Siklos – Beipackzettel (Fach- und Gebrauchsinformation)
ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Siklos 100 mg Filmtablette.
Siklos 1 000 mg Filmtablette.
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Siklos 100 mg Filmtablette
1 Tablette enthält 100 mg Hydroxycarbamid.
Siklos 1 000 mg Filmtablette
1 Tablette enthält 1 000 mg Hydroxycarbamid.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette).
Siklos 100 mg Filmtablette.
Weißliche längliche Filmtablette mit einer Bruchrille auf beiden Seiten.
Die Tablette kann in zwei gleiche Teile geteilt werden. In jede Hälfte der Tablette ist auf einer Seite ein „H“ eingeprägt.
Siklos 1 000 mg Filmtablette.
Weißliche kapselförmige Filmtablette mit drei Bruchrillen auf beiden Seiten.
Die Tablette kann in vier gleiche Teile geteilt werden. In jede Viertel ist auf einer Seite ein „T“
eingeprägt.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Siklos ist indiziert zur Prävention rekurrierender schmerzhafter vasookklusiver Krisen einschließlich akutem Thoraxsyndrom bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 2 Jahren mit symptomatischer Sichelzellanämie. (siehe Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
Die Behandlung mit Siklos sollte von einem Arzt eingeleitet werden, der über Erfahrung mit der
Behandlung von Patienten mit Sichelzellanämie verfügt.
Dosierung
Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 2 Jahren
Die Dosierung sollte anhand des Körpergewichts (KG) des Patienten festgelegt werden.
Die Anfangsdosis Hydroxycarbamid beträgt 15 mg/kg KG, und die übliche Dosis liegt zwischen 15 und 30 mg/kg KG/Tag.
Solange der Patient entweder klinisch oder hämatologisch (z.B. Anstieg von Hämoglobin F (HbF), mittlerem korpuskulärem Volumen (MCV), Abnahme der Neurophilenzahl) anspricht, sollte die Dosis von Siklos beibehalten werden.
Wenn der Patient nicht anspricht (Wiederauftreten von Krisen oder keine Reduktion der Krisenhäufigkeit) kann die Tagesdosis in Schritten von 2,5 bis 5 mg/kg KG/Tag unter Verwendung der geeignetsten Stärke erhöht werden.
Unter außergewöhnlichen Umständen kann unter enger hämatologischer Überwachung eine
Höchstdosis von 35 mg/kg KG/Tag gerechtfertigt sein (siehe Abschnitt 4.4).
Wenn ein Patient auf die Höchstdosis Hydroxycarbamid (35 mg/kg KG/Tag), die er über einen
Zeitraum von drei bis sechs Monaten erhalten hat, nicht anspricht, sollte in Erwägung gezogen
werden, Siklos dauerhaft abzusetzen.
Wenn die Blutwerte im toxischen Bereich liegen, sollte Siklos vorübergehend abgesetzt werden, bis die Blutwerte sich erholt haben. Die hämatologische Erholung erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Die Behandlung kann dann mit einer reduzierten Dosis wieder aufgenommen werden. Die Siklos-Dosis kann dann unter enger hämatologischer Überwachung wieder erhöht werden. Eine Dosis, die hämatologische Toxizität bewirkt, sollte nicht mehr als zweimal versuchsweise eingesetzt werden.
Der toxische Bereich kann mit den folgenden Blutwerten abgegrenzt werden:
| Neutrophile | < 1 500/mm 3 |
| Thrombozyten < 80 000/mm | 3 |
| Hämoglobin | < 4.5 g/dL |
| Retikulozyten | < 80 000/mm 3 bei einer Hämoglobinkonzentration < 9 g/dL |
Langzeitdaten über die kontinuierliche Behandlung von Sichelzellpatienten mit Hydroxycarbamid stehen für Kinder und Jugendliche zur Verfügung, mit einer Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren bei Kindern und Jugendlichen und über 13 Jahren bei Erwachsenen. Es ist derzeit noch nicht bekannt, wie lange Patienten mit Siklos behandelt werden sollten. Die Dauer der Behandlung liegt in der Verantwortung des verordnenden Arztes und sollte vom klinischen und hämatologischen Zustand des jeweiligen Patienten abhängig gemacht werden.
Besondere Patientengruppen
Kinder unter 2 Jahren Die Sicherheit und Wirksamkeit von Hydroxycarbamid bei Kindern im Alter von 0 bis 2 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Die begrenzte Menge an Daten lässt darauf schließen, dass 20 mg/kg/Tag bei Kindern unter 2 Jahren Schmerzepisoden reduzierten und unbedenklich waren, jedoch ist die Sicherheit einer Langzeitbehandlung noch nicht erwiesen. Daher kann keine Empfehlung zur Dosierung gegeben werden.
Niereninsuffizienz
Da Hydroxycarbamid überwiegend renal eliminiert wird, sollte bei Patienten mit Niereninsuffizienz eine Reduktion der Dosierung von Siklos in Betracht gezogen werden. Bei Patienten mit Kreatinin-Clearance ≤ 60 mL/min sollte die Initialdosis von Siklos um 50% reduziert werden. Bei diesen Patienten sollten die Blutparameter eng überwacht werden. Patienten mit schweren Beeinträchtigungen der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 mL/min) darf Siklos nicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).
Leberinsuffizienz
Es liegen keine Daten vor, die für eine spezifische Dosisanpassung bei Patienten mit Leberinsuffizienz sprechen. Bei diesen Patienten sollten die Blutparameter eng überwacht werden. Aus Sicherheitserwägungen ist Siklos bei Patienten mit schweren Beeinträchtigungen der Leberfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Art der Anwendung
Entsprechend der jeweiligen verordneten Dosierung sollte die Tablette bzw. die halbe oder
viertel Tablette einmal täglich, vorzugsweise morgens vor dem Frühstück, erforderlichenfalls mit
einem Glas Wasser oder einer sehr geringen Menge Nahrung, eingenommen werden.
Für Patienten, die nicht in der Lage sind, die Tabletten zu schlucken, können diese unmittelbar vor der Verwendung in einem Teelöffel in einer kleinen Menge Wasser aufgelöst werden. Hinzufügen eines Tropfen Sirups oder Mischen mit Nahrung kann einen möglichen bitteren Geschmack überdecken.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Schwere Funktionsstörungen der Leber (Child-Pugh-Klassifizierung C).
Schwere Funktionsstörung der Nieren (Kreatinin-Clearance < 30 mL/min).
Toxische Bereiche der Myelosuppression wie in Abschnitt 4.2 beschrieben.
Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Knochenmarksdepression Die Behandlung mit Siklos erfordert eine enge klinische Überwachung. Der hämatologische Status des Patienten sowie seine Nieren- und Leberfunktionswerte sollten vor und wiederholt während der Behandlung ermittelt werden. Während der Behandlung mit Siklos muss das Blutbild zu Beginn der Therapie (d.h. in den ersten zwei Monaten) sowie bei Tagesdosen von Hydroxycarbamid von 35 mg/kg KG einmal im Monat kontrolliert werden. Patienten, die mit niedrigeren Dosen stabil sind, sollten alle 2 Monate kontrolliert werden.
Die Behandlung mit Siklos sollte abgesetzt werden, wenn die Knochenmarksfunktion deutlich beeinträchtigt ist. Neutropenie ist in der Regel die erste und häufigste Manifestation einer hämatologischen Suppression. Thrombozytopenie und Anämie treten weniger häufig auf und werden selten ohne vorausgegangene Neutropenie beobachtet. Nach Absetzen der Behandlung erfolgt normalerweise eine rasche Erholung von der Myelosuppression. Die Behandlung mit Siklos kann dann mit einer niedrigeren Dosis wieder aufgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).
Nieren- und Leberinsuffizienz
Siklos sollte bei Patienten mit leichter bis mäßiger Niereninsuffizienz mit Vorsicht angewendet
werden (siehe Abschnitt 4.2).
Da für Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz nur begrenzte Daten vorliegen, sollte
Siklos mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Beingeschwüre und kutane-vaskulitische Toxizitäten Bei Patienten mit Beingeschwüren sollte Siklos mit Vorsicht angewendet werden. Beingeschwüre sind eine häufige Komplikation bei der Sichelzellanämie, sind aber auch bei mit Hydroxycarbamid behandelten Patienten berichtet worden. Bei Patienten mit myeloproliferativen Störungen sind unter der Behandlung mit Hydroxycarbamid kutane vaskulitische Toxizität einschließlich vaskulitischer Ulzerationen und Gangrän aufgetreten. Diese vaskulitischen Toxizitäten wurden vor allem bei Patienten festgestellt, die mit Interferon behandelt wurden oder werden. Aufgrund des potenziell ernsten klinischen Verlaufs kutaner Gefäßulzerationen, der bei Patienten mit myeloproliferativen Krankheiten berichtet wurde, sollte Hydroxycarbamid abgesetzt und/oder die Dosis reduziert werden, wenn sich kutane Gefäßulzerationen entwickeln. In seltenen Fällen entstehen Geschwüre durch eine leukozytoklastische Vaskulitis.
Mangel an limbalen Stammzellen Während der Behandlung mit Hydroxycarbamid wurden Fälle von Mangel an limbalen Stammzellen berichtet. In einigen Fällen besserte sich der Mangel an limbalen Stammzellen nach Absetzen der Behandlung. Patienten mit entsprechenden Anzeichen und Symptomen (Sehverschlechterung/Sehverlust, Lichtempfindlichkeit, Rötung und Schmerzen) sollten an einen Augenarzt überwiesen werden. Wenn ein Mangel an limbialen Stammzellen bestätigt wird, sollte ein Absetzen der Behandlung in Betracht gezogen werden.
Makrozytose Hydroxycarbamid verursacht Makrozytose, die die gleichzeitige Entwicklung eines Folsäure- und Vitamin B12-Mangels maskieren kann. Die prophylaktische Gabe von Folsäure wird empfohlen.
Karzinogenität
Hydroxycarbamid ist in einem breiten Spektrum von Testsystemen eindeutig genotoxisch.
Hydroxycarbamid wird als speziesübergreifend karzinogen angesehen. Bei Patienten, die eine
Langzeitbehandlung mit Hydroxycarbamid gegen myeloproliferative Störungen erhielten, wurde
sekundäre Leukämie beobachtet. Es ist nicht bekannt, ob dieser leukämogene Effekt auf
Hydroxycarbamid oder die zugrunde liegende Krankheit des Patienten zurückzuführen ist. Bei
Patienten unter Langzeitbehandlung mit Hydroxycarbamid wurden auch Fälle von Hautkrebs
berichtet.
Sichere Anwendung und Überwachung Patienten und/oder ihre Eltern oder gesetzlichen Vertreter müssen in der Lage sein, die Anweisungen für die Anwendung dieses Arzneimittels, die Überwachung und die Behandlung zu verstehen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Spezifische Wechselwirkungsstudien wurden mit Hydroxycarbamid nicht durchgeführt.
Potenziell fatale Pankreatitis und Hepatotoxizität und schwere periphere Neuropathie wurden bei HIV-infizierten Patienten berichtet, die Hydroxycarbamid in Kombination mit antiretroviralen Arzneimitteln der ersten Generation erhielten, insbesondere Didanosin plus Stavudin. Bei Patienten die Hydroxycarbamid in Kombination mit Didanosin, Stavudin und Indinavir erhielten, wurde ein mittlerer Rückgang der CD4-Zellen von etwa 100/mm3 festgestellt.
Die gleichzeitige Anwendung von Hydroxycarbamid und anderen myelosuppressiven Arzneimitteln oder Strahlentherapie kann Knochenmarksdepression, gastrointestinale Störungen oder Mukositis verstärken. Ein Bestrahlungserythem kann durch Hydroxycarbamid verschlimmert werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Hydroxycarbamid mit einer Lebendvirusvakzine kann die Replikation des Impfstoffvirus potenzieren und/oder die unerwünschte Reaktion des Impfstoffvirus verstärken, da die normalen Abwehrmechanismen durch die Hydroxycarbamid-Therapie unterdrückt werden können. Die Impfung eines mit Hydroxycarbamid behandelten Patienten mit einer Lebendvakzine kann zu schweren Infektionen führen. Generell kann die Antikörperantwort des Patienten auf Impfstoffe abgeschwächt werden. Die Behandlung mit Siklos und gleichzeitige Immunisierung mit Lebendvirusvakzinen sollte nur dann durchgeführt werden, wenn die Vorteile die potenziellen Risiken eindeutig überwiegen.
Interferenz mit Systemen zur kontinuierlichen Glukoseüberwachung
Hydroxycarbamid kann die Sensor-Glukose-Ergebnisse von bestimmten Systemen zur
kontinuierlichen Glukoseüberwachung (CGM) fälschlicherweise erhöhen und zu Hypoglykämie
führen, wenn die Sensor-Glukose-Ergebnisse für die Insulindosierung als Grundlage verwendet
werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen Frauen im gebärfähigen Alter die mit Hydroxycarbamid behandelt werden, sollte geraten werden, eine Schwangerschaft zu vermeiden und sofort den behandelnden Arzt zu informieren, wenn es zu einer Schwangerschaft kommt.
Die Verwendung wirkungsvoller Verhütungsmethoden wird bei Frauen im gebärfähigen Alter
dringend empfohlen.
Weibliche und männliche Patienten, die während der Behandlung mit Hydroxycarbamid ein Kind zeugen möchten, sollten die Behandlung nach Möglichkeit 3 bis 6 Monate vor der Schwangerschaft absetzen. Eine Beurteilung des individuellem Risiko-Nutzen-Verhältnisses muss unter Berücksichtigung des jeweilgen Risikos einer Fortsetzung der Hydroxycarbamid-Therapie während der Schwangerschaft gegenüber dem der Umstellung auf ein Bluttransfusionsprogramm erfolgen.
Schwangerschaft
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3) gezeigt.
Patientinnen, die mit Hydroxycarbamid behandelt werden, sollten auf das Risiko für den Feten
hingewiesen werden.
Bisher liegt nur eine begrenzte Menge an Daten zur Anwendung von Hydroxycarbamid bei
Schwangeren vor. Siklos wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen.
Der Patientin sollte geraten werden, sich umgehend an einen Arzt zu wenden, wenn sie vermutet,
schwanger zu sein.
Stillzeit
Hydroxycarbamid geht in die Muttermilch über. Aufgrund der potenziellen schweren
Nebenwirkungen bei Säuglingen muss abgestillt werden, wenn Siklos eingenommen wird.
Fertilität
Bei Männern kann durch die Behandlung die Fertilität beeinträchtigt werden. Sehr häufig wurden bei Männern Fälle von reversibler Oligospermie und Azoospermie beobachtet, allerdings sind diese Störungen auch mit der Grunderkrankung assoziiert. Eine beeinträchtigte Fertilität wurde bei männlichen Ratten beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Siklos hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs zu setzen und keine Maschinen zu bedienen, wenn ihnen unter Behandlung mit Siklos schwindlig wird.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils Das Sicherheitsprofil von Hydroxycarbamid bei Sicherzellanämie wurde in klinischen Studien erstellt und anhand von Langzeitstudien an Kohorten von bis zu 1 903 Erwachsenen und Kindern im Alter von über 2 Jahren bestätigt.
Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung ist Myelosuppression mit Neutropenie als häufigster Manifestation. Knochenmarksdepression ist die dosislimitierende Toxizität von Hydroxycarbamid. Wenn die maximal verträgliche Dosis nicht erreicht wird, kommt es in der Regel bei weniger als 10% der Patienten zu einer vorübergehenden Myelotoxizität, während unter der maximal verträglichen Dosis bei über 50% der Patienten eine reversible Knochenmarksdepression auftreten kann. Diese Nebenwirkungen werden in Anbetracht der Pharmakologie von Hydroxycarbamid erwartet. Eine allmähliche Dosisanpassung kann zur Abschwächung dieser Wirkungen beitragen (siehe Abschnitt 4.2).
Die klinischen Daten, die bei Patienten mit Sichelzellanämie erhoben wurden, haben keinen Hinweis auf Nebenwirkungen auf die Leber- und Nierenfunktion durch Hydroxycarbamid ergeben.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen Die Nebenwirkungen sind nachstehend mit Systemorganklassen und absoluter Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeiten werden definiert als sehr häufig (> 1/10); häufig (> 1/100, < 1/10); gelegentlich (> 1/1 000 < 1/100); selten (> 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (kann auf Grundlage der vorhandenen Daten nicht angegeben werden). Innerhalb der Häufigkeitsgruppen sind die Nebenwirkungen in Reihenfolge der abnehmenden Schwere angegeben :
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen:
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems: Nervensystem: Augenerkrankungen: Gefäßerkrankungen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Erkrankungen der Leber und Galle: Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Häufig Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse: Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Untersuchungen: |
| Nicht bekannt: Sehr häufig: Häufig: Häufig: Gelegentlich: Nicht bekannt: Nicht bekannt: Gelegentlich: Nicht bekannt: Gastrointestinale Störungen, Erbrechen, gastrointestinale Geschwüre, Nicht bekannt: Gelegentlich: Selten: Sehr selten : Nicht bekannt: Hauttrockenheit Sehr häufig : Nicht bekannt: Amenorrhoe Nicht bekannt: Nicht bekannt: Gewichtszunahme |
| Leukämie und bei älteren Patienten Hautkrebs Knochenmarksdepression 1 mit Neutropenie (< 1,5 x 10 9 /L), Retikulozytopenie (< 80 x 10 9 /L), Makrozytose 2 Thrombozytopenie (< 80 x 10 9 /L), Anämie (Hämoglobin < 4,5 g/dL) 3 Kopfschmerzen Benommenheit Mangel an limbalen Stammzellen Blutungen Übelkeit schwere Hypomagnesämie Erhöhte Leberenzyme Hautreaktionen (zum Beispiel orale, unguale und kutane Pigmentierung) und orale Mukositis. Rash, Melanonychie, Alopezie Beingeschwüre Systemischer und kutaner Lupus erythematodes Oligospermien, Azoospermien 4 Fieber 5 |
1 Die hämatologische Erholung erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Absetzen von Hydroxycarbamid.
2 Die von Hydroxycarbamid verursachte Makrozytose ist nicht von Vitamin B12 oder Folsäure
abhängig.
3 Vor allem infolge von Parvovirus-Infektion, Sequestration in der Milz oder Leber,
Niereninsuffizienz.
4 Oligospermie und Azoospermie sind in der Regel reversibel, müssen aber bedacht werden, wenn die Zeugung eines Kindes gewünscht wird (siehe Abschnitt 5.3). Diese Störungen stehen auch im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Krankheit.
5 Gewichtszunahme könnte auf den verbesserten Allgemeinzustand zurückzuführen sein.
Kinder und Jugendliche
Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Kindern sind im Allgemeinen denen von Erwachsenen ähnlich. Daten nach Markteinführung aus einer Beobachtungsstudie mit Siklos® (Escort HU) an einer großen Gruppe von Patienten (n = 1 906) mit Sichelzellanämie zeigten, dass Patienten im Alter von 2 bis 10 Jahren ein höheres Risiko für Neutropenie und ein geringeres Risiko für trockene Haut, Alopezie, Kopfschmerzen und Anämie aufwiesen. Patienten im Alter von 10 bis 18 Jahren hatten im Vergleich zu Erwachsenen ein geringeres Risiko für trockene Haut, Hautgeschwüre, Alopezie, Gewichtszunahme und Anämie.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Bei Patienten, die Hydroxycarbamid in mehrfach über der therapeutischen Dosis liegenden Dosierungen erhielten, wurden Fälle von Schleimhauttoxizität berichtet. Wundsein, violettes Erythem, Ödeme an den Handflächen und Fußsohlen mit anschließendem Abschuppen, schwere generalisierte Hyperpigmentierung der Haut und Stomatitis wurden beobachtet.
In Einzelfällen von Hydroxycarbamid-Überdosierung mit dem 2- bis 10-Fachen der verordneten Dosis (bis zum 8,57-Fachen der maximal empfohlenen Dosis von 35 mg/kg KG/Tag) wurde bei Patienten mit Sichelzellanämie eine schwere Knochenmarksdepression berichtet. Es wird empfohlen, nach einer Überdosis das Blutbild mehrere Wochen lang zu überwachen, da die Erholung verzögert sein kann.
Zur Behandlung einer Überdosis wird eine Magenspülung mit nachfolgender symptomatischer
Behandlung und Kontrolle der Knochenmarksfunktion durchgeführt.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, andere antineoplastische Mittel, ATC-
Code: L01XX05.
Wirkmechanismus
Die Wirkmechanismen von Hydroxycarbamid sind noch nicht alle vollständig geklärt. Einer der Mechanismen ist eine Erhöhung der Konzentrationen von fetalem Hämoglobin (HbF) bei Sichelzell-Patienten. HbF beeinträchtigt die Polymerisation von HbS und behindert so die sichelartige Verformung der roten Blutzelle und führt wiederum zur Abnahme von Vasookklusion und Hämolyse. In allen klinischen Studien wurde nach Behandlung mit Hydroxycarbamid ein signifikanter Anstieg von HbF gegenüber den Baseline-Werten beobachtet. Erhöhter HbF erhöht auch das Überleben der roten Blutkörperchen und den Gesamthämoglobinspiegel und reduziert somit die Anämie bei diesen Patienten.
Es hat sich gezeigt, dass Hydroxycarbamid mit der Bildung von Stickoxid in Zusammenhang steht, was darauf hindeutet, dass Stickoxid die Produktion von zyklischer Guanosinmonophosphatase (cGMP) anregt, die dann wiederum eine Proteinkinase aktiviert und die Bildung von HbF steigert. Andere bekannte pharmakologische Wirkungen von Hydroxycarbamid, die zu seinen günstigen Wirkungen bei Sichelzellanämie beitragen können, sind ein Rückgang von Neutrophilen, ein Anstieg des Wassergehalts der roten Blutzellen, eine gesteigerte Verformbarkeit sichelförmiger Zellen und eine veränderte Adhäsion der roten Blutzellen an das Endothel.
Darüber hinaus verursacht Hydroxycarbamid eine unmittelbare Hemmung der DNA-Synthese, indem es als Ribonukleotid-Reduktase-Inhibitor wirkt, ohne die Synthese von Ribonukleinsäure oder -protein zu beeinträchtigen.
Pharmakodynamische Wirkungen Neben dem uneinheitlichen Zusammenhang zwischen der reduzierten Häufigkeit von Krisen und dem HbF-Anstieg war die zytoreduktive Wirkung, insbesondere der Rückgang von Neutrophilen, der Faktor mit der stärksten Korrelation zu einer reduzierten Häufigkeit von Krisen.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit Bei fast allen klinischen Studien zur Sichelzellanämie wurde die Häufigkeit vasookklusiver Episoden bei Kindern und Erwachsenen durch Hydroxycarbamid um 40 % bis 80 % reduziert. Ein entsprechender Rückgang wurde auch bei der Zahl der Krankenhausaufnahmen und der Zahl der Tage stationärer Behandlung beobachtet. In verschiedenen Studien war unter Hydroxycarbamid auch die jährliche Häufigkeit eines akuten Thoraxsyndroms um 25 % bis 68 % reduziert. Das akute Thoraxsyndrom ist eine häufige, lebensbedrohliche Komplikation der Sichelzellanämie, das durch Brustschmerzen oder Fieber oder Atembeschwerden mit frischem Infiltrat in der Thorax-Röntgenaufnahme gekennzeichnet ist.
Ein nachhaltiger klinischer Nutzen wurde bei Patienten aufgezeigt, die über 8 Jahre lang mit
Hydroxycarbamid behandelt wurden.
Bei 1 906 Patienten, die an der Kohortenstudie ESCORT HU teilnahmen, wurde nach zwölf- und vierundzwanzigmonatiger Behandlung mit Hydroxycarbamid im Vergleich zum Ausgangswert ein signifikanter Anstieg des Hb-Spiegels (+1,4 g/dl und 1,5 g/dl) und des prozentualen Anteils von HbF (+14,65 % und 15 %) festgestellt. Parallel dazu kam es nach einem Jahr Behandlung zu einer signifikanten Verringerung der Anzahl der schmerzhaften Phasen mit einer Dauer von mehr als 48 Stunden (-40 % bei Kindern und -50 % bei Erwachsenen), der ACS-Episoden (-68 % bei Kindern und -57 % bei Erwachsenen) und der Krankenhauseinweisungen (-44 % bei Kindern und -45 % bei Erwachsenen), und der Prozentsatz der Patienten, die eine Bluttransfusion benötigten, sank um 50 %. Das Sicherheitsprofil von Hydroxycarbamid bei Erwachsenen und Kindern, das bei der ESCORT-HU-Studie beobachtet wurde, stimmte mit den zuvor veröffentlichten Daten überein und es zeigten sich keine neuen Risiken (Montalembert 2021).
Kinder und Jugendliche
Bei der NOHARM-Studie (Opak 2017) wurden Kinder im Durchschnittsalter von 2,2 Jahren (von 1 bis 3,99 Jahren) entweder auf Hydroxycarbamid (n=104) oder Placebo (n=104) randomisiert. Das Arzneimittel wurde einmal täglich mit 20 ± 2,5 mg/kg über 12 Monate verabreicht. Ein zusammengesetztes SCD-bezogenes klinisches Ergebnis (vasookklusive schmerzhafte Phase, Dactylitis, akutes Thoraxsyndrom, Milzsequestration oder Bluttransfusion) war unter Hydroxyurea (45 %) seltener als unter Placebo (69 %, p=0,001). Das Risiko einer erhöhten Infektion bei Kindern mit medikamentös bedingter Neutropenie betrifft, war bei der NOHARM-Studie selten und unterschied sich bei der Behandlung mit Hydroxyurea nicht von der mit Placebo.
Am Ende der NOHARM-Studie wurden die Kinder in die NOHARM-Erweiterungsstudie (John 2020) aufgenommen und nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis 1:1 entweder einer festen Standarddosis Hydroxycarbamid (Mittelwert [±SD], 20±5 mg pro Kilogramm pro Tag) oder einer Steigerung der Hydroxycarbamid-Dosis bis zur maximal verträglichen Dosis zugeordnet. 187 Kinder wurden randomisiert: 94 (Alter 4,6 ± 1,0) in der Gruppe mit fester Dosis (19,2±1,8 mg/kg/Tag) und 93 (Alter 4,8 ± 0,9) in der Gruppe mit erhöhter Dosis (29,5±3,6 mg/kg/Tag). Nach 18 Monaten wurde in der Gruppe mit erhöhter Dosis ein Anstieg des Hb-Wertes (+0,3 g/dl) und des prozentualen Anteils von HbF (+8 %) festgestellt.
Klinische Nebenwirkungen jeglichen Grades traten in der Gruppe mit fester Dosis häufiger auf. Dazu gehörten alle sichelzellbezogenen Nebenwirkungen (245 versus 105) und spezifische Nebenwirkungen: vasookklusive Schmerzphase (200 versus 86) und akutes Thoraxsyndrom oder Lungenentzündung (30 versus 8). Auch die Anzahl der bedeutenden medizinischen Eingriffe war in der Gruppe mit erhöhter Dosis geringer als in der Gruppe mit fester Dosis, sowohl bei den Transfusionen (34 versus 116) als auch bei den Krankenhausaufenthalten (19 versus 90).
Bei Säuglingen mit SS/Sb0 im Alter von 9-23 Monaten wurde in der randomisierten kontrollierten Studie Baby Hug ein signifikanter Rückgang von Schmerzepisoden (-52 %, 177 Ereignisse versus 375), Daktylitis (-80 %, 24 versus 123), akutem Thoraxsyndrom (8 versus 27) und Krankenhausaufenthalten (-28 %, 232 versus 324) unter Hydroxycarbamid (n=96) im Vergleich zum Placebo (n=97) festgestellt. Bei 25 Patienten, die in der unkontrollierten Studie ESCORT HU über 1 Jahr im Vergleich zu 1 Jahr vor der Aufnahme behandelt wurden (n=25), kam es zu einer Verringerung der vasookklusiven Krisen um -42 % und der Krankenhausaufenthalte um -55 %.
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis und die langfristige Sicherheit müssen in dieser Patientengruppe noch ermittelt werden.
In der unkontrollierten Kohortenstudie ESCORT HU wies eine Untergruppe von 27 pädiatrischen Patienten mit schwerer chronischer Anämie, die 12 Monate lang mit Siklos behandelt wurden, bei Studienbeginn Hämoglobinwerte von weniger 7 g/dL auf. Von diesen wiesen nur 6 (22 %) Patienten in Monat 12 Werte von weniger als 7 g/dL auf. Während die Mehrheit der Patienten (56%) eine Veränderung von 1 g/dL oder mehr gegenüber dem Ausgangswert aufwies, konnte aufgrund des großen Anteils an fehlenden Daten eine Regression auf den Mittelwert möglich sein und eine Wirkung von Transfusionen konnte nicht ausgeschlossen werden. Es können aus dieser unkontrollierten Studie keine belastbaren Schlussfolgerungen zur Wirksamkeit gezogen werden.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption
Nach der oralen Gabe von 20 mg/kg Hydroxycarbamid wird eine rasche Resorption mit maximalen Plasmakonzentrationen von etwa 30 mg/L nach 0,75 bzw. 1,2 h bei Kindern bzw. erwachsenen Patienten mit Sichelzellanämie beobachtet. Die Gesamtexposition bis zu 24 h nach der Gabe ist 124 mg.h/L bei Kindern und Jugendlichen und 135 mg.h/L bei erwachsenen Patienten. Wie im Zusammenhang mit anderen Indikationen als der Sichelzellanämie festgestellt wurde, ist Hydroxycarbamid nach oraler Gabe fast vollständig bioverfügbar.
Verteilung
Hydroxycarbamid verteilt sich rasch im gesamten menschlichen Körper, geht in den Liquor über, ist in Peritonealflüssigkeit und Aszites nachweisbar und reichert sich in Leukozyten und Erythrozyten an. Das geschätzte Verteilungsvolumen von Hydroxycarbamid entspricht in etwa dem Gesamtkörperwasser. Das für die Bioverfügbarkeit angepasste Verteilungsvolumen im Steady State bei Patienten mit Sichelzellanämie ist 0,57 L/kg (das entspricht etwa 72 L bei Kindern und 90 L bei Erwachsenen). Das Ausmaß der Proteinbindung von Hydroxycarbamid ist nicht bekannt.
Biotransformation
Die Biotransformationswege und die Metaboliten sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Ein Metabolit von Hydroxycarbamid ist Harnstoff.
Hydroxycarbamid in Konzentrationen von 30, 100 und 300 µM wird in vitro von Zytochrom P450 aus humanen Leberzellenmikrosomen nicht metabolisiert. In Konzentrationen von 10 bis 300 µM stimuliert Hydroxycarbamid die in-vitro ATPase-Aktivität von rekombinantem humanem P-Glykoprotein (PGP) nicht, was darauf hinweist, dass Hydroxycarbamid kein PGP-Substrat ist. Daher sind bei der gleichzeitigen Anwendung von Substanzen, die Substrate von Zytochrom-P450-Enzymen oder P-Glykoprotein sind, keine Wechselwirkungen zu erwarten.
Elimination
In einer Studie mit wiederholter Gabe an erwachsene Patienten mit Sichelzellanämie wurden im Steady State etwa 60% der Hydroxycarbamid-Dosis im Urin nachgewiesen. Bei Erwachsenen war die für die Bioverfügbarkeit angepasste Gesamt-Clearance 9,89 L/h (0,16 L/h/kg), davon 5,64 L/h durch renale und 4,25 L/h durch nicht-renale Clearance. Der entsprechende Wert für die Gesamt-Clearance bei Kindern betrug 7,25 L/h (0,20 L/h/kg), mit 2,91 L/h auf dem renalen und 4,34 L/h auf dem nicht-renalen Weg.
Bei Erwachsenen mit Sichelzellanämie lag die mittlere kumulative Hydroxycarbamid-Ausscheidung im Urin nach 8 Stunden bei 62% der eingenommenen Dosis und war somit höher als bei Krebspatienten (35 - 40%). Bei Patienten mit Sichelzellanämie wurde Hydroxycarbamid mit einer Halbwertzeit von ungefähr sechs bis sieben Stunden ausgeschieden, was länger ist als die für andere Indikationen berichteten Zeiten.
Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit Informationen über pharmakokinetische Unterschiede wegen des Alters (mit Ausnahme pädiatrischer Patienten), des Geschlechts oder der ethnischen Zugehörigkeit liegen nicht vor.
Kinder und Jugendliche
Bei pädiatrischen und erwachsenen Patienten mit Sichelzellanämie war die systemische Exposition gegenüber Hydroxycarbamid im Steady State hinsichtlich der Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve vergleichbar. Die maximalen Plasmaspiegel und das scheinbare Verteilungsvolumen korrelierten mit dem Körpergewicht und waren zwischen den Altersgruppen gut vergleichbar. Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration und der Prozentsatz der im Urin ausgeschiedenen Dosis waren bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen erhöht. Bei pädiatrischen Patienten war die Halbwertzeit etwas länger und die Gesamt-Clearance in Relation zum Körpergewicht etwas höher als bei erwachsenen Patienten (siehe Abschnitt 4.2).
Niereninsuffizienz
Da die renale Ausscheidung einer der Eliminierungswege ist, sollte bei Patienten mit Niereninsuffizienz eine Reduktion der Dosierung von Siklos in Betracht gezogen werden. In einer unverblindeten Studie mit Einmalgabe an erwachsene Patienten mit Sichelzellanämie (Yan JH et al, 2005) wurde der Einfluss der Nierenfunktion auf die Pharmakokinetik von Hydroxycarbamid untersucht. Patienten mit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance CrCl > 80 mL/min) und leicht (CrCl 60 – 80 mL/min), mäßig (CrCl 30 – 60 mL/min), oder stark (<30 mL/min) beeinträchtigter Nierenfunktion erhielten Hydroxycarbamid als Einmalgabe in einer Dosis von 15 mg/kg KG in Form von 200 mg-, 300 mg- oder 400 mg-Kapseln. Bei Patienten mit einer CrCl unter 60 mL/min oder Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz war die mittlere Exposition gegenüber Hydroxycarbamid etwa 64% höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Wie in einer weiteren Studie festgestellt wurde, war die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve bei Patienten mit einer CrCl <60 mL/min etwa 51% höher als bei Patienten mit einer CrCl ≥60 mL/min, was darauf hinweist, dass eine Dosisreduktion von Hydroxycarbamid um 50% bei Patienten mit einer CrCl < 60 mL/min angebracht sein kann. Hämodialyse reduzierte die Exposition gegenüber Hydroxycarbamid um 33% (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Bei diesen Patienten sollten die Blutparameter eng überwacht werden.
Leberinsuffizienz
Es liegen keine Daten vor, die spezifische Empfehlungen für eine Dosisanpassung bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion rechtfertigen, doch aus Sicherheitserwägungen ist Siklos bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen sollten die Blutparameter eng überwacht werden.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
In präklinischen Toxizitätsstudien waren die häufigsten Auswirkungen Knochenmarksdepression, Lymphoidatrophie und degenerative Veränderungen des Epithels von Dünndarm und Dickdarm. In einigen Spezies wurden kardiovaskuläre Auswirkungen und hämatologische Veränderungen festgestellt. Bei Ratten trat testikuläre Atrophie mit verringerter Spermatogenese auf, während bei Hunden ein reversibler Ausfall der Spermatogenese festgestellt wurde.
Hydroxycarbamid ist in einem breiten Spektrum von Testsystemen eindeutig genotoxisch.
Reguläre Langzeitstudien zur Kanzerogenität von Hydroxycarbamid wurden nicht durchgeführt.
Hydroxycarbamid wird jedoch als speziesübergreifend karzinogen angesehen.
Hydroxycarbamid ist placentagängig und hat sich in einer Vielzahl von Tiermodellen und Dosierungen, die der humantherapeutischen Dosis entsprechen oder darunter liegen, als stark teratogen und embryotoxisch erwiesen. Die Teratogenität manifestiert sich in partieller Ossifikation der Schädelknochen, fehlenden Augenhöhlen, Hydrocephalie, zweiteiligen Sternebrae, fehlenden Lendenwirbel. Die Embryotoxizität war durch geringere Lebensfähigkeit der Feten, geringere Wurfgrößen und verzögerte Entwicklung charakterisiert.
Die Gabe von Hydroxycarbamid an männliche Ratten in einer Dosierung von 60 mg/kg KG/Tag (etwa das Doppelte der empfohlenen Maximaldosis für den Menschen) führte zu testikulärer Atrophie, verringerter Spermatogenese und einem signifikanten Rückgang ihrer Fähigkeit, weibliche Tiere zu befruchten.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumstearylfumarat
Mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschichtet
Basisches Butylmethacrylat-Copolymer
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre.
Nach Anbruch.
Nicht eingenommene, zerteilte Tabletten müssen in die Flasche zurückgelegt und innerhalb von 3
Monaten angewendet werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
| Lagern unter 30°C. | |
| 6.5 | Art und Inhalt des Behältnisses |
Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit kindergesichertem Verschluss aus Polypropylen mit Trockenmittel.
Siklos 100 mg Filmtablette
Packungsgrößen von 60, 90 oder 120 Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Siklos 1000 mg Filmtablette
Packungsgröße von 30 Tabletten.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Siklos ist ein Arzneimittel, das mit Vorsicht verwendet werden muss. Alle Personen, die Siklos nicht einnehmen, und insbesondere schwangere Frauen, sollten vermeiden, in direkten Kontakt mit Hydroxycarbamid zu kommen.
Alle Personen, die Siklos handhaben, sollten sich vor und nach dem Kontakt mit den Tabletten die Hände waschen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Wenn die vorgeschriebene Dosierung es erforderlich macht, dass die Tablette halbiert oder geviertelt wird, sollte dies nicht in der Nähe von Lebensmitteln erfolgen. Eventuelle Pulverreste von der zerteilten Tablette sollten mit einem feuchten Einwegtuch aufgenommen werden, das weggeworfen werden muss.
7. INHABER DER ZULASSUNG
THERAVIA
16 Rue Montrosier
92200 Neuilly-sur-Seine
Frankreich
Tel.: +33 1 72 69 01 86
Fax: +33 1 73 72 94 13
Email: question@theravia.com
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
Siklos 100 mg Filmtablette
EU/1/07/397/002
EU/1/07/397/003
EU/1/07/397/004
Siklos 1000 mg Filmtablette
EU/1/07/397/001
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 29.06.2007
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 24.04.2017
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/verfügbar.
ANHANI
| A. | HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | ||
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH | ||
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN | ||
| A. | HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | D. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS |
Name und Anschrift des Hersteller der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Delpharm Lille
Parc d’Activités Roubaix-Est
22 rue de Toufflers
CS 50070
59452 Lys-lez-Lannoy
Frankre
B. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN
GEBRAUCH
Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung (Siehe Anhang I: Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittel, Abschnitt 4.2
| C. INVERKEHRBRINGEN | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS |
| • | Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports |
(PSURs)]
Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Listen der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-L–ste) - und allen künftigen Aktualisier–ngen - festgelegt.
| D. WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND |
| • | Risikomanagement-Plan (RMP) |
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im
vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten
Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vom Ausschuss für
Humanarzneimittel (CHMP) vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:
- nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
- jedes Mal wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
Fallen die Vorlage eines PSUR und die Aktualisierung eines RMP zeitlich zusammen, können beide gleichzeitig vorgelegt werden.
- Zusätzliche Maßnahmen zur Risikominimierung Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen hat sicherzustellen, dass alle Ärzte, von denen erwartet wird, dass sie Siklos verschreiben, ein Informationspaket für Ärzte erhalten, das Folgendes enthält:
- Behandlungsrichtlinien für Ärzte
- Behandlungsleitfaden für Patienten
- Dosierungsanweisung (in Ländern, in denen beide Stärken erhältlich sind)
Die Behandlungsrichtlinien für Ärzte sollten folgende wesentliche Informationen enthalten:
- Die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels
- Notwendigkeit der Empfängnisverhütung
- Risiken für die männliche und weibliche Fruchtbarkeit, potenzielles Risiko für den Feten und in der Stillzeit
- Behandlung von Nebenwirkungen
- Gefahr von Medikationsfehlern aufgrund der Verfügbarkeit von zwei verschiedenen Stärken (wenn beide Stärken erhältlich sind)
Die Behandlunganleitung für Patienten sollte folgende wesentliche Informationen enthalten:
- Gebrauchsinformation
- Handhabung zerteilter Tabletten
- Notwendigkeit der Empfängnisverhütung
- Risiken für die männliche und weibliche Fruchtbarkeit, potenzielles Risiko für den Feten und in der Stillzeit
- Gefahr von Medikationsfehlern aufgrund der Verfügbarkeit von zwei verschiedenen Stärken (wenn beide Stärken erhältlich sind)
Erforderlichenfalls sollten Apotheker gezielte Informationen über das Risiko eines Medikationsfehlers aufgrund einer Verwechslung der beiden Stärken erhalten, wenn beide Stärken erhältlich sind.
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbingen muss diesen Aufklärungsplan gemäß den
Vereinbarungen mit den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten landesweit umsetzen.
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE
A. ETIKETTIERUNG
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Siklos 100 mg Filmtablette
Hydroxycarbamid
2. WIR€OFF(E)
1 Tablette enthält 100 mg Hydroxycarbamid.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
60 Tabletten
90 Tabletten
120 Tabletten
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Vor Gebrauch die Packungsbeilage lesen.
Zum Einnehmen.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER AUSSER SICHT-UND REICHWEITE AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unerreichbar und nicht sichtbar aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Zytotoxisch: Tabletten mit Vorsicht handhaben.
8. VERFALLDATUM
Verwendbar bis:
Haltbarkeitsdauer zerteilter Tabletten nach Anbruch: 3 Monate.
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Lagern unter 30°C.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
THERAVIA, 16 Rue Montrosier, 92200 Neuilly-sur-Seine, Frankreich
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/07/397/002 60 Tabletten
EU/1/07/397/003 90 Tabletten
EU/1/07/397/004 120 Tabletten
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.:
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
siklos 100 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES FORMAT
PC:
SN:
NN:
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
FLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG
Siklos 100 mg Tablette
Hydroxycarbamid
Zum Einnehmen.
2. ART DER ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
Verw. bis:
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.:
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
60 Tabletten
90 Tabletten
120 Tabletten
6. WEITERE ANGABEN
Zytotoxisch
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Siklos 1 000 mg Filmtablette
Hydroxycarbamid
2. €KSTOFF(E)
1 Tablette enthält 1 000 mg Hydroxycarbamid.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
30 Tabletten
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Vor der Anwendung Packungsbeilage beachten.
Zum Einnehmen.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unerreichbar und nicht sichtbar aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Zytotoxisch: Tabletten mit Vorsicht handhaben
8. VERFALLDATUM
Verwendbar bis:
Verwendungsdauer von zerteilten Tabletten: 3 Monate.
9. BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE
Lagern unter 30°C.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
THERAVIA, 16 Rue Montrosier, 92200 Neuilly-sur-Seine, Frankreich
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/07/397/001
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.:
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT
siklos 1 000 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES FOR MAT
PC:
SN:
NN:
ANGABEN AUF DEM BEHÄLTNIS
FLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Siklos 1 000 mg Tablette
Hydroxycarbamid
2. WIRKSTOFF(E)
1 Tablette enthält 1 000 mg Hydroxycarbamid.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
30 Tabletten
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Vor der Anwendung Packungsbeilage beachten.
Zur oralen Einnahme
6. KINDERWARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNERREICHBAR UND NICHT SICHTBAR AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unerreichbar und nicht sichtbar aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
Zytotoxisch: Tabletten mit Vorsicht handhaben.
8. VERFALLDATUM
Verwendbar bis:
9. BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE
Lagern unter 30°C.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEN ARZNEIMITTELN ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
THERAVIA
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/07/397/001
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.:
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. INFORMATION IN BRAILLE-SCHRIFT B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender
Siklos 100 mg Filmtablette
Siklos 1 000 mg Filmtablette
Hydroxycarbamid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
| ---- | Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. |
| Was in dieser Packungsbeilage steht | |
| 1. 2. 3. 4. 5 6. | Was ist Siklos und wofür wird es angewendet? Was sollten Sie vor der Einnahme von Siklos beachten? Wie ist Siklos einzunehmen? Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie ist Siklos aufzubewahren? Inhalt der Packung und weitere Inforionen |
1. Was ist Siklos und wofür wird es angewendet?
Siklos wird verwendet, um bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 2 Jahren schmerzhafte Krisen einschließlich plötzlicher Brustschmerzen zu verhindern, die durch Sichelzellanämie verursacht werden.
Die Sichelzellanämie ist eine vererbte Erkrankung die sich auf die roten Blutkörperchen auswirkt. Einige rote Blutkörperchen werden abnorm, steif, und nehmen eine halbmondartige oder sichelförmige Gestalt an, die zur Blutarmut (Anämie) führt.
Die Sichelzellen bleiben außerdem in den Blutgefäßen stecken und blockieren den Blutfluss. Dies kann zu akuten Schmerzkrisen und zur Organschädigung führen.
Während schwerwiegender schmerzhafter Krisen benötigen die meisten Patienten eine stationäre Behandlung. Siklos verringert die Anzahl schmerzhafter Krisen sowie die Notwendigkeit stationärer Behandlungen im Zusammenhang mit der Krankheit.
Der Wirkstoff von Siklos, Hydroxycarbamid, ist eine Substanz, die das Wachstum und die Proliferation einiger Zellen wie beispielsweise Blutzellen hemmt. Diese Wirkungen führen zu einer Reduzierung der zirkulierenden roten und weißen Blutzellen und der Gerinnungszellen (myelosuppressiver Effekt). Bei der Sichelzellanämie trägt Hydroxycarbamid dazu bei, die anormale Verformung von roten Blutzellen zu verhindern.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Siklos beachten?
Siklos darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich gegen Hydroxycarbamid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden,
- wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden,
- wenn Sie an Knochenmarksdepression leiden (wenn die Bildung von roten oder weißen Blutzellen oder Gerinnungszellen bei Ihnen verringert ist) wie im Abschnitt 3 „Wie ist Siklos einzunehmen, Überwachung der Behandlung“ beschrieben,
- wenn Sie stillen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“).
- Kontinuierliche Glukosemessgeräte (CGM), die zur Messung des Blutzuckerspiegels verwendet werden (Hydroxycarbamid kann die Sensorglukose-Ergebnisse bestimmter CGM-Systeme fälschlicherweise erhöhen und kann zu Hypoglykämie führen, wenn die Sensorglukose-Ergebnisse für die Insulindosierung als Grundlage verwendet werden).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Siklos einnehmen
- wenn Sie eine Lebererkrankung haben,
- wenn Sie eine Nierenerkrankung haben,
- wenn Sie offene Beine haben,
- wenn Sie andere myelosuppressive Arzneimittel (die die Bildung von roten oder weißen Blutzellen oder Gerinnungszellen verringern) einnehmen oder eine Strahlentherapie erhalten, - wenn Sie einen bekannten Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure haben.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer dieser obengenannten Punkte auf Sie zutrifft (oder
zutraf). Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das
medizinische Fachpersonal.
Wenn Sie während der Einnahme von Hydroxycarbamid anhaltende Augensymptome wie Rötung und Schmerzen der Augen, Lichtempfindlichkeit und/oder Sehverschlechterung bemerken, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf, da dies Anzeichen für eine seltene, aber schwerwiegende Augenerkrankung namens Mangel an limbalen Stammzellen sein können. Siehe auch Abschnitt 4.
Patienten und/oder ihre Eltern oder gesetzlichen Vertreter müssen in der Lage sein, die Anweisungen für die Anwendung dieses Arzneimittels, die Überwachung und die Behandlung zu verstehen.
Einnahme von Siklos zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
Der Austausch von Informationen ist besonders erforderlich in Bezug auf
- bestimmte antiretrovirale Arzneimittel (solche, die Retroviren wie HIV hemmen oder zerstören), z.B. Didanosin, Stavudin und Indinavir (es kann zu einem Rückgang der Anzahl Ihrer weißen Blutzellen kommen),
- myelosuppressive Arzneimittel (verringern die Bildung von roten oder weißen Blutzellen oder Gerinnungszellen) und Bestrahlungstherapien,
- gewisse Impfstoffe.
Schwangerschaft und Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder den Apotheker um Rat.
Die Einnahme von Siklos während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Bitte informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie meinen, Sie könnten schwanger sein. Die Verwendung einer wirkungsvollen Empfängnisverhütung wird dringend empfohlen.
Wenn Sie schwanger werden oder eine Schwangerschaft planen, während Sie Siklos nehmen, wird Ihr Arzt mit Ihnen über die potenziellen Vorteile und Risiken der Fortsetzung der Behandlung mit Siklos sprechen.
Im Fall von männlichen Patienten, die Siklos anwenden, wenn Ihre Partnerin schwanger wird oder eine Schwangerschaft plant, wird Ihr Arzt mit Ihnen über die potenziellen Vorteile und Risiken der Fortsetzung der Behandlung mit Siklos sprechen.
Der Wirkstoff von Siklos geht in die Muttermilch über. Während Sie Siklos einnehmen, dürfen Sie nicht stillen.
Hydroxycarbamid kann die Spermienproduktion bei männlichen Patienten verringern, während sie behandelt werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Einigen Patienten wird während der Einnahme von Siklos schwindelig. Wenn Ihnen schwindlig wird, während Sie Siklos einnehmen, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.
3. Wie ist Siklos einzunehmen?
Nehmen Sie Siklos immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Dosierung
Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viel Siklos Sie jeden Tag einnehmen müssen, und die Dosierung in ganzen, halben oder viertel Tabletten angeben.
Die verschriebene Dosis Siklos muss einmal täglich eingenommen werden, vorzugsweise morgens vor dem Frühstück.
Sie kann mit einem Glas Wasser oder einer sehr geringen Menge Nahrung eingenommen werden.
Wenn Sie die Tabletten nicht schlucken können, können Sie sie unmittelbar vor der Einnahme in einem Glas Wasser auflösen.
- Geben Sie die erforderliche Dosis (vorzugsweise zerteilt, wenn die Siklos-Tablette zu 1 000 mg verwendet wird) auf einen Teelöffel und fügen etwas Wasser hinzu.
- Sobald die Tablette sich aufgelöst hat, schlucken Sie den Inhalt des Teelöffels. Sie können einen Tropfen Fruchtsaft hinzufügen oder den Inhalt mit Nahrung mischen, um einen möglichen bitteren Geschmack zu überdecken.
- Anschließend trinken Sie ein großes Glas Wasser oder sonstiges Getränk.
Handhabung
Siklos ist ein zytotoxisches Arzneimittel, das mit Vorsicht zu handhaben ist.
Alle Personen, die Siklos nicht einnehmen, und insbesondere schwangere Frauen, sollten vermeiden, in direkten Kontakt mit den Tablettenteilen zu kommen, wenn sie eine Tablette zerteilen. Waschen Sie sich vor und nach dem Kontakt mit den Tabletten die Hände.
Wenn die vorgeschriebene Dosierung erfordert, dass die Tablette halbiert oder geviertelt werden muss, sollte diese Maßnahme nicht in der Nähe von Lebensmitteln durchgeführt werden. Pulverreste von der zerteilten Tablette sollten mit einem feuchten Einwegtuch aufgenommen werden, das anschließend weggeworfen werden muss. Zur Aufbewahrung nicht eingenommener, zerteilter Tabletten, siehe 5 „Wie ist Siklos aufzubewahren?“.
Überwachung der Behandlung
Die Dauer der Behandlung liegt in der Verantwortung Ihres behandelnden Arztes.
Während Sie Siklos einnehmen, werden regelmäßige Bluttests und Tests Ihrer Leber- und Nierenfunktion durchgeführt. Abhängig von der Dosis, die Sie einnehmen, können diese Tests jeden Monat oder alle zwei Monate durchgeführt werden. Ihr Arzt passt dann Ihre Dosierung von Siklos entsprechend den Ergebnissen dieser Tests an.
Wenn Sie eine größere Menge von Siklos eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Siklos eingenommen haben, als Sie sollten, oder wenn ein Kind Siklos eingenommen hat, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus auf, da Sie möglicherweise dringend ärztlich behandelt werden müssen. Die häufigsten Symptome einer Überdosis von Siklos sind:
- Hautrötung,
- Schmerzempfindlichkeit (Berührungen sind schmerzhaft) und Anschwellen der Handflächen und Fußsohlen mit nachfolgendem Abschuppen,
- Starke Pigmentierung (lokale Veränderung der Färbung) der Haut,
- Wunde Stellen oder Schwellungen im Mund.
Wenn Sie die Einnahme von Siklos vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie üblich fort, wenn es Zeit für die nächste Dosis ist, die Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.
Wenn Sie die Einnahme von Siklos abbrechen
Brechen Sie die Behandlung nicht ab, wenn Ihr Arzt Ihnen nicht dazu geraten hat.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Siklos Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn eine der folgenden ernsten Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:
- Eine schwere Infektion,
- Müdigkeit und/oder Blässe,
- Unerklärte blaue Flecken (Blutansammlungen unter der Haut) oder Blutungen,
- Ungewöhnliche Kopfschmerzen,
- Atembeschwerden.
Informieren Sie Ihren Arzt so bald wie möglich, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen von Siklos feststellen:
- Fieber oder Schüttelfrost,
- Übelkeit, allgemeines Unwohlsein,
- Hautausschlag (juckende, gerötete Haut),
- Geschwüre oder Wunden an den Beinen,
- Wunde Stellen (offene Hautinfektionen) auf der Haut,
- Orientierungslosigkeit (Verwirrung) und Schwindel.
EINZELHEITEN ZU DEN NEBENWIRKUNGEN
Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
Geringe Zahl an Blutzellen (Knochenmarkshemmung), vergrößerte rote Blutzellen.
Keine oder wenige Spermien in der Samenflüssigkeit (Azoospermie oder Oligospermie). Siklos kann daher die Zeugungsfähigkeit von Männern verringern.
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
Reduzierte Zahl roter Blutzellen (Anämie), geringe Zahl an Blutplättchen, Kopfschmerzen,
Hautreaktionen, Entzündungen oder Geschwüre der Mundschleimhaut (orale Mukositis).
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
Schwindel, Übelkeit, juckende Hautrötungen (Hautausschlag), schwarze Nägel (Melanonychie) und Haarausfall.
Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
Wunden an den Beinen (Beingeschwüre) und veränderte Leberfunktion.
Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen) oder unbekannte Häufigkeit (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Entzündung der Haut, die rote schuppige Stellen verursacht und möglicherweise zusammen mit
Schmerzen in den Gelenken auftritt.
Einzelfälle von bösartigen Erkrankungen der Blutzellen (Leukämie), Hautkrebs bei älteren Patienten, Blutungen, gastrointestinalen Störungen, Erbrechen, Hauttrockenheit, Fieber, ausbleibende Menstruationsblutungen (Amenorrhoe), Augenerkrankung, die zu Rötungen und Schmerzen der Augen, Lichtempfindlichkeit und/oder Sehverschlechterung führt (Mangel an limbalen Stammzellen). Siehe auch Abschnitt 2 und Gewichtszunahme.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Siklos aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unerreichbar und nicht sichtbar aufbewahren.
Sie dürfen Siklos nach dem auf Umkarton nach „Verwendbar bis“ und der Flasche nach „Verwendbar bis“ Oder „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Lagern unter 30°C.
Nicht eingenommene, zerteilte Tabletten müssen in die Flasche zurückgelegt und innerhalb von 3
Monaten angewendet werden.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder im Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Siklos enthält
- Der Wirkstoff ist Hydroxycarbamid.
Jede Siklos 100 mg Filmtablette enthält 100 mg Hydroxycarbamid.
Jede Siklos 1 000 mg Filmtablette enthält 1 000 mg Hydroxycarbamid.
- Die sonstigen Bestandteile sind Natriumstearylfumarat; mikrokristalline Cellulose, Siliciumdioxid-beschichtet, und basisches Butylmethacrylat-Copolymer.
Wie Siklos aussieht und Inhalt der Packung
Siklos 100 mg Filmtabletten sind weißliche, längliche Tabletten mit einer Bruchlinie auf beiden
Seiten. Die Tablette kann in zwei gleiche Teile zerteilt werden.
In jede halbe Tablette ist auf einer Seite ein „H“ eingeprägt.
Siklos 100 mg wird in Kunststoffflaschen zu 60, 90 oder 120 Tabletten angeboten.
Siklos 1 000 mg Filmtabletten sind weißliche, kapselförmige Tabletten mit drei Bruchrillen auf beiden Seiten. Die Tablette kann in vier gleiche Teile zerteilt werden.
In jede viertel Tablette ist auf einer Seite ein „T“ eingeprägt.
Siklos 1 000 mg wird in Flaschen mit 30 Tabletten angeboten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
THERAVIA
16 Rue Montrosier
92200 Neuilly-sur-Seine
Frankreich
Hersteller
Delpharm Lille
Parc d’Activités Roubaix-Est
22 rue de Toufflers
CS 50070
59452 Lys-lez-Lannoy
Frankreich
Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:
| België/Belgique/Belgien Norgine N.V./S.A. Tél/Tel: +32 16 39 27 43 medinfo@norgine.com | Lietuva THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Prancūzija Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| България THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Франция Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 | Luxembourg/Luxemburg Norgine N.V./S.A. Tél/Tel: +32 16 39 27 43 medinfo@norgine.com |
| Česká republika THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Francie Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 Danmark Norgine Danmark A/S Tlf.: +4570715000 medinfo@norgine.com | Magyarország THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Franciaország Tel.: +33 (0)1 72 69 01 86 Malta THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Franza Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| Deutschland THERAVIA Tel: 0800 10 90 001 | Nederland Norgine Pharma B.V. Tel: +31 20 567 0998 medinfo@norgine.com |
| Eesti THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Prantsusmaa Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 | Norge Norgine Danmark A/S Tlf: +4570715000 medinfo@norgine.com |
| Ελλάδα Specialty Therapeutics IKE Τηλ: +30 213 02 33 913 | Österreich THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Frankreich Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| España Norgine de España, S.L.U. Tel: +34 913275320 medinfo@norgine.com | Polska THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Francja Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| France Norgine SAS Tél: +33 (0)1 41 39 93 90 medinfo@norgine.com | Portugal Norgine Portugal Farmacêutica Unipessoal, Lda. Tel:+35 1218945581 medinfo@norgine.com |
| Hrvatska THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 | România THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Franţa Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| Ireland THERAVIA Tel: +353(0)1-903 8043 | Slovenija THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Francija Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| Ísland THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Frakkland Sími: +33 (0)1 72 69 01 86 | Slovenská republika THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Francúzsko Tel: +33 (0)1 72 69 01 86 |
| Italia THERAVIA Tel: 800 959 161 Κύπρος THERAVIA 16 Rue Montrosier 92200 Neuilly-sur-Seine - Γαλλία | Suomi/Finland Norgine Danmark A/S Puh/Tel: +4570715000 medinfo@norgine.com Sverige Norgine Danmark A/S Tel: +4570715000 medinfo@norgine.com |
Τηλ: +33 (0)1 72 69 01 86
Latvija
THERAVIA
16 Rue Montrosier
92200 Neuilly-sur-Seine - Francija
Tel: +33 (0)1 72 69 01 86
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im MM/JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar. Sie finden dort auch Links zu anderen Websites über seltene Erkrankungen und Behandlungen.
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