Capvaxive – Beipackzettel (Fach- und Gebrauchsinformation)
ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle
Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind
aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von
Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
CAPVAXIVE Injektionslösung in einer Fertigspritze
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff (21-valent)
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 Dosis (0,5 ml) enthält:
| Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 3 Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 6A Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 7F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 8 Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 9N Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 10A Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 11A Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 12F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 15A Pneumokokken-Polysaccharid aus deOAc15B (de-O-acetylierter Serotyp 15B) Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 16F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 17F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 19A Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 20A Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 22F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 23A Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 23B Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 24F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 31 Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 33F Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 35B | 1 1 1 1 1 1 | 1 1 1 1 1 4 µg 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 | 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg 4 µg |
| 1 Konjugiert an CRM (aus Corynebacterium diphtheriae fluorescens. | -Trägerprotein. CRM 197 C7) und wurde rekombinant exprimiert in | ist eine nicht-toxische Mutante des Diphtherie-Toxins 197 Pseudomonas | |
| 1 Dosis (0,5 ml) enthält etwa 65 µg CRM | 197 | -Trägerprotein. |
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
1 Dosis (0,5 ml) enthält 0,5 mg Polysorbat 20.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektion).
Der Impfstoff ist eine farblose, klare bis opaleszierende Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
CAPVAXIVE ist indiziert bei Erwachsenen ab 18 Jahren für die aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen und Pneumonien, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden.
CAPVAXIVE ist indiziert bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis unter 18 Jahren, die zuvor bereits eine pädiatrische Pneumokokken-Grundimmunisierung abgeschlossen haben, für die aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen und Pneumonien, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden.
Für Informationen zum Schutz vor bestimmten Pneumokokken-Serotypen, siehe Abschnitte 4.4 und 5.1.
CAPVAXIVE sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Personen ab 18 Jahren
1 Dosis (0,5 ml).
Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis unter 18 Jahren, die zuvor bereits eine pädiatrische
Pneumokokken-Grundimmunisierung abgeschlossen haben
1 Dosis (0,5 ml).
Falls die Anwendung des 23-valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs (PPSV23) als
angemessen erachtet wird, sollte CAPVAXIVE zuerst verabreicht werden, basierend auf den
klinischen Erfahrungen mit anderen Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen.
Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung mit einer weiteren Dosis CAPVAXIVE ist nicht erwiesen.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von CAPVAXIVE bei Kindern unter 2 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
CAPVAXIVE ist nur durch eine intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Dieser Impfstoff sollte bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms gegeben werden, wobei darauf zu achten ist, dass keine Injektion in oder in die Nähe von Nerven und Blutgefäßen erfolgt.
Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, einschließlich Diphtherie-Toxoid, oder einen der in
Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Anaphylaxie
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen haben für den Fall eines seltenen, anaphylaktischen
Ereignisses nach Anwendung des Impfstoffs immer eine angemessene medizinische
Behandlungsmöglichkeit und Überwachung zur Verfügung zu stehen.
Zeitgleiche Erkrankungen
Bei Personen, die an einer akuten, schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion leiden, ist die Impfung zu verschieben. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichten Fiebers ist kein Grund für eine Verzögerung der Impfung.
Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen
Wie bei anderen intramuskulären Injektionen sollte die Verabreichung des Impfstoffs bei Personen, die eine Therapie mit Antikoagulanzien erhalten, oder Personen, die an einer Thrombozytopenie oder einer Gerinnungsstörung (wie z. B. Hämophilie) leiden, mit besonderer Vorsicht erfolgen, da es bei diesen Personen nach einer intramuskulären Verabreichung zu Blutungen oder Hämatomen kommen kann.
Angstbedingte Reaktionen
Im Zusammenhang mit der Impfung können angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen als Reaktion auf den Nadelstich auftreten. Stressbedingte Reaktionen sind vorübergehend und klingen von selbst ab. Es ist wichtig, dass Vorkehrungen getroffen werden, um Verletzungen infolge einer Ohnmacht zu vermeiden.
Immungeschwächte Personen
Für Personen aus immungeschwächten Gruppen liegen keine Sicherheits- und Immunogenitätsdaten für CAPVAXIVE vor. Eine Impfung sollte individuell abgewogen werden.
Basierend auf Erfahrungen mit Pneumokokken-Impfstoffen können immungeschwächte Personen, einschließlich Personen, die eine immunsuppressive Therapie erhalten, eine reduzierte Immunantwort auf CAPVAXIVE haben.
Schutzwirkung
Wie bei jedem Impfstoff schützt eine Impfung mit CAPVAXIVE möglicherweise nicht alle geimpften Personen. Dieser Impfstoff schützt nur gegen die im Impfstoff enthaltenen Streptococcus-pneumoniae-Serotypen sowie gegen den kreuzreaktiven Serotyp 15B (siehe Abschnitte 2 und 5.1).
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Polysorbat 20
Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 20 pro Dosis. Polysorbate können allergische
Reaktionen hervorrufen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Verschiedene injizierbare Impfstoffe sollten immer an verschiedenen Injektionsstellen verabreicht
werden.
Personen ab 18 Jahren
CAPVAXIVE kann gleichzeitig mit einem quadrivalenten Influenza-Impfstoff (Spaltimpfstoff,
inaktiviert) verabreicht werden. Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von
CAPVAXIVE mit anderen Impfstoffen als Influenza-Impfstoffen vor.
Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis < 18 Jahren
Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von CAPVAXIVE mit anderen Impfstoffen vor.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Bisher liegen keine Daten zur Anwendung von CAPVAXIVE bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).
Während der Schwangerschaft soll die Anwendung von CAPVAXIVE nur dann in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter und den Fetus die möglichen Risiken überwiegt.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob CAPVAXIVE in die Muttermilch übergeht.
Fertilität
Es liegen keine Daten am Menschen zur Wirkung von CAPVAXIVE auf die Fertilität vor.
Tierexperimentelle Studien an weiblichen Ratten lassen nicht auf schädliche Auswirkungen schließen (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
CAPVAXIVE hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der unter Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“ erwähnten unerwünschten Arzneimittelreaktionen könnten jedoch vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Personen ab 18 Jahren
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung mit CAPVAXIVE bei Personen ab 18 Jahren wurden gezielt abgefragt. Die insgesamt am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (52,9 %), Ermüdung/Fatigue (25,3 %), Kopfschmerzen (17,7 %) und Myalgie (10,4 %).
Die Mehrzahl der lokalen und systemischen Nebenwirkungen bei Personen, die CAPVAXIVE erhielten, waren leicht oder mäßig ausgeprägt (basierend auf Intensität oder Größe) und von kurzer Dauer (≤ 3 Tage); schwere Reaktionen (definiert als ein Ereignis, das normale Alltagsaktivitäten verhindert oder mit einer Größe von > 10 cm) traten bei ≤ 1,0 % der Erwachsenen auf (siehe Tabelle 1).
Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis < 18 Jahren
Insgesamt wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede im Sicherheitsprofil bei Kindern und
Jugendlichen im Alter von 2 bis < 18 Jahren im Vergleich zu Personen ab 18 Jahren beobachtet.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung mit CAPVAXIVE bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis < 18 Jahren wurden gezielt abgefragt. Die am häufigsten berichteten (> 10 %) Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (67,7 %), Erythem an der Injektionsstelle (24,3 %), Ermüdung/Fatigue (20,1 %), Schwellung an der Injektionsstelle (18,8 %), Kopfschmerzen (17,1 %), Unwohlsein (13,3 %) und Reizbarkeit (11,6 %). Die Mehrzahl der lokalen und systemischen Nebenwirkungen bei Personen, die CAPVAXIVE erhielten, waren leicht oder mäßig ausgeprägt (basierend auf Intensität oder Größe) und von kurzer Dauer (≤ 3 Tage). Ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (SAE), Synkope (0,2 %), wurde als mit CAPVAXIVE in Zusammenhang stehend bewertet.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Sofern nicht anders angegeben, basieren die Häufigkeitskategorien auf den Sicherheitsdaten von CAPVAXIVE, die in 6 klinischen Studien bewertet wurden. Diese Studien wurden in Nord- und Südamerika, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Afrika durchgeführt und schlossen 4 914 Personen im Alter ab 18 Jahren mit oder ohne stabiler Grunderkrankung ein.
Die Häufigkeitsangaben bei Personen im Alter von 2 bis < 18 Jahren basieren auf einer klinischen Studie an 874 Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung, die zuvor bereits eine pädiatrische Pneumokokken-Grundimmunisierung abgeschlossen hatten.
In diesem Abschnitt werden die für alle Altersgruppen gemeldeten Nebenwirkungen nach Systemorganklasse mit absteigender Häufigkeit und Schweregrad aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:
- Sehr häufig (≥ 1/10)
- Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
- Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)
- Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
- Sehr selten (< 1/10 000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Tabellarische Liste der Nebenwirkungen
| Systemorganklasse Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Erkrankungen des Immunsystems Psychiatrische Erkrankungen Erkrankungen des Nervensystems Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort |
| Nebenwirkung Lymphadenopathie Überempfindlichkeit sreaktion, einschließlich Bronchospasmus Reizbarkeit Kopfschmerzen Schwindelgefühl Somnolenz Synkope Übelkeit Diarrhö Erbrechen Urtikaria Myalgie Arthralgie Schmerzen an der Injektionsstelle Ermüdung/Fatigue Erythem an der Injektionsstelle Schwellung an der Injektionsstelle Fieber Jucken an der Injektionsstelle Schüttelfrost Blauer Fleck an der Injektionsstelle Unwohlsein |
| Gelegentlich Selten - Sehr häufig Gelegentlich - - Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich - Häufig Gelegentlich Sehr häufig Sehr häufig Häufig Häufig Häufig Gelegentlich Gelegentlich Gelegentlich - |
| Erwachsene † * † † † * † * † † |
| Häufigkeit |
| Jugendliche von 2 bis - - Sehr häufig Sehr häufig - Häufig Gelegentlich - - - Häufig Häufig Häufig Sehr häufig Sehr häufig Sehr häufig Sehr häufig Häufig - - - Sehr häufig |
| Kinder und < 18 Jahren † † † † † † † † † † † † |
- sehr häufig bei Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren † Kennzeichnet gezielt abgefragte Nebenwirkungen. Bei Erwachsenen (≥ 18 Jahre) und pädiatrischen Teilnehmenden (2 bis < 18 Jahre) wurden unterschiedliche Nebenwirkungen abgefragt. Bei Erwachsenen wurden Kopfschmerzen, Myalgie, Schmerzen an der Injektionsstelle, Ermüdung/Fatigue, Erythem an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle und Fieber gezielt abgefragt, jeweils von Tag 1 bis Tag 5 nach der Impfung. Bei pädiatrischen Teilnehmenden wurden alle bei Erwachsenen abgefragten Nebenwirkungen erfasst, sowie zusätzlich Reizbarkeit, Somnolenz, Urtikaria, Arthralgie und Unwohlsein abgefragt, jeweils von Tag 1 bis Tag 5 nach der Impfung.
Weitere besondere Personengruppen
Sicherheit bei Personen ab 65 Jahren Bei Studienteilnehmenden ab 75 Jahren wurde, verglichen mit Studienteilnehmenden im Alter von 65 bis 74 Jahren, eine geringere Häufigkeit von lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle beobachtet. Es gab keine klinisch bedeutsamen Unterschiede für andere Nebenwirkungen bei Studienteilnehmenden im Alter von 65 bis 74 Jahren und ab 75 Jahren, die CAPVAXIVE erhielten.
Sicherheit bei Erwachsenen mit HIV-Infektion Das Sicherheitsprofil von CAPVAXIVE bei Erwachsenen mit HIV war im Allgemeinen vergleichbar mit dem Sicherheitsprofil des 15-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs (PCV15), gefolgt von PPSV23 (siehe Abschnitt 5.1).
Sicherheit bei Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen Eine zusätzliche Studie, Protokoll 008, wurde durchgeführt, um CAPVAXIVE bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einer oder mehreren vordefinierten chronischen Erkrankungen, von denen bekannt ist, dass sie das Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen erhöhen, zu bewerten (siehe Abschnitt 5.1). Das Sicherheitsprofil von CAPVAXIVE war im Allgemeinen vergleichbar mit PCV15, gefolgt von PPSV23, und im Allgemeinen ähnlich zu dem Profil, das in den Pivotalstudien beobachtet wurde.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Eine Überdosierung von CAPVAXIVE ist aufgrund seiner Darreichungsform als Fertigspritze
unwahrscheinlich.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pneumokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AL02
Wirkmechanismus
CAPVAXIVE enthält 21 Pneumokokken-Kapselpolysaccharide von Streptococcus pneumoniae (3, 6A, 7F, 8, 9N, 10A, 11A, 12F, 15A, deOAc15B, 16F, 17F, 19A, 20A, 22F, 23A, 23B, 24F, 31, 33F und 35B), von denen bekannt ist, dass diese zur Pathogenität von Pneumokokken bei Erwachsenen beitragen. Jeder Serotyp der aktivierten Polysaccharide ist jeweils an ein Trägerprotein (CRM197) konjugiert und induziert eine Antikörperbildung, die die Opsonisierung, Phagozytose und Abtötung von Pneumokokken zum Schutz vor Pneumokokken-Erkrankungen verbessern. CAPVAXIVE löst eine T-Zell-abhängige Immunantwort aus. Trägerproteinspezifische T-Helferzellen unterstützen die Spezifität, Funktionalität und Reifung Serotyp-spezifischer B-Zellen.
Immunantworten nach einer natürlichen Exposition gegenüber Streptococcus pneumoniae oder nach einer Pneumokokken-Impfung können durch die Beurteilung der opsonophagozytischen Aktivität (OPA) bestimmt werden, um funktionale Antikörper zu bewerten, die in der Lage sind, Pneumokokken-Kapselpolysaccharide zu opsonisieren, um sie phagozytischen Zellen zur Aufnahme und anschließenden Abtötung zu präsentieren. Die OPA-Antworten gelten als wichtiger immunologischer Surrogatparameter für den Schutz gegen Pneumokokken-Erkrankungen bei Erwachsenen. Spezifische Schwellenwerte, die bei Erwachsenen mit Immunschutz korrelieren, sind nicht definiert. Es besteht eine positive Korrelation zwischen den OPA-Antworten und den antikapsulären Immunoglobulin-G(IgG)-Antworten.
Serotyp-spezifische Immunantworten (OPA und IgG) gegenüber den 21 in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen und dem kreuzreaktiven Serotyp 15B wurden mittels eines validierten Multiplex-Opsonophagocytose-Assays (MOPA) und eines Pneumokokken-Elektrochemilumineszens-Assays (Pn ECL) gemessen. Der Serotyp 15C repräsentiert die Immunantwort auf das deOAc15B-Polysaccharid, da die Molekülstrukturen von deOAc15B und 15C ähnlich sind.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Erfahrungen aus klinischen Studien bei Personen ab 18 Jahren
Sechs klinische Phase-3-Studien (Protokoll 003, Protokoll 004, Protokoll 005, Protokoll 006, Protokoll 007 und Protokoll 010), die in Nord- und Südamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und Afrika durchgeführt wurden, untersuchten die Immunogenität von CAPVAXIVE bei 8 369 Personen ab 18 Jahren, von denen 5 450 CAPVAXIVE erhielten. Die Studienteilnehmenden in den Phase-3-Studien umfassten Erwachsene verschiedener Altersgruppen; annähernd 32 % waren 18 bis 49 Jahre alt, 32 % waren 50 bis 64 Jahre alt, 29 % waren 65 bis 74 Jahre alt und 8 % waren 75 Jahre alt und älter. Von den geimpften Teilnehmenden hatten 14 % zuvor andere Pneumokokken-Impfstoffe erhalten, 33 % hatten Risikofaktoren für eine Pneumokokken-Erkrankung (z. B. Alkoholismus, chronische Herzerkrankung, chronische Lebererkrankung, chronische Lungenerkrankung einschließlich Asthma, Diabetes, Nierenfunktionsstörungen, Rauchen) und annähernd 4 % waren mit HIV infizierte Erwachsene, was ebenfalls mit einem hohen Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung verbunden ist.
In jeder der Studien wurde die Immunogenität anhand der Serotyp-spezifischen OPA- und IgG-Antworten 1 Monat nach der Impfung beurteilt.
Klinische Studien bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Erwachsenen
Basierend auf einer vergleichenden Immunogenität wurde die Wirksamkeit von CAPVAXIVE bei Erwachsenen gegen invasive Pneumokokken-Erkrankung und Pneumonie mit einem zugelassenen Pneumokokken-Impfstoff (20-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff [PCV20] und PPSV23) untersucht.
Protokoll 003 In einer Doppelblindstudie wurden 2 362 Pneumokokken-Impfstoff-naive Personen ab 50 Jahren randomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder PCV20 zu erhalten. Die Immunantwort, bewertet nach dem Verhältnis der geometrischen mittleren Titer (GMT) (CAPVAXIVE/PCV20), ist in Tabelle 2 dargestellt.
CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte statistische Kriterium für eine Nichtunterlegenheit gegenüber PCV20 hinsichtlich der 10 Serotypen, die in beiden Impfstoffen enthalten sind, bewertet nach dem Verhältnis der geometrischen mittleren Titer (GMT) (CAPVAXIVE/PCV20). Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-Konfidenzintervalls (KI) > 0,5 betrug. CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PCV20 für alle außer einen (15C) der 11 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen, bewertet nach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PCV20). Das statistische Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 2,0 betrug (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Serotyp-spezifische OPA-GMTs bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen ≥ 50 Jahren (Protokoll 003)
| Pneumokokken-Serotyp | CAPVAXIVE (N = 1 179) n | GMT* | (N = 1 177) n | PCV20 | GMT* | GMT-Verhältnis* (CAPVAXIVE/PCV20) | (95%-KI)* | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 10 gemeinsame Serotypen 11 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltene Serotypen Kreuzreaktiver Serotyp * GMTs, GMT-Verhältnis und 95% geschätzt. † Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PCV20) > 0,5 betrug. ‡ Das Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PCV20) > 2,0 betrug. | † 3 6A 7F 8 10A 11A 12F 19A 22F 33F 9N 15A 15C 16F 17F 20A 23A 23B 24F 31 35B 15B | 1 154 1 148 1 152 1 155 1 161 1 145 1 160 1 159 1 147 1 154 1 147 1 107 1 153 1 151 1 148 1 161 1 132 1 160 1 153 1 153 1 153 1 140 -KI wurden anhand eines eingeschränkten Longitudinal-Datenanalysemodells | 274,0 2 302,0 3 637,4 2 501,3 3 893,4 3 232,6 2 641,2 2 136,1 3 874,5 13 558,9 ‡ 7 470,7 5 237,2 4 216,2 4 868,2 7 764,9 6 099,2 3 737,2 1 082,5 2 728,6 3 132,5 8 527,8 4 400,6 | 1 161 1 153 1 158 1 158 1 159 1 150 1 161 1 162 1 154 1 157 1 150 1 102 1 158 1 153 1 156 1 155 1 104 1 160 1 130 1 154 1 159 1 141 | 176,7 2 972,5 3 429,9 1 811,1 4 678,0 2 092,8 2 499,6 2 817,8 4 770,1 11 742,1 1 640,4 1 589,0 2 072,3 846,3 460,4 631,1 461,5 107,3 70,5 144,4 1 383,0 4 640,0 | 1,55 (1,40; 1,72) 0,77 (0,68; 0,88) 1,06 (0,95; 1,18) 1,38 (1,25; 1,53) 0,83 (0,75; 0,93) 1,54 (1,39; 1,72) 1,06 (0,92; 1,21) 0,76 (0,69; 0,84) 0,81 (0,72; 0,92) 1,15 (1,01; 1,32) 4,55 (4,12; 5,04) 3,30 (2,91; 3,74) 2,03 (1,77; 2,34) 5,75 (5,16; 6,41) 16,86 (14,90; 19,09) 9,66 (8,66; 10,79) 8,10 (6,86; 9,55) 10,09 (8,48; 12,00) 38,71 (33,87; 44,25) 21,69 (18,68; 25,18) 6,17 (5,59; 6,80) 0,95 (0,84; 1,07) |
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
CAPVAXIVE erfüllte das Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PCV20 für 10 der 11 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen (außer 15C), bewertet nach dem Anteil an Personen, die vom Zeitpunkt vor der Impfung bis 1 Monat nach der Impfung einen ≥ 4-fachen Anstieg der OPA-Antworten erreichten. Das Kriterium für eine Überlegenheit war definiert als Unterschied zwischen CAPVAXIVE und PCV20 von > 10 Prozentpunkten.
Immunobridging bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren In einer Doppelblindstudie wurden Pneumokokken-Impfstoff-naive Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten CAPVAXIVE (N = 200) oder PCV20 (N = 100). Die Gruppe im Alter von 18 bis 49 Jahren, die CAPVAXIVE erhielt (N = 200), wurde mit der Gruppe im Alter von 50 bis 64 Jahren (N = 589) verglichen, die ebenfalls CAPVAXIVE erhalten hatte, um die OPA-Antworten zu untersuchen.
Für CAPVAXIVE konnte ein erfolgreiches Immmunobridging der Serotyp-spezifischen Immunantworten für jeden der 21 Impfstoff-Serotypen bei Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren gegenüber Personen im Alter von 50 bis 64 Jahren gezeigt werden, da die Untergrenze des zweiseitigen 95%-KI für das GMT-Verhältnis für jeden Serotyp > 0,5 betrug (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Vergleich der Serotyp-spezifischen OPA-GMTs bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen im Alter von 18-49 Jahren und 50-64 Jahren, die CAPVAXIVE erhalten haben (Protokoll 003)
GMT-Verhältnis*†
| Pneumokokken-Serotyp |
| 3 6A 7F 8 9N 10A 11A 12F 15A 15C 16F 17F 19A 20A 22F 23A 23B 24F 31 33F 35B |
| 18-49 n 194 196 198 197 197 197 196 196 184 195 193 194 198 197 198 192 198 197 195 197 198 |
| Jahre (N = 200) |
| GMT 308,6 5 289,6 6 447,2 4 516,0 17 283,2 6 808,1 5 871,6 6 150,4 11 319,2 10 194,0 8 877,0 16 070,6 2 773,2 13 150,0 9 299,6 8 848,7 2 140,1 4 137,6 8 005,6 34 805,5 13 933,4 |
| 50-64 n 572 569 571 571 570 575 564 574 550 570 571 568 574 575 568 561 575 570 570 570 573 |
| J ahre (N = 589) |
| GMT 282,7 2 572,9 4 278,8 3 004,7 8 791,4 4 382,6 3 785,8 3 561,2 5 901,2 5 708,0 5 720,0 10 068,0 2 374,6 7 562,7 4 683,6 4 739,5 1 420,9 3 047,2 3 820,7 17 607,4 9 053,9 |
| (18-49 |
| Jahre/50-64 Jahre) (95%-KI)* 1,09 (0,90; 1,33) 2,06 (1,61; 2,62) 1,51 (1,23; 1,84) 1,50 (1,26; 1,79) 1,97 (1,59; 2,43) 1,55 (1,26; 1,92) 1,55 (1,26; 1,91) 1,73 (1,37; 2,17) 1,92 (1,55; 2,37) 1,79 (1,36; 2,35) 1,55 (1,26; 1,91) 1,60 (1,26; 2,02) 1,17 (0,97; 1,40) 1,74 (1,39; 2,18) 1,99 (1,58; 2,49) 1,87 (1,43; 2,44) 1,51 (1,11; 2,04) 1,36 (1,10; 1,67) 2,10 (1,63; 2,69) 1,98 (1,52; 2,57) 1,54 (1,26; 1,87) |
- GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI wurden anhand eines Longitudinal-Datenanalysemodells geschätzt.
† Eine Schlussfolgerung zum Immunobridging basierte auf der Untergrenze des 95%-KI für das geschätzte GMT-Verhältnis (18 - 49 Jahre / 50 - 64 Jahre) von > 0,5.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
Protokoll 010 In einer Doppelblindstudie wurden 1 484 Pneumokokken-Impfstoff-naive Personen ab 50 Jahren randomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder PPSV23 zu erhalten; 46 % der Teilnehmenden waren 50 bis 64 Jahre alt, 54 % waren 65 Jahre alt und älter und 10 % waren 75 Jahre alt und älter. Die Immunantwort, bewertet nach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23), ist in Tabelle 4 dargestellt.
CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte statistische Kriterium für eine Nichtunterlegenheit gegenüber PPSV23 hinsichtlich der 12 Serotypen, die in beiden Impfstoffen enthalten sind, bewertet nach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23). Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 0,5 betrug. CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PPSV23 für die 9 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen, bewertet nach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23). Das statistische Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 2,0 betrug (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Serotyp-spezifische OPA-GMTs bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen ab 50 Jahren (Protokoll 010)
| Pneumokokken-Serotyp | CAPVAXIVE (N = 739) n | GMT* | PPSV23 (N = 741) n | GMT* | GMT-Verhältnis* (CAPVAXIVE/PPSV23) | (95%-KI)* | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 12 gemeinsame Serotypen 9 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltene Serotypen Kreuzreaktiver Serotyp | † 3 7F 8 9N 10A 11A 12F 17F 19A 20A 22F 33F 6A 15A 15C 16F 23A 23B 24F 31 35B 15B | 725 729 730 728 725 728 728 722 731 730 725 727 729 715 729 726 711 730 723 730 728 716 | 230,4 4 876,7 3 379,6 7 346,6 4 382,9 3 711,1 3 031,8 8 215,7 2 670,0 6 966,1 4 724,1 15 497,3 ‡ 3 193,9 6 746,5 7 604,8 6 675,4 4 804,2 2 252,6 4 568,0 5 040,7 10 707,5 5 157,3 | 729 732 733 729 726 729 732 730 732 733 728 731 730 703 730 723 690 726 705 731 732 727 | 211,5 3 314,6 2 882,1 6 545,9 2 818,7 1 809,7 1 854,9 4 060,5 1 879,9 4 208,4 3 084,9 17 483,0 964,0 1 462,1 2 605,0 1 482,2 837,2 137,2 1 346,7 423,9 1 735,0 3 243,2 | 1,09 (0,96; 1,23) 1,47 (1,29; 1,68) 1,17 (1,04; 1,32) 1,12 (1,00; 1,26) 1,55 (1,37; 1,77) 2,05 (1,82; 2,31) 1,63 (1,40; 1,90) 2,02 (1,77; 2,31) 1,42 (1,26; 1,60) 1,66 (1,46; 1,88) 1,53 (1,34; 1,75) 0,89 (0,76; 1,04) 3,31 (2,84; 3,87) 4,61 (3,99; 5,33) 2,92 (2,50; 3,42) 4,50 (3,99; 5,09) 5,74 (4,81; 6,85) 16,42 (13,46; 20,03) 3,39 (2,97; 3,87) 11,89 (10,16; 13,91) 6,17 (5,54; 6,87) 1,59 (1,37; 1,85) |
- GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI wurden anhand eines eingeschränkten Longitudinal-Datenanalysemodells geschätzt.
† Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das
geschätzte GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23) > 0,5 betrug.
‡ Das Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23) > 2,0 betrug.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
CAPVAXIVE erfüllte das Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PPSV23 für 8 der 9 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen (außer 15C), bewertet nach dem Anteil an Personen, die vom Zeitpunkt vor der Impfung bis 1 Monat nach der Impfung einen ≥ 4-fachen Anstieg der OPA-Antworten erreichten. Das Kriterium für eine Überlegenheit war definiert als Unterschied zwischen CAPVAXIVE und PPSV23 von > 10 Prozentpunkten.
In einer Untergruppe der Teilnehmenden wurde bis zu 24 Monate nach der Impfung eine deskriptive Immunogenitätsanalyse durchgeführt. Serotypspezifische OPA-GMTs und die geometrischen mittleren Konzentrationen (Geometric Mean Concentrations, GMCs) von IgG nahmen im Lauf der Zeit ab, blieben jedoch bis Monat 24 über den Werten vor der Impfung, wie es auch bei anderen Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen beobachtet wurde. Die klinische Relevanz dieser Daten ist unbekannt.
Klinische Studien bei Erwachsenen mit vorheriger Pneumokokken-Impfung
Protokoll 006 In einer deskriptiven Phase-3-Studie wurden Personen im Alter ab 50 Jahren rekrutiert, die mindestens ein Jahr vor Einschluss in die Studie mit einem anderen Pneumokokken-Impfstoff geimpft worden waren. Die Teilnehmenden wurden randomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder einen anderen Pneumokokken-Impfstoff zu erhalten.
Über alle 3 Kohorten hinweg war CAPVAXIVE immunogen für alle 21 im Impfstoff enthaltenen Serotypen, wie durch Serotyp-spezifischen OPA-GMTs ermittelt wurde. Die OPA-GMTs waren für die gemeinsamen Serotypen im Allgemeinen vergleichbar zwischen den beiden Impfgruppen und höher in der CAPVAXIVE Gruppe für die zusätzlichen Serotypen, die nur in CAPVAXIVE enthalten sind.
Besondere Personengruppen
HIV-infizierte Erwachsene
Protokoll 007 In einer Doppelblindstudie wurden 313 Erwachsene mit HIV, mit oder ohne Pneumokokken-Impfung in der Vorgeschichte, im Verhältnis 1:1 randomisiert. Sie erhielten entweder CAPVAXIVE gefolgt von Placebo 8 Wochen später oder PCV15 gefolgt von PPSV23 (PCV15+PPSV23) 8 Wochen später. Zum Zeitpunkt der Eingangsuntersuchung hatten von den geimpften Studienteilnehmenden 6,7 % CD4+-T-Zellzahlen von ≥ 50 bis < 350 Zellen/µl, 18,6 % CD4+-T-Zellzahlen von ≥ 350 bis < 500 Zellen/µl und 74,7 % CD4+-T-Zellzahlen von ≥ 500 Zellen/µl; 83 % hatten eine nicht nachweisbare HIV-Viruslast (< 20 Kopien/ml).
CAPVAXIVE war für alle 21 im Impfstoff enthaltenen Serotypen immunogen, wie 1 Monat nach der Impfung mit CAPVAXIVE durch Serotyp-spezifische OPA-GMTs ermittelt wurde. CAPVAXIVE löste Immunantworten aus, die im Allgemeinen mit PCV15+PPSV23 für die 13 gemeinsamen Serotypen vergleichbar waren und die für die in CAPVAXIVE enthaltenen 8 zusätzlichen Serotypen höher waren, wie durch OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit CAPVAXIVE und 1 Monat nach der Impfung mit PCV15+PPSV23 ermittelt wurde.
Erwachsene mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen
Protokoll 008 In einer Doppelblindstudie wurden 518 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einer oder mehreren vordefinierten chronischen Erkrankungen, von denen bekannt ist, dass sie das Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen erhöhen (Diabetes mellitus, chronische Herzerkrankungen, chronische Nierenerkrankungen, chronische Lebererkrankungen oder chronische Lungenerkrankungen), im Verhältnis 3:1 randomisiert. Sie erhielten entweder CAPVAXIVE gefolgt von Placebo 8 Wochen später oder PCV15 gefolgt von PPSV23 (PCV15+PPSV23) 8 Wochen später. Die Studienteilnehmenden hatten zuvor keine Pneumokokken-Impfstoffe erhalten, mit Ausnahme routinemäßiger Impfungen mit PCVs in der Kindheit.
CAPVAXIVE war für alle 21 im Impfstoff enthaltenen Serotypen immunogen, wie 1 Monat nach der Impfung mit CAPVAXIVE durch Serotyp-spezifische OPA-GMTs ermittelt wurde. CAPVAXIVE löste Immunantworten aus, die im Allgemeinen mit PCV15+PPSV23 für die 13 gemeinsamen Serotypen vergleichbar waren und die für die in CAPVAXIVE enthaltenen 8 zusätzlichen Serotypen höher waren, wie durch OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit CAPVAXIVE und 1 Monat nach der Impfung mit PCV15+PPSV23 ermittelt wurde.
Kinder und Jugendliche
Erfahrungen aus klinischen Studien bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis < 18 Jahren
Protokoll 013 In einer doppelblinden Studie wurden 882 Personen im Alter von 2 bis unter 18 Jahren mit einer oder mehreren vordefinierten chronischen Erkrankungen, die bekanntermaßen das Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen erhöhen, und die mindestens 8 Wochen vor Studieneinschluss eine Pneumokokken-Grundimmunisierung abgeschlossen hatten, im Verhältnis 3:2 randomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder PPSV23 zu erhalten. Unter den geimpften Teilnehmenden hatten 135 (15,4 %) Diabetes mellitus, 143 (16,4 %) eine chronische Herzerkrankung, 76 (8,7 %) eine chronische Nierenerkrankung, 60 (6,9 %) eine chronische Lebererkrankung, 499 (57,1 %) eine chronische Lungenerkrankung und 36 (4,1 %) hatten mindestens 2 Risikofaktoren. Die Immunogenität wurde anhand der OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit entweder CAPVAXIVE oder PPSV23 bewertet.
CAPVAXIVE erfüllte das vorab definierte statistische Kriterium für die Nichtunterlegenheit gegenüber PPSV23 für die 12 in beiden Impfstoffen enthaltenen Serotypen, bewertet anhand des GMT-Verhältnisses (CAPVAXIVE/PPSV23), wobei das statistische Kriterium für Nichtunterlegenheit erfüllt war, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 0,5 war. CAPVAXIVE erfüllte das vorab definierte Kriterium für die Überlegenheit gegenüber PPSV23 für die 9 zusätzlichen Serotypen in CAPVAXIVE, bewertet anhand des GMT-Verhältnisses (CAPVAXIVE/PPSV23), wobei das statistische Kriterium für Überlegenheit erfüllt war, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 2,0 war (siehe Tabelle 5).
Tabelle 5: Serotyp-spezifische OPA-GMTs bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis
unter 18 Jahren mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen (Protokoll 013)
| 12 gemeinsame Serotypen 9 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltene Serotypen Kreuzreaktiver Serotyp * GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI wurden anhand eines eingeschränkten Longitudinal-Datenanalysemodells geschätzt. † Eine Schlussfolgerung der Nichtunterlegenheit für die gemeinsamen Serotypen basierte darauf, dass die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte GMT- |
| Pneumokokken-Serotyp |
| † 3 7F 8 9N 10A 11A 12F 17F 19A 20A 22F 33F 6A 15A 15C 16F 23A 23B 24F 31 35B 15B |
| CAPVAXIVE (N = 527) n 488 486 485 485 485 486 486 481 486 480 487 488 480 485 480 485 474 485 478 484 482 483 |
| GMT* 526,6 20 618,1 12 294,5 35 556,8 13 719,7 10 396,3 14 752,0 40 011,8 9 009,8 37 532,2 20 162,7 73 201,8 ‡ 16 910,9 69 527,8 34 539,1 31 544,9 28 591,7 5 988,2 11 102,2 46 163,7 40 102,8 18 395,6 Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23) ˃ |
| PPSV23 (N = 347) n 314 315 313 315 311 312 314 312 314 311 313 314 311 315 308 313 296 312 297 311 311 307 |
| GMT* 517,0 14 207,2 8 966,9 18 587,8 5 363,8 3 129,8 4 820,1 11 267,4 9 797,6 14 787,0 7 770,3 40 609,0 5 653,8 5 332,2 4 398,4 5 449,7 4 882,0 370,5 2 771,8 2 563,0 7 812,5 4 863,4 |
| GMT-Verhältnis* (CAPVAXIVE/PPSV23) 1,02 (0,89; 1,17) 1,45 (1,24; 1,70) 1,37 (1,20; 1,56) 1,91 (1,64; 2,23) 2,56 (2,18; 3,00) 3,32 (2,80; 3,95) 3,06 (2,62; 3,58) 3,55 (3,02; 4,17) 0,92 (0,78; 1,08) 2,54 (2,13; 3,02) 2,59 (2,21; 3,04) 1,80 (1,54; 2,11) 2,99 (2,46; 3,64) 13,04 (11,13; 15,27) 7,85 (6,29; 9,81) 5,79 (5,01; 6,69) 5,86 (4,88; 7,03) 16,16 (12,03; 21,72) 4,01 (3,40; 4,72) 18,01 (15,09; 21,50) 5,13 (4,45; 5,93) 3,78 (3,03; 4,73) 0,5 betrug. |
| (95%-KI)* |
‡ Eine Schlussfolgerung der Überlegenheit für die zusätzlichen Serotypen in CAPVAXIVE im Vergleich zu PPSV23
basierte darauf, dass die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte GMT-Verhältnis
(CAPVAXIVE/PPSV23) ˃ 2,0 betrug.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Nicht zutreffend.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die Daten aus nicht-klinischen Studien keine
Gefahren für den Menschen erkennen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumchlorid (NaCl)
Histidin
Polysorbat 20 (E 432)
Salzsäure (HCl; zur pH-Einstellung)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
CAPVAXIVE sollte nach Entnahme aus dem Kühlschrank so bald wie möglich angewendet werden.
Stabilitätsdaten zeigen, dass CAPVAXIVE bei Temperaturen bis 25 °C für 96 Stunden stabil ist. Am Ende dieses Zeitraums sollte CAPVAXIVE entweder verwendet oder verworfen werden. Diese Information soll medizinischem Fachpersonal lediglich für den Fall temporärer Temperaturabweichungen Hilfestellung geben.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
0,5 ml Lösung in einer Einzeldosis-Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit einem Kolbenstopfen (Bromobutyl-Gummi) und einer Verschlusskappe (Styrol-Butadien- oder Isopren-Bromobutyl-Gummi).
Packungsgrößen von 1 oder 10 Fertigspritzen, entweder ohne Nadeln, mit jeweils 1 beigepackten
Nadel oder mit 2 beigepackten Nadeln pro Fertigspritze.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
- Der Impfstoff sollte wie geliefert verwendet werden.
- Die Lösung ist vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu überprüfen. Der Impfstoff muss entsorgt werden, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbt erscheint.
- Eine Nadel mit Luer-Lock-System wird befestigt, indem sie im Uhrzeigersinn gedreht wird, bis sie sicher auf der Spritze sitzt.
- CAPVAXIVE ist nur durch eine intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Dieser Impfstoff sollte bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms gegeben werden, wobei darauf zu achten ist, dass keine Injektion in oder in die Nähe von Nerven und Blutgefäßen erfolgt.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 39
2031 BN Haarlem
Niederlande
8. ZULASSUNGSNUMMERN
EU/1/25/1913/001
EU/1/25/1913/002
EU/1/25/1913/003
EU/1/25/1913/004
EU/1/25/1913/005
EU/1/25/1913/006
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 24. März 2025
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
ANHANG II
| A. | HERSTELLER DER WIRKSTOFFE BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | ||
|---|---|---|---|
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH | ||
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN | ||
| A. | HERSTELLER DER WIRKSTOFFE BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | D. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS |
Name und Anschrift des Herstellers der Wirkstoffe biologischen Ursprungs
MSD International GmbH
Brinny, Innishannon
Cork,
T12 RD82
Irland
Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 39
2031 BN Haarlem
Niederlande
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH |
|---|---|
| Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt. | |
| • | Amtliche Chargenfreigabe |
Gemäß Artikel 114 der Richtlinie 2001/83/EG, wird die amtliche Chargenfreigabe von einem amtlichen Arzneimittelkontrolllabor oder einem zu diesem Zweck benannten Labor vorgenommen.
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN |
|---|---|
| • | Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports |
(PSURs)]
Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach
Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen
Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage
(EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) legt den ersten PSUR für dieses
Arzneimittel innerhalb von 6 Monaten nach der Zulassung vor.
D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
- Risikomanagement-Plan (RMP)
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im
vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten
Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten
Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:
- nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
- jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON - Fertigspritze
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
CAPVAXIVE Injektionslösung in einer Fertigspritze
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff (21-valent)
2. WIRKSTOFFE
Eine Dosis (0,5 ml) enthält 4 µg Pneumokokken-Polysaccharid der Serotypen 3, 6A, 7F, 8, 9N, 10A, 11A, 12F, 15A, de-O-acetylierter Typ 15B, 16F, 17F, 19A, 20A, 22F, 23A, 23B, 24F, 31, 33F und 35B, konjugiert an CRM197-Trägerprotein.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Sonstige Bestandteile: NaCl, Histidin, E 432, HCl, Wasser für Injektionszwecke.
Weitere Informationen siehe Packungsbeilage.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Injektionslösung
1 Fertigspritze (0,5 ml) ohne Nadel
1 Fertigspritze (0,5 ml) + 1 Nadel
1 Fertigspritze (0,5 ml) + 2 Nadeln
10 Fertigspritzen (zu je 0,5 ml) ohne Nadeln
10 Fertigspritzen (zu je 0,5 ml) + 10 Nadeln
10 Fertigspritzen (zu je 0,5 ml) + 20 Nadeln
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten.
Intramuskuläre Anwendung
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
verw. bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 39,
2031 BN Haarlem
Niederlande
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/25/1913/001 - 1er Packung ohne Nadeln
EU/1/25/1913/002 - 1er Packung + 1 Nadel
EU/1/25/1913/003 - 1er Packung + 2 Nadeln
EU/1/25/1913/004 - 10er Packung ohne Nadeln
EU/1/25/1913/005 - 10er Packung + 10 Nadeln
EU/1/25/1913/006 - 10er Packung + 20 Nadeln
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
ETIKETT - Fertigspritze
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
CAPVAXIVE
Injektionslösung Injektion
i.m.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
Intramuskuläre Anwendung
3. VERFALLDATUM
verwendbar bis
verw. bis
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
1 Dosis (0,5 ml)
6. WEITERE ANGABEN
MSD
B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender
CAPVAXIVE Injektionslösung in einer Fertigspritze
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff (21-valent)
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle
Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede
auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende
Abschnitt 4.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind geimpft
werden, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
- Dieser Impfstoff wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie ihn nicht an Dritte weiter.
- Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist CAPVAXIVE und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie oder Ihr Kind vor der Anwendung von CAPVAXIVE beachten?
3. Wie ist CAPVAXIVE anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist CAPVAXIVE aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist CAPVAXIVE und wofür wird es angewendet?
CAPVAXIVE ist ein Pneumokokken-Impfstoff zur Anwendung bei:
- Personen ab 18 Jahren,
- Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis unter 18 Jahren, die zuvor bereits die Pneumokokken-Grundimmunisierung für Kinder abgeschlossen haben.
Dieser Impfstoff hilft, vor Erkrankungen zu schützen, die durch Bakterien namens Streptococcus
pneumoniae oder Pneumokokken verursacht werden. Diese Erkrankungen umfassen:
Lungenentzündung (Pneumonie), Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) und
Infektion des Blutes (Bakteriämie).
Er wirkt, indem er dem Körper hilft, eigene Antikörper herzustellen, die Sie oder Ihr Kind vor diesen Erkrankungen schützen.
2. Was sollten Sie oder Ihr Kind vor der Anwendung von CAPVAXIVE beachten?
Sie oder Ihr Kind dürfen CAPVAXIVE nicht erhalten,
- wenn Sie oder Ihr Kind allergisch gegen die Wirkstoffe, einschließlich Diphtherie-Toxoid, oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Impfstoffs sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie oder Ihr Kind CAPVAXIVE erhalten, wenn
- Sie oder Ihr Kind hohes Fieber oder eine schwere Infektion haben. In diesen Fällen kann es sein, dass die Impfung verschoben werden muss, bis Sie oder Ihr Kind sich besser fühlen. Leichtes Fieber oder eine leichte Infektion (wie beispielsweise eine Erkältung) ist jedoch kein Grund für eine Verzögerung der Impfung.
- Sie oder Ihr Kind eine Blutungsstörung haben, leicht blaue Flecken bekommen oder Arzneimittel nehmen, die Blutgerinnsel vermeiden sollen.
- Sie oder Ihr Kind Ängste im Zusammenhang mit Injektionen haben oder schon einmal nach einer Injektion ohnmächtig wurden.
- Ihr Immunsystem oder das Ihres Kindes geschwächt ist (was bedeutet, dass die Fähigkeit des Körpers, Infektionen abzuwehren, eingeschränkt ist) oder wenn Sie oder Ihr Kind bestimmte Arzneimittel einnehmen, die das Immunsystem schwächen könnten.
Wie bei jedem Impfstoff schützt CAPVAXIVE möglicherweise nicht alle Personen vollständig, die den Impfstoff erhalten.
Kinder
CAPVAXIVE wurde bei Kindern unter 2 Jahren nicht untersucht.
Anwendung von CAPVAXIVE zusammen mit anderen Arzneimitteln/Impfstoffen
CAPVAXIVE kann Erwachsenen gleichzeitig mit einem Grippeimpfstoff (inaktivierte Influenza)
gegeben werden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn:
- Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
- Sie oder Ihr Kind kürzlich einen anderen Impfstoff erhalten haben oder planen, einen solchen zu erhalten.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Impfstoffs Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
CAPVAXIVE hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der unter Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ erwähnten Nebenwirkungen könnten jedoch vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.
CAPVAXIVE enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
CAPVAXIVE enthält Polysorbat 20
Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 20 in jeder 0,5-ml-Dosis der Injektionslösung.
Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen oder Ihrem Kind in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
3. Wie ist CAPVAXIVE anzuwenden?
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie oder Ihr Kind zuvor bereits einen Pneumokokken-Impfstoff erhalten haben.
Sie oder Ihr Kind erhalten 1 Injektion (1 Dosis von 0,5 ml).
Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird den Impfstoff in den Oberarmmuskel spritzen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von CAPVAXIVE haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Impfstoffe kann auch CAPVAXIVE Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem
auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Geimpften betreffen):
CAPVAXIVE kann allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen auslösen, einschließlich übermäßigem Verkrampfen der Atemwegsmuskulatur, was Schwierigkeiten beim Atmen verursacht (Bronchospasmus). Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie oder Ihr Kind Symptome einer allergischen Reaktion haben, wie z. B.:
- Pfeifende Atmung (Giemen) oder Atembeschwerden
- Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder der Zunge
- Quaddeln
- Ausschlag
Sonstige Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen wurden nach der Anwendung von CAPVAXIVE bei Erwachsenen beobachtet:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen):
- Kopfschmerzen
- Schmerz an der Injektionsstelle
- Müdigkeit Häufig (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen):
- Muskelschmerzen (sehr häufig bei Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren)
- Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle (sehr häufig bei Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren)
- Fieber Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen):
- Schwellung der Lymphknoten
- Schwindelgefühl
- Übelkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Gelenkschmerz
- Juckreiz an der Injektionsstelle
- Schüttelfrost
- Blauer Fleck an der Injektionsstelle Die folgenden Nebenwirkungen wurden nach der Anwendung von CAPVAXIVE bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 18 Jahren beobachtet:
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen):
- Reizbarkeit
- Kopfschmerzen
- Schmerz an der Injektionsstelle
- Müdigkeit
- Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle
- Gefühl von Krankheit, Unwohlsein oder Unbehagen Häufig (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen):
- Schläfrigkeit
- Quaddeln
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerz
- Fieber Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen):
- Ohnmacht Diese Nebenwirkungen sind im Allgemeinen leicht oder moderat und dauern nur kurze Zeit an.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist CAPVAXIVE aufzubewahren?
Bewahren Sie diesen Impfstoff für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen diesen Impfstoff nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Fertigspritze nach „verwendbar bis“ bzw. „verw. bis“ oder „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren. Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
CAPVAXIVE sollte nach Entnahme aus dem Kühlschrank so bald wie möglich angewendet werden. In Fällen, in denen CAPVAXIVE sich vorübergehend außerhalb der Kühlung befindet, ist der Impfstoff bei Temperaturen bis 25 °C für 96 Stunden stabil. Am Ende dieses Zeitraums sollte CAPVAXIVE entweder verwendet oder verworfen werden. Diese Information soll medizinischem Fachpersonal lediglich für den Fall temporärer Temperaturabweichungen Hilfestellung geben.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was CAPVAXIVE enthält
Die Wirkstoffe sind:
- Polysaccharide der Pneumokokken-Typen 3, 6A, 7F, 8, 9N, 10A, 11A, 12F, 15A, de-O-acetylierter Typ 15B, 16F, 17F, 19A, 20A, 22F, 23A, 23B, 24F, 31, 33F und 35B (4 Mikrogramm von jedem Typ);
Jedes Polysaccharid ist an ein Trägerprotein (CRM197) gebunden. Die Polysaccharide und das
Trägerprotein sind nicht lebend und verursachen keine Erkrankung.
Eine Dosis (0,5 ml) enthält etwa 65 Mikrogramm Trägerprotein.
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid (NaCl), Histidin, Polysorbat 20 (E 432), Salzsäure (HCl; zur Einstellung des pH-Werts) und Wasser für Injektionszwecke. Für weitere Informationen zu Polysorbat 20 (E 432) siehe Abschnitt 2.
Wie CAPVAXIVE aussieht und Inhalt der Packung
CAPVAXIVE ist eine farblose, klare bis opaleszierende Injektionslösung (Injektion) und wird als Einmaldosis-Fertigspritze (0,5 ml) angeboten. CAPVAXIVE ist verfügbar in Packungsgrößen von 1 oder 10 Fertigspritzen, entweder ohne Nadeln, mit jeweils 1 beigepackten Nadel oder jeweils 2 beigepackten Nadeln pro Fertigspritze.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Merck Sharp & Dohme B.V., Waarderweg 39, 2031 BN Haarlem, Niederlande
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien MSD Belgium Tél/Tel: +32(0)27766211 dpoc_belux@msd.com | Lietuva UAB Merck Sharp & Dohme Tel. +370 5 2780 247 dpoc_lithuania@msd.com |
| България Мерк Шарп и Доум България ЕООД тел.: +359 2 819 3737 info-msdbg@msd.com | Luxembourg/Luxemburg MSD Belgium Tél/Tel: +32(0)27766211 dpoc_belux@msd.com |
| Česká republika Merck Sharp & Dohme s.r.o. Tel.: +420 277 050 000 dpoc_czechslovak@msd.com | Magyarország MSD Pharma Hungary Kft. Tel.: +36 1 888 5300 hungary_msd@msd.com |
| Danmark MSD Danmark ApS Tlf.: +45 4482 4000 dkmail@msd.com | Malta Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited Tel: 8007 4433 (+356 99917558) dpoccyprus@msd.com |
| Deutschland MSD Sharp & Dohme GmbH Tel.: +49 (0) 89 20 300 4500 medinfo@msd.de | Nederland Merck Sharp & Dohme B.V. Tel: 0800 9999000 (+31 23 5153153) medicalinfo.nl@msd.com |
| Eesti Merck Sharp & Dohme OÜ Tel: +372 614 4200 dpoc.estonia@msd.com | Norge MSD (Norge) AS Tlf: +47 32 20 73 00 medinfo.norway@msd.com |
| Ελλάδα MSD Α.Φ.Ε.Ε. Τηλ: +30 210 98 97 300 dpoc.greece@msd.com España Merck Sharp & Dohme de España, S.A. Tel: +34 91 321 06 00 msd_info@msd.com | Österreich Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H. Tel: +43 (0) 1 26 044 dpoc_austria@msd.com Polska MSD Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 549 51 00 msdpolska@msd.com |
| France MSD France Tél: +33 (0)1 80 46 40 40 | Portugal Merck Sharp & Dohme, Lda Tel.: +351 21 4465700 inform_pt@msd.com |
| Hrvatska Merck Sharp & Dohme d.o.o. Tel: +385 1 6611 333 dpoc.croatia@msd.com | România Merck Sharp & Dohme Romania S.R.L. Tel.: +40 21 529 29 00 msdromania@msd.com |
| Ireland Merck Sharp & Dohme Ireland (Human Health) Limited Tel: +353 (0)1 2998700 medinfo_ireland@msd.com | Slovenija Merck Sharp & Dohme, inovativna zdravila d.o.o. Tel: +386 1 520 4201 msd.slovenia@msd.com |
| Ísland Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 | Slovenská republika Merck Sharp & Dohme, s. r. o. Tel.: +421 2 58282010 dpoc_czechslovak@msd.com |
| Italia MSD Italia S.r.l. Tel: 800 23 99 89 (+39 06 361911) dpoc.italy@msd.com | Suomi/Finland MSD Finland Oy Puh/Tel: +358 (0)9 804 650 info@msd.fi |
| Κύπρος Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited Τηλ: 800 00 673 (+357 22866700) dpoccyprus@msd.com | Sverige Merck Sharp & Dohme (Sweden) AB Tel: +46 77 5700488 medicinskinfo@msd.com |
Latvija
SIA Merck Sharp & Dohme Latvija
Tel.: +371 67025300
dpoc.latvia@msd.com
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM/JJJJ}.
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
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Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
- Der Impfstoff sollte wie geliefert verwendet werden.
- Die Lösung ist vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu überprüfen. Der Impfstoff muss entsorgt werden, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbt erscheint.
- Eine Nadel mit Luer-Lock-System wird befestigt, indem sie im Uhrzeigersinn gedreht wird, bis sie sicher auf der Spritze sitzt.
- CAPVAXIVE ist nur durch eine intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Dieser Impfstoff sollte bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms gegeben werden, wobei darauf zu achten ist, dass keine Injektion in oder in die Nähe von Nerven und Blutgefäßen erfolgt.
CAPVAXIVE kann bei Erwachsenen gleichzeitig mit einem quadrivalenten Influenza-Impfstoff (Spaltimpfstoff, inaktiviert) verabreicht werden. Verschiedene injizierbare Impfstoffe sollten immer an verschiedenen Injektionsstellen verabreicht werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags
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