronidazol „Kabi“ 0,5 % - Infusionslösung wird Ihnen als langsame intravenöse Infusion (in eine Vene) verabreicht. Der Inhalt einer Flasche mit 100 ml Infusionslösung wird über einen Zeitraum von ca. 30 Minuten verabreicht. Die gesamte Behandlung mit Metronidazol dauert im Allgemeinen 5 - 7, höchstens 10 Tage, länger nur, falls zwingend erforderlich (siehe auch Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Die Dosis, die Ihnen Ihr Arzt verabreicht, richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion. Sie hängt auch von Ihrem Körpergewicht ab und davon, wie Ihre Nieren arbeiten. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie unter Leberproblemen leiden, da Ihre Dosis gegebenenfalls angepasst werden muss.

Infektionen mit anaeroben Bakterien

Erwachsene und Jugendliche:

Üblicherweise ist die 3mal tägliche Gabe von 500 mg Metronidazol (1 Flasche mit 100 ml
Infusionslösung) für einen 70 kg schweren Patienten über 5 bis 7 Tage ausreichend. Eine
Therapiedauer von mehr als 10 Tagen wird nur überschritten, wenn dies zwingend notwendig ist.

Initial können bei Bedarf auch 15 mg/kg (ca.1 g für einen 70 kg schweren Patienten) gegeben werden.

Bei besonders schweren Krankheitsbildern kann die Tagesdosis erhöht werden, jedoch dürfen nicht mehr als 4 g innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden.

Kinder ab 8 Wochen bis 12 Jahre:

Die übliche Tagesdosis zur Therapie von Infektionen, die durch anaerobe Bakterien verursacht
werden, beträgt 20-30 mg/kg Körpergewicht einmal pro Tag. Abhängig vom Schweregrad der
Infektion kann die Dosis auf 40 mg/kg Körpergewicht pro Tag erhöht werden. Die Dauer der
Behandlung beträgt üblicherweise 7 Tage.

Kinder unter 8 Wochen:

Säuglinge jünger als 8 Wochen erhalten 15 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis oder aufgeteilt auf 2 Dosen zu je 7,5 mg/kg Körpergewicht im Abstand von 12 Stunden verabreicht.

Bei Neugeborenen mit einer Schwangerschaftsdauer (Gestationsalter) von weniger als 40 Wochen wird Ihr Arzt die Serumkonzentration von Metronidazol vorzugsweise nach wenigen Tagen der Therapie kontrollieren, da es in der ersten Lebenswoche zu einer Akkumulation von Metronidazol kommen kann.

Amöbenruhr, akute Amöbendysenterie

Erwachsene: Erwachsene erhalten 3mal täglich 750 mg über 5 - 10 Tage.

Jugendliche und Kinder über 10 Jahre: Bei Amöbenruhr erhalten Kinder über 10 Jahre sowie
Jugendliche 400 - 800 mg 3mal täglich über 5 - 10 Tage.

Kinder unter 10 Jahre: Kinder unter 10 Jahre erhalten 35 - 50 mg/kg Körpergewicht pro Tag,
aufgeteilt auf 3 Dosen täglich, über 5 - 10 Tage. Die Maximaldosis darf 2,4 g pro Tag nicht
überschreiten.

Amöbenabszess der Leber

Jugendliche und Erwachsene: 3mal täglich 500 - 750 mg über 5 - 10 Tage.

Vorbeugung von Infektionen nach Operationen verursacht durch anaerobe Bakterien

Kinder ab 12 Jahre, Jugendliche und Erwachsene:

Sie erhalten üblicherweise vor Operationsbeginn 15 mg/kg Körpergewicht intravenös verabreicht, wobei darauf zu achten ist, dass die Infusion 1 Stunde vor Operationsbeginn beendet sein sollte. Nach der Operation werden 2 weitere Gaben von 7,5 mg/kg Körpergewicht im Abstand von 6 - 8 Stunden verabreicht.

Kinder bis 11 Jahre:

Bei Kindern bis 11 Jahre werden einmalig 20 - 30 mg/kg Körpergewicht ein bis zwei Stunden vor dem Eingriff gegeben.

Neugeborene mit einer Schwangerschaftsdauer (Gestationsalter) von weniger als 40 Wochen:

Neugeborene mit einer Schwangerschaftsdauer (Gestationsalter) von weniger als 40 Wochen erhalten 10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis vor dem Eingriff.

Blinddarmentfernung (Appendektomie) oder andere chirurgische Eingriffe im Bereich des Bauches oder in der Frauenheilkunde:

Kinder ab 12 Jahre, Jugendliche und Erwachsene: 1000 - 1500 mg als Einzeldosis vor, während oder nach dem Eingriff.

Bakterielle Besiedelung der Vagina (Bakterielle Vaginose)

Jugendliche: Bei bakterieller Vaginose bei Heranwachsenden beträgt die Dosis zweimal täglich 400 mg über 5 - 7 Tage oder 2 g als Einmalgabe.

Urogenitale Trichomoniasis

Kinder ab 10 Jahre, Jugendliche und Erwachsene: Bei urogenitaler Trichomoniasis erhalten Heranwachsende und Erwachsene 2 g als Einmalgabe oder zweimal täglich 400 mg über 5 - 7 Tage. Kinder unter 10 Jahre: Kinder unter 10 Jahre erhalten 7 Tage lang 15 - 30mg/kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf 2 - 3 Dosen täglich.

Lambliasis (Giardiasis)

Kinder über 10 Jahre: Bei Lambliasis (Giardiasis) werden Kinder über 10 Jahre und Jugendliche mit 2 g einmal pro Tag über 3 Tage oder mit 400 mg dreimal täglich über 5 Tage behandelt.

Kinder von 7 - 10 Jahre: 1000 mg einmal täglich über 3 Tage.

Kinder von 3 - 7 Jahre: 600 - 800 mg einmal täglich über 3 Tage.

Kinder von 1 - 3 Jahre: 500 mg einmal täglich über 3 Tage.

Alternativ erhalten Kinder unter 10 Jahren 15 - 40 mg/kg Körpergewicht pro Tag über 3 Tage,
aufgeteilt auf 2 - 3 Dosen täglich.

Keimeliminierung (Eradikation) von Helicobacter pylori

Im Rahmen einer Kombinationstherapie zur Keimeliminierung von Helicobacter pylori bei Kindern und Jugendlichen werden 20 mg/kg pro Tag (max. zweimal 500 mg/Tag) über 7 - 14 Tage angewendet.

Dosierung bei älteren Patienten

Ihr Arzt wird die Dosis gegebenenfalls entsprechend anpassen.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialyse

Ihr Arzt wird die Dosis gegebenenfalls entsprechend anpassen.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion

Ihr Arzt wird die Dosis gegebenenfalls entsprechend anpassen.

Dosierung bei Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Ihr Arzt wird bei Patienten mit einem künstlichen Darmausgang (Ileostomie-Patienten) die Dosis
gegebenenfalls entsprechend anpassen.

Wenn Sie eine größere Menge von Metronidazol „Kabi“ erhalten haben, als Sie sollten

sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt.

Als Anzeichen einer Überdosierung von Metronidazol wurden Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Störungen der Bewegungskoordination, Herzrasen, Atemnot und ein Anstieg der Leberenzyme berichtet. Nach 5 - 7 Tagen mit Dosen zwischen 6 und 10,4 g jeden Tag wurden neurotoxische Effekte beobachtet (einschließlich epileptischer Anfall und periphere Neuropathie).

Ein direkt wirkendes Gegenmittel zur Behandlung von Vergiftungserscheinungen durch Überdosierung ist nicht bekannt, jedoch kann Metronidazol durch eine Blutwäsche (Dialyse) aus dem Körper entfernt werden.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

Durch Kontakt von gelöstem Metronidazol mit Aluminium in Vorrichtungen wie Nadeln kann es zu rötlich-braunen Verfärbungen kommen.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den Häufigkeiten der Nebenwirkungen kann keine Aussage getroffen werden, weil keine ausreichenden Daten dazu vorliegen. Generell steigt die Häufigkeit des Auftretens von Nebenwirkungen mit der Höhe der Dosis und der Dauer der Verabreichung.

Herzerkrankungen

  • Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchen)
  • reversible Neutropenie (Leukopenie) (Verminderung der weißen Blutkörperchen)
  • aplastische Anämie (Blutarmut)

Erkrankungen des Nervensystems

  • periphere Neuropathien, meist vom sensorischen Typ (Nervenstörungen)
  • Verwirrtheitszustand
  • Depression
  • Schwindel
  • Ataxie (Störungen der Bewegungskoordination)
  • Kopfschmerz
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Metallischer Geschmack
  • Enzephalopathie (Erkrankung des Gehirns)
  • Optikusneuritis (Entzündung des Sehnervs)
  • Krampfanfälle

Augenerkrankungen

  • Kurzsichtigkeit

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

  • Ototoxizität (Schädigung des Innenohrs)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums

  • verstopfte Nase

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts

  • Glossitis (Erkrankungen oder Veränderungen des Zungenkörpers)
  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • epigastrische Beschwerden (Beschwerden auf den Oberbauch bezogen)
  • Mundtrockenheit
  • Zunge belegt
  • Appetit vermindert
  • Stomatitis, ev. verbunden mit einem Überwuchern von Candida albicans (orale Candidose) (Erkrankung der Mundschleimhaut)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • pseudomembranöse Kolitis (Schädigung der Darmflora)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

  • Verfärbung des Urins (dunkel, braun-rot), verursacht durch die Ausscheidung von Metaboliten - Dysurie (erschwerte Blasenentleerung)
  • Cystitis (Entzündung der Harnblase)
  • Harninkontinenz (unkontrollierter Harnabgang)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

  • durch resistente Bakterien, Protozoen oder Pilze verursachte Superinfektionen

Gefäßerkrankungen

  • Thrombophlebitis (Entzündung oberflächlich gelegener Venen)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

  • Fieber

Erkrankungen des Immunsystems
Als Symptome von Überempfindlichkeit wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet

  • Urtikaria (Nesselsucht)
  • Exanthem (akut auftretender Hautausschlag)
  • Pruritus (Juckreiz)
  • Anaphylaxie (Überreaktion des Immunsystems)
  • Toxische epidermale Nekrolyse (TEN) (akute Hautveränderung)
  • Arzneimittelfieber
  • fixiertes Arzneimittelexanthem (Haut- und Schleimhautveränderungen bzw. -erkrankungen)

Leber- und Gallenerkrankungen

  • Hepatitis (Entzündung der Leber)
  • Akutes Leberversagen bei Patienten mit Cockayne-Syndrom (siehe Abschnit 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“)

Art und Schweregrad von Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen gleich.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Metronidazol „Kabi“ aufzubewahren?

Flaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen
Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des
angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metronidazol „Kabi“ enthält

  • Der Wirkstoff ist:

Metronidazol

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke, Dinatriumhydrogenphosphat 12 H2O,
Zitronensäure-Monohydrat.

Wie Metronidazol „Kabi“ aussieht und Inhalt der Packung

Metronidazol „Kabi“ ist eine klare, farblose bis schwach gelbliche Lösung (pH 4,8 – 5,2) zur Infusion.

Metronidazol „Kabi“ ist in Infusionsflaschen aus farblosem Glas oder Polyethylen erhältlich.

Die Glasflaschen sind mit einem Verschluss aus Halobutyl-Gummi und Aluminiumkappen versehen.

Packungen mit 1, 5, 10 oder 12 Flaschen zu je 100 ml Infusionslösung sowie Packungen mit 1 oder 10 Flaschen zu je 300 ml Infusionslösung (in 500 ml-Flaschen) sind erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Fresenius Kabi Austria GmbH, Hafnerstraße 36, A-8055 Graz.

Hersteller:

Fresenius Kabi Polska Sp. z o.o.

ul. Sienkiewicza 25
PL - 99-300 Kutno
Polen

und

Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Plant Friedberg
Freseniusstraße 1
61169 Friedberg
Deutschland

Z.Nr.: 1-18218

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2023.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nur klare Lösungen verwenden. Nur zur einmaligen Entnahme. Nach dem ersten Öffnen sollte das Produkt sofort verwendet werden. Bei künstlicher Ernährung des Patienten mit oralen und parenteralen Lösungen sollte darauf geachtet werden, dass nur ethanolfreie Lösungen verwendet werden.

Fachinformation

/ Version:5

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Metronidazol "Kabi" 0,5% - Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Infusionslösung enthält 5 mg Metronidazol.

1 Flasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 500 mg Metronidazol.

1 Flasche mit 300 ml Infusionslösung enthält 1,5 g Metronidazol.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

1 Flasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 740 mg Natriumchlorid.

1 Flasche mit 300 ml Infusionslösung enthält 2,22 g Natriumchlorid,

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Infusionslösung zur intravenösen Infusion.

Klare, farblose bis schwach gelbliche Lösung mit pH 4,8-5,2.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Bei folgenden Indikationen ist Metronidazol bei Erwachsenen und Kindern angezeigt:

1. Amoebiasis

Behandlung von intestinalen (akute Amöbendysenterie) und extraintestinalen (z.B. Amöbenabszess der Leber) Manifestationen einer Infektion mit Entamoeba histolytica.

Zusätzlich zu einer Metronidazol-Therapie kann bei Amöbenabszessen der Leber eine Aspiration oder Drainage des Eiters indiziert sein. Bei der Behandlung einer Amöbiasis mit Metronidazol ist zusätzlich eine Folgebehandlung mit Antibiotika, die im Darmlumen wirksam sind (z.B.

Paromomycin), empfohlen.

2. Infektionen mit Metronidazol-empfindlichen Erregern

Intraabdominale Infektionen wie Peritonitis, Intraabdominal-Abszess und Leberabszess Haut- und Weichteilinfektionen Gynäkologische Infektionen wie Endometritis, Endomyometritis und Tuboovarial-Abszess Bakterielle Septikämie Knochen- und Gelenksinfektionen Infektionen des Zentralen Nervensystems wie Meningitis und Gehirnabszess Infektionen des unteren Respirationstraktes wie Pneumonie, Empyem und Lungenabszess Endokarditis (verursacht durch Bacteroides-Spezies) Bei aeroben-anaeroben Mischinfektionen muss zur Abdeckung des aeroben Keimanteils ein entsprechendes Antibiotikum zusätzlich verwendet werden. Bei einer Behandlung von schweren Anaerobier-bedingten Infektionen wird üblicherweise anfangs die intravenöse Form von Metronidazol verwendet. Die Therapie kann aber, wenn es der Zustand des Patienten erlaubt, jederzeit auf eine Oraltherapie umgestellt werden.

3. Perioperative Infektionsprophylaxe

Prophylaktischer Einsatz bei chirurgischen und gynäkologischen Eingriffen.

4. Bakterielle Vaginose bei Jugendlichen

5. Urogenitale Trichomoniasis

6. Lambliasis (Giardiasis) bei Kindern und Jugendlichen

7. Eradikation von Helicobacter pylori bei Kindern und Jugendlichen

Antimikrobielles Wirkungsspektrum und Resistenzen siehe 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Metronidazol zu berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Amoebiasis, akute Amöbendysenterie

Erwachsene: 3mal täglich 750 mg für 5–10 Tage.

Kinder über 10 Jahre und Jugendliche: Bei Amöbiasis erhalten Kinder über 10 Jahre und
Jugendliche 400 mg bis 800 mg dreimal täglich über 5 bis 10 Tage.

Kinder unter 10 Jahre: Kinder unter 10 Jahre erhalten 35 mg bis 50 mg/kg pro Tag, aufgeteilt auf drei Dosen täglich, über 5 bis 10 Tage (max. 2,4 g/Tag).

Amöbenabszess der Leber

Jugendliche und Erwachsene: 3mal täglich 500–750 mg für 5–10 Tage.

Anaerobe Infektionen (Infektionen mit anaeroben Bakterien)

Jugendliche und Erwachsene: Üblicherweise ist eine Dosierung von 3mal 500 mg Metronidazol für einen Erwachsenen mit ca. 70 kg Körpergewicht pro Tag ausreichend. Bei Bedarf kann eine Loading Dose von 15 mg/kg (ca. 1 g für 70 kg) zu Beginn der Therapie verabreicht werden. Bei besonders schweren Krankheitsbildern kann die Tagesdosis erhöht werden, jedoch dürfen nicht mehr als 4 g innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden. In der Regel ist eine Behandlungsdauer von 5 – 7 Tagen ausreichend. In schweren Fällen aber kann eine Therapie von bis zu 10 Tagen erforderlich sein. Die Therapiedauer von 10 Tagen darf nur in Einzelfällen und bei strengster Indikationsstellung überschritten werden (siehe 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Kinder ab 8 Wochen bis 12 Jahre:

Kinder bis 12 Jahre erhalten zur Therapie von Infektionen, die durch anaerobe Bakterien verursacht sind, 20 mg bis 30 mg/kg Körpergewicht einmal pro Tag. Abhängig vom Schweregrad kann die Dosis auf 40 mg/kg pro Tag erhöht werden. Die Dauer der Behandlung beträgt üblicherweise 7 Tage.

Kinder jünger als 8 Wochen: 15mg/kg als Einzeldosis oder aufgeteilt auf 2 Dosen zu je 7,5mg/kg, welche in einem 12-Stunden Intervall gegeben werden.

Neugeborene mit einem Gestationsalter von weniger als 40 Wochen: Es kann zu einer Akkumulation von Metronidazol während der ersten Lebenswoche kommen, weshalb die Serumkonzentration von Metronidazol vorzugsweise nach wenigen Tagen der Therapie kontrolliert werden sollte.

Prophylaxe von postoperativen Infektionen verursacht durch anaerobe Bakterien:

Perioperative Infektionsprophylaxe (Mehrfachgabe)

Kinder ab 12 Jahre, Jugendliche und Erwachsene: 15 mg/kg (ca. 1 g für 70 kg) intravenös präoperativ, wobei darauf zu achten ist, dass die Infusion 1 Stunde vor Operationsbeginn beendet sein sollte, sowie postoperativ zwei weitere Gaben von 7,5 mg/kg (ca. 500 mg für 70 kg) im Abstand von 6 bis 8 Stunden.

Perioperative Infektionsprophylaxe (Einmalgabe)

Kinder ab 12 Jahre, Jugendliche und Erwachsene: Bei Appendektomie, sowie anderen abdominellen und gynäkologischen chirurgischen Eingriffen: prä-, intra- oder postoperativ 1000-1500 mg als Einzeldosis.

Kinder bis 11 Jahre: Zur perioperativen Prophylaxe bei Kindern bis 11 Jahre werden einmalig 20 mg bis 30 mg/kg ein bis zwei Stunden vor dem Eingriff gegeben.

Neugeborene mit einem Gestationsalter von weniger als 40 Wochen: 10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis vor dem Eingriff.

Bakterielle Vaginose

Jugendliche: Bei bakterieller Vaginose bei Heranwachsenden beträgt die Dosis zweimal täglich 400 mg über 5 bis 7 Tage oder 2 g als Einmalgabe.

Urogenitale Trichomoniasis

Kinder ab 10 Jahre, Jugendliche und Erwachsene: Bei urogenitaler Trichomoniasis erhalten Heranwachsende und Erwachsene 2 g als Einmalgabe oder zweimal täglich 400 mg über 5 bis 7 Tage. Kinder unter 10 Jahre: Kinder unter 10 Jahren erhalten 7 Tage lang 15 mg bis 30 mg/kg pro Tag, aufgeteilt auf zwei bis drei Dosen täglich.

Lambliasis (Giardiasis)

Kinder über 10 Jahre: Bei Lambliasis (Giardiasis) werden Kinder über 10 Jahre und Jugendliche mit 2 g einmal pro Tag über 3 Tage oder mit 400 mg dreimal täglich über 5 Tage behandelt.

Kinder von 7 bis 10 Jahre: 1000 mg einmal täglich über 3 Tage.

Kinder von 3 bis 7 Jahre: 600 mg bis 800 mg einmal täglich über 3 Tage.

Kinder von 1 bis 3 Jahre: 500 mg einmal täglich über 3 Tage.

Alternativ erhalten Kinder unter 10 Jahren 15 mg bis 40 mg/kg pro Tag über 3 Tage, aufgeteilt auf
zwei bis drei Dosen täglich.

Eradikation von Helicobacter pylori

Im Rahmen einer Kombinationstherapie zur Eradikation von Helicobacter pylori bei Kindern und Jugendlichen werden 20 mg/kg pro Tag (max. zweimal 500 mg/Tag) über 7 bis 14 Tage angewendet. Vor Behandlungsbeginn sind die offiziellen Therapieempfehlungen zu beachten.

Dosierung bei älteren Patienten

Bei Patienten über 70 Jahren werden gelegentlich verlängerte Eliminationshalbwertszeiten und höhere Blutspiegel von Metronidazol auch dann beobachtet, wenn sowohl Leber- als auch Nierenfunktion nicht beeinträchtigt sind. In diesen Fällen ist eine Reduktion der Standarddosis empfehlenswert.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Während die Pharmakokinetik von Metronidazol (Muttersubstanz) durch eine renale Insuffizienz nicht beeinträchtigt ist, kann es bei einer Nierenfunktionseinschränkung zur Kumulation der Metabolite kommen. Aus diesem Grund sollten bei Kreatinin-Clearance-Werten ab 30 ml/min und weniger die Dosierungsintervalle verlängert werden, und nicht mehr als 2mal 500 mg innerhalb von 24 Stunden verabreicht werden. Eine Kontrolle der Blutspiegel von Metronidazol und seinen Metaboliten ist zu empfehlen.

Hämodialyse

Sowohl Metronidazol als auch die beiden Metabolite sind gut dialysierbar. Die Dialysen-Clearance ändert sich in Abhängigkeit von der Dialysezeit und der verwendeten Membran, wobei die Clearance-Kapazität der Dialysegeräte für Harnstoff und Kreatinin nicht mit der Metronidazol-Clearance korreliert. Da unter Hämodialyse, jedoch nicht unter Peritonealdialyse, die Eliminationshalbwertszeit von Metronidazol stark verkürzt sein kann (z.B. auf ca. 3 Stunden), ist nach Hämodialyse unter Umständen eine zusätzliche Dosis zu verabreichen.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei Leberinsuffizienz ist die Plasma-Clearance von Metronidazol eingeschränkt. Daher muss eine
Dosisreduktion oder eine Verlängerung der Dosisintervalle vorgenommen werden.

Dosierung bei Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Nur bei Ileostomie-Patienten wird eine Dosisreduktion auf zwei Drittel der Normaldosis empfohlen.

Art der Anwendung

Zur langsamen intravenösen Infusion (innerhalb ca. 30 min für 100 ml).

Nur klare Lösungen verwenden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Nitroimidazolderivate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. Anfallsanamnese) Erkrankungen des blutbildenden Systems erstes Trimenon der Schwangerschaft Stillperiode Alkohol während der Behandlung Eine gleichzeitige Verabreichung von Metronidazol und Disulfiram ist strikt zu vermeiden (siehe 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen).

Nur für Indikation Eradikation H. pylori: Cockayne Syndrom

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nur klare Lösung verwenden. Nur zur einmaligen Entnahme. Nach dem ersten Öffnen sollte das
Produkt sofort verwendet werden.

Bei Patienten mit Hepatopathien ist Vorsicht geboten (siehe auch Dosierung bei eingeschränkter
Leberfunktion).

Die Anwendung von Metronidazol darf in der Regel 10 Tage nicht überschreiten. Diese Frist darf nur in Einzelfällen und bei strengster Indikationsstellung überschritten werden, weil bei längerer Therapiedauer die Häufigkeit von insbesondere neurologischen Nebenwirkungen zunimmt. Außerdem ist die Begrenzung der Therapiedauer erforderlich, weil sich eine Schädigung der menschlichen Keimzellen nicht ausschließen lässt und weil in tierexperimentellen Studien eine Zunahme von bestimmten Tumoren gesehen wurde. Eine unter Umständen erforderliche Therapiewiederholung sollte nicht vor 6 Wochen erfolgen.

Bei länger dauernder Behandlung mit Metronidazol sind Blutbildkontrollen, sowie Leber- und Nierenfunktionskontrollen durchzuführen. Beim Auftreten von zentralen oder peripheren neurologischen Symptomen (Konvulsionen, Ataxien, Parästhesien etc.) ist die Therapie abzubrechen. Ebenso sollte bei ausgeprägter Leukopenie und Hautreaktionen die Behandlung beendet werden.

Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist an eine antibiotikabedingte pseudomembranöse Kolitis zu denken, die lebensbedrohlich sein kann. Deshalb ist in diesen Fällen Metronidazol sofort abzusetzen und eine entsprechende Therapie einzuleiten (z.B. Vancomycin oral). In diesem Fall sind peristaltikhemmende Präparate kontraindiziert.

Während der Therapie mit Metronidazol ist jeglicher Alkoholgenuss zu vermeiden. Bei künstlicher Ernährung des Patienten mit oralen und parenteralen Lösungen sollte darauf geachtet werden, dass nur ethanolfreie Lösungen verwendet werden.

Über die Beeinflussung von Laborparametern siehe unter 4.5 Wechselwirkungen mit anderen
Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen.

Patienten, die eine orale Antikoagulantientherapie insbesondere mit Warfarin erhalten, müssen unter der Metronidazoltherapie neu eingestellt und sorgfältig überwacht werden (siehe 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen).

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Lungenödem ist auf Zufuhr der Flüssigkeitsmenge besonders zu achten.

Eine verminderte Nierenfunktion verändert die Pharmakokinetik der Muttersubstanz nicht wesentlich, führt aber bei länger dauernder Verabreichung zur Kumulation der Metabolite. Bei eingeschränkter Leberfunktion ist die Plasma-Clearance von Metronidazol vermindert, weshalb eine Dosisreduktion oder Intervallverlängerung erforderlich ist (siehe 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung).

Bei Frühgeborenen und Neugeborenen unter 8 Wochen sowie bei Kleinkindern mit ausgeprägter Unterernährung ist die Plasma-Clearance von Metronidazol sehr variabel, aber gegenüber der Plasma-Clearance bei Erwachsenen grundsätzlich deutlich vermindert (siehe 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften, Pharmakokinetik in speziellen Populationen). Daher kann die wiederholte Verabreichung von Metronidazol in diesen Patientengruppen nicht empfohlen werden. Sofern Metronidazol in diesen Patientengruppen die einzige mögliche/verbleibende Therapieoption darstellt, sollten die Plasma-Konzentrationen regelmäßig überprüft werden und gegebenenfalls Anpassungen der Dosierungen oder Dosierungsintervalle vorgenommen werden.

Wenn bei Säuglingen unter 13 Wochen die Gefahr einer Methämoglobinämie besteht, muss bei der Anwendung beachtet werden, dass eine Dosiseinheit von 500 mg Metronidazol bis zu 2 mg Nitrit enthalten kann. Gegebenenfalls ist eine alternative Therapie zu wählen.

Hepatoxizität bei Patienten mit Cockayne-Syndrom
Bei Patienten mit Cockayne Syndrom darf Metronidazol nicht zur Eradikation des H. pylori
angewendet werden (s. Abschnitt 4.3).

Fälle mit schwerer Hepatoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang und einem sehr schnellen Einsetzen nach der Behandlungseinleitung bei Patienten mit Cockayne-Syndrom wurden bei Arzneimitteln beobachtet, die Metronidazol für die systemische Anwendung enthalten. Bei dieser Population sollte Metronidazol nicht verwendet werden außer der Nutzen überwiegt das Risiko und falls keine alternative Behandlung zur Verfügung steht. Vor dem Therapiebeginn sowie während und im Anschluss an die Behandlung müssen Leberfunktionstests durchgeführt werden, bis sich die Leberfunktion wieder im normalen Bereich befindet bzw. bis die Ausgangswerte wieder erreicht sind. Falls die Leberwerte während der Behandlung deutlich erhöht sind, sollte das Arzneimittel abgesetzt werden.

Patienten mit dem Cockayne-Syndrom sollten angewiesen werden, Symptome für eine potenzielle Leberschädigung unverzüglich ihrem Arzt zu melden und die Einnahme von Metronidazol zu beenden (siehe Abschnitt 4.8).

Dieses Arzneimittel enthält 310 mg (13,5 mmol) Natrium je 100 ml Infusionslösung, entsprechend 15,5% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

Dies soll bei Anwendung an Patienten, die eine Natrium-arme Diät benötigen, berücksichtigt werden.

Die Anwendung des Arzneimittels Metronidazol "Kabi" kann bei Dopingkontrollen zu positiven
Ergebnissen führen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Nach Alkoholkonsum kann es zu einem Antabus-artigen Erscheinungsbild mit Übelkeit, Erbrechen, Flush und Blutdruckabfall kommen. Ein veränderter Geschmack alkoholischer Getränke wurde ebenfalls berichtet. Tierexperimentelle Daten zeigen eine Verstärkung der narkotischen Wirkung von Alkohol durch Metronidazol (siehe 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit).

Nach Alkoholkonsum während einer Metronidazol-Therapie in der Schwangerschaft kann es, bedingt durch die Zytotoxizität und Teratogenität von Azetaldehyd zum Auftreten eines fetalen Alkoholsyndroms kommen.

Die kombinierte Verabreichung von Metronidazol und Disulfiram kann zu psychotischen
Zustandsbildern führen.

Bei kombinierter Anwendung von Metronidazol und Aztreonam werden die maximalen
Serumkonzentrationen von Aztreonam durch Metronidazol um ca. 10% erniedrigt.

Bei gleichzeitiger Gabe von Metronidazol und Doxycyclin ist eine Wirkungssteigerung gegen
Anaerobier möglich.

Cimetidin kann den Metabolismus von Metronidazol in der Leber hemmen und dadurch zu höheren Metronidazol-Konzentrationen im Blut führen.

Bei Patienten mit oraler Antikoagulantientherapie (insbesondere Warfarin) kann die Hemmung der Blutgerinnung bei gleichzeitiger Verabreichung von Metronidazol verstärkt werden. In diesen Fällen muss der Quickwert unter Umständen neu eingestellt und die Prothrombinzeit regelmäßig kontrolliert werden.

Bei der Langzeittherapie mit stark die mikrosomalen Enzyme stimulierenden Substanzen (z.B.

Phenobarbital, Phenytoin) kann die Pharmakokinetik von Metronidazol mitunter so verändert werden, dass mit der üblichen Standarddosierung keine ausreichende Konzentration der Wirksubstanz aufrechterhalten werden kann. Der inhibierende Effekt von Metronidazol auf mikrosomale Enzyme kann zu einer verminderten Clearance und Akkumulation von Phenytoin führen.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Zytostatika (wie z.B. 5-Fluorouracil) und Metronidazol wird durch Verminderung der Clearance die Gesamttoxizität der zytostatischen Behandlung erhöht.

Bei gleichzeitiger Gabe von Metronidazol mit Lithium-Salzen ist Vorsicht geboten, weil ein Anstieg der Lithiumkonzentration im Serum beobachtet wurde. Über mögliche Nierenschäden unter gleichzeitiger Einnahme von Lithium und Metronidazol wurde berichtet. Eine Überwachung des Lithiumspiegels und der Nierenretentionswerte sollte bei gleichzeitiger Anwendung erfolgen oder eine Lithiumtherapie vor Behandlung mit Metronidazol möglichst ausgeschlichen werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Metronidazol und Mycophenolat Mofetil kann es zu einer Verminderung der verfügbaren Menge an pharmakologisch aktiven Mycophenolat –Metaboliten (MPA) kommen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Cyclosporin und Metronidazol kann es zur Erhöhung der Konzentration von Cyclosporin kommen. Der Cyclosporin-Serumspiegel und Serum-Kreatinin sollten überwacht werden.

Da bei gleichzeitiger Verabreichung von Metronidazol und Tacrolimus erhöhte Plasmaspiegel von Tacrolimus beobachtet wurden, kann eine Dosisreduktion von Tacrolimus notwendig sein.

Verlängerung der QT-Zeit und Torsades-de-Pointes-Arrhythmien wurden bei gleichzeitiger Gabe von Metronidazol und Amiodaron beschrieben. Erhöhte Vorsicht ist daher geboten.

Beeinflussung von diagnostischen Parametern

Falsch niedrige Labortestwerte von AST (SGOT), ALT (SGPT), LDH, Triglyceriden und Glucose
können unter Metronidazolgabe bei der Bestimmung mit der NADH-Methode auftreten.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Metronidazol auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen. Bisher sind keine anderen einschlägigen epidemiologischen Daten verfügbar.

Metronidazol wirkt mutagen bei Bakterien und kanzerogen bei einigen Nagetieren. Ein teratogener Effekt beim Menschen kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden (siehe 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit). Die Plazenta stellt keine Schranke für Metronidazol dar. Im ersten Trimenon der Schwangerschaft sollte Metronidazol daher keinesfalls angewendet werden, im zweiten und dritten Trimenon nur unter strengster Indikationsstellung.

Alkoholkonsum während der Metronidazoltherapie in der Schwangerschaft muss strikt vermieden werden (siehe 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen).

Stillzeit

Metronidazol tritt in die Muttermilch über und sollte daher während der Stillperiode nicht verabreicht werden. Im Falle einer notwendigen Metronidazol-Therapie muss das Stillen unterbrochen werden. Auch nach Behandlungsende sollte für mindestens 3 Tage nicht gestillt werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen durchgeführt. Der Einfluss von Metronidazol "Kabi" auf die
Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen ist daher nicht bekannt.

Allerdings kann Metronidazol die Fähigkeit von Patienten, ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu bedienen, aufgrund von Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem (z.B. Verwirrtheit, siehe 4.8 Nebenwirkungen), beeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Zu den Häufigkeiten der Nebenwirkungen kann keine Aussage getroffen werden, weil keine
ausreichenden Daten dazu vorliegen. Generell steigt die Häufigkeit des Auftretens von
Nebenwirkungen mit der Höhe der Dosis und der Dauer der Verabreichung.

Herzerkrankungen

  • erniedrigte T-Wellen-Amplitude im Elektrokardiogramm

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • Thrombozytopenie
  • reversible Neutropenie (Leukopenie)
  • aplastische Anämie

Erkrankungen des Nervensystems

  • periphere Neuropathien, meist vom sensorischen Typ
  • Verwirrtheitszustand
  • Depression
  • Schwindel
  • Ataxie
  • Kopfschmerz
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Metallischer Geschmack
  • Enzephalopathie
  • Optikusneuritis
  • Krampfanfälle

Augenerkrankungen

  • Myopie

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

  • Ototoxizität

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums

  • verstopfte Nase

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

  • Glossitis
  • abdominale Krämpfe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Diarrhoe
  • Obstipation
  • epigastrische Beschwerden
  • Mundtrockenheit
  • Zunge belegt
  • Appetit vermindert
  • Stomatitis, ev. verbunden mit einem Überwuchern von Candida albicans (orale Candidose) - Pankreatitis
  • pseudomembranöse Kolitis

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

  • Verfärbung des Urins (dunkel, braun-rot), verursacht durch die Ausscheidung von Metaboliten
  • Dysurie
  • Cystitis
  • Harninkontinenz

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

  • durch resistente Bakterien, Protozoen oder Pilze verursachte Superinfektionen

Gefässerkrankungen

  • Thrombophlebitis

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

  • Fieber

Erkrankungen des Immunsystems
Als Symptome von Überempfindlichkeit wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet

  • Urtikaria
  • Exanthem
  • Pruritus
  • Anaphylaxie
  • Toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
  • Arzneimittelfieber
  • fixiertes Arzneimittelexanthem

Leber- und Gallenerkrankungen

  • Hepatitis

Art und Schweregrad von Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen gleich.

Fälle von schwerer irreversibler Hepatotoxizität/akutem Leberversagen, einschließlich Fällen mit
tödlichem Ausgang mit sehr schnellem Beginn der systemischen Anwendung von Metronidazol,
wurden bei Patienten mit Cockayne-Syndrom berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Als Symptome nach Überdosierung von Metronidazol wurden Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Ataxie, Tachykardie, Atemnot und ein Anstieg der Leberenzyme berichtet. Nach 5 – 7 Tagen mit Dosen zwischen 6 und 10,4 g jeden Tag wurden neurotoxische Effekte beobachtet (einschließlich epileptischer Anfall und periphere Neuropathie). Vergiftungserscheinungen durch Überdosierung müssen, da kein spezifisches Antidot existiert, ausschließlich symptomatisch behandelt werden. Sowohl Metronidazol als auch die beiden Hauptmetabolite sind gut dialysierbar.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppen:

Antibiotika zur systemischen Anwendung, Andere Antibiotika, Imidazol-Derivate
ATC-Code: J01XD01
und Mittel gegen Amöben und andere Protozoen-Erkrankungen, Nitroimidazol-Derivate
ATC-Code: P01AB01.

Eigenschaften und Wirksamkeit

Metronidazol, 1-(2-hydroxyethyl)-2-methyl-5-nitroimidazol, ist ein Chemotherapeutikum, das bei einigen Protozoenerkrankungen und bakteriellen Infekten mit obligat anaeroben Keimen wirksam ist. Der Wirkungstyp ist bakterizid, amöbizid und trichomonazid.

Metronidazol wird unter strikt anaeroben Bedingungen durch Reduktion der Nitrogruppe aktiviert. Die Wirksamkeit beruht vermutlich auf dabei entstehenden Metronidazol-Radikalen und anderen kurzlebigen Zwischenprodukten, die mit der DNA interagieren und so die DNA-Synthese hemmen, was zum Absterben der Erreger führt.

Gegen Gardnerella vaginalis ist insbesondere auch der Hydroxymetabolit von Metronidazol wirksam.

Mikrobiologie - Wirkungsspektrum

Protozoen: Metronidazol ist wirksam gegen Trichomonas vaginalis (trichomonazid), Entamoeba
histolytica (amöbizid) und Giardia lamblia.

Anaerobe Bakterien: Metronidazol ist in vitro wirksam gegen alle obligaten Anaerobier, außer
Propioni-Bakterien und Actinomyceten, zeigt aber gegen fakultative Anaerobier (Enterobakterien)
keine klinisch relevante Wirksamkeit. Auf empfindliche Keime wirkt Metronidazol schon bei
Konzentrationen bakterizid, die der minimalen Hemmkonzentration entsprechen, oder nur knapp
darüber liegen.

Metronidazol zeigte in vitro und klinisch Aktivität gegen folgende Keime:

Anaerobe Gram-negative Bakterien: Bacteroides-Spezies inkl. der Bacteroides fragilis-Gruppe (B. fragilis, B. distasonis, B. ovatus, B. thetaiotaomicron, B. vulgatus), Fusobacterium spp., Prevotella spp., Veillonella spp.

Anaerobe Gram-positive Stäbchen: Clostridium spp, Peptostreptococcus spp., Eubacterium spp. und Peptococcus niger.

Gram-variable mikroaerophile Bakterien: Gardnerella vaginalis

Empfindlichkeitstests: Ein Bakterium kann als empfindlich bezeichnet werden, wenn der MHK-Wert von Metronidazol nicht über 16 Mikrogramm/ml liegt. Bei einem MHK-Wert über 16 Mikrogramm/ml muss der Mikroorganismus als resistent betrachtet werden.

Wirkung auf die Darmflora des Menschen

Metronidazol kann die Homöostase der Darmflora verändern, eine Veränderung der vaginalen Flora ist jedoch bisher nicht beschrieben worden. Vaginale Milchsäurebakterien sind in der Regel resistent gegen Metronidazol.

Empfindlichkeiten und Resistenzen

Es gibt keine EUCAST-Empfehlungen hinsichtlich klinischer Breakpoints für Metronidazol.

Publizierte Daten zur in vitro-Empfindlichkeit von Erregern sind wie folgt: Die minimale Hemmkonzentration (MHK50) für die meisten anaeroben Bakterien liegt bei 1 Mikrogramm/ml oder darunter. Die MHK50 für Entamoeba histolytica beträgt üblicherweise unter 1 Mikrogramm/ml und für Trichomonas vaginalis 3 Mikrogramm/ml. Für einzelne Stämme von Entamoeba histolytica wurden MHK-Werte von 25 Mikrogramm/ml berichtet.

Resistenzmechanismen

Allgemein kann die Anwesenheit von Sauerstoff mit der Aktivierung von Metronidazol durch
Reduktion interferieren, was zu herabgesetzter Empfindlichkeit/Resistenz der Erreger gegenüber
Metronidazol führen kann.

Resistenzmechanismen von Bakterien:

Herabgesetzte Empfindlichkeit und Resistenz gegenüber Metronidazol korreliert mit dem Auftreten der verwandten nimA-F Gene in Bacteroides spp., die für Varianten einer 5-Nitroimidazol Reduktase kodieren. Dieses Enzym reduziert 5-Nitroimidazol zum nicht toxischen Amin-Derivat. Über das Auftreten von nim-verwandten Genen in anderen Bakterien-Gattungen wurde berichtet (z.B.

Clostridium spp.).

Bei Helicobacter pylori kann eine verminderte Empfindlichkeit gegenüber Metronidazol auf die Anwesenheit von Sauerstoff zurückzuführen sein. Außerdem können Mutationen in den Genen rdxA und frxA, die für Komponenten des Redoxsystems kodieren, Resistenz vermitteln. Beide Genprodukte katalysieren normalerweise eine Sauerstoff-unabhängige Bildung von toxischen Metronidazol-Metaboliten durch Reduktion.

Der Resistenzmechanismus bei den meisten anderen anaeroben Bakterien ist unbekannt.

Resistenzmechanismen in Protozoen:

Die Unempfindlichkeit/Resistenz von Entamoeba histolytica, Trichomonas vaginalis und Giardia spp. beruht auf (teilweiser) Inaktivierung jener Enzyme, welche die Aktivierung von Metronidazol durch Reduktion katalysieren. In Entamoeba histolytica kann außerdem eine gesteigerte Aktivität von Superoxid Dismutase durch die effizientere Detoxifikation von freien Radikalen Resistenz vermitteln.

Häufigkeit des Auftretens von resistenten Mikroorganismen

Da für Metronidazol in Europa keine einheitlichen Breakpoints gemäß EUCAST festgelegt sind, differieren die in der Literatur berichteten Resistenz-Häufigkeiten beträchtlich und können daher zur Zeit nicht exakt angegeben werden.

Anaerobe Bakterien:

Metronidazol-resistente Erreger (klinische Isolate) der Gattungen Bacteroides und Clostridium, sowie der meisten anderen anaeroben Bakterien sind selten beobachtet worden.

Für folgende Spezies wurden häufiger Metronidazol-Resistenzen beschrieben:

Für Peptostreptococcus spp. wurden Resistenz-Häufigkeiten von bis zu ca. 10% beobachtet.

Für Helicobacter pylori wurden Resistenz-Häufigkeiten von bis zu 66% beobachtet, wobei die
Tendenz steigend ist.

Bis zu ca. 50% aller klinischer Isolate von Gardnerella vaginalis müssen aufgrund der erhobenen
MHK-Werte als resistent betrachtet werden.

Protozoen:

Während resistente klinische Isolate von Entamoeba histolytica und Giardia lamblia selten sind,
zeigen klinische Isolate von Trichomonas vaginalis eine Resistenz-Häufigkeit von bis zu ca. 5%.

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich variieren, und lokale Informationen über Resistenzen sind wünschenswert, insbesondere wenn schwere Infektionen behandelt werden. Bei Bedarf sollte der Rat eines Experten eingeholt werden, wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz den Nutzen des Wirkstoffes bei mindestens einigen Infektionen in Frage stellt. Die Erstellung eines Antibiogramms sollte in Erwägung gezogen werden.

Kreuzresistenzen bestehen innerhalb der Klasse der Nitroimidazol-Antibiotika, nicht jedoch zu
anderen Antibiotika-Klassen.

Üblicherweise empfindliche Spezies

Protozoen
Trichomonas vaginalis
Entamoeba histolytica
Giardia lamblia
Obligat anaerobe Gram-negative Bakterien
Bacteroides spp., inkl. Bacteroides fragilis-Gruppe (B. fragilis, B. distasonis,
B. ovatus, B. thetaiotaomicron, B. vulgatus)
Fusobacterium spp.

Prevotella spp.

Veillonella spp.

Obligat anaerobe Gram-positive Bakterien
Clostridium spp.

Peptostreptococcus spp.

Peptococcus niger
Eubacterium spp.

Andere Bakterien
Gardnerella vaginalis

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können

Bakterien:

Helicobacter spp.

Campylobacter spp.

Peptostreptococcus spp.

Gardnerella vaginalis
Protozoen:

Trichomonas vaginalis

Von Natur aus resistente Spezies

Propionibacterium spp.

Actinomyceten
Lactobacillus spp.

Enterobakterien
Mycobakterien
alle obligat aeroben Mikroorganismen

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption

Nach einmaliger intravenöser Applikation von 500 mg werden Serumspitzenkonzentrationen von ca. 10 Mikrogramm/ml erreicht. Bei wiederholter Verabreichung von 500 mg alle 8 Stunden werden Steady-State Konzentrationen von 10-20 Mikrogramm/ml erreicht.

Distribution

Metronidazol zeigt eine gute Gewebepenetration. Die Konzentrationen in Liquor cerebrospinalis,
Speichel und Muttermilch entsprechen denen im Serum.

Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt etwa 0,5-1 L/kg. Etwa 10-20% des Metronidazol sind an Plasmaprotein gebunden. Die Plasmakonzentration von Metronidazol steigt linear mit der Dosis an.

Metabolismus

Der Metabolismus erfolgt überwiegend über mikrosomale Cytochrom P450 Oxidasen in der Leber. Die Plasma-Halbwertszeit kann bei Leberinsuffizienz 11-29 Stunden betragen.

Elimination

Beim gesunden Erwachsenen beträgt die Eliminationshalbwertszeit durchschnittlich 8 Stunden. Bei Kindern über 8 Wochen entspricht die Pharmakokinetik von Metronidazol weitestgehend derjenigen von Erwachsenen. Metronidazol wird hauptsächlich renal ausgeschieden (Urine Recovery 60–80%). Im Urin erscheinen als Ausscheidungsprodukte neben der Muttersubstanz auch Metabolite, und zwar ein Hydroxy- und ein Säuremetabolit, die durch Seitenkettenoxidation und durch Glucuronidierung entstehen. Die renale Clearance von Metronidazol ist ca. 10 ml/min/1,73 m2.

Der Anteil von unverändertem Metronidazol an der Gesamtausscheidung beträgt rund 20%.

Pharmakokinetik in speziellen Populationen

Die Eliminationshalbwertszeit ist bei Säuglingen in den ersten 8 Lebenswochen auf 22,5 Stunden und darüber, bei unreifen Frühgeborenen auf bis zu ca. 100 Stunden verlängert. Eine Verlängerung der Plasma-Halbwertszeit auf bis zu 23 h ist ebenfalls bei Kindern zwischen 9 Wochen und 4 Jahren mit ausgeprägter Unterernährung beobachtet worden.

Bei Patienten über 70 Jahren werden gelegentlich verlängerte Eliminationshalbwertszeiten und höhere Blutspiegel von Metronidazol auch dann beobachtet, wenn sowohl Leber- als auch Nierenfunktion nicht beeinträchtigt sind.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Während die Pharmakokinetik von Metronidazol (Muttersubstanz) durch eine renale Insuffizienz nicht beeinträchtigt ist, kann es bei einer Nierenfunktionseinschränkung zur Kumulation der Metabolite kommen.

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz ist die Plasma-Clearance von Metronidazol eingeschränkt.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Nebenwirkungen, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurden, aber bei Tieren nach Exposition im humantherapeutischen Bereich auftraten und als möglicherweise relevant für die klinische Anwendung zu bewerten sind, waren wie folgt :

Sicherheitspharmakologie
In Hunden wurden nach Verabreichung von 250 mg/kg Metronidazol vorübergehender
Blutdruckabfall und leichte Bradykardie beobachtet.

Genotoxizität Metronidazol führte zu Chromosomenschäden in stimulierten Blutzellen. Nach wiederholter subkutaner Verabreichung von Metronidazol konnte in einer Maus-Studie ebenfalls eine Induktion von Chromosomenschäden im Knochenmark beobachtet werden.

Karzinogenität Nach lebenslanger oraler Exposition konnte für Metronidazol in Mäusen und Ratten eine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen werden. In Mäusen und Ratten wurde weiterhin eine co-kanzerogene Wirkung bei der UV-bedingten Induktion von Hauttumoren und der chemischen Induktion von Darmtumoren beobachtet. Kanzerogene und co-kanzerogene Effekte von Metronidazol im Menschen wurden bislang nicht beobachtet.

Reproduktionstoxikologie In männlichen Mäusen und Ratten wurden nach wiederholter Verabreichung von Metronidazol eine vorübergehende Reduktion der Spermienzahl, vermehrte Spermiendefekte und eine vorübergehende Einschränkung der Fertilität beobachtet. In weiblichen Mäusen und Ratten wurde ein geringer fetotoxischer Effekt von Metronidazol beobachtet, jedoch keine teratogenen Effekte.

Immunotoxizität In Mäusen und Ratten wurde nach Verabreichung von Metronidazol eine Verminderung der humoralen und zellulären Immunabwehr gegen Kontrollantigene beobachtet. Metronidazol zeigte in diesen Tests eine eindeutige immunsuppressive Wirkung.

Andere Beobachtungen
In Ratten wurde bei wiederholter Anwendung von Metronidazol eine Verlangsamung der
Wundheilung beobachtet.

Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Metronidazol und Gentamycin ist in Meerschweinchen eine
Erhöhung der Ototoxizität von Gentamycin beobachtet worden.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Dinatriumhydrogenphosphat 12 H2O
Zironensäure - Monohydrat

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

Durch Kontakt von gelöstem Metronidazol mit Aluminium in Vorrichtungen wie Nadeln kann es zu rötlich-braunen Verfärbungen kommen.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Flaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Infusionsflaschen aus farblosem Glas (Typ II Glas) oder Polyethylen (KabiPac).

Die Glasflaschen sind mit einem Verschluss aus Halobutyl-Gummi und Aluminiumkappen versehen.

Packungen mit 1, 5, 10 oder 12 Flaschen zu je 100 ml Infusionslösung.

Packungen mit 1 oder 10 Flaschen zu je 300 ml Infusionslösung (in 500 ml - Flaschen).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Inhaber der Zulassung:

Fresenius Kabi Austria GmbH, Hafnerstraße 36, A-8055 Graz

8. ZULASSUNGSNUMMER

1-18218

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Zulassung: 02/03/1987

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 02/03/2007

10. STAND DER INFORMATION

01/2023

Rezeptpflicht/Apothekenpflicht

Rezept- und apothekenpflichtig