ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Menveo Pulver und Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung
Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Dosis (0,5 ml des rekonstituierten Impfstoffes) enthält:

(Ursprünglich im Pulver enthalten)

• Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein10 Mikrogramm 16,7 bis 33,3 Mikrogramm
(Ursprünglich in der Lösung enthalten) • Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 7,1 bis 12,5 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 3,3 bis 8,3 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 5,6 bis 10,0 Mikrogramm

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung (Pulver und Lösung zur Injektion).

Festes, weißes bis cremefarbenes Pulver.

Die Lösung ist eine farblose, klare Flüssigkeit.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Menveo ist angezeigt zur aktiven Immunisierung von Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden.

Die Anwendung dieses Impfstoffes sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen
erfolgen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Kinder (ab 2 Jahren), Jugendliche und Erwachsene

Menveo sollte als Einzeldosis (0,5 ml) verabreicht werden.

Um optimale Antikörperspiegel gegen alle im Impfstoff enthaltenen Serogruppen zu gewährleisten, sollte die Grundimmunisierung mit Menveo einen Monat vor einer potenziellen Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y abgeschlossen sein. Bakterizide Antikörper (hSBA ≥ 1:8) wurden eine Woche nach der Impfung bei mindestens 64 % der Probanden beobachtet (siehe Abschnitt 5.1 bzgl. Angaben zur Immunogenität gegenüber einzelnen Serogruppen).

Ältere Erwachsene und Senioren

Es liegen nur begrenzte Daten für ältere Erwachsene (im Alter von 56 bis 65 Jahren) bzw. keine Daten für Senioren (im Alter von > 65 Jahren) vor.

Auffrischimpfung

Langzeitdaten zur Antikörperpersistenz nach der Impfung mit Menveo sind für einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren nach der Impfung verfügbar (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Menveo kann Personen, die eine Grundimmunisierung mit Menveo, mit anderen Meningokokken-Konjugatimpfstoffen oder unkonjugierten Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoffen erhalten haben, als Auffrischimpfung verabreicht werden. Bei zuvor mit Menveo geimpften Personen sind Notwendigkeit sowie Zeitpunkt für eine solche Auffrischimpfung entsprechend den nationalen Empfehlungen festzulegen.

Kinder (unter 2 Jahren)

Sicherheit und Wirksamkeit von Menveo konnten bei Kindern unter 2 Jahren noch nicht nachgewiesen werden. Derzeit verfügbare Daten sind im Abschnitt 5.1 beschrieben, allerdings können keine Empfehlungen zur Dosierung gemacht werden.

Art der Anwendung

Menveo wird durch intramuskuläre Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel, verabreicht.

Der Impfstoff darf nicht intravaskulär, subkutan oder intradermal injiziert werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte Injektionsstellen
gewählt werden.

Hinweise zur Zubereitung und Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile, oder Diphtherietoxoid (CRM197), oder eine lebensbedrohliche Reaktion nach der
früheren Verabreichung eines Impfstoffes mit ähnlichen Komponenten (siehe Abschnitt 4.4).

Wie bei anderen Impfstoffen sollte die Impfung mit Menveo bei Personen mit schweren akuten, fieberhaften Erkrankungen verschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion ist jedoch keine Gegenanzeige.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Vor der Injektion jedes Impfstoffes muss die für die Verabreichung verantwortliche Person alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung allergischer oder sonstiger Reaktionen treffen. Dazu gehört die Aufnahme einer gründlichen Anamnese sowie des aktuellen Gesundheitszustands.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss dafür gesorgt sein, dass für den Fall einer seltenen
anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes eine entsprechende medizinische
Behandlung und Überwachung sofort verfügbar sind.

Angstbedingte Reaktionen

Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen können als psychogene Reaktion auf die Injektion eines Impfstoffes auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Im Vorfeld sollten geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen im Falle einer Ohnmacht ergriffen werden.

Der Impfstoff darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden.

Einschränkungen der Wirksamkeit

Menveo bietet keinen Schutz gegen Infektionen, die durch andere, nicht im Impfstoff enthaltene
Serogruppen von N. meningitidis verursacht werden.

Wie bei jedem anderen Impfstoff kann es vorkommen, dass nicht bei allen geimpften Personen eine schützende Immunantwort hervorgerufen wird (siehe Abschnitt 5.1).

In Studien mit Menveo zeigte sich ein Rückgang der Titer bakterizider Serumantikörper gegen die Serogruppe A, wenn humanes Komplement im Test (hSBA) verwendet wurde (siehe Abschnitt 5.1). Die klinische Relevanz eines Zurückgehens der hSBA-Antikörpertiter der Serogruppe A ist nicht bekannt. Wenn zu erwarten ist, dass bei einer Person, die vor ungefähr über einem Jahr bereits eine Menveo-Dosis erhalten hat, ein erhöhtes Risiko einer Exposition gegenüber Men-A besteht, kann die Gabe einer Auffrischdosis in Erwägung gezogen werden.

Es liegen keine Daten hinsichtlich der Anwendbarkeit des Impfstoffes zur Prophylaxe nach erfolgter Exposition vor.

Personen mit geschwächter Immunabwehr

Bei Personen mit geschwächter Immunabwehr kann es sein, dass die Immunisierung nicht zu einer angemessenen Bildung von schützenden Antikörpern führt. Eine Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) ist zwar keine Gegenanzeige, dennoch wurde Menveo bei immungeschwächten Personen nicht eigens evaluiert. Personen mit Komplementmangel und Personen mit funktioneller oder anatomischer Asplenie entwickeln möglicherweise keine Immunantwort auf Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoffe.

Personen mit angeborener Komplementdefizienz (zum Beispiel C3- oder C5-Mangel) sowie Personen, die mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Aktivierung des terminalen Komplements hemmen (z. B. Eculizumab), haben ein erhöhtes Risiko einer durch Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y verursachten invasiven Erkrankung, auch wenn sie Antikörper nach der Impfung mit Menveo entwickeln.

Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen

Aufgrund des Risikos von Hämatomen wurde Menveo nicht bei Personen, die an Thrombozytopenie oder Blutungsstörungen leiden bzw. mit Antikoagulanzien behandelt werden, evaluiert. Der behandelnde Arzt muss das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Personen, bei denen nach einer intramuskulären Injektion ein erhöhtes Hämatomrisiko besteht, abwägen.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.

Kalium Dieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Menveo kann gleichzeitig mit jedem der folgenden Impfstoffe verabreicht werden: monovalente und kombinierte Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfstoffe, Gelbfieber, Typhus (Vi-Polysaccharid), Japanische Enzephalitis, Tollwut und Meningokokken der Gruppe B (Bexsero).

Bei Jugendlichen (11 bis 18 Jahre) wurde Menveo in zwei Koadministrationsstudien entweder mit einem adsorbierten Kombinationsimpfstoff mit Tetanus-, reduzierter Diphtherie- und azellulärer Pertussiskomponente (Tdap) alleine oder mit Tdap und einem rekombinanten HPV-Vierfachimpfstoff gegen humane Papillomaviren (Typen 6, 11, 16 und 18) evaluiert. Beide Studien unterstützen die gleichzeitige Verabreichung der Impfstoffe.

Die Verabreichung von Menveo einen Monat nach einer Impfung mit Tdap führte zu statistisch signifikant geringeren Seroreaktionen gegen die Serogruppe W-135. Da keine direkte Auswirkung auf die Seroprotektionsrate beobachtet wurde, ist die klinische Bedeutung derzeit noch unbekannt. Es gab Hinweise auf eine gewisse Suppression der Antikörperreaktion auf zwei der drei Pertussis-Antigene. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt. Nach der Impfung hatten über 97 % der Probanden messbare Pertussis-Titer gegen alle drei Pertussis-Antigene.

Für Kinder im Alter zwischen 2 und 10 Jahren liegen keine Daten zur Bewertung der Sicherheit und Immunogenität von anderen Kinderimpfstoffen vor, wenn diese gleichzeitig mit Menveo verabreicht werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Menveo mit anderen, oben nicht angeführten Impfstoffen wurde nicht untersucht. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte Injektionsstellen, vorzugsweise auf der gegenüberliegenden Körperseite, gewählt werden. Es sollte überprüft werden, ob die Nebenwirkungen durch die gleichzeitige Verabreichung eines anderen Impfstoffes verstärkt auftreten.

Die Immunantwort kann bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung vermindert sein.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Derzeit liegen nur unzureichende Daten zur Anwendung von Menveo in der Schwangerschaft vor.

In präklinischen Studien zeigte Menveo keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf die Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fötus, den Geburtsvorgang und die postnatale Entwicklung. In Anbetracht der Tatsache, dass durch Neisseria meningitidis-Bakterien der Serogruppen A, C, W-135 und Y eine schwere invasive Meningokokken-Erkrankung verursacht werden kann, sollte eine Schwangerschaft kein Ausschlussgrund für eine Impfung sein, wenn ein klares Expositionsrisiko besteht.

Obwohl nur unzureichende klinische Daten zur Verwendung von Menveo während der Stillzeit vorliegen, ist es unwahrscheinlich, dass die in der Muttermilch ausgeschiedenen Antikörper für den Säugling schädlich sein könnten. Daher kann Menveo bei Frauen in der Stillzeit angewendet werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Menveo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der im Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“ genannten Nebenwirkungen können jedoch die Verkehrstüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die bei Personen im Alter von 2 Jahren und älter innerhalb von 7 Tagen nach der alleinigen Verabreichung einer Einzeldosis von Menveo auftraten, waren Schmerzen an der Injektionsstelle (42,7 %), Kopfschmerzen (26,4 %), Erythem an der Injektionsstelle ≤ 50 mm (18,1 %), Unwohlsein (17,3 %), Verhärtung an der Injektionsstelle ≤ 50 mm (15,1 %), Myalgie (13,5 %) und Reizbarkeit (11,3 %) bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren. Diese Nebenwirkungen waren überwiegend mild bis moderat ausgeprägt.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Menveo bei Personen im Alter von 2 Jahren und älter wurde in 11 randomisierten Studien untersucht. 12 775 Personen wurden in die Sicherheitsanalysen eingeschlossen. Davon erhielten 3 334 Teilnehmende im Alter von 2 bis 10 Jahren und 9 441 Teilnehmende im Alter von 11 bis 65 Jahren Menveo in abgeschlossenen klinischen Studien.

Die nachfolgenden, in untenstehender Tabelle 1 gelisteten Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien, in denen Menveo Personen im Alter von 2 Jahren und älter verabreicht wurde, und während der Anwendung nach der Markteinführung beobachtet.

Nebenwirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Tabelle 1: Nebenwirkungen(≥ 1/10) (≥ 1/100, < 1/10) (≥ 1/1 000, < 1/100) (≥ 1/10 000, < 1/1 000) (< 1/10 000)
Systemorganklasse Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Erkrankungen des ImmunsystemsHäufigkeit Gelegentlich Gelegentlich Nicht bekanntNebenwirkungen Lymphadenopathie 1 Überempfindlichkeit 1 Anaphylaxie 1
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Erkrankungen des NervensystemsHäufig Sehr häufig HäufigEssstörung 2 Kopfschmerzen Schläfrigkeit 2
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenGelegentlich Sehr selten Gelegentlich Häufig Häufig Sehr häufig HäufigSynkope 1, Schwindelgefühl 3 Tonische Konvulsion 1, Fieberkrampf 1 Vertigo 1 Erbrechen 2, Diarrhoe 2, Übelkeit Ausschlag Myalgie Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig Häufig Gelegentlich Sehr seltenReizbarkeit 2, Unwohlsein, Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle (≤ 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm) Fieber (≥ 38 °C), Schüttelfrost, Erythem an der Injektionsstelle (> 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (> 50 mm) Juckreiz an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle 1 Zellulitis an der Injektionsstelle 1, ausgeprägte Schwellung der Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde 1

1 Nebenwirkung berichtet während der Anwendung nach der Markteinführung
2 Berichtet bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren
3 Berichtet bei Personen im Alter von 11 bis 65 Jahren

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Meningokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AH08

Immunogenität

Durch die Messung der Produktion von Serogruppen-spezifischen antikapsulären Antikörpern mit bakterizider Aktivität wurde auf die Wirksamkeit von Menveo geschlossen. Die Titer bakterizider Antikörper im Serum (SBA) wurden unter Verwendung von Humanserum als Ausgangsmaterial für das exogene Komplement (hSBA) gemessen. Der hSBA war das ursprüngliche Korrelat für den Schutz gegen Meningokokken-Erkrankungen.

Die Immunogenität wurde in randomisierten, multizentrischen, aktiv kontrollierten klinischen Studien evaluiert, an denen Kinder (2 – 10 Jahre), Jugendliche (11 – 18 Jahre), Erwachsene (19 – 55 Jahre) und ältere Erwachsene (56 – 65 Jahre) teilnahmen.

Immunogenität bei Kindern von 2 bis 10 Jahren

In der Hauptstudie V59P20 wurde die Immunogenität von Menveo mit ACWY-D verglichen.

1 170 Kinder wurden mit Menveo geimpft und 1 161 erhielten den Vergleichsimpfstoff in den Per-
Protokoll-Populationen. In den zwei unterstützenden Studien V59P8 und V59P10 wurde die
Immunogenität von Menveo mit ACWY-PS verglichen.

In der randomisierten, Beobachter-verblindeten Hauptstudie V59P20, in der die Teilnehmenden nach dem Alter stratifiziert wurden (2 bis 5 Jahre und 6 bis 10 Jahre), wurde die Immunogenität einer Einzeldosis Menveo einen Monat nach der Impfung mit der Einzeldosis ACWY-D verglichen. Die Immunogenitätsergebnisse einen Monat nach der Immunisierung mit Menveo bei Probanden im Alter

von 2– 5 Jahren und 6– 10 Jahren sind in untenstehender Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden im Alter von 2 – 5 Jahren und 610 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo
SerogruppeW-135A C YhSBA ≥ (95 % KI)1:8 N = 606 72 % (68; 75) N = 607 68 % (64; 72) N = 594 90 % (87; 92) N = 593 76 % (72; 79)2 - 5 JahrehSBA(95 % KI) N = 606 (22; 30) N = 607 (15; 20) N = 594 (38; 50) N = 593 (20; 28)– GMT 26 18 43 24hSBA ≥ (95 % KI)1:8 N = 551 77 % (74; 81) N = 554 77 % (73; 80) N = 542 91 % (88; 93) N = 545 79 % (76; 83)6 - 10 JahrehSBA (95 % KI) N = 551 (29; 42) N = 554 (29; 45) N = 542 (52; 72) N = 545 (28; 41)– GMT 35 36 61 34
In einer anderen randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59P8) wurden Kinder in den USA entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N = 284) oder ACWY-PS (N = 285) immunisiert. Bei den Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren sowie in jeder Altersgruppe (im Alter von 2 bis 5 und 6 bis 10 Jahren) waren die Immunantwort, gemessen am Prozentsatz der Probanden mit einer Seroreaktion, hSBA diese Ergebnisse waren statistisch signifikant höher als die Vergleichswerte für alle Serogruppen und alle Immunmessungen einen Monat nach der Immunisierung. Ein Jahr nach der Impfung zeigte Menveo weiterhin statistisch signifikant höhere Ergebnisse als ACWY-PS hinsichtlich der Serogruppen A, W-135 und Y, gemessen am Prozentsatz von Probanden mit hSBA GMT. Menveo war bezüglich dieser Endpunkte für die Serogruppe C nicht unterlegen (Tabelle 3). Die klinische Relevanz von höheren Immunantworten nach der Immunisierung ist nicht bekannt. Tabelle 3: Immunogenität einer Dosis Menveo oder ACWY-PS bei Probanden im Alter von 2 bis 10 Jahren, gemessen einen Monat und zwölf Monate nach der Impfung≥ 1:8 und GMT, dem Vergleichsimpfstoff ACWY-PS nicht nur nicht unterlegen, sondern alle1:8 sowie den
Sero-gruppe W-135A C YMenveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS N = 280 79 % (74; 84) N = 281 73 % (68; 78) N = 279 92 % (88; 95) N = 280 88 % (83; 91)hSBA ≥ (95 % KI)1 Monat nach der Impfung1:8 N = 281 37 % (31; 43) N = 283 54 % (48; 60) N = 282 66 % (60; 71) N = 282 53 % (47; 59)N = 280 (30; 44) N = 281 (21; 34) N = 279 (50; 71) N = 280 (44; 66)hSBA (95 % KI) 36 26 60 54– (5,21; 7,64)GMT N = 281 6,31 N = 283 15 (12; 20) N = 282 14 (12; 17) N = 282 11 (9,29; 14)N = 253 23 % (18; 29) N = 252 53 % (47; 59) N = 249 90 % (86; 94) N = 250 77 % (71; 82)12 Monate nach der Impfung hSBA ≥ (95 % KI)1:8 N = 238 13 % (9; 18) N = 240 44 % (38; 51) N = 237 45 % (38; 51) N = 239 32 % (26; 38)N = 253 3,88 (3,39; 4,44) N = 252 (8,64; 13) N = 249 (35; 50) N = 250 (22; 33)hSBA – GMT (95 % KI) (2,61; 3,44) 11 (7,23; 11) 42 (6,33; 9,07) 27 (4,34; 6,45)N = 238 3 N = 240 9,02 N = 237 7,57 N = 239 5,29

In einer randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59P10), die in Argentinien durchgeführt wurde, wurden Kinder entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N = 949) oder ACWY-PS (N = 551) immunisiert. Die Immunogenität wurde in einer Untergruppe von 150 Probanden in jeder Impfstoffgruppe beurteilt. Die in der Altersgruppe der Zwei- bis Zehnjährigen beobachtete Immunantwort war sehr ähnlich wie jene, die in der oben gezeigten Studie V59P8 beobachtet wurde: die Immunantwort auf Menveo war 1 Monat nach der Immunisierung, gemessen am Prozentsatz von Probanden mit einer Seroreaktion, hSBA ≥ 1:8 und GMT, jener auf ACWY-PS nicht unterlegen.

Eine randomisierte, Beobachter-verblindete Studie wurde bei Kindern zwischen 12 und 59 Monaten in Finnland und Polen durchgeführt (V59P7). Insgesamt befanden sich 199 Probanden zwischen 2 und 5 Jahren in der Menveo-per-Protokoll-Immunogenitätspopulation und 81 Probanden zwischen 3 und 5 Jahren in der ACWY-PS-Gruppe.

Einen Monat nach der ersten Impfung waren die Prozentsätze mit hSBA ≥ 1:8 in der Menveogruppe für alle vier Serogruppen konstant höher (63 % vs. 39 %, 46 % vs. 39 %, 78 % vs. 59 % bzw. 65 % vs. 57 % für Menveo, verglichen mit ACWY-PS für die Serogruppen A, C, W-135 bzw. Y).

In einer in den USA durchgeführten randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59_57) wurde die Immunogenität einer 2-Dosen-Serie mit einer Einzeldosis von Menveo bei Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren sowie von 6 bis 10 Jahren verglichen (N = 715).

Vor der Impfung betrug der Prozentsatz von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 in den beiden Altersgruppen 1 % – 5 % für Serogruppe A, 13 % – 28 % für Serogruppe C, 42 % – 64 % für Serogruppe W-135 und 6 % – 19 % für Serogruppe Y. Einen Monat nach der Impfung wurden für beide Altersgruppen in der 2-Dosen-Gruppe bzw. der Einzeldosisgruppe folgende Anteile von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 nachgewiesen: 90 % – 95 % bzw. 76 % – 80 % für Serogruppe A, 98 % – 99 % bzw. 76 % – 87 % für Serogruppe C, 99 % bzw. 93 % – 96 % für Serogruppe W-135 und 96 % bzw. 65 % – 69 % für Serogruppe Y. In beiden Altersgruppen waren die GMT einen Monat nach der Impfung in der 2-Dosen-Gruppe höher als in der Einzeldosisgruppe; dieser Unterschied war jedoch in der Gruppe der älteren Probanden weniger ausgeprägt.

Ein Jahr nach der letzten Impfung waren die Anteile der Probanden mit hSBA ≥ 1:8 nach der 2-Dosen-Serie und der Einzeldosis jeweils niedriger als 1 Monat nach der Impfung (30 % nach der 2-Dosen-Serie bzw. 11 % – 20 % nach der Einzeldosis für Serogruppe A; 61 % – 81 % bzw. 41 % – 55 % für Serogruppe C; 92 % – 94 % bzw. 90 % – 91 % für Serogruppe W-135; 67 % – 75 % bzw.

57 % – 65 % für Serogruppe Y). Die Unterschiede bei den hSBA-GMT zwischen der 2-Dosen-Gruppe und der Einzeldosisgruppe waren 1 Jahr nach der Impfung weniger ausgeprägt als 1 Monat nach der Impfung.

Der klinische Nutzen einer 2-Dosen-Impfserie bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren ist nicht
bekannt.

Persistenz der Immunantwort und Immunantwort auf eine Boosterdosis bei Kindern zwischen 2 und 10 Jahren

5 Jahre nach der Grundimmunisierung wurde die Antikörperpersistenz in der Studie V59P20E1 untersucht, die eine Erweiterung der Studie V59P20 darstellt. Antikörperpersistenz gegen die Serogruppen C, W-135 und Y konnte nachgewiesen werden, wobei die Anteile der Patienten mit hSBA ≥ 1:8 bei Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sowie zwischen 6 und 10 Jahren gegen die Serogruppe C bei 32 % bzw. 56 %, gegen die Serogruppe W-135 bei 74 % bzw. 80 % und gegen die Serogruppe Y bei 48 % bzw. 53 % lagen. Die entsprechenden GMTs lagen für die Serogruppe C bei 6,5 bzw. 12, für die Serogruppe W-135 bei 19 bzw. 26 sowie für die Serogruppe Y bei 8,13 bzw.

10. Für die Serogruppe A hatten 14 % bzw. 22 % der Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren

bzw. zwischen 6 bis 10 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit einer Einzeldosis erhielten die Kinder eine Boosterdosis Menveo. Alle Probanden beider Altersgruppen hatten hSBA ≥ entsprechenden Antikörper-Titer waren im Vergleich zu denjenigen nach der Grundimmunisierung um ein Mehrfaches höher (Tabelle 4).Jahren hSBA ≥1:8 (GMTs: 2,95 bzw. 3,73).1:8 gegen alle Serogruppen; die
Tabelle 4: Persistenz der Immunantwort 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo und Immunantworten 1 Monat nach einer Boosterdosis bei Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sowie zwischen 6 und 10 Jahren zum Zeitpunkt der Grundimmunisierung
Sero-gruppe W-135A C YPersistenz nach hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 96 14 % (7; 22) N = 96 32 % (23; 43) N = 96 74 % (64; 82) N = 96 48 % (38; 58)5 Jahren (95 % KI) (4,75; 8,9) (6,11; 11)hSBA GMT N = 96 2,95 (2,42; 3,61) N = 96 6,5 N = 96 19 (14; 25) N = 96 8,132 - 5 Jahre –1 Monat nach der Boosterdosis hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) (95 % KI) N = 95 100 % (96; 100) (299; 436) N = 94 100 % (96; 100) (406; 610) N = 95 100 % (96; 100) N = 94 100 % (96; 100)hSBA – GMT (95 % KI) N = 95 361 N = 94 498 N = 95 1 534 (1 255; 1 873) N = 94 1 693 (1 360; 2 107)Persistenz nach hSBA ≥ 1:8 N = 64 22 % (13; 34) N = 64 56 % (43; 69) N = 64 80 % (68; 89) N = 64 53 % (40; 66)5 Jahren (95 % KI) (7,72; 19) (6,51; 16)6 - 10 Jahre hSBA – GMT (95 % KI) N = 64 3,73 (2,74; 5,06) N = 64 12 N = 64 26 (18; 38) N = 64 101 Monat nach der Boosterdosis hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 60 100 % (94; 100) (265; 463) N = 60 100 % (94; 100) N = 60 100 % (94; 100) N = 59 100 % (94; 100)hSBA – GMT N = 60 350 N = 60 712 (490; 1 036) N = 60 1 556 (1 083; 2 237) N = 59 1 442 (1 050; 1 979)

Immunogenität bei Personen ab 11 Jahren

In der Hauptstudie (V59P13) erhielten Jugendliche und Erwachsene entweder eine Dosis Menveo (N = 2 649) oder ACWY-D als Vergleichsimpfstoff (N = 875). Serumproben wurden sowohl vor als auch 1 Monat nach der Impfung genommen.

In einer anderen Studie (V59P6), die an 524 Jugendlichen durchgeführt wurde, wurde die
Immunogenität von Menveo mit jener von Meningokokken-Polysaccharid-Vierfachimpfstoff
(ACWY-PS) verglichen.

Immunogenität bei Jugendlichen

In der Altersgruppe der 11 – 18-jährigen Probanden wurde in der Hauptstudie V59P13 die Immunogenität einer Menveo-Einzeldosis einen Monat nach Impfung mit ACWY-D verglichen. Die Ergebnisse der Immunogenität, einen Monat nach Verabreichung von Menveo, sind in untenstehender Tabelle 5 zusammengefasst.

Tabelle 5: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden zwischen 11 und 18 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo

Serogruppe W-135A C YN 1 075 1 396 1 024 1 036GMT (95 % KI) 29 (24; 35) 50 (39; 65) 87 (74; 102) 51 (42; 61)hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) 75 % (73; 78) 85 % (83; 87) 96 % (95; 97) 88 % (85; 90)
In der Untergruppe der 11 war der Anteil der Personen, die nach einer Dosis von Menveo einen hSBA von– 18-jährigen Probanden mit seronegativen Ausgangswerten (hSBA < 1:4)1:8 erreichten, wie

folgt: Serogruppe A 75 % (780/1 039); Serogruppe C 80 % (735/923); Serogruppe W-135 94 %
(570/609); Serogruppe Y 81 % (510/630).

In der Nicht-Unterlegenheitsstudie V59P6 wurde die Immunogenität bei Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren beurteilt, die randomisiert entweder Menveo oder ACWY-PS erhielten. Im Hinblick auf alle vier Serogruppen (A, C, W-135 und Y) erwies sich Menveo gegenüber dem ACWY-PS-Impfstoff als nicht unterlegen. Die Daten basieren auf der Seroreaktion, dem Prozentsatz, der hSBA von ≥ 1:8 erreichte, sowie den GMT.

Tabelle 6: Immunogenität einer Dosis von Menveo oder ACWY-PS bei Jugendlichen, gemessen einen Monat nach der Impfung

SerogruppeA C W-135 YMenveo N = 140 81 % (74; 87) N = 140 84 % (77; 90) N = 138 91 % (84; 95) N = 139 95 % (90; 98)hSBA ≥ 1:8 (95 % KI)ACWY-PS N = 149 41 % (33; 49) N = 147 61 % (53; 69) N = 141 84 % (77; 89) N = 147 82 % (75; 88)Menveo N = 140 33 (25; 44) N = 140 59 (39; 89) N = 138 48 (37; 62) N = 139 92 (68; 124)hSBA-GMT (95 % KI)ACWY-PS N = 7,31 (5,64; 9,47) N = 147 (19; 41) N = 141 (22; 36) N = 147 (27; 47)149 28 28 35
Ein Jahr nach der Impfung zeigte sich in derselben Probandengruppe, dass ein höherer Prozentsatz der mit Menveo immunisierten Personen hSBA ≥1:8 für die Serogruppen C, W-135 und Y aufwiesen,

verglichen mit ACWY-PS. Für die Serogruppe A zeigten beide Gruppen vergleichbare Werte.

Ähnliche Ergebnisse wurden im Vergleich der hSBA-GMT beobachtet.

Persistenz der Immunantwort und Immunantwort auf eine Boosterdosis bei Jugendlichen

In der Studie V59P13E1 wurde die Persistenz der Immunantwort gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y 21 Monate, 3 Jahre und 5 Jahre nach der Grundimmunisierung untersucht, wobei die Probanden zum Zeitpunkt der Impfung zwischen 11 und 18 Jahre alt waren. Der Anteil von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen C, W-135 und Y blieb in der Menveo-Gruppe 21 Monate bis 5 Jahre nach der Impfung konstant. Hinsichtlich der Serogruppe A sank er mit der Zeit leicht ab (Tabelle 7).

5 Jahre nach der Grundimmunisierung war der Anteil der Serogruppen in der Menveo-Gruppe deutlich höher als in der Kontrollgruppe mit ungeimpften Probanden.Probanden mit hSBA ≥1:8 gegen alle vier
Tabelle 7: Persistenz der Immunantwort ungefähr 21 Monate, 3 Jahre und 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo (die Probanden waren zum Zeitpunkt der Impfung 11 bis 18 Jahre alt)
Serogruppe W-135A C YZeitpunkt 21 Monate 21 Monate 21 Monate 21 Monate3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 JahreAnteil der Probanden (%) mit hSBAMenveo N = 100 (35; 55) (28; 48) (26; 45) N = 100 (51; 71) (58; 77) (54; 73) N = 99 (77; 92) (76; 91) (76; 91) N = 100 (61; 80) (59; 78) (57; 76)45 38 35 61 68 64 86 85 85 71 69 67≥ 1:86,57 (4,77 5,63 (3,97 4,43 (3,13hSBA-GMT Menveo N = 100 N = 100 11 (8,12 16 (11 14 (8,83 18 (14 31 (21 32 (21 N = 100 14 (10 14 (9,68 13 (8,8N = 99– 9,05) – 7,99) – 6,26) – 15) – 25) – 24) – 25) – 46) – 47) – 19) – 20) – 20)
3 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-D wurde eine Boosterdosis Menveo verabreicht. Einen Monat nach der Auffrischimpfung mit Menveo zeigten beide Gruppen eine starke Immunantwort (100 2 Jahren nach der Auffrischimpfung hinsichtlich der Serogruppen C, W-135 und Y (87 bis 100 % der Probanden mit hSBA ≥ mit hSBA hoch. Die GMT gingen mit der Zeit wie erwartet zurück, waren jedoch immer noch 2- und 8-mal höher als die Werte vor der Auffrischimpfung (Tabelle 9). In der Studie V59P6E1 war ein Jahr nach der Impfung mit Menveo der Anteil der Probanden mit hSBA einem ACWY-PS-Impfstoff. Hinsichtlich der Serogruppe A war der Anteil in beiden Gruppen vergleichbar. Die hSBA-GMT für die Serogruppen W-135 und Y waren bei den Probanden, die Menveo erhalten hatten, höher. 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo war der Anteil der Probanden mit hSBA ≥ ACWY-PS geimpft wurden. Höhere hSBA-GMT wurden für die Serogruppen W-135 und Y beobachtet (Tabelle 8).≥ 1:8 gegen die Serogruppen C, W-135 und Y deutlich höher als ein Jahr nach der Impfung mit≥ 1:8 gegen die Serogruppe A war leicht rückläufig, jedoch mit 77 bis 79 % immer noch 1:8 für die Serogruppen C und Y deutlich höher als bei denjenigen, die 5 Jahre zuvor mit% der Probanden hatten hSBA ≥ 1:8 gegen die verschiedenen Serogruppen) anhielt. Der Anteil von Probanden1:8 gegen alle Serogruppen), die im Verlauf von
Tabelle 8: Persistenz der Immunantwort ungefähr 12 Monate und 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo bzw. ACWY-PS (die Probanden waren zum Zeitpunkt der Impfung 11 bis 18 Jahre alt)
Sero-gruppe W-135A C YZeitpunkt 12 Monate 5 Jahre 12 Monate 5 Jahre 12 Monate 5 Jahre 12 Monate 5 JahreMenveo N = 50 41 % (27; 56) 30 % (18; 45) N = 50 82 % (68; 91) 76 % (62; 87) N = 50 92 % (80; 98) 72 % (58; 84) N = 50 78 % (63; 88) 76 % (62; 87)Anteil der Probanden mithSBA ACWY-N = 50 (28; 59) (30; 59) N = 50 (37; 68) (47; 75) N = 50 (37; 68) (41; 70) N = 50 (35; 65) (36; 64)≥ PS 43 % 44 % 52 % 62 % 52 % 56 % 50 % 50 %1:8p-Wert Menveo vs. ACWY-PS 0,73 0,15 < 0,001 0,042 < 0,001 0,093 0,001 0,002Menveo N = 50 5,19 (3,34; 8,0 5,38 (3,29; 8,7 N = 50 (15; 57) (12; 37) N = 50 (26; 64) (18; 52) N = 50 (20; 57) (18; 49)9) 8) 29 21 41 30 34 30hSBA-GMT ACWY-(3,96; 9,6 (4,83; 12) (8,55; 33) (12; 35) (6,41; 16) (7,65; 22) (5,5; 16) (5,03; 14)PS N = 50 6,19 6) 7,75 N = 50 17 20 N = 50 10 13 N = 50 9,28 8,25p-Wert Menveo ACWY-< 0,001 < 0,001 < 0,001vs. PS 0,54 0,24 0,22 0,92 0,012
5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-PS wurde eine Auffrischimpfung mit Menveo verabreicht. 7 Tage nach der Auffrischimpfung erreichten 98 bis 100 % der Probanden, die zuvor Menveo erhalten hatten, und 73 bis 84 % der Probanden, die ACWY-PS erhalten haben, einen hSBA ≥ der Probanden mit hSBA1:8 gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y. Einen Monat nach der Impfung lag der Anteil1:8 bei jeweils 98 bis 100 % bzw. 84 bis 96 %.
Ein signifikanter Anstieg der hSBA-GMT gegen alle vier Serogruppen wurde ebenfalls 7 und 28 Tage nach der Auffrischimpfung beobachtet (Tabelle 9). Tabelle 9: Immunantwort auf die Auffrischimpfung: Bakterizide Antikörperantworten nach der Auffrischimpfung mit Menveo, 3 oder 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-PS bei Probanden im Alter von 11 bis 17 Jahren
Sero-gruppe W-135A C YZeitpunkt Auffrisch-Auffrisch-Auffrisch-Auffrisch-Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 Jahre Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 Jahre Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 Jahre Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 JahreAnteil der Probanden mit hSBA V59P13E1 (3 Jahre nach der Impfung) Menveo N = 42 21 % (10; 37) 100 % (92; 100) 79 % (63; 90) N = 42 55 % (39; 70) 100 % (92; 100) 95 % (84; 99) N = 41 88 % (74; 96) 100 % (91; 100) 100 % (91; 100) N = 42 74 % (58; 86) 100 % (92; 100) 95 % (84; 99)----Menveo (17; 43) (93; 100) (89; 100) (63; 88) (93; 100) (93; 100) (59; 85) (93; 100) (93; 100) (63; 88) (89; 100) (93; 100)≥ 1:8 (5 Jahre nach der N = 49 29 % 100 % 98 % - N = 49 78 % 100 % 100 % - N = 49 73 % 100 % 100 % - N = 49 78 % 98 % 100 % -V59P6E1 Impfung)ACWY-PS N = 49 43 % (29; 58) 73 % (59; 85) 94 % (83; 99) N = 49 61 % (46; 75) 78 % (63; 88) 84 % (70; 93) N = 49 55 % (40; 69) 84 % (70; 93) 92 % (80; 98) N = 49 51 % (36; 66) 76 % (61; 87) 96 % (86; 100)----V59P13E1 (3 Jahre nach der Impfung) (1,68; 4,31) (215; 494) (8,66; 31) (352; 1 014) (62; 250) (398; 1 137) (58; 148) (8,15; 26) (300; 942) (30; 101)Menveo N = 42 2,69 - 326 22 (12; 41) N = 42 16 - 597 124 N = 41 37 (21; 65) - 673 93 N = 42 14 - 532 55hSBA-GMT Menveo N = 49 (3,46; 7,7) (585; 1 917) (514; 1 305) N = 49 (13; 33) (893; 2 877) (717; 2 066) N = 49 (17; 49) (1 042; 2 725) (1 090; 2 481) N = 49 (18; 45) (1 526; 4 298) (1 340; 3 268)(5 Jahre nach der 5,16 1 059 819 - 20 1 603 1 217 - 29 1 685 1 644 - 28 2 561 2 092 -V59P6E1 Impfung)ACWY-PS N = 49 (4,94; 11) (25; 80) (94; 232) N = 49 (12; 31) (20; 64) (30; 86) N = 49 (7,02; 19) (21; 54) (32; 71) N = 49 (4,91; 12) (13; 35) (41; 98)7,31 45 147 - 19 36 51 - 12 34 47 - 7,8 21 63 -

Immunogenität bei Erwachsenen

In der Hauptstudie zur Immunogenität, V59P13, wurden die Immunantworten auf Menveo bei Erwachsenen zwischen 19 und 55 Jahren beurteilt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 10 präsentiert. In der Untergruppe der Probanden zwischen 19 und 55 Jahren, die bei der Ausgangsuntersuchung seronegativ waren, war der Prozentsatz der Personen, die nach einer Menveo-Dosis einen hSBA von ≥ 1:8 erreichten, wie folgt: Serogruppe A 67 % (582/875); Serogruppe C 71 % (401/563); Serogruppe W-135 82 % (131/160); Serogruppe Y 66 % (173/263).

Tabelle 10: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden zwischen 19 und 55 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo

Serogruppe W-135A C YN 963 902 484 503GMT (95 % KI) 31 (27; 36) 50 (43; 59) 111 (93; 132) 44 (37; 52)hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) 69 % (66; 72) 80 % (77; 83) 94 % (91; 96) 79 % (76; 83)
Das Einsetzen der Immunantwort nach der Grundimmunisierung mit Menveo bei gesunden Probanden im Alter von 18 bis 22 Jahren wurde in der Studie V59P6E1 untersucht. 7 Tage nach der Impfung zeigten 64% der Probanden hSBA ≥1:8 gegen die Serogruppe A und 88 bis 90 % der Probanden

hatten bakterizide Antikörperantworten gegen die Serogruppen C, W-135 und Y. Einen Monat nach der Impfung erreichten 92 bis 98 % der Probanden einen hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y. Eine starke Immunantwort, nachgewiesen mittels hSBA-GMT gegen alle Serogruppen, wurde ebenfalls 7 (GMT 34 bis 70) und 28 Tage (GMT 79 bis 127) nach der Verabreichung einer Dosis des Impfstoffes beobachtet.

Immunogenität bei älteren Erwachsenen (im Alter von 56 bis 65 Jahren)

Die Immunogenität von Menveo im Vergleich mit ACWY-PS wurde bei Probanden im Alter zwischen 56 und 65 Jahren in der Studie V59P17 evaluiert. Der Prozentsatz der Probanden mit hSBA ≥ 1:8 war gegenüber ACWY-PS hinsichtlich aller Serogruppen nicht unterlegen und hinsichtlich der Serogruppen A und Y statistisch überlegen (Tabelle 11).

Tabelle 11: Immunogenität einer Dosis von Menveo oder ACWY-PS bei Erwachsenen zwischen 56 und 65 Jahren, gemessen einen Monat nach der Impfung

Serogruppe W-135
A C Y
Menveo hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 83 87 % (78; 93) N = 84 90 % (82; 96) N = 82 94 % (86; 98) N = 84 88 % (79; 94)
ACWY-PS hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 41 63 % (47; 78) N = 41 83 % (68; 93) N = 39 95 % (83; 99) N = 41 68 % (52; 82)

Verfügbare Daten bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten Die Immunogenität von Menveo bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten ist im Rahmen mehrerer Studien untersucht worden. Obwohl ein hoher Prozentsatz der Probanden, die 4 Dosen Menveo erhalten hatten, hSBA-Titer über 1:8 erreichten – der Prozentsatz nach der Verabreichung von 2 Dosen Menveo oder nur einer Dosis Menveo war geringer –, wurde Menveo lediglich im Rahmen einer Hauptstudie mit einem anderen Meningokokken-Impfstoff verglichen, in der es keine Immunantwort zeigen konnte, die mindestens gleich stark war wie die eines monovalenten Impfstoffes gegen die Serogruppe C (nach Verabreichung einer einzelnen Dosis im Alter von 12 Monaten).

Derzeit vorliegende Daten sind nicht ausreichend, um die Wirksamkeit von Menveo bei Kindern unter 2 Jahren aufzuzeigen. Für Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen siehe Abschnitt 4.2.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Tierversuchen mit Kaninchen wurden keine unerwünschten Reaktionen bei geimpften Muttertieren oder deren Nachkommenschaft bis zum 29. Tag nach der Geburt beobachtet.

Bei weiblichen Kaninchen, die Menveo vor der Paarung und während der Schwangerschaft erhielten, wurden keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver

Saccharose
Kaliumdihydrogenphosphat

Lösung

Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat
Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Das rekonstituierte Arzneimittel ist sofort zu verwenden. Es wurde jedoch gezeigt, dass das Arzneimittel nach der Rekonstitution bei Aufbewahrung unter 25 °C bis zu 8 Stunden chemisch und physikalisch stabil bleibt.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Pulver in Durchstechflasche (Glas Typ 1) mit Stopfen (Butylgummi mit Fluorpolymer-beschichteter Oberfläche) und Lösung in Durchstechflasche (Glas Typ 1) mit Stopfen (Butylgummi).

Packungen mit einer Dosis (2 Durchstechflaschen), fünf Dosen (10 Durchstechflaschen) oder zehn
Dosen (20 Durchstechflaschen).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Vor der Verabreichung von Menveo ist die Rekonstitution des Pulvers (in der Durchstechflasche) mit der Lösung (in der Durchstechflasche) erforderlich.

Der Inhalt der beiden Durchstechflaschen (MenA Pulver und MenCWY Lösung) ist vor der
Durchführung der Impfung zu mischen, was eine Dosis von 0,5 ml ergibt.

Die Komponenten des Impfstoffes sind vor und nach der Rekonstitution visuell zu überprüfen.

Mit Hilfe einer Spritze und einer geeigneten Nadel (21G, 40 mm Länge oder 21G, 1 ½ ˝ Länge) ist der gesamte Inhalt der Durchstechflasche mit der Lösung aufzuziehen und in die Durchstechflasche mit dem Pulver zu injizieren, um die MenA-Konjugat-Komponente zu rekonstituieren.

Die Durchstechflasche auf den Kopf drehen und kräftig schütteln. Anschließend 0,5 ml des rekonstituierten Produkts entnehmen. Beachten Sie bitte, dass es durchaus normal ist, wenn eine kleine Menge der Flüssigkeit nach der Dosisentnahme in der Durchstechflasche zurückbleibt.

Nach der Rekonstitution ist der Impfstoff eine klare, farblose bis hellgelbe Lösung, die frei von
sichtbaren Fremdpartikeln ist. Falls Fremdpartikel und/oder Veränderungen des physikalischen
Aussehens beobachtet werden, muss der Impfstoff entsorgt werden.

Vor der Injektion muss die Nadel, die zur Entnahme verwendet wurde, durch eine Nadel, die zur Verabreichung geeignet ist, ausgewechselt werden. Stellen Sie vor der Verabreichung des Impfstoffes sicher, dass sich keine Luftblasen in der Spritze befinden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

GSK Vaccines S.r.l.

Via Fiorentina 1
53100 Siena, Italien

8. ZULASSUNGSNUMMERN

EU/1/10/614/002
EU/1/10/614/003
EU/1/10/614/004

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 15. März 2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 04. Dezember 2014

10. STAND DER INFORMATION

MM.JJJJ

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Menveo Injektionslösung
Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Dosis (0,5 ml) enthält:

• Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein10 Mikrogramm 16,7 bis 33,3 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 7,1 bis 12,5 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 3,3 bis 8,3 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 5,6 bis 10,0 Mikrogramm

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Die Lösung ist eine farblose, klare Flüssigkeit.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Menveo ist angezeigt zur aktiven Immunisierung von Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden.

Die Anwendung dieses Impfstoffes sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen
erfolgen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Kinder (ab 2 Jahren), Jugendliche und Erwachsene

Menveo sollte als Einzeldosis (0,5 ml) verabreicht werden.

Um optimale Antikörperspiegel gegen alle im Impfstoff enthaltenen Serogruppen zu gewährleisten, sollte die Grundimmunisierung mit Menveo einen Monat vor einer potenziellen Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y abgeschlossen sein. Bakterizide Antikörper (hSBA ≥ 1:8) wurden eine Woche nach der Impfung bei mindestens 64 % der Probanden beobachtet (siehe Abschnitt 5.1 bzgl. Angaben zur Immunogenität gegenüber einzelnen Serogruppen).

Ältere Erwachsene und Senioren

Es liegen nur begrenzte Daten für ältere Erwachsene (im Alter von 56 bis 65 Jahren) bzw. keine Daten für Senioren (im Alter von > 65 Jahren) vor.

Auffrischimpfung

Langzeitdaten zur Antikörperpersistenz nach der Impfung mit Menveo sind für einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren nach der Impfung verfügbar (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Menveo kann Personen, die eine Grundimmunisierung mit Menveo, mit anderen Meningokokken-Konjugatimpfstoffen oder unkonjugierten Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoffen erhalten haben, als Auffrischimpfung verabreicht werden. Bei zuvor mit Menveo geimpften Personen sind Notwendigkeit sowie Zeitpunkt für eine solche Auffrischimpfung entsprechend den nationalen Empfehlungen festzulegen.

Kinder (unter 2 Jahren)

Sicherheit und Wirksamkeit von Menveo konnten bei Kindern unter 2 Jahren noch nicht nachgewiesen werden. Derzeit verfügbare Daten sind im Abschnitt 5.1 beschrieben, allerdings können keine Empfehlungen zur Dosierung gemacht werden.

Art der Anwendung

Menveo wird durch intramuskuläre Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel, verabreicht.

Der Impfstoff darf nicht intravaskulär, subkutan oder intradermal injiziert werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte Injektionsstellen
gewählt werden.

Hinweise zur Zubereitung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile, oder Diphtherietoxoid (CRM197), oder eine lebensbedrohliche Reaktion nach der
früheren Verabreichung eines Impfstoffes mit ähnlichen Komponenten (siehe Abschnitt 4.4).

Wie bei anderen Impfstoffen sollte die Impfung mit Menveo bei Personen mit schweren akuten, fieberhaften Erkrankungen verschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion ist jedoch keine Gegenanzeige.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Vor der Injektion jedes Impfstoffes muss die für die Verabreichung verantwortliche Person alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung allergischer oder sonstiger Reaktionen treffen. Dazu gehört die Aufnahme einer gründlichen Anamnese sowie des aktuellen Gesundheitszustands.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss dafür gesorgt sein, dass für den Fall einer seltenen
anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes eine entsprechende medizinische
Behandlung und Überwachung sofort verfügbar sind.

Angstbedingte Reaktionen

Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen können als psychogene Reaktion auf die Injektion eines Impfstoffes auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Im Vorfeld sollten geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Verletzungen im Falle einer Ohnmacht ergriffen werden.

Der Impfstoff darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden.

Einschränkungen der Wirksamkeit

Menveo bietet keinen Schutz gegen Infektionen, die durch andere, nicht im Impfstoff enthaltene
Serogruppen von N. meningitidis verursacht werden.

Wie bei jedem anderen Impfstoff kann es vorkommen, dass nicht bei allen geimpften Personen eine schützende Immunantwort hervorgerufen wird (siehe Abschnitt 5.1).

In Studien mit Menveo zeigte sich ein Rückgang der Titer bakterizider Serumantikörper gegen die Serogruppe A, wenn humanes Komplement im Test (hSBA) verwendet wurde (siehe Abschnitt 5.1). Die klinische Relevanz eines Zurückgehens der hSBA-Antikörpertiter der Serogruppe A ist nicht bekannt. Wenn zu erwarten ist, dass bei einer Person, die vor ungefähr über einem Jahr bereits eine Menveo-Dosis erhalten hat, ein erhöhtes Risiko einer Exposition gegenüber Men-A besteht, kann die Gabe einer Auffrischdosis in Erwägung gezogen werden.

Es liegen keine Daten hinsichtlich der Anwendbarkeit des Impfstoffes zur Prophylaxe nach erfolgter Exposition vor.

Personen mit geschwächter Immunabwehr

Bei Personen mit geschwächter Immunabwehr kann es sein, dass die Immunisierung nicht zu einer angemessenen Bildung von schützenden Antikörpern führt. Eine Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) ist zwar keine Gegenanzeige, dennoch wurde Menveo bei immungeschwächten Personen nicht eigens evaluiert. Personen mit Komplementmangel und Personen mit funktioneller oder anatomischer Asplenie entwickeln möglicherweise keine Immunantwort auf Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoffe.

Personen mit angeborener Komplementdefizienz (zum Beispiel C3- oder C5-Mangel) sowie Personen, die mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Aktivierung des terminalen Komplements hemmen (z. B. Eculizumab), haben ein erhöhtes Risiko einer durch Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y verursachten invasiven Erkrankung, auch wenn sie Antikörper nach der Impfung mit Menveo entwickeln.

Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen

Aufgrund des Risikos von Hämatomen wurde Menveo nicht bei Personen, die an Thrombozytopenie oder Blutungsstörungen leiden bzw. mit Antikoagulanzien behandelt werden, evaluiert. Der behandelnde Arzt muss das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Personen, bei denen nach einer intramuskulären Injektion ein erhöhtes Hämatomrisiko besteht, abwägen.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Menveo kann gleichzeitig mit jedem der folgenden Impfstoffe verabreicht werden: monovalente und kombinierte Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfstoffe, Gelbfieber, Typhus (Vi-Polysaccharid), Japanische Enzephalitis, Tollwut und Meningokokken der Gruppe B (Bexsero).

Bei Jugendlichen (11 bis 18 Jahre) wurde Menveo in zwei Koadministrationsstudien entweder mit einem adsorbierten Kombinationsimpfstoff mit Tetanus-, reduzierter Diphtherie- und azellulärer Pertussiskomponente (Tdap) alleine oder mit Tdap und einem rekombinanten HPV-Vierfachimpfstoff gegen humane Papillomaviren (Typen 6, 11, 16 und 18) evaluiert. Beide Studien unterstützen die gleichzeitige Verabreichung der Impfstoffe.

Die Verabreichung von Menveo einen Monat nach einer Impfung mit Tdap führte zu statistisch signifikant geringeren Seroreaktionen gegen die Serogruppe W-135. Da keine direkte Auswirkung auf die Seroprotektionsrate beobachtet wurde, ist die klinische Bedeutung derzeit noch unbekannt. Es gab Hinweise auf eine gewisse Suppression der Antikörperreaktion auf zwei der drei Pertussis-Antigene. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt. Nach der Impfung hatten über 97 % der Probanden messbare Pertussis-Titer gegen alle drei Pertussis-Antigene.

Für Kinder im Alter zwischen 2 und 10 Jahren liegen keine Daten zur Bewertung der Sicherheit und Immunogenität von anderen Kinderimpfstoffen vor, wenn diese gleichzeitig mit Menveo verabreicht werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Menveo mit anderen, oben nicht angeführten Impfstoffen wurde nicht untersucht. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte Injektionsstellen, vorzugsweise auf der gegenüberliegenden Körperseite, gewählt werden. Es sollte überprüft werden, ob die Nebenwirkungen durch die gleichzeitige Verabreichung eines anderen Impfstoffes verstärkt auftreten.

Die Immunantwort kann bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung vermindert sein.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Derzeit liegen nur unzureichende Daten zur Anwendung von Menveo in der Schwangerschaft vor.

In präklinischen Studien zeigte Menveo keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf die Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fötus, den Geburtsvorgang und die postnatale Entwicklung. In Anbetracht der Tatsache, dass durch Neisseria meningitidis-Bakterien der Serogruppen A, C, W-135 und Y eine schwere invasive Meningokokken-Erkrankung verursacht werden kann, sollte eine Schwangerschaft kein Ausschlussgrund für eine Impfung sein, wenn ein klares Expositionsrisiko besteht.

Obwohl nur unzureichende klinische Daten zur Verwendung von Menveo während der Stillzeit vorliegen, ist es unwahrscheinlich, dass die in der Muttermilch ausgeschiedenen Antikörper für den Säugling schädlich sein könnten. Daher kann Menveo bei Frauen in der Stillzeit angewendet werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Menveo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der im Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“ genannten Nebenwirkungen können jedoch die Verkehrstüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehend beeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die bei Personen im Alter von 2 Jahren und älter innerhalb von 7 Tagen nach der alleinigen Verabreichung einer Einzeldosis von Menveo auftraten, waren Schmerzen an der Injektionsstelle (42,7 %), Kopfschmerzen (26,4 %), Erythem an der Injektionsstelle ≤ 50 mm (18,1 %), Unwohlsein (17,3 %), Verhärtung an der Injektionsstelle ≤ 50 mm (15,1 %), Myalgie (13,5 %) und Reizbarkeit (11,3 %) bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren. Diese Nebenwirkungen waren überwiegend mild bis moderat ausgeprägt.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Menveo bei Personen im Alter von 2 Jahren und älter wurde in 11 randomisierten Studien untersucht. 12 775 Personen wurden in die Sicherheitsanalysen eingeschlossen. Davon erhielten 3 334 Teilnehmende im Alter von 2 bis 10 Jahren und 9 441 Teilnehmende im Alter von 11 bis 65 Jahren Menveo in abgeschlossenen klinischen Studien.

Die nachfolgenden, in untenstehender Tabelle 1 gelisteten Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien, in denen Menveo Personen im Alter von 2 Jahren und älter verabreicht wurde, und während der Anwendung nach der Markteinführung beobachtet.

Nebenwirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Tabelle 1: Nebenwirkungen(≥ 1/10) (≥ 1/100, < 1/10) (≥ 1/1 000, < 1/100) (≥ 1/10 000, < 1/1 000) (< 1/10 000)
Systemorganklasse Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Erkrankungen des ImmunsystemsHäufigkeit Gelegentlich Gelegentlich Nicht bekanntNebenwirkungen Lymphadenopathie 1 Überempfindlichkeit 1 Anaphylaxie 1
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Erkrankungen des NervensystemsHäufig Sehr häufig HäufigEssstörung 2 Kopfschmerzen Schläfrigkeit 2
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenGelegentlich Sehr selten Gelegentlich Häufig Häufig Sehr häufig HäufigSynkope 1, Schwindelgefühl 3 Tonische Konvulsion 1, Fieberkrampf 1 Vertigo 1 Erbrechen 2, Diarrhoe 2, Übelkeit Ausschlag Myalgie Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig Häufig Gelegentlich Sehr seltenReizbarkeit 2, Unwohlsein, Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle (≤ 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm) Fieber (≥ 38 °C), Schüttelfrost, Erythem an der Injektionsstelle (> 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (> 50 mm) Juckreiz an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle 1 Zellulitis an der Injektionsstelle 1, ausgeprägte Schwellung der Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde 1

1 Nebenwirkung berichtet während der Anwendung nach der Markteinführung
2 Berichtet bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren
3 Berichtet bei Personen im Alter von 11 bis 65 Jahren

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Meningokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AH08

Immunogenität von Menveo flüssig (Injektionslösung)

Die Immunogenität von Menveo flüssig, die in einer Beobachter-verblindeten, randomisierten, multizentrischen, kontrollierten klinischen Phase 2b-Studie an Probanden im Alter von 10 bis 40 Jahren evaluiert wurde, in der die Nichtunterlegenheit von Menveo flüssig (für 24 und 30 Monate altes Produkt) gegenüber Menveo lyophilisiert/flüssig für Meningokokken der Serogruppe A (MenA) untersucht wurde, ist in Tabelle 2 dargestellt.

Die Nichtunterlegenheit von Menveo flüssig gegenüber Menveo lyophilisiert/flüssig wurde für MenA in Bezug auf die beiden co-primären Endpunkte der Studie nachgewiesen (Verhältnis der geometrischen Mitteltiter (GMTs) zwischen den beiden Gruppen 1 Monat nach der Impfung mit 24 und 30 Monate alter Formulierung).

Tabelle 2: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden im Alter von
10 bis 40 Jahren, die entweder Menveo flüssig oder die Menveo lyophilisierte/flüssige
Formulierung erhielten, 1 Monat nach der Impfung

(Produktalter von Menveo (24 Monate)**Studie flüssig) V59_78Endpunkt nach Serogruppe GMTAMenveo flüssig (95 % KI) (319,47; 467,97)N = 363 386,66 (264,14; 383,67)Menveo lyophilisiert/ (95 % KI) N = 373flüssig 318,34Menveo flüssig Menveo lyophilisiert/ (95 (0,94; 1,57)*Menveo flüssig / flüssig% KI) 1,21Menveo lyophilisiert/ (95 % KI)minus flüssig -
(30 Monate)***V59_78% hSBA ≥ GMT% hSBA ≥ W-135 GMT% hSBA ≥ GMT% hSBA ≥ GMT1:8 C 1:8 1:8 Y 1:8 A(90,70; 95,89) (110,49; 186,30) (73,10; 81,63) (50,99; 76,92) (75,07; 83,34) (94,13; 142,13) (83,77; 90,64) (322,72; 464,24)93,65 N = 378 N = 385 143,48 (131,74; 223,87) 77,58 N = 388 N = 372 62,63 79,43 N = 389 N = 379 115,66 87,50 N = 384 N = 356 387,06 (290,09; 419,61)(89,03; 94,67) N = 384 N = 377 (73,52; 82,06) N = 382 N = 388 (54,26; 81,18) (76,62; 84,64) N = 392 N = 390 (86,93; 130,42) (81,57; 88,80) N = 392 N = 34992,19 171,74 78,01 66,37 80,87 106,47 85,46 348,89(0,58; 1,19) (0,72; 1,24) (0,82; 1,44) (0,87; 1,42)*-0,84 - 0,94 - 1,09 - 1,11(-2,24; 5,22) (-6,32; 5,46) (-7,05; 4,18) (-2,81; 6,90)1,46 - -0,43 - -1,43 - 2,04 -
% hSBA ≥ GMT% hSBA ≥ W-135 GMT% hSBA ≥ GMT% hSBA ≥1:8 C 1:8 1:8 Y 1:8(90,37; 95,66) (195,29; 337,41) (80,10; 87,70) (68,19; 101,60) (82,00; 89,17) (91,56; 137,92) (84,42; 91,08)93,37 N = 377 N = 376 256,70 (171,62; 297,85) 84,17 N = 379 N = 374 83,23 85,86 N = 389 N = 386 112,38 88,04 N = 393(91,06; 96,21) N = 367 N = 377 (78,67; 86,51) N = 379 N = 366 (61,56; 92,41) (77,54; 85,50) N = 384 N = 377 (95,39; 144,89) (83,85; 90,69) N = 38694,01 226,09 82,85 75,42 81,77 117,56 87,56(0,79; 1,64) (0,84; 1,45) (0,72; 1,26)-1,14 - 1,10 - 0,96 -(-4,24; 2,96) (-3,99; 6,64) (-1,11; 9,33) (-4,16; 5,13)-0,64 - 1,32 - 4,09 - 0,48
  • Das Kriterium der Nichtunterlegenheit ist erfüllt (die untere Grenze des zweiseitigen 95 %-KI > 0,5 für das Verhältnis der GMTs zwischen den Gruppen an Tag 29 [Menveo flüssig / Menveo lyophilisiert/flüssig]).

** bezieht sich auf Teil 1 der Studie V59_78, in der 24 Monate altes Menveo flüssig benutzt wurde.

*** bezieht sich auf Teil 2 der Studie V59_78, in der 30 Monate altes Menveo flüssig benutzt wurde.

Immunogenität von Menveo lyophilisiert/flüssig (Pulver und Lösung zur Herstellung einer
Injektionslösung)

Durch die Messung der Produktion von Serogruppen-spezifischen antikapsulären Antikörpern mit bakterizider Aktivität wurde auf die Wirksamkeit von Menveo geschlossen. Die Titer bakterizider Antikörper im Serum (SBA) wurden unter Verwendung von Humanserum als Ausgangsmaterial für das exogene Komplement (hSBA) gemessen. Der hSBA war das ursprüngliche Korrelat für den Schutz gegen Meningokokken-Erkrankungen.

Die Immunogenität wurde in randomisierten, multizentrischen, aktiv kontrollierten klinischen Studien evaluiert, an denen Kinder (2 – 10 Jahre), Jugendliche (11 – 18 Jahre), Erwachsene (19 – 55 Jahre) und ältere Erwachsene (56 – 65 Jahre) teilnahmen.

Immunogenität bei Kindern von 2 bis 10 Jahren

In der Hauptstudie V59P20 wurde die Immunogenität von Menveo mit ACWY-D verglichen.

1 170 Kinder wurden mit Menveo geimpft und 1 161 erhielten den Vergleichsimpfstoff in den Per-
Protokoll-Populationen. In den zwei unterstützenden Studien V59P8 und V59P10 wurde die
Immunogenität von Menveo mit ACWY-PS verglichen.

In der randomisierten, Beobachter-verblindeten Hauptstudie V59P20, in der die Teilnehmenden nach dem Alter stratifiziert wurden (2 bis 5 Jahre und 6 bis 10 Jahre), wurde die Immunogenität einer Einzeldosis Menveo einen Monat nach der Impfung mit der Einzeldosis ACWY-D verglichen. Die Immunogenitätsergebnisse einen Monat nach der Immunisierung mit Menveo bei Probanden im Alter

von 2 Tabelle 3: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden im Alter von 2 – 5 Jahren und 6– 5 Jahren und 6– 10 Jahren sind in untenstehender Tabelle 3 zusammengefasst. 10 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo
SerogruppeW-135A C YhSBA ≥ (95 % KI)1:8 N = 606 72 % (68; 75) N = 607 68 % (64; 72) N = 594 90 % (87; 92) N = 593 76 % (72; 79)2 - 5 JahrehSBA(95 % KI) N = 606 (22; 30) N = 607 (15; 20) N = 594 (38; 50) N = 593 (20; 28)– GMT 26 18 43 24hSBA ≥ (95 % KI)1:8 N = 551 77 % (74; 81) N = 554 77 % (73; 80) N = 542 91 % (88; 93) N = 545 79 % (76; 83)6 - 10 JahrehSBA (95 % KI) N = 551 (29; 42) N = 554 (29; 45) N = 542 (52; 72) N = 545 (28; 41)– GMT 35 36 61 34
In einer anderen randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59P8) wurden Kinder in den USA entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N = 284) oder ACWY-PS (N = 285) immunisiert. Bei den Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren sowie in jeder Altersgruppe (im Alter von 2 bis 5 und 6 bis 10 Jahren) waren die Immunantwort, gemessen am Prozentsatz der Probanden mit einer Seroreaktion, hSBA diese Ergebnisse waren statistisch signifikant höher als die Vergleichswerte für alle Serogruppen und alle Immunmessungen einen Monat nach der Immunisierung. Ein Jahr nach der Impfung zeigte Menveo weiterhin statistisch signifikant höhere Ergebnisse als ACWY-PS hinsichtlich der Serogruppen A, W-135 und Y, gemessen am Prozentsatz von Probanden mit hSBA GMT. Menveo war bezüglich dieser Endpunkte für die Serogruppe C nicht unterlegen (Tabelle 4). Die klinische Relevanz von höheren Immunantworten nach der Immunisierung ist nicht bekannt.≥ 1:8 und GMT, dem Vergleichsimpfstoff ACWY-PS nicht nur nicht unterlegen, sondern alle1:8 sowie den
Tabelle 4: Immunogenität einer Dosis Menveo oder ACWY-PS bei Probanden im Alter von 2 bis 10 Jahren, gemessen einen Monat und zwölf Monate nach der Impfung
Sero-gruppe W-135A C YMenveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS N = 280 79 % (74; 84) N = 281 73 % (68; 78) N = 279 92 % (88; 95) N = 280 88 % (83; 91)hSBA ≥ (95 % KI)1 Monat nach der Impfung1:8 N = 281 37 % (31; 43) N = 283 54 % (48; 60) N = 282 66 % (60; 71) N = 282 53 % (47; 59)N = 280 (30; 44) N = 281 (21; 34) N = 279 (50; 71) N = 280 (44; 66)hSBA (95 % KI) 36 26 60 54– (5,21; 7,64)GMT N = 281 6,31 N = 283 15 (12; 20) N = 282 14 (12; 17) N = 282 11 (9,29; 14)N = 253 23 % (18; 29) N = 252 53 % (47; 59) N = 249 90 % (86; 94) N = 250 77 % (71; 82)12 Monate nach der Impfung hSBA ≥ (95 % KI)1:8 N = 238 13 % (9; 18) N = 240 44 % (38; 51) N = 237 45 % (38; 51) N = 239 32 % (26; 38)N = 253 3,88 (3,39; 4,44) N = 252 (8,64; 13) N = 249 (35; 50) N = 250 (22; 33)hSBA – GMT (95 % KI) (2,61; 3,44) 11 (7,23; 11) 42 (6,33; 9,07) 27 (4,34; 6,45)N = 238 3 N = 240 9,02 N = 237 7,57 N = 239 5,29

In einer randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59P10), die in Argentinien durchgeführt wurde, wurden Kinder entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N = 949) oder ACWY-PS (N = 551) immunisiert. Die Immunogenität wurde in einer Untergruppe von 150 Probanden in jeder Impfstoffgruppe beurteilt. Die in der Altersgruppe der Zwei- bis Zehnjährigen beobachtete Immunantwort war sehr ähnlich wie jene, die in der oben gezeigten Studie V59P8 beobachtet wurde: die Immunantwort auf Menveo war 1 Monat nach der Immunisierung, gemessen am Prozentsatz von Probanden mit einer Seroreaktion, hSBA ≥ 1:8 und GMT, jener auf ACWY-PS nicht unterlegen.

Eine randomisierte, Beobachter-verblindete Studie wurde bei Kindern zwischen 12 und 59 Monaten in Finnland und Polen durchgeführt (V59P7). Insgesamt befanden sich 199 Probanden zwischen 2 und 5 Jahren in der Menveo-per-Protokoll-Immunogenitätspopulation und 81 Probanden zwischen 3 und 5 Jahren in der ACWY-PS-Gruppe.

Einen Monat nach der ersten Impfung waren die Prozentsätze mit hSBA ≥ 1:8 in der Menveogruppe für alle vier Serogruppen konstant höher (63 % vs. 39 %, 46 % vs. 39 %, 78 % vs. 59 % bzw. 65 % vs. 57 % für Menveo, verglichen mit ACWY-PS für die Serogruppen A, C, W-135 bzw. Y).

In einer in den USA durchgeführten randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59_57) wurde die Immunogenität einer 2-Dosen-Serie mit einer Einzeldosis von Menveo bei Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren sowie von 6 bis 10 Jahren verglichen (N = 715).

Vor der Impfung betrug der Prozentsatz von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 in den beiden Altersgruppen 1 % – 5 % für Serogruppe A, 13 % – 28 % für Serogruppe C, 42 % – 64 % für Serogruppe W-135 und 6 % – 19 % für Serogruppe Y. Einen Monat nach der Impfung wurden für beide Altersgruppen in der 2-Dosen-Gruppe bzw. der Einzeldosisgruppe folgende Anteile von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 nachgewiesen: 90 % – 95 % bzw. 76 % – 80 % für Serogruppe A, 98 % – 99 % bzw. 76 % – 87 % für Serogruppe C, 99 % bzw. 93 % – 96 % für Serogruppe W-135 und 96 % bzw. 65 % – 69 % für Serogruppe Y. In beiden Altersgruppen waren die GMT einen Monat nach der Impfung in der 2-Dosen-Gruppe höher als in der Einzeldosisgruppe; dieser Unterschied war jedoch in der Gruppe der älteren Probanden weniger ausgeprägt.

Ein Jahr nach der letzten Impfung waren die Anteile der Probanden mit hSBA ≥ 1:8 nach der 2-Dosen-Serie und der Einzeldosis jeweils niedriger als 1 Monat nach der Impfung (30 % nach der 2-Dosen-Serie bzw. 11 % – 20 % nach der Einzeldosis für Serogruppe A; 61 % – 81 % bzw. 41 % – 55 % für Serogruppe C; 92 % – 94 % bzw. 90 % – 91 % für Serogruppe W-135; 67 % – 75 % bzw.

57 % – 65 % für Serogruppe Y). Die Unterschiede bei den hSBA-GMT zwischen der 2-Dosen-Gruppe und der Einzeldosisgruppe waren 1 Jahr nach der Impfung weniger ausgeprägt als 1 Monat nach der Impfung.

Der klinische Nutzen einer 2-Dosen-Impfserie bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren ist nicht
bekannt.

Persistenz der Immunantwort und Immunantwort auf eine Boosterdosis bei Kindern zwischen 2 und 10 Jahren

5 Jahre nach der Grundimmunisierung wurde die Antikörperpersistenz in der Studie V59P20E1 untersucht, die eine Erweiterung der Studie V59P20 darstellt. Antikörperpersistenz gegen die Serogruppen C, W-135 und Y konnte nachgewiesen werden, wobei die Anteile der Patienten mit hSBA ≥ 1:8 bei Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sowie zwischen 6 und 10 Jahren gegen die Serogruppe C bei 32 % bzw. 56 %, gegen die Serogruppe W-135 bei 74 % bzw. 80 % und gegen die Serogruppe Y bei 48 % bzw. 53 % lagen. Die entsprechenden GMTs lagen für die Serogruppe C bei 6,5 bzw. 12, für die Serogruppe W-135 bei 19 bzw. 26 sowie für die Serogruppe Y bei 8,13 bzw.

10. Für die Serogruppe A hatten 14 % bzw. 22 % der Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren

bzw. zwischen 6 bis 10 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit einer Einzeldosis erhielten die Kinder eine Boosterdosis Menveo. Alle Probanden beider Altersgruppen hatten hSBA ≥ entsprechenden Antikörper-Titer waren im Vergleich zu denjenigen nach der Grundimmunisierung um ein Mehrfaches höher (Tabelle 5). Tabelle 5: Persistenz der Immunantwort 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo und Immunantworten 1 Monat nach einer Boosterdosis bei Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sowie zwischen 6 und 10 Jahren zum Zeitpunkt der GrundimmunisierungJahren hSBA ≥1:8 (GMTs: 2,95 bzw. 3,73).1:8 gegen alle Serogruppen; die
Sero-gruppe W-135A C YPersistenz nach hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 96 14 % (7; 22) N = 96 32 % (23; 43) N = 96 74 % (64; 82) N = 96 48 % (38; 58)5 Jahren (95 % KI) (4,75; 8,9) (6,11; 11)hSBA GMT N = 96 2,95 (2,42; 3,61) N = 96 6,5 N = 96 19 (14; 25) N = 96 8,132 - 5 Jahre –1 Monat nach der Boosterdosis hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) (95 % KI) N = 95 100 % (96; 100) (299; 436) N = 94 100 % (96; 100) (406; 610) N = 95 100 % (96; 100) N = 94 100 % (96; 100)hSBA – GMT (95 % KI) N = 95 361 N = 94 498 N = 95 1 534 (1 255; 1 873) N = 94 1 693 (1 360; 2 107)Persistenz nach hSBA ≥ 1:8 N = 64 22 % (13; 34) N = 64 56 % (43; 69) N = 64 80 % (68; 89) N = 64 53 % (40; 66)5 Jahren (95 % KI) (7,72; 19) (6,51; 16)6 - 10 Jahre hSBA – GMT (95 % KI) N = 64 3,73 (2,74; 5,06) N = 64 12 N = 64 26 (18; 38) N = 64 101 Monat nach der Boosterdosis hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 60 100 % (94; 100) (265; 463) N = 60 100 % (94; 100) N = 60 100 % (94; 100) N = 59 100 % (94; 100)hSBA – GMT N = 60 350 N = 60 712 (490; 1 036) N = 60 1 556 (1 083; 2 237) N = 59 1 442 (1 050; 1 979)

Immunogenität bei Personen ab 11 Jahren

In der Hauptstudie (V59P13) erhielten Jugendliche und Erwachsene entweder eine Dosis Menveo (N = 2 649) oder ACWY-D als Vergleichsimpfstoff (N = 875). Serumproben wurden sowohl vor als auch 1 Monat nach der Impfung genommen.

In einer anderen Studie (V59P6), die an 524 Jugendlichen durchgeführt wurde, wurde die
Immunogenität von Menveo mit jener von Meningokokken-Polysaccharid-Vierfachimpfstoff
(ACWY-PS) verglichen.

Immunogenität bei Jugendlichen

In der Altersgruppe der 11 – 18-jährigen Probanden wurde in der Hauptstudie V59P13 die Immunogenität einer Menveo-Einzeldosis einen Monat nach Impfung mit ACWY-D verglichen. Die Ergebnisse der Immunogenität, einen Monat nach Verabreichung von Menveo, sind in untenstehender Tabelle 6 zusammengefasst.

Tabelle 6: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden zwischen 11 und 18 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo

Serogruppe W-135A C YN 1 075 1 396 1 024 1 036GMT (95 % KI) 29 (24; 35) 50 (39; 65) 87 (74; 102) 51 (42; 61)hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) 75 % (73; 78) 85 % (83; 87) 96 % (95; 97) 88 % (85; 90)
In der Untergruppe der 11 war der Anteil der Personen, die nach einer Dosis von Menveo einen hSBA von ≥– 18-jährigen Probanden mit seronegativen Ausgangswerten (hSBA < 1:4)1:8 erreichten, wie

folgt: Serogruppe A 75 % (780/1 039); Serogruppe C 80 % (735/923); Serogruppe W-135 94 %
(570/609); Serogruppe Y 81 % (510/630).

In der Nicht-Unterlegenheitsstudie V59P6 wurde die Immunogenität bei Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren beurteilt, die randomisiert entweder Menveo oder ACWY-PS erhielten. Im Hinblick auf alle vier Serogruppen (A, C, W-135 und Y) erwies sich Menveo gegenüber dem ACWY-PS-Impfstoff als nicht unterlegen. Die Daten basieren auf der Seroreaktion, dem Prozentsatz, der hSBA von ≥ 1:8 erreichte, sowie den GMT (Tabelle 7).

Tabelle 7: Immunogenität einer Dosis von Menveo oder ACWY-PS bei Jugendlichen, gemessen einen Monat nach der Impfung

SerogruppeA C W-135 YMenveo N = 140 81 % (74; 87) N = 140 84 % (77; 90) N = 138 91 % (84; 95) N = 139 95 % (90; 98)hSBA ≥ 1:8 (95 % KI)ACWY-PS N = 149 41 % (33; 49) N = 147 61 % (53; 69) N = 141 84 % (77; 89) N = 147 82 % (75; 88)Menveo N = 140 33 (25; 44) N = 140 59 (39; 89) N = 138 48 (37; 62) N = 139 92 (68; 124)hSBA-GMT (95 % KI)ACWY-PS N = 7,31 (5,64; 9,47) N = 147 (19; 41) N = 141 (22; 36) N = 147 (27; 47)149 28 28 35
Ein Jahr nach der Impfung zeigte sich in derselben Probandengruppe, dass ein höherer Prozentsatz der mit Menveo immunisierten Personen hSBA ≥1:8 für die Serogruppen C, W-135 und Y aufwiesen,

verglichen mit ACWY-PS. Für die Serogruppe A zeigten beide Gruppen vergleichbare Werte.

Ähnliche Ergebnisse wurden im Vergleich der hSBA-GMT beobachtet.

Persistenz der Immunantwort und Immunantwort auf eine Boosterdosis bei Jugendlichen

In der Studie V59P13E1 wurde die Persistenz der Immunantwort gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y 21 Monate, 3 Jahre und 5 Jahre nach der Grundimmunisierung untersucht, wobei die Probanden zum Zeitpunkt der Impfung zwischen 11 und 18 Jahre alt waren. Der Anteil von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen C, W-135 und Y blieb in der Menveo-Gruppe 21 Monate bis 5 Jahre nach der Impfung konstant. Hinsichtlich der Serogruppe A sank er mit der Zeit leicht ab (Tabelle 8).

5 Jahre nach der Grundimmunisierung war der Anteil der Probanden mit hSBA Serogruppen in der Menveo-Gruppe deutlich höher als in der Kontrollgruppe mit ungeimpften Probanden. Tabelle 8: Persistenz der Immunantwort ungefähr 21 Monate, 3 Jahre und 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo (die Probanden waren zum Zeitpunkt der Impfung 11 bis 18 Jahre alt)1:8 gegen alle vier
Serogruppe W-135A C YZeitpunkt 21 Monate 21 Monate 21 Monate 21 Monate3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 5 JahreAnteil der Probanden (%) mit hSBAMenveo N = 100 (35; 55) (28; 48) (26; 45) N = 100 (51; 71) (58; 77) (54; 73) N = 99 (77; 92) (76; 91) (76; 91) N = 100 (61; 80) (59; 78) (57; 76)45 38 35 61 68 64 86 85 85 71 69 67≥ 1:86,57 (4,77 5,63 (3,97 4,43 (3,13hSBA-GMT Menveo N = 100 N = 100 11 (8,12 16 (11 14 (8,83 18 (14 31 (21 32 (21 N = 100 14 (10 14 (9,68 13 (8,8N = 99– 9,05) – 7,99) – 6,26) – 15) – 25) – 24) – 25) – 46) – 47) – 19) – 20) – 20)
3 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-D wurde eine Boosterdosis Menveo verabreicht. Einen Monat nach der Auffrischimpfung mit Menveo zeigten beide Gruppen eine starke Immunantwort (100 2 Jahren nach der Auffrischimpfung hinsichtlich der Serogruppen C, W-135 und Y (87 bis 100 % der Probanden mit hSBA ≥ mit hSBA hoch. Die GMT gingen mit der Zeit wie erwartet zurück, waren jedoch immer noch 2- und 8-mal höher als die Werte vor der Auffrischimpfung (Tabelle 10).≥ 1:8 gegen die Serogruppe A war leicht rückläufig, jedoch mit 77 bis 79 % immer noch% der Probanden hatten hSBA ≥ 1:8 gegen die verschiedenen Serogruppen) anhielt. Der Anteil von Probanden1:8 gegen alle Serogruppen), die im Verlauf von
In der Studie V59P6E1 war ein Jahr nach der Impfung mit Menveo der Anteil der Probanden mit hSBA einem ACWY-PS-Impfstoff. Hinsichtlich der Serogruppe A war der Anteil in beiden Gruppen vergleichbar. Die hSBA-GMT für die Serogruppen W-135 und Y waren bei den Probanden, die Menveo erhalten hatten, höher. 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo war der Anteil der Probanden mit hSBA ≥ ACWY-PS geimpft wurden. Höhere hSBA-GMT wurden für die Serogruppen W-135 und Y beobachtet (Tabelle 9). Tabelle 9: Persistenz der Immunantwort ungefähr 12 Monate und 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo bzw. ACWY-PS (die Probanden waren zum Zeitpunkt der Impfung 11 bis 18 Jahre alt)≥ 1:8 gegen die Serogruppen C, W-135 und Y deutlich höher als ein Jahr nach der Impfung mit1:8 für die Serogruppen C und Y deutlich höher als bei denjenigen, die 5 Jahre zuvor mit
Sero-gruppe W-135A C YZeitpunkt 12 Monate 5 Jahre 12 Monate 5 Jahre 12 Monate 5 Jahre 12 Monate 5 JahreMenveo N = 50 41 % (27; 56) 30 % (18; 45) N = 50 82 % (68; 91) 76 % (62; 87) N = 50 92 % (80; 98) 72 % (58; 84) N = 50 78 % (63; 88) 76 % (62; 87)Anteil der Probanden mithSBA ACWY-N = 50 (28; 59) (30; 59) N = 50 (37; 68) (47; 75) N = 50 (37; 68) (41; 70) N = 50 (35; 65) (36; 64)≥ PS 43 % 44 % 52 % 62 % 52 % 56 % 50 % 50 %1:8p-Wert Menveo vs. ACWY-PS 0,73 0,15 < 0,001 0,042 < 0,001 0,093 0,001 0,002Menveo N = 50 5,19 (3,34; 8,0 5,38 (3,29; 8,7 N = 50 (15; 57) (12; 37) N = 50 (26; 64) (18; 52) N = 50 (20; 57) (18; 49)9) 8) 29 21 41 30 34 30hSBA-GMT ACWY-(3,96; 9,6 (4,83; 12) (8,55; 33) (12; 35) (6,41; 16) (7,65; 22) (5,5; 16) (5,03; 14)PS N = 50 6,19 6) 7,75 N = 50 17 20 N = 50 10 13 N = 50 9,28 8,25p-Wert Menveo ACWY-< 0,001 < 0,001 < 0,001vs. PS 0,54 0,24 0,22 0,92 0,012
5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-PS wurde eine Auffrischimpfung mit Menveo verabreicht. 7 Tage nach der Auffrischimpfung erreichten 98 bis 100 % der Probanden, die zuvor Menveo erhalten hatten, und 73 bis 84 % der Probanden, die ACWY-PS erhalten haben, einen hSBA ≥ der Probanden mit hSBA1:8 gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y. Einen Monat nach der Impfung lag der Anteil1:8 bei jeweils 98 bis 100 % bzw. 84 bis 96 %.
Ein signifikanter Anstieg der hSBA-GMT gegen alle vier Serogruppen wurde ebenfalls 7 und 28 Tage nach der Auffrischimpfung beobachtet (Tabelle 10). Tabelle 10: Immunantwort auf die Auffrischimpfung: Bakterizide Antikörperantworten nach der Auffrischimpfung mit Menveo, 3 oder 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-PS bei Probanden im Alter von 11 bis 17 Jahren
Sero-gruppe W-135A C YZeitpunkt Auffrisch-Auffrisch-Auffrisch-Auffrisch-Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 Jahre Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 Jahre Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 Jahre Vor der impfung 7 Tage 28 Tage 2 JahreV59P13E1 (3 Jahre nach der Impfung) Menveo N = 42 21 % (10; 37) 100 % (92; 100) 79 % (63; 90) N = 42 55 % (39; 70) 100 % (92; 100) 95 % (84; 99) N = 41 88 % (74; 96) 100 % (91; 100) 100 % (91; 100) N = 42 74 % (58; 86) 100 % (92; 100) 95 % (84; 99)Anteil der Probanden mit - - - -hSBA Menveo (17; 43) (93; 100) (89; 100) (63; 88) (93; 100) (93; 100) (59; 85) (93; 100) (93; 100) (63; 88) (89; 100) (93; 100)≥ (5 Jahre nach der N = 49 29 % 100 % 98 % - N = 49 78 % 100 % 100 % - N = 49 73 % 100 % 100 % - N = 49 78 % 98 % 100 % -1:8 V59P6E1 Impfung)ACWY-PS N = 49 43 % (29; 58) 73 % (59; 85) 94 % (83; 99) N = 49 61 % (46; 75) 78 % (63; 88) 84 % (70; 93) N = 49 55 % (40; 69) 84 % (70; 93) 92 % (80; 98) N = 49 51 % (36; 66) 76 % (61; 87) 96 % (86; 100)----V59P13E1 (3 Jahre nach der Impfung) (1,68; 4,31) (215; 494) (8,66; 31) (352; 1 014) (62; 250) (398; 1 137) (58; 148) (8,15; 26) (300; 942) (30; 101)Menveo N = 42 2,69 - 326 22 (12; 41) N = 42 16 - 597 124 N = 41 37 (21; 65) - 673 93 N = 42 14 - 532 55hSBA-GMT Menveo N = 49 (3,46; 7,7) (585; 1 917) (514; 1 305) N = 49 (13; 33) (893; 2 877) (717; 2 066) N = 49 (17; 49) (1 042; 2 725) (1 090; 2 481) N = 49 (18; 45) (1 526; 4 298) (1 340; 3 268)(5 Jahre nach der 5,16 1 059 819 - 20 1 603 1 217 - 29 1 685 1 644 - 28 2 561 2 092 -V59P6E1 Impfung)ACWY-PS N = 49 (4,94; 11) (25; 80) (94; 232) N = 49 (12; 31) (20; 64) (30; 86) N = 49 (7,02; 19) (21; 54) (32; 71) N = 49 (4,91; 12) (13; 35) (41; 98)7,31 45 147 - 19 36 51 - 12 34 47 - 7,8 21 63 -

Immunogenität bei Erwachsenen

In der Hauptstudie zur Immunogenität, V59P13, wurden die Immunantworten auf Menveo bei Erwachsenen zwischen 19 und 55 Jahren beurteilt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 11 präsentiert. In der Untergruppe der Probanden zwischen 19 und 55 Jahren, die bei der Ausgangsuntersuchung seronegativ waren, war der Prozentsatz der Personen, die nach einer Menveo-Dosis einen hSBA von ≥ 1:8 erreichten, wie folgt: Serogruppe A 67 % (582/875); Serogruppe C 71 % (401/563); Serogruppe W-135 82 % (131/160); Serogruppe Y 66 % (173/263).

Tabelle 11: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden zwischen 19 und 55 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo

Serogruppe W-135A C YN 963 902 484 503GMT (95 % KI) 31 (27; 36) 50 (43; 59) 111 (93; 132) 44 (37; 52)hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) 69 % (66; 72) 80 % (77; 83) 94 % (91; 96) 79 % (76; 83)
Das Einsetzen der Immunantwort nach der Grundimmunisierung mit Menveo bei gesunden Probanden im Alter von 18 bis 22 Jahren wurde in der Studie V59P6E1 untersucht. 7 Tage nach der Impfung zeigten 64% der Probanden hSBA ≥1:8 gegen die Serogruppe A und 88 bis 90 % der Probanden

hatten bakterizide Antikörperantworten gegen die Serogruppen C, W-135 und Y. Einen Monat nach der Impfung erreichten 92 bis 98 % der Probanden einen hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y. Eine starke Immunantwort, nachgewiesen mittels hSBA-GMT gegen alle Serogruppen, wurde ebenfalls 7 (GMT 34 bis 70) und 28 Tage (GMT 79 bis 127) nach der Verabreichung einer Dosis des Impfstoffes beobachtet.

Immunogenität bei älteren Erwachsenen (im Alter von 56 bis 65 Jahren)

Die Immunogenität von Menveo im Vergleich mit ACWY-PS wurde bei Probanden im Alter zwischen 56 und 65 Jahren in der Studie V59P17 evaluiert. Der Prozentsatz der Probanden mit hSBA ≥ 1:8 war gegenüber ACWY-PS hinsichtlich aller Serogruppen nicht unterlegen und hinsichtlich der Serogruppen A und Y statistisch überlegen (Tabelle 12).

Tabelle 12: Immunogenität einer Dosis von Menveo oder ACWY-PS bei Erwachsenen zwischen 56 und 65 Jahren, gemessen einen Monat nach der Impfung

Serogruppe W-135
A C Y
Menveo hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 83 87 % (78; 93) N = 84 90 % (82; 96) N = 82 94 % (86; 98) N = 84 88 % (79; 94)
ACWY-PS hSBA ≥ 1:8 (95 % KI) N = 41 63 % (47; 78) N = 41 83 % (68; 93) N = 39 95 % (83; 99) N = 41 68 % (52; 82)

Verfügbare Daten bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten Die Immunogenität von Menveo bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten ist im Rahmen mehrerer Studien untersucht worden. Obwohl ein hoher Prozentsatz der Probanden, die 4 Dosen Menveo erhalten hatten, hSBA-Titer über 1:8 erreichten – der Prozentsatz nach der Verabreichung von 2 Dosen Menveo oder nur einer Dosis Menveo war geringer –, wurde Menveo lediglich im Rahmen einer Hauptstudie mit einem anderen Meningokokken-Impfstoff verglichen, in der es keine Immunantwort zeigen konnte, die mindestens gleich stark war wie die eines monovalenten Impfstoffes gegen die Serogruppe C (nach Verabreichung einer einzelnen Dosis im Alter von 12 Monaten).

Derzeit vorliegende Daten sind nicht ausreichend, um die Wirksamkeit von Menveo bei Kindern unter 2 Jahren aufzuzeigen. Für Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen siehe Abschnitt 4.2.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Tierversuchen mit Kaninchen wurden keine unerwünschten Reaktionen bei geimpften Muttertieren oder deren Nachkommenschaft bis zum 29. Tag nach der Geburt beobachtet.

Bei weiblichen Kaninchen, die Menveo vor der Paarung und während der Schwangerschaft erhielten, wurden keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat
Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche(n) im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Stabilitätsdaten zeigen, dass der Impfstoff in der ungeöffneten Durchstechflasche bei Lagerung bei
25 °C bis zu 24 Stunden stabil ist. Am Ende dieses Zeitraums sollte Menveo Injektionslösung
verwendet oder entsorgt werden. Diese Informationen sind nur dazu bestimmt, dem medizinischen
Fachpersonal eine Anleitung bei vorübergehenden Temperaturabweichungen zu geben.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Lösung in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit Bromobutyl-Gummistopfen, beschichtet mit
Ethylen-Tetrafluorethylen (ETFE), und einer rosafarbenen Verschlusskappe.

Eine Dosis (1 Durchstechflasche) oder 10 Dosen (10 Durchstechflaschen) pro Packung. Jede
Durchstechflasche enthält eine Dosis von 0,5 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Der Impfstoff ist eine gebrauchsfertige Injektionslösung.

Der Impfstoff ist vor der Verabreichung visuell zu überprüfen.

Der Impfstoff ist eine farblose, klare, flüssige Lösung, die nahezu frei von sichtbaren Partikeln ist.

Falls Fremdpartikel und/oder Veränderungen des physikalischen Aussehens beobachtet werden, darf der Impfstoff nicht verabreicht werden.

Mit Hilfe einer Spritze und einer geeigneten Nadel ist der gesamte Inhalt der Durchstechflasche
aufzuziehen.

Vor der Injektion muss die Nadel, die zur Entnahme verwendet wurde, durch eine Nadel, die zur Verabreichung geeignet ist, ausgewechselt werden. Stellen Sie vor der Verabreichung des Impfstoffes sicher, dass sich keine Luftblasen in der Spritze befinden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

GSK Vaccines S.r.l.

Via Fiorentina 1
53100 Siena, Italien

8. ZULASSUNGSNUMMERN

EU/1/10/614/005
EU/1/10/614/006

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 15. März 2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 04. Dezember 2014

10. STAND DER INFORMATION

MM.JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANHANG II

A.HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST
B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
A.HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH ISTD.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Name und Anschrift des Herstellers des Wirkstoffs biologischen Ursprungs

GSK Vaccines S.r.l.

Bellaria-Rosia
53018 Sociville (SI)
Italien

Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist

GSK Vaccines S.r.l.

Bellaria-Rosia
53018 Sociville (SI)
Italien

In der Druckversion der Packungsbeilage des Arzneimittels müssen Name und Anschrift des
Herstellers, der für die Freigabe der betreffenden Charge verantwortlich ist, angegeben werden.

B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
Amtliche Chargenfreigabe

Gemäß Artikel 114 der Richtlinie 2001/83/EG, wird die amtliche Chargenfreigabe von einem amtlichen Arzneimittelkontrolllabor oder einem zu diesem Zweck benannten Labor vorgenommen.

C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports (PSURs)]

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) legt PSURs für dieses Arzneimittel gemäß den Anforderungen der – nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten – Liste der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-Liste) vor.

D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

  • Risikomanagement-Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

  • nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
  • jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).

Fallen die Vorlage eines PSUR und die Aktualisierung eines RMP zeitlich zusammen, können beide gleichzeitig vorgelegt werden.

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON – PULVER IN DURCHSTECHFLASCHE UND LÖSUNG IN DURCHSTECHFLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Menveo Pulver und Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung
Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff

2. WIRKSTOFF(E)

Jede 0,5 ml-Dosis enthält nach der Rekonstitution:

Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharide 10 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 16,7-33,3 Mikrogramm;

Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharide 5 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 7,1-12,5 Mikrogramm;

Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharide 5 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 3,3-8,3 Mikrogramm;

Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharide 5 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 5,6-10,0 Mikrogramm.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Kaliumdihydrogenphosphat, Saccharose, Natriumchlorid,
Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat, Wasser für
Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Eine Dosis (2 Durchstechflaschen) pro Packung.

Fünf Dosen (10 Durchstechflaschen) pro Packung.

Zehn Dosen (20 Durchstechflaschen) pro Packung.

Eine Dosis besteht aus einer Durchstechflasche MenA-Lyophilisierte Konjugat-Komponente, die mit einer Durchstechflasche MenCWY-Flüssig-Konjugat-Komponente zu rekonstituieren ist.

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Intramuskuläre Injektion.

Nicht zur intravaskulären, subkutanen oder intradermalen Injektion.

Vor Gebrauch gut schütteln.

Packungsbeilage beachten.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis verw. bis Das rekonstituierte Arzneimittel ist sofort zu verwenden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das Arzneimittel nach der Rekonstitution bei Aufbewahrung unter 25 °C bis zu 8 Stunden chemisch und physikalisch stabil bleibt.

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

GSK Vaccines S.r.l., Via Fiorentina 1, 53100 Siena, Italien

12. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/10/614/003 – Packung mit 1 Dosis
EU/1/10/614/002 – Packung mit 5 Dosen
EU/1/10/614/004 – Packung mit 10 Dosen

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

DURCHSTECHFLASCHENETIKETT LYOPHILISIERTE MENA-KONJUGAT-KOMPONENTE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Menveo Pulver zur Injektion
MenA-Konjugat
Intramuskuläre Anwendung

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

verw. bis

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 Dosis (0,5 ml)

6. WEITERE ANGABEN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

DURCHSTECHFLASCHENETIKETT MENCWY-FLÜSSIG-KONJUGAT-KOMPONENTE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Menveo Lösung zur Injektion
MenCWY-Konjugat
Intramuskuläre Anwendung

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

verw. bis

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

0,6 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON – LÖSUNG IN DURCHSTECHFLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Menveo Injektionslösung
Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff

2. WIRKSTOFF(E)

1 Dosis (0,5 ml) enthält:

Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharide 10 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 16,7-33,3 Mikrogramm;

Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharide 5 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 7,1-12,5 Mikrogramm;

Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharide 5 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 3,3-8,3 Mikrogramm;

Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharide 5 Mikrogramm konjugiert an Corynebacterium
diphtheriae CRM197 -Protein 5,6-10,0 Mikrogramm.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat,
Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Menveo Injektionslösung

1 Dosis (1 Durchstechflasche) pro Packung. Eine Dosis pro Durchstechflasche.

10 Dosen (10 Durchstechflaschen) pro Packung. Eine Dosis pro Durchstechflasche.

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Intramuskuläre Injektion.

Nicht zur intravaskulären, subkutanen oder intradermalen Injektion.

Vor Gebrauch gut schütteln.

Packungsbeilage beachten.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis
verw. bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche(n) im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

GSK Vaccines S.r.l., Via Fiorentina 1, 53100 Siena, Italien

12. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/10/614/005 – Packung mit 1 Dosis
EU/1/10/614/006 – Packung mit 10 Dosen

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

DURCHSTECHFLASCHENETIKETT MENACWY-FLÜSSIG-KONJUGAT

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Menveo Injektionslösung
MenACWY-Konjugat
i.m.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

verw. bis

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 Dosis (0,5 ml)

6. WEITERE ANGABEN

B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Menveo Pulver und Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung

Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind diesen
Impfstoff erhalten, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Menveo und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Menveo erhalten?
3. Wie ist Menveo anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Menveo aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Menveo und wofür wird es angewendet?

Menveo ist ein Impfstoff, der zur aktiven Immunisierung von Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen verwendet wird, bei denen das Risiko einer Infektion mit dem Bakterium Neisseria meningitidis der Serogruppen A, C, W-135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden. Die Wirksamkeit des Impfstoffes beruht darauf, dass er den Körper dazu veranlasst, seinen eigenen Schutz (Antikörper) gegen diese Bakterien aufzubauen.

Neisseria meningitidis-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y können schwere und manchmal
lebensbedrohliche Infektionen wie Meningitis und Sepsis (Blutvergiftung) verursachen.

Menveo kann keine bakterielle Meningitis hervorrufen. Dieser Impfstoff enthält ein Protein (CRM197) aus dem Bakterium, das Diphtherie verursacht. Menveo bietet keinen Schutz gegen Diphtherie. Das bedeutet, dass Sie (oder Ihr Kind) andere Impfungen, die vor Diphtherie schützen, erhalten sollten, wenn diese gemäß Impfplan anstehen oder von Ihrem Arzt empfohlen werden.

2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Menveo erhalten?

Menveo darf nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihr Kind

  • in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Impfstoffes (die in Abschnitt 6 angegeben sind) gezeigt haben;
  • in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen Diphtherietoxoid (eine Substanz, die in einer Reihe von anderen Impfstoffen verwendet wird) gezeigt haben;
  • an einer Krankheit mit hohem Fieber leiden. Ein leichtes Fieber oder eine Infektion der oberen Atemwege (z. B. ein Schnupfen) ist jedoch kein Grund, die Impfung aufzuschieben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie oder Ihr Kind
Menveo erhalten, wenn Sie oder Ihr Kind:

  • ein geschwächtes Immunsystem haben. Man weiß nur wenig über die Wirksamkeit von Menveo bei Personen, die infolge der Behandlung mit Immunsuppressiva, einer HIV-Infektion und anderer möglicher Gründe ein geschwächtes Immunsystem haben. Es könnte sein, dass in diesen Fällen die Wirksamkeit von Menveo reduziert ist.
  • an Hämophilie oder einem anderen Problem leiden, wodurch die Blutgerinnung beeinträchtigt wird, zum Beispiel durch die Verabreichung von Blutverdünnungsmitteln (Gerinnungshemmern).
  • mit einem Arzneimittel behandelt werden, das den Teil des natürlichen Abwehrsystems des Körpers hemmt, der als Komplementaktivierung bezeichnet wird (z. B. Eculizumab). Auch wenn Sie oder Ihr Kind mit Menveo geimpft wurden, besteht bei Ihnen bzw. Ihrem Kind weiterhin ein erhöhtes Risiko einer von den Neisseria meningitidis-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y verursachten Erkrankung.

Bewusstlosigkeit, Schwäche oder andere stressbedingte Reaktionen können als Reaktion auf eine
Nadelinjektion auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, falls bei
Ihnen bereits eine solche Reaktion aufgetreten ist.

Dieser Impfstoff kann nur gegen Meningokokken-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y
schützen. Er bietet keinen Schutz gegen andere Typen von Meningokokken-Bakterien, die nicht zu
den Gruppen A, C, W-135 und Y gehören, oder gegen andere Ursachen von Meningitis und Sepsis
(Blutvergiftung).

Wie bei jedem anderen Impfstoff kann es auch mit Menveo möglich sein, dass die Impfung nicht allen Geimpften einen 100%-igen Schutz bietet.

Wenn Sie oder Ihr Kind eine Dosis Menveo vor über einem Jahr erhalten haben und weiterhin ein besonderes Risiko einer Infektion mit Meningokokken-Bakterien der Gruppe A besteht, kann die Verabreichung einer Auffrischdosis zur Aufrechterhaltung der Schutzwirkung in Erwägung gezogen werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob und wann Sie eine Auffrischdosis erhalten sollten.

Anwendung von Menveo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel
einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder
beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Menveo kann gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden, allerdings sollten diese
vorzugsweise in den anderen Arm als Menveo injiziert werden.

Dazu gehören die folgenden Impfstoffe: Kombinationsimpfstoff mit Tetanus-, reduzierter Diphtherie- und azellulärer Pertussis-Komponente (Tdap), humaner Papillomavirus-Impfstoff (HPV), Gelbfieber-Impfstoff, Typhus (Vi-Polysaccharid)-Impfstoff, Japanische Enzephalitis-Impfstoff, Tollwut-Impfstoff, Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfstoffe sowie Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B (Bexsero).

Die Wirkung von Menveo kann beeinträchtigt sein, wenn der Impfstoff an Personen verabreicht wird, die Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einnehmen.

Werden gleichzeitig mehrere Impfstoffe verabreicht, so müssen getrennte Injektionsstellen gewählt
werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder
beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Verabreichung dieses Arzneimittels Ihren
Arzt um Rat. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen möglicherweise dennoch
empfehlen, sich mit Menveo impfen zu lassen, wenn für Sie ein hohes Risiko einer Infektion mit
Meningokokken-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y besteht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Menveo wird Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
wahrscheinlich nicht beeinträchtigen. Sie sollten sich jedoch nicht an das Steuer eines Fahrzeugs
setzen, Fahrrad fahren oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich unwohl fühlen.

Menveo enthält Natrium und Kalium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.

Dieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.

3. Wie ist Menveo anzuwenden?

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen oder Ihrem Kind den Impfstoff verabreichen.

Der Impfstoff wird bei Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen in der Regel in den Oberarmmuskel (Deltamuskel) verabreicht. Der Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird alles tun, um zu vermeiden, dass der Impfstoff in ein Blutgefäß verabreicht wird und wird sicherstellen, dass er in den Muskel und nicht in die Haut injiziert wird.

Bei Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen: Es erfolgt eine einzige Injektion (0,5 ml).

Sicherheit und Wirksamkeit von Menveo konnten bei Kindern unter 2 Jahren noch nicht nachgewiesen werden. Es liegen nur begrenzte Daten bei Personen in der Altersgruppe von 56 bis 65 Jahren vor; zu Personen über 65 Jahren sind keine Daten vorhanden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie bereits eine Injektion mit Menveo oder einem anderen Meningokokken-Impfstoff erhalten haben. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie eine weitere Impfung mit Menveo benötigen.

Informationen zur Zubereitung des Impfstoffes finden Sie im Abschnitt für medizinisches
Fachpersonal am Ende dieser Packungsbeilage.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit dem Impfstoff berichtet wurden,
dauerten normalerweise nur ein bis zwei Tage an und waren gewöhnlich nicht schwerwiegend.

Folgende Nebenwirkungen können nach Verabreichung von Menveo auftreten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen): Kopfschmerzen, Muskelschmerzen,
Reizbarkeit (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Unwohlsein, Schmerzen an der
Injektionsstelle, Rötung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle
(≤ 50 mm)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen): Fieber (≥ 38 °C), Erbrechen (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Durchfall (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Übelkeit, Schüttelfrost, veränderte Essgewohnheiten (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Schläfrigkeit (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Gelenkschmerzen, Ausschlag, Rötung an der Injektionsstelle (> 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (> 50 mm)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen): Allergische Reaktionen, Ohnmacht,
Schwindelgefühl (bei Jugendlichen ab 11 Jahren und Erwachsenen), Gleichgewichtsstörung,
Lymphknotenschwellung, Juckreiz an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Geimpften betreffen): Anfälle (Konvulsionen), teilweise
verbunden mit Fieber, Infektion der Haut an der Injektionsstelle, ausgeprägte Schwellung der
Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Schwere allergische Reaktionen, die mit den folgenden Symptomen einhergehen: Schwellung der Lippen, des Mundes und des Rachens (die Schluckbeschwerden hervorrufen kann), Schwierigkeiten beim Atmen mit Giemen oder Husten, Ausschlag an oder Schwellung der Hände, Füße und Knöchel, Verlust des Bewusstseins, sehr niedrigem Blutdruck.

Beim Auftreten einer schweren allergischen Reaktion informieren Sie Ihren Arzt umgehend oder suchen Sie umgehend die nächstliegende Notfallstation auf bzw. bringen Sie Ihr Kind umgehend zur nächstliegenden Notfallstation, da Sie/Ihr Kind unter Umständen sofortige medizinische Hilfe benötigen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Menveo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren. Die Durchstechflaschen im Umkarton
aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Das Arzneimittel ist nach der Rekonstitution sofort zu verwenden. Es wurde jedoch gezeigt, dass das Arzneimittel nach der Rekonstitution bei Aufbewahrung unter 25 °C bis zu 8 Stunden chemisch und physikalisch stabil bleibt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Der Arzt oder das medizinische Fachpersonal werden dieses Arzneimittel entsorgen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Menveo enthält

Die Wirkstoffe sind:

Eine Dosis (0,5 ml des rekonstituierten Impfstoffes) enthält:

(Ursprünglich im Pulver enthalten)

• Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein10 Mikrogramm 16,7 bis 33,3 Mikrogramm
(Ursprünglich in der Lösung enthalten) • Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 7,1 bis 12,5 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 3,3 bis 8,3 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 5,6 bis 10,0 Mikrogramm

Die sonstigen Bestandteile sind:

Im Pulver: Kaliumdihydrogenphosphat und Saccharose

In der Lösung: Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat,
Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat, Wasser für Injektionszwecke (siehe auch Ende von
Abschnitt 2).

Wie Menveo aussieht und Inhalt der Packung

Menveo besteht aus einem Pulver und einer Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung.

Jede Dosis Menveo besteht aus einer:

  • Durchstechflasche mit der lyophilisierten MenA-Konjugat-Komponente als weißes bis cremefarbenes Pulver
  • Durchstechflasche mit der MenCWY-Flüssig-Konjugat-Komponente als klare Lösung Packungen mit einer Dosis (2 Durchstechflaschen), fünf Dosen (10 Durchstechflaschen) oder zehn Dosen (20 Durchstechflaschen).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Der Inhalt der beiden Komponenten (Durchstechflasche und Durchstechflasche) ist vor der
Durchführung der Impfung zu mischen, was eine Dosis von 0,5 ml ergibt.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

GSK Vaccines S.r.l.

Via Fiorentina 1, 53100 Siena
Italien

Hersteller:

GSK Vaccines S.r.l.

Bellaria-Rosia, 53018 Sovicille (Siena)
Italien
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

België/Belgique/Belgien GlaxoSmithKline Pharmaceuticals s.a./n.v. Tél/Tel: + 32 (0) 10 85 52 00Lietuva GSK Vaccines S.r.l. Tel: + 370 80000334
България GSK Vaccines S.r.l. Тел. + 359 80018205Luxembourg/Luxemburg GlaxoSmithKline Pharmaceuticals s.a./n.v. Tél/Tel: + 32 (0) 10 85 52 00
Česká republika GlaxoSmithKline s.r.o. Tel: + 420 222 001 111 cz.info@gsk.comMagyarország GSK Vaccines S.r.l. Tel.: + 36 80088309
Danmark GlaxoSmithKline Pharma A/S Tlf.: + 45 36 35 91 00 dk-info@gsk.comMalta GSK Vaccines S.r.l. Tel: + 356 80065004
Deutschland GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG Tel.: +49 (0)89 36044 8701 produkt.info@gsk.comNederland GlaxoSmithKline BV Tel: + 31 (0)33 2081100
Eesti GSK Vaccines S.r.l. Tel: +372 8002640Norge GlaxoSmithKline AS Tlf: + 47 22 70 20 00
Ελλάδα GlaxoSmithKline Μονοπρόσωπη A.E.B.E Tηλ: + 30 210 68 82 100Österreich GlaxoSmithKline Pharma GmbH Tel: + 43 (0)1 97075 0 at.info@gsk.com
España GlaxoSmithKline, S.A. Tel: + 34 900 202 700 es-ci@gsk.comPolska GSK Services Sp. z o.o. Tel.: + 48 (22) 576 9000
France Laboratoire GlaxoSmithKline Tél: + 33 (0) 1 39 17 84 44 diam@gsk.comPortugal GlaxoSmithKline - Produtos Farmacêuticos, Lda. Tel: + 351 21 412 95 00 FI.PT@gsk.com
Hrvatska GSK Vaccines S.r.l. Tel.: + 385 800787089România GSK Vaccines S.r.l. Tel: +40 800672524
Ireland GlaxoSmithKline (Ireland) Ltd Tel: + 353 (0)1 495 5000Slovenija GSK Vaccines S.r.l. Tel: + 386 80688869
Ísland Vistor ehf. Sími: +354 535 7000Slovenská republika GSK Vaccines S.r.l. Tel.: + 421 800500589
Italia GlaxoSmithKline S.p.A. Tel: +39 (0)45 7741 111Suomi/Finland GlaxoSmithKline Oy Puh/Tel: + 358 10 30 30 30
Κύπρος GSK Vaccines S.r.l. Τηλ: + 357 80070017Sverige GlaxoSmithKline AB Tel: + 46 (0)8 638 93 00 info.produkt@gsk.com

Latvija

GSK Vaccines S.r.l.

Tel: + 371 80205045

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im MM.JJJJ.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Diese Packungsbeilage ist auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur in allen EU-Amtssprachen verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Rekonstitution des Impfstoffes

Menveo muss vor der Verabreichung zubereitet werden, indem das Pulver in einer Durchstechflasche mit der Lösung rekonstituiert wird.

Der Inhalt der beiden Durchstechflaschen (MenA Pulver und MenCWY Lösung) ist vor der
Durchführung der Impfung zu mischen, was eine Dosis von 0,5 ml ergibt.

Mit Hilfe einer Spritze und einer geeigneten Nadel (21G, 40 mm Länge oder 21G, 1 ½ ˝ Länge) ist der gesamten Inhalt der Durchstechflasche mit der Lösung aufzuziehen und in die Durchstechflasche mit dem Pulver zu injizieren, um die MenA-Konjugat-Komponente zu rekonstituieren.

Die Durchstechflasche auf den Kopf drehen und kräftig schütteln. Anschließend 0,5 ml des rekonstituierten Produkts entnehmen. Beachten Sie bitte, dass es durchaus normal ist, wenn eine kleine Menge der Flüssigkeit nach der Dosisentnahme in der Durchstechflasche zurückbleibt. Vor der Injektion muss die Nadel, die zur Entnahme verwendet wurde, durch eine Nadel, die zur Verabreichung geeignet ist, ausgewechselt werden. Stellen Sie vor der Verabreichung des Impfstoffes sicher, dass sich keine Luftblasen in der Spritze befinden.

Nach der Rekonstitution ist der Impfstoff eine klare, farblose bis hellgelbe Lösung, die frei von
sichtbaren Fremdpartikeln ist. Falls Fremdpartikel und/oder Veränderungen des physikalischen
Aussehens beobachtet werden, muss der Impfstoff entsorgt werden.

Menveo wird durch intramuskuläre Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel, verabreicht.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Menveo Injektionslösung

Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind diesen
Impfstoff erhalten, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Menveo und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Menveo erhalten?
3. Wie ist Menveo anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Menveo aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Menveo und wofür wird es angewendet?

Menveo ist ein Impfstoff, der zur aktiven Immunisierung von Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen verwendet wird, bei denen das Risiko einer Infektion mit dem Bakterium Neisseria meningitidis der Serogruppen A, C, W-135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden. Die Wirksamkeit des Impfstoffes beruht darauf, dass er den Körper dazu veranlasst, seinen eigenen Schutz (Antikörper) gegen diese Bakterien aufzubauen.

Neisseria meningitidis-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y können schwere und manchmal
lebensbedrohliche Infektionen wie Meningitis und Sepsis (Blutvergiftung) verursachen.

Menveo kann keine bakterielle Meningitis hervorrufen. Dieser Impfstoff enthält ein Protein (CRM197) aus dem Bakterium, das Diphtherie verursacht. Menveo bietet keinen Schutz gegen Diphtherie. Das bedeutet, dass Sie (oder Ihr Kind) andere Impfungen, die vor Diphtherie schützen, erhalten sollten, wenn diese gemäß Impfplan anstehen oder von Ihrem Arzt empfohlen werden.

2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Menveo erhalten?

Menveo darf nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihr Kind

  • in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Impfstoffes (die in Abschnitt 6 angegeben sind) gezeigt haben;
  • in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen Diphtherietoxoid (eine Substanz, die in einer Reihe von anderen Impfstoffen verwendet wird) gezeigt haben;
  • an einer Krankheit mit hohem Fieber leiden. Ein leichtes Fieber oder eine Infektion der oberen Atemwege (z. B. ein Schnupfen) ist jedoch kein Grund, die Impfung aufzuschieben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie oder Ihr Kind
Menveo erhalten, wenn Sie oder Ihr Kind:

  • ein geschwächtes Immunsystem haben. Man weiß nur wenig über die Wirksamkeit von Menveo bei Personen, die infolge der Behandlung mit Immunsuppressiva, einer HIV-Infektion und anderer möglicher Gründe ein geschwächtes Immunsystem haben. Es könnte sein, dass in diesen Fällen die Wirksamkeit von Menveo reduziert ist.
  • an Hämophilie oder einem anderen Problem leiden, wodurch die Blutgerinnung beeinträchtigt wird, zum Beispiel durch die Verabreichung von Blutverdünnungsmitteln (Gerinnungshemmern).
  • mit einem Arzneimittel behandelt werden, das den Teil des natürlichen Abwehrsystems des Körpers hemmt, der als Komplementaktivierung bezeichnet wird (z. B. Eculizumab). Auch wenn Sie oder Ihr Kind mit Menveo geimpft wurden, besteht bei Ihnen bzw. Ihrem Kind weiterhin ein erhöhtes Risiko einer von den Neisseria meningitidis-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y verursachten Erkrankung.

Bewusstlosigkeit, Schwäche oder andere stressbedingte Reaktionen können als Reaktion auf eine
Nadelinjektion auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, falls bei
Ihnen bereits eine solche Reaktion aufgetreten ist.

Dieser Impfstoff kann nur gegen Meningokokken-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y
schützen. Er bietet keinen Schutz gegen andere Typen von Meningokokken-Bakterien, die nicht zu
den Gruppen A, C, W-135 und Y gehören, oder gegen andere Ursachen von Meningitis und Sepsis
(Blutvergiftung).

Wie bei jedem anderen Impfstoff kann es auch mit Menveo möglich sein, dass die Impfung nicht allen Geimpften einen 100%-igen Schutz bietet.

Wenn Sie oder Ihr Kind eine Dosis Menveo vor über einem Jahr erhalten haben und weiterhin ein besonderes Risiko einer Infektion mit Meningokokken-Bakterien der Gruppe A besteht, kann die Verabreichung einer Auffrischdosis zur Aufrechterhaltung der Schutzwirkung in Erwägung gezogen werden. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob und wann Sie eine Auffrischdosis erhalten sollten.

Anwendung von Menveo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel
einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder
beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Menveo kann gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden, allerdings sollten diese
vorzugsweise in den anderen Arm als Menveo injiziert werden.

Dazu gehören die folgenden Impfstoffe: Kombinationsimpfstoff mit Tetanus-, reduzierter Diphtherie- und azellulärer Pertussis-Komponente (Tdap), humaner Papillomavirus-Impfstoff (HPV), Gelbfieber-Impfstoff, Typhus (Vi-Polysaccharid)-Impfstoff, Japanische Enzephalitis-Impfstoff, Tollwut-Impfstoff, Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfstoffe sowie Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B (Bexsero).

Die Wirkung von Menveo kann beeinträchtigt sein, wenn der Impfstoff an Personen verabreicht wird, die Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einnehmen.

Werden gleichzeitig mehrere Impfstoffe verabreicht, so müssen getrennte Injektionsstellen gewählt
werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder
beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Verabreichung dieses Arzneimittels Ihren
Arzt um Rat. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen möglicherweise dennoch
empfehlen, sich mit Menveo impfen zu lassen, wenn für Sie ein hohes Risiko einer Infektion mit
Meningokokken-Bakterien der Gruppen A, C, W-135 und Y besteht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Menveo wird Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
wahrscheinlich nicht beeinträchtigen. Sie sollten sich jedoch nicht an das Steuer eines Fahrzeugs
setzen, Fahrrad fahren oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich unwohl fühlen.

Menveo enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.

3. Wie ist Menveo anzuwenden?

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen oder Ihrem Kind den Impfstoff verabreichen.

Der Impfstoff wird bei Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen in der Regel in den Oberarmmuskel (Deltamuskel) verabreicht. Der Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird alles tun, um zu vermeiden, dass der Impfstoff in ein Blutgefäß verabreicht wird und wird sicherstellen, dass er in den Muskel und nicht in die Haut injiziert wird.

Bei Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen: Es erfolgt eine einzige Injektion (0,5 ml).

Sicherheit und Wirksamkeit von Menveo konnten bei Kindern unter 2 Jahren noch nicht nachgewiesen werden. Es liegen nur begrenzte Daten bei Personen in der Altersgruppe von 56 bis 65 Jahren vor; zu Personen über 65 Jahren sind keine Daten vorhanden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie bereits eine Injektion mit Menveo oder einem anderen Meningokokken-Impfstoff erhalten haben. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie eine weitere Impfung mit Menveo benötigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit dem Impfstoff berichtet wurden,
dauerten normalerweise nur ein bis zwei Tage an und waren gewöhnlich nicht schwerwiegend.

Folgende Nebenwirkungen können nach Verabreichung von Menveo auftreten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen): Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Reizbarkeit (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Unwohlsein, Schmerzen an der Injektionsstelle, Rötung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (≤ 50 mm) Häufig (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen): Fieber (≥ 38 °C), Erbrechen (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Durchfall (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Übelkeit, Schüttelfrost, veränderte Essgewohnheiten (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Schläfrigkeit (bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren), Gelenkschmerzen, Ausschlag, Rötung an der Injektionsstelle (> 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle (> 50 mm)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen): Allergische Reaktionen, Ohnmacht,
Schwindelgefühl (bei Jugendlichen ab 11 Jahren und Erwachsenen), Gleichgewichtsstörung,
Lymphknotenschwellung, Juckreiz an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Geimpften betreffen): Anfälle (Konvulsionen), teilweise
verbunden mit Fieber, Infektion der Haut an der Injektionsstelle, ausgeprägte Schwellung der
Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Schwere allergische Reaktionen, die mit den folgenden Symptomen einhergehen: Schwellung der Lippen, des Mundes und des Rachens (die Schluckbeschwerden hervorrufen kann), Schwierigkeiten beim Atmen mit Giemen oder Husten, Ausschlag an oder Schwellung der Hände, Füße und Knöchel, Verlust des Bewusstseins, sehr niedrigem Blutdruck.

Beim Auftreten einer schweren allergischen Reaktion informieren Sie Ihren Arzt umgehend oder suchen Sie umgehend die nächstliegende Notfallstation auf bzw. bringen Sie Ihr Kind umgehend zur nächstliegenden Notfallstation, da Sie/Ihr Kind unter Umständen sofortige medizinische Hilfe benötigen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Menveo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ bzw. „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren. Die Durchstechflaschen im Umkarton
aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Stabilitätsdaten zeigen, dass der Impfstoff in der ungeöffneten Durchstechflasche bei Lagerung bei
25 °C bis zu 24 Stunden stabil ist. Am Ende dieses Zeitraums sollte Menveo Injektionslösung
verwendet oder entsorgt werden. Diese Informationen sind nur dazu bestimmt, dem medizinischen
Fachpersonal eine Anleitung bei vorübergehenden Temperaturabweichungen zu geben.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Der Arzt oder das medizinische Fachpersonal werden dieses Arzneimittel entsorgen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Menveo enthält

Die Wirkstoffe sind:

Eine Dosis (0,5 ml) enthält:

• Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein10 Mikrogramm 16,7 bis 33,3 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 7,1 bis 12,5 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 3,3 bis 8,3 Mikrogramm
• Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharid Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM 197 -Protein5 Mikrogramm 5,6 bis 10,0 Mikrogramm

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat, Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat,
Wasser für Injektionszwecke.

Siehe Abschnitt 2 „Menveo enthält Natrium“.

Wie Menveo aussieht und Inhalt der Packung

Menveo ist eine Injektionslösung.

Die Lösung ist eine farblose, klare Flüssigkeit.

Die Lösung wird in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit Bromobutyl-Gummistopfen, beschichtet mit Ethylen-Tetrafluorethylen (ETFE), und einer rosafarbenen Verschlusskappe geliefert.

Eine Dosis (1 Durchstechflasche) oder 10 Dosen (10 Durchstechflaschen) pro Packung. Jede
Durchstechflasche enthält eine Dosis von 0,5 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

GSK Vaccines S.r.l.

Via Fiorentina 1, 53100 Siena
Italien

Hersteller:

GSK Vaccines S.r.l.

Bellaria-Rosia, 53018 Sovicille (Siena)
Italien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

België/Belgique/Belgien GlaxoSmithKline Pharmaceuticals s.a./n.v. Tél/Tel: + 32 (0) 10 85 52 00Lietuva GSK Vaccines S.r.l. Tel: + 370 80000334
България GSK Vaccines S.r.l. Тел. + 359 80018205Luxembourg/Luxemburg GlaxoSmithKline Pharmaceuticals s.a./n.v. Belgique/Belgien Tél/Tel: + 32 (0) 10 85 52 00
Česká republika GlaxoSmithKline s.r.o. Tel: + 420 222 001 111 cz.info@gsk.comMagyarország GSK Vaccines S.r.l. Tel.: + 36 80088309
Danmark GlaxoSmithKline Pharma A/S Tlf.: + 45 36 35 91 00 dk-info@gsk.comMalta GSK Vaccines S.r.l. Tel: + 356 80065004
Deutschland GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG Tel.: +49 (0)89 36044 8701 produkt.info@gsk.comNederland GlaxoSmithKline BV Tel: + 31 (0)33 2081100
Eesti GSK Vaccines S.r.l. Tel: +372 8002640Norge GlaxoSmithKline AS Tlf: + 47 22 70 20 00
Ελλάδα GlaxoSmithKline Μονοπρόσωπη A.E.B.E Tηλ: + 30 210 68 82 100Österreich GlaxoSmithKline Pharma GmbH Tel: + 43 (0)1 97075 0 at.info@gsk.com
España GlaxoSmithKline, S.A. Tel: + 34 900 202 700 es-ci@gsk.comPolska GSK Services Sp. z o.o. Tel.: + 48 (22) 576 9000
France Laboratoire GlaxoSmithKline Tél: + 33 (0) 1 39 17 84 44 diam@gsk.comPortugal GlaxoSmithKline - Produtos Farmacêuticos, Lda. Tel: + 351 21 412 95 00 FI.PT@gsk.com
Hrvatska GSK Vaccines S.r.l. Tel.: + 385 800787089România GSK Vaccines S.r.l. Tel: +40 800672524
Ireland GlaxoSmithKline (Ireland) Ltd Tel: + 353 (0)1 495 5000Slovenija GSK Vaccines S.r.l. Tel: + 386 80688869
Ísland Vistor ehf. Sími: +354 535 7000Slovenská republika GSK Vaccines S.r.l. Tel.: + 421 800500589
Italia GlaxoSmithKline S.p.A. Tel: +39 (0)45 7741 111 Κύπρος GSK Vaccines S.r.l. Τηλ: + 357 80070017Suomi/Finland GlaxoSmithKline Oy Puh/Tel: + 358 10 30 30 30 Sverige GlaxoSmithKline AB Tel: + 46 (0)8 638 93 00 info.produkt@gsk.com

Latvija

GSK Vaccines S.r.l.

Tel: + 371 80205045

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im MM.JJJJ.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Diese Packungsbeilage ist auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur in allen EU-Amtssprachen verfügbar.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Der Impfstoff ist eine gebrauchsfertige Injektionslösung.

Der Impfstoff ist vor der Verabreichung visuell zu überprüfen.

Der Impfstoff ist eine farblose, klare, flüssige Lösung, die nahezu frei von sichtbaren Partikeln ist.

Falls Fremdpartikel und/oder Veränderungen des physikalischen Aussehens beobachtet werden, darf der Impfstoff nicht verabreicht werden.

Mit Hilfe einer Spritze und einer geeigneten Nadel ist der gesamte Inhalt der Durchstechflasche
aufzuziehen.

Vor der Injektion muss die Nadel, die zur Entnahme verwendet wurde, durch eine Nadel, die zur Verabreichung geeignet ist, ausgewechselt werden. Stellen Sie vor der Verabreichung des Impfstoffes sicher, dass sich keine Luftblasen in der Spritze befinden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Stabilitätsdaten zeigen, dass der Impfstoff in der ungeöffneten Durchstechflasche bei Lagerung bei
25 °C bis zu 24 Stunden stabil ist. Am Ende dieses Zeitraums sollte Menveo Injektionslösung
verwendet oder entsorgt werden. Diese Informationen sind nur dazu bestimmt, dem medizinischen
Fachpersonal eine Anleitung bei vorübergehenden Temperaturabweichungen zu geben.