Akne bei Kindern und Jugendlichen
Mitesser, Pickel und entzündete Knoten gehören für viele Jugendliche zur Pubertät. Trotzdem sollte Akne nicht einfach als kosmetisches Problem abgetan werden. Sie ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Talgdrüsenfollikel und kann Schmerzen, dauerhafte Narben und eine erhebliche psychische Belastung verursachen.
Akne ist sehr häufig. Internationale Leitlinien gehen davon aus, dass ungefähr acht von zehn Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen zumindest zeitweise betroffen sind. Die Ausprägung reicht von wenigen Mitessern bis zu tiefen schmerzhaften Knoten im Gesicht, an Brust und Rücken.
Für Eltern und Jugendliche gibt es zwei besonders wichtige Botschaften: Erstens entsteht Akne nicht durch mangelnde Sauberkeit. Aggressives Waschen oder Ausdrücken macht die Haut eher schlechter. Zweitens braucht eine wirksame Behandlung Geduld. Viele Medikamente benötigen sechs bis zwölf Wochen, bevor eine deutliche Verbesserung sichtbar wird. Zu frühes Absetzen ist einer der häufigsten Gründe für scheinbares Therapieversagen.
Moderne Leitlinien setzen auf Kombinationen aus Wirkstoffen mit unterschiedlichen Angriffspunkten. Benzoylperoxid und topische Retinoide gehören zu den wichtigsten Grundbausteinen. Antibiotika sollen wegen Resistenzentwicklung nicht allein und nicht unnötig lange eingesetzt werden. Bei schwerer, narbenbildender oder stark belastender Akne ist Isotretinoin eine besonders wirksame Therapie, die jedoch wegen möglicher Nebenwirkungen und der ausgeprägten Schädigung ungeborener Kinder streng ärztlich überwacht werden muss.
Dieser Ratgeber erklärt, wie Akne entsteht, welche Formen es gibt, welche Hautpflege wirklich sinnvoll ist, wann Medikamente helfen und wann eine frühe dermatologische Behandlung Narben verhindern kann.
So ist dieser Ratgeber aufgebaut
Grundlage dieses Ratgebers sind Leitlinien, Behördeninformationen und Fachliteratur – insgesamt 33 ausgewertete Quellen aus mehreren Sprachräumen (Englisch / USA, Großbritannien, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Portugiesisch / Brasilien, Chinesisch, Indien, Russisch, Wissenschaftliche Kernliteratur). Maßgeblich für Familien in Österreich sind dabei stets die österreichischen Empfehlungen; Angaben aus anderen Ländern dienen der Einordnung.
Die vollständige Liste der ausgewerteten Leitlinien, Behördeninformationen und Fachartikel finden Sie am Ende des Artikels unter „Quellen und Literatur".
Wichtiger Hinweis
Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle ärztliche Behandlung. Medikamentenzulassungen, Altersgrenzen und Sicherheitsprogramme unterscheiden sich je nach Land und Präparat. Isotretinoin darf wegen seiner erheblichen Risiken – insbesondere in einer Schwangerschaft – nur unter fachärztlicher Überwachung eingesetzt werden. Bei starker psychischer Belastung, Selbstverletzungs- oder Suizidgedanken ist rasche professionelle Hilfe erforderlich.
1. Was ist Akne?
Acne vulgaris ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der sogenannten pilosebazeösen Einheit.
Dazu gehören
- Haarfollikel
- Talgdrüse
- der kleine Ausführungsgang zur Hautoberfläche.
Akne entsteht vor allem dort, wo besonders viele Talgdrüsen sitzen
- Gesicht
- Brust
- Schultern
- Rücken.
Die Erkrankung kann nicht nur sichtbare Hautveränderungen verursachen. Schmerzen, Narben und psychische Belastung gehören medizinisch genauso zur Erkrankung.
Deshalb sollte der Behandlungsbedarf nicht ausschließlich nach der Zahl der Pickel beurteilt werden.
2. Wie häufig ist Akne?
Akne gehört weltweit zu den häufigsten Hauterkrankungen.
NICE nennt eine Betroffenheit von ungefähr 80 Prozent der Menschen irgendwann zwischen elf und 30 Jahren.
Die American Academy of Dermatology schätzt, dass ungefähr 85 Prozent der Jugendlichen Akne entwickeln.
Die meisten Verläufe sind mild bis mittelgradig.
Ein kleinerer Teil entwickelt
- große entzündliche Knoten
- ausgeprägte Rückenakne
- Narben
- hohe psychosoziale Belastung.
Auch nach dem Jugendalter kann Akne fortbestehen, besonders bei jungen Frauen.
3. Warum beginnt Akne in der Pubertät?
In der Pubertät steigen Androgenhormone an.
Androgene stimulieren die Talgdrüsen.
Dadurch:
- werden Talgdrüsen größer
- produzieren mehr Hautfett
- verändert sich die Verhornung im Follikel.
Diese hormonelle Veränderung ist normal.
Manche Menschen reagieren aufgrund genetischer und biologischer Faktoren deutlich stärker als andere.
Eine ausgeprägte Akne ist daher kein Zeichen „zu vieler männlicher Hormone“. Viele Jugendliche mit Akne haben völlig normale Hormonwerte.
4. Wie entsteht ein Pickel?
Vier Prozesse spielen zusammen
- Erhöhte Talgproduktion.
- Verhornungsstörung am Ausgang des Haarfollikels.
- Veränderung der Besiedlung mit Cutibacterium acnes.
- Entzündungsreaktion.
Zunächst entsteht ein mikroskopisch kleiner Pfropf im Follikel – ein Mikrokomedo.
Wird der Ausgang verstopft, sammelt sich Talg.
Daraus entstehen
- Mitesser
- entzündete Papeln
- Pusteln
- tiefe Knoten.
Akne entsteht also nicht, weil „Schmutz die Poren verstopft“.
5. Welche Rolle spielt Cutibacterium acnes?
Cutibacterium acnes – früher Propionibacterium acnes genannt – gehört zur normalen Hautflora.
Bei Akne spielen nicht einfach „zu viele Bakterien“ eine Rolle. Entscheidend sind:
- veränderter Follikel
- Talg
- bestimmte bakterielle Stämme
- Immunreaktion
- Mikrobiom-Dysbalance.
Das erklärt, warum Akne nicht ansteckend ist und warum moderne Therapie nicht nur auf Antibiotika setzt.
6. Ist Akne ansteckend?
Nein.
Man kann Akne nicht bekommen durch
- Küssen
- gemeinsam benutzte Handtücher
- Berühren eines Pickels einer anderen Person.
Cutibacterium acnes kommt ohnehin auf menschlicher Haut vor.
Akne ist keine klassische bakterielle Infektionskrankheit.
7. Welche Formen von Akne gibt es?
Die Einteilung richtet sich nach den dominierenden Läsionen und der Schwere.
Komedonale Akne
Vorwiegend Mitesser.
Papulopustulöse Akne
Entzündete rote Papeln und eitrige Pusteln.
Noduläre beziehungsweise nodulozystische Akne
Tiefe schmerzhafte Knoten.
Acne conglobata
Schwere Form mit tiefen entzündlichen Knoten, Verbindungsgängen und hoher Narbengefahr.
Die Begriffe unterscheiden sich international etwas. Für die Behandlung ist wichtiger, wie entzündlich, ausgedehnt und narbengefährdend die Erkrankung ist.
8. Mitesser: offene und geschlossene Komedonen
Geschlossener Komedo
- kleiner hautfarbener oder weißlicher Hubbel
- Follikelausgang geschlossen.
Offener Komedo
- schwarzer Punkt
- Follikelöffnung erweitert.
Die schwarze Farbe ist kein Schmutz.
Sie entsteht durch Oxidation von Material an der Hautoberfläche.
Starkes Schrubben entfernt deshalb die Ursache nicht.
9. Papeln und Pusteln
Papeln sind
- rote
- erhabene
- entzündete Hautveränderungen.
Pusteln enthalten zusätzlich sichtbaren Eiter.
Sie werden umgangssprachlich meist als klassische „Pickel“ bezeichnet.
Viele Jugendliche haben eine Mischung aus
- Komedonen
- Papeln
- Pusteln.
10. Knoten und Zysten
Tiefe entzündliche Knoten sind
- größer
- fester
- schmerzhafter
- tiefer in der Haut.
Sie haben ein deutlich höheres Risiko für Narben.
Der Begriff „Zyste“ wird umgangssprachlich häufig benutzt, auch wenn es sich nicht immer um echte Zysten handelt.
Mehrere tiefe Knoten sind ein Grund, nicht monatelang nur frei verkäufliche Kosmetik auszuprobieren.
11. Akne im Gesicht, am Rücken und auf der Brust
Rücken- und Brustakne wird leicht unterschätzt, weil sie unter Kleidung verborgen ist.
Sie kann
- tief entzündet sein
- schmerzen
- Narben hinterlassen.
Bei ausgedehnter Rumpfakne ist eine alleinige punktuelle Behandlung einzelner Pickel oft unpraktisch.
Die Verteilung beeinflusst deshalb die Wahl der Therapie.
12. Wie wird der Schweregrad beurteilt?
Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen
- Anzahl der Läsionen
- Art der Läsionen
- Gesicht oder Rumpf
- Knoten
- Narben
- Pigmentveränderungen
- psychische Belastung.
NICE betont ausdrücklich, dass neben der sichtbaren Schwere auch die Ansichten und Belastung des betroffenen Jugendlichen berücksichtigt werden sollen.
Ein Teenager mit „mittelgradiger“ Akne und erheblicher sozialer Vermeidung kann früher eine intensivere Behandlung benötigen.
13. Akne bei jüngeren Kindern
Akne kann auch vor der klassischen Pubertät auftreten.
Unterschieden werden
- neonatale akneähnliche Veränderungen
- infantile Akne
- mid-childhood acne
- präadoleszente Akne
- klassische Adoleszentenakne.
Akne bei einem acht- oder neunjährigen Kind kann bereits mit beginnender Adrenarche zusammenhängen und muss nicht krankhaft sein.
Akne im Alter von ungefähr einem bis sieben Jahren ist deutlich ungewöhnlicher und verdient eher eine hormonelle Abklärung.
14. Wann muss bei frühem Auftreten nach Hormonerkrankungen gesucht werden?
Besondere Hinweise
- Akne deutlich vor normaler Pubertät
- schnelle Körperbehaarung
- tiefe Stimme
- ungewöhnlich rasches Wachstum
- frühe Genitalentwicklung
- auffälliger Körpergeruch in sehr frühem Alter
- Zeichen einer Virilisierung.
Bei Mädchen im Jugendalter können
- sehr unregelmäßige Menstruation
- ausgeprägter Hirsutismus
- schwere therapieresistente Akne
Hinweise auf Hyperandrogenismus beziehungsweise PCOS sein.
Nicht jedes Mädchen mit Pickeln und unregelmäßigem Zyklus hat PCOS. Gerade in den ersten Jahren nach der Menarche können Zyklusunregelmäßigkeiten normal sein.
15. Welche Faktoren können Akne verschlechtern?
Mögliche Verstärker
- genetische Veranlagung
- bestimmte Kosmetika
- fetthaltige Haarprodukte
- Reibung und Druck
- Helme oder enge Masken
- bestimmte Medikamente
- hormonelle Veränderungen
- Stress.
Anabole Steroide und manche Nahrungsergänzungen können schwere Akne auslösen.
16. Hautpflege
Eine gute Akneroutine soll die Haut nicht „entfetten“, sondern behandeln und die Hautbarriere erhalten.
Grundelemente
- milde Reinigung
- verordnetes Aknepräparat
- nicht komedogene Feuchtigkeitscreme
- Sonnenschutz.
Zu viele Wirkstoffe gleichzeitig erhöhen Reizung und führen häufig dazu, dass Jugendliche die ganze Therapie abbrechen.
17. Waschen – wie oft und womit?
Meist reicht sanfte Reinigung morgens und abends sowie nach starkem Schwitzen.
Geeignet:
- milde Waschgele
- syndetartige Reinigung
- lauwarmes Wasser.
Ungünstig:
- grobe Bürsten
- aggressives Schrubben
- Alkoholtoner
- häufiges Peeling.
Die französische Ameli-Elterninformation empfiehlt ebenfalls milde Hautpflege und warnt vor unnötig aggressiven antiseptischen Produkten.
18. Feuchtigkeitscreme
Auch fettige Aknehaut braucht Feuchtigkeit.
Viele wirksame Medikamente verursachen
- Trockenheit
- Schuppung
- Brennen.
Eine nicht komedogene Feuchtigkeitscreme verbessert die Verträglichkeit und damit indirekt den Therapieerfolg.
Begriffe auf Produkten
- „nicht komedogen“
- „non-comedogenic“
- „für Aknehaut geeignet“.
19. Sonnenschutz
Sonne kann Rötungen kurzfristig optisch überdecken, heilt Akne aber nicht.
UV-Licht kann
- Haut schädigen
- Pigmentflecken verstärken
- unter bestimmten Medikamenten stärker reizen.
Ein nicht komedogener Sonnenschutz ist besonders sinnvoll bei
- Retinoiden
- entzündlicher Akne
- postinflammatorischer Hyperpigmentierung.
20. Make-up und Kosmetik
Make-up ist nicht grundsätzlich verboten.
Geeignet sind eher
- nicht komedogene Produkte
- leichte Formulierungen
- vollständiges Abschminken abends.
Schwere fettige Produkte können einzelne Personen verschlechtern.
Make-up-Pinsel und Schwämmchen sollten regelmäßig gereinigt werden.
21. Warum Pickel nicht ausgedrückt werden sollten
Drücken kann
- Entzündung tiefer in die Haut treiben
- Gewebe verletzen
- Narben fördern
- Pigmentflecken verstärken.
Besonders tiefe Knoten sollten nicht manipuliert werden.
Professionelle Komedonenextraktion kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, ist aber etwas anderes als tägliches Ausdrücken zu Hause.
22. Benzoylperoxid
Benzoylperoxid – BPO – gehört zu den am besten etablierten Aknewirkstoffen.
Es wirkt
- antimikrobiell gegen C. acnes
- entzündungshemmend
- leicht komedolytisch.
Ein großer Vorteil
Bakterien entwickeln gegenüber BPO nicht dieselbe klassische Resistenz wie gegenüber Antibiotika.
Die AAD 2024 empfiehlt BPO stark.
Auch die spanische Asociación Española de Pediatría beschreibt BPO als häufig eingesetzten Bestandteil leichter bis mittelgradiger Aknetherapie und besonders wertvoll in Kombination mit Antibiotika.
Mögliche Nebenwirkungen
- Trockenheit
- Brennen
- Rötung.
Außerdem kann BPO Textilien und Haare bleichen.
23. Topische Retinoide
Topische Retinoide wie
- Adapalen
- Tretinoin
- Trifaroten
normalisieren die Verhornung im Follikel und wirken entzündungshemmend.
Sie sind besonders wichtig gegen
- Mitesser
- Mikrokomedonen
- neue Läsionen.
AAD und NICE betrachten Retinoide als zentrale Grundtherapie.
Anfangs möglich
- Trockenheit
- Rötung
- Schuppung
- vorübergehend sichtbarer „Purging“-Effekt.
Das ist nicht automatisch eine Allergie.
Die Anwendung kann oft langsam gesteigert und mit Feuchtigkeitscreme kombiniert werden.
Topische Retinoide sind in Schwangerschaft nicht geeignet; bei Jugendlichen mit möglicher Schwangerschaft gelten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.
24. Azelainsäure
Azelainsäure wirkt
- komedolytisch
- antimikrobiell
- entzündungshemmend.
Sie kann außerdem postinflammatorische Hyperpigmentierung verbessern.
Die AAD empfiehlt sie als mögliche Therapieoption.
Die spanische AEP nennt Azelainsäure als Alternative insbesondere bei leichter bis mittelgradiger Akne.
Sie kann anfangs brennen oder kribbeln, wird aber von manchen empfindlichen Hauttypen besser vertragen als Retinoide oder BPO.
25. Topische Antibiotika
Topische Antibiotika wie Clindamycin können entzündliche Akne verbessern.
Sie sollen jedoch nicht alleine über lange Zeit verwendet werden.
Grund
Cutibacterium acnes und andere Bakterien können Resistenzen entwickeln.
Deshalb werden sie in modernen Leitlinien mit Benzoylperoxid kombiniert.
26. Warum Antibiotika nicht allein verwendet werden sollten
Antibiotikaresistenz ist ein globales Gesundheitsproblem.
Bei Akne ist besonders ungünstig
- topisches Antibiotikum als jahrelange Monotherapie
- orale und topische Antibiotika ohne BPO
- immer neue Antibiotikakuren ohne Erhaltungstherapie.
AAD 2024 empfiehlt ausdrücklich
- systemische Antibiotika begrenzen
- gleichzeitig BPO beziehungsweise andere topische Grundtherapie verwenden.
Auch NICE folgt diesem Antibiotic-Stewardship-Prinzip.
27. Antibiotika zum Einnehmen
Bei mittelgradiger bis schwerer entzündlicher Akne können orale Antibiotika eingesetzt werden.
Häufig genutzt werden je nach Alter und Land Tetracycline wie Doxycyclin.
Sie werden nicht als alleinige Therapie gegeben, sondern zusammen mit einer topischen Behandlung.
Wichtig:
- begrenzte Behandlungsdauer
- Wirkung nach mehreren Wochen beurteilen
- danach möglichst auf lokale Erhaltungstherapie übergehen.
Welche Tetracycline für welches Alter zugelassen sind, unterscheidet sich nach Präparat und Land.
Orale Antibiotika sind in Schwangerschaft teilweise kontraindiziert.
28. Hormonelle Behandlung
Bei weiblichen Jugendlichen können bestimmte hormonelle Therapien sinnvoll sein.
Dazu gehören in ausgewählten Fällen
- kombinierte orale Kontrazeptiva
- antiandrogene Medikamente.
Sie kommen besonders infrage bei
- zyklusabhängiger Akne
- begleitendem Hirsutismus
- PCOS
- Bedarf an sicherer Verhütung.
Die Auswahl muss individuelle Risiken berücksichtigen, beispielsweise Thromboserisiken bei kombinierten Kontrazeptiva.
29. Isotretinoin
Orales Isotretinoin ist das wirksamste einzelne Medikament gegen schwere Akne.
Es beeinflusst praktisch alle zentralen Krankheitsmechanismen
- Talgproduktion
- Verhornung
- C.-acnes-Umgebung
- Entzündung.
Die AAD empfiehlt Isotretinoin stark bei Akne, die
- schwer ist
- Narben verursacht
- erhebliche psychosoziale Belastung verursacht
- auf übliche orale oder topische Therapien nicht ausreichend anspricht.
Ein sehr aktueller italienischer Review von August 2026 bezeichnet Isotretinoin weiterhin als Goldstandard bei schwerer nodulozystischer, narbenbildender oder therapieresistenter Jugendakne.
30. Schwangerschaftsschutz bei Isotretinoin
Isotretinoin ist stark teratogen.
Das bedeutet
Es kann bei Einnahme in der Schwangerschaft schwere Fehlbildungen des ungeborenen Kindes verursachen.
Bei Jugendlichen, die schwanger werden können, gelten deshalb strenge nationale Programme mit:
- Aufklärung
- Schwangerschaftstests
- zuverlässiger Verhütung nach lokalen Vorgaben
- dokumentierter Einwilligung beziehungsweise Risikoaufklärung.
Diese Sicherheitsmaßnahmen sind kein bürokratischer Nebenaspekt, sondern zentraler Bestandteil der Behandlung.
Regeln unterscheiden sich zwischen Österreich, EU-Ländern, Großbritannien und den USA.
31. Isotretinoin und psychische Gesundheit
Akne selbst ist mit
- Depression
- Angst
- sozialem Rückzug
- vermindertem Selbstwert
assoziiert.
Bei Isotretinoin wurden psychische Nebenwirkungen intensiv untersucht.
Die Daten zeigen keinen einfachen Beweis, dass Isotretinoin bei allen Jugendlichen Depressionen verursacht. Gleichzeitig nehmen Leitlinien mögliche psychische Veränderungen ernst.
Vor und während der Behandlung sollte deshalb nach
- Stimmung
- Angst
- Selbstverletzungsgedanken
- Suizidgedanken
gefragt werden.
Eine neue oder schwere psychische Veränderung gehört sofort medizinisch angesprochen.
NICE aktualisierte 2026 seine Isotretinoin-Sicherheitsanforderungen und verweist ausdrücklich auf aktuelle regulatorische Risikominimierungsmaßnahmen.
32. Wie lange dauert Aknetherapie?
Akne verbessert sich nicht innerhalb weniger Tage.
Typisch ist
- erste Veränderungen nach einigen Wochen
- deutlichere Wirkung nach ungefähr sechs bis zwölf Wochen.
NICE strukturiert viele Erstlinientherapien als zwölfwöchige Behandlungsphase.
Wichtig:
Ein Medikament nach zehn Tagen abzusetzen, weil noch Pickel da sind, verhindert häufig den Erfolg.
33. Erhaltungstherapie
Akne ist chronisch und kann nach Absetzen wiederkehren.
Nach Besserung wird deshalb häufig eine Erhaltungstherapie fortgeführt.
Besonders Retinoide eignen sich, weil sie die Bildung neuer Mikrokomedonen verhindern.
Das Ziel ist, Antibiotika nicht dauerhaft als Erhaltung zu verwenden.
34. Was tun, wenn die Haut anfangs trockener oder schlechter wird?
Bei Retinoiden und BPO sind anfangs Reizungen häufig.
Mögliche Strategien nach ärztlicher beziehungsweise Produktanweisung
- langsamere Einstiegshäufigkeit
- geringe Menge
- Feuchtigkeitscreme
- sanfte Reinigung.
Zu viel Medikament wirkt nicht schneller, sondern reizt stärker.
Eine vorübergehende Zunahme sichtbarer Komedonen in den ersten Wochen kann vorkommen.
Starke Schwellung, Blasen oder massive Schmerzen sind dagegen kein normaler Eingewöhnungseffekt.
35. Aknenarben
Narben entstehen vor allem nach tiefer Entzündung.
Typen
- eingesunkene atrophe Narben
- erhabene hypertrophe Narben
- Keloide.
Der wichtigste Schritt gegen Narben ist frühe Kontrolle der aktiven Entzündung.
Eine 2025 veröffentlichte Studie fand, dass verzögerte oder fehlende Behandlung mit stärkerer Narbenbildung verbunden war.
Narbenbehandlung beginnt idealerweise erst, wenn die aktive Akne ausreichend kontrolliert ist.
36. Dunkle Flecken nach Pickeln
Nach Entzündungen können rote oder braune Flecken zurückbleiben.
Bei dunkleren Hauttönen ist postinflammatorische Hyperpigmentierung oft besonders sichtbar und kann Monate bestehen.
Sie ist nicht dasselbe wie eine Narbe.
Hilfreich sind
- konsequente Aknebehandlung
- Sonnenschutz
- nicht ausdrücken
- teilweise Azelainsäure oder Retinoide.
Aggressive Bleichprodukte ohne medizinische Beratung sind nicht sinnvoll.
37. Laser, Peelings und andere Verfahren
Verfahren wie
- chemische Peelings
- Laser
- Lichttherapie
- Microneedling
können in bestimmten Situationen helfen.
Für gewöhnliche aktive Akne sind sie jedoch nicht automatisch besser als etablierte Medikamente.
AAD 2024 bewertet einige physikalische Verfahren aufgrund begrenzter Evidenz zurückhaltender.
Bei Narben wird oft eine Kombination unterschiedlicher Verfahren eingesetzt.
Ein 2026 publizierter Review stellt infrage, ob wirklich alle Hautverfahren nach Isotretinoin pauschal sechs Monate verschoben werden müssen. Die Entscheidung sollte trotzdem durch erfahrene Dermatologie erfolgen und nicht als Einladung zu eigenständigen kosmetischen Eingriffen verstanden werden.
38. Ernährung und Akne
Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Akne ist komplex.
Lange hieß es entweder
„Ernährung hat gar keinen Einfluss“
oder:
„Bestimmte Lebensmittel verursachen Pickel.“
Beides ist zu einfach.
Eine systematische Übersicht fand einen modest, aber messbaren Zusammenhang zwischen hoher glykämischer Last und Akne.
Für Milchprodukte sind die Daten widersprüchlicher und überwiegend beobachtend.
Ein aktueller Review von 2026 betont, dass es weiterhin nur wenige kontrollierte Ernährungsstudien gibt und keine aggressive Restriktionsdiät empfohlen werden sollte.
39. Milch, Zucker und Schokolade
Hohe glykämische Last
Lebensmittel, die Blutzucker schnell stark ansteigen lassen, könnten über Insulin- und IGF-1-Signalwege Akne fördern.
Milch
Einige Studien finden Zusammenhänge, insbesondere mit Magermilch; andere nicht. Ursache-Wirkungs-Beweis und individuelle Relevanz sind begrenzt.
Schokolade
Studien sind schwer zu interpretieren, weil Schokolade gleichzeitig Zucker, Fett und Milch enthalten kann.
Praktische Empfehlung
Kein Jugendlicher sollte aus Angst vor Pickeln ganze Lebensmittelgruppen streichen.
Eine ausgewogene Ernährung mit
- Gemüse
- Obst
- Vollkorn
- Hülsenfrüchten
- normalen Eiweißquellen
ist sinnvoll unabhängig von Akne.
Wenn ein Jugendlicher einen reproduzierbaren persönlichen Trigger beobachtet, kann das gemeinsam fachlich besprochen werden.
40. Nahrungsergänzungsmittel und Whey-Protein
Whey-Protein wird besonders von sportlichen Jugendlichen verwendet.
Fallberichte und Beobachtungsdaten bringen Whey-Supplemente bei manchen Menschen mit einer Verschlechterung von Akne in Verbindung.
Auch hoch dosierte Vitamin-B12-, Jod- oder bestimmte Muskelaufbaupräparate können bei manchen Personen akneartige Veränderungen fördern.
Anabole Steroide können ausgeprägte Akne verursachen.
Eltern und Jugendliche sollten beim Hautarzt offen über Supplements sprechen.
41. Sport und Schweiß
Sport verursacht keine Akne.
Schweiß kann jedoch zusammen mit
- enger Kleidung
- Helmen
- Reibung
Haut reizen.
Praktisch:
- nach starkem Schwitzen duschen
- verschwitzte Kleidung wechseln
- enge schweißstauende Ausrüstung reinigen.
Der medizinische Begriff „acne mechanica“ beschreibt Akne, die durch wiederholte Reibung und Okklusion verstärkt wird.
42. Stress
Stress kann Akne bei manchen Jugendlichen verschlechtern.
Mechanismen sind unter anderem
- hormonelle Stressantwort
- Entzündungsprozesse
- Schlafmangel
- vermehrtes Manipulieren der Haut.
Stressreduktion ersetzt keine Aknetherapie, kann aber Teil eines gesunden Gesamtansatzes sein.
43. Akne und psychische Gesundheit
Die psychische Belastung korreliert nicht perfekt mit der sichtbaren Schwere.
Ein Jugendlicher mit wenigen Pickeln kann stark leiden.
Mögliche Folgen
- Vermeiden von Fotos
- Rückzug
- Mobbing
- Schulvermeidung
- Depression
- Angst.
Eine 2025 veröffentlichte systematische Übersicht über mehr als 100 Studien bestätigt relevante Auswirkungen auf Lebensqualität und psychisches Wohlbefinden.
Die brasilianische pädiatrische Fachgesellschaft veröffentlichte 2025 deshalb ein eigenes aktuelles Dokument zu Jugendakne mit besonderem Schwerpunkt auf psychischer Gesundheit.
Wenn ein Jugendlicher wegen seiner Haut
- nicht mehr in die Schule gehen möchte
- sich sozial isoliert
- ausgeprägt traurig ist
- Selbstverletzungs- oder Suizidgedanken äußert
ist das ein medizinisch ernstes Problem und benötigt Unterstützung.
44. Wann zum Kinderarzt oder Hautarzt?
Eine ärztliche Behandlung ist sinnvoll
- wenn frei verkäufliche Mittel nach mehreren Wochen nicht helfen
- bei mittelgradiger entzündlicher Akne
- bei Rücken- oder Brustakne
- bei Knoten
- bei beginnenden Narben
- bei starker psychischer Belastung
- bei sehr frühem Beginn.
45. Wann rasch behandelt werden sollte
Nicht monatelang abwarten bei
- tiefen schmerzhaften Knoten
- rascher Narbenbildung
- Acne conglobata
- ausgeprägter psychischer Belastung
- plötzlich sehr schwerer Akne
- Zeichen einer hormonellen Erkrankung.
Frühe wirksame Therapie kann dauerhafte Narben verhindern.
46. Acne fulminans
Acne fulminans ist eine seltene schwere Form.
Typisch:
- plötzliche massive entzündliche Hautläsionen
- schmerzhafte Knoten und Ulzerationen
- eventuell Fieber
- Gelenk- oder Knochenschmerzen
- deutliches Krankheitsgefühl.
Sie tritt überwiegend bei männlichen Jugendlichen auf und kann selten nach Beginn einer Isotretinointherapie aufflammen.
Eine aktuelle pädiatrische Übersicht betont, dass frühe Diagnose wichtig ist, um starke Entzündung und Narben zu begrenzen.
Das ist kein Fall für normale Kosmetik oder Abwarten.
47. Internationale Unterschiede in der Aknetherapie
USA
Die AAD-Leitlinie 2024 empfiehlt BPO, topische Retinoide, bestimmte Antibiotika und Kombinationstherapien stark. Isotretinoin wird bei schwerer, narbenbildender, psychisch belastender oder therapieresistenter Akne deutlich empfohlen.
Großbritannien
NICE, zuletzt im April 2026 aktualisiert, strukturiert die Ersttherapie meist in zwölfwöchige Kombinationen und legt großen Wert auf Antibiotic Stewardship. Isotretinoin ist für schwere Formen nach geeigneter Standardtherapie vorgesehen; Sicherheitsregeln für Minderjährige wurden 2026 regulatorisch angepasst.
Frankreich
Ameli aktualisierte seine Akneinformationen im März 2026. Behandlung richtet sich nach Schwere und Auswirkungen und umfasst immer geeignete Hautpflege. Bei schwerer Akne wird orale Therapie und gegebenenfalls Isotretinoin eingesetzt.
Italien
Das Ospedale Pediatrico Bambino Gesù und aktuelle italienische Forschungsgruppen betonen frühe Behandlung zur Narbenprävention. Ein Review vom August 2026 bestätigt Isotretinoin als Goldstandard bei schwerer Jugendakne.
Spanien
Die Asociación Española de Pediatría führt Benzoylperoxid, Adapalen, Tretinoin und Azelainsäure als etablierte pädiatrische Aknewirkstoffe und betont Kombinationen sowie Resistenzvermeidung.
Japan
Die Japan Dermatological Association veröffentlichte 2023 eine umfangreiche Leitlinie zu Acne vulgaris und Rosazea. Die Grundprinzipien – Komedonenbehandlung mit Retinoiden/BPO und gezielter Antibiotikaeinsatz – entsprechen weitgehend westlichen Leitlinien.
Brasilien
Die Sociedade Brasileira de Pediatria veröffentlichte 2025 ein aktualisiertes wissenschaftliches Dokument speziell zur Akne im Jugendalter und verbindet Hauttherapie mit psychischer Gesundheit.
China
Chinesische dermatologische Fachliteratur beschreibt dieselben vier Hauptmechanismen – Talg, follikuläre Hyperkeratinisierung, C. acnes/Dysbiose und Entzündung – und verwendet Retinoide, BPO, Antibiotika und Isotretinoin je nach Schweregrad.
Indien
Indische dermatologische Literatur und internationale Konsensusarbeiten mit indischer Beteiligung betonen Antibiotic Stewardship und den fachärztlich kontrollierten Einsatz von Isotretinoin bei schwerer Akne.
Russland
Russische dermatologische Empfehlungen verwenden ebenfalls lokal und systemisch abgestufte Therapie. Zulassungen einzelner Präparate und Schwangerschaftsschutzprogramme unterscheiden sich national.
Die Unterschiede liegen vor allem bei
- verfügbaren Wirkstoffen
- Alterszulassungen
- Isotretinoin-Regeln
- Schwangerschaftsprävention
- Erstattung.
Die Grundprinzipien sind international sehr ähnlich.
48. Mythen und Missverständnisse
„Akne kommt von schlechter Hygiene.“
Nein.
„Man muss Pickel ausdrücken, damit der Eiter rauskommt.“
Nein. Manipulation erhöht Entzündung und Narbenrisiko.
„Sonne heilt Akne.“
Nein.
„Antibiotikacreme ist die beste Dauertherapie.“
Nein. Antibiotika sollen begrenzt und kombiniert verwendet werden.
„Isotretinoin ist immer zu gefährlich für Jugendliche.“
Nein. Bei klarer Indikation ist es eine hochwirksame etablierte Therapie, erfordert aber strenge medizinische Überwachung.
„Schokolade ist nachweislich die Hauptursache.“
Nein. Ernährung kann einen moderaten Einfluss haben, aber Akne ist multifaktoriell.
„Mit 18 verschwindet jede Akne.“
Nein. Sie kann bis ins Erwachsenenalter bestehen.
„Narben kann man später immer problemlos entfernen.“
Nein. Narbenbehandlung kann verbessern, aber vollständige Entfernung ist nicht garantiert. Vorbeugung ist besser.
49. Häufige Elternfragen
Wie lange muss mein Kind eine Creme benutzen?
Viele Therapien brauchen mindestens sechs bis zwölf Wochen für eine gute Beurteilung. Erhaltung kann länger nötig sein.
Warum soll die Creme auf die ganze Aknezone und nicht nur auf einzelne Pickel?
Weil Mikrokomedonen entstehen, bevor sie sichtbar sind. Flächige Therapie verhindert neue Läsionen.
Kann mein Kind gleichzeitig BPO und Retinoid verwenden?
Häufig ja, je nach Präparat und Kombination. Manche Wirkstoffe werden gemeinsam formuliert, andere zeitlich getrennt eingesetzt. Der Therapieplan entscheidet.
Bleichen Akneprodukte Kleidung?
Benzoylperoxid kann Textilien und Haare bleichen.
Darf man mit Isotretinoin Sport machen?
Grundsätzlich meist ja, aber Muskel- oder Gelenkbeschwerden können auftreten. Stark belastete Jugendliche sollten Beschwerden ärztlich besprechen.
Muss bei Isotretinoin immer Blut abgenommen werden?
Kontrollanforderungen hängen von Alter, Gesundheit, Dosierung und nationalen Regeln ab. Leberwerte und Blutfette werden häufig überwacht.
Verursacht Isotretinoin Depression?
Ein einfacher kausaler Zusammenhang ist nicht bewiesen. Weil Akne selbst psychisch belasten kann und selten Veränderungen unter Therapie berichtet werden, wird die Stimmung trotzdem sorgfältig überwacht.
Muss man Milch absetzen?
Nicht routinemäßig. Die Daten sind nicht stark genug, um allen Jugendlichen eine milchfreie Ernährung zu empfehlen.
Was ist die beste Zahnpasta gegen Pickel?
Zahnpasta ist keine Aknetherapie und kann die Haut reizen.
Kann Akne durch Make-up entstehen?
Ungeeignete sehr okklusive Produkte können verschlechtern. Nicht komedogenes Make-up ist meist möglich.
Wann sollte man wegen Narben zum Hautarzt?
Am besten bereits, wenn tiefe entzündliche Knoten oder erste Narben entstehen – nicht erst Jahre später.
50. Quellen und Literatur
Englisch / USA
- Reynolds RV et al. Guidelines of care for the management of acne vulgaris. Journal of the American Academy of Dermatology. 2024;90(5):1006.e1–1006.e30. PMID 38300170. DOI: 10.1016/j.jaad.2023.12.017.
- American Academy of Dermatology: Updated guidelines for the management of acne, 31.01.2024. https://www.aad.org/news/updated-guidelines-acne-management
- Common Skin Conditions in Children and Adolescents: Acne. American Family Physician. 2024. PMID 38896825.
- Eichenfield LF et al. Evidence-based recommendations for the diagnosis and treatment of pediatric acne. Pediatrics. 2013. PMID 23637225; weiterhin wichtige pädiatrische Grundlage für altersabhängige Akneformen.
Großbritannien
- NICE Guideline NG198: Acne vulgaris: management. Publiziert 2021, zuletzt aktualisiert 30.04.2026. https://www.nice.org.uk/guidance/ng198
- NICE Update Information 2026 zu Isotretinoin-Sicherheitsanforderungen bei Minderjährigen.
Französisch
- Assurance Maladie: Acné – consultation et traitement, aktualisiert 17.03.2026. https://www.ameli.fr/assure/sante/themes/acne/traitement
- Französische Elterninformationen zur Hautpflege im Jugendalter wurden ergänzend zur praktischen Hautpflege berücksichtigt.
Italienisch
- Ospedale Pediatrico Bambino Gesù: Informationen zu Acne vulgaris bei Kindern und Jugendlichen. https://www.ospedalebambinogesu.it/
- Palagiano C, Potestio L, Brescia C, Napolitano M. Pharmacotherapeutic strategies for the treatment of severe juvenile acne. Expert Opinion on Pharmacotherapy. Online 06.08.2026. PMID 42555374. DOI: 10.1080/14656566.2026.2715706.
- Tommasino N et al. Beyond Isotretinoin: A Narrative Review of Emerging Systemic Therapies for Moderate-to-Severe Acne. Journal of Cosmetic Dermatology. 2026;25(4):e70812. PMID 41914642.
Spanisch
- Asociación Española de Pediatría, Pediamécum: Peróxido de benzoilo. https://www.aeped.es/comites/cm/pediamecum/principios-activos/peroxido-de-benzoilo
- Asociación Española de Pediatría, Pediamécum: Adapaleno.
- Asociación Española de Pediatría, Pediamécum: Tretinoína tópica.
- Asociación Española de Pediatría, Pediamécum: Ácido azelaico.
Diese Quellen wurden vor allem zur pädiatrischen Anwendung etablierter lokaler Wirkstoffe gegengeprüft.
Japanisch
- 日本皮膚科学会: 尋常性痤瘡・酒皶治療ガイドライン2023 / Japanese Dermatological Association: Guidelines for Acne Vulgaris and Rosacea 2023. Japanese Journal of Dermatology. 2023;133(3):407–450. DOI: 10.14924/dermatol.133.407. https://www.jstage.jst.go.jp/
Portugiesisch / Brasilien
- Sociedade Brasileira de Pediatria: Acne na adolescência – documento científico atualizado com foco no tratamento e na saúde mental, 2025. https://www.sbp.com.br/
- Sociedade Brasileira de Pediatria: Acne na Adolescência, Documento Científico 2025; Literaturbasis unter anderem Reynolds et al. 2024 und aktueller pädiatrischer Dermatologie.
Chinesisch
- Aktuelle chinesische dermatologische Reviews und pädiatrische Fachinformationen zu 寻常痤疮 wurden zur Gegenprüfung von Pathogenese, Hautpflege, Retinoiden, Benzoylperoxid und systemischer Therapie herangezogen.
- Aussagen wurden nur übernommen, wenn sie zugleich durch AAD/NICE oder aktuelle wissenschaftliche Reviews gestützt waren.
Indien
- Internationale dermatologische Konsensusliteratur mit südasiatischer Beteiligung und indische Fachliteratur wurden zur Einordnung des Isotretinoineinsatzes, von Hauttypen und Antibiotic Stewardship berücksichtigt.
- Wegen unterschiedlicher nationaler Zulassungen wurden keine indischen Dosierungsschemata auf österreichische Jugendliche übertragen.
Russisch
- Russische dermatologische Fachinformationen zu акне vulgaris wurden zur Gegenprüfung des stufenweisen Therapieprinzips herangezogen. Nationale Zulassungs- und Schwangerschaftsschutzregeln wurden nicht auf Österreich übertragen.
Wissenschaftliche Kernliteratur
- Reynolds RV et al. AAD Guideline 2024, PMID 38300170.
- Diet and acne: A systematic review. Journal of the American Academy of Dermatology. 2022. PMID 35373155.
- Diet and acne: Facts and controversies. 2026. PMID 42159921.
- The Mediterranean diet and acne vulgaris: a systematic review and meta-analysis. Nutrition & Metabolism. 2025;22:132. PMID 41194132.
- The Burden of Acne Vulgaris on Health-Related Quality of Life and Psychosocial Well-Being Domains: A Systematic Review. 2025. PMID 41134527.
- Acne-related quality of life and mental health among adolescents: a cross-sectional analysis. 2024. PMID 39425672.
- The impact of facial acne scars on quality of life, anxiety, depression and associated risk factors. Medical Journal of Malaysia. 2025. PMID 40437720.
- A Practice Approach to Acne Fulminans in Adolescents. 2024. PMID 39271603.
- Expert Consensus on the Rational Approach to Isotretinoin Usage for Effective Management of Acne: ERAISE ACNE Recommendations. 2026. PMID 41915360.
- Ghali H et al. Examining the safety of dermatological and surgical procedures in patients undergoing systemic isotretinoin therapy: An updated review. Dermatology Online Journal. 2026. PMID 42522519.
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