Azithromycin +pharma – Gebrauchs- und Fachinformation
Gebrauchsinformation
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Azithromycin +pharma 500 mg Filmtabletten
Wirkstoff: Azithromycin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Azithromycin +pharma und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Azithromycin +pharma beachten?
3. Wie ist Azithromycin +pharma einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Azithromycin +pharma aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Azithromycin +pharma und wofür wird es angewendet?
Azithromycin +pharma ist ein Antibiotikum, das heißt ein Arzneimittel, das empfindliche Bakterien am Wachstum hindert. Es gehört zu einer Gruppe von Antibiotika, die Makrolide genannt werden.
Azithromycin +pharma wirkt bei Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereiches, bei Bronchitis und Lungenentzündungen, bei Infektionen der Haut und des darunterliegenden Gewebes, bei Infektionen der Harnröhre und der Geschlechtsorgane.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Azithromycin +pharma beachten?
Azithromycin +pharma darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Azithromycin, Erythromycin und ähnliche Antibiotika (Makrolide und Ketolide) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Azithromycin +pharma einnehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie
- eine schwere Lebererkrankung haben. Es könnte sein, dass der Arzt Ihre Leberfunktion überwachen oder die übliche Dosis anpassen muss. Verständigen Sie unverzüglich einen Arzt, falls Sie Anzeichen einer rasch fortschreitenden Schwäche mit Gelbsucht, eine Dunkelfärbung des Harns oder eine Blutungsneigung feststellen. In diesem Fall und bei Auftreten von Leberfunktionsstörungen wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie die Behandlung mit Azithromycin abbrechen müssen. In einigen Fällen wurde über eine schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion bis hin zu Leberversagen mit tödlichem Ausgang berichtet.
- eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Es könnte sein, dass die Dosis in Abhängigkeit vom Grad der Nierenfunktionsstörung angepasst werden muss.
- an Herzrhythmusstörungen leiden. Da dieses Arzneimittel das Risiko eines unregelmäßigen Herzrhythmus erhöhen kann, informieren Sie bitte vor der Einnahme Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Probleme haben:
- Herzprobleme, wie zum Beispiel ein schwaches Herz (Herzinsuffizienz), sehr niedrige Herzfrequenz, unregelmäßigen Herzschlag oder ein verlängertes QT-Intervall (wird mit einem Elektrokardiogramm festgestellt).
- Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern: Chinidin, Procainamid, Dofetilid, Amiodaron und Sotalol (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), Cisaprid (gegen Störungen im Magen-Darm-Trakt), Terfenadin (gegen Allergien), Pimozid (zur Behandlung von seelischen Erkrankungen), Citalopram (gegen Depressionen), Moxifloxacin und Levofloxacin (zur Behandlung von Infektionskrankheiten).
- zu wenig Kalium oder Magnesium in Ihrem Blut.
- ein Mutterkornalkaloid wie Ergotamin (zur Behandlung von Migräne) einnehmen, da diese Arzneimittel nicht zusammen mit Azithromycin einzunehmen sind.
- an einer bestimmten Form von Muskelschwäche (Myasthenia gravis) leiden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn sich die Symptome verschlechtern oder Sie erstmalig Symptome einer Muskelschwäche (wie Kraftlosigkeit, Schlappheit, Müdigkeit) bemerken.
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit Atemnot, Erbrechen, Schwindel und Blutdruckabfall und/oder schwere Hautreaktionen haben. Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion/Allergie muss das Arzneimittel abgesetzt und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
- schwere, anhaltende Durchfälle während oder bis zu 2 Monate nach der Behandlung mit Azithromycin haben. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie die Behandlung mit Azithromycin abbrechen müssen, und gegebenenfalls notwendige therapeutische Maßnahmen ergreifen.
- bei einem Neugeborenen (bis zum Alter von 42 Tagen) nach der Verabreichung von Azithromycin Erbrechen oder Irritationen beim Füttern beobachten. Es könnte sich um eine Einengung des Magenausgangs (infantile hypertrophe Pylorusstenose, IHPS) handeln.
- beobachten, dass sich ihre Beschwerden während oder kurz nach der Behandlung plötzlich wieder verschlimmern (Möglichkeit einer Superinfektion/Resistenzbildung).
- in Ihrer Krankengeschichte Infektionen mit Azithromycin-, Streptogramin B-, Erythromycin-, Lincomycin- und/oder Clindamycin-resistenten Erregern oder Methicillin-resistenten Staphylokokken hatten (Möglichkeit einer Resistenz oder Kreuzresistenz der Erreger).
Einnahme von Azithromycin +pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel
einzunehmen/anzuwenden.
Manche Arzneimittel können die Wirkung von Azithromycin beeinträchtigen, wenn sie gleichzeitig angewendet werden, oder Azithromycin kann deren Wirkung beeinträchtigen, wodurch es zu unerwünschten Wirkungen kommen kann.
Daher ist es besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt über die Anwendung folgender Arzneimittel
informieren:
- Antacida (gegen Sodbrennen und Magenverstimmungen): zwischen der Einnahme von Azithromycin und einem Antacidum ist ein zeitlicher Abstand von 2 bis 3 Stunden einzuhalten, - Digoxin (zur Behandlung von Herzerkrankungen). Ihr Arzt wird klinische Kontrollen (möglicherweise einschließlich Blutuntersuchungen) bei Ihnen durchführen.
- Colchicin (zur Behandlung von Gicht und familiärem Mittelmeerfieber),
- Ergotamin und verwandte Substanzen (zur Behandlung von Migräne),
- Zidovudin (zur Behandlung von HIV-Infektionen),
- Atorvastatin (zur Behandlung von erhöhten Blutfetten),
- Warfarin oder ähnlichen Arzneimitteln (zur Blutverdünnung),
- Ciclosporin (zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion des Körpers bei Organtransplantationen),
- Rifabutin (zur Behandlung von Tuberkulose [TBC]),
- Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern, wie:
- Chinidin, Procainamid, Dofetilid, Amiodaron und Sotalol (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
- Cisaprid (gegen Störungen im Magen-Darm-Trakt),
- Terfenadin (gegen Allergien, z.B. Heuschnupfen),
- Pimozid (zur Behandlung von seelischen Erkrankungen),
- Citalopram (zur Behandlung von Depressionen),
- Moxifloxacin und Levofloxacin (zur Behandlung von Infektionskrankheiten),
- Chloroquin, oder andere Arzneimittel, die Herzrhythmusstörungen hervorrufen können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Im Falle einer Schwangerschaft informieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt.
Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Azithromycin nicht eingenommen werden, außer es wurde Ihnen vom Arzt ausdrücklich verordnet.
Azithromycin soll während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies klinisch
erforderlich ist und der erwartete Nutzen der Behandlung alle gering erhöhten Risiken, die
möglicherweise bestehen, überwiegt.
Da Azithromycin in die Muttermilch übergeht, wird der Arzt entscheiden, ob Sie das Stillen für die Dauer der Behandlung unterbrechen müssen und die Milch abgepumpt und verworfen werden soll.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Azithromycin +pharma kann wegen möglicher Nebenwirkungen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Deshalb ist bei der Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten
Azithromycin +pharma enthält Lactose (Milchzucker) und Natrium.
Bitte nehmen Sie Azithromycin +pharma erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen
bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
3. Wie ist Azithromycin +pharma einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Zum Einnehmen.
Die Filmtabletten sind unzerkaut unabhängig von den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit zu schlucken.
Wenn vom Arzt nicht anders verordnet, halten Sie sich bitte an folgende Dosierungsrichtlinien:
Anwendung bei Erwachsenen
Alle Anwendungsgebiete mit Ausnahme von Infektionen der Geschlechtsorgane: 3 Tage lang täglich 1 Filmtablette.
Infektionen der Geschlechtsorgane
Für die Behandlung derartiger Infektionen reicht eine eintägige Behandlung mit Azithromycin aus. Bei Chlamydieninfektionen der Geschlechtsorgane nehmen Erwachsene 1 g Azithromycin (2 Filmtabletten) an einem Tag auf einmal ein.
Bei Gonokokkeninfektionen der Geschlechtsorgane nehmen Erwachsene 1 g oder 2 g Azithromycin (2 oder 4 Filmtabletten) zusammen mit Ceftriaxon in Übereinstimmung mit den lokalen Therapieleitlinien ein. Bei Patienten mit einer Penicillin- oder Cephalosporinallergie sind die Therapieleitlinien zu berücksichtigen.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche über 45 kg Körpergewicht erhalten die Erwachsenendosis, d.h. 3 Tage lang täglich 1 Filmtablette.
Mit dieser Azithromycin-Darreichungsform sind Dosierungen für Kinder mit weniger als 45 kg Körpergewicht nicht möglich. Ist die Gabe von Azithromycin +pharma für Kinder unter einem Körpergewicht von 45 kg erforderlich, ist die Verwendung einer Arzneispezialität, die eine angepasste Dosierung ermöglicht, angezeigt.
Dauer der Anwendung
Nehmen Sie bitte die vom Arzt verschriebene Dosis an drei aufeinanderfolgenden Tagen möglichst zur gleichen Uhrzeit ein. Diese drei Tage sind im Normalfall für die Behandlung ausreichend.
Bestehen danach noch Krankheitszeichen, so bilden sich diese üblicherweise in der Folge zurück, weil die Wirkung von Azithromycin noch mehrere Tage nach der letzten Einnahme anhält.
Wenn Sie eine größere Menge von Azithromycin +pharma eingenommen haben, als Sie sollten
Die Nebenwirkungen bei Einnahme höherer als der empfohlenen Dosierungen entsprachen in jeder Beziehung den bei normalen Dosierungen beobachteten.
Verständigen Sie dennoch auf jeden Fall einen Arzt. Es können Magenspülungen und andere
unterstützende Maßnahmen notwendig sein.
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin +pharma vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin einmal vergessen haben, nehmen Sie die vorgesehene Dosis ein, sobald Sie sich daran erinnern. Anschließend setzen Sie die Behandlung wie gewohnt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin +pharma abbrechen
Es ist wichtig, dass Sie die Einnahme von Azithromycin fortsetzen, es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen angeordnet, die Behandlung abzusetzen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Kopfschmerzen
- Erbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit
- veränderte Blutwerte (Abnahme der Lymphozyten und erniedrigter Bicarbonatspiegel im Blut, Anstieg der Eosinophilen, Basophilen, Monozyten und Neutrophilen)
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann 1 bis 100 Behandelten betreffen):
- Pilzinfektionen, Scheidenentzündung, Scheideninfektion, Lungenentzündung, bakterielle Infektion, Rachenentzündung, Magen-Darm-Entzündung, Atemwegserkrankungen, Entzündung der Nasenschleimhaut, Mundsoor
- Blutbildveränderungen (Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie)
- allergische, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut, vor allem im Gesichtsbereich (Angioödem), Überempfindlichkeitsreaktionen
- Appetitlosigkeit
- Nervosität, Schlaflosigkeit
- Benommenheit, Schläfrigkeit, Geschmacksstörungen, Missempfindung mit Kribbeln oder Taubheit und Einschlafen der Glieder (Parästhesie)
- Sehstörungen
- Ohrerkrankungen, Schwindel
- Herzklopfen
- Hitzewallungen
- Atemnot, Nasenbluten
- Verstopfung, Blähungen, Verdauungsstörungen, Gastritis, Schluckbeschwerden, aufgetriebener Bauch, Mundtrockenheit, Aufstoßen, Mundgeschwür, übermäßiger Speichelfluss
- Hepatitis
- Hautrötung, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselausschlag, Hautentzündung, Hauttrockenheit, übermäßiges Schwitzen
- Gelenksentzündung, Muskel-, Rücken- und Nackenschmerzen
- schmerzhaftes Harnlassen, Nierenschmerzen
- Gebärmutterblutungen außerhalb des Zyklus, Hodenerkrankung
- Wasseransammlung im Gewebe (Ödeme im Gesicht oder peripher), Schwäche, Unwohlsein, Erschöpfung, Gesichtsschwellung, Schmerzen im Brustkorb, Fieber, Schmerzen
- Veränderungen von Leber- und Nierenfunktionstests sowie der Blutwerte (Anstieg von Chlorid, Glykose, Thrombozyten und Bicarbonatspiegel im Blut, Abnahme von Hämatokrit, abnormer Kalium- und Natriumspiegel)
- Komplikationen nach Eingriffen
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (akute, schwere, mit Pusteln einhergehende, generelle Hautreaktion)
- Hautausschlag mit allgemeinen körperlichen Symptomen und Blutbildveränderungen (DRESS, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen)
- Erregtheit
- Leberfunktionsstörung, Gelbsucht
- Lichtempfindlichkeit (vor allem gegen Sonnen-, UV-Strahlen)
Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- antibiotikabedingte Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Colitis)
- Abnahme der Blutplättchen, Blutarmut (hämolytische Anämie)
- Überempfindlichkeitsreaktion mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und Atemnot (anaphylaktische Reaktion)
- aggressives Verhalten, Angstgefühle, Bewusstseinsstörung (Delirium), Sinnestäuschung
- Bewusstseinsverlust, Krämpfe, verminderte Berührungs- bzw. Schmerzempfindung, vor allem im Bereich der Haut (Hypästhesie), Überaktivität, Geruchsstörungen, Geruchsverlust, Geschmacksverlust, Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
- Hörstörungen einschließlich Hörverlust und/oder Ohrgeräusche (Tinnitus)
- unregelmäßige Herztätigkeit, die lebensbedrohlich sein kann (Torsade de pointes; Arrhythmie); Veränderungen im EKG
- niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Zungenverfärbung
- Leberversagen (in seltenen Fällen mit tödlichem Ausgang), akute Leberentzündung, Leberzerstörung
- schwere Hautreaktionen teilweise mit Schleimhautbeteiligung und Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme)
- Gelenkschmerzen
- akutes Nierenversagen, Nierenentzündung
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Azithromycin +pharma aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen
Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des
angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Azithromycin +pharma enthält
Der Wirkstoff ist Azithromycindihydrat.
Jede Filmtablette enthält 500 mg Azithromycin als Azithromycindihydrat.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern: Calciumhydrogenphosphat (wasserfrei), vorverkleisterte Stärke, Crospovidon,
Magnesiumstearat, Natriumlaurylsulfat
Tablettenfilm: Hydroxypropylmethylcellulose, Titandioxid (E171), Triacetin, Lactose (3 mg)
Wie Azithromycin +pharma aussieht und Inhalt der Packung
Die kapselförmige Filmtablette ist weiß und hat eine einseitig aufgeprägte Querlinie.
Die Querlinie dient nicht zum Teilen der Filmtablette.
Azithromycin +pharma ist in Blisterpackungen zu 3 Stück abgepackt.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer:
+pharma arzneimittel gmbh
A-8054 Graz
E-Mail: pluspharma@pluspharma.at
Hersteller:
Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., 8054 Graz, Österreich
Bluepharma Industria Farmaceutica S.A., 3040-086 Coimbra, Portugal
Z.Nr.: 1-28408
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2025.
Fachinformation
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Azithromycin +pharma 500 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Filmtablette enthält 500 mg Azithromycin als Azithromycindihydrat.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 3 mg Lactose-Monohydrat
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Weiße, kapselförmige Filmtablette mit einseitig aufgeprägter Querlinie.
Die Querlinie dient nicht zum Teilen der Filmtablette.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Azithromycin +pharma ist angezeigt zur Behandlung von folgenden durch Azithromycin-empfindliche Mikroorganismen verursachten Infektionen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1):
Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis, Otitis (Penicillin ist üblicherweise das Arzneimittel der Wahl zur Behandlung einer Streptokokkus-pyogenes-Pharyngitis und schließt eine Prophylaxe des rheumatischen Fiebers mit ein. Azithromycin ist im Allgemeinen gegen Streptokokken im Oropharynx wirksam, jedoch sind derzeit keine Untersuchungsresultate vorhanden, welche die Wirksamkeit von Azithromycin bei der Verhütung des rheumatischen Fiebers belegen.)
Infektionen der Atemwege Bronchitis und Pneumonie, wenn eine orale Therapie aufgrund des klinischen Verlaufs angezeigt ist.
Infektionen der Haut bzw. Weichteile
Infektionen des Genitaltraktes
Verursacht durch Chlamydien oder Gonokokken (nicht multiresistente Stämme), wobei eine
gleichzeitige Lues auszuschließen ist.
Die offiziellen Richtlinien für den sachgemäßen Gebrauch von Antibiotika sind zu berücksichtigen.
Azithromycin +pharma 500 mg Filmtabletten werden angewendet bei Erwachsenen bzw. Kindern und Jugendlichen über 45 kg.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die empfohlene Tagesdosis ist einmal täglich unzerkaut mit oder ohne Nahrung als Einzeldosis
einzunehmen.
Anwendung bei Erwachsenen
Alle Indikationen, mit Ausnahme von Infektionen des Genitaltraktes
3 Tage lang, 500 mg 1-mal täglich.
Infektionen des Genitaltraktes
Infektionen des Genitaltraktes bei Erwachsenen verursacht durch Chlamydien: 1 g Azithromycin
(= 2 Filmtabletten) als Einmaldosis.
Kombinationstherapie mit Ceftriaxon Infektionen des Genitaltraktes bei Erwachsenen, verursacht durch Gonokokken (sofern empfindlich): 1 g oder 2 g Azithromycin kombiniert mit Ceftriaxon in Übereinstimmung mit den lokalen Therapieleitlinien. Bei Patienten mit einer Penicillin- oder Cephalosporinallergie sind die lokalen Therapieleitlinien zu berücksichtigen.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche über 45 kg Körpergewicht erhalten die Erwachsenendosis.
Mit dieser Azithromycin-Darreichungsform sind Dosierungen für Kinder unter 45 kg Körpergewicht nicht möglich. ist die Gabe von Azithromycin für Kinder mit einem Körpergewicht unter 45 kg erforderlich, ist daher die Verwendung einer Arzneispezialität angezeigt, die eine angepasste Dosierung ermöglicht.
Spezielle Dosierungshinweise
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Bei Patienten mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von 10–80 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einer GFR von < 10 ml/min (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion kann mit Vorsicht die gleiche Dosierung wie bei Patienten mit normaler Leberfunktion angewendet werden. Da Azithromycin primär über die Leber ausgeschieden wird, ist die Anwendung bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion nicht zu empfehlen (siehe Abschnitt 4.4).
Anwendung bei älteren Patienten Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Da ältere Patienten möglicherweise an proarrhythmischen Störungen leiden, ist wegen des Risikos für die Entwicklung von kardialen Arrhythmien und Torsade de pointes besondere Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4).
Dauer der Anwendung
Im Allgemeinen beträgt die Dauer der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wie bei
Erwachsenen 3 Tage.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile des Arzneimittels, sowie gegen Erythromycin, Makrolid- und Ketolid-Antibiotika
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Überempfindlichkeit Wie bei Erythromycin und anderen Makrolidantibiotika wurden in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen, einschließlich Angioödem und Anaphylaxie (in seltenen Fällen letal), sowie Hautreaktionen, einschließlich akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN; in vereinzelten Fällen letal) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet. In einigen Fällen traten die Symptome dieser Reaktionen bei Azithromycin wiederholt auf und erforderten eine längerfristige Überwachung bzw. Behandlung.
Wenn eine allergische Reaktion auftritt, ist das Arzneimittel abzusetzen und eine angemessene Behandlung einzuleiten. Ärzte sollen sich dessen bewusst sein, dass es zu einem Wiederauftreten der allergischen Symptome kommen kann, wenn die symptomatische Behandlung beendet wird.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit für die Prophylaxe oder die Behandlung von Mycobacterium Avium Complex in Kindern wurde nicht nachgewiesen.
Hepatotoxizität Da Azithromycin primär über die Leber metabolisiert und ausgeschieden wird, ist bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion Vorsicht geboten.
Es wurde über eine Beeinträchtigung der Leberfunktion, Hepatitis, cholestatische Gelbsucht,
hepatische Nekrose und Leberversagen, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang, berichtet (siehe
Abschnitt 4.8). Einige Patienten hatten möglicherweise eine vorbestehende Lebererkrankung oder
nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel ein.
Wenn Symptome einer Leberfunktionsstörung, wie rasch fortschreitende Schwäche mit Gelbsucht, Dunkelfärbung des Harns, Blutungsneigung oder hepatische Enzephalopathie auftreten, sind unverzüglich Leberfunktionstests/-untersuchungen durchzuführen. Die Behandlung mit Azithromycin ist beim Auftreten einer Leberfunktionsstörung abzusetzen.
Infantile hypertrophe Pylorusstenose (IHPS) Nach Verabreichung von Azithromycin an Neugeborene (Behandlung bis 42 Tage nach der Geburt) wurde über Fälle von infantiler hypertropher Pylorusstenose (IHPS) berichtet.
Eltern und Betreuungspersonen müssen angewiesen werden, den Arzt zu informieren, falls Erbrechen oder Irritationen beim Füttern auftreten.
Ergot-Derivate
Wenn Patienten gleichzeitig Ergotamin oder Ergot-Derivate und bestimmte Makrolidantibiotika
einnehmen, kann es zu Ergotismus kommen. Untersuchungen über eine mögliche Interaktion
zwischen Ergot-Derivaten und Azithromycin fehlen. Wegen der theoretischen Möglichkeit eines
Ergotismus soll Azithromycin jedoch nicht zusammen mit Ergot-Derivaten verabreicht werden.
Resistenz
Wie bei jeder antibiotischen Behandlung ist eine Überwachung der Patienten hinsichtlich der
Symptome einer Superinfektion mit resistenten Keimen und/oder Pilzen zu empfehlen. Bei
Resistenzentwicklung oder Keimselektion ist das Antibiotikum zu wechseln.
Auf eine bestehende Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Stämmen und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken ist zu achten. Außerdem existieren Kreuzresistenzen zu Lincosamiden (einschließlich Clindamycin) und zu Gruppe-B-Streptograminen (wie zum Beispiel die Quinupristin-Komponente von Quinupristin/Dalfopristin).
Clostridium difficile-assoziierte Durchfälle Über Clostridium difficile-assoziierte Durchfälle (CDAD) wird bei nahezu jeder Antibiotikatherapie, einschließlich Azithromycin, berichtet und der Schweregrad kann von einer leichten Diarrhoe bis zu einer lebensbedrohlichen Colitis reichen. Eine Antibiotikabehandlung verändert die normale Darmflora und kann zu einer Überwucherung von C. difficile führen.
C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung einer CDAD beitragen. Hypertoxin-produzierende Stämme von C. difficile führen zu einer erhöhten Morbidität und Mortalität, da solche Infektionen möglicherweise nicht auf eine Antibiotikatherapie ansprechen und eine Kolektomie erfordern können. CDAD muss bei allen Patienten in Betracht gezogen werden, die nach einer Antibiotikatherapie an Durchfall leiden. Eine sorgfältige Anamnese ist erforderlich, da über das Auftreten von CDAD bis zu 2 Monate nach der Verabreichung von Antibiotika berichtet wurde.
Bei schweren und anhaltenden Durchfällen ist das Präparat sofort abzusetzen und eine geeignete Therapie (z.B. mit Vancomycin oral) einzuleiten. Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.
Nierenfunktionsstörung Bei Patienten mit einer GFR von < 10 ml/min erhöhte sich die systemische Azithromycin-Exposition um 33 %; daher ist in diesen Fällen bei der Verordnung von Azithromycin Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 5.2).
Verlängerung des QT-Intervalls
Eine Verlängerung der kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls geht mit einem Risiko für
Herzrhythmusstörungen und Torsade de Pointes einher und wurde unter der Behandlung mit
Makroliden, einschließlich Azithromycin, beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Die unten angeführten Umstände führen möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Arrhythmien einschließlich Torsade de pointes, die tödlich verlaufen könnten. Daher ist Azithromycin nur mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit vorbestehenden proarrhythmischen Störungen (insbesondere bei Frauen und älteren Patienten) anzuwenden. Dies sind beispielsweise Patienten
- mit kongenitaler oder nachgewiesener QT-Verlängerung,
- unter einer Behandlung mit anderen Wirkstoffen, die eine QT-verlängernde Wirkung haben, wie Antiarrhythmika der Klassen IA (Chinidin und Procainamid) und III (Dofetilid, Amiodaron und Solatol), Cisaprid und Terfenadin, Antipsychotika wie Pimozid, Antidepressiva wie Citalopram und Fluorchinolonen wie Moxifloxacin und Levofloxacin,
- mit Elektrolytstörungen, insbesondere bei Hypokaliämie und Hypomagnesiämie,
- mit klinisch relevanter Bradykardie, Herzarrhythmien oder schwerer Herzinsuffizienz.
- Ältere Patienten: Ältere Patienten sind möglicherweise empfindlicher gegenüber Arzneimittelassoziierten Effekten auf das QT-Intervall.
Myasthenie Über eine Verschlechterung der Symptome einer Myasthenia gravis und das erstmalige Auftreten eines Myasthenie-Syndroms wurden bei Patienten unter einer Azithromycin-Therapie berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Untersuchungen
Besteht bei Behandlung einer venerischen Erkrankung gleichzeitig ein Verdacht auf Lues, sind
geeignete diagnostische Maßnahmen (inkl. Dunkelfelduntersuchungen) zu ergreifen. Monatliche
serologische Untersuchungen sind über mindestens 4 Monate durchzuführen.
Sonstige Bestandteile
Azithromycin +pharma 500 mg Filmtabletten enthalten Lactose.
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Antacida Eine Untersuchung zur Wirkung eines gleichzeitig verabreichten Antacidums auf die Pharmakokinetik von Azithromycin ergab keine Veränderung der Gesamtbioverfügbarkeit, obwohl die Serumspitzenkonzentrationen von Azithromycin um etwa 24 % reduziert waren. Antacida und Azithromycin sind nicht zur gleichen Zeit anzuwenden (2–3 Stunden Zeitabstand).
Cetirizin Bei gesunden Versuchspersonen ergab eine 5-tägige Behandlung mit Azithromycin in Kombination mit 20 mg Cetirizin im Steady-State weder pharmakokinetische Interaktionen noch signifikante Änderungen des QT-Intervalls.
Didanosin (Didesoxyinosin) Im Vergleich zu Placebo hatte die gleichzeitige Anwendung von 1 200 mg Azithromycin täglich und 400 mg Didanosin täglich bei 6 HIV-positiven Patienten keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Didanosin im Steady-State.
Digoxin und Colchicin (P-Glykoprotein-Substrate) Bei gleichzeitiger Behandlung mit Makrolidantibiotika, einschließlich Azithromycin, und P-Glykoprotein-Substraten wie Digoxin und Colchicin wurde über erhöhte Serumspiegel des P-Glykoproteinsubstrats berichtet. Wenn Azithromycin und P-Glykoprotein-Substrate wie Digoxin gleichzeitig verabreicht werden, ist die Möglichkeit einer erhöhten Serumkonzentrationen des Substrats zu berücksichtigen. Es ist notwendig, während und nach Absetzen der Behandlung mit Azithromycin klinische Kontrollen durchzuführen und möglicherweise Serum-Digoxin-Spiegel zu erheben.
Ergot-Derivate Theoretisch besteht die Möglichkeit einer Interaktion zwischen Azithromycin und Ergot-Derivaten (siehe Abschnitt 4.4).
Zidovudin Die Plasma-Pharmakokinetik und Exkretion über den Urin von Zidovudin bzw. seinem glukuronierten Metaboliten wurden durch Azithromycin in Einzeldosen von 1 000 mg und Mehrfachdosen von 1 200 mg und 600 mg Azithromycin kaum beeinflusst. Die Gabe von Azithromycin erhöhte aber die Konzentration von phosphoryliertem Zidovudin (dem klinisch aktiven Metaboliten) in peripheren mononuklearen Blutzellen. Die klinische Bedeutung dieses Ergebnisses ist unklar; es könnte aber für den Patienten von Nutzen sein.
Interaktionen im Zusammenhang mit Cytochrom P-450 Azithromycin hat keinen signifikanten Einfluss auf das hepatische Cytochrom P-450-System. Daher werden pharmakokinetische Interaktionen wie sie bei Erythromycin und anderen Makroliden beobachtet wurden, für Azithromycin nicht erwartet.
Azithromycin führt zu keiner Induktion oder Inaktivierung des hepatischen Cytochrom P-450-Systems über den Cytochrom-Metabolitenkomplex.
Es wurden pharmakokinetische Studien mit Azithromycin und den folgenden Wirkstoffen, die
bekanntlich vorwiegend über das Cytochrom P-450 metabolisiert werden, durchgeführt.
Atorvastatin Die gleichzeitige Verabreichung von Atorvastatin (10 mg täglich) und Azithromycin (500 mg täglich) hatte keinen Einfluss auf die Plasmakonzentrationen von Atorvastatin (basierend auf einer Analyse der HMG-CoA-Reduktasehemmung). Allerdings wurde bei Patienten, die Azithromycin zusammen mit Statinen erhielten, nach der Markteinführung über Fälle von Rhabdomyolyse berichtet.
Carbamazepin In einer pharmakokinetischen Interaktionsstudie an gesunden Versuchspersonen wurden die Serumspiegel von Carbamazepin und seinem aktiven Metaboliten bei gleichzeitiger Anwendung von Azithromycin nicht signifikant beeinflusst.
Cimetidin In einer pharmakokinetischen Studie, in der die Wirkungen einer Einzeldosis Cimetidin (eingenommen zwei Stunden vor Azithromycin) auf die Pharmakokinetik von Azithromycin untersucht wurden, konnten keine Veränderungen der Pharmakokinetik von Azithromycin festgestellt werden.
Orale Cumarin-Antikoagulanzien In einer pharmakokinetischen Interaktionsstudie ergab sich bei gesunden Probanden kein Hinweis auf eine Beeinflussung der gerinnungshemmenden Wirkung einer einmaligen 15-mg-Dosis von Warfarin durch Azithromycin.
Es liegen aber seit der Markteinführung Berichte über verstärkte Antikoagulation nach der
gleichzeitigen Anwendung von Azithromycin und oralen Cumarin-Antikoagulanzien vor.
Obwohl ein Kausalzusammenhang nicht nachgewiesen wurde, ist die Prothrombinzeit bei Patienten unter einer Behandlung mit Cumarin-Antikoagulanzien verstärkt zu kontrollieren, wenn gleichzeitig Azithromycin verabreicht wird.
Ciclosporin In einer pharmakokinetischen Studie mit gesunden Versuchspersonen, die 500 mg orales Azithromycin täglich über 3 Tage erhielten und denen anschließend eine orale Einzeldosis von 10 mg/kg Körpergewicht Ciclosporin verabreicht wurde, waren die Cmax und AUC0-5 von Ciclosporin signifikant erhöht. Daher ist bei gleichzeitiger Verabreichung dieser Arzneimittel Vorsicht geboten. Falls die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel indiziert ist, sind die Ciclosporinspiegel zu kontrollieren und gegebenenfalls die Dosis anzupassen.
Efavirenz
Die gleichzeitige Anwendung einer Einzeldosis von 600 mg Azithromycin und 400 mg Efavirenz
täglich über 7 Tage führte zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen.
Fluconazol Die gleichzeitige Anwendung einer Einzeldosis von 1 200 mg Azithromycin hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik einer Einzeldosis von 800 mg Fluconazol. Die Gesamtexposition und die Halbwertszeit von Azithromycin blieben durch die gleichzeitige Gabe von Fluconazol unverändert; es wurde jedoch eine klinisch nicht relevante Verringerung der Cmax (18 %) von Azithromycin festgestellt.
Indinavir Die gleichzeitige Anwendung einer Einzeldosis von 1 200 mg Azithromycin hatte keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Indinavir, 800 mg dreimal täglich für 5 Tage.
Methylprednisolon In einer pharmakokinetischen Interaktionsstudie mit gesunden Probanden hatte Azithromycin keinen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Methylprednisolon.
Midazolam
Bei gesunden Probanden hatte eine 3-tägige Behandlung mit Azithromycin 500 mg täglich keinen
klinisch signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik einer gleichzeitig
verabreichten Einzeldosis von 15 mg Midazolam.
Nelfinavir Nach gleichzeitiger Anwendung von Azithromycin (1 200 mg) und Nelfinavir im Steady-State (750 mg 3-mal täglich) kam es zu erhöhten Konzentrationen von Azithromycin. Es wurden jedoch keine klinisch signifikanten Nebenwirkungen beobachtet, sodass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist.
Rifabutin
Die gleichzeitige Anwendung von Azithromycin und Rifabutin hatte keinen Einfluss auf die
Serumkonzentrationen der beiden Substanzen.
Unter gleichzeitiger Behandlung mit Azithromycin und Rifabutin wurde Neutropenie beobachtet.
Neutropenie wurde mit der Anwendung von Rifabutin in Zusammenhang gebracht, ein kausaler
Zusammenhang mit der Kombinationsbehandlung konnte aber nicht nachgewiesen werden (siehe
Abschnitt 4.8).
Sildenafil Bei gesunden männlichen Probanden gab es keine Hinweise auf einen Einfluss von Azithromycin (500 mg täglich für 3 Tage) auf die AUC und die Cmax von Sildenafil und seinem Hauptmetaboliten.
Terfenadin
In pharmakokinetischen Studien ergaben sich keine Hinweise auf Interaktionen zwischen
Azithromycin und Terfenadin. Selten wurde über Fälle berichtet, bei denen die Möglichkeit einer
Wechselwirkung nicht ganz ausgeschlossen werden konnte, jedoch gab es dafür keinen Beweis.
Theophyllin Bei gesunden Probanden, die gleichzeitig Azithromycin und Theophyllin erhielten, ergaben sich keine Hinweise auf klinisch signifikante pharmakokinetische Interaktionen.
Triazolam Bei 14 gesunden Probanden hatte die gleichzeitige Verabreichung von Azithromycin 500 mg am 1. Tag bzw. 250 mg am 2. Tag und Triazolam 0,125 mg am 2. Tag im Vergleich zu Placebo und Triazolam keinen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Triazolam.
Trimethoprim/Sulfamethoxazol (Co-trimoxazol) Die gleichzeitige Anwendung von 1 200 mg Azithromycin am 7. Tag einer 7-tägigen Behandlung mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol (160 mg/800 mg) hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Maximalkonzentration, die Gesamtexposition und die Harnausscheidung von Trimethoprim und Sulfamethoxazol. Die Serumkonzentrationen von Azithromycin waren dabei ähnlich wie in anderen Untersuchungen.
Chloroquin Azithromycin ist mit Vorsicht bei Patienten anzuwenden, die Arzneimittel erhalten, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern und potentiell kardiale Arrhythmien induzieren können, wie z.B. Chloroquin.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Reproduktionsstudien an Tieren zeigten, dass Azithromycin in die Placenta übergeht, es wurden
jedoch keine teratogenen Effekte beobachtet.
Es existiert eine große Menge an Daten aus Beobachtungsstudien, die in mehreren Ländern zur Exposition gegenüber Azithromycin während der Schwangerschaft durchgeführt wurden und welche die Anwendung von Azithromycin mit keinem Antibiotika-Einsatz oder der Anwendung eines anderen Antibiotikums im gleichen Zeitraum vergleichen. Während die meisten Studien keinen Zusammenhang mit nachteiligen fetalen Effekten wie schweren angeborenen Fehlbildungen oder kardiovaskulären Fehlbildungen nahelegen, gibt es begrenzte epidemiologische Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten nach Azithromycin-Exposition in der Frühschwangerschaft.
Azithromycin soll während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies klinisch
erforderlich ist und der erwartete Nutzen der Behandlung die gering erhöhten Risiken, die
möglicherweise bestehen, überwiegt.
Stillzeit
Limitierte Daten aus der veröffentlichten Literatur zeigen, dass Azithromycin in der Muttermilch
vorhanden ist, wobei die geschätzte höchste Mediandosis 0,1 bis 0,7 mg/kg KG/Tag beträgt.
Schwerwiegende nachteilige Wirkungen von Azithromycin auf die gestillten Säuglinge wurden nicht beobachtet.
Unter Berücksichtigung der Vorteile des Stillens für das Kind und des Therapienutzens für die Mutter muss entschieden werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Azithromycin verzichtet werden soll.
Fertilität
In Fertilitätsstudien an Ratten war die Trächtigkeitsrate nach Verabreichung von Azithromycin
reduziert. Die Bedeutung dieses Befundes für den Menschen ist nicht bekannt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass Azithromycin einen direkten Effekt auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen von Patienten hat. Azithromycin kann aber wegen der möglichen Nebenwirkungen die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.
Deshalb ist bei Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.
4.8 Nebenwirkungen
Die aufgelisteten Nebenwirkungen wurden aufgrund von klinischen Studien und Erfahrungen nach der Markteinführung ermittelt und sind in der Tabelle nach Systemorganklassen und Häufigkeit gelistet.
Zur Klassifizierung der Häufigkeit werden die folgenden Kategorien angewendet:
Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000) und sehr selten (< 1/10 000), und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad
geordnet.
Bei folgenden Nebenwirkungen aus klinischen Studien und Erfahrungen nach der Markteinführung besteht möglicherweise oder wahrscheinlich ein Zusammenhang mit Azithromycin:
| Systemorganklasse Häufigkeit Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Nebenwirkung |
| Gelegentlich | Candidamykosen, Vaginitis, vaginale Infektion, Pneumonie, Pilzinfektionen, bakterielle Infektionen, Pharyngitis, Gastroenteritis, Atemwegserkrankungen, Rhinitis, Mundsoor |
| Nicht bekannt Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | pseudomembranöse Colitis (siehe Abschnitt 4.4) |
| Gelegentlich | Leukopenie, Neutropenie, Eosinophilie |
| Nicht bekannt Erkrankungen des Immunsystems | Thrombozytopenie, hämolytische Anämie |
| Gelegentlich | Angioödem, Überempfindlichkeit |
| Nicht bekannt Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | anaphylaktische Reaktion (siehe Abschnitt 4.4) |
| Gelegentlich Psychiatrische Erkrankungen | Anorexie |
| Gelegentlich | Nervosität, Insomnie |
| Selten | Agitation |
| Nicht bekannt Erkrankungen des Nervensystems | aggressives Verhalten, Angstgefühle, Delirium, Halluzinationen |
| Häufig | Kopfschmerzen |
| Systemorganklasse Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Gelegentlich | Benommenheit, Somnolenz, Geschmacksstörungen, Parästhesie |
| Nicht bekannt Augenerkrankungen | Synkopen, Konvulsionen, Hypästhesien, psychomotorische Hyperaktivität, Geruchsverlust, Geschmacksverlust, Geruchsstörungen, Myasthenia gravis (siehe Abschnitt 4.4) |
| Gelegentlich Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Sehstörungen |
| Gelegentlich | Ohrenerkrankung, Schwindel |
| Selten Herzerkrankungen | Hörstörungen einschließlich Hörverlust und/oder Tinnitus |
| Gelegentlich | Herzklopfen |
| Nicht bekannt Gefäßerkrankungen | Torsade de Pointes (siehe Abschnitt 4.4), Arrhythmien (siehe Abschnitt 4.4), einschließlich ventrikulärer Tachykardien, QT-Verlängerung im EKG (siehe Abschnitt 4.4) |
| Gelegentlich | Hitzewallungen |
| Nicht bekannt Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Hypotonie |
| Gelegentlich Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes | Dyspnoe, Epistaxis |
| Sehr häufig | Diarrhoe |
| Häufig | Erbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit |
| Gelegentlich | Obstipation, Flatulenz, Dyspepsie, Gastritis, Dysphagie, Blähbauch, Mundtrockenheit, Aufstoßen, Geschwüre im Mund, Speichelüberproduktion |
| Nicht bekannt Leber- und Gallenerkrankungen | Pankreatitis, Zungenverfärbung |
| Gelegentlich | Hepatitis |
| Selten | Leberfunktionsstörungen, cholestatischer Ikterus |
| Nicht bekannt Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Leberversagen (siehe Abschnitt 4.4) selten mit tödlichem Ausgang, fulminante Hepatitis, hepatische Nekrose |
| Gelegentlich | Hautrötung, Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria, Dermatitis, trockene Haut, Hyperhidrose |
| Selten | akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Photosensibilitätsreaktion, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) |
| Nicht bekannt Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Erythema multiforme |
| Gelegentlich | Osteoarthritis, Myalgie, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen |
| Nicht bekannt Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Arthralgie |
| Gelegentlich | Dysurie, Nierenschmerzen |
| Nicht bekannt Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | akutes Nierenversagen, interstitielle Nephritis |
| Gelegentlich Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Metrorrhagie, Erkrankungen der Hoden |
| Systemorganklasse Häufigkeit | Nebenwirkung |
| Gelegentlich Untersuchungen | Ödeme, Asthenie, Unwohlsein, Fatigue, Gesichtsödem, Brustschmerzen, Fieber, Schmerzen, periphere Ödeme |
| Häufig | Abnahme der Lymphozyten, Anstieg der Eosinophilen, Abnahme des Bicarbonatspiegels im Blut, Anstieg der Basophilen, Monozyten und Neutrophilen |
| Gelegentlich Verletzungen und Vergiftungen | Anstieg von Aspartat-Aminotransferase und Alanin-Aminotransferase, Anstieg von Bilirubin, Harnstoff und Kreatinin im Blut, abnormer Kaliumspiegel, Anstieg von alkalischer Phosphatase im Blut, Anstieg von Chlorid, Glucose, und Thrombozyten, Abnahme von Hämatokrit, Anstieg des Bicarbonatspiegels, abnorme Natriumwerte |
| Gelegentlich | Komplikationen nach Eingriffen |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at
4.9 Überdosierung
Das Nebenwirkungsprofil bei Einnahme höherer als der empfohlenen Dosierungen entsprach jenem, das bei normalen Dosierungen beobachtet wurde. Bei Überdosierungen sind allgemeine symptomatische und unterstützende Maßnahmen angezeigt.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibakterielle Wirkstoffe für die systemische Anwendung,
Makrolide, Lincosamide und Streptogramine
ATC-Code: J01FA10
Wirkmechanismus
Azithromycin ist ein halbsynthetisches Azalid-Derivat mit einem 15-gliedrigen Laktonring. Azalide zählen zur Gruppe der Makrolidantibiotika.
Azithromycin bindet an die 23S-rRNA der 50-S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms. Es blockiert die Proteinsynthese durch Hemmung des Transpeptidierungs-/Translokationsschritts der Proteinsynthese und durch Hemmung des Zusammenbaus der 50-S-Untereinheit des Ribosoms.
Hieraus resultiert eine hauptsächlich bakteriostatische Wirkung.
Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von dem Quotienten aus AUC (Area under the curve, Fläche unterhalb der Konzentrations-Zeit-Kurve) und der MHK (minimale Hemmkonzentration) des Erregers ab.
Resistenzmechanismen
Eine Resistenz gegenüber Azithromycin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:
- Efflux: Eine Resistenz kann durch Erhöhung der Anzahl von Effluxpumpen in der Zytoplasmamembran hervorgerufen werden, von der ausschließlich 14- und 15-gliedrige Makrolide betroffen sind (sog. M-Phänotyp).
- Veränderung der Zielstruktur: Durch Methylierung der 23S rRNS ist die Affinität zu den ribosomalen Bindungsstellen erniedrigt, wodurch es zur Resistenz gegenüber Makroliden (M), Lincosamiden (L) und Streptograminen der Gruppe B (SB) kommt (sog. mlSB-Phänotyp).
- Die enzymatische Inaktivierung von Makroliden ist nur von untergeordneter klinischer Bedeutung.
Beim M-Phänotyp liegt eine vollständige Kreuzresistenz von Azithromycin mit Clarithromycin, Erythromycin bzw. Roxithromycin vor. Beim mlSB-Phänotyp besteht zusätzlich Kreuzresistenz mit Clindamycin und Streptogramin B. Mit dem 16-gliedrigen Makrolid Spiramycin besteht eine partielle Kreuzresistenz.
Methodik zur Bestimmung der In-vitro-Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Azithromycin Der Empfindlichkeitstest ist unter Verwendung der Standardlabormethoden, wie etwa vom Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI) beschrieben, durchzuführen. Dazu gehören Dilutionsmethoden (MHK-Bestimmung) und Empfindlichkeitstests unter Verwendung von Platten. Sowohl das CLSI als auch das European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) liefern Interpretationskriterien für diese Methoden.
Basierend auf einer Reihe von Studien wird empfohlen, die In-vitro-Aktivität von Azithromycin in Umgebungsluft zu testen, um einen physiologischen pH des Nährmediums zu gewährleisten. Erhöhte CO2-Spannungen, wie sie oft für Streptokokken und Anaerobier und gelegentlich für andere Spezies verwendet werden, führen zu einer Senkung des pH des Nährmediums. Dies hat eine nachteiligere Auswirkung auf die feststellbare Wirksamkeit von Azithromycin als auf die anderer Makrolide.
Das European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) hat Empfindlichkeits-Breakpoints für Azithromycin basierend auf der MHK-Bestimmung festgelegt. Die Empfindlichkeitskriterien gemäß EUCAST sind in der folgenden Tabelle angeführt.
Empfindlichkeits-Breakpoints für Azithromycin gemäß EUCAST MHK (mg/l)
| Erreger Staphylococcus spp. | empfindlich | ≤ 2 | resistent > 2 |
| Streptococcus pneumoniae | ≤ | 0,25 | > 0,25 |
| ß-haemolytic streptococci (Gruppen A, B, C, G) Haemophilus influenzae | ≤ | 0,25 * | > 0,25 * |
| Moraxella catarrhalis Neisseria gonorrhoeae Campylobacter jejuni und C. coli | ≤ | 0,25 ** *** | > 0,25 ** *** |
- Die klinische Evidenz für die Wirksamkeit von Makroliden bei respiratorischen Infektionen durch H.
influenzae steht aufgrund der hohen Spontanheilungsraten in Widerspruch. Sollte es notwendig sein, ein Makrolid gegen diese Spezies zu testen, sollten die epidemiologischen Cut-Off-Werte (ECOFFs) herangezogen werden, um Stämme mit erworbener Resistenz zu detektieren. Die ECOFFs für die einzelnen Wirkstoffe sind: Azithromycin 4 mg/l, Clarithromycin 32 mg/l, Erythromycin 16 mg/l und Telithromycin 8 mg/l. Für Roxithromycin sind nicht ausreichend Daten verfügbar, um einen ECOFF zu ermitteln.
** Azithromycin wird stets in Kombination mit einem anderen Wirkstoff verwendet. Der ECOFF beträgt
1 mg/l, um für Testzwecke die erworbenen Resistenzmechanismen zu detektieren.
*** Die Empfindlichkeit auf Azithromycin und Clarithromycin kann aus Erythromycin geschlossen werden (Erythromycin-Empfindlichkeit: C. jejuni ≤ 4 mg/l; C. coli ≤ 8 mg/l).
EUCAST = European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing MHK = Minimale Hemmkonzentration Quelle: EUCAST Web site; EUCAST Clinical Breakpoint Table v. 13.0 Prävalenz der erworbenen Resistenz Die Häufigkeit einer Resistenz kann für bestimmte Spezies geografisch und zeitlich variieren. Deshalb sind lokale Informationen zur Resistenzlage wünschenswert, insbesondere bei der Behandlung von schwerwiegenden Infektionen. Gegebenenfalls ist ein Experte zu Rate zu ziehen, wenn eine lokale Resistenz so häufig auftritt, dass die Sinnhaftigkeit einer Anwendung von Azithromycin bei einigen Arten von Infektionen zumindest fraglich erscheint.
Azithromycin zeigt eine Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Isolaten. Wie bereits erwähnt, verursachen einige ribosomale Modifikationen eine Kreuzresistenz gegenüber anderen Klassen von Antibiotika, deren ribosomale Bindungsstellen sich mit denen der Makrolide überschneiden:
Es existieren Kreuzresistenzen zu Lincosamiden (einschließlich Clindamycin) und zu Gruppe-B-
Streptograminen (wie zum Beispiel die Quinupristin-Komponente von Quinupristin/Dalfopristin).
Eine Reduktion der Makrolidempfindlichkeit hat sich im Laufe der Zeit vor allem bei Streptococcus pneumoniae und Staphylococcus aureus gezeigt und wurde auch bei Viridansstreptokokken und Streptococcus agalactiae beobachtet.
Erreger, die sich üblicherweise als empfindlich gegenüber Azithromycin erweisen und Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: April 2022):
Üblicherweise empfindliche Spezies Aerobe grampositive Mikroorganismen
Mycobacterium avium°
Streptococcus pyogenes
Aerobe gramnegative Mikroorganismen
Legionella pneumophila°
Moraxella catarrhalis
Neisseria gonorrhoeae
Andere Mikroorganismen
Chlamydia trachomatis°
Chlamydophila pneumoniae°
Mycoplasma pneumoniae°
Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können Aerobe grampositive Mikroorganismen
Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel)
Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)+
Staphylococcus epidermidis
Staphylococcus haemolyticus
Staphylococcus hominis
Streptococcus agalactiae
Streptococcus pneumoniaeΩ
Von Natur aus resistente Spezies Aerobe gramnegative Mikroorganismen
Escherichia coli
Klebsiella spp.
Pseudomonas aeruginosa
° Bei Veröffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur,
Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.
+ In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei über 50%.
Ω Bei Isolaten invasiver Erkrankungen liegt die Resistenzrate unter < 10%.
Kardiale Elektrophysiologie Die Verlängerung des QTc-Intervalls wurde in einer randomisierten, placebokontrollierten Parallelstudie an 116 gesunden Personen untersucht, die entweder Chloroquin (1 000 mg) allein oder in Kombination mit Azithromycin (500 mg, 1 000 mg und 1 500 mg einmal täglich) erhielten. Die gleichzeitige Anwendung von Azithromycin führte zu einer dosis- und konzentrationsabhängigen Verlängerung des QTc-Intervalls. Im Vergleich zu Chloroquin allein betrug die maximale mittlere Verlängerung des QTcF (Obergrenze des 95 % Konfidenzintervalls) bei gleichzeitiger Verabreichung von 500 mg bzw. 1 000 mg bzw. 1 500 mg Azithromycin 5 (10) ms bzw. 7 (12) ms bzw. 9 (14) ms.
Kinder und Jugendliche
Nach der Bewertung der bei Kindern durchgeführten Studien, wird die Anwendung von Azithromycin zur Behandlung von Malaria nicht empfohlen, weder als Monotherapie noch in Kombination mit auf Chloroquin oder Artemisinin basierenden Arzneimitteln. Es konnte nicht gezeigt werden, dass Azithromycin den zur Behandlung von unkomplizierter Malaria empfohlenen Malariamedikamenten, nicht unterlegen ist.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Azithromycin wird nach oraler Gabe rasch resorbiert. Maximale Blutspiegel werden nach 2–3 Stunden erreicht.
Verteilung
Die Verteilung im Körper ist sehr gut, wobei im Gewebe bis zu 50fach höhere Konzentrationen als im Plasma erreicht werden. Sehr hohe Antibiotika-Konzentrationen werden in der Galle erreicht. Dieses für Antibiotika allgemein ungewöhnliche Verteilungsverhalten beruht auf einer sehr hohen Anreicherung von Azithromycin in Lysosomen. In Untersuchungen an Tieren konnte gezeigt werden, dass Phagozyten Azithromycin in großen Mengen aufnehmen, sodass am Ort der Infektion besonders hohe Antibiotikakonzentrationen erreicht werden.
Die Serumproteinbindung von Azithromycin ist konzentrationsabhängig mit Werten von 12 % bei 0,5 μg/ml und 52 % bei 0,05 μg Azithromycin/ml Serum. Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady-State (Vss) wurde mit 31,1 l/kg errechnet.
Biotransformation und Elimination Azithromycin wird stark metabolisiert, ohne dabei Zwischenprodukte mit wesentlicher antimikrobieller Aktivität zu bilden. Nur etwa 12 % einer i.v. verabreichten Dosis werden unverändert über die Niere ausgeschieden, der größte Teil während der ersten 24 Stunden. Nach oraler Gabe wird Azithromycin hauptsächlich unverändert über die Galle ausgeschieden. Die Halbwertzeit der Ausscheidung beträgt 2–4 Tage.
Nicht-Linearität Studiendaten lassen eine nicht-lineare Pharmakokinetik von Azithromycin im therapeutischen Bereich vermuten.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusämmenhänge Bei Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie, die eine tägliche 1-stündige intravenöse Infusion von 500 mg Azithromycin in einer Konzentration von 2 mg/ml über 2 bis 5 Tage erhielten, betrug die mittlere Cmax 3,63 ± 1,60 μg/ml, die AUC24 betrug 9,60 ± 4,80 μg × h/ml.
Bei Probanden, die eine 3-stündige intravenöse Infusion mit 500 mg Azithromycin in einer Konzentration von 1 mg/ml erhielten, betrugen die mittleren Cmax und AUC24-Werte 1,14 ± 0,14 μg/ml bzw. 8,03 ± 0,86 μg × h/ml.
Pharmakokinetik in besonderen klinischen Situationen
Ältere Patienten
Pharmakokinetische Untersuchungen an älteren Personen (> 65 Jahre) zeigen, dass die AUC-Werte um durchschnittlich 29 %, die Tmax-Werte um durchschnittlich 37,5 % höher liegen als bei jüngeren Personen (< 40 Jahre). Da diese Unterschiede klinisch bedeutungslos sind, ist eine Dosisanpassung nicht nötig.
Kinder und Jugendliche
Pharmakokinetische Untersuchungen an Kindern (6–15 Jahre) zeigen, dass die AUC-Werte (0–24 h) lediglich 13 % höher liegen als bei Erwachsenen (22–39 Jahre). Der durchschnittliche Tmax-Wert unterschied sich in den zwei untersuchten Gruppen um weniger als 1 Stunde. Diese geringfügigen pharmakokinetischen Unterschiede sind wahrscheinlich eine Folge der unterschiedlichen Formulierungen (Erwachsene: Kapseln, Kinder: Saft).
Leberinsuffizienz
Bei einer leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörung unterschied sich die Serum-
Pharmakokinetik von Azithromycin nach einer Einzeldosis nicht wesentlich von derjenigen bei
normaler Leberfunktion. Untersuchungen nach Mehrfachanwendung fehlen. Es scheint, dass bei
diesen Patienten die renale Azithromycin-Ausscheidung gesteigert ist, möglicherweise um die
verminderte hepatische Ausscheidung zu kompensieren. Da die Leber jedoch den wichtigsten
Ausscheidungsweg für Azithromycin darstellt, ist Azithromycin bei Patienten mit schweren
Leberfunktionsstörungen nicht zu empfehlen.
Niereninsuffizienz
Die Verabreichung einer Einzeldosis von 1 g unretardiertem Azithromycin hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik bei Patienten mit einer GFR von 10–80 ml/min. Statistisch signifikante Unterschiede von AUC0-120 (8,8 μg × h/ml vs. 11,7 μg × h/ml), Cmax (1,0 μg × h/ml vs. 1,6 μg × h/ml) und CLCr (2,3 ml/min/kg vs. 0,2 ml/min/kg) wurden zwischen den Gruppen mit einer GFR von < 10 ml/min und einer GFR > 80 ml/min festgestellt.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Phospholipidose (intrazelluläre Phospholipidansammlung) wurde nach der Verabreichung von Mehrfachdosen von Azithromycin in verschiedenen Geweben (z.B. Auge, Spinalganglien, Leber, Gallenblase, Niere, Milz und/oder Pankreas) bei Mäusen, Ratten und Hunden festgestellt. In ähnlichem Ausmaß wurde Phospholipidose im Gewebe von neugeborenen Ratten und Hunden beobachtet. Nach Absetzen der Azithromycin-Therapie war die Wirkung reversibel. Die Bedeutung dieses Befundes für Tiere und Menschen ist nicht bekannt.
Elektrophysiologische Untersuchungen zeigten, dass Azithromycin das QT-Intervall verlängert.
In-vivo- und In-vitro-Untersuchungen zum Nachweis von Gen- und Chromosomenmutationen ergaben keine Hinweise auf ein mutagenes Potenzial.
Kanzerogenitätsstudien mit Azithromycin wurden nicht durchgeführt, da nur eine kurzzeitige
Anwendung vorgesehen ist und keine Hinweise auf mutagene oder kanzerogene Eigenschaften
vorliegen.
In Tierexperimenten bezüglich einer Embyrotoxizität wurden bei Mäusen und Ratten keine teratogenen Effekte beobachtet. Bei Ratten verursachten Dosen von 100 und 200 mg/kg KG/Tag leichte Verzögerungen der mütterlichen Körpergewichtszunahme und der fetalen Ossifikation. In der Peri- und Postnatalstudie ergaben sich bei Ratten leichte Retardierungen ab 50 mg/kg KG/Tag (Verzögerungen der physischen Entwicklung und des Reflexverhaltens).
In Neonatalstudien zeigten Ratten und Hunde keine höhere Empfindlichkeit gegenüber Azithromycin als erwachsene Tiere der jeweiligen Spezies.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Tablettenkern
Calciumhydrogenphosphat (wasserfrei)
vorverkleisterte Stärke
Crospovidon
Magnesiumstearat
Natriumlaurylsulfat
Tablettenfilm
Hydroxypropylmethylcellulose
Titandioxid (E171)
Triacetin
Lactose
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
4 Jahre.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Es sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Blisterpackung (PVC/Aluminium-Blister) zu 3 Stück.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
+pharma arzneimittel gmbh
A-8054 Graz
E-Mail: pluspharma@pluspharma.at
8. ZULASSUNGSNUMMER
1-28408
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
23.07.2009/17.12.2014
10. STAND DER INFORMATION
Juni 2025
REZEPTPFLICHT/APOTHEKENPFLICHT
Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten.
Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags
Der Text dieser Seite gibt die amtliche Gebrauchs- beziehungsweise Fachinformation im Wortlaut wieder. Inhaltlich ist daran nichts verändert. Die Übernahme aus dem Original-PDF in die Darstellung dieser Seite erfolgte maschinell mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
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