Gebrauchsinformation

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Risperidon Genericon 1 mg Filmtabletten
Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten
Risperidon Genericon 3 mg Filmtabletten
Risperidon Genericon 4 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Risperidon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Risperidon Genericon und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Risperidon Genericon beachten?
3. Wie ist Risperidon Genericon einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Risperidon Genericon aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Risperidon Genericon und wofür wird es angewendet?

Risperidon Genericon gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als „Antipsychotika“ bezeichnet werden.

Risperidon Genericon wird zur Behandlung der folgenden Krankheitsbilder angewendet:

  • Schizophrenie, bei der Sie Dinge sehen, hören oder fühlen können, die nicht da sind, oder Dinge glauben können, die nicht wahr sind, oder sich ungewöhnlich misstrauisch oder verwirrt fühlen können.
  • Manie, bei der Sie sich sehr aufgeregt, euphorisch, erregt, enthusiastisch oder überaktiv fühlen können. Eine Manie tritt im Rahmen einer Erkrankung auf, die man als „manisch-depressive Krankheit“ bezeichnet.
  • Kurzzeitbehandlung (bis zu sechs Wochen) von lang anhaltender Aggression bei Personen mit Alzheimer-Demenz, die sich oder anderen Personen körperlichen Schaden zufügen. Andere (nicht medikamentöse) Behandlungen sind zuvor zu versuchen.
  • Kurzzeitbehandlung (bis zu sechs Wochen) von lang anhaltender Aggression bei geistig behinderten Kindern (ab mindestens fünf Jahren) und Jugendlichen mit Verhaltensstörung.

Risperidon Genericon kann helfen, die Symptome Ihrer Erkrankung zu lindern und ein
Wiederauftreten Ihrer Symptome zu verhindern.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Risperidon Genericon beachten?

Risperidon Genericon darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Risperidon oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Risperidon Genericon einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Risperidon Genericon einnehmen, wenn - Sie Probleme mit dem Herzen haben, wie zum Beispiel einen unregelmäßigen Herzrhythmus, oder wenn Sie zu niedrigem Blutdruck neigen oder wenn Sie Arzneimittel zur Kontrolle Ihres Blutdrucks anwenden. Risperidon Genericon kann einen niedrigen Blutdruck verursachen. Ihre Dosis muss unter Umständen entsprechend angepasst werden.

  • bei Ihnen Faktoren bekannt sind, die einen Schlaganfall begünstigen, z.B. hoher Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Probleme mit den Blutgefäßen im Gehirn.
  • bei Ihnen jemals unwillkürliche, unbeabsichtigte Bewegungen der Zunge, des Mundes oder im Gesicht aufgetreten sind.
  • Sie jemals eine Krankheit hatten, deren Symptome hohes Fieber, starke Muskelsteifigkeit, Schweißausbrüche oder eine Bewusstseinsminderung einschlossen (auch bekannt als „malignes neuroleptisches Syndrom“).
  • Sie an der Parkinson-Krankheit oder an Demenz leiden.
  • Sie wissen, dass Sie in der Vergangenheit eine niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen hatten (dies kann durch andere Arzneimittel verursacht worden sein oder andere Ursachen gehabt haben).
  • Sie Diabetiker sind.
  • Sie an Epilepsie leiden.
  • Sie ein Mann sind und schon einmal eine lang anhaltende oder schmerzhafte Erektion hatten.
  • Sie Probleme haben, Ihre Körpertemperatur zu kontrollieren oder ein Überhitzen Ihres Körpers zu verhindern.
  • Sie oder ein Verwandter schon einmal ein Blutgerinnsel (venöse Thrombose) hatten, denn Arzneimittel wie dieses werden mit der Entstehung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
  • Sie Nierenprobleme haben.
  • Sie Leberprobleme haben.
  • Sie abnormal hohe Blutwerte des Hormons Prolaktin haben oder wenn Sie einen Tumor haben, der möglicherweise prolaktinabhängig ist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Risperidon Genericon einnehmen.

Bei Patienten, die Risperidon einnehmen, wurde sehr selten eine gefährlich niedrige Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen, die zur Bekämpfung von Infektionen benötigt werden, beobachtet. Daher wird Ihr Arzt möglicherweise die Anzahl Ihrer weißen Blutkörperchen überprüfen.

Risperidon Genericon kann zu einer Gewichtszunahme führen. Da eine übermäßige Gewichtszunahme Ihre Gesundheit gefährden kann, wird Ihr Arzt Ihr Gewicht wahrscheinlich regelmäßig überprüfen.

Unter der Einnahme von Risperidon wurde über die Entstehung einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder über die Verschlechterung einer bereits bestehenden Zuckerkrankheit berichtet. Daher wird Ihr Arzt bei Ihnen auf Anzeichen eines erhöhten Blutzuckerspiegels achten bzw. Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren.

Risperidon erhöht häufig den Wert eines Hormons namens „Prolaktin“. Dies kann zu Nebenwirkungen wie Menstruationsstörungen oder Problemen mit der Gebärfähigkeit bei Frauen und Anschwellen der Brustdrüsen bei Männern führen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Wenn solche Nebenwirkungen auftreten, wird die Bestimmung des Prolaktinwertes im Blut empfohlen.

Informieren Sie unbedingt Ihren Augenarzt darüber, dass Sie Risperidon Genericon einnehmen, wenn bei Ihnen eine Operation am Auge geplant ist. Während einer Augenoperation wegen einer Linsentrübung (Katarakt, grauer Star) kann es vorkommen, dass sich die Pupille nicht wie erforderlich weitet. Auch kann die Iris (der farbige Teil des Auges) erschlaffen, was zu einer Schädigung des Auges führen kann.

Ältere Patienten mit Demenz:

Bei älteren Patienten mit Demenz besteht ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Wenn möglich, nehmen Sie Risperidon Genericon nicht ein, wenn Sie an einer Demenz leiden, die auf einen Schlaganfall zurückzuführen ist.

Suchen Sie während der Behandlung mit Risperidon Genericon häufig Ihren Arzt auf, wenn die
Einnahme von Risperidon Genericon in diesem Fall trotzdem notwendig ist.

Wenn Sie oder Ihr Betreuer eine plötzliche Veränderung Ihres geistigen Zustandes, eine plötzliche Schwäche, eine Gefühllosigkeit im Gesicht, an den Armen oder Beinen, vor allem auf einer Seite, oder eine verwaschene Sprache, wenn auch nur für kurze Zeit, bemerken, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, da dies Anzeichen für einen Schlaganfall sein können.

Kinder und Jugendliche:

Bevor mit einer Behandlung von Verhaltensstörung begonnen wird, sind andere Gründe für ein
aggressives Verhalten auszuschließen.

Falls während der Behandlung mit Risperidon Genericon Müdigkeit auftritt, kann ein Wechsel des täglichen Einnahmezeitpunkts die Konzentrationsprobleme verbessern.

Bevor die Behandlung beginnt, kann es sein, dass Ihr Körpergewicht oder das Körpergewicht Ihres Kindes ermittelt und während der Behandlung regelmäßig kontrolliert wird.

Bei einer kleinen und nicht aussagekräftigen Studie wurde über ein verstärktes Größenwachstum bei Kindern berichtet, die Risperidon eingenommen hatten. Ob dies aber eine Wirkung des Arzneimittels ist oder andere Ursachen hat, ist nicht bekannt.

Einnahme von Risperidon Genericon zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere
Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Es ist für Sie besonders wichtig, mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu sprechen, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen oder anwenden:

  • Arzneimittel, die auf Ihr Gehirn wirken und Ihnen helfen, sich zu beruhigen (Benzodiazepine), manche Schmerzmittel (Opiate) oder Arzneimittel gegen Allergien (sog. Antihistaminika).

Risperidon kann die beruhigende und müde machende (sedierende) Wirkung aller dieser
Arzneimittel verstärken.

  • Arzneimittel, die die Aktivität Ihres Herzens verändern können, wie z.B. bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Malaria, Herzrhythmusstörungen, Allergien bzw. Depressionen oder andere Arzneimittel zur Behandlung seelischer Probleme.
  • Arzneimittel, die den Herzschlag verlangsamen.
  • Arzneimittel, die den Kaliumwert im Blut senken (z.B. bestimmte entwässernd wirkende Arzneimittel).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck. Risperidon kann zu niedrigem Blutdruck führen.
  • Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (wie z.B. Levodopa).
  • Arzneimittel, die die Aktivität des zentralen Nervensystems steigern (Psychostimulanzien, wie Methylphenidat).
  • Entwässernde Arzneimittel (sog. Diuretika), die bei Herzproblemen oder bei Schwellungen von Körperregionen aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen angewendet werden (wie z.B.

Furosemid oder Hydrochlorothiazid). Risperidon kann alleine oder gemeinsam mit Furosemid das Risiko für einen Schlaganfall oder Tod bei älteren Personen mit Demenz erhöhen.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Risperidon Genericon vermindern:

  • Rifampicin (zur Behandlung bestimmter Infektionen)
  • Carbamazepin, Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie)
  • Phenobarbital (zur Behandlung von Epilepsie und in der Narkosevorbereitung)

Wenn Sie mit der Einnahme solcher Arzneimittel beginnen oder deren Einnahme beenden, muss unter Umständen Ihre Dosierung von Risperidon Genericon angepasst werden.

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Risperidon Genericon verstärken:

  • Chinidin (zur Behandlung bestimmter Herzkrankheiten)
  • Antidepressiva wie z.B. Paroxetin, Fluoxetin, trizyklische Antidepressiva
  • Arzneimittel, die als Betablocker bezeichnet werden (zur Behandlung von Bluthochdruck)
  • Phenothiazine (z.B. zur Behandlung von Psychosen oder zur Beruhigung)
  • Cimetidin, Ranitidin (Säureblocker für den Magen)
  • Itraconazol und Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • bestimmte Arzneimittel, die zur Behandlung von HIV-Infektionen verwendet werden, z.B.

Ritonavir

  • Verapamil (zur Behandlung von Bluthochdruck und/oder Herzrhythmusstörungen)
  • Sertralin und Fluvoxamin (zur Behandlung von Depressionen und anderen psychiatrischen Erkrankungen)

Wenn Sie mit der Einnahme solcher Arzneimittel beginnen oder deren Einnahme beenden, muss unter Umständen Ihre Dosierung von Risperidon Genericon angepasst werden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Risperidon Genericon einnehmen.

Einnahme von Risperidon Genericon zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Sie können dieses Arzneimittel zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon einnehmen. Vermeiden Sie das Trinken von Alkohol, wenn Sie Risperidon Genericon einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie es einnehmen können.

Die folgenden Symptome können bei Neugeborenen auftreten, deren Mütter Risperidon Genericon in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft eingenommen haben: Zittern, Steifheit und/oder Schwäche der Muskeln, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atemprobleme und Schwierigkeiten beim Füttern. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn bei Ihrem Baby eines dieser Symptome auftritt.

Risperidon Genericon kann zu einer Erhöhung des Wertes eines Hormons namens Prolaktin führen, was Auswirkungen auf die Zeugungs-/Gebärfähigkeit haben kann (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Bei der Behandlung mit Risperidon Genericon können Schwindel, Müdigkeit und Sehstörungen
auftreten.

Sie dürfen kein Fahrzeug lenken und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Risperidon Genericon enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Risperidon Genericon erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen
bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Risperidon Genericon enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten enthalten außerdem den Farbstoff Gelb-Orange S
(E110).

Dieser kann allergische Reaktionen hervorrufen.

3. Wie ist Risperidon Genericon einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Zur Behandlung von Schizophrenie:

Erwachsene

  • Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 2 mg pro Tag; diese Dosis könnte am zweiten Tag auf 4 mg pro Tag erhöht werden.
  • Je nachdem wie Sie auf die Behandlung ansprechen, kann die Dosis danach von Ihrem Arzt schrittweise angepasst werden.
  • Die meisten Patienten fühlen sich mit einer Tagesdosis von 4 mg bis 6 mg besser.
  • Diese Gesamttagesdosis kann entweder auf einmal eingenommen werden oder auf zwei getrennte Gaben pro Tag aufgeteilt werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, was für Sie am besten ist.

Ältere Patienten

  • Ihre Anfangsdosis beträgt üblicherweise 0,5 mg zweimal täglich.
  • Ihre Dosis kann dann schrittweise von Ihrem Arzt auf 1 mg bis 2 mg zweimal täglich erhöht werden.
  • Ihr Arzt wird Ihnen sagen, was für Sie am besten ist.

Kinder und Jugendliche

  • Die Anwendung von Risperidon Genericon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Schizophrenie wird nicht empfohlen.

Zur Behandlung von Manie:

Erwachsene

  • Ihre Anfangsdosis beträgt üblicherweise 2 mg einmal täglich.
  • Je nachdem wie Sie auf die Behandlung ansprechen, kann Ihre Dosis danach von Ihrem Arzt schrittweise angepasst werden. Die meisten Patienten fühlen sich mit einer Dosis von 1 mg bis 6 mg einmal täglich besser.

Ältere Patienten

  • Ihre Anfangsdosis beträgt üblicherweise 0,5 mg zweimal täglich.
  • Je nachdem wie Sie auf die Behandlung ansprechen, kann Ihre Dosis danach von Ihrem Arzt schrittweise auf 1 mg bis 2 mg zweimal täglich erhöht werden.

Kinder und Jugendliche

  • Die Anwendung von Risperidon Genericon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Manie wird nicht empfohlen.

Zur Behandlung von anhaltender Aggression bei Personen mit Alzheimer-Demenz:

Erwachsene (einschließlich älterer Patienten)

  • Ihre Anfangsdosis beträgt üblicherweise 0,25 mg zweimal täglich.
  • Je nachdem wie Sie auf die Behandlung ansprechen, kann Ihre Dosis danach von Ihrem Arzt schrittweise erhöht werden.
  • Die meisten Patienten fühlen sich mit einer Dosis von 0,5 mg zweimal täglich besser. Bei einigen Patienten ist unter Umständen eine Dosis von 1 mg zweimal täglich erforderlich.
  • Die Behandlungsdauer bei Patienten mit Alzheimer-Demenz soll nicht mehr als sechs Wochen betragen.

Zur Behandlung von Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen:

Die Dosis hängt vom Gewicht des Kindes ab:

Kinder und Jugendliche mit einem Gewicht unter 50 kg

  • Die Anfangsdosis beträgt normalerweise 0,25 mg einmal täglich.
  • Die Dosis kann jeden zweiten Tag in Schritten von 0,25 mg pro Tag erhöht werden.
  • Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 0,25 mg bis 0,75 mg einmal täglich.

Für 0,25 mg- bzw. 0,75 mg-Dosierungen stehen Darreichungsformen anderer Risperidon-haltiger
Arzneispezialitäten zur Verfügung.

Kinder und Jugendliche, die 50 kg oder mehr wiegen

  • Die Anfangsdosis beträgt normalerweise 0,5 mg einmal täglich.
  • Die Dosis kann jeden zweiten Tag in Schritten von 0,5 mg pro Tag erhöht werden.
  • Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 0,5 mg bis 1,5 mg einmal täglich.

Die Behandlungsdauer bei Patienten mit Verhaltensstörung soll nicht mehr als sechs Wochen
betragen.

Die Anwendung von Risperidon Genericon bei Kindern unter fünf Jahren mit Verhaltensstörung wird nicht empfohlen.

Patienten mit Nieren- oder Leberproblemen:

Unabhängig davon, welche Krankheit behandelt werden soll, sind alle Anfangsdosen und auch alle weiteren Dosen um die Hälfte zu reduzieren. Dosiserhöhungen haben bei diesen Patienten langsamer zu erfolgen.

Risperidon Genericon ist bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht anzuwenden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Filmtablette mit Wasser ein.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge Risperidon Genericon eingenommen haben, als Sie sollten

Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Nehmen Sie dazu die Arzneimittelpackung mit.

Im Falle einer Überdosis fühlen Sie sich möglicherweise schläfrig oder müde oder Sie machen ungewöhnliche Körperbewegungen, haben Probleme beim Stehen und Gehen, fühlen sich aufgrund eines zu niedrigen Blutdrucks schwindlig oder Ihr Herz schlägt anders als sonst oder Sie haben Krampfanfälle.

Wenn Sie die Einnahme von Risperidon Genericon vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge (zwei Dosen zur gleichen Zeit) ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Falls Sie vergessen haben, eine Dosis einzunehmen, nehmen Sie diese, sobald Sie dies bemerken. Wenn es jedoch schon fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die versäumte Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis wie gewohnt ein. Wenn Sie zwei oder mehr Einnahmen versäumt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Risperidon Genericon abbrechen

Beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht, wenn Ihnen das nicht von Ihrem Arzt gesagt wird. Ihre Symptome können wieder auftreten. Wenn Ihr Arzt entscheidet, das Arzneimittel abzusetzen, wird Ihre Dosis schrittweise über mehrere Tage reduziert.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Wenn Sie Demenz haben und bei Ihnen plötzlich eine Veränderung Ihres geistigen Zustands auftritt oder Sie ein plötzliches Schwäche- oder Taubheitsgefühl in Gesicht, Armen oder Beinen, besonders auf einer Seite, oder eine undeutliche Sprache, selbst nur kurzfristig, entwickeln. Dies können Hinweise auf einen Schlaganfall sein.
  • tardive Dyskinesie (unkontrollierbare zuckende oder ruckartige Bewegungen Ihres Gesichts, Ihrer Zunge oder anderer Teile Ihres Körpers). Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie unwillkürliche rhythmische Bewegungen der Zunge, des Mundes und Gesichts erleben. Ein Absetzen von Risperidon kann notwendig sein.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzüglich ärztlichen Rat ein.
  • Fieber, Muskelsteifheit, Schweißausbrüche oder eine Bewusstseinsminderung (eine Erkrankung, die „malignes neuroleptisches Syndrom“ genannt wird). Eine sofortige medizinische Behandlung könnte erforderlich sein.
  • Wenn Sie männlich sind und bei Ihnen eine lang anhaltende oder schmerzhafte Erektion auftritt. Diese wird Priapismus genannt. Eine sofortige medizinische Behandlung könnte erforderlich sein.
  • schwere allergische Reaktionen, die durch Fieber, Schwellung von Mund, Gesicht, Lippen oder Zunge, Kurzatmigkeit, Juckreiz, Hautausschlag oder Abfall des Blutdrucks gekennzeichnet sind.

Die folgenden sonstigen Nebenwirkungen können auch auftreten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen):

  • Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten
  • Parkinsonismus: Dieses Krankheitsbild kann langsame oder gestörte Bewegungen, das Gefühl von steifen oder festen Muskeln (dies macht Ihre Bewegungen ruckartig) und manchmal sogar ein Gefühl des „Einfrierens“ und dann Wiederbeginn von Bewegungen einschließen. Andere Anzeichen für Parkinsonismus sind ein langsamer, schlurfender Gang, ein Zittern in Ruhe, verstärkte Speichelbildung und/oder vermehrter Speichelfluss sowie ein Verlust der Ausdrucksfähigkeit des Gesichts.
  • sich schläfrig fühlen oder unaufmerksam sein
  • Kopfschmerzen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Lungenentzündung, Bronchitis, allgemeine Erkältungssymptome, Nasennebenhöhlenentzündung, Harnwegsinfektion, Ohreninfektion, grippeähnliches Gefühl
  • Erhöhung des Wertes eines bestimmten Hormons (Prolaktin) – nachgewiesen im Bluttest: Dies kann Symptome hervorrufen, muss aber nicht. Symptome eines hohen Prolaktin-Wertes, die bei Männern auftreten, schließen das Anschwellen der Brustdrüsen, Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten oder andere sexuelle Funktionsstörungen ein. Bei Frauen können sie Brustbeschwerden, Milchabsonderung aus den Brüsten, Ausbleiben einzelner Monatsblutungen oder andere Probleme mit ihrem Zyklus oder der Gebärfähigkeit umfassen.
  • Gewichtszunahme, verminderter oder gesteigerter Appetit
  • Reizbarkeit, Angst, innere Unruhe, Schlafstörungen, Depression
  • Krankheitsbild, das langsame und anhaltende, unwillkürliche Muskelkontraktionen einschließt (Dystonie). Dies kann jeden Körperteil betreffen und so zu einer anomalen Körperhaltung führen, allerdings sind zumeist Teile des Gesichts einschließlich anormaler Bewegungen der Augen, des Mundes, der Zunge oder des Kiefers betroffen.
  • Schwindel
  • Krankheitsbild, das unwillkürliche Muskelbewegungen einschließt und wiederholte, krampfartige oder windende Bewegungen oder Zuckungen einschließen kann (Dyskinesie)
  • Zittern (Tremor)
  • verschwommenes Sehen, Augeninfektion oder Bindehautentzündung
  • schneller Herzschlag, hoher Blutdruck, Kurzatmigkeit
  • Halsschmerzen, Husten, Nasenbluten, verstopfte Nase
  • Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Bauchbeschwerden, Verdauungsstörungen, Mundtrockenheit, Zahnschmerzen
  • Hautausschlag, Hautrötung
  • Muskelkrämpfe, Knochen- oder Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen
  • Blasenschwäche (Harninkontinenz)
  • Schwellungen des Körpers, der Arme oder Beine, Fieber, Schmerzen im Bereich des Brustkorbs, Schwäche, Erschöpfung (Müdigkeit), Schmerzen
  • Sturz

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Atemwegsinfektion, Harnblaseninfektion, Augeninfektion, Mandelentzündung, Pilzinfektion der Nägel, Hautinfektion, eine Infektion, die auf eine einzelne Hautstelle oder auf einen Körperteil beschränkt ist, Virusinfektion, durch Milben hervorgerufene Hautentzündung
  • verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen, die Sie vor Infektionen schützen, verminderte Anzahl von weißen Blutkörperchen, verminderte Anzahl von roten Blutkörperchen, erhöhte Anzahl von Eosinophilen (bestimmte Art der weißen Blutkörperchen), Blutarmut, verminderte Anzahl der Blutplättchen (Blutzellen, die dabei helfen, eine Blutung zu stoppen)
  • allergische Reaktionen
  • Diabetes oder Verschlimmerung eines Diabetes, hoher Blutzuckerspiegel, verstärktes Trinken von Wasser
  • Gewichtsabnahme, Appetitverlust, der zu einer Mangelernährung und zu einer Verringerung des Körpergewichts führt
  • Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut
  • Verwirrtheit, Nervosität, euphorische Stimmung (Manie), verminderter sexueller Antrieb, Albträume
  • plötzliche Unterbrechung der Blutversorgung im Gehirn (Schlaganfall oder „kleiner“ Schlaganfall)
  • unempfänglich für Reize, Bewusstlosigkeit, Bewusstseinseinschränkung
  • Krämpfe (Anfälle), Ohnmachtsanfall
  • andauernder Drang, bestimmte Körperteile zu bewegen, Gleichgewichtsstörung, anomale Koordination, Schwindel beim Aufstehen, Störung der Aufmerksamkeit, Sprachstörungen, Verlust des Geschmackssinns oder anormales Geschmacksempfinden, vermindertes Empfinden der Haut für Schmerz und Berührung, ein Gefühl von Kribbeln, Stechen oder Taubheit der Haut
  • Überempfindlichkeit der Augen gegenüber Licht, trockenes Auge, verstärkter Tränenfluss, Rötung der Augen
  • Gefühl, sich zu drehen (Vertigo), Ohrgeräusche, Ohrenschmerzen
  • Vorhofflimmern (ein anomaler Herzrhythmus), Unterbrechung der Reizweiterleitung zwischen den oberen und den unteren Teilen des Herzens, anomale elektrische Reizweiterleitung des Herzens, Funktionsstörung des Herzens (Verlängerung des QT-Intervalls), langsamer Herzschlag, anomale elektrische Ableitung des Herzens (sichtbar im Elektrokardiogramm [EKG]), ein flattriges oder pochendes Gefühl im Brustkorb (Palpitationen)
  • niedriger Blutdruck, niedriger Blutdruck beim Aufstehen (betroffene Personen können sich beim plötzlichen Aufstehen oder Aufrichten schwach oder schwindlig fühlen oder ohnmächtig werden), Erröten
  • Lungenentzündung verursacht durch ein versehentliches Einatmen von Nahrung in die Lunge, Lungenstauung, Verengung der Atemwege, rasselnde Lungengeräusche, Keuchen, Stimmstörung, Erkrankungen der Atemwege
  • Magen- oder Darminfektion, Stuhlinkontinenz, sehr harter Stuhl, Schluckbeschwerden, übermäßige Blähungen
  • Nesselsucht, Juckreiz, Haarausfall, Verdickung der Haut, Hautausschlag (Ekzem), trockene Haut, Verfärbung der Haut, Akne, schuppige juckende (Kopf-)Haut, Hauterkrankung, Hautveränderung - Anstieg der Blutwerte eines Enzyms, das manchmal bei Muskelschäden freigesetzt wird (Kreatinin-Phosphokinase, CPK)
  • anomale Körperhaltung, Gelenksteifigkeit, Gelenkschwellung, Muskelschwäche, Nackenschmerzen
  • Schmerzen beim Urinieren, häufiges Urinieren, Unfähigkeit zu urinieren
  • Frauen: Ausbleiben der Monatsblutung, Ausbleiben einzelner Monatsblutungen oder andere Zyklusprobleme
  • Erektionsprobleme, Ejakulationsstörung
  • Milchabsonderung aus den Brüsten, Brustbildung bei Männern, sexuelle Funktionsstörungen, Brustschmerzen oder andere Beschwerden in der Brust, vaginaler Ausfluss bei Frauen
  • Schwellungen des Gesichts, Mundes, der Augen oder Lippen
  • Schüttelfrost, Erhöhung der Körpertemperatur
  • Veränderung der Gangart
  • Durstgefühl, Unwohlsein, Brustkorbbeschwerden, Gefühl, „nicht auf der Höhe“ zu sein, Unbehagen
  • erhöhte Leberenzymwerte im Blut (u.a. Transaminasen, Gamma-Glutamyltransferase [GGT])
  • anwendungsbedingte Schmerzen

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Infektion
  • ungenügende Ausschüttung eines Hormons, das die Urinmenge regelt
  • Zucker im Urin, niedriger Blutzuckerspiegel, erhöhte Blutfettwerte (Triglyceride)
  • Emotionslosigkeit, Unfähigkeit, einen Orgasmus zu erreichen
  • keine Bewegungen oder Reaktionen im wachen Zustand (Katatonie)
  • Krankheitsbild mit Verwirrtheit, hohem Fieber, schwerer Muskelsteifigkeit und Bewusstseinsverminderung oder -verlust („malignes neuroleptisches Syndrom“)
  • Probleme mit den Blutgefäßen im Gehirn
  • Koma infolge eines unkontrollierten Diabetes
  • Kopfwackeln
  • Glaukom (verursacht durch einen erhöhten Augeninnendruck), Probleme mit der Augenbewegung, Augenrollen, Verkrusten des Augenlidrandes
  • Probleme am Auge während einer Katarakt-Operation (Grauer-Star-Operation): Wenn Sie Risperidon Genericon anwenden oder angewendet haben, kann es während einer Katarakt-Operation zu einem Zustand kommen, der intraoperatives Floppy Iris Syndrom (IFIS) genannt wird. Informieren Sie unbedingt Ihren Augenarzt darüber, dass Sie Risperidon Genericon einnehmen oder eingenommen haben, wenn bei Ihnen eine Katarakt-Operation notwendig ist.
  • gefährlich niedrige Anzahl einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen, die zur Infektionsbekämpfung benötigt werden
  • schwere allergische Reaktion gekennzeichnet durch Fieber, Schwellung von Mund, Gesicht, Lippen oder Zunge, Kurzatmigkeit, Juckreiz, Hautausschlag und manchmal Blutdruckabfall
  • übermäßige und daher gefährliche Aufnahme von Wasser
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können: Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt, wenn Sie eines dieser Symptome bei Ihnen bemerken.
  • Atemprobleme beim Schlafen (Schlaf-Apnoe), schnelle, flache Atmung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Blockade im Darm
  • geschwollene Zunge, aufgesprungene Lippen, durch das Arzneimittel verursachter Hautausschlag - Schuppen
  • Abbau von Muskelfasern mit Schmerzen in den Muskeln (Rhabdomyolyse)
  • verspäteter Beginn der Monatsblutung, Vergrößerung der Brustdrüsen, Brustvergrößerung, Milchabsonderung aus den Brüsten
  • erhöhte Blutwerte des Hormons, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert (Insulin)
  • anhaltende schmerzhafte Erektion, die einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen kann (Priapismus)
  • Verhärtung der Haut
  • sehr niedrige Körpertemperatur, Kältegefühl in Armen und Beinen
  • Symptome eines Arzneimittelentzugs
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht)
  • Schlafwandeln
  • Schlafbezogene Essstörung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • lebensbedrohliche Komplikationen eines unkontrollierten Diabetes
  • schwere allergische Reaktion mit Schwellung, die den Rachen betrifft und so zu Atemproblemen führen kann
  • Aufhören der Darmbewegungen, was zu einer Blockade im Darm führen kann

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • schwerer oder lebensbedrohlicher Ausschlag mit Blasenbildung und Abschälen der Haut, der im und um den Mund, der Nase, den Augen und den Genitalien beginnen und sich auf andere Bereiche des Körpers ausbreiten kann (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse)

Die folgende Nebenwirkung wurde bei Anwendung eines Arzneimittels beobachtet, das Paliperidon als Wirkstoff enthält, der dem Wirkstoff Risperidon sehr ähnlich ist. Es kann daher sein, dass diese Nebenwirkung auch bei der Einnahme von Risperidon Genericon auftritt:

  • schneller Herzschlag nach dem Aufstehen

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Im Allgemeinen wird erwartet, dass die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen die gleichen sind wie bei Erwachsenen.

Über die folgenden Nebenwirkungen wurde bei Kindern und Jugendlichen (5 bis 17 Jahre) häufiger berichtet als bei Erwachsenen:

  • sich schläfrig fühlen oder unaufmerksam sein
  • Erschöpfung (Müdigkeit)
  • Kopfschmerzen
  • gesteigerter Appetit
  • Erbrechen
  • Erkältungssymptome
  • verstopfte Nase
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel
  • Husten
  • Fieber
  • Zittern (Tremor)
  • Durchfall
  • unkontrollierter Harnverlust (Urininkontinenz)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Risperidon Genericon aufzubewahren?

Nicht über 30 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verw. bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Risperidon Genericon enthält

Der Wirkstoff ist Risperidon.

Jede Filmtablette enthält entweder 1 mg, 2 mg, 3 mg oder 4 mg Risperidon.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Risperidon 1 mg Filmtabletten:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk.

Risperidon 2 mg Filmtabletten:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk, Gelb-Orange S (E110).

Risperidon 3 mg Filmtabletten:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk, Chinolin-Gelb (E104).

Risperidon 4 mg Filmtabletten:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk, Chinolin-Gelb (E104),
Indigotinsulfat (E132).

Wie Risperidon Genericon aussieht und Inhalt der Packung

Risperidon Genericon 1 mg Filmtabletten sind weiße, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit
einseitiger Bruchrille.

Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten sind hellorange, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit
einseitiger Bruchrille.

Risperidon Genericon 3 mg Filmtabletten sind hellgelbe, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit
einseitiger Bruchrille.

Risperidon Genericon 4 mg Filmtabletten sind grüne, bikonvexe, längliche Filmtabletten mit
einseitiger Bruchrille.

Die Filmtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Risperidon Genericon ist in Blisterpackungen mit 10, 20, 30, 40, 50 und 60 Filmtabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H.

A-8054 Graz
E-Mail: genericon@genericon.at

Z.Nr.:

Risperidon Genericon 1 mg Filmtabletten 1-26505
Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten 1-26512
Risperidon Genericon 3 mg Filmtabletten 1-26514
Risperidon Genericon 4 mg Filmtabletten 1-26519

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2022.

Fachinformation

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Risperidon Genericon 1 mg Filmtabletten
Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten
Risperidon Genericon 3 mg Filmtabletten
Risperidon Genericon 4 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede 1 mg Filmtablette enthält 1 mg Risperidon.

Jede 2 mg Filmtablette enthält 2 mg Risperidon.

Jede 3 mg Filmtablette enthält 3 mg Risperidon.

Jede 4 mg Filmtablette enthält 4 mg Risperidon.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:

Jede 1 mg Filmtablette enthält 47,5 mg Lactose-Monohydrat und Spuren an Natrium.

Jede 2 mg Filmtablette enthält 95 mg Lactose-Monohydrat, 0,024 mg Gelb-Orange S (E110) und

Spuren an Natrium.

Jede 3 mg Filmtablette enthält 142,5 mg Lactose-Monohydrat und Spuren an Natrium.

Jede 4 mg Filmtablette enthält 190 mg Lactose-Monohydrat und Spuren an Natrium.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Risperidon Genericon 1 mg Filmtabletten
Weiße, bikonvexe, längliche, 8,3 ± 0,3 mm x 4,2 ± 0,3 mm große Filmtablette mit einseitiger
Bruchrille.

Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten
Hellorange, bikonvexe, längliche 12,1 ± 0,3 mm x 5,1 ± 0,3 mm große Filmtablette mit einseitiger
Bruchrille.

Risperidon Genericon 3 mg Filmtabletten
Hellgelbe, bikonvexe, längliche 13,6 ± 0,3 mm x 6,6 ± 0,3 mm große Filmtablette mit einseitiger
Bruchrille.

Risperidon Genericon 4 mg Filmtabletten
Grüne, bikonvexe, längliche 15,3 ± 0,3 mm x 6,7 ± 0,3 mm große Filmtablette mit einseitiger
Bruchrille.

Die Filmtabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Risperidon ist indiziert zur Behandlung der Schizophrenie.

Risperidon ist indiziert zur Behandlung mäßiger bis schwerer manischer Episoden in Verbindung mit bipolaren Störungen.

Risperidon ist indiziert zur Kurzzeitbehandlung (bis zu 6 Wochen) anhaltender Aggression bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz, die auf nicht-pharmakologische Methoden nicht ansprechen und bei denen ein Risiko für Eigen- und Fremdgefährdung besteht.

Risperidon ist indiziert zur symptomatischen Kurzzeitbehandlung (bis zu 6 Wochen) von anhaltender Aggression bei Verhaltensstörung bei Kindern im Alter ab 5 Jahren und Jugendlichen mit unterdurchschnittlicher intellektueller Fähigkeit oder mentaler Retardierung, die gemäß der DSM IV Kriterien diagnostiziert wurden, bei denen der Schweregrad der aggressiven oder anderer störender Verhaltensweisen eine pharmakologische Behandlung erfordert. Die pharmakologische Behandlung soll ein integraler Bestandteil eines umfassenden Behandlungsprogramms sein, das psychosoziale und erzieherische Maßnahmen beinhaltet. Es wird empfohlen, dass Risperidon von einem Spezialisten für Kinderneurologie, für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder von einem Arzt, der mit der Behandlung von Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen gut vertraut ist, verordnet wird.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Schizophrenie

Erwachsene

Risperidon kann einmal oder zweimal täglich verabreicht werden.

Es wird eine Anfangsdosis von 2 mg Risperidon täglich empfohlen. Am zweiten Tag kann die Dosis auf 4 mg erhöht werden. Danach kann die Dosis unverändert beibehalten oder bei Bedarf weiter individuell angepasst werden. Die meisten Patienten werden von täglichen Dosen zwischen 4 und 6 mg profitieren. Bei einigen Patienten kann eine langsamere Titrationsphase sowie eine niedrigere Anfangs- und Erhaltungsdosis sinnvoll sein.

Dosen über 10 mg Risperidon täglich haben sich gegenüber niedrigeren Dosen in ihrer Wirksamkeit nicht überlegen gezeigt, können aber eine erhöhte Inzidenz von extrapyramidalen Symptomen verursachen. Die Sicherheit von Dosen über 16 mg wurde nicht untersucht, und daher werden solche Dosen auch nicht empfohlen.

Ältere Patienten

Es wird eine Anfangsdosis von 0,5 mg zweimal täglich empfohlen. Diese Dosis kann individuell in Schritten von je 0,5 mg zweimal täglich auf 1 bis 2 mg zweimal täglich angepasst werden.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit wird Risperidon nicht für die Behandlung von
Schizophrenie bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.

Manie im Rahmen bipolarer Störungen

Erwachsene

Es wird empfohlen, Risperidon einmal täglich, beginnend mit 2 mg Risperidon, zu verabreichen.

Dosisanpassungen sind, falls erforderlich, in Intervallen von nicht weniger als 24 Stunden und
Dosisschritten von 1 mg pro Tag vorzunehmen. Risperidon kann in flexiblen Dosen über einen
Dosisbereich von 1 bis 6 mg pro Tag verabreicht werden, um den Grad der Wirksamkeit und
Verträglichkeit für den jeweiligen Patienten zu optimieren. Tägliche Dosen über 6 mg Risperidon
wurden bei Patienten mit manischen Episoden nicht untersucht.

Wie bei allen symptomatischen Therapien, muss die kontinuierliche Anwendung von Risperidon
fortwährend beurteilt und begründet werden.

Ältere Patienten

Eine Anfangsdosis von 0,5 mg zweimal täglich wird empfohlen. Diese Dosis kann individuell in Schritten von jeweils 0,5 mg zweimal täglich auf 1 bis 2 mg zweimal täglich angepasst werden. Da die klinische Erfahrung bei älteren Patienten limitiert ist, ist entsprechende Vorsicht geboten.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit wird Risperidon nicht für die Behandlung bipolarer
Störungen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.

Anhaltende Aggression bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz

Es wird eine Anfangsdosis von 0,25 mg zweimal täglich empfohlen. Je nach individuellem Bedarf kann diese Dosis in Schritten von 0,25 mg zweimal täglich angepasst werden, jedoch nicht häufiger als jeden zweiten Tag. Für die meisten Patienten ist die optimale Dosis 0,5 mg zweimal täglich.

Einige Patienten können allerdings von Dosen bis zu 1 mg zweimal täglich profitieren.

Risperidon ist bei Patienten mit Alzheimer-Demenz und anhaltender Aggression nicht länger als 6 Wochen anzuwenden. Während der Behandlung müssen die Patienten häufig und regelmäßig beurteilt und die Notwendigkeit zur Fortsetzung der Behandlung jeweils neu bewertet werden.

Verhaltensstörung

Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren Bei Patienten mit einem Körpergewicht ≥ 50 kg wird eine Anfangsdosis von 0,5 mg einmal täglich empfohlen. Je nach individuellem Bedarf kann diese Dosis in Schritten von jeweils 0,5 mg einmal täglich angepasst werden, jedoch nicht häufiger als jeden zweiten Tag. Für die meisten Patienten ist die optimale Dosis 1 mg einmal täglich. Einige Patienten können jedoch von einer Dosis von 0,5 mg einmal täglich profitieren, während andere eine Dosis von 1,5 mg einmal täglich benötigen. Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 50 kg wird eine Anfangsdosis von 0,25 mg einmal täglich empfohlen. Je nach individuellem Bedarf kann diese Dosis in Schritten von 0,25 mg einmal täglich angepasst werden, jedoch nicht häufiger als jeden zweiten Tag. Für die meisten Patienten ist die optimale Dosis 0,5 mg einmal täglich. Einige Patienten können jedoch von einer Dosis von 0,25 mg einmal täglich profitieren, während andere eine Dosis von 0,75 mg einmal täglich benötigen.

Für 0,25 mg – bzw. 0,75 mg-Dosierungen stehen Darreichungsformen anderer Risperidon-hältiger
Arzneispezialitäten zur Verfügung.

Wie bei allen symptomatischen Behandlungen muss die kontinuierliche Anwendung von Risperidon fortwährend beurteilt und begründet werden.

Risperidon wird bei Kindern im Alter von unter fünf Jahren nicht empfohlen, da keine Erfahrungen bei Kindern unter fünf Jahren mit diesem Krankheitsbild vorliegen.

Eingeschränkte Nieren- und Leberfunktion

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zeigen eine geringere Fähigkeit, die aktive
antipsychotisch wirkende Fraktion auszuscheiden, als Erwachsene mit normaler Nierenfunktion.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion zeigen erhöhte Plasmakonzentrationen der freien
Fraktion von Risperidon.

Ungeachtet von der jeweiligen Indikation sind bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder
Leberfunktion die Anfangs- und Folgedosen zu halbieren, und die Dosistitration muss langsamer
erfolgen.

Risperidon ist in diesen Patientengruppen mit entsprechender Vorsicht anzuwenden.

Art der Anwendung

Risperidon ist zum Einnehmen bestimmt. Nahrungsmittel beeinflussen die Resorption von Risperidon nicht.

Bei Beendigung der Behandlung wird ein ausschleichendes Absetzen empfohlen. Akute Absetzsymptome, einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und Schlaflosigkeit, wurden sehr selten nach abruptem Absetzen einer hochdosierten antipsychotischen Medikation beschrieben (siehe Abschnitt 4.8). Die psychotischen Symptome können ebenfalls erneut auftreten, und über das Auftreten von unwillkürlichen Bewegungsstörungen (wie etwa Akathisie, Dystonie und Dyskinesie) wurde berichtet.

Umstellung von anderen Antipsychotika Sofern aus medizinischer Sicht sinnvoll, wird ein ausschleichendes Absetzen der vorherigen Behandlung empfohlen, während die Therapie mit Risperidon begonnen wird. Falls aus medizinischer Sicht angebracht, wird bei Umstellung von Patienten von einem Depot-Antipsychotikum die Therapie mit Risperidon anstelle der nächsten vorgesehenen Injektion begonnen. Die Notwendigkeit zur Weiterführung einer bereits bestehenden Antiparkinson-Medikation muss regelmäßig neu bewertet werden.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Ältere Patienten mit Demenz

Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen Eine Meta-Analyse 17 kontrollierter klinischer Studien mit atypischen Antipsychotika, einschließlich Risperidon, zeigte, dass die Mortalität bei älteren Patienten mit Demenz, die mit atypischen Antipsychotika behandelt wurden, höher war als unter Plazebo. In plazebokontrollierten Studien mit oralem Risperidon in dieser Patientenpopulation lag die Mortalitätsinzidenz bei den mit Risperidon behandelten Patienten bei 4,0 % verglichen mit 3,1 % bei den Patienten unter Plazebo. Die Odds-Ratio (95 % Konfidenzintervall) betrug 1,21 (0,7; 2,1). Das mittlere Alter der Patienten, die verstarben, lag bei 86 Jahren (Altersspanne 67 bis 100). Die Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind. Anhand der nicht ausreichenden Studiendaten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt. In welchem Maß die in Beobachtungsstudien festgestellte erhöhte Mortalität den Antipsychotika oder bestimmten Patientencharakteristika zugeordnet werden kann, ist nicht bekannt.

Gleichzeitige Anwendung mit Furosemid In den plazebokontrollierten Studien mit Risperidon wurde bei älteren Patienten mit Demenz, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, eine höhere Mortalitätsinzidenz (7,3 %; mittleres Alter: 89 Jahre; Altersspanne 75 bis 97 Jahre) im Vergleich zu Patienten, die Risperidon alleine (3,1 %;

mittleres Alter: 84 Jahre; Altersspanne 70 bis 96 Jahre) oder Furosemid alleine (4,1 %; mittleres Alter: 80 Jahre; Altersspanne 67 bis 90 Jahre) erhielten, beobachtet. Die erhöhte Mortalitätsinzidenz bei Patienten, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, wurde in zwei von vier klinischen Studien beobachtet. Die gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit anderen Diuretika (hauptsächlich Thiaziddiuretika in niedriger Dosierung) war nicht mit ähnlichen Befunden verbunden.

Es konnten weder ein pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Beobachtung noch ein einheitliches Muster für die Todesursachen festgestellt werden. Dennoch ist entsprechende Vorsicht geboten, und die Risiken und Nutzen dieser Kombination oder einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen potenten Diuretika sind vor einer Entscheidung für eine Therapie entsprechend abzuwägen. Es ließ sich keine erhöhte Mortalitätsinzidenz bei Patienten, die andere Diuretika als begleitende Behandlung zu Risperidon erhalten hatten, feststellen. Ungeachtet der jeweiligen Behandlung stellte jedoch Dehydratation einen generellen Risikofaktor für Mortalität dar und sie ist daher besonders bei älteren Patienten mit Demenz zu vermeiden.

Unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse (CVAEs) In randomisierten, plazebokontrollierten, klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhte Risiko für zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet. Die gepoolten Daten aus sechs plazebokontrollierten Studien mit Risperidon mit primär älteren Patienten (> 65 Jahre) mit Demenz zeigten, dass CVAEs (schwerwiegend und nicht schwerwiegend, kombiniert) bei 3,3 % (33/1009) der Patienten auftraten, die mit Risperidon behandelt wurden, sowie bei 1,2 % (8/712) der mit Plazebo behandelten Patienten. Die Odds-Ratio (95 % Konfidenzintervall) betrug 2,96 (1,3; 7,50). Der Grund für dieses erhöhte Risiko ist nicht bekannt.

Ein erhöhtes Risiko kann auch für andere Antipsychotika oder andere Patientenpopulationen nicht ausgeschlossen werden. Risperidon ist bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall mit Vorsicht anzuwenden.

Das Risiko für CVAEs war bei Patienten mit Demenz vom gemischten oder vaskulären Typ höher als bei Alzheimer-Demenz. Daher wird empfohlen, Patienten mit anderen Arten der Demenz als der Alzheimer-Demenz nicht mit Risperidon zu behandeln.

Ärzte sind angewiesen, die Risiken und Nutzen einer Anwendung von Risperidon bei älteren Demenz-Patienten sorgfältig abzuwägen, insbesondere bei prädisponierenden Faktoren für einen Schlaganfall. Patienten/Betreuer sind entsprechend darauf hinzuweisen, Anzeichen für ein mögliches zerebrovaskuläres Ereignis wie plötzliche Erschlaffung oder Taubheit im Gesicht, an Armen oder Beinen sowie Sprach- und Sehstörungen unverzüglich zu melden. In solchen Fällen sind alle Behandlungsmöglichkeiten einschließlich des Abbruchs der Therapie mit Risperidon unverzüglich zu erwägen.

Risperidon ist bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz und anhaltender Aggression in Ergänzung zu nichtpharmakologischen Maßnahmen, die sich nur als eingeschränkt bzw. als nicht wirksam erwiesen haben, und bei möglichem Risiko für Eigen- oder Fremdgefährdung nur kurzfristig anzuwenden.

Patienten sind hinsichtlich ihres Status regelmäßig neu zu beurteilen und die Notwendigkeit einer
Fortführung der Behandlung ist zu überprüfen.

Orthostatische Hypotonie

Aufgrund der alpha-blockierenden Aktivität von Risperidon kann, vor allem während der initialen Titrationsphase, eine (orthostatische) Hypotonie auftreten. Eine klinisch relevante Hypotonie wurde nach Markteinführung bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und einer antihypertensiven Therapie beobachtet. Risperidon ist daher bei Patienten mit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen (z.B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt, Reizleitungsstörungen, Dehydrierung, Hypovolämie oder zerebrovaskuläre Erkrankungen) mit Vorsicht anzuwenden, und die Dosis ist wie empfohlen schrittweise zu titrieren (siehe Abschnitt 4.2). Bei Auftreten einer Hypotonie ist eine Dosisreduktion in Erwägung zu ziehen.

Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose

Über Fälle von Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose wurden unter einer Behandlung mit
Antipsychotika, einschließlich Risperidon, berichtet. Über eine Agranulozytose wurde nach
Markteinführung sehr selten (<1/10.000 Patienten) berichtet.

Patienten mit einer klinisch signifikant niedrigen Leukozytenzahl (WBC) in der Vorgeschichte oder einer Arzneimittel-induzierten Leukopenie/Neutropenie sind während der ersten Monate der Therapie zu überwachen, und ein Absetzen von Risperidon ist bei den ersten Anzeichen eines klinisch signifikanten Abfalls der weißen Blutkörperchen in Betracht zu ziehen, wenn andere Ursachen ausgeschlossen sind.

Patienten mit klinisch signifikanter Neutropenie sind sorgfältig auf Fieber und andere Symptome oder Anzeichen einer Infektion zu überwachen. Eine sorgfältige Behandlung hat zu erfolgen, wenn solche Symptome auftreten. Bei Patienten mit einer schweren Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl <1 x 109/l) ist Risperidon abzusetzen, und die Zahl der weißen Blutkörperchen ist bis zur Normalisierung zu beobachten.

Tardive Dyskinesie/extrapyramidale Symptome (TD/EPS)

Arzneimittel mit Dopaminrezeptor-antagonistischen Eigenschaften werden mit der Induktion einer tardiven Dyskinesie in Verbindung gebracht, die durch unwillkürliche rhythmische Bewegungen, vor allem der Zunge und/oder des Gesichts, charakterisiert ist. Das Auftreten extrapyramidaler Symptome ist ein Risikofaktor für die Entwicklung einer tardiven Dyskinesie. Wenn Symptome einer tardiven Dyskinesie auftreten, ist ein Absetzen sämtlicher Antipsychotika in Erwägung zu ziehen.

Bei Patienten, die gleichzeitig Psychostimulanzien (z.B. Methylphenidat) und Risperidon erhalten, ist Vorsicht geboten, da während der Einstellung eines oder beider Arzneimittel extrapyramidale Symptome auftreten können. Es wird empfohlen die Psychostimulanzbehandlung schrittweise zu beenden (siehe Abschnitt 4.5).

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

Über das Auftreten eines malignen neuroleptischen Syndroms, das durch Hyperthermie, Muskelsteifigkeit, autonome Instabilität, veränderte Bewusstseinslage und erhöhte Serum-Kreatinphosphokinase-Werte charakterisiert ist, wurde in Verbindung mit Antipsychotika berichtet. Zusätzliche Symptome können Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen einschließen. In einem solchen Fall sind alle Antipsychotika, einschließlich Risperidon, abzusetzen.

Parkinson-Krankheit und Demenz mit Lewy-Körperchen

Bei der Verschreibung antipsychotischer Arzneimittel, einschließlich Risperidon, an Patienten mit Parkinson-Krankheit oder Demenz mit Lewy-Körperchen (DLK) müssen Ärzte die jeweiligen Risiken gegenüber dem zu erwartenden Nutzen abwägen. Eine Parkinson-Krankheit kann sich unter Risperidon verschlimmern. Beide Gruppen können sowohl ein erhöhtes Risiko für ein malignes neuroleptisches Syndrom als auch für eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Antipsychotika aufweisen; diese Patienten wurden aus klinischen Studien ausgeschlossen.

Zusätzlich zu extrapyramidalen Symptomen können Symptome dieser erhöhten Empfindlichkeit
Verwirrtheit, Abstumpfung und Gleichgewichtsstörungen mit häufigen Stürzen sein.

Hyperglykämie und Diabetes mellitus

Während der Behandlung mit Risperidon wurde über Hyperglykämie, Diabetes mellitus und Exazerbation eines vorbestehenden Diabetes berichtet. In einigen Fällen wurde über eine vorangegangene Zunahme des Körpergewichts berichtet, was ein prädisponierender Faktor sein kann. Über eine Verbindung mit einer Ketoazidose wurde sehr selten und mit einem diabetischen Koma selten berichtet. Eine entsprechende klinische Überwachung in Übereinstimmung mit den gültigen Richtlinien zur antipsychotischen Behandlung wird empfohlen. Patienten, die mit atypischen Antipsychotika, einschließlich Risperidon, behandelt werden, sind auf Symptome einer Hyperglykämie (wie Polydipsie, Polyurie, Polyphagie und Schwäche) zu überwachen, Patienten mit Diabetes mellitus sind regelmäßig hinsichtlich einer Verschlechterung der Glucosekontrolle zu überwachen.

Gewichtszunahme

Bei der Behandlung mit Risperidon wurde über eine signifikante Gewichtszunahme berichtet. Das
Gewicht ist regelmäßig zu überwachen.

Hyperprolaktinämie

Hyperprolaktinämie ist eine häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Risperidon. Es wird eine Überwachung des Prolaktin-Plasmaspiegels empfohlen, wenn Patienten Anzeichen von möglicherweise Prolaktin-assoziierten Nebenwirkungen aufweisen (z.B. Gynäkomastie, Menstruationsstörungen, Anovulation, Fertilitätsstörungen, verminderte Libido, Erektionsstörungen, Galaktorrhö).

Studien an Gewebekulturen lassen vermuten, dass das Zellwachstum bei humanen Brusttumoren durch Prolaktin stimuliert werden kann. Obwohl in klinischen und epidemiologischen Studien bislang kein eindeutiger Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika gezeigt werden konnte, ist bei Patienten mit entsprechender medizinischer Vorgeschichte Vorsicht geboten. Risperidon ist bei Patienten mit vorbestehender Hyperprolaktinämie und bei Patienten mit möglicherweise prolaktinabhängigen Tumoren mit Vorsicht anzuwenden.

QT-Verlängerung

Über eine Verlängerung des QT-Intervalls wurde nach Markteinführung sehr selten berichtet. Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Risperidon Patienten mit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen, einer QT-Verlängerung in der Familienanamnese, Bradykardie oder Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) verschrieben wird, weil dadurch das Risiko für arrhythmogene Wirkungen erhöht werden kann. Bei einer Kombination mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Krampfanfälle

Risperidon ist bei Patienten mit Krampfanfällen oder anderen Erkrankungen in der Anamnese, die die Anfallsschwelle herabsetzen können, mit Vorsicht anzuwenden.

Priapismus

Aufgrund seiner alpha-adrenerg blockierenden Wirkungen kann unter der Behandlung mit Risperidon Priapismus auftreten.

Regulierung der Körpertemperatur

Antipsychotika wurden mit Störungen der Fähigkeit des Körpers, seine Kerntemperatur zu reduzieren, in Zusammenhang gebracht. Bei der Verschreibung von Risperidon an Patienten, bei denen es umständehalber zu einem Anstieg der Körpertemperatur kommen kann, z.B. durch anstrengende körperliche Betätigung, extreme Hitzeeinwirkung, gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln mit anticholinerger Wirkung oder durch Dehydrierung, ist daher entsprechende Sorgfalt geboten.

Venöse Thromboembolie (VTE)

Fälle mit venöser Thromboembolie (VTE) wurden in Verbindung mit der Anwendung von Antipsychotika beschrieben. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sind alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Risperidon zu identifizieren und Präventivmaßnahmen zu ergreifen.

Antiemetische Wirkung

In präklinischen Studien mit Risperidon wurde eine antiemetische Wirkung beobachtet. Diese Wirkung kann, falls sie beim Menschen auftritt, die Symptome einer Überdosierung mit bestimmten Arzneimitteln oder bestimmte Erkrankungen wie gastrointestinale Obstruktion, Reye-Syndrom und einen Hirntumor verschleiern.

Einschränkung der Nieren- und Leberfunktion

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vermögen die aktive antipsychotische Fraktion weniger auszuscheiden als Erwachsene mit normaler Nierenfunktion. Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion haben erhöhte Plasmakonzentrationen der freien Fraktion von Risperidon (siehe Abschnitt 4.2).

Intraoperatives Floppy Iris Syndrom (IFIS)

Bei Patienten, die mit Arzneimittel mit alpha1a-adrenerg antagonistischer Wirkung, wie Risperidon, behandelt wurden, wurde während Kataraktoperationen ein IFIS beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Ein IFIS kann das Risiko für Komplikationen am Auge während und nach einer Operation erhöhen. Die derzeitige oder frühere Anwendung von Arzneimitteln mit alpha1a-adrenerg antagonistischer Wirkung ist dem Ophthalmologen vor dem Eingriff mitzuteilen. Der potenzielle Nutzen des Absetzens einer alpha1-blockierenden Therapie vor einer Kataraktoperation ist nicht erwiesen und muss gegen das Risiko des Absetzens der antipsychotischen Therapie abgewogen werden.

Kinder und Jugendliche

Vor Verschreibung von Risperidon an Kinder oder Jugendliche mit Verhaltensstörung sind diese umfassend auf körperliche und soziale Hintergründe des aggressiven Verhaltens wie Schmerzen oder ungünstige umfeldbedingte Belastungen zu beurteilen.

Die sedierende Wirkung von Risperidon ist bei dieser Patientenpopulation aufgrund möglicher Auswirkungen auf die Lernfähigkeit genau zu überwachen. Ein Wechsel des Einnahmezeitpunktes von Risperidon kann möglicherweise den Einfluss der Sedierung auf die Konzentrationsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Risperidon war mit einer mittleren Zunahme des Körpergewichts und des Body-Mass-Index (BMI) assoziiert. Es wird empfohlen, vor der Behandlung das Ausgangsgewicht zu ermitteln und das Gewicht regelmäßig zu kontrollieren. In den offenen Langzeiterweiterungsstudien lagen die Veränderungen der Körpergröße innerhalb der erwarteten altersgemäßen Norm. Die Auswirkungen einer Langzeitbehandlung mit Risperidon auf das Wachstum und die sexuelle Reife sind nicht ausreichend untersucht worden.

Aufgrund der möglichen Auswirkungen einer anhaltenden Hyperprolaktinämie auf das Wachstum und die sexuelle Reife bei Kindern und Jugendlichen ist eine regelmäßige klinische Bewertung des endokrinologischen Status in Erwägung zu ziehen, einschließlich Messungen der Größe, des Gewichts, der sexuellen Reife, der Überwachung der menstruellen Funktion und anderer potenziell prolaktin-assoziierter Effekte.

Ergebnisse einer kleinen Beobachtungsstudie nach Markteinführung zeigten, dass Studienteilnehmer zwischen 8-16 Jahren, die Risperidon erhalten hatten, im Durchschnitt ca. 3,0 bis 4,8 cm größer waren als solche, die andere atypische Antipsychotika erhalten hatten. Diese Studie war nicht geeignet um zu ermitteln, ob die Exposition gegenüber Risperidon einen Einfluss auf die endgültige Erwachsenengröße hatte, oder ob das Ergebnis durch einen direkten Effekt von Risperidon auf das Knochenwachstum oder einen direkten Effekt der zugrundeliegenden Erkrankung auf das Knochenwachstum verursacht wurde oder ob das verstärkte Längenwachstum das Ergebnis einer besseren Kontrolle der zugrundeliegenden Erkrankung war.

Während der Behandlung mit Risperidon ist eine regelmäßige Überprüfung hinsichtlich
extrapyramidaler Symptome und anderer Bewegungsstörungen durchzuführen.

Zu spezifischen Dosierungsempfehlungen bei Kindern und Jugendlichen siehe Abschnitt 4.2.

Sonstige Bestandteile Die Filmtablette enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactoseintoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten enthalten außerdem den Farbstoff Gelb-Orange S (E110). Dieser kann allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Arzneimittel, die dafür bekannt sind, das QT-Intervall zu verlängern Wie bei anderen Antipsychotika ist Vorsicht geboten, wenn Risperidon zusammen mit Arzneimitteln verschrieben wird, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Propafenon), Antiarrhythmika der Klasse III (z.B.

Amiodaron, Sotalol), trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin), tetrazyklische Antidepressiva (z.B. Maprotilin), einige Antihistaminika, andere Antipsychotika, einige Malaria-Mittel (z.B. Chinin und Mefloquin) sowie andere Arzneimittel, die einen unausgeglichenen Elektrolythaushalt (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) oder Bradykardie verursachen, oder solche, die den hepatischen Metabolismus von Risperidon hemmen. Diese Auflistung ist beispielhaft und nicht umfassend.

Zentral wirksame Arzneimittel und Alkohol
Aufgrund eines erhöhten Risikos für eine Sedierung ist Risperidon in Kombination mit anderen
zentralwirksamen Substanzen, insbesondere mit Alkohol, Opiaten, Antihistaminika und
Benzodiazepinen, mit Vorsicht anzuwenden.

Levodopa und Dopamin-Agonisten Risperidon kann der Wirkung von Levodopa und anderen Dopamin-Agonisten entgegenwirken. Falls eine solche Kombination als notwendig erachtet wird, insbesondere im Endstadium der Parkinson-Krankheit, so ist von jeder der Behandlungen die niedrigste effektive Dosis zu verschreiben.

Arzneimittel mit hypotensiver Wirkung Nach Markteinführung wurde über eine klinisch signifikante Hypotonie bei gleichzeitiger Anwendung von Risperidon und einer blutdrucksenkenden Behandlung berichtet.

Paliperidon Die gleichzeitige Anwendung von oralem Risperidon mit Paliperidon wird nicht empfohlen, da es sich bei Paliperidon um einen aktiven Metaboliten von Risperidon handelt und die Kombination der beiden zu einer additiven Exposition der aktiven antipsychotischen Fraktion führen kann.

Psychostimulanzien Die gleichzeitige Anwendung von Psychostimulanzien (z.B. Methylphenidat) und Risperidon kann bei Änderung einer der beiden oder beider Behandlungen zu extrapyramidalen Symptomen führen (siehe Abschnitt 4.4).

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Nahrungsmittel beeinflussen die Resorption von Risperidon nicht.

Risperidon wird hauptsächlich über CYP2D6 und in geringem Ausmaß über CYP3A4 verstoffwechselt. Sowohl Risperidon als auch sein aktiver Metabolit 9-Hydroxyrisperidon sind Substrate von P-Glykoprotein (P-gp). Arzneistoffe, die die CYP2D6 Aktivität beeinflussen, oder Arzneistoffe, die die CYP3A4 und/oder P-gp Aktivität stark anregen oder hemmen, können auf die Pharmakokinetik der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon einwirken.

Starke CYP2D6 Inhibitoren Die gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit starken CYP2D6 Inhibitoren kann die Plasmakonzentration von Risperidon, jedoch nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion, erhöhen. Höhere Dosierungen eines starken CYP2D6 Inhibitors können die Konzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon erhöhen (z.B. Paroxetin, siehe unterhalb). Es ist davon auszugehen, dass andere CYP2D6 Inhibitoren, wie Chinidin, die Plasmakonzentration von Risperidon in ähnlicher Weise beeinflussen können. Falls eine begleitende Behandlung mit Paroxetin, Chinidin oder einem anderen starken CYP2D6 Inhibitor, insbesondere in höheren Dosierungen, begonnen oder abgesetzt wird, muss der Arzt die Dosierung von Risperidon neu beurteilen.

CYP3A4 und/oder P-gp Inhibitoren Die gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit einem starken CYP3A4 und/oder P-gp Inhibitoren kann die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon wesentlich erhöhen. Falls eine begleitende Behandlung mit Itraconazol oder einem anderen starken CYP3A4 Inhibitor begonnen oder abgesetzt wird, muss der Arzt die Dosierung von Risperidon neu beurteilen.

CYP3A4 und/oder P-gp Induktoren Die gleichzeitige Anwendung von Risperidon mit einem starken CYP3A4 und/oder P-gp Induktor kann die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon senken. Falls eine begleitende Behandlung mit Carbamazepin oder einem anderen starken CYP3A4 und/oder P-gp Induktor begonnen oder abgesetzt wird, muss der Arzt die Dosierung von Risperidon neu beurteilen. CYP3A4 Induktoren entfalten ihre Wirkung zeitabhängig und es kann nach Behandlungsbeginn mindestens 2 Wochen dauern, bis sie ihre maximale Wirkung erreichen. Im Gegenzug kann es bei Absetzen der Behandlung mindestens 2 Wochen dauern, bis die CYP3A4 Induktion zurückgegangen ist.

Arzneimittel mit hoher Proteinbindung Wenn Risperidon gemeinsam mit Arzneimittel mit hoher Proteinbindung eingenommen wird, gibt es keine klinisch relevante Verdrängung einer der beiden Substanzen durch die Plasmaproteine.

Bei einer Begleitmedikation ist die entsprechende Produktinformation hinzuzuziehen, um Informationen über den Stoffwechselweg und eine möglicherweise erforderliche Dosisanpassung zu erhalten.

Kinder und Jugendliche

Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur mit Erwachsenen durchgeführt. Die
Bedeutung der Ergebnisse dieser Studien für pädiatrische Patienten ist nicht bekannt.

Die kombinierte Anwendung von Psychostimulanzien (z.B. Methylphenidat) und Risperidon bei
Kindern und Jugendlichen hat keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik und Wirksamkeit von
Risperidon.

Beispiele

Beispiele für Arzneimittel, die möglicherweise mit Risperidon interagieren können, oder von denen nachgewiesen wurde, dass sie nicht mit Risperidon interagieren, sind nachstehend aufgeführt:

Wirkung anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Risperidon

Antibakterielle Arzneimittel

  • Erythromycin, ein mäßiger CYP3A4 und P-gp Inhibitor, verändert die Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion nicht.
  • Rifampicin, ein starker CYP3A4 und P-gp Induktor, senkt die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Cholinesterasehemmer

  • Donepezil und Galantamin, beide CYP2D6 und CYP3A4 Substrate, zeigen keine klinisch relevanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Antiepileptika

  • Es wurde gezeigt, dass Carbamazepin, ein starker CYP3A4 und ein P-gp Induktor, die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion von Risperidon senkt. Ähnliche Effekte wurden z.B. bei Phenytoin und Phenobarbital, die sowohl CYP3A4-Leberenzyme als auch P-Glykoproteine induzieren, beobachtet.
  • Topiramat reduziert mäßig die Bioverfügbarkeit von Risperidon, aber nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Daher sind klinisch signifikante Wechselwirkungen unwahrscheinlich.

Antimykotika

  • Itraconazol, ein starker CYP3A4 und P-gp Inhibitor, erhöht in einer Dosierung von 200 mg/Tag bei einer Risperidon-Dosierung von 2 bis 8 mg/Tag die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion um etwa 70 %.
  • Ketoconazol, ein starker CYP3A4 und P-gp Inhibitor, erhöht in einer Dosierung von 200 mg/Tag die Plasmakonzentration von Risperidon und senkt die Plasmakonzentration von 9-Hydroxy-Risperidon.

Antipsychotika

  • Phenothiazine können die Plasmakonzentration von Risperidon, nicht aber die der aktiven antipsychotischen Fraktion, erhöhen.

Virostatika

  • Proteaseinhibitoren: Es gibt keine offiziellen Studiendaten; allerdings ist Ritonavir ein starker CYP3A4 und ein schwacher CYP2D6 Inhibitor; Ritonavir und Ritonavir-boosted Proteaseinhibitoren erhöhen möglicherweise die Plasmakonzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Beta-Blocker

  • Einige Beta-Blocker können die Plasmakonzentration von Risperidon erhöhen, jedoch nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Calciumkanalblocker

  • Verapamil, ein mäßiger CYP3A4 und P-gp Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentration von Risperidon und die der aktiven antipsychotischen Fraktion.

Arzneimittel gegen gastrointestinale Erkrankungen

  • H2-Rezeptor-Antagonisten: Cimetidin und Ranitidin, beide schwache CYP3A4 und CYP2D6 Inhibitoren, erhöhen die Bioverfügbarkeit von Risperidon, die der aktiven antipsychotischen Fraktion jedoch nur marginal.

SSRIs und trizyklische Antidepressiva

  • Fluoxetin, ein starker CYP2D6 Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentration von Risperidon, jedoch nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion.
  • Paroxetin, ein starker CYP2D6 Inhibitor, erhöht die Plasmakonzentration von Risperidon, jedoch bei Dosierungen bis zu 20 mg/Tag nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Höhere Paroxetin-Dosierungen können allerdings die Konzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen.
  • Trizyklische Antidepressiva können die Plasmakonzentration von Risperidon erhöhen, jedoch nicht die der aktiven antipsychotischen Fraktion. Amitriptylin hat keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Risperidon oder auf die der aktiven antipsychotischen Fraktion.
  • Für Sertralin, ein schwacher CYP2D6 Inhibitor, und Fluvoxamin, ein schwacher CYP3A4 Inhibitor, sind in Dosierungen bis zu 100 mg/Tag klinisch signifikante Wechselwirkungen in Bezug auf die aktiven antipsychotischen Fraktion unwahrscheinlich. Sertralin und Fluvoxamin können aber in Dosierungen über 100 mg/Tag die Konzentration der aktiven antipsychotischen Fraktion erhöhen.

Wirkung von Risperidon auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Antiepileptika

  • Risperidon zeigt keine klinisch signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit Valproat oder Topiramat.

Antipsychotika

  • Aripiprazol, ein CYP3A4 und CYP2D6 Substrat: Risperidon hat keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Aripiprazol und seinen aktiven Metaboliten Dehydroaripiprazol.

Herzglykoside

  • Risperidon zeigt keine klinisch signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit Digoxin.

Lithium

  • Risperidon zeigt keine klinisch signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit Lithium.

Gleichzeitige Anwendung von Risperidon und Furosemid

  • Siehe Abschnitt 4.4 in Bezug auf eine erhöhte Mortalitätsrate bei älteren Patienten mit Demenz, die gleichzeitig Furosemid erhalten haben.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Risperidon bei schwangeren Frauen vor.

Risperidon erwies sich im Tierversuch als nicht teratogen; es wurden jedoch andere Arten einer Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Neugeborene, die während des dritten Schwangerschaftstrimenons Antipsychotika (inklusive Risperidon) ausgesetzt sind, sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können.

Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Aus diesem Grund sind Neugeborene sorgfältig zu überwachen.

Risperidon ist nicht während der Schwangerschaft anzuwenden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Falls während der Schwangerschaft ein Absetzen der Behandlung erforderlich ist, darf dies nicht abrupt erfolgen.

Stillzeit

In tierexperimentellen Untersuchungen wurden Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in die Muttermilch ausgeschieden. Es wurde gezeigt, dass Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon in geringen Mengen auch in die menschliche Muttermilch ausgeschieden werden. Es liegen keine Daten zu Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen vor. Daher ist der Vorteil des Stillens gegen die möglichen Risiken für das Kind abzuwägen.

Fertilität

Wie auch bei anderen Arzneimitteln, die Dopamin-D2-Rezeptoren antagonisieren, erhöht Risperidon den Prolaktinspiegel. Eine Hyperprolaktinämie kann hypothalamisches GnRH unterdrücken, was zu einer reduzierten Gonadotropin-Sekretion der Hypophyse führt. Dies kann in der Folge durch Beeinträchtigung der gonadalen Steroidgenese sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Reproduktionsfähigkeit hemmen.

In nicht-klinischen Studien wurden keine relevanten Effekte beobachtet.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Risperidon kann aufgrund seiner potenziellen Wirkungen auf das Nervensystem und das Sehvermögen (siehe Abschnitt 4.8) geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Den Patienten ist deshalb anzuraten, kein Fahrzeug zu lenken und keine Maschinen zu bedienen, bis ihre individuelle Empfindlichkeit bekannt ist.

4.8 Nebenwirkungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (Häufigkeit ≥ 10 %) sind: Parkinsonismus,
Sedierung/Somnolenz, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

Die dem Anschein nach dosisabhängigen Nebenwirkungen schließen Parkinsonismus und Akathisie ein.

Die folgende Auflistung umfasst alle Nebenwirkungen, über die im Rahmen klinischer Studien und nach Markteinführung berichtet wurde, wobei die Häufigkeitsangaben nach klinischen Studien mit Risperidon berechnet wurden. Hierbei werden die folgenden Begriffe und Häufigkeiten verwendet:

sehr häufig 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).(≥ 1/10), häufig(≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten(≥
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Systemorgan klasse Infektionen und parasitäre Erkrankunge nSehr häufigPneumonie, Bronchitis, Infektion der oberen Atemwege, Sinusitis, Harnwegs-infektion, Ohreninfektion, InfluenzaHäufigGelegentlich Atemwegs-infektion, Cystitis, Augeninfektion, Tonsillitis, Onychomykose, Cellulitis, lokalisierte Infektion, Virusinfektion, AcarodermatitisNebenwirkung HäufigkeitInfektionSeltenSehr seltenNicht bekannt
Erkrankunge n des Blutes und des Lymphsystem sNeutropenie, Leukozytenzahl erniedrigt, Thrombozyto-penie, Anämie, Hämatokrit erniedrigt, Eosinophilenzahl erhöhtAgranulozytosec
Erkrankunge n des Immunsystem s endokrine Erkrankunge n Stoffwechsel- und Ernährungsst örungenHyper-prolaktinämie Gewichts-zunahme, gesteigerter Appetit, verminderter AppetitaÜber-empfindlichkeit Diabetes mellitus Hyperglykämie, Polydipsie, Gewichts-abnahme, Anorexie, Cholesterin erhöhtb,anaphylaktische Reaktion inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons, Glucose im Urin Wasser-Intoxikation Hypoglykämie, Hyper-insulinämie Triglyzeride erhöhtc c, c,diabetische Ketoazidose
Psychiatrisch e Erkrankunge nSchlaf-losigkeit dSchlaf-störungen, Agitiertheit, Depression, AngstManie, Verwirrtheit, verminderte Libido, Nervosität, AlbträumeKatatonie Schlafwandeln, schlafbezogene Essstörung, Abstumpfung, Anorgasmie
Erkrankunge n des Nervensystem sSedierung/ Somnolenz, Parkinsonism us d, Kopf-schmerzenAkathisie Dystonie Schwindel, Dyskinesie Tremord, d, d,tardive Dyskinesie, zerebrovaskuläre Ischämie, fehlende Reaktion auf Stimuli, Bewusstlosigkeit, verminderter Bewusstseinsgrad, Konvulsion Synkope, psychomotorische Hyperaktivität, Gleichgewichts-störung, anomale Koordination, posturaler Schwindel, Aufmerksamkeits störung, Dysarthrie, Dysgeusie, Hypästhesie, Parästhesied,malignes neuroleptisches Syndrom, zerebrovaskulär e Störung, diabetisches Koma, Titubation des Kopfes
Augenerkran kungen Erkrankunge n des Ohrsverschwommen es Sehen, KonjunktivitisPhotophobie, trockenes Auge, erhöhter Tränenfluss, okulare Hyperämie Vertigo, Tinnitus, OhrenschmerzenGlaukom, Störung der Augen-bewegung, Augenrollen, Verkrustung des Lidrandes, Floppy Iris Syndrom (intraoperativ)c
Herzerkrank ungenTachykardieVorhofflimmern, AV-Block, Erregungsleitungs störungen, QT-Verlängerung (sichtbar im EKG), Bradykardie, EKG-Veränderungen, PalpitationenSinusarrhythmie
Gefäßerkrank ungen Erkrankunge n der Atemwege, des Brustraums und Mediasti numsHypertonie Dyspnoe, pharyngo-laryngealer Schmerz, Husten, Epistaxis, verstopfte NaseHypotonie, orthostatische Hypotonie, Erröten Aspirations-pneumonie, Lungenstauung, Kongestion der Atemwege, Rasselgeräusche der Lunge, Keuchen, Dysphonie, respiratorische StörungLungenembolie, Venenthrombos e Schlaf-Apnoe-Syndrom, Hyperventilation
Erkrankunge n des Gastrointestin altrakts Erkrankunge n der Haut und des Unterhautgew ebesBauch-schmerzen, abdominale Beschwerden, Erbrechen, Übelkeit, Obstipation, Diarrhö, Dyspepsie, Mund-trockenheit, Zahnschmerzen Hautausschlag, ErythemStuhlinkontinenz, Koprostase, Gastroenteritis, Dysphagie, Flatulenz Urtikaria, Pruritus, Alopezie, Hyperkeratose, Ekzem, trockene Haut, Hautverfärbung, Akne, seborrhoeisches Ekzem, Hauterkrankungen, HautläsionPankreatitis, mechanischer Ileus, geschwollene Zunge, Cheilitis Arzneimittel-exanthem, Schuppenparalytischer Ileus AngioödemStevens-Johnson-Syndrom/ toxisch epidermale Nekrolyse c
Skelettmuskul atur-, Bindegewebs- und Knochenerkr ankungenMuskel-spasmen, muskulo-skelettale Schmerzen, Rücken-schmerzen, ArthralgieKreatin-phosphokinase erhöht, anomale Körperhaltung, Gelenksteifigkeit, Gelenks-schwellung, Muskelschwäche, NackenschmerzenRhabdomyolyse
Erkrankunge n der Nieren und HarnwegeHarn-inkontinenzPollakisurie, Harnretention, Dysurie
Schwangersch aft, Wochenbett und perinatale Erkrankunge nArzneimittelentz ugssyndrom des Neugeborenenc
Erkrankunge n der Geschlechtsor gane und der Brustdrüse Allgemeine Erkrankunge n und Beschwerden am Verabreichun gsortÖdem Pyrexie, Thorax-schmerzen, Asthenie, Fatigue, Schmerzend,erektile Dysfunktion, Ejakulations-störungen, Amenorrhö, Menstruations-störungen Gynäkomastie, Galaktorrhö, sexuelle Dysfunktion, Brustschmerzen, Brustbeschwerden vaginaler Ausfluss Gesichtsödem, Schüttelfrost, Körpertemperatur erhöht, anomaler Gang, Durst, Thorax-beschwerden, Unwohlsein, anomales Gefühl, Beschwerdend,Priapismus verspätete Menstruation, Stauungs-erscheinungen in der Brust, Brust-vergrößerung, Sekretion aus der Brustdrüse Hypothermie, Körpertemperat ur erniedrigt, peripheres Kältegefühl, Arzneimittel-entzugssyndrom, Indurationc, c
Leber- und Gallenerkran kungenTransaminasen erhöht, Gamma-Glutamyl-transferase erhöht, Leberenzyme erhöhtIkterus
Verletzung, Vergiftung und durchSturzanwendungs-bedingte Schmerzen

Eingriffe bedingte Komplikation en

a Eine Hyperprolaktinämie kann in einigen Fällen zu Gynäkomastie, Menstruationsstörungen,
Amenorrhö, Anovulation, Galaktorrhö, Fertilitätsstörungen, verminderter Libido und
Erektionsstörungen führen.

b In plazebokontrollierten Studien wurde bei 0,18 % der mit Risperidon behandelten Studienteilnehmern über Diabetes mellitus berichtet im Vergleich zu einer Rate von 0,11 % in der Plazebogruppe. Die Gesamtinzidenz aus allen klinischen Studien betrug 0,43 % bei allen mit Risperidon behandelten Studienteilnehmern.

c Nicht beobachtet in klinischen Studien mit Risperidon, aber nach Markteinführung von Risperidon. d Extrapyramidale Störungen können auftreten: Parkinsonismus (schließt ein: verstärkte Speichelsekretion, muskuloskelettale Steifigkeit, Zahnradphänomen, Bradykinesie, Hypokinesie, Maskengesicht, Muskelanspannung, Akinesie, Nackensteifigkeit, Muskelsteifheit, parkinsonähnlicher Gang und abnormaler Glabellareflex, parkinsonähnlicher Ruhetremor), Akathisie (schließt ein: innere Unruhe, Hyperkinesie und Restless-Legs-Syndrom), Tremor, Dyskinesie (schließt ein: Muskelzucken, Choreoathetose, Athetose und Myoklonus), Dystonie (schließt ein: muskuläre Hypertonie, Torticollis, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Muskelkontraktur, Blepharospasmus, Okulogyration, Zungenparalyse, Gesichtsspasmus, Laryngospasmus, Myotonie, Opisthotonus, oropharyngealer Spasmus, Pleurothotonus, Zungenspasmus und Trismus). Es ist anzumerken, dass ein breiteres Spektrum von Symptomen aufgeführt ist, welches nicht notwendigerweise extrapyramidalen Ursprungs ist. Schlaflosigkeit (schließt ein: Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen); Konvulsion (schließt ein: Grand-Mal-Anfall); Menstruationsstörungen (schließen ein: unregelmäßige Menstruation, Oligomenorrhö); Ödeme (schließen ein: generalisiertes Ödem, peripheres Ödem, eindrückbares Ödem).

Nebenwirkungen, die mit Paliperidon-Formulierungen beobachtet wurden

Paliperidon ist der aktive Metabolit von Risperidon, daher sind die Nebenwirkungsprofile dieser Substanzen (einschließlich der oralen und injizierbaren Arzneiformen) relevant füreinander. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Nebenwirkungen wurde die folgende Nebenwirkung bei der Anwendung von Paliperidon-Formulierungen beobachtet, wobei diese auch bei der Anwendung von Risperidon auftreten könnte:

Herzerkrankungen: posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom

Klasseneffekte

Wie bei anderen Antipsychotika wurde nach der Markteinführung sehr selten über Fälle einer Verlängerung des QT-Intervalls unter Risperidon berichtet. Andere klassenbezogene kardiale Effekte, die unter Antipsychotika, die das QT-Intervall verlängern, berichtet wurden, umfassen ventrikuläre Arrhythmie, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie, plötzlichen Tod, Herzstillstand und Torsade de Pointes.

Venöse Thromboembolien
Antipsychotika können mit dem Auftreten von venösen Thromboembolien einschließlich
Lungenembolie und tiefer Venenthrombose in Zusammenhang gebracht werden (Häufigkeit nicht
bekannt).

Gewichtszunahme Die Anteile von mit Risperidon und Plazebo behandelten erwachsenen Patienten mit Schizophrenie, die das Kriterium einer Gewichtszunahme von ≥ 7 % des Körpergewichts erfüllten, wurden in einem Pool von sechs- bis achtwöchigen, plazebokontrollierten Studien verglichen, wobei sich eine statistisch signifikant höhere Inzidenz der Gewichtszunahme mit Risperidon (18 %) gegenüber Plazebo (9 %) zeigte. In einer plazebokontrollierten, dreiwöchigen Studie mit erwachsenen Patienten mit akuter Manie war die Inzidenz einer Gewichtszunahme von ≥ 7 % am Studienendpunkt in der Risperidon- (2,5 %) und der Plazebo-Gruppe (2,4 %) vergleichbar und etwas höher in der aktiven Kontrollgruppe (3,5 %).

In Langzeitstudien mit einer Population von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen und anderen störenden Verhaltensweisen erhöhte sich das Körpergewicht nach zwölf Monaten Behandlung um durchschnittlich 7,3 kg. Die erwartete Gewichtszunahme bei normalen Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren beträgt 3 bis 5 kg pro Jahr. Ab dem zwölften bis sechzehnten Lebensjahr bleibt es bei dieser Größenordnung der Gewichtszunahme von 3 bis 5 kg bei Mädchen, während Knaben etwa 5 kg pro Jahr zunehmen.

Zusätzliche Informationen für besondere Patientenpopulationen

Nebenwirkungen, über die bei älteren Patienten mit Demenz oder bei pädiatrischen Patienten mit einer höheren Inzidenz als bei der Erwachsenenpopulation berichtet wurde, sind nachfolgend beschrieben:

Ältere Patienten mit Demenz Transitorische ischämische Attacken und zerebrovaskuläre Vorfälle waren Nebenwirkungen, über die in klinischen Studien mit älteren Patienten mit Demenz mit einer Häufigkeit von 1,4 % bzw. 1,5 % berichtet wurde. Darüber hinaus wurde über die folgenden Nebenwirkungen bei älteren Patienten mit Demenz mit einer Häufigkeit von ≥ 5 % berichtet und damit mit einer zumindest doppelten Häufigkeit im Vergleich zu anderen Erwachsenenpopulationen: Harnwegsinfektion, peripheres Ödem, Lethargie und Husten.

Kinder und Jugendliche

Im Allgemeinen kann damit gerechnet werden, dass die Art der Nebenwirkungen bei Kindern ähnlich ist wie die bei Erwachsenen beobachtete. Über die folgenden Nebenwirkungen wurde bei pädiatrischen Patienten (5 bis 17 Jahre) mit einer Häufigkeit von ≥ 5 % berichtet und damit mit einer zumindest doppelten Häufigkeit im Vergleich zu der, die in klinischen Untersuchungen mit Erwachsenen gesehen wurde: Somnolenz/Sedierung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitzunahme, Erbrechen, Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte Nase, Schmerzen im Oberbauch, Schwindel, Husten, Pyrexie, Tremor, Diarrhoe und Enuresis.

Die Auswirkungen einer Langzeitbehandlung mit Risperidon auf das Wachstum und die sexuelle
Reife wurde nicht ausreichend untersucht (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

4.9 Überdosierung

Symptome

Im Allgemeinen wurde über Symptome berichtet, die sich aus einer Verstärkung der bekannten pharmakologischen Wirkungen von Risperidon ergeben. Diese umfassen Benommenheit und Sedierung, Tachykardie und Hypotonie sowie extrapyramidale Symptome. Bei Überdosierung wurde über QT-Verlängerung und Konvulsionen berichtet. Über Torsade de Pointes wurde in Zusammenhang mit einer kombinierten Überdosis von oralem Risperidon und Paroxetin berichtet.

Im Fall einer akuten Überdosierung ist auch die Möglichkeit einer Beteiligung mehrerer Arzneimittel in Betracht zu ziehen.

Behandlung

Die Atemwege sind freizumachen und offen zu halten, und eine ausreichende Sauerstoffversorgung und Beatmung ist sicherzustellen. Die Gabe von Aktivkohle gemeinsam mit einem Laxans ist nur dann in Betracht zu ziehen, wenn die Einnahme des Wirkstoffs weniger als eine Stunde zurückliegt. Es ist sofort mit der Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion zu beginnen, einschließlich einer kontinuierlichen Ableitung des EKGs, um mögliche Arrhythmien zu erfassen.

Es gibt kein spezifisches Antidot zu Risperidon. Daher sind geeignete unterstützende Maßnahmen
einzuleiten. Hypotonie und Kreislaufkollaps sind mit entsprechenden Maßnahmen, wie z.B.

intravenöser Flüssigkeitszufuhr und/oder Sympathomimetika, zu behandeln. Im Fall von schweren extrapyramidalen Symptomen sind Anticholinergika zu verabreichen. Eine engmaschige Überwachung und Kontrolle ist bis zur Genesung des Patienten fortzusetzen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Antipsychotika

ATC-Code: N05AX08

Wirkmechanismus

Risperidon ist ein selektiver monoaminerger Antagonist mit einzigartigen Eigenschaften. Es besitzt eine hohe Affinität für serotonerge 5-HT2- und dopaminerge D2-Rezeptoren. Risperidon bindet ebenfalls an alpha1-adrenerge Rezeptoren und, mit geringerer Affinität, an H1-histaminerge und alpha2-adrenerge Rezeptoren. Risperidon hat keine Affinität zu cholinergen Rezeptoren. Obwohl Risperidon ein starker D2-Antagonist ist, der bekanntermaßen die positiven Symptome der Schizophrenie verbessert, verursacht er eine geringere Dämpfung der motorischen Aktivität und Induktion der Katalepsie als klassische Antipsychotika. Ein ausgewogener zentraler Serotonin- und Dopamin-Antagonismus kann die Neigung zu extrapyramidalen Nebenwirkungen verringern und die therapeutische Wirksamkeit auf negative und affektive Symptome der Schizophrenie erweitern.

Pharmakodynamische Wirkungen

Klinische Wirksamkeit

Schizophrenie Die Wirksamkeit von Risperidon in der Kurzzeitbehandlung der Schizophrenie wurde in vier Studien mit einer Dauer zwischen vier und acht Wochen, in die über 2.500 Patienten, die die DSM-IV-Kriterien für Schizophrenie erfüllten, eingeschlossen waren, nachgewiesen. In einer sechswöchigen, plazebokontrollierten Studie, die eine Titrierung von Risperidon in Dosen bis 10 mg/Tag, welche zweimal täglich verabreicht wurden, einschloss, war Risperidon in der Bewertung des Brief Psychiatric Rating Scale (BPRS) Gesamtscores dem Plazebo überlegen. In einer achtwöchigen, plazebokontrollierten Studie, die vier fixe Dosen von Risperidon (2, 6, 10 und 16 mg/Tag, zweimal täglich verabreicht) einschloss, waren alle vier Risperidon-Gruppen im Gesamtscore der Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) dem Plazebo überlegen. In einer achtwöchigen Dosisvergleichsstudie, die fünf fixe Dosen von Risperidon (1, 4, 8, 12 und 16 mg/Tag, zweimal täglich verabreicht) einschloss, waren die 4, 8 und 16 mg/Tag Risperidon-Dosisgruppen im PANSS-Gesamtscore der 1 mg Risperidon-Dosisgruppe überlegen. In einer vierwöchigen, plazebokontrollierten Dosisvergleichsstudie, die zwei fixe Dosen von Risperidon (4 und 8 mg/Tag, einmal täglich verabreicht) einschloss, waren beide Risperidon-Dosisgruppen dem Plazebo hinsichtlich verschiedener PANSS-Parameter, einschließlich des PANSS-Gesamtscore und der Messung des Responses (> 20 % Reduktion im PANSS-Gesamtscore) überlegen. In einer Langzeitstudie wurden ambulante erwachsene Patienten, die vorrangig die DSM-IV-Kriterien für Schizophrenie erfüllten und unter antipsychotischen Arzneimitteln mindestens vier Wochen klinisch stabil waren, auf Risperidon 2 bis 8 mg/Tag oder Haloperidol randomisiert und über ein bis zwei Jahre auf Rezidive beobachtet. In diesem Zeitraum wiesen Patienten, die Risperidon erhielten, eine signifikant längere Zeit bis zum Rezidiv auf als Patienten, die Haloperidol erhielten.

Manie im Rahmen bipolarer Störungen Die Wirksamkeit der Monotherapie mit Risperidon in der Akuttherapie manischer Episoden bei bipolaren Störungen vom Typ I wurde in drei doppelblinden, plazebokontrollierten Monotherapiestudien mit etwa 820 Patienten nachgewiesen, die bipolare Störungen vom Typ I auf Grundlage der DSM-IV-Kriterien aufwiesen. In den drei Studien erwies sich Risperidon 1 bis 6 mg/Tag (Anfangsdosierung 3 mg in zwei Studien und 2 mg in einer Studie) dem Plazebo hinsichtlich des vorspezifizierten primären Endpunktes, d.h. der Veränderung gegenüber der Baseline im Gesamtscore der Young Mania Rating Scale (YMRS) in der 3. Woche, als signifikant überlegen. Die sekundären Endpunkte in Bezug auf die Wirksamkeit entsprachen generell dem primären Endpunkt. Der Prozentsatz der Patienten mit einer Abnahme des YMRS-Gesamtscores von ≥ 50 % gegenüber der Baseline beim 3-Wochen Endpunkt war unter Risperidon signifikant höher als unter Plazebo. Eine der drei Studien beinhaltete einen Haloperidol-Arm und eine neunwöchige doppelblinde Erhaltungsphase. Die Wirksamkeit wurde über den 9-wöchigen Zeitraum der Erhaltungstherapie aufrechterhalten. Die Veränderung gegenüber der Baseline im YMRS-Gesamtscore zeigte eine kontinuierliche Verbesserung und war in Woche 12 zwischen Risperidon und Haloperidol vergleichbar.

Die Wirksamkeit von Risperidon ergänzend zu Stimmungsstabilisatoren bei der Behandlung der akuten Manie wurde in einer von zwei dreiwöchigen Doppelblindstudien mit ungefähr 300 Patienten nachgewiesen, die die DSM-IV-Kriterien für eine bipolare Störung vom Typ I erfüllten. In einer 3-wöchigen Studie war Risperidon 1 bis 6 mg/Tag, beginnend mit 2 mg/Tag, in Kombination mit Lithium oder Valproat gegenüber Lithium oder Valproat alleine hinsichtlich des vorspezifizierten primären Endpunktes, d.h. der Veränderung gegenüber der Baseline im YMRS-Gesamtscore in der 3. Woche, überlegen.

In einer zweiten dreiwöchigen Studie war Risperidon 1 bis 6 mg/Tag, beginnend mit 2 mg/Tag, in Kombination mit Lithium, Valproat oder Carbamazepin gegenüber Lithium, Valproat oder Carbamazepin alleine hinsichtlich der Reduzierung des YMRS-Gesamtscores nicht überlegen. Eine mögliche Erklärung für das Versagen dieser Studie war die Induktion der Risperidon- und 9-Hydroxy-Risperidon-Clearance durch Carbamazepin, was zu subtherapeutischen Spiegeln von Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon führte. Als die Carbamazepin-Gruppe in einer post-hoc-Analyse ausgeschlossen wurde, erwies sich Risperidon in Kombination mit Lithium oder Valproat gegenüber Lithium oder Valproat alleine hinsichtlich der Reduzierung des YMRS-Gesamtscores als überlegen.

Anhaltende Aggression bei Demenz Die Wirksamkeit von Risperidon bei der Behandlung von Verhaltensstörungen bei Demenz (Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia – BPSD), die Verhaltensstörungen wie Aggressivität, Agitiertheit, Psychose, Aktivität und affektive Störungen umfassen, wurde in drei doppelblinden, plazebokontrollierten 12-Wochen-Studien mit 1.150 älteren Patienten mit mäßiger bis schwerer Demenz nachgewiesen. Eine Studie beinhaltete fixe Risperidon-Dosen von 0,5, 1 und 2 mg/Tag. Zwei Studien mit flexibler Dosierung umfassten Risperidon-Dosis-Gruppen im Bereich von 0,5 bis 4 mg/Tag bzw. 0,5 bis 2 mg/Tag. Risperidon zeigte eine statistisch signifikante und klinisch relevante Wirksamkeit bei der Behandlung der Aggression und weniger konsistent bei der Behandlung der Agitiertheit und Psychose bei älteren Patienten mit Demenz (gemessen anhand der Behavioural Pathology in Alzheimer`s Disease Rating Scale [BEHAVE-AD] und Cohen-Mansfield-Agitation-Inventory [CMAI]). Der Behandlungseffekt von Risperidon war unabhängig vom Mini-Mental State Examination (MMSE) Wert (und damit von der Schwere der Demenz); von den sedierenden Eigenschaften von Risperidon; von der Präsenz oder dem Fehlen einer Psychose sowie von der Art der Demenz (Alzheimer, vaskulär oder gemischt) (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Verhaltensstörung Die Wirksamkeit von Risperidon in der Kurzzeitbehandlung von disruptiven Verhaltensstörungen wurde in doppelblinden, plazebokontrollierten Studien mit etwa 240 Patienten zwischen fünf und zwölf Jahren mit einer DSM-IV-Diagnose von disruptiven Verhaltensstörungen (DBD) und einer Borderline-Persönlichkeit oder einer leichten bis moderaten mentalen Retardierung/Lernstörung nachgewiesen. In den beiden Studien war Risperidon 0,02 bis 0,06 mg/kg/Tag dem Plazebo hinsichtlich des vorspezifizierten primären Endpunktes, d.h. der Veränderung gegenüber der Baseline in der Conduct-Problem-Subscale der Nisonger-Child Behaviour Rating Form (N-CBRF) in der 6.

Woche signifikant überlegen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Risperidon wird zu 9-Hydroxy-Risperidon metabolisiert, das eine ähnliche pharmakologische
Wirksamkeit wie Risperidon besitzt (siehe „Biotransformation und Elimination“).

Resorption

Risperidon wird nach der Einnahme vollständig resorbiert und erreicht innerhalb von ein bis zwei Stunden Plasmaspitzenkonzentrationen. Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Risperidon liegt bei 70 % (CV = 25 %). Die relative orale Bioverfügbarkeit von Risperidon aus einer Tablette beträgt im Vergleich zur Lösung 94 % (CV = 10 %). Die Resorption wird nicht durch Nahrung beeinträchtigt, wodurch Risperidon mit oder unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden kann. Der Steady state von Risperidon wird bei den meisten Patienten innerhalb von einem Tag erreicht. Der Steady state von 9-Hydroxy-Risperidon wird nach einer Behandlung innerhalb von vier bis fünf Tagen erreicht.

Verteilung

Risperidon wird rasch verteilt. Das Verteilungsvolumen beträgt 1-2 l/kg. Im Plasma wird Risperidon an Albumin und alpha1-saures Glykoprotein gebunden. Die Plasmaproteinbindung von Risperidon beträgt 90 %, die des aktiven Metaboliten 9-Hydroxy-Risperidon 77 %.

Biotransformation und Elimination

Risperidon wird durch CYP2D6 zu 9-Hydroxy-Risperidon metabolisiert, das eine ähnliche pharmakologische Wirkung wie Risperidon besitzt. Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon bilden die aktive antipsychotische Fraktion. CYP2D6 unterliegt einem genetischen Polymorphismus. Extensive CYP2D6-Metabolisierer wandeln Risperidon schnell in 9-Hydroxy-Risperidon um, während schlechte CYP2D6-Metabolisierer es viel langsamer umwandeln. Obwohl extensive CYP2D6-Metabolisierer niedrigere Risperidon- und höhere 9-Hydroxy-Risperidon-Konzentrationen aufweisen als schlechte Metabolisierer, ist die Pharmakokinetik von Risperidon und 9-Hydroxy-Risperidon gemeinsam (d.h. der aktiven antipsychotischen Fraktion) nach Einmal- und Mehrfachgabe bei extensiven und schlechten CYP2D6-Metabolisierern vergleichbar.

Ein weiterer Metabolisierungsweg von Risperidon ist die N-Dealkylierung. In vitro-Studien mit humanen Lebermikrosomen zeigten, dass Risperidon bei einer klinisch relevanten Konzentration nicht substantiell den Metabolismus von Arzneimitteln hemmt, die durch die Cytochrom-P450-Isozyme, einschließlich CYP1A2, CYP2A6, CYP2C8/9/10, CYP2D6, CYP2E1, CYP3A4 und CYP3A5, metabolisiert werden. Eine Woche nach der Verabreichung sind 70 % der Dosis mit dem Urin und 14 % mit dem Stuhl ausgeschieden. Im Urin entspricht 9-Hydroxy-Risperidon 35 bis 45 % der Dosis. Bei dem Rest handelt es sich um inaktive Metaboliten. Nach Einnahme durch psychotische Patienten wird Risperidon mit einer Halbwertszeit von etwa drei Stunden ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit von 9-Hydroxy-Risperidon und der aktiven antipsychotischen Fraktion beträgt 24 Stunden.

Linearität/Nicht-Linearität

Im Rahmen des therapeutischen Bereichs sind die Plasmakonzentrationen von Risperidon proportional zur Dosis.

Ältere Patienten, Einschränkung der Leber- und Nierenfunktion

Eine pharmakokinetische Studie mit einer Einmalgabe von oralem Risperidon zeigte durchschnittlich um 43 % höhere aktive Plasmakonzentrationen der aktiven antipsychotischen Fraktion, eine 38 % längere Halbwertszeit und eine verringerte Clearance der aktiven antipsychotischen Fraktion von 30 % bei älteren Patienten. Bei Erwachsenen mit mäßiger Niereninsuffizienz betrug die Clearance der aktiven Fraktion ~48% der Clearance von jungen, gesunden Erwachsenen. Bei Erwachsenen mit schwerer Niereninsuffizienz betrug die Clearance der aktiven Fraktion ~31% der Clearance von jungen, gesunden Erwachsenen. Die Halbwertszeit der aktiven Fraktion betrug 16,7 h bei jungen Erwachsenen, 24,9 h bei Erwachsenen mit mäßiger Nierenfunktionsstörung (oder ~1,5-mal so lang wie bei jungen Erwachsenen) und 28,8 h bei solchen mit schwerer Nierenfunktionsstörung (oder ~1,7-mal so lang wie bei jungen Erwachsenen). Die Plasmakonzentrationen von Risperidon waren bei Patienten mit Leberinsuffizienz normal; die mittlere freie Fraktion von Risperidon im Plasma war jedoch um 37,1 % erhöht.

Die orale Clearance und die Eliminationshalbwertszeit von Risperidon und der aktiven Fraktion waren bei Erwachsenen mit mäßiger und schwerer Leberinsuffizienz nicht signifikant abweichend von den Parametern bei jungen, gesunden Erwachsenen.

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Risperidon, 9-Hydroxy-Risperidon und der aktiven antipsychotischen
Fraktion ist bei Kindern und Jugendlichen ähnlich wie bei Erwachsenen.

Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Rauchgewohnheiten
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte keine offensichtlichen Auswirkungen von
Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Rauchgewohnheiten auf die Pharmakokinetik von
Risperidon oder der aktiven antipsychotischen Fraktion.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

In (sub)chronischen Toxizitätsstudien, in denen die Dosierung bei sexuell unreifen Ratten und Hunden begonnen wurde, gab es dosisabhängige Wirkungen auf den männlichen und weiblichen Genitaltrakt sowie auf die Brustdrüsen. Diese Effekte wurden den erhöhten Serumprolaktinspiegeln zugeschrieben, die aus der Dopamin-D2-Rezeptor-blockierenden Aktivität von Risperidon resultieren.

Ebenso legen Studien an Gewebekulturen nahe, dass das Zellwachstum bei humanen Brusttumoren durch Prolaktin stimuliert werden kann. Bei Ratten und Kaninchen zeigte Risperidon keine teratogene Wirkung. In Reproduktionsstudien mit Ratten zeigten sich negative Auswirkungen auf das Paarungsverhalten der Eltern und auf das Geburtsgewicht und das Überleben der Nachkommen. Bei Ratten war die intrauterine Exposition mit Risperidon mit kognitiven Defiziten im Erwachsenenalter verbunden. Andere Dopamin-Antagonisten wirkten sich negativ auf das Lernvermögen und die motorische Entwicklung der Nachkommen aus, wenn sie bei trächtigen Tieren angewendet wurden. In einer Toxizitätsstudie mit jungen Ratten wurden eine erhöhte Sterblichkeit der Jungtiere und eine Verzögerung der körperlichen Entwicklung beobachtet. In einer 40-wöchigen Studie mit jungen Hunden war die sexuelle Reifung verzögert. Basierend auf der AUC war das Längenwachstum der Knochen von Hunden bei einem 3,6-fachen der menschlichen oralen Höchstdosis für Jugendliche (1,5 mg/Tag) nicht betroffen, während Auswirkungen auf die langen Röhrenknochen und die sexuelle Reifung bei einem 15-fachen der menschlichen oralen Höchstdosis für Jugendliche beobachtet wurden.

Risperidon zeigte in einer Reihe von Tests keine Genotoxizität. In Studien mit Ratten und Mäusen zur Kanzerogenität von Risperidon bei oraler Anwendung wurde eine erhöhte Häufigkeit von Hypophysenadenomen (Maus), endokrinen Pankreasadenomen (Ratte) und Brustdrüsenadenomen (beide Spezies) beobachtet. Bei diesen Tumoren besteht ein möglicher Zusammenhang mit einem anhaltenden Dopamin-D2-Antagonismus sowie mit einer Hyperprolaktinämie. Die Relevanz dieser Tumorbefunde bei Nagern in Bezug auf ein Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. In vitro und in vivo Tiermodelle zeigen, dass Risperidon in hohen Dosen eine Verlängerung des QT-Intervalls verursachen kann, was mit einem theoretisch erhöhten Risiko für Torsade de Pointes bei Patienten in Zusammenhang gebracht wurde.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Risperidon 1 mg Filmtabletten
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk.

Risperidon 2 mg Filmtabletten
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk, Gelb-Orange S (E110).

Risperidon 3 mg Filmtabletten
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk, Chinolin-Gelb (E104).

Risperidon 4 mg Filmtabletten
Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose,
Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Tablettenfilm: Hypromellose, Propylenglykol, Titandioxid (E171), Talk, Chinolin-Gelb (E104),
Indigotinsulfonat (E132).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Blisterpackung (PVC/LDPE/PVDC/Aluminium-Blisterpackung) zu 10, 20, 30, 40, 50 und 60 Stück.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H.

A-8054 Graz
E-Mail: genericon@genericon.at

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Risperidon Genericon 1 mg Filmtabletten: 1-26505
Risperidon Genericon 2 mg Filmtabletten: 1-26512
Risperidon Genericon 3 mg Filmtabletten: 1-26514
Risperidon Genericon 4 mg Filmtabletten: 1-26519

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 04.07.2006

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 21.09.2011

10. STAND DER INFORMATION

September 2022

Rezeptpflicht/Apothekenpflicht

Rezept- und apothekenpflichtig.