Altuvoct – Beipackzettel (Fach- und Gebrauchsinformation)
ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
ALTUVOCT 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
ALTUVOCT 750 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
ALTUVOCT 1 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
ALTUVOCT 2 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
ALTUVOCT 3 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
ALTUVOCT 4 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
ALTUVOCT 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 250 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 83 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
ALTUVOCT 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 500 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 167 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
ALTUVOCT 750 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 750 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 250 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
ALTUVOCT 1 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 1 000 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 333 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
ALTUVOCT 2 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 2 000 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 667 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
ALTUVOCT 3 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 3 000 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 1 000 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
ALTUVOCT 4 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält nominal 4 000 I.E. Efanesoctocog alfa. ALTUVOCT enthält nach der Rekonstitution ca. 1 333 I.E./ml humanen Gerinnungsfaktor VIII, Efanesoctocog alfa.
Die Aktivität wird unter Verwendung eines auf der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) basierenden Einstufen-Gerinnungstests mit Actin FSL als Reagenz bestimmt.
Efanesoctocog alfa [humaner Gerinnungsfaktor VIII (rDNA)] ist ein Protein aus 2 829 Aminosäuren.
Efanesoctocog alfa wird mittels rekombinanter DNA-Technologie in einer humanen embryonalen Nierenzelllinie (HEK-Zelllinie) hergestellt. Während des Herstellungsprozesses werden keine Rohmaterialien menschlichen oder tierischen Ursprungs verwendet.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.
Pulver: lyophilisiertes, weißes bis cremefarbenes Pulver bzw. lyophilisierter, weißer bis cremefarbener Kuchen.
Lösungsmittel: klare, farblose Lösung
pH: 6,5 bis 7,2
Osmolalität: 586 bis 688 mOsm/kg
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (angeborener
Faktor-VIII-Mangel).
ALTUVOCT kann bei allen Altersgruppen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung sollte unter der Aufsicht eines Arztes mit Erfahrung in der Behandlung der
Hämophilie durchgeführt werden.
Nach einer entsprechenden Schulung zur korrekten Injektionstechnik (siehe Abschnitt 6.6 und
Packungsbeilage) kann ALTUVOCT vom Patienten selbst oder von der Betreuungsperson des
Patienten injiziert werden, wenn der Arzt dies für angemessen hält.
Überwachung der Behandlung
Patienten können individuell unterschiedlich auf Faktor VIII reagieren und zeigen Unterschiede in Halbwertszeiten und Inkrementeller Recovery. Die auf dem Körpergewicht basierende Dosis kann bei unter- oder übergewichtigen Patienten eine Anpassung erfordern. Eine Überwachung des Faktor-VIII-Spiegels zum Zwecke der Dosisanpassung ist bei der Routineprophylaxe üblicherweise nicht erforderlich. Bei größeren chirurgischen Eingriffen oder lebensbedrohlichen Blutungen ist die Bestimmung des Faktor-VIII-Spiegels zur Festlegung der Dosis und der Injektionshäufigkeit erforderlich.
Wenn zur Bestimmung der Faktor-VIII-Aktivität in den Blutproben der Patienten ein Einstufen-Gerinnungstest auf Basis der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) in vitro verwendet wird, können die Ergebnisse für die Faktor-VIII-Aktivität im Plasma sowohl von der Art des verwendeten aPTT-Reagenzes als auch vom verwendeten Referenzstandard erheblich beeinflusst werden. Auch kann es zu erheblichen Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen des Einstufen-Gerinnungstests auf Basis der aPTT und des chromogenen Tests nach Ph. Eur. kommen. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Labor und/oder die im Test verwendeten Reagenzien gewechselt werden.
Es wird empfohlen, einen validierten Einstufen-Gerinnungstest zur Bestimmung der Faktor-VIII-Aktivität von ALTUVOCT im Plasma zu verwenden. Während der klinischen Entwicklung wurde ein Einstufen-Gerinnungstest mit Actin FSL genutzt.
Nach den Ergebnissen einer vergleichenden Analyse klinischer Studienproben, sollten die mit einem chromogenen Test erzielten Ergebnisse durch 2,5 geteilt werden, um die Faktor-VIII-Aktivität des Patienten zu ermitteln (siehe Abschnitt 4.4). Darüber hinaus ergab eine Feldstudie, in der verschiedene aPTT-Reagenzien verglichen wurden, dass die Faktor-VIII-Aktivität bei Verwendung von Actin FS anstelle von Actin FSL im Einstufen-Gerinnungstest etwa 2,5-fach höher ist und bei Verwendung von SynthASil 30 % niedriger ausfällt.
Dosierung
Die Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie richten sich nach dem Schweregrad des Faktor-VIII-Mangels, Lokalisation und Ausmaß der Blutung und nach dem klinischen Zustand des Patienten.
Die Anzahl der verabreichten Faktor-VIII-Einheiten wird in Internationalen Einheiten (I.E.)
angegeben, bezogen auf den derzeitigen WHO- Standard für Faktor-VIII-Produkte. Die Faktor-
VIII-Aktivität im Plasma wird entweder als Prozentsatz (bezogen auf normale menschliche
Plasmaspiegel) oder vorzugsweise in Internationalen Einheiten (bezogen auf den Internationalen
Standard für Faktor VIII im Plasma) angegeben.
Eine I.E. der Faktor-VIII-Aktivität entspricht dem Faktor-VIII-Gehalt von 1 ml humanem
Normalplasma.
Für die Dosis von 50 I.E. Faktor VIII pro kg Körpergewicht wird die erwartete In-vivo-Plasma-Recovery des Faktor-VIII-Spiegels, ausgedrückt in I.E./dl (oder % des Normbereichs), nach folgender Formel ermittelt:
Geschätzte Zunahme an Faktor VIII (I.E./dl oder % des Normbereichs) = 50 I.E./kg × 2 (I.E./dl pro I.E./kg)
Bedarfsbehandlung
Die ALTUVOCT-Dosierung für die Bedarfsbehandlung, die Kontrolle von Blutungsepisoden und das perioperative Management ist in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1: Richtlinie für die Dosierung von ALTUVOCT bei der Behandlung von Blutungsepisoden und chirurgischen Eingriffen
| Schweregrad der Blutung/ Art des chirurgischen Eingriffs Blutung Beginnende Hämarthrosen; Muskelblutungen oder Blutungen im Mundbereich | Empfohlene Dosis Einzeldosis von 50 I.E./kg | Zusätzliche Informationen Bei leichten und mittelschweren Blutungsepisoden, die innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach einer prophylaktischen Anwendung auftreten, kann eine niedrigere Dosis von 30 I.E./kg verwendet werden. |
| Eine zusätzliche Dosis von 30 oder 50 I.E./kg nach 2 bis 3 Tagen kann erwogen werden. | ||
| Umfangreichere Hämarthrosen, Muskelblutungen oder Hämatome | Einzeldosis von 50 I.E./kg | Zusätzliche Dosen von 30 oder 50 I.E./kg alle 2 bis 3 Tage können erwogen werden, bis die Blutung gestillt ist. |
| Lebensbedrohliche Blutungen | Einzeldosis von 50 I.E./kg | Zusätzliche Dosen von 30 oder 50 I.E./kg alle 2 bis 3 Tage können verabreicht werden, bis der Patient außer Gefahr ist. |
| Chirurgischer Eingriff Kleinere Eingriffe einschließlich Zahnextraktion | Einzeldosis von 50 I.E./kg | Eine zusätzliche Dosis von 30 oder 50 I.E./kg nach 2 bis 3 Tagen kann erwogen werden. |
| Größere Eingriffe | Einzeldosis von 50 I.E./kg | Zusätzliche Dosen von 30 oder 50 I.E./kg alle 2 bis 3 Tage können bei klinischem Bedarf bis zur adäquaten Wundheilung verabreicht werden. |
Bei der Wiederaufnahme der Prophylaxe (falls zutreffend) nach der Behandlung einer Blutung wird empfohlen, zwischen der letzten Dosis von 50 I.E./kg zur Behandlung einer Blutung und der Wiederaufnahme der Prophylaxebehandlung einen Abstand von mindestens 72 Stunden einzuhalten. Danach kann die Prophylaxe wie gewohnt nach dem regulären Dosierungsschema des Patienten fortgesetzt werden.
Prophylaxe
Die empfohlene Dosierung für die Routineprophylaxe bei Erwachsenen und Kindern beträgt 50 I.E./kg ALTUVOCT, einmal wöchentlich verabreicht.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Für Patienten ≥ 65 Jahren liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Es gelten die gleichen
Dosierungsempfehlungen wie für Patienten < 65 Jahren.
Kinder und Jugendliche
Es gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.
Art der Anwendung
Intravenöse Anwendung.
Die gesamte ALTUVOCT-Dosis wird patientenindividuell über 1 bis 10 Minuten intravenös injiziert. Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Überempfindlichkeit
Allergische Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen, wurden unter ALTUVOCT beobachtet. Falls Symptome einer Überempfindlichkeitsreaktion auftreten, sollten Patienten angewiesen werden, die Anwendung des Arzneimittels sofort zu unterbrechen und ihren Arzt aufzusuchen. Die Patienten sollten über frühe Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Nesselsucht, generalisierte Urtikaria, Jucken, Übelkeit, Erbrechen, Engegefühl im Brustbereich, Giemen, Hypotonie und Anaphylaxie aufgeklärt werden.
Im Falle eines Schocks muss die Behandlung nach den aktuellen medizinischen Leitlinien zur
Schocktherapie erfolgen.
Inhibitoren
Die Bildung von neutralisierenden Antikörpern (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte Komplikation bei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A. Diese Inhibitoren sind üblicherweise gegen die blutgerinnungsfördernde Aktivität des Faktors VIII gerichtete Immunglobuline der Klasse G (IgG), die unter Verwendung des modifizierten Bethesda-Assays in Bethesda-Einheiten (B.E.) pro Milliliter Plasma quantifiziert werden. Das Risiko einer Entwicklung von Inhibitoren korreliert mit dem Schweregrad der Erkrankung sowie der Exposition gegenüber Faktor VIII, wobei das Risiko innerhalb der ersten 50 Expositionstage am größten ist, aber während des gesamten Lebens fortbesteht, auch wenn es nur selten eintritt.
Die klinische Relevanz der Entwicklung von Inhibitoren hängt vom Titer des Inhibitors ab, wobei niedrige Titer ein geringeres Risiko für ein unzureichendes klinisches Ansprechen darstellen als hohe Inhibitor-Titer.
Im Allgemeinen sollten alle Patienten, die mit Gerinnungsfaktor VIII-Produkten behandelt werden, durch geeignete klinische Beobachtungen und Labortests sorgfältig auf die Entwicklung von Inhibitoren überwacht werden. Wenn die erwarteten Plasmaspiegel hinsichtlich der Faktor-VIII-Aktivität nicht erreicht werden oder wenn die Blutung mit einer angemessenen Dosis nicht kontrolliert werden kann, ist ein Test auf Faktor-VIII-Inhibitoren durchzuführen. Bei Patienten mit hohen Inhibitorkonzentrationen ist die Therapie mit Faktor VIII möglicherweise nicht wirksam und es sollten andere therapeutische Optionen in Betracht gezogen werden. Die Behandlung solcher Patienten sollte von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Hämophilie und Faktor-VIII-Inhibitoren durchgeführt werden.
Überwachung der Labortests
Bei Verwendung des chromogenen Tests oder des Einstufen-Gerinnungstests mit Actin-FS-Reagenz ist das Ergebnis durch 2,5 zu teilen, um die Faktor-VIII-Aktivität des Patienten zu ermitteln (siehe Abschnitt 4.2). Dabei ist zu beachten, dass dieser Umrechnungsfaktor nur eine Schätzung darstellt (mittleres Actin-FSL-Verhältnis aus chromogenem Test und Einstufen-Gerinnungstest: 2,53;
SD: 1,54; Q1: 1,98; Q3: 2,96; N = 3 353).
Kardiovaskuläre Ereignisse
Bei Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren kann eine Substitutionstherapie mit Faktor VIII das kardiovaskuläre Risiko erhöhen.
Katheter-assoziierte Komplikationen
Wenn ein zentraler Venenkatheter (ZVK) erforderlich ist, sollte das Risiko von Katheter-assoziierten Komplikationen einschließlich lokaler Infektionen, Bakteriämie und Katheter-assoziierten Thrombosen berücksichtigt werden.
Kinder und Jugendliche
Die aufgeführten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen gelten sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Wechselwirkungen zwischen Produkten mit humanem Gerinnungsfaktor VIII
(rDNA) und anderen Arzneimitteln berichtet.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Es wurden keine Reproduktionsstudien am Tier mit Faktor VIII durchgeführt. Wegen des seltenen Auftretens von Hämophilie A bei Frauen gibt es keine Erfahrungen zur Anwendung von Faktor VIII während der Schwangerschaft und Stillzeit. Daher sollte Faktor VIII in der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei eindeutiger Indikationsstellung angewendet werden.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
ALTUVOCT hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Selten wurden Überempfindlichkeit oder allergische Reaktionen (z. B. Angioödem, brennendes und stechendes Gefühl an der Injektionsstelle, Schüttelfrost, Hitzegefühl, generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Nesselsucht, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Engegefühl im Brustbereich, Kribbeln, Erbrechen, keuchende Atmung) beobachtetet, die in manchen Fällen zu einer schweren Anaphylaxie (einschließlich Schock) führen können.
Bei Patienten mit Hämophilie A, die mit Faktor VIII, einschließlich ALTUVOCT, behandelt werden, kann es zur Entwicklung neutralisierender Antikörper (Inhibitoren) kommen (siehe Abschnitt 5.1). Bei Auftreten solcher Inhibitoren kann sich der Zustand potenziell in einem unzureichenden klinischen Ansprechen manifestieren. In solchen Fällen wird empfohlen, ein spezialisiertes Hämophilie-Zentrum aufzusuchen.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
In Tabelle 2 sind die Nebenwirkungen gemäß der MedDRA-Systemorganklassifikation (SOC und Preferred Term Level) aufgeführt. Die Häufigkeit der Nebenwirkungen basiert auf klinischen Studien der Phase III an 277 vorbehandelten Patienten (PTP, previously treated patients) mit schwerer Hämophilie A, von denen 161 (58,2 %) Erwachsene (18 Jahre und älter), 37 (13,4 %) Jugendliche (12 bis < 18 Jahre) und 79 (28,5 %) Kinder unter 12 Jahren waren.
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) (zusammengefasst in Tabelle 2) wurden bei 111
(40,1 %) der 277 in klinischen Studien mit Routineprophylaxe oder Bedarfstherapie behandelten
Patienten gemeldet oder seit der Marktzulassung berichtet.
Die Häufigkeiten wurden entsprechend der nachfolgenden Konvention bewertet: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad
aufgeführt.
Tabelle 2: Gemeldete Nebenwirkungen von ALTUVOCT
| Systemorganklasse gemäß MedDRA | Nebenwirkungen | Häufigkeitskategorie |
|---|---|---|
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Erkrankungen des Immunsystems Erkrankungen des Nervensystems Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Erbrechen Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Faktor-VIII-Hemmung 1 Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktionen 1 Kopfschmerzen 4 Ekzem Ausschlag 5 Urtikaria 6 Arthralgie Schmerz in einer Extremität | Sehr häufig (PUPs) 2 Gelegentlich (PTPs) 3 Nicht bekannt Sehr häufig Häufig Häufig Häufig Häufig Sehr häufig Häufig |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Rückenschmerzen Fieber Reaktion an der Injektionsstelle 7 Gelegentlich | Häufig Häufig |
1 Seit der Marktzulassung berichtet.
2 PUPs = Therapienaive Patienten (previously-untreated patients). Die Häufigkeit basiert auf Studien mit anderen Faktor-VIII-Präparaten, an denen auch PUPs mit schwerer Hämophilie A teilnahmen. 3 PTPs = Vorbehandelte Patienten (previously-treated patients). Die Häufigkeit basiert auf Studien mit allen Faktor-VIII-Präparaten, an denen auch PTPs mit schwerer Hämophilie A teilnahmen.
4 Kopfschmerzen, einschließlich Migräne.
5 Ausschlag, einschließlich makulopapulöser Ausschlag.
6 Urtikaria, einschließlich papulöse Urtikaria.
7 Reaktion an der Injektionsstelle, einschließlich Hämatom an der Injektionsstelle und Dermatitis an der Injektionsstelle.
Kinder und Jugendliche
Es wurden keine altersspezifischen Unterschiede bei den Nebenwirkungen zwischen pädiatrischen und erwachsenen Patienten festgestellt.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es wurden keine Symptome einer Überdosierung des humanen Gerinnungsfaktors VIII (rDNA)
berichtet.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihämorrhagika, Blutgerinnungsfaktor VIII,
ATC-Code: B02BD02.
Wirkmechanismus
Die Behandlung mit Efanesoctocog alfa ist eine Faktor-VIII-Substitutionstherapie. Der aktivierte Faktor VIII wirkt als Kofaktor für den aktivierten Faktor IX und beschleunigt die Umwandlung von Faktor X in aktivierten Faktor X. Aktivierter Faktor X sorgt für die Umwandlung von Prothrombin in Thrombin. Thrombin wandelt dann Fibrinogen in Fibrin um. Ein Gerinnsel wird gebildet.
Hämophilie A ist eine X-chromosomal-gebundene Erbkrankheit der Blutgerinnung, die auf einem Mangel an funktionalem Faktor VIII:C beruht. Als Folge davon kann es zu Blutungen in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen kommen, die entweder spontan oder infolge von Unfällen oder chirurgischen Eingriffen entstehen können. Durch die Substitutionstherapie wird der Faktor-VIII-Plasmaspiegel angehoben, wodurch eine vorübergehende Korrektur des Faktormangels sowie eine Behebung der Blutungsneigungen ermöglicht wird.
Es sollte beachtet werden, dass die annualisierte Blutungsrate (ABR, annualized bleeding rate) nicht vergleichbar ist zwischen verschiedenen Faktorkonzentraten und verschiedenen klinischen Studien.
ALTUVOCT (Efanesoctocog alfa) oder rekombinanter Gerinnungsfaktor-VIII-Fc-Von-Willebrand-Faktor-XTEN ist ein rekombinantes Fusionsprotein, das vorübergehend den fehlenden Gerinnungsfaktor VIII ersetzt, der für eine wirksame Blutstillung erforderlich ist.
Efanesoctocog alfa ist ein Faktor-VIII-Protein, das so konzipiert ist, dass es den endogenen VWF nicht bindet, so dass die durch Faktor-VIII-VWF-Interaktionen bedingte Begrenzung der Halbwertszeit überwunden werden kann. Die D'D3-Domäne von VWF ist die Region, die mit Faktor VIII interagiert. Das Anhängen der D'D3-Domäne von VWF an ein rFVIII-Fc-Fusionsprotein bietet Faktor VIII Schutz und Stabilität und verhindert die Interaktion von Faktor VIII mit endogenem VWF, wodurch die durch die VWF-Clearance bedingte Begrenzung der Halbwertszeit von Faktor VIII überwunden wird.
Die Fc-Region des menschlichen Immunglobulins G1 (IgG1) bindet an den neonatalen Fc-Rezeptor (FcRn). FcRn ist Teil eines natürlichen Mechanismus, der den lysosomalen Abbau von Immunglobulinen verzögert, indem er sie wieder in den Blutkreislauf zurückführt und so die Plasmahalbwertszeit des Fusionsproteins verlängert.
Efanesoctocog alfa enthält 2 XTEN-Polypeptide, die seine Pharmakokinetik (PK) weiter verbessern. Die natürliche Faktor-VIII-B-Domäne (mit Ausnahme von 5 Aminosäuren) wird durch das erste XTEN-Polypeptid ersetzt, das zwischen den Faktor-VIII-Aminosäureresten N745 und E1649 eingefügt ist; das zweite XTEN ist zwischen der D'D3-Domäne und dem Fc eingefügt.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Die Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von ALTUVOCT wurden in zwei multizentrischen, prospektiven, offenen klinischen Phase-III-Studien (eine Studie an Erwachsenen und Jugendlichen [XTEND-1] und eine pädiatrische Studie an Kindern < 12 Jahren [XTEND-Kids, siehe Kinder und Jugendliche]) bei vorbehandelten Patienten (PTP) mit schwerer Hämophilie A (< 1 % endogene FVIII-Aktivität oder einer dokumentierten genetischen Mutation, die mit schwerer Hämophilie A einhergeht) untersucht. Die Langzeitsicherheit und -wirksamkeit von ALTUVOCT wird zudem im Rahmen einer Langzeitstudie beurteilt.
Alle Studien untersuchten die Wirksamkeit der Routineprophylaxe mit einer wöchentlichen Dosis von 50 I.E./kg und ermittelten die hämostatische Wirksamkeit bei der Behandlung von Blutungsepisoden und während des perioperativen Managements bei Patienten, die sich einem größeren oder kleineren chirurgischen Eingriff unterzogen. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit der ALTUVOCT-Prophylaxe im Vergleich zur vorherigen Faktor-VIII-Prophylaxe im Rahmen eines intraindividuellen Vergleichs bei Patienten untersucht, die vor der Aufnahme in die XTEND-1-Studie an einer prospektiven Beobachtungsstudie (OBS16221) teilgenommen hatten.
Klinische Wirksamkeit der Routineprophylaxe bei Erwachsenen/Jugendlichen
An der abgeschlossenen Studie mit Erwachsenen und Jugendlichen (XTEND-1) nahmen insgesamt 159 PTP (158 männliche und 1 weibliche Person) mit schwerer Hämophilie A teil. Die Patienten waren zwischen 12 und 72 Jahre alt, darunter 25 jugendliche Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren. Alle 159 aufgenommenen Patienten erhielten mindestens eine Dosis ALTUVOCT und waren hinsichtlich der Wirksamkeit auswertbar. Insgesamt schlossen 149 Patienten (93,7 %) die Studie ab.
Die Wirksamkeit einer Routineprophylaxe mit wöchentlich 50 I.E./kg ALTUVOCT wurde sowohl anhand der mittleren annualisierten Blutungsrate (ABR) (Tabelle 3) als auch durch den Vergleich der ABR während der Prophylaxe in der Studie mit der ABR während der Faktor-VIII-Prophylaxe vor der Studie (Tabelle 4) bewertet. Insgesamt 133 Erwachsene und Jugendliche, die vor Beginn der Studie eine Faktor-VIII-Prophylaxe erhalten hatten, wurden der Routineprophylaxe mit ALTUVOCT in einer Dosis von 50 I.E./kg einmal wöchentlich über 52 Wochen (Arm A) zugewiesen. Weitere 26 Patienten, die vor der Studie eine episodische (bedarfsabhängige) Behandlung mit Faktor VIII erhalten hatten, wurden 26 Wochen lang episodisch (bedarfsabhängig) mit ALTUVOCT in einer Dosis von 50 I.E./kg behandelt, gefolgt von einer Routineprophylaxe in einer Dosis von 50 I.E./kg einmal wöchentlich über 26 Wochen (Arm B). Insgesamt absolvierten 115 Patienten mindestens 50 Expositionstage in Arm A und 17 Patienten absolvierten mindestens 25 Expositionstage der Routineprophylaxe in Arm B.
Tabelle 3: Zusammenfassung der annualisierten Blutungsrate (ABR) unter ALTUVOCT-
Prophylaxe, ALTUVOCT-Bedarfsbehandlung und nach Umstellung auf
ALTUVOCT-Prophylaxe bei Patienten ≥ 12 Jahren
| Endpunkt 1 | Prophylaxe | Arm A 2 N = 133 | Nach Bedarf | Arm B 3 N = 26 | Prophylaxe | Arm B 3 N = 26 |
| Blutungen Mittlere ABR (95%-KI) 4 Mediane ABR (IQR) Patienten mit keiner Blutung, % Spontane Blutungen Mittlere ABR (95%-KI) 4 Mediane ABR (IQR) Patienten mit keiner Blutung, % Gelenkblutungen Mittlere ABR (95%-KI) 4 Mediane ABR (IQR) Patienten mit keiner Blutung, % | 0,71 (0,52; 0,97) 0,00 (0,00; 1,04) 0,27 (0,18; 0,41) 0,00 (0,00; 0,00) 0,51 (0,36; 0,72) 0,00 (0,00; 1,02) | 64,7 80,5 72,2 | 21,41 (18,81; 24,37) 21,13 (15,12; 27,13) 15,83 (12,27; 20,43) 16,69 (8,64; 23,76) 17,48 (14,88; 20,54) 18,42 (10,80; 23,90) | 0 3,8 0 | 0,70 (0,33; 1,49) 0,00 (0,00; 0,00) 0,44 (0,16; 1,20) 0,00 (0,00; 0,00) 0,62 (0,25; 1,52) 0,00 (0,00; 0,00) | 76,9 84,6 80,8 |
1 Alle Analysen der Blutungsendpunkte basieren auf behandelten Blutungen.
2 Patienten, die der 52-wöchigen Prophylaxe mit ALTUVOCT zugewiesen wurden.
3 Patienten, die der 26-wöchigen Behandlung mit ALTUVOCT zugewiesen wurden.
4 Basierend auf einem negativen Binomialmodell.
ABR = annualisierte Blutungsrate; KI = Konfidenzintervall; IQR = Interquartilsabstand, 25. bis
75. Perzentil.
Ein intraindividueller Vergleich der ABR während der Prophylaxe in der Studie und vor der Studie zeigte eine statistisch signifikante Reduktion der ABR um 77 % während der Routineprophylaxe mit ALTUVOCT im Vergleich zur Faktor-VIII-Prophylaxe vor der Studie (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Intraindividueller Vergleich der annualisierten Blutungsrate (ABR) unter ALTUVOCT-Prophylaxe im Vergleich zur Faktor-VIII-Prophylaxe vor der Studie bei Patienten im Alter von ≥ 12 Jahren
| Endpunkt Medianer Beobachtungszeitraum (Wochen) (IQR) Blutungen Mittlere ABR (95%-KI) 1 ABR-Reduktion, % (95%-KI) p -Wert Patienten mit keiner Blutung, % Mediane ABR (IQR) |
| Prophylaxe mit ALTUVOCT 50 I.E./kg 1 × wöchentl. |
| während der Studie 50,09 (49,07; 51,18) |
| (N = 78) 0,69 (0,43; 1,11) 0,00 (0,00; 1,04) |
| 64,1 |
| 77 (58; 87) < 0,0001 |
| Standardprophylaxe mit Faktor VIII vor der |
| 50,15 (43,86; 52,10) 2,96 (2,00; 4,37) 1,06 (0,00; 3,74) |
| Studie 2 (N = 78) 42,3 |
1 Basierend auf einem negativen Binomialmodell.
2 Prospektive Beobachtungsstudie (OBS16221).
ABR = annualisierte Blutungsrate; KI = Konfidenzintervall; IQR = Interquartilsabstand, 25. bis
75. Perzentil.
Ein intraindividueller Vergleich (N = 26) der ABR während der ersten 26 Wochen der ALTUVOCT-Bedarfsbehandlung und der ABR in den folgenden 26 Wochen unter wöchentlicher ALTUVOCT-Prophylaxe (Arm B) ergab eine klinisch relevante Blutungsreduktion von 97 % für die wöchentliche Prophylaxe und einen Anstieg der Patienten mit keiner Blutung von 0 auf 76,9 %.
Wirksamkeit bei der Kontrolle von Blutungen
In der Studie mit Erwachsenen und Jugendlichen (XTEND-1) wurden insgesamt 362 Blutungsepisoden mit ALTUVOCT behandelt, die meisten davon während der Bedarfsbehandlung in Arm B. Die Mehrzahl der Blutungsepisoden war in Gelenken lokalisiert. Das Ansprechen auf die erste Injektion wurde von den Patienten nach mindestens 8 Stunden nach der Behandlung beurteilt. Zur Bewertung des Ansprechens wurde eine 4-Punkte-Skala mit ausgezeichnetes, gutes, mäßiges und kein Ansprechen verwendet. Die Wirksamkeit hinsichtlich der Kontrolle von Blutungsepisoden bei Patienten im Alter von ≥ 12 Jahren ist in Tabelle 5 zusammengefasst. Die Kontrolle der Blutungsepisoden war in allen Behandlungsarmen ähnlich.
Tabelle 5: Zusammenfassung der Wirksamkeit hinsichtlich der Blutungskontrolle bei Patienten ≥ 12 Jahren
| Anzahl der Blutungsepisoden Anzahl an Injektionen zur Behandlung von Blutungsepisoden, N (%) Mediane Gesamtdosis zur Behandlung einer Blutungsepisode (I.E./kg) (IQR) | 1 Injektion 2 Injektionen > 2 Injektionen | 50,93 (50,00; 51,85) | (N = 362) 350 (96,7) 11 (3,0) 1 (0,3) |
| Anzahl der auswertbaren Injektionen Ansprechen auf die Behandlung einer Blutungsepisode, N (%) | Ausgezeichnet oder gut Mäßig Kein Ansprechen | (N = 332) 315 (94,9) 14 (4,2) 3 (0,9) |
Perioperatives Management von Blutungen
Die perioperative Hämostase wurde bei 49 größeren chirurgischen Eingriffen an 41 Patienten (32 Erwachsene und 9 Jugendliche und Kinder) in Phase-III-Studien untersucht. Von den 49 größeren chirurgischen Eingriffen erforderten 48 eine einzige präoperative Dosis, um die Hämostase während der Operation aufrechtzuerhalten; bei einer größeren Operation im Rahmen der Routineprophylaxe wurde am Tag der Operation und/oder vor der Operation keine präoperative Aufsättigungsdosis verabreicht. Die mediane Dosis je präoperativer Injektion betrug 50 I.E./kg (Bereich 12,7 - 84,7). Der mittlere (SD) Gesamtverbrauch und die Anzahl der Injektionen während des perioperativen Zeitraums (vom Tag vor der Operation bis zum 14. Tag nach der Operation) betrugen 171,85 (51,97) I.E./kg bzw. 3,9 (1,4).
Die klinische Bewertung des hämostatischen Ansprechens während eines größeren chirurgischen Eingriffs wurde anhand einer 4-Punkte-Skala mit ausgezeichnet, gut, mäßig oder schlecht/kein Ansprechen bewertet. Die hämostatische Wirkung von ALTUVOCT wurde bei 48 von 49 Eingriffen (98 %) als „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet. Bei keinem Eingriff wurde das Ergebnis mit „schlecht/kein Ansprechen“ oder „fehlend“ bewertet.
Zu den bewerteten größeren chirurgischen Eingriffen gehören größere orthopädische Eingriffe wie Gelenkersatz (Knie-, Hüft- und Ellenbogengelenk), Gelenkrevisionen und Sprunggelenkversteifung. Weitere größere Eingriffe umfassen Backenzahnextraktionen, Zahnsanierungen und Zahnextraktionen, Zirkumzisionen, Resektion von Gefäßfehlbildungen, Hernienreparaturen und Rhino-/Mentoplastik. Es wurden zudem 25 kleinere Operationen ausgewertet; die Hämostase wurde in allen verfügbaren Fällen als „ausgezeichnet“ berichtet.
Immunogenität
Die Immunogenität wurde in klinischen Studien mit ALTUVOCT bei vorbehandelten Erwachsenen und Kindern mit schwerer Hämophilie A untersucht. Eine Entwicklung von Inhibitoren gegen ALTUVOCT wurde in klinischen Studien nicht festgestellt.
Während der klinischen Studien der Phase III (mediane Behandlungsdauer 96,3 Wochen) entwickelten 4/276 (1,4 %) der auswertbaren Patienten vorübergehend behandlungsbedingte Anti-Drug-Antikörper (ADA). Es wurden keine Hinweise auf einen Einfluss von ADA auf die Pharmakokinetik, Wirksamkeit oder Sicherheit beobachtet.
Kinder und Jugendliche
Routineprophylaxe
Die Wirksamkeit von wöchentlich 50 I.E./kg ALTUVOCT als Routineprophylaxe bei Kindern < 12 Jahren wurde anhand der mittleren ABR bewertet. Insgesamt wurden 74 Kinder (38 Kinder < 6 Jahre und 36 Kinder 6 bis < 12 Jahre) aufgenommen und erhielten eine Routineprophylaxe mit ALTUVOCT in einer Dosis von 50 I.E./kg intravenös einmal wöchentlich über 52 Wochen. Bei allen 74 Patienten führte die Routineprophylaxe insgesamt zu einer mittleren ABR (95%-KI) von 0,9 (0,6; 1,4) und einer medianen (Q1; Q3) ABR von 0 (0; 1,0) für behandelte Blutungen.
Eine Sensitivitätsanalyse (N = 73), unter Ausschluss eines Patienten, der die wöchentliche Prophylaxe-Behandlung, wie im Prüfplan vorgesehen, über einen längeren Zeitraum nicht erhalten hatte, zeigte eine mittlere ABR (95%-KI) von 0,6 (0,4; 0,9) für behandelte Blutungen (mediane ABR [Q1; Q3] 0 [0; 1,0]). Bei 47 Kindern (64,4 %) trat keine behandlungsbedürftige Blutungsepisode auf. Die mittlere ABR (95%-KI) für behandelte spontane Blutungen betrug 0,2 (0; 0,3) (mediane ABR [Q1; Q3] 0 [0; 0]). Bei behandelten Gelenkblutungen betrug die mittlere ABR (95%-KI) 0,3 (0,2; 0,6) und die mediane ABR (Q1; Q3) 0 (0; 0).
Kontrolle von Blutungen
Die Wirksamkeit hinsichtlich der Kontrolle von Blutungen bei Kindern < 12 Jahren wurde in der
pädiatrischen Studie bewertet, mit Ausnahme eines Patienten, der die wöchentliche Prophylaxe-
Behandlung, wie im Prüfplan vorgesehen, über einen längeren Zeitraum nicht erhalten hatte.
Insgesamt wurden 43 Blutungsepisoden mit ALTUVOCT behandelt. Bei 95,3 % der Blutungsepisoden konnte die Blutung mit einer einzigen Injektion von 50 I.E./kg ALTUVOCT gestillt werden. Die mediane (Q1; Q3) Gesamtdosis zur Behandlung einer Blutungsepisode betrug 52,6 I.E./kg (50,0; 55,8).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die Pharmakokinetik (PK) von ALTUVOCT wurde in den Phase-III-Studien XTEND-1 und XTEND-Kids untersucht, in denen 159 Erwachsene und Jugendliche bzw. 74 Kinder < 12 Jahren eingeschlossen wurden, die wöchentliche intravenöse Injektionen von 50 I.E./kg erhielten. Von den Kindern < 12 Jahren waren für 37 Patienten PK-Profile von ALTUVOCT als Einzeldosis verfügbar.
Efanesoctocog alfa hat eine ca. 4-fach längere Halbwertszeit im Vergleich zu Faktor-VIII-Präparaten mit Standardhalbwertszeit und eine ca. 2,5 bis 3-fach längere Halbwertszeit im Vergleich zu Faktor-VIII Präparaten- mit verlängerter Halbwertszeit gezeigt. Die PK-Parameter- nach einer Einzeldosis ALTUVOCT sind in Tabelle 6 aufgeführt. Die PK-Parameter basierten auf der Faktor-VIII-Aktivität im Plasma, gemessen mittels aPTT-basiertem Einstufen-Gerinnungstest. Nach einer Einzeldosis von 50 I.E./kg zeigte ALTUVOCT eine hohe anhaltende Faktor-VIII-Aktivität mit
| verlängerter Halbwertszeit in allen Alterskohorten. Trend zu einer steigenden AUC (zunehmendem Alter. Das PK-Profil im erhaltenen PK-Profil vergleichbar. Tabelle 6: Pharmakokinetische Parameter nach einer Einzeldosis ALTUVOCT nach Alter PK-Parameter Mittelwert (SD) | (Einstufen-Gerinnungstest mittels Actin FSL) | 1 bis < 6 Jahre 6 bis < 12 Jahre | area under the curve Steady-State Pädiatrische Studie | In den pädiatrischen Kohorten zeigte sich ein) und einer abnehmenden (Woche 26) war mit dem nach der ersten Dosis 12 bis < 18 Jahre | Studie an Erwachsenen und | Clearance Jugendlichen | mit Erwachsene | |||
| N = 18 | N = 18 | N = 25 | N = 134 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AUC t ½z, h | , I.E.*h/dl 0-tau | 6 800 (1 120) 38,0 (3,72) | b | 7 190 (1 450) 42,4 (3,70) | 8 350 (1 550) 44,6 (4,99) | 9 850 (2 010) a 48,2 (9,31) | ||||
| CL, ml/h/kg | 0,742 (0,121) | 0,681 (0,139) | 0,582 (0,115) | 0,493 (0,121) a | ||||||
| V, ml/kg ss MRT, h | 36,6 (5,59) 49,6 (5,45) | 38,1 (6,80) 56,3 (5,10) | 34,9 (7,38) 60,0 (5,54) | 31,0 (7,32) a 63,9 (10,2) a | ||||||
| C max, I.E./dl | 143 (57,8) | 113 (22,7) | 118 (24,9) | 133 (33,8) | ||||||
| Inkrementelle I.E./dl pro I.E./kg | Recovery, | 2,81 (1,1) | 2,24 (0,437) | 2,34 (0,490) | 2,64 (0,665) | |||||
| a Die Berechnung basiert auf 128 Profilen. b N = 17 AUC 0-tau Dosierungsintervalls, CL = t ½z = terminale Halbwertszeit, V | = | Area under the curve | Clearance | entsprechend der Fläche unter der Aktivitäts-Zeit-Kurve während des, MRT = mittlere Verweildauer, SD = Standardabweichung, ss = Verteilungsvolumen im | Steady-State | , C max | = maximale Aktivität | |||
| In der Studie XTEND-1 hielt ALTUVOCT im wöchentlicher Prophylaxe bei Erwachsenen im Mittel (SD) 4,1 (0,7) Tage lang auf normalem bis nahezu normalem Niveau (> 40 I.E./dl). Die Faktor-VIII-Aktivität über 10 I.E./dl wurde bei 83,5 % der Erwachsenen und Jugendlichen während der gesamten Studie aufrechterhalten. Bei Kindern < 12 Jahren wurde bei wöchentlich verabreichtem ALTUVOCT im nahezu normale (> 40 I.E./dl) Faktor-VIII-Aktivität für 2 bis 3 Tage und eine Faktor-VIII-Aktivität von > 10 I.E./dl für etwa 7 Tage aufrechterhalten (siehe Tabelle 7). | Steady-State | die Faktor-VIII-Aktivität bei einmal | Steady-State | eine normale bis | ||||||
| Tabelle 7: Pharmakokinetische Parameter von ALTUVOCT im Steady-State nach Alter PK-Parameter Mittelwert (SD) | (Einstufen-Gerinnungstest mittels Actin FSL) | 1 bis < 6 Jahre | Pädiatrische Studie | 6 bis < 12 Jahre | a | Studie an Erwachsenen und 12 bis < 18 Jahre | Jugendlichen | a Erwachsene | ||
| N = 37 | N = 36 | N = 24 | N = 125 | |||||||
| Maximum, I.E./dl | 136 (48,9) (N = 35) | 131 (36,1) (N = 35) | 124 (31,2) | 150 (35,0) (N = 124) | ||||||
| Inkrementelle I.E./dl pro I.E./kg | Recovery, | 2,22 (0,83) (N = 35) | 2,10 (0,73) (N = 35) | 2,25 (0,61) | (N = 22) | 2,64 (0,61) (N = 120) | ||||
| Zeit bis 40 I.E./dl, h | 68,0 (10,5) b | 80,6 (12,3) b | 81,5 (12,1) | c | 98,1 (20,1) c | |||||
| Zeit bis 20 I.E./dl, h | 109 (14,0) b | 127 (14,5) b | 130 (15,7) | c | 150 (27,7) c | |||||
| Zeit bis 10 I.E./dl, h | 150 (18,2) b | 173 (17,1) b | 179 (20,2) | c | 201 (35,7) c | |||||
| Talspiegel, I.E./dl | 10,9 (19,7) (N = 36) | 16,5 (23,7) | 9,23 (4,77) | (N = 22) | 18,0 (16,6) (N = 123) |
a Steady-State-Maximum, -Talspiegel und inkrementelle Recovery wurden anhand der verfügbaren Messungen beim Termin mit PK-Probenahme in Woche 52 bzw. bei Studienende errechnet.
b Die Zeit bis zur Faktor-VIII-Aktivität wurde anhand eines populationspharmakokinetischen Modells für pädiatrische Patienten vorhergesagt.
c Die Zeit bis zur Faktor-VIII-Aktivität wurde anhand eines populationspharmakokinetischen Modells für erwachsene Patienten vorhergesagt.
Maximum = 15 Minuten nach der Dosis im Steady-State; Talspiegel = Faktor-VIII-Aktivitätswert vor der Dosis im Steady-State; SD = Standardabweichung
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Ratten und Affen (einschließlich sicherheitspharmakologischer Messungen) und einer In-vitro-Hämokompatibilitätsstudie lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Es wurden keine Studien zur Genotoxizität, zum kanzerogenen Potential, zur Reproduktionstoxizität oder zur embryofetalen Entwicklungstoxizität durchgeführt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Pulver
Saccharose
Calciumchlorid-Dihydrat (E 509)
Histidin
Argininhydrochlorid
Polysorbat 80 (E 433)
Lösungsmittel
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Es sollte nur der beigefügte Adapter und das beigefügte Infusionsset benutzt werden, da es infolge der Adsorption von Gerinnungsfaktor VIII an der Innenfläche einiger Injektionsbestecke zu einem Therapieversagen kommen kann.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
Ungeöffnete Durchstechflasche
4 Jahre
Während der Dauer der Haltbarkeit kann das Arzneimittel einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden. Das Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank sollte auf dem Umkarton vermerkt werden. Nach Aufbewahrung bei Raumtemperatur darf das Arzneimittel nicht wieder im Kühlschrank gelagert werden. Das Arzneimittel nach dem auf der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum oder sechs Monate nach der Entnahme des Umkartons aus dem Kühlschrank (je nachdem, welches Datum früher eintritt) nicht mehr verwenden.
Nach Rekonstitution
Das Arzneimittel sollte sofort nach der Rekonstitution verwendet werden. Wenn das Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten während der Anwendung und die Aufbewahrungsbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortlichkeit des Anwenders.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Jede Packung ALTUVOCT 250 I.E., 500 I.E., 750 I.E., 1 000 I.E., 2 000 I.E., 3 000 I.E. und 4 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung enthält:
- eine Durchstechflasche aus Glas (Typ I) mit Pulver und Chlorobutyl-Gummistopfen
- einen sterilen Durchstechflaschen-Adapter für die Rekonstitution
- eine Fertigspritze aus Glas mit 3 ml Lösungsmittel mit Bromobutyl-Gummi-Kolbenstopfen – eine Kolbenstange
- ein steriles Infusionsset
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
ALTUVOCT ist intravenös zu verabreichen, nachdem das Pulver mit dem in der Spritze enthaltenen Lösungsmittel rekonstituiert wurde. Die Durchstechflasche sollte vorsichtig geschwenkt werden, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat. Nach der Rekonstitution sollte die Lösung klar und farblos bis schwach schillernd sein. Die Lösung darf nicht verwendet werden, wenn sie trübe ist oder Ablagerungen aufweist.
Es ist stets eine aseptische Technik anzuwenden.
Zusätzliche Informationen zur Rekonstitution
Nach der Auflösung des Pulvers zur Herstellung einer Injektionszubereitung mit dem Lösungsmittel aus der Fertigspritze wird ALTUVOCT mittels intravenöser Injektion verabreicht. Eine Packung ALTUVOCT enthält:
| A. |
| Durchstech-flasche mit Pulver |
| B. |
| 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze |
| C. Kolbenstange D. |
| Durchstech-flaschen-Adapter |
| E. Infusionsset |
Es werden zudem sterile Alkoholtupfer benötigt (F). Diese sind in der ALTUVOCT-Packung nicht enthalten.
Um die Lösung aus mehreren Durchstechflaschen in eine einzelne Spritze aufzuziehen, kann eine separate große Spritze (G) genutzt werden. Ist eine große Spritze nicht verfügbar, befolgen Sie die Schritte 6 bis 8, um die Lösung aus den einzelnen Spritzen zu verabreichen.
F Alkoholtupfer G Große Spritze
ALTUVOCT sollte nicht mit anderen Injektions- oder Infusionslösungen gemischt werden.
Waschen Sie sich die Hände, bevor Sie die Packung öffnen.
Rekonstitution
1. Vorbereiten der Durchstechflasche
a. Entfernen Sie die Kappe der Durchstechflasche
Stellen Sie die Durchstechflasche mit Pulver (A) auf eine saubere, ebene
Oberfläche und entfernen Sie die Kunststoffkappe.
b. Reinigen Sie die Oberseite der Durchstechflasche
Reinigen Sie die Oberseite der Durchstechflasche mit einem
Alkoholtupfer.
Achten Sie nach der Reinigung darauf, dass die Oberseite der
Durchstechflasche nicht mehr berührt wird bzw. mit anderen
Gegenständen in Berührung kommt.
c. Öffnen Sie die Packung mit dem Durchstechflaschen-Adapter
Ziehen Sie das Schutzpapier von der Verpackung des
Durchstechflaschen-Adapters (D) ab.
Berühren Sie den Durchstechflaschen-Adapter nicht und nehmen
Sie ihn nicht aus der Packung.
d. Verbinden Sie den Durchstechflaschen-Adapter
Halten Sie die Packung mit dem Durchstechflaschen-Adapter gerade
über die Durchstechflasche.
Drücken Sie den Adapter fest nach unten, bis er einrastet. Der Dorn wird
den Stopfen der Durchstechflasche durchdringen.
2. Vorbereiten der Spritze
a. Verbinden Sie die Kolbenstange
Führen Sie die Kolbenstange (C) in die 3-ml-Spritze (B) ein. Drehen Sie
die Kolbenstange im Uhrzeigersinn, bis sie fest im Spritzenkolben sitzt.
b. Entfernen Sie die Spritzenkappe
Brechen Sie den oberen Teil der weißen 3-ml-Spritzenkappe an der
Perforation ab und legen Sie die Kappe beiseite.
Berühren Sie nicht die Innenseite der Kappe oder die
Spritzenspitze.
3. Verbinden der Spritze mit der Durchstechflasche
a. Entfernen Sie die Schutzkappe des Durchstechflaschen-Adapters
Heben Sie die Schutzkappe vom Durchstechflaschen-Adapter ab und
entsorgen Sie sie.
b. Verbinden Sie die Spritze mit dem Durchstechflaschen-Adapter
Halten Sie den Durchstechflaschen-Adapter am unteren Ende fest.
Setzen Sie die Spitze der Spritze oben auf den Durchstechflaschen-
Adapter. Drehen Sie die Spritze im Uhrzeigersinn, um sie zu befestigen.
4. Auflösen des Pulvers und Lösungsmittel
a. Geben Sie Lösungsmittel zur Durchstechflasche
Drücken Sie die Kolbenstange langsam nach unten, um das gesamte
Lösungsmittel in die Durchstechflasche zu injizieren.
b. Lösen Sie das Pulver auf
Schwenken Sie die Durchstechflasche mit dem Daumen auf der
Kolbenstange vorsichtig, bis sich das Pulver gelöst hat.
Nicht schütteln.
c. Überprüfen Sie die Lösung
Überprüfen Sie die Lösung vor der Verabreichung. Sie sollte klar und farblos sein.
Sie dürfen die Lösung nicht verwenden, wenn sie trübe ist oder sichtbare Partikel
enthält.
5. Bei Anwendung mehrerer Durchstechflaschen
Wenn für Ihre Dosis mehrere Durchstechflaschen benötigt werden, befolgen Sie die
nachstehenden Schritte (5a und 5b), anderenfalls fahren Sie mit Schritt 6 fort.
a. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4
Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4 für alle Durchstechflaschen, bis Sie
ausreichend Lösung für Ihre Dosis zubereitet haben.
Entfernen Sie die 3-ml-Spritzen von den einzelnen Durchstechflaschen
(siehe Schritt 6b) und lassen Sie die Lösung in den Durchstechflaschen.
b. Verwenden Sie die große Spritze (G)
Setzen Sie die große Spritze (G) auf den Durchstechflaschen-Adapter
für jede der einzelnen Durchstechflaschen (siehe Schritt 3b) und führen
Sie Schritt 6 durch, um die Lösungen aus den einzelnen
Durchstechflaschen in die große Spritze aufzunehmen. Sollten Sie nur
einen Teil der Lösung einer Durchstechflasche benötigen, orientieren
Sie sich an der Skalierung auf der Spritze, um festzustellen, welche
Menge der Lösung Sie aufziehen.
6. Aufziehen der Lösung in die Spritze
a. Ziehen Sie die Lösung auf
Halten Sie die Spritze mit der Spitze nach oben. Ziehen Sie langsam die
Kolbenstange herunter, bis die gesamte Lösung in die Spritze überführt
wurde.
b. Entfernen Sie die Spritze
Entfernen Sie die Spritze von der Durchstechflasche, indem Sie den
Durchstechflaschen-Adapter festhalten. Drehen Sie die Spritze zum
Lösen gegen den Uhrzeigersinn.
Es wird empfohlen, ALTUVOCT sofort nach der Rekonstitution zu verwenden (siehe Abschnitt 6.3).
Verabreichung
7. Vorbereiten der Injektion
a. Entfernen Sie die Schlauchkappe
Öffnen Sie die Packung mit dem Infusionsset (E) (bei
Beschädigung nicht verwenden).
Entfernen Sie die Schlauchkappe.
Berühren Sie nicht das offene Ende des Infusionsschlauchs.
b. Verbinden Sie die Spritze
Schließen Sie die zubereitete Spritze durch Drehen im
Uhrzeigersinn an das Ende des Infusionsschlauchs an.
c. Bereiten Sie die Injektionsstelle vor
Verwenden Sie bei Bedarf einen Stauschlauch (Tourniquet).
Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer (F).
d. Entfernen Sie Luft aus der Spritze und dem Schlauch
Entfernen Sie Luft, indem Sie die Spritze mit der Spitze nach oben
halten und vorsichtig auf die Kolbenstange drücken. Drücken Sie
die Lösung nicht durch die Nadel.
Das Injizieren von Luft in eine Vene kann gefährlich sein.
8. Injizieren der Lösung
a. Führen Sie die Nadel ein
Nehmen Sie die Schutzkappe von der Nadel ab.
Führen Sie die Nadel in eine Vene ein und entfernen Sie ggf. das Tourniquet.
Sie können ein Pflaster verwenden, um die Kunststoffflügel der Nadel an der
Injektionsstelle zu fixieren, damit sich diese nicht bewegen.
b. Injizieren Sie die Lösung
Die zubereitete Lösung soll patientenindividuell über 1 bis 10 Minuten intravenös injiziert
werden.
9. Sicher entsorgen
a. Entfernen Sie die Nadel
Entfernen Sie die Nadel. Klappen Sie den Nadelschutz über die
Nadel; er sollte einrasten.
b. Sichere Entsorgung
Stellen Sie sicher, dass alle gebrauchten Komponenten des mitgelieferten Sets (mit Ausnahme der Verpackung) sicher in einem Behälter für medizinische Abfälle entsorgt werden.
Die benutzten Materialien dürfen nicht wiederverwendet werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
8. ZULASSUNGSNUMMERN
EU/1/24/1824/001
EU/1/24/1824/002
EU/1/24/1824/003
EU/1/24/1824/004
EU/1/24/1824/005
EU/1/24/1824/006
EU/1/24/1824/007
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 17. Juni 2024
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
ANHANG II
| A. | HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | ||
|---|---|---|---|
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH | ||
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN | ||
| A. | HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST | D. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS |
Name und Anschrift des Herstellers des Wirkstoffs biologischen Ursprungs
Biogen MA Inc.
5000 Davis Drive, Morrisville
NC 27560
USA
Name und Anschrift des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
Norra Stationsgatan 93
113 64 Stockholm
Schweden
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH |
|---|
Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung (siehe Anhang I: Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels, Abschnitt 4.2).
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN |
|---|---|
| • | Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports (PSURs)] |
Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-Liste) – und allen künftigen Aktualisierungen – festgelegt.
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) legt den ersten PSUR für dieses
Arzneimittel innerhalb von 6 Monaten nach der Zulassung vor.
D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
- Risikomanagement-Plan (RMP)
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:
- nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
- jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-
Verhältnisses führen können, oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in
Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 250 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 83 I.E./ml nach
Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/001
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 250
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
ALTUVOCT 250 I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer
Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
250 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 500 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 167 I.E./ml nach Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/002
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 500
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ARTDER ANWENDUNG
ALTUVOCT 500 I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer
Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
500 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 750 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 750 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 250 I.E./ml nach Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/003
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 750
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
ALTUVOCT 750 I.E. Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer
Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
750 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 1 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 1 000 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 333 I.E./ml nach Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/004
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 1000
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
ALTUVOCT 1 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
1 000 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 2 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 2 000 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 667 I.E./ml nach Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/005
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 2000
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
ALTUVOCT 2 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
2 000 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 3 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 3 000 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 1 000 I.E./ml nach Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/006
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 3000
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
ALTUVOCT 3 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
3 000 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
UMKARTON
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALTUVOCT 4 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
2. WIRKSTOFF
Pulver: Jede Durchstechflasche enthält nominal 4 000 I.E. Efanesoctocog alfa (ca. 1 333 I.E./ml nach Rekonstitution),
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Pulver: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Inhalt: 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter, 1 Infusionsset
5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG
Intravenöse Anwendung, nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verwendbar bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Kann einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) aufbewahrt werden.
Datum der Entnahme aus dem Kühlschrank: ____________
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
12. ZULASSUNGSNUMMER
EU/1/24/1824/007
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
altuvoct 4000
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
DURCHSTECHFLASCHE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
ALTUVOCT 4 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung Pulver zur Herstellung einer Injektionszubereitung
Efanesoctocog alfa
(rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
i.v.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
4 000 I.E.
6. WEITERE ANGABEN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
ETIKETT DER FERTIGSPRITZE
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
Lösungsmittel für ALTUVOCT
Wasser für Injektionszwecke
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
EXP
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Lot
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
3 ml
6. WEITERE ANGABEN
B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender
ALTUVOCT 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ALTUVOCT 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ALTUVOCT 750 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ALTUVOCT 1 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ALTUVOCT 2 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ALTUVOCT 3 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ALTUVOCT 4 000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Efanesoctocog alfa (rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII)
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Abschnitt 4.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist ALTUVOCT und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von ALTUVOCT beachten?
3. Wie ist ALTUVOCT anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist ALTUVOCT aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist ALTUVOCT und wofür wird es angewendet?
ALTUVOCT enthält den Wirkstoff Efanesoctocog alfa, ein Ersatz für das Faktor-VIII-Protein.
ALTUVOCT wird zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungsepisoden bei Patienten mit Hämophilie A (einer angeborenen Blutungsstörung, ausgelöst durch Faktor-VIII-Mangel) angewendet und kann bei Patienten aller Altersklassen eingesetzt werden.
Faktor VIII ist ein natürliches im Körper vorkommendes Protein und wird im Blut benötigt, um
Blutgerinnsel zu bilden und Blutungen zu stoppen. Bei Patienten mit Hämophilie A fehlt der
Faktor VIII oder er funktioniert nicht adäquat.
ALTUVOCT ersetzt den fehlerhaften oder fehlenden Faktor VIII. ALTUVOCT erhöht den
Faktor-VIII-Spiegel im Blut und hilft dem Blut dabei, an Blutungsstellen Gerinnsel zu bilden,
wodurch vorübergehend die Blutungsneigung behoben wird.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von ALTUVOCT beachten?
ALTUVOCT darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Efanesoctocog alfa oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
ALTUVOCT anwenden.
- Es besteht die seltene Möglichkeit, dass bei Ihnen Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen (eine schwere, plötzliche allergische Reaktion), gegen ALTUVOCT auftreten. Anzeichen allergischer Reaktionen können Jucken am ganzen Körper, Nesselsucht, Engegefühl im Brustbereich, Atemschwierigkeiten und niedriger Blutdruck sein. Wenn eines dieser Symptome auftritt, beenden Sie unverzüglich die Injektion und wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Blutung oder die Blutung Ihres Kindes mit der Dosis, die Sie erhalten, nicht kontrolliert wird, da dies verschiedene Gründe haben kann. Bei manchen Personen, die dieses Arzneimittel anwenden, können sich Antikörper gegen Faktor VIII bilden (auch als FaktorVIII-Hemmkörper bezeichnet). Die Bildung von FaktorVIII-Hemmkörpern ist eine bekannte Komplikation, die bei der Behandlung mit allen FaktorVIII-Arzneimitteln auftreten kann. Diese Hemmkörper verhindern insbesondere bei hohen Konzentrationen eine erfolgreiche Behandlung und Sie oder Ihr Kind werden sorgfältig auf die Bildung dieser Hemmkörper überwacht werden.
Herz-Kreislauf-Ereignisse Wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder bei Ihnen das Risiko für eine Herzerkrankung besteht, ist bei der Anwendung von Faktor-VIII-Arzneimitteln besondere Vorsicht geboten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Katheter-assoziierte Komplikationen Wenn Sie einen zentralen Venenkatheter (ZVK) benötigen, ist das Risiko für Komplikationen in Verbindung mit dem ZVK wie örtliche Infektionen, Bakterien im Blut und Blutgerinnsel im Bereich des Katheters zu berücksichtigen.
Anwendung von ALTUVOCT zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
ALTUVOCT hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
3. Wie ist ALTUVOCT anzuwenden?
Die Behandlung mit ALTUVOCT wird von einem Arzt begonnen, der Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A hat. ALTUVOCT wird als Injektion in eine Vene gegeben.
Nach einer entsprechenden Schulung in der richtigen Injektionstechnik können Patienten oder Betreuungspersonen ALTUVOCT zu Hause verabreichen. Ihr Arzt wird die Dosierung (in Internationalen Einheiten oder „I.E.“) für Sie berechnen. Die Dosierung ist abhängig von Ihrem Körpergewicht und davon, ob es zur Vorbeugung oder zur Behandlung von Blutungen eingesetzt wird.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Aufzeichnungen führen
Notieren Sie bei jeder Anwendung von ALTUVOCT das Datum, die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung.
Vorbeugung von Blutungen
Die übliche Dosis von ALTUVOCT beträgt 50 Internationale Einheiten (I.E.) pro kg Körpergewicht. Die Injektion wird einmal wöchentlich gegeben.
Behandlung von Blutungen
Die Dosis von ALTUVOCT beträgt 50 Internationale Einheiten (I.E.) pro kg Körpergewicht. Die Dosis oder das Dosierungsintervall können je nach Schwere und Ort der Blutung angepasst werden.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
ALTUVOCT kann bei Kindern jeden Alters angewendet werden. Die Dosierungsempfehlungen sind die gleichen wie für Erwachsene.
Wie ALTUVOCT gegeben wird
ALTUVOCT wird als Injektion in eine Vene gegeben. Weitere Informationen siehe die „Hinweise zur Anwendung von ALTUVOCT“.
Wenn Sie eine größere Menge von ALTUVOCT angewendet haben, als Sie sollten
Teilen Sie dies unverzüglich Ihrem Arzt mit. Sie sollten ALTUVOCT immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt anwenden. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wenn Sie die Anwendung von ALTUVOCT vergessen haben
Injizieren Sie nicht die doppelte Menge, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Injizieren Sie Ihre Dosis, sobald Sie sich daran erinnern, und fahren Sie dann mit Ihrem üblichen Dosierungsschema fort. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Wenn Sie die Anwendung von ALTUVOCT abbrechen
Wenn Sie die Anwendung von ALTUVOCT abbrechen, sind Sie möglicherweise nicht länger vor Blutungen geschützt oder eine bestehende Blutung kann nicht gestoppt werden. Brechen Sie die Anwendung von ALTUVOCT nicht ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt zu sprechen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
| 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? | |||
|---|---|---|---|
| Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. | |||
| Wenn Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen, auftreten, muss die Injektion sofort abgebrochen werden und Sie müssen umgehend Ihren Arzt kontaktieren. Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionen/anaphylaktischen Reaktionen umfassen: | |||
| • • • • • • • • | Schwellung des Gesichts Ausschlag Jucken am ganzen Körper Nesselsucht Engegefühl in der Brust Schwierigkeiten beim Atmen brennendes und stechendes Gefühl an der Injektionsstelle Schüttelfrost | • • • • • • • • | Hitzegefühl Kopfschmerzen niedriger Blutdruck allgemeines Unwohlsein Übelkeit Unruhe und schneller Herzschlag Schwindelgefühl Bewusstlosigkeit |
Risiko der Bildung von Hemmkörpern Bei Kindern, die zuvor noch nicht mit einem FaktorVIII-Arzneimittel behandelt wurden, tritt die Bildung von Hemmkörpern sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Patienten betreffen) auf (siehe Abschnitt 2); bei Patienten, die früher bereits eine Behandlung mit Faktor VIII erhalten haben (mehr als 150 Behandlungstage), treten diese jedoch nur gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen) auf. Wenn sich bei Ihnen oder Ihrem Kind Hemmkörper bilden, kann es sein, dass das Arzneimittel nicht mehr wirkt und bei Ihnen bzw. Ihrem Kind anhaltende Blutungen auftreten.
Wenden Sie sich in diesem Fall sofort an Ihren Arzt.
Bei der Anwendung dieses Arzneimittels können die folgenden Nebenwirkungen auftreten.
Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerzen
- Arthralgie (Gelenkschmerz)
Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schmerz in einer Extremität (Arme, Hände, Beine oder Füße)
- Rückenschmerzen
- Ekzem (juckende, gerötete oder trockene Haut)
- Ausschlag
- Urtikaria (juckender Ausschlag)
- Fieber
- Erbrechen
Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich Bluterguss und Entzündung)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist ALTUVOCT aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach „verwendbar bis“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Vor der Rekonstitution kann das ALTUVOCT-Pulver einmalig für bis zu 6 Monate bei Raumtemperatur (≤ 30 °C) aufbewahrt werden. Das Datum der Entnahme des Arzneimittels aus dem Kühlschrank sollte auf dem Umkarton vermerkt werden. Nach Aufbewahrung bei Raumtemperatur darf das Arzneimittel nicht wieder im Kühlschrank gelagert werden.
Nicht nach dem auf der Durchstechflasche aufgedruckten Verfalldatum oder sechs Monate nach
Entnahme des Umkartons aus dem Kühlschrank (je nachdem, was früher eintritt) anwenden.
Sobald Sie das ALTUVOCT-Pulver in der Lösung aus der Fertigspritze gelöst haben, sollte es sofort angewendet werden. Bewahren Sie die zubereitete Lösung nicht im Kühlschrank auf.
Nach der Rekonstitution sollte die Lösung klar und farblos bis schwach schillernd sein. Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: das Arzneimittel ist trübe oder enthält sichtbare Partikel.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was ALTUVOCT enthält
- Der Wirkstoff ist: Efanesoctocog alfa (rekombinanter humaner Gerinnungsfaktor VIII). Jede Durchstechflasche von ALTUVOCT enthält nominal 250, 500, 750, 1 000, 2 000, 3 000 oder 4 000 I.E. Efanesoctocog alfa.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Saccharose, Calciumchlorid-Dihydrat, Histidin, Argininhydrochlorid, Polysorbat 80.
Wie ALTUVOCT aussieht und Inhalt der Packung
ALTUVOCT wird als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung zur Verfügung gestellt. Das Pulver ist ein weißes bis cremefarbenes Pulver bzw. Kuchen. Das Lösungsmittel zur Zubereitung der Injektionslösung ist eine klare, farblose Lösung. Nach der Zubereitung ist die Injektionslösung klar und farblos bis schwach schillernd.
Jede Packung von ALTUVOCT enthält 1 Durchstechflasche mit Pulver, 3 ml Lösungsmittel in einer Fertigspritze, 1 Kolbenstange, 1 Durchstechflaschen-Adapter und 1 Infusionsset.
Pharmazeutischer Unternehmer
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
SE-112 76 Stockholm
Schweden
Hersteller
Swedish Orphan Biovitrum AB (publ)
Norra Stationsgatan 93
113 64 Stockholm
Schweden
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im .
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Bitte beachten Sie die Anleitung zur Zubereitung und Verabreichung auf der Rückseite dieser
Packungsbeilage.
Hinweise zur Anwendung von ALTUVOCT
LESEN SIE DIESE HINWEISE VOR DER ANWENDUNG VON ALTUVOCT SORGFÄLTIG DURCH
Nach der Auflösung des Pulvers zur Herstellung einer Injektionszubereitung mit dem Lösungsmittel aus der Fertigspritze wird ALTUVOCT mittels intravenöser Injektion verabreicht.
Wenn für Ihre Dosis mehrere Durchstechflaschen benötigt werden, erhalten Sie mehrere Packungen und idealerweise eine große Spritze.
Ihr medizinisches Fachpersonal sollte Ihnen zeigen, wie Sie ALTUVOCT richtig vorbereiten und injizieren, bevor Sie es zum ersten Mal anwenden. Wenden Sie sich an Ihr medizinisches Fachpersonal, wenn Sie irgendwelche Fragen haben.
Wichtige Informationen
Überprüfen Sie den Namen und die Stärke des Arzneimittels und dass Ihnen die Dosierungshäufigkeit von ALTUVOCT bekannt ist.
Nicht verwenden, wenn das Verfalldatum des Arzneimittels überschritten ist, das Arzneimittel
geöffnet wurde oder beschädigt erscheint.
ALTUVOCT darf nicht mit anderen Injektionslösungen gemischt werden.
ALTUVOCT sollte idealerweise in einem Kühlschrank aufbewahrt werden. Warten Sie vor der
Anwendung, bis die Durchstechflasche mit ALTUVOCT und die Spritze mit dem Lösungsmittel
Raumtemperatur angenommen haben. Verwenden Sie keine externe Wärmequelle.
Überprüfen Sie alle Teile vor der Anwendung auf Beschädigungen und verwenden Sie diese nicht, wenn sie beschädigt erscheinen.
Alle Teile sind nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Waschen Sie sich die Hände und säubern Sie eine ebene Oberfläche, bevor Sie die Zubereitung mit dem Set beginnen. Legen Sie die Spritze sicher auf eine saubere Oberfläche, wenn Sie diese nicht verwenden.
Übersicht über die Teile (im Umkarton enthalten)
ALTUVOCT wird durch Auflösen des Pulvers zur Herstellung einer Injektionszubereitung (A) mit dem in der Fertigspritze bereitgestellten Lösungsmittel (B) rekonstituiert. ALTUVOCT wird anschließend mit dem Infusionsset (E) verabreicht.
| A. |
| Durchstech-B. flasche mit Pulver |
| 3-ml-Spritze (vorgefüllt mit Lösungsmittel) |
| C. Kolbenstange D. |
| Durchstech-flaschen-Adapter |
| E. Infusionsset |
Zusätzlich benötigte Teile (nicht im Umkarton enthalten)
Stellen Sie sicher, dass Sie Alkoholtupfer (F) vorrätig haben.
Ihr Apotheker hat Ihnen möglicherweise eine separate große Spritze (G) ausgehändigt, mit der Sie die Lösung aus mehreren Durchstechflaschen in eine einzelne Spritze aufziehen können. Sollten Sie KEINE große Spritze erhalten haben, befolgen Sie die Schritte 6 bis 8, um die Lösung aus den einzelnen Spritzen zu verabreichen.
F Alkoholtupfer G Große Spritze
Rekonstitution
1. Vorbereiten der Durchstechflasche
a. Entfernen Sie die Kappe der Durchstechflasche
Stellen Sie die Durchstechflasche mit Pulver (A) auf eine saubere, ebene
Oberfläche und entfernen Sie die Kunststoffkappe.
b. Reinigen Sie die Oberseite der Durchstechflasche
Reinigen Sie die Oberseite der Durchstechflasche mit einem Alkoholtupfer.
Achten Sie nach der Reinigung darauf, dass die Oberseite der
Durchstechflasche nicht mehr berührt wird bzw. mit anderen Gegenständen
in Berührung kommt.
c. Öffnen Sie die Packung mit dem Durchstechflaschen-Adapter
Ziehen Sie das Schutzpapier von der Verpackung des Durchstechflaschen-
Adapters (D) ab.
Berühren Sie den Durchstechflaschen-Adapter nicht und nehmen Sie
ihn nicht aus der Packung.
d. Verbinden Sie den Durchstechflaschen-Adapter
Halten Sie die Packung mit dem Durchstechflaschen-Adapter gerade über
die Durchstechflasche.
Drücken Sie den Adapter fest nach unten, bis er einrastet. Der Dorn wird
den Stopfen der Durchstechflasche durchdringen.
2. Vorbereiten der Spritze
a. Verbinden Sie die Kolbenstange
Führen Sie die Kolbenstange (C) in die 3-ml-Spritze (B) ein. Drehen Sie
die Kolbenstange im Uhrzeigersinn, bis sie fest im Spritzenkolben sitzt.
b. Entfernen Sie die Spritzenkappe
Brechen Sie den oberen Teil der weißen 3-ml-Spritzenkappe an der
Perforation ab und legen Sie die Kappe beiseite.
Berühren Sie nicht die Innenseite der Kappe oder die
Spritzenspitze.
3. Verbinden der Spritze mit der Durchstechflasche
a. Entfernen Sie die Schutzkappe des Durchstechflaschen-Adapters
Heben Sie die Schutzkappe vom Durchstechflaschen-Adapter ab und
entsorgen Sie sie.
b. Verbinden Sie die Spritze mit dem Durchstechflaschen-Adapter
Halten Sie den Durchstechflaschen-Adapter am unteren Ende fest. Setzen
Sie die Spitze der Spritze oben auf den Durchstechflaschen-Adapter.
Drehen Sie die Spritze im Uhrzeigersinn, um sie zu befestigen.
4. Auflösen des Pulvers und Lösungsmittel
a. Geben Sie Lösungsmittel zur Durchstechflasche
Drücken Sie die Kolbenstange langsam nach unten, um das gesamte
Lösungsmittel in die Durchstechflasche zu injizieren.
b. Lösen Sie das Pulver auf
Schwenken Sie die Durchstechflasche mit dem Daumen auf der
Kolbenstange vorsichtig, bis sich das Pulver gelöst hat.
Nicht schütteln.
c. Überprüfen Sie die Lösung
Überprüfen Sie die Lösung vor der Verabreichung. Sie sollte klar und farblos sein.
Sie dürfen die Lösung nicht verwenden, wenn sie trübe ist oder sichtbare Partikel enthält.
5. Bei Anwendung mehrerer Durchstechflaschen
Wenn für Ihre Dosis mehrere Durchstechflaschen benötigt werden, befolgen Sie die
nachstehenden Schritte (5a und 5b), anderenfalls fahren Sie mit Schritt 6 fort.
a. Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4
Wiederholen Sie die Schritte 1 bis 4 für alle Durchstechflaschen, bis Sie
ausreichend Lösung für Ihre Dosis zubereitet haben.
Entfernen Sie die 3-ml-Spritzen von den einzelnen Durchstechflaschen
(siehe Schritt 6b) und lassen Sie die Lösung in den Durchstechflaschen.
b. Verwenden Sie die vom Apotheker ausgehändigte große Spritze (G)
Setzen Sie die große Spritze (G) auf den Durchstechflaschen-Adapter für
jede der einzelnen Durchstechflaschen (siehe Schritt 3b) und führen Sie
Schritt 6 durch, um die Lösungen aus den einzelnen Durchstechflaschen in
die große Spritze aufzunehmen. Sollten Sie nur einen Teil der Lösung einer
Durchstechflasche benötigen, orientieren Sie sich wie von Ihrem Arzt
erklärt an der Skalierung auf der Spritze, um festzustellen, welche Menge
der Lösung Sie aufziehen.
6. Aufziehen der Lösung in die Spritze
a. Ziehen Sie die Lösung auf
Halten Sie die Spritze mit der Spitze nach oben. Ziehen Sie langsam die
Kolbenstange herunter, bis die gesamte Lösung in die Spritze überführt
wurde.
b. Entfernen Sie die Spritze
Entfernen Sie die Spritze von der Durchstechflasche, indem Sie den
Durchstechflaschen-Adapter festhalten. Drehen Sie die Spritze zum Lösen
gegen den Uhrzeigersinn.
Verabreichung
7. Vorbereiten der Injektion
a Entfernen Sie die Schlauchkappe
Öffnen Sie die Packung mit dem Infusionsset (E) (bei Beschädigung
nicht verwenden).
Entfernen Sie die Schlauchkappe.
Berühren Sie nicht das offene Ende des Infusionsschlauchs.
b. Verbinden Sie die Spritze
Schließen Sie die zubereitete Spritze durch Drehen im
Uhrzeigersinn an das Ende des Infusionsschlauchs an.
c. Bereiten Sie die Injektionsstelle vor
Verwenden Sie bei Bedarf einen Stauschlauch (Tourniquet).
Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer (F).
d. Entfernen Sie Luft aus der Spritze und dem Schlauch
Entfernen Sie Luft, indem Sie die Spritze mit der Spitze nach oben
halten und vorsichtig auf die Kolbenstange drücken. Drücken Sie
die Lösung nicht durch die Nadel.
Das Injizieren von Luft in eine Vene kann gefährlich sein.
8. Injizieren der Lösung
a. Führen Sie die Nadel ein
Nehmen Sie die Schutzkappe von der Nadel ab.
Führen Sie die Nadel, wie von ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal gezeigt, in eine Vene ein und entfernen Sie ggf. das Tourniquet.
Sie können ein Pflaster verwenden, um die Kunststoffflügel der Nadel an der
Injektionsstelle zu fixieren, damit sich diese nicht bewegen.
b. Injizieren Sie die Lösung
Die zubereitete Lösung soll über 1 bis 10 Minuten intravenös injiziert werden, je nachdem, wie es für Sie angenehm ist.
9. Sicher entsorgen
a. Entfernen Sie die Nadel
Entfernen Sie die Nadel. Klappen Sie den Nadelschutz über die Nadel;
er sollte einrasten.
b. Sichere Entsorgung
Entsorgen Sie die gebrauchte Nadel, die nicht verwendete Lösung, die Spritze und die leere
Durchstechflasche sicher in einem geeigneten Behälter für medizinische Abfälle.
Die benutzten Materialien dürfen nicht wiederverwendet werden.
ANHANG IV
WISSENSCHAFTLICHE SCHLUSSFOLGERUNGEN UND GRÜNDE FÜR DIE ÄNDERUNG DER BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG(EN) FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN Wissenschaftliche Schlussfolgerungen
Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) ist unter Berücksichtigung des PRAC-Beurteilungsberichts zum PSUR/zu den PSURs für Efanesoctocog alfa zu den folgenden wissenschaftlichen Schlussfolgerungen gelangt:
Angesichts der vorliegenden Daten bezüglich der Risiken aus der Literatur, aus Spontanmeldungen, darunter einige Fälle mit einem engen zeitlichen Zusammenhang, sowie angesichts eines plausiblen Wirkmechanismus hält der PRAC einen Kausalzusammenhang zwischen Efanesoctocog alfa und Faktor-VIII-Hemmung zumindest für eine plausible Möglichkeit. Der PRAC ist zu dem Schluss gekommen, dass die Produktinformation von Arzneimitteln, die Efanesoctocog alfa enthalten, entsprechend geändert werden soll.
Nach Prüfung der Empfehlung des PRAC stimmt der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) den Gesamtschlussfolgerungen und der Begründung der Empfehlung des PRAC zu.
Gründe für die Änderung der Bedingungen der Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen
Der CHMP ist auf der Grundlage der wissenschaftlichen Schlussfolgerungen für Efanesoctocog alfa der Auffassung, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Arzneimittels, das/der Arzneimittel, die Efanesoctocog alfa enthält/enthalten, vorbehaltlich der vorgeschlagenen Änderungen der Produktinformation, unverändert ist.
Der CHMP empfiehlt, die Bedingungen der Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen zu ändern.
Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags
Der Text dieser Seite gibt die amtliche Gebrauchs- beziehungsweise Fachinformation im Wortlaut wieder. Inhaltlich ist daran nichts verändert. Die Übernahme aus dem Original-PDF in die Darstellung dieser Seite erfolgte maschinell mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
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