ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 200 mg Hartkapseln
XALKORI 250 mg Hartkapseln

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

XALKORI 200 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 200 mg Crizotinib.

XALKORI 250 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 250 mg Crizotinib.

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Jede Kapsel enthält 20 mg Crizotinib.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Jede Kapsel zum Öffnen enthält 6 mg Saccharose.

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Jede Kapsel enthält 50 mg Crizotinib.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Jede Kapsel zum Öffnen enthält 14 mg Saccharose.

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Jede Kapsel enthält 150 mg Crizotinib.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Jede Kapsel zum Öffnen enthält 43 mg Saccharose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

XALKORI 200 mg Hartkapseln Weiß opake und pinkfarben opake Hartkapsel, mit dem Aufdruck „Pfizer“ auf der Kappe und „CRZ 200“ auf dem Unterteil.

XALKORI 250 mg Hartkapseln
Pinkfarben opake Hartkapsel, mit dem Aufdruck „Pfizer“ auf der Kappe und „CRZ 250“ auf dem
Unterteil.

Granulat in Kapseln zum Öffnen

Das Granulat ist weiß bis cremefarben und befindet sich in einer undurchsichtigen Hartkapsel.

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Hellblaue Kappe mit dem Aufdruck „Pfizer“ in schwarzer Tinte und weißes Unterteil mit dem
Aufdruck „CRZ 20“ in schwarzer Tinte.

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Graue Kappe mit dem Aufdruck „Pfizer“ in schwarzer Tinte und hellgraues Unterteil mit dem
Aufdruck „CRZ 50“ in schwarzer Tinte.

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Hellblaue Kappe mit dem Aufdruck „Pfizer“ in schwarzer Tinte und hellblaues Unterteil mit dem
Aufdruck „CRZ 150“ in schwarzer Tinte.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

XALKORI als Monotherapie wird angewendet bei:

  • Erwachsenen zur Erstlinienbehandlung des Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK)-positiven, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (non-small cell lung cancer, NSCLC)
  • Erwachsenen zur Behandlung des vorbehandelten Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK) -positiven, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (non-small cell lung cancer, NSCLC)
  • Erwachsenen zur Behandlung des ROS1-positiven, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (non-small cell lung cancer, NSCLC)
  • Kindern und Jugendlichen (im Alter von ≥ 1 bis < 18 Jahren) zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären systemischen Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK)-positiven anaplastischen großzelligen Lymphoms (anaplastic large cell lymphoma, ALCL)

Kindern und Jugendlichen (im Alter von ≥ 1 bis < 18 Jahren) zur Behandlung des rezidivierten oder refraktären Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK)-positiven inoperablen inflammatorischen myofibroblastischen Tumors (inflammatory myofibroblastic tumour, IMT)

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit XALKORI sollte durch einen in der Anwendung von Arzneimitteln zur
Krebstherapie erfahrenen Arzt veranlasst und begleitet werden.

ALK- und ROS1-Nachweis

Für die Auswahl der Patienten zur Behandlung mit XALKORI ist ein präzises und validiertes
Verfahren für den Nachweis von entweder ALK oder ROS1 erforderlich (siehe Abschnitt 5.1 für
Informationen über die in den klinischen Studien verwendeten Nachweisverfahren).

Beim NSCLC sollte ein ALK--positiver oder ROS1-positiver , beim ALCL oder IMT ein ALK-positiver Status vor Beginn der Therapie mit Crizotinib erwiesen sein. Die Beurteilung sollte von Laboren durchgeführt werden, die nachweislich über Erfahrung mit den spezifischen angewendeten Technologien verfügen (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Erwachsene Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC
Die empfohlene Dosierung von Crizotinib ist zweimal täglich 250 mg (500 mg täglich), bei
kontinuierlicher Einnahme.

Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem ALCL oder ALK–positivem IMT

Das empfohlene Anfangsdosierungsschema für Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen basiert auf der Körperoberfläche (KOF). Die empfohlene Dosierung von Crizotinib für Kinder und Jugendliche mit ALCL oder IMT ist zweimal täglich 280 mg/m2 peroral bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptabler Toxizität.

Die empfohlene Dosierung bei Kindern und Jugendlichen mit einer KOF ≥ 1,34 m2 ist in Tabelle 1
dargestellt. Bei Bedarf ist die gewünschte Dosis durch Kombination von Crizotinib-Kapseln
verschiedener Stärke zu erreichen.

Tabelle 1: Kinder und Jugendliche mit einer Körperoberfläche (KOF) ≥ 1,34 m2: Empfohlene Anfangsdosierung mit Crizotinib- Kapseln* Körperoberfläche (KOF)** Dosis (zweimal täglich) Gesamttagesdosis

1,34 – 1,51 m2 400 mg 800 mg
(2 × 200-mg-Kapsel)
1,52 – 1,69 m2 450 mg 900 mg
(1 × 200-mg-Kapsel + 1× 250-mg-Kapsel)
≥ 1,70 m2 500 mg 1 000 mg
(2 × 250-mg-Kapsel)

  • Bezogen auf XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln.

** Für Kinder und Jugendliche mit einer KOF < 1,34 m2, siehe Tabelle 2.

Bei Kindern und Jugendlichen mit einer KOF < 1,34 m2, ist XALKORI in der Darreichungsform als Granulat in Kapseln zum Öffnen zu verwenden. Die empfohlene Dosierung für Kinder und Jugendliche mit einer KOF < 1,34 m2 ist in Tabelle 2 dargestellt.

Das Granulat ist in 3 Dosisstärken in Kapselform verfügbar: 20 mg, 50 mg und 150 mg Crizotinib. Falls erforderlich, kann die gewünschte Dosis durch Kombination verschiedener Stärken des Crizotinib Granulats in Kapseln zum Öffnen erreicht werden. Für eine Einzeldosis werden nicht mehr als 4 Kapseln benötigt (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2. Körperoberfläche (KOF) 0,38 – 0,46 m 0,47 – 0,51 m 0,52 – 0,61 m 0,62 – 0,80 m 0,81 – 0,97 m 0,98 – 1,16 m 1,17 – 1,33 m
Kinder und Jugendliche mit einer Körperoberfläche (KOF) von 0,38 m Empfohlene Anfangsdosierung mit Crizotinib Granulat ** 2 2 2 2 2 2 2
Dosis (zweimal täglich) (1 × 20 mg + 2 × 50 mg) (2× 20 mg + 2 × 50 mg) (1 × 50 mg + 1 × 150 mg) (2 × 50 mg + 1 × 150 mg) (1 × 50 mg + 2 × 150 mg)
* 120 mg 140 mg 150 mg (1 × 150 mg) 200 mg 250 mg 300 mg (2 × 150 mg) 350 mg
Gesamttagesdosis
2 bis 1,33 m 2: 240 mg 280 mg 300 mg 400 mg 500 mg 600 mg 700 mg
  • Bezogen auf XALKORI 20 mg, 50 mg und 150 mg Crizotinib Granulat in Kapseln zum Öffnen.

** Die empfohlene Dosierung für Patienten mit einer KOF weniger als 0,38 m2 ist noch nicht
erwiesen. Für Kinder und Jugendliche mit einer KOF ≥ 1,34 m2, siehe Tabelle 1.

Die Anwendung von Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen muss unter Aufsicht eines Erwachsenen erfolgen.

Dosisanpassungen
Abhängig von der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit kann eine Unterbrechung der
Anwendung und/ oder eine Dosisreduktion erforderlich werden.

Erwachsene Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC Bei 1 722 erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC, die in klinischen Studien mit Crizotinib behandelt wurden, waren die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 3 %), die mit Therapieunterbrechungen verbunden waren, Neutropenien, Transaminasenerhöhung, Erbrechen und Übelkeit. Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 3 %), die mit einer Dosisreduktion verbunden waren, waren Transaminasenerhöhung und Neutropenien. Falls eine Dosisreduktion bei behandelten Patienten mit zweimal täglich Crizotinib 250 mg erforderlich ist, sollte die Crizotinib-Dosis wie nachstehend angeführt reduziert werden.

  • Erste Dosisreduktion: XALKORI 200 mg zweimal täglich peroral
  • Zweite Dosisreduktion: XALKORI 250 mg einmal täglich peroral
  • Dauerhaft absetzen, wenn XALKORI 250 mg einmal täglich peroral nicht vertragen wird Die Richtlinien zur Dosisreduktion bei hämatologischen und nicht hämatologischen Toxizitäten sind in den Tabellen 3 und 4 dargestellt. Für Patienten, die mit einer geringeren Crizotinib-Dosis als 250 mg zweimal täglich behandelt werden, sind die Richtlinien zur Dosisreduktion in Tabelle 3 und 4 entsprechend zu befolgen.
Tabelle 3: CTCAE c Grad Grad 3 Grad 4 a. Ausnahme Lymphopenie (außer in Zusammenhang mit klinischen Ereignissen, z. B. Infektionen durch opportunistische Erreger). b. Bei Patienten, die Neutropenien und Leukopenien entwickelten, siehe auch Abschnitte 4.4 und 4.8. c. National Cancer Institute d. Bei Wiederauftreten sollte die Gabe bis zur Erholung auf Grad ≤ 2 unterbrochen werden, dann sollte die Gabe mit einmal täglich 250 mg wieder aufgenommen werden. Im Falle wiederauftretender Grad-4-Toxizitäten muss XALKORI dauerhaft abgesetzt werden. e. Bei Patienten, die mit 250 mg einmal täglich behandelt wurden oder bei Patienten, deren Dosis auf 250 mg einmal täglich reduziert wurde, während der Evaluierung absetzen. Tabelle 4: CTCAE a Grad Anstieg von Alanin-Aminotransferase (ALT) oder Aspartat-Aminotransferase (AST) Grad 3 oder 4 und Gesamtbilirubin ≤ Grad 1 ALT- oder AST-Anstieg Grad 2, 3 oder 4 und gleichzeitiger Gesamtbilirubin- Anstieg Grad 2, 3 oder 4 (bei Abwesenheit von Cholestase oder Hämolyse) Interstitielle Lungenerkrankung (ILD)/ Pneumonitis jeglichen Grades Grad-3-QTc-Verlängerung Grad-4-QTc-Verlängerung Bradykardie Grad 2, 3 Symptomatisch, kann schwerwiegend und medizinisch bedeutsam sein, medizinische Intervention indiziertErwachsene Patienten: XALKORI Dosismodifikation – hämatologische Toxizitäten a,b (NCI) Common Terminology Criteria for Adverse Events. Erwachsene Patienten: XALKORI Dosismodifikation – nicht hämatologische Toxizitäten d,eXALKORI-Behandlung Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit dem gleichen Dosierungsschema Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosisd,e XALKORI-Behandlung Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 1 oder Ausgangswert, dann Wiederaufnahme mit einmal täglich 250 mg und Erhöhung auf zweimal täglich 200 mg falls die Behandlung klinisch toleriert wird b,c Therapieabbruch Absetzen bei Verdacht auf ILD/ Pneumonitis und Therapieabbruch, falls eine behandlungsbedingte ILD/ Pneumonitis diagnostiziert wird d Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 1, Elektrolyte überprüfen und falls erforderlich korrigieren; dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosis b,c Therapieabbruch Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 1 oder auf eine Herzfrequenz von 60 oder höher Überprüfung von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie eine Bradykardie verursachen, sowie von Antihypertensiva
Werden gleichzeitig eingenommene Arzneimittel identifiziert, von denen bekannt ist, dass sie eine Bradykardie verursachen, und wird ihre Anwendung abgebrochen oder wird ihre Dosis angepasst, dann Wiederaufnahme der Gabe mit ursprünglicher Dosis bei Erholung auf Grad ≤ 1 oder auf eine Herzfrequenz von 60 oder höher
Bradykardie Grad 4 Lebensbedrohliche Folgen, dringende Intervention indiziertd,e,fWerden keine gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel identifiziert, von denen bekannt ist, dass sie eine Bradykardie verursachen, oder wird die Anwendung der gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel nicht abgebrochen oder die Dosis nicht angepasst, dann Wiederaufnahme der Gabe mit reduzierter Dosis c bei Erholung auf Grad ≤ 1 oder auf eine Herzfrequenz von 60 oder höher Werden keine gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel identifiziert, von denen bekannt ist, dass sie eine Bradykardie verursachen, muss die Therapie abgebrochen werden
Augenerkrankung Grad 4 (Verlust des CTCAE a Grad Sehvermögens) a. National Cancer Institute b. XALKORI muss dauerhaft abgesetzt werden im Falle wiederauftretender Toxizitäten von Grad 3 und höher. Siehe Abschnitte 4.4 und 4.8. c. Bei Patienten, die mit 250 mg einmal täglich behandelt wurden oder bei Patienten, deren Dosis auf 250 mg einmal täglich reduziert wurde, während der Evaluierung absetzen.(NCI) Common Terminology Criteria for Adverse EventsWerden gleichzeitig eingenommene Arzneimittel identifiziert, von denen bekannt ist, dass sie eine Bradykardie verursachen, und ihre Anwendung abgebrochen oder ihre Dosis angepasst, dann Wiederaufnahme der Gabe mit einmal täglich 250 mg c bei Erholung auf Grad ≤ 1 oder auf eine Herzfrequenz von 60 oder höher mit häufiger Kontrolle Therapieunterbrechung, während der Abklärung des XALKORI-Behandlung Verlusts des Sehvermögens

d. Siehe Abschnitte 4.4 und 4.8.

e. Herzfrequenz unter 60 Schläge/Minute (bmp).

f. Therapieabbruch bei Wiederauftreten.

Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT

Falls bei Kindern und Jugendlichen, die mit der empfohlenen Anfangsdosis behandelt werden, eine Dosisreduktion erforderlich ist, sollte die XALKORI-Dosis für Kinder und Jugendliche mit einer KOF ≥ 1,34 m2 wie in Tabelle 5 gezeigt, reduziert werden.

Tabelle 5: Empfohlene Dosisreduktionen für XALKORI-Kapseln* Körperoberfläche (KOF) 1,34 – 1,69 m ≥ 1,70 m * Bezogen auf XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln. ** Für Kinder und Jugendliche mit einer KOF < 1,34 m ***** 2 Dauerhaft absetzen bei Patienten, die Crizotinib nach 2 Dosisreduktionen nicht vertragen.Kinder und Jugendliche mit einer Körperoberfläche (KOF) ≥ 1,34 m2: 2Dosis (zweimal täglich 250 mg 400 mgErste Dosisreduktion *)Gesamttagesdosis500 mg 800 mg2, siehe Tabelle 6.Zweite Dosisreduktion*** Dosis (zweimal täglich 200 mg 250 mg*)Gesamttagesdosis400 mg 500 mg
Falls bei Kindern und Jugendlichen, die mit der empfohlenen Anfangsdosis behandelt werden, eine Dosisreduktion erforderlich ist, sollte die XALKORI-Dosis für Kinder und Jugendliche mit einer KOF < 1,34 m2, wie in Tabelle 6 gezeigt, reduziert werden.
Tabelle 6. m2: Empfohlene Dosisreduktionen für XALKORI Granulat* Körperoberfläc 0,38 – 0,46 m 0,47 – 0,51 m 0,52 – 0,61 m 0,62 – 0,80 m 0,81 – 0,97 m 0,98 – 1,16 m 1,17 – 1,33 m * Bezogen auf 20 mg, 50 mg und 150 mg Crizotinib als Granulat in Kapseln zum Öffnen. ** Für Kinder und Jugendliche mit einer KOF ≥ 1,34 m *** Die empfohlenen Dosierungsmodifikationen für hämatologische und nicht-hämatologische Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem sind in Tabelle 7 bzw. 8 dargestellt.he (KOF) Dauerhaft absetzen bei Patienten, die Crizotinib nach 2 Dosisreduktionen nicht vertragen.Kinder und Jugendliche mit einer Körperoberfläche (KOF) von 0,38 m2 bis 1,33 ** 2 2 2 2 2 2 2(2 × 20 mg + 1 × 50 mg) (1 × 20 mg + 2 × 50 mg) (1 × 50 mg + 1 × 150 mg) (1 × 20 mg + 1 × 50 mg + (2 × 50 mg + 1 × 150 mg)(zweimal täglich) (2 × 50 mg) (1 × 150 mg) 1 × 150 mg)Erste Dosisreduktion Dosis 90 mg 100 mg 120 mg 150 mg 200 mg 220 mg 250 mgtagesdosisGesamt-180 mg 200 mg 240 mg 300 mg 400 mg 440 mg 500 mg 2, siehe Tabelle 5.(1 × 20 mg + 1 × 50 mg) (2 × 20 mg + 1 × 50 mg) (1 × 20 mg + 2 × 50 mg) (1 × 20 mg + 1 × 150 mg) (1 × 50 mg + 1 × 150 mg)Zweite Dosisreduktion (zweimal täglich) (4 × 20 mg) (1 × 150 mg) ALCL oder ALK-positivem IMTDosis 70 mg 80 mg 90 mg 120 mg 150 mg 170 mg 200 mg*** Gesamt-tagesdosis 140 mg 160 mg 180 mg 240 mg 300 mg 340 mg 400 mg
Tabelle 7: Kinder und Jugendliche: XALKORI Dosierungsmodifikation bei hämatologischen CTCAE Absolute Neutrophilenzahl (ANC) Neutrophilenzahl erniedrigt Grad 4aNebenwirkungen GradXALKORI-Dosierung Erstes Auftreten: Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung.
Thrombozytenzahl Thrombozytenzahl erniedrigt Grad 3 (mit gleichzeitiger Blutung) Thrombozytenzahl erniedrigt Grad 4 Anämie Grad 3 Grad 4 a. Grad basierend auf Events (CTCAE), b. Dauerhaft absetzen bei Patienten, die XALKORI nach 2 Dosisreduktionen nicht vertragen, es sei denn, in Tabellen 5 und 6 ist etwas anderes angegeben.Version 4.0.National Cancer InstituteZweites Auftreten: • • Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der gleichen Dosierung. Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung. Dauerhaft absetzen bei Wiederauftreten. Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der gleichen Dosierung. Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung. Dauerhaft absetzen bei Wiederauftreten.Dauerhaft absetzen bei Wiederauftreten mit Komplikation durch febrile Neutropenie oder Infektion. Bei unkomplizierter Neutropenie Grad 4 entweder dauerhaft absetzen oder absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 2, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung.(NCI)Common Terminology Criteria for Adverseb
Es wird empfohlen, das große Blutbild, einschließlich Differenzialblutbild, im ersten Monat nach Beginn der Therapie wöchentlich und anschließend mindestens monatlich zu überwachen, mit häufigerer Überwachung bei Auftreten von Abnormalitäten des Grades 3 oder 4, Fieber oder Infektion.
Tabelle 8: Kinder und Jugendliche: XALKORI Dosierungsmodifikation bei CTCAE ALT- oder AST-Erhöhung Grad 3 oder 4 mit Gesamtbilirubin Grad ≤ 1 ALT- oder AST-Erhöhung Grad 2, 3 oder 4 und gleichzeitiger Gesamtbilirubin- Erhöhung Grad 2, 3 oder 4 (bei Abwesenheit von Cholestase oder Hämolyse) Arzneimittelbedingte interstitielle Lungenerkrankung (ILD)/ Pneumonitis jeglichen Grades Grad-3-QTc-Verlängerung CTCAE Grad-4-QTc-Verlängerunga Grad a Gradnicht-hämatologischen NebenwirkungenXALKORI-Dosierung Absetzen bis zur Erholung auf Grad ≤ 1, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung Dauerhaft absetzen Dauerhaft absetzen Absetzen bis zur Erholung auf den Ausgangswert XALKORI-Dosierung oder QTc unter 481 ms, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung Dauerhaft absetzen
Bradykardie Grad 2, 3 Symptomatisch, kann schwerwiegend und medizinisch bedeutsam sein, medizinische Intervention indiziert Bradykardie Grad 4 Lebensbedrohliche Folgen, dringende Intervention indiziert Übelkeit Grad 3 Unzureichende orale Aufnahme für mehr als 3 Tage, medizinische Intervention indiziert Erbrechen Grad 3, 4 Mehr als 6 Episoden in 24 Stunden für mehr als 3 Tage, medizinische Intervention erforderlich , d. h. Ernährung über Magensonde oder Hospitalisierung; lebensbedrohliche Folgen, dringende Intervention indiziert Diarrhö Grad 3, 4 Anstieg um 7 oder mehr Stuhlgänge im Vergleich zum Ausgangswert, Inkontinenz, Hospitalisierung indiziert; lebensbedrohliche Folgen, dringende Intervention indiziert Augenerkrankung Grad 1 (leichte Symptome), 2 (mittelschwere Symptome mit Beeinträchtigung altersentsprechender Alltagsaktivitäten) Augenerkrankung Grad 3, 4 (Verlust des Sehvermögens , deutliche Verringerung des Sehvermögens) a. Grad basierend auf Events (CTCAE), b. Ruhepuls unterhalb der 2,5. Perzentile gemäß altersspezifischer Norm. c. Dauerhaft absetzen bei Wiederauftreten . CTCAE d. Dauerhaft absetzen bei Patienten, die Crizotinib nach 2 Dosisreduktionen nicht vertragen, es sei denn, in Tabellen 5 und 6 ist etwas anderes angegeben.a Gradb,c Version 4.0.b National Cancer Institute• • • • • (NCI)Absetzen bis zur Erholung auf einen Ruhepuls entsprechend dem Patientenalter (basierend auf der 2,5. Perzentile gemäß altersspezifischer Norm) wie folgt: 1 bis <2 Jahre: 91 Schläge pro Minute oder darüber 2 bis 3 Jahre: 82 Schläge pro Minute oder darüber 4 bis 5 Jahre: 72 Schläge pro Minute oder darüber 6 bis 8 Jahre: 64 Schläge pro Minute oder darüber > 8 Jahre: 60 Schläge pro Minute oder darüber Dauerhaft absetzen, falls keine gleichzeitig eingenommenen Arzneimittel identifiziert werden. Werden gleichzeitig eingenommene Arzneimittel identifiziert und abgesetzt oder ihre Dosis angepasst, dann Wiederaufnahme der Behandlung mit der zweiten in Tabelle 5 bei Erholung auf Grad ≤ 1 oder die für die Behandlung von symptomatischer oder schwerwiegender, medizinisch bedeutsamer Bradykardie angegebenen Herzfrequenzkriterien , mit häufiger Kontrolle Grad 3 (trotz maximaler medikamentöser Therapie): Absetzen bis zur Erholung, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung Grad 3 oder 4 (trotz maximaler medikamentöser Therapie): Absetzen bis zur Erholung, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung Grad 3 oder 4 (trotz maximaler medikamentöser Therapie): Absetzen bis zur Erholung, dann Wiederaufnahme mit der nächstgeringeren Dosierung Grad 1 oder 2: Überwachung der Symptome und Meldung etwaiger Symptome an einen Augenarzt; bei Augenerkrankungen Grad 2 Dosisreduktion in Betracht ziehen Grad 3 oder 4: Therapieunterbrechung während der Abklärung eines schweren Verlusts des Sehvermögens . Dauerhaft absetzen, falls bei entsprechender Abklärung keine andere Ursache gefunden wird XALKORI-Dosierungd d Common Terminology Criteria for Adversec angegebenen Dosisreduktiond

Leberfunktionsstörung Crizotinib wird überwiegend in der Leber metabolisiert. Bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung sollte die Behandlung mit Crizotinib mit Vorsicht erfolgen (siehe Tabellen 4 und 8 sowie Abschnitte 4.4, 4.8 und 5.2).

Anpassungen für erwachsene Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC Basierend auf der Klassifizierung des National Cancer Institute (NCI), wird bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (entweder AST > oberer Normalwert [Upper Limit of Normal, ULN] und Gesamtbilirubin ≤ ULN oder beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > ULN aber ≤ 1,5 × ULN) keine Anpassung der Initialdosis empfohlen. Bei Patienten mit mäßig schwerer Leberfunktionsstörung (beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > 1,5 × ULN und ≤ 3 × ULN) wird eine Initialdosis Crizotinib von 200 mg zweimal täglich empfohlen. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > 3 × ULN) wird eine Initialdosis Crizotinib von 250 mg einmal täglich empfohlen (siehe Abschnitt 5.2). Die Dosisanpassung von Crizotinib nach der Child-Pugh-Klassifizierung wurde nicht in Patienten mit Leberfunktionsstörung untersucht.

Anpassungen für Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT Anpassungen für Kinder und Jugendliche basieren auf der bei erwachsenen Patienten durchgeführten klinischen Studie (siehe Abschnitt 5.2). Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (entweder AST > ULN und Gesamtbilirubin ≤ ULN oder beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > ULN aber ≤ 1,5 × ULN) wird keine Anpassung der Initialdosis von Crizotinib empfohlen. Die empfohlene Initialdosis von Crizotinib bei Patienten mit mäßig schwerer Leberfunktionsstörung (beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > 1,5 × ULN und ≤ 3 × ULN) ist die erste Dosisreduktion basierend auf der KOF gemäß Tabellen 5 und 6. Die empfohlene Initialdosis von Crizotinib bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > 3 × ULN) ist die zweite Dosisreduktion basierend auf der KOF gemäß Tabellen 5 und 6.

Nierenfunktionsstörung Anpassungen für erwachsene Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC Bei Patienten mit leichter (60 ≤ Kreatinin-Clearance [CLcr] < 90 ml/min) oder mäßiger (30 ≤ CLcr < 60 ml/min) Nierenfunktionsstörung ist keine Anpassung der Initialdosis erforderlich, da eine Analyse der Populationspharmakokinetik bei diesen Patienten keine klinisch bedeutsamen Änderungen der Crizotinib-Exposition im Steady State zeigte. Die Crizotinib-Plasmakonzentrationen können bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (CLcr < 30 ml/min) erhöht sein. Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, die keine Peritoneal- oder Hämodialyse benötigen, sollten auf eine orale Gabe einmal täglich 250 mg als Initialdosis eingestellt werden. Abhängig von der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit kann die Dosis, nach mindestens 4-wöchiger Behandlung, auf zweimal täglich 200 mg erhöht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Anpassungen für Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT Anpassungen für Kinder und Jugendliche basieren auf den Angaben für erwachsene Patienten (siehe Abschnitt 5.2). Bei Patienten mit leichter (60 ≤ CLcr < 90 ml/min) oder mäßiger (30 ≤ CLcr < 60 ml/min) Nierenfunktionsstörung, berechnet mit der Schwartz-Formel, ist keine Anpassung der Initialdosis erforderlich. Die empfohlene Initialdosis von Crizotinib bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (CLcr <30 ml/min), die keine Dialyse benötigen, ist die zweite Dosisreduktion basierend auf der KOF gemäß Tabellen 5 und 6. Die Dosis kann nach mindestens 4-wöchiger Behandlung auf die erste Dosisreduktion basierend auf der KOF gemäß Tabellen 5 und 6 und der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit erhöht werden.

Ältere Patienten

Es ist keine Anpassung der Initialdosis erforderlich (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem
oder ROS1-positivem NSCLC wurden nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Crizotinib wurde beim rezidivierten oder refraktären systemischen ALK-positiven ALCL bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis < 18 Jahren oder beim inoperablen , rezidivierten oder refraktären ALK-positiven IMT bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis < 18 Jahren untersucht (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Es liegen keine Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit einer Behandlung mit Crizotinib bei Kindern mit ALK-positivem ALCL im Alter unter 3 Jahren oder ALK-positivem IMT bei Kindern im Alter unter 2 Jahren vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

XALKORI kann entweder nach einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen eingenommen werden.

XALKORI Granulat ist nicht auf Nahrungsmittel zu streuen. Grapefruit oder Grapefruitsaft sollten vermieden werden, da hierdurch die Crizotinib-Plasmakonzentration erhöht werden kann;

Johanniskraut sollte vermieden werden, weil es die Crizotinib-Plasmakonzentration verringern kann (siehe Abschnitt 4.5).

Falls eine Dosis vergessen wurde, sollte sie nachgeholt werden, sobald der Patient oder die Betreuungsperson dies bemerkt. Falls die nächste geplante Dosis in weniger als 6 Stunden fällig ist, sollte der Patient die vergessene Dosis nicht mehr einnehmen. Patienten dürfen keine doppelte Dosis zur selben Zeit einnehmen, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln
Die XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln sind im Ganzen, vorzugsweise mit Wasser, zu
schlucken und sind nicht zu zerdrücken, aufzulösen oder zu öffnen.

XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen Das Granulat in den Kapseln zum Öffnen ist nicht zu kauen, zu zerdrücken oder auf Nahrungsmittel zu streuen. Die Kapselhülle darf nicht geschluckt, sondern muss wie folgt vorsichtig geöffnet werden:

  • Halten Sie die Kapsel so, dass der Schriftzug „Pfizer“ oben ist, und klopfen Sie gegen die Kapsel, um sicherzustellen, dass sich das gesamte Granulat in der unteren Hälfte der Kapsel befindet.
  • Drücken Sie den Boden der Kapsel leicht zusammen.
  • Drehen Sie den oberen und unteren Teil der Kapsel entgegengesetzt und ziehen Sie die Kapselkappe ab, um die Kapsel zu öffnen.
  • Das Granulat kann nach dem Öffnen der Kapsel(n) auf 2 unterschiedliche Arten verabreicht werden:

1. indem der Kapselinhalt unmittelbar in den Mund des Patienten verabreicht wird ODER

2. indem der Kapselinhalt in eine vom Anwender bereitgestellte trockene Dosierhilfe (z. B. Löffel, Arzneimittelbecher) gegeben und anschließend von der Dosierhilfe in den Mund des Patienten verabreicht wird.

  • Klopfen Sie, unabhängig von der Art der Verabreichung, mit dem Finger gegen die Kapsel, um sicherzustellen, dass das gesamte Granulat verabreicht wurde.

Wenn nicht die gesamte Dosis des Granulats in den Kapseln zum Öffnen auf einmal eingenommen werden kann, wird das Granulat in den Kapseln zum Öffnen portionsweise verabreicht, bis die gesamte verordnete Dosis eingenommen wurde. Unmittelbar nach der Verabreichung jeder Portion ist dem Patienten ausreichend Wasser zu trinken zu geben, um sicherzustellen, dass das gesamte Arzneimittel geschluckt wird. Nachdem das Arzneimittel geschluckt wurde, können andere Flüssigkeiten oder Nahrungsmittel verzehrt werden (außer den in Abschnitt 4.5 unter Substanzen, die die Crizotinib-Plasmakonzentrationen erhöhen können angegebenen).

Detaillierte Piktogramme zur Art der Verabreichung des Granulats in Kapseln zum Öffnen sind in der Packungsbeilage enthalten.

Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT

Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT wird die Anwendung von Antiemetika vor und während der Behandlung mit Crizotinib empfohlen. Standard-Antiemetika und -Antidiarrhoika werden zur Behandlung gastrointestinaler Toxizitäten empfohlen. Unterstützende Maßnahmen wie intravenöse oder orale Flüssigkeitszufuhr, Elektrolytersatz und Ernährungsunterstützung werden je nach klinischer Indikation empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Bestimmung des ALK- und ROS1-Status

Bei der Bestimmung entweder des ALK-Status oder des ROS1-Status eines Patienten ist es wichtig, dass eine gut validierte und etablierte Methode ausgewählt wird, um falsch-negative oder falsch-positive Ergebnisse zu vermeiden.

Hepatotoxizität

Arzneimittelinduzierte Hepatotoxizität (einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang bei erwachsenen Patienten) wurde bei Patienten berichtet, die in klinischen Studien Crizotinib erhielten (siehe Abschnitt 4.8). Leberfunktionstests einschließlich ALT, AST und Gesamtbilirubin sollten während der ersten 2 Behandlungsmonate einmal wöchentlich, danach einmal monatlich und wenn klinisch indiziert durchgeführt werden, häufiger bei Grad-2, -3- oder -4-Erhöhungen. Zu Patienten mit Transaminasenanstieg, siehe Abschnitt 4.2.

Interstitielle Lungenerkrankung/ Pneumonitis

Schwere, lebensbedrohliche oder tödliche ILD/ Pneumonitis können bei Patienten auftreten, die mit Crizotinib behandelt werden. Patienten mit pulmonalen Symptomen, die auf eine ILD/ Pneumonitis hinweisen, sollten überwacht werden. Bei Verdacht einer ILD/ Pneumonitis sollte die Crizotinib-Therapie unterbrochen werden. Arzneimittelinduzierte ILD/ Pneumonitis sollte bei Patienten mit ILD-ähnlichen Beschwerden bei der Differenzialdiagnostik berücksichtigt werden, dazu gehören Pneumonitis, strahlenbedingte Pneumonitis, allergische Pneumonitis, interstitielle Pneumonitis, Lungenfibrose, akutes respiratorisches Distress-Syndrom (ARDS), Alveolitis, Lungeninfiltration, Pneumonie, Lungenödem, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Pleuraerguss, Aspirationspneumonie, Bronchitis, obliterative Bronchiolitis und Bronchiektasie. Nach Ausschluss anderer potenzieller ILD-/ Pneumonitisursachen sollte die Therapie mit Crizotinib bei der Diagnose einer mit der Behandlung in Zusammenhang stehenden ILD/ Pneumonitis dauerhaft abgebrochen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

QT-Intervall-Verlängerung

In klinischen Studien wurde bei Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, eine QTc-Verlängerung beobachtet (siehe Abschnitte 4.8 und 5.2), die zu einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Tachyarrhythmien (z. B. Torsade de Pointes) oder plötzlichen Tod führen kann. Nutzen und potenzielle Risiken von Crizotinib sollten vor Beginn der Behandlung von Patienten mit vorbestehender Bradykardie, einer Vorgeschichte oder einer Prädisposition für QTc-Verlängerung oder bei Patienten, die Antiarrhythmika oder andere Arzneimittel einnehmen, von welchen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern, sowie bei Patienten mit relevanter vorbestehender Herzerkrankung und/ oder Störungen im Elektrolythaushalt, sorgfältig abgewogen werden. Crizotinib sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Zudem ist die regelmäßige Überwachung der Elektrokardiogramme (EKG), der Elektrolyte sowie der Nierenfunktion erforderlich. Wenn Crizotinib eingesetzt wird, sollten so kurz wie möglich vor der Verabreichung der 1. Dosis ein EKG aufgenommen sowie eine Elektrolytbestimmung (z. B. Calcium, Magnesium, Kalium) durchgeführt werden. Zudem wird eine regelmäßige Überwachung mittels EKG und Elektrolytbestimmungen empfohlen, insbesondere zu Beginn der Behandlung im Fall von Erbrechen, Diarrhö, Dehydration oder Nierenfunktionsstörung. Falls erforderlich, müssen die Elektrolyte korrigiert werden. Falls die QTc sich im Vergleich zum Ausgangswert um 60 ms oder mehr verlängert, jedoch unter 500 ms liegt, sollte Crizotinib abgesetzt und ein Kardiologe konsultiert werden. Verlängert sich die QTc auf 500 ms oder mehr, muss unverzüglich ein Kardiologe hinzugezogen werden. Für Patienten, bei denen eine QTc-Verlängerung auftritt, siehe Abschnitte 4.2, 4.8 und 5.2.

Bradykardie

Bradykardien jeglicher Ursachen wurden im Rahmen klinischer Studien bei 13 % der mit Crizotinib behandelten erwachsenen Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC und bei 17 % der mit Crizotinib behandelten Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT berichtet. Symptomatische Bradykardien (z. B. Synkope, Schwindel, Hypotonie) können bei Patienten, die Crizotinib erhalten, auftreten. Die vollständige Auswirkung von Crizotinib auf die Senkung der Herzfrequenz kann sich erst mehrere Wochen nach Behandlungsbeginn entwickeln. Aufgrund des erhöhten Risikos der Ausbildung einer symptomatischen Bradykardie ist die Anwendung von Crizotinib in Kombination mit anderen bradykardisierend wirkenden Mitteln (z. B. Betablocker, Calciumkanalblocker vom Nicht-Dihydropyridin- Typ wie Verapamil und Diltiazem, Clonidin, Digoxin) so weit wie möglich zu vermeiden. Herzfrequenz und Blutdruck müssen regelmäßig überprüft werden. Bei asymptomatischer Bradykardie ist keine Dosismodifikation erforderlich. Zur Behandlung von Patienten, die symptomatische Bradykardien entwickeln, siehe die Abschnitte zu Dosismodifikation und Nebenwirkungen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Herzinsuffizienz

In klinischen Studien mit Crizotinib und während der Beobachtung nach Markteinführung wurde bei erwachsenen Patienten Herzinsuffizienz als schwere, lebensbedrohliche oder tödlich verlaufende Nebenwirkung berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Patienten mit oder ohne vorbestehenden Herzerkrankungen, die Crizotinib erhalten, sollten im Hinblick auf Anzeichen und Symptome von Herzinsuffizienz (Dyspnoe, Ödem, rasche Gewichtszunahme durch Flüssigkeitsretention) überwacht werden. Eine Unterbrechung der Anwendung, eine Dosisreduktion oder ein Therapieabbruch muss je nach Bedarf in Betracht gezogen werden, falls solche Symptome beobachtet werden.

Neutropenie und Leukopenie

In klinischen Studien mit Crizotinib bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC wurden Neutropenien der Grade 3 oder 4 sehr häufig gemeldet (12 %). In klinischen Studien mit Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT wurden Neutropenien der Grade 3 oder 4 sehr häufig gemeldet (68 %).

Leukopenien der Grade 3 oder 4 wurden häufig (3 %) bei Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC und sehr häufig (24 %) bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT gemeldet (siehe Abschnitt 4.8). Bei weniger als 0,5 % der erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC wurde in klinischen Studien mit Crizotinib eine febrile Neutropenie festgestellt. Bei Kindern und Jugendlichen mit entweder ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT wurde eine febrile Neutropenie häufig festgestellt, d. h. bei einem Patienten (2,4 %). Wenn klinisch indiziert, sollte ein großes Blutbild und ein Differenzialblutbild bestimmt werden. Beim Auftreten von Grad-3- oder -4-Abnormalitäten oder bei Fieber oder einer Infektion sollte beides häufiger überprüft werden (siehe Abschnitt 4.2).

Gastrointestinale Perforation

In klinischen Studien mit Crizotinib wurden Fälle von gastrointestinaler Perforation berichtet. Bei der Anwendung von Crizotinib nach Markteinführung wurden Fälle von gastrointestinaler Perforation mit tödlichem Verlauf berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Patienten mit einem Risiko für gastrointestinale Perforation (z. B. Divertikulitis in der Vorgeschichte, Metastasen des Gastrointestinaltrakts, gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit bekanntem Risiko für gastrointestinale Perforation) sollte Crizotinib mit Vorsicht angewendet werden.

Crizotinib sollte abgesetzt werden, wenn Patienten eine gastrointestinale Perforation entwickeln. Die Patienten sollten über die ersten Anzeichen einer gastrointestinalen Perforation informiert und darauf hingewiesen werden, in solchen Fällen rasch einen Arzt zu konsultieren.

Auswirkungen auf die Nieren

In klinischen Studien mit Crizotinib wurden bei Patienten erhöhte Kreatininwerte und eine verminderte Kreatinin-Clearance festgestellt. Bei Patienten wurde in klinischen Studien und während der Beobachtung nach Markteinführung Nierenversagen und akutes Nierenversagen unter Crizotinib Behandlung gemeldet. Fälle mit tödlichem Verlauf, erforderlicher Hämodialyse sowie Fälle mit Hyperkaliämie 4. Grades wurden bei erwachsenen Patienten ebenfalls beobachtet. Eine Überwachung der Nierenfunktion bei Basisuntersuchung und während der Behandlung mit Crizotinib wird empfohlen, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren oder Nierenfunktionsstörungen in der Vorgeschichte (siehe Abschnitt 4.8).

Nierenfunktionsstörung

Die Crizotinib-Dosis sollte bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, die keine Peritoneal- oder Hämodialyse benötigen, angepasst werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Wirkungen auf das Sehvermögen

In klinischen Studien mit Crizotinib wurden bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC (n = 1.722) in 4 Fällen (0,2 %) Gesichtsfelddefekte 4. Grades mit Verlust des Sehvermögens berichtet. Als mögliche Gründe für einen Verlust des Sehvermögens wurden Optikusatrophie oder Erkrankungen des Sehnervs genannt.

In klinischen Studien mit Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen mit entweder ALK-positivem
ALCL oder ALK-positivem IMT kam es bei 25 von 41 Kindern und Jugendlichen (61 %) zu
Sehstörungen (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Kindern und Jugendlichen mit ALCL oder IMT sollten vor dem Beginn der Behandlung mit Crizotinib ophthalmologische Basisuntersuchungen durchgeführt werden. Eine ophthalmologische Nachuntersuchung, einschließlich einer Untersuchung der Netzhaut, innerhalb von 1 Monat nach Beginn der Behandlung mit Crizotinib und danach alle 3 Monate sowie bei Auftreten neuer visueller Symptome jeglicher Art werden empfohlen. Angehörige des Gesundheitsberufe sollten Patienten und Betreuungspersonen über Symptome in Bezug auf eine Augentoxizität und das potenzielle Risiko eines Verlusts des Sehvermögens informieren. Bei Sehstörungen des Grades 2 sollten die Symptome überwacht und einem Augenarzt gemeldet werden, wobei eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden sollte. Die Behandlung mit Crizotinib sollte bei Verdacht auf Augenerkrankungen des Grades 3 oder 4 bis zur Abklärung abgesetzt werden, und Crizotinib sollte bei schwerem Verlust des Sehvermögens 3. oder 4. Grades dauerhaft abgesetzt werden, sofern keine andere Ursache identifiziert wird (siehe Abschnitt 4.2, Tabelle 8).

Bei jedem Patienten mit neu auftretenden schweren Sehbehinderungen (bestkorrigierte Sehschärfe von weniger als 6/60 bei einem oder beiden Augen) sollte die Crizotinib-Therapie abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.2). Es sollte eine ophthalmologische Abklärung bestehend aus bestkorrigierter Sehschärfe, Netzhautfotografien, Gesichtsfeldern, optischer Kohärenztomographie (OCT) und anderer Beurteilungsmethoden, die beim Neuauftreten von Verlust des Sehvermögens und anderen visuellen Symptomen, sofern klinisch gerechtfertigt, indiziert sind, durchgeführt werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8). Für die Einschätzung der Risiken der Fortsetzung der Crizotinib-Therapie bei Patienten, die Symptome in Bezug auf das Sehvermögen oder Sehbehinderungen entwickeln, liegen unzureichende Informationen vor. Die Entscheidung, die Crizotinib-Therapie fortzusetzen, sollte sich am Nutzen im Vergleich zu den Risiken für den Patienten orientieren.

Eine ophthalmologische Abklärung wird empfohlen, wenn die Sehstörungen andauern oder sich
verstärken (siehe Abschnitt 4.8).

Photosensitivität

Bei Patienten, die mit XALKORI behandelt wurden, wurde über Photosensitivität berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollten darauf hingewiesen werden, während der Einnahme von XALKORI eine längere Sonnenexposition zu vermeiden und bei Aufenthalt im Freien Schutzmaßnahmen zu ergreifen (z. B. Verwendung von Schutzkleidung und/ oder Sonnenschutzmitteln).

Arzneimittelwechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Crizotinib mit starken CYP3A4-Inhibitoren oder mit starken und mäßig starken CYP3A4-Induktoren sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Anwendung von Crizotinib mit CYP3A4-Substraten mit enger therapeutischer Breite sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5). Die Anwendung von Crizotinib in Kombination mit anderen bradykardisierenden Substanzen, Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern, und/ oder Antiarrhythmika ist zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.4 QT-Intervall-Verlängerung, Bradykardie sowie Abschnitt 4.5).

Lebensmittelwechselwirkungen

Grapefruit oder Grapefruitsaft sollten während der Behandlung mit Crizotinib vermieden werden
(siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).

Nicht-Adenokarzinom- Histologie (bei NSCLC)

Für Patienten mit ALK-positivem und ROS1-positivem NSCLC mit
Nicht-Adenokarzinom- Histologie, einschließlich Plattenepithelkarzinom, liegen nur begrenzte
Informationen vor (siehe Abschnitt 5.1).

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln

Natrium in der Nahrung Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 200-mg- oder

250-mg-Hartkapsel, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“ .

XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen

Saccharose in der Nahrung Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Kinder und Jugendliche

Gastrointestinale Toxizität

Crizotinib kann bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT schwere gastrointestinale Toxizitäten verursachen. Bei Kindern und Jugendlichen mit entweder ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT traten Erbrechen und Diarrhö bei 95 % bzw. 85 % der Patienten auf.

Es wird empfohlen, vor und während der Behandlung mit Crizotinib Antiemetika anzuwenden, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Zur Behandlung gastrointestinaler Toxizitäten werden Standard-Antiemetika und -Antidiarrhoika empfohlen. Wenn bei Kindern und Jugendlichen trotz maximaler medikamentöser Therapie länger als 3 Tage andauernde Übelkeit des Grades 3 oder Durchfall oder Erbrechen des Grades 3 oder 4 auftreten, wird empfohlen, die Behandlung mit Crizotinib so lange zu unterbrechen, bis die Symptome abgeklungen sind, und die Behandlung mit Crizotinib anschließend mit der nächstniedrigeren Dosisstufe wieder aufzunehmen. Unterstützende Maßnahmen wie Flüssigkeitszufuhr, Elektrolytersatz und Ernährungsunterstützung werden je nach klinischer Indikation empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden bei Erwachsenen durchgeführt.

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Substanzen, die die Crizotinib-Plasmakonzentrationen erhöhen können Bei gleichzeitiger Anwendung von Crizotinib mit starken CYP3A-Inhibitoren wird eine Erhöhung der Crizotinib-Plasmakonzentration erwartet. Die gleichzeitige Anwendung einer oralen 150-mg-Einzeldosis Crizotinib mit Ketoconazol (200 mg zweimal täglich), einem starken CYP3A-Inhibitor, führte zu einem Anstieg der systemischen Crizotinib-Exposition, wobei die Werte für die Fläche unter der Plasma-Konzentrations- Zeit-Kurve vom Zeitpunkt 0 bis unendlich (AUCinf) und die maximale Plasmakonzentration (Cmax) für Crizotinib etwa das 3,2-fache bzw. 1,4-fache der Werte betrugen, die bei alleiniger Gabe von Crizotinib beobachtet werden.

Eine gleichzeitige Anwendung wiederholter Dosen Crizotinib (250 mg einmal täglich) mit wiederholten Dosen Itraconazol (200 mg einmal täglich), einem starken CYP3A-Inhibitor, führte zu Erhöhungen der AUCtau und Cmax für Crizotinib im Steady State, die bei etwa dem 1,6-fachen bzw. dem 1,3-fachen der AUCtau und Cmax von Crizotinib alleine lagen.

Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren (einschließlich unter anderem Atazanavir, Ritonavir, Cobicistat, Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol, Clarithromycin, Telithromycin und Erythromycin) sollte deshalb vermieden werden, es sei denn, der mögliche Nutzen für den Patienten übersteigt das Risiko. In diesem Fall sollten die Patienten engmaschig auf mögliche unerwünschte Ereignisse unter Crizotinib überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Simulationen Physiologie- basierter Pharmakokinetik (PBPK) sagten einen 17%igen Anstieg der Crizotinib Steady-State-AUC vorher, nach der Behandlung mit einem moderaten CYP3A-Inhibitor, Diltiazem oder Verapamil. Deshalb ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Crizotinib mit moderaten CYP3A-Inhibitoren Vorsicht geboten.

Grapefruit oder Grapefruitsaft können ebenfalls die Crizotinib-Plasmakonzentration erhöhen und
sollten vermieden werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Substanzen, die die Crizotinib-Plasmakonzentrationen verringern können Die gleichzeitige Anwendung wiederholter Dosen Crizotinib (250 mg zweimal täglich) mit wiederholten Dosen Rifampicin (600 mg einmal täglich), einem starken CYP3A4-Induktor, führte im Vergleich zur alleinigen Gabe von Crizotinib zu einer Abnahme der AUCtau und Cmax für Crizotinib im Steady State um 84 % bzw. 79 %. Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Induktoren, wozu unter anderem Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin und Johanniskraut gehören, sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).

Der Einfluss mäßig starker Induktoren wie u. a. Efavirenz oder Rifabutin wurde nicht eindeutig
nachgewiesen. Daher sollte deren Kombination mit Crizotinib ebenfalls vermieden werden (siehe
Abschnitt 4.4).

Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die den pH-Wert des Magensafts erhöhen Die Löslichkeit von Crizotinib in Wasser ist pH-abhängig, wobei ein niedriger (saurer) pH-Wert zu einer höheren Löslichkeit führt.

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln Die Gabe einer 250-mg-Einzeldosis Crizotinib in Form von Kapseln im Anschluss an eine 5-tägige Behandlung mit 40 mg Esomeprazol einmal täglich führte zu einem etwa 10%igen Abfall der Crizotinib-Gesamtexposition (AUCinf) und zu keiner Veränderung der Spitzenexposition (Cmax); das Ausmaß der Änderung der Gesamtexposition wurde nicht als klinisch bedeutsam angesehen.

XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen Die Gabe einer 250-mg-Einzeldosis Crizotinib in Form von Granulat zur Einnahme in Kapseln zum Öffnen im Anschluss an eine 5-tägige Behandlung mit 40 mg Esomeprazol einmal täglich führte zu einem etwa 19%igen Abfall der Crizotinib-Gesamtexposition (AUCinf) und einem 23%igen Abfall der Cmax. Das Ausmaß der Änderung der Gesamtexposition wurde nicht als klinisch bedeutsam angesehen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Crizotinib mit Substanzen, die den pH-Wert des Magensafts erhöhen (wie z. B. Protonenpumpeninhibitoren, H2-Blocker oder Antazida), ist keine Anpassung der Initialdosis erforderlich.

Substanzen, deren Plasmakonzentrationen durch Crizotinib verändert werden können Im Anschluss an eine 28-tägige zweimal tägliche Gabe von 250 mg Crizotinib an Tumorpatienten betrug die AUCinf für orales Midazolam im Vergleich zur alleinigen Anwendung das 3,7-fache, was darauf schließen lässt, dass Crizotinib ein mäßiger CYP3A-Inhibitor ist. Die gleichzeitige Gabe von Crizotinib mit CYP3A-Substraten mit enger therapeutischer Breite, wozu unter anderem Alfentanil, Cisaprid, Ciclosporin, Ergot-Derivate, Fentanyl, Pimozid, Quinidin, Sirolimus und Tacrolimus gehören, sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4). Falls die kombinierte Gabe erforderlich ist, muss eine engmaschige klinische Überwachung erfolgen.

In-vitro-Studien zeigten, dass Crizotinib ein CYP2B6-Inhibitor ist. Crizotinib hat daher
möglicherweise das Potenzial, die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig angewendeten
Arzneimitteln, die über CYP2B6 metabolisiert werden (z. B. Bupropion, Efavirenz), zu erhöhen.

In In-vitro-Studien mit humanen Hepatozyten konnte gezeigt werden, dass Crizotinib durch den Pregnan-X-Rezeptor (PXR) und den konstitutiven Androstanrezeptor (CAR) regulierte Enzyme induzieren kann (z. B. CYP3A4, CYP2B6, CYP2C8, CYP2C9, UGT1A1). In vivo wurde jedoch keine Induktion beobachtet, wenn Crizotinib gleichzeitig mit dem CYP3A-Testsubstrat Midazolam angewendet wurde. Es wird zur Vorsicht geraten, wenn Crizotinib in Kombination mit Arzneimitteln angewendet wird, die hauptsächlich über diese Enzyme metabolisiert werden. Es ist zu beachten, dass die Wirksamkeit von gleichzeitig angewendeten oralen Kontrazeptiva reduziert werden kann.

In-vitro-Studien zeigten, dass Crizotinib ein schwacher Inhibitor der Uridindiphosphat- Glucuronosyltransferase (UGT)1A1 und UGT2B7 ist. Deswegen besteht die Möglichkeit, dass Crizotinib die Plasmakonzentration von gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln erhöht, die vorwiegend von UGT1A1 (z. B. Raltegravir, Irinotecan) oder UGT2B7 (z. B. Morphin, Naloxon) metabolisiert werden.

Basierend auf einer In-vitro-Studie kann davon ausgegangen werden, dass Crizotinib intestinales P-gp hemmt. Deshalb kann die Anwendung von Crizotinib zusammen mit Arzneimitteln, die P-gp-Substrate sind (z. B. Digoxin, Dabigatran, Colchicin, Pravastatin), deren therapeutische Wirkung und Nebenwirkungen verstärken. Es wird eine engmaschige klinische Überwachung empfohlen, wenn Crizotinib zusammen mit diesen Arzneimitteln angewendet wird.

In vitro ist Crizotinib ein OCT1- und OCT2-Inhibitor. Crizotinib hat daher möglicherweise das Potenzial, die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln zu erhöhen, die Substrate für OCT1 oder OCT2 sind (z. B. Metformin, Procainamid).

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

In klinischen Studien mit Crizotinib wurden verlängerte QT-Intervalle beobachtet. Deshalb sollte die gleichzeitige Anwendung von Crizotinib mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, oder mit Arzneimitteln, die Torsades de Pointes induzieren können (z. B. Klasse IA [Quinidin, Disopyramid] oder Klasse III [z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid], Methadon, Cisaprid, Moxifloxacin, Antipsychotika usw.), sorgfältig erwogen werden. Bei Kombination solcher Arzneimittel sollte eine Überwachung des QT-Intervalls erfolgen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

In klinischen Studien wurde das Auftreten von Bradykardien beobachtet; deshalb sollte Crizotinib
wegen des Risikos für ausgeprägte Bradykardie mit Vorsicht angewendet werden, wenn es in
Kombination mit anderen möglicherweise Bradykardie- auslösenden Substanzen (z. B.

Nicht-Dihydropyridin- Calciumkanalblocker wie Verapamil und Diltiazem, Betablocker, Clonidin, Guanfacin, Digoxin, Mefloquin, Anticholinesterasen, Pilocarpin) eingesetzt wird (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter müssen angewiesen werden, während der Behandlung mit XALKORI eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen

Während und für mindestens 90 Tage nach der Behandlung muss eine zuverlässige
Verhütungsmethode angewendet werden (siehe Abschnitt 4.5).

Schwangerschaft

Bei Gabe an schwangere Frauen kann XALKORI fetale Schädigungen verursachen.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Crizotinib bei schwangeren Frauen vor. Dieses Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, eine Behandlung mit Crizotinib ist aufgrund des klinischen Zustands der Mutter erforderlich. Wenn Crizotinib während der Schwangerschaft angewendet wird oder wenn die Patientin oder die Partnerin eines männlichen Patienten während der Behandlung mit diesem Arzneimittel schwanger wird, sollten die Patientin oder die Partnerinnen der Patienten über das potenzielle Risiko für den Fetus unterrichtet werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Crizotinib und seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Wegen des möglichen Risikos für den Säugling sollten Mütter angewiesen werden, das Stillen während der Behandlung mit XALKORI zu vermeiden (siehe Abschnitt 5.3).

Fertilität

Basierend auf nicht klinischen Untersuchungen könnte die Behandlung mit XALKORI die männliche und weibliche Fertilität beeinträchtigen (siehe Abschnitt 5.3). Sowohl Männer als auch Frauen sollten sich vor der Behandlung hinsichtlich Möglichkeiten der Fertilitätskonservierung beraten lassen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

XALKORI hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Beim Fahren oder Bedienen von Maschinen wird zu Vorsicht geraten, da bei Patienten während der Behandlung mit XALKORI symptomatische Bradykardie (z. B. Synkope, Schwindel, Hypotonie), Sehstörungen oder Müdigkeit auftreten können (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils bei erwachsenen Patienten mit ALK-positivem oder
ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC

Die unten aufgeführten Nebenwirkungen basieren auf den Daten der XALKORI-Exposition von 1 669 Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC, die an 2 randomisierten Phase-3-Studien (Studien 1007 und 1014) und 2 einarmigen Studien (Studien 1001 und 1005) teilnahmen, sowie 53 Patienten mit ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC, die an der einarmigen Studie 1001 teilnahmen, insgesamt also 1 722 Patienten (siehe Abschnitt 5.1). Diese Patienten erhielten eine kontinuierliche orale Initialdosis von 250 mg zweimal täglich. In der Studie 1014 betrug die mediane Behandlungsdauer bei Patienten im Crizotinib-Arm (n = 171) 47 Wochen; die mediane Behandlungsdauer betrug bei Patienten, die aus dem Chemotherapie- Arm zu Crizotinib wechselten (n = 109), 23 Wochen. In der Studie 1007 betrug die mediane Behandlungsdauer bei Patienten im Crizotinib-Arm (n = 172) 48 Wochen. Für Patienten mit ALK-positivem NSCLC in den Studien 1001 (n = 154) und 1005 (n = 1 063) betrug die mediane Behandlungsdauer 57 bzw. 45 Wochen. Für die Patienten mit ROS1-positivem NSCLC in Studie 1001 (n = 53) betrug die mediane Behandlungsdauer 101 Wochen.

Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen bei 1 722 Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC waren Hepatotoxizität, ILD/ Pneumonitis, Neutropenie und QT-Intervall-Verlängerung (siehe Abschnitt 4.4). Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 25 %) bei Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC waren Sehstörungen, Übelkeit, Diarrhö, Erbrechen, Ödeme, Obstipation, Transaminasenerhöhung, Müdigkeit, verminderter Appetit, Schwindel und Neuropathie.

Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 3 %, Häufigkeit jeglicher Ursachen), die mit der Unterbrechung der Gabe des Arzneimittels verbunden waren, waren Neutropenie (11 %), Transaminasenerhöhung (7%), Erbrechen (5 %) und Übelkeit (4 %). Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 3 %, Häufigkeit jeglicher Ursachen), die mit Dosisreduktionen verbunden waren, waren Transaminasenerhöhung (4 %) und Neutropenie (3 %). Nebenwirkungen jeglicher Ursache, die mit einem dauerhaften Therapieabbruch verbunden waren, traten bei 302 (18 %) Patienten auf, wobei die häufigsten (≥ 1 %) ILD (1 %) und Transaminasenerhöhungen (1 %) waren.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

In Tabelle 9 werden Nebenwirkungen aufgelistet, die bei 1 722 Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC auftraten, die Crizotinib in 2 randomisierten Phase-3-Studien (1007 und 1014) und 2 einarmigen klinischen Studien (1001 und 1005) erhielten (siehe Abschnitt 5.1).

Die in Tabelle 9 aufgeführten Nebenwirkungen sind nach Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien geordnet, wobei die Häufigkeitskategorien entsprechend der folgenden Konvention definiert sind: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) . Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet aufgeführt.

Tabelle 9: Systemorganklasse Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Erkrankungen des Nervensystems Augenerkrankungen Herzerkrankungen Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Leber- und Gallenerkrankungen Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Systemorganklasse Erkrankungen der Nieren und Harnwege Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Untersuchungen
In klinischen Studien zu NSCLC mit Crizotinib (n = 1 Nebenwirkungen
Neutropenie Anämie Leukopenie Verminderter Appetit (30%) Neuropathie Dysgeusie (21 %) Sehstörungen Schwindel Bradykardie Erbrechen (51 %) Diarrhö (54 %) Übelkeit (57 %) Obstipation (43 %) Abdominalschmerz%) Transaminasenerhöhung (32 %) Ausschlag (13 %) Ödem Müdigkeit (30 %)
Sehr häufig a (22 %) b (15 %) c (15 %) d (25 %) e (63 %) f (26 %) g (13 %) j (21 m Sehr häufig p (47 %)
Hypophosphatämie (6 %) Herzinsuffizienz%) Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm (4 %) Synkope (3 %) Interstitielle Lungenerkrankung (3 %) Ösophagitis Dyspepsie (8 %) Alkalische Phosphatase im Blut erhöht (7 %) Nierenzyste Kreatinin im Blut erhöht Testosteronspiegel im Blut vermindert%)
722) berichtete Häufig h (1 i k (2 %) Häufig n (3 %) o (8 %) q (2
Gelegentlich Gastrointestinale Perforation l (< 1 %) Leberversagen (< 1%) Photosensitivität (< 1 %) Gelegentlich Akutes Nierenversagen (< 1 %) Nierenversagen (< 1 %) Kreatinphospho-kinase im Blut erhöht (< 1 %) *

Bezeichnungen von Nebenwirkungen, die sich auf dasselbe medizinische Konzept oder dieselbe Erkrankung beziehen, wurden in Tabelle 9 unter einer Bezeichnung als Nebenwirkung zusammengefasst. Bis zum Datenschnitt tatsächlich in der Studie verwendete Bezeichnungen, die unter der betreffenden Nebenwirkung zusammengefasst wurden, sind im Folgenden in Klammern angegeben.

  • Kreatinphosphokinase war kein standardmäßig in den klinischen Studien zu Crizotinib untersuchter Laborwert. a. Neutropenie (febrile Neutropenie, Neutropenie, Neutrophilenzahl erniedrigt) b. Anämie (Anämie, Hämoglobin erniedrigt, hypochrome Anämie) c. Leukopenie (Leukopenie, Leukozytenzahl erniedrigt) d. Neuropathie (Brennen, Dysästhesie, Ameisenlaufen, Gangstörung, Hyperästhesie, Hypoästhesie, erniedrigter Muskeltonus, motorische Funktionsstörung, Muskelatrophie, Muskelschwäche, Neuralgie, Neuritis, periphere Neuropathie, Neurotoxizität, Parästhesie, periphere motorische Neuropathie, periphere sensomotorische Neuropathie, periphere sensorische Neuropathie, Peroneuslähmung, Polyneuropathie, Gefühlsstörung, brennendes Gefühl auf der Haut) e. Sehstörungen (Diplopie, Farbsäume, Photophobie, Photopsie, verschwommenes Sehen, Sehschärfe vermindert, visuelles Leuchten, beeinträchtigtes Sehen, visuelle Perseveration, Glaskörpertrübungen) f. Schwindel (Gleichgewichtsstörung, Schwindel, orthostatischer Schwindel, Präsynkope) g. Bradykardie (Bradykardie, Herzfrequenz erniedrigt, Sinusbradykardie) h. Herzinsuffizienz (Herzinsuffizienz, kongestive Herzinsuffizienz, Ejektionsfraktion verringert, linksventrikuläre Dysfunktion, Lungenödem). Im Rahmen von klinischen Studien (n = 1.722) hatten 19 (1,1 %) Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, eine Herzinsuffizienz jeglichen Grades, 8 (0,5 %) Patienten hatten Grad 3 oder 4 und 3 (0,2 %) Patienten einen tödlichen Verlauf.

i. Interstitielle Lungenerkrankung (akutes respiratorisches Distress-Syndrom, Alveolitis, interstitielle Lungenerkrankung, Pneumonitis) j. Abdominalschmerz (abdominale Beschwerden, Abdominalschmerz, Unterbauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, abdominaler Druckschmerz) k. Ösophagitis (Ösophagitis, ösophageale Ulkuskrankheit) l. Gastrointestinale Perforation (gastrointestinale Perforation, Darmperforation, Dickdarmperforation) m. Transaminasenerhöhung (Alaninaminotransferase erhöht, Aspartataminotransferase erhöht, Gamma-Glutamyltransferase erhöht, Leberenzym erhöht, Leberfunktion anomal, Leberfunktionstest anomal, Transaminasenerhöhung) n. Nierenzyste (Nierenabszess, Nierenzyste, Nierenzystenblutung, Nierenzysteninfektion) o. Kreatinin im Blut erhöht (Kreatinin im Blut erhöht, Kreatinin-Clearance der Nieren vermindert) p. Ödem (Gesichtsödem, generalisiertes Ödem, lokale Schwellung, lokalisiertes Ödem, Ödem, peripheres Ödem, Periorbitalödem) q. Testosteronspiegel im Blut vermindert (Testosteronspiegel im Blut vermindert, Hypogonadismus, sekundärer Hypogonadismus)

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils bei Kindern und Jugendlichen

Die Population für die Sicherheitsanalyse aus 110 Kindern und Jugendlichen mit allen Tumorarten (im Alter von 1 bis < 18 Jahren), die 41 Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem systemischen ALK-positiven ALCL oder inoperablem, rezidiviertem oder refraktärem ALK-positiven IMT umfasste, basierte auf Patienten, die Crizotinib in 2 einarmigen Studien erhielten: Studie 0912 (n = 36) und Studie 1013 (n = 5). In Studie 0912 erhielten die Patienten Crizotinib mit einer Initialdosis von 100 mg/m2, 130 mg/m2, 165 mg/m2, 215 mg/m2, 280 mg/m2 oder 365 mg/m2 zweimal täglich. In Studie 1013 wurde Crizotinib in einer Initialdosis von 250 mg zweimal täglich verabreicht. Die Gesamtpopulation bestand aus 25 Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL im Alter von 3 bis < 18 Jahren und 16 Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem IMT im Alter von 2 bis < 18 Jahren. Es liegen begrenzte Erfahrungen zur Anwendung von Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen in den unterschiedlichen Untergruppen (Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit) vor.

Definitive Schlussfolgerungen können deshalb nicht gezogen werden. Die Sicherheitsprofile waren in den Untergruppen Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit einheitlich, obwohl es innerhalb jeder Untergruppe leichte Unterschiede in der Häufigkeit der Nebenwirkungen gab. Die am häufigsten in allen Untergruppen (Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit) berichteten Nebenwirkungen (≥ 80 %) waren erhöhte Transaminasen, Erbrechen, Neutropenie, Übelkeit, Diarrhö und Leukopenie. Die häufigste schwerwiegende Nebenwirkung (90 %) war Neutropenie.

Die mediane Behandlungsdauer betrug bei Kindern und Jugendlichen mit allen Tumorarten 2,8 Monate. 11 Patienten (10 %) brachen die Behandlung aufgrund einer Nebenwirkung endgültig ab. Bei 47 Patienten (43 %) bzw. 15 Patienten (14 %) wurde die Behandlung unterbrochen oder die Dosis reduziert. Die häufigsten Nebenwirkungen (> 60 %) waren erhöhte Transaminasen, Erbrechen, Neutropenie, Übelkeit, Diarrhö und Leukopenie. Die häufigste Nebenwirkung des Grades 3 oder 4 (≥40 %) war Neutropenie.

Die mediane Behandlungsdauer bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL betrug 5,1 Monate. 1 Patient (4 %) brach die Behandlung aufgrund einer Nebenwirkung endgültig ab. 11 von 25 Patienten (44 %) mit ALK-positivem ALCL brachen die Behandlung mit Crizotinib aufgrund einer nachfolgenden hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) endgültig ab. Bei 17 Patienten (68 %) wurde die Behandlung unterbrochen, und bei 4 Patienten (16 %) wurde die Dosis reduziert. Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 80 %) waren Durchfall, Erbrechen, erhöhte Transaminasen, Neutropenie, Leukopenie und Übelkeit. Die häufigsten Nebenwirkungen des Grades 3 oder 4 (≥ 40 %) waren Neutropenie, Leukopenie und Lymphopenie.

Die mediane Behandlungsdauer bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem IMT betrug 21,8 Monate. 4 Patienten (25 %) brachen die Therapie aufgrund einer Nebenwirkung endgültig ab. Bei 12 Patienten (75 %) wurde die Behandlung unterbrochen, und bei 4 Patienten (25 %) wurde die Dosis reduziert. Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 80 %) waren Neutropenie, Übelkeit und Erbrechen. Die häufigste Nebenwirkung des Grades 3 oder 4 (≥ 40 %) war Neutropenie.

Das Sicherheitsprofil von Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT entsprach im Allgemeinen demjenigen, das zuvor bei Erwachsenen mit ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC festgestellt worden war, mit einigen Abweichungen in der Häufigkeit. Neutropenie, Leukopenie und Diarrhö als Nebenwirkungen des Grades 3 oder 4 wurden bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT häufiger berichtet (Unterschied von ≥ 10 %) als bei erwachsenen Patienten mit ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC. Das Alter, die Komorbiditäten und die zugrunde liegenden Erkrankungen sind in diesen zwei Populationen unterschiedlich, was die unterschiedliche Häufigkeit erklären könnte.

Die in Tabelle 10 aufgeführten Nebenwirkungen für Kinder und Jugendliche mit allen Tumorarten sind nach Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien geordnet, wobei die Häufigkeitskategorien entsprechend der folgenden Konvention definiert sind: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet aufgeführt.

Tabelle 10: Bei Kindern und Jugendlichen berichtete Nebenwirkungen (n = 110) Alle Tumorarten

(n = 110)

Systemorganklasse Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Erkrankungen des Nervensystems Augenerkrankungen Herzerkrankungen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Leber- und Gallenerkrankungen Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Erkrankungen der Nieren und Harnwege Allgemeine Erkrankungen und
Neutropenie Leukopenie Anämie c (52 %) Thrombozytopenie Hypophosphatämie (30 %) Verminderter Appetit (39 %) Neuropathie Dysgeusie (10 %) Sehstörungen Bradykardie Schwindel (16 %) Erbrechen (77 %) Diarrhö (69 %) Übelkeit (71 %) Obstipation (31 %) Dyspepsie (10 %) Abdominalschmerz Transaminasenerhöhung Alkalische Phosphatase im Blut erhöht (19 %) Kreatinin im Blut erhöht (45 %) Ödem j (20 %) Müdigkeit (46 %)
Sehr häufig a (71 %) b (63 %) d (21 %) e (26 %) f (44 %) g (14 %) h (43 %) i (87 %)
Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm (4 %) Ösophagitis (4 %) Ausschlag (3 %)
Häufig

Beschwerden am Verabreichungsort

Datenschnitt: 03 September 2019 Bezeichnungen von Nebenwirkungen, die sich auf dasselbe medizinische Konzept oder dieselbe Erkrankung beziehen, wurden in Tabelle 10 unter einer Bezeichnung als Nebenwirkung zusammengefasst. Bis zum Datenschnitt tatsächlich in der Studie gemeldete Bezeichnungen, die unter der betreffenden Nebenwirkung zusammengefasst wurden, sind im Folgenden in Klammern angegeben.

a. Neutropenie (febrile Neutropenie, Neutropenie, Neutrophilenzahl erniedrigt) b. Leukopenie (Leukopenie, Leukozytenzahl erniedrigt) c. Anämie (Anämie, makrozytäre Anämie, megaloblastäre Anämie, Hämoglobin, Hämoglobin erniedrigt, hyperchrome Anämie, hypochrome Anämie, hypoplastische Anämie, mikrozytäre Anämie, normochrome normozytäre Anämie) d. Thrombozytopenie (Thrombozytenzahl erniedrigt, Thrombozytopenie) e. Neuropathie (Brennen, Gangstörung, Muskelschwäche, Parästhesie, periphere motorische Neuropathie, periphere sensorische Neuropathie) f. Sehstörungen (Photophobie, Photopsie, verschwommenes Sehen, Sehschärfe vermindert, beeinträchtigtes Sehen, Glaskörpertrübungen) g. Bradykardie (Bradykardie, Sinusbradykardie) h. Abdominalschmerz (abdominale Beschwerden, Abdominalschmerz, Unterbauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, abdominaler Druckschmerz) i. Transaminasenerhöhung (Alaninaminotransferase erhöht, Aspartataminotransferase erhöht, Gamma-Glutamyltransferase erhöht) j. Ödem (Gesichtsödem, lokalisiertes Ödem, peripheres Ödem, Periorbitalödem) Obwohl nicht alle bei der erwachsenen Population festgestellten Nebenwirkungen in klinischen Studien mit Kindern und Jugendlichen beobachtet wurden, sollten die gleichen Nebenwirkungen, die bei erwachsenen Patienten auftreten, auch bei Kindern und Jugendlichen in Betracht gezogen werden. Die gleichen Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für erwachsene Patienten sollten auch für Kinder und Jugendliche gelten.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Hepatotoxizität
Patienten sollten hinsichtlich Hepatotoxizität überwacht und wie in den Abschnitten 4.2 und 4.4
empfohlen behandelt werden.

Erwachsene Patienten mit NSCLC Arzneimittelinduzierte Hepatotoxizität mit tödlichem Ausgang trat bei 0,1 % der 1 722 erwachsenen Patienten mit NSCLC auf, die in klinischen Studien mit Crizotinib behandelt wurden. Ein gleichzeitiger Anstieg von ALT und/ oder AST > 3 × ULN und Gesamtbilirubin > 2 × ULN ohne signifikante Erhöhung der alkalischen Phosphatase (≤ 2 × ULN) wurde bei weniger als 1 % der Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, beobachtet.

Grad-3- und -4-Erhöhungen der ALT oder AST wurden bei jeweils 187 (11 %) und 95 (6 %) der erwachsenen Patienten beobachtet. Bei 17 (1 %) der Patienten musste die Therapie aufgrund von Transaminasenerhöhungen abgebrochen werden, was einen Anhaltspunkt dafür darstellt, dass diese Ereignisse in der Regel mittels Dosisanpassungen, wie in der Tabelle 4 definiert (siehe Abschnitt 4.2), beherrscht werden konnten. In der randomisierten Phase-3-Studie 1014 wurden Grad-3- und -4-Erhöhungen von ALT oder AST bei 15 % und 8 % der Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, gegenüber 2 % und 1 % der Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, beobachtet. In der randomisierten Phase-3-Studie 1007 wurden Grad-3- und -4-Erhöhungen von ALT oder AST bei 18 % und 9 % der Patienten, die Crizotinib erhielten, sowie 5 % und < 1 % der Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, beobachtet.

Transaminasenerhöhungen traten in der Regel innerhalb der ersten 2 Behandlungsmonate auf. Die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten der Transaminasenerhöhungen von Grad 1 oder 2 betrug in Studien mit Crizotinib bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC 23 Tage. Die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten der Transaminasenerhöhungen von Grad 3 oder 4 betrug 43 Tage.

Transaminasenerhöhungen der Grade 3 und 4 waren im Allgemeinen nach Unterbrechung der Arzneimittelgabe reversibel. In Studien mit Crizotinib bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC (n = 1 722) mussten bei 76 Patienten (4 %) aufgrund der Transaminasenerhöhungen Dosisreduktionen vorgenommen werden. Bei 17 (1 %) der Patienten war jedoch ein dauerhafter Therapieabbruch erforderlich.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Tumorarten, die mit Crizotinib behandelt wurden, kam es bei jeweils 70 % bzw. 75 % der Patienten zu AST- bzw.

ALT-Erhöhungen. Erhöhungen des Grades 3 und 4 traten bei jeweils 7 % bzw. 6 % der Patienten auf.

Gastrointestinale Wirkungen
Die unterstützende Behandlung sollte die Anwendung von Antiemetika umfassen. Weitere
unterstützende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche, siehe Abschnitt 4.4.

Erwachsene Patienten mit NSCLC Übelkeit (57 %), Diarrhö (54 %), Erbrechen (51 %) und Obstipation (43 %) waren die am häufigsten berichteten gastrointestinalen Nebenwirkungen jeglicher Ursachen bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC. In den meisten Fällen handelte es sich um leichte bis mittelschwere Ereignisse. Die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten von Übelkeit und Erbrechen betrug 3 Tage. Die Häufigkeit dieser Ereignisse nahm nach 3 Wochen Behandlung ab. Die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten von Diarrhö und Obstipation betrug 13 bzw. 17 Tage. Teil der unterstützenden Behandlung bei Diarrhö und Obstipation sollte die Gabe der üblichen Antidiarrhoika bzw. Laxanzien sein.

In klinischen Studien bei erwachsenen Patienten mit NSCLC, die mit Crizotinib behandelt wurden, wurden Fälle von gastrointestinaler Perforation berichtet. Bei der Anwendung von Crizotinib nach Markteinführung wurden Fälle von gastrointestinaler Perforation mit tödlichem Verlauf berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien waren Erbrechen (77 %), Diarrhö (69 %), Übelkeit (71 %), Abdominalschmerz (43 %) und Obstipation (31 %) bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Tumorarten, die mit Crizotinib behandelt wurden, die am häufigsten berichteten gastrointestinalen Nebenwirkungen jeglicher Ursache. Bei Patienten mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT, die mit Crizotinib behandelt wurden, waren Erbrechen (95 %), Diarrhö (85 %), Übelkeit (83 %), Abdominalschmerz (54 %) und Obstipation (34 %) die am häufigsten berichteten gastrointestinalen Nebenwirkungen jeglicher Ursache (siehe Abschnitt 4.4). Crizotinib kann bei Kindern und Jugendlichen mit ALCL oder IMT schwere gastrointestinale Toxizitäten verursachen (siehe Abschnitt 4.4).

QT-Intervall-Verlängerung Eine QT-Verlängerung kann zu Arrhythmien führen und ist ein Risikofaktor für einen plötzlichen Tod. Eine QT-Verlängerung kann sich klinisch als Bradykardie, Schwindel und Synkope manifestieren. Des Weiteren können Elektrolytstörungen, Dehydration und Bradykardie das Risiko einer QTc-Verlängerung erhöhen, daher wird bei Patienten mit einer GI-Toxizität eine regelmäßige Kontrolle des EKGs und der Elektrolytlevel empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Erwachsene Patienten mit NSCLC In Studien bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC wurde ein QTcF (korrigiertes QT mittels Fridericia-Methode) ≥ 500 ms bei 34 (2,1 %) von 1 619 Patienten mit mindestens 1 EKG-Ableitung nach der Baseline aufgezeichnet, und eine maximale Erhöhung im Vergleich zum Ausgangswert des QTcF ≥ 60 ms wurde bei 79 (5,0 %) von 1 585 Patienten mit 1 EKG-Ableitung bei der Baseline und mindestens 1 EKG-Ableitung nach der Baseline beobachtet. Bei 27 (1,6 %) von 1 722 Patienten wurde im Elektrokardiogramm eine Grad 3 oder 4 QT-Verlängerung jeglicher Ursachen festgestellt (siehe Abschnitte 4.2, 4.4, 4.5 und 5.2).

In einer einarmigen EKG-Substudie bei erwachsenen Patienten (siehe Abschnitt 5.2), bei der verblindete manuelle EKG-Messungen eingesetzt wurden, hatten 11 (21 %) Patienten einen Anstieg des QTcF von ≥ 30 bis < 60 ms und 1 Patient (2 %) hatte einen Anstieg des QTcF von ≥ 60 ms im Vergleich zum Ausgangswert. Keiner der Patienten hatte ein maximales QTcF ≥ 480 ms. Die zentrale Trendanalyse zeigte, dass die größte mittlere Veränderung im Vergleich zum Ausgangswert für QTcF bei 12,3 ms lag (95%-KI 5,1 bis 19,5 ms, Kleinste-Quadrate-Mittelwerte [LS] aus der Varianzanalyse [ANOVA]) und 6 Stunden nach Gabe der Dosis an Tag 1 des Zyklus 2 auftrat. Alle oberen Grenzen des 90%-KI für die mittlere Veränderung (LS) im Vergleich zum Ausgangswert für QTcF lagen an allen Zeitpunkten an Tag 1 des Zyklus 2 bei < 20 ms.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen
Tumorarten wurde bei 4 % der Patienten ein verlängertes QT im Elektrokardiogramm berichtet.

Bradykardie Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die mit Bradykardie im Zusammenhang stehen, sollte sorgfältig überprüft werden. Patienten, die eine symptomatische Bradykardie entwickeln, sollten gemäß den Empfehlungen in den Abschnitten zu Dosismodifikation und Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen behandelt werden (siehe Abschnitte 4.2, 4.4 und 4.5).

Erwachsene Patienten mit NSCLC In Studien mit Crizotinib bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC wurden bei 219 (13 %) von 1 722 Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, Bradykardien jeglicher Ursachen festgestellt. Die meisten Ereignisse verliefen mild. Insgesamt 259 (16 %) von 1 666 Patienten mit mindestens 1 Messung der Vitalzeichen nach der Baseline hatten eine Herzfrequenz < 50 bpm.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Tumorarten wurden bei 14 % der Patienten Bradykardien jeglicher Ursachen berichtet, einschließlich Bradykardie Grad 3 bei 1 % der Patienten.

Interstitielle Lungenerkrankung/ Pneumonitis Patienten mit pulmonalen Symptomen, die auf eine ILD/ Pneumonitis hinweisen, sollten überwacht werden. Andere potenzielle Ursachen von ILD/ Pneumonitis sollten ausgeschlossen werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Erwachsene Patienten mit NSCLC Schwere, lebensbedrohliche oder tödliche Fälle von ILD/ Pneumonitis können bei Patienten, die mit Crizotinib behandelt werden, auftreten. In Studien bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC (n = 1 722) hatten 50 (3 %) Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, eine ILD jeglicher Ursache jeglichen Grades, einschließlich 18 (1 %) Patienten mit Grad 3 oder 4 sowie 8 (< 1 %) Patienten mit tödlichem Ausgang. Gemäß der Beurteilung durch ein unabhängiges Bewertungsgremium (Independent Review Committee, IRC) der Patienten mit ALK-positivem NSCLC (n = 1 669) hatten 20 (1,2 %) Patienten eine ILD/ Pneumonitis, einschließlich 10 (< 1 %) Patienten mit tödlichem Ausgang. Diese Fälle traten in der Regel innerhalb von 3 Monaten nach Behandlungsbeginn auf.

Kinder und Jugendliche

ILD/ Pneumonitis wurde in klinischen Studien mit Crizotinib bei Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Tumorarten bei 1 Patienten (1 %) berichtet. Es handelte sich um eine Pneumonitis des Grades 1.

Wirkungen auf das Sehvermögen Eine ophthalmologische Abklärung wird empfohlen, wenn die Sehstörungen andauern oder sich verschlimmern. Bei Kindern und Jugendlichen wird eine ophthalmologische Basisuntersuchung vor Beginn der Behandlung sowie weitere Untersuchungen nach dem Beginn der Behandlung empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Erwachsene Patienten mit NSCLC In klinischen Studien von Crizotinib bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC (n = 1 722) wurden bei 4 Patienten (0,2 %) Gesichtsfelddefekte 4. Grades mit Verlust des Sehvermögens berichtet. Optikusatrophie und Erkrankungen des Sehnervs wurden als mögliche Gründe für den Verlust des Sehvermögens genannt (siehe Abschnitt 4.4).

Sehstörungen jeglicher Ursachen und jeglicher Grade, zumeist visuelle Beeinträchtigungen, Photopsie, verschwommenes Sehen und Glaskörpertrübungen, berichteten 1 084 (63 %) von 1 722 erwachsenen Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden. Von den 1 084 Patienten mit Sehstörungen hatten 95 % Ereignisse, die mild verliefen. Bei 7 (0,4 %) Patienten war eine vorübergehende Therapieunterbrechung notwendig und bei 2 (0,1 %) Patienten war aufgrund von Sehstörungen eine Dosisreduktion erforderlich. Ein dauerhafter Abbruch der Behandlung aufgrund von Sehstörungen war bei keinem der 1 722 Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, erforderlich.

Basierend auf dem Visual Symptom Assessment Questionnaire (VSAQ-ALK) berichteten erwachsene Patienten, die in Studie 1007 und in Studie 1014 mit Crizotinib behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die eine Chemotherapie erhielten, eine höhere Inzidenz von Sehstörungen. Die Sehstörungen traten im Allgemeinen erstmalig in der 1. Woche der Anwendung des Arzneimittels auf. Die meisten Patienten im Crizotinib-Arm der randomisierten Phase-3-Studien 1007 und 1014 (> 50 %) berichteten Sehstörungen, die gemäß VSAQ-ALK an 4 bis 7 Tagen pro Woche auftraten, bis zu 1 Minute andauerten und mild waren oder keine Auswirkungen auf alltägliche Aktivitäten hatten (0 bis 3 Punkte von maximal 10 Punkten).

Eine ophthalmologische Substudie mit spezifisch ophthalmologischen Untersuchungsmethoden wurde zu definierten Zeitpunkten an 54 erwachsenen NSCLC-Patienten durchgeführt, die zweimal täglich 250 mg Crizotinib erhielten. Bei 38 (70,4 %) der 54 Patienten trat eine therapiebedingte Augenerkrankung jeglicher Ursache auf. Bei 30 dieser Patienten wurden ophthalmologische Untersuchungen durchgeführt. Von diesen 30 Patienten wurde bei 14 (36,8 %) eine ophthalmologische Anomalie jeglicher Art festgestellt, bei 16 (42,1 %) ergab sich kein ophthalmologischer Befund. Die häufigsten Befunde betrafen Spaltlampenmikroskopie (21,1 %), Funduskopie (15,8 %) und Sehschärfe (13,2 %). Bei vielen der Patienten waren bereits vorbestehende ophthalmologische Anomalien und Begleiterkrankungen dokumentiert, die zu den Augenbefunden beigetragen haben könnten; ein ursächlicher Zusammenhang mit Crizotinib konnte nicht schlüssig gezeigt werden. Es gab keine Befunde bezüglich des Tyndallphänomens und der Partikelzahl in der Augenvorderkammer. Keine der mit Crizotinib assoziierten Sehstörungen schien mit Änderungen der bestkorrigierten Sehschärfe, des Glaskörpers, der Retina oder des Sehnervs in Zusammenhang zu stehen.

Bei erwachsenen Patienten mit neu auftretendem Verlust des Sehvermögens 4. Grades sollte die
Crizotinib-Therapie abgebrochen und eine ophthalmologische Abklärung durchgeführt werden.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen
Tumorarten wurden bei 48 Patienten (44 %) Sehstörungen berichtet. Die häufigsten visuellen
Symptome waren verschwommenes Sehen (20 %) und beeinträchtigtes Sehen (11 %).

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 41 Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT wurden bei 25 Patienten (61 %) Sehstörungen berichtet. Von den Kindern und Jugendlichen, bei denen Sehstörungen auftraten, hatte ein Patient mit IMT eine myope Erkrankung des Sehnervs des Grades 3, die bei Studienbeginn als Grad 1 vorlag. Die häufigsten visuellen Symptome waren verschwommenes Sehen (24 %), beeinträchtigtes Sehen (20 %), Photopsie (17 %) und Glaskörpertrübungen (15 %), die alle als Grad 1 oder 2 vorlagen.

Wirkungen auf das Nervensystem Erwachsene Patienten mit NSCLC Neuropathien jeglicher Ursachen, wie in Tabelle 9 definiert, berichteten 435 (25 %) von 1 722 erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC, die mit Crizotinib behandelt wurden. Ebenfalls sehr häufig wurde in diesen Studien über Dysgeusie berichtet, deren Schwere hauptsächlich Grad 1 betrug.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Tumorarten wurden bei jeweils 26 % bzw. 9 % der Patienten Neuropathie bzw. Dysgeusie berichtet.

Nierenzyste
Bei Patienten mit Nierenzysten sollte eine regelmäßige Überwachung mit Bildgebung und
Urinanalysen erwogen werden.

Erwachsene Patienten mit NSCLC Komplexe Nierenzysten jeglicher Ursachen wurden von 52 (3 %) von 1 722 erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenem NSCLC, die mit Crizotinib behandelt wurden, berichtet. Bei einigen Patienten wurde eine lokale zystische Invasion berichtet, die über die Niere hinausging.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen
Tumorarten wurden keine Nierenzysten berichtet.

Neutropenie und Leukopenie Wenn klinisch indiziert, sollten das große Blutbild und das Differenzialblutbild bestimmt werden, engmaschig bei Grad-3- oder -4-Toxizitäten sowie bei Auftreten von Fieber oder einer Infektion. Zu Patienten, die hämatologische Abweichungen in Laboruntersuchungen entwickeln, siehe Abschnitt 4.2.

Erwachsene Patienten mit NSCLC In Studien bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC (n = 1 722) wurde Neutropenie der Grade 3 oder 4 bei 212 (12 %) Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, beobachtet. Die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten von Neutropenien jeglichen Grades lag bei 89 Tagen. Bei 3 % bzw. < 1 % der Patienten war aufgrund der Neutropenie eine Dosisreduktion bzw. ein dauerhafter Therapieabbruch erforderlich. Bei weniger als 0,5 % der Patienten wurde in den klinischen Studien mit Crizotinib eine febrile Neutropenie berichtet.

In Studien bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC (n = 1 722) wurde bei 48 (3 %) Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, eine Leukopenie der Grade 3 oder 4 beobachtet. Die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten von Leukopenien jeglichen Grades betrug 85 Tage. Bei < 0,5 % der Patienten war aufgrund von Leukopenien eine Dosisreduktion erforderlich. Bei keinem der Patienten war ein dauerhafter Abbruch der Behandlung mit Crizotinib aufgrund von Leukopenien erforderlich.

In klinischen Studien mit Crizotinib bei erwachsenen Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC wurde eine Abnahme der Leukozyten bzw. Neutrophilen der Grade 3 oder 4 mit einer Häufigkeit von 4 % bzw. 13 % beobachtet.

Kinder und Jugendliche

In klinischen Studien mit Crizotinib bei 110 Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Tumorarten wurde bei 71 % der Patienten eine Neutropenie berichtet, einschließlich einer Neutropenie des Grades 3 oder 4, die bei 58 Patienten (53 %) beobachtet wurde. Bei 4 Patienten (3,6 %) kam es zu einer febrilen Neutropenie. Leukopenie wurde bei 63 % der Patienten berichtet, einschließlich Leukopenie des Grades 3 oder 4, die bei 18 Patienten (16 %) beobachtet wurde.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Die Behandlung einer Überdosierung mit dem Arzneimittel besteht aus allgemeinen unterstützenden Maßnahmen. Es gibt kein Antidot für XALKORI.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, Proteinkinase- Inhibitoren, ATC-Code: L01ED01

Wirkmechanismus

Crizotinib ist ein selektiver niedermolekularer Inhibitor der ALK-Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) und ihrer onkogenen Varianten (z. B. ALK-Fusionsereignisse und bestimmte ALK-Mutationen). Des Weiteren ist Crizotinib ein Inhibitor der Hepatozyten- Wachstumsfaktor-Rezeptor (HGFR, c-Met) -RTK, ROS1 (c-ros) und Recepteur-d’Origine-Nantais (RON)-RTK. In biochemischen Assays zeigte Crizotinib eine konzentrationsabhängige Hemmung der Kinaseaktivität von ALK, ROS1 und c-Met und inhibierte die Phosphorylierung und modulierte Kinase-abhängige Phänotypen in zellbasierten Assays. In Tumorzelllinien, die ALK-Fusionsereignisse (einschließlich Echinoderm Microtubule- associated Protein-like 4 [EML4]-ALK und Nukleophosmin [NPM]-ALK), ROS1-Fusionsereignisse oder Amplifikationen des ALK- oder MET-Genlokus aufwiesen, zeigte Crizotinib eine wirksame und selektive Aktivität zur Wachstumshemmung und induzierte Apoptose. In Mäusen, die Tumorxenotransplantate trugen, welche ALK-Fusionsproteine exprimierten, zeigte Crizotinib eine antitumorale Wirksamkeit, einschließlich einer ausgeprägten zytoreduktiven Anti-Tumor-Aktivität. In vivo war die Wirksamkeit von Crizotinib in Tumoren dosisabhängig und korrelierte mit der pharmakodynamischen Hemmung der Phosphorylierung von ALK-Fusionsproteinen (einschließlich EML4-ALK und NPM-ALK). Crizotinib zeigte außerdem eine ausgeprägte Antitumoraktivität in Maus-Xenotransplantat- Studien, in denen Tumoren aus einer Reihe von NIH-3T3-Zelllinien gebildet wurden, die wichtige ROS1-Fusionsproteine exprimierten, die in Tumoren beim Menschen nachgewiesen werden. Die Wirksamkeit von Crizotinib in Tumoren war dosisabhängig und korrelierte mit einer Hemmung der ROS1-Phosphorylierung in vivo.

In-vitro-Studien an 2 ALCL-Zelllinien (SU-DHL-1 und Karpas-299, beide mit NPM-ALK) zeigten, dass Crizotinib eine Apoptose induzieren konnte. In Karpas-299-Zellen hemmte Crizotinib bei klinisch erreichbaren Dosen zudem die Proliferation und ALK-vermittelte Signalübertragung. In-vivo-Daten aus einem Karpas-299-Modell zeigten eine vollständige Rückbildung des Tumors bei einer Dosis von 100 mg/kg einmal täglich.

Klinische Studien

Nicht vorbehandeltes ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC – randomisierte Phase-3-Studie 1014 Die Wirksamkeit und Sicherheit von Crizotinib bei der Behandlung von Patienten mit ALK-positivem metastasierten NSCLC, die zuvor keine systemische Behandlung gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten, wurden in der globalen, randomisierten, offenen Studie 1014 aufgezeigt.

Die Gesamtpopulation umfasste 343 Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC, das vor der Randomisierung mittels Fluoreszenz- In-Situ-Hybridisierung (FISH) identifiziert worden war: 172 Patienten wurden in den Crizotinib-Arm randomisiert und 171 Patienten wurden in den Chemotherapie- Arm (Pemetrexed + Carboplatin oder Cisplatin; bis zu 6 Behandlungszyklen) randomisiert. Die demografischen und krankheitsspezifischen Charakteristika der Gesamtpopulation waren: 62 % weiblich, medianes Alter 53 Jahre, ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group) -PS-Ausgangswert 0 oder 1 (95 %), 51 % weiß und 46 % asiatisch, 4 % aktuelle Raucher, 32 % ehemalige Raucher und 64 %, die nie geraucht haben. Die krankheitsspezifischen Charakteristika waren: metastasierte Erkrankung bei 98 % der Patienten, histologische Klassifizierung des Tumors als Adenokarzinom bei 92 % der Patienten und Hirnmetastasen bei 27 % der Patienten.

Die Patienten konnten nach Ermessen des Prüfarztes die Crizotinib-Behandlung auch nach dem Auftreten der RECIST (Response Evaluation Criteria in Solid Tumours)-definierten Krankheitsprogression fortsetzen, wenn der Eindruck bestand, dass der Patient daraus weiterhin einen klinischen Nutzen bezog. 65 von 89 (73 %) Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, und 11 von 132 (8,3 %) Patienten, die die Chemotherapie erhielten, setzten die Behandlung über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen nach objektiver Krankheitsprogression fort. Patienten, die im Rahmen der Randomisierung dem Chemotherapie- Arm zugeordnet worden waren, konnten beim Vorliegen einer nach RECIST definierten und durch die unabhängige radiologische Begutachtung (Independent Radiology Review, IRR) bestätigten Krankheitsprogression auf Crizotinib wechseln. 144 (84 %) Patienten im Chemotherapie- Arm wurden anschließend mit Crizotinib behandelt.

Crizotinib führte im Vergleich zur Chemotherapie zu einer signifikanten Verlängerung der mittels unabhängiger radiologischer Untersuchung (IRR) bestimmten progressionsfreien Überlebenszeit (Progression- Free Survival, PFS), dem primären Ziel der Studie. Die positive Auswirkung von Crizotinib auf das PFS zeigte sich in allen Subgruppen der Patienten, definiert anhand der Basischarakteristika, wie Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Raucherstatus, Zeit seit der Diagnose, ECOG-PS sowie Vorliegen von Hirnmetastasen. Zahlenmäßig verbesserte sich das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) bei Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, wenngleich diese Verbesserung nicht statistisch signifikant war. Wirksamkeitsdaten aus der randomisierten Phase-3-Studie 1014 sind in der Tabelle 11 zusammengefasst und die Kaplan-Meier-Kurven für das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) sind in den Abbildungen 1 bzw. 2 dargestellt.

Tabelle 11: Wirksamkeitsparameter Progressionsfreie Überlebenszeit (basierend auf unabhängiger radiologischer Untersuchung [IRR]) Gesamtüberleben Objektive Ansprechrate (basierend auf unabhängiger radiologischer Untersuchung [IRR]) Dauer des Ansprechens
Anzahl der Patienten mit Ereignis, n (%) Mediane PFS in Monaten (95%-KI) HR (95%-KI) p-Wert c Anzahl der Todesfälle, n (%) Medianes Gesamtüberleben (OS) in Monaten (95%-KI) HR (95%-KI) p-Wert c Gesamtüberleben-( OS)-Wahrscheinlichkeit nach 12 Monaten Gesamtüberleben-( OS)-Wahrscheinlichkeit nach 18 Monaten Gesamtüberleben-( OS)-Wahrscheinlichkeit nach 48 Monaten Objektive Ansprechrate % (95%-KI) p-Wert f Monate g (95%-KI)
Wirksamkeitsdaten aus der randomisierten Phase-3-Studie 1014 (Gesamtpopulation) bei Patienten mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC* b d b d% (95%-KI) d% (95%-KI) d% (95%-KI)
Crizotinib 100 (58 %) 10,9 (8,3; 13,9) 71 (41 %) NE (45,8; NE) 83,5 (77,0; 88,3) 71,5 (64,0; 77,7) 56,6 (48,3; 64,1) 74 % (67, 81) 11,3 (8,1; 13,8)
n = 172
0,45 0,76 (0,55; 1,05)
(0,35; 0,60) < 0,0001 0,0489 < 0,0001
Chemotherapie 137 (80 %) 7,0 81 (47 %) 47,5 (32,2; NE) 78,4 (71,3; 83,9) 66,6 (58,8; 73,2) 49,1 (40,5; 57,1) 45 % 5,3 (4,1; 5,8)
n = 171 a (6,8; 8,2) e (37, 53)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; HR = Hazard Ratio; IRR = unabhängige radiologische Untersuchung; n = Anzahl Patienten; NE = nicht erreicht; PFS = progressionsfreies Überleben; ORR = objektive Ansprechrate; OS = Gesamtüberleben.

*PFS, objektive Ansprechrate und Dauer des Ansprechens gemäß Datum des Datenschnitts 30. November 2013; OS gemäß Last Patient Last Visit (LPLV) am 30. November 2016 und gemäß medianem Follow-up von ca. 46 Monaten.

a.Das mediane PFS betrug 6,9 Monate (95%-KI: 6,6; 8,3) unter Pemetrexed/ Cisplatin (HR = 0,49; p-Wert < 0,0001 für Crizotinib im Vergleich zu Pemetrexed/ Cisplatin) und 7,0 Monate (95%-KI: 5,9; 8,3) unter Pemetrexed/ Carboplatin (HR = 0,45; p-Wert < 0,0001 für Crizotinib im Vergleich zu Pemetrexed/ Carboplatin). b. Basierend auf stratifizierter Analyse mittels proportionaler Hazardregression nach Cox.

c. Basierend auf dem stratifizierten Log-rank-Test (einseitig).

d. Aktualisiert gemäß endgültiger Analyse des Gesamtüberlebens (OS). Gesamtüberleben-(OS)-Analyse wurde nicht hinsichtlich der potenziell verzerrenden Effekte des Therapiewechsels angepasst (144 [84 %] Patienten im Chemotherapie-Arm wurden anschließend mit Crizotinib behandelt).

e. Die objektive Ansprechrate (ORR) lag bei 47 % (95%-KI: 37, 58) unter Pemetrexed/ Cisplatin (p-Wert < 0,0001 im Vergleich zu Crizotinib) und 44 % (95%-KI: 32, 55) unter Pemetrexed/ Carboplatin (p-Wert < 0,0001 im Vergleich zu Crizotinib).

f. Basierend auf dem stratifizierten Cochrane-Mantel-Haenszel-Test (zweiseitig).

g. Nach der Kaplan-Meier-Methode geschätzter Wert.

Abbildung 1:Kaplan-Meier-Kurven für das progressionsfreie Überleben (basierend auf IRR) je Behandlungsarm in der randomisierten Phase-3-Studie 1014 (Gesamtpopulation) bei Patienten mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; n = Anzahl Patienten; p = p-Wert.

Abbildung 2:Kaplan-Meier-Kurven für das Gesamtüberleben je Behandlungsarm in der randomisierten Phase-3-Studie 1014 (Gesamtpopulation) bei Patienten mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC
100 (%) 80XALKORI (n = 172) Median nicht erreicht Chemotherapie (n = 171) Median 47,5 Monate

60

Wahrscheinlichkeit

OS)- 40

20 Gesamtüberleben-(0Hazard Ratio = 0,76 95%-KI (0,55; 1,05) p = 0,0489
Unter RisikoZeit (Monate)

XALKORI Chemotherapie

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; n = Anzahl Patienten; p = p-Wert.

Bei Patienten mit vorbehandelten und bei der Basiserhebung vorliegenden Hirnmetastasen betrug die mediane Zeit bis zur intrakraniellen Progression (time to intracranial progression , IC-TTP) 15,7 Monate im Crizotinib-Arm (n = 39) sowie 12,5 Monate im Chemotherapie- Arm (n = 40) (HR = 0,45 [95%-KI: 0,19; 1,07]; einseitiger p-Wert = 0,0315). Bei Patienten ohne Hirnmetastasen bei der Basiserhebung wurde die mediane IC-TTP sowohl im Crizotinib-Arm (n = 132) als auch im Chemotherapie- Arm (n = 131) nicht erreicht (HR = 0,69 [95%-KI: 0,33; 1,45]; einseitiger p-Wert = 0,1617).

Von den Patienten berichtete Symptome und die allgemeine Lebensqualität wurden mittels EORTC QLQ-C30 und seines Lungenkrebsmoduls (EORTC QLQ-LC13) erfasst. Insgesamt 166 Patienten aus dem Crizotinib-Arm und 163 Patienten aus dem Chemotherapie- Arm haben bei der Basiserhebung und bei mindestens einer weiteren Visite die Fragebögen EORTC QLQ-C30 und LC-13 ausgefüllt. Im Crizotinib-Arm wurde eine signifikant größere Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität im Vergleich zum Chemotherapie- Arm beobachtet (Unterschied in der Veränderung gegenüber den Ausgangswerten insgesamt 13,8; p-Wert < 0,0001).

Die Zeit bis zur Verschlechterung (Time to Deterioration , TTD) wurde definiert als das erste Auftreten einer ≥ 10-Punkte-Erhöhung der Ausgangswerte der Symptome Brustschmerzen, Husten und Dyspnoe gemäß EORTC QLQ-LC13.

Crizotinib trug zur Symptomverbesserung bei, indem es die Zeit bis zur Verschlechterung im Vergleich zur Chemotherapie signifikant verlängerte (Median 2,1 Monate im Vergleich zu 0,5 Monaten, HR = 0,59; 95%-KI: 0,45; 0,77; nach Hochberg adjustierter Log-rank zweiseitiger p-Wert = 0,0005).

Vorbehandeltes ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC – randomisierte Phase-3-Studie 1007 Die Wirksamkeit und Sicherheit von Crizotinib bei der Behandlung von Patienten mit ALK-positivem metastasierten NSCLC, die zuvor eine systemische Behandlung gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten, wurden in der globalen, randomisierten, offenen Studie 1007 aufgezeigt.

Die Gesamtpopulation umfasste 347 Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC, das vor der Randomisierung mittels FISH identifiziert worden war: 173 Patienten wurden in den Crizotinib-Arm randomisiert und 174 Patienten wurden in den Chemotherapie- Arm (entweder Pemetrexed oder Docetaxel) randomisiert. Die demografischen und krankheitsspezifischen Charakteristika der Gesamtpopulation waren: 56 % weiblich, medianes Alter 50 Jahre, ECOG-PS-Ausgangswert 0 (39 %) oder 1 (52 %), 52 % weiß und 45 % asiatisch, 4 % aktuelle Raucher, 33 % ehemalige Raucher und 63 %, die nie geraucht haben, metastasierte Erkrankung bei 93% der Patienten und histologische Klassifizierung des Tumors als Adenokarzinom bei 93 % der Patienten.

Die Patienten konnten nach Ermessen des Prüfarztes die bisherige Behandlung auch nach dem Auftreten der RECIST-definierten Krankheitsprogression fortsetzen, wenn der Eindruck bestand, dass der Patient daraus einen klinischen Nutzen bezog. 58 von 84 (69 %) Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, und 17 von 119 (14 %) Patienten, die die Chemotherapie erhielten, setzten die Behandlung über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen nach objektiver Krankheitsprogression fort. Patienten, die im Rahmen der Randomisierung dem Chemotherapie- Arm zugeordnet worden waren, konnten beim Vorliegen einer nach RECIST definierten und durch die unabhängige radiologische Begutachtung (IRR) bestätigten Krankheitsprogression auf Crizotinib wechseln.

Crizotinib führte im Vergleich zur Chemotherapie zu einer signifikanten Verlängerung der mittels unabhängiger radiologischer Untersuchung (IRR) bestimmten progressionsfreien Überlebenszeit (PFS), dem primären Ziel der Studie. Die positive Auswirkung von Crizotinib auf die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) zeigte sich in allen Subgruppen der Patienten, definiert anhand der Basischarakteristika, wie Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Raucherstatus, Zeit seit der Diagnose, ECOG-PS, Vorliegen von Hirnmetastasen sowie vorausgegangene EGFR-TKI-Therapie.

Wirksamkeitsdaten aus der Studie 1007 sind in der Tabelle 12 zusammengefasst, die Kaplan-Meier-Kurven für das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) sind in den Abbildungen 3 bzw. 4 dargestellt.

Tabelle 12: Wirksamkeitsdaten aus der randomisierten Phase-3-Studie 1007 (Gesamtpopulation) bei Patienten mit vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC* Wirksamkeitsparameter Crizotinib Chemotherapie n = 173 n = 174 Progressionsfreie Überlebenszeit (basierend auf

unabhängiger radiologischer Untersuchung [IRR])
Anzahl der Patienten mit Ereignis, n (%) 100 (58 %) 127 (73 %)
Art des Ereignisses, n (%)
Progressive Erkrankung 84 (49 %) 119 (68 %)
Tod ohne objektive Progression 16 (9 %) 8 (5 %)
Mediane PFS in Monaten (95%-KI) 7,7 (6,0; 8,8) 3,0a (2,6; 4,3)
HR (95%-KI)b 0,49 (0,37; 0,64)
p-Wertc < 0,0001

Gesamtüberleben d

Anzahl der Todesfälle, n (%) 116 (67 %) 126 (72 %) Medianes Gesamtüberleben (OS) in Monaten 21,7 (18,9; 30,5) 21,9 (16,8; 26,0) (95%-KI) HR (95%-KI)b 0,85 (0,66; 1,10) p-Wertc 0,1145 Gesamtüberleben-( OS)-Wahrscheinlichkeit 86,6 (80,5; 90,9) 83,8 (77,4; 88,5) nach 6 Monatene % (95%-KI) Gesamtüberleben-( OS)-Wahrscheinlichkeit 70,4 (62,9; 76,7) 66,7 (59,1; 73,2) nach 1 Jahre % (95%-KI)

Objektive Ansprechrate (basierend auf

unabhängiger radiologischer Untersuchung [IRR])
Objektive Ansprechrate % (95%-KI) 65 % (58; 72) 20 %f (14; 26)
p-Wertg < 0,0001

Dauer des Ansprechens

Mediane, Monate (95%-KI) 7,4 (6,1; 9,7) 5,6 (3,4; 8,3) Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; HR = Hazard Ratio; IRR = unabhängige radiologische Untersuchung; n = Anzahl Patienten; PFS = progressionsfreies Überleben; ORR = objektive Ansprechrate; OS = Gesamtüberleben.

  • PFS, objektive Ansprechrate und Dauer des Ansprechens gemäß Datum des Datenschnitts 30. März 2012; OS gemäß Datum des Datenschnitts 31. August 2015.

a. Die mediane PFS betrug 4,2 Monate (95%-KI: 2,8; 5,7) unter Pemetrexed (HR = 0,59; p-Wert = 0,0004 für Crizotinib im Vergleich zu Pemetrexed) und 2,6 Monate (95%-KI: 1,6; 4,0) unter Docetaxel (HR = 0,30;

p-Wert < 0,0001 für Crizotinib im Vergleich zu Docetaxel).

b. Basierend auf stratifizierter Analyse mittels proportionaler Hazardregression nach Cox.

c. Basierend auf dem stratifizierten Log-rank-Test (einseitig).

d. Aktualisiert gemäß endgültiger Analyse des Gesamtüberlebens (OS). Endgültige
Gesamtüberleben-(OS)-Analyse wurde nicht hinsichtlich der potenziell verzerrenden Effekte des
Therapiewechsels angepasst. (154 [89 %] Patienten wurden anschließend mit Crizotinib behandelt.)

e. Nach der Kaplan-Meier-Methode geschätzter Wert.

f. Die objektiven Ansprechraten (ORR) lagen bei 29 % (95%-KI: 21; 39) unter Pemetrexed (p-Wert < 0,0001 im Vergleich zu Crizotinib) und 7 % (95%-KI: 2 %; 16 %) unter Docetaxel (p-Wert < 0,0001 im Vergleich zu Crizotinib).

g. Basierend auf dem stratifizierten Cochrane-Mantel-Haenszel-Test (zweiseitig).

Abbildung 3: Kaplan-Meier-Kurven für das progressionsfreie Überleben (basierend auf IRR) je Behandlungsarm in der randomisierten Phase-3-Studie 1007 (Gesamtpopulation) bei Patienten mit vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; n = Anzahl Patienten; p = p-Wert.

Abbildung 4: Kaplan-Meier-Kurven für das Gesamtüberleben je Behandlungsarm in der
randomisierten Phase-3-Studie 1007 (Gesamtpopulation) bei Patienten mit
vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC

OS)- (%)

XALKORI (n = 173)
Median 21,7 Monate
Chemotherapie (n = 174)
Median 21,9 Monate

Gesamtüberleben-( Wahrscheinlichkeit

Hazard Ratio = 0,85
95%-KI (0,66; 1,10)
p = 0,1145

Unter Risiko Zeit (Monate) XALKORI Chemotherapie

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; n = Anzahl Patienten; p = p-Wert.

52 Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, und 57 Patienten, die die Chemotherapie erhielten, wurden mit vorbehandelten oder nicht vorbehandelten asymptomatischen Hirnmetastasen in die randomisierte Phase-3-Studie 1007 eingeschlossen. Die intrakranielle Krankheitskontrollrate (Intracranial Disease Control Rate, IC-DRC) nach 12 Wochen betrug bei Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, 65 % und bei Patienten, die mit Chemotherapie behandelt wurden, 46 %.

Von den Patienten berichtete Symptome und die allgemeine Lebensqualität wurden mittels EORTC QLQ-C30 und seines Lungenkrebsmoduls (EORTC QLQ-LC13) bei der Basiserhebung (Tag 1 Zyklus 1) und an Tag 1 jedes nachfolgenden Therapiezyklus erfasst. Insgesamt 162 Patienten aus dem Crizotinib-Arm und 151 Patienten aus dem Chemotherapie- Arm haben bei der Basiserhebung und bei mindestens einer weiteren Visite die Fragebögen EORTC QLQ-C30 und LC-13 ausgefüllt.

Crizotinib trug zur Symptomverbesserung bei, indem es die Zeit bis zur Verschlechterung der von den Patienten berichteten Symptome Brustschmerzen, Dyspnoe oder Husten im Vergleich zur Chemotherapie signifikant verlängerte (Median 4,5 Monate im Vergleich zu 1,4 Monaten) (HR 0,50; 95%-KI: 0,37; 0,66; nach Hochberg adjustierter zweiseitiger Log-rank p-Wert < 0,0001).

Bei den folgenden Symptomen zeigte sich unter Crizotinib eine signifikant größere Verbesserung im Vergleich zur Basiserhebung als unter Chemotherapie: Alopezie (Zyklen 2 bis 15; p-Wert < 0,05), Husten (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,0001), Dyspnoe (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,0001), Hämoptose (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,05), Schmerzen im Arm oder in der Schulter (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,0001), Schmerzen in der Brust (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,0001) sowie Schmerzen in anderen Körperteilen (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,05). Bei den folgenden Symptomen zeigte sich unter Crizotinib eine signifikant geringere Verschlechterung im Vergleich zur Basiserhebung als unter Chemotherapie: periphere Neuropathie (Zyklen 6 bis 20; p-Wert < 0,05), Dysphagie (Zyklen 5 bis 11; p-Wert < 0,05) sowie Mundschmerzen (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,05).

Crizotinib führte zu einer Erhöhung der allgemeinen Lebensqualität, mit einer signifikanten
Verbesserung gegenüber der Basiserhebung im Crizotinib-Arm im Vergleich zum
Chemotherapie- Arm (Zyklen 2 bis 20; p-Wert < 0,05).

Einarmige Studien beim ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC Die Anwendung der Crizotinib-Monotherapie zur Behandlung des ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC wurde in 2 multinationalen, einarmigen Studien (Studien 1001 und 1005) untersucht. Von den in diese Studien eingeschlossenen Patienten hatten die unten beschriebenen Patienten eine vorausgegangene systemische Therapie gegen die lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung erhalten. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war in beiden Studien die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR) gemäß der RECIST-Kriterien.

Insgesamt 149 Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC, einschließlich 125 Patienten mit vorbehandeltem ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC, waren zum Zeitpunkt des Datenschnitts für die Analyse von PFS und ORR in die Studie 1001 eingeschlossen. Die demographischen und krankheitsspezifischen Charakteristika waren: 50 % weiblich, medianes Alter 51 Jahre, ECOG-PS-Ausgangswert 0 (32 %) oder 1 (55 %), 61 % weiß und 30 % asiatisch, weniger als 1 % waren aktuell Raucher, 27 % ehemalige Raucher, 72 %, die nie geraucht haben, Metastasen bei 94% der Patienten und histologische Klassifizierung des Tumors als Adenokarzinom bei 98 % der Patienten. Die mediane Behandlungsdauer betrug 42 Wochen.

Insgesamt 934 Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC wurden zum Zeitpunkt des Datenschnitts für die Analyse von PFS und ORR in der Studie 1005 mit Crizotinib behandelt. Die demographischen und krankheitsspezifischen Charakteristika waren: 57 % weiblich, medianes Alter 53 Jahre, ECOG-PS-Ausgangswert 0/ 1 (82 %) oder 2/ 3 (18 %), 52 % weiß und 44 % asiatisch, 4 % aktuell Raucher, 30 % ehemalige Raucher, 66 %, die nie geraucht haben, Metastasen bei 92 % und histologische Klassifizierung des Tumors als Adenokarzinom bei 94 % der Patienten. Die mediane Behandlungsdauer betrug bei diesen Patienten 23 Wochen. Die Patienten konnten die Behandlung auch nach dem Auftreten der RECIST-definierten Krankheitsprogression nach Ermessen des Prüfarztes fortsetzen. 77 der 106 Patienten (73 %) setzten die Behandlung mit Crizotinib über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen nach objektiver Krankheitsprogression fort.

Die Wirksamkeitsdaten aus den Studien 1001 und 1005 sind in Tabelle 13 zusammengestellt.

Tabelle 13: Wirksamkeitsparameter Objektive Ansprechrate Zeit bis zum Tumoransprechen [Median Dauer des Ansprechens Wochen Progressionsfreie Überlebenszeit (95%-KI)] Monate Anzahl der Todesfälle, n (%) Gesamtüberleben Monate Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; n = Anzahl Patienten; PFS = progressionsfreies Überleben. a. Gemäß Daten des Datenschnitts 1. Juni 2011 (Studie 1001) und 15. Februar 2012 (Studie 1005). b. 3 Patienten in Studie 1001 und 42 Patienten in Studie 1005 konnten bezüglich des Ansprechens nicht ausgewertet werden. c. Nach der Kaplan-Meier-Methode geschätzter Wert. d. PFS-Daten aus der Studie 1005 umfassten 807 Patienten aus der zur Sicherheitsanalyse herangezogenen Population, die durch den FISH-Test identifiziert wurden (Datum des Datenschnitts 15. Februar 2012).
(Spanne)] Wochen
Wirksamkeitsdaten aus den Studien 1001 und 1005 für ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC b [% (95%-KI)] c [Median (95%-KI)] c [Median c [Median (95%-KI)]
Studie 1001 60 (51; 69) 7,9 (2,1; 39,6) 48,1 (35,7; 64,1) 9,2 (7,3; 12,7) 28,9 (21,1; 40,1)
n = 125 a n = 154 e 83 (54 %)
Studie 1005 48 (44; 51) 6,1 (3; 49) 47,3 (36; 54) 7,8 (6,9; 9,5) 504 (56 %) 21,5 (19,3; 23,6)
n = 765 a d n = 905 e

e. Gemäß Datum des Datenschnitts 30. November 2013.

ROS1-positives fortgeschrittenes NSCLC Die Anwendung der Crizotinib-Monotherapie zur Behandlung des ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC wurde in der multizentrischen, multinationalen, einarmigen Studie 1001 untersucht. Zum Zeitpunkt des Datenschnitts befanden sich insgesamt 53 Patienten mit ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC in der Studie, einschließlich 46 Patienten mit vorbehandeltem ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC und einer begrenzten Anzahl von Patienten (n = 7) ohne vorhergehende systemische Therapie. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die objektive Ansprechrate (ORR) gemäß den RECIST-Kriterien. Sekundäre Endpunkte waren die Zeit bis zum Tumoransprechen (time to tumour response, TTR), die Dauer des Ansprechens (duration of response, DoR), die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) und das Gesamtüberleben (OS). Die Patienten erhielten zweimal täglich 250 mg Crizotinib peroral.

Die demographischen Charakteristika waren: 57 % weiblich, medianes Alter 55 Jahre, ECOG-PS-Ausgangswert 0 oder 1 (98 %) oder 2 (2 %), 57 % Weiße und 40 % Asiaten, 25 % ehemalige Raucher und 75 %, die nie geraucht haben. Die krankheitsspezifischen Charakteristika waren: Metastasen bei 94 % der Patienten, histologische Klassifizierung des Tumors als Adenokarzinom bei 96 %, 13 % ohne vorhergehende systemische Therapie einer metastasierenden Erkrankung.

In Studie 1001 mussten die Patienten vor der Aufnahme in die klinische Studie ein ROS1-positives fortgeschrittenes NSCLC aufweisen. Bei den meisten Patienten wurde das ROS1-positive NSCLC mittels FISH nachgewiesen. Die mediane Behandlungsdauer betrug 22,4 Monate (95%-KI: 15,0, 35,9). Es gab 6 Patienten mit vollständigem Ansprechen und 32 mit teilweisem Ansprechen bei einer ORR von 72 % (95%-KI: 58 %, 83 %). Die mediane DoR betrug 24,7 Monate (95%-KI: 15,2, 45,3). 50 % des objektiven Tumoransprechens wurden in den ersten 8 Wochen der Behandlung erreicht. Die mediane PFS zum Zeitpunkt des Datenschnitts betrug 19,3 Monate (95%-KI: 15,2, 39,1). Das mediane OS zum Zeitpunkt des Datenschnitts betrug 51,4 Monate (95%-KI: 29,3, NE).

Die Wirksamkeitsdaten der Patienten mit ROS1-positivem fortgeschrittenen NSCLC aus Studie 1001 sind in Tabelle 14 zusammengestellt.

Tabelle 14: Wirksamkeitsparameter Objektive Ansprechrate [% (95%-KI)] Zeit bis zum Tumoransprechen [Median (Spanne)] Wochen Dauer des Ansprechens Progressionsfreie Überlebenszeit Monate OS b [Median (95%-KI)] Monate
Wirksamkeitsdaten aus Studie 1001 für ROS1-positives fortgeschrittenes NSCLC b [Median (95%-KI)] Monate b [Median (95%-KI)]
Studie 1001 72 (58, 83) 8 (4, 104) 24,7 (15,2, 45,3) 19,3 (15,2, 39,1) 51,4 (29,3, NE)
n = 53 a

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; n = Anzahl Patienten; NE = nicht erreicht; OS = Gesamtüberleben.

OS gemäß medianem Follow-up von ca. 63 Monaten.

a. Gemäß Daten des Datenschnitts 30. Juni 2018.

b. Nach der Kaplan-Meier-Methode geschätzter Wert.

Nicht-Adenokarzinom- Histologie

21 Patienten mit nicht vorbehandeltem und 12 Patienten mit vorbehandeltem fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC und Nicht-Adenokarzinom- Histologie wurden in die randomisierten Phase-3-Studien 1014 bzw. 1007 eingeschlossen. Die Subgruppen in diesen Studien waren zu klein, um aus den Ergebnissen verlässliche Schlussfolgerungen ziehen zu können. Es ist zu beachten, dass keine Patienten mit Plattenepithelkarzinom- Histologie in den Crizotinib-Arm der Studie 1007 randomisiert wurden und dass keine Patienten mit Plattenepithelkarzinom in die Studie 1014 eingeschlossen wurden, da ein pemetrexedbasiertes Regime als Vergleichspräparat verwendet wurde.

Aus der Studie 1005 liegen Informationen von 45 Patienten mit einem vorbehandelten Nicht-Adenokarzinom- NSCLC vor (einschließlich 22 Patienten mit Plattenepithelkarzinom), die bezüglich des Ansprechens ausgewertet werden konnten. Bei 20 von 45 Patienten mit Nicht-Adenokarzinom- NSCLC und bei 9 von 22 Patienten mit Plattenepithelkarzinom- NSCLC wurde ein partielles Ansprechen beobachtet, woraus sich objektive Ansprechraten (ORR) von 44 % bzw. 41% ergeben, die niedriger als die in Studie 1005 (54 %) berichtete objektive Ansprechrate (ORR) für alle Patienten sind.

Erneute Behandlung mit Crizotinib

Es liegen keine Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten zur erneuten Behandlung mit Crizotinib bei
Patienten, die Crizotinib in vorangegangenen Therapieanwendungen erhalten haben, vor.

Ältere Patienten

Von 171 Patienten mit ALK-positivem NSCLC, die in der randomisierten Phase-3-Studie 1014 mit Crizotinib behandelt wurden, waren 22 (13 %) 65 Jahre oder älter, und von den 109 ALK-positiven Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden, nachdem sie vom Chemotherapie- Arm zu Crizotinib gewechselt hatten, waren 26 (24 %) 65 Jahre oder älter. Von 172 ALK-positiven Patienten, die in der randomisierten Phase-3-Studie 1007 mit Crizotinib behandelt wurden, waren 27 (16 %) 65 Jahre oder älter. Von 154 bzw. 1.063 Patienten mit ALK-positivem NSCLC in den einarmigen Studien 1001 bzw. 1005 waren 22 (14 %) bzw. 173 (16 %) 65 Jahre oder älter. Bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC war die Häufigkeit von Nebenwirkungen bei Patienten < 65 Jahre und bei Patienten ≥ 65 Jahre prinzipiell ähnlich. Eine Ausnahme stellen dabei Ödeme und Obstipation da, die in der Studie 1014 bei mit Crizotinib behandelten Patienten ≥ 65 Jahre häufiger auftraten (Unterschied ≥ 15 %). Keiner der Patienten im Crizotinib-Arm der randomisierten Phase-3-Studien 1007 und 1014 sowie in der einarmigen Studie 1005 war > 85 Jahre. Von den 154 Patienten in der einarmigen Studie 1001 war ein ALK-positiver Patient > 85 Jahre (siehe auch Abschnitte 4.2 und 5.2). Von den 53 Patienten mit ROS1-positivem NSCLC in der einarmigen Studie 1001 waren 15 (28 %) 65 Jahre oder älter. Kein ROS1-positiver Patient in Studie 1001 war > 85 Jahre.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Crizotinib wurde beim rezidivierten oder refraktären systemischen ALK-positiven ALCL bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis < 18 Jahren oder beim inoperablen, rezidivierten oder refraktären ALK-positiven IMT bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis < 18 Jahren untersucht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8). Es liegen keine Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit einer Behandlung mit Crizotinib bei Kindern mit ALK-positivem ALCL im Alter unter 3 Jahren oder ALK-positivem IMT bei Kindern im Alter unter 2 Jahren vor.

Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem ALCL (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2)

Die Anwendung der Crizotinib-Monotherapie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit rezidiviertem oder refraktärem systemischem ALK-positiven ALCL wurde in Studie 0912 (n = 22) untersucht. Alle eingeschlossenen Patienten hatten zuvor eine systemische Behandlung gegen die Erkrankung erhalten: 14 Patienten hatten 1 vorhergehende systemische Therapielinie, 6 Patienten hatten 2 vorhergehende systemische Therapielinien und 2 Patienten hatten mehr als 2 vorhergehende systemische Therapielinien erhalten. Von den 22 in Studie 0912 eingeschlossenen Patienten hatten 2 zuvor eine Knochenmarktransplantation erhalten. Es liegen derzeit keine klinischen Daten über Kinder und Jugendliche vor, die nach einer Behandlung mit Crizotinib eine hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) erhalten. Patienten mit primären oder metastasierten Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS) wurden von der Studie ausgeschlossen. Die 22 in Studie 0912 eingeschlossenen Patienten erhielten eine Initialdosis von Crizotinib von 280 mg/m2 (16 Patienten) oder 165 mg/m2 (6 Patienten) zweimal täglich. Zu den Wirksamkeitsendpunkten der Studie 0912 gehörten ORR, TTR und DoR nach unabhängiger Prüfung. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 5,5 Monate.

Die demografischen Charakteristika waren: 23 % weiblich, medianes Alter 11 Jahre, 50 % weiß und 9% asiatisch. Der Ausgangsleistungsstatus, gemessen mit dem Lansky-Index (Lansky Play Score für Patienten ≤ 16 Jahre) oder Karnofsky-Index (Karnofsky Performance Score für Patienten > 16 Jahre), lag bei 100 (50 % der Patienten) oder 90 (27 % der Patienten). Nach Alter wurden in die Studie 4 Patienten im Alter von 3 bis < 6 Jahren, 11 Patienten im Alter von 6 bis < 12 Jahren und 7 Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren eingeschlossen. Es wurden keine Patienten unter 3 Jahren in die Studie eingeschlossen.

Die Wirksamkeitsdaten nach unabhängiger Prüfung sind in Tabelle 15 dargestellt.

Tabelle 15: Wirksamkeitsdaten aus Studie 0912 bei Patienten mit systemischem ALK-positiven ALCL

Wirksamkeitsparameter ORR [% (95%-KI)]a c Vollständiges Ansprechen, n (%) Partielles Ansprechen, n (%)n = 22 86 (67; 95) 17 (77)b 2 (9)
TTRd Median (Spanne), Monate0,9 (0,8; 2,1)
DoRd,e Median (Spanne), Monate3,6 (0,0; 15,0)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; DoR = Dauer des Ansprechens; n = Anzahl
Patienten; ORR = objektive Ansprechrate; TTR = Zeit bis zum Ansprechen des Tumors.

a. Gemäß der Beurteilung durch unabhängigen Prüfungsausschuss nach
Lugano-Ansprechkriterien.

b. Gemäß Datum des Datenschnitts 19. Januar 2018.

c. 95%-KI basierend auf Wilson-Score-Methode.

d. Schätzung unter Verwendung deskriptiver Statistik.

e. 10 der 19 Patienten (53 %) erhielten nach dem Auftreten eines objektiven Ansprechens
eine hämatopoetische Stammzelltransplantation. Bei Patienten, die eine
Transplantation erhielten, wurde der DoR zum Zeitpunkt der letzten
Tumoruntersuchung vor der Transplantation zensiert.

Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem IMT (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2)

Die Anwendung der Crizotinib-Monotherapie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit inoperablem, rezidiviertem oder refraktärem ALK-positivem IMT wurde in Studie 0912 (n = 14) untersucht. Die meisten eingeschlossenen Patienten (12 von 14) waren zuvor operiert worden (8 Patienten) oder hatten eine systemische Therapie ihrer Erkrankung erhalten (von 7 Patienten hatten 5 Patienten 1 vorhergehende systemische Therapielinie, 1 Patient 2 vorhergehende systemische Therapielinien und 1 Patient mehr als 2 vorhergehende systemische Therapielinien erhalten).

Patienten mit primären oder metastasierten Tumoren des ZNS wurden von der Studie ausgeschlossen. Die 14 in Studie 0912 eingeschlossenen Patienten erhielten eine Initialdosis von Crizotinib von 280 mg/m2 (12 Patienten), 165 mg/m2 (1 Patient) oder 100 mg/m2 (1 Patient) zweimal täglich. Zu den Wirksamkeitsendpunkten der Studie 0912 gehörten ORR, TTR und DoR nach unabhängiger Prüfung. Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 17,6 Monate.

Die demografischen Charakteristika waren: 64 % weiblich, medianes Alter 6,5 Jahre, 71 % weiß. Der Ausgangsleistungsstatus, gemessen mit dem Lansky-Index (Lansky Play Score für Patienten ≤ 16 Jahre) oder Karnofsky-Index (Karnofsky Performance Score für Patienten > 16 Jahre), lag bei 100 (71% der Patienten), 90 (14 % der Patienten) oder 80 (14 % der Patienten). Nach Alter wurden in die Studie 4 Patienten im Alter von 2 bis < 6 Jahren, 8 Patienten im Alter von 6 bis < 12 Jahren und 2 Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren eingeschlossen. Es wurden keine Patienten unter 2 Jahren in die Studie eingeschlossen.

Die Wirksamkeitsdaten nach unabhängiger Prüfung sind in Tabelle 16 dargestellt.

Tabelle 16: Wirksamkeitsdaten aus Studie 0912 bei Patienten mit ALK-positivem IMT

Wirksamkeitsparameter ORR, [% (95%-KI)]a c Vollständiges Ansprechen, n (%) Partielles Ansprechen, n (%)86 (60; 96)n = 14 b 5 (36) 7 (50)
TTRd Median (Spanne), Monate1,0 (0,8; 4,6)
DoRd,e Median (Spanne), Monate14,8 (2,8; 48,9)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall; DoR = Dauer des Ansprechens; n = Anzahl
Patienten; ORR = objektive Ansprechrate; TTR = Zeit bis zum Ansprechen des Tumors.

a. Gemäß Beurteilung durch unabhängigen Prüfungsausschuss.

b. Gemäß Datum des Datenschnitts 19. Januar 2018.

c. 95%-KI basierend auf Wilson-Score-Methode.

d. Schätzung unter Verwendung deskriptiver Statistik.

e. Bei keinem der 12 Patienten mit objektivem Tumoransprechen kam es zur einer
Krankheitsprogression, und die DoR wurde zum Zeitpunkt der letzten
Tumoruntersuchung zensiert.

Kinder und Jugendliche mit ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC

Die Europäische Arzneimittel- Agentur hat für XALKORI eine Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen zur Behandlung von NSCLC gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Crizotinib wurden bei Erwachsenen untersucht, sofern nicht speziell für pädiatrische Patienten etwas anderes angegeben ist.

Resorption

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln Nach Gabe einer oralen Einzeldosis im nüchternen Zustand wird Crizotinib mit einer medianen Zeit bis zum Erreichen der Spitzenplasmakonzentrationen von 4 bis 6 Stunden absorbiert. Bei zweimal täglicher Gabe wurde innerhalb von 15 Tagen ein Steady State erreicht. Nach Gabe einer oralen Einzeldosis von 250 mg Crizotinib wurde eine absolute Bioverfügbarkeit von 43 % ermittelt.

Bei Gabe einer oralen Einzeldosis von 250 mg an gesunde Probanden wurden die Crizotinib-AUCinf und -Cmax durch eine fettreiche Mahlzeit um etwa 14 % verringert. Crizotinib kann mit oder ohne Nahrung verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).

XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen Nach Gabe einer oralen Einzeldosis im nüchternen Zustand ist Crizotinib Granulat in Kapseln zum Öffnen bioäquivalent zu Crizotinib Kapseln.

Bei Gabe von Crizotinib Granulat zur Einnahme in Kapseln zum Öffnen mit einer fettreichen/kalorienreichen Mahlzeit wurden die Crizotinib-AUCinf und -Cmax um jeweils etwa 15 % bzw. 23 % verringert, im Vergleich zur Gabe derselben Formulierung im nüchternen Zustand.

Crizotinib Granulat in Kapseln zum Öffnen kann mit oder ohne Nahrung verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).

Verteilung

Nach der intravenösen Anwendung einer 50-mg-Dosis betrug das mittlere geometrische
Verteilungsvolumen (Vss) von Crizotinib 1 772 l, was auf eine umfangreiche Verteilung aus dem
Plasma ins Gewebe hinweist.

Die In-vitro-Bindung von Crizotinib an humane Plasmaproteine beträgt 91 % und ist unabhängig von der Arzneimittelkonzentration. In-vitro-Studien legen nahe, dass Crizotinib ein P-Glykoprotein (P-gp)-Substrat ist.

Biotransformation

In-vitro-Studien zeigten, dass im Wesentlichen die CYP3A4/5-Enzyme an der metabolischen
Ausscheidung von Crizotinib beteiligt sind. Die primären Abbauwege beim Menschen waren die
Oxidation des Piperidinrings zu Crizotinib-Lactam und die O-Dealkylierung mit anschließender
Phase-2-Konjugation von O-dealkylierten Metaboliten.

In-vitro-Studien an humanen Lebermikrosomen zeigten, dass Crizotinib ein zeitabhängiger Inhibitor von CYP2B6 und CYP3A ist (siehe Abschnitt 4.5). In-vitro-Studien ergaben, dass klinische Arzneimittelwechselwirkungen durch Crizotinib-vermittelte Hemmung des Metabolismus von Arzneimitteln, die Substrate für CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19 oder CYP2D6 sind, unwahrscheinlich sind.

In-vitro-Studien belegten, dass Crizotinib ein schwacher Inhibitor von UGT1A1 und UGT2B7 ist (Siehe Abschnitt 4.5). Allerdings deuteten In-vitro-Studien darauf hin, dass klinische Arzneimittelwechselwirkungen aufgrund einer Crizotinib-vermittelten Inhibition des Metabolismus von Arzneimitteln, die als Substrate für UGT1A4, UGT1A6 oder UGT1A9 dienen, unwahrscheinlich sind.

In-vitro-Studien an humanen Hepatozyten ergaben, dass klinische Arzneimittelwechselwirkungen
durch die Crizotinib-vermittelte Induktion des Metabolismus von Arzneimitteln, die Substrate für
CYP1A2 sind, unwahrscheinlich sind.

Elimination

Nach einer Einzeldosis Crizotinib betrug die scheinbare Plasmahalbwertszeit von Crizotinib bei den Patienten 42 Stunden.

Nach Gabe einer radioaktiv markierten 250-mg-Einzeldosis Crizotinib an gesunde Probanden fanden sich 63 % der angewendeten Dosis in den Fäzes und 22 % im Urin wieder. Der Anteil an unverändertem Crizotinib betrug etwa 53 % der angewendeten Dosis in den Fäzes und 2,3 % im Urin.

Gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Substrate für Transporter sind

Crizotinib ist in vitro ein Inhibitor des P-Glykoproteins (P-gp). Crizotinib hat daher möglicherweise das Potenzial, die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln, die P-gp-Substrate sind, zu erhöhen (siehe Abschnitt 4.5).

In vitro ist Crizotinib ein OCT1- und OCT2-Inhibitor. Crizotinib hat daher möglicherweise das Potenzial, die Plasmakonzentrationen von gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln zu erhöhen, die OCT1- oder OCT2-Substrate sind (siehe Abschnitt 4.5).

In vitro hemmte Crizotinib in klinisch relevanten Dosen nicht die humanen hepatischen Aufnahmetransporter- Proteine organisches Anionen-Transport-Polypeptid (OATP)1B1 oder OATP1B3 oder die renalen Aufnahmetransporter- Proteine organischer Anionentransporter (OAT)1 oder OAT3. Das Auftreten von klinischen Arzneimittelwechselwirkungen durch die Crizotinib-vermittelte hepatische oder renale Aufnahmehemmung von Arzneimitteln, die Substrate für diese Transporter sind, ist daher unwahrscheinlich.

Wirkung auf andere Transportproteine

In vitro ist Crizotinib in klinisch relevanten Konzentrationen kein Inhibitor der
Gallensalz-Exportpumpe (bile salt export pump, BSEP).

Pharmakokinetik besonderer Patientengruppen

Leberfunktionsstörung Crizotinib wird überwiegend in der Leber metabolisiert. Patienten mit leichter (entweder AST-Wert > ULN und Gesamtbilirubin ≤ ULN oder beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > ULN aber ≤ 1,5 × ULN), mäßiger (beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > 1,5 × ULN und ≤ 3 × ULN) oder schwerer (beliebiger AST-Wert und Gesamtbilirubin > 3 × ULN) Leberfunktionsstörung oder normaler Leberfunktion (AST und Gesamtbilirubin ≤ ULN) wurden basierend auf der NCI Klassifizierung als gematchte Kontrollen für eine leichte oder mäßige Leberfunktionsstörung in eine offene, nicht randomisierte klinische Studie (Studie 1012) aufgenommen.

Nach einer Dosierung von 250 mg Crizotinib zweimal täglich war die systemische Crizotinib-Exposition im Steady State bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (n = 10) ähnlich der von Patienten mit normaler Leberfunktion (n = 8), mit denselben geometrischen Mittelwerten für die Fläche unter der Plasmakonzentrations- Zeit-Kurve wie bei täglicher Exposition im Steady State (AUCdaily) und einer Cmax von 91,1 % bzw. 91,2 %. Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung wird keine Anpassung der Initialdosis empfohlen.

Nach einer Dosierung von 200 mg Crizotinib zweimal täglich war die systemische Crizotinib-Exposition bei Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung (n = 8) verglichen mit Patienten mit normaler Leberfunktion (n = 9) bei gleicher Dosisstufe höher, mit geometrischen Mittelwerten für AUCdaily und Cmax von 150 % bzw. 144 %. Bei Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung war die systemische Crizotinib-Exposition bei der Dosis von 200 mg zweimal täglich jedoch vergleichbar zu der, die bei Patienten mit normaler Leberfunktion bei einer Dosis von 250 mg zweimal täglich beobachtet wurde, mit geometrischen Mittelwerten für AUCdaily und Cmax von 114 % bzw. 109 %.

Die Parameter AUCdaily und Cmax für die systemische Crizotinib-Exposition lagen bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (n = 6), die eine Crizotinib-Dosis von 250 mg einmal täglich erhielten, bei ungefähr 64,7 % bzw. 72,6 % im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion, die eine Dosis von 250 mg zweimal täglich erhielten.

Eine Anpassung der Crizotinib-Dosierung bei Patienten mit mäßiger oder schwerer
Leberfunktionsstörung wird empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Nierenfunktionsstörung Patienten mit leichter (60 ≤ CLcr < 90 ml/min) und mäßiger (30 ≤ CLcr < 60 ml/min) Nierenfunktionsstörung wurden in die einarmigen Studien 1001 und 1005 eingeschlossen. Es wurde der Einfluss der Nierenfunktion, gemessen als CLcr zu Studienbeginn, auf die beobachteten minimalen Crizotinibkonzentrationen im Steady State (Ctrough, ss) bewertet. In Studie 1001 waren bei Patienten mit leichter (n = 35) bzw. mäßiger (n = 8) Nierenfunktionsstörung die bereinigten geometrischen Mittelwerte der Ctrough, ss von Crizotinib im Plasma um 5,1 % bzw. 11 % höher als die von Patienten mit normaler Nierenfunktion. In Studie 1005 waren bei Gruppen mit leichter (n = 191) bzw. mäßiger (n = 65) Nierenfunktionsstörung die bereinigten geometrischen Mittelwerte der Ctrough, ss von Crizotinib im Plasma um 9,1 % bzw. 15 % höher als die von Patienten mit normaler Nierenfunktion. Des Weiteren zeigte die Analyse der Populationspharmakokinetik unter Verwendung der Daten aus den Studien 1001, 1005 und 1007, dass die CLcr keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Crizotinib hatte. Aufgrund des geringen Ausmaßes der Steigerung der Crizotinib-Exposition (5 % bis 15 %) wird keine Anpassung der Initialdosis für Patienten mit leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung empfohlen.

Nach einer Einzeldosis von 250 mg Crizotinib nehmen bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (CLcr < 30 ml/min), die keine Peritoneal- oder Hämodialyse benötigen, die Crizotinib AUCinf und Cmax um 79 % bzw. 34 % zu, verglichen mit Patienten mit normaler Nierenfunktion. Eine Dosisanpassung von Crizotinib wird bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, die keine Peritoneal- oder Hämodialyse benötigen empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Pädiatrische Population bei Krebspatienten Bei einem Dosierungsschema mit 280 mg/m2 zweimal täglich (etwa das 2-fache der empfohlenen Erwachsenendosis) ist die vor der Dosierung beobachtete Crizotinib-Konzentration (Ctrough) im Steady-State, unabhängig von den Körpergewichts- Quartilen, ähnlich. Die beobachtete mittlere Ctrough im Steady-State bei Kindern und Jugendlichen, die 280 mg/m2 zweimal täglich erhielten, beträgt 482 ng/ml, während die beobachtete mittlere Ctrough im Steady-State bei erwachsenen Krebspatienten bei 250 mg zweimal täglich in verschiedenen klinischen Studien zwischen 263 und 316 ng/ml lag.

Bei Kindern und Jugendlichen hat das Körpergewicht einen signifikanten Einfluss auf die
Pharmakokinetik von Crizotinib, wobei bei Patienten mit höherem Körpergewicht geringere
Crizotinib-Expositionen beobachtet werden.

Alter Basierend auf den Analysen zur Populationspharmakokinetik der Daten von Erwachsenen aus den Studien 1001, 1005 und 1007 hat das Alter keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Crizotinib (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

Körpergewicht und Geschlecht Basierend auf den Analysen zur Populationspharmakokinetik der Daten von Erwachsenen aus den Studien 1001, 1005 und 1007 gab es keinen klinisch bedeutsamen Einfluss von Körpergewicht oder Geschlecht auf die Pharmakokinetik von Crizotinib.

Ethnische Zugehörigkeit Basierend auf den Analysen zur Populationspharmakokinetik der Daten aus den Studien 1001, 1005 und 1007 war die berechnete Fläche unter der Plasma-Konzentrations- Zeit-Kurve im Steady State (AUCss) (95%-KI) bei Patienten asiatischer Abstammung (n = 523) 23 % bis 37 % höher als bei Patienten nichtasiatischer Abstammung (n = 691).

In Studien bei Patienten mit ALK-positivem fortgeschrittenen NSCLC (n = 1 669) wurden die folgenden Nebenwirkungen mit einer absoluten Differenz von ≥ 10 % bei Patienten mit asiatischer Abstammung (n = 753) im Vergleich zu Patienten nichtasiatischer Abstammung (n = 916) berichtet: Transaminasenerhöhung, verminderter Appetit, Neutropenie und Leukopenie. Es wurden keine Nebenwirkungen mit einer absoluten Differenz von ≥ 15 % berichtet.

Ältere Patienten

In dieser Patientensubgruppe stehen nur eingeschränkte Daten zur Verfügung (siehe Abschnitte 4.2,

4.4 und 5.1). Basierend auf den Analysen zur Populationspharmakokinetik der Daten aus den Studien 1001, 1005 und 1007 hat das Alter keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Crizotinib.

Kardiale Elektrophysiologie

Das Potenzial von Crizotinib zur Verlängerung des QT-Intervalls wurde bei Patienten mit entweder ALK-positivem oder ROS1-positivem NSCLC bestimmt, die zweimal täglich 250 mg Crizotinib erhielten. Nach einer Einzeldosis und im Steady State wurden nacheinander 3 EKGs aufgenommen, um die Wirkung von Crizotinib auf das QT-Intervall zu untersuchen. Bei 34 von 1.619 Patienten (2,1%) mit mindestens 1 EKG-Ableitung nach der Baseline fand sich ein QTcF ≥ 500 ms, und 79 von 1 585 Patienten (5,0 %) mit 1 EKG-Ableitung an der Baseline und mindestens 1 EKG-Ableitung nach der Baseline hatten im Vergleich zum Ausgangswert für QTcF einen Anstieg ≥ 60 ms in der automatisch und maschinell erfassten EKG-Beurteilung (siehe Abschnitt 4.4).

Eine einarmige EKG-Substudie mit verblindeten manuellen EKG-Messungen wurde an 52 ALK-positiven NSCLC-Patienten durchgeführt, die zweimal täglich 250 mg Crizotinib erhielten. 11 (21 %) Patienten hatten im Vergleich zum Ausgangswert einen Anstieg der QTcF von ≥ 30 bis < 60 ms und 1 Patient (2 %) hatte im Vergleich zum Ausgangswert einen Anstieg der QTcF von ≥ 60 ms.

Keiner der Patienten hatte ein maximales QTcF ≥ 480 ms. Die zentrale Trendanalyse zeigte, dass alle oberen Grenzen des 90%-KI für die mittlere Veränderung (LS) im Vergleich zum Ausgangswert für QTcF an allen Zeitpunkten an Tag 1 des Zyklus 2 bei < 20 ms lagen. Eine pharmakokinetisch/ pharmakodynamische Analyse ergab einen möglichen Zusammenhang zwischen Crizotinib-Plasmakonzentrationen und QTc. Zudem wurde festgestellt, dass eine Verminderung der Herzfrequenz mit dem Anstieg der Crizotinib-Plasmakonzentration assoziiert war (siehe Abschnitt 4.4), wobei die maximale mittlere Verminderung nach 8 Stunden an Tag 1 des Zyklus 2 bei 17,8 Schlägen/Minute (bpm) lag.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In Studien an Ratten und Hunden zur Toxizität bei wiederholter Gabe über einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten betrafen die hauptsächlichen Wirkungen auf Zielorgane das gastrointestinale System (Erbrechen, Veränderungen der Fäzes, Obstipation), das hämatopoetische System (hypozelluläres Knochenmark), das kardiovaskuläre System (gemischter Ionenkanalblocker, verminderte Herzfrequenz, erniedrigter Blutdruck, erhöhter LVEDP [Left ventricular end diastolic pressure, linksventrikulärer enddiastolischer Druck], verlängerte QRS- und PR-Intervalle und verminderte kardiale Kontraktilität) oder das reproduktive System (testikuläre pachytäne Spermatozytendegeneration, Einzelzellnekrose von Ovarfollikeln). Das Expositionsniveau, bei dem keine derartigen Nebenwirkungen beobachtet wurden (No Observed Adverse Effect Levels [NOAEL]), war entweder subtherapeutisch oder betrug bis zum 1,3-fachen der humanen klinischen Exposition basierend auf AUC. Andere Ergebnisse umfassten Wirkungen auf die Leber- (Anstieg der Lebertransaminasen) und Retinafunktion sowie das Potenzial zur Phospholipidose in multiplen Organen ohne korrelierende Toxizitäten.

In vitro war Crizotinib im bakteriellen Reverse-Mutations-Test (Ames-Test) nicht mutagen. Im In-vitro-Mikronukleustest an Ovarialzellen des chinesischen Hamsters sowie in einem In-vitro-Aberrationstest an humanen Lymphozyten verursachte Crizotinib Aneuploidie. Bei zytotoxischen Konzentrationen wurde eine geringe Zunahme von strukturellen Chromosomenaberrationen in humanen Lymphozyten beobachtet. Die NOEL (No Observed Effect Levels) für die Verursachung von Aneuploidie betrugen etwa das 1,8 bis 2,1-fache der humanen klinischen Exposition basierend auf AUC.

Es wurden keine Kanzerogenitätsstudien mit Crizotinib durchgeführt.

Es wurden keine spezifischen Studien mit Crizotinib an Tieren durchgeführt, um Einflüsse auf die Fertilität zu untersuchen; basierend auf den Ergebnissen aus Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Ratten ist jedoch davon auszugehen, dass Crizotinib das Potenzial zur Beeinträchtigung der Reproduktionsfunktion und Fertilität beim Menschen hat. Bei Ratten, die über 28 Tage ≥ 50 mg/kg/Tag erhielten (etwas das 1,1 bis1,3-fache der humanen klinischen Exposition basierend auf der AUC), trat als Befund am männlichen Reproduktionstrakt auch testikuläre pachytäne Spermatozytendegeneration auf. Die Befunde am weiblichen Reproduktionstrakt bei Ratten, die 3 Tage 500 mg/kg/Tag erhielten, beinhalteten Einzelzellnekrose von Ovarfollikeln.

Bei trächtigen Ratten oder Kaninchen erwies sich Crizotinib als nicht teratogen. Bei Dosen von ≥ 50 mg/kg/Tag (etwa das 0,4 bis 0,5-fache der AUC bei der empfohlenen humanen Dosis) sind bei Ratten vermehrt Postimplantationsabgänge vorgekommen, und verringertes fetales Körpergewicht wurde an Ratten und Kaninchen bei 200 bzw. 60 mg/kg/Tag (etwa das 1,2 bis 2,0-fache der humanen menschlichen Exposition basierend auf AUC) als Nebenwirkung eingestuft.

Eine verminderte Verknöcherung der wachsenden langen Röhrenknochen wurde bei nicht-adulten
Ratten beobachtet, die über 28 Tage eine Dosis von 150 mg/kg/Tag erhielten (etwa das 3,3 bis
3,9-fache der humanen klinischen Exposition basierend auf der AUC). Andere Toxizitäten, die für
pädiatrische Patienten potenziell bedenklich sein könnten, wurden an juvenilen Tieren nicht
untersucht.

Die Ergebnisse einer In-vitro-Studie zur Phototoxizität zeigten, dass Crizotinib möglicherweise ein phototoxisches Potenzial hat.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln

Kapselinhalt
Hochdisperses Siliciumdioxid
Mikrokristalline Cellulose
Calciumhydrogenphosphat
Carboxymethylstärke- Natrium (Typ A)
Magnesiumstearat [pflanzlich]

Kapselhülle
Gelatine
Titandioxid (E 171)
Eisen(III)-oxid (E 172)

Drucktinte
Schellack (E 904)
Propylenglycol (E 1520)
Kaliumhydroxid (E 525)
Eisen(II,III)-oxid (E 172)

XALKORI 20 mg, 50 mg und 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen

Inhalt des Granulats
Stearylalkohol
Poloxamer
Saccharose
Talkum (E 553b)
Hypromellose (E 464)
Macrogol (E 1521)
Glycerylmonostearat (E 471)
mittelkettige Triglyceride

Kapselhülle
Gelatine
Titandioxid (E 171)
Brillantblau (E 133) oder Eisenoxidschwarz (E 172)

Drucktinte
Schellack (E 904)
Propylenglykol (E 1520)
Kaliumhydroxid (E 525)
Eisenoxidschwarz (E 172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln

4 Jahre

XALKORI 20 mg, 50 mg und 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

XALKORI 20 mg, 50 mg und 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen

Nicht über 25 ºC lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln

HDPE-Flaschen mit einem Polypropylenverschluss mit je 60 Hartkapseln
PVC-Folien-Blisterpackungen mit 10 Hartkapseln

Jeder Umkarton enthält 60 Hartkapseln.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

XALKORI 20 mg, 50 mg und 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen

XALKORI Granulat wird in Flaschen aus hochdichtem Polyethylen (high density polyethylene,
HDPE) mit einem kindersicheren Polypropylenverschluss und einer
Aluminiumfolie/ Polyethylen- Hitze-Induktionsversiegelung geliefert, die 60 Kapseln zum Öffnen
enthalten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial, z. B. die Kapselhülle der Darreichungsform als Granulat in Kapseln zum Öffnen ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen. Die leere(n) Kapselhülle( n) von XALKORI Granulat zur Einnahme sind im Haushaltsabfall zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

8. ZULASSUNGSNUMMER( N)

XALKORI 200 mg Hartkapseln
EU/1/12/793/001
EU/1/12/793/002

XALKORI 250 mg Hartkapseln
EU/1/12/793/003
EU/1/12/793/004

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
EU/1/12/793/005

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
EU/1/12/793/006

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
EU/1/12/793/007

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 23. Oktober 2012

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 16. Juli 2021

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel- Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANHANG II

A.HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST
B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
A.HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH ISTD.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist

XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln
Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH
Mooswaldallee 1
79108 Freiburg Im Breisgau
Deutschland

XALKORI 20 mg, 50 mg und 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Pfizer Service Company BV
Hermeslaan 11
1932 Zaventem
Belgien

B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH

Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung (siehe Anhang I: Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels, Abschnitt 4.2).

C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports (PSURs)]

Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.

D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

  • Risikomanagement- Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

  • nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel- Agentur;
  • jedes Mal wenn das Risikomanagement- System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
  • Zusätzliche Maßnahmen zur Risikominimierung Der MAH muss Inhalt und Format von Schulungsmaterial mit der zuständigen nationalen Behörde abstimmen. Der endgültige Wortlaut, der in dem Schulungsmaterial Verwendung findet, sollte mit der zugelassenen Produktinformation übereinstimmen.

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen hat sicherzustellen, dass bei der Markteinführung und danach allen medizinischen Fachkreisen, die vermutlich XALKORI anwenden und/ oder verordnen werden, Schulungsmaterial zur Verfügung gestellt wird.

Das Schulungsmaterial muss Folgendes beinhalten:

1. Fachinformation des Arzneimittels und Packungsbeilage

2. Patientenbroschüre (Text wie mit dem CHMP abgestimmt)

3. Patientenausweis (Text wie mit dem CHMP abgestimmt)

Die Informationsbroschüre für Patienten sollte folgende Kernaussagen enthalten:

  • Kurze Erläuterung zu Crizotinib und den Zweck der risikominimierenden Maßnahmen
  • Informationen zur Einnahme von Crizotinib, einschließlich Informationen darüber, was zu tun ist, wenn eine Dosis vergessen wurde
  • Beschreibung schwerwiegender Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Crizotinib, einschließlich Hinweisen zum Umgang mit solchen Nebenwirkungen und der Notwendigkeit, den Arzt sofort zu benachrichtigen, wenn der Patient Folgendes entwickelt:

o Atembeschwerden in Verbindung mit Pneumonitis/ ILD o Benommenheit, Ohnmacht, Brustbeschwerden oder unregelmäßiger Herzschlag in Verbindung mit Bradykardie, QT-Verlängerung und Herzinsuffizienz o Anomalien bei Leber-Bluttests in Verbindung mit Hepatotoxizität o Visuelle Veränderungen, einschließlich Empfehlungen zur Beurteilung visueller Symptome bei Kindern und Jugendlichen o Magenbeschwerden in Verbindung mit gastrointestinaler Perforation

  • Die Wichtigkeit, den Arzt, das Pflegepersonal oder den Apotheker zu informieren, wenn der Patient andere Arzneimittel einnimmt
  • Informationen darüber, dass Crizotinib während der Schwangerschaft nicht angewendet werden sollte und, über die Notwendigkeit, während der Behandlung eine sichere Verhütungsmethode (über orale Verhütungsmittel hinaus) anzuwenden Der Patientenausweis sollte die in der Informationsbroschüre für Patienten genannten Kernaussagen enthalten. Der entnehmbare Patientenausweis dient zur Vorlage bei Angehörigen der Gesundheitsberufe außerhalb des Behandlungsteams des Patienten.

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS

FLASCHENETIKETT

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 200 mg Hartkapseln
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Hartkapsel enthält 200 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Hartkapseln

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Zum Einnehmen

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/002

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON DER BLISTERPACKUNG

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 200 mg Hartkapseln
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Hartkapsel enthält 200 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Hartkapseln

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Zum Einnehmen

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/001

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF BLISTERPACKUNGEN ODER FOLIENSTREIFEN

BLISTERPACKUNG

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 200 mg Hartkapseln
Crizotinib

2. NAME DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG (als MAH-Logo)

3. VERFALLDATUM

Verw. bis
EXP {on multilingual packs}

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

Lot {on multilingual packs}

5. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS

FLASCHENETIKETT

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 250 mg Hartkapseln
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Hartkapsel enthält 250 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Hartkapseln

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Zum Einnehmen

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/004

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 250 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON DER BLISTERPACKUNG

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 250 mg Hartkapseln
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Hartkapsel enthält 250 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Hartkapseln

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Zum Einnehmen

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis:

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/003

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 250 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF BLISTERPACKUNGEN ODER FOLIENSTREIFEN

BLISTERPACKUNG

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 250 mg Hartkapseln
Crizotinib

2. NAME DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG (als MAH-Logo)

3. VERFALLDATUM

Verw. bis
EXP {on multilingual packs}

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

Lot {on multilingual packs}

5. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE FLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Kapsel enthält 20 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält Saccharose. Packungsbeilage beachten.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Kapseln zum Öffnen

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Kapseln nicht schlucken.

<QR-Code einfügen>
Scannen Sie für weitere Informationen den QR-Code.

URL: www.pfizer.com
Zum Einnehmen.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 ºC lagern.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/005

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 20 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE, QR-CODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS

FLASCHENETIKETT

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Kapsel enthält 20 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält Saccharose. Packungsbeilage beachten.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Kapseln zum Öffnen

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Kapseln nicht schlucken.

Zum Einnehmen.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 ºC lagern.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/005

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

Nicht zutreffend

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

Nicht zutreffend

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE FLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Kapsel enthält 50 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält Saccharose. Packungsbeilage beachten.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Kapseln zum Öffnen

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Kapseln nicht schlucken.

<QR-Code einfügen>
Scannen Sie für weitere Informationen den QR-Code.

URL: www.pfizer.com
Zum Einnehmen.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 ºC lagern.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/006

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 50 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE, QR-CODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS

FLASCHENETIKETT

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Kapsel enthält 50 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält Saccharose. Packungsbeilage beachten.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Kapseln zum Öffnen

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Kapseln nicht schlucken.

Zum Einnehmen.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 ºC lagern.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/006

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

Nicht zutreffend

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

Nicht zutreffend

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE FLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Kapsel enthält 150 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält Saccharose. Packungsbeilage beachten.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Kapseln zum Öffnen

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Kapseln nicht schlucken.

<QR-Code einfügen>
Scannen Sie für weitere Informationen den QR-Code.

URL: www.pfizer.com
Zum Einnehmen.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 ºC lagern.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/007

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

XALKORI 150 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE, QR-CODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS

FLASCHENETIKETT

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen
Crizotinib

2. WIRKSTOFF(E)

Jede Kapsel enthält 150 mg Crizotinib.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Enthält Saccharose. Packungsbeilage beachten.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

60 Kapseln zum Öffnen

5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG

Packungsbeilage beachten.

Kapseln nicht schlucken.

Zum Einnehmen.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

Verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Nicht über 25 ºC lagern.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Pfizer Europe MA EEIG
1050 Brüssel
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER( N)

EU/1/12/793/007

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

Nicht zutreffend

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

Nicht zutreffend

B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender

XALKORI 200 mg Hartkapseln XALKORI 250 mg Hartkapseln

Crizotinib

Die Wörter „Sie“ und „Ihr“ beziehen sich sowohl auf erwachsene Patienten als auch auf
Betreuungspersonen von Kindern und Jugendlichen.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist XALKORI und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von XALKORI beachten?
3. Wie sind XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist XALKORI aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist XALKORI und wofür wird es angewendet?

XALKORI ist ein Arzneimittel gegen Krebs mit dem Wirkstoff Crizotinib. Dieses wird zur Behandlung von Erwachsenen mit einer Art von Lungenkrebs, dem sogenannten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom angewendet, das bestimmte Rearrangements oder Defekte entweder in einem Gen mit dem Namen Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK) oder einem Gen mit dem Namen ROS1 aufweist.

XALKORI kann Ihnen als Erstbehandlung verschrieben werden, falls Sie an Lungenkrebs im
fortgeschrittenen Stadium leiden.

XALKORI kann Ihnen verschrieben werden, wenn Ihre Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium ist und Ihre Erkrankung durch die vorhergehende Behandlung nicht gestoppt werden konnte.

Durch XALKORI kann das Wachstum von Lungenkrebs verlangsamt oder gestoppt werden. Es kann dazu beitragen, dass sich die Tumoren verkleinern.

XALKORI wird zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen (im Alter von ≥ 1 bis < 18 Jahren) mit einer bestimmten Krebsart angewendet, die als anaplastisch- großzelliges Lymphom (ALCL) bezeichnet wird, oder einer Krebsart, die als inflammatorischer myofibroblastischer Tumor (IMT) bezeichnet wird, wenn diese bestimmte Rearrangements oder Defekte in einem Gen mit dem Namen Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK) aufweisen.

XALKORI kann Kindern und Jugendlichen zur Behandlung von ALCL verschrieben werden, wenn die Erkrankung durch die vorhergehende Behandlung nicht gestoppt werden konnte.

XALKORI kann Kindern und Jugendlichen zur Behandlung von IMT verschrieben werden, wenn die Erkrankung durch eine Operation nicht gestoppt werden konnte.

Sie sollten dieses Arzneimittel nur unter Aufsicht eines Arztes erhalten, der Erfahrung mit der Behandlung von Krebs hat. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie irgendwelche Fragen dazu haben, wie XALKORI wirkt oder warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von XALKORI beachten?

XALKORI darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Crizotinib oder einen der in Abschnitt 6. („Was XALKORI enthält“) genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie XALKORI einnehmen:

  • wenn Sie eine mittelschwere oder schwere Lebererkrankung haben.
  • wenn Sie schon einmal Beschwerden mit der Lunge hatten. Einige Lungenbeschwerden können sich während der Behandlung mit XALKORI verschlechtern, weil XALKORI während der Behandlung eine Lungenentzündung verursachen kann. Die Symptome können denen des Lungenkrebs ähnlich sein. Teilen Sie es Ihrem Arzt sofort mit, wenn bei Ihnen neue oder sich verschlechternde Symptome auftreten, einschließlich Schwierigkeiten bei der Atmung, Kurzatmigkeit oder Husten mit oder ohne Schleim oder Fieber.
  • wenn Ihnen nach einem Elektrokardiogramm (EKG) mitgeteilt wurde, dass Sie eine Anomalie in der Aufzeichnung Ihrer Herzaktivität haben, die als verlängertes QT-Intervall bezeichnet wird.
  • wenn Sie eine verminderte Herzfrequenz haben.
  • wenn Sie schon einmal Magen- oder Darmprobleme wie z. B. einen Durchbruch (Perforation) hatten, oder wenn Sie Beschwerden haben, die eine Entzündung im Bauchraum (Divertikulitis) verursachen, oder wenn der Krebs in den Bauchraum gestreut hat (Metastasen).
  • wenn Sie an Erkrankungen der Augen leiden (Sehen von Lichtblitzen, verschwommenes Sehen und Doppeltsehen).
  • wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben.
  • wenn Sie derzeit mit einem der Arzneimittel behandelt werden, die im Abschnitt „Einnahme von XALKORI zusammen mit anderen Arzneimitteln“ aufgelistet sind.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Sprechen Sie nach Einnahme von XALKORI sofort mit Ihrem Arzt:

  • wenn Sie bei sich schwere Magen- oder Bauchschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Kurzatmigkeit, beschleunigten Herzschlag, einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Sehvermögens (auf einem oder beiden Augen) oder veränderte Stuhlgewohnheiten bemerken.

Die meisten der vorhandenen Informationen stammen von erwachsenen Patienten mit einem
bestimmten Histologietyp (Gewebetyp) des ALK-positiven oder ROS1-positiven NSCLC
(Adenokarzinom). Bei anderen Histologien liegen nur begrenzte Informationen vor.

Kinder und Jugendliche

Das Anwendungsgebiet nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom sieht keine Behandlung von Kindern und Jugendlichen vor. XALKORI sollte Kindern und Jugendlichen unter Aufsicht eines Erwachsenen verabreicht werden.

Einnahme von XALKORI zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen, andere
Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden, auch wenn diese nicht verschreibungspflichtig sind,
einschließlich pflanzlicher Arzneimittel.

Insbesondere die folgenden Arzneimittel können das Risiko für Nebenwirkungen mit XALKORI
erhöhen:

  • Clarithromycin, Telithromycin, Erythromycin, Antibiotika, die zur Behandlung von bakteriellen Infektionen verwendet werden
  • Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol, Voriconazol, welche zur Behandlung von Pilzinfektionen verwendet werden
  • Atazanavir, Ritonavir, Cobicistat, welche zur Behandlung von HIV-Infektionen/ Aids verwendet werden Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von XALKORI verringern:
  • Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital, das sind Antiepileptika, die zur Behandlung von Krämpfen oder Anfällen verwendet werden
  • Rifabutin, Rifampicin, welche zur Behandlung von Tuberkulose verwendet werden
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen XALKORI kann Nebenwirkungen verstärken, die mit den folgenden Arzneimitteln einhergehen:
  • Alfentanil und andere kurzwirksame Opiate, wie z. B. Fentanyl (Schmerzmittel, die bei chirurgischen Eingriffen verwendet werden)
  • Quinidin, Digoxin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid, Verapamil, Diltiazem, welche zur Behandlung von Herzbeschwerden verwendet werden
  • Als Beta-Blocker bezeichnete Arzneimittel gegen Bluthochdruck, z. B. Atenolol, Propranolol, Labetolol
  • Pimozid, welches zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen verwendet wird
  • Metformin, welches zur Behandlung von Diabetes verwendet wird
  • Procainamid, welches zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen verwendet wird
  • Cisaprid, welches zur Behandlung von Magenbeschwerden verwendet wird
  • Ciclosporin, Sirolimus und Tacrolimus, welche bei transplantierten Patienten verwendet werden • Ergot-Alkaloide (z. B. Ergotamin, Dihydroergotamin), die zur Behandlung von Migräne verwendet werden
  • Dabigatran, ein Antikoagulans, welches verwendet wird, um die Blutgerinnung zu verlangsamen
  • Colchicin, welches zur Behandlung von Gicht verwendet wird
  • Pravastatin, welches zur Senkung des Cholesterinspiegels verwendet wird
  • Clonidin, Guanfacin, welche zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet werden
  • Mefloquin, welches zur Vorbeugung von Malaria verwendet wird
  • Pilocarpin, welches zur Glaukombehandlung verwendet wird (eine schwere Augenerkrankung) • Anticholinesterasen, welche zur Wiederherstellung der Muskelfunktion verwendet werden
  • Antipsychotika, welche zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen verwendet werden • Moxifloxacin, das zur Behandlung von bakteriellen Infektionen verwendet wird
  • Methadon, welches zur Schmerzbehandlung und zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit verwendet wird
  • Bupropion, welches zur Behandlung von Depression und zur Einstellung des Rauchens verwendet wird
  • Efavirenz, Raltegravir, welche zur Behandlung von HIV-Infektionen verwendet werden
  • Irinotecan, ein Chemotherapeutikum, welches zur Behandlung von Darm- und Rektumkarzinom verwendet wird
  • Morphin, welches zur Behandlung von akuten Schmerzen und Tumorschmerzen verwendet wird • Naloxon, welches zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit und bei der Entzugstherapie verwendet wird Diese Arzneimittel sollten während Ihrer Behandlung mit XALKORI vermieden werden.

Orale Kontrazeptiva (Verhütungsmittel zum Einnehmen)

Falls Sie während der Verwendung von oralen Kontrazeptiva XALKORI einnehmen, können diese Verhütungsmittel unwirksam sein.

Einnahme von XALKORI zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können XALKORI mit oder ohne Nahrung einnehmen; Sie sollten jedoch während der Behandlung mit XALKORI keinen Grapefruitsaft trinken oder Grapefruit essen, weil dadurch die Menge an XALKORI in Ihrem Körper verändert werden kann.

Sonnenschutz

Vermeiden Sie längere Aufenthalte in der Sonne. XALKORI kann Ihre Haut empfindlich gegenüber Sonnenlicht machen (Photosensitivität), und Sie können leichter einen Sonnenbrand bekommen. Sie sollten schützende Kleidung tragen und/oder Sonnenschutzmittel verwenden, um Ihre Haut vor Sonnenbrand zu schützen, wenn Sie sich während der Behandlung mit XALKORI im Sonnenlicht aufhalten müssen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sprechen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie schwanger sind oder stillen, denken, Sie könnten schwanger sein, oder wenn Sie planen, schwanger zu werden.

Es wird empfohlen, dass Frauen während der Behandlung mit XALKORI vermeiden, schwanger zu werden, und dass Männer vermeiden, ein Kind zu zeugen, weil dieses Arzneimittel das Baby schädigen könnte. Falls irgendeine Möglichkeit besteht, dass die Person, die dieses Arzneimittel einnimmt, schwanger wird oder ein Kind zeugen könnte, muss sie während der Behandlung und für mindestens 90 Tage nach Abschluss der Behandlung eine angemessene Verhütungsmethode anwenden, denn orale Kontrazeptiva können während der Einnahme von XALKORI unwirksam sein.

Stillen Sie nicht während der Behandlung mit XALKORI. XALKORI kann ein gestilltes Kind
schädigen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie sollten beim Fahren oder beim Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig sein, da Patienten während der Behandlung mit XALKORI an Sehstörungen, Schwindelgefühl und Müdigkeit leiden können.

XALKORI enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 200-mg- oder 250-mg-Kapsel, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie sind XALKORI 200 mg und 250 mg Hartkapseln einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Die empfohlene Dosierung bei Erwachsenen mit NSCLC ist die Einnahme von zweimal täglich 1 Kapsel zu 250 mg (Gesamtmenge 500 mg).
  • Die empfohlene Dosierung bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT ist die orale Einnahme von 280 mg/m2 zweimal täglich. Die empfohlene Dosis wird vom Arzt des Kindes berechnet und hängt von der Körperoberfläche (KOF) des Kindes ab. Die maximale Tagesdosis bei Kindern und Jugendlichen sollte 1 000 mg nicht überschreiten. XALKORI sollte unter Aufsicht von Erwachsenen verabreicht werden.
  • Nehmen Sie die empfohlene Dosis einmal am Morgen und einmal am Abend ein.
  • Nehmen Sie die Kapsel jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ein.
  • Sie können die Kapseln mit oder ohne Nahrung einnehmen, wobei Grapefruit stets zu vermeiden ist.
  • Schlucken Sie die Kapseln im Ganzen; Sie dürfen die Kapseln nicht zerdrücken, auflösen oder öffnen.

Falls erforderlich kann Ihr Arzt entscheiden, die einzunehmende Dosis zu reduzieren. Ihr Arzt kann entscheiden, die Behandlung mit XALKORI dauerhaft abzusetzen, wenn Sie XALKORI nicht vertragen.

Wenn Sie eine größere Menge von XALKORI eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie versehentlich zu viele Hartkapseln eingenommen haben. Es kann sein, dass eine medizinische Behandlung erforderlich ist.

Wenn Sie die Einnahme von XALKORI vergessen haben

Was Sie tun sollten, wenn Sie die Einnahme einer Kapsel vergessen, hängt davon ab, wie lange es noch bis zu Ihrer nächsten Dosis ist.

  • Falls die Zeit bis zur Einnahme Ihrer nächsten Dosis 6 Stunden oder mehr beträgt, nehmen Sie die vergessene Kapsel, sobald sie sich daran erinnern. Danach nehmen Sie die nächste Kapsel zur üblichen Zeit ein.
  • Falls die Zeit bis zur Einnahme Ihrer nächsten Dosis weniger als 6 Stunden beträgt, lassen Sie die vergessene Kapsel aus. Danach nehmen Sie die nächste Kapsel zur üblichen Zeit ein.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bei Ihrem nächsten Besuch über die ausgelassene Dosis.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein (2 Kapseln gleichzeitig), um eine vergessene Kapsel
nachzuholen.

Nehmen Sie keine zusätzliche Dosis ein, falls Sie sich nach der Einnahme einer Dosis XALKORI
übergeben. Nehmen Sie einfach die nächste Kapsel zur üblichen Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von XALKORI abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie XALKORI jeden Tag einnehmen, solange Ihr Arzt es Ihnen verschreibt. Wenn Sie dieses Arzneimittel nicht so wie von Ihrem Arzt verschrieben einnehmen können oder Sie meinen, dass Sie es nicht mehr benötigen, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Obwohl nicht alle Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen mit NSCLC festgestellt wurden, auch bei Kindern und Jugendlichen mit ALCL oder IMT beobachtet wurden, sollten die gleichen Nebenwirkungen, die bei erwachsenen Patienten mit Lungenkrebs auftreten, auch bei Kindern und Jugendlichen mit ALCL oder IMT berücksichtigt werden.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Sie müssen sich sofort an Ihren Arzt wenden, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachten (siehe auch Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von XALKORI beachten?“):

  • Leberversagen Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie sich müder fühlen als gewöhnlich, sich Ihre Haut und das Weiße des Auges gelb färben, Ihr Urin dunkel oder braun wird (Farbe von Tee), Sie Übelkeit, Erbrechen oder verminderten Appetit haben, Sie Schmerzen auf der rechten Bauchseite haben, Sie an Juckreiz leiden oder leichter als gewöhnlich blaue Flecken bekommen. Ihr Arzt wird möglicherweise Blutuntersuchungen durchführen, um Ihre Leberfunktion zu prüfen; falls die Werte dieser Blutuntersuchungen nicht normal sind, wird Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, die XALKORI-Dosis zu verringern oder Ihre Behandlung zu beenden.
  • Lungenentzündung Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben, insbesondere in Verbindung mit Husten oder Fieber.
  • Reduzierung der Anzahl weißer Blutkörperchen (inklusive der Neutrophilen) Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie Fieber oder eine Infektion entwickeln. Ihr Arzt wird möglicherweise Blutuntersuchungen durchführen; falls die Werte dieser Blutuntersuchungen nicht normal sind, wird Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, die XALKORI-Dosis zu reduzieren.
  • Benommenheit, Ohnmacht oder Beschwerden im Brustkorb Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn bei Ihnen diese Symptome auftreten, die Anzeichen von Veränderungen der elektrischen Aktivität (dargestellt auf dem Elektrokardiogramm) oder eines anormalen Rhythmus des Herzens sein können. Ihr Arzt wird möglicherweise Elektrokardiogramme aufnehmen, um zu prüfen, dass keine Probleme mit Ihrem Herzen während der Behandlung mit XALKORI auftreten.
  • Teilweiser oder vollständiger Verlust des Sehvermögens auf einem oder beiden Augen Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie jegliche neue Sehstörungen, jeglichen Verlust Ihres Sehvermögens oder jegliche Veränderungen der Sehkraft feststellen, wie z. B. Schwierigkeiten beim Sehen mit einem oder beiden Augen. Ihr Arzt wird die XALKORI-Therapie möglicherweise unterbrechen oder endgültig abbrechen und Sie an einen Augenarzt überweisen.

Bei Kindern und Jugendlichen, die XALKORI zur Behandlung von ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT erhalten: Ihr Arzt sollte Sie vor Beginn der Behandlung mit XALKORI und innerhalb eines Monats nach Beginn der Behandlung mit XALKORI an einen Augenarzt überweisen, um Sie auf Sehstörungen untersuchen zu lassen. Während der Behandlung mit XALKORI sollten Sie alle 3 Monate eine Augenuntersuchung durchführen lassen, bei neu auftretenden Sehstörungen jeglicher Art auch häufiger.

  • Schwere Magen- und Darmprobleme (gastrointestinal) bei Kindern und Jugendlichen mit

ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT

XALKORI kann schweren Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen verursachen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn während der Behandlung mit XALKORI Schluckbeschwerden, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Ihr Arzt kann Ihnen bei Bedarf Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen geben. Ihr Arzt kann Ihnen empfehlen, mehr Flüssigkeit zu trinken, oder er kann Ihnen Elektrolytpräparate oder andere Arten von Nahrungsergänzungsmitteln verschreiben, wenn schwerwiegende Symptome auftreten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen mit XALKORI bei Erwachsenen mit NSCLC können sein:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Sehstörungen (Sehen von Lichtblitzen, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Flusen und Doppeltsehen; diese setzen oft früh nach Behandlungsbeginn mit XALKORI ein)
  • Magenverstimmung, einschließlich Erbrechen, Durchfall und Übelkeit
  • Ödeme (übermäßige Flüssigkeit im Körpergewebe, welche zur Schwellung von Händen und Füßen führt)
  • Verstopfung
  • abnormale Werte bei Blutuntersuchungen zur Leberfunktion
  • verminderter Appetit
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Neuropathie (Gefühl von Taubheit oder Kribbeln in den Gelenken oder Extremitäten)
  • Veränderungen des Geschmackssinns
  • Bauchschmerzen
  • Verringerung der Anzahl an roten Blutzellen (Anämie)
  • Hautausschlag
  • verminderte Herzfrequenz Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
  • Verdauungsstörung
  • erhöhte Blutspiegel für Kreatinin (als möglicher Hinweis auf eine gestörte Nierenfunktion)
  • erhöhte Blutspiegel des Enzyms alkalische Phosphatase (ein Indikator für Funktionsstörung oder Verletzung eines Organs, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse, Knochen, Schilddrüse oder Gallenblase)
  • Hypophosphatämie (niedrige Phosphatspiegel im Blut, die Verwirrung oder Muskelschwäche verursachen können)
  • geschlossene Flüssigkeitssäckchen in den Nieren (Nierenzysten)
  • Ohnmacht
  • Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)
  • verminderte Testosteronspiegel (männliches Sexualhormon)
  • Herzinsuffizienz Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
  • Durchbruch (Perforation) im Magen oder Darm
  • Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensitivität)
  • Erhöhte Blutspiegel in Tests zur Überprüfung auf Muskelschädigungen (hohe Kreatinphosphokinase- Werte)

Weitere mögliche Nebenwirkungen von XALKORI bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT können sein:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • abnormale Werte bei Blutuntersuchungen zur Leberfunktion
  • Sehstörungen (Sehen von Lichtblitzen, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Flusen und Doppeltsehen; diese setzen oft früh nach Behandlungsbeginn mit XALKORI ein) • Bauchschmerzen
  • erhöhte Blutspiegel für Kreatinin (als möglicher Hinweis auf eine gestörte Nierenfunktion) • Anämie (Verringerung der Anzahl an roten Blutzellen)
  • Verringerung der Plättchenzahl in Bluttests (kann das Risiko für Blutungen und Blutergüsse erhöhen)
  • Müdigkeit
  • verminderter Appetit
  • Verstopfung
  • Ödeme (übermäßige Flüssigkeit im Körpergewebe, welche zur Schwellung von Händen und Füßen führt)
  • erhöhte Blutspiegel des Enzyms alkalische Phosphatase (ein Indikator für Funktionsstörung oder Verletzung eines Organs, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse, Knochen, Schilddrüse oder Gallenblase)
  • Neuropathie (Gefühl von Taubheit oder Kribbeln in den Gelenken oder Extremitäten)
  • Schwindel
  • Verdauungsstörungen
  • Veränderungen des Geschmackssinns
  • Hypophosphatämie (niedrige Phosphatspiegel im Blut, die Verwirrung oder Muskelschwäche verursachen können)

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Hautausschlag
  • Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist XALKORI aufzubewahren?

  • Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
  • Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ bzw. der Folie der Blisterpackung nach „Verw. bis/ EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
  • Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
  • Sie dürfen keine Packung verwenden, die beschädigt ist oder Anzeichen einer Verfälschung aufweist.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was XALKORI enthält

  • Der Wirkstoff von XALKORI ist Crizotinib.

XALKORI 200 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 200 mg Crizotinib.

XALKORI 250 mg Hartkapseln: Jede Kapsel enthält 250 mg Crizotinib.

  • Die sonstigen Bestandteile sind (siehe auch Abschnitt 2 „XALKORI enthält Natrium“):

Kapselinhalt: Hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline Cellulose,
Calciumhydrogenphosphat, Carboxymethylstärke- Natrium (Typ A), Magnesiumstearat
(pflanzlich).

Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172).

Drucktinte: Schellack (E 904), Propylenglycol (E 1520), Kaliumhydroxid (E 525), Eisen(II,III) -oxid (E 172)

Wie XALKORI aussieht und Inhalt der Packung

XALKORI 200 mg wird als Hartgelatinekapseln mit pinkfarbener Kappe und weißem Unterteil geliefert; die Kappe hat mit schwarzer Tinte den Aufdruck „Pfizer“, das Unterteil den Aufdruck „CRZ 200“.

XALKORI 250 mg wird als Hartgelatinekapseln mit pinkfarbener Kappe und pinkfarbenem Unterteil geliefert; die Kappe hat mit schwarzer Tinte den Aufdruck „Pfizer“, das Unterteil den Aufdruck „CRZ 250“.

Es ist in Blisterpackungen mit 60 Hartkapseln und in Plastikflaschen mit 60 Hartkapseln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

Hersteller

Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH
Mooswaldallee 1
79108 Freiburg Im Breisgau
Deutschland

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Luxembourg/ Luxemburg Pfizer NV/SA Tél/Tel: +32 (0)2 554 62 11Latvija Pfizer Luxembourg SARL filiāle Latvijā Tel: +371 670 35 775
България Пфайзер Люксембург САРЛ, Клон България Тел.: +359 2 970 4333 Česká republika Pfizer, spol. s r.o. Tel: +420 283 004 111Lietuva Pfizer Luxembourg SARL filialas Lietuvoje Tel: +370 5 251 4000 Magyarország Pfizer Kft. Tel.: +36 1488 37 00
Danmark Pfizer ApS Tlf.: +45 44 20 11 00Malta Vivian Corporation Ltd. Tel: +356 21344610
Deutschland PFIZER PHARMA GmbH Tel: +49 (0)30 550055-51000Nederland Pfizer bv Tel: +31 (0)800 63 34 636
Eesti Pfizer Luxembourg SARL Eesti filiaal Tel: +372 666 7500Norge Pfizer AS Tlf: +47 67 52 61 00
Ελλάδα Pfizer Ελλάς A.E. Τηλ: +30 210 6785800Österreich Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H. Tel: +43 (0)1 521 15-0
España Pfizer, S.L. Tel: +34 91 490 99 00Polska Pfizer Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 335 61 00
France Pfizer Tél: +33 (0)1 58 07 34 40Portugal Laboratórios Pfizer, Lda. Tel: +351 21 423 5500
Hrvatska Pfizer Croatia d.o.o. Tel: +385 1 3908 777România Pfizer Romania S.R.L. Tel: +40 (0) 21 207 28 00
Ireland Pfizer Healthcare Ireland Unlimited Company Tel: +1800 633 363 (toll free) Tel: +44 (0)1304 616161Slovenija Pfizer Luxembourg SARL Pfizer, podružnica za svetovanje s področja farmacevtske dejavnosti, Ljubljana Tel: +386 (0)1 52 11 400
Ísland Icepharma hf. Sími: +354 540 8000Slovenská republika Pfizer Luxembourg SARL, organizačná zložka Tel: +421 2 3355 5500
Italia Pfizer S.r.l. Tel: +39 06 33 18 21Suomi/Finland Pfizer Oy Puh/Tel: +358 (0)9 430 040
Kύπρος Pfizer Ελλάς Α.Ε. (Cyprus Branch) Τηλ: +357 22817690Sverige Pfizer AB Tel: +46 (0)8 550 520 00

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM.JJJJ}.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel- Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen

Crizotinib

Die Wörter „Sie“ und „Ihr“ beziehen sich sowohl auf Patienten als auch auf
Betreuungspersonen von Kindern und Jugendlichen.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist XALKORI und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von XALKORI beachten?
3. Wie ist XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist XALKORI aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
7. Gebrauchsanweisung

1. Was ist XALKORI und wofür wird es angewendet?

XALKORI ist ein Arzneimittel gegen Krebs mit dem Wirkstoff Crizotinib. Dieses wird zur Behandlung von Erwachsenen mit einer Art von Lungenkrebs, dem sogenannten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom angewendet, das bestimmte Rearrangements oder Defekte entweder in einem Gen mit dem Namen Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK) oder einem Gen mit dem Namen ROS1 aufweist.

XALKORI wird zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen (im Alter von ≥ 1 bis < 18 Jahren) mit einer bestimmten Krebsart angewendet, die als anaplastisch- großzelliges Lymphom (ALCL) bezeichnet wird, oder einer Krebsart, die als inflammatorischer myofibroblastischer Tumor (IMT) bezeichnet wird, wenn diese bestimmte Rearrangements oder Defekte in einem Gen mit dem Namen Anaplastische- Lymphom-Kinase (ALK) aufweisen.

XALKORI kann Kindern und Jugendlichen zur Behandlung von ALCL verschrieben werden, wenn die Erkrankung durch die vorhergehende Behandlung nicht gestoppt werden konnte.

XALKORI kann Kindern und Jugendlichen zur Behandlung von IMT verschrieben werden, wenn die Erkrankung durch eine Operation nicht gestoppt werden konnte.

Sie sollten dieses Arzneimittel nur unter Aufsicht eines Arztes erhalten, der Erfahrung mit der Behandlung von Krebs hat. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie irgendwelche Fragen dazu haben, wie XALKORI wirkt oder warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von XALKORI beachten?

XALKORI darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Crizotinib oder einen der in Abschnitt 6. („Was XALKORI enthält“) genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie XALKORI einnehmen:

  • wenn Sie eine mittelschwere oder schwere Lebererkrankung haben.
  • wenn Sie schon einmal Beschwerden mit der Lunge hatten. Einige Lungenbeschwerden können sich während der Behandlung mit XALKORI verschlechtern, weil XALKORI während der Behandlung eine Lungenentzündung verursachen kann. Teilen Sie es Ihrem Arzt sofort mit, wenn bei Ihnen neue oder sich verschlechternde Symptome auftreten, einschließlich Schwierigkeiten bei der Atmung, Kurzatmigkeit oder Husten mit oder ohne Schleim oder Fieber.
  • wenn Ihnen nach einem Elektrokardiogramm (EKG) mitgeteilt wurde, dass Sie eine Anomalie in der Aufzeichnung Ihrer Herzaktivität haben, die als verlängertes QT-Intervall bezeichnet wird.
  • wenn Sie eine verminderte Herzfrequenz haben.
  • wenn Sie schon einmal Magen- oder Darmprobleme wie z. B. einen Durchbruch (Perforation) hatten, oder wenn Sie Beschwerden haben, die eine Entzündung im Bauchraum (Divertikulitis) verursachen, oder wenn der Krebs in den Bauchraum gestreut hat (Metastasen).
  • wenn Sie an Erkrankungen der Augen leiden (Sehen von Lichtblitzen, verschwommenes Sehen und Doppeltsehen).
  • wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben.
  • wenn Sie derzeit mit einem der Arzneimittel behandelt werden, die im Abschnitt „Einnahme von XALKORI zusammen mit anderen Arzneimitteln“ aufgelistet sind.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Sprechen Sie nach Einnahme von XALKORI sofort mit Ihrem Arzt:

  • wenn Sie bei sich schwere Magen- oder Bauchschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Kurzatmigkeit, beschleunigten Herzschlag, einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Sehvermögens (auf einem oder beiden Augen) oder veränderte Stuhlgewohnheiten bemerken.

Kinder und Jugendliche

Das Anwendungsgebiet nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom sieht keine Behandlung von Kindern und Jugendlichen vor. Kinder unter einem Alter von 1 Jahr mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT dürfen nicht mit diesem Arzneimittel behandelt werden. XALKORI sollte Kindern und Jugendlichen unter Aufsicht eines Erwachsenen verabreicht werden.

Einnahme von XALKORI zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn diese nicht verschreibungspflichtig sind, einschließlich pflanzlicher Arzneimittel.

Insbesondere die folgenden Arzneimittel können das Risiko von Nebenwirkungen mit XALKORI
erhöhen:

  • Clarithromycin, Telithromycin, Erythromycin, Antibiotika, die zur Behandlung von bakteriellen Infektionen verwendet werden
  • Ketoconazol, Itraconazol, Posaconazol, Voriconazol, welche zur Behandlung von Pilzinfektionen verwendet werden
  • Atazanavir, Ritonavir, Cobicistat, welche zur Behandlung von HIV-Infektionen/ Aids verwendet werden Die folgenden Arzneimittel können die Wirksamkeit von XALKORI verringern:
  • Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital, das sind Antiepileptika, die zur Behandlung von Krämpfen oder Anfällen verwendet werden
  • Rifabutin, Rifampicin, welche zur Behandlung von Tuberkulose verwendet werden
  • Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen XALKORI kann Nebenwirkungen verstärken, die mit den folgenden Arzneimitteln einhergehen:
  • Alfentanil und andere kurzwirksame Opiate, wie z. B. Fentanyl (Schmerzmittel, die bei chirurgischen Eingriffen verwendet werden)
  • Quinidin, Digoxin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid, Verapamil, Diltiazem, welche zur Behandlung von Herzbeschwerden verwendet werden
  • Als Beta-Blocker bezeichnete Arzneimittel gegen Bluthochdruck, z. B. Atenolol, Propranolol, Labetolol
  • Pimozid, welches zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen verwendet wird
  • Metformin, welches zur Behandlung von Diabetes verwendet wird
  • Procainamid, welches zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen verwendet wird
  • Cisaprid, welches zur Behandlung von Magenbeschwerden verwendet wird
  • Ciclosporin, Sirolimus und Tacrolimus, welche bei transplantierten Patienten verwendet werden
  • Ergot-Alkaloide (z. B. Ergotamin, Dihydroergotamin), die zur Behandlung von Migräne verwendet werden
  • Dabigatran, ein Antikoagulans, welches verwendet wird, um die Blutgerinnung zu verlangsamen
  • Colchicin, welches zur Behandlung von Gicht verwendet wird
  • Pravastatin, welches zur Senkung des Cholesterinspiegels verwendet wird
  • Clonidin, Guanfacin, welche zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet werden
  • Mefloquin, welches zur Vorbeugung von Malaria verwendet wird
  • Pilocarpin, welches zur Glaukombehandlung verwendet wird (eine schwere Augenerkrankung)
  • Anticholinesterasen, welche zur Wiederherstellung der Muskelfunktion verwendet werden
  • Antipsychotika, welche zur Behandlung vonpsychiatrische Erkrankungen verwendet werden • Moxifloxacin, das zur Behandlung von bakteriellen Infektionen verwendet wird
  • Methadon, welches zur Schmerzbehandlung und zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit verwendet wird
  • Bupropion, welches zur Behandlung von Depression und zur Einstellung des Rauchens verwendet wird
  • Efavirenz, Raltegravir, welche zur Behandlung von HIV-Infektionen verwendet werden
  • Irinotecan, ein Chemotherapeutikum, welches zur Behandlung von Darm- und Rektumkarzinom verwendet wird
  • Morphin, welches zur Behandlung von akuten Schmerzen und Tumorschmerzen verwendet wird
  • Naloxon, welches zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit und bei der Entzugstherapie verwendet wird Diese Arzneimittel sollten während Ihrer Behandlung mit XALKORI vermieden werden.

Orale Kontrazeptiva (Verhütungsmittel zum Einnehmen)

Falls Sie während der Verwendung von oralen Kontrazeptiva XALKORI einnehmen, können diese Verhütungsmittel unwirksam sein.

Einnahme von XALKORI zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie können XALKORI entweder nach einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen einnehmen. Streuen Sie XALKORI Granulat nicht auf Nahrungsmittel. Sie sollten während der Behandlung mit XALKORI keinen Grapefruitsaft trinken oder Grapefruit essen, weil dadurch die Menge an XALKORI in Ihrem Körper verändert werden kann.

Sonnenschutz

Vermeiden Sie längere Aufenthalte in der Sonne. XALKORI kann Ihre Haut empfindlich gegenüber Sonnenlicht machen (Photosensitivität), und Sie können leichter einen Sonnenbrand bekommen. Sie sollten schützende Kleidung tragen und/oder Sonnenschutzmittel verwenden, um Ihre Haut vor Sonnenbrand zu schützen, wenn Sie sich während der Behandlung mit XALKORI im Sonnenlicht aufhalten müssen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sprechen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie
schwanger sind, schwanger werden könnten oder stillen.

Es wird empfohlen, dass Frauen während der Behandlung mit XALKORI vermeiden, schwanger zu werden, und dass Männer vermeiden, ein Kind zu zeugen, weil dieses Arzneimittel das Baby schädigen könnte. Falls irgendeine Möglichkeit besteht, dass die Person, die dieses Arzneimittel einnimmt, schwanger wird oder ein Kind zeugen könnte, muss sie während der Behandlung und für mindestens 90 Tage nach Abschluss der Behandlung eine angemessene Verhütungsmethode anwenden, denn orale Kontrazeptiva können während der Einnahme von XALKORI unwirksam sein.

Stillen Sie nicht während der Behandlung mit XALKORI. XALKORI kann ein gestilltes Kind
schädigen.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie sollten beim Fahren oder beim Bedienen von Maschinen besonders vorsichtig sein, da Patienten während der Behandlung mit XALKORI an Sehstörungen, Schwindelgefühl und Müdigkeit leiden können.

XALKORI enthält Saccharose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3. Wie ist XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Die empfohlene Dosierung bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT ist die orale Einnahme von 280 mg/m2 zweimal täglich. Die empfohlene Dosis wird vom Arzt des Kindes berechnet und hängt von der Körperoberfläche (KOF) des Kindes ab. Die maximale Tagesdosis bei Kindern und Jugendlichen sollte 1 000 mg nicht überschreiten. XALKORI sollte unter Aufsicht von Erwachsenen verabreicht werden.
  • Verabreichen Sie die empfohlene Dosis einmal am Morgen und einmal am Abend.
  • Verabreichen Sie das Granulat jeden Tag etwa zur gleichen Zeit.
  • Das Granulat sollte über den Mund verabreicht werden. Es sollte nicht zerdrückt, gekaut oder auf Nahrungsmittel gestreut werden.
  • Die Kapselhülle darf nicht geschluckt werden.

Art der Anwendung

Ausführliche Anweisungen zur Verabreichung von XALKORI Granulat finden Sie in Abschnitt 7
„Gebrauchsanweisung“ am Ende dieser Packungsbeilage.

  • Halten Sie die Kapsel so, dass der Schriftzug „Pfizer“ nach oben zeigt, und klopfen Sie gegen die Kapsel, um sicherzustellen, dass sich das gesamte Granulat in der unteren Hälfte der Kapsel befindet.
  • Drücken Sie das Unterteil der Kapsel leicht zusammen.
  • Drehen Sie den oberen Teil der Kapsel ab.
  • Geben Sie das Granulat unmittelbar in den Mund des Kindes ODER auf einen Löffel oder in einen Medikamentenbecher und anschließend in den Mund des Kindes.
  • Klopfen Sie gegen die geöffnete Kapsel, um sicherzustellen, dass das gesamte Granulat verabreicht wurde.
  • Wenn nicht die gesamte Dosis auf einmal eingenommen werden kann, geben Sie sie portionsweise, bis die gesamte Dosis eingenommen wurde.
  • Lassen Sie das Kind unmittelbar nach der Einnahme etwas Wasser trinken, um sicherzugehen, dass das gesamte Granulat geschluckt wurde.
  • Nachdem das Granulat geschluckt wurde, können andere Flüssigkeiten oder Nahrungsmittel gegeben werden, außer Grapefruitsaft und Grapefruit.

Falls erforderlich kann Ihr Arzt entscheiden, die einzunehmende Dosis zu reduzieren. Ihr Arzt kann entscheiden, die Behandlung mit XALKORI dauerhaft abzusetzen, wenn Sie XALKORI nicht vertragen.

Wenn Sie eine größere Menge von XALKORI eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie versehentlich zu viele Kapseln
eingenommen haben. Es kann sein, dass eine medizinische Behandlung erforderlich ist.

Wenn Sie die Einnahme von XALKORI vergessen haben

Was Sie tun sollten, wenn Sie die Einnahme einer Kapsel vergessen, hängt davon ab, wie lange es noch bis zu Ihrer nächsten Dosis ist.

  • Falls die Zeit bis zur Einnahme Ihrer nächsten Dosis 6 Stunden oder mehr beträgt, nehmen Sie die vergessene Kapsel, sobald sie sich daran erinnern. Danach nehmen Sie die nächste Kapsel zur üblichen Zeit ein.
  • Falls die Zeit bis zur Einnahme Ihrer nächsten Dosis weniger als 6 Stunden beträgt, lassen Sie die vergessene Kapsel aus. Danach nehmen Sie die nächste Kapsel zur üblichen Zeit ein.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bei Ihrem nächsten Besuch über die ausgelassene Dosis.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Kapsel nachzuholen.

Nehmen Sie keine zusätzliche Dosis ein, falls Sie sich nach der Einnahme einer Dosis XALKORI
übergeben. Nehmen Sie einfach die nächste Kapsel zur üblichen Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von XALKORI abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie XALKORI jeden Tag einnehmen, solange Ihr Arzt es Ihnen verschreibt. Wenn Sie dieses Arzneimittel nicht so wie von Ihrem Arzt verschrieben einnehmen können oder Sie meinen, dass Sie es nicht mehr benötigen, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt
oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Obwohl nicht alle Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen mit NSCLC festgestellt wurden, auch bei Kindern und Jugendlichen mit ALCL oder IMT beobachtet wurden, sollten die gleichen Nebenwirkungen, die bei erwachsenen Patienten mit Lungenkrebs auftreten, auch bei Kindern und Jugendlichen mit ALCL oder IMT berücksichtigt werden.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Sie müssen sich sofort an Ihren Arzt wenden, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachten (siehe auch Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von XALKORI beachten?“):

  • Leberversagen Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie sich müder fühlen als gewöhnlich, sich Ihre Haut und das Weiße des Auges gelb färben, Ihr Urin dunkel oder braun wird (Farbe von Tee), Sie Übelkeit, Erbrechen oder verminderten Appetit haben, Sie Schmerzen auf der rechten Bauchseite haben, Sie an Juckreiz leiden oder leichter als gewöhnlich blaue Flecken bekommen. Ihr Arzt wird möglicherweise Blutuntersuchungen durchführen, um Ihre Leberfunktion zu prüfen; falls die Werte dieser Blutuntersuchungen nicht normal sind, wird Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, die XALKORI-Dosis zu verringern oder Ihre Behandlung zu beenden.
  • Lungenentzündung Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben, insbesondere in Verbindung mit Husten oder Fieber.
  • Reduzierung der Anzahl weißer Blutkörperchen (inklusive der Neutrophilen) Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie Fieber oder eine Infektion entwickeln. Ihr Arzt wird möglicherweise Blutuntersuchungen durchführen; falls die Werte dieser Blutuntersuchungen nicht normal sind, wird Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, die XALKORI-Dosis zu reduzieren.
  • Benommenheit, Ohnmacht oder Beschwerden im Brustkorb Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn bei Ihnen diese Symptome auftreten, die Anzeichen von Veränderungen der elektrischen Aktivität (dargestellt auf dem Elektrokardiogramm) oder eines anormalen Rhythmus des Herzens sein können. Ihr Arzt wird möglicherweise Elektrokardiogramme aufnehmen, um zu prüfen, dass keine Probleme mit Ihrem Herzen während der Behandlung mit XALKORI auftreten.
  • Teilweiser oder vollständiger Verlust des Sehvermögens auf einem oder beiden Augen Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie jegliche neue Sehstörungen, jeglichen Verlust Ihres Sehvermögens oder jegliche Veränderungen der Sehkraft feststellen, wie z. B.

Schwierigkeiten beim Sehen mit einem oder beiden Augen. Ihr Arzt wird die
XALKORI-Therapie möglicherweise unterbrechen oder endgültig abbrechen und Sie an
einen Augenarzt überweisen.

Bei Kindern und Jugendlichen, die XALKORI zur Behandlung von ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT erhalten: Ihr Arzt sollte Sie vor Beginn der Behandlung mit XALKORI und innerhalb eines Monats nach Beginn der Behandlung mit XALKORI an einen Augenarzt überweisen, um Sie auf Sehstörungen untersuchen zu lassen. Während der Behandlung mit XALKORI sollten Sie alle 3 Monate eine Augenuntersuchung durchführen lassen, bei neu auftretenden Sehstörungen jeglicher Art auch häufiger.

  • Schwere Magen- und Darmprobleme (gastrointestinal) bei Kindern und Jugendlichen

mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT

XALKORI kann schweren Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen verursachen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn während der Behandlung mit XALKORI Schluckbeschwerden, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Ihr Arzt kann Ihnen bei Bedarf Arzneimittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen geben. Ihr Arzt kann Ihnen empfehlen, mehr Flüssigkeit zu trinken, oder er kann Ihnen Elektrolytpräparate oder andere Arten von Nahrungsergänzungsmitteln verschreiben, wenn schwerwiegende Symptome auftreten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen mit XALKORI bei Erwachsenen mit NSCLC können sein:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Sehstörungen (Sehen von Lichtblitzen, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Flusen und Doppeltsehen; diese setzen oft früh nach Behandlungsbeginn mit XALKORI ein) • Magenverstimmung, einschließlich Erbrechen, Durchfall und Übelkeit
  • Ödeme (übermäßige Flüssigkeit im Körpergewebe, welche zur Schwellung von Händen und Füßen führt)
  • Verstopfung
  • abnormale Werte bei Blutuntersuchungen zur Leberfunktion
  • verminderter Appetit
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Neuropathie (Gefühl von Taubheit oder Kribbeln in den Gelenken oder Extremitäten)
  • Veränderungen des Geschmackssinns
  • Bauchschmerzen
  • Verringerung der Anzahl an roten Blutzellen (Anämie)
  • Hautausschlag
  • verminderte Herzfrequenz Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
  • Verdauungsstörung
  • erhöhte Blutspiegel für Kreatinin (als möglicher Hinweis auf eine gestörte Nierenfunktion)
  • erhöhte Blutspiegel des Enzyms alkalische Phosphatase (ein Indikator für Funktionsstörung oder Verletzung eines Organs, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse, Knochen, Schilddrüse oder Gallenblase)
  • Hypophosphatämie (niedrige Phosphatspiegel im Blut, die Verwirrung oder Muskelschwäche verursachen können)
  • geschlossene Flüssigkeitssäckchen in den Nieren (Nierenzysten)
  • Ohnmacht
  • Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)
  • verminderte Testosteronspiegel (männliches Sexualhormon)
  • Herzinsuffizienz Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
  • Durchbruch (Perforation) im Magen oder Darm
  • Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensitivität)
  • Erhöhte Blutspiegel in Tests zur Überprüfung auf Muskelschädigungen (hohe Kreatinphosphokinase- Werte)

Weitere mögliche Nebenwirkungen von XALKORI bei Kindern und Jugendlichen mit ALK-positivem ALCL oder ALK-positivem IMT können sein:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • abnormale Werte bei Blutuntersuchungen zur Leberfunktion
  • Sehstörungen (Sehen von Lichtblitzen, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Flusen und Doppeltsehen; diese setzen oft früh nach Behandlungsbeginn mit XALKORI ein) • Bauchschmerzen
  • erhöhte Blutspiegel für Kreatinin (als möglicher Hinweis auf eine gestörte Nierenfunktion) • Anämie (Verringerung der Anzahl an roten Blutzellen)
  • Verringerung der Plättchenzahl in Bluttests (kann das Risiko für Blutungen und Blutergüsse erhöhen)
  • Müdigkeit
  • verminderter Appetit
  • Verstopfung
  • Ödeme (übermäßige Flüssigkeit im Körpergewebe, welche zur Schwellung von Händen und Füßen führt)
  • erhöhte Blutspiegel des Enzyms alkalische Phosphatase (ein Indikator für Funktionsstörung oder Verletzung eines Organs, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse, Knochen, Schilddrüse oder Gallenblase)
  • Neuropathie (Gefühl von Taubheit oder Kribbeln in den Gelenken oder Extremitäten)
  • Schwindel
  • Verdauungsstörung
  • Veränderungen des Geschmackssinns
  • Hypophosphatämie (niedrige Phosphatspiegel im Blut, die Verwirrung oder Muskelschwäche verursachen können)

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Hautausschlag
  • Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal . Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist XALKORI aufzubewahren?

  • Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
  • Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
  • Nicht über 25 ºC lagern.
  • Sie dürfen keine Packung verwenden, die beschädigt ist oder Anzeichen einer Verfälschung aufweist.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Entsorgen Sie die leere(n) Kapselhülle( n) von XALKORI Granulat zur Einnahme im Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was XALKORI enthält

  • Der Wirkstoff von XALKORI ist Crizotinib.

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen: Jede Kapsel enthält 20 mg Crizotinib.

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen: Jede Kapsel enthält 50 mg Crizotinib.

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen: Jede Kapsel enthält 150 mg Crizotinib.

  • Die sonstigen Bestandteile sind (siehe auch Abschnitt 2 „XALKORI enthält Saccharose“):

Inhalt des Granulats: Stearylalkohol, Poloxamer, Saccharose, Talkum (E 553b), Hypromellose (E 464), Macrogol (E 1521), Glycerylmonostearat (E 471), mittelkettige Triglyceride.

Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Brillantblau (E 133) oder Eisenoxidschwarz (E
172).

Drucktinte: Schellack (E 904), Propylenglykol (E 1520), Kaliumhydroxid (E 525),
Eisenoxidschwarz (E 172).

Wie XALKORI aussieht und Inhalt der Packung

XALKORI Granulat ist weiß bis cremefarben in Kapseln zum Öffnen.

XALKORI 20 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen besteht aus einer hellblauen Kappe mit dem
Aufdruck „Pfizer“ in schwarzer Tinte und einem weißen Unterteil mit dem Aufdruck „CRZ 20“ in
schwarzer Tinte.

XALKORI 50 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen besteht aus einer grauen Kappe mit dem Aufdruck „Pfizer“ in schwarzer Tinte und einem hellgrauen Unterteil mit dem Aufdruck „CRZ 50“ in schwarzer Tinte.

XALKORI 150 mg Granulat in Kapseln zum Öffnen besteht aus einer hellblauen Kappe mit dem Aufdruck „Pfizer“ in schwarzer Tinte und einem hellblauen Unterteil mit dem Aufdruck „CRZ 150“ in schwarzer Tinte.

Es ist in Plastikflaschen mit 60 Kapseln zum Öffnen erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 17
1050 Brüssel
Belgien

Hersteller

Pfizer Service Company BV
Hermeslaan 11
1932 Zaventem
Belgien
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Luxembourg/ Luxemburg Pfizer NV/SA Tél/Tel: +32 (0)2 554 62 11Latvija Pfizer Luxembourg SARL filiāle Latvijā Tel: +371 670 35 775
България Пфайзер Люксембург САРЛ, Клон България Тел.: +359 2 970 4333Lietuva Pfizer Luxembourg SARL filialas Lietuvoje Tel: +370 5 251 4000
Česká republika Pfizer, spol. s r.o. Tel: +420 283 004 111Magyarország Pfizer Kft. Tel.: +36 1488 37 00
Danmark Pfizer ApS Tlf.: +45 44 20 11 00Malta Vivian Corporation Ltd. Tel: +356 21344610
Deutschland PFIZER PHARMA GmbH Tel: +49 (0)30 550055-51000Nederland Pfizer bv Tel: +31 (0)800 63 34 636
Eesti Pfizer Luxembourg SARL Eesti filiaal Tel: +372 666 7500Norge Pfizer AS Tlf: +47 67 52 61 00
Ελλάδα Pfizer Ελλάς A.E. Τηλ: +30 210 6785800Österreich Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H. Tel: +43 (0)1 521 15-0
España Pfizer, S.L. Tel: +34 91 490 99 00Polska Pfizer Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 335 61 00
France Pfizer Tél: +33 (0)1 58 07 34 40Portugal Laboratórios Pfizer, Lda. Tel: +351 21 423 5500
Hrvatska Pfizer Croatia d.o.o. Tel: +385 1 3908 777România Pfizer Romania S.R.L. Tel: +40 (0) 21 207 28 00
Ireland Pfizer Healthcare Ireland Unlimited Company Tel: +1800 633 363 (toll free) Tel: +44 (0)1304 616161Slovenija Pfizer Luxembourg SARL Pfizer, podružnica za svetovanje s področja farmacevtske dejavnosti, Ljubljana Tel: +386 (0)1 52 11 400
Ísland Icepharma hf. Sími: +354 540 8000Slovenská republika Pfizer Luxembourg SARL, organizačná zložka Tel: +421 2 3355 5500
Italia Pfizer S.r.l. Tel: +39 06 33 18 21 Kύπρος Pfizer Ελλάς Α.Ε. (Cyprus Branch) Τηλ: +357 22817690Suomi/Finland Pfizer Oy Puh/Tel: +358 (0)9 430 040 Sverige Pfizer AB Tel: +46 (0)8 550 520 00

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM.JJJJ}.

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel und Informationen in verschiedenen Sprachen sind nach dem Scannen des auf dem Umkarton abgedruckten QR-Codes mit einem mobilen Gerät verfügbar.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel- Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

7. Gebrauchsanweisung

Lesen Sie den gesamten Abschnitt 7 durch, bevor Sie XALKORI Granulat in Kapseln zum Öffnen
verwenden.

Erforderliches Zubehör für die Verabreichung von XALKORI Granulat:

  • XALKORI Granulat in Kapsel(n), wie von Ihrem Arzt verordnet.
  • Ein optionaler, vom Anwender des Arzneimittels bereitgehaltener Löffel oder Medikamentenbecher.

Vorbereitung des XALKORI Granulats (Schritte 1 bis 3):

Schritt 1 Entnehmen Sie der/den einzelnen Flasche(n) die jeweilige Anzahl an Kapseln, die für die verordnete Dosis XALKORI Granulat erforderlich sind.

Schritt 2• •Halten Sie eine Kapsel mit dem Aufdruck „Pfizer“ nach oben zeigend fest. Klopfen Sie gegen die Kapsel, um sicherzustellen, dass das Granulat in der Kapsel nach unten fällt. Drücken Sie das Unterteil der Kapsel leicht zusammen, um das Oberteil vom Unterteil zu lösen.
Verabreichung des XALKORI Granulats (Schritt 4): aufSchritt 3 2 unterschiedliche Artenentgegengesetzte Richtungen und ziehen Sie sie auseinander, um die Kapsel zuHalten Sie das Oberteil und das Unterteil der Kapsel fest, drehen Sie sie in verabreicht werden.öffnen. Das Granulat zur Einnahme kann Ihrem Kind
(Unmittelbar in den Mund des Kindes)Möglichkeit 1• • • •Geben Sie Ihrem Kind das gesamte Granulat aus 1 Kapsel unmittelbar in den Mund. Klopfen Sie mit einem Finger leicht gegen das Unterteil der Kapsel, um jegliches Granulat aus der Kapsel zu lösen. Geben Sie Ihrem Kind unmittelbar nach der Verabreichung von XALKORI Granulat ausreichend Wasser zu trinken, um sicherzustellen, dass das gesamt Granulat geschluckt wird. Wenn für die verordnete Dosis mehr als 1 Kapsel erforderlich ist, wiederholen Sie die vorhergehenden Schritte zum Öffnen und Verabreichen des Granulats, gefolgt von Wasser.
Schritt 4• • •Geben der/den Dosis eine Geben Sie das Granulat aus der Dosierhilfe in den Mund Ihres Kindes. Geben Sie Ihrem Kind unmittelbar nach der Verabreichung von XALKORI Granulat ausreichend Wasser zu trinken, um sicherzustellen, dass das gesamt Granulat geschluckt wird.Sie das Granulat aus für die verordnete erforderlichen Kapsel(n) in trockene Dosierhilfe.
(Verabreichung mit einer Dosierhilfe)Möglichkeit 2

Wenn Ihr Kind nicht die gesamte Dosis auf einmal einnehmen kann, verabreichen Sie das Granulat zur Einnahme in für Ihr Kind geeigneten Portionen, gefolgt von Wasser, bis die gesamte verordnete Dosis eingenommen wurde.

Nach Abschluss von Schritt 4 können andere Flüssigkeiten oder Nahrungsmittel gegeben werden,
außer Grapefruitsaft und Grapefruit.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie die verordnete Dosis XALKORI Granulat vorbereiten und Ihrem Kind verabreichen sollen.