Xofluza – Beipackzettel (Fach- und Gebrauchsinformation)
ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 20 mg Filmtabletten
Xofluza 40 mg Filmtabletten
Xofluza 80 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Xofluza 20 mg
Jede Tablette enthält 20 mg Baloxavir marboxil.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Jede Tablette enthält 77,9 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Xofluza 40 mg
Jede Tablette enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Jede Tablette enthält 155,8 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Xofluza 80 mg
Jede Tablette enthält 80 mg Baloxavir marboxil.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Jede Tablette enthält 311,6 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Xofluza 20 mg
Tablette
Weiße bis hellgelbe längliche Filmtabletten mit einer Länge von ca. 8,6 mm und der Prägung
„ 772“ auf einer Seite und „20“ auf der anderen Seite.
Xofluza 40 mg
Tablette
Weiße bis hellgelbe längliche Filmtabletten mit einer Länge von ca. 11,1 mm und der Prägung
„BXM 40“ auf einer Seite.
Xofluza 80 mg
Tablette
Weiße bis hellgelbe längliche Filmtabletten mit einer Länge von ca. 16,1 mm und der Prägung
„BXM 80“ auf einer Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung der Influenza
Xofluza wird bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter zur Behandlung einer unkomplizierten Influenza angewendet.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza
Xofluza wird zur Postexpositions-Prophylaxe einer Influenza bei Personen im Alter von 3 Wochen und älter angewendet.
Xofluza sollte in Übereinstimmung mit offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Behandlung der Influenza Eine Einmaldosis Baloxavir marboxil ist baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome einzunehmen.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza Eine Einmaldosis Baloxavir marboxil ist nach engem Kontakt mit einer Person mit bestätigter oder vermuteter Influenza baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden einzunehmen (siehe Abschnitt 5.1).
Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Kleinkinder (≥ 3 Wochen)
Die empfohlene orale Einzeldosis Baloxavir marboxil wird anhand des Körpergewichts bestimmt
(siehe Tabelle 1).
Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die keine Tabletten schlucken können oder Schwierigkeiten beim Schlucken haben, oder solche, die eine enterale Anwendung benötigen, können stattdessen mit Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen behandelt werden. Siehe Fachinformation von Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen.
Tabelle 1: Dosis von Baloxavir marboxil nach Körpergewicht des Patienten (≥ 3 Wochen)
| Körpergewicht des Patienten < 20 kg ≥ 20 kg bis < 80 kg ≥ 80 kg | Empfohlene orale Dosis Siehe Fachinformation von Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Einmaldosis von 40 mg als 1 x 40 mg Tabletten ODER 2 x 20 mg Tabletten eingenommen Einmaldosis von 80 mg als 1 x 80 mg Tabletten ODER |
| 2 x 40 mg Tabletten eingenommen |
Es liegen keine klinischen Daten zur wiederholten Anwendung von Baloxavir marboxil zur
Behandlung einer unkomplizierten Influenza oder zur Postexpositions-Prophylaxe innerhalb einer
Influenzasaison vor.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Leberfunktionsstörung Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation A oder B) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baloxavir marboxil sind bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation C) nicht erwiesen.
Nierenfunktionsstörung Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baloxavir marboxil bei Frühgeborenen und Kindern < 3 Wochen sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen. Die Tabletten sind mit Wasser einzunehmen.
Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2).
Xofluza darf nicht mit Produkten eingenommen werden, die polyvalente Kationen enthalten, dazu gehören Laxantien, Antazida oder orale Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium (siehe Abschnitt 4.5).
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Lactose-Intoleranz
Xofluza enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem
Lactase-Mangel oder einer Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht
anwenden.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkungen von anderen Arzneimitteln auf Baloxavir marboxil oder dessen aktiven Metaboliten
Baloxavir
Produkte, die polyvalente Kationen enthalten, können die Plasmakonzentrationen von Baloxavir verringern. Xofluza darf nicht mit Produkten eingenommen werden, die polyvalente Kationen enthalten, dazu gehören Laxantien, Antazida oder orale Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium.
Immunantwort gegen das Influenzavirus
Es wurden keine Wechselwirkungsstudien mit Influenzaimpfstoffen und Baloxavir marboxil
durchgeführt. In Studien mit natürlich erworbener Influenza beeinträchtigte Xofluza die humorale
Antikörperreaktion auf die Influenzainfektion nicht.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es gibt keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Baloxavir marboxil bei Schwangeren.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, die Anwendung von Xofluza während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Baloxavir marboxil oder Baloxavir beim Menschen in die Muttermilch
übertreten. Baloxavir marboxil und dessen Metabolite treten in die Milch von laktierenden Ratten
über.
Ein Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden.
Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung für die Mutter muss eine Entscheidung getroffen werden, entweder das Stillen abzubrechen oder auf die Behandlung mit Xofluza zu verzichten.
Fertilität
Tierstudien ergeben keinen Hinweis darauf, dass Baloxavir marboxil eine Wirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität hat (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Überempfindlichkeitsreaktionen wurden nach der Markteinführung beobachtet, darunter Berichte von Anaphylaxie/anaphylaktischen Reaktionen und weniger schweren Formen von Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Urtikaria und Angioödem. Von diesen Nebenwirkungen wurde nur Urtikaria in klinischen Studien mit einer geschätzten Häufigkeitskategorie von „gelegentlich“ beobachtet.
Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in der Zeit nach der Markteinführung unter Anwendung von Baloxavir marboxil identifiziert (Tabelle 2), basierend auf spontanen Fallberichten und auf Fällen aus nicht interventionellen Studien. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse und entsprechender Häufigkeitskategorie aufgeführt, wobei folgende Konvention verwendet wurde: Sehr
| häufig (≥ 1/10), häufig (≥ | 1/100, < | 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ | 1/10 000, |
| < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Die Nebenwirkungen werden für jede Häufigkeitsgruppe nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt. | |||
| Tabelle 2: Nebenwirkungen nach der Markteinführung bei Erwachsenen, Jugendlichen und | Kindern | ||
|---|---|---|---|
| Systemorganklasse (SOK) Erkrankungen des Immunsystems Gastrointestinale Erkrankungen Diarrhö Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) Anaphylaxie a Anaphylaktische Reaktion a Überempfindlichkeit a b Erbrechen b Ischämische Kolitis a Urtikaria b Angioödem a | Häufigkeit Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Häufig Häufig Nicht bekannt Gelegentlich Nicht bekannt |
a Nicht in klinischen Studien berichtet.
b Die Berechnung der Häufigkeit basiert auf abgeschlossenen klinischen Studien.
Kinder und Jugendliche
Die Daten zum Sicherheitsprofil von Baloxavir marboxil bei pädiatrischen Patienten (3 Wochen bis < 12 Jahre) stammen aus Behandlungs- und Postexpositionsprophylaxe-Studien und bei Patienten im Alter von 5 Jahren und älter aus der Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt. In Tabelle 3 sind Nebenwirkungen dargestellt, die in klinischen Studien identifiziert wurden.
Nach der Markteinführung wurde bei pädiatrischen Patienten über anaphylaktische Reaktionen, Anaphylaxie, Urtikaria und Angioödem (Schwellungen des Gesichts, der Augenlider und der Lippen) berichtet (siehe Tabelle 2).
Tabelle 3: Nebenwirkungen bei Kindern aus klinischen Studien
| Systemorganklasse (SOK) | Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Gastrointestinale | Diarrhö | Häufig |
| Erkrankungen | Erbrechen | Häufig |
| Erkrankungen der Haut und | Ausschlag | Häufig |
des Unterhautgewebes
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Über Überdosierungen mit Baloxavir marboxil wurde in klinischen Studien und nach der Markteinführung berichtet. Bei der Mehrzahl der Fälle wurden keine Nebenwirkungen berichtet. Die Daten reichen nicht aus, um festzustellen, welche Symptome als Folge einer Überdosierung zu erwarten sind.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Antidot für Xofluza. Im Falle einer Überdosierung sind standardmäßige
unterstützende Therapiemaßnahmen basierend auf den Anzeichen und Symptomen des Patienten
einzuleiten.
Aufgrund der hohen Serumproteinbindung ist es unwahrscheinlich, dass Baloxavir signifikant durch Dialyse entfernt wird.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Substanzen zur systemischen Anwendung, andere
antivirale Substanzen. ATC-Code: J05AX25.
Wirkmechanismus
Baloxavir marboxil ist ein Prodrug, das durch Hydrolyse in Baloxavir umgewandelt wird. Baloxavir ist die aktive Form mit Aktivität gegen Influenza. Baloxavir wirkt auf die CAP-abhängige Endonuklease (CEN), ein Influenzavirus-spezifisches Enzym in der sauren Polymeraseeinheit (PA) des viralen RNA-Polymerase-Komplexes. Dadurch wird die Transkription von Influenzavirus-Genomen gehemmt, was wiederum zu einer Hemmung der Influenzavirus-Replikation führt.
In-vitro-Aktivität Die Konzentration, bei der die Virusvermehrung (IC50) von Baloxavir zu 50 % gehemmt wird, betrug in einem Enzyminhibitionstest 1,4 bis 3,1 nmol/l für Influenza-A-Viren und 4,5 bis 8,9 nmol/l für Influenza-B-Viren.
In einem MDCK-Zellkulturtest betrug die mediane effektive Konzentration (EC50) von Baloxavir 0,73 nmol/l (n = 31; Bereich: 0,20 - 1,85 nmol/l) für Subtyp-A/H1N1-Stämme, 0,83 nmol/l (n = 33; Bereich: 0,35 - 2,63 nmol/l) für Subtyp-A/H3N2-Stämme und 5,97 nmol/l (n = 30; Bereich:
2,67 - 14,23 nmol/l) für Typ-B-Stämme.
In einem zellbasierten MDCK-Virustiter-Reduktionstest lagen die Werte für die 90 % effektive Konzentration (EC90) von Baloxavir im Bereich von 0,46 bis 0,98 nmol/l für Subtyp-A/H1N1- und - A/H3N2-Viren, 0,80 bis 3,16 nmol/l für aviäre Subtyp-A/H5N1- und -A/H7N9-Viren und 2,21 bis 6,48 nmol/l für Typ-B-Viren.
Resistenz Viren mit PA/I38T/F/M/N/S-Mutationen oder der PA/T20K-Mutation, die in vitro oder in klinischen Studien selektiert wurden, zeigen eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Baloxavir.
PA/I38T/F/M/N/S-Mutationen führten zu einer Erhöhung der EC50-Werte zwischen dem 11- bis
57-Fachen bei Influenza-A-Viren und dem 2- bis 8-Fachen bei Influenza-B-Viren. Die PA/T20K-
Mutation führte zu einer 7-fachen Erhöhung des EC50-Wertes für das Influenza-B-Virus.
In den vier Phase-III-Studien zur Behandlung von unkomplizierter Influenza und einer Phase-IIIb-Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt wurde in Isolaten vor Behandlungsbeginn keine Resistenz gegenüber Baloxavir marboxil festgestellt. In den beiden Studien mit Erwachsenen und Jugendlichen zur Behandlung mit Baloxavir marboxil wurden bei 36 von 370 (9,7 %) und bei 15 von 290 (5,2 %) der mit Baloxavir marboxil behandelten Patienten behandlungsbedingte Mutationen PA/I38T/M/N festgestellt, die bei keinem der mit Placebo behandelten Patienten festgestellt wurden.
In der Studie der Phase III mit pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis < 12 Jahren (Ministone-2 (CP40563)) wurden bei 11 von 57 (19,3 %) der mit Influenza-infizierten Patienten in der Behandlungsgruppe mit Baloxavir marboxil behandlungsbedingte Mutationen PA/I38T/M/S festgestellt.
In der Phase-III-Studie mit pädiatrischen Patienten im Alter von < 1 Jahr (Ministone-1 (CP40559)) wurden PA/I38T und PA/T20K bei 2 von 13 (15,4 %) mit Baloxavir marboxil behandelten Influenza-infizierten Studienteilnehmern festgestellt.
In der Studie der Phase III zur Postexpositions-Prophylaxe (Blockstone (1719T0834)) wurde bei 10 von 374 (2,7 %) der mit Baloxavir marboxil behandelten Studienteilnehmern PA/I38T/M festgestellt. Keine PA/I38-Substitutionen wurden bei mit Placebo behandelten Studienteilnehmern festgestellt, mit Ausnahme von zwei Studienteilnehmern, die Baloxavir marboxil als Rescue-Behandlung erhalten hatten.
In einer Phase-IIIb-Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt wurden behandlungsbedingte
Mutationen PA/I38M/N/T bei 15 von 208 Influenza-infizierten Indexpatienten (7,2 %) in der
Baloxavir marboxil-Gruppe festgestellt.
Baloxavir ist in vitro gegen Influenzaviren aktiv, die als resistent gegen Neuraminidase-Hemmer gelten. Dazu gehören Stämme mit den folgenden Mutationen: H274Y in A/H1N1, E119V und R292K in A/H3N2, R152K und D198E im Typ-B-Virus, H274Y in A/H5N1, R292K in A/H7N9.
Klinische Studien
Behandlung der unkomplizierten Influenza
Erwachsene und jugendliche Patienten
Bei Capstone 1 (1601T0831) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie der Phase III, die in Japan und den USA durchgeführt wurde. Ziel war die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil als Tablette im Vergleich zu Placebo und zu Oseltamivir bei gesunden erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von ≥ 12 Jahre bis ≤ 64 Jahre) mit unkomplizierter Influenza zu untersuchen. Die Patienten erhielten nach der Randomisierung entweder Baloxavir marboxil (Patienten mit einem Gewicht von 40 kg bis < 80 kg erhielten 40 mg und Patienten mit einem Gewicht von ≥ 80 kg erhielten 80 mg), Oseltamivir 75 mg
zweimal täglich über 5 Tage (nur, wenn sie 20 Jahre oder älter waren) oder Placebo. Die Anwendung erfolgte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome.
Insgesamt wurden 1 436 Patienten (davon waren 118 ≥ 12 Jahre bis ≤ 17 Jahre) in der Influenzasaison
2016 - 2017 in der nördlichen Hemisphäre eingeschlossen. Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3 (84,8 % bis 88,1 %), gefolgt von Subtyp B (8,3 % bis 9,0 %) und Subtyp A/H1N1pdm (0,5 % bis 3,0 %). Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zum Abklingen der Symptome (time to alleviation of symptoms, TTAS) (Husten, rauer Hals, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Fieber oder Schüttelfrost, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Ermüdung/Fatigue). Baloxavir marboxil führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der TTAS im Vergleich zu Placebo (Tabelle 4).
Tabelle 4: Capstone 1: Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Baloxavir marboxil vs. Placebo), ITTI-Population*
Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil 40/80 mg (95-%-KI) n = 455 | Placebo (95-%-KI) n = 230 | Unterschied zwischen Baloxavir marboxil und Placebo (95-%-Konfidenzintervall für die Differenz) | p-Wert |
|---|---|---|---|
| 53,7 (49,5; 58,5) | 80,2 (72,6; 87,1) | -26,5 (-35,8; -17,8) | < 0,0001 |
KI: Konfidenzintervall
- ITTI: Die Intention-to-treat infected-Population bestand aus Patienten, die das Studienmedikament aufgrund einer bestätigten Influenzadiagnose erhielten. Die Bestätigung der Influenza basierte auf den Ergebnissen von RT-PCR-Tests an Tag 1.
Beim Vergleich der Baloxavir marboxil-Gruppe mit der Oseltamivir-Gruppe gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der TTAS (53,5 Stunden vs. 53,8 Stunden).
Der Median (95-%-KI) TTAS betrug bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 0 bis ≤ 24 Stunden zurücklag, 49,3 (44,0; 53,1) bzw. 82,1 (69,5; 92,9) Stunden und bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 24 bis ≤ 48 Stunden zurücklag, 66,2 (54,4; 74,7) bzw. 79,4 (69,0; 91,1)
Stunden, jeweils für Baloxavir marboxil und Placebo.
Die mediane Zeit bis zum Abklingen des Fiebers bei mit Baloxavir marboxil behandelten Patienten betrug 24,5 Stunden (95-%-KI: 22,6; 26,6) im Vergleich zu 42,0 Stunden (95-%-KI: 37,4; 44,6) bei mit Placebo behandelten Patienten. Es wurde kein Unterschied in Bezug auf die Fieberdauer zwischen der Baloxavir marboxil-Gruppe und der Oseltamivir-Gruppe festgestellt.
Bei Capstone 2 (1602T0832) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie der Phase III. Die Studie hatte das Ziel, die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis von Baloxavir marboxil als Tablette im Vergleich zu Placebo und zu Oseltamivir bei erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von ≥ 12 Jahren) mit unkomplizierter Influenza zu
untersuchen. Die Studienteilnehmer hatten mindestens einen Wirtsfaktor, der sie für die Entwicklung von Komplikationen prädisponierte. Die Patienten wurden randomisiert entweder einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil (entsprechend ihres Gewichtes wie in Capstone 1), Oseltamivir 75 mg zweimal täglich über 5 Tage oder Placebo zugeteilt. Die Anwendung erfolgte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome.
Von den insgesamt 2 184 Patienten waren 59 ≥ 12 bis ≤ 17 Jahre, 446 waren ≥ 65 bis ≤ 74 Jahre, 142 waren ≥ 75 bis ≤ 84 Jahre und 14 waren ≥ 85 Jahre alt. Die vorherrschenden Influenzavirusstämme in
dieser Studie waren der Subtyp A/H3 (46,9 % bis 48,8 %) und Influenza B (38,3 % bis 43,5 %). Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Husten, rauer Hals, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Fieber oder Schüttelfrost, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Ermüdung/Fatigue) (time to improvement of symptoms, TTIS). Baloxavir marboxil führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der TTIS im Vergleich zu Placebo (Tabelle 5).
Tabelle 5: Capstone 2: Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Baloxavir marboxil vs. Placebo), ITTI-Population
Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil 40/80 mg (95-%-KI) n = 385 | Placebo (95-%-KI) n = 385 | Unterschied zwischen Baloxavir marboxil und Placebo (95-%-KI für die Differenz) | p-Wert |
|---|---|---|---|
| 73,2 (67,2; 85,1) | 102,3 (92,7; 113,1) | -29,1 (-42,8; -14,6) | < 0,0001 |
Beim Vergleich der Baloxavir marboxil-Gruppe mit der Oseltamivir-Gruppe gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der TTIS (jeweils 73,2 Stunden vs. 81,0 Stunden).
Die mediane (95-%-KI) TTIS betrug bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 0 bis ≤ 24 Stunden zurücklag, 68,6 (62,4; 78,8) bzw. 99,1 (79,1; 112,6) Stunden und bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 24 bis ≤ 48 Stunden zurücklag, 79,4 (67,9; 96,3) bzw. 106,7 (92,7;
125,4) Stunden, jeweils für Baloxavir marboxil und Placebo.
Bei Patienten, die mit dem Typ-A/H3-Virus infiziert waren, war die mediane TTIS in der Baloxavir marboxil-Gruppe kürzer als in der Placebo-Gruppe, aber nicht im Vergleich zur Oseltamivir-Gruppe (siehe Tabelle 6). In der Subgruppe der mit Typ-B-Virus infizierten Patienten war die mediane TTIS in der Baloxavir marboxil-Gruppe kürzer als in der Placebo- und der Oseltamivir-Gruppe (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Zeit bis zur Verbesserung der Symptome nach Influenzavirus-Subtyp, ITTI-Population
Zeit bis zur Verbesserung der Symptome (Stunden) Median [95-%-KI]
| Virus | Baloxavir marboxil | Placebo | Oseltamivir |
|---|---|---|---|
| A/H3 | 75,4 [62,4; 91,6] n = 180 | 100,4 [88,4; 113,4] n = 185 | 68,2 [53,9; 81,0] n = 190 |
| B | 74,6 [67,4; 90,2] n = 166 | 100,6 [82,8; 115,8] n = 167 | 101,6 [90,5; 114,9] n = 148 |
Die mediane Zeit bis zum Abklingen des Fiebers betrug in der Baloxavir marboxil-Gruppe 30,8 Stunden (95-%-KI: 28,2; 35,4), verglichen mit 50,7 Stunden (95-%-KI: 44,6; 58,8) in der Placebo-Gruppe. Es wurden keine eindeutigen Unterschiede zwischen der Baloxavir marboxil-Gruppe und der Oseltamivir-Gruppe beobachtet.
Die Gesamtinzidenz influenzabedingter Komplikationen (Tod, Hospitalisierung, Sinusitis, Otitis media, Bronchitis und/oder Pneumonie) betrug in der Baloxavir marboxil-Gruppe 2,8 % (11/388 Patienten), verglichen mit 10,4 % in der Placebo-Gruppe (40/386 Patienten). Dieser Unterschied der influenzabedingten Komplikationen in der Baloxavir marboxil-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe wurde hauptsächlich durch die geringere Inzidenz von Bronchitis (1,8 % vs.
6,0 %) und Sinusitis (0,3 % vs. 2,1 %) verursacht.
Pädiatrische Patienten (im Alter von 1 - < 12 Jahren)
Bei der Studie Ministone-2 (CP40563) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, aktiv-kontrollierte Studie zur Bewertung der Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis von Baloxavir marboxil als Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen im Vergleich zu Oseltamivir bei ansonsten gesunden pädiatrischen Patienten (im Alter von 1 bis < 12 Jahren) mit influenzaähnlichen Symptomen.
Insgesamt 173 Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten entweder eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil (2 mg/kg für Patienten mit einem Gewicht von < 20 kg oder 40 mg für Patienten mit einem Gewicht von ≥ 20 kg) oder 5 Tage lang Oseltamivir (Körpergewicht basierende
Dosierung). Die Patienten konnten nach Bedarf Paracetamol erhalten. Patienten mit Risikofaktoren, die für die Entwicklung von Komplikationen prädisponiert waren (14 % [25/173]), wurden in die Studie aufgenommen. Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3. Das primäre Ziel war der Vergleich der Sicherheit einer Einzeldosis von Baloxavir marboxil mit einer 5-tägigen Verabreichung von Oseltamivir zweimal täglich. Ein sekundäres Ziel war der Vergleich der Wirksamkeit von Baloxavir marboxil mit Oseltamivir auf Grundlage der Wirksamkeitsendpunkte, einschließlich der Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome (Husten und nasale Symptome, Zeit bis zur Rückkehr zu normaler Gesundheit und Aktivität und Dauer des Fiebers).
Die Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome war zwischen der Baloxavir
marboxil-Gruppe (median 138,1 Stunden [95-%-KI: 116,6; 163,2]) und der Oseltamivir-Gruppe
(median 150 Stunden [95-%-KI: 115,0; 165,7]) vergleichbar (siehe Tabelle 7).
Tabelle 7: Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome, ITTI-Population
Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil | Oseltamivir |
|---|---|
| (95-%-KI) | (95-%-KI) |
| n = 80 | n = 43 |
| 138,1 | 150,0 |
| (116,6; 163,2) | (115,0; 165,7) |
Die mediane Dauer des Fiebers war in der Baloxavir marboxil-Gruppe (41,2 Stunden [95-%-KI: 24,5; 45,7]) und in der Oseltamivir-Gruppe (46,8 Stunden [95-%-KI: 30,0; 53,5]) vergleichbar.
Die Gesamtinzidenz influenzabedingter Komplikationen (Tod, Hospitalisierung, Pneumonie, Bronchitis, Sinusitis, Otitis media, Enzephalitis/Enzephalopathie, Fieberkrämpfe, Myositis) traten in der Baloxavir marboxil-Gruppe bei 7,4 % (6/81 Patienten) und in der Oseltamivir-Gruppe bei 7 % (3/43 Patienten) auf. Die Inzidenz von Otitis media betrug 3,7 % (3/81 Patienten) in der Baloxavir marboxil-Gruppe und 4,7 % (2/43 Patienten) in der Oseltamivir-Gruppe. Sinusitis, Pneumonie und Bronchitis traten bei jeweils einem Patienten in der Baloxavir marboxil-Gruppe und Fieberkrämpfe bei einem Patienten in der Oseltamivir-Gruppe auf.
Pädiatrische Patienten (im Alter von < 1 Jahr)
Bei Ministone-1 (CP40559) handelt es sich um eine multizentrische, einarmige, offene Studie zur Beurteilung der Sicherheit, Pharmakokinetik und Wirksamkeit einer oralen Einzeldosis von Baloxavir marboxil bei pädiatrischen Patienten (im Alter von < 1 Jahr) mit grippeähnlichen Symptomen. Der jüngste Patient war 3 Wochen alt. Die Extrapolation der Wirksamkeit auf < 1 Jahr basierte auf einem Expositionsabgleich von Erwachsenen und älteren Kindern.
Insgesamt erhielten 48 Patienten, abhängig von Körpergewicht und Alter, eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil (2 mg/kg bei Patienten ≥ 3 Monate (n = 39), 1 mg/kg bei Patienten ≥ 4 Wochen
bis < 3 Monate (n = 8) und 1 mg/kg bei Patienten < 4 Wochen (n = 1)). Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3. Das primäre Ziel war die Beurteilung der Sicherheit und Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis Baloxavir marboxil. Ein sekundäres Ziel war die Beurteilung der Wirksamkeit von Baloxavir marboxil auf Basis der Wirksamkeitsendpunkte, einschließlich der Zeit bis zur Linderung der Anzeichen und Symptome der Influenza (Husten und nasale Symptome, Zeit bis zur Rückkehr zu normaler Gesundheit und Aktivität und Dauer des Fiebers). Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken identifiziert.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza
Bei Blockstone (1719T0834) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, in Japan durchgeführte Studie der Phase III mit 749 Studienteilnehmern, um die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil als Tablette oder einer Einmaldosis Granulat im Vergleich zu Placebo zur Postexpositions-Prophylaxe von Influenza zu untersuchen. Die Studienteilnehmern waren Haushaltskontakte von influenzainfizierten Indexpatienten.
Insgesamt erhielten 607 Studienteilnehmern ≥ 12 Jahren und 142 Studienteilnehmern von 1 bis
< 12 Jahren entweder Baloxavir marboxil (wie in den Behandlungsstudien nach Gewicht dosiert) oder Placebo. Die Mehrzahl der Studienteilnehmer (73,0 %) wurde innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome bei den Indexpatienten eingeschlossen. Die vorherrschenden Influenzavirus-Stämme bei den Indexpatienten waren der Subtyp A/H3 (48,6 %) und der Subtyp A/H1N1pdm (47,5 %) gefolgt von Influenza B (0,7 %).
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war der Anteil der Haushaltskontakte, die mit dem Influenzavirus infiziert waren und im Zeitraum von Tag 1 bis Tag 10 Fieber und mindestens ein Atemwegssymptom aufwiesen.
Der Anteil der Studienteilnehmern mit im Labor bestätigter klinischer Influenza war in der Baloxavir marboxil-Gruppe mit 1,9 % statistisch signifikant niedriger im Vergleich zu 13,6 % in der Placebo-Gruppe (siehe Tabelle 8).
Tabelle 8: Anteil an Studienteilnehmern mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (Baloxavir marboxil vs. Placebo)
Anteil an Studienteilnehmern mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (%) mITT*-Population
| Baloxavir marboxil n = 374 1,9 (0,8; 3,8) Anteil an Studienteilnehmern | (95-%-KI) | Placebo (95-%-KI) n = 375 13,6 (10,3; 17,5) ≥ 12 Jahre mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem | Adjustiertes Risikoverhältnis (95-%-KI) 0,14 (0,06; 0,30) | p-Wert < 0,0001 |
| Atemwegssymptom (%) n = 303 1,3 (0,4; 3,3) Anteil an Studienteilnehmern von 1 bis < 12 Jahre mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (%) | n = 304 13,2 (9,6; 17,5) | 0,10 (0,04; 0,28) | < 0,0001 | |
| n = 71 4,2 (0,9; 11,9) * mITT: modified die d ie Studienmedi infizierten | Intention-to-treat k ation erhielten und Indexpatienten nach Baseline verfügbar waren | n = 71 15,5 (8; 26). Die mITT-Population für die die Wirksamkeitsdaten der Haushaltskontakte von | 0,27 (0,08; 0,90) schloss alle randomisierten Studienteilnehmern ein. Die mITT-Population wurde randomisiert analysiert | 0,0339, Influenza-. |
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach oraler Anwendung wird Baloxavir marboxil nahezu vollständig in den aktiven Metaboliten
Baloxavir umgewandelt. Die Plasmakonzentration von Baloxavir marboxil ist sehr niedrig oder
unterhalb der Bestimmungsgrenze (< 0,100 ng/ml).
Die pharmakokinetischen (PK) Parameter von Baloxavir wurden bei gesunden erwachsenen Studienteilnehmern und bei Patienten mit grippeähnlichen Symptomen bestimmt. Die Pharmakokinetik von Baloxavir lässt sich am besten anhand eines Populations-Pharmakokinetik-Modells mit einem Zwei-Kompartiment-Dispositionsmodell mit Resorptions- und Eliminationsprozessen erster Ordnung beschreiben, einschließlich eines sigmoiden Emax‑Modells zur
Quantifizierung der Clearance-Reifung mit dem Alter bei Kleinkindern. Körpergewicht und ethnische Zugehörigkeit hatten einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik.
Bei Erwachsenen betrug die geschätzte mittlere AUC0-inf von Baloxavir nach einer Einzelgabe von Baloxavir marboxil in therapeutischen Dosen 9 580 bzw. 4 750 ng.h/ml und die geschätzte mittlere Cmax 95,2 bzw. 62,4 ng/ml in der asiatischen bzw. nicht-asiatischen Population.
Nach oraler Anwendung einer Einmaldosis von 80 mg Baloxavir marboxil beträgt die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenplasmakonzentration (Tmax) im Nüchternzustand ca. 4 Stunden. Die absolute Bioverfügbarkeit von Baloxavir nach oraler Anwendung von Baloxavir marboxil wurde nicht untersucht.
Wechselwirkung mit Nahrung
In einer Studie zur Untersuchung der Auswirkungen von Nahrungsmitteln bei gesunden Studienteilnehmern waren nach Gabe von 40 mg Baloxavir marboxil die maximale Plasmakonzentration (maximum plasma concentration, Cmax) und die Fläche unter der Kurve (area under the curve, AUC0-inf) von Baloxavir nach einer Mahlzeit (von etwa 400 bis 500 kcal, davon 150 kcal aus Fett) um 48 % (geometrisches Mittel [CV %] von 67,6 [40,0] vs. 130 [24,1] ng/ml bzw. um 36 % (geometrisches Mittel [SD] von 4 540 [38,8] vs. 7 090 [19,6] ng.h/ml) im Vergleich zum Nüchternzustand erniedrigt. Die Tmax blieb nach Nahrungsaufnahme unverändert. In klinischen Studien wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in der Wirksamkeit bei Anwendung von Baloxavir marboxil mit oder ohne Mahlzeiten beobachtet.
Verteilung
In einer In-vitro-Studie wurde Baloxavir zu 92,9 % bis 93,9 % an menschliche Serumproteine, hauptsächlich Albumin, gebunden. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Baloxavir beträgt nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil während der terminalen Eliminationsphase (Vz/F) ca. 1 180 l bei kaukasischen und ca. 647 l bei japanischen Studienteilnehmern. Die Schätzungen der populationspharmakokinetischen Parameter betrugen 260 l für das scheinbare periphere Verteilungsvolumen (Vp/F) und 489 l bzw. 735 l für das scheinbare zentrale Verteilungsvolumen (Vc/F) in der asiatischen bzw. nicht-asiatischen Population.
Biotransformation
Baloxavir wird primär durch UGT1A3 durch Bildung eines Glucuronids metabolisiert und CYP3A4 leistet durch Bildung eines Sulfoxids nur einen geringen Beitrag.
Wechselwirkungsstudien
Basierend auf In-vitro- und In-vivo-Arzneimittelwechselwirkungsstudien (drug-drug interaction, DDI) wird nicht erwartet, dass Baloxavir marboxil und Baloxavir die Isoenzyme der CYP- oder UGT-Familien inhibiert oder eine relevante Induktion der CYP-Enzyme verursacht.
Basierend auf In-vitro-Transporter-Studien und In-vivo-DDI-Studien wird keine relevante pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Baloxavir marboxil oder Baloxavir und Arzneimitteln, die Substrate der folgenden Transporter sind, erwartet: OATP1B1, OATP1B3, OCT1, OCT2, OAT1, OAT3, MATE1 oder MATE2K.
Ausscheidung
Nach Anwendung einer oralen Einmaldosis von 40 mg 14C-markiertem Baloxavir marboxil, betrug der Anteil der mit den Fäzes ausgeschiedenen gesamten Radioaktivität 80,1 % der angewendeten Dosis, und der mit dem Urin ausgeschiedene Anteil 14,7 % (3,3 % und 48,7 % der angewendeten Dosis wurde als Baloxavir mit dem Urin bzw. mit den Fäzes ausgeschieden).
Elimination
Nach populationspharmakokinetischen Analysen betrug die scheinbare orale Clearance (CL/F) von Baloxavir in der asiatischen und nicht-asiatischen Populationen schätzungsweise 5,47 l/h bzw.
11,02 l/h.
Die scheinbare terminale Eliminationshalbwertszeit (t1/2,z) von Baloxavir nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil beträgt bei kaukasischen erwachsenen, jugendlichen und pädiatrischen Studienteilnehmern jeweils 79,1, 50,3 und 29,4 Stunden. Basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse stiegen die scheinbare orale Clearance (CL/F) und das scheinbare Verteilungsvolumen für das zentrale Kompartiment (Vc/F) von Baloxavir mit dem Körpergewicht mit unterschiedlichen Exponenten an, daher ist die Halbwertszeit bei Patienten mit geringerem Körpergewicht kürzer (d. h. kürzere t1/2 bei pädiatrischen Patienten im Vergleich zu Erwachsenen – siehe Tabelle 9 und Unterabschnitt „Ethnische Zugehörigkeit“ unten).
Tabelle 9: Halbwertszeit von Baloxavir nach Alter und ethnischer Zugehörigkeit
| < 12 Jahre Nicht-Asiaten | Asiaten | ≥ 12 Jahre Nicht-Asiaten | Asiaten | |
|---|---|---|---|---|
| t 1/2 (h) | 29,4 (9,9) | 35,6 (8,17) | 50,3 (12,6) | 59,6 (13,5) |
Mittelwert (SD)
Linearität/Nicht-Linearität
Nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil zeigt Baloxavir im Dosisbereich von 6 mg bis 80 mg eine lineare Pharmakokinetik.
Besondere Patientengruppen
Körpergewicht Das Körpergewicht ist basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse eine signifikante Kovariate der Pharmakokinetik von Baloxavir, unabhängig vom Alter. Die Dosierungsempfehlungen für Baloxavir marboxil basieren sowohl für Erwachsene als auch pädiatrische Patienten auf dem Körpergewicht (siehe Abschnitt 4.2).
Geschlecht
In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurde keine klinisch bedeutsame Wirkung des
Geschlechts auf die Pharmakokinetik von Baloxavir identifiziert. Eine geschlechtsspezifische
Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Ethnische Zugehörigkeit
Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse ist die ethnische Zugehörigkeit
zusätzlich zum Körpergewicht eine altersunabhängige Kovariate der CL/F und des Vc/F von
Baloxavir. Dennoch ist basierend auf der ethnischen Zugehörigkeit keine Dosisanpassung von
Baloxavir marboxil erforderlich.
Alter In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurden Plasmakonzentrationen aus klinischen Studien bei Studienteilnehmern im Alter von 1 bis 85 Jahren ausgewertet. Das Alter wurde nicht als relevante Kovariate der Pharmakokinetik von Baloxavir identifiziert. In einer Populations-PK-Analyse mit 57 pädiatrischen Patienten unter 1 Jahr beeinflusste das Alter die CL/F von Baloxavir signifikant; die Reifungs-Halbwertszeit wurde auf 38,3 Wochen geschätzt. Eine altersabhängige Dosisanpassung von Baloxavir marboxil ist jedoch nicht erforderlich.
Pädiatrische Population Pharmakokinetische Daten von Baloxavir wurden bei Patienten im Alter von 3 Wochen bis < 12 Jahren erhoben. Das an das Körpergewicht angepasste Dosierungsschema (2 mg/kg bis 20 kg und 40 mg für ≥ 20 kg) führt zu ähnlichen Baloxavir-Expositionen wie die therapeutischen Dosen von
Baloxavir marboxil bei Erwachsenen (40 mg für erwachsene Patienten < 80 kg und 80 mg für erwachsene Patienten ≥ 80 kg) sowohl in asiatischen als auch in nicht-asiatischen Populationen (siehe
Tabelle 10).
Tabelle 10: Mittlere (5. – 95. Perzentil) pharmakokinetische Parameter von Baloxavir bei nicht-asiatischen Patienten im Alter von 3 Wochen und älter, die eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil erhielten
| Altersgruppe | Dosis-gruppe * | n | AUC 0-inf (ng.h/ml) | C max (ng/ml) | C 72 (ng/ml) | T max (h) | T 1/2 (h) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 22 - < 28 Tage | 1 mg/kg ** | 1 | 2 640 [NA, NA]*** | 66,9 [NA, NA] | 8,71 [NA, NA] | 5 [NA, NA] | 23,4 [NA, NA] |
| 28 Tage - < 3 Monate | 1 mg/kg ** | 8 | 2 580 [864; 4 880] | 57,1 [37,1; 80,4] | 9,53 [1,3; 20,3] | 6,5 [2; 13] | 25,2 [13; 32,8] |
| 3 Monate - < 1 Jahr | 2 mg/kg | 37 | 5 670 [1 800; 11 900] | 144 [48,8; 294] | 18,4 [4,43; 41,5] | 5,09 [2; 13] | 22,9 [15,5; 30,3] |
| 1 - < 2 Jahre | 2 mg/kg | 8 | 3 260 [1 670; 5 970] | 95,5 [33,1; 215] | 10,0 [2,02; 14,2] | 3,56 [1,5; 7] | 23 [11,6; 38,8] |
| 2 - < 12 Jahre | 2 mg/kg 40 mg | 32 64 | 4 490 [765; 9 070] 4 650 [1 770; 9 130] | 116 [21,4; 272] 87,1 [31,1; 147] | 15,0 [3,06; 32,2] 19,1 [7,36; 39,2] | 3,94 [1,5; 7,5] 5,51 [2,5; 10,5] | 24,2 [17,4; 35,3] 33,8 [21,7; 52,4] |
| 12 - < 18 Jahre | 40 mg 80 mg | 44 13 | 3 520 [1 230; 7 470] 6 600 [2 730; 11 600] | 52,7 [17,5; 94,3] 83,7 [43,9; 147] | 15,5 [5,76; 31,2] 29,6 [12,1; 51,7] | 4,32 [1,5; 7,5] 5,19 [1; 13] | 42,9 [32; 69] 50,7 [34,2; 64,5] |
| 18 Jahre und älter * Die Dosisgruppen basieren auf dem Körpergewicht: < 20 kg: 2 | 40 mg 80 mg | 310 338 | 3 470 [1 440; 6 350] 5 880 [2 270; 11 200] | 47,4 [20,6; 86,2] 73,4 [27,5; 141] mg/kg; ≥ | 15,4 [6,36; 27,8] 26,2 [10,7; 49,4] 20 kg - < 80 kg: 40 | 4,67 [1,5; 10] 5,19 [2; 11] mg; ≥ 80 kg: | 47,7 [31,2; 67,5] 52,8 [33,6; 76,2] |
80 mg;
** Für Altersgruppen, in denen bei der empfohlenen Dosis von Baloxavir marboxil keine pharmakokinetischen (PK) Beobachtungen vorliegen, prognostiziert die Populations-PK-Modellierung, dass eine Dosis von 2 mg/kg bei Kindern im Alter von 22 Tagen bis 3 Monaten zu einer ähnlichen Exposition führt wie bei Erwachsenen und älteren Kindern.
***NA: Not available – nicht verfügbar
Die Pharmakokinetik von Baloxavir bei pädiatrischen Patienten < 3 Wochen wurde nicht untersucht.
Ältere Patienten
Pharmakokinetische Daten, die bei 181 Patienten im Alter von ≥ 65 Jahre gesammelt wurden, zeigen, dass die Baloxavir-Exposition im Plasma ähnlich der bei Patienten im Alter von ≥ 12 bis 64 Jahre war. Leberfunktionsstörung Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse A und B) wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Baloxavir im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe mit normaler Leberfunktion beobachtet.
Die Pharmakokinetik bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.2).
Nierenfunktionsstörung Die Wirkungen einer Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Baloxavir marboxil oder Baloxavir wurden nicht untersucht. Es wird nicht erwartet, dass eine Nierenfunktionsstörung die Elimination von Baloxavir marboxil oder Baloxavir verändert.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, akuter Toxizität und Toxizität bei wiederholter Gabe lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Verlängerungen der Thromboplastinzeit und der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit wurden bei Ratten bei Expositionen beobachtet, die mindestens der Exposition des Menschen basierend auf AUC0-24Std unter spezifischen experimentellen Bedingungen entsprachen, d. h. im Nüchternzustand und wenn die Nahrungsmittel entweder autoklaviert oder bestrahlt wurden, was zu Vitamin-K-limitierenden/ oder -Mangel-Bedingungen führte. Diese Wirkungen wurden in Studien an Affen bis zu einer Dauer von 4 Wochen bei der höchsten getesteten Dosis, die dem 8-Fachen der Exposition des Menschen basierend auf AUC0-24Std entspricht, nicht beobachtet. Sie werden als begrenzt klinisch relevant angesehen.
Es wurden keine Karzinogenitätsstudien mit Baloxavir marboxil durchgeführt.
Das Prodrug Baloxavir marboxil und seine aktive Form Baloxavir wurden nicht als genotoxisch
eingestuft, da sie im bakteriellen Rückmutationstest und in Mikronukleustests mit kultivierten
Säugetierzellen negativ getestet wurden und Baloxavir marboxil im In-vivo-Mikronukleustest an
Nagern negativ war.
Baloxavir marboxil hatte nach oraler Gabe von Dosen, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf AUC0-24Std entsprechen, keine Wirkung auf die Fertilität bei männlichen oder weiblichen Ratten.
Baloxavir marboxil verursachte bei Ratten oder Kaninchen keine Missbildungen.
Die orale embryofetale Entwicklungsstudie von Baloxavir marboxil an Ratten mit täglichen Dosen vom 6. bis zum 17. Gestationstag zeigte bis zur höchsten getesteten Dosis, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf AUC0-24Std entspricht, keine Anzeichen maternaler oder fetaler Toxizität.
Bei Kaninchen führte eine Dosis, die der 14-fachen menschlichen Exposition entspricht basierend auf AUC0-24Std gemäß der maximalen beim Menschen empfohlenen Dosis [MHRD], zu einer mütterlichen Toxizität, die zu Fehlgeburten und einer signifikanten Erhöhung der Inzidenz von Föten mit Skelettveränderung (zervikale Rippe) führte. Die Skelettveränderungen bildeten sich während des Wachstumsprozesses umliegender zervikaler Wirbel zurück. Eine Dosis, die der 6-fachen menschlichen Exposition basierend auf der AUC0-24Std entspricht, zeigte bei Kaninchen keine Nebenwirkungen.
Die prä- und postnatalen Studien mit Ratten zeigten sowohl bei den Muttertieren als auch bei den Jungtieren bis zur höchsten getesteten Dosis, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf der AUC0-24Std entspricht, keine durch Baloxavir marboxil bedingten unerwünschten Befunde.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Tablettenkern
Lactose-Monohydrat
Croscarmellose-Natrium (E 468)
Povidon (K25) (E 1201)
Mikrokristalline Cellulose (E 460)
Natriumstearylfumarat
Filmüberzug
Hypromellose (E 464)
Talkum (E 553b)
Titandioxid (E 171)
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
Xofluza 20 mg und 40 mg Filmtabletten
7 Jahre
Xofluza 80 mg Filmtabletten
5 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen
erforderlich.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Blisterpackung (OPA/Aluminiumfolie/PVS, mit Aluminiumfolie versiegelt)
Packungsgrößen
Xofluza 20 mg Filmtabletten
1 Blisterpackung mit 2 Filmtabletten
Xofluza 40 mg Filmtabletten
1 Blisterpackung mit 1 Filmtablette
1 Blisterpackung mit 2 Filmtabletten
Xofluza 80 mg Filmtabletten
1 Blisterpackung mit 1 Filmtablette
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
8. ZULASSUNGSNUMMERN
EU/1/20/1500/001
EU/1/20/1500/002
EU/1/20/1500/003
EU/1/20/1500/004
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 07. Januar 2021
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 17. November 2025
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 2 mg/ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder ml der Suspension zum Einnehmen enthält 2 mg Baloxavir marboxil.
Eine Flasche enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
20 ml der Suspension zum Einnehmen enthalten 1,03 mmol (oder 23,6 mg) Natrium und 700 mg
Maltitol.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen.
Weißes bis leicht gelbliches Granulat.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung der Influenza
Xofluza wird bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter zur Behandlung einer unkomplizierten Influenza angewendet.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza
Xofluza wird zur Postexpositions-Prophylaxe einer Influenza bei Personen im Alter von 3 Wochen und älter angewendet.
Xofluza sollte in Übereinstimmung mit offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Behandlung der Influenza Eine Einmaldosis Baloxavir marboxil ist baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome einzunehmen.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza Eine Einmaldosis Baloxavir marboxil ist nach engem Kontakt mit einer Person mit bestätigter oder vermuteter Influenza baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden einzunehmen (siehe Abschnitt 5.1).
Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Kleinkinder (≥ 3 Wochen)
Die empfohlene orale Einzeldosis Baloxavir marboxil wird anhand des Körpergewichts bestimmt
(siehe Tabelle 1).
Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die ≥ 20 kg wiegen und Tabletten schlucken können, können
stattdessen mit Xofluza Tabletten, je nach Körpergewicht in einer Dosis von 40 mg oder 80 mg, behandelt werden. Siehe Fachinformation von Xofluza Tabletten für Informationen zur Dosierung.
Tabelle 1: Dosis von Baloxavir marboxil nach Körpergewicht des Patienten (≥ 3 Wochen)
| Körpergewicht des Patienten (kg) | Empfohlene Einzeldosis der Suspension zum Einnehmen | Volumen der Suspension zum Einnehmen* |
|---|---|---|
| < 20 kg | 2 mg pro kg Körpergewicht | 1 ml pro kg Körpergewicht |
| ≥ 20 kg bis < 80 kg | 40 mg | 20 ml |
| ≥ 80 kg | 80 mg | 40 ml ** |
- Das Volumen der Suspension in der Flasche nach der Rekonstitution beträgt 22 ml. Das exakte anzuwendende Volumen ist mit der/den im Umkarton enthaltenen oralen Dosierhilfe/-n abzumessen, z. B. liefern 20 ml Suspension die empfohlene Einzeldosis von 40 mg.
** Für diese Dosis sind 2 Flaschen Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
erforderlich.
Es liegen keine klinischen Daten zur wiederholten Anwendung von Baloxavir marboxil zur
Behandlung einer unkomplizierten Influenza oder zur Postexpositions-Prophylaxe innerhalb einer
Influenzasaison vor.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Leberfunktionsstörung Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation A oder B) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baloxavir marboxil sind bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation C) nicht erwiesen.
Nierenfunktionsstörung Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baloxavir marboxil bei Frühgeborenen und Kindern < 3 Wochen sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung.
Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Das
Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sowie die fertige Suspension zum
Einnehmen dürfen nicht ins Essen gemischt werden. Jedes Mischen, das nicht den Empfehlungen
entspricht, liegt in der Verantwortung des medizinischen Fachpersonals oder des Anwenders.
Xofluza darf nicht mit Produkten eingenommen werden, die polyvalente Kationen enthalten, dazu gehören Laxantien, Antazida oder orale Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium (siehe Abschnitt 4.5).
Es wird empfohlen, Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen vor der Abgabe an den Patienten von medizinischem Fachpersonal rekonstituieren zu lassen. Wenn der Patient oder die Pflegeperson die Suspension zum Einnehmen selbst rekonstiuiert, muss er/sie darauf hingewiesen werden, dass er/sie vor der Herstellung und Anwendung die Gebrauchsanweisung lesen muss.
Hinweise zur Rekonstitution von Xofluza Granulat vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Nach der Rekonstitution hat die Suspension eine opake, gräulich-weiße, weiß bis hellgelbe Farbe.
Die empfohlene Dosis kann über eine enterale Ernährungssonde gegeben werden. Die Sonde ist vor und nach der Anwendung von Xofluza mit Wasser zu spülen. Befolgen Sie bei der Anwendung des Arzneimittels die Anweisungen des Herstellers der Ernährungssonde, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 23,6 mg Natrium pro 20 ml Suspension zum Einnehmen, entsprechend 1,2 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Maltitol
Dieses Arzneimittel enthält 700 mg Maltitol pro 20 ml Suspension zum Einnehmen. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkungen von anderen Arzneimitteln auf Baloxavir marboxil oder dessen aktiven Metaboliten
Baloxavir
Produkte, die polyvalente Kationen enthalten, können die Plasmakonzentrationen von Baloxavir verringern. Xofluza darf nicht mit Produkten eingenommen werden, die polyvalente Kationen enthalten, dazu gehören Laxantien, Antazida oder orale Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium.
Immunantwort gegen das Influenzavirus
Es wurden keine Wechselwirkungsstudien mit Influenzaimpfstoffen und Baloxavir marboxil
durchgeführt. In Studien mit natürlich erworbener Influenza beeinträchtigte Xofluza die humorale
Antikörperreaktion auf die Influenzainfektion nicht.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es gibt keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Baloxavir marboxil bei Schwangeren.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, die Anwendung von Xofluza während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Baloxavir marboxil oder Baloxavir beim Menschen in die Muttermilch
übertreten. Baloxavir marboxil und dessen Metabolite treten in die Milch von laktierenden Ratten
über.
Ein Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden.
Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung für die Mutter muss eine Entscheidung getroffen werden, entweder das Stillen abzubrechen oder auf die Behandlung mit Xofluza zu verzichten.
Fertilität
Tierstudien ergeben keinen Hinweis darauf, dass Baloxavir marboxil eine Wirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität hat (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Überempfindlichkeitsreaktionen wurden nach der Markteinführung beobachtet, darunter Berichte von Anaphylaxie/anaphylaktischen Reaktionen und weniger schweren Formen von Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Urtikaria und Angioödem. Von diesen Nebenwirkungen wurde nur Urtikaria in klinischen Studien mit einer geschätzten Häufigkeitskategorie von „gelegentlich“ beobachtet.
Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in der Zeit nach der Markteinführung unter Anwendung von Baloxavir marboxil identifiziert (Tabelle 2), basierend auf spontanen Fallberichten und auf Fällen aus nicht interventionellen Studien. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse und entsprechender Häufigkeitskategorie aufgeführt, wobei folgende Konvention verwendet wurde: Sehr
| häufig (≥ 1/10), häufig (≥ | 1/100, < | 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ | 1/10 000, |
| < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Die Nebenwirkungen werden für jede Häufigkeitsgruppe nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt. | |||
| Tabelle 2: Nebenwirkungen nach der Markteinführung bei Erwachsenen, Jugendlichen und | Kindern | ||
|---|---|---|---|
| Systemorganklasse (SOK) Erkrankungen des Immunsystems Gastrointestinale Erkrankungen Diarrhö Systemorganklasse (SOK) Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) Anaphylaxie a Anaphylaktische Reaktion a Überempfindlichkeit a b Erbrechen b Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) Ischämische Kolitis a Urtikaria b Angioödem a | Häufigkeit Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Häufig Häufig Häufigkeit Nicht bekannt Gelegentlich Nicht bekannt |
a Nicht in klinischen Studien berichtet.
b Die Berechnung der Häufigkeit basiert auf abgeschlossenen klinischen Studien.
Kinder und Jugendliche
Die Daten zum Sicherheitsprofil von Baloxavir marboxil bei pädiatrischen Patienten (3 Wochen bis < 12 Jahre) stammen aus Behandlungs- und Postexpositionsprophylaxe-Studien und bei Patienten im Alter von 5 Jahren und älter aus der Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt. In Tabelle 3 sind Nebenwirkungen dargestellt, die in klinischen Studien identifiziert wurden.
Nach der Markteinführung wurde bei pädiatrischen Patienten über anaphylaktische Reaktionen, Anaphylaxie, Urtikaria und Angioödem (Schwellungen des Gesichts, der Augenlider und der Lippen) berichtet (siehe Tabelle 2).
Tabelle 3: Nebenwirkungen bei Kindern aus klinischen Studien
| Systemorganklasse (SOK) | Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Gastrointestinale | Diarrhö | Häufig |
| Erkrankungen | Erbrechen | Häufig |
| Erkrankungen der Haut und | Ausschlag | Häufig |
des Unterhautgewebes
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Über Überdosierungen mit Baloxavir marboxil wurde in klinischen Studien und nach der Markteinführung berichtet. Bei der Mehrzahl der Fälle wurden keine Nebenwirkungen berichtet. Die Daten reichen nicht aus, um festzustellen, welche Symptome als Folge einer Überdosierung zu erwarten sind.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Antidot für Xofluza. Im Falle einer Überdosierung sind standardmäßige
unterstützende Therapiemaßnahmen basierend auf den Anzeichen und Symptomen des Patienten
einzuleiten.
Aufgrund der hohen Serumproteinbindung ist es unwahrscheinlich, dass Baloxavir signifikant durch Dialyse entfernt wird.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Substanzen zur systemischen Anwendung, andere
antivirale Substanzen. ATC-Code: J05AX25.
Wirkmechanismus
Baloxavir marboxil ist ein Prodrug, das durch Hydrolyse in Baloxavir umgewandelt wird. Baloxavir ist die aktive Form mit Aktivität gegen Influenza. Baloxavir wirkt auf die CAP-abhängige Endonuklease (CEN), ein Influenzavirus-spezifisches Enzym in der sauren Polymeraseeinheit (PA) des viralen RNA-Polymerase-Komplexes. Dadurch wird die Transkription von Influenzavirus-Genomen gehemmt, was wiederum zu einer Hemmung der Influenzavirus-Replikation führt.
In-vitro-Aktivität Die Konzentration, bei der die Virusvermehrung (IC50) von Baloxavir zu 50 % gehemmt wird, betrug in einem Enzyminhibitionstest 1,4 bis 3,1 nmol/l für Influenza-A-Viren und 4,5 bis 8,9 nmol/l für Influenza-B-Viren.
In einem MDCK-Zellkulturtest betrug die mediane effektive Konzentration (EC50) von Baloxavir 0,73 nmol/l (n = 31; Bereich: 0,20 - 1,85 nmol/l) für Subtyp-A/H1N1-Stämme, 0,83 nmol/l (n = 33; Bereich: 0,35 - 2,63 nmol/l) für Subtyp-A/H3N2-Stämme und 5,97 nmol/l (n = 30; Bereich:
2,67 - 14,23 nmol/l) für Typ-B-Stämme.
In einem zellbasierten MDCK-Virustiter-Reduktionstest lagen die Werte für die 90 % effektive Konzentration (EC90) von Baloxavir im Bereich von 0,46 bis 0,98 nmol/l für Subtyp-A/H1N1- und - A/H3N2-Viren, 0,80 bis 3,16 nmol/l für aviäre Subtyp-A/H5N1- und -A/H7N9-Viren und 2,21 bis 6,48 nmol/l für Typ-B-Viren.
Resistenz Viren mit PA/I38T/F/M/N/S-Mutationen oder der PA/T20K-Mutation, die in vitro oder in klinischen Studien selektiert wurden, zeigen eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Baloxavir.
PA/I38T/F/M/N/S-Mutationen führten zu einer Erhöhung der EC50-Werte zwischen dem 11- bis
57-Fachen bei Influenza-A-Viren und dem 2- bis 8-Fachen bei Influenza-B-Viren. Die PA/T20K-
Mutation führte zu einer 7-fachen Erhöhung des EC50-Wertes für das Influenza-B-Virus.
In den vier Phase-III-Studien zur Behandlung von unkomplizierter Influenza und einer Phase-IIIb-Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt wurde in Isolaten vor Behandlungsbeginn keine Resistenz gegenüber Baloxavir marboxil festgestellt. In den beiden Studien mit Erwachsenen und Jugendlichen zur Behandlung mit Baloxavir marboxil wurden bei 36 von 370 (9,7 %) und bei 15 von 290 (5,2 %) der mit Baloxavir marboxil behandelten Patienten behandlungsbedingte Mutationen PA/I38T/M/N festgestellt, die bei keinem der mit Placebo behandelten Patienten festgestellt wurden.
In der Studie der Phase III mit pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis < 12 Jahren (Ministone-2 (CP40563)) wurden bei 11 von 57 (19,3 %) der mit Influenza-infizierten Patienten in der Behandlungsgruppe mit Baloxavir marboxil behandlungsbedingte Mutationen PA/I38T/M/S festgestellt.
In der Phase-III-Studie mit pädiatrischen Patienten im Alter von < 1 Jahr (Ministone-1 (CP40559)) wurden PA/I38T und PA/T20K bei 2 von 13 (15,4 %) mit Baloxavir marboxil behandelten Influenza-infizierten Studienteilnehmern festgestellt.
In der Studie der Phase III zur Postexpositions-Prophylaxe (Blockstone (1719T0834)) wurde bei 10 von 374 (2,7 %) der mit Baloxavir marboxil behandelten Studienteilnehmern die PA/I38T/M festgestellt. Keine PA/I38-Substitutionen wurden bei mit Placebo behandelten Studienteilnehmern festgestellt, mit Ausnahme von zwei Studienteilnehmern, die Baloxavir marboxil als Rescue-Behandlung erhalten hatten.
In einer Phase-IIIb-Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt wurden behandlungsbedingte
Mutationen PA/I38M/N/T bei 15 von 208 Influenza-infizierten Indexpatienten (7,2 %) in der
Baloxavir marboxil-Gruppe festgestellt.
Baloxavir ist in vitro gegen Influenzaviren aktiv, die als resistent gegen Neuraminidase-Hemmer gelten. Dazu gehören Stämme mit den folgenden Mutationen: H274Y in A/H1N1, E119V und R292K in A/H3N2, R152K und D198E im Typ-B-Virus, H274Y in A/H5N1, R292K in A/H7N9.
Klinische Studien
Behandlung der unkomplizierten Influenza
Erwachsene und jugendliche Patienten
Bei Capstone 1 (1601T0831) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie der Phase III, die in Japan und den USA durchgeführt wurde. Ziel war die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil als Tablette im Vergleich zu Placebo und zu Oseltamivir bei gesunden erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von ≥ 12 Jahre bis ≤ 64 Jahre) mit unkomplizierter Influenza zu untersuchen. Die Patienten erhielten nach der
Randomisierung entweder Baloxavir marboxil (Patienten mit einem Gewicht von 40 kg bis < 80 kg erhielten 40 mg und Patienten mit einem Gewicht von ≥ 80 kg erhielten 80 mg), Oseltamivir 75 mg
zweimal täglich über 5 Tage (nur, wenn sie 20 Jahre oder älter waren) oder Placebo. Die Anwendung erfolgte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome.
Insgesamt wurden 1 436 Patienten (davon waren 118 ≥ 12 Jahre bis ≤ 17 Jahre) in der Influenzasaison
2016 - 2017 in der nördlichen Hemisphäre eingeschlossen. Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3 (84,8 % bis 88,1 %), gefolgt von Subtyp B (8,3 % bis 9,0 %) und Subtyp A/H1N1pdm (0,5 % bis 3,0 %). Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zum Abklingen der Symptome (time to alleviation of symptoms, TTAS) (Husten, rauer Hals, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Fieber oder Schüttelfrost, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Ermüdung/Fatigue). Baloxavir marboxil führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der TTAS im Vergleich zu Placebo (Tabelle 4).
Tabelle 4: Capstone 1: Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Baloxavir marboxil vs. Placebo), ITTI-Population*
Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil 40/80 mg (95-%-KI) n = 455 | Placebo (95-%-KI) n = 230 | Unterschied zwischen Baloxavir marboxil und Placebo (95-%-Konfidenzintervall für die Differenz) | p-Wert |
|---|---|---|---|
| 53,7 (49,5; 58,5) | 80,2 (72,6; 87,1) | -26,5 (-35,8; -17,8) | < 0,0001 |
KI: Konfidenzintervall
- ITTI: Die Intention-to-treat infected-Population bestand aus Patienten, die das Studienmedikament aufgrund einer bestätigten Influenzadiagnose erhielten. Die Bestätigung der Influenza basierte auf den Ergebnissen von RT-PCR-Tests an Tag 1.
Beim Vergleich der Baloxavir marboxil-Gruppe mit der Oseltamivir-Gruppe gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der TTAS (53,5 Stunden vs. 53,8 Stunden).
Der Median (95-%-KI) TTAS betrug bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 0 bis ≤ 24 Stunden zurücklag, 49,3 (44,0; 53,1) bzw. 82,1 (69,5; 92,9) Stunden und bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 24 bis ≤ 48 Stunden zurücklag, 66,2 (54,4; 74,7) bzw. 79,4 (69,0;
91,1) Stunden, jeweils für Baloxavir marboxil und Placebo.
Die mediane Zeit bis zum Abklingen des Fiebers bei mit Baloxavir marboxil behandelten Patienten betrug 24,5 Stunden (95-%-KI: 22,6; 26,6) im Vergleich zu 42,0 Stunden (95-%-KI: 37,4; 44,6) bei mit Placebo behandelten Patienten. Es wurde kein Unterschied in Bezug auf die Fieberdauer zwischen der Baloxavir marboxil-Gruppe und der Oseltamivir-Gruppe festgestellt.
Bei Capstone 2 (1602T0832) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie der Phase III. Die Studie hatte das Ziel, die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis von Baloxavir marboxil als Tablette im Vergleich zu Placebo und zu Oseltamivir bei erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von ≥ 12 Jahren) mit unkomplizierter Influenza zu
untersuchen. Die Studienteilnehmer hatten mindestens einen Wirtsfaktor, der sie für die Entwicklung von Komplikationen prädisponierte. Die Patienten wurden randomisiert entweder einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil (entsprechend ihres Gewichtes wie in Capstone 1), Oseltamivir 75 mg zweimal täglich über 5 Tage oder Placebo zugeteilt. Die Anwendung erfolgte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome.
Von den insgesamt 2 184 Patienten waren 59 ≥ 12 bis ≤ 17 Jahre, 446 waren ≥ 65 bis ≤ 74 Jahre, 142 waren ≥ 75 bis ≤ 84 Jahre und 14 waren ≥ 85 Jahre alt. Die vorherrschenden Influenzavirusstämme in
dieser Studie waren der Subtyp A/H3 (46,9 % bis 48,8 %) und Influenza B (38,3 % bis 43,5 %). Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Husten, rauer Hals, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Fieber oder Schüttelfrost, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Ermüdung/Fatigue) (time to improvement of symptoms, TTIS). Baloxavir marboxil führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der TTIS im Vergleich zu Placebo (Tabelle 5).
Tabelle 5: Capstone 2: Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Baloxavir marboxil vs. Placebo), ITTI-Population
Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil 40/80 mg (95-%-KI) n = 385 | Placebo (95-%-KI) n = 385 | Unterschied zwischen Baloxavir marboxil und Placebo (95-%-KI für die Differenz) | p-Wert |
|---|---|---|---|
| 73,2 (67,2; 85,1) | 102,3 (92,7; 113,1) | -29,1 (-42,8; -14,6) | < 0,0001 |
Beim Vergleich der Baloxavir marboxil-Gruppe mit der Oseltamivir-Gruppe gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der TTIS (jeweils 73,2 Stunden vs. 81,0 Stunden).
Die mediane (95-%-KI) TTIS betrug bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 0 bis ≤ 24 Stunden zurücklag, 68,6 (62,4; 78,8) bzw. 99,1 (79,1; 112,6) Stunden und bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 24 bis ≤ 48 Stunden zurücklag, 79,4 (67,9; 96,3) bzw. 106,7 (92,7;
125,4) Stunden, jeweils für Baloxavir marboxil und Placebo.
Bei Patienten, die mit dem Typ-A/H3-Virus infiziert waren, war die mediane TTIS in der Baloxavir marboxil-Gruppe kürzer als in der Placebo-Gruppe, aber nicht im Vergleich zur Oseltamivir-Gruppe (siehe Tabelle 6). In der Subgruppe der mit Typ-B-Virus infizierten Patienten war die mediane TTIS in der Baloxavir marboxil-Gruppe kürzer als in der Placebo- und der Oseltamivir-Gruppe (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Zeit bis zur Verbesserung der Symptome nach Influenzavirus-Subtyp, ITTI-Population
Zeit bis zur Verbesserung der Symptome (Stunden) Median [95-%-KI]
| Virus | Baloxavir marboxil | Placebo | Oseltamivir |
|---|---|---|---|
| A/H3 | 75,4 [62,4; 91,6] n = 180 | 100,4 [88,4; 113,4] n = 185 | 68,2 [53,9; 81,0] n = 190 |
| B | 74,6 [67,4; 90,2] n = 166 | 100,6 [82,8; 115,8] n = 167 | 101,6 [90,5; 114,9] n = 148 |
Die mediane Zeit bis zum Abklingen des Fiebers betrug in der Baloxavir marboxil-Gruppe 30,8 Stunden (95-%-KI: 28,2; 35,4), verglichen mit 50,7 Stunden (95-%-KI: 44,6; 58,8) in der Placebo-Gruppe. Es wurden keine eindeutigen Unterschiede zwischen der Baloxavir marboxil-Gruppe und der Oseltamivir-Gruppe beobachtet.
Die Gesamtinzidenz influenzabedingter Komplikationen (Tod, Hospitalisierung, Sinusitis, Otitis media, Bronchitis und/oder Pneumonie) betrug in der Baloxavir marboxil-Gruppe 2,8 % (11/388 Patienten), verglichen mit 10,4 % in der Placebo-Gruppe (40/386 Patienten). Dieser Unterschied der influenzabedingten Komplikationen in der Baloxavir marboxil-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe wurde hauptsächlich durch die geringere Inzidenz von Bronchitis (1,8 % vs.
6,0 %) und Sinusitis (0,3 % vs. 2,1 %) verursacht.
Pädiatrische Patienten (im Alter von 1 - < 12 Jahren)
Bei der Studie Ministone-2 (CP40563) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, aktiv-kontrollierte Studie zur Bewertung der Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis von Baloxavir marboxil als Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen im Vergleich zu Oseltamivir bei ansonsten gesunden pädiatrischen Patienten (im Alter von 1 bis < 12 Jahren) mit influenzaähnlichen Symptomen.
Insgesamt 173 Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten entweder eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil (2 mg/kg für Patienten mit einem Gewicht von < 20 kg oder 40 mg für Patienten mit einem Gewicht von ≥ 20 kg) oder 5 Tage lang Oseltamivir (Körpergewicht basierende
Dosierung). Die Patienten konnten nach Bedarf Paracetamol erhalten. Patienten mit Risikofaktoren, die für die Entwicklung von Komplikationen prädisponiert waren (14 % [25/173]), wurden in die Studie aufgenommen. Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3. Das primäre Ziel war der Vergleich der Sicherheit einer Einzeldosis von Baloxavir marboxil mit einer 5-tägigen Verabreichung von Oseltamivir zweimal täglich. Ein sekundäres Ziel war der Vergleich der Wirksamkeit von Baloxavir marboxil mit Oseltamivir auf Grundlage der Wirksamkeitsendpunkte, einschließlich der Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome (Husten und nasale Symptome, Zeit bis zur Rückkehr zu normaler Gesundheit und Aktivität und Dauer des Fiebers).
Die Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome war zwischen der Baloxavir
marboxil-Gruppe (median 138,1 Stunden [95-%-KI: 116,6; 163,2]) und der Oseltamivir-Gruppe
(median 150 Stunden [95-%-KI: 115,0; 165,7]) vergleichbar (siehe Tabelle 7).
Tabelle 7: Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome, ITTI-Population
Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil | Oseltamivir |
|---|---|
| (95-%-KI) | (95-%-KI) |
| n = 80 | n = 43 |
| 138,1 | 150,0 |
| (116,6; 163,2) | (115,0; 165,7) |
Die mediane Dauer des Fiebers war in der Baloxavir marboxil-Gruppe (41,2 Stunden [95-%-KI: 24,5; 45,7]) und in der Oseltamivir-Gruppe (46,8 Stunden [95-%-KI: 30,0; 53,5]) vergleichbar.
Die Gesamtinzidenz influenzabedingter Komplikationen (Tod, Hospitalisierung, Pneumonie, Bronchitis, Sinusitis, Otitis media, Enzephalitis/Enzephalopathie, Fieberkrämpfe, Myositis) traten in der Baloxavir marboxil-Gruppe bei 7,4 % (6/81 Patienten) und in der Oseltamivir-Gruppe bei 7 % (3/43 Patienten) auf. Die Inzidenz von Otitis media betrug 3,7 % (3/81 Patienten) in der Baloxavir marboxil-Gruppe und 4,7 % (2/43 Patienten) in der Oseltamivir-Gruppe. Sinusitis, Pneumonie und Bronchitis traten bei jeweils einem Patienten in der Baloxavir marboxil-Gruppe und Fieberkrämpfe bei einem Patienten in der Oseltamivir-Gruppe auf.
Pädiatrische Patienten (im Alter von < 1 Jahr)
Bei Ministone-1 (CP40559) handelt es sich um eine multizentrische, einarmige, offene Studie zur Beurteilung der Sicherheit, Pharmakokinetik und Wirksamkeit einer oralen Einzeldosis von Baloxavir marboxil bei pädiatrischen Patienten (im Alter von < 1 Jahr) mit grippeähnlichen Symptomen. Der jüngste Patient war 3 Wochen alt. Die Extrapolation der Wirksamkeit auf < 1 Jahr basierte auf einem Expositionsabgleich von Erwachsenen und älteren Kindern.
Insgesamt erhielten 48 Patienten, abhängig von Körpergewicht und Alter, eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil (2 mg/kg bei Patienten ≥ 3 Monate (n = 39), 1 mg/kg bei Patienten ≥ 4 Wochen
bis < 3 Monate (n = 8) und 1 mg/kg bei Patienten < 4 Wochen (n = 1)). Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3. Das primäre Ziel war die Beurteilung der Sicherheit und Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis Baloxavir marboxil. Ein sekundäres Ziel war die Beurteilung der Wirksamkeit von Baloxavir marboxil auf Basis der Wirksamkeitsendpunkte, einschließlich der Zeit bis zur Linderung der Anzeichen und Symptome der Influenza (Husten und nasale Symptome, Zeit bis zur Rückkehr zu normaler Gesundheit und Aktivität und Dauer des Fiebers). Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken identifiziert.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza
Bei Blockstone (1719T0834) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, in Japan durchgeführte Studie der Phase III mit 749 Studienteilnehmern, um die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil als Tablette oder einer Einmaldosis Granulat im Vergleich zu Placebo zur Postexpositions-Prophylaxe von Influenza zu untersuchen. Die Studienteilnehmern waren Haushaltskontakte von influenzainfizierten Indexpatienten.
Insgesamt erhielten 607 Studienteilnehmern ≥ 12 Jahren und 142 Studienteilnehmern von 1 bis < 12 Jahren entweder Baloxavir marboxil (wie in den Behandlungsstudien nach Gewicht dosiert) oder Placebo. Die Mehrzahl der Studienteilnehmern (73,0 %) wurde innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome bei den Indexpatienten eingeschlossen. Die vorherrschenden Influenzavirus-Stämme bei den Indexpatienten waren der Subtyp A/H3 (48,6 %) und der Subtyp A/H1N1pdm (47,5 %) gefolgt von Influenza B (0,7 %).
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war der Anteil der Haushaltskontakte, die mit dem Influenzavirus infiziert waren und im Zeitraum von Tag 1 bis Tag 10 Fieber und mindestens ein Atemwegssymptom aufwiesen.
Der Anteil der Studienteilnehmern mit im Labor bestätigter klinischer Influenza war in der Baloxavir marboxil-Gruppe mit 1,9 % statistisch signifikant niedriger im Vergleich zu 13,6 % in der Placebo-Gruppe (siehe Tabelle 8).
Tabelle 8: Anteil an Studienteilnehmern mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (Baloxavir marboxil vs. Placebo)
Anteil an Studienteilnehmern mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (%) mITT*-Population
| Baloxavir marboxil (95-%-KI) n = 374 1,9 (0,8; 3,8) Anteil an Studienteilnehmern | Placebo (95-%-KI) n = 375 13,6 (10,3; 17,5) ≥ 12 Jahre mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem | Adjustiertes Risikoverhältnis (95-%-KI) 0,14 (0,06; 0,30) | p-Wert < 0,0001 |
| Atemwegssymptom (%) n = 303 1,3 (0,4; 3,3) Anteil an Studienteilnehmern von 1 bis < 12 Jahre mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (%) n = 71 4,2 (0,9; 11,9) * mITT: modified Intention-to-treat die die Studienmedikation erhielten und infizierten Indexpatienten nach Bas | n = 304 13,2 (9,6; 17,5) n = 71 15,5 (8; 26). Die mITT-Population für die die Wirksamkeitsdaten e line verfügbar waren. | 0,10 (0,04; 0,28) 0,27 (0,08; 0,90) schloss alle randomisierten Studienteilnehmern der Haushaltskontakte von I Die mITT-Population wurde randomisiert analysiert. | < 0,0001 0,0339 ein, nfluenza- |
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach oraler Anwendung wird Baloxavir marboxil nahezu vollständig in den aktiven Metaboliten
Baloxavir umgewandelt. Die Plasmakonzentration von Baloxavir marboxil ist sehr niedrig oder
unterhalb der Bestimmungsgrenze (< 0,100 ng/ml).
Die pharmakokinetischen (PK) Parameter von Baloxavir wurden bei gesunden erwachsenen Studienteilnehmern und bei Patienten mit grippeähnlichen Symptomen bestimmt. Die Pharmakokinetik von Baloxavir lässt sich am besten anhand eines Populations-Pharmakokinetik-Modells mit einem Zwei-Kompartiment-Dispositionsmodell mit Resorptions-undEliminationsprozessen erster Ordnung beschreiben, einschließlich eines sigmoiden Emax‑Modells zur Quantifizierung der Clearance-Reifung mit dem Alter bei Kleinkindern. Körpergewicht und ethnische Zugehörigkeit hatten einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik.
Bei Erwachsenen betrug die geschätzte mittlere AUC0-inf von Baloxavir nach einer Einzelgabe von Baloxavir marboxil in therapeutischen Dosen 9 580 bzw. 4 750 ng.h/ml und die geschätzte mittlere Cmax 95,2 bzw. 62,4 ng/ml in der asiatischen bzw. nicht-asiatischen Population.
Nach oraler Anwendung einer Einmaldosis von 80 mg Baloxavir marboxil beträgt die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenplasmakonzentration (Tmax) im Nüchternzustand ca. 4 Stunden. Die absolute Bioverfügbarkeit von Baloxavir nach oraler Anwendung von Baloxavir marboxil wurde nicht untersucht.
Wechselwirkung mit Nahrung
In einer Studie zur Untersuchung der Auswirkungen von Nahrungsmitteln bei gesunden Studienteilnehmern waren nach Gabe von 40 mg Baloxavir marboxil die maximale Plasmakonzentration (maximum plasma concentration, Cmax) und die Fläche unter der Kurve (area under the curve, AUC0-inf) von Baloxavir nach einer Mahlzeit (von etwa 400 bis 500 kcal, davon 150 kcal aus Fett) um 48 % (geometrisches Mittel [CV %] von 67,6 [40,0] vs. 130 [24,1] ng/ml bzw. um 36 % (geometrisches Mittel [SD] von 4 540 [38,8] vs. 7 090 [19,6] ng.h/ml) im Vergleich zum Nüchternzustand erniedrigt. Die Tmax blieb nach Nahrungsaufnahme unverändert. In klinischen Studien wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in der Wirksamkeit bei Anwendung von Baloxavir marboxil mit oder ohne Mahlzeiten beobachtet.
Verteilung
In einer In-vitro-Studie wurde Baloxavir zu 92,9 % bis 93,9 % an menschliche Serumproteine, hauptsächlich Albumin, gebunden. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Baloxavir beträgt nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil während der terminalen Eliminationsphase (Vz/F) ca. 1 180 l bei kaukasischen und ca. 647 l bei japanischen Studienteilnehmern. Die Schätzungen der populationspharmakokinetischen Parameter betrugen 260 l für das scheinbare periphere Verteilungsvolumen (Vp/F) und 489 l bzw. 735 l für das scheinbare zentrale Verteilungsvolumen (Vc/F) in der asiatischen bzw. nicht-asiatischen Population.
Biotransformation
Baloxavir wird primär durch UGT1A3 durch Bildung eines Glucuronids metabolisiert und CYP3A4 leistet durch Bildung eines Sulfoxids nur einen geringen Beitrag.
Wechselwirkungsstudien
Basierend auf In-vitro- und In-vivo-Arzneimittelwechselwirkungsstudien (drug-drug interaction, DDI) wird nicht erwartet, dass Baloxavir marboxil und Baloxavir die Isoenzyme der CYP- oder UGT-Familien inhibiert oder eine relevante Induktion der CYP-Enzyme verursacht.
Basierend auf In-vitro-Transporter-Studien und In-vivo-DDI-Studien wird keine relevante pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Baloxavir marboxil oder Baloxavir und Arzneimitteln, die Substrate der folgenden Transporter sind, erwartet: OATP1B1, OATP1B3, OCT1, OCT2, OAT1, OAT3, MATE1 oder MATE2K.
Ausscheidung
Nach Anwendung einer oralen Einmaldosis von 40 mg 14C-markiertem Baloxavir marboxil, betrug der Anteil der mit den Fäzes ausgeschiedenen gesamten Radioaktivität 80,1 % der angewendeten Dosis, und der mit dem Urin ausgeschiedene Anteil 14,7 % (3,3 % und 48,7 % der angewendeten Dosis wurde als Baloxavir mit dem Urin bzw. mit den Fäzes ausgeschieden).
Elimination
Nach populationspharmakokinetischen Analysen betrug die scheinbare orale Clearance (CL/F) von Baloxavir in der asiatischen und nicht-asiatischen Populationen schätzungsweise 5,47 l/h bzw. 11,02 l/h.
Die scheinbare terminale Eliminationshalbwertszeit (t1/2,z) von Baloxavir nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil beträgt bei kaukasischen erwachsenen, jugendlichen und pädiatrischen Studienteilnehmern jeweils 79,1, 50,3 und 29,4 Stunden. Basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse stiegen die scheinbare orale Clearance (CL/F) und das scheinbare Verteilungsvolumen für das zentrale Kompartiment (Vc/F) von Baloxavir mit dem Körpergewicht mit unterschiedlichen Exponenten an, daher ist die Halbwertszeit bei Patienten mit geringerem Körpergewicht kürzer (d. h. kürzere t1/2 bei pädiatrischen Patienten im Vergleich zu Erwachsenen – siehe Tabelle 9 und Unterabschnitt „Ethnische Zugehörigkeit“ unten).
Tabelle 9: Halbwertszeit von Baloxavir nach Alter und ethnischer Zugehörigkeit
| < 12 Jahre Nicht-Asiaten | Asiaten | ≥ 12 Jahre Nicht-Asiaten | Asiaten | |
|---|---|---|---|---|
| t 1/2 (h) | 29,4 (9,9) | 35,6 (8,17) | 50,3 (12,6) | 59,6 (13,5) |
Mittelwert (SD)
Linearität/Nicht-Linearität
Nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil zeigt Baloxavir im Dosisbereich von 6 mg bis 80 mg eine lineare Pharmakokinetik.
Besondere Patientengruppen
Körpergewicht Das Körpergewicht ist basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse eine signifikante Kovariate der Pharmakokinetik von Baloxavir, unabhängig vom Alter. Die Dosierungsempfehlungen für Baloxavir marboxil basieren sowohl für Erwachsene als auch pädiatrische Patienten auf dem Körpergewicht (siehe Abschnitt 4.2).
Geschlecht
In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurde keine klinisch bedeutsame Wirkung des
Geschlechts auf die Pharmakokinetik von Baloxavir identifiziert. Eine geschlechtsspezifische
Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Ethnische Zugehörigkeit
Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse ist die ethnische Zugehörigkeit
zusätzlich zum Körpergewicht eine altersunabhängige Kovariate der CL/F und des Vc/F von
Baloxavir. Dennoch ist basierend auf der ethnischen Zugehörigkeit keine Dosisanpassung von
Baloxavir marboxil erforderlich.
Alter In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurden Plasmakonzentrationen aus klinischen Studien bei Studienteilnehmern im Alter von 1 bis 85 Jahren ausgewertet. Das Alter wurde nicht als relevante Kovariate der Pharmakokinetik von Baloxavir identifiziert. In einer Populations-PK-Analyse mit 57 pädiatrischen Patienten unter 1 Jahr beeinflusste das Alter die CL/F von Baloxavir signifikant; die Reifungs-Halbwertszeit wurde auf 38,3 Wochen geschätzt. Eine altersabhängige Dosisanpassung von Baloxavir marboxil ist jedoch nicht erforderlich.
Pädiatrische Population Pharmakokinetische Daten von Baloxavir wurden bei Patienten im Alter von 3 Wochen bis < 12 Jahren erhoben. Das an das Körpergewicht angepasste Dosierungsschema (2 mg/kg bis 20 kg und 40 mg für ≥ 20 kg) führt zu ähnlichen Baloxavir-Expositionen wie die therapeutischen Dosen von Baloxavir marboxil bei Erwachsenen (40 mg für erwachsene Patienten < 80 kg und 80 mg für erwachsene Patienten ≥ 80 kg) sowohl in asiatischen als auch in nicht-asiatischen Populationen (siehe
Tabelle 10).
Tabelle 10: Mittlere (5. – 95. Perzentil) pharmakokinetische Parameter von Baloxavir bei nicht-asiatischen Patienten im Alter von 3 Wochen und älter, die eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil erhielten
| Altersgruppe | Dosis-gruppe * | n | AUC 0-inf (ng.h/ml) | C max (ng/ml) | C 72 (ng/ml) | T max (h) | T 1/2 (h) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 22 - < 28 Tage | 1 mg/kg ** | 1 | 2 640 [NA, NA]*** | 66,9 [NA, NA] | 8,71 [NA, NA] | 5 [NA, NA] | 23,4 [NA, NA] |
| 28 Tage - < 3 Monate | 1 mg/kg ** | 8 | 2 580 [864; 4 880] | 57,1 [37,1; 80,4] | 9,53 [1,3; 20,3] | 6,5 [2; 13] | 25,2 [13; 32,8] |
| 3 Monate - < 1 Jahr | 2 mg/kg | 37 | 5 670 [1 800; 11 900] | 144 [48,8; 294] | 18,4 [4,43; 41,5] | 5,09 [2; 13] | 22,9 [15,5; 30,3] |
| 1 - < 2 Jahre | 2 mg/kg | 8 | 3 260 [1 670; 5 970] | 95,5 [33,1; 215] | 10,0 [2,02; 14,2] | 3,56 [1,5; 7] | 23 [11,6; 38,8] |
| 2 - < 12 Jahre | 2 mg/kg 40 mg | 32 64 | 4 490 [765; 9 070] 4 650 [1 770; 9 130] | 116 [21,4; 272] 87,1 [31,1; 147] | 15,0 [3,06; 32,2] 19,1 [7,36; 39,2] | 3,94 [1,5; 7,5] 5,51 [2,5; 10,5] | 24,2 [17,4; 35,3] 33,8 [21,7; 52,4] |
| 12 - < 18 Jahre | 40 mg 80 mg | 44 13 | 3 520 [1 230; 7 470] 6 600 [2 730; 11 600] | 52,7 [17,5; 94,3] 83,7 [43,9; 147] | 15,5 [5,76; 31,2] 29,6 [12,1; 51,7] | 4,32 [1,5; 7,5] 5,19 [1; 13] | 42,9 [32; 69] 50,7 [34,2; 64,5] |
| 18 Jahre und älter * Die Dosisgruppen basieren auf dem Körpergewicht: < 20 kg: 2 mg/kg; | 40 mg 80 mg | 310 338 | 3 470 [1 440; 6 350] 5 880 [2 270; 11 200] | 47,4 [20,6; 86,2] 73,4 [27,5; 141] ≥ | 15,4 [6,36; 27,8] 26,2 [10,7; 49,4] 20 kg - < 80 kg: 40 mg; | 4,67 [1,5; 10] 5,19 [2; 11] ≥ 80 kg: | 47,7 [31,2; 67,5] 52,8 [33,6; 76,2] |
80 mg;
** Für Altersgruppen, in denen bei der empfohlenen Dosis von Baloxavir marboxil keine pharmakokinetischen (PK) Beobachtungen vorliegen, prognostiziert die Populations-PK-Modellierung, dass eine Dosis von 2 mg/kg bei Kindern im Alter von 22 Tagen bis 3 Monaten zu einer ähnlichen Exposition führt wie bei Erwachsenen und älteren Kindern.
***NA: Not available – nicht verfügbar
Die Pharmakokinetik von Baloxavir bei pädiatrischen Patienten < 3 Wochen wurde nicht untersucht. Ältere Patienten
Pharmakokinetische Daten, die bei 181 Patienten im Alter von ≥ 65 Jahre gesammelt wurden, zeigen, dass die Baloxavir-Exposition im Plasma ähnlich der bei Patienten im Alter von ≥ 12 bis 64 Jahre war.
Leberfunktionsstörung Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse A und B) wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Baloxavir im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe mit normaler Leberfunktion beobachtet.
Die Pharmakokinetik bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.2).
Nierenfunktionsstörung Die Wirkungen einer Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Baloxavir marboxil oder Baloxavir wurden nicht untersucht. Es wird nicht erwartet, dass eine Nierenfunktionsstörung die Elimination von Baloxavir marboxil oder Baloxavir verändert.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, akuter Toxizität und Toxizität bei wiederholter Gabe lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Verlängerungen der Thromboplastinzeit und der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit wurden bei Ratten bei Expositionen beobachtet, die mindestens der Exposition des Menschen basierend auf AUC0-24Std unter spezifischen experimentellen Bedingungen entsprachen, d. h. im Nüchternzustand und wenn die Nahrungsmittel entweder autoklaviert oder bestrahlt wurden, was zu Vitamin-K-limitierenden/ oder -Mangel-Bedingungen führte. Diese Wirkungen wurden in Studien an Affen bis zu einer Dauer von 4 Wochen bei der höchsten getesteten Dosis, die dem 8-Fachen der Exposition des Menschen basierend auf AUC0-24Std entspricht, nicht beobachtet. Sie werden als begrenzt klinisch relevant angesehen.
Es wurden keine Karzinogenitätsstudien mit Baloxavir marboxil durchgeführt.
Das Prodrug Baloxavir marboxil und seine aktive Form Baloxavir wurden nicht als genotoxisch
eingestuft, da sie im bakteriellen Rückmutationstest und in Mikronukleustests mit kultivierten
Säugetierzellen negativ getestet wurden und Baloxavir marboxil im In-vivo-Mikronukleustest an
Nagern negativ war.
Baloxavir marboxil hatte nach oraler Gabe von Dosen, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf AUC0-24Std entsprechen, keine Wirkung auf die Fertilität bei männlichen oder weiblichen Ratten.
Baloxavir marboxil verursachte bei Ratten oder Kaninchen keine Missbildungen.
Die orale embryofetale Entwicklungsstudie von Baloxavir marboxil an Ratten mit täglichen Dosen vom 6. bis zum 17. Gestationstag zeigte bis zur höchsten getesteten Dosis, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf AUC0-24Std entspricht, keine Anzeichen maternaler oder fetaler Toxizität.
Bei Kaninchen führte eine Dosis, die der 14-fachen menschlichen Exposition entspricht basierend auf AUC0-24Std gemäß der maximalen beim Menschen empfohlenen Dosis [MHRD], zu einer mütterlichen Toxizität, die zu Fehlgeburten und einer signifikanten Erhöhung der Inzidenz von Föten mit Skelettveränderung (zervikale Rippe) führte. Die Skelettveränderungen bildeten sich während des Wachstumsprozesses umliegender zervikaler Wirbel zurück. Eine Dosis, die der 6-fachen menschlichen Exposition basierend auf der AUC0-24Std entspricht, zeigte bei Kaninchen keine Nebenwirkungen.
Die prä- und postnatalen Studien mit Ratten zeigten sowohl bei den Muttertieren als auch bei den Jungtieren bis zur höchsten getesteten Dosis, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf der AUC0-24Std entspricht, keine durch Baloxavir marboxil bedingten unerwünschten Befunde.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551)
Hypromellose (E 464)
Maltitol (E 965)
Mannitol (E 421)
Povidon (K25) (E 1201)
Natriumchlorid
Erdbeergeschmack (enthält Propylenglykol)
Sucralose (E 955)
Talkum (E 553b)
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
5 Jahre
Nach der Rekonstitution, innerhalb von 10 Stunden anwenden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Vor der Rekonstitution: Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen
Lagerungsbedingungen erforderlich. Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor
Feuchtigkeit zu schützen.
Nach der Rekonstitution: Nicht über 30 °C lagern.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Braunglasflasche mit kindergesichertem Schraubverschluss mit Originalitätsverschluss.
Jeder Umkarton enthält:1 Flasche, 1 Flaschenadapter zum Eindrücken, 1 Messbecher, eine orale 3-ml-Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen mit orangenem Kolben und eine orale 10-ml-Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen mit durchsichtigem Kolben.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Die Flasche nicht schütteln.
Hautkontakt vermeiden.
Es wird empfohlen, Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen vor der Abgabe an den Patienten von medizinischem Fachpersonal rekonstituieren zu lassen. Das medizinische Fachpersonal muss die Person oder Pflegeperson über die Zubereitung der Suspension aufklären und sie anweisen, die Gebrauchsanweisung vor der Zubereitung und Anwendung zu lesen.
Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen ist sofort oder innerhalb von 10 Stunden nach der Rekonstitution einzunehmen. Die Suspension ist zu verwerfen, wenn sie nicht innerhalb von 10 Stunden nach ihrer Rekonstitution verwendet wird.
Zubereitung der Suspension zum Einnehmen
1. Vorsichtig auf den Flaschenboden klopfen, um das Granulat aufzuschütteln.
2. 20 ml Trinkwasser, abgemessen mit einem Messbecher, zu dem Granulat geben.
3. Die Flasche nicht schütteln.
4. Die Suspension vorsichtig schwenken, um zu gewährleisten, dass sich das Granulat gleichmäßig auflöst.
5. Vermerken Sie auf dem Flaschenetikett die Zeit für "Verwerfen nach" (10 Stunden ab Rekonstitutionszeit).
6. Geben Sie die Menge der zu entnehmenden Suspension zum Einnehmen (2 mg/ml) auf der
Grundlage des Körpergewichts an (siehe Tabelle 1).
Nach der Rekonstitution hat die Suspension eine opake, gräulich-weiße, weiß bis hellgelbe Farbe.
Ausführliche Informationen zur Zubereitung und Anwendung von Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen entnehmen Sie der beiliegenden Gebrauchsanweisung im Umkarton.
Überprüfen Sie die Herstelleranweisungen für Größe und Abmessungen der enteralen
Ernährungssonde.
Für die Gabe über eine enterale Ernährungssonde ziehen Sie die Suspension mit einer enteralen
Spritze auf. Vor und nach der enteralen Anwendung mit 1 ml Wasser spülen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
8. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/005
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 07. Januar 2021
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 17. November 2025
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 10 mg Granulat im Beutel
Xofluza 30 mg Granulat im Beutel
Xofluza 40 mg Granulat im Beutel
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Xofluza 10 mg Granulat im Beutel
Jeder Beutel enthält 500 mg Granulat, entsprechend 10 mg Baloxavir marboxil.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Jeder 10‑mg‑Beutel enthält weniger als 1 mmol (23,0 mg) Natrium und 175 mg Maltitol.
Xofluza 30 mg Granulat im Beutel
Jeder Beutel enthält 1 500 mg Granulat, entsprechend 30 mg Baloxavir marboxil.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Jeder 30‑mg‑Beutel enthält weniger als 1 mmol (23,0 mg) Natrium und 525 mg Maltitol.
Xofluza 40 mg Granulat im Beutel
Jeder Beutel enthält 2 000 mg Granulat, entsprechend 40 mg Baloxavir marboxil.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Jeder 40‑mg‑Beutel enthält 1,03 mmol (oder 23,6 mg) Natrium und 700 mg Maltitol.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Granulat im Beutel.
Weißes bis hellgelbes Granulat.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung der Influenza
Xofluza wird bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter zur Behandlung einer unkomplizierten Influenza angewendet.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza
Xofluza wird zur Postexpositions-Prophylaxe einer Influenza bei Personen im Alter von 3 Wochen und älter angewendet.
Xofluza sollte in Übereinstimmung mit offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Behandlung der Influenza Eine Einmaldosis Baloxavir marboxil ist baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome einzunehmen.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza Eine Einmaldosis Baloxavir marboxil ist nach engem Kontakt mit einer Person mit bestätigter oder vermuteter Influenza baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden einzunehmen (siehe Abschnitt 5.1).
Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Kleinkinder (≥ 3 Wochen)
Die empfohlene orale Einzeldosis Baloxavir marboxil wird anhand des Körpergewichts bestimmt
(siehe Tabelle 1).
Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die ≥ 20 kg wiegen und Tabletten schlucken können, können
stattdessen eine Behandlung mit Xofluza Tabletten in einer Dosis von 40 mg oder 80 mg erhalten, je nach Körpergewicht des Patienten. Für Informationen zur Dosierung siehe Fachinformation der Xofluza Tablette.
Tabelle 1: Dosis von Baloxavir marboxil nach Körpergewicht des Patienten (≥ 3 Wochen)
| Körpergewicht des Patienten (kg) | Empfohlene gewichtsbasierte fixe Dosisstufe a von Baloxavir marboxil |
|---|---|
| < 9 kg | 2 mg/kg b |
| ≥ 9 kg bis < 15 kg | 20 mg c |
| ≥ 15 kg bis < 20 kg | 30 mg |
| ≥ 20 kg bis < 80 kg | 40 mg |
| ≥ 80 kg | 80 mg d |
a Die gewichtsbasierte Dosisstufe gilt für ein Körpergewicht ≥ 9 kg. Für ein Körpergewicht < 9 kg gilt die gewichtsbasierte Dosierung.
b Die Zubereitung und Verabreichung der Suspension (2 mg/ml) muss durch eine medizinische Fachkraft erfolgen. Für eine Dosis von 2 mg/kg ist der 40‑mg‑Beutel erforderlich. 1 ml pro kg (Körpergewicht) der Suspension muss verabreicht werden, z. B. sollte ein Kind mit einem Gewicht von 8 kg 8 ml der Suspension erhalten.
c Die Dosis erfordert 2 x Xofluza 10 mg Granulat im Beutel.
d Die Dosis erfordert 2 x Xofluza 40 mg Granulat im Beutel.
Es liegen keine klinischen Daten zur wiederholten Anwendung von Baloxavir marboxil zur
Behandlung einer unkomplizierten Influenza oder zur Postexpositions-Prophylaxe innerhalb einer
Influenzasaison vor.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Leberfunktionsstörung Patienten mit leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation A oder B) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baloxavir marboxil sind bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation C) nicht erwiesen.
Nierenfunktionsstörung
Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baloxavir marboxil bei Frühgeborenen und Kindern < 3 Wochen sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung.
Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe Abschnitt 5.2). Das
Granulat sowie das mit Trinkwasser gemischte Granulat dürfen nicht mit Essen gemischt werden.
Jedes Mischen, das nicht den Empfehlungen entspricht, liegt in der Verantwortung des medizinischen Fachpersonals oder des Anwenders.
Xofluza darf nicht mit Produkten eingenommen werden, die polyvalente Kationen enthalten, dazu gehören Laxantien, Antazida oder orale Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium (siehe Abschnitt 4.5).
Hinweise zur Zubereitung von Xofluza Granulat vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Die empfohlene Dosis kann über eine enterale Ernährungssonde verabreicht werden. Die Sonde sollte vor und nach der Verabreichung von Xofluza mit Wasser gespült werden. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers für die Magensonde, um das Arzneimittel zu verabreichen, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Natrium
Das 10 mg und 30 mg Granulat im Beutel enthält weniger als 23 mg Natrium pro Beutel, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Das 40 mg Granulat im Beutel enthält 23,6 mg Natrium pro Beutel. Dies entspricht 1,2 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g.
Maltitol
Dieses Arzneimittel enthält 175 mg, 525 mg bzw. 700 mg Maltitol pro 10 mg, 30 mg bzw. 40 mg
Granulat im Beutel. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten dieses
Arzneimittel nicht einnehmen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkungen von anderen Arzneimitteln auf Baloxavir marboxil oder dessen aktiven Metaboliten
Baloxavir
Produkte, die polyvalente Kationen enthalten, können die Plasmakonzentrationen von Baloxavir verringern. Xofluza darf nicht mit Produkten eingenommen werden, die polyvalente Kationen enthalten, dazu gehören Laxantien, Antazida oder orale Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium.
Immunantwort gegen das Influenzavirus
Es wurden keine Wechselwirkunsstudien mit Influenzaimpfstoffen und Baloxavir marboxil
durchgeführt. In Studien mit natürlich erworbener Influenza beeinträchtigte Xofluza die humorale
Antikörperreaktion auf die Influenzainfektion nicht.
Kinder und Jugendliche
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es gibt keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Baloxavir marboxil bei Schwangeren.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, die Anwendung von Xofluza während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Baloxavir marboxil oder Baloxavir beim Menschen in die Muttermilch
übertreten. Baloxavir marboxil und dessen Metabolite treten in die Milch von laktierenden Ratten
über.
Ein Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden.
Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Behandlung für die Mutter muss eine Entscheidung getroffen werden, entweder das Stillen abzubrechen oder auf die Behandlung mit Xofluza zu verzichten.
Fertilität
Tierstudien ergeben keinen Hinweis darauf, dass Baloxavir marboxil eine Wirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität hat (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Überempfindlichkeitsreaktionen wurden nach der Markteinführung beobachtet, darunter Berichte von Anaphylaxie/anaphylaktischen Reaktionen und weniger schweren Formen von Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Urtikaria und Angioödem. Von diesen Nebenwirkungen wurde nur Urtikaria in klinischen Studien mit einer geschätzten Häufigkeitskategorie von „gelegentlich“ beobachtet.
Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in der Zeit nach der Markteinführung unter Anwendung von Baloxavir marboxil identifiziert (Tabelle 2), basierend auf spontanen Fallberichten und auf Fällen aus nicht interventionellen Studien. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse und entsprechender Häufigkeitskategorie aufgeführt, wobei folgende Konvention verwendet wurde: Sehr
| häufig (≥ 1/10), häufig (≥ < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Die Nebenwirkungen werden für jede Häufigkeitsgruppe nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt. | 1/100, < | 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ | 1/10 000, |
| Tabelle 2: Nebenwirkungen nach der Markteinführung bei Erwachsenen, Jugendlichen und | Kindern | ||
|---|---|---|---|
| Systemorganklasse (SOK) Erkrankungen des Immunsystems Gastrointestinale Erkrankungen Diarrhö Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) Anaphylaxie a Anaphylaktische Reaktion a Überempfindlichkeit a b Erbrechen b Ischämische Kolitis a Urtikaria b Angioödem a | Häufigkeit Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Häufig Häufig Nicht bekannt Gelegentlich Nicht bekannt |
a Nicht in klinischen Studien berichtet.
b Die Berechnung der Häufigkeit basiert auf abgeschlossenen klinischen Studien.
Kinder und Jugendliche
Die Daten zum Sicherheitsprofil bei pädiatrischen Patienten (3 Wochen bis < 12 Jahre) stammen aus Behandlungs- und Postexpositionsprophylaxe-Studien und bei Patienten im Alter von 5 Jahren und älter aus der Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt. In Tabelle 3 sind Nebenwirkungen dargestellt, die in klinischen Studien identifiziert wurden.
Nach der Markteinführung wurde bei pädiatrischen Patienten über anaphylaktische Reaktionen, Anaphylaxie, Urtikaria und Angioödem (Schwellungen des Gesichts, der Augenlider und der Lippen) berichtet (siehe Tabelle 2).
Tabelle 3: Nebenwirkungen bei Kindern aus klinischen Studien
| Systemorganklasse (SOK) | Nebenwirkung (bevorzugter Begriff, MedDRA) | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Gastrointestinale | Diarrhö | Häufig |
| Erkrankungen | Erbrechen | Häufig |
| Erkrankungen der Haut und | Ausschlag | Häufig |
des Unterhautgewebes
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Über Überdosierungen mit Baloxavir marboxil wurde in klinischen Studien und nach der Markteinführung berichtet. Bei der Mehrzahl der Fälle wurden keine Nebenwirkungen berichtet. Die Daten reichen nicht aus, um festzustellen, welche Symptome als Folge einer Überdosierung zu erwarten sind.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Antidot für Xofluza. Im Falle einer Überdosierung sind standardmäßige
unterstützende Therapiemaßnahmen basierend auf den Anzeichen und Symptomen des Patienten
einzuleiten.
Aufgrund der hohen Serumproteinbindung ist es unwahrscheinlich, dass Baloxavir signifikant durch Dialyse entfernt wird.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Substanzen zur systemischen Anwendung, andere
antivirale Substanzen. ATC-Code: J05AX25.
Wirkmechanismus
Baloxavir marboxil ist ein Prodrug, das durch Hydrolyse in Baloxavir umgewandelt wird. Baloxavir ist die aktive Form mit Aktivität gegen Influenza. Baloxavir wirkt auf die CAP-abhängige Endonuklease (CEN), ein Influenzavirus-spezifisches Enzym in der sauren Polymeraseeinheit (PA) des viralen RNA-Polymerase-Komplexes. Dadurch wird die Transkription von Influenzavirus-Genomen gehemmt, was wiederum zu einer Hemmung der Influenzavirus-Replikation führt.
In-vitro-Aktivität Die Konzentration, bei der die Virusvermehrung (IC50) von Baloxavir zu 50 % gehemmt wird, betrug in einem Enzyminhibitionstest 1,4 bis 3,1 nmol/l für Influenza-A-Viren und 4,5 bis 8,9 nmol/l für Influenza-B-Viren.
In einem MDCK-Zellkulturtest betrug die mediane effektive Konzentration (EC50) von Baloxavir 0,73 nmol/l (n = 31; Bereich: 0,20 - 1,85 nmol/l) für Subtyp-A/H1N1-Stämme, 0,83 nmol/l (n = 33; Bereich: 0,35 - 2,63 nmol/l) für Subtyp-A/H3N2-Stämme und 5,97 nmol/l (n = 30; Bereich:
2,67 - 14,23 nmol/l) für Typ-B-Stämme.
In einem zellbasierten MDCK-Virustiter-Reduktionstest lagen die Werte für die 90 % effektive Konzentration (EC90) von Baloxavir im Bereich von 0,46 bis 0,98 nmol/l für Subtyp-A/H1N1- und - A/H3N2-Viren, 0,80 bis 3,16 nmol/l für aviäre Subtyp-A/H5N1- und -A/H7N9-Viren und 2,21 bis 6,48 nmol/l für Typ-B-Viren.
Resistenz Viren mit PA/I38T/F/M/N/S-Mutationen oder der PA/T20K-Mutation, die in vitro oder in klinischen Studien selektiert wurden, zeigen eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Baloxavir.
PA/I38T/F/M/N/S-Mutationen führten zu einer Erhöhung der EC50-Werte zwischen dem 11- bis 57-Fachen bei Influenza-A-Viren und dem 2- bis 8-Fachen bei Influenza-B-Viren. Die PA/T20K-Mutation führte zu einer 7-fachen Erhöhung des EC50-Wertes für das Influenza-B-Virus.
In den vier Phase-III-Studien zur Behandlung von unkomplizierter Influenza und einer Phase-IIIb-Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt wurde in Isolaten vor Behandlungsbeginn keine Resistenz gegenüber Baloxavir marboxil festgestellt. In den beiden Studien mit Erwachsenen und Jugendlichen zur Behandlung mit Baloxavir marboxil wurden bei 36 von 370 (9,7 %) und bei 15 von 290 (5,2 %) der mit Baloxavir marboxil behandelten Patienten behandlungsbedingte Mutationen PA/I38T/M/N festgestellt, die bei keinem der mit Placebo behandelten Patienten festgestellt wurden.
In der Studie der Phase III mit pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis < 12 Jahren (Ministone-2 (CP40563)) wurden bei 11 von 57 (19,3 %) der mit Influenza-infizierten Patienten in der Behandlungsgruppe mit Baloxavir marboxil behandlungsbedingte Mutationen PA/I38T/M/S festgestellt.
In der Phase-III-Studie mit pädiatrischen Patienten im Alter von < 1 Jahr (Ministone-1 (CP40559)) wurden PA/I38T und PA/T20K bei 2 von 13 (15,4 %) mit Baloxavir marboxil behandelten Influenza-infizierten Studienteilnehmern festgestellt.
In der Studie der Phase III zur Postexpositions-Prophylaxe (Blockstone (1719T0834)) wurde bei 10 von 374 (2,7 %) der mit Baloxavir marboxil behandelten Studienteilnehmern die PA/I38T/M festgestellt. Keine PA/I38-Substitutionen wurden bei mit Placebo behandelten Studienteilnehmern festgestellt, mit Ausnahme von zwei Studienteilnehmern, die Baloxavir marboxil als Rescue-Behandlung erhalten hatten.
In einer Phase-IIIb-Studie zur Influenzaübertragung im Haushalt wurden behandlungsbedingte
Mutationen PA/I38M/N/T bei 15 von 208 Influenza-infizierten Indexpatienten (7,2 %) in der
Baloxavir marboxil-Gruppe festgestellt.
Baloxavir ist in vitro gegen Influenzaviren aktiv, die als resistent gegen Neuraminidase-Hemmer gelten. Dazu gehören Stämme mit den folgenden Mutationen: H274Y in A/H1N1, E119V und R292K in A/H3N2, R152K und D198E im Typ-B-Virus, H274Y in A/H5N1, R292K in A/H7N9.
Klinische Studien
Behandlung der unkomplizierten Influenza
Erwachsene und jugendliche Patienten
Bei Capstone 1 (1601T0831) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie der Phase III, die in Japan und den USA durchgeführt wurde. Ziel war die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil als Tablette im Vergleich zu Placebo und zu Oseltamivir bei gesunden erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von ≥ 12 Jahre bis ≤ 64 Jahre) mit unkomplizierter Influenza zu untersuchen. Die Patienten erhielten nach der Randomisierung entweder Baloxavir marboxil (Patienten mit einem Gewicht von 40 kg bis < 80 kg erhielten 40 mg und Patienten mit einem Gewicht von ≥ 80 kg erhielten 80 mg), Oseltamivir 75 mg
zweimal täglich über 5 Tage (nur, wenn sie 20 Jahre oder älter waren) oder Placebo. Die Anwendung erfolgte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome.
Insgesamt wurden 1 436 Patienten (davon waren 118 ≥ 12 Jahre bis ≤ 17 Jahre) in der Influenzasaison
2016 - 2017 in der nördlichen Hemisphäre eingeschlossen. Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3 (84,8 % bis 88,1 %), gefolgt von Subtyp B (8,3 % bis 9,0 %) und Subtyp A/H1N1pdm (0,5 % bis 3,0 %). Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zum Abklingen der Symptome (time to alleviation of symptoms, TTAS) (Husten, rauer Hals, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Fieber oder Schüttelfrost, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Ermüdung/Fatigue). Baloxavir marboxil führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der TTAS im Vergleich zu Placebo (Tabelle 4).
Tabelle 4: Capstone 1: Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Baloxavir marboxil vs. Placebo), ITTI-Population*
Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Median [Stunden])
Baloxavir marboxil Placebo Unterschied zwischen p-Wert
40/80 mg (95-%-KI) Baloxavir marboxil und
(95-%-KI) n = 230 Placebo
n = 455 (95-%-Konfidenzintervall
für die Differenz)
53,7 80,2 -26,5 < 0,0001
(49,5; 58,5) (72,6; 87,1) (-35,8; -17,8)
KI: Konfidenzintervall
- ITTI: Die Intention-to-treat infected-Population bestand aus Patienten, die das Studienmedikament aufgrund einer bestätigten Influenzadiagnose erhielten. Die Bestätigung der Influenza basierte auf den Ergebnissen von RT-PCR-Tests an Tag 1.
Beim Vergleich der Baloxavir marboxil-Gruppe mit der Oseltamivir-Gruppe gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der TTAS (53,5 Stunden vs. 53,8 Stunden).
Der Median (95-%-KI) TTAS betrug bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 0 bis ≤ 24 Stunden zurücklag, 49,3 (44,0; 53,1) bzw. 82,1 (69,5; 92,9) Stunden und bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 24 bis ≤ 48 Stunden zurücklag, 66,2 (54,4; 74,7) bzw. 79,4 (69,0;
91,1) Stunden, jeweils für Baloxavir marboxil und Placebo.
Die mediane Zeit bis zum Abklingen des Fiebers bei mit Baloxavir marboxil behandelten Patienten betrug 24,5 Stunden (95-%-KI: 22,6; 26,6) im Vergleich zu 42,0 Stunden (95-%-KI: 37,4; 44,6) bei mit Placebo behandelten Patienten. Es wurde kein Unterschied in Bezug auf die Fieberdauer zwischen der Baloxavir marboxil-Gruppe und der Oseltamivir-Gruppe festgestellt.
Bei Capstone 2 (1602T0832) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische Studie der Phase III. Die Studie hatte das Ziel, die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis von Baloxavir marboxil als Tablette im Vergleich zu Placebo und zu Oseltamivir bei erwachsenen und jugendlichen Patienten (im Alter von ≥ 12 Jahren) mit unkomplizierter Influenza zu
untersuchen. Die Studienteilnehmer hatten mindestens einen Wirtsfaktor, der sie für die Entwicklung von Komplikationen prädisponierte. Die Patienten wurden randomisiert entweder einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil (entsprechend ihres Gewichtes wie in Capstone 1), Oseltamivir 75 mg zweimal täglich über 5 Tage oder Placebo zugeteilt. Die Anwendung erfolgte innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome.
Von den insgesamt 2 184 Patienten waren 59 ≥ 12 bis ≤ 17 Jahre, 446 waren ≥ 65 bis ≤ 74 Jahre, 142 waren ≥ 75 bis ≤ 84 Jahre und 14 waren ≥ 85 Jahre alt. Die vorherrschenden Influenzavirusstämme in
dieser Studie waren der Subtyp A/H3 (46,9 % bis 48,8 %) und Influenza B (38,3 % bis 43,5 %). Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Husten, rauer Hals, Kopfschmerzen, Nasenverstopfung, Fieber oder Schüttelfrost, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Ermüdung/Fatigue) (time to improvement of symptoms, TTIS). Baloxavir marboxil führte zu einer statistisch signifikanten Verringerung der TTIS im Vergleich zu Placebo (Tabelle 5).
Tabelle 5: Capstone 2: Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Baloxavir marboxil vs. Placebo), ITTI-Population
Zeit bis zur Verbesserung der Influenzasymptome (Median [Stunden])
Baloxavir marboxil Placebo Unterschied zwischen p-Wert
40/80 mg (95-%-KI) Baloxavir marboxil und
(95-%-KI) n = 385 Placebo
n = 385 (95-%-KI für die Differenz)
73,2 102,3 -29,1 < 0,0001
(67,2; 85,1) (92,7; 113,1) (-42,8; -14,6)
Beim Vergleich der Baloxavir marboxil-Gruppe mit der Oseltamivir-Gruppe gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied in der TTIS (jeweils 73,2 Stunden vs. 81,0 Stunden).
Die mediane (95-%-KI) TTIS betrug bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 0 bis ≤ 24 Stunden zurücklag, 68,6 (62,4; 78,8) bzw. 99,1 (79,1; 112,6) Stunden und bei Patienten, deren Symptombeginn zwischen > 24 bis ≤ 48 Stunden zurücklag, 79,4 (67,9; 96,3) bzw. 106,7 (92,7;
125,4) Stunden, jeweils für Baloxavir marboxil und Placebo.
Bei Patienten, die mit dem Typ-A/H3-Virus infiziert waren, war die mediane TTIS in der Baloxavir marboxil-Gruppe kürzer als in der Placebo-Gruppe, aber nicht im Vergleich zur Oseltamivir-Gruppe (siehe Tabelle 6). In der Subgruppe der mit Typ-B-Virus infizierten Patienten war die mediane TTIS in der Baloxavir marboxil-Gruppe kürzer als in der Placebo- und der Oseltamivir-Gruppe (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Zeit bis zur Verbesserung der Symptome nach Influenzavirus-Subtyp, ITTI-Population
Zeit bis zur Verbesserung der Symptome (Stunden) Median [95-%-KI]
| Virus | Baloxavir marboxil | Placebo | Oseltamivir |
|---|---|---|---|
| A/H3 | 75,4 [62,4; 91,6] n = 180 | 100,4 [88,4; 113,4] n = 185 | 68,2 [53,9; 81,0] n = 190 |
| B | 74,6 [67,4; 90,2] n = 166 | 100,6 [82,8; 115,8] n = 167 | 101,6 [90,5; 114,9] n = 148 |
Die mediane Zeit bis zum Abklingen des Fiebers betrug in der Baloxavir marboxil-Gruppe 30,8 Stunden (95-%-KI: 28,2; 35,4), verglichen mit 50,7 Stunden (95-%-KI: 44,6; 58,8) in der Placebo-Gruppe. Es wurden keine eindeutigen Unterschiede zwischen der Baloxavir marboxil-Gruppe und der Oseltamivir-Gruppe beobachtet.
Die Gesamtinzidenz influenzabedingter Komplikationen (Tod, Hospitalisierung, Sinusitis, Otitis media, Bronchitis und/oder Pneumonie) betrug in der Baloxavir marboxil-Gruppe 2,8 % (11/388 Patienten), verglichen mit 10,4 % in der Placebo-Gruppe (40/386 Patienten). Dieser Unterschied der influenzabedingten Komplikationen in der Baloxavir marboxil-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe wurde hauptsächlich durch die geringere Inzidenz von Bronchitis (1,8 % vs.
6,0 %) und Sinusitis (0,3 % vs. 2,1 %) verursacht.
Pädiatrische Patienten (im Alter von 1 - < 12 Jahren)
Bei der Studie Ministone-2 (CP40563) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, aktiv-kontrollierte Studie zur Bewertung der Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis von Baloxavir marboxil als Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen im Vergleich zu Oseltamivir bei ansonsten gesunden pädiatrischen Patienten (im Alter von 1 bis < 12 Jahren) mit influenzaähnlichen Symptomen.
Insgesamt 173 Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten entweder eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil (2 mg/kg für Patienten mit einem Gewicht von < 20 kg oder 40 mg für Patienten mit einem Gewicht von ≥ 20 kg) oder 5 Tage lang Oseltamivir (Körpergewicht basierende
Dosierung). Die Patienten konnten nach Bedarf Paracetamol erhalten. Patienten mit Risikofaktoren, die für die Entwicklung von Komplikationen prädisponiert waren (14 % [25/173]), wurden in die Studie aufgenommen. Das primäre Ziel war der Vergleich der Sicherheit einer Einzeldosis von Baloxavir marboxil mit einer 5-tägigen Verabreichung von Oseltamivir zweimal täglich. Ein sekundäres Ziel war der Vergleich der Wirksamkeit von Baloxavir marboxil mit Oseltamivir auf Grundlage der Wirksamkeitsendpunkte, einschließlich der Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome (Husten und nasale Symptome, Zeit bis zur Rückkehr zu normaler Gesundheit und Aktivität und Dauer des Fiebers).
Die Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome war zwischen der Baloxavir
marboxil-Gruppe (median 138,1 Stunden [95-%-KI: 116,6; 163,2]) und der Oseltamivir-Gruppe
(median 150 Stunden [95-%-KI: 115,0; 165,7]) vergleichbar (siehe Tabelle 7).
Tabelle 7: Zeit bis zum Abklingen der Influenzaanzeichen und –symptome, ITTI-Population
Zeit bis zum Abklingen der Symptome (Median [Stunden])
| Baloxavir marboxil | Oseltamivir |
|---|---|
| (95-%-KI) | (95-%-KI) |
| n = 80 | n = 43 |
| 138,1 | 150,0 |
| (116,6; 163,2) | (115,0; 165,7) |
Die mediane Dauer des Fiebers war in der Baloxavir marboxil-Gruppe (41,2 Stunden [95-%-KI: 24,5; 45,7]) und in der Oseltamivir-Gruppe (46,8 Stunden [95-%-KI: 30,0; 53,5]) vergleichbar.
Die Gesamtinzidenz influenzabedingter Komplikationen (Tod, Hospitalisierung, Pneumonie, Bronchitis, Sinusitis, Otitis media, Enzephalitis/Enzephalopathie, Fieberkrämpfe, Myositis) traten in der Baloxavir marboxil-Gruppe bei 7,4 % (6/81 Patienten) und in der Oseltamivir-Gruppe bei 7 % (3/43 Patienten) auf. Die Inzidenz von Otitis media betrug 3,7 % (3/81 Patienten) in der Baloxavir marboxil-Gruppe und 4,7 % (2/43 Patienten) in der Oseltamivir-Gruppe. Sinusitis, Pneumonie und Bronchitis traten bei jeweils einem Patienten in der Baloxavir marboxil-Gruppe und Fieberkrämpfe bei einem Patienten in der Oseltamivir-Gruppe auf.
Pädiatrische Patienten (im Alter von < 1 Jahr)
Bei Ministone-1 (CP40559) handelt es sich um eine multizentrische, einarmige, offene Studie zur Beurteilung der Sicherheit, Pharmakokinetik und Wirksamkeit einer oralen Einzeldosis von Baloxavir marboxil bei pädiatrischen Patienten (im Alter von < 1 Jahr) mit grippeähnlichen Symptomen. Der jüngste Patient war 3 Wochen alt. Die Extrapolation der Wirksamkeit auf < 1 Jahr basierte auf einem Expositionsabgleich von Erwachsenen und älteren Kindern.
Insgesamt erhielten 48 Patienten, abhängig von Körpergewicht und Alter, eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil (2 mg/kg bei Patienten ≥ 3 Monate (n = 39), 1 mg/kg bei Patienten ≥ 4 Wochen
bis < 3 Monate (n = 8) und 1 mg/kg bei Patienten < 4 Wochen (n = 1)). Der vorherrschende Influenzavirusstamm in dieser Studie war der Subtyp A/H3. Das primäre Ziel war die Beurteilung der Sicherheit und Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis Baloxavir marboxil. Ein sekundäres Ziel war die Beurteilung der Wirksamkeit von Baloxavir marboxil auf Basis der Wirksamkeitsendpunkte, einschließlich der Zeit bis zur Linderung der Anzeichen und Symptome der Influenza (Husten und nasale Symptome, Zeit bis zur Rückkehr zu normaler Gesundheit und Aktivität und Dauer des Fiebers). Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken identifiziert.
Postexpositions-Prophylaxe der Influenza
Bei Blockstone (1719T0834) handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, in Japan durchgeführte Studie der Phase III mit 749 Studienteilnehmern, um die Wirksamkeit und Sicherheit einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil als Tablette oder einer Einmaldosis Granulat im Vergleich zu Placebo zur Postexpositions-Prophylaxe von Influenza zu untersuchen. Die Studienteilnehmern waren Haushaltskontakte von influenzainfizierten Indexpatienten.
Insgesamt erhielten 607 Studienteilnehmern ≥ 12 Jahren und 142 Studienteilnehmern von 1 bis
< 12 Jahren entweder Baloxavir marboxil (wie in den Behandlungsstudien nach Gewicht dosiert) oder Placebo. Die Mehrzahl der Studienteilnehmern (73,0 %) wurde innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome bei den Indexpatienten eingeschlossen. Die vorherrschenden Influenzavirus-Stämme bei den Indexpatienten waren der Subtyp A/H3 (48,6 %) und der Subtyp A/H1N1pdm (47,5 %) gefolgt von Influenza B (0,7 %).
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war der Anteil der Haushaltskontakte, die mit dem Influenzavirus infiziert waren und im Zeitraum von Tag 1 bis Tag 10 Fieber und mindestens ein Atemwegssymptom aufwiesen.
Der Anteil der Studienteilnehmern mit im Labor bestätigter klinischer Influenza war in der Baloxavir marboxil-Gruppe mit 1,9 % statistisch signifikant niedriger im Vergleich zu 13,6 % in der Placebo-Gruppe (siehe Tabelle 8).
Tabelle 8: Anteil an Studienteilnehmern mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (Baloxavir marboxil vs. Placebo)
Anteil an Studienteilnehmern mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (%) mITT*-Population
| Baloxavir marboxil (95-%-KI) n = 374 1,9 (0,8; 3,8) Anteil an Studienteilnehmern | Placebo (95-%-KI) n = 375 13,6 (10,3; 17,5) ≥ 12 Jahre mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem | Adjustiertes Risikoverhältnis (95-%-KI) 0,14 (0,06; 0,30) | p-Wert < 0,0001 |
| Atemwegssymptom (%) n = 303 1,3 (0,4; 3,3) Anteil an Studienteilnehmern von 1 bis < 12 Jahre mit Influenzavirus, Fieber und mindestens einem Atemwegssymptom (%) n = 71 4,2 (0,9; 11,9) | n = 304 13,2 (9,6; 17,5) n = 71 15,5 (8; 26) | 0,10 (0,04; 0,28) 0,27 (0,08; 0,90) | < 0,0001 0,0339 |
- mITT: modified Intention-to-treat. Die mITT-Population schloss alle randomisierten Studienteilnehmern ein, die die Studienmedikation erhielten und für die die Wirksamkeitsdaten der Haushaltskontakte von Influenza-infizierten Indexpatienten nach Baseline verfügbar waren. Die mITT-Population wurde randomisiert analysiert.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach oraler Anwendung wird Baloxavir marboxil nahezu vollständig in den aktiven Metaboliten
Baloxavir umgewandelt. Die Plasmakonzentration von Baloxavir marboxil ist sehr niedrig oder
unterhalb der Bestimmungsgrenze (< 0,100 ng/ml).
Die pharmakokinetischen (PK) Parameter von Baloxavir wurden bei gesunden erwachsenen Studienteilnehmern und bei Patienten mit grippeähnlichen Symptomen bestimmt. Die Pharmakokinetik von Baloxavir lässt sich am besten anhand eines Populations-Pharmakokinetik-Modells mit einem Zwei-Kompartiment-Dispositionsmodell mit Resorptions- und Eliminationsprozessen erster Ordnung beschreiben, einschließlich eines sigmoiden Emax‑Modells zur
Quantifizierung der Clearance-Reifung mit dem Alter bei Kleinkindern. Körpergewicht und ethnische Zugehörigkeit hatten einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik.
Bei Erwachsenen betrug die geschätzte mittlere AUC0-inf von Baloxavir nach einer Einzelgabe von Baloxavir marboxil in therapeutischen Dosen 9 580 bzw. 4 750 ng.h/ml und die geschätzte mittlere Cmax 95,2 bzw. 62,4 ng/ml in der asiatischen bzw. nicht-asiatischen Population.
Nach oraler Anwendung einer Einmaldosis von 80 mg Baloxavir marboxil beträgt die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenplasmakonzentration (Tmax) im Nüchternzustand ca. 4 Stunden. Die absolute Bioverfügbarkeit von Baloxavir nach oraler Anwendung von Baloxavir marboxil wurde nicht untersucht.
Wechselwirkung mit Nahrung
In einer Studie zur Untersuchung der Auswirkungen von Nahrungsmitteln bei gesunden Studienteilnehmern waren nach Gabe von 40 mg Baloxavir marboxil die maximale Plasmakonzentration (maximum plasma concentration, Cmax) und die Fläche unter der Kurve (area under the curve, AUC0-inf) von Baloxavir nach einer Mahlzeit (von etwa 400 bis 500 kcal, davon 150 kcal aus Fett) um 48 % (geometrisches Mittel [CV %] von 67,6 [40,0] vs. 130 [24,1] ng/ml bzw. um 36 % (geometrisches Mittel [SD] von 4 540 [38,8] vs. 7 090 [19,6] ng.h/ml) im Vergleich zum Nüchternzustand erniedrigt. Die Tmax blieb nach Nahrungsaufnahme unverändert. In klinischen Studien wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in der Wirksamkeit bei Anwendung von Baloxavir marboxil mit oder ohne Mahlzeiten beobachtet.
Verteilung
In einer In-vitro-Studie wurde Baloxavir zu 92,9 % bis 93,9 % an menschliche Serumproteine, hauptsächlich Albumin, gebunden. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Baloxavir beträgt nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil während der terminalen Eliminationsphase (Vz/F) ca. 1 180 l bei kaukasischen und ca. 647 l bei japanischen Studienteilnehmern. Die Schätzungen der populationspharmakokinetischen Parameter betrugen 260 l für das scheinbare periphere Verteilungsvolumen (Vp/F) und 489 l bzw. 735 l für das scheinbare zentrale Verteilungsvolumen (Vc/F) in der asiatischen bzw. nicht-asiatischen Population.
Biotransformation
Baloxavir wird primär durch UGT1A3 durch Bildung eines Glucuronids metabolisiert und CYP3A4 leistet durch Bildung eines Sulfoxids nur einen geringen Beitrag.
Wechselwirkungsstudien
Basierend auf In-vitro- und In-vivo-Arzneimittelwechselwirkungsstudien (drug-drug interaction, DDI) wird nicht erwartet, dass Baloxavir marboxil und Baloxavir die Isoenzyme der CYP- oder UGT-Familien inhibiert oder eine relevante Induktion der CYP-Enzyme verursacht.
Basierend auf In-vitro-Transporter-Studien und In-vivo-DDI-Studien wird keine relevante pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Baloxavir marboxil oder Baloxavir und Arzneimitteln, die Substrate der folgenden Transporter sind, erwartet: OATP1B1, OATP1B3, OCT1, OCT2, OAT1, OAT3, MATE1 oder MATE2K.
Ausscheidung
Nach Anwendung einer oralen Einmaldosis von 40 mg 14C-markiertem Baloxavir marboxil, betrug der Anteil der mit den Fäzes ausgeschiedenen gesamten Radioaktivität 80,1 % der angewendeten Dosis, und der mit dem Urin ausgeschiedene Anteil 14,7 % (3,3 % und 48,7 % der angewendeten Dosis wurde als Baloxavir mit dem Urin bzw. mit den Fäzes ausgeschieden).
Elimination
Nach populationspharmakokinetischen Analysen betrug die scheinbare orale Clearance (CL/F) von Baloxavir in der asiatischen und nicht-asiatischen Populationen schätzungsweise 5,47 l/h bzw.
11,02 l/h.
Die scheinbare terminale Eliminationshalbwertszeit (t1/2,z) von Baloxavir nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil beträgt bei kaukasischen erwachsenen, jugendlichen und pädiatrischen Studienteilnehmern jeweils 79,1, 50,3 und 29,4 Stunden. Basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse stiegen die scheinbare orale Clearance (CL/F) und das scheinbare Verteilungsvolumen für das zentrale Kompartiment (Vc/F) von Baloxavir mit dem Körpergewicht mit unterschiedlichen Exponenten an, daher ist die Halbwertszeit bei Patienten mit geringerem Körpergewicht kürzer (d. h. kürzere t1/2 bei pädiatrischen Patienten im Vergleich zu Erwachsenen – siehe Tabelle 9 und Unterabschnitt „Ethnische Zugehörigkeit“ unten).
Tabelle 9: Halbwertszeit von Baloxavir nach Alter und ethnischer Zugehörigkeit
| < 12 Jahre Nicht-Asiaten | Asiaten | ≥ 12 Jahre Nicht-Asiaten | Asiaten | |
|---|---|---|---|---|
| t 1/2 (h) | 29,4 (9,9) | 35,6 (8,17) | 50,3 (12,6) | 59,6 (13,5) |
Mittelwert (SD)
Linearität/Nicht-Linearität
Nach Anwendung einer oralen Einmaldosis Baloxavir marboxil zeigt Baloxavir im Dosisbereich von 6 mg bis 80 mg eine lineare Pharmakokinetik.
Besondere Patientengruppen
Körpergewicht Das Körpergewicht ist basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse eine signifikante Kovariate der Pharmakokinetik von Baloxavir, unabhängig vom Alter. Die Dosierungsempfehlungen für Baloxavir marboxil basieren sowohl für Erwachsene als auch pädiatrische Patienten auf dem Körpergewicht (siehe Abschnitt 4.2).
Geschlecht
In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurde keine klinisch bedeutsame Wirkung des
Geschlechts auf die Pharmakokinetik von Baloxavir identifiziert. Eine geschlechtsspezifische
Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Ethnische Zugehörigkeit
Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse ist die ethnische Zugehörigkeit
zusätzlich zum Körpergewicht eine altersunabhängige Kovariate der CL/F und des Vc/F von
Baloxavir. Dennoch ist basierend auf der ethnischen Zugehörigkeit keine Dosisanpassung von
Baloxavir marboxil erforderlich.
Alter In einer populationspharmakokinetischen Analyse wurden Plasmakonzentrationen aus klinischen Studien bei Studienteilnehmern im Alter von 1 bis 85 Jahren ausgewertet. Das Alter wurde nicht als relevante Kovariate der Pharmakokinetik von Baloxavir identifiziert. In einer Populations-PK-Analyse mit 57 pädiatrischen Patienten unter 1 Jahr beeinflusste das Alter die CL/F von Baloxavir signifikant; die Reifungs-Halbwertszeit wurde auf 38,3 Wochen geschätzt. Eine altersabhängige Dosisanpassung von Baloxavir marboxil ist jedoch nicht erforderlich.
Pädiatrische Population Pharmakokinetische Daten von Baloxavir wurden bei Patienten im Alter von 3 Wochen bis < 12 Jahren erhoben. Das an das Körpergewicht angepasste Dosierungsschema (2 mg/kg bis 20 kg und 40 mg für ≥ 20 kg) führt zu ähnlichen Baloxavir-Expositionen wie die therapeutischen Dosen von
Baloxavir marboxil bei Erwachsenen (40 mg für erwachsene Patienten < 80 kg und 80 mg für erwachsene Patienten ≥ 80 kg) sowohl in asiatischen als auch in nicht-asiatischen Populationen (siehe
Tabelle 10).
Tabelle 10: Mittlere (5. – 95. Perzentil) pharmakokinetische Parameter von Baloxavir bei nicht-asiatischen Patienten im Alter von 3 Wochen und älter, die eine orale Einzeldosis Baloxavir marboxil erhielten
| Altersgruppe | Dosis-gruppe * | n | AUC 0-inf (ng.h/ml) | C max (ng/ml) | C 72 (ng/ml) | T max (h) | T 1/2 (h) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 22 - < 28 Tage | 1 mg/kg ** | 1 | 2 640 [NA, NA]*** | 66,9 [NA, NA] | 8,71 [NA, NA] | 5 [NA, NA] | 23,4 [NA, NA] |
| 28 Tage - < 3 Monate | 1 mg/kg ** | 8 | 2 580 [864; 4 880] | 57,1 [37,1; 80,4] | 9,53 [1,3; 20,3] | 6,5 [2; 13] | 25,2 [13; 32,8] |
| 3 Monate - < 1 Jahr | 2 mg/kg | 37 | 5 670 [1 800; 11 900] | 144 [48,8; 294] | 18,4 [4,43; 41,5] | 5,09 [2; 13] | 22,9 [15,5; 30,3] |
| 1 - < 2 Jahre | 2 mg/kg | 8 | 3 260 [1 670; 5 970] | 95,5 [33,1; 215] | 10,0 [2,02; 14,2] | 3,56 [1,5; 7] | 23 [11,6; 38,8] |
| 2 - < 12 Jahre | 2 mg/kg 40 mg | 32 64 | 4 490 [765; 9 070] 4 650 [1 770; 9 130] | 116 [21,4; 272] 87,1 [31,1; 147] | 15,0 [3,06; 32,2] 19,1 [7,36; 39,2] | 3,94 [1,5; 7,5] 5,51 [2,5; 10,5] | 24,2 [17,4; 35,3] 33,8 [21,7; 52,4] |
| 12 - < 18 Jahre | 40 mg 80 mg | 44 13 | 3 520 [1 230; 7 470] 6 600 [2 730; 11 600] | 52,7 [17,5; 94,3] 83,7 [43,9; 147] | 15,5 [5,76; 31,2] 29,6 [12,1; 51,7] | 4,32 [1,5; 7,5] 5,19 [1; 13] | 42,9 [32; 69] 50,7 [34,2; 64,5] |
| 18 Jahre und älter * Die Dosisgruppen basieren auf dem Körpergewicht: < 20 kg: 2 | 40 mg 80 mg | 310 338 | 3 470 [1 440; 6 350] 5 880 [2 270; 11 200] | 47,4 [20,6; 86,2] 73,4 [27,5; 141] mg/kg; ≥ | 15,4 [6,36; 27,8] 26,2 [10,7; 49,4] 20 kg - < 80 kg: 40 | 4,67 [1,5; 10] 5,19 [2; 11] mg; ≥ 80 kg: | 47,7 [31,2; 67,5] 52,8 [33,6; 76,2] |
80 mg;
** Für Altersgruppen, in denen bei der empfohlenen Dosis von Baloxavir marboxil keine pharmakokinetischen (PK) Beobachtungen vorliegen, prognostiziert die Populations-PK-Modellierung, dass eine Dosis von 2 mg/kg bei Kindern im Alter von 22 Tagen bis 3 Monaten zu einer ähnlichen Exposition führt wie bei Erwachsenen und älteren Kindern.
***NA: Not available – nicht verfügbar
Die Pharmakokinetik von Baloxavir bei pädiatrischen Patienten < 3 Wochen wurde nicht untersucht.
Ältere Patienten
Pharmakokinetische Daten, die bei 181 Patienten im Alter von ≥ 65 Jahre gesammelt wurden, zeigen, dass die Baloxavir-Exposition im Plasma ähnlich der bei Patienten im Alter von ≥ 12 bis 64 Jahre war.
Leberfunktionsstörung Bei Patienten mit leichter oder mäßiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse A und B) wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Pharmakokinetik von Baloxavir im Vergleich zur gesunden Kontrollgruppe mit normaler Leberfunktion beobachtet.
Die Pharmakokinetik bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.2).
Nierenfunktionsstörung Die Wirkungen einer Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Baloxavir marboxil oder Baloxavir wurden nicht untersucht. Es wird nicht erwartet, dass eine Nierenfunktionsstörung die Elimination von Baloxavir marboxil oder Baloxavir verändert.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, akuter Toxizität und Toxizität bei wiederholter Gabe lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Verlängerungen der Thromboplastinzeit und der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit wurden bei Ratten bei Expositionen beobachtet, die mindestens der Exposition des Menschen basierend auf AUC0-24Std unter spezifischen experimentellen Bedingungen entsprachen, d. h. im Nüchternzustand und wenn die Nahrungsmittel entweder autoklaviert oder bestrahlt wurden, was zu Vitamin-K-limitierenden/ oder -Mangel-Bedingungen führte. Diese Wirkungen wurden in Studien an Affen bis zu einer Dauer von 4 Wochen bei der höchsten getesteten Dosis, die dem 8-Fachen der Exposition des Menschen basierend auf AUC0-24Std entspricht, nicht beobachtet. Sie werden als begrenzt klinisch relevant angesehen.
Es wurden keine Karzinogenitätsstudien mit Baloxavir marboxil durchgeführt.
Das Prodrug Baloxavir marboxil und seine aktive Form Baloxavir wurden nicht als genotoxisch
eingestuft, da sie im bakteriellen Rückmutationstest und in Mikronukleustests mit kultivierten
Säugetierzellen negativ getestet wurden und Baloxavir marboxil im In-vivo-Mikronukleustest an
Nagern negativ war.
Baloxavir marboxil hatte nach oraler Gabe von Dosen, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf AUC0-24Std entsprechen, keine Wirkung auf die Fertilität bei männlichen oder weiblichen Ratten.
Baloxavir marboxil verursachte bei Ratten oder Kaninchen keine Missbildungen.
Die orale embryofetale Entwicklungsstudie von Baloxavir marboxil an Ratten mit täglichen Dosen vom 6. bis zum 17. Gestationstag zeigte bis zur höchsten getesteten Dosis, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf AUC0-24Std entspricht, keine Anzeichen maternaler oder fetaler Toxizität.
Bei Kaninchen führte eine Dosis, die der 14-fachen menschlichen Exposition entspricht basierend auf AUC0-24Std gemäß der maximalen beim Menschen empfohlenen Dosis [MHRD], zu einer mütterlichen Toxizität, die zu Fehlgeburten und einer signifikanten Erhöhung der Inzidenz von Föten mit Skelettveränderung (zervikale Rippe) führte. Die Skelettveränderungen bildeten sich während des Wachstumsprozesses umliegender zervikaler Wirbel zurück. Eine Dosis, die der 6-fachen menschlichen Exposition basierend auf der AUC0-24Std entspricht, zeigte bei Kaninchen keine Nebenwirkungen.
Die prä- und postnatalen Studien mit Ratten zeigten sowohl bei den Muttertieren als auch bei den Jungtieren bis zur höchsten getesteten Dosis, die der 5-fachen menschlichen Exposition basierend auf der AUC0-24Std entspricht, keine durch Baloxavir marboxil bedingten unerwünschten Befunde.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551)
Hypromellose (E 464)
Maltitol (E 965)
Mannitol (E 421)
Povidon (K25) (E 1201)
Natriumchlorid
Erdbeergeschmack (enthält Propylenglykol)
Sucralose (E 955)
Talkum (E 553b)
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Xofluza 10 mg, 30 mg und 40 mg Granulat wird in Beuteln aus beschichteter Folie
(Polyethylenterephthalat/Aluminium/Polyethylen) in Umkartons geliefert.
Jeder Umkarton enthält 1 (30 mg oder 40 mg) oder 2 (10 mg) Beutel.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Hautkontakt vermeiden.
Xofluza Granulat sollte unmittelbar nach dem Mischen mit Trinkwasser eingenommen/verabreicht werden.
Zubereitung der Suspension zum Einnehmen, 2 mg/ml (für Patienten mit einem Gewicht < 9 kg)
Die Zubereitung und Verabreichung muss durch medizinisches Fachpersonal erfolgen.
Für die Zubereitung und Verabreichung wird die Verwendung einer Glasflasche (z. B. 50 ml), eines geeigneten Flaschenadapters zum Eindrücken und einer Spritze empfohlen.
1. Verwenden Sie für die Dosis von 2 mg/kg nur das 40 mg Granulat im Beutel.
2. Klopfen Sie gegen den Beutel, damit sich das Granulat auf einer Seite des Beutels sammelt.
3. Öffnen Sie den Beutel und geben Sie das Granulat in die Flasche. Klopfen Sie gegen den
Beutel, um sicherzustellen, dass das gesamte Granulat entnommen wurde.
4. Das Granulat mit abgemessenen 18,5 ml Trinkwasser rekonstituieren.
5. Die Flasche nicht schütteln.
6. Die Suspension vorsichtig schwenken, um zu gewährleisten, dass sich das Granulat gleichmäßig auflöst.
7. Das richtige Volumen der Suspension mit einer Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen (orale Verabreichung) oder einer enteralen Applikationsspritze (enterale Verabreichung) abmessen und sofort anwenden. 1 ml pro kg (Körpergewicht) der Suspension sollte verabreicht werden, z. B. ein Kind mit einem Gewicht von 8 kg sollte 8 ml der Suspension erhalten. Die Suspension verwerfen, wenn sie nicht innerhalb von 10 Stunden nach der Rekonstitution verwendet wird.
Sobald die Suspension zur Anwendung zubereitet und das richtige Volumen verabreicht wurde, darf sie nicht weiter verwendet werden. Die verbleibende Suspension muss gemäß den lokalen Vorschriften verworfen und entsorgt werden.
Zubereitung des Granulats (für Patienten mit einem Gewicht von ≥ 9 kg)
Zubereitung und Verabreichung durch die Person oder Betreuungsperson
1. Klopfen Sie gegen den Beutel, damit sich das Granulat auf einer Seite des Beutels sammelt. Je nach Dosis können zwei Beutel erforderlich sein (siehe Tabelle 1).
1a. Für eine Dosis von 20 mg verwenden Sie zwei Beutel zu je 10 mg, wie unten
beschrieben. Nehmen Sie die Beutel zusammen ein.
1b. Für eine Dosis von 80 mg verwenden Sie zwei Beutel zu je 40 mg. Nehmen Sie die
Beutel getrennt ein. Führen Sie die Schritte 2 bis 8 aus, um den ersten Beutel
einzunehmen. Wiederholen Sie dann die Schritte 2 bis 8 zur Einnahme des zweiten
Beutels.
2. Öffnen Sie den/die Beutel und geben Sie das Granulat in ein kleines Glas mit einer kleinen
Menge Trinkwasser (d. h. 1 Esslöffel, etwa 15-20 ml).
3. Klopfen Sie gegen den/die Beutel, um sicherzustellen, dass das gesamte Granulat entnommen wurde.
4. Schwenken Sie das Glas leicht 1 Minute lang oder bis sich das Granulat vollkommen aufgelöst hat.
5. Trinken Sie die Flüssigkeit sofort.
6. Füllen Sie das Glas erneut mit ca. 15-20 ml Trinkwasser und schwenken Sie es, um eventuell verbliebenes Granulat aufzunehmen.
7. Trinken Sie die Flüssigkeit sofort.
8. Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7 noch einmal, wenn sich noch Granulat im Glas befindet.
Ausführliche Informationen zur Zubereitung und Anwendung von Xofluza Granulat entnehmen Sie der beiliegenden Gebrauchsanweisung im Umkarton.
Überprüfen Sie die Herstelleranweisungen für Größe und Abmessungen der enteralen
Ernährungssonde.
Für die Gabe über eine enterale Ernährungssonde ziehen Sie das mit Wasser gemischte Granulat mit einer enteralen Spritze auf. Vor und nach der enteralen Anwendung mit 1 ml Wasser spülen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
8. ZULASSUNGSNUMMERN
EU/1/20/1500/006
EU/1/20/1500/007
EU/1/20/1500/008
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 07. Januar 2021
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 17. November 2025
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
ANHANG II
| A. | HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | ||
|---|---|---|---|
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH | ||
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN | ||
| A. | HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | D. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS |
Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH |
|---|
Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN |
|---|---|
| • | Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports |
| (PSURs)] |
Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach
Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen
Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage
(EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.
D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
- Risikomanagement-Plan (RMP)
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im
vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten
Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten
Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:
- nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
- jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 20 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
Jede Filmtablette enthält 20 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält Lactose. Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
2 Filmtabletten
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen
Nehmen Sie beide Tabletten zusammen als Einmaldosis ein
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/001
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 20 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF BLISTERPACKUNGEN ODER FOLIENSTREIFEN
BLISTERSTREIFEN
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 20 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. NAME DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 40 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
Jede Filmtablette enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält Lactose. Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
2 Filmtabletten
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen
Nehmen Sie beide Tabletten zusammen als Einmaldosis ein
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/002
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 40 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 40 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
Jede Filmtablette enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält Lactose. Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
1 Filmtablette
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/004
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 40 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF BLISTERPACKUNGEN ODER FOLIENSTREIFEN
BLISTERSTREIFEN
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 40 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. NAME DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 80 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
Jede Filmtablette enthält 80 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält Lactose. Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
1 Filmtablette
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/003
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 80 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF BLISTERPACKUNGEN ODER FOLIENSTREIFEN
BLISTERSTREIFEN
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 80 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
2. NAME DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 2 mg/ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
1 Flasche enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
Jeder ml der Suspension zum Einnehmen enthält 2 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält auch Natrium und Maltitol.
Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen 1 Flasche Außerdem enthalten: 1 Messbecher, 1 Flaschenadapter zum Eindrücken, 2 orale Dosierhilfen (3 ml und 10 ml)
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung nach Rekonstitution
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Hautkontakt vermeiden
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
Nach der Rekonstitution: Nicht schütteln. Nicht über 30 °C lagern und innerhalb von 10 Stunden
verwenden
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
Die Suspension verwerfen, wenn sie nicht innerhalb von 10 Stunden nach der Rekonstitution
verwendet wurde
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/005
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 2 mg/ml
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
FLASCHENETIKETT
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 2 mg/ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Baloxavir marboxil
2. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung nach Rekonstitution
3. VERFALLDATUM
verwendbar bis
Nicht mehr verwenden nach (hh:mm)
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
Enthält 40 mg Baloxavir marboxil
6. WEITERE ANGABEN
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen
Nach Rekonstitution: Nicht schütteln. Nicht über 30º C lagern und innerhalb von 10 Stunden
anwenden
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 10 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
1 Beutel enthält 10 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält auch Maltitol.
Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Granulat im Beutel
2 Beutel
5. HINWEISE ZUR UND ARTEN DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung nach Mischen mit Wasser
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Hautkontakt mit dem Granulat (und der Flüssigkeit nach dem Mischen) vermeiden.
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/006
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 10 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
BEUTEL
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
Xofluza 10 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
Zum Einnehmen
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 30 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
1 Beutel enthält 30 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält auch Maltitol.
Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Granulat im Beutel
1 Beutel
5. HINWEISE ZUR UND ARTEN DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung nach Mischen mit Wasser
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Hautkontakt mit dem Granulat (und der Flüssigkeit nach dem Mischen) vermeiden.
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/007
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 30 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
BEUTEL
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
Xofluza 30 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
Zum Einnehmen
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xofluza 40 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
2. WIRKSTOFF
1 Beutel enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Enthält auch Maltitol.
Siehe Packungsbeilage für weitere Informationen.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Granulat im Beutel
1 Beutel
5. HINWEISE ZUR UND ARTEN DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten
Zum Einnehmen oder zur enteralen Anwendung nach Mischen mit Wasser
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Hautkontakt mit dem Granulat (und der Flüssigkeit nach dem Mischen) vermeiden.
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/20/1500/008
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
xofluza 40 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
BEUTEL
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
Xofluza 40 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
Zum Einnehmen
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
6. WEITERE ANGABEN
B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Xofluza 20 mg Filmtabletten Xofluza 40 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
Was ist Xofluza?
Xofluza enthält Baloxavir marboxil. Dies ist ein antivirales Arzneimittel, das als „CAP-abhängiger Endonuclease-Hemmer“ bezeichnet wird.
Xofluza wird angewendet zur Behandlung und Vorbeugung der Virusgrippe (Influenza). Dieses Arzneimittel stoppt die Ausbreitung von Grippeviren im Körper und trägt dazu bei, die Zeit bis zur Erholung von den Symptomen zu verkürzen.
Wofür wird Xofluza angewendet?
- Xofluza wird angewendet zur Behandlung der Virusgrippe bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter, die seit weniger als 48 Stunden Grippesymptome haben.
- Xofluza wird angewendet zur Vorbeugung einer Virusgrippe bei Personen im Alter von 3 Wochen und älter, die mit einer Person engen Kontakt hatten, von der bekannt ist oder
vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
Xofluza darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Baloxavir marboxil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xofluza einnehmen.
Kleinkinder und Kinder
Dieses Arzneimittel darf nicht an Kinder im Alter von unter 3 Wochen gegeben werden, da die
Wirkungen von Xofluza in dieser Altersgruppe nicht bekannt sind.
Einnahme von Xofluza zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Xofluza darf nicht eingenommen werden zusammen mit:
- Abführmitteln (Laxanzien), magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida) oder Nahrungsergänzungsmitteln, die Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium enthalten.
Die oben aufgeführten Arzneimittel können die Wirkung von Xofluza abschwächen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, die Anwendung von Xofluza zu vermeiden. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen.
Xofluza enthält Lactose
Xofluza enthält Lactose (eine Zuckerart). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Xofluza enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wann ist Xofluza einzunehmen?
Zur Behandlung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome ein.
Zur Vorbeugung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Kontakt mit einer infizierten Person ein.
Wie viel Xofluza müssen Sie einnehmen?
Die für Sie geeignete Dosis von Xofluza hängt von Ihrem Körpergewicht ab. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen sagen, wie viel Sie einnehmen müssen.
| Ihr Körpergewicht < 20 kg ≥ 20 kg bis < 80 kg | Dosis von Xofluza Bitte lesen Sie die Packungsbeilage von Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Einmaldosis von 40 mg als | |
| 80 kg oder mehr | Einmaldosis von 80 mg als | -2 x 20-mg-Tabletten |
- 2 x 40-mg-Tabletten Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten (entweder auf leeren Magen oder nach einer Mahlzeit) eingenommen werden. Nehmen Sie alle Tabletten mit Wasser ein.
Wenn Sie eine größere Menge von Xofluza eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich eine größere Menge von diesem Arzneimittel eingenommen haben als Sie sollten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Xofluza vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Teildosis oder Ihrer gesamten Dosis vergessen haben, holen Sie dies baldmöglichst nach.
Zur Behandlung einer Virusgrippe sollten Sie Xofluza innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome einnehmen.
Zur Vorbeugung einer Virusgrippe sollten Sie Xofluza innerhalb von 48 Stunden nach engem Kontakt mit einer Person, von der bekannt ist oder vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat, einnehmen.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Erwachsene, Jugendliche und Kinder
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie), mit Anzeichen wie Schwellung von Gesicht oder Haut, juckendem Hautausschlag, niedrigem Blutdruck und Atembeschwerden.
Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen kann mit den vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden.
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Die folgenden Nebenwirkungen treten häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall und Erbrechen Die folgende Nebenwirkung tritt gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Juckender Hautausschlag Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkung ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der
verfügbaren Daten nicht abschätzbar): - Ischämische Kolitis (Entzündung des Dickdarms aufgrund von verminderter Durchblutung)
Kinder (3 Wochen bis < 12 Jahre)
Die folgenden Nebenwirkungen treten häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall, Ausschlag und Erbrechen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung nach „EXP“ und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen
erforderlich.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Xofluza enthält
- Der Wirkstoff ist: Baloxavir marboxil.
- Jede 20-mg-Filmtablette enthält 20 mg Baloxavir marboxil. Jede 40-mg-Filmtablette enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Lactose“), Croscarmellose-Natrium ((E 468) (siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Natrium“), Povidon (K25) (E 1201), mikrokristalline Cellulose (E 460), Natriumstearylfumarat im Tablettenkern, und Hypromellose (E 464),Talkum (E 553b) und Titandioxid (E 171) im Filmüberzug.
Wie Xofluza aussieht und Inhalt der Packung
Xofluza 20 mg Tabletten sind weiße bis hellgelbe, längliche Filmtabletten mit der Prägung „ 772” auf einer Seite und „20” auf der anderen Seite.
Xofluza 20 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen mit 2 Stück erhältlich.
Xofluza 40 mg Tabletten sind weiße bis hellgelbe, längliche Filmtabletten mit der Prägung „BXM40” auf einer Seite.
Xofluza 40 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen mit 2 Stück erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Hersteller
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien Luxembourg/Luxemburg N.V. Roche S.A. België/Belgique/Belgien Tél/Tel: +32 (0) 2 525 82 11 | Latvija Roche Latvija SIA Tel: +371 - 6 7039831 |
| България Рош България ЕООД Тел: +359 2 474 54 44 | Lietuva UAB “Roche Lietuva” Tel: +370 5 2546799 |
| Česká republika | Magyarország |
|---|---|
| Roche s. r. o. Tel: +420 - 2 20382111 | Roche (Magyarország) Kft. Tel: +36 – 1 279 4500 |
| Danmark Roche Pharmaceuticals A/S Tlf:.: +45 - 36 39 99 99 | Nederland Roche Nederland B.V. Tel: +31 (0) 348 438050 |
| Deutschland Roche Pharma AG Tel: +49 (0) 7624 140 | Norge Roche Norge AS Tlf: +47 - 22 78 90 00 |
| Eesti Roche Eesti OÜ Tel: + 372 - 6 177 380 | Österreich Roche Austria GmbH Tel: +43 (0) 1 27739 |
| Ελλάδα, Κύπρος | Polska |
| Roche (Hellas) A.E. Ελλάδα Τηλ: +30 210 61 66 100 | Roche Polska Sp.z o.o. Tel: +48 - 22 345 18 88 |
| España Roche Farma S.A. Tel: +34 - 91 324 81 00 | Portugal Roche Farmacêutica Química, Lda Tel: +351 - 21 425 70 00 |
| France Roche Tél: +33 (0)1 47 61 40 00 Hrvatska Roche d.o.o. Tel: + 385 1 47 22 333 | România Roche România S.R.L. Tel: +40 21 206 47 01 Slovenija Roche farmacevtska družba d.o.o. Tel: +386 - 1 360 26 00 |
| Ireland, Malta Roche Products (Ireland) Ltd. Ireland/L-Irlanda Tel: +353 (0) 1 469 0700 | Slovenská republika Roche Slovensko, s.r.o. Tel: +421 - 2 52638201 |
| Ísland Roche Pharmaceuticals A/S c/o Icepharma hf Sími: +354 540 8000 | Suomi/Finland Roche Oy Puh/Tel: +358 (0) 10 554 500 |
| Italia Roche S.p.A. Tel: +39 - 039 2471 | Sverige Roche AB Tel: +46 (0) 8 726 1200 |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Xofluza 40 mg Filmtabletten Xofluza 80 mg Filmtabletten
Baloxavir marboxil
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
Was ist Xofluza?
Xofluza enthält Baloxavir marboxil. Dies ist ein antivirales Arzneimittel, das als „CAP-abhängiger Endonuclease-Hemmer“ bezeichnet wird.
Xofluza wird angewendet zur Behandlung und Vorbeugung der Virusgrippe (Influenza). Dieses Arzneimittel stoppt die Ausbreitung von Grippeviren im Körper und trägt dazu bei, die Zeit bis zur Erholung von den Symptomen zu verkürzen.
Wofür wird Xofluza angewendet?
- Xofluza wird angewendet zur Behandlung der Virusgrippe bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter, die seit weniger als 48 Stunden Grippesymptome haben.
- Xofluza wird angewendet zur Vorbeugung einer Virusgrippe bei Personen im Alter von 3 Wochen und älter, die mit einer Person engen Kontakt hatten, von der bekannt ist oder
vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
Xofluza darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Baloxavir marboxil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xofluza einnehmen.
Kleinkinder und Kinder
Dieses Arzneimittel darf nicht an Kinder im Alter von unter 3 Wochen gegeben werden, da die
Wirkungen von Xofluza in dieser Altersgruppe nicht bekannt sind.
Einnahme von Xofluza zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Xofluza darf nicht eingenommen werden zusammen mit:
- Abführmitteln (Laxanzien), magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida) oder Nahrungsergänzungsmitteln, die Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium enthalten.
Die oben aufgeführten Arzneimittel können die Wirkung von Xofluza abschwächen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, die Anwendung von Xofluza zu vermeiden. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen.
Xofluza enthält Lactose
Xofluza enthält Lactose (eine Zuckerart). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Xofluza enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wann ist Xofluza einzunehmen?
Zur Behandlung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome ein.
Zur Vorbeugung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Kontakt mit einer infizierten Person ein.
Wie viel Xofluza müssen Sie einnehmen?
Die für Sie geeignete Dosis von Xofluza hängt von Ihrem Körpergewicht ab. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen sagen, wie viel Sie einnehmen müssen.
| Ihr Körpergewicht < 20 kg ≥ 20 kg bis < 80 kg | Dosis von Xofluza Bitte lesen Sie die Packungsbeilage von Xofluza Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Einmaldosis von 40 mg als | |
| -1 x 40-mg-Tablette | ||
| 80 kg oder mehr | Einmaldosis von 80 mg als |
- 1 x 80-mg-Tablette Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten (entweder auf leeren Magen oder nach einer Mahlzeit) eingenommen werden. Nehmen Sie alle Tabletten mit Wasser ein.
Wenn Sie eine größere Menge von Xofluza eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich eine größere Menge von diesem Arzneimittel eingenommen haben als Sie sollten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Xofluza vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme Ihrer Dosis vergessen haben, holen Sie dies baldmöglichst nach.
Zur Behandlung einer Virusgrippe sollten Sie Xofluza innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome einnehmen.
Zur Vorbeugung einer Virusgrippe sollten Sie Xofluza innerhalb von 48 Stunden nach engem Kontakt mit einer Person, von der bekannt ist oder vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat, einnehmen.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Erwachsene, Jugendliche und Kinder
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie), mit Anzeichen wie Schwellung von Gesicht oder Haut, juckendem Hautausschlag, niedrigem Blutdruck und Atembeschwerden.
Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen kann mit den vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden.
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Die folgenden Nebenwirkungen treten häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall und Erbrechen Die folgende Nebenwirkung tritt gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Juckender Hautausschlag Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkung ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Ischämische Kolitis (Entzündung des Dickdarms aufgrund von verminderter Durchblutung)
Kinder (3 Wochen bis < 12 Jahre)
Die folgenden Nebenwirkungen treten häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall, Ausschlag und Erbrechen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung nach „EXP“ und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen
erforderlich.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Xofluza enthält
- Der Wirkstoff ist: Baloxavir marboxil.
- Jede 40-mg-Filmtablette enthält 40 mg Baloxavir marboxil. Jede 80-mg-Filmtablette enthält 80 mg Baloxavir marboxil.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Lactose“), Croscarmellose-Natrium ((E 468) (siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Natrium“), Povidon (K25) (E 1201), mikrokristalline Cellulose (E 460), Natriumstearylfumarat im Tablettenkern, und Hypromellose (E 464),Talkum (E 553b) und Titandioxid (E 171) im Filmüberzug.
Wie Xofluza aussieht und Inhalt der Packung
Xofluza 40 mg Tabletten sind weiße bis hellgelbe, längliche Filmtabletten mit der Prägung „BXM40” auf einer Seite.
Xofluza 40 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen mit 1 Stück erhältlich.
Xofluza 80 mg Tabletten sind weiße bis hellgelbe, längliche Filmtabletten mit der Prägung „BXM80” auf einer Seite.
Xofluza 80 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen mit 1 Stück erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Hersteller
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien Luxembourg/Luxemburg N.V. Roche S.A. België/Belgique/Belgien Tél/Tel: +32 (0) 2 525 82 11 | Latvija Roche Latvija SIA Tel: +371 - 6 7039831 |
| България Рош България ЕООД Тел: +359 2 474 54 44 | Lietuva UAB “Roche Lietuva” Tel: +370 5 2546799 |
| Česká republika | Magyarország |
|---|---|
| Roche s. r. o. Tel: +420 - 2 20382111 | Roche (Magyarország) Kft. Tel: +36 - 1 279 4500 |
| Danmark Roche Pharmaceuticals A/S Tlf:.: +45 - 36 39 99 99 | Nederland Roche Nederland B.V. Tel: +31 (0) 348 438050 |
| Deutschland Roche Pharma AG Tel: +49 (0) 7624 140 | Norge Roche Norge AS Tlf: +47 - 22 78 90 00 |
| Eesti Roche Eesti OÜ Tel: + 372 - 6 177 380 | Österreich Roche Austria GmbH Tel: +43 (0) 1 27739 |
| Ελλάδα, Κύπρος Roche (Hellas) A.E. Ελλάδα Τηλ: +30 210 61 66 100 | Polska Roche Polska Sp.z o.o. Tel: +48 - 22 345 18 88 |
| España Roche Farma S.A. Tel: +34 - 91 324 81 00 | Portugal Roche Farmacêutica Química, Lda Tel: +351 - 21 425 70 00 |
| France Roche Tél: +33 (0)1 47 61 40 00 Hrvatska Roche d.o.o. Tel: + 385 1 47 22 333 | România Roche România S.R.L. Tel: +40 21 206 47 01 Slovenija Roche farmacevtska družba d.o.o. Tel: +386 - 1 360 26 00 |
| Ireland, Malta Roche Products (Ireland) Ltd. Ireland/L-Irlanda Tel: +353 (0) 1 469 0700 | Slovenská republika Roche Slovensko, s.r.o. Tel: +421 - 2 52638201 |
| Ísland Roche Pharmaceuticals A/S c/o Icepharma hf Sími: +354 540 8000 | Suomi/Finland Roche Oy Puh/Tel: +358 (0) 10 554 500 |
| Italia Roche S.p.A. Tel: +39 - 039 2471 | Sverige Roche AB Tel: +46 (0) 8 726 1200 |
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Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Xofluza 2 mg/ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Baloxavir marboxil
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Die Informationen dieser Packungsbeilage sind für Sie oder eine von Ihnen betreute Person bestimmt, in der Packungsbeilage wird aber nur die Anrede „Sie“ verwendet.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
Was ist Xofluza?
Xofluza enthält Baloxavir marboxil. Dies ist ein antivirales Arzneimittel, das als „CAP-abhängiger Endonuclease-Hemmer“ bezeichnet wird.
Xofluza wird angewendet zur Behandlung und Vorbeugung der Virusgrippe (Influenza). Dieses Arzneimittel stoppt die Ausbreitung von Grippeviren im Körper und trägt dazu bei, die Zeit bis zur Erholung von den Symptomen zu verkürzen.
Wofür wird Xofluza angewendet?
- Xofluza wird angewendet zur Behandlung der Virusgrippe bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter, die seit weniger als 48 Stunden Grippesymptome haben.
- Xofluza wird angewendet zur Vorbeugung einer Virusgrippe bei Personen im Alter von 3 Wochen und älter, die mit einer Person engen Kontakt hatten, von der bekannt ist oder
vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
Xofluza darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Baloxavir marboxil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xofluza einnehmen.
Kleinkinder und Kinder
Dieses Arzneimittel darf nicht an Kinder im Alter von unter 3 Wochen gegeben werden, da die
Wirkungen von Xofluza in dieser Altersgruppe nicht bekannt sind.
Einnahme von Xofluza zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Xofluza darf nicht eingenommen werden zusammen mit:
- Abführmitteln (Laxanzien), magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida) oder Nahrungsergänzungsmitteln, die Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium enthalten.
Die oben aufgeführten Arzneimittel können die Wirkung von Xofluza abschwächen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, die Anwendung von Xofluza zu vermeiden. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen.
Xofluza enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält 23,6 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 20 ml Suspension zum Einnehmen. Dies entspricht 1,2 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Xofluza enthält Maltitol
Dieses Arzneimittel enthält 700 mg Maltitol pro 20 ml Suspension zum Einnehmen. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Vermeiden Sie Hautkontakt.
Wann ist Xofluza einzunehmen?
Zur Behandlung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome ein.
Zur Vorbeugung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Kontakt mit einer infizierten Person ein.
Wie viel Xofluza müssen Sie einnehmen?
Die für Sie geeignete Dosis von Xofluza hängt von Ihrem Körpergewicht ab. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen sagen, wie viel Sie einnehmen müssen.
| Körpergewicht des Patienten | Volumen der Suspension zum Einnehmen nach Rekonstitution |
|---|---|
| Bis zu 20 kg | 1 ml pro kg (Körpergewicht) |
| 20 kg bis weniger als 80 kg | 20 ml (aus einer Flasche) |
| 80 kg und mehr | 40 ml (aus zwei Flaschen) |
Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten (entweder auf leeren Magen oder nach einer Mahlzeit) eingenommen werden. Das Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen und die fertige Suspension zum Einnehmen dürfen nicht ins Essen gemischt werden. Jedes Mischen, das nicht den Empfehlungen entspricht, liegt in der Verantwortung des medizinischen Fachpersonals oder des Anwenders.
Xofluza kann über eine Magensonde gegeben werden. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers bezüglich der Gabe von Xofluza über eine Magensonde.
Wenn Sie eine größere Menge von Xofluza eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich eine größere Menge von diesem Arzneimittel eingenommen haben als Sie sollten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Xofluza vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Teildosis oder Ihrer gesamten Dosis vergessen haben, holen Sie dies baldmöglichst nach. Ist das Granulat bereits rekonstituiert, nehmen Sie die Dosis innerhalb von 10 Stunden nach der Zubereitung ein.
Zur Behandlung einer Virusgrippe sollten Sie Xofluza innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome einnehmen. Zur Vorbeugung einer Virusgrippe sollten Sie Xofluza innerhalb von 48 Stunden nach engem Kontakt mit einer Person, von der bekannt ist oder vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat, einnehmen.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Erwachsene, Jugendliche und Kinder
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie), mit Anzeichen wie Schwellung von Gesicht oder Haut, juckendem Hautausschlag, niedrigem Blutdruck und Atembeschwerden.
Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen kann mit den vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden.
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Die folgenden Nebenwirkungen treten häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall und Erbrechen Die folgende Nebenwirkung tritt gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Juckender Hautausschlag Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkung ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der
verfügbaren Daten nicht abschätzbar): - Ischämische Kolitis (Entzündung des Dickdarms aufgrund von verminderter Durchblutung)
Kinder (3 Wochen bis < 12 Jahre)
Die folgenden Nebenwirkungen treten häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Durchfall, Ausschlag und Erbrechen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Flaschenetikett nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Vor der Herstellung: Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Nach der Herstellung: Nicht über 30 °C lagern und innerhalb von 10 Stunden verwenden.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Xofluza enthält
- Der Wirkstoff ist: Baloxavir marboxil.
- Jede Flasche Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen enthält 40 mg Baloxavir marboxil.
- Die sonstigen Bestandteile sind hochdisperses Siliciumdioxid (E 551), Hypromellose (E 464), Maltitol ((E 965), siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Maltitol“), Mannitol (E 421), Povidon (K25) (E 1201), Natriumchlorid (siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Natrium“), Erdbeergeschmack (enthält Propylenglykol), Sucralose (E 955) und Talkum (E 553b).
Wie Xofluza aussieht und Inhalt der Packung
- Xofluza Granulat ist weiß bis leicht gelblich.
- Xofluza 2 mg/ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen ist in Braunglasflaschen mit weißem kindergesichertem Schraubverschluss mit Originalitätsverschluss, mit 40 mg Granulat zum Mischen mit 20 ml Trinkwasser erhältlich.
- Jeder Umkarton enthält 1 Flasche, 1 Flaschenadapter zum Eindrücken (um das Aufziehen der zubereiteten Xofluza Suspension zum Einnehmen mit der Dosierhilfe zu erleichtern), 1 Messbecher (zum Abmessen von 20 ml Trinkwasser), eine orale 3-ml- und eine orale 10-ml-Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen (um die richtige Menge des Arzneimittels in den Mund zu geben). Auf jeder Dosierhilfe sind Milliliter (ml)-Markierungen angebracht (siehe Abbildungen unter Gebrauchsanweisung).
Für Hinweise zur Zubereitung der Suspension und zum Abmessen, zur Einnahme oder Gabe des
Arzneimittels lesen Sie bitte die Gebrauchtsanweisung.
Pharmazeutischer Unternehmer
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Hersteller
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien, Luxembourg/Luxemburg N.V. Roche S.A. België/Belgique/Belgien Tél/Tel: +32 (0) 2 525 82 11 | Latvija Roche Latvija SIA Tel: +371 - 6 7039831 |
| България Рош България ЕООД Тел: +359 2 474 54 44 | Lietuva UAB “Roche Lietuva” Tel: +370 5 2546799 |
| Česká republika | Magyarország |
|---|---|
| Roche s. r. o. Tel: +420 - 2 20382111 | Roche (Magyarország) Kft. Tel: +36 – 1 279 4500 |
| Danmark Roche Pharmaceuticals A/S Tlf:.: +45 - 36 39 99 99 | Nederland Roche Nederland B.V. Tel: +31 (0) 348 438050 |
| Deutschland Roche Pharma AG Tel: +49 (0) 7624 140 | Norge Roche Norge AS Tlf: +47 - 22 78 90 00 |
| Eesti Roche Eesti OÜ Tel: + 372 - 6 177 380 | Österreich Roche Austria GmbH Tel: +43 (0) 1 27739 |
| Ελλάδα, Κύπρος | Polska |
| Roche (Hellas) A.E. Ελλάδα Τηλ: +30 210 61 66 100 España Roche Farma S.A. Tel: +34 - 91 324 81 00 | Roche Polska Sp.z o.o. Tel: +48 - 22 345 18 88 Portugal Roche Farmacêutica Química, Lda Tel: +351 - 21 425 70 00 |
| France Roche Tél: +33 (0)1 47 61 40 00 | România Roche România S.R.L. Tel: +40 21 206 47 01 |
| Hrvatska Roche d.o.o. Tel: + 385 1 47 22 333 | Slovenija Roche farmacevtska družba d.o.o. Tel: +386 - 1 360 26 00 |
| Ireland, Malta Roche Products (Ireland) Ltd. Ireland/L-Irlanda Tel: +353 (0) 1 469 0700 | Slovenská republika Roche Slovensko, s.r.o. Tel: +421 - 2 52638201 |
| Ísland Roche Pharmaceuticals A/S c/o Icepharma hf Sími: +354 540 8000 | Suomi/Finland Roche Oy Puh/Tel: +358 (0) 10 554 500 |
| Italia Roche S.p.A. Tel: +39 - 039 2471 | Sverige Roche AB Tel: +46 (0) 8 726 1200 |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Gebrauchsanweisung Xofluza 2 mg/ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Baloxavir marboxil
Lesen Sie die gesamte Gebrauchsanweisung durch, bevor Sie Xofluza mischen (herstellen) und/oder anwenden.
Bitten Sie Ihren Arzt und/oder Apotheker, Ihnen zu zeigen, wie Xofluza anzuwenden ist.
Die Informationen in dieser Gebrauchsanweisung sind für Sie oder für eine von Ihnen betreute Person bestimmt, in der Gebrauchsanweisung wird aber nur die Anrede „Sie“ verwendet.
Aufbewahrung
| • • • • | Vor der Herstellung: Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Nach der Herstellung: Nicht über 30 ºC lagern und innerhalb von 10 Stunden verwenden. Wenn Xofluza höheren als den empfohlenen Temperaturen ausgesetzt war, muss das Arzneimittel verworfen werden (siehe Bewahren Sie Xofluza stets für Kinder unzugänglich auf. | Schritt 15). |
| Wichtige Informationen | ||
|---|---|---|
| ● ● | Waschen Sie sich vor und nach der Anwendung von Xofluza die Hände. Wenn die Suspension von Xofluza mit Ihrer Haut oder anderen Oberflächen in Kontakt kommt, | |
| ● ● | waschen Sie diese mit Wasser und Seife ab. Kontrollieren Sie vor der Anwendung das Verfalldatum und ob das Produkt beschädigt ist. Wenn Sie Xofluza als Suspension erhalten haben, prüfen Sie die Mischzeit und verwenden Sie | |
| ● | die Suspension unmittelbar oder innerhalb von 10 Stunden nach dem Mischen. Xofluza kann über eine Magensonde gegeben werden. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres | |
| × | Arztes oder Apothekers bezüglich der Gabe von Xofluza über eine Magensonde. Xofluza | nicht schütteln. |
| Dosierung von Xofluza | ||
| ● ● ● ● ● × | Die Anwendung von Xofluza ist abhängig vom Körpergewicht des Patienten. Für die richtige Dosis siehe die Tabelle in o Die Suspension zum Einnehmen von Xofluza wird als einmalige Einzeldosis angewendet. Wenden Sie Xofluza unmittelbar nach dem Mischen an. o Nicht verwendete Mengen sind nach der Anwendung zu entsorgen. Die Suspension zum Einnehmen | Schritt 17. Wenn Sie sich dennoch nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn die sofortige Anwendung nicht möglich ist, innerhalb von 10 Stunden nach dem Mischen verwenden. von Xofluza nicht für eine andere Person wiederverwenden. |
| PHASE 1: BEVOR SIE ANFANGEN | ||
| Arzneimittel überprüfen | ||
| 1. Prüfen Sie, ob Xofluza bereits von einem Apotheker gemischt wurde. 2. Kontrollieren Sie vor der Anwendung das Verfalldatum und ob das Produkt beschädigt ist. | ||
| Aufbewahrungsbedingungen | ||
| • • • | Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (vor der Herstellung mit Wasser): × Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Hergestellte Suspension zum Einnehmen: Unmittelbar nach der Herstellung mit Trinkwasser anwenden. Wenn die sofortige Anwendung nicht möglich ist, kann das hergestellte Produkt bis zu 10 Stunden (nicht über 30 °C) gelagert werden. Bewahren Sie Xofluza stets für Kinder unzugänglich auf. |
Inhalt der Schachtel überprüfen
1 Flasche Xofluza
1 Messbecher
1 Flaschenadapter zum Eindrücken
2 Applikationsspritzen für Zubereitungen zum Einnehmen: 3 ml und 10 ml
× Nicht verwenden, wenn die bereitgestellten Materialien unvollständig oder beschädigt sind.
PHASE 2: ZUBEREITUNG VON XOFLUZA
3. Wenn das Arzneimittel von Ihrem Apotheker gemischt wurde und die Flasche eine
Flüssigkeit enthält, fahren Sie mit PHASE 3: DOSIERUNG fort. Anderenfalls lesen Sie
weiter.
4. Waschen Sie sich vor und nach der Anwendung von Xofluza die Hände.
Granulat aufschütteln und Flasche öffnen
5. Klopfen Sie den Flaschenboden vorsichtig gegen eine harte Oberfläche, um das Xofluza Granulat aufzuschütteln.
6. Drücken Sie zum Öffnen der Flasche Schraubverschluss herunter und drehen Sie ihn in die angegebene Pfeilrichtung
- Bewahren Sie den Schraubverschluss für das spätere Schwenken der Suspension auf.
20 ml Trinkwasser zum Granulat hinzufügen
× Kein Wasser hinzufügen, wenn die Flasche eine Suspension enthält und bereits von Ihrem
Apotheker gemischt wurde.
7. Spülen Sie den (mitgelieferten) Messbecher vor der Anwendung aus.
8. Geben Sie 20 ml Trinkwasser temperiert auf Raumtemperatur in den Messbecher.
Überprüfen Sie, dass der Messbecher genau
20 ml enthält.
9. Geben Sie das Wasser in die Flasche.
× Keine anderen Nahrungsmittel oder Flüssigkeiten als Trinkwasser zum Mischen der Xofluza
Suspension zum Einnehmen verwenden.
Flaschenadapter einsetzen
10. Halten Sie mit einer Hand die Flasche auf dem Tisch fest.
11. Setzen Sie den Flaschenadapter in die Öffnung ein und drücken Sie ihn herunter.
- Der Flaschenadapter muss vollständig gegen den Flaschenrand gedrückt sein.
12. Schrauben Sie den Schraubverschluss wieder fest auf die Flasche.
Die Flasche nicht schütteln.
Schütteln führt zu Schaumbildung und kann eine
fehlerhafte Dosierung verursachen.
13. Greifen Sie die Flasche am Schraubverschluss und schwenken Sie sie vorsichtig 1 Minute lang mit einer kreisenden Bewegung.
14. Bewahren Sie Xofluza bei Raumtemperatur (nicht über 30 °C) auf und verwenden Sie das
Arzneimittel unmittelbar nach dem Mischen. Wenn die sofortige Anwendung nicht möglich ist, innerhalb von 10 Stunden nach dem Mischen verwenden.
PHASE 3: DOSIERUNG VON XOFLUZA
15. Achten Sie darauf, dass Xofluza bei Raumtemperatur (nicht über 30 °C) aufbewahrt und innerhalb der vergangenen 10 Stunden gemischt wurde. Anderenfalls dürfen Sie das Arzneimittel nicht verwenden. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Flasche nicht schütteln.
Schütteln führt zu Schaumbildung und kann eine
fehlerhafte Dosierung verursachen.
16. Greifen Sie die Flasche am Schraubverschluss und schwenken Sie sie vorsichtig 1 Minute lang mit einer kreisenden Bewegung.
Applikationsspritzen für Zubereitungen zum Einnehmen auswählen
17. Verwenden Sie das Dosisvolumen, das Ihr Arzt oder Apotheker angegeben hat, oder wählen Sie das Dosisvolumen nach dem Körpergewicht aus (siehe Tabelle unten). Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Volumen Sie verwenden sollen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
| Körpergewicht des Patienten | Volumen der Suspension zum Einnehmen |
|---|---|
| bis zu 20 kg | 1 ml pro kg Körpergewicht |
| 20 kg bis < 80 kg | 20 ml (aus einer Flasche) |
| 80 kg oder mehr | 40 ml (aus zwei Flaschen) |
Beispiel: Für ein Kind mit einem Körpergewicht von 12 kg beträgt die Dosis 12 ml Xofluza
Suspension zum Einnehmen.
18. Wählen Sie die Applikationsspritze nach dem Dosisvolumen aus.
- Wenn die Dosis mehr als 10 ml beträgt, müssen Sie zweimal Arzneimittel aus der Flasche entnehmen, wobei die große Applikationsspritze verwendet wird.
- Beträgt die zweite Entnahme weniger als 3 ml, verwenden Sie zur Entnahme aus der Flasche die kleine Applikationsspritze.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche
Applikationsspritze Sie verwenden sollen,
wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Beispiel: Entnehmen Sie für eine volle Dosis von 12 ml mit der großen Applikationsspritze 10 ml und dann mit der kleinen Applikationsspritze 2 ml.
× Die Applikationsspritzen nicht über die Markierung hinaus füllen. Geben Sie mehrere Dosen, indem Sie eine Applikationsspritze zweimal oder zwei Applikationsspritzen verwenden.
Flasche öffnen
19. Drücken Sie zum Öffnen der Flasche Schraubverschluss herunter und drehen Sie ihn in die angegebene Pfeilrichtung.
- Bewahren Sie den Schraubverschluss auf, um die Flasche nach der Anwendung
wieder zu verschließen.
Applikationsspritze einsetzen
20. Drücken Sie den Kolben der Applikationsspritze ganz nach unten, um etwaige Luft zu entfernen.
21. Halten Sie die Flasche auf dem Tisch fest und führen Sie die Spitze der Applikationsspritze in den Flaschenadapter ein.
Suspension entnehmen
22. Drehen Sie zum Befüllen der Applikationsspritze die Flasche zusammen mit der Applikationsspritze vorsichtig um.
23. Halten Sie die Applikationsspritze fest im
Flaschenadapter und ziehen Sie den Kolben
langsam zurück, um die benötigte Menge der
Suspension zu entnehmen, bis sich die
Kolbenspitze auf der Höhe der entsprechenden
Markierung an der Applikationsspritze
befindet.
Applikationsspritze entfernen
24. Halten Sie den Kolben in Position (da er sich sonst bewegen könnte), drehen Sie die Flasche
zusammen mit der Applikationsspritze um und stellen Sie sie auf den Tisch.
25. Entfernen Sie die Applikationsspritze vom Flaschenadapter.
Volumen in der Applikationsspritze überprüfen
26. Halten Sie die Applikationsspritze mit der Spitze nach oben und prüfen Sie, dass:
- Sie das korrekte Volumen entnommen haben.
- keine großen Luftblasen vorhanden sind.
Hinweis: Falls Sie nicht das korrekte Volumen entnommen haben oder große Luftblasen in der Applikationsspritze sind, setzen Sie die Applikationsspritze erneut in den Flaschenadapter ein, geben Sie das Arzneimittel in die Flasche zurück und entnehmen Sie das Arzneimittel erneut (beginnen Sie mit Schritt 22).
× Die Applikationsspritzen nicht über die Markierung hinaus füllen. Geben Sie mehrere Dosen, indem Sie eine Applikationsspritze zweimal oder zwei Applikationsspritzen verwenden.
PHASE 4: GABE DER DOSIS
Xofluza nicht direkt in den Hals oder zu schnell geben, da dies zu Verschlucken führen
kann.
27. Sitzen Sie aufrecht, um ein Verschlucken der Suspension zu vermeiden.
28. Führen Sie die Applikationsspritze in den Mund ein und richten Sie die Spitze längs einer Wange aus.
29. Drücken Sie den Kolben langsam vollständig herunter. Achten Sie darauf, dass das Arzneimittel geschluckt wird.
Hinweis: Wenn die vollständige Dosis mehrere Entnahmen erfordert, beginnen Sie noch einmal mit Schritt 20.
PHASE 5: NACH DER VERABREICHUNG
30. Nach der Gabe des Arzneimittels können Sie etwas Wasser trinken.
31. Verschließen Sie die Flasche mit der übrig
gebliebenen Xofluza Suspension und geben
Sie sie bei Ihrem Apotheker oder einer
örtlichen Sammelstelle ab.
Die Applikationsspritze(n) entsprechend den
nationalen Anforderungen beseitigen.
32. Waschen Sie Ihre Hände.
× Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Nicht verwendetes
Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
× Die Xofluza Suspension zum Einnehmen nicht für eine andere Person wiederverwenden.
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Xofluza 10 mg Granulat im Beutel Xofluza 30 mg Granulat im Beutel Xofluza 40 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Die Informationen dieser Packungsbeilage sind für Sie oder eine von Ihnen betreute Person bestimmt, in der Packungsbeilage wird aber nur die Anrede „Sie“ verwendet.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Xofluza und wofür wird es angewendet?
Was ist Xofluza?
Xofluza enthält den Wirkstoff Baloxavir marboxil. Dies ist ein antivirales Arzneimittel, das als „CAP-abhängiger Endonuclease-Hemmer“ bezeichnet wird.
Xofluza wird angewendet zur Behandlung und Vorbeugung der Virusgrippe (Influenza). Dieses Arzneimittel stoppt die Ausbreitung von Grippeviren im Körper und trägt dazu bei, die Zeit bis zur Erholung von den Symptomen zu verkürzen.
Wofür wird Xofluza angewendet?
Xofluza wird bei Patienten im Alter von 3 Wochen und älter angewendet. Es wird angewendet:
- zur Behandlung der Virusgrippe bei Patienten, die seit weniger als 48 Stunden Grippesymptome haben.
- zur Vorbeugung einer Virusgrippe bei Personen, die mit einer Person engen Kontakt hatten, von der bekannt ist oder vermutet wird, dass sie eine Virusgrippe hat.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Xofluza beachten?
Xofluza darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Baloxavir marboxil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xofluza einnehmen.
Kleinkinder und Kinder
Dieses Arzneimittel darf nicht an Kinder im Alter von unter 3 Wochen gegeben werden, da die
Wirkungen von Xofluza in dieser Altersgruppe nicht bekannt sind.
Einnahme von Xofluza zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Xofluza darf nicht eingenommen werden zusammen mit:
- Abführmitteln (Laxanzien)
- Magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida)
- Nahrungsergänzungsmitteln, die Eisen, Zink, Selen, Calcium oder Magnesium enthalten.
Die oben aufgeführten Arzneimittel können die Wirkung von Xofluza abschwächen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, wird als Vorsichtsmaßnahme empfohlen, die Anwendung von Xofluza zu vermeiden. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xofluza hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen.
Xofluza enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält Natrium (Salz):
- 10 mg und 30 mg Xofluza Granulat im Beutel enthält jeweils weniger als 23 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz), d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
- 40 mg Xofluza Granulat im Beutel enthält 23,6 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 1,2 % der für einen Erwachsenen empfohlenen
maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Xofluza enthält Maltitol
Dieses Arzneimittel enthält Maltitol:
- 10 mg Xofluza Granulat im Beutel enthält 175 mg Maltitol
- 30 mg Xofluza Granulat im Beutel enthält 525 mg Maltitol
- 40 mg Xofluza Granulat im Beutel enthält 700 mg Maltitol Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
3. Wie ist Xofluza einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Hautkontakt mit dem Granulat (und der Flüssigkeit nach dem Mischen) vermeiden.
Wann ist Xofluza einzunehmen?
Zur Behandlung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome ein.
Zur Vorbeugung einer Virusgrippe nehmen Sie Xofluza als Einmaldosis baldmöglichst innerhalb von 48 Stunden nach Kontakt mit einer infizierten Person ein.
Siehe die „Gebrauchsanweisung“ zur Einnahme dieses Arzneimittels.
Wie viel Xofluza müssen Sie einnehmen?
Die für Sie geeignete Dosis von Xofluza hängt von Ihrem Körpergewicht ab. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen sagen, wie viel Sie einnehmen müssen.
| Körpergewicht des Patienten Weniger als 9 kg 9 kg bis weniger als 15 kg | Xofluza-Dosis 2 mg/kg a 20 mg (zwei 10‑mg -Beutel) |
| 15 kg bis weniger als 20 kg 20 kg bis weniger als 80 kg 80 kg oder mehr | 30 mg 40 mg 80 mg (zwei 40‑mg -Beutel) |
a Die Zubereitung und Verabreichung dieser Dosis muss durch eine medizinische Fachkraft erfolgen.
Xofluza kann unabhängig von den Mahlzeiten (entweder auf leeren Magen oder nach einer Mahlzeit) eingenommen werden. Weder das Granulat noch das Granulat in Wasser dürfen ins Essen gemischt werden. Jedes Mischen, das nicht den Empfehlungen entspricht, liegt in der Verantwortung des medizinischen Fachpersonals oder des Anwenders.
Xofluza kann über eine Magensonde gegeben werden. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers bezüglich der Gabe von Xofluza über eine Magensonde.
Wenn Sie eine größere Menge von Xofluza eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich eine größere Menge von diesem Arzneimittel eingenommen haben als Sie sollten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Xofluza vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Teildosis oder Ihrer gesamten Dosis vergessen haben, holen Sie dies baldmöglichst nach.
- Zur Behandlung einer Virusgrippe – nehmen Sie das Arzneimittel innerhalb von 48 Stunden nach Einsetzen Ihrer Grippesymptome ein.
- Zur Vorbeugung einer Virusgrippe – nehmen Sie das Arzneimittel innerhalb von 48 Stunden nach engem Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person ein.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Nebenwirkungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
Schwerwiegende Nebenwirkung
Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden
Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen möglicherweise eine dringende medizinische
Behandlung, da dies Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie) sein
könnten:
- Schwellung von Gesicht oder Haut
- juckender Hautausschlag
- niedriger Blutdruck
- Atembeschwerden Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen kann mit den vorhandenen Daten nicht abgeschätzt werden.
Andere mögliche Nebenwirkungen:
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:
- Durchfall
- Erbrechen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen:
- Juckender Hautausschlag Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Ischämische Kolitis (Entzündung des Dickdarms aufgrund von verminderter Durchblutung)
Nebenwirkungen bei Kindern von 3 Wochen bis unter 12 Jahren
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen:
- Durchfall
- Ausschlag
- Erbrechen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Xofluza aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beutel nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Xofluza enthält
- Der Wirkstoff ist: Baloxavir marboxil.
- Jeder Beutel enthält 10 mg, 30 mg oder 40 mg Baloxavir marboxil.
- Die sonstigen Bestandteile sind: hochdisperses Siliciumdioxid (E 551), Hypromellose (E 464), Maltitol ((E 965), siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Maltitol“), Mannitol (E 421), Povidon (K25) (E 1201), Natriumchlorid (siehe Abschnitt 2 „Xofluza enthält Natrium“), Erdbeergeschmack (enthält Propylenglykol), Sucralose (E 955) und Talkum (E 553b).
Wie Xofluza aussieht und Inhalt der Packung
- Xofluza Granulat ist weiß bis leicht gelblich.
- Xofluza 10 mg, 30 mg oder 40 mg Granulat wird in Beuteln aus beschichteter Folie (Polyethylenterephthalat/Aluminium/Polyethylen) geliefert.
- Jeder Umkarton enthält 1 (30 mg oder 40 mg) oder 2 (10 mg) Beutel.
Für Hinweise zur Zubereitung des Granulats zur Verabreichung und zur Einnahme oder Gabe des
Arzneimittels lesen Sie bitte die „Gebrauchsanweisung“ weiter unten.
Pharmazeutischer Unternehmer
Roche Registration GmbH
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Hersteller
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien, Luxembourg/Luxemburg N.V. Roche S.A. België/Belgique/Belgien Tél/Tel: +32 (0) 2 525 82 11 | Latvija Roche Latvija SIA Tel: +371 - 6 7039831 |
| България Рош България ЕООД Тел: +359 2 474 54 44 Česká republika | Lietuva UAB “Roche Lietuva” Tel: +370 5 2546799 Magyarország |
| Roche s. r. o. Tel: +420 - 2 20382111 | Roche (Magyarország) Kft. Tel: +36 – 1 279 4500 |
| Danmark Roche Pharmaceuticals A/S Tlf: +45 - 36 39 99 99 | Nederland Roche Nederland B.V. Tel: +31 (0) 348 438050 |
| Deutschland Roche Pharma AG Tel: +49 (0) 7624 140 | Norge Roche Norge AS Tlf: +47 - 22 78 90 00 |
| Eesti Roche Eesti OÜ Tel: + 372 - 6 177 380 | Österreich Roche Austria GmbH Tel: +43 (0) 1 27739 |
| Ελλάδα, Κύπρος Roche (Hellas) A.E. Ελλάδα Τηλ: +30 210 61 66 100 | Polska Roche Polska Sp.z o.o. Tel: +48 - 22 345 18 88 |
| España Roche Farma S.A. Tel: +34 - 91 324 81 00 | Portugal Roche Farmacêutica Química, Lda Tel: +351 - 21 425 70 00 |
| France Roche Tél: +33 (0)1 47 61 40 00 | România Roche România S.R.L. Tel: +40 21 206 47 01 |
| Hrvatska Roche d.o.o. Tel: + 385 1 47 22 333 | Slovenija Roche farmacevtska družba d.o.o. Tel: +386 - 1 360 26 00 |
| Ireland, Malta Roche Products (Ireland) Ltd. Ireland/L-Irlanda Tel: +353 (0) 1 469 0700 | Slovenská republika Roche Slovensko, s.r.o. Tel: +421 - 2 52638201 |
| Ísland Roche Pharmaceuticals A/S c/o Icepharma hf Sími: +354 540 8000 | Suomi/Finland Roche Oy Puh/Tel: +358 (0) 10 554 500 |
| Italia Roche S.p.A. Tel: +39 - 039 2471 | Sverige Roche AB Tel: +46 (0) 8 726 1200 |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Gebrauchsanweisung
Xofluza 10 mg Granulat im Beutel Xofluza 30 mg Granulat im Beutel Xofluza 40 mg Granulat im Beutel
Baloxavir marboxil
Lesen Sie die gesamte Gebrauchsanweisung und die Gebrauchsinformation oben
durch, bevor Sie Xofluza zubereiten und einnehmen oder verabreichen.
Bitten Sie Ihren Arzt und/oder Apotheker, Ihnen zu zeigen, wie Xofluza anzuwenden ist.
Die Informationen in dieser Gebrauchsanweisung sind für Sie oder für eine von Ihnen betreute Person bestimmt, in der Gebrauchsanweisung wird aber nur die Anrede „Sie“ verwendet.
Aufbewahrung
- Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
- Bewahren Sie Xofluza stets für Kinder unzugänglich auf.
Wichtige Informationen, die Sie vor der Zubereitung und Einnahme / Gabe von Xofluza beachten sollten
- Hautkontak mit dem Granulat (und der Flüssigkeit nach dem Mischen) vermeiden.
- Waschen Sie sich vor und nach der Anwendung von Xofluza die Hände.
- Kontrollieren Sie vor der Anwendung das Verfalldatum und überprüfen Sie das Produkt auf Schäden. Verwenden Sie es nicht, wenn das Verfalldatum abgelaufen oder das Arzneimittel beschädigt ist.
Einnahme oder Gabe von Xofluza
- Die Dosis von Xofluza ist abhängig vom Körpergewicht des Patienten. Siehe die unten stehende Tabelle. Wenn Sie sich dennoch nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
| Körpergewicht des Patienten Weniger als 9 kg 9 kg bis weniger als 15 kg | Xofluza-Dosis 2 mg/kg a 20 mg (zwei 10‑mg -Beutel) |
| 15 kg bis weniger als 20 kg 20 kg bis weniger als 80 kg 80 kg oder mehr | 30 mg 40 mg 80 mg (zwei 40‑mg -Beutel) |
a Die Zubereitung und Verabreichung dieser Dosis muss durch medizinisches Fachpersonal erfolgen.
- Xofluza wird als einmalige Einzeldosis eingenommen.
- Sie müssen Xofluza mit etwa 1 Esslöffel (etwa 15-20 ml) Trinkwasser mischen.
- Xofluza muss unmittelbar nach dem Mischen eingenommen werden.
- Sie können Xofluza über eine Magensonde geben. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers bezüglich der Gabe von Xofluza über eine Magensonde.
Vorbereitung der Gabe von Xofluza
Die Zubereitung und Gabe bei Patienten mit einem Gewicht < 9 kg muss durch medizinisches
Fachpersonal erfolgen.
Schritt 1: Waschen Sie sich die
Hände.
Schritt 2: Überprüfen Sie Ihre
Dosis (siehe obige Tabelle).
- Zählen Sie die Beutel ab, die Sie für Ihre Dosis benötigen.
- Für eine Dosis von 20 mg brauchen Sie 2 Beutel zu je 10 mg. Nehmen Sie die beiden Beutel zusammen gemäß den nachfolgenden Anweisungen ein.
- Für eine Dosis von 80 mg brauchen Sie 2 Beutel zu je 40 mg. Nehmen Sie die Beutel getrennt ein. Führen Sie die Schritte 3 bis 9 aus, um den ersten Beutel einzunehmen.
Wiederholen Sie dann die
Schritte 3 bis 9 zur Einnahme
des zweiten Beutels.
Schritt 3. Legen Sie Ihre
Materialien bereit.
Sie brauchen:
- die für Ihre Dosis passende Anzahl an Beuteln
- einen Esslöffel
- ein kleines, sauberes Glas mit einem Esslöffel (15‑20 ml)
Trinkwasser.
Schritt 4. Klopfen Sie gegen
den/die Beutel, damit sich das
Granulat auf einer Seite des/der
Beutel(s) sammelt.
- Öffnen Sie den/die Beutel mit der Hand oder einer Schere.
- Achten Sie darauf, das Granulat nicht mit der Schere zu zerschneiden.
Schritt 5. Geben Sie das Granulat
in das Glas mit ca. 15‑20 ml
Trinkwasser.
Klopfen Sie gegen den Beutel,
um sicherzustellen, dass das
gesamte Granulat entnommen
wurde.
Schritt 6. Schwenken Sie das
Glas leicht 1 Minute lang oder bis
sich das Granulat vollkommen
aufgelöst hat.
Schritt 7. Trinken Sie die
Flüssigkeit sofort.
Schritt 8. Füllen Sie das Glas
erneut mit ca. 15‑20 ml
Trinkwasser.
- Schwenken, um eventuell verbleibendes Granulat aufzunehmen.
- Trinken Sie die Flüssigkeit sofort.
Schritt 9. Wiederholen Sie
Schritt 8 noch einmal, wenn sich
noch Granulat im Glas befindet.
Schritt 10. Waschen Sie sich die
Hände und spülen Sie alle
Gegenstände, die für die Gabe
von Xofluza verwendet wurden.
Schritt 11. Entsorgen Sie den/die
leeren Beutel entsprechend den
nationalen Anforderungen.
Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags
Der Text dieser Seite gibt die amtliche Gebrauchs- beziehungsweise Fachinformation im Wortlaut wieder. Inhaltlich ist daran nichts verändert. Die Übernahme aus dem Original-PDF in die Darstellung dieser Seite erfolgte maschinell mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
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