ANHANG I

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 45 mg/0,45 ml Injektionslösung im Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jeder Fertigpen enthält 45 mg Guselkumab in 0,45 ml Lösung. 1 ml Lösung enthält 100 mg
Guselkumab.

Jeder Fertigpen kann 0,1 ml bis 0,45 ml (entsprechend 10 mg bis 45 mg Guselkumab) in Schritten von 0,05 ml abgeben.

Guselkumab ist ein vollhumaner monoklonaler Immunglobulin-G1-Lambda(IgG1λ)-Antikörper (mAk), hergestellt durch rekombinante DNA-Technologie in einer CHO-Zelllinie (Chinese-Hamster-Ovary).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält 0,3 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion) im Fertigpen (VarioJect)

Die Lösung mit einem Ziel-pH-Wert von 5,8 und einer ungefähren Osmolarität von 367,5 mOsm/l ist klar und farblos bis hellgelb und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Tremfya ist zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis bei Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren indiziert, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Plaque-Psoriasis hat.

Dosierung

Der Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml ist für pädiatrische Patienten ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht unter 40 kg bestimmt.

Jeder Fertigpen ist für den einmaligen Gebrauch bei einem einzelnen Patienten bestimmt und ist
unmittelbar nach Gebrauch zu entsorgen.

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen (6 bis 17 Jahre)
Kinder ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht unter 40 kg
Die empfohlene Dosis ist in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt und beträgt maximal 45 mg,
angewendet durch subkutane Injektion in Woche 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle
8 Wochen (q8w).

Tabelle 1: Empfohlene Dosis von Guselkumab zur subkutanen Injektion bei pädiatrischen Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg

Körpergewicht (kg) (zum Zeitpunkt der Verabreichung) 12-15 kg 16-19 kg 20-23 kg 24-26 kg 27-30 kg 31-39 kg
Dosis (mg)
20 25 30 35 40 45

Kinder ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg
Für Kinder mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg ist eine Fertigspritze mit 100 mg
erhältlich. Für Angaben zur Dosierung und Art der Anwendung siehe Abschnitt 4.2 der
Fachinformation zur Tremfya 100 mg Fertigspritze.

Bei pädiatrischen Patienten, die nach 24 Wochen auf die Behandlung nicht angesprochen haben, soll ein Abbruch der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Ausgelassene Dosis

Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, soll sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. Danach soll die Anwendung wieder zum regulären Zeitpunkt erfolgen.

Besondere Patientengruppen

Nieren- oder Leberfunktionsstörung Tremfya wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Funktionsstörungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendig erachtet werden. Bezüglich weiterer Angaben zur Elimination von Guselkumab siehe Abschnitt 5.2.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya bei Patienten unter 6 Jahren ist bisher nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Nur zur subkutanen Anwendung. Wenn möglich, sollen Hautbereiche, die von Psoriasis betroffen
sind, als Injektionsstelle vermieden werden.

Tremfya ist nicht für die Selbstanwendung durch pädiatrische Patienten vorgesehen. Nach angemessener Schulung der subkutanen Injektionstechnik kann eine Betreuungsperson Tremfya injizieren, wenn der Arzt dies für angebracht hält. Jedoch soll der Arzt eine entsprechende medizinische Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Betreuungsperson soll angewiesen werden, das verordnete Volumen der Lösung gemäß der Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Verpackung beiliegt, zu injizieren.

Für Hinweise zur Vorbereitung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Schwerwiegende Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Infektionen

Guselkumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Behandlung soll bei Patienten mit klinisch relevanten aktiven Infektionen erst nach dem Abklingen oder einer angemessenen Behandlung der Infektion eingeleitet werden.

Mit Guselkumab behandelte Patienten sollen angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome einer klinisch relevanten chronischen oder akuten Infektion auftreten.

Wenn ein Patient eine klinisch relevante oder schwerwiegende Infektion entwickelt oder nicht auf die Standardtherapie reagiert, soll er engmaschig überwacht und die Behandlung bis zum Abklingen der Infektion abgesetzt werden.

Tuberkulose-Untersuchung vor der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung sollen die Patienten auf eine Tuberkulose (TB)-Infektion untersucht werden. Patienten, die Guselkumab erhalten, sollen während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver TB in der Vorgeschichte, bei denen kein angemessener Behandlungsverlauf bestätigt werden kann, soll vor dem Einleiten der Behandlung eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.

Überempfindlichkeit

Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen traten mehrere Tage nach der Behandlung mit Guselkumab auf, darunter Fälle mit Urtikaria und Dyspnoe. Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion soll die Anwendung von Guselkumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Erhöhung der hepatischen Transaminasen

In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde bei Patienten, die mit Guselkumab q4w behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die mit Guselkumab q8w oder Placebo behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz von Leberenzymerhöhungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Impfungen

Vor dem Einleiten der Therapie soll die Durchführung aller altersgerechten Impfungen in
Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden. Bei mit
Guselkumab behandelten Patienten sollen keine Lebendimpfstoffe angewendet werden. Es liegen
keine Daten bezüglich des Ansprechens auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor.

Vor einer Impfung mit viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoffen muss die Behandlung nach der letzten Gabe für mindestens 12 Wochen ausgesetzt werden und kann frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und Anleitung für die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollen die verordnenden Ärzte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des spezifischen Impfstoffs heranziehen.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Enthält Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 0,3 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit CYP450-Substraten

In einer Phase-I-Studie mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis waren die Veränderungen der systemischen Expositionen (Cmax und AUCinf) von Midazolam, S-Warfarin, Omeprazol, Dextromethorphan und Coffein nach einer Einzeldosis von Guselkumab klinisch nicht relevant, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen zwischen Guselkumab und Substraten unterschiedlicher CYP-Enzyme (CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP1A2) unwahrscheinlich sind. Bei gleichzeitiger Anwendung von Guselkumab und CYP450-Substraten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Gleichzeitige Immunsuppressiva- oder Phototherapie

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab in Kombination mit Immunsuppressiva,
einschließlich Biologika oder Phototherapie, wurden in klinischen Studien zu Psoriasis nicht
untersucht.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 12 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Guselkumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Tremfya während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Guselkumab in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt, dass menschliche IgGs in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen und bald darauf auf niedrige Konzentrationen absinken; daher kann ein Risiko für das gestillte Kind während dieser Zeit nicht ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau, soll entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Tremfya-Therapie verzichtet wird. Bezüglich Angaben zum Übergang von Guselkumab in die Muttermilch von Tieren (Javaneraffen) siehe Abschnitt 5.3.

Fertilität

Die Auswirkung von Guselkumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Tremfya hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung war Infektion der Atemwege (ungefähr 8 % der Patienten in den Studien zu Colitis ulcerosa, 11 % der Patienten in den Studien zu Morbus Crohn und 15 % der Patienten in den klinischen Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis).

Das allgemeine Sicherheitsprofil bei Patienten, die mit Tremfya behandelt werden, ist bei Patienten mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Tabelle 2 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden, auf. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien gemäß folgender Konvention eingestuft: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 2: Auflistung der Nebenwirkungen

SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Infektionen und parasitäreSehr häufigAtemwegsinfektionen
ErkrankungenGelegentlich Gelegentlich GelegentlichHerpes-simplex-Infektionen Tinea-Infektionen Gastroenteritis
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten SeltenÜberempfindlichkeit Anaphylaxie
Erkrankungen des NervensystemsHäufigKopfschmerzen
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigDiarrhö
Erkrankungen der Haut und desHäufigAusschlag
UnterhautgewebesGelegentlichUrtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufigArthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufigReaktionen an der Injektionsstelle
UntersuchungenHäufig Gelegentlicherhöhte Transaminasen erniedrigte Neutrophilenzahl

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Erhöhte Transaminasen In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden während des placebokontrollierten Zeitraums in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormaler Leberfunktionstest, Hypertransaminasämie) berichtet (8,6 % in der 100-mg-subkutan-q4w-Gruppe und 8,3 % in der 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe) als in der Placebo-Gruppe (4,6 %). Über ein Jahr hinweg wurden Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (wie oben) bei 12,9 % der Patienten in der q4w-Gruppe und 11,7 % der Patienten in der q8w-Gruppe berichtet.

Bei den Laboruntersuchungen waren die meisten Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) ≤ 3 x der oberen Grenze des Normalwerts (upper limit of normal, ULN). Transaminasenerhöhungen von > 3 bis ≤ 5 x ULN und > 5 x ULN waren von geringer Häufigkeit und traten in der Guselkumab-q4w-Gruppe häufiger auf als in der Guselkumab-q8w-Gruppe (Tabelle 3). Bis zum Ende der zweijährigen klinischen Phase-III-Studie zur Psoriasis-Arthritis wurde ein ähnliches Häufigkeitsmuster bezüglich des Schweregrads und der Behandlungsgruppen beobachtet.

Tabelle 3: Häufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis

ALT > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN AST > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN
Placebo N = 370 c 30,0 % 1,4 % 0,8 % 20,0 % 0,5 % 1,1 %
Bis zu Woche 24 Guselkumab 100 mg q8w
a N = 373 c 28,2 % 1,1 % 0,8 % 18,8 % 1,6 % 0,5 %
Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 35,0 % 2,7 % 1,1 % 21,6 % 1,6 % 1,6 %
Guselkumab 100 mg q8w N = 373 33,5 % 1,6 % 1,1 % 22,8 % 2,9 % 0,5 %
Bis zu einem Jahr c
b Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 41,2 % 4,6 % 1,1 % 27,8 % 3,8 % 1,6 %

a placebokontrollierter Zeitraum.

b Patienten, die zu Baseline bei der Randomisierung Placebo zugewiesen wurden und anschließend mit Guselkumab
behandelt wurden („Crossover“), sind nicht enthalten.

c Anzahl der Patienten mit mindestens einer Auswertung nach Baseline für den spezifischen Labortest innerhalb des
Zeitraums.

In den klinischen Studien zu Psoriasis war die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) für die Guselkumab-q8w-Dosis über ein Jahr hinweg ähnlich wie für die Guselkumab-q8w-Dosis in den klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis. Im Verlauf von 5 Jahren nahm die Inzidenz der Transaminasenerhöhung pro Jahr Guselkumab-Behandlung nicht zu. Die meisten Transaminasenerhöhungen waren ≤ 3 x ULN.

In den meisten Fällen war die Transaminasenerhöhung vorübergehend und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden während der placebokontrollierten Induktionsphase (Woche 0-12) in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen und erhöhter Leberfunktionstest) berichtet (1,7 % der Patienten) als in der Placebo-Gruppe (0,6 %). In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormale Leberfunktion und erhöhter Leberfunktionstest) bei 3,4 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 4,1 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 2,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.

Basierend auf der Laborbeurteilung der gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn waren die Häufigkeiten der ALT- oder AST-Erhöhungen niedriger als die, die in den klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis beobachtet wurden. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden über den placebokontrollierten Zeitraum (Woche 12) hinweg ALT- (< 1 % der Patienten) und AST- (< 1 % der Patienten) Erhöhungen ≥ 3 x ULN in der mit Guselkumab behandelten Gruppe berichtet. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr ALT- und/oder AST-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei 2,7 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 2,6 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 1,9 % in der Placebo-Gruppe berichtet. In den meisten Fällen war der Anstieg der Transaminasen vorübergehend und führte nicht zum Absetzen der Behandlung.

Erniedrigte Neutrophilenzahl In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde über den placebokontrollierten Zeitraum hinweg in der mit Guselkumab behandelten Gruppe die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl häufiger (0,9 %) berichtet als in der Placebo-Gruppe (0 %). Die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl wurde bei 0,9 % der mit Guselkumab behandelten Patienten über ein Jahr hinweg berichtet. In den meisten Fällen war die Abnahme der Neutrophilenzahl im Blut leicht, vorübergehend, nicht mit einer Infektion verbunden und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

Gastroenteritis In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis einschließlich des placebokontrollierten Zeitraums trat Gastroenteritis häufiger in der mit Guselkumab behandelten Gruppe (1,1 %) als in der Placebo-Gruppe (0,7 %) auf. Bis Woche 264 berichteten 5,8 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten über eine Gastroenteritis. Die Gastroenteritis-Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend und hatten bis einschließlich Woche 264 kein Absetzen von Guselkumab zur Folge. In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war der beobachtete Anteil von Gastroenteritis während des placebokontrollierten Zeitraums ähnlich hoch wie die in den klinischen Studien zur Psoriasis.

Reaktionen an der Injektionsstelle In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis bis einschließlich Woche 48 waren 0,7 % der Guselkumab-Injektionen sowie 0,3 % der Placebo-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Bis Woche 264 waren 0,4 % der Guselkumab-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Reaktionen an der Injektionsstelle waren im Allgemeinen von leichtem bis mäßigem Schweregrad; waren nicht schwerwiegend und hatten einmal das Absetzen von Guselkumab zur Folge.

In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis war bis zu Woche 24 die Anzahl der Patienten, die über Reaktionen an einer oder mehreren Injektionsstellen berichteten, in den Guselkumab-Gruppen gering, jedoch etwas höher als in der Placebo-Gruppe; 5 (1,3 %) Patienten in der Guselkumab-q8w-Gruppe, 4 (1,1 %) Patienten in der Guselkumab-q4w-Gruppe und 1 (0,3 %) in der Placebo-Gruppe. Ein Patient setzte Guselkumab aufgrund einer Reaktion an der Injektionsstelle während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis ab. Über ein Jahr hinweg betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen an der Injektionsstelle berichteten, 1,6 % in der Guselkumab-q8w-Gruppe bzw. 2,4 % in der Guselkumab-q4w-Gruppe. Während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war die Anzahl der Injektionen, die mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert war, insgesamt ähnlich der Anzahl, die in den klinischen Studien zur Psoriasis beobachtet wurde.

In der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa bis Woche 44 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7,9 % (2,5 % der Injektionen) in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w (Guselkumab 200 mg wurde in der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa als zwei Injektionen zu je 100 mg verabreicht); in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w wurden keine Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In den klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 4,1 % (0,8 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 1,4 % (0,6 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Insgesamt waren die Reaktionen an der Injektionsstelle leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7 % (1,3 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 4,3 % (0,7 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

Immunogenität
Die Immunogenität von Guselkumab wurde mit Hilfe eines sensitiven und wirkstofftoleranten
Immunoassays untersucht.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis entwickelten im Verlauf von bis zu 52 Behandlungswochen 5 % (n = 145) der mit Guselkumab behandelten Patienten Anti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibody, ADA). Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 8 % (n = 12) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,4 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In gepoolten Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis entwickelten etwa 15 % der bis zu 264 Wochen lang mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 5 % Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,76 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In der pädiatrischen Phase-III-Studie entwickelten 18 % (n = 21) der mit Guselkumab behandelten pädiatrischen Patienten mit Psoriasis bis Woche 44 ADA. Keiner der Patienten, die ADA entwickelten, wies Antikörper auf, die als neutralisierend eingestuft wurden. Antikörper gegen Guselkumab waren weder mit Veränderungen der Pharmakokinetik noch mit der klinischen Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Die Anzahl der Patienten, die positiv auf Antikörper gegen Guselkumab getestet wurden, ist jedoch zu gering, um endgültige Schlussfolgerungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab zu ziehen.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Colitis ulcerosa entwickelten etwa 12 % (n = 58) der bis zu 56 Wochen mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 16 % (n = 9) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 2 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 5 % (n = 30) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 7 % (n = 2) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,3 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer klinischen Phase-III-Studie bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

Kinder und Jugendliche

Plaque-Psoriasis Die Sicherheit von Guselkumab wurde in einer placebo- und aktivkontrollierten Phase-III-Studie bei pädiatrischen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht. In dieser klinischen Studie wurde die Sicherheit über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen bei 120 Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren bewertet. Das Sicherheitsprofil für die subkutane Injektion von Guselkumab unter Verwendung des 45 mg/0,45 ml-Fertigpens oder der 100 mg-Fertigspritze bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren entsprach dem in den Studien zur Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen berichteten Sicherheitsprofil (siehe Abschnitt 4.2).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In klinischen Studien wurden intravenöse Dosen von Guselkumab bis zu 1 200 mg sowie subkutane Dosen von bis zu 400 mg als eine Einzeldosis ohne Auftreten dosislimitierender Toxizität verabreicht. Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen überwacht werden und es muss unverzüglich eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC16.

Wirkmechanismus

Guselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper (mAk), der über die
Antigenbindungsstelle selektiv das Interleukin(IL)-23-Protein mit hoher Spezifität und Affinität
bindet. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die
Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Guselkumab die IL-23-abhängige
Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis sind die IL-23-Spiegel in der Haut erhöht. In in-vitro-Modellen wurde gezeigt, dass Guselkumab die Bioaktivität von IL-23 inhibiert, indem es dessen Interaktion mit dem IL-23-Zelloberflächenrezeptor verhindert. Dadurch werden die IL-23-abhängigen Signal-, Aktivierungs- und Zytokinkaskaden unterbrochen. Die klinischen Wirkungen von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis und Psoriasis-Arthritis beruhen auf der Inhibierung des IL-23-Zytokin-Wegs.

Myeloide Zellen, die den Fc-Gamma-Rezeptor 1 (CD64, Cluster of Differentiation 64) exprimieren, sind nachweislich eine vorherrschende Quelle von IL-23 in entzündetem Gewebe bei Psoriasis.

Guselkumab bindet in vitro an CD64 und blockiert IL-23. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Guselkumab in der Lage ist, IL-23 an der zellulären Entzündungsquelle zu neutralisieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer reduzierten Expression von Genen des IL-23/Th17-Signalwegs und von Psoriasis-assoziierten Genexpressionsprofilen. Das ergaben Analysen der mRNA aus Hautläsionsbiopsien von Patienten mit Plaque-Psoriasis in Woche 12 im Vergleich zu Baseline. In derselben Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer Verbesserung histologischer Messgrößen der Psoriasis in Woche 12, u. a. zu einer Reduzierung der Epidermisdicke und der T-Zell-Dichte. Außerdem waren bei mit Guselkumab behandelten Patienten in Phase-II- und Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis reduzierte IL-17A-, IL-17F- und IL-22-Serumspiegel im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Diese Ergebnisse decken sich mit dem beobachteten klinischen Nutzen der Guselkumab-Behandlung bei Plaque-Psoriasis.

In Phase-III-Studien bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren die Serumspiegel der Akute-Phase-Proteine C-reaktives Protein, Serumamyloid A und IL-6 sowie der Th17-Effektorzytokine IL-17A, IL-17F und IL-22 zu Beginn der Studie erhöht. Guselkumab senkte die Spiegel dieser Proteine innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung ab. Guselkumab verringerte die Spiegel dieser Proteine weiter bis zu Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert und auch zu Placebo.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurde in drei randomisierten, doppelblinden, aktiv-kontrollierten Phase-III-Studien an erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen, beurteilt.

VOYAGE 1 und VOYAGE 2 In zwei Studien (VOYAGE 1 und VOYAGE 2) wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab vs. Placebo und Adalimumab an 1 829 erwachsenen Patienten untersucht. Patienten, die bei der Randomisierung dem Guselkumab-Arm zugewiesen wurden (n = 825), erhielten 100 mg in den Wochen 0 und 4 sowie anschließend alle 8 Wochen bis einschließlich Woche 48 (VOYAGE 1) bzw. Woche 20 (VOYAGE 2). Patienten, die bei der Randomisierung dem Adalimumab-Arm zugewiesen wurden (n = 582), erhielten 80 mg in Woche 0 und 40 mg in Woche 1, gefolgt von 40 mg alle 2 Wochen bis einschließlich Woche 48 (VOYAGE 1) bzw. Woche 23 (VOYAGE 2). In beiden Studien erhielten Patienten, die bei der Randomisierung dem Placebo-Arm zugewiesen worden waren (n = 422), 100 mg Guselkumab in den Wochen 16 und 20 sowie anschließend alle 8 Wochen. In VOYAGE 1 erhielten ab Woche 52 alle Patienten, einschließlich derjenigen, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden, unverblindet Guselkumab alle 8 Wochen. In VOYAGE 2 wurden Patienten, die bei der Randomisierung in Woche 0 Guselkumab zugewiesen wurden und in Woche 28 eine 90 %ige Verbesserung im Psoriasis Area and Severity Index (PASI) im Vergleich zur Baseline aufwiesen (PASI-90-Responder), re-randomisiert und setzten entweder die Therapie mit Guselkumab alle 8 Wochen fort (Erhaltungstherapie) oder erhielten Placebo (Auslassversuch). Bei den Patienten im Auslassversuch wurde Guselkumab re-initiiert (verabreicht zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Behandlung, 4 Wochen später und danach alle 8 Wochen), wenn ihre in der Woche 28 erreichte PASI-Verbesserung um mindestens 50 % zurückging. Patienten, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden und keine PASI-90-Responder waren, erhielten Guselkumab in Woche 28, 32 und danach alle 8 Wochen. In VOYAGE 2 erhielten alle Patienten ab Woche 76 unverblindet Guselkumab alle 8 Wochen.

Die Baseline-Krankheitsmerkmale stimmten bei den Studienpopulationen in VOYAGE 1 und 2 überein, mit einem medianen Anteil von 22 % bzw. 24 % der betroffenen Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA), einem medianen Baseline-PASI von 19 bei beiden Studien, einem medianen Baseline-Dermatology Life Quality Index (DLQI) von 14 bzw. 14,5, einem Baseline-Investigator Global Assessment (IGA) Score von „schwer“ bei 25 % bzw. 23 % der Patienten sowie Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte bei 19 % bzw. 18 % der Patienten.

Von allen Patienten in VOYAGE 1 und 2 hatten 32 % bzw. 29 % zuvor weder eine konventionelle systemische noch eine Biologika-Therapie erhalten, 54 % bzw. 57 % hatten zuvor eine Phototherapie erhalten, und 62 % bzw. 64 % hatten zuvor eine konventionelle systemische Therapie erhalten. In beiden Studien hatten 21 % zuvor Biologika erhalten, darunter 11 % mindestens ein Anti-Tumornekrosefaktor-α(TNFα)-Biologikum und ca. 10 % ein Anti-IL-12/IL-23-Biologikum.

Die Wirksamkeit von Guselkumab wurde im Hinblick auf die gesamte Hautbeteiligung, regionale Hautbeteiligung (Kopfhaut, Hände und Füße und Nägel) sowie Lebensqualität und von Patienten berichtete Ergebnisse (patient reported outcomes, PRO) untersucht. Die co-primären Endpunkte in VOYAGE 1 und 2 waren die Anteile der Patienten, die einen IGA-Score von „erscheinungsfrei“ oder „nahezu erscheinungsfrei“ (IGA 0/1) sowie ein PASI-90-Ansprechen in Woche 16 vs. Placebo erreichten (siehe Tabelle 4).

Gesamte Hautbeteiligung

Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo und Adalimumab in Woche 16 sowie im Vergleich zu Adalimumab in Woche 24 und in Woche 48. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die primären und die wesentlichen sekundären Endpunkte der Studien sind Tabelle 4 zu entnehmen.

Tabelle 4: Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

Anzahl der Patienten (%)

Woche 16 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Woche 24 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Woche 48 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0
Placebo (N = 174) 10 (5,7) 5 (2,9) 1 (0,6) 12 (6,9) 2 (1,1)
– – – – – – – – – –
VOYAGE 1 Guselkumab (N = 329) 300 (91,2) a 241 (73,3) c 123 (37,4) a 280 (85,1) c 157 (47,7) a 300 (91,2) 264 (80,2) 146 (44,4) 277 (84,2) 173 (52,6) 289 (87,8) 251 (76,3) 156 (47,4) 265 (80,5) 166 (50,5)
Adalimumab (N = 334) 244 (73,1) b 166 (49,7) b 57 (17,1) d 220 (65,9) b 88 (26,3) d 241 (72,2) e 177 (53,0) b 83 (24,9) e 206 (61,7) b 98 (29,3) b 209 (62,6) e 160 (47,9) b 78 (23,4) e 185 (55,4) b 86 (25,7) b
Placebo (N = 248) 20 (8,1) 6 (2,4) 2 (0,8) 21 (8,5) 2 (0,8)
– – – – – – – – – –
VOYAGE 2 Guselkumab (N = 496) 428 (86,3) 347 (70,0) 169 (34,1) 417 (84,1) 215 (43,3) 442 (89,1) 373 (75,2) 219 (44,2) 414 (83,5) 257 (51,8)
a c a c a – – – – –
Adalimumab (N = 248) 170 (68,5) 116 (46,8) 51 (20,6) 168 (67,7) 71 (28,6) 176 (71,0) 136 (54,8) 66 (26,6) 161 (64,9) 78 (31,5)
b b d b d e b e b b – – – – –

a p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

b p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Adalimumab im Hinblick auf wesentliche sekundäre Endpunkte.

c p < 0,001 bei Vergleichen von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf die co-primären Endpunkte.

d Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

e p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Adalimumab.

Ansprechen im Zeitverlauf Guselkumab zeigte einen raschen Wirksamkeitseintritt bereits in Woche 2 mit einer signifikant höheren prozentualen Verbesserung des Baseline PASI-Scores im Vergleich zu Placebo (p < 0,001). Der Prozentsatz der Patienten, bei denen ein PASI-90-Ansprechen erreicht wurde, war ab Woche 8 bei Guselkumab numerisch höher als bei Adalimumab. Der Unterschied erreichte um Woche 20 ein Maximum (VOYAGE 1 und 2) und hielt bis einschließlich Woche 48 an (VOYAGE 1) (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Prozentsatz der Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen pro Visite bis
einschließlich Woche 48 (Randomisierung der Patienten zum Woche-0-
Zeitpunkt) in VOYAGE 1

In VOYAGE 1 wurde bei Patienten, die eine kontinuierliche Guselkumab-Behandlung erhielten, das PASI-90-Ansprechen von Woche 52 bis Woche 252 aufrechterhalten. Bei Patienten, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden und die zu Woche 52 auf Guselkumab wechselten, erhöhte sich die PASI-90-Ansprechrate von Woche 52 bis Woche 76 und wurde dann bis Woche 252 aufrechterhalten (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Prozentsatz der Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen pro Visite in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Der Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab erfolgte ungeachtet des Alters, des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, des Körpergewichts, der Lokalisation der Plaques, des PASI-Schweregrads zum Baseline-Zeitpunkt, einer gleichzeitigen Psoriasis-Arthritis und zuvor erfolgter Behandlung mit einer Biologika-Therapie. Guselkumab war wirksam bei Patienten, die zuvor keine konventionelle systemische Therapie erhalten hatten, bei Patienten, die zuvor keine Biologika-Therapie erhalten hatten, und bei Patienten mit Biologika-Exposition.

In VOYAGE 2 waren 88,6 % der Patienten, die eine Guselkumab-Erhaltungstherapie erhielten, in Woche 48 PASI-90-Responder, im Vergleich zu 36,8 % der Patienten mit Aussetzen der Therapie in Woche 28 (p < 0,001). Der Verlust des PASI-90-Ansprechens war teilweise bereits 4 Wochen nach dem Aussetzen der Guselkumab-Behandlung bemerkbar, wobei die mediane Zeitdauer bis zum Verlust des PASI-90-Ansprechens ca. 15 Wochen betrug. Unter den Patienten, deren Behandlung mit Guselkumab ausgesetzt und anschließend wieder re-initiiert wurde, erlangten 80 % 20 Wochen nach Re-Initiierung der Behandlung erneut ein PASI-90-Ansprechen.

In VOYAGE 2 erreichten von 112 auf Adalimumab randomisierten Patienten, die in Woche 28 kein PASI-90-Ansprechen erreicht hatten, 66 % bzw. 76 % ein PASI-90-Ansprechen nach 20 bzw.

44 Behandlungswochen mit Guselkumab. Zusätzlich erreichten von 95 auf Guselkumab randomisierten Patienten, die zu Woche 28 kein PASI-90-Ansprechen erreicht hatten, 36 % bzw. 41 % ein PASI-90-Ansprechen nach zusätzlichen 20 bzw. 44 Wochen kontinuierlicher Behandlung mit Guselkumab. Bei Patienten, die von Adalimumab zu Guselkumab wechselten, waren keine neuen Sicherheitserkenntnisse zu verzeichnen.

Regionale Hautbeteiligung In VOYAGE 1 und 2 wurden in Woche 16 bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden im Vergleich zu denen, die Placebo erhielten, signifikante Verbesserungen der Psoriasis der Kopfhaut, Hände und Füße sowie der Nägel, gemessen anhand des kopfhautspezifischen ss-IGA-Scores (Scalp-specific Investigator Global Assessment), des Hand- und/oder Fuß-Scores hf-PGA (Physician’s Global Assessment of Hands and/or Feet), des Fingernägel-Scores f-PGA (Fingernail Physician’s Global Assessment) bzw. des Nagel-Psoriasis-Scores NAPSI (Nail Psoriasis Severity Index) (p < 0,001, Tabelle 5) beobachtet. Guselkumab zeigte im Hinblick auf die Psoriasis der Kopfhaut sowie der Hände und Füße Überlegenheit im Vergleich zu Adalimumab in Woche 24 (VOYAGE 1 und 2) sowie in Woche 48 (VOYAGE 1) (p ≤ 0,001; mit Ausnahme der Psoriasis an Händen und Füßen in Woche 24 (VOYAGE 2) und Woche 48 (VOYAGE 1), p < 0,05).

Tabelle 5: Zusammenfassung des Ansprechens bei regionaler Hautbeteiligung in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

ss-IGA (N) a ss-IGA 0/1 b, n (%) Woche 16 hf-PGA (N) a hf-PGA 0/1 b, n (%) Woche 16 f-PGA (N) a f-PGA 0/1, n (%) Woche 16 NAPSI (N) a Prozentuale Verbesserung, Mittelwert (SD) Woche 16
Placebo 21 (14,5) 6 (14,0) 14 (15,9) -0,9 (57,9)
145 43 88 99
VOYAGE 1 Guselkumab Adalimumab 231 (83,4) 66 (73,3) 68 (39,1) 34,4 (42,4)
277 c 90 e 174 e 194 e
201 (70,3) 53 (55,8) 88 (50,9) 38,0 (53,9)
286 d 95 d 173 d 191 d
Placebo 202 22 (10,9) 63 9 (14,3) 123 18 (14,6) 140 1,8 (53,8)
VOYAGE 2 Guselkumab Adalimumab 329 (80,6) 88 (77,2) 128 (52,0) 39,6 (45,6)
408 c 114 e 246 e 280 e
130 (67,0) 40 (71,4) 74 (59,7) 46,9 (48,1)
194 d 56 d 124 d 140 d

a Umfasst nur Patienten mit ss-IGA-, f-PGA-, hf-PGA-Score von ≥ 2 zu Baseline oder Baseline-NAPSI-Score von > 0. b Umfasst nur Patienten, die eine ss-IGA- und/oder hf-PGA-Verbesserung von ≥ 2 Punkten gegenüber Baseline erreichten.

c p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf den wesentlichen sekundären Endpunkt.

d Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

e p ≤ 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität / Patientenberichtete Endpunkte (Patient Reported Outcomes PRO) Über VOYAGE 1 und 2 hinweg wurden bei Guselkumab-Patienten im Vergleich zu Placebo-Patienten in Woche 16 signifikant größere Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität auf der Basis des Dermatologischen Lebensqualitäts-Index DLQI (Dermatology Life Quality Index) und der von Patienten berichteten Psoriasis-Symptome (Juckreiz, Schmerzen, Brennen, Stechen und Spannen der Haut) und -Anzeichen (Trockenheit, Rissbildung, Schuppenbildung, Abschuppung oder Abschälung der Haut, Rötung und Bluten der Haut) auf der Basis des Psoriasis-Symptom- und - Anzeichen-Tagebuchs PSSD (Psoriasis Symptoms and Signs Diary) beobachtet (siehe Tabelle 6).

Anzeichen von Verbesserungen bei den von Patienten berichteten Ergebnissen (PRO) hielten bis
einschließlich Woche 24 (VOYAGE 1 und 2) und Woche 48 (VOYAGE 1) an. In VOYAGE 1
wurden bei Patienten, die eine kontinuierliche Guselkumab-Behandlung erhielten, diese
Verbesserungen in der unverblindeten Phase bis Woche 252 aufrechterhalten (siehe Tabelle 7).

Tabelle 6: Zusammenfassung der patientenberichteten Endpunkte (PRO) in Woche 16 in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

VOYAGE 1 VOYAGE 2 Placebo Guselkumab Adalimumab Placebo Guselkumab Adalimumab DLQI, Patienten 170 322 328 248 495 247 mit Baseline-Score Veränderung gegenüber Baseline, Mittelwert (Standardabweichung) Woche 16 -0,6 (6,4) -11,2 (7,2)c -9,3 (7,8)b -2,6 (6,9) -11,3 (6,8)c -9,7 (6,8)b

PSSD-Symptom-

Score, Patienten 129 248 273 198 410 200 mit Baseline-Score > 0 Symptom-Score = 0, n (%) Woche 16 1 (0,8) 67 (27,0)a 45 (16,5)b 0 112 30 (15,0)b (27,3)a

PSSD-Anzeichen-

Score, Patienten 129 248 274 198 411 201 mit Baseline-Score > 0 Anzeichen-Score = 0, n (%) Woche 16 0 50 (20,2)a 32 (11,7)b 0 86 (20,9)a 21 (10,4)b a p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

b Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

c p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf wesentliche sekundäre Endpunkte.

Tabelle 7: Zusammenfassung der patientenberichteten Endpunkte (PRO) in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Guselkumab Adalimumab-Guselkumab

Woche 76 Woche 156 Woche 252 Woche 76 Woche 156 Woche 252 DLQI, Patienten mit Baseline- 445 420 374 264 255 235 Score > 1, n Anzahl Patienten 337 308 272 198 190 174 mit DLQI 0/1 (75,7 %) (73,3 %) (72,7 %) (75,0 %) (74,5 %) (74,0 %)

Tabelle 7: Zusammenfassung der patientenberichteten Endpunkte (PRO) in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Guselkumab Adalimumab-Guselkumab

Woche 76 Woche 156 Woche 252 Woche 76 Woche 156 Woche 252

PSSD-Symptom-

Score, Patienten 347 327 297 227 218 200 mit Baseline-Score > 0 Symptom- 136 130 126 99 (43,6 %) 96 (44,0 %) 96 (48,0 %) Score = 0, n (%) (39,2 %) (39,8 %) (42,4 %)

PSSD-Anzeichen-

Score, Patienten 347 327 297 228 219 201 mit Baseline-Score > 0 Anzeichen- 102 94 (28,7 %) 98 (33,0 %) 71 (31,1 %) 69 (31,5 %) 76 (37,8 %) Score = 0, n (%) (29,4 %)

In VOYAGE 2 zeigten sich bei Patienten mit Guselkumab im Vergleich zu denen mit Placebo in Woche 16 signifikant größere Verbesserungen gegenüber Baseline bei gesundheitsbezogener Lebensqualität, Angst und Depression sowie Arbeitseinschränkung, gemessen anhand verschiedener Fragebögen (36-item Short Form [SF-36], health survey questionaire; Hospital Anxiety and Depression Scale [HADS]; Work Limitations Questionnaire [WLQ]). Die Verbesserungen im SF-36, HADS und WLQ hielten bei Patienten, die bei der Randomisierung in Woche 28 der Erhaltungstherapie zugewiesen wurden, alle bis einschließlich Woche 48 und in der unverblindeten Phase bis Woche 252 an.

NAVIGATE Die NAVIGATE-Studie untersuchte die Wirksamkeit von Guselkumab bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Ustekinumab in Woche 16 (d. h. diejenigen, die kein „erscheinungsfrei“ oder „nahezu erscheinungsfrei“ erreichten, definiert als IGA ≥ 2). Alle Patienten (n = 871) erhielten unverblindet Ustekinumab (45 mg ≤ 100 kg und 90 mg > 100 kg) in Woche 0 und Woche 4. In Woche 16 wurden 268 Patienten mit einem IGA-Score von ≥ 2 mittels Randomisierung entweder der Fortsetzung der Behandlung mit Ustekinumab (n = 133) alle 12 Wochen oder der Einleitung der Behandlung mit Guselkumab (n = 135) in Woche 16, Woche 20 sowie anschließend alle 8 Wochen zugewiesen. Die Baseline-Merkmale der randomisierten Patienten ähnelten den in VOYAGE 1 und 2 beobachteten.

Nach der Randomisierung war der primäre Endpunkt die Anzahl der Post-Randomisierungs-Visiten zwischen Woche 12 und 24, bei denen Patienten einen IGA-Score von 0/1 erreichten und eine Verbesserung um ≥ 2 Punkte aufwiesen. Die Patienten wurden in Abständen von vier Wochen untersucht, woraus sich insgesamt vier Visiten ergaben. Unter den Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Ustekinumab zum Randomisierungszeitpunkt war bei den Patienten, die zur Guselkumab-Behandlung wechselten, im Vergleich zu Patienten, welche die Ustekinumab-Behandlung fortsetzten, eine signifikant größere Verbesserung der Wirksamkeit zu beobachten.

Zwischen 12 und 24 Wochen nach Randomisierung erreichten Guselkumab-Patienten zweimal so häufig wie Ustekinumab-Patienten einen IGA-Score von 0/1 mit einer Verbesserung um ≥ 2 Punkte (Mittelwerte 1,5 bzw. 0,7 Besuche, p < 0,001). Außerdem erreichte 12 Wochen nach Randomisierung ein höherer Anteil der Guselkumab-Patienten) im Vergleich zu Ustekinumab-Patienten einen IGA-Score von 0/1 mit einer Verbesserung um ≥ 2 Punkte (31,1 % gegenüber 14,3 %; p = 0,001) und ein PASI-90-Ansprechen (48 % gegenüber 23 %, p < 0,001. Unterschiede hinsichtlich der Ansprechrate zwischen mit Guselkumab und Ustekinumab behandelten Patienten waren bereits 4 Wochen nach Randomisierung bemerkbar (11,1 % bzw. 9,0 %) und erreichten 24 Wochen nach Randomisierung ein Maximum (siehe Abbildung 3). Bei Patienten, die von Ustekinumab zu Guselkumab wechselten, waren keine neuen Sicherheitserkenntnisse zu verzeichnen.

Abbildung 3: Prozentsatz der Patienten in NAVIGATE, die bei den Visiten von Woche 0 bis einschließlich Woche 24 nach der Randomisierung einen IGA-Score von Erscheinungsfrei (0) oder Nahezu erscheinungsfrei (1) und eine IGA-Verbesserung um mindestens 2 Punkte erreichten

ECLIPSE Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab im Vergleich zu Secukinumab wurden zudem im Rahmen einer doppelblinden Studie untersucht. Die Patienten wurden mittels Randomisierung entweder der Behandlung mit Guselkumab (n = 534; 100 mg in Woche 0, 4 und danach alle 8 Wochen) oder Secukinumab (n = 514; 300 mg in Woche 0, 1, 2, 3, 4 und danach alle 4 Wochen) zugewiesen. Die letzte Dosis erhielten beide Behandlungsgruppen in Woche 44.

Die Baseline-Krankheitscharakteristika waren konsistent mit einer Population von Patienten mit
mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis mit einem Median-BSA von 20 %, einem
Median-PASI-Score von 18 und einem IGA-Score von „schwer“ für 24 % der Patienten.

Guselkumab war Secukinumab überlegen, gemessen anhand des primären Endpunkts des PASI-90-Ansprechens in Woche 48 (84,5 % gegenüber 70,0 %, p < 0,001). Vergleichende PASI-Ansprechraten sind in Tabelle 8 dargestellt.

Tabelle 8: PASI-Ansprechraten in ECLIPSE

Anzahl der Patienten (%)
Guselkumab (N = 534) Secukinumab (N = 514)

Primärer Endpunkt

PASI-90-Ansprechen in Woche 48 451 (84,5 %) a 360 (70,0 %)

Wesentliche sekundäre Endpunkte

PASI-75-Ansprechen sowohl in 452 (84,6 %) b 412 (80,2 %)
Woche 12 als auch in Woche 48
PASI-75-Ansprechen in Woche 12 477 (89,3 %) c 471 (91,6 %)
PASI-90-Ansprechen in Woche 12 369 (69,1 %) c 391 (76,1 %)
PASI-100-Ansprechen in Woche 48 311 (58,2 %) c 249 (48,4 %)
a p < 0,001 für Überlegenheit
b p < 0,001 für Nicht-Unterlegenheit, p = 0,062 für Überlegenheit
c Es wurden keine formalen statistischen Tests durchgeführt.

Die PASI-90-Ansprechraten für Guselkumab und Secukinumab bis Woche 48 sind in Abbildung 4 dargestellt.

Abbildung 4: Prozentsatz der Patienten pro Visite mit einem PASI-90-Ansprechen bis
einschließlich Woche 48 (Randomisierung der Patienten zu Woche 0) in
ECLIPSE

Kinder und Jugendliche

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab wurden in einer multizentrischen, randomisierten, placebo- und aktivkontrollierten Studie (PROTOSTAR) mit einem Biologikum als Vergleichstherapie bei 120 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht, die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen und bei denen unter Phototherapie und/oder topischen Therapien keine ausreichende Kontrolle erzielt werden konnten. PROTOSTAR wurde in zwei Teilen durchgeführt. Teil 1 bestand aus einer 16-wöchigen randomisierten, placebo- und aktivkontrollierten Phase mit einer Vergleichstherapie, gefolgt von einer nicht kontrollierten Phase mit Absetzen und erneuter Behandlung oder Einleitung einer Behandlung mit Guselkumab bis Woche 52. Teil 2 bestand aus einem offenen Behandlungsarm mit Guselkumab bis Woche 52.

Die teilnehmenden Patienten hatten einen IGA-Score von ≥ 3 auf einer 5-Punkte-Skala für den Schweregrad der Erkrankung insgesamt, einen PASI-Wert von ≥ 12 und eine betroffene Körperoberfläche (BSA) ≥ 10 % und erfüllten mindestens eines der folgenden Merkmale: 1) sehr dicke Plaques, 2) klinisch relevante Beteiligung im Gesicht, Genitalbereich oder an Händen/Füßen, 3) PASI ≥ 20, 4) BSA > 20 % oder 5) IGA = 4. Probanden mit Psoriasis guttata, Psoriasis erythrodermica oder Psoriasis pustulosa wurden ausgeschlossen.

In Teil 1 wurden 92 Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 12 eine subkutane Injektion von entweder Guselkumab (n = 41) oder Placebo (n = 25), oder wöchentlich ein Biologikum als einen aktiven Komparator (n = 26). In Teil 2 wurden 28 weitere jugendliche Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren in die Studie aufgenommen, die in Woche 0 und 4 sowie danach alle 8 Wochen eine subkutane Injektion mit Guselkumab erhielten. In der Guselkumab-Gruppe erhielten Patienten mit einem Körpergewicht unter 70 kg 1,3 mg/kg über den Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml, und Patienten mit einem Körpergewicht von 70 kg oder mehr erhielten 100 mg mit der Fertigspritze.

Die co-primären Endpunkte waren der Anteil der Patienten, die in Woche 16 ein PASI-75-Ansprechen erreichten, und der Anteil der Patienten, die in Woche 16 einen IGA-Score von 0 („erscheinungsfrei“) oder 1 („nahezu erscheinungsfrei“) erreichten. Sekundäre Endpunkte waren unter anderem der Anteil der Patienten, die in Woche 16 ein PASI-90-Ansprechen, einen IGA-Score von 0 („erscheinungsfrei“) oder ein PASI-100-Ansprechen erreichten.

Von den 92 Patienten im kontrollierten Teil der Studie waren die demografischen Baselinecharakteristika in den Behandlungsgruppen im Allgemeinen vergleichbar. Insgesamt waren über 55 % männlich, 85 % weiß, das mittlere Körpergewicht betrug etwa 57,3 kg und das mittlere Alter lag bei 12,9 Jahren, wobei 33 % der Patienten jünger als 12 Jahre waren.

Die Baseline-Krankheitscharakteristika waren in den Behandlungsgruppen im Allgemeinen vergleichbar, mit einer medianen Baseline-BSA von 20 %, einem medianen Baseline-PASI-Score von etwa 17 und einem Baseline-IGA-Score von „schwer“ bei 20 % (Placebo) bzw. 24 % (Guselkumab) der Patienten, 3,3 % der Patienten hatten eine Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte.

Gesamte Hautbeteiligung Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen der Ergebnisparameter bei der Messung der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo in Woche 16. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die Endpunkte der Studie sind in der nachstehenden Tabelle 9 aufgeführt.

Tabelle 9: Zusammenfassung der Endpunkte in Woche 16 in PROTOSTAR

IGA-Scores „erscheinungsfrei“ (0) oder „nahezu erscheinungsfrei“ (1), n (%) IGA-Scores „erscheinungsfrei“ (0), n (%) PASI-75-Responder, n (%) PASI-90-Responder, n (%) PASI-100-Responder, n (%) Veränderung des CDLQI gegenüber
–1,88 (–3,81, 0,05)
Placebo (N = 25) 4 (16,0 %) 1 (4,0 %) 5 (20,0 %) 4 (16,0 %)
0
–7,28 (–8,87, –5,68)
Guselkumab (N = 41) 27 (65,9 %) 16 (39,0 %) 31 (75,6 %) 23 (56,1 %) 14 (34,1 %)
p-Wert < 0,001 0,004 < 0,001 0,003 0,002 < 0,001

Baseline LS-Mittelwert (95 % KI)a
CDLQI = Children’s Dermatology Life Quality Index.

a LS-Mittelwert = Mittelwert der kleinsten Quadrate.

Nach der 16-wöchigen placebokontrollierten Phase in Teil 1 der PROTOSTAR-Studie wurde die Behandlung der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 16 PASI-90 erreicht hatten, abgesetzt. Ein Verlust des PASI-90-Ansprechens wurde bereits 12 Wochen nach Absetzen der Guselkumab-Behandlung beobachtet, wobei die mediane Zeit bis zum Verlust des PASI-90-Ansprechens etwa 24 Wochen betrug. Von den mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 16 kein PASI-90-Ansprechen erreichten, zeigten 72,2 % der Patienten, die eine zusätzliche 32-wöchige Fortsetzung der Guselkumab-Behandlung erhielten, in Woche 52 ein PASI-75-Ansprechen, und 61,1 % erreichten in Woche 52 ein PASI-90-Ansprechen.

Bei Patienten, die in Woche 0 randomisiert Placebo erhielten, in Woche 16 kein PASI-90-Ansprechen erreichten und auf Guselkumab umgestellt wurden, erreichten 95,0 % bzw. 65,0 % in Woche 52 ein PASI-75- bzw. PASI-90-Ansprechen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Kinder und Jugendliche

Die Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab wurden bis Woche 20 bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erreicht, die mit einer subkutanen Injektion von Guselkumab mittels 45 mg/0,45 ml Fertigpen oder 100 mg Fertigspritze behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.2), und lagen im Bereich der bei Erwachsenen beobachteten Konzentrationen.

Das empfohlene Dosierungsschema führt bei pädiatrischen Patienten mit Plaque-Psoriasis zu einer vorhergesagten systemischen Exposition gegenüber Guselkumab, die über den gesamten Körpergewichtsbereich hinweg mit derjenigen bei Erwachsenen vergleichbar ist.

Erwachsene

Resorption

Nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden erreichte Guselkumab innerhalb von ca. 5,5 Tagen nach Dosisanwendung eine mittlere (± SD) maximale Serumkonzentration (Cmax) von 8,09 ± 3,68 µg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit von Guselkumab nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden wurde auf ca. 49 % geschätzt.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in Woche 0 und 4 und danach alle 8 Wochen die Steady-State-Serumkonzentration von Guselkumab in Woche 20 erreicht. Die mittlere (± SD) Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab betrug in zwei Phase-III-Studien in Patienten mit Plaque-Psoriasis 1,15 ± 0,73 µg/ml bzw. 1,23 ± 0,84 µg/ml.

Verteilung

Nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag das mittlere Verteilungsvolumen in der terminalen Phase (Vz) über die Studien hinweg im Bereich von ca. 7 bis 10 l.

Biotransformation

Der exakte Stoffwechselweg von Guselkumab wurde nicht charakterisiert. Es ist zu erwarten, dass Guselkumab als humaner IgG-mAk in der gleichen Weise wie endogenes IgG über katabole Wege zu kleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut wird.

Elimination

Die mittlere systemische Clearance (CL) nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag über die Studien hinweg im Bereich von 0,288 bis 0,479 l/Tag. Die mittlere Halbwertszeit (T1/2) von Guselkumab betrug über die Studien hinweg bei gesunden Probanden ca. 17 Tage und bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ca. 15 bis 18 Tage.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik zeigten, dass die gleichzeitige Einnahme von NSARs, oralen Corticosteroiden und csDMARDs wie MTX die Clearance von Guselkumab nicht beeinflusste.

Linearität/Nicht-Linearität

Die systemische Guselkumab-Exposition (Cmax und AUC) nahm nach einer einzelnen subkutanen
Injektion über einen Dosisbereich von 10 mg bis 300 mg hinweg bei gesunden Probanden und
Patienten mit Plaque-Psoriasis in annähernd dosisproportionaler Weise zu.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Es wurde keine spezifische Studie zur Ermittlung der Auswirkungen von Nieren- oder Leberfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Guselkumab durchgeführt. Die Elimination von unverändertem Guselkumab, einem IgG-mAk, über die Nieren ist vermutlich gering und von geringer Bedeutung; desgleichen wird nicht erwartet, dass Leberfunktionsstörungen die Guselkumab-Clearance beeinflussen, da die Elimination von IgG-mAk hauptsächlich über den intrazellulären Katabolismus erfolgt. Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen bei Erwachsenen hatten die Kreatinin-Clearance oder die Leberfunktion keinen bedeutenden Einfluss auf die Guselkumab-Clearance.

Körpergewicht

Die Clearance und das Verteilungsvolumen von Guselkumab nehmen mit zunehmendem
Körpergewicht zu, und die Dosierung wird für ein Körpergewicht von bis zu 40 kg angepasst.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- sowie prä- und postnataler Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen war Guselkumab bei intravenöser und subkutaner Anwendung gut verträglich. Eine wöchentliche subkutane Dosis von 50 mg/kg bei Affen ergab Expositionswerte (AUC) von mindestens dem 23-Fachen der maximalen klinischen Exposition nach einer intravenösen Dosis von 200 mg. Außerdem wurden bei der Durchführung der Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und in einer zielgerichteten pharmakologischen Studie zur Herz-Kreislauf-Sicherheit an Javaneraffen keine unerwünschten immuntoxischen Wirkungen oder pharmakologischen Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Sicherheit beobachtet.

Bei histopathologischen Untersuchungen wurden keine präneoplastischen Veränderungen beobachtet, weder bei Tieren, die bis zu 24 Wochen behandelt wurden noch nach einer anschließenden 12-wöchigen Erholungsphase, während der Wirkstoff im Serum feststellbar war.

Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder zum kanzerogenen Potential von Guselkumab
durchgeführt.

Bei einer postnatalen Messung an Tag 28 war Guselkumab in der Muttermilch von Javaneraffen nicht nachweisbar.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
Saccharose
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2° C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

0,45 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas, integriert in einen Fertigpen zur einmaligen
Anwendung mit einem automatischen Nadelschutz und einem Kolben zur Einstellung der Dosis.

Tremfya ist in Packungen mit jeweils einem Fertigpen erhältlich.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nach der Entnahme des Fertigpens aus dem Kühlschrank ist der Fertigpen im Umkarton zu belassen und bis zur Injektion von Tremfya 30 Minuten zu warten, damit der Fertigpen Raumtemperatur erreicht. Der Fertigpen darf nicht geschüttelt werden.

Vor Gebrauch des Fertigpens empfiehlt es sich, diesen visuell zu prüfen. Die Lösung soll klar und farblos bis hellgelb sein und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten. Tremfya darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder große Partikel enthält.

Jeder Packung liegt eine Anleitung mit dem Titel „Hinweise zur Anwendung“ bei, in welcher die
Vorbereitung und Anwendung des Fertigpens ausführlich beschrieben sind.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

8. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/012 (1 Fertigpen)

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 2017

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2022

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Fertigspritze enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml Lösung.

Guselkumab ist ein vollhumaner monoklonaler Immunglobulin-G1-Lambda(IgG1λ)-Antikörper (mAk), hergestellt durch rekombinante DNA-Technologie in einer CHO-Zelllinie (Chinese-Hamster-Ovary).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze, entsprechend 0,5 mg/ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion)

Die Lösung mit einem Ziel-pH-Wert von 5,8 und einer ungefähren Osmolarität von 367,5 mOsm/l ist klar und farblos bis hellgelb und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-
Psoriasis indiziert, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Tremfya ist zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis bei Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren indiziert, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.

Psoriasis-Arthritis

Tremfya, als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX), ist für die Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis bei erwachsenen Patienten indiziert, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (disease-modifying antirheumatic drug, DMARD) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben (siehe Abschnitt 5.1).

Colitis ulcerosa

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

Morbus Crohn

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, für die es indiziert ist.

Dosierung

Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen Die empfohlene Dosis beträgt 100 mg als subkutane Injektion in den Wochen 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 8 Wochen (q8w).

Bei Patienten, die nach 16 Wochen auf die Behandlung nicht angesprochen haben, sollte ein Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen (6 bis 17 Jahre) Kinder ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg Die empfohlene Dosis beträgt 100 mg als subkutane Injektion in Woche 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 8 Wochen (q8w).

Kinder ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht unter 40 kg Für Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg ist ein Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml erhältlich. Für Angaben zur Dosierung und Art der Anwendung siehe Abschnitt 4.2 der Fachinformation zum Tremfya 45 mg/0,45 ml Fertigpen.

Bei pädiatrischen Patienten, die nach 24 Wochen auf die Behandlung nicht angesprochen haben, soll ein Abbruch der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Psoriasis-Arthritis Die empfohlene Dosis beträgt 100 mg als subkutane Injektion in den Wochen 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 8 Wochen (q8w). Bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung ein hohes Risiko für Gelenkschäden haben, kann eine Dosis von 100 mg alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Patienten, die nach 24 Wochen Behandlungsdauer auf die Therapie nicht angesprochen haben, sollte ein Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Colitis ulcerosa
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 200-mg-Dosis siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Morbus Crohn
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 200-mg-Dosis siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Ausgelassene Dosis

Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, soll sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. Danach soll die Anwendung wieder zum regulären Zeitpunkt erfolgen.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre und sehr begrenzte Erfahrungen zu Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren (siehe Abschnitt 5.2) vor.

Nieren- oder Leberfunktionsstörung Tremfya wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Funktionsstörungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendig erachtet werden. Bezüglich weiterer Angaben zur Elimination von Guselkumab siehe Abschnitt 5.2.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya bei Patienten unter 18 Jahren mit Colitis ulcerosa,
Morbus Crohn und Psoriasis-Arthritis sowie bei Patienten unter 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis ist
bisher nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Nur zur subkutanen Anwendung. Zu den Injektionsstellen gehören Bauch, Oberschenkel und Rückseite des Oberarms. Tremfya soll nicht in Bereiche injiziert werden, an denen die Haut empfindlich, gerötet, verhärtet, verdickt oder schuppig ist oder Blutergüsse aufweist. Wenn möglich, sollen Hautbereiche, die von Psoriasis betroffen sind, als Injektionsstelle vermieden werden.

Nach angemessener Schulung der subkutanen Injektionstechnik kann Tremfya von erwachsenen Patienten selbst oder von einer Betreuungsperson injiziert werden, wenn der Arzt dies für angebracht hält. Jedoch soll der Arzt eine entsprechende medizinische Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die erwachsenen Patienten bzw. die Betreuungsperson sollen angewiesen werden, das vollständige Volumen der Lösung gemäß der Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Verpackung beiliegt, zu injizieren. Tremfya ist nicht für die Selbstanwendung durch pädiatrische Patienten vorgesehen.

Für Hinweise zur Vorbereitung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Schwerwiegende Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Infektionen

Guselkumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Behandlung sollte bei Patienten mit klinisch relevanten aktiven Infektionen erst nach dem Abklingen oder einer angemessenen Behandlung der Infektion eingeleitet werden.

Mit Guselkumab behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome einer klinisch relevanten chronischen oder akuten Infektion auftreten.

Wenn ein Patient eine klinisch relevante oder schwerwiegende Infektion entwickelt oder nicht auf die Standardtherapie reagiert, sollte er engmaschig überwacht und die Behandlung bis zum Abklingen der Infektion abgesetzt werden.

Tuberkulose-Untersuchung vor der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung sollten die Patienten auf eine Tuberkulose (TB)-Infektion untersucht werden. Patienten, die Guselkumab erhalten, sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver TB in der Vorgeschichte, bei denen kein angemessener Behandlungsverlauf bestätigt werden kann, sollte vor dem Einleiten der Behandlung eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.

Überempfindlichkeit

Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen traten mehrere Tage nach der Behandlung mit Guselkumab auf, darunter Fälle mit Urtikaria und Dyspnoe. Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion sollte die Anwendung von Guselkumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Erhöhung der hepatischen Transaminasen

In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde bei Patienten, die mit Guselkumab q4w behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die mit Guselkumab q8w oder Placebo behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz von Leberenzymerhöhungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei der Verordnung von Guselkumab q4w bei Psoriasis-Arthritis wird empfohlen, die Leberenzymwerte zu Beginn und anschließend im Rahmen der routinemäßigen Patientenbehandlung zu überprüfen. Wenn Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase [ALT] oder Aspartat-Aminotransferase [AST] beobachtet werden und der Verdacht auf eine arzneimittelinduzierte Leberschädigung besteht, sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, bis diese Diagnose ausgeschlossen ist.

Impfungen

Vor dem Einleiten der Therapie sollte die Durchführung aller angebrachten Impfungen in
Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden. Bei mit
Guselkumab behandelten Patienten sollten keine Lebendimpfstoffe angewendet werden. Es liegen
keine Daten bezüglich des Ansprechens auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor.

Vor einer Impfung mit viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoffen muss die Behandlung nach der letzten Gabe für mindestens 12 Wochen ausgesetzt werden und kann frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und Anleitung für die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollen die verordnenden Ärzte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des spezifischen Impfstoffs heranziehen.

Sonstige Bestandteile

Enthält Polysorbat 80 Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze, entsprechend 0,5 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit CYP450-Substraten

In einer Phase-I-Studie mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis waren die Veränderungen der systemischen Expositionen (Cmax und AUCinf) von Midazolam, S-Warfarin, Omeprazol, Dextromethorphan und Coffein nach einer Einzeldosis von Guselkumab klinisch nicht relevant, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen zwischen Guselkumab und Substraten unterschiedlicher CYP-Enzyme (CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP1A2) unwahrscheinlich sind. Bei gleichzeitiger Anwendung von Guselkumab und CYP450-Substraten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Gleichzeitige Immunsuppressiva- oder Phototherapie

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab in Kombination mit Immunsuppressiva, einschließlich Biologika oder Phototherapie wurden in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis nicht untersucht. In Studien zu Psoriasis-Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von MTX die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

In Studien zu Colitis ulcerosa und Morbus Crohn schien die gleichzeitige Anwendung von Immunmodulatoren (z. B. Azathioprin [AZA], 6-Mercaptopurin [6-MP]) oder Corticosteroiden die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 12 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Guselkumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Tremfya während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Guselkumab in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt, dass menschliche IgGs in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen und bald darauf auf niedrige Konzentrationen absinken; daher kann ein Risiko für das gestillte Kind während dieser Zeit nicht ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau, sollte entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Tremfya-Therapie verzichtet wird. Bezüglich Angaben zum Übergang von Guselkumab in die Muttermilch von Tieren (Javaneraffen) siehe Abschnitt 5.3.

Fertilität

Die Auswirkung von Guselkumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Tremfya hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung war Infektion der Atemwege (ungefähr 8 % der Patienten in den Studien zu Colitis ulcerosa, 11 % der Patienten in den Studien zu Morbus Crohn und 15 % der Patienten in den klinischen Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis).

Das allgemeine Sicherheitsprofil bei Patienten, die mit Tremfya behandelt werden, ist bei Patienten mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Tabelle 1 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden, auf. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien gemäß folgender Konvention eingestuft: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 1: Auflistung der Nebenwirkungen

SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Infektionen und parasitäreSehr häufigAtemwegsinfektionen
ErkrankungenGelegentlich Gelegentlich GelegentlichHerpes-simplex-Infektionen Tinea-Infektionen Gastroenteritis
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten SeltenÜberempfindlichkeit Anaphylaxie
Erkrankungen des NervensystemsHäufigKopfschmerzen
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigDiarrhö
Erkrankungen der Haut und desHäufigAusschlag
UnterhautgewebesGelegentlichUrtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufigArthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufigReaktionen an der Injektionsstelle
UntersuchungenHäufig Gelegentlicherhöhte Transaminasen erniedrigte Neutrophilenzahl

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Erhöhte Transaminasen In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden während des placebokontrollierten Zeitraums in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormaler Leberfunktionstest, Hypertransaminasämie) berichtet (8,6 % in der 100-mg-subkutan-q4w-Gruppe und 8,3 % in der 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe) als in der Placebo-Gruppe (4,6 %). Über ein Jahr hinweg wurden Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (wie oben) bei 12,9 % der Patienten in der q4w-Gruppe und 11,7 % der Patienten in der q8w-Gruppe berichtet.

Bei den Laboruntersuchungen waren die meisten Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) ≤ 3 x der oberen Grenze des Normalwerts (upper limit of normal, ULN). Transaminasenerhöhungen von > 3 bis ≤ 5 x ULN und > 5 x ULN waren von geringer Häufigkeit und traten in der Guselkumab-q4w-Gruppe häufiger auf als in der Guselkumab-q8w-Gruppe (Tabelle 2). Bis zum Ende der zweijährigen klinischen Phase-III-Studie zur Psoriasis-Arthritis wurde ein ähnliches Häufigkeitsmuster bezüglich des Schweregrads und der Behandlungsgruppen beobachtet.

Tabelle 2: Häufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis

ALT > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN AST > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN a placebokontrollierter Zeitraum. Tabelle 2: Häufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei
klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis
Placebo N = 370 c 30,0 % 1,4 % 0,8 % 20,0 % 0,5 % 1,1 % Placebo N = 370 c
Bis zu Woche 24 Guselkumab 100 mg q8w Bis zu Woche 24 Guselkumab 100 mg q8w
a N = 373 c 28,2 % 1,1 % 0,8 % 18,8 % 1,6 % 0,5 % a N = 373 c
Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 35,0 % 2,7 % 1,1 % 21,6 % 1,6 % 1,6 % Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c
Guselkumab 100 mg q8w N = 373 33,5 % 1,6 % 1,1 % 22,8 % 2,9 % 0,5 % Guselkumab 100 mg q8w N = 373
Bis zu einem Jahr c Bis zu einem Jahr c
b Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 41,2 % 4,6 % 1,1 % 27,8 % 3,8 % 1,6 % b Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c

b Patienten, die zu Baseline bei der Randomisierung Placebo zugewiesen wurden und anschließend mit Guselkumab
behandelt wurden („Crossover“), sind nicht enthalten.

c Anzahl der Patienten mit mindestens einer Auswertung nach Baseline für den spezifischen Labortest innerhalb des
Zeitraums.

In den klinischen Studien zu Psoriasis war die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) für die Guselkumab-q8w-Dosis über ein Jahr hinweg ähnlich wie für die Guselkumab-q8w-Dosis in den klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis. Im Verlauf von 5 Jahren nahm die Inzidenz der Transaminasenerhöhung pro Jahr Guselkumab-Behandlung nicht zu. Die meisten Transaminasenerhöhungen waren ≤ 3 x ULN.

In den meisten Fällen war die Transaminasenerhöhung vorübergehend und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden während der placebokontrollierten Induktionsphase (Woche 0-12) in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen und erhöhter Leberfunktionstest) berichtet (1,7 % der Patienten) als in der Placebo-Gruppe (0,6 %). In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormale Leberfunktion und erhöhter Leberfunktionstest) bei 3,4 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 4,1 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 2,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.

Basierend auf der Laborbeurteilung der gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn waren die Häufigkeiten der ALT- oder AST-Erhöhungen niedriger als die, die in den klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis beobachtet wurden. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden über den placebokontrollierten Zeitraum (Woche 12) hinweg ALT- (< 1 % der Patienten) und AST- (< 1 % der Patienten) Erhöhungen ≥ 3 x ULN in der mit Guselkumab behandelten Gruppe berichtet. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr ALT- und/oder AST-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei 2,7 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 2,6 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 1,9 % in der Placebo-Gruppe berichtet. In den meisten Fällen war der Anstieg der Transaminasen vorübergehend und führte nicht zum Absetzen der Behandlung.

Erniedrigte Neutrophilenzahl In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde über den placebokontrollierten Zeitraum hinweg in der mit Guselkumab behandelten Gruppe die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl häufiger (0,9 %) berichtet als in der Placebo-Gruppe (0 %). Die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl wurde bei 0,9 % der mit Guselkumab behandelten Patienten über ein Jahr hinweg berichtet. In den meisten Fällen war die Abnahme der Neutrophilenzahl im Blut leicht, vorübergehend, nicht mit einer Infektion verbunden und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

Gastroenteritis In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis einschließlich des placebokontrollierten Zeitraums trat Gastroenteritis häufiger in der mit Guselkumab behandelten Gruppe (1,1 %) als in der Placebo-Gruppe (0,7 %) auf. Bis Woche 264 berichteten 5,8 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten über eine Gastroenteritis. Die Gastroenteritis-Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend und hatten bis einschließlich Woche 264 kein Absetzen von Guselkumab zur Folge. In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war der beobachtete Anteil von Gastroenteritis während des placebokontrollierten Zeitraums ähnlich hoch wie die in den klinischen Studien zur Psoriasis.

Reaktionen an der Injektionsstelle In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis bis einschließlich Woche 48 waren 0,7 % der Guselkumab-Injektionen sowie 0,3 % der Placebo-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Bis Woche 264 waren 0,4 % der Guselkumab-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Reaktionen an der Injektionsstelle waren im Allgemeinen von leichtem bis mäßigem Schweregrad; waren nicht schwerwiegend und hatten einmal das Absetzen von Guselkumab zur Folge.

In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis war bis zu Woche 24 die Anzahl der Patienten, die über Reaktionen an einer oder mehreren Injektionsstellen berichteten, in den Guselkumab-Gruppen gering, jedoch etwas höher als in der Placebo-Gruppe; 5 (1,3 %) Patienten in der Guselkumab-q8w-Gruppe, 4 (1,1 %) Patienten in der Guselkumab-q4w-Gruppe und 1 (0,3 %) in der Placebo-Gruppe. Ein Patient setzte Guselkumab aufgrund einer Reaktion an der Injektionsstelle während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis ab. Über ein Jahr hinweg betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen an der Injektionsstelle berichteten, 1,6 % in der Guselkumab-q8w-Gruppe bzw. 2,4 % in der Guselkumab-q4w-Gruppe. Während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war die Anzahl der Injektionen, die mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert war, insgesamt ähnlich der Anzahl, die in den klinischen Studien zur Psoriasis beobachtet wurde.

In der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa bis Woche 44 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7,9 % (2,5 % der Injektionen) in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w (Guselkumab 200 mg wurde in der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa als zwei Injektionen zu je 100 mg verabreicht); in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w wurden keine Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In den klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 4,1 % (0,8 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 1,4 % (0,6 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Insgesamt waren die Reaktionen an der Injektionsstelle leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7 % (1,3 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 4,3 % (0,7 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

Immunogenität
Die Immunogenität von Guselkumab wurde mit Hilfe eines sensitiven und wirkstofftoleranten
Immunoassays untersucht.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis entwickelten im Verlauf von bis zu 52 Behandlungswochen 5 % (n = 145) der mit Guselkumab behandelten Patienten Anti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibody, ADA). Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 8 % (n = 12) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,4 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In gepoolten Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis entwickelten etwa 15 % der bis zu 264 Wochen lang mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 5 % Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,76 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In der pädiatrischen Phase-III-Studie entwickelten 18 % (n = 21) der mit Guselkumab behandelten pädiatrischen Patienten mit Psoriasis bis Woche 44 ADA. Keiner der Patienten, die ADA entwickelten, wies Antikörper auf, die als neutralisierend eingestuft wurden. Antikörper gegen Guselkumab waren weder mit Veränderungen der Pharmakokinetik noch mit der klinischen Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Die Anzahl der Patienten, die positiv auf Antikörper gegen Guselkumab getestet wurden, ist jedoch zu gering, um endgültige Schlussfolgerungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab zu ziehen.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 12 % (n = 58) der bis zu 56 Wochen mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 16 % (n = 9) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 2 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer Phase-III-Analyse bis zu 24 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 5 % (n = 30) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 7 % (n = 2) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,3 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer klinischen Phase-III-Studie bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

Kinder und Jugendliche

Plaque-Psoriasis Die Sicherheit von Guselkumab wurde in einer placebo- und aktivkontrollierten Phase-III-Studie bei pädiatrischen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht. In dieser klinischen Studie wurde die Sicherheit über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen bei 120 Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren bewertet. Das Sicherheitsprofil für die subkutane Injektion von Guselkumab unter Verwendung des 45 mg/0,45 ml-Fertigpens oder der 100 mg-Fertigspritze bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren entsprach dem in den Studien zur Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen berichteten Sicherheitsprofil (siehe Abschnitt 4.2).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In klinischen Studien wurden intravenöse Dosen von Guselkumab bis zu 1 200 mg sowie subkutane Dosen von bis zu 400 mg als eine Einzeldosis ohne Auftreten dosislimitierender Toxizität verabreicht. Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen überwacht werden und es muss unverzüglich eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC16.

Wirkmechanismus

Guselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper (mAk), der über die
Antigenbindungsstelle selektiv das Interleukin(IL)-23-Protein mit hoher Spezifität und Affinität
bindet. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die
Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Guselkumab die IL-23-abhängige
Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis sind die IL-23-Spiegel in der Haut erhöht. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sind die IL-23-Spiegel im Kolongewebe erhöht. In in-vitro-Modellen wurde gezeigt, dass Guselkumab die Bioaktivität von IL-23 inhibiert, indem es dessen Interaktion mit dem IL-23-Zelloberflächenrezeptor verhindert. Dadurch werden die IL-23 abhängigen Signal-, Aktivierungs- und Zytokinkaskaden unterbrochen. Die klinischen Wirkungen von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn beruhen auf der Inhibierung des IL-23-Zytokin-Wegs.

Myeloide Zellen, die den Fc-Gamma-Rezeptor 1 (CD64, Cluster of Differentiation 64) exprimieren, sind nachweislich eine vorherrschende Quelle von IL-23 in entzündetem Gewebe bei Psoriasis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Guselkumab bindet in vitro an CD64 und blockiert IL-23. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Guselkumab in der Lage ist, IL-23 an der zellulären Entzündungsquelle zu neutralisieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer reduzierten Expression von Genen des IL-23/Th17-Signalwegs und von Psoriasis-assoziierten Genexpressionsprofilen. Das ergaben Analysen der mRNA aus Hautläsionsbiopsien von Patienten mit Plaque-Psoriasis in Woche 12 im Vergleich zu Baseline. In derselben Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer Verbesserung histologischer Messgrößen der Psoriasis in Woche 12, u. a. zu einer Reduzierung der Epidermisdicke und der T-Zell-Dichte. Außerdem waren bei mit Guselkumab behandelten Patienten in Phase-II- und Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis reduzierte IL-17A-, IL-17F- und IL-22-Serumspiegel im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Diese Ergebnisse decken sich mit dem beobachteten klinischen Nutzen der Guselkumab-Behandlung bei Plaque-Psoriasis.

In Phase-III-Studien bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren die Serumspiegel der Akute-Phase-Proteine C-reaktives Protein, Serumamyloid A und IL-6 sowie der Th17-Effektorzytokine IL-17A, IL-17F und IL-22 zu Beginn der Studie erhöht. Guselkumab senkte die Spiegel dieser Proteine innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung ab. Guselkumab verringerte die Spiegel dieser Proteine weiter bis zu Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert und auch zu Placebo.

Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn führte die Behandlung mit Guselkumab bis Woche 12 der Induktion zu einer Abnahme der Entzündungsmarker, einschließlich des C-reaktiven Proteins (CRP) und fäkalen Calprotectins, die während der einjährigen Erhaltungstherapie aufrechterhalten wurde. Die Serumproteinspiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ waren bereits in Woche 4 reduziert und sanken bis Woche 12 der Induktion weiter ab. Guselkumab reduzierte auch die RNA-Spiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ in den Biopsien der Kolonmukosa in Woche 12.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurde in drei randomisierten, doppelblinden, aktiv-kontrollierten Phase-III-Studien an erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen, beurteilt.

VOYAGE 1 und VOYAGE 2 In zwei Studien (VOYAGE 1 und VOYAGE 2) wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab vs. Placebo und Adalimumab an 1 829 erwachsenen Patienten untersucht. Patienten, die bei der Randomisierung dem Guselkumab-Arm zugewiesen wurden (n = 825), erhielten 100 mg in den Wochen 0 und 4 sowie anschließend alle 8 Wochen bis einschließlich Woche 48 (VOYAGE 1) bzw. Woche 20 (VOYAGE 2). Patienten, die bei der Randomisierung dem Adalimumab-Arm zugewiesen wurden (n = 582), erhielten 80 mg in Woche 0 und 40 mg in Woche 1, gefolgt von 40 mg alle 2 Wochen bis einschließlich Woche 48 (VOYAGE 1) bzw. Woche 23 (VOYAGE 2). In beiden Studien erhielten Patienten, die bei der Randomisierung dem Placebo-Arm zugewiesen worden waren (n = 422), 100 mg Guselkumab in den Wochen 16 und 20 sowie anschließend alle 8 Wochen. In VOYAGE 1 erhielten ab Woche 52 alle Patienten, einschließlich derjenigen, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden, unverblindet Guselkumab alle 8 Wochen. In VOYAGE 2 wurden Patienten, die bei der Randomisierung in Woche 0 Guselkumab zugewiesen wurden und in Woche 28 eine 90 %ige Verbesserung im Psoriasis Area and Severity Index (PASI) im Vergleich zur Baseline aufwiesen (PASI-90-Responder), re-randomisiert und setzten entweder die Therapie mit Guselkumab alle 8 Wochen fort (Erhaltungstherapie) oder erhielten Placebo (Auslassversuch). Bei den Patienten im Auslassversuch wurde Guselkumab re-initiiert (verabreicht zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Behandlung, 4 Wochen später und danach alle 8 Wochen), wenn ihre in der Woche 28 erreichte PASI-Verbesserung um mindestens 50 % zurückging. Patienten, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden und keine PASI-90-Responder waren, erhielten Guselkumab in Woche 28, 32 und danach alle 8 Wochen. In VOYAGE 2 erhielten alle Patienten ab Woche 76 unverblindet Guselkumab alle 8 Wochen.

Die Baseline-Krankheitsmerkmale stimmten bei den Studienpopulationen in VOYAGE 1 und 2 überein, mit einem medianen Anteil von 22 % bzw. 24 % der betroffenen Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA), einem medianen Baseline-PASI von 19 bei beiden Studien, einem medianen Baseline-Dermatology Life Quality Index (DLQI) von 14 bzw. 14,5, einem Baseline-Investigator Global Assessment (IGA) Score von „schwer“ bei 25 % bzw. 23 % der Patienten sowie Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte bei 19 % bzw. 18 % der Patienten.

Von allen Patienten in VOYAGE 1 und 2 hatten 32 % bzw. 29 % zuvor weder eine konventionelle systemische noch eine Biologika-Therapie erhalten, 54 % bzw. 57 % hatten zuvor eine Phototherapie erhalten, und 62 % bzw. 64 % hatten zuvor eine konventionelle systemische Therapie erhalten. In beiden Studien hatten 21 % zuvor Biologika erhalten, darunter 11 % mindestens ein Anti-Tumornekrosefaktor-α(TNFα)-Biologikum und ca. 10 % ein Anti-IL-12/IL-23-Biologikum.

Die Wirksamkeit von Guselkumab wurde im Hinblick auf die gesamte Hautbeteiligung, regionale Hautbeteiligung (Kopfhaut, Hände und Füße und Nägel) sowie Lebensqualität und von Patienten berichtete Ergebnisse (patient reported outcomes, PRO) untersucht. Die co-primären Endpunkte in VOYAGE 1 und 2 waren die Anteile der Patienten, die einen IGA-Score von „erscheinungsfrei“ oder „nahezu erscheinungsfrei“ (IGA 0/1) sowie ein PASI-90-Ansprechen in Woche 16 vs. Placebo erreichten (siehe Tabelle 3).

Gesamte Hautbeteiligung

Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo und Adalimumab in Woche 16 sowie im Vergleich zu Adalimumab in Woche 24 und in Woche 48. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die primären und die wesentlichen sekundären Endpunkte der Studien sind Tabelle 3 zu entnehmen.

Tabelle 3: Woche 16 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Woche 24 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Woche 48 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0
Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in VOYAGE 1 und VOYAGE 2 (N = 174)
Placebo 10 (5,7) 5 (2,9) 1 (0,6) 12 (6,9) 2 (1,1) – – – – – – – – – –
VOYAGE 1 Guselkumab (N = 329) 300 (91,2) a 241 (73,3) c 123 (37,4) a 280 (85,1) c 157 (47,7) a 300 (91,2) 264 (80,2) 146 (44,4) 277 (84,2) 173 (52,6) 289 (87,8) 251 (76,3) 156 (47,4) 265 (80,5) 166 (50,5)
Anzahl der Patienten (%) Adalimumab (N = 334) 244 (73,1) b 166 (49,7) b 57 (17,1) d 220 (65,9) b 88 (26,3) d 241 (72,2) e 177 (53,0) b 83 (24,9) e 206 (61,7) b 98 (29,3) b 209 (62,6) e 160 (47,9) b 78 (23,4) e 185 (55,4) b 86 (25,7) b
Placebo (N = 248) 20 (8,1) 6 (2,4) 2 (0,8) 21 (8,5) 2 (0,8) – – – – – – – – – –
VOYAGE 2 Guselkumab (N = 496) 428 (86,3) 347 (70,0) 169 (34,1) 417 (84,1) 215 (43,3) 442 (89,1) 373 (75,2) 219 (44,2) 414 (83,5) 257 (51,8)
a c a c a – – – – –
Adalimumab (N = 248) 170 (68,5) 116 (46,8) 51 (20,6) 168 (67,7) 71 (28,6) 176 (71,0) 136 (54,8) 66 (26,6) 161 (64,9) 78 (31,5)
b b d b d e b e b b – – – – –

a p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

b p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Adalimumab im Hinblick auf wesentliche sekundäre Endpunkte.

c p < 0,001 bei Vergleichen von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf die co-primären Endpunkte.

d Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

e p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Adalimumab.

Ansprechen im Zeitverlauf

Guselkumab zeigte einen raschen Wirksamkeitseintritt bereits in Woche 2 mit einer signifikant höheren prozentualen Verbesserung des Baseline PASI-Scores im Vergleich zu Placebo (p < 0,001). Der Prozentsatz der Patienten, bei denen ein PASI-90-Ansprechen erreicht wurde, war ab Woche 8 bei Guselkumab numerisch höher als bei Adalimumab. Der Unterschied erreichte um Woche 20 ein Maximum (VOYAGE 1 und 2) und hielt bis einschließlich Woche 48 an (VOYAGE 1) (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Prozentsatz der Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen pro Visite bis
einschließlich Woche 48 (Randomisierung der Patienten zum Woche-0-
Zeitpunkt) in VOYAGE 1

In VOYAGE 1 wurde bei Patienten, die eine kontinuierliche Guselkumab-Behandlung erhielten, das PASI-90-Ansprechen von Woche 52 bis Woche 252 aufrechterhalten. Bei Patienten, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden und die zu Woche 52 auf Guselkumab wechselten, erhöhte sich die PASI-90-Ansprechrate von Woche 52 bis Woche 76 und wurde dann bis Woche 252 aufrechterhalten (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Prozentsatz der Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen pro Visite in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Der Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab erfolgte ungeachtet des Alters, des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, des Körpergewichts, der Lokalisation der Plaques, des PASI-Schweregrads zum Baseline-Zeitpunkt, einer gleichzeitigen Psoriasis-Arthritis und zuvor erfolgter Behandlung mit einer Biologika-Therapie. Guselkumab war wirksam bei Patienten, die zuvor keine konventionelle systemische Therapie erhalten hatten, bei Patienten, die zuvor keine Biologika-Therapie erhalten hatten, und bei Patienten mit Biologika-Exposition.

In VOYAGE 2 waren 88,6 % der Patienten, die eine Guselkumab-Erhaltungstherapie erhielten, in Woche 48 PASI-90-Responder, im Vergleich zu 36,8 % der Patienten mit Aussetzen der Therapie in Woche 28 (p < 0,001). Der Verlust des PASI-90-Ansprechens war teilweise bereits 4 Wochen nach dem Aussetzen der Guselkumab-Behandlung bemerkbar, wobei die mediane Zeitdauer bis zum Verlust des PASI-90-Ansprechens ca. 15 Wochen betrug. Unter den Patienten, deren Behandlung mit Guselkumab ausgesetzt und anschließend wieder re-initiiert wurde, erlangten 80 % 20 Wochen nach Re-Initiierung der Behandlung erneut ein PASI-90-Ansprechen.

In VOYAGE 2 erreichten von 112 auf Adalimumab randomisierten Patienten, die in Woche 28 kein PASI-90-Ansprechen erreicht hatten, 66 % bzw. 76 % ein PASI-90-Ansprechen nach 20 bzw.

44 Behandlungswochen mit Guselkumab. Zusätzlich erreichten von 95 auf Guselkumab randomisierten Patienten, die zu Woche 28 kein PASI-90-Ansprechen erreicht hatten, 36 % bzw. 41 % ein PASI-90-Ansprechen nach zusätzlichen 20 bzw. 44 Wochen kontinuierlicher Behandlung mit Guselkumab. Bei Patienten, die von Adalimumab zu Guselkumab wechselten, waren keine neuen Sicherheitserkenntnisse zu verzeichnen.

Regionale Hautbeteiligung

In VOYAGE 1 und 2 wurden in Woche 16 bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden im Vergleich zu denen, die Placebo erhielten, signifikante Verbesserungen der Psoriasis der Kopfhaut, Hände und Füße sowie der Nägel, gemessen anhand des kopfhautspezifischen ss-IGA-Scores (Scalp-specific Investigator Global Assessment), des Hand- und/oder Fuß-Scores hf-PGA (Physician’s Global Assessment of Hands and/or Feet), des Fingernägel-Scores f-PGA (Fingernail Physician’s Global Assessment) bzw. des Nagel-Psoriasis-Scores NAPSI (Nail Psoriasis Severity Index) (p < 0,001, Tabelle 4) beobachtet. Guselkumab zeigte im Hinblick auf die Psoriasis der Kopfhaut sowie der Hände und Füße Überlegenheit im Vergleich zu Adalimumab in Woche 24 (VOYAGE 1 und 2) sowie in Woche 48 (VOYAGE 1) (p ≤ 0,001; mit Ausnahme der Psoriasis an Händen und Füßen in Woche 24 (VOYAGE 2) und Woche 48 (VOYAGE 1), p < 0,05).

Tabelle 4: Zusammenfassung des Ansprechens bei regionaler Hautbeteiligung in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

ss-IGA (N) a ss-IGA 0/1 b, n (%) Woche 16 hf-PGA (N) a hf-PGA 0/1 b, n (%) Woche 16 f-PGA (N) a f-PGA 0/1, n (%) Woche 16 NAPSI (N) a Prozentuale Verbesserung, Mittelwert (SD) Woche 16
Placebo 21 (14,5) 6 (14,0) 14 (15,9) -0,9 (57,9)
145 43 88 99
VOYAGE 1 Guselkumab Adalimumab 231 (83,4) 66 (73,3) 68 (39,1) 34,4 (42,4)
277 c 90 e 174 e 194 e
201 (70,3) 53 (55,8) 88 (50,9) 38,0 (53,9)
286 d 95 d 173 d 191 d
Placebo 202 22 (10,9) 63 9 (14,3) 123 18 (14,6) 140 1,8 (53,8)
VOYAGE 2 Guselkumab Adalimumab 329 (80,6) 88 (77,2) 128 (52,0) 39,6 (45,6)
408 c 114 e 246 e 280 e
130 (67,0) 40 (71,4) 74 (59,7) 46,9 (48,1)
194 d 56 d 124 d 140 d

a Umfasst nur Patienten mit ss-IGA-, f-PGA-, hf-PGA-Score von ≥ 2 zu Baseline oder Baseline-NAPSI-Score von > 0. b Umfasst nur Patienten, die eine ss-IGA- und/oder hf-PGA-Verbesserung von ≥ 2 Punkten gegenüber Baseline erreichten.

c p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf den wesentlichen sekundären Endpunkt.

d Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

e p ≤ 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität / Patientenberichtete Endpunkte (Patient Reported Outcomes PRO)

Über VOYAGE 1 und 2 hinweg wurden bei Guselkumab-Patienten im Vergleich zu Placebo-Patienten in Woche 16 signifikant größere Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität auf der Basis des Dermatologischen Lebensqualitäts-Index DLQI (Dermatology Life Quality Index) und der von Patienten berichteten Psoriasis-Symptome (Juckreiz, Schmerzen, Brennen, Stechen und Spannen der Haut) und -Anzeichen (Trockenheit, Rissbildung, Schuppenbildung, Abschuppung oder Abschälung der Haut, Rötung und Bluten der Haut) auf der Basis des Psoriasis-Symptom- und - Anzeichen-Tagebuchs PSSD (Psoriasis Symptoms and Signs Diary) beobachtet (siehe Tabelle 5).

Anzeichen von Verbesserungen bei den von Patienten berichteten Ergebnissen (PRO) hielten bis
einschließlich Woche 24 (VOYAGE 1 und 2) und Woche 48 (VOYAGE 1) an. In VOYAGE 1
wurden bei Patienten, die eine kontinuierliche Guselkumab-Behandlung erhielten, diese
Verbesserungen in der unverblindeten Phase bis Woche 252 aufrechterhalten (siehe Tabelle 6).

Tabelle 5: Zusammenfassung der Patientenberichteten Endpunkte (PRO) in Woche 16 in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

VOYAGE 1 VOYAGE 2 Placebo Guselkumab Adalimumab Placebo Guselkumab Adalimumab DLQI, Patienten mit 170 322 328 248 495 247 Baseline-Score Veränderung gegenüber Baseline, Mittelwert (Standardabweichung) Woche 16 -0,6 (6,4) -11,2 (7,2)c -9,3 (7,8)b -2,6 (6,9) -11,3 (6,8)c -9,7 (6,8)b

PSSD-Symptom-

Score, Patienten mit 129 248 273 198 410 200 Baseline-Score > 0 Symptom-Score = 0, n (%) Woche 16 1 (0,8) 67 (27,0)a 45 (16,5)b 0 112 (27,3)a 30 (15,0)b

PSSD-Anzeichen-

Score, Patienten mit 129 248 274 198 411 201 Baseline-Score > 0 Anzeichen-Score = 0, n (%) Woche 16 0 50 (20,2)a 32 (11,7)b 0 86 (20,9)a 21 (10,4)b a p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

b Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

c p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf wesentliche sekundäre Endpunkte.

Tabelle 6: Zusammenfassung der Patientenberichteten Endpunkte (PRO) in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Guselkumab Adalimumab-Guselkumab

Woche 76 Woche 156 Woche 252 Woche 76 Woche 156 Woche 252 DLQI, Patienten mit Baseline- 445 420 374 264 255 235 Score > 1, n Anzahl Patienten 337 (75,7%) 308 272 198 (75,0%) 190 174 mit DLQI 0/1 (73,3 %) (72,7 %) (74,5 %) (74,0 %)

Tabelle 6: Zusammenfassung der Patientenberichteten Endpunkte (PRO) in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Guselkumab Adalimumab-Guselkumab

Woche 76 Woche 156 Woche 252 Woche 76 Woche 156 Woche 252

PSSD-Symptom-

Score, Patienten 347 327 297 227 218 200 mit Baseline-Score > 0 Symptom- 136 (39,2%) 130 126 99 (43,6%) 96 (44,0 %) 96 (48,0 %) Score = 0, n (%) (39,8 %) (42,4 %)

PSSD-Anzeichen-

Score, Patienten 347 327 297 228 219 201 mit Baseline-Score > 0 Anzeichen- 102 (29,4%) 94 (28,7 %) 98 (33,0 %) 71 (31,1%) 69 (31,5 %) 76 (37,8 %) Score = 0, n (%)

In VOYAGE 2 zeigten sich bei Patienten mit Guselkumab im Vergleich zu denen mit Placebo in Woche 16 signifikant größere Verbesserungen gegenüber Baseline bei gesundheitsbezogener Lebensqualität, Angst und Depression sowie Arbeitseinschränkung, gemessen anhand verschiedener Fragebögen (36-item Short Form [SF-36], health survey questionaire; Hospital Anxiety and Depression Scale [HADS]; Work Limitations Questionnaire [WLQ]). Die Verbesserungen im SF-36, HADS und WLQ hielten bei Patienten, die bei der Randomisierung in Woche 28 der Erhaltungstherapie zugewiesen wurden, alle bis einschließlich Woche 48 und in der unverblindeten Phase bis Woche 252 an.

NAVIGATE Die NAVIGATE-Studie untersuchte die Wirksamkeit von Guselkumab bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Ustekinumab in Woche 16 (d. h. diejenigen, die kein „erscheinungsfrei“ oder „nahezu erscheinungsfrei“ erreichten, definiert als IGA ≥ 2). Alle Patienten (n = 871) erhielten unverblindet Ustekinumab (45 mg ≤ 100 kg und 90 mg > 100 kg) in Woche 0 und Woche 4. In Woche 16 wurden 268 Patienten mit einem IGA-Score von ≥ 2 mittels Randomisierung entweder der Fortsetzung der Behandlung mit Ustekinumab (n = 133) alle 12 Wochen oder der Einleitung der Behandlung mit Guselkumab (n = 135) in Woche 16, Woche 20 sowie anschließend alle 8 Wochen zugewiesen. Die Baseline-Merkmale der randomisierten Patienten ähnelten den in VOYAGE 1 und 2 beobachteten.

Nach der Randomisierung war der primäre Endpunkt die Anzahl der Post-Randomisierungs-Visiten zwischen Woche 12 und 24, bei denen Patienten einen IGA-Score von 0/1 erreichten und eine Verbesserung um ≥ 2 Punkte aufwiesen. Die Patienten wurden in Abständen von vier Wochen untersucht, woraus sich insgesamt vier Visiten ergaben. Unter den Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Ustekinumab zum Randomisierungszeitpunkt war bei den Patienten, die zur Guselkumab-Behandlung wechselten, im Vergleich zu Patienten, welche die Ustekinumab-Behandlung fortsetzten, eine signifikant größere Verbesserung der Wirksamkeit zu beobachten.

Zwischen 12 und 24 Wochen nach Randomisierung erreichten Guselkumab-Patienten zweimal so häufig wie Ustekinumab-Patienten einen IGA-Score von 0/1 mit einer Verbesserung um ≥ 2 Punkte (Mittelwerte 1,5 bzw. 0,7 Besuche, p < 0,001). Außerdem erreichte 12 Wochen nach Randomisierung ein höherer Anteil der Guselkumab-Patienten) im Vergleich zu Ustekinumab-Patienten einen IGA-Score von 0/1 mit einer Verbesserung um ≥ 2 Punkte (31,1 % gegenüber 14,3 %; p = 0,001) und ein PASI-90-Ansprechen (48 % gegenüber 23 %, p < 0,001. Unterschiede hinsichtlich der Ansprechrate zwischen mit Guselkumab und Ustekinumab behandelten Patienten waren bereits 4 Wochen nach Randomisierung bemerkbar (11,1 % bzw. 9,0 %) und erreichten 24 Wochen nach Randomisierung ein Maximum (siehe Abbildung 3). Bei Patienten, die von Ustekinumab zu Guselkumab wechselten, waren keine neuen Sicherheitserkenntnisse zu verzeichnen.

Abbildung 3: Prozentsatz der Patienten in NAVIGATE, die bei den Visiten von Woche 0 bis einschließlich Woche 24 nach der Randomisierung einen IGA-Score von Erscheinungsfrei (0) oder Nahezu erscheinungsfrei (1) und eine IGA-Verbesserung um mindestens 2 Punkte erreichten

ECLIPSE Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab im Vergleich zu Secukinumab wurden zudem im Rahmen einer doppelblinden Studie untersucht. Die Patienten wurden mittels Randomisierung entweder der Behandlung mit Guselkumab (n = 534; 100 mg in Woche 0, 4 und danach alle 8 Wochen) oder Secukinumab (n = 514; 300 mg in Woche 0, 1, 2, 3, 4 und danach alle 4 Wochen) zugewiesen. Die letzte Dosis erhielten beide Behandlungsgruppen in Woche 44.

Die Baseline-Krankheitscharakteristika waren konsistent mit einer Population von Patienten mit
mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis mit einem Median-BSA von 20 %, einem
Median-PASI-Score von 18 und einem IGA-Score von „schwer“ für 24 % der Patienten.

Guselkumab war Secukinumab überlegen, gemessen anhand des primären Endpunkts des PASI-90-Ansprechens in Woche 48 (84,5 % gegenüber 70,0 %, p < 0,001). Vergleichende PASI-Ansprechraten sind in Tabelle 7 dargestellt.

Tabelle 7: PASI-Ansprechraten in ECLIPSE

Anzahl der Patienten (%)
Guselkumab (N = 534) Secukinumab (N = 514)

Primärer Endpunkt

PASI-90-Ansprechen in Woche 48 451 (84,5 %) a 360 (70,0 %)

Wesentliche sekundäre Endpunkte

PASI-75-Ansprechen sowohl in 452 (84,6 %) b 412 (80,2 %)
Woche 12 als auch in Woche 48
PASI-75-Ansprechen in Woche 12 477 (89,3 %) c 471 (91,6 %)
PASI-90-Ansprechen in Woche 12 369 (69,1 %) c 391 (76,1 %)
PASI-100-Ansprechen in Woche 48 311 (58,2 %) c 249 (48,4 %)
a p < 0,001 für Überlegenheit
b p < 0,001 für Nicht-Unterlegenheit, p = 0,062 für Überlegenheit
c Es wurden keine formalen statistischen Tests durchgeführt.

Die PASI-90-Ansprechraten für Guselkumab und Secukinumab bis Woche 48 sind in Abbildung 4 dargestellt.

Abbildung 4: Prozentsatz der Patienten pro Visite mit einem PASI-90-Ansprechen bis
einschließlich Woche 48 (Randomisierung der Patienten zu Woche 0) in
ECLIPSE

Psoriasis-Arthritis (PsA) Guselkumab verbessert nachweislich Anzeichen und Symptome, körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität und reduziert die Progressionsrate peripherer Gelenkschäden bei erwachsenen Patienten mit aktiver PsA.

DISCOVER 1 und DISCOVER 2 Zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studien (DISCOVER 1 und DISCOVER 2) untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo bei erwachsenen Patienten mit aktiver PsA (≥ 3 geschwollene und ≥ 3 druckschmerzhafte Gelenke und ein Spiegel des C-reaktiven Proteins (CRP) von ≥ 0,3 mg/dl in DISCOVER 1, und ≥ 5 geschwollene und ≥ 5 druckschmerzhafte Gelenke und ein CRP-Spiegel von ≥ 0,6 mg/dl in DISCOVER 2), trotz Therapie mit konventionellen synthetischen krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (conventional synthetic, cs) DMARD, Apremilast- oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSARs). Bei den Patienten in diesen Studien wurde die Diagnose PsA auf der Grundlage der Klassifikationskriterien für Psoriasis-Arthritis (Classification criteria for Psoriatic Arthritis, CASPAR) gestellt. Die mediane Krankheitsdauer betrug 4 Jahre. In beiden Studien wurden Patienten mit verschiedenen PsA-Subtypen eingeschlossen, darunter polyartikuläre Arthritis ohne Rheumaknoten (40 %), Spondylitis mit peripherer Arthritis (30 %), asymmetrische periphere Arthritis (23 %), distale interphalangeale Beteiligung (7 %) und Arthritis mutilans (1 %). Über 65 % bzw. 42 % der Patienten hatten zu Studienbeginn Enthesitis bzw. Daktylitis, und über 75 % der Patienten hatten ≥ 3 % psoriatische Hautbeteiligung BSA (Body Surface Area, Körperoberfläche). In DISCOVER 1 bzw. DISCOVER 2 wurden 381 bzw. 739 Patienten ausgewertet, die eine Behandlung mit Guselkumab 100 mg verabreicht in den Wochen 0 und 4 gefolgt von einer Behandlung alle 8 Wochen (q8w) oder Guselkumab 100 mg alle 4 Wochen (q4w) oder Placebo erhielten. In Woche 24 wurden die Patienten unter Placebo in beiden Studien umgestellt und erhielten Guselkumab 100 mg alle 4 Wochen (q4w). Ungefähr 58 % der Patienten in beiden Studien erhielten weiterhin stabile Dosen von MTX (≤ 25 mg/Woche).

In beiden Studien waren über 90 % der Patienten mit csDMARD vorbehandelt. In DISCOVER 1 waren 31 % der Patienten mit Anti-TNFα-Therapie vorbehandelt. In DISCOVER 2 war kein Patient mit Biologika vorbehandelt.

Anzeichen und Symptome Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen bei der Messung der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo in Woche 24. Der primäre Endpunkt in beiden Studien

war der Prozentsatz der Patienten, die in Woche 24 ein Ansprechen des Rheumatology dargestellt.(ACR) 20 erreichten. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 8American College of
Tabelle 8: ACR-20-Ansprechen Woche 16 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) ACR-50-Ansprechen Woche 16 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) ACR-70-Ansprechen Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) DAS 28 Woche 24 Tabelle 8: Unterschied zu Placebo (95 % KI) Minimale Krankheitsaktivität (Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Patienten mit ≥ 3 % BSA und IGA ≥ 2 IGA-Ansprechen Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) PASI-90 Ansprechen Woche 16 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) a b c d e f g h i ji (CRP) LS-Mittelwert-Veränderung c p < 0,001 (primärer Endpunkt) p < 0,001 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) p = 0,006 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) nicht statistisch signifikant p = 0,086 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) nominell p < 0,001 nominell p = 0,012 nicht formell im hierarchischen Testverfahren getestet, nominell p < 0,001 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) definiert als ein IGA-Ansprechen von 0 (erscheinungsfrei) oder 1 (nahezu erscheinungsfrei) und ≥ 2-gradige Reduktion des IGA-Psoriasis-Scores gegenüber dem Ausgangswert DAS 28: Disease Activity Score LS-Mittelwertänderung (LSmean change = QuadrateKlinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 Klinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2Placebo (N = 126) 25,4 % - 22,2 % - 12,7 % - 8,7 % - 5,6 % - -0,70 - 11,1 % - N = 78 h 15,4 % - 10,3 % - 11,5 % -DISCOVER 1 Guselkumab 100 mg q8w (N = 127) 52,0 % (15,3; 38,1) 52,0 % (18,6; 41,1) 22,8 % (1,0; 19,3) 29,9 % (12,1; 30,7) 11,8 % (-0,3; 13,1) -1,43 (-0,98; -0,48) Minimal Disease Activity 22,8 % (2,9; 20,9) N = 82 57,3 % (28,9; 55,1) 45,1 % (22,2; 47,6) 50,0 % (25,8; 51,4) 28 (Krankheits-Aktivitäts-Score 28)26,7 29,8 10,2 21,4 6,4 b -0,73 11,9 42,0 34,9 38,6b a d b d f b e e least squares mean changeGuselkumab 100 mg q4w (N = 128) 60,2 % (23,5; 46,0) 59,4 % (26,1; 48,2) 26,6 % (4,4; 23,4) 35,9 % (17,6; 36,8) 20,3 % (6,9; 22,7) j gegenüber dem Ausgangswert -1,61 (-1,16; -0,66) 30,5 % (9,7; 28,9) N = 89 75,3 % (48,3; 71,8) 52,8 % (30,5; 54,8) 62,9 % (39,7; 63,7)34,8 37,1 13,9 27,2 14,8 -0,91 19,3 60,0 42,6 51,7b a c b b b (MDA)) e b e ePlacebo (N = 246) 33,7 % 32,9 % 9,3 % 14,2 % 4,1 % -0,97 6,1 % N = 183 19,1 % 8,2 % 9,8 %) = Mittelwert-Veränderung der kleinsten----------DISCOVER 2 Guselkumab 100 mg q8w (N = 248) 55,2 % (13,1; 30,0) 64,1 % (22,9; 39,5) 28,6 % (12,6; 25,9) 31,5 % (10,0; 24,4) 18,5 % (9,1; 19,9) -1,59 (-0,80; -0,43) 25,0 % (12,8; 25,0) N = 176 70,5 % (42,2; 59,7) 55,1 % (38,4; 54,8) 68,8 % (50,6; 66,6)21,5 31,2 19,3 17,2 14,5 -0,61 18,9 50,9 46,6 58,6g a g g g b e b e eGuselkumab 100 mg q4w (N = 245) 55,9 % (13,7; 30,7) 63,7 % (22,4; 39,1) 20,8 % (5,2; 17,7) 33,1 % (11,5; 26,1) 13,1 % (4,1; 13,8) -1,62 (-0,83; -0,47) 18,8 % (7,0; 18,4) N = 184 68,5 % (41,2; 58,4) 53,8 % (37,6; 53,6) 60,9 % (43,2; 59,3)c 22,2 a 30,8 c 11,5 c 18,8 c 9,0 b -0,65 e 12,7 b 49,8 e 45,6 e 51,3
Das klinische Ansprechen wurde in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 bis zur Woche 52 aufrechterhalten, beurteilt mittels ACR 20/50/70, DAS 28 (CRP), MDA, IGA und PASI-90-Ansprechraten (siehe Tabelle 9).
Tabelle 9: ACR 20 N b Ansprechen (%) ACR 50 N b Ansprechen (%) ACR 70 N b Ansprechen (%) DAS 28 (CRP) gegenüber dem Ausgangswert N c Mittelwert (SD) MDA N b Ansprechen (%) Tabelle 9: Patienten mit ≥ 3 % BSA und IGA ≥ 2 zu Baseline IGA-Ansprechen N b Ansprechen (%) PASI 90 N b Ansprechen (%) a b cEs gab keinen Placebo-Arm über Woche 24 hinaus. Auswertbare Patienten mit einem beobachteten Ansprechstatus. Patienten haben eine beobachtete Veränderung gegenüber dem Ausgangswert.Klinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 in Woche 52 Klinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 in Woche 52Guselkumab 100 mg q8w 67,9 % 43,4 % 28,9 % -2,03 (1,250) 33,9 % 69,3 % 66,7 %112 113 114 112 112 75 75DISCOVER 1Guselkumab 100 mg q4w 75,8 % 55,6 % 29,8 % -1,99 (1,062) 40,3 % 83,0 % 76,1 %124 124 124 123 124 88 88Guselkumab 100 mg q8w 79,1 % 51,3 % 29,5 % -2,08 (1,121) 32,9 % 77,1 % 77,1 %234 234 234 234 234 170 170DISCOVER 2a Guselkumab -2,11 (1,128) a100 mg q4w 228 75,9 % 228 49,1 % 228 28,1 % 227 228 36,8 % 173 84,4 % 173 81,5 %
Das klinische Ansprechen wurde in DISCOVER 2 bis zu Woche 100 aufrechterhalten, beurteilt mittels ACR 20/50/70, DAS 28 (CRP), MDA, IGA und PASI-90-Ansprechraten (siehe Tabelle 10).
Tabelle 10: Klinisches Ansprechen in DISCOVER 2 zu Woche 100 ACR 20 N b Ansprechen (%) ACR 50 N b Ansprechen (%) ACR 70 N b Ansprechen (%) DAS 28 (CRP) Veränderung gegenüber dem Ausgangswert N c Mittelwert (SD) MDA N b Ansprechen (%) Patienten mit ≥ 3 % BSA und IGA ≥ 2 zu Studienbeginn IGA-Ansprechen N b Ansprechen (%) PASI 90 N b Ansprechen (%) a b cEs gab keinen Placebo-Arm über Woche 24 hinaus. Auswertbare Patienten mit einem beobachteten Ansprechstatus. Patienten haben eine beobachtete Veränderung gegenüber dem Ausgangswert.Guselkumab 100 mg q8w 82,1 % 60,7 % 39,3 % -2,37 (1,215) 44,6 % 76,4 % 75,0 %223 224 224 223 224 165 164aGuselkumab 100 mg q4w 84,9 % 62,3 % 38,6 % -2,36 (1,120) 42,7 % 82,4 % 80,0 %219 220 220 219 220 170 170

Ansprechen im Zeitverlauf

In DISCOVER 2 wurde in beiden Guselkumab-Gruppen bereits in Woche 4 ein besseres ACR-20-
Ansprechen im Vergleich zu Placebo beobachtet. Der Behandlungsunterschied nahm dabei im
Zeitverlauf bis zu Woche 24 weiterhin zu (Abbildung 5).

Abbildung 5: ACR-20-Ansprechen pro Visite bis zu Woche 24 in DISCOVER 2

In DISCOVER 2 wurde bei Patienten, die zu Woche 24 eine kontinuierliche Behandlung mit Guselkumab erhielten, das ACR-20-Ansprechen von Woche 24 bis Woche 52 aufrechterhalten (siehe Abbildung 6). Bei Patienten, die zu Woche 52 eine kontinuierliche Behandlung mit Guselkumab erhielten, wurde das ACR-20-Ansprechen von Woche 52 bis Woche 100 aufrechterhalten (siehe Abbildung 7).

Abbildung 6: ACR-20-Ansprechen pro Visite von
Woche 24 bis Woche 52 in DISCOVER 2
Abbildung 7: ACR-20-Ansprechen pro Visite von
Woche 52 bis Woche 100 in DISCOVER 2

Das in den Guselkumab-Gruppen beobachtete Ansprechen war unabhängig von der begleitenden Anwendung von csDMARD, einschließlich MTX (DISCOVER 1 und 2), ähnlich. Darüber hinaus wurden bei der Untersuchung von Alter, Geschlecht, Abstammung, Körpergewicht und vorangegangener csDMARD-Anwendung (DISCOVER 1 und 2) und vorangegangener Anti-TNFα-Anwendung (DISCOVER 1) keine Unterschiede im Ansprechen auf Guselkumab zwischen diesen Subgruppen festgestellt.

In DISCOVER 1 und 2 zeigten sich Verbesserungen in allen Komponenten der ACR-Scores, einschließlich der Patientenbewertung der Schmerzen. In Woche 24 war in beiden Studien der Anteil der Patienten, die ein modifiziertes PsA-Ansprechkriterium (PsA response criteria, PsARC) erreichten, in den Guselkumab-Gruppen größer als in der Placebo-Gruppe. Das PsARC-Ansprechen wurde in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Daktylitis und Enthesitis wurden auf der Grundlage gepoolter Daten aus DISCOVER 1 und 2 bewertet. Bei Patienten mit Daktylitis zu Studienbeginn war der Anteil der Patienten, die eine Remission der Daktylitis in Woche 24 erfuhren, in der Guselkumab-q8w-Gruppe (59,4 %, nomineller p < 0,001) und in der q4w-Gruppe (63,5 %, p = 0,006) höher als in der Placebo-Gruppe (42,2 %). Bei Patienten mit Enthesitis zu Studienbeginn war der Anteil der Patienten, die eine Remission der Enthesitis in Woche 24 erfuhren, in der Guselkumab-q8w-Gruppe (49,6 %, nomineller p < 0,001) und in der q4w-Gruppe (44,9 %, p = 0,006) höher als in der Placebo-Gruppe (29,4 %). In Woche 52 wurden die Anteile der Patienten mit Remission der Daktylitis (81,2 % in der q8w-Gruppe und 80,4 % in der q4w-Gruppe) und Remission der Enthesitis (62,7 % in der q8w-Gruppe und 60,9 % in der q4w-Gruppe) aufrechterhalten. In DISCOVER 2 blieb bei Patienten, die zu Studienbeginn Daktylitis und Enthesitis hatten, der Anteil der Patienten mit einer Remission der Daktylitis (91,1 % in der q8w-Gruppe und 82,9 % in der q4w-Gruppe) und einer Remission der Enthesitis (77,5 % in der q8w-Gruppe und 67,7 % in der q4w-Gruppe) bis Woche 100 unverändert.

In DISCOVER 1 und 2 zeigten Patienten mit Spondylitis mit peripherer Arthritis als Hauptmanifestation unter Therapie mit Guselkumab in Woche 24 größere Verbesserungen gegenüber Baseline im Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI) im Vergleich zu Placebo. Die Verbesserung im BASDAI wurde in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Radiologisches Ansprechen

In DISCOVER 2 wurde die Hemmung der Progression der strukturellen Gelenkschäden radiologisch gemessen und als mittlere Veränderung des modifizierten van-der-Heijde-Sharp-Gesamtscores (vdH-S) gegenüber dem Ausgangswert dargestellt. In Woche 24 zeigte die Guselkumab-q4w-Gruppe eine statistisch signifikant geringere radiologische Progression und die Guselkumab-q8w-Gruppe eine numerisch geringere Progression als Placebo (Tabelle 11). Der beobachtete Nutzen des Guselkumab-q4w-Dosierungsschemas auf die Hemmung der radiologischen Progression (d. h. eine geringere mittlere Veränderung des modifizierten vdH-S-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in der q4w-Gruppe im Vergleich zu Placebo) war am ausgeprägtesten bei Patienten mit einem hohen C-reaktiven Proteinwert und einer hohen Anzahl von Gelenken mit Erosionen zu Studienbeginn.

Tabelle 11: Placebo Guselkumab 100 mg q8w Guselkumab 100 mg q4w
Veränderung des modifizierten vdH-S-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in Woche 24 in DISCOVER 2
N 246 248 245
Mittlere Veränderung (LSMean change Ausgangswert im modifizierten vdH-S-Gesamtscore in
0,95 (0,61; 1,29) 0,52 0,29
c, 95 % KI d) vom Woche 24 a (0,18; 0,86) b (-0,05; 0,63)

a nicht statistisch signifikant p = 0,068 (wesentlicher sekundärer Endpunkt).

b p = 0,006 (wesentlicher sekundärer Endpunkt).

c LSmean change = least squares mean change.

d KI = Konfidenzintervall.

In Woche 52 und Woche 100 war die mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert in dem modifizierten vdH-S-Gesamtscore in den Guselkumab-q8w- und q4w-Gruppen ähnlich (Tabelle 12).

Tabelle 12: Veränderung des modifizierten vdH-S-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in Woche 52 und Woche 100 in DISCOVER 2

Na Mittlere Veränderung (SDb) vom Ausgangswert im

modifizierten vdH-S-Gesamtscore Woche 52

Guselkumab 100 mg q8w 235 0,97 (3,623)
Guselkumab 100 mg q4w 229 1,07 (3,843)

Woche 100

Guselkumab 100 mg q8w 216 1,50 (4,393)
Guselkumab 100 mg q4w 211 1,68 (7,018)
a Auswertbare Patienten mit beobachteten Veränderungen im angegebenen Zeitraum
b SD = Standardabweichung (standard deviation)
Hinweis: keine Placebogruppe nach Woche 24

Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität

In DISCOVER 1 und 2 zeigten die mit Guselkumab behandelten Patienten eine signifikante Verbesserung (p < 0,001) der körperlichen Funktionsfähigkeit im Vergleich zu Placebo, wie durch den Health Assessment Questionnaire-Disability Index (HAQ-DI) in Woche 24 festgestellt wurde. Die Verbesserungen im HAQ-DI wurden in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Eine signifikant größere Verbesserung gegenüber dem Ausgangswert im SF-36 Physical Component Summary (PCS) Score wurde bei den mit Guselkumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in Woche 24 bei DISCOVER 1 (p < 0,001 für beide Dosisgruppen) und DISCOVER 2 (p = 0,006 für die q4w-Gruppe) beobachtet. In Woche 24 wurde bei den mit Guselkumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in beiden Studien ein stärkerer Anstieg des FACIT-F-Scores (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy-Fatigue) im Vergleich zum Ausgangswert bei den mit Guselkumab behandelten Patienten beobachtet. In DISCOVER 2 wurden in Woche 24 bei den mit Guselkumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo größere Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen mit dem Dermatology Life Quality Index (DLQI), beobachtet. Die Verbesserungen bei den SF-36 PCS-, FACIT-F- und DLQI-Scores wurden in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Colitis ulcerosa

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien (QUASAR intravenöse Induktionsstudie, QUASAR-Erhaltungsstudie und ASTRO subkutane Induktionsstudie) bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa untersucht, die auf Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP), Biologika (TNF-Blocker, Vedolizumab), einen Januskinase (JAK)-Inhibitor und/oder Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (S1PRM), ausschließlich in der ASTRO Studie, unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IIb-Induktionsstudie zur Dosisfindung (QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung) untersucht, in die eine vergleichbare Patientenpopulation mit Colitis ulcerosa wie in die Phase-III-Induktionsstudie eingeschlossen wurde.

Die Krankheitsaktivität wurde anhand des modifizierten Mayo-Scores (mMS) bewertet, einem 3-Komponenten-Mayo-Score (0–9), der sich aus der Summe der folgenden Subscores (0 bis 3 für jeden Subscore) zusammensetzt: Stuhlfrequenz (SFS), rektale Blutungen (RBS) und Befunde der zentral überprüften Endoskopie (ES). Eine mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa war als mMS zwischen 5 und 9, RBS ≥ 1 und ES von 2 (definiert als ausgeprägtes Erythem, fehlendes vaskuläres Muster, Friabilität und/oder Erosionen) oder ES von 3 (definiert als Spontanblutung und Ulzeration) definiert.

Induktionsstudie: QUASAR IS In der Induktionsstudie QUASAR IS wurden die Patienten im Verhältnis 3:2 randomisiert, um entweder Guselkumab 200 mg oder Placebo als intravenöse Infusion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 zu erhalten. Insgesamt wurden 701 Patienten untersucht. Zu Baseline betrug der mediane mMS 7, wobei 35,5 % der Patienten einen Baseline-mMS von 5 bis 6 und 64,5 % einen mMS von 7 bis 9 sowie 67,9 % der Patienten einen Baseline-ES von 3 aufwiesen. Das mediane Alter betrug 39 Jahre (18 - 79 Jahre); 43,1 % waren weiblich und 72,5 % wurden als Weiße, 21,4 % als Asiaten und 1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, MTX, 6-MP, AZA und/oder orale Corticosteroide in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 72,5 % der Patienten Aminosalicylate, 20,8 % der Patienten Immunmodulatoren (MTX, 6-MP oder AZA) und 43,1 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika oder JAK-Inhibitoren waren nicht erlaubt.

Bei insgesamt 49,1 % der Patienten hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie und/oder JAK-Inhibitor versagt. Bei 87,5 %, 54,1 % bzw. 18 % hatte zuvor ein TNF-Blocker, Vedolizumab oder ein JAK-Inhibitor versagt, und bei 47,4 % hatte die Behandlung mit 2 oder mehr dieser Therapien versagt. Insgesamt 48,4 % der Patienten waren Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv, sowie 2,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 13).

In Woche 12 befand sich in der mit Guselkumab behandelten Gruppe ein signifikant größerer Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 13: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Endpunkt Placebo Induktion mit Behandlungs-
% Guselkumab differenz
200 mg intravenösa (95 % KI)
%
Klinische Remissionb

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 23 % (N = 421) 15 % (10 %; 20 %)c Biologika- und 12 % (N = 137) 32 % (N = 202) 20 % (12 %; 28 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 14 %) Versagene

Symptomatische Remissionf

Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 50 % (N = 421) 29 % (23 %; 36 %)c Biologika- und 26 % (N = 137) 60 % (N = 202) 34 % (24 %; 44 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 14 % (N = 136) 38 % (N = 208) 24 % (16 %; 33 %) Versagene

Endoskopische Heilungg

Gesamtpopulation 11 % (N = 280) 27 % (N = 421) 16 % (10 %; 21 %)c Biologika- und 17 % (N = 137) 38 % (N = 202) 21 % (12 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 5 % (N = 136) 15 % (N = 208) 10 % (4 %; 16 %) Versagene

Klinisches Ansprechenh

Gesamtpopulation 28 % (N = 280) 62 % (N = 421) 34 % (27 %; 41 %)c

Tabelle 13: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Endpunkt Placebo Induktion mit Behandlungs-
% Guselkumab differenz
200 mg intravenösa (95 % KI)
%

Biologika- und 35 % (N = 137) 71 % (N = 202) 36 % (26 %; 46 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 20 % (N = 136) 51 % (N = 208) 32 % (22 %; 41 %) Versagene

Histo-endoskopische Mukosaheilungi

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 24 % (N = 421) 16 % (11 %; 21 %)c Biologika- und 11 % (N = 137) 33 % (N = 202) 22 % (13 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 15 %) Versagene Ansprechen bzgl. Fatiguej Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 41 % (N = 421) 20 % (13 %; 26 %)c Biologika- und 29 % (N = 137) 42 % (N = 202) 12 % (2 %; 23 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 13 % (N = 136) 38 % (N = 208) 25 % (17 %; 34 %) Versagene

IBDQ-Remissionk

Gesamtpopulation 30 % (N = 280) 51 % (N = 421) 22 % (15 %; 29 %)c Biologika- und 34 % (N = 137) 62 % (N = 202) 28 % (18 %; 38 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 24 % (N = 136) 39 % (N = 208) 15 % (5 %; 25 %) Versagene a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8.

b Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

c p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der Cochran-Mantel-Haenszel-Methode (an die folgenden Stratifizierungsfaktoren angepasst: Status bezüglich des Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagens und gleichzeitige Anwendung von Corticosteroiden zu Baseline).

d Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe und 11 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa.

f Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen
Blutungen von 0.

g Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

h Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der
rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.

i Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert.

j Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als
Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline, was als klinisch relevant galt.

k Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire) ≥ 170.

An QUASAR IS und der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung nahmen auch 48 Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 teil, darunter ein ES von 2 oder 3 und ein RBS ≥ 1. Bei Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 12, mit derjenigen der Gesamtpopulation der Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa konsistent.

Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz

Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet und diese gingen bis Woche 12 weiter zurück.

Erhaltungsstudie: QUASAR MS In QUASAR MS wurden 568 Patienten untersucht, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen zeigten. In QUASAR MS wurden diese Patienten randomisiert und erhielten über 44 Wochen eine subkutane Erhaltungstherapie mit entweder 100 mg Guselkumab alle 8 Wochen, 200 mg Guselkumab alle 4 Wochen oder Placebo.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 44 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 44 gehörten unter anderem die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, die corticosteroidfreie klinische Remission, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 14).

In Woche 44 befand sich in beiden mit Guselkumab behandelten Gruppen ein signifikant größerer
Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 14: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten

Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Corticosteroidfreie klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Tabelle 14: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichtenEndpunkt c d f g h d f g d f g j d f g EndpunktPlacebo% 19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) 37 % (N = 190) 46 % (N = 108) 24 % (N = 75) i 18 % (N = 190) 26 % (N = 108) 7 % (N = 75) 19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) Placebo%Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) 50 %(N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektiona% 45 % 50 % 40 % 70 % 74 % 65 % 45 % 40 % 49 % 53 % 45 % a%Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektion 50 % (N = 190) 58 % (N = 96) 40 % (N = 88) 69 % (N = 190) 76 % (N = 96) 60 % (N = 88) 49 % (N = 190) 56 % (N = 96) 40 % (N = 88) 52 % (N = 190) 59 % (N = 96) 42 % (N = 88) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb% b%Guselkumab 100 mg (16 %; 34 %) (12 %; 36 %) (19 %; 42 %) (23 %; 41 %) (15 %; 40 %) (26 %; 52 %) (17 %; 34 %) (12 %; 36 %) (21 %; 43 %) (21 %; 38 %) (15 %; 40 %) (24 %; 48 %) Guselkumab 100 mgBehandlungsdifferenz 25 % 24 % 30 % 32 % 28 % 39 % 26 % 24 % 32 % 30 % 27 % 36 % Behandlungsdifferenz(95 % KI) e e e e (95 % KI)Guselkumab 200 mg (21 %; 38 %) (17 %; 41 %) (21 %; 44 %) (21 %; 40 %) (15 %; 41 %) (23 %; 50 %) (20 %; 38 %) (14 %; 39 %) (23 %; 45 %) (22 %; 40 %) (18 %; 42 %) (23 %; 46 %) Guselkumab 200 mg30 % e 29 % 32 % 31 % e 28 % 37 % 29 % e 27 % 34 % 31 % e 30 % 35 %
Histo-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Aufrechterhaltung der klinischen Remission in Woche 44 bei Patienten, die 12 Wochen nach der Induktion eine klinische Remission erreicht hatten Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Normalisierung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulationd f g l d f g q r g d f g dk 17 % (N = 190) 23 % (N = 108) 8 % (N = 75) 43 % (N = 190) 54 % (N = 108) 28 % (N = 75) 34 % (N = 59) 34 % (N = 41) 27 % (N = 15) n 15 % (N = 190) 20 % (N = 108) 8 % (N = 75) o 29 % (N = 190)(N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 66) (N = 43) (N = 20) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188)44 % 50 % 38 % 78 % 83 % 70 % 61 % 65 % 60 % 35 % 38 % 31 % 51 %48 % (N = 190) 56 % (N = 96) 39 % (N = 88) 75 % (N = 190) 81 % (N = 96) 67 % (N = 88) 72 % (N = 69) 79 % (N = 48) 56 % (N = 18) 34 % (N = 190) 42 % (N = 96) 24 % (N = 88) 43 % (N = 190)(17 %; 34 %) (14 %; 38 %) (16 %; 39 %) (25 %; 43 %) (17 %; 41 %) (27 %; 54 %) (9 %; 43 %) (9 %; 51 %) (-1 %, 62 %) (10 %; 27 %) (6 %; 29 %) (10 %; 33 %) (11 %; 29 %)26 % 26 % 28 % 34 % 29 % 41 % 26 % 31 % 33 % 18 % 17 % 21 % 20 %e e m e e(21 %; 38 %) (17 %; 42 %) (20 %; 43 %) (21 %; 40 %) (14 %; 39 %) (26 %; 53 %) (23 %; 54 %) (25 %; 62 %) (-6 %; 59 %) (9 %; 25 %) (6 %; 29 %) (6 %; 26 %) (3 %; 22 %)30 % e 30 % 31 % 31 % e 26 % 39 % 38 % e 45 % 29 % 17 % e 17 % 16 % 13 % m
Biologika- und JAK-Inhibitor-naivf36 % (N = 108)(N = 105)51 %53 % (N = 96)(2 %; 28 %)15 %(3 %; 29 %)16 %
Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Tabelle 14: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichteng Endpunkt19 % (N = 75) Placebo%(N = 77) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion47 % a%32 % (N = 88) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%(13 %; 40 %) Guselkumab 100 mg27 % Behandlungsdifferenz(95 % KI)(1 %; 26 %) Guselkumab 200 mg13 %
IBDQ-Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen a Guselkumab 100 mg als subkutane Injektion alle 8 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. b Guselkumab 200 mg als subkutane Injektion alle 4 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. e p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. f Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe, 6 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 6 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. i Keine Behandlung mit Corticosteroiden für mindestens 8 Wochen vor Woche 44 erforderlich und Erfüllung der Kriterien für eine klinische Remission in Woche 44. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. k Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert. l Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. m p < 0,01, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. n Ein Subscore der Endoskopie von 0. o Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, was als klinisch relevant galt. p Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (q Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung eine klinische Remission erreicht hatten. r Weitere 3 Patienten in der Placebo-Gruppe, 3 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.p d f g37 % (N = 190) 49 % (N = 108) 19 % (N = 75)(N = 188) (N = 105) (N = 77)64 % 68 % 58 % Inflammatory Bowel Disease Questionnaire64 % (N = 190) 74 % (N = 96) 53 % (N = 88)(17 %; 36 %) (6 %; 32 %) (26 %; 50 %)26 % 19 % 38 %e) ≥ 170.(16 %; 35 %) (11 %; 37 %) (23 %; 48 %)26 % e 24 % 35 %

In QUASAR IS und QUASAR MS wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Körpergewicht und vorheriger Biologikatherapie oder Behandlung mit einem JAK-Inhibitor durchgängig nachgewiesen.

In QUASAR MS profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Klinisch relevante numerische Unterschiede von > 15 % wurden zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen bei Patienten mit einem CRP-Wert von > 3 mg/l nach Abschluss der Induktionsdosierung bei den folgenden Endpunkten in Woche 44 beobachtet: klinische Remission (48 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), Aufrechterhaltung der klinischen Remission (88 % unter 200 mg q4w gegenüber 50 % unter 100 mg q8w), corticosteroidfreie klinische Remission (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), endoskopische Heilung (52 % unter 200 mg q4w gegenüber 35 % unter 100 mg q8w) und histo-endoskopische Mukosaheilung (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 29 % unter 100 mg q8w).

QUASAR MS umfasste 31 Patienten mit einem mMS-Baselinewert bei Induktion von 4, einschließlich eines ES von 2 oder 3 und eines RBS ≥ 1, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. Bei diesen Patienten war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 44, mit derjenigen der Gesamtpopulation konsistent.

Symptomatische Remission im Zeitverlauf

In QUASAR MS war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 wurde in beiden Guselkumab-Behandlungsgruppen bis Woche 44 aufrechterhalten, während in der Placebo-Gruppe ein Rückgang beobachtet wurde (Abbildung 8):

Abbildung 8: Anteil der Patienten in QUASAR MS in symptomatischer Remission bis Woche 44

Woche 24: Responder unter Guselkumab-Erhaltungstherapie

Mit Guselkumab behandelte Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen zeigten, erhielten in den Wochen 12, 16 und 20 jeweils 200 mg Guselkumab subkutan. In QUASAR IS erreichten 66/120 (55 %) der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen gezeigt hatten, in Woche 24 ein klinisches Ansprechen.

Patienten, die in Woche 24 auf Guselkumab ansprachen, nahmen an QUASAR MS teil und erhielten Guselkumab 200 mg subkutan alle 4 Wochen. In Woche 44 von QUASAR MS wurde das klinische Ansprechen bei 83/123 (67 %) dieser Patienten aufrechterhalten und 37/123 (30 %) erreichten eine klinische Remission.

Wiederherstellung der Wirksamkeit nach Verlust des Ansprechens auf Guselkumab

Neunzehn Patienten, die Guselkumab 100 mg subkutan q8w erhielten und bei denen es zwischen Woche 8 und 32 von QUASAR MS zu einem erstmaligen Verlust des Ansprechens kam (10 %), erhielten Guselkumab verblindet in einer Dosis von 200 mg Guselkumab subkutan q4w; nach 12 Wochen erreichten 11 dieser Patienten (58 %) ein symptomatisches Ansprechen und 5 Patienten (26 %) eine symptomatische Remission.

Histologische und endoskopische Beurteilung

Eine histologische Remission war definiert als ein histologischer Geboes-Score ≤ 2 B.0 (keine Neutrophilen in der Mukosa [sowohl Lamina propria als auch Epithel], keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem). In QUASAR IS erreichten 40 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 19 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine histologische Remission. In QUASAR MS erreichten 59 % bzw. 61 % der Patienten, die mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. Guselkumab 200 mg subkutan q4w behandelt wurden, sowie 27 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 44 eine histologische Remission.

Die Normalisierung des endoskopischen Erscheinungsbildes der Mukosa war als ES von 0 definiert. In QUASAR IS erreichten 15 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 5 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine endoskopische Normalisierung.

Kombinierte histo-endoskopische mukosabezogene Ergebnisse

Eine kombinierte symptomatische Remission, endoskopische Normalisierung, histologische Remission und fäkales Calprotectin ≤ 250 mg/kg wurde bei einem größeren Anteil der mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in Woche 44 erreicht (22 % bzw. 28 % gegenüber 9 %).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In Woche 12 von QUASAR IS zeigten Patienten, die Guselkumab erhielten, im Vergleich zu Placebo größere und klinisch relevante Verbesserungen gegenüber Baseline hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD), die anhand des IBDQ-Gesamtscores sowie aller IBDQ-Domänenscores (Darmbeschwerden einschließlich Bauchschmerzen und Stuhldrang, systemische Funktion, emotionale Funktion und soziale Funktion) ermittelt wurden. Diese Verbesserungen hielten bei den mit Guselkumab behandelten Patienten in QUASAR MS bis Woche 44 an.

Colitis-ulcerosa-bedingte Hospitalisierungen

Bis Woche 12 von QUASAR IS mussten weniger Patienten in der Guselkumab-Gruppe als in der Placebo-Gruppe aufgrund von Colitis ulcerosa hospitalisiert werden (1,9 %, 8/421 gegenüber 5,4 %, 15/280).

ASTRO

In der ASTRO-Studie wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen; oder Placebo.

Insgesamt wurden 418 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 40 Jahre (18 – 80 Jahre); 38,8 % waren weiblich; und 64,6 % wurden als Weiße, 28,9 % als Asiaten und 3,1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder orale Corticosteroide (bis zu 20 mg/Tag Prednison oder gleichwertig) in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 77,3 % der Patienten Aminosalicylate, 20,1 % der Patienten Immunmodulatoren und 32,8 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika, JAK-Inhibitoren oder S1PRMs waren nicht erlaubt. Bei insgesamt 40,2 % der Patienten hatten zuvor mindestens eine Biologikatherapie, eine Therapie mit einem JAK-Inhibitor und/oder S1PRM versagt, 58,1 % waren Biologika-, JAK-Inhibitor- und S1PRM-naiv sowie 1,7 % hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

In der ASTRO-Studie war der primäre Endpunkt die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen und die histologisch-endoskopische Mukosaheilung (siehe Tabelle 15). Zu den sekundären Endpunkten in Woche 24 gehörten die klinische Remission und die endoskopische Heilung (siehe Tabelle 16).

Tabelle 15: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten

EndpunktPlacebo%Guselkumab 400 mgs.c. Induktion%aBehandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)b
Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 15: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichtenf g f g f g f g Endpunktch id6 % (N = 139) 9 % (N = 79) 4 % (N = 56) 21 % (N = 139) 25 % (N = 79) 14 % (N = 56) 13 % (N = 139) 18 % (N = 79) 7 % (N = 56) 35 % (N = 139) 42 % (N = 79) 25 % (N = 56)Placebo%Guselkumab 400 mg28 % (N = 279) 36 % (N = 164) 16 % (N = 112) 51 % (N = 279) 59 % (N = 164) 41 % (N = 112) 37 % (N = 279) 46 % (N = 164) 24 % (N = 112) 66 % (N = 279) 71 % (N = 164) 57 % (N = 112) s.c. Induktion%a21 % (15 %, 28 %) 27 % (18 %, 37 %) 12 % (3 %, 20 %) 30 % (22 %, 39 %) 34 % (22 %, 46 %) 26 % (13 %, 39 %) 24 % (17 %, 32 %) 28 % (17 %, 40 %) 16 % (6 %, 26 %) 31 % (22 %, 40 %) 30 % (17 %, 43 %) 31 % (17 %, 45 %) Behandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)e e e e b
Histologisch-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor, und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion b Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. i Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität und Geboes-Score ≤ 3,1 (Neutrophileninfiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe)f g11 % (N = 139) 14 % (N = 79) 7 % (N = 56) inj Woche 0, Woche 4 und Woche 830 % (N = 279) 38 % (N = 164) 19 % (N = 112)20 % (12 %, 27 %) 25 % (14 %, 35 %) 11 % (1 %, 20 %)e
Tabelle 16: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 16: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen. b Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen. c Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe, 1 Patient in der 100 mg Guselkumab-Gruppe und 2 Patienten in der 200 mg Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder SIPRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne FriabilitätEndpunkt Endpunktf fd g gPlacebo (N = 139) (N = 79) (N = 56) Placebo h (N = 139) (N = 79) (N = 56)% 9 % 13 % 5 %% 12 % 18 % 5 %Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 35 % (N = 139) 49 % (N = 81) 16 % (N = 57) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 40 % (N = 139) 54 % (N = 81) 19 % (N = 57)%%a aGuselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 36 % (N = 140) 43 % (N = 83) 27 % (N = 55) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 45 % (N = 140) 52 % (N = 83) 36 % (N = 55)%%b bGuselkumab 100 mg (17 %, 35 %) (24 %, 50 %) (-1 %, 21 %) Guselkumab 100 mg (18 %, 38 %) (23 %, 51 %) (1 %, 25 %)Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 26 % 37 % 10 % Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 28 % 37 % 13 %e eGuselkumab (18 %, 36 %) (18 %, 44 %) Guselkumab (23 %, 42 %) (21 %, 48 %) (17 %, 44 %)200 mg 27 % 31 % 21 % (9 %, 34 %) 200 mg 33 % 34 % 30 %c e c e
Symptomatische Remission im Zeitverlauf
In ASTRO war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0, der bis Woche 12 beobachtet wurde. Ein größerer Anteil der Patienten erreichte in den Guselkumab-Behandlungsgruppen eine symptomatische Remission im Vergleich zur Placebogruppe (Abbildung 9): Abbildung 9:Anteil der Patienten in symptomatischer Remission bis Woche 12 in ASTRO
Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 im Vergleich zu Placebo eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet.
Histologische und endoskopische Beurteilung Eine histologische Remission in Woche 12 wurde bei 44 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, verglichen mit 20 % der Patienten unter Placebo.
Endoskopische Normalisierung in Woche 24 wurde bei 21 % bzw. 26 % der Patienten erreicht, die Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg in Woche 16 und danach alle 8 Wochen oder einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg in Woche 12 und danach alle 4 Wochen erhalten haben, verglichen mit 4 % der Patienten unter Placebo.
Abdominalschmerz und Stuhldrang Ein größerer Anteil der Patienten, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, hatte in Woche 12 im Vergleich zu Placebo keine abdominalen Schmerzen (56 % vs. 31 %) und keinen Stuhldrang (49 % vs. 24 %).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität Die krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem IBDQ erfasst. Ein größerer Anteil der Patienten in der kombinierten 400 mg subkutanen Guselkumab-Gruppe (61 %) erreichte in Woche 12 eine IBDQ-Remission im Vergleich zur Placebogruppe (34 %).
Morbus Crohn
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei klinischen Phase-III-Studien bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn untersucht, die entweder auf orale Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Zwei dieser drei Studien waren identisch konzipierte multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo- und aktivkontrollierte (Ustekinumab) 48-wöchige Parallelgruppenstudien (GALAXI 2 und GALAXI 3) und eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte 24-wöchige Parallelgruppenstudie (GRAVITI). Alle drei Studien hatten ein Treat-through-Studiendesign: Patienten, die mit Guselkumab (oder Ustekinumab für GALAXI 2 und GALAXI 3) randomisiert wurden, behielten diese Behandlungszuordnung für die Dauer der Studie bei.
GALAXI 2 und GALAXI 3 In den Phase-III-Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score ≤ 450 und einen SES-CD-Score Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) definiert. Weitere Kriterien für GALAXI 2/3 waren eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) > 3 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP,(Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) abdominal pain) > 1.(Crohn's Disease Activity Index)von ≥ 220 und von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für
In den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurden die Patienten in einem Verhältnis von 2:2:2:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Ustekinumab ca. 6 mg/kg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Ustekinumab 90 mg q8w; oder Placebo. Placebo-Non-Responder erhielten Ustekinumab ab Woche 12.
Insgesamt wurden 1 021 Patienten in GALAXI 2 (n = 508) und GALAXI 3 (n = 513) untersucht. Das mediane Alter betrug 34 Jahre (18 - 83 Jahre), 57,6 % waren männlich; und 74,3 % wurden als Weiße, 21,3 % als Asiaten und 1,5 % als Schwarze identifiziert.
Bei 52,8 % der Patienten in GALAXI 2 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,6 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 7,5 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt); 41,9 % waren Biologika-naiv und 5,3 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 37,4 % der Patienten orale Corticosteroide und 29,9 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Bei 51,9 % der Patienten in GALAXI 3 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,3 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 9,6 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt), 41,5 % waren Biologika-naiv und 6,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 36,1 % der Patienten orale Corticosteroide und 30,2 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Endpunkte im Vergleich zu Placebo in GALAXI 2 und GALAXI 3 sind in den Tabellen 17 (Woche 12) und 18 (Woche 48) dargestellt. Die Ergebnisse der wichtigsten sekundären Endpunkte in Woche 48 im Vergleich zu Ustekinumab sind in den Tabellen 19 und 20 dargestellt.
Tabelle 17:Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichtenPlacebo%GALAXI 2Guselkumab i.v. Induktion%aPlacebo%GALAXI 3Guselkumab i.v. Induktion%a
Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamtpopulation Tabelle 17: Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte PRO-2-Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 – für diese Spalte wurden zwei Guselkumab-Behandlungsgruppen gepoolt, da die Patienten vor Woche 12 das gleiche intravenöse Induktions-Dosierungsschema erhielten. b Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. c Weitere 9 Patienten in der Placebogruppe und 38 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg intravenöse Gabe) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. d Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. e Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. f PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. g Ansprechen bezüglich Fatigue ist definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte in h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i p < 0,001 j p < 0,05d d d d dc Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten c f c c cb in Woche 12 in Woche 12h22 % (N = 76) 18 % (N = 34) 23 % (N = 39) e in Woche 12 11 % (N = 76) Placebo 15 % (N = 34) 5 % (N = 39) 21 % (N = 76) 24 % (N = 34) 13 % (N = 39) g 29 % (N = 76) 32 % (N = 34) 26 % (N = 39) in Woche 12 1 % (N = 76) 3 % (N = 34) 0 % (N = 39)% in Woche 12GALAXI 247 % 50 % (N = 121) 45 % (N = 150) 38 % 51 % (N = 121) 27 % (N = 150) 43 % 43 % (N = 121) 41 % (N = 150) 45 % 48 % (N = 121) 41 % (N = 150) 15 % (N = 289) 22 % (N = 121)Guselkumab i.v. Induktion 9 % (N = 150)i (N = 289) i (N = 289)% i (N = 289) j (N = 289)a15 % (N = 72) 15 % (N = 27) 15 % (N = 39) 14 % (N = 72) Placebo 22 % (N = 27) 8 % (N = 39) 14 % (N = 72) 15 % (N = 27) 13 % (N = 39) 18 % (N = 72) 19 % (N = 27) 18 % (N = 39) 8 % (N = 72) 19 % (N = 27) 0 % (N = 39) PROMIS%GALAXI 3 Fatigue-Kurzfragebogen 7a47 % 50 % (N = 123) 47 % (N = 150) 36 % Guselkumab i.v. Induktion 41 % (N = 123) 31 % (N = 150) 42 % 47 % (N = 123) 39 % (N = 150) 43 % 46 % (N = 123) 43 % (N = 150) 16 % (N = 293) 25 % (N = 123) 9 % (N = 150)i (N = 293) i (N = 293)% i (N = 293) i (N = 293)a.
Tabelle 18:Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten PlaceboGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 2aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. InjektionbPlacebo (N = 72)Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 3Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w a s.c. Injektionb
Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Tabelle 18:12 % (N = 76) Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten PlaceboGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion45 % (N = 143) GALAXI 2ec ain Woche 48 (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion51 %f e b14 % (N = 72) Placebo (N = 72)(N = 143) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion44 % GALAXI 3eGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w a s.c. Injektion48 % (N = 150)e b
Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. c Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. d Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. e p < 0,001 f Teilnehmer, die in Woche 12 Kriterien für das unzureichende Ansprechen erfüllten, wurden in Woche 48 als Non-Responder betrachtet, unabhängig vom Behandlungsarm.7 % (N = 76)d in Woche 48 38 % (N = 143)ef (N = 146)38 %e(N = 72)6 %(N = 143)33 %e36 % (N = 150)e
Tabelle 19: Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopische Remission Gesamt-population Klinische Remission Gesamt-population Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Dauerhafte klinische Remission Gesamt-population Tabelle 19: PRO-2-Remission Gesamt-population a b c d e f g h i j k lUstekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. Die dauerhafte klinische Remission ist definiert als CDAI < 150 für ≥ 80 % aller Besuche zwischen Woche 12 und Woche 48 (mindestens 8 von 10 Besuchen), die Woche 48 umfassen müssen. PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. p < 0,05 Ansprechen in Woche 48 wurde unabhängig vom klinischen Ansprechen in Woche 12 ausgewertetAnteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab 6 mg/kg i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab 6 mg/kg i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion j (N = 143)39 % 42 % 20 % g in Woche 48 65 % 61 % 45 % in Woche 48 59 %GALAXI 2 a e f in Woche 48 GALAXI 2 aGuselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion in Woche 48 i in Woche 48 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion42 % (N = 143) 49 % (N = 143) 27 % (N = 143) 64 % (N = 143) 63 % (N = 143) 46 % (N = 143) 60 % (N = 143)l h in Woche 48b bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146)49 % 56 % 24 % 75 % l 71 % 52 % 69 %c cUstekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion d (N = 148) Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion6 mg/kg in Woche 48 28 % (N = 148) 32 % (N = 148) 13 % (N = 148) 61 % (N = 148) 59 % (N = 148) 39 % 6 mg/kg 53 % (N = 148)a aGALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg s.c. Injektion (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) GALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg s.c. Injektion (N = 143)q8w 41 % 47 % 24 % 66 % 64 % 50 % q8w 58 %b k k bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektionc 45 % k (N = 150) 49 % (N = 150) 19 % (N = 150) 66 % (N = 150) 64 % (N = 150) 49 % (N = 150) c 56 % (N = 150)
Tabelle 20: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Tabelle 20: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Vorheriges Biologika-Versagen Klinische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Ustekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. c Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. d Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. e Weitere 14 Patienten in der Ustekinumab-Gruppe, 21 Patienten in der Guselkumab-Gruppe Injektion q4w) und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (100 mg subkutane Injektion q8w) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. f Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. g Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten f f Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten f fe e e eUstekinumab 6 mg/kg Ustekinumab 6 mg/kg i in Woche 48i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 34 % (N = 291) 43 % (N = 121) 26 % (N = 156) 37 % (N = 291) 43 % (N = 121) 31 % (N = 156) h 16 % (N = 291) 19 % (N = 121) i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 13 % (N = 156) 63 % (N = 291) 75 % (N = 121) 53 % (N = 156)g in Woche 48 in Woche 48a aGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 42 % (N = 286) 51 % (N = 116) 37 % (N = 153) 48 % (N = 286) 59 % (N = 116) 43 % (N = 153) 25 % (N = 286) 34 % (N = 116) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 21 % (N = 153) 65 % (N = 286) 73 % (N = 116) 61 % (N = 153)b bd in Woche 48Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 47 % (N = 296) 55 % (N = 128) 41 % (N = 147) 53 % (N = 296) 59 % (N = 128) 47 % (N = 147) 21 % (N = 296) 27 % (N = 128) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 14 % (N = 147) 70 % (N = 296) 77 % (N = 128) 64 % (N = 147) (200 mg subkutanec c
In GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Abstammung und Körpergewicht durchgängig nachgewiesen.
In der Subpopulationsanalyse der gepoolten GALAXI Phase-III-Studien profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Ein klinisch relevanter Unterschied zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen wurde bei Patienten mit einem CRP-Spiegel von > 5 mg/l nach Abschluss der Induktion für die Endpunkte der klinischen Remission in Woche 48 beobachtet (100 mg subkutan q8w: 54,1 % vs. 200 mg subkutan q4w: 71,0 %); endoskopisches Ansprechen in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 36,5 % vs. 200 mg subkutan q4w: 50,5 %); und PRO-2-Remission in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 51,8 % vs. 200 mg subkutan q4w: 61,7 %).
Klinische Remission im Zeitverlauf
Die CDAI-Scores wurden bei jedem Patientenbesuch aufgezeichnet. Der Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 ist in Abbildung 10 dargestellt. Abbildung 10: Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 GALAXI 2 und

GALAXI 3 (gepoolt)

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

Größere Verbesserungen gegenüber Baseline wurden in Woche 12 in Guselkumab-Behandlungsgruppen im Vergleich zu Placebo hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores bewertet wurde. Die Verbesserungen hielten in beiden Studien bis Woche 48 an.

GRAVITI In der Phase-III-Studie GRAVITI wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score (Crohn's Disease Activity Index) von ≥ 220 und ≤ 450 und einen SES-CD-Score (Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) sowie eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) ≥ 4 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP, abdominal pain) ≥ 2.

In der Studie GRAVITI wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Placebo. Alle Patienten in der Placebogruppe, die die Rescue-Kriterien erfüllten, erhielten in den Wochen 16, 20 und 24 die Induktionsdosierung mit Guselkumab 400 mg subkutan, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w.

Insgesamt wurden 347 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 36 Jahre (18 - 83 Jahre), 58,5 % waren männlich; und 66 % wurden als Weiße, 21,9 % als Asiaten und 2,6 % als Schwarze identifiziert.

Bei 46,4 % der Patienten in der Studie GRAVITI-Studie hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt; 46,4 % waren Biologika-naiv und 7,2 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 29,7 % der Patienten orale Corticosteroide und 28,5 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.

Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte im Vergleich zu Placebo in Woche 12 sind in Tabelle 21 dargestellt.

Tabelle 21: Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission GesamtpopulationAnteil der Patienten in GRAVITI, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten b in Woche 12Placebo 21 % (N = 117)Guselkumab 400 mg s.c. Injektion a 56 % c (N = 230)
Biologika-naivd25 % (N = 56)50 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamtpopulatione f in Woche 1217 % (N = 53) 21 % (N = 117)60 % (N = 108) 41 % c (N = 230)
Biologika-naivd27 % (N = 56)49 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte Klinisches Ansprechen Gesamtpopulatione g in Woche 1217 % (N = 53) 33 % (N = 117)33 % (N = 108) 73 % c (N = 230)
Biologika-naivd38 % (N = 56)68 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen PRO-2-Remission Gesamtpopulatione h in Woche 1228 % (N = 53) 17 % (N = 117)78 % (N = 108) 49 % c (N = 230)
Biologika-naivd18 % (N = 56)44 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagene17 % (N = 53)52 % (N = 108)

a Guselkumab 400 mg subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 b Klinische Remission: CDAI-Score < 150 c p< 0,001 d Weitere 8 Patienten in der Placebo-Gruppe und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (400 mg subkutane Injektion) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.

f Endoskopisches Ansprechen: ≥ 50 % Verbesserung ab dem Ausgangswert in SES-CD-Score.

g Klinisches Ansprechen: ≥ 100-Punkte Reduktion ab dem Ausgangswert im CDAI-Score oder CDAI-Score < 150.

h PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.

Eine klinische Remission in Woche 24 wurde von einem signifikant größeren Anteil der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w im Vergleich zu Placebo behandelt wurden (60,9 % bzw. 58,3 % vs. 21,4 %, beide p-Werte < 0,001). Eine klinische Remission in Woche 48 wurde von 60 % bzw. 66,1 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion behandelt wurden, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Das endoskopische Ansprechen in Woche 48 wurde von 44,3 % bzw. 51,3 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w behandelt wurden (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In der GRAVITI-Studie wurden klinisch bedeutsame Verbesserungen der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores in Woche 12 und Woche 24 im Vergleich zu Placebo bewertet wurden.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Guselkumab eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab wurden in einer multizentrischen, randomisierten, placebo- und aktivkontrollierten Studie (PROTOSTAR) mit einem Biologikum als Vergleichstherapie bei 120 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht, die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen und bei denen unter Phototherapie und/oder topischen Therapien keine ausreichende Kontrolle erzielt werden konnten. PROTOSTAR wurde in zwei Teilen durchgeführt. Teil 1 bestand aus einer 16-wöchigen randomisierten, placebo- und aktivkontrollierten Phase mit einer Vergleichstherapie, gefolgt von einer nicht kontrollierten Phase mit Absetzen und erneuter Behandlung oder Einleitung einer Behandlung mit Guselkumab bis Woche 52. Teil 2 bestand aus einem offenen Behandlungsarm mit Guselkumab bis Woche 52.

Die teilnehmenden Patienten hatten einen IGA-Score von ≥ 3 auf einer 5-Punkte-Skala für den Schweregrad der Erkrankung insgesamt, einen PASI-Wert von ≥ 12 und eine betroffene Körperoberfläche (BSA) von mindestens 10 % und erfüllten mindestens eines der folgenden Merkmale: 1) sehr dicke Plaques, 2) klinisch relevante Beteiligung im Gesicht, Genitalbereich oder an Händen/Füßen, 3) PASI ≥ 20, 4) BSA > 20 % oder 5) IGA = 4. Probanden mit Psoriasis guttata, Psoriasis erythrodermica oder Psoriasis pustulosa wurden ausgeschlossen.

In Teil 1 wurden 92 Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 12 eine subkutane Injektion von entweder Guselkumab (n = 41) oder Placebo (n = 25), oder wöchentlich ein Biologikum als einen aktiven Komparator (n = 26). In Teil 2 wurden 28 weitere jugendliche Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren in die Studie aufgenommen, die in Woche 0 und 4 sowie danach alle 8 Wochen eine subkutane Injektion mit Guselkumab erhielten. In der Guselkumab-Gruppe erhielten Patienten mit einem Körpergewicht unter 70 kg 1,3 mg/kg über den Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml, und Patienten mit einem Körpergewicht von 70 kg oder mehr erhielten 100 mg mit der Fertigspritze.

Die co-primären Endpunkte waren der Anteil der Patienten, die in Woche 16 ein PASI-75-Ansprechen erreichten, und der Anteil der Patienten, die in Woche 16 einen IGA-Score von 0 („erscheinungsfrei“) oder 1 („nahezu erscheinungsfrei“) erreichten. Sekundäre Endpunkte waren unter anderem der Anteil der Patienten, die in Woche 16 ein PASI-90-Ansprechen, einen IGA-Score von 0 („erscheinungsfrei“) oder ein PASI-100-Ansprechen erreichten.

Von den 92 Patienten im kontrollierten Teil der Studie waren die demografischen Baselinecharakteristika in den Behandlungsgruppen im Allgemeinen vergleichbar. Insgesamt waren über 55 % männlich, 85 % weiß, das mittlere Körpergewicht betrug etwa 57,3 kg und das mittlere Alter lag bei 12,9 Jahren, wobei 33 % der Patienten jünger als 12 Jahre waren.

Die Baseline-Krankheitscharakteristika waren in den Behandlungsgruppen im Allgemeinen vergleichbar, mit einer medianen Baseline-BSA von 20 %, einem medianen Baseline-PASI-Score von etwa 17 und einem Baseline-IGA-Score von „schwer“ bei 20 % (Placebo) bzw. 24 % (Guselkumab) der Patienten, weniger als 3,3 % der Patienten hatten eine Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte.

Gesamte Hautbeteiligung Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen der Ergebnisparameter bei der Messung der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo in Woche 16. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die Endpunkte der Studie sind in der nachstehenden Tabelle 22 aufgeführt.

Tabelle 22: Zusammenfassung der Endpunkte in Woche 16 in PROTOSTAR

IGA-Scores „erscheinungsfrei“ (0) oder „nahezu erscheinungsfrei“ (1), n (%) IGA-Scores „erscheinungsfrei“ (0), n (%) PASI-75-Responder, n (%) PASI-90-Responder, n (%) PASI-100-Responder, n (%) Veränderung des CDLQI gegenüber
–1,88 (–3,81, 0,05)
Placebo (N = 25) 4 (16,0 %) 1 (4,0 %) 5 (20,0 %) 4 (16,0 %)
0
–7,28 (–8,87, –5,68)
Guselkumab (N = 41) 27 (65,9 %) 16 (39,0 %) 31 (75,6 %) 23 (56,1 %) 14 (34,1 %)
p-Wert < 0,001 0,004 < 0,001 0,003 0,002 < 0,001

Baseline LS-Mittelwert (95 % KI)a
CDLQI = Children’s Dermatology Life Quality Index.

a LS-Mittelwert = Mittelwert der kleinsten Quadrate.

Nach der 16-wöchigen placebokontrollierten Phase in Teil 1 der PROTOSTAR-Studie wurde die Behandlung der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 16 PASI-90 erreicht hatten, abgesetzt. Ein Verlust des PASI-90-Ansprechens wurde bereits 12 Wochen nach Absetzen der Guselkumab-Behandlung beobachtet, wobei die mediane Zeit bis zum Verlust des PASI-90-Ansprechens etwa 24 Wochen betrug. Von den mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 16 kein PASI-90-Ansprechen erreichten, zeigten 72,2 % der Patienten, die eine zusätzliche 32-wöchige Fortsetzung der Guselkumab-Behandlung erhielten, in Woche 52 ein PASI-75-Ansprechen, und 61,1 % erreichten in Woche 52 ein PASI-90-Ansprechen.

Bei Patienten, die in Woche 0 randomisiert Placebo erhielten, in Woche 16 kein PASI-90-Ansprechen erreichten und auf Guselkumab umgestellt wurden, erreichten 95,0 % bzw. 65,0 % in Woche 52 ein PASI-75- bzw. PASI-90-Ansprechen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden erreichte Guselkumab innerhalb von ca. 5,5 Tagen nach Dosisanwendung eine mittlere (± SD) maximale Serumkonzentration (Cmax) von 8,09 ± 3,68 µg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit von Guselkumab nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden wurde auf ca. 49 % geschätzt.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in Woche 0 und 4 und danach alle 8 Wochen die Steady-State-Serumkonzentration von Guselkumab in Woche 20 erreicht. Die mittlere (± SD) Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab betrug in zwei Phase-III-Studien in Patienten mit Plaque-Psoriasis 1,15 ± 0,73 µg/ml bzw. 1,23 ± 0,84 µg/ml. Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis war ähnlich wie bei Patienten mit Psoriasis. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in den Wochen 0, 4 und anschließend alle 8 Wochen lag die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab ebenfalls bei etwa 1,2 µg/ml. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q4w betrug die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab im Serum etwa 3,8 µg/ml.

Die Pharmakokinetik von Guselkumab war bei Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich. Nach der empfohlenen intravenösen Induktionsdosis mit Guselkumab 200 mg in den Wochen 0, 4 und 8 betrug die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration im Serum in Woche 8 bei Patienten mit Colitis ulcerosa 68,27 µg/ml und 70,5 μg/ml bei Patienten mit Morbus Crohn.

Nach der empfohlenen subkutanen Induktionsdosis von 400 mg Guselkumab in den Wochen 0, 4 und 8 wurde die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration in Woche 8 im Serum bei Patienten mit Colitis ulcerosa auf 28,8 μg/ml und bei Patienten mit Morbus Crohn auf 27,7 μg/ml geschätzt. Die systemische Gesamtexposition (AUC) nach dem empfohlenen Induktionsdosierungsschema war nach subkutaner und intravenöser Induktion vergleichbar.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,4 µg/ml bzw. 10,7 µg/ml.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,2 µg/ml bzw. 10,1 µg/ml.

Verteilung

Nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag das mittlere Verteilungsvolumen in der terminalen Phase (Vz) über die Studien hinweg im Bereich von ca. 7 bis 10 l.

Biotransformation

Der exakte Stoffwechselweg von Guselkumab wurde nicht charakterisiert. Es ist zu erwarten, dass Guselkumab als humaner IgG-mAk in der gleichen Weise wie endogenes IgG über katabole Wege zu kleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut wird.

Elimination

Die mittlere systemische Clearance (CL) nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag über die Studien hinweg im Bereich von 0,288 bis 0,479 l/Tag. Die mittlere Halbwertszeit (T1/2) von Guselkumab betrug über die Studien hinweg bei gesunden Probanden ca. 17 Tage und bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ca. 15 bis 18 Tage und bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn ca. 17 Tage.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik zeigten, dass die gleichzeitige Einnahme von NSARs, AZA, 6-MP, oralen Corticosteroiden und csDMARDs wie MTX die Clearance von Guselkumab nicht beeinflusste.

Linearität/Nicht-Linearität

Die systemische Guselkumab-Exposition (Cmax und AUC) nahm nach einer einzelnen subkutanen
Injektion über einen Dosisbereich von 10 mg bis 300 mg hinweg bei gesunden Probanden und
Patienten mit Plaque-Psoriasis in annähernd dosisproportionaler Weise zu. Die Guselkumab-
Serumkonzentration war nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder
Morbus Crohn ungefähr dosisproportional.

Kinder und Jugendliche

Die Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab wurden bis Woche 20 bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erreicht, die mit einer subkutanen Injektion von Guselkumab mittels 45 mg/0,45 ml Fertigpen oder 100 mg Fertigspritze behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.2), und lagen im Bereich der bei Erwachsenen beobachteten Konzentrationen.

Das empfohlene Dosierungsschema führt bei pädiatrischen Patienten mit Plaque-Psoriasis zu einer vorhergesagten systemischen Exposition gegenüber Guselkumab, die über den gesamten Körpergewichtsbereich hinweg mit derjenigen bei Erwachsenen vergleichbar ist.

Ältere Patienten

Es wurden keine spezifischen Studien mit älteren Patienten durchgeführt. Von den 1 384 Plaque-Psoriasis-Patienten mit Guselkumab-Exposition im Rahmen der klinischen Phase-III-Studien, die in die populationsspezifische Analyse der Pharmakokinetik eingingen, waren 70 Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren, darunter 4 Patienten im Alter von mindestens 75 Jahren. Von den 746 Psoriasis-Arthritis-Patienten mit Guselkumab-Exposition in Rahmen der klinischen Phase-III-Studien waren insgesamt 38 Patienten 65 Jahre oder älter und kein Patient war 75 Jahre oder älter. Von den 859 Colitis-ulcerosa-Patienten, die in klinischen Phase-II/III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 52 Patienten 65 Jahre oder älter und 9 Patienten 75 Jahre oder älter. Von den 1 009 Morbus Crohn-Patienten, die in klinischen Phase-III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 39 Patienten 65 Jahre oder älter und 5 Patienten 75 Jahre oder älter.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zeigten, dass es bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren im Vergleich zu Patienten im Alter von < 65 Jahren keine offensichtlichen Veränderungen des CL/F-Schätzwerts gab, was darauf hindeutet, dass keine Dosisanpassung für ältere Patienten erforderlich ist.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Es wurde keine spezifische Studie zur Ermittlung der Auswirkungen von Nieren- oder Leberfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Guselkumab durchgeführt. Die Elimination von unverändertem Guselkumab, einem IgG-mAk, über die Nieren ist vermutlich gering und von geringer Bedeutung; desgleichen wird nicht erwartet, dass Leberfunktionsstörungen die Guselkumab-Clearance beeinflussen, da die Elimination von IgG-mAk hauptsächlich über den intrazellulären Katabolismus erfolgt. Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen hatten die Kreatinin-Clearance oder die Leberfunktion keinen bedeutenden Einfluss auf die Guselkumab-Clearance.

Körpergewicht

Die Clearance und das Verteilungsvolumen von Guselkumab nehmen mit zunehmendem
Körpergewicht zu. Beobachtungsdaten aus klinischen Studien deuten jedoch darauf hin, dass eine
Dosisanpassung an das Körpergewicht nicht erforderlich ist.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- sowie prä- und postnataler Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen war Guselkumab bei intravenöser und subkutaner Anwendung gut verträglich. Eine wöchentliche subkutane Dosis von 50 mg/kg bei Affen ergab Expositionswerte (AUC) von mindestens dem 23-Fachen der maximalen klinischen Exposition nach einer intravenösen Dosis von 200 mg. Außerdem wurden bei der Durchführung der Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und in einer zielgerichteten pharmakologischen Studie zur Herz-Kreislauf-Sicherheit an Javaneraffen keine unerwünschten immuntoxischen Wirkungen oder pharmakologischen Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Sicherheit beobachtet.

Bei histopathologischen Untersuchungen wurden keine präneoplastischen Veränderungen beobachtet, weder bei Tieren, die bis zu 24 Wochen behandelt wurden noch nach einer anschließenden 12-wöchigen Erholungsphase, während der Wirkstoff im Serum feststellbar war.

Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder zum kanzerogenen Potential von Guselkumab
durchgeführt.

Bei einer postnatalen Messung an Tag 28 war Guselkumab in der Muttermilch von Javaneraffen nicht nachweisbar.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
Saccharose
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2° C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

1 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, einer daran
befestigten Nadel und einer Nadelhülle, versehen mit einem automatischen Nadelschutz.

Tremfya ist in Packungen mit 1 Fertigspritze und Bündelpackungen mit 2 (2 x 1) Fertigspritzen
erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nach der Entnahme von Tremfya aus dem Kühlschrank ist die Fertigspritze im Umkarton zu belassen und bis zur Injektion 30 Minuten zu warten, damit die Fertigspritze Raumtemperatur erreicht. Die Fertigspritzen dürfen nicht geschüttelt werden.

Vor Gebrauch der Fertigspritze empfiehlt es sich, diese visuell zu prüfen. Die Lösung soll klar und farblos bis hellgelb sein und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten. Tremfya darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder große Partikel enthält.

Jeder Packung liegt eine Anleitung mit dem Titel „Hinweise zur Anwendung“ bei, in welcher die
Vorbereitung und Anwendung der Fertigspritze ausführlich beschrieben sind.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

8. ZULASSUNGSNUMMERN

EU/1/17/1234/001 (1 Fertigspritze)
EU/1/17/1234/004 (2 Fertigspritzen)

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 2017

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2022

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen
Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml Lösung.

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml Lösung.

Guselkumab ist ein vollhumaner monoklonaler Immunglobulin-G1-Lambda(IgG1λ)-Antikörper (mAk), hergestellt durch rekombinante DNA-Technologie in einer CHO-Zelllinie (Chinese-Hamster-Ovary).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion)

Die Lösung mit einem Ziel-pH-Wert von 5,8 und einer ungefähren Osmolarität von 367,5 mOsm/l ist klar und farblos bis hellgelb und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-
Psoriasis indiziert, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.

Psoriasis-Arthritis

Tremfya, als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat (MTX), ist für die Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis bei erwachsenen Patienten indiziert, die auf eine vorangegangene krankheitsmodifizierende antirheumatische (disease-modifying antirheumatic drug, DMARD) Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben (siehe Abschnitt 5.1).

Colitis ulcerosa

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

Morbus Crohn

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, für die es indiziert ist.

Dosierung

Plaque-Psoriasis Die empfohlene Dosis beträgt 100 mg als subkutane Injektion in den Wochen 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 8 Wochen (q8w).

Bei Patienten, die nach 16 Wochen auf die Behandlung nicht angesprochen haben, sollte ein Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Psoriasis-Arthritis Die empfohlene Dosis beträgt 100 mg als subkutane Injektion in Woche 0 und 4, gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 8 Wochen. Bei Patienten mit einem hohen Risiko für Gelenkschäden gemäß klinischer Beurteilung kann eine Dosis von 100 mg alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Patienten, die nach 24 Wochen Behandlungsdauer auf die Therapie nicht angesprochen haben, sollte ein Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Colitis ulcerosa
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 200-mg-Dosis siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Morbus Crohn
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 200-mg-Dosis siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Ausgelassene Dosis

Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, soll sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. Danach soll die Anwendung wieder zum regulären Zeitpunkt erfolgen.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre und sehr begrenzte Erfahrungen zu Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren (siehe Abschnitt 5.2) vor.

Nieren- oder Leberfunktionsstörung Tremfya wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Funktionsstörungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendig erachtet werden. Bezüglich weiterer Angaben zur Elimination von Guselkumab siehe Abschnitt 5.2.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya bei Patienten unter 18 Jahren mit Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Psoriasis-Arthritis sowie bei Patienten unter 6 Jahren mit Psoriasis ist bisher nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor. Tremfya 100 mg Injektionslösung im Fertigpen wird für Kinder unter 18 Jahren aufgrund unzureichender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen. Die derzeit verfügbaren Daten zu anderen Darreichungsformen sind in den Abschnitten 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben.

Art der Anwendung

Nur zur subkutanen Anwendung. Zu den Injektionsstellen gehören Bauch, Oberschenkel und Rückseite des Oberarms. Tremfya soll nicht in Bereiche injiziert werden, an denen die Haut empfindlich, gerötet, verhärtet, verdickt oder schuppig ist oder Blutergüsse aufweist. Wenn möglich, sollen Hautbereiche, die von Psoriasis betroffen sind, als Injektionsstelle vermieden werden.

Nach angemessener Schulung der subkutanen Injektionstechnik können Patienten Tremfya selbst
injizieren, wenn der Arzt dies für angebracht hält. Jedoch soll der Arzt eine entsprechende
medizinische Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten sind angewiesen, das
vollständige Volumen der Lösung gemäß der Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der
Verpackung beiliegt, zu injizieren.

Für Hinweise zur Vorbereitung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Schwerwiegende Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Infektionen

Guselkumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Behandlung sollte bei Patienten mit klinisch relevanten aktiven Infektionen erst nach dem Abklingen oder einer angemessenen Behandlung der Infektion eingeleitet werden.

Mit Guselkumab behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome einer klinisch relevanten chronischen oder akuten Infektion auftreten.

Wenn ein Patient eine klinisch relevante oder schwerwiegende Infektion entwickelt oder nicht auf die Standardtherapie reagiert, sollte er engmaschig überwacht und die Behandlung bis zum Abklingen der Infektion abgesetzt werden.

Tuberkulose-Untersuchung vor der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung sollten die Patienten auf eine Tuberkulose (TB)-Infektion untersucht werden. Patienten, die Guselkumab erhalten, sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver TB in der Vorgeschichte, bei denen kein angemessener Behandlungsverlauf bestätigt werden kann, sollte vor dem Einleiten der Behandlung eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.

Überempfindlichkeit

Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen traten mehrere Tage nach der Behandlung mit Guselkumab auf, darunter Fälle mit Urtikaria und Dyspnoe. Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion sollte die Anwendung von Guselkumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Erhöhung der hepatischen Transaminasen

In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde bei Patienten, die mit Guselkumab q4w behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die mit Guselkumab q8w oder Placebo behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz von Leberenzymerhöhungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei der Verordnung von Guselkumab q4w bei Psoriasis-Arthritis wird empfohlen, die Leberenzymwerte zu Beginn und anschließend im Rahmen der routinemäßigen Patientenbehandlung zu überprüfen. Wenn Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase [ALT] oder Aspartat-Aminotransferase [AST] beobachtet werden und der Verdacht auf eine arzneimittelinduzierte Leberschädigung besteht, sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, bis diese Diagnose ausgeschlossen ist.

Impfungen

Vor dem Einleiten der Therapie sollte die Durchführung aller angebrachten Impfungen in
Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden. Bei mit
Guselkumab behandelten Patienten sollten keine Lebendimpfstoffe angewendet werden. Es liegen
keine Daten bezüglich des Ansprechens auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor.

Vor einer Impfung mit viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoffen muss die Behandlung nach der letzten Gabe für mindestens 12 Wochen ausgesetzt werden und kann frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und Anleitung für die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollen die verordnenden Ärzte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des spezifischen Impfstoffs heranziehen.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Enthält Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit CYP450-Substraten

In einer Phase-I-Studie mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis waren die Veränderungen der systemischen Expositionen (Cmax und AUCinf) von Midazolam, S-Warfarin, Omeprazol, Dextromethorphan und Coffein nach einer Einzeldosis von Guselkumab klinisch nicht relevant, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen zwischen Guselkumab und Substraten unterschiedlicher CYP-Enzyme (CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP1A2) unwahrscheinlich sind. Bei gleichzeitiger Anwendung von Guselkumab und CYP450-Substraten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Gleichzeitige Immunsuppressiva- oder Phototherapie

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab in Kombination mit Immunsuppressiva, einschließlich Biologika oder Phototherapie wurden in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis nicht untersucht. In Studien zu Psoriasis-Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von MTX die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

In Studien zu Colitis ulcerosa und Morbus Crohn schien die gleichzeitige Anwendung von Immunmodulatoren (z. B. Azathioprin [AZA], 6-Mercaptopurin [6-MP]) oder Corticosteroiden die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 12 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Guselkumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Tremfya während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Guselkumab in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt, dass menschliche IgGs in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen und bald darauf auf niedrige Konzentrationen absinken; daher kann ein Risiko für das gestillte Kind während dieser Zeit nicht ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau, sollte entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Tremfya-Therapie verzichtet wird. Bezüglich Angaben zum Übergang von Guselkumab in die Muttermilch von Tieren (Javaneraffen) siehe Abschnitt 5.3.

Fertilität

Die Auswirkung von Guselkumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Tremfya hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung war Infektion der Atemwege (ungefähr 8 % der Patienten in den Studien zu Colitis ulcerosa, 11 % der Patienten in den Studien zu Morbus Crohn und 15 % der Patienten in den klinischen Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis).

Das allgemeine Sicherheitsprofil bei Patienten, die mit Tremfya behandelt werden, ist bei Patienten mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Tabelle 1 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden, auf. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien gemäß folgender Konvention eingestuft: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 1: Auflistung der Nebenwirkungen

SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Infektionen und parasitäreSehr häufigAtemwegsinfektionen
ErkrankungenGelegentlich Gelegentlich GelegentlichHerpes-simplex-Infektionen Tinea-Infektionen Gastroenteritis
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten SeltenÜberempfindlichkeit Anaphylaxie
Erkrankungen des Nervensystems Tabelle 1: Auflistung der NebenwirkungenHäufigKopfschmerzen
SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigDiarrhö
Erkrankungen der Haut und desHäufigAusschlag
UnterhautgewebesGelegentlichUrtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufigArthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufigReaktionen an der Injektionsstelle
UntersuchungenHäufig Gelegentlicherhöhte Transaminasen erniedrigte Neutrophilenzahl

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Erhöhte Transaminasen In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden während des placebokontrollierten Zeitraums in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormaler Leberfunktionstest, Hypertransaminasämie) berichtet (8,6 % in der 100-mg-subkutan-q4w-Gruppe und 8,3 % in der 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe) als in der Placebo-Gruppe (4,6 %). Über ein Jahr hinweg wurden Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (wie oben) bei 12,9 % der Patienten in der q4w-Gruppe und 11,7 % der Patienten in der q8w-Gruppe berichtet.

Bei den Laboruntersuchungen waren die meisten Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) ≤ 3 x der oberen Grenze des Normalwerts (upper limit of normal, ULN). Transaminasenerhöhungen von > 3 bis ≤ 5 x ULN und > 5 x ULN waren von geringer Häufigkeit und traten in der Guselkumab-q4w-Gruppe häufiger auf als in der Guselkumab-q8w-Gruppe (Tabelle 2). Bis zum Ende der zweijährigen klinischen Phase-III-Studie zur Psoriasis-Arthritis wurde ein ähnliches Häufigkeitsmuster bezüglich des Schweregrads und der Behandlungsgruppen beobachtet.

Tabelle 2: Häufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis

ALT > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN AST > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN
Placebo N = 370 c 30,0 % 1,4 % 0,8 % 20,0 % 0,5 % 1,1 %
Bis zu Woche 24 Guselkumab 100 mg q8w
a N = 373 c 28,2 % 1,1 % 0,8 % 18,8 % 1,6 % 0,5 %
Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 35,0 % 2,7 % 1,1 % 21,6 % 1,6 % 1,6 %
Guselkumab 100 mg q8w N = 373 33,5 % 1,6 % 1,1 % 22,8 % 2,9 % 0,5 %
Bis zu einem Jahr c
b Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 41,2 % 4,6 % 1,1 % 27,8 % 3,8 % 1,6 %

a placebokontrollierter Zeitraum.

b Patienten, die zu Baseline bei der Randomisierung Placebo zugewiesen wurden und anschließend mit Guselkumab
behandelt wurden („Crossover“), sind nicht enthalten.

c Anzahl der Patienten mit mindestens einer Auswertung nach Baseline für den spezifischen Labortest innerhalb des
Zeitraums.

In den klinischen Studien zu Psoriasis war die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) für die Guselkumab-q8w-Dosis über ein Jahr hinweg ähnlich wie für die Guselkumab-q8w-Dosis in den klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis. Im Verlauf von 5 Jahren nahm die Inzidenz der Transaminasenerhöhung pro Jahr Guselkumab-Behandlung nicht zu. Die meisten Transaminasenerhöhungen waren ≤ 3 x ULN.

In den meisten Fällen war die Transaminasenerhöhung vorübergehend und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden während der placebokontrollierten Induktionsphase (Woche 0-12) in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen und erhöhter Leberfunktionstest) berichtet (1,7 % der Patienten) als in der Placebo-Gruppe (0,6 %). In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormale Leberfunktion und erhöhter Leberfunktionstest) bei 3,4 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 4,1 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 2,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.

Basierend auf der Laborbeurteilung der gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn waren die Häufigkeiten der ALT- oder AST-Erhöhungen niedriger als die, die in den klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis beobachtet wurden. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden über den placebokontrollierten Zeitraum (Woche 12) hinweg ALT- (< 1 % der Patienten) und AST- (< 1 % der Patienten) Erhöhungen ≥ 3 x ULN in der mit Guselkumab behandelten Gruppe berichtet. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr ALT- und/oder AST-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei 2,7 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 2,6 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 1,9 % in der Placebo-Gruppe berichtet. In den meisten Fällen war der Anstieg der Transaminasen vorübergehend und führte nicht zum Absetzen der Behandlung.

Erniedrigte Neutrophilenzahl In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde über den placebokontrollierten Zeitraum hinweg in der mit Guselkumab behandelten Gruppe die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl häufiger (0,9 %) berichtet als in der Placebo-Gruppe (0 %). Die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl wurde bei 0,9 % der mit Guselkumab behandelten Patienten über ein Jahr hinweg berichtet. In den meisten Fällen war die Abnahme der Neutrophilenzahl im Blut leicht, vorübergehend, nicht mit einer Infektion verbunden und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

Gastroenteritis In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis einschließlich des placebokontrollierten Zeitraums trat Gastroenteritis häufiger in der mit Guselkumab behandelten Gruppe (1,1 %) als in der Placebo-Gruppe (0,7 %) auf. Bis Woche 264 berichteten 5,8 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten über eine Gastroenteritis. Die Gastroenteritis-Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend und hatten bis einschließlich Woche 264 kein Absetzen von Guselkumab zur Folge. In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war der beobachtete Anteil von Gastroenteritis während des placebokontrollierten Zeitraums ähnlich hoch wie die in den klinischen Studien zur Psoriasis.

Reaktionen an der Injektionsstelle In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis bis einschließlich Woche 48 waren 0,7 % der Guselkumab-Injektionen sowie 0,3 % der Placebo-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Bis Woche 264 waren 0,4 % der Guselkumab-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Reaktionen an der Injektionsstelle waren im Allgemeinen von leichtem bis mäßigem Schweregrad; waren nicht schwerwiegend und hatten einmal das Absetzen von Guselkumab zur Folge.

In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis war bis zu Woche 24 die Anzahl der Patienten, die über Reaktionen an einer oder mehreren Injektionsstellen berichteten, in den Guselkumab-Gruppen gering, jedoch etwas höher als in der Placebo-Gruppe; 5 (1,3 %) Patienten in der Guselkumab-q8w-Gruppe, 4 (1,1 %) Patienten in der Guselkumab-q4w-Gruppe und 1 (0,3 %) in der Placebo-Gruppe. Ein Patient setzte Guselkumab aufgrund einer Reaktion an der Injektionsstelle während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis ab. Über ein Jahr hinweg betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen an der Injektionsstelle berichteten, 1,6 % in der Guselkumab-q8w-Gruppe bzw. 2,4 % in der Guselkumab-q4w-Gruppe. Während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war die Anzahl der Injektionen, die mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert war, insgesamt ähnlich der Anzahl, die in den klinischen Studien zur Psoriasis beobachtet wurde.

In der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa bis Woche 44 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7,9 % (2,5 % der Injektionen) in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w (Guselkumab 200 mg wurde in der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa als zwei Injektionen zu je 100 mg verabreicht); in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w wurden keine Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In den klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 4,1 % (0,8 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 1,4 % (0,6 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Insgesamt waren die Reaktionen an der Injektionsstelle leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7 % (1,3 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 4,3 % (0,7 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

Immunogenität
Die Immunogenität von Guselkumab wurde mit Hilfe eines sensitiven und wirkstofftoleranten
Immunoassays untersucht.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis entwickelten im Verlauf von bis zu 52 Behandlungswochen 5 % (n = 145) der mit Guselkumab behandelten Patienten Anti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibody, ADA). Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 8 % (n = 12) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,4 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In gepoolten Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis entwickelten etwa 15 % der bis zu 264 Wochen lang mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 5 % Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,76 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 12 % (n = 58) der bis zu 56 Wochen mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 16 % (n = 9) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 2 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer Phase-III-Analyse bis zu 24 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 5 % (n = 30) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 7 % (n = 2) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,3 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer klinischen Phase-III-Studie bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

Kinder und Jugendliche

Plaque-Psoriasis Die Sicherheit von Guselkumab wurde in einer placebo- und aktivkontrollierten Phase-III-Studie bei pädiatrischen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht. In dieser klinischen Studie wurde die Sicherheit über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen bei 120 Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren bewertet. Das Sicherheitsprofil für die subkutane Injektion von Guselkumab unter Verwendung des 45 mg/0,45 ml-Fertigpens oder der 100 mg-Fertigspritze bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren entsprach dem in den Studien zur Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen berichteten Sicherheitsprofil (siehe Abschnitt 4.2).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In klinischen Studien wurden intravenöse Dosen von Guselkumab bis zu 1 200 mg sowie subkutane Dosen von bis zu 400 mg als eine Einzeldosis ohne Auftreten dosislimitierender Toxizität verabreicht. Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen überwacht werden und es muss unverzüglich eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC16.

Wirkmechanismus

Guselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper (mAk), der über die
Antigenbindungsstelle selektiv das Interleukin(IL)-23-Protein mit hoher Spezifität und Affinität
bindet. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die
Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Guselkumab die IL-23-abhängige
Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis sind die IL-23-Spiegel in der Haut erhöht. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sind die IL-23-Spiegel im Kolongewebe erhöht. In in-vitro-Modellen wurde gezeigt, dass Guselkumab die Bioaktivität von IL-23 inhibiert, indem es dessen Interaktion mit dem IL-23-Zelloberflächenrezeptor verhindert. Dadurch werden die IL-23 abhängigen Signal-, Aktivierungs- und Zytokinkaskaden unterbrochen. Die klinischen Wirkungen von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn beruhen auf der Inhibierung des IL-23-Zytokin-Wegs.

Myeloide Zellen, die den Fc-Gamma-Rezeptor 1 (CD64, Cluster of Differentiation 64) exprimieren, sind nachweislich eine vorherrschende Quelle von IL-23 in entzündetem Gewebe bei Psoriasis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Guselkumab bindet in vitro an CD64 und blockiert IL-23. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Guselkumab in der Lage ist, IL-23 an der zellulären Entzündungsquelle zu neutralisieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer reduzierten Expression von Genen des IL-23/Th17-Signalwegs und von Psoriasis-assoziierten Genexpressionsprofilen. Das ergaben Analysen der mRNA aus Hautläsionsbiopsien von Patienten mit Plaque-Psoriasis in Woche 12 im Vergleich zu Baseline. In derselben Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer Verbesserung histologischer Messgrößen der Psoriasis in Woche 12, u. a. zu einer Reduzierung der Epidermisdicke und der T-Zell-Dichte. Außerdem waren bei mit Guselkumab behandelten Patienten in Phase-II- und Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis reduzierte IL-17A-, IL-17F- und IL-22-Serumspiegel im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Diese Ergebnisse decken sich mit dem beobachteten klinischen Nutzen der Guselkumab-Behandlung bei Plaque-Psoriasis.

In Phase-III-Studien bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren die Serumspiegel der Akute-Phase-Proteine C-reaktives Protein, Serumamyloid A und IL-6 sowie der Th17-Effektorzytokine IL-17A, IL-17F und IL-22 zu Beginn der Studie erhöht. Guselkumab senkte die Spiegel dieser Proteine innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung ab. Guselkumab verringerte die Spiegel dieser Proteine weiter bis zu Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert und auch zu Placebo.

Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn führte die Behandlung mit Guselkumab bis Woche 12 der Induktion zu einer Abnahme der Entzündungsmarker, einschließlich des C-reaktiven Proteins (CRP) und fäkalen Calprotectins, die während der einjährigen Erhaltungstherapie aufrechterhalten wurde. Die Serumproteinspiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ waren bereits in Woche 4 reduziert und sanken bis Woche 12 der Induktion weiter ab. Guselkumab reduzierte auch die RNA-Spiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ in den Biopsien der Kolonmukosa in Woche 12.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Plaque-Psoriasis Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurde in drei randomisierten, doppelblinden, aktiv-kontrollierten Phase-III-Studien an erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen, beurteilt.

VOYAGE 1 und VOYAGE 2 In zwei Studien (VOYAGE 1 und VOYAGE 2) wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab vs. Placebo und Adalimumab an 1 829 erwachsenen Patienten untersucht. Patienten, die bei der Randomisierung dem Guselkumab-Arm zugewiesen wurden (n = 825), erhielten 100 mg in den Wochen 0 und 4 sowie anschließend alle 8 Wochen bis einschließlich Woche 48 (VOYAGE 1) bzw. Woche 20 (VOYAGE 2). Patienten, die bei der Randomisierung dem Adalimumab-Arm zugewiesen wurden (n = 582), erhielten 80 mg in Woche 0 und 40 mg in Woche 1, gefolgt von 40 mg alle 2 Wochen bis einschließlich Woche 48 (VOYAGE 1) bzw. Woche 23 (VOYAGE 2). In beiden Studien erhielten Patienten, die bei der Randomisierung dem Placebo-Arm zugewiesen worden waren (n = 422), 100 mg Guselkumab in den Wochen 16 und 20 sowie anschließend alle 8 Wochen. In VOYAGE 1 erhielten ab Woche 52 alle Patienten, einschließlich derjenigen, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden, unverblindet Guselkumab alle 8 Wochen. In VOYAGE 2 wurden Patienten, die bei der Randomisierung in Woche 0 Guselkumab zugewiesen wurden und in Woche 28 eine 90 %ige Verbesserung im Psoriasis Area and Severity Index (PASI) im Vergleich zur Baseline aufwiesen (PASI-90-Responder), re-randomisiert und setzten entweder die Therapie mit Guselkumab alle 8 Wochen fort (Erhaltungstherapie) oder erhielten Placebo (Auslassversuch). Bei den Patienten im Auslassversuch wurde Guselkumab re-initiiert (verabreicht zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Behandlung, 4 Wochen später und danach alle 8 Wochen), wenn ihre in der Woche 28 erreichte PASI-Verbesserung um mindestens 50 % zurückging. Patienten, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden und keine PASI-90-Responder waren, erhielten Guselkumab in Woche 28, 32 und danach alle 8 Wochen. In VOYAGE 2 erhielten alle Patienten ab Woche 76 unverblindet Guselkumab alle 8 Wochen.

Die Baseline-Krankheitsmerkmale stimmten bei den Studienpopulationen in VOYAGE 1 und 2 überein, mit einem medianen Anteil von 22 % bzw. 24 % der betroffenen Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA), einem medianen Baseline-PASI von 19 bei beiden Studien, einem medianen Baseline-Dermatology Life Quality Index (DLQI) von 14 bzw. 14,5, einem Baseline-Investigator Global Assessment (IGA) Score von „schwer“ bei 25 % bzw. 23 % der Patienten sowie Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte bei 19 % bzw. 18 % der Patienten.

Von allen Patienten in VOYAGE 1 und 2 hatten 32 % bzw. 29 % zuvor weder eine konventionelle systemische noch eine Biologika-Therapie erhalten, 54 % bzw. 57 % hatten zuvor eine Phototherapie erhalten, und 62 % bzw. 64 % hatten zuvor eine konventionelle systemische Therapie erhalten. In beiden Studien hatten 21 % zuvor Biologika erhalten, darunter 11 % mindestens ein Anti-Tumornekrosefaktor-α(TNFα)-Biologikum und ca. 10 % ein Anti-IL-12/IL-23-Biologikum.

Die Wirksamkeit von Guselkumab wurde im Hinblick auf die gesamte Hautbeteiligung, regionale Hautbeteiligung (Kopfhaut, Hände und Füße und Nägel) sowie Lebensqualität und von Patienten berichtete Ergebnisse (patient reported outcomes, PRO) untersucht. Die co-primären Endpunkte in VOYAGE 1 und 2 waren die Anteile der Patienten, die einen IGA-Score von „erscheinungsfrei“ oder „nahezu erscheinungsfrei“ (IGA 0/1) sowie ein PASI-90-Ansprechen in Woche 16 vs. Placebo erreichten (siehe Tabelle 3).

Gesamte Hautbeteiligung

Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo und Adalimumab in Woche 16 sowie im Vergleich zu Adalimumab in Woche 24 und in Woche 48. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die primären und die wesentlichen sekundären Endpunkte der Studien sind Tabelle 3 zu entnehmen.

Tabelle 3: Woche 16 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Woche 24 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Woche 48 PASI 75 PASI 90 PASI 100 IGA 0/1 IGA 0 Tabelle 3:
Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in VOYAGE 1 und VOYAGE 2 (N = 174) Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in VOYAGE 1 und VOYAGE 2 (N = 174)
Placebo 10 (5,7) 5 (2,9) 1 (0,6) 12 (6,9) 2 (1,1) – – – – – – – – – – Placebo
VOYAGE 1 Guselkumab (N = 329) 300 (91,2) a 241 (73,3) c 123 (37,4) a 280 (85,1) c 157 (47,7) a 300 (91,2) 264 (80,2) 146 (44,4) 277 (84,2) 173 (52,6) 289 (87,8) 251 (76,3) 156 (47,4) 265 (80,5) 166 (50,5) VOYAGE 1 Guselkumab (N = 329)
Anzahl der Patienten (%) Adalimumab (N = 334) 244 (73,1) b 166 (49,7) b 57 (17,1) d 220 (65,9) b 88 (26,3) d 241 (72,2) e 177 (53,0) b 83 (24,9) e 206 (61,7) b 98 (29,3) b 209 (62,6) e 160 (47,9) b 78 (23,4) e 185 (55,4) b 86 (25,7) b Anzahl der Patienten (%) Adalimumab (N = 334)
Placebo (N = 248) 20 (8,1) 6 (2,4) 2 (0,8) 21 (8,5) 2 (0,8) – – – – – – – – – – Placebo (N = 248)
VOYAGE 2 Guselkumab (N = 496) 428 (86,3) 347 (70,0) 169 (34,1) 417 (84,1) 215 (43,3) 442 (89,1) 373 (75,2) 219 (44,2) 414 (83,5) 257 (51,8) VOYAGE 2 Guselkumab (N = 496)
a c a c a – – – – –
Adalimumab (N = 248) 170 (68,5) 116 (46,8) 51 (20,6) 168 (67,7) 71 (28,6) 176 (71,0) 136 (54,8) 66 (26,6) 161 (64,9) 78 (31,5) Adalimumab (N = 248)
b b d b d e b e b b – – – – –

a p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

b p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Adalimumab im Hinblick auf wesentliche sekundäre Endpunkte.

c p < 0,001 bei Vergleichen von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf die co-primären Endpunkte.

d Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

e p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Adalimumab.

Ansprechen im Zeitverlauf

Guselkumab zeigte einen raschen Wirksamkeitseintritt bereits in Woche 2 mit einer signifikant höheren prozentualen Verbesserung des Baseline PASI-Scores im Vergleich zu Placebo (p < 0,001). Der Prozentsatz der Patienten, bei denen ein PASI-90-Ansprechen erreicht wurde, war ab Woche 8 bei Guselkumab numerisch höher als bei Adalimumab. Der Unterschied erreichte um Woche 20 ein Maximum (VOYAGE 1 und 2) und hielt bis einschließlich Woche 48 an (VOYAGE 1) (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Prozentsatz der Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen pro Visite bis
einschließlich Woche 48 (Randomisierung der Patienten zum Woche-0-
Zeitpunkt) in VOYAGE 1

In VOYAGE 1 wurde bei Patienten, die eine kontinuierliche Guselkumab-Behandlung erhielten, das PASI-90-Ansprechen von Woche 52 bis Woche 252 aufrechterhalten. Bei Patienten, die in Woche 0 auf Adalimumab randomisiert wurden und die zu Woche 52 auf Guselkumab wechselten, erhöhte sich die PASI-90-Ansprechrate von Woche 52 bis Woche 76 und wurde dann bis Woche 252 aufrechterhalten (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Prozentsatz der Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen pro Visite in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Der Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab erfolgte ungeachtet des Alters, des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, des Körpergewichts, der Lokalisation der Plaques, des PASI-Schweregrads zum Baseline-Zeitpunkt, einer gleichzeitigen Psoriasis-Arthritis und zuvor erfolgter Behandlung mit einer Biologika-Therapie. Guselkumab war wirksam bei Patienten, die zuvor keine konventionelle systemische Therapie erhalten hatten, bei Patienten, die zuvor keine Biologika-Therapie erhalten hatten, und bei Patienten mit Biologika-Exposition.

In VOYAGE 2 waren 88,6 % der Patienten, die eine Guselkumab-Erhaltungstherapie erhielten, in Woche 48 PASI-90-Responder, im Vergleich zu 36,8 % der Patienten mit Aussetzen der Therapie in Woche 28 (p < 0,001). Der Verlust des PASI-90-Ansprechens war teilweise bereits 4 Wochen nach dem Aussetzen der Guselkumab-Behandlung bemerkbar, wobei die mediane Zeitdauer bis zum Verlust des PASI-90-Ansprechens ca. 15 Wochen betrug. Unter den Patienten, deren Behandlung mit Guselkumab ausgesetzt und anschließend wieder re-initiiert wurde, erlangten 80 % 20 Wochen nach Re-Initiierung der Behandlung erneut ein PASI-90-Ansprechen.

In VOYAGE 2 erreichten von 112 auf Adalimumab randomisierten Patienten, die in Woche 28 kein PASI-90-Ansprechen erreicht hatten, 66 % bzw. 76 % ein PASI-90-Ansprechen nach 20 bzw.

44 Behandlungswochen mit Guselkumab. Zusätzlich erreichten von 95 auf Guselkumab randomisierten Patienten, die zu Woche 28 kein PASI-90-Ansprechen erreicht hatten, 36 % bzw. 41 % ein PASI-90-Ansprechen nach zusätzlichen 20 bzw. 44 Wochen kontinuierlicher Behandlung mit Guselkumab. Bei Patienten, die von Adalimumab zu Guselkumab wechselten, waren keine neuen Sicherheitserkenntnisse zu verzeichnen.

Regionale Hautbeteiligung

In VOYAGE 1 und 2 wurden in Woche 16 bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden im Vergleich zu denen, die Placebo erhielten, signifikante Verbesserungen der Psoriasis der Kopfhaut, Hände und Füße sowie der Nägel, gemessen anhand des kopfhautspezifischen ss-IGA-Scores (Scalp-specific Investigator Global Assessment), des Hand- und/oder Fuß-Scores hf-PGA (Physician’s Global Assessment of Hands and/or Feet), des Fingernägel-Scores f-PGA (Fingernail Physician’s Global Assessment) bzw. des Nagel-Psoriasis-Scores NAPSI (Nail Psoriasis Severity Index) (p < 0,001, Tabelle 4) beobachtet. Guselkumab zeigte im Hinblick auf die Psoriasis der Kopfhaut sowie der Hände und Füße Überlegenheit im Vergleich zu Adalimumab in Woche 24 (VOYAGE 1 und 2) sowie in Woche 48 (VOYAGE 1) (p ≤ 0,001; mit Ausnahme der Psoriasis an Händen und Füßen in Woche 24 (VOYAGE 2) und Woche 48 (VOYAGE 1), p < 0,05).

Tabelle 4: Zusammenfassung des Ansprechens bei regionaler Hautbeteiligung in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

ss-IGA (N) a ss-IGA 0/1 b, n (%) Woche 16 hf-PGA (N) a hf-PGA 0/1 b, n (%) Woche 16 f-PGA (N) a f-PGA 0/1, n (%) Woche 16 NAPSI (N) a Prozentuale Verbesserung, Mittelwert (SD) Woche 16
Placebo 21 (14,5) 6 (14,0) 14 (15,9) -0,9 (57,9)
145 43 88 99
VOYAGE 1 Guselkumab Adalimumab 231 (83,4) 66 (73,3) 68 (39,1) 34,4 (42,4)
277 c 90 e 174 e 194 e
201 (70,3) 53 (55,8) 88 (50,9) 38,0 (53,9)
286 d 95 d 173 d 191 d
Placebo 202 22 (10,9) 63 9 (14,3) 123 18 (14,6) 140 1,8 (53,8)
VOYAGE 2 Guselkumab Adalimumab 329 (80,6) 88 (77,2) 128 (52,0) 39,6 (45,6)
408 c 114 e 246 e 280 e
130 (67,0) 40 (71,4) 74 (59,7) 46,9 (48,1)
194 d 56 d 124 d 140 d

a Umfasst nur Patienten mit ss-IGA-, f-PGA-, hf-PGA-Score von ≥ 2 zu Baseline oder Baseline-NAPSI-Score von > 0. b Umfasst nur Patienten, die eine ss-IGA- und/oder hf-PGA-Verbesserung von ≥ 2 Punkten gegenüber Baseline erreichten.

c p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf den wesentlichen sekundären Endpunkt.

d Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

e p ≤ 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

Gesundheitsbezogene Lebensqualität / Patientenberichtete Endpunkte (Patient Reported Outcomes PRO)

Über VOYAGE 1 und 2 hinweg wurden bei Guselkumab-Patienten im Vergleich zu Placebo-Patienten in Woche 16 signifikant größere Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität auf der Basis des Dermatologischen Lebensqualitäts-Index DLQI (Dermatology Life Quality Index) und der von Patienten berichteten Psoriasis-Symptome (Juckreiz, Schmerzen, Brennen, Stechen und Spannen der Haut) und -Anzeichen (Trockenheit, Rissbildung, Schuppenbildung, Abschuppung oder Abschälung der Haut, Rötung und Bluten der Haut) auf der Basis des Psoriasis-Symptom- und - Anzeichen-Tagebuchs PSSD (Psoriasis Symptoms and Signs Diary) beobachtet (siehe Tabelle 5).

Anzeichen von Verbesserungen bei den von Patienten berichteten Ergebnissen (PRO) hielten bis
einschließlich Woche 24 (VOYAGE 1 und 2) und Woche 48 (VOYAGE 1) an. In VOYAGE 1
wurden bei Patienten, die eine kontinuierliche Guselkumab-Behandlung erhielten, diese
Verbesserungen in der unverblindeten Phase bis Woche 252 aufrechterhalten (siehe Tabelle 6).

Tabelle 5: Zusammenfassung der Patientenberichteten Endpunkte (PRO) in Woche 16 in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

VOYAGE 1 VOYAGE 2 Placebo Guselkumab Adalimumab Placebo Guselkumab Adalimumab DLQI, Patienten mit 170 322 328 248 495 247 Baseline-Score Veränderung gegenüber Baseline, Mittelwert (Standardabweichung) Woche 16 -0,6 (6,4) -11,2 (7,2)c -9,3 (7,8)b -2,6 (6,9) -11,3 (6,8)c -9,7 (6,8)b

PSSD-Symptom-

Score, Patienten mit 129 248 273 198 410 200 Baseline-Score > 0 Symptom-Score = 0, n (%) Woche 16 1 (0,8) 67 (27,0)a 45 (16,5)b 0 112 (27,3)a 30 (15,0)b

PSSD-Anzeichen-

Score, Patienten mit 129 248 274 198 411 201
Baseline-Score > 0

Tabelle 5: Zusammenfassung der Patientenberichteten Endpunkte (PRO) in Woche 16 in VOYAGE 1 und VOYAGE 2

VOYAGE 1 VOYAGE 2 Placebo Guselkumab Adalimumab Placebo Guselkumab Adalimumab Anzeichen-Score = 0, n (%) Woche 16 0 50 (20,2)a 32 (11,7)b 0 86 (20,9)a 21 (10,4)b a p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo.

b Vergleiche von Guselkumab mit Adalimumab wurden nicht durchgeführt.

c p < 0,001 beim Vergleich von Guselkumab mit Placebo im Hinblick auf wesentliche sekundäre Endpunkte.

Tabelle 6: Zusammenfassung der Patientenberichteten Endpunkte (PRO) in der unverblindeten Phase in VOYAGE 1

Guselkumab Adalimumab-Guselkumab

Woche 76 Woche 156 Woche 252 Woche 76 Woche 156 Woche 252 DLQI, Patienten mit Baseline- 445 420 374 264 255 235 Score > 1, n Anzahl Patienten 337 (75,7%) 308 272 198 (75,0%) 190 174 mit DLQI 0/1 (73,3 %) (72,7 %) (74,5 %) (74,0 %)

PSSD-Symptom-

Score, Patienten 347 327 297 227 218 200 mit Baseline-Score > 0 Symptom- 136 (39,2%) 130 126 99 (43,6%) 96 (44,0 %) 96 (48,0 %) Score = 0, n (%) (39,8 %) (42,4 %)

PSSD-Anzeichen-

Score, Patienten 347 327 297 228 219 201 mit Baseline-Score > 0 Anzeichen- 102 (29,4%) 94 (28,7 %) 98 (33,0 %) 71 (31,1%) 69 (31,5 %) 76 (37,8 %) Score = 0, n (%)

In VOYAGE 2 zeigten sich bei Patienten mit Guselkumab im Vergleich zu denen mit Placebo in Woche 16 signifikant größere Verbesserungen gegenüber Baseline bei gesundheitsbezogener Lebensqualität, Angst und Depression sowie Arbeitseinschränkung, gemessen anhand verschiedener Fragebögen (36-item Short Form [SF-36], health survey questionaire; Hospital Anxiety and Depression Scale [HADS]; Work Limitations Questionnaire [WLQ]). Die Verbesserungen im SF-36, HADS und WLQ hielten bei Patienten, die bei der Randomisierung in Woche 28 der Erhaltungstherapie zugewiesen wurden, alle bis einschließlich Woche 48 und in der unverblindeten Phase bis Woche 252 an.

NAVIGATE Die NAVIGATE-Studie untersuchte die Wirksamkeit von Guselkumab bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Ustekinumab in Woche 16 (d. h. diejenigen, die kein „erscheinungsfrei“ oder „nahezu erscheinungsfrei“ erreichten, definiert als IGA ≥ 2). Alle Patienten (n = 871) erhielten unverblindet Ustekinumab (45 mg ≤ 100 kg und 90 mg > 100 kg) in Woche 0 und Woche 4. In Woche 16 wurden 268 Patienten mit einem IGA-Score von ≥ 2 mittels Randomisierung entweder der Fortsetzung der Behandlung mit Ustekinumab (n = 133) alle 12 Wochen oder der Einleitung der Behandlung mit Guselkumab (n = 135) in Woche 16, Woche 20 sowie anschließend alle 8 Wochen zugewiesen. Die Baseline-Merkmale der randomisierten Patienten ähnelten den in VOYAGE 1 und 2 beobachteten.

Nach der Randomisierung war der primäre Endpunkt die Anzahl der Post-Randomisierungs-Visiten zwischen Woche 12 und 24, bei denen Patienten einen IGA-Score von 0/1 erreichten und eine Verbesserung um ≥ 2 Punkte aufwiesen. Die Patienten wurden in Abständen von vier Wochen untersucht, woraus sich insgesamt vier Visiten ergaben. Unter den Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Ustekinumab zum Randomisierungszeitpunkt war bei den Patienten, die zur Guselkumab-Behandlung wechselten, im Vergleich zu Patienten, welche die Ustekinumab-Behandlung fortsetzten, eine signifikant größere Verbesserung der Wirksamkeit zu beobachten.

Zwischen 12 und 24 Wochen nach Randomisierung erreichten Guselkumab-Patienten zweimal so häufig wie Ustekinumab-Patienten einen IGA-Score von 0/1 mit einer Verbesserung um ≥ 2 Punkte (Mittelwerte 1,5 bzw. 0,7 Besuche, p < 0,001). Außerdem erreichte 12 Wochen nach Randomisierung ein höherer Anteil der Guselkumab-Patienten) im Vergleich zu Ustekinumab-Patienten einen IGA-Score von 0/1 mit einer Verbesserung um ≥ 2 Punkte (31,1 % gegenüber 14,3 %; p = 0,001) und ein PASI-90-Ansprechen (48 % gegenüber 23 %, p < 0,001. Unterschiede hinsichtlich der Ansprechrate zwischen mit Guselkumab und Ustekinumab behandelten Patienten waren bereits 4 Wochen nach Randomisierung bemerkbar (11,1 % bzw. 9,0 %) und erreichten 24 Wochen nach Randomisierung ein Maximum (siehe Abbildung 3). Bei Patienten, die von Ustekinumab zu Guselkumab wechselten, waren keine neuen Sicherheitserkenntnisse zu verzeichnen.

Abbildung 3: Prozentsatz der Patienten in NAVIGATE, die bei den Visiten von Woche 0 bis einschließlich Woche 24 nach der Randomisierung einen IGA-Score von Erscheinungsfrei (0) oder Nahezu erscheinungsfrei (1) und eine IGA-Verbesserung um mindestens 2 Punkte erreichten

ECLIPSE Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab im Vergleich zu Secukinumab wurden zudem im Rahmen einer doppelblinden Studie untersucht. Die Patienten wurden mittels Randomisierung entweder der Behandlung mit Guselkumab (n = 534; 100 mg in Woche 0, 4 und danach alle 8 Wochen) oder Secukinumab (n = 514; 300 mg in Woche 0, 1, 2, 3, 4 und danach alle 4 Wochen) zugewiesen. Die letzte Dosis erhielten beide Behandlungsgruppen in Woche 44.

Die Baseline-Krankheitscharakteristika waren konsistent mit einer Population von Patienten mit
mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis mit einem Median-BSA von 20 %, einem
Median-PASI-Score von 18 und einem IGA-Score von „schwer“ für 24 % der Patienten.

Guselkumab war Secukinumab überlegen, gemessen anhand des primären Endpunkts des PASI-90-Ansprechens in Woche 48 (84,5 % gegenüber 70,0 %, p < 0,001). Vergleichende PASI-Ansprechraten sind in Tabelle 7 dargestellt.

Tabelle 7: PASI-Ansprechraten in ECLIPSE

Anzahl der Patienten (%)
Guselkumab (N = 534) Secukinumab (N = 514)

Primärer Endpunkt

PASI-90-Ansprechen in Woche 48 451 (84,5 %) a 360 (70,0 %)

Wesentliche sekundäre Endpunkte

PASI-75-Ansprechen sowohl in 452 (84,6 %) b 412 (80,2 %)
Woche 12 als auch in Woche 48
PASI-75-Ansprechen in Woche 12 477 (89,3 %) c 471 (91,6 %)
PASI-90-Ansprechen in Woche 12 369 (69,1 %) c 391 (76,1 %)
PASI-100-Ansprechen in Woche 48 311 (58,2 %) c 249 (48,4 %)
a p < 0,001 für Überlegenheit
b p < 0,001 für Nicht-Unterlegenheit, p = 0,062 für Überlegenheit
c Es wurden keine formalen statistischen Tests durchgeführt.

Die PASI-90-Ansprechraten für Guselkumab und Secukinumab bis Woche 48 sind in Abbildung 4 dargestellt.

Abbildung 4: Prozentsatz der Patienten pro Visite mit einem PASI-90-Ansprechen bis
einschließlich Woche 48 (Randomisierung der Patienten zu Woche 0) in
ECLIPSE

Psoriasis-Arthritis (PsA)

Guselkumab verbessert nachweislich Anzeichen und Symptome, körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität und reduziert die Progressionsrate peripherer Gelenkschäden bei erwachsenen Patienten mit aktiver PsA.

DISCOVER 1 und DISCOVER 2 Zwei randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studien (DISCOVER 1 und DISCOVER 2) untersuchten die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo bei erwachsenen Patienten mit aktiver PsA (≥ 3 geschwollene und ≥ 3 druckschmerzhafte Gelenke und ein Spiegel des C-reaktiven Proteins (CRP) von ≥ 0,3 mg/dl in DISCOVER 1, und ≥ 5 geschwollene und ≥ 5 druckschmerzhafte Gelenke und ein CRP-Spiegel von ≥ 0,6 mg/dl in DISCOVER 2), trotz Therapie mit konventionellen synthetischen krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (conventional synthetic, cs) DMARD, Apremilast- oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSARs). Bei den Patienten in diesen Studien wurde die Diagnose PsA auf der Grundlage der Klassifikationskriterien für Psoriasis-Arthritis (Classification criteria for Psoriatic Arthritis, CASPAR) gestellt. Die mediane Krankheitsdauer betrug 4 Jahre. In beiden Studien wurden Patienten mit verschiedenen PsA-Subtypen eingeschlossen, darunter polyartikuläre Arthritis ohne Rheumaknoten (40 %), Spondylitis mit peripherer Arthritis (30 %), asymmetrische periphere Arthritis (23 %), distale interphalangeale Beteiligung (7 %) und Arthritis mutilans (1 %). Über 65 % bzw. 42 % der Patienten hatten zu Studienbeginn Enthesitis bzw. Daktylitis, und über 75 % der Patienten hatten ≥ 3 % psoriatische Hautbeteiligung BSA (Body Surface Area, Körperoberfläche). In DISCOVER 1 bzw. DISCOVER 2 wurden 381 bzw. 739 Patienten ausgewertet, die eine Behandlung mit Guselkumab 100 mg verabreicht in den Wochen 0 und 4 gefolgt von einer Behandlung alle 8 Wochen (q8w) oder Guselkumab 100 mg alle 4 Wochen (q4w) oder Placebo erhielten. In Woche 24 wurden die Patienten unter Placebo in beiden Studien umgestellt und erhielten Guselkumab 100 mg alle 4 Wochen (q4w). Ungefähr 58 % der Patienten in beiden Studien erhielten weiterhin stabile Dosen von MTX (≤ 25 mg/Woche).

In beiden Studien waren über 90 % der Patienten mit csDMARD vorbehandelt. In DISCOVER 1 waren 31 % der Patienten mit Anti-TNFα-Therapie vorbehandelt. In DISCOVER 2 war kein Patient mit Biologika vorbehandelt.

Anzeichen und Symptome Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen bei der Messung der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo in Woche 24. Der primäre Endpunkt in beiden Studien

war der Prozentsatz der Patienten, die in Woche 24 ein Ansprechen des Rheumatology dargestellt.(ACR) 20 erreichten. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 8American College of
Tabelle 8: ACR-20-Ansprechen Woche 16 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) ACR-50-Ansprechen Woche 16 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) ACR-70-Ansprechen Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) DAS 28 Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Minimale Krankheitsaktivität (Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Tabelle 8: Patienten mit ≥ 3 % BSA und IGA ≥ 2 IGA-Ansprechen Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) PASI-90 Ansprechen Woche 16 Unterschied zu Placebo (95 % KI) Woche 24 Unterschied zu Placebo (95 % KI) a b c d e f g h i ji (CRP) LS-Mittelwert-Veränderung c p < 0,001 (primärer Endpunkt) p < 0,001 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) p = 0,006 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) nicht statistisch signifikant p = 0,086 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) nominell p < 0,001 nominell p = 0,012 nicht formell im hierarchischen Testverfahren getestet, nominell p < 0,001 (wesentlicher sekundärer Endpunkt) definiert als ein IGA-Ansprechen von 0 (erscheinungsfrei) oder 1 (nahezu erscheinungsfrei) und ≥ 2-gradige Reduktion des IGA-Psoriasis-Scores gegenüber dem Ausgangswert DAS 28: Disease Activity Score LS-Mittelwertänderung (LSmean change = QuadrateKlinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 Klinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 hPlacebo (N = 126) 25,4 % 22,2 % 12,7 % 8,7 % 5,6 % -0,70 11,1 % Placebo (N = 126) N = 78 15,4 % 10,3 % 11,5 %------Minimal Disease Activity - - - - 28 (Krankheits-Aktivitäts-Score 28)DISCOVER 1 Guselkumab 100 mg q8w (-0,98; -0,48) DISCOVER 1 Guselkumab 100 mg q8w(N = 127) 52,0 % 26,7 (15,3; 38,1) 52,0 % 29,8 (18,6; 41,1) 22,8 % 10,2 (1,0; 19,3) 29,9 % 21,4 (12,1; 30,7) 11,8 % 6,4 (-0,3; 13,1) j -1,43 -0,73 22,8 % 11,9 (2,9; 20,9) (N = 127) N = 82 57,3 % 42,0 (28,9; 55,1) 45,1 % 34,9 (22,2; 47,6) 50,0 % 38,6 (25,8; 51,4) least squares mean changeb a d b d gegenüber dem Ausgangswert b f b e eGuselkumab 100 mg q4w (N = 128) 60,2 % (23,5; 46,0) 59,4 % (26,1; 48,2) 26,6 % (4,4; 23,4) 35,9 % (17,6; 36,8) 20,3 % (6,9; 22,7) (-1,16; -0,66) 30,5 % (9,7; 28,9) Guselkumab 100 mg q4w (N = 128) 75,3 % (48,3; 71,8) 52,8 % (30,5; 54,8) 62,9 % (39,7; 63,7)b 34,8 a 37,1 c 13,9 b 27,2 b 14,8 -1,61 b -0,91 (MDA)) e 19,3 N = 89 b 60,0 e 42,6 e 51,7) = Mittelwert-Veränderung der kleinstenPlacebo (N = 246) 33,7 % 32,9 % 9,3 % 14,2 % 4,1 % -0,97 6,1 % Placebo (N = 246) N = 183 19,1 % 8,2 % 9,8 %----------DISCOVER 2 Guselkumab 100 mg q8w (N = 248) 55,2 % (13,1; 30,0) 64,1 % (22,9; 39,5) 28,6 % (12,6; 25,9) 31,5 % (10,0; 24,4) 18,5 % (9,1; 19,9) (-0,80; -0,43) 25,0 % (12,8; 25,0) DISCOVER 2 Guselkumab 100 mg q8w (N = 248) N = 176 70,5 % (42,2; 59,7) 55,1 % (38,4; 54,8) 68,8 % (50,6; 66,6)g 21,5 a 31,2 g 19,3 g 17,2 g 14,5 -1,59 b -0,61 e 18,9 b 50,9 e 46,6 e 58,6Guselkumab 100 mg q4w (-0,83; -0,47) Guselkumab 100 mg q4w(N = 245) 55,9 % c 22,2 (13,7; 30,7) 63,7 % a 30,8 (22,4; 39,1) 20,8 % c 11,5 (5,2; 17,7) 33,1 % c 18,8 (11,5; 26,1) 13,1 % c 9,0 (4,1; 13,8) -1,62 b -0,65 18,8 % e 12,7 (7,0; 18,4) (N = 245) N = 184 68,5 % b 49,8 (41,2; 58,4) 53,8 % e 45,6 (37,6; 53,6) 60,9 % e 51,3 (43,2; 59,3)
Das klinische Ansprechen wurde in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 bis zur Woche 52 aufrechterhalten, beurteilt mittels ACR 20/50/70, DAS 28 (CRP), MDA, IGA und PASI-90-Ansprechraten (siehe Tabelle 9).
Tabelle 9: ACR 20 N b Ansprechen (%) ACR 50 N b Ansprechen (%) ACR 70 N b Ansprechen (%) DAS 28 (CRP) gegenüber dem Ausgangswert N c Mittelwert (SD) MDA N b Ansprechen (%) Patienten mit ≥ 3 % BSA und IGA ≥ 2 zu Baseline IGA-Ansprechen N b Ansprechen (%) Tabelle 9: PASI 90 N b Ansprechen (%) a b cEs gab keinen Placebo-Arm über Woche 24 hinaus. Auswertbare Patienten mit einem beobachteten Ansprechstatus. Patienten haben eine beobachtete Veränderung gegenüber dem Ausgangswert.Klinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 in Woche 52 Klinisches Ansprechen in DISCOVER 1 und DISCOVER 2 in Woche 52Guselkumab 100 mg q8w 67,9 % 43,4 % 28,9 % -2,03 (1,250) 33,9 % 69,3 % Guselkumab 100 mg q8w 66,7 %112 113 114 112 112 75 75DISCOVER 1 DISCOVER 1Guselkumab 100 mg q4w 75,8 % 55,6 % 29,8 % -1,99 (1,062) 40,3 % 83,0 % Guselkumab 100 mg q4w 76,1 %124 124 124 123 124 88 88-2,08 (1,121)Guselkumab 100 mg q8w 234 79,1 % 234 51,3 % 234 29,5 % 234 234 32,9 % 170 77,1 % Guselkumab 100 mg q8w 170 77,1 %DISCOVER 2 DISCOVER 2a aGuselkumab 100 mg q4w 75,9 % 49,1 % 28,1 % -2,11 (1,128) 36,8 % 84,4 % Guselkumab 100 mg q4w 81,5 %228 228 228 227 228 173 173
Das klinische Ansprechen wurde in DISCOVER 2 bis zu Woche 100 aufrechterhalten, beurteilt mittels ACR 20/50/70, DAS 28 (CRP), MDA, IGA und PASI-90-Ansprechraten (siehe Tabelle 10).
Tabelle 10: Klinisches Ansprechen in DISCOVER 2 zu Woche 100 ACR 20 N b Ansprechen (%) ACR 50 N b Ansprechen (%) ACR 70 N b Ansprechen (%) DAS 28 (CRP) Veränderung gegenüber dem Ausgangswert N c Mittelwert (SD) MDA N b Ansprechen (%) Patienten mit ≥ 3 % BSA und IGA ≥ 2 zu Studienbeginn IGA-Ansprechen N b Ansprechen (%) PASI 90 N b Ansprechen (%) a b cEs gab keinen Placebo-Arm über Woche 24 hinaus. Auswertbare Patienten mit einem beobachteten Ansprechstatus. Patienten haben eine beobachtete Veränderung gegenüber dem Ausgangswert.Guselkumab 100 mg q8w 82,1 % 60,7 % 39,3 % -2,37 (1,215) 44,6 % 76,4 % 75,0 %223 224 224 223 224 165 164aGuselkumab 100 mg q4w 219 84,9 % 220 62,3 % 220 38,6 % 219 -2,36 (1,120) 220 42,7 % 170 82,4 % 170 80,0 %

Ansprechen im Zeitverlauf

In DISCOVER 2 wurde in beiden Guselkumab-Gruppen bereits in Woche 4 ein besseres ACR-20-
Ansprechen im Vergleich zu Placebo beobachtet. Der Behandlungsunterschied nahm dabei im
Zeitverlauf bis zu Woche 24 weiterhin zu (Abbildung 5).

Abbildung 5: ACR-20-Ansprechen pro Visite bis zu Woche 24 in DISCOVER 2

In DISCOVER 2 wurde bei Patienten, die zu Woche 24 eine kontinuierliche Behandlung mit Guselkumab erhielten, das ACR-20-Ansprechen von Woche 24 bis Woche 52 aufrechterhalten (siehe Abbildung 6). Bei Patienten, die zu Woche 52 eine kontinuierliche Behandlung mit Guselkumab erhielten, wurde das ACR-20-Ansprechen von Woche 52 bis Woche 100 aufrechterhalten (siehe Abbildung 7).

Abbildung 6: ACR-20-Ansprechen pro Visite von
Woche 24 bis Woche 52 in DISCOVER 2
Abbildung 7: ACR-20-Ansprechen pro Visite von
Woche 52 bis Woche 100 in DISCOVER 2

Das in den Guselkumab-Gruppen beobachtete Ansprechen war unabhängig von der begleitenden Anwendung von csDMARD, einschließlich MTX (DISCOVER 1 und 2), ähnlich. Darüber hinaus wurden bei der Untersuchung von Alter, Geschlecht, Abstammung, Körpergewicht und vorangegangener csDMARD-Anwendung (DISCOVER 1 und 2) und vorangegangener Anti-TNFα-Anwendung (DISCOVER 1) keine Unterschiede im Ansprechen auf Guselkumab zwischen diesen Subgruppen festgestellt.

In DISCOVER 1 und 2 zeigten sich Verbesserungen in allen Komponenten der ACR-Scores, einschließlich der Patientenbewertung der Schmerzen. In Woche 24 war in beiden Studien der Anteil der Patienten, die ein modifiziertes PsA-Ansprechkriterium (PsA response criteria, PsARC) erreichten, in den Guselkumab-Gruppen größer als in der Placebo-Gruppe. Das PsARC-Ansprechen wurde in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Daktylitis und Enthesitis wurden auf der Grundlage gepoolter Daten aus DISCOVER 1 und 2 bewertet. Bei Patienten mit Daktylitis zu Studienbeginn war der Anteil der Patienten, die eine Remission der Daktylitis in Woche 24 erfuhren, in der Guselkumab-q8w-Gruppe (59,4 %, nomineller p < 0,001) und in der q4w-Gruppe (63,5 %, p = 0,006) höher als in der Placebo-Gruppe (42,2 %). Bei Patienten mit Enthesitis zu Studienbeginn war der Anteil der Patienten, die eine Remission der Enthesitis in Woche 24 erfuhren, in der Guselkumab-q8w-Gruppe (49,6 %, nomineller p < 0,001) und in der q4w-Gruppe (44,9 %, p = 0,006) höher als in der Placebo-Gruppe (29,4 %). In Woche 52 wurden die Anteile der Patienten mit Remission der Daktylitis (81,2 % in der q8w-Gruppe und 80,4 % in der q4w-Gruppe) und Remission der Enthesitis (62,7 % in der q8w-Gruppe und 60,9 % in der q4w-Gruppe) aufrechterhalten. In DISCOVER 2 blieb bei Patienten, die zu Studienbeginn Daktylitis und Enthesitis hatten, der Anteil der Patienten mit einer Remission der Daktylitis (91,1 % in der q8w-Gruppe und 82,9 % in der q4w-Gruppe) und einer Remission der Enthesitis (77,5 % in der q8w-Gruppe und 67,7 % in der q4w-Gruppe) bis Woche 100 unverändert.

In DISCOVER 1 und 2 zeigten Patienten mit Spondylitis mit peripherer Arthritis als Hauptmanifestation unter Therapie mit Guselkumab in Woche 24 größere Verbesserungen gegenüber Baseline im Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI) im Vergleich zu Placebo. Die Verbesserung im BASDAI wurde in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Radiologisches Ansprechen

In DISCOVER 2 wurde die Hemmung der Progression der strukturellen Gelenkschäden radiologisch gemessen und als mittlere Veränderung des modifizierten van-der-Heijde-Sharp-Gesamtscores (vdH-S) gegenüber dem Ausgangswert dargestellt. In Woche 24 zeigte die Guselkumab-q4w-Gruppe eine statistisch signifikant geringere radiologische Progression und die Guselkumab-q8w-Gruppe eine numerisch geringere Progression als Placebo (Tabelle 11). Der beobachtete Nutzen des Guselkumab-q4w-Dosierungsschemas auf die Hemmung der radiologischen Progression (d. h. eine geringere mittlere Veränderung des modifizierten vdH-S-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in der q4w-Gruppe im Vergleich zu Placebo) war am ausgeprägtesten bei Patienten mit einem hohen C-reaktiven Proteinwert und einer hohen Anzahl von Gelenken mit Erosionen zu Studienbeginn.

Tabelle 11: Veränderung des modifizierten vdH-S-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in Woche 24 in DISCOVER 2

Placebo Guselkumab 100 mg q8w Guselkumab 100 mg
N 246 248 245
Mittlere Veränderung (LSMean change Ausgangswert im modifizierten vdH-S-Gesamtscore in
0,95 (0,61; 1,29) 0,52 0,29
c, 95 % KI d) vom Woche 24 a (0,18; 0,86) b (-0,05; 0,63)

q4w
a nicht statistisch signifikant p = 0,068 (wesentlicher sekundärer Endpunkt).

b p = 0,006 (wesentlicher sekundärer Endpunkt).

c LSmean change = least squares mean change.

d KI = Konfidenzintervall.

In Woche 52 und Woche 100 war die mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert in dem modifizierten vdH-S-Gesamtscore in den Guselkumab-q8w- und q4w-Gruppen ähnlich (Tabelle 12).

Tabelle 12: Veränderung des modifizierten vdH-S-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in Woche 52 und Woche 100 in DISCOVER 2

Na Mittlere Veränderung (SDb) vom Ausgangswert im

modifizierten vdH-S-Gesamtscore Woche 52

Guselkumab 100 mg q8w 235 0,97 (3,623)
Guselkumab 100 mg q4w 229 1,07 (3,843)

Woche 100

Guselkumab 100 mg q8w 216 1,50 (4,393)
Guselkumab 100 mg q4w 211 1,68 (7,018)
a Auswertbare Patienten mit beobachteten Veränderungen im angegebenen Zeitraum
b SD = Standardabweichung (standard deviation)
Hinweis: keine Placebogruppe nach Woche 24

Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität

In DISCOVER 1 und 2 zeigten die mit Guselkumab behandelten Patienten eine signifikante Verbesserung (p < 0,001) der körperlichen Funktionsfähigkeit im Vergleich zu Placebo, wie durch den Health Assessment Questionnaire-Disability Index (HAQ-DI) in Woche 24 festgestellt wurde. Die Verbesserungen im HAQ-DI wurden in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Eine signifikant größere Verbesserung gegenüber dem Ausgangswert im SF-36 Physical Component Summary (PCS) Score wurde bei den mit Guselkumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in Woche 24 bei DISCOVER 1 (p < 0,001 für beide Dosisgruppen) und DISCOVER 2 (p = 0,006 für die q4w-Gruppe) beobachtet. In Woche 24 wurde bei den mit Guselkumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in beiden Studien ein stärkerer Anstieg des FACIT-F-Scores (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy-Fatigue) im Vergleich zum Ausgangswert bei den mit Guselkumab behandelten Patienten beobachtet. In DISCOVER 2 wurden in Woche 24 bei den mit Guselkumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo größere Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen mit dem Dermatology Life Quality Index (DLQI), beobachtet. Die Verbesserungen bei den SF-36 PCS-, FACIT-F- und DLQI-Scores wurden in DISCOVER 1 von Woche 24 bis Woche 52 und in DISCOVER 2 bis Woche 100 aufrechterhalten.

Colitis ulcerosa

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien (QUASAR intravenöse Induktionsstudie, QUASAR-Erhaltungsstudie und ASTRO subkutane Induktionsstudie) bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa untersucht, die auf Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP), Biologika (TNF-Blocker, Vedolizumab), einen Januskinase (JAK)-Inhibitor und/oder Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (S1PRM), ausschließlich in der ASTRO Studie, unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IIb-Induktionsstudie zur Dosisfindung (QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung) untersucht, in die eine vergleichbare Patientenpopulation mit Colitis ulcerosa wie in die Phase-III-Induktionsstudie eingeschlossen wurde.

Die Krankheitsaktivität wurde anhand des modifizierten Mayo-Scores (mMS) bewertet, einem 3-Komponenten-Mayo-Score (0–9), der sich aus der Summe der folgenden Subscores (0 bis 3 für jeden Subscore) zusammensetzt: Stuhlfrequenz (SFS), rektale Blutungen (RBS) und Befunde der zentral überprüften Endoskopie (ES). Eine mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa war als mMS zwischen 5 und 9, RBS ≥ 1 und ES von 2 (definiert als ausgeprägtes Erythem, fehlendes vaskuläres Muster, Friabilität und/oder Erosionen) oder ES von 3 (definiert als Spontanblutung und Ulzeration) definiert.

Induktionsstudie: QUASAR IS In der Induktionsstudie QUASAR IS wurden die Patienten im Verhältnis 3:2 randomisiert, um entweder Guselkumab 200 mg oder Placebo als intravenöse Infusion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 zu erhalten. Insgesamt wurden 701 Patienten untersucht. Zu Baseline betrug der mediane mMS 7, wobei 35,5 % der Patienten einen Baseline-mMS von 5 bis 6 und 64,5 % einen mMS von 7 bis 9 sowie 67,9 % der Patienten einen Baseline-ES von 3 aufwiesen. Das mediane Alter betrug 39 Jahre (18 - 79 Jahre); 43,1 % waren weiblich und 72,5 % wurden als Weiße, 21,4 % als Asiaten und 1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, MTX, 6-MP, AZA und/oder orale Corticosteroide in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 72,5 % der Patienten Aminosalicylate, 20,8 % der Patienten Immunmodulatoren (MTX, 6-MP oder AZA) und 43,1 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika oder JAK-Inhibitoren waren nicht erlaubt.

Bei insgesamt 49,1 % der Patienten hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie und/oder JAK-Inhibitor versagt. Bei 87,5 %, 54,1 % bzw. 18 % hatte zuvor ein TNF-Blocker, Vedolizumab oder ein JAK-Inhibitor versagt, und bei 47,4 % hatte die Behandlung mit 2 oder mehr dieser Therapien versagt. Insgesamt 48,4 % der Patienten waren Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv, sowie 2,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 13).

In Woche 12 befand sich in der mit Guselkumab behandelten Gruppe ein signifikant größerer Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 13: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Endpunkt Placebo Induktion mit Behandlungs-
% Guselkumab differenz
200 mg intravenösa (95 % KI)
%
Klinische Remissionb

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 23 % (N = 421) 15 % (10 %; 20 %)c Biologika- und 12 % (N = 137) 32 % (N = 202) 20 % (12 %; 28 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 14 %) Versagene

Symptomatische Remissionf

Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 50 % (N = 421) 29 % (23 %; 36 %)c Biologika- und 26 % (N = 137) 60 % (N = 202) 34 % (24 %; 44 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 14 % (N = 136) 38 % (N = 208) 24 % (16 %; 33 %) Versagene

Endoskopische Heilungg

Gesamtpopulation 11 % (N = 280) 27 % (N = 421) 16 % (10 %; 21 %)c Biologika- und 17 % (N = 137) 38 % (N = 202) 21 % (12 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 5 % (N = 136) 15 % (N = 208) 10 % (4 %; 16 %) Versagene

Klinisches Ansprechenh

Gesamtpopulation 28 % (N = 280) 62 % (N = 421) 34 % (27 %; 41 %)c

Tabelle 13: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Endpunkt Placebo Induktion mit Behandlungs-
% Guselkumab differenz
200 mg intravenösa (95 % KI)
%

Biologika- und 35 % (N = 137) 71 % (N = 202) 36 % (26 %; 46 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 20 % (N = 136) 51 % (N = 208) 32 % (22 %; 41 %) Versagene

Histo-endoskopische Mukosaheilungi

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 24 % (N = 421) 16 % (11 %; 21 %)c Biologika- und 11 % (N = 137) 33 % (N = 202) 22 % (13 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 15 %) Versagene Ansprechen bzgl. Fatiguej Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 41 % (N = 421) 20 % (13 %; 26 %)c Biologika- und 29 % (N = 137) 42 % (N = 202) 12 % (2 %; 23 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 13 % (N = 136) 38 % (N = 208) 25 % (17 %; 34 %) Versagene

IBDQ-Remissionk

Gesamtpopulation 30 % (N = 280) 51 % (N = 421) 22 % (15 %; 29 %)c Biologika- und 34 % (N = 137) 62 % (N = 202) 28 % (18 %; 38 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 24 % (N = 136) 39 % (N = 208) 15 % (5 %; 25 %) Versagene a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8.

b Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

c p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der Cochran-Mantel-Haenszel-Methode (an die folgenden Stratifizierungsfaktoren angepasst: Status bezüglich des Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagens und gleichzeitige Anwendung von Corticosteroiden zu Baseline).

d Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe und 11 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa.

f Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen
Blutungen von 0.

g Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

h Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der
rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.

i Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert.

j Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als
Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline, was als klinisch relevant galt.

k Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire) ≥ 170.

An QUASAR IS und der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung nahmen auch 48 Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 teil, darunter ein ES von 2 oder 3 und ein RBS ≥ 1. Bei Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 12, mit derjenigen der Gesamtpopulation der Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa konsistent.

Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz

Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet und diese gingen bis Woche 12 weiter zurück.

Erhaltungsstudie: QUASAR MS In QUASAR MS wurden 568 Patienten untersucht, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen zeigten. In QUASAR MS wurden diese Patienten randomisiert und erhielten über 44 Wochen eine subkutane Erhaltungstherapie mit entweder 100 mg Guselkumab alle 8 Wochen, 200 mg Guselkumab alle 4 Wochen oder Placebo.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 44 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 44 gehörten unter anderem die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, die corticosteroidfreie klinische Remission, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 14).

In Woche 44 befand sich in beiden mit Guselkumab behandelten Gruppen ein signifikant größerer
Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 14: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten

Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Corticosteroidfreie klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder Tabelle 14: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichtenEndpunkt c d f g d f g d f g j d f EndpunktPlacebo% 19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) h 37 % (N = 190) 46 % (N = 108) 24 % (N = 75) i 18 % (N = 190) 26 % (N = 108) 7 % (N = 75) 19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) Placebo%Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) 50 %(N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektiona% 45 % 50 % 40 % 70 % 74 % 65 % 45 % 40 % 49 % 53 % 45 % a%Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektion 50 % (N = 190) 58 % (N = 96) 40 % (N = 88) 69 % (N = 190) 76 % (N = 96) 60 % (N = 88) 49 % (N = 190) 56 % (N = 96) 40 % (N = 88) 52 % (N = 190) 59 % (N = 96) 42 % (N = 88) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb% b%Guselkumab 100 mg (16 %; 34 %) (12 %; 36 %) (19 %; 42 %) (23 %; 41 %) (15 %; 40 %) (26 %; 52 %) (17 %; 34 %) (12 %; 36 %) (21 %; 43 %) (21 %; 38 %) (15 %; 40 %) (24 %; 48 %) Guselkumab 100 mgBehandlungsdifferenz 25 % 24 % 30 % 32 % 28 % 39 % 26 % 24 % 32 % 30 % 27 % 36 % Behandlungsdifferenz(95 % KI) e e e e (95 % KI)Guselkumab 200 mg (21 %; 38 %) (17 %; 41 %) (21 %; 44 %) (21 %; 40 %) (15 %; 41 %) (23 %; 50 %) (20 %; 38 %) (14 %; 39 %) (23 %; 45 %) (22 %; 40 %) (18 %; 42 %) (23 %; 46 %) Guselkumab 200 mg30 % e 29 % 32 % 31 % e 28 % 37 % 29 % e 27 % 34 % 31 % e 30 % 35 %
JAK-Inhibitor-Versagen Histo-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Aufrechterhaltung der klinischen Remission in Woche 44 bei Patienten, die 12 Wochen nach der Induktion eine klinische Remission erreicht hatten Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Normalisierung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulationg d f g l d f g q r g d f g dk 17 % (N = 190) 23 % (N = 108) 8 % (N = 75) 43 % (N = 190) 54 % (N = 108) 28 % (N = 75) 34 % (N = 59) 34 % (N = 41) 27 % (N = 15) n 15 % (N = 190) 20 % (N = 108) 8 % (N = 75) o 29 % (N = 190)(N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 66) (N = 43) (N = 20) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188)44 % 50 % 38 % 78 % 83 % 70 % 61 % 65 % 60 % 35 % 38 % 31 % 51 %48 % (N = 190) 56 % (N = 96) 39 % (N = 88) 75 % (N = 190) 81 % (N = 96) 67 % (N = 88) 72 % (N = 69) 79 % (N = 48) 56 % (N = 18) 34 % (N = 190) 42 % (N = 96) 24 % (N = 88) 43 % (N = 190)(17 %; 34 %) (14 %; 38 %) (16 %; 39 %) (25 %; 43 %) (17 %; 41 %) (27 %; 54 %) (9 %; 43 %) (9 %; 51 %) (-1 %, 62 %) (10 %; 27 %) (6 %; 29 %) (10 %; 33 %) (11 %; 29 %)26 % 26 % 28 % 34 % 29 % 41 % 26 % 31 % 33 % 18 % 17 % 21 % 20 %e e m e e(21 %; 38 %) (17 %; 42 %) (20 %; 43 %) (21 %; 40 %) (14 %; 39 %) (26 %; 53 %) (23 %; 54 %) (25 %; 62 %) (-6 %; 59 %) (9 %; 25 %) (6 %; 29 %) (6 %; 26 %) (3 %; 22 %)30 % e 30 % 31 % 31 % e 26 % 39 % 38 % e 45 % 29 % 17 % e 17 % 16 % 13 % m
Biologika- und JAK-Inhibitor-naivf36 % (N = 108)(N = 105)51 %53 % (N = 96)(2 %; 28 %)15 %(3 %; 29 %)16 %
Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Tabelle 14: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichteng Endpunkt19 % (N = 75) Placebo%(N = 77) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion47 % a%32 % (N = 88) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%(13 %; 40 %) Guselkumab 100 mg27 % Behandlungsdifferenz(95 % KI)(1 %; 26 %) Guselkumab 200 mg13 %
IBDQ-Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen a Guselkumab 100 mg als subkutane Injektion alle 8 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. b Guselkumab 200 mg als subkutane Injektion alle 4 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. e p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. f Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe, 6 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 6 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. i Keine Behandlung mit Corticosteroiden für mindestens 8 Wochen vor Woche 44 erforderlich und Erfüllung der Kriterien für eine klinische Remission in Woche 44. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. k Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert. l Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. m p < 0,01, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. n Ein Subscore der Endoskopie von 0. o Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, was als klinisch relevant galt. p Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (q Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung eine klinische Remission erreicht hatten. r Weitere 3 Patienten in der Placebo-Gruppe, 3 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.p d f g37 % (N = 190) 49 % (N = 108) 19 % (N = 75)(N = 188) (N = 105) (N = 77)64 % 68 % 58 % Inflammatory Bowel Disease Questionnaire64 % (N = 190) 74 % (N = 96) 53 % (N = 88)(17 %; 36 %) (6 %; 32 %) (26 %; 50 %)26 % 19 % 38 %e) ≥ 170.(16 %; 35 %) (11 %; 37 %) (23 %; 48 %)26 % e 24 % 35 %

In QUASAR IS und QUASAR MS wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Körpergewicht und vorheriger Biologikatherapie oder Behandlung mit einem JAK-Inhibitor durchgängig nachgewiesen.

In QUASAR MS profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Klinisch relevante numerische Unterschiede von > 15 % wurden zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen bei Patienten mit einem CRP-Wert von > 3 mg/l nach Abschluss der Induktionsdosierung bei den folgenden Endpunkten in Woche 44 beobachtet: klinische Remission (48 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), Aufrechterhaltung der klinischen Remission (88 % unter 200 mg q4w gegenüber 50 % unter 100 mg q8w), corticosteroidfreie klinische Remission (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), endoskopische Heilung (52 % unter 200 mg q4w gegenüber 35 % unter 100 mg q8w) und histo-endoskopische Mukosaheilung (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 29 % unter 100 mg q8w).

QUASAR MS umfasste 31 Patienten mit einem mMS-Baselinewert bei Induktion von 4, einschließlich eines ES von 2 oder 3 und eines RBS ≥ 1, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. Bei diesen Patienten war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 44, mit derjenigen der Gesamtpopulation konsistent.

Symptomatische Remission im Zeitverlauf

In QUASAR MS war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 wurde in beiden Guselkumab-Behandlungsgruppen bis Woche 44 aufrechterhalten, während in der Placebo-Gruppe ein Rückgang beobachtet wurde (Abbildung 8):

Abbildung 8: Anteil der Patienten in QUASAR MS in symptomatischer Remission bis Woche 44

Woche 24: Responder unter Guselkumab-Erhaltungstherapie

Mit Guselkumab behandelte Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen zeigten, erhielten in den Wochen 12, 16 und 20 jeweils 200 mg Guselkumab subkutan. In QUASAR IS erreichten 66/120 (55 %) der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen gezeigt hatten, in Woche 24 ein klinisches Ansprechen.

Patienten, die in Woche 24 auf Guselkumab ansprachen, nahmen an QUASAR MS teil und erhielten Guselkumab 200 mg subkutan alle 4 Wochen. In Woche 44 von QUASAR MS wurde das klinische Ansprechen bei 83/123 (67 %) dieser Patienten aufrechterhalten und 37/123 (30 %) erreichten eine klinische Remission.

Wiederherstellung der Wirksamkeit nach Verlust des Ansprechens auf Guselkumab

Neunzehn Patienten, die Guselkumab 100 mg subkutan q8w erhielten und bei denen es zwischen Woche 8 und 32 von QUASAR MS zu einem erstmaligen Verlust des Ansprechens kam (10 %), erhielten Guselkumab verblindet in einer Dosis von 200 mg Guselkumab subkutan q4w; nach 12 Wochen erreichten 11 dieser Patienten (58 %) ein symptomatisches Ansprechen und 5 Patienten (26 %) eine symptomatische Remission.

Histologische und endoskopische Beurteilung

Eine histologische Remission war definiert als ein histologischer Geboes-Score ≤ 2 B.0 (keine Neutrophilen in der Mukosa [sowohl Lamina propria als auch Epithel], keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem). In QUASAR IS erreichten 40 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 19 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine histologische Remission. In QUASAR MS erreichten 59 % bzw. 61 % der Patienten, die mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. Guselkumab 200 mg subkutan q4w behandelt wurden, sowie 27 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 44 eine histologische Remission.

Die Normalisierung des endoskopischen Erscheinungsbildes der Mukosa war als ES von 0 definiert. In QUASAR IS erreichten 15 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 5 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine endoskopische Normalisierung.

Kombinierte histo-endoskopische mukosabezogene Ergebnisse

Eine kombinierte symptomatische Remission, endoskopische Normalisierung, histologische Remission und fäkales Calprotectin ≤ 250 mg/kg wurde bei einem größeren Anteil der mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in Woche 44 erreicht (22 % bzw. 28 % gegenüber 9 %).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In Woche 12 von QUASAR IS zeigten Patienten, die Guselkumab erhielten, im Vergleich zu Placebo größere und klinisch relevante Verbesserungen gegenüber Baseline hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD), die anhand des IBDQ-Gesamtscores sowie aller IBDQ-Domänenscores (Darmbeschwerden einschließlich Bauchschmerzen und Stuhldrang, systemische Funktion, emotionale Funktion und soziale Funktion) ermittelt wurden. Diese Verbesserungen hielten bei den mit Guselkumab behandelten Patienten in QUASAR MS bis Woche 44 an.

Colitis-ulcerosa-bedingte Hospitalisierungen

Bis Woche 12 von QUASAR IS mussten weniger Patienten in der Guselkumab-Gruppe als in der Placebo-Gruppe aufgrund von Colitis ulcerosa hospitalisiert werden (1,9 %, 8/421 gegenüber 5,4 %, 15/280).

ASTRO

In der ASTRO-Studie wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen; oder Placebo.

Insgesamt wurden 418 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 40 Jahre (18 – 80 Jahre); 38,8 % waren weiblich; und 64,6 % wurden als Weiße, 28,9 % als Asiaten und 3,1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder orale Corticosteroide (bis zu 20 mg/Tag Prednison oder gleichwertig) in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 77,3 % der Patienten Aminosalicylate, 20,1 % der Patienten Immunmodulatoren und 32,8 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika, JAK-Inhibitoren oder S1PRMs waren nicht erlaubt. Bei insgesamt 40,2 % der Patienten hatten zuvor mindestens eine Biologikatherapie, eine Therapie mit einem JAK-Inhibitor und/oder S1PRM versagt, 58,1 % waren Biologika-, JAK-Inhibitor- und S1PRM-naiv sowie 1,7 % hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

In der ASTRO-Studie war der primäre Endpunkt die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen und die histologisch-endoskopische Mukosaheilung (siehe Tabelle 15). Zu den sekundären Endpunkten in Woche 24 gehörten die klinische Remission und die endoskopische Heilung (siehe Tabelle 16).

Tabelle 15: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten

EndpunktPlacebo%Guselkumab 400 mgs.c. Induktion%aBehandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)b
Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 15: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichteng g g g Endpunktf f f fch id6 % (N = 139) 9 % (N = 79) 4 % (N = 56) 21 % (N = 139) 25 % (N = 79) 14 % (N = 56) 13 % (N = 139) 18 % (N = 79) 7 % (N = 56) 35 % (N = 139) 42 % (N = 79) 25 % (N = 56)Placebo%Guselkumab 400 mg28 % (N = 279) 36 % (N = 164) 16 % (N = 112) 51 % (N = 279) 59 % (N = 164) 41 % (N = 112) 37 % (N = 279) 46 % (N = 164) 24 % (N = 112) 66 % (N = 279) 71 % (N = 164) 57 % (N = 112) s.c. Induktion%a21 % (15 %, 28 %) 27 % (18 %, 37 %) 12 % (3 %, 20 %) 30 % (22 %, 39 %) 34 % (22 %, 46 %) 26 % (13 %, 39 %) 24 % (17 %, 32 %) 28 % (17 %, 40 %) 16 % (6 %, 26 %) 31 % (22 %, 40 %) 30 % (17 %, 43 %) 31 % (17 %, 45 %) Behandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)e e e e b
Histologisch-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor, und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion b Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. i Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität und Geboes-Score ≤ 3,1 (Neutrophileninfiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe)gf11 % (N = 139) 14 % (N = 79) 7 % (N = 56) inj Woche 0, Woche 4 und Woche 830 % (N = 279) 38 % (N = 164) 19 % (N = 112)20 % (12 %, 27 %) 25 % (14 %, 35 %) 11 % (1 %, 20 %)e
Tabelle 16: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 16: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen. b Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen. c Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe, 1 Patient in der 100 mg Guselkumab-Gruppe und 2 Patienten in der 200 mg Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder SIPRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne FriabilitätEndpunkt Endpunktf fd g gPlacebo (N = 139) (N = 79) (N = 56) Placebo h (N = 139) (N = 79) (N = 56)% 9 % 13 % 5 %% 12 % 18 % 5 %Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 35 % (N = 139) 49 % (N = 81) 16 % (N = 57) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 40 % (N = 139) 54 % (N = 81) 19 % (N = 57)%%a aGuselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 36 % (N = 140) 43 % (N = 83) 27 % (N = 55) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 45 % (N = 140) 52 % (N = 83) 36 % (N = 55)%%b bGuselkumab (17 %, 35 %) (24 %, 50 %) (-1 %, 21 %) Guselkumab (18 %, 38 %) (23 %, 51 %) (1 %, 25 %)Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 100 mg 26 % 37 % 10 % Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 100 mg 28 % 37 % 13 %e eGuselkumab (18 %, 36 %) (18 %, 44 %) Guselkumab (23 %, 42 %) (21 %, 48 %) (17 %, 44 %)200 mg 27 % 31 % 21 % (9 %, 34 %) 200 mg 33 % 34 % 30 %c e c e
Symptomatische Remission im Zeitverlauf
In ASTRO war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0, der bis Woche 12 beobachtet wurde. Ein größerer Anteil der Patienten erreichte in den Guselkumab-Behandlungsgruppen eine symptomatische Remission im Vergleich zur Placebogruppe (Abbildung 9): Abbildung 9:Anteil der Patienten in symptomatischer Remission bis Woche 12 in ASTRO
Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 im Vergleich zu Placebo eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet.
Histologische und endoskopische Beurteilung Eine histologische Remission in Woche 12 wurde bei 44 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, verglichen mit 20 % der Patienten unter Placebo.
Endoskopische Normalisierung in Woche 24 wurde bei 21 % bzw. 26 % der Patienten erreicht, die Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg in Woche 16 und danach alle 8 Wochen oder einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg in Woche 12 und danach alle 4 Wochen erhalten haben, verglichen mit 4 % der Patienten unter Placebo.
Abdominalschmerz und Stuhldrang Ein größerer Anteil der Patienten, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, hatte in Woche 12 im Vergleich zu Placebo keine abdominalen Schmerzen (56 % vs. 31 %) und keinen Stuhldrang (49 % vs. 24 %).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität Die krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem IBDQ erfasst. Ein größerer Anteil der Patienten in der kombinierten 400 mg subkutanen Guselkumab-Gruppe (61 %) erreichte in Woche 12 eine IBDQ-Remission im Vergleich zur Placebogruppe (34 %).
Morbus Crohn
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei klinischen Phase-III-Studien bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn untersucht, die entweder auf orale Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Zwei dieser drei Studien waren identisch konzipierte multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo- und aktivkontrollierte (Ustekinumab) 48-wöchige Parallelgruppenstudien (GALAXI 2 und GALAXI 3) und eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte 24-wöchige Parallelgruppenstudie (GRAVITI). Alle drei Studien hatten ein Treat-through-Studiendesign: Patienten, die mit Guselkumab (oder Ustekinumab für GALAXI 2 und GALAXI 3) randomisiert wurden, behielten diese Behandlungszuordnung für die Dauer der Studie bei.
GALAXI 2 und GALAXI 3 In den Phase-III-Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score ≤ 450 und einen SES-CD-Score Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) definiert. Weitere Kriterien für GALAXI 2/3 waren eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) > 3 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP,(Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) abdominal pain) > 1.(Crohn's Disease Activity Index)von ≥ 220 und von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für
In den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurden die Patienten in einem Verhältnis von 2:2:2:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Ustekinumab ca. 6 mg/kg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Ustekinumab 90 mg q8w; oder Placebo. Placebo-Non-Responder erhielten Ustekinumab ab Woche 12.
Insgesamt wurden 1 021 Patienten in GALAXI 2 (n = 508) und GALAXI 3 (n = 513) untersucht. Das mediane Alter betrug 34 Jahre (18 - 83 Jahre), 57,6 % waren männlich; und 74,3 % wurden als Weiße, 21,3 % als Asiaten und 1,5 % als Schwarze identifiziert.
Bei 52,8 % der Patienten in GALAXI 2 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,6 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 7,5 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt); 41,9 % waren Biologika-naiv und 5,3 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 37,4 % der Patienten orale Corticosteroide und 29,9 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Bei 51,9 % der Patienten in GALAXI 3 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,3 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 9,6 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt), 41,5 % waren Biologika-naiv und 6,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 36,1 % der Patienten orale Corticosteroide und 30,2 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Endpunkte im Vergleich zu Placebo in GALAXI 2 und GALAXI 3 sind in den Tabellen 17 (Woche 12) und 18 (Woche 48) dargestellt. Die Ergebnisse der wichtigsten sekundären Endpunkte in Woche 48 im Vergleich zu Ustekinumab sind in den Tabellen 19 und 20 dargestellt.
Tabelle 17: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichtenPlacebo%GALAXI 2Guselkumab i.v. Induktion%aPlacebo%GALAXI 3Guselkumab i.v. Induktion%a
Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamtpopulation Tabelle 17: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte PRO-2-Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 – für diese Spalte wurden zwei Guselkumab-Behandlungsgruppen gepoolt, da die Patienten vor Woche 12 das gleiche intravenöse Induktions-Dosierungsschema erhielten. b Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. c Weitere 9 Patienten in der Placebogruppe und 38 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg intravenöse Gabe) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. d Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. e Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. f PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. g Ansprechen bezüglich Fatigue ist definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte in h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i p < 0,001 j p < 0,05d d d d dprimären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichtenc c f c c cb in Woche 12 in Woche 12h22 % (N = 76) 18 % (N = 34) 23 % (N = 39) e in Woche 12 11 % (N = 76) Placebo 15 % (N = 34) 5 % (N = 39) 21 % (N = 76) 24 % (N = 34) 13 % (N = 39) g 29 % (N = 76) 32 % (N = 34) 26 % (N = 39) in Woche 12 1 % (N = 76) 3 % (N = 34) 0 % (N = 39)% in Woche 12GALAXI 247 % 50 % (N = 121) 45 % (N = 150) 38 % 51 % (N = 121) 27 % (N = 150) 43 % 43 % (N = 121) 41 % (N = 150) 45 % 48 % (N = 121) 41 % (N = 150) 15 % (N = 289) 22 % (N = 121)Guselkumab i.v. Induktion 9 % (N = 150)i (N = 289) i (N = 289)% i (N = 289) j (N = 289)a15 % (N = 72) 15 % (N = 27) 15 % (N = 39) 14 % (N = 72) 22 % (N = 27) 8 % (N = 39) 14 % (N = 72) 15 % (N = 27) 13 % (N = 39) 18 % (N = 72) 19 % (N = 27) 18 % (N = 39) 8 % (N = 72) 19 % (N = 27) 0 % (N = 39) PROMISPlacebo%GALAXI 3 Fatigue-Kurzfragebogen 7a47 % 50 % (N = 123) 47 % (N = 150) 36 % Guselkumab i.v. Induktion 41 % (N = 123) 31 % (N = 150) 42 % 47 % (N = 123) 39 % (N = 150) 43 % 46 % (N = 123) 43 % (N = 150) 16 % (N = 293) 25 % (N = 123) 9 % (N = 150)i (N = 293) i (N = 293)% i (N = 293) i (N = 293)a.
Tabelle 18: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigstensekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten PlaceboGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 2aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. InjektionbPlacebo (N = 72)Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 3Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w a s.c. Injektionb
Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Tabelle 18: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten(N = 76) sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten Placebo12 %Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion45 % (N = 143) GALAXI 2ec ain Woche 48 (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion51 %f e b14 % (N = 72) Placebo (N = 72)(N = 143) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion44 % GALAXI 3eGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w a s.c. Injektion48 % (N = 150)e b
Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. c Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. d Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. e p < 0,001 f Teilnehmer, die in Woche 12 Kriterien für das unzureichende Ansprechen erfüllten, wurden in Woche 48 als Non-Responder betrachtet, unabhängig vom Behandlungsarm.(N = 76)7 %d in Woche 48 38 % (N = 143)ef (N = 146)38 %e6 % (N = 72)(N = 143)33 %e36 % (N = 150)e
Tabelle 19: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopische Remission Gesamt-population Klinische Remission Gesamt-population Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Dauerhafte klinische Remission Gesamt-population Tabelle 19: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten PRO-2-Remission Gesamt-population a b c d e f g h i j k lUstekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. Die dauerhafte klinische Remission ist definiert als CDAI < 150 für ≥ 80 % aller Besuche zwischen Woche 12 und Woche 48 (mindestens 8 von 10 Besuchen), die Woche 48 umfassen müssen. PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. p < 0,05 Ansprechen in Woche 48 wurde unabhängig vom klinischen Ansprechen in Woche 12 ausgewertetsekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion6 mg/kg 39 % (N = 143) 42 % (N = 143) 20 % (N = 143) g 65 % (N = 143) 61 % (N = 143) 45 % (N = 143) 6 mg/kg j in Woche 48 59 % (N = 143)in Woche 48GALAXI 2 a e f in Woche 48 GALAXI 2 aGuselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion in Woche 48 i in Woche 48 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion42 % (N = 143) 49 % (N = 143) 27 % (N = 143) 64 % (N = 143) 63 % (N = 143) 46 % (N = 143) 60 % (N = 143)l h in Woche 48b bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146)49 % 56 % 24 % 75 % l 71 % 52 % 69 %c cUstekinumab 6 mg/kg i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion d in Woche 48 (N = 148) (N = 148) (N = 148) (N = 148) (N = 148) (N = 148) Ustekinumab 6 mg/kg i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion (N = 148)28 % 32 % 13 % 61 % 59 % 39 % 53 %a aGALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) GALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion (N = 143)41 % 47 % 24 % 66 % 64 % 50 % 58 %b k k bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektionc 45 % k (N = 150) 49 % (N = 150) 19 % (N = 150) 66 % (N = 150) 64 % (N = 150) 49 % (N = 150) c 56 % (N = 150)
Tabelle 20: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Tabelle 20: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Vorheriges Biologika-Versagen Klinische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Ustekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. c Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. d Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. e Weitere 14 Patienten in der Ustekinumab-Gruppe, 21 Patienten in der Guselkumab-Gruppe Injektion q4w) und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (100 mg subkutane Injektion q8w) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. f Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. g Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.f f f fWirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichtene e e eUstekinumab 6 mg/kg Ustekinumab 6 mg/kg i in Woche 48i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 34 % (N = 291) 43 % (N = 121) 26 % (N = 156) 37 % (N = 291) 43 % (N = 121) 31 % (N = 156) h 16 % (N = 291) 19 % (N = 121) i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 13 % (N = 156) 63 % (N = 291) 75 % (N = 121) 53 % (N = 156)g in Woche 48 in Woche 48a aGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 42 % (N = 286) 51 % (N = 116) 37 % (N = 153) 48 % (N = 286) 59 % (N = 116) 43 % (N = 153) 25 % (N = 286) 34 % (N = 116) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 21 % (N = 153) 65 % (N = 286) 73 % (N = 116) 61 % (N = 153)b bd in Woche 48Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 47 % (N = 296) 55 % (N = 128) 41 % (N = 147) 53 % (N = 296) 59 % (N = 128) 47 % (N = 147) 21 % (N = 296) 27 % (N = 128) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 14 % (N = 147) 70 % (N = 296) 77 % (N = 128) 64 % (N = 147) (200 mg subkutanec c
In GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Abstammung und Körpergewicht durchgängig nachgewiesen.
In der Subpopulationsanalyse der gepoolten GALAXI Phase-III-Studien profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Ein klinisch relevanter Unterschied zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen wurde bei Patienten mit einem CRP-Spiegel von > 5 mg/l nach Abschluss der Induktion für die Endpunkte der klinischen Remission in Woche 48 beobachtet (100 mg subkutan q8w: 54,1 % vs. 200 mg subkutan q4w: 71,0 %); endoskopisches Ansprechen in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 36,5 % vs. 200 mg subkutan q4w: 50,5 %); und PRO-2-Remission in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 51,8 % vs. 200 mg subkutan q4w: 61,7 %).
Klinische Remission im Zeitverlauf
Die CDAI-Scores wurden bei jedem Patientenbesuch aufgezeichnet. Der Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 ist in Abbildung 10 dargestellt. Abbildung 10: Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 GALAXI 2 und

GALAXI 3 (gepoolt)

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

Größere Verbesserungen gegenüber Baseline wurden in Woche 12 in Guselkumab-Behandlungsgruppen im Vergleich zu Placebo hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores bewertet wurde. Die Verbesserungen hielten in beiden Studien bis Woche 48 an.

GRAVITI In der Phase-III-Studie GRAVITI wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score (Crohn's Disease Activity Index) von ≥ 220 und ≤ 450 und einen SES-CD-Score (Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) sowie eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) ≥ 4 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP, abdominal pain) ≥ 2.

In der Studie GRAVITI wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Placebo. Alle Patienten in der Placebogruppe, die die Rescue-Kriterien erfüllten, erhielten in den Wochen 16, 20 und 24 die Induktionsdosierung mit Guselkumab 400 mg subkutan, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w.

Insgesamt wurden 347 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 36 Jahre (18 - 83 Jahre), 58,5 % waren männlich; und 66 % wurden als Weiße, 21,9 % als Asiaten und 2,6 % als Schwarze identifiziert.

Bei 46,4 % der Patienten in der Studie GRAVITI-Studie hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt; 46,4 % waren Biologika-naiv und 7,2 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 29,7 % der Patienten orale Corticosteroide und 28,5 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.

Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte im Vergleich zu Placebo in Woche 12 sind in Tabelle 21 dargestellt.

Tabelle 21: Anteil der Patienten in GRAVITI, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten

Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission b in Woche 12PlaceboGuselkumab 400 mg s.c. Injektion a
Gesamtpopulation21 % (N = 117)56 % c (N = 230)
Biologika-naiv d25 % (N = 56)50 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e Endoskopisches Ansprechen f in Woche 1217 % (N = 53)60 % (N = 108)
Gesamtpopulation21 % (N = 117)41 % c (N = 230)
Biologika-naiv d27 % (N = 56)49 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte Klinisches Ansprechen g in Woche 1217 % (N = 53)33 % (N = 108)
Gesamtpopulation33 % (N = 117)73 % c (N = 230)
Biologika-naiv d38 % (N = 56)68 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e PRO-2-Remission h in Woche 1228 % (N = 53)78 % (N = 108)
Gesamtpopulation17 % (N = 117)49 % c (N = 230)
Biologika-naiv d18 % (N = 56)44 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e17 % (N = 53)52 % (N = 108)

a Guselkumab 400 mg subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 b Klinische Remission: CDAI-Score < 150 c p< 0,001 d Weitere 8 Patienten in der Placebo-Gruppe und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (400 mg subkutane Injektion) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.

f Endoskopisches Ansprechen: ≥ 50 % Verbesserung ab dem Ausgangswert in SES-CD-Score.

g Klinisches Ansprechen: ≥ 100-Punkte Reduktion ab dem Ausgangswert im CDAI-Score oder CDAI-Score < 150.

h PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.

Eine klinische Remission in Woche 24 wurde von einem signifikant größeren Anteil der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w im Vergleich zu Placebo behandelt wurden (60,9 % bzw. 58,3 % vs. 21,4 %, beide p-Werte < 0,001). Eine klinische Remission in Woche 48 wurde von 60 % bzw. 66,1 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion behandelt wurden, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Das endoskopische Ansprechen in Woche 48 wurde von 44,3 % bzw. 51,3 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w behandelt wurden (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In der GRAVITI-Studie wurden klinisch bedeutsame Verbesserungen der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores in Woche 12 und Woche 24 im Vergleich zu Placebo bewertet wurden.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Guselkumab eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gewährt. Die 100-mg-Fertigpens (PushPen und OnePress) wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht und werden für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab wurden in einer multizentrischen, randomisierten, placebo- und aktivkontrollierten Studie (PROTOSTAR) mit einem Biologikum als Vergleichstherapie bei 120 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht, die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen und bei denen unter Phototherapie und/oder topischen Therapien keine ausreichende Kontrolle erzielt werden konnten. PROTOSTAR wurde in zwei Teilen durchgeführt. Teil 1 bestand aus einer 16-wöchigen randomisierten, placebo- und aktivkontrollierten Phase mit einer Vergleichstherapie, gefolgt von einer nicht kontrollierten Phase mit Absetzen und erneuter Behandlung oder Einleitung einer Behandlung mit Guselkumab bis Woche 52. Teil 2 bestand aus einem offenen Behandlungsarm mit Guselkumab bis Woche 52.

Die teilnehmenden Patienten hatten einen IGA-Score von ≥ 3 auf einer 5-Punkte-Skala für den Schweregrad der Erkrankung insgesamt, einen PASI-Wert von ≥ 12 und eine betroffene Körperoberfläche (BSA) von mindestens 10 % und erfüllten mindestens eines der folgenden Merkmale: 1) sehr dicke Plaques, 2) klinisch relevante Beteiligung im Gesicht, Genitalbereich oder an Händen/Füßen, 3) PASI ≥ 20, 4) BSA > 20 % oder 5) IGA = 4. Probanden mit Psoriasis guttata, Psoriasis erythrodermica oder Psoriasis pustulosa wurden ausgeschlossen.

In Teil 1 wurden 92 Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 12 eine subkutane Injektion von entweder Guselkumab (n = 41) oder Placebo (n = 25), oder wöchentlich ein Biologikum als einen aktiven Komparator (n = 26). In Teil 2 wurden 28 weitere jugendliche Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren in die Studie aufgenommen, die in Woche 0 und 4 sowie danach alle 8 Wochen eine subkutane Injektion mit Guselkumab erhielten. In der Guselkumab-Gruppe erhielten Patienten mit einem Körpergewicht unter 70 kg 1,3 mg/kg über den Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml, und Patienten mit einem Körpergewicht von 70 kg oder mehr erhielten 100 mg mit der Fertigspritze.

Die co-primären Endpunkte waren der Anteil der Patienten, die in Woche 16 ein PASI-75-Ansprechen erreichten, und der Anteil der Patienten, die in Woche 16 einen IGA-Score von 0 („erscheinungsfrei“) oder 1 („nahezu erscheinungsfrei“) erreichten. Sekundäre Endpunkte waren unter anderem der Anteil der Patienten, die in Woche 16 ein PASI-90-Ansprechen, einen IGA-Score von 0 („erscheinungsfrei“) oder ein PASI-100-Ansprechen erreichten.

Von den 92 Patienten im kontrollierten Teil der Studie waren die demografischen Baselinecharakteristika in den Behandlungsgruppen im Allgemeinen vergleichbar. Insgesamt waren über 55 % männlich, 85 % weiß, das mittlere Körpergewicht betrug etwa 57,3 kg und das mittlere Alter lag bei 12,9 Jahren, wobei 33 % der Patienten jünger als 12 Jahre waren.

Die Baseline-Krankheitscharakteristika waren in den Behandlungsgruppen im Allgemeinen vergleichbar, mit einer medianen Baseline-BSA von 20 %, einem medianen Baseline-PASI-Score von etwa 17 und einem Baseline-IGA-Score von „schwer“ bei 20 % (Placebo) bzw. 24 % (Guselkumab) der Patienten, weniger als 3,3 % der Patienten hatten eine Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte.

Gesamte Hautbeteiligung Die Behandlung mit Guselkumab führte zu signifikanten Verbesserungen der Ergebnisparameter bei der Messung der Krankheitsaktivität im Vergleich zu Placebo in Woche 16. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für die Endpunkte der Studie sind in der nachstehenden Tabelle 22 aufgeführt.

Tabelle 22: Zusammenfassung der Endpunkte in Woche 16 in PROTOSTAR

IGA-Scores „erscheinungsfrei“ (0) oder „nahezu erscheinungsfrei“ (1), n (%) IGA-Scores „erscheinungsfrei“ (0), n (%) PASI-75-Responder, n (%) PASI-90-Responder, n (%) PASI-100-Responder, n (%) Veränderung des CDLQI gegenüber
–1,88 (–3,81, 0,05)
Placebo (N = 25) 4 (16,0 %) 1 (4,0 %) 5 (20,0 %) 4 (16,0 %)
0
–7,28 (–8,87, –5,68)
Guselkumab (N = 41) 27 (65,9 %) 16 (39,0 %) 31 (75,6 %) 23 (56,1 %) 14 (34,1 %)
p-Wert < 0,001 0,004 < 0,001 0,003 0,002 < 0,001

Baseline LS-Mittelwert (95 % KI)a
CDLQI = Children’s Dermatology Life Quality Index.

a LS-Mittelwert = Mittelwert der kleinsten Quadrate.

Nach der 16-wöchigen placebokontrollierten Phase in Teil 1 der PROTOSTAR-Studie wurde die Behandlung der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 16 PASI-90 erreicht hatten, abgesetzt. Ein Verlust des PASI-90-Ansprechens wurde bereits 12 Wochen nach Absetzen der Guselkumab-Behandlung beobachtet, wobei die mediane Zeit bis zum Verlust des PASI-90-Ansprechens etwa 24 Wochen betrug. Von den mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 16 kein PASI-90-Ansprechen erreichten, zeigten 72,2 % der Patienten, die eine zusätzliche 32-wöchige Fortsetzung der Guselkumab-Behandlung erhielten, in Woche 52 ein PASI-75-Ansprechen, und 61,1 % erreichten in Woche 52 ein PASI-90-Ansprechen.

Bei Patienten, die in Woche 0 randomisiert Placebo erhielten, in Woche 16 kein PASI-90-Ansprechen erreichten und auf Guselkumab umgestellt wurden, erreichten 95,0 % bzw. 65,0 % in Woche 52 ein PASI-75- bzw. PASI-90-Ansprechen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden erreichte Guselkumab innerhalb von ca. 5,5 Tagen nach Dosisanwendung eine mittlere (± SD) maximale Serumkonzentration (Cmax) von 8,09 ± 3,68 µg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit von Guselkumab nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden wurde auf ca. 49 % geschätzt.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in Woche 0 und 4 und danach alle 8 Wochen die Steady-State-Serumkonzentration von Guselkumab in Woche 20 erreicht. Die mittlere (± SD) Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab betrug in zwei Phase-III-Studien in Patienten mit Plaque-Psoriasis 1,15 ± 0,73 µg/ml bzw. 1,23 ± 0,84 µg/ml. Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis war ähnlich wie bei Patienten mit Psoriasis. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in den Wochen 0, 4 und anschließend alle 8 Wochen lag die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab ebenfalls bei etwa 1,2 µg/ml. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q4w betrug die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab im Serum etwa 3,8 µg/ml.

Die Pharmakokinetik von Guselkumab war bei Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich. Nach der empfohlenen intravenösen Induktionsdosis mit Guselkumab 200 mg in den Wochen 0, 4 und 8 betrug die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration im Serum in Woche 8 bei Patienten mit Colitis ulcerosa 68,27 µg/ml und 70,5 μg/ml bei Patienten mit Morbus Crohn.

Nach der empfohlenen subkutanen Induktionsdosis von 400 mg Guselkumab in den Wochen 0, 4 und 8 wurde die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration in Woche 8 im Serum bei Patienten mit Colitis ulcerosa auf 28,8 μg/ml und bei Patienten mit Morbus Crohn auf 27,7 μg/ml geschätzt. Die systemische Gesamtexposition (AUC) nach dem empfohlenen Induktionsdosierungsschema war nach subkutaner und intravenöser Induktion vergleichbar.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,4 µg/ml bzw. 10,7 µg/ml.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,2 µg/ml bzw. 10,1 µg/ml.

Verteilung

Nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag das mittlere Verteilungsvolumen in der terminalen Phase (Vz) über die Studien hinweg im Bereich von ca. 7 bis 10 l.

Biotransformation

Der exakte Stoffwechselweg von Guselkumab wurde nicht charakterisiert. Es ist zu erwarten, dass Guselkumab als humaner IgG-mAk in der gleichen Weise wie endogenes IgG über katabole Wege zu kleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut wird.

Elimination

Die mittlere systemische Clearance (CL) nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag über die Studien hinweg im Bereich von 0,288 bis 0,479 l/Tag. Die mittlere Halbwertszeit (T1/2) von Guselkumab betrug über die Studien hinweg bei gesunden Probanden ca. 17 Tage und bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ca. 15 bis 18 Tage und bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn ca. 17 Tage.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik zeigten, dass die gleichzeitige Einnahme von NSARs, AZA, 6-MP, oralen Corticosteroiden und csDMARDs wie MTX die Clearance von Guselkumab nicht beeinflusste.

Linearität/Nicht-Linearität

Die systemische Guselkumab-Exposition (Cmax und AUC) nahm nach einer einzelnen subkutanen
Injektion über einen Dosisbereich von 10 mg bis 300 mg hinweg bei gesunden Probanden und
Patienten mit Plaque-Psoriasis in annähernd dosisproportionaler Weise zu. Die Guselkumab-
Serumkonzentration war nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder
Morbus Crohn ungefähr dosisproportional.

Kinder und Jugendliche

Die Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab wurden bis Woche 20 bei pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erreicht, die mit einer subkutanen Injektion von Guselkumab mittels 45 mg/0,45 ml Fertigpen oder 100 mg Fertigspritze behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.2), und lagen im Bereich der bei Erwachsenen beobachteten Konzentrationen.

Das empfohlene Dosierungsschema führt bei pädiatrischen Patienten mit Plaque-Psoriasis zu einer vorhergesagten systemischen Exposition gegenüber Guselkumab, die über den gesamten Körpergewichtsbereich hinweg mit derjenigen bei Erwachsenen vergleichbar ist.

Ältere Patienten

Es wurden keine spezifischen Studien mit älteren Patienten durchgeführt. Von den 1 384 Plaque-Psoriasis-Patienten mit Guselkumab-Exposition im Rahmen der klinischen Phase-III-Studien, die in die populationsspezifische Analyse der Pharmakokinetik eingingen, waren 70 Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren, darunter 4 Patienten im Alter von mindestens 75 Jahren. Von den 746 Psoriasis-Arthritis-Patienten mit Guselkumab-Exposition in Rahmen der klinischen Phase-III-Studien waren insgesamt 38 Patienten 65 Jahre oder älter und kein Patient war 75 Jahre oder älter. Von den 859 Colitis-ulcerosa-Patienten, die in klinischen Phase-II/III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 52 Patienten 65 Jahre oder älter und 9 Patienten 75 Jahre oder älter. Von den 1 009 Morbus Crohn-Patienten, die in klinischen Phase-III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 39 Patienten 65 Jahre oder älter und 5 Patienten 75 Jahre oder älter.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zeigten, dass es bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren im Vergleich zu Patienten im Alter von < 65 Jahren keine offensichtlichen Veränderungen des CL/F-Schätzwerts gab, was darauf hindeutet, dass keine Dosisanpassung für ältere Patienten erforderlich ist.

Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Es wurde keine spezifische Studie zur Ermittlung der Auswirkungen von Nieren- oder Leberfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Guselkumab durchgeführt. Die Elimination von unverändertem Guselkumab, einem IgG-mAk, über die Nieren ist vermutlich gering und von geringer Bedeutung; desgleichen wird nicht erwartet, dass Leberfunktionsstörungen die Guselkumab-Clearance beeinflussen, da die Elimination von IgG-mAk hauptsächlich über den intrazellulären Katabolismus erfolgt. Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen hatten die Kreatinin-Clearance oder die Leberfunktion keinen bedeutenden Einfluss auf die Guselkumab-Clearance.

Körpergewicht

Die Clearance und das Verteilungsvolumen von Guselkumab nehmen mit zunehmendem
Körpergewicht zu. Beobachtungsdaten aus klinischen Studien deuten jedoch darauf hin, dass eine
Dosisanpassung an das Körpergewicht nicht erforderlich ist.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- sowie prä- und postnataler Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen war Guselkumab bei intravenöser und subkutaner Anwendung gut verträglich. Eine wöchentliche subkutane Dosis von 50 mg/kg bei Affen ergab Expositionswerte (AUC) von mindestens dem 23-Fachen der maximalen klinischen Exposition nach einer intravenösen Dosis von 200 mg. Außerdem wurden bei der Durchführung der Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und in einer zielgerichteten pharmakologischen Studie zur Herz-Kreislauf-Sicherheit an Javaneraffen keine unerwünschten immuntoxischen Wirkungen oder pharmakologischen Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Sicherheit beobachtet.

Bei histopathologischen Untersuchungen wurden keine präneoplastischen Veränderungen beobachtet, weder bei Tieren, die bis zu 24 Wochen behandelt wurden noch nach einer anschließenden 12-wöchigen Erholungsphase, während der Wirkstoff im Serum feststellbar war.

Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder zum kanzerogenen Potential von Guselkumab
durchgeführt.

Bei einer postnatalen Messung an Tag 28 war Guselkumab in der Muttermilch von Javaneraffen nicht nachweisbar.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
Saccharose
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2° C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen

1 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, integriert in einen Fertigpen mit einem automatischen Nadelschutz.

Tremfya ist in einer Packung mit 1 Fertigpen und einer Bündelpackung mit 2 (2 x 1) Fertigpens
erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen

1 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, integriert in einen Fertigpen mit einem automatischen Nadelschutz.

Tremfya ist in einer Packung mit 1 Fertigpen und einer Bündelpackung mit 2 (2 x 1) Fertigpens
erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nach der Entnahme von Tremfya aus dem Kühlschrank ist der OnePress Fertigpen oder der PushPen Fertigpen im Umkarton zu belassen und bis zur Injektion 30 Minuten zu warten, damit der Fertigpen Raumtemperatur erreicht. Die Fertigpens dürfen nicht geschüttelt werden.

Vor Gebrauch der Fertigpens empfiehlt es sich, diese visuell zu prüfen. Die Lösung soll klar und farblos bis hellgelb sein und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten. Tremfya darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder große Partikel enthält.

Jeder Packung liegt eine Anleitung mit dem Titel „Hinweise zur Anwendung“ bei, in welcher die
Vorbereitung und Anwendung der Fertigpens ausführlich beschrieben sind.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen

EU/1/17/1234/002 (1 Fertigpen)
EU/1/17/1234/003 (2 Fertigpens)

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen

EU/1/17/1234/010 (1 Fertigpen)
EU/1/17/1234/011 (2 Fertigpens)

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 2017

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2022

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Jede Fertigspritze enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml Lösung.

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen

Jeder Fertigpen enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml Lösung.

Guselkumab ist ein vollhumaner monoklonaler Immunglobulin-G1-Lambda(IgG1λ)-Antikörper (mAk), hergestellt durch rekombinante DNA-Technologie in einer CHO-Zelllinie (Chinese-Hamster-Ovary).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze/Fertigpen, entsprechend
0,5 mg/ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion)
Injektionslösung (Injektion) im Fertigpen (PushPen)

Die Lösung mit einem Ziel-pH-Wert von 5,8 und einer ungefähren Osmolarität von 367,5 mOsm/l ist klar und farblos bis hellgelb und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Colitis ulcerosa

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

Morbus Crohn

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, für die es indiziert ist.

Dosierung

Colitis ulcerosa
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 100-mg-Dosis siehe Fachinformation zu Tremfya 100 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Morbus Crohn
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 100-mg-Dosis siehe Fachinformation zu Tremfya 100 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Ausgelassene Dosis

Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, soll sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. Danach soll die Anwendung wieder zum regulären Zeitpunkt erfolgen.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre und sehr begrenzte Erfahrungen zu Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren (siehe Abschnitt 5.2) vor.

Nieren- oder Leberfunktionsstörung Tremfya wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Funktionsstörungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendig erachtet werden. Bezüglich weiterer Angaben zur Elimination von Guselkumab siehe Abschnitt 5.2.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit
Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist bisher nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Nur zur subkutanen Anwendung. Zu den Injektionsstellen gehören Bauch, Oberschenkel und
Rückseite des Oberarms. Tremfya soll nicht in Bereiche injiziert werden, an denen die Haut
empfindlich, gerötet, verhärtet, verdickt oder schuppig ist oder Blutergüsse aufweist.

Nach angemessener Schulung der subkutanen Injektionstechnik können Patienten Tremfya selbst
injizieren, wenn der Arzt dies für angebracht hält. Jedoch soll der Arzt eine entsprechende
medizinische Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten sind angewiesen, das
vollständige Volumen der Lösung gemäß der Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der
Verpackung beiliegt, zu injizieren.

Für Hinweise zur Vorbereitung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Schwerwiegende Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Infektionen

Guselkumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Behandlung sollte bei Patienten mit klinisch relevanten aktiven Infektionen erst nach dem Abklingen oder einer angemessenen Behandlung der Infektion eingeleitet werden.

Mit Guselkumab behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome einer klinisch relevanten chronischen oder akuten Infektion auftreten.

Wenn ein Patient eine klinisch relevante oder schwerwiegende Infektion entwickelt oder nicht auf die Standardtherapie reagiert, sollte er engmaschig überwacht und die Behandlung bis zum Abklingen der Infektion abgesetzt werden.

Tuberkulose-Untersuchung vor der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung sollten die Patienten auf eine Tuberkulose (TB)-Infektion untersucht werden. Patienten, die Guselkumab erhalten, sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver TB in der Vorgeschichte, bei denen kein angemessener Behandlungsverlauf bestätigt werden kann, sollte vor dem Einleiten der Behandlung eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.

Überempfindlichkeit

Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen traten mehrere Tage nach der Behandlung mit Guselkumab auf, darunter Fälle mit Urtikaria und Dyspnoe. Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion sollte die Anwendung von Guselkumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Erhöhung der hepatischen Transaminasen

In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde bei Patienten, die mit Guselkumab q4w behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die mit Guselkumab q8w oder Placebo behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz von Leberenzymerhöhungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei der Verordnung von Guselkumab q4w bei Psoriasis-Arthritis wird empfohlen, die Leberenzymwerte zu Beginn und anschließend im Rahmen der routinemäßigen Patientenbehandlung zu überprüfen. Wenn Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase [ALT] oder Aspartat-Aminotransferase [AST] beobachtet werden und der Verdacht auf eine arzneimittelinduzierte Leberschädigung besteht, sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, bis diese Diagnose ausgeschlossen ist.

Impfungen

Vor dem Einleiten der Therapie sollte die Durchführung aller angebrachten Impfungen in
Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden. Bei mit
Guselkumab behandelten Patienten sollten keine Lebendimpfstoffe angewendet werden. Es liegen
keine Daten bezüglich des Ansprechens auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor.

Vor einer Impfung mit viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoffen muss die Behandlung nach der letzten Gabe für mindestens 12 Wochen ausgesetzt werden und kann frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und Anleitung für die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollen die verordnenden Ärzte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des spezifischen Impfstoffs heranziehen.

Sonstige Bestandteile

Enthält Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze/Fertigpen, entsprechend
0,5 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit CYP450-Substraten

In einer Phase-I-Studie mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis waren die Veränderungen der systemischen Expositionen (Cmax und AUCinf) von Midazolam, S-Warfarin, Omeprazol, Dextromethorphan und Coffein nach einer Einzeldosis von Guselkumab klinisch nicht relevant, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen zwischen Guselkumab und Substraten unterschiedlicher CYP-Enzyme (CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP1A2) unwahrscheinlich sind. Bei gleichzeitiger Anwendung von Guselkumab und CYP450-Substraten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Gleichzeitige Immunsuppressiva- oder Phototherapie

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab in Kombination mit Immunsuppressiva, einschließlich Biologika oder Phototherapie wurden in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis nicht untersucht. In Studien zu Psoriasis-Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von Methotrexat (MTX) die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

In Studien zu Colitis ulcerosa und Morbus Crohn schien die gleichzeitige Anwendung von Immunmodulatoren (z. B. Azathioprin [AZA], 6-Mercaptopurin [6-MP]) oder Corticosteroiden die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 12 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Guselkumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Tremfya während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Guselkumab in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt, dass menschliche IgGs in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen und bald darauf auf niedrige Konzentrationen absinken; daher kann ein Risiko für das gestillte Kind während dieser Zeit nicht ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau, sollte entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Tremfya-Therapie verzichtet wird. Bezüglich Angaben zum Übergang von Guselkumab in die Muttermilch von Tieren (Javaneraffen) siehe Abschnitt 5.3.

Fertilität

Die Auswirkung von Guselkumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Tremfya hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung war Infektion der Atemwege (ungefähr 8 % der Patienten in den Studien zu Colitis ulcerosa, 11 % der Patienten in den Studien zu Morbus Crohn und 15 % der Patienten in den klinischen Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis).

Das allgemeine Sicherheitsprofil bei Patienten, die mit Tremfya behandelt werden, ist bei Patienten mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Tabelle 1 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden, auf. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien gemäß folgender Konvention eingestuft: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 1: Auflistung der Nebenwirkungen

SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Infektionen und parasitäreSehr häufigAtemwegsinfektionen
ErkrankungenGelegentlich Gelegentlich GelegentlichHerpes-simplex-Infektionen Tinea-Infektionen Gastroenteritis
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten SeltenÜberempfindlichkeit Anaphylaxie
Erkrankungen des NervensystemsHäufigKopfschmerzen
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigDiarrhö
Erkrankungen der Haut und desHäufigAusschlag
UnterhautgewebesGelegentlichUrtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufigArthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufigReaktionen an der Injektionsstelle
UntersuchungenHäufig Gelegentlicherhöhte Transaminasen erniedrigte Neutrophilenzahl

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Erhöhte Transaminasen In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden während des placebokontrollierten Zeitraums in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormaler Leberfunktionstest, Hypertransaminasämie) berichtet (8,6 % in der 100-mg-subkutan-q4w-Gruppe und 8,3 % in der 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe) als in der Placebo-Gruppe (4,6 %). Über ein Jahr hinweg wurden Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (wie oben) bei 12,9 % der Patienten in der q4w-Gruppe und 11,7 % der Patienten in der q8w-Gruppe berichtet.

Bei den Laboruntersuchungen waren die meisten Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) ≤ 3 x der

oberen Grenze des Normalwerts (≤ 5 x ULN und > 5 x ULN waren von geringer Häufigkeit und traten in der Guselkumab-q4w-Gruppe häufiger auf als in der Guselkumab-q8w-Gruppe (Tabelle 2). Bis zum Ende der zweijährigen klinischen Phase-III-Studie zur Psoriasis-Arthritis wurde ein ähnliches Häufigkeitsmuster bezüglich des Schweregrads und der Behandlungsgruppen beobachtet.upper limit of normal, ULN). Transaminasenerhöhungen von > 3 bis
Tabelle 2: ALT > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULN AST > 1 bis ≤ 3 x ULN > 3 bis ≤ 5 x ULN > 5 x ULNHäufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-ArthritisPlacebo N = 370 c 30,0 % 1,4 % 0,8 % 20,0 % 0,5 % 1,1 %Bis zu Woche 24 Guselkumab 100 mg q8wa N = 373 c 28,2 % 1,1 % 0,8 % 18,8 % 1,6 % 0,5 %Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 35,0 % 2,7 % 1,1 % 21,6 % 1,6 % 1,6 %Guselkumab 100 mg q8w N = 373 33,5 % 1,6 % 1,1 % 22,8 % 2,9 % 0,5 %Bis zu einem Jahr cb Guselkumab 100 mg q4w N = 371 c 41,2 % 4,6 % 1,1 % 27,8 % 3,8 % 1,6 %

a placebokontrollierter Zeitraum.

b Patienten, die zu Baseline bei der Randomisierung Placebo zugewiesen wurden und anschließend mit Guselkumab
behandelt wurden („Crossover“), sind nicht enthalten.

c Anzahl der Patienten mit mindestens einer Auswertung nach Baseline für den spezifischen Labortest innerhalb des
Zeitraums.

In den klinischen Studien zu Psoriasis war die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) für die Guselkumab-q8w-Dosis über ein Jahr hinweg ähnlich wie für die Guselkumab-q8w-Dosis in den klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis. Im Verlauf von 5 Jahren nahm die Inzidenz der Transaminasenerhöhung pro Jahr Guselkumab-Behandlung nicht zu. Die meisten Transaminasenerhöhungen waren ≤ 3 x ULN.

In den meisten Fällen war die Transaminasenerhöhung vorübergehend und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden während der placebokontrollierten Induktionsphase (Woche 0-12) in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen und erhöhter Leberfunktionstest) berichtet (1,7 % der Patienten) als in der Placebo-Gruppe (0,6 %). In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormale Leberfunktion und erhöhter Leberfunktionstest) bei 3,4 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 4,1 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 2,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.

Basierend auf der Laborbeurteilung der gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn waren die Häufigkeiten der ALT- oder AST-Erhöhungen niedriger als die, die in den klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis beobachtet wurden. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden über den placebokontrollierten Zeitraum (Woche 12) hinweg ALT- (< 1 % der Patienten) und AST- (< 1 % der Patienten) Erhöhungen ≥ 3 x ULN in der mit Guselkumab behandelten Gruppe berichtet. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr ALT- und/oder AST-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei 2,7 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 2,6 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 1,9 % in der Placebo-Gruppe berichtet. In den meisten Fällen war der Anstieg der Transaminasen vorübergehend und führte nicht zum Absetzen der Behandlung.

Erniedrigte Neutrophilenzahl In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde über den placebokontrollierten Zeitraum hinweg in der mit Guselkumab behandelten Gruppe die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl häufiger (0,9 %) berichtet als in der Placebo-Gruppe (0 %). Die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl wurde bei 0,9 % der mit Guselkumab behandelten Patienten über ein Jahr hinweg berichtet. In den meisten Fällen war die Abnahme der Neutrophilenzahl im Blut leicht, vorübergehend, nicht mit einer Infektion verbunden und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

Gastroenteritis In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis einschließlich des placebokontrollierten Zeitraums trat Gastroenteritis häufiger in der mit Guselkumab behandelten Gruppe (1,1 %) als in der Placebo-Gruppe (0,7 %) auf. Bis Woche 264 berichteten 5,8 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten über eine Gastroenteritis. Die Gastroenteritis-Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend und hatten bis einschließlich Woche 264 kein Absetzen von Guselkumab zur Folge. In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war der beobachtete Anteil von Gastroenteritis während des placebokontrollierten Zeitraums ähnlich hoch wie die in den klinischen Studien zur Psoriasis.

Reaktionen an der Injektionsstelle In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis bis einschließlich Woche 48 waren 0,7 % der Guselkumab-Injektionen sowie 0,3 % der Placebo-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Bis Woche 264 waren 0,4 % der Guselkumab-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Reaktionen an der Injektionsstelle waren im Allgemeinen von leichtem bis mäßigem Schweregrad; waren nicht schwerwiegend und hatten einmal das Absetzen von Guselkumab zur Folge.

In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis war bis zu Woche 24 die Anzahl der Patienten, die über Reaktionen an einer oder mehreren Injektionsstellen berichteten, in den Guselkumab-Gruppen gering, jedoch etwas höher als in der Placebo-Gruppe; 5 (1,3 %) Patienten in der Guselkumab-q8w-Gruppe, 4 (1,1 %) Patienten in der Guselkumab-q4w-Gruppe und 1 (0,3 %) in der Placebo-Gruppe. Ein Patient setzte Guselkumab aufgrund einer Reaktion an der Injektionsstelle während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis ab. Über ein Jahr hinweg betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen an der Injektionsstelle berichteten, 1,6 % in der Guselkumab-q8w-Gruppe bzw. 2,4 % in der Guselkumab-q4w-Gruppe. Während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war die Anzahl der Injektionen, die mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert war, insgesamt ähnlich der Anzahl, die in den klinischen Studien zur Psoriasis beobachtet wurde.

In der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa bis Woche 44 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7,9 % (2,5 % der Injektionen) in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w (Guselkumab 200 mg wurde in der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa als zwei Injektionen zu je 100 mg verabreicht); in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w wurden keine Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In den klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 4,1 % (0,8 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 1,4 % (0,6 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Insgesamt waren die Reaktionen an der Injektionsstelle leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7 % (1,3 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 4,3 % (0,7 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

Immunogenität
Die Immunogenität von Guselkumab wurde mit Hilfe eines sensitiven und wirkstofftoleranten
Immunoassays untersucht.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis entwickelten im Verlauf von bis zu 52 Behandlungswochen 5 % (n = 145) der mit Guselkumab behandelten Patienten Anti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibody, ADA). Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 8 % (n = 12) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,4 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In gepoolten Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis entwickelten etwa 15 % der bis zu 264 Wochen lang mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 5 % Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,76 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 12 % (n = 58) der bis zu 56 Wochen mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 16 % (n = 9) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 2 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer Phase-III-Analyse bis zu 24 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 5 % (n = 30) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 7 % (n = 2) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,3 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer klinischen Phase-III-Studie bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In klinischen Studien wurden intravenöse Dosen von Guselkumab bis zu 1 200 mg sowie subkutane Dosen von bis zu 400 mg als eine Einzeldosis ohne Auftreten dosislimitierender Toxizität verabreicht. Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen überwacht werden und es muss unverzüglich eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC16.

Wirkmechanismus

Guselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper (mAk), der über die
Antigenbindungsstelle selektiv das Interleukin(IL)-23-Protein mit hoher Spezifität und Affinität
bindet. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die
Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Guselkumab die IL-23-abhängige
Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis sind die IL-23-Spiegel in der Haut erhöht. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sind die IL-23-Spiegel im Kolongewebe erhöht. In in-vitro-Modellen wurde gezeigt, dass Guselkumab die Bioaktivität von IL-23 inhibiert, indem es dessen Interaktion mit dem IL-23-Zelloberflächenrezeptor verhindert. Dadurch werden die IL-23 abhängigen Signal-, Aktivierungs- und Zytokinkaskaden unterbrochen. Die klinischen Wirkungen von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn beruhen auf der Inhibierung des IL-23-Zytokin-Wegs.

Myeloide Zellen, die den Fc-Gamma-Rezeptor 1 (CD64, Cluster of Differentiation 64) exprimieren, sind nachweislich eine vorherrschende Quelle von IL-23 in entzündetem Gewebe bei Psoriasis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Guselkumab bindet in vitro an CD64 und blockiert IL-23. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Guselkumab in der Lage ist, IL-23 an der zellulären Entzündungsquelle zu neutralisieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer reduzierten Expression von Genen des IL-23/Th17-Signalwegs und von Psoriasis-assoziierten Genexpressionsprofilen. Das ergaben Analysen der mRNA aus Hautläsionsbiopsien von Patienten mit Plaque-Psoriasis in Woche 12 im Vergleich zu Baseline. In derselben Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer Verbesserung histologischer Messgrößen der Psoriasis in Woche 12, u. a. zu einer Reduzierung der Epidermisdicke und der T-Zell-Dichte. Außerdem waren bei mit Guselkumab behandelten Patienten in Phase-II- und Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis reduzierte IL-17A-, IL-17F- und IL-22-Serumspiegel im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Diese Ergebnisse decken sich mit dem beobachteten klinischen Nutzen der Guselkumab-Behandlung bei Plaque-Psoriasis.

In Phase-III-Studien bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren die Serumspiegel der Akute-Phase-Proteine C-reaktives Protein, Serumamyloid A und IL-6 sowie der Th17-Effektorzytokine IL-17A, IL-17F und IL-22 zu Beginn der Studie erhöht. Guselkumab senkte die Spiegel dieser Proteine innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung ab. Guselkumab verringerte die Spiegel dieser Proteine weiter bis zu Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert und auch zu Placebo.

Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn führte die Behandlung mit Guselkumab bis Woche 12 der Induktion zu einer Abnahme der Entzündungsmarker, einschließlich des C-reaktiven Proteins (CRP) und fäkalen Calprotectins, die während der einjährigen Erhaltungstherapie aufrechterhalten wurde. Die Serumproteinspiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ waren bereits in Woche 4 reduziert und sanken bis Woche 12 der Induktion weiter ab. Guselkumab reduzierte auch die RNA-Spiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ in den Biopsien der Kolonmukosa in Woche 12.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Colitis ulcerosa

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien (QUASAR intravenöse Induktionsstudie, QUASAR-Erhaltungsstudie und ASTRO subkutane Induktionsstudie) bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa untersucht, die auf Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP), Biologika (TNF-Blocker, Vedolizumab), einen Januskinase (JAK)-Inhibitor und/oder Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (S1PRM), ausschließlich in der ASTRO Studie, unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IIb-Induktionsstudie zur Dosisfindung (QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung) untersucht, in die eine vergleichbare Patientenpopulation mit Colitis ulcerosa wie in die Phase-III-Induktionsstudie eingeschlossen wurde.

Die Krankheitsaktivität wurde anhand des modifizierten Mayo-Scores (mMS) bewertet, einem 3-Komponenten-Mayo-Score (0–9), der sich aus der Summe der folgenden Subscores (0 bis 3 für jeden Subscore) zusammensetzt: Stuhlfrequenz (SFS), rektale Blutungen (RBS) und Befunde der zentral überprüften Endoskopie (ES). Eine mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa war als mMS zwischen 5 und 9, RBS ≥ 1 und ES von 2 (definiert als ausgeprägtes Erythem, fehlendes vaskuläres Muster, Friabilität und/oder Erosionen) oder ES von 3 (definiert als Spontanblutung und Ulzeration) definiert.

Induktionsstudie: QUASAR IS In der Induktionsstudie QUASAR IS wurden die Patienten im Verhältnis 3:2 randomisiert, um entweder Guselkumab 200 mg oder Placebo als intravenöse Infusion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 zu erhalten. Insgesamt wurden 701 Patienten untersucht. Zu Baseline betrug der mediane mMS 7, wobei 35,5 % der Patienten einen Baseline-mMS von 5 bis 6 und 64,5 % einen mMS von 7 bis 9 sowie 67,9 % der Patienten einen Baseline-ES von 3 aufwiesen. Das mediane Alter betrug 39 Jahre (18 - 79 Jahre); 43,1 % waren weiblich und 72,5 % wurden als Weiße, 21,4 % als Asiaten und 1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, MTX, 6-MP, AZA und/oder orale Corticosteroide in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 72,5 % der Patienten Aminosalicylate, 20,8 % der Patienten Immunmodulatoren (MTX, 6-MP oder AZA) und 43,1 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika oder JAK-Inhibitoren waren nicht erlaubt.

Bei insgesamt 49,1 % der Patienten hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie und/oder JAK-Inhibitor versagt. Bei 87,5 %, 54,1 % bzw. 18 % hatte zuvor ein TNF-Blocker, Vedolizumab oder ein JAK-Inhibitor versagt, und bei 47,4 % hatte die Behandlung mit 2 oder mehr dieser Therapien versagt. Insgesamt 48,4 % der Patienten waren Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv, sowie 2,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 3).

In Woche 12 befand sich in der mit Guselkumab behandelten Gruppe ein signifikant größerer Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 3: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Induktion mit Behandlungs-
Endpunkt Placebo Guselkumab differenz
% 200 mg intravenösa
% (95 % KI)

Klinische Remissionb

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 23 % (N = 421) 15 % (10 %; 20 %)c Biologika- und 12 % (N = 137) 32 % (N = 202) 20 % (12 %; 28 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 14 %) Versagene

Symptomatische Remissionf

Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 50 % (N = 421) 29 % (23 %; 36 %)c Biologika- und 26 % (N = 137) 60 % (N = 202) 34 % (24 %; 44 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 14 % (N = 136) 38 % (N = 208) 24 % (16 %; 33 %) Versagene

Endoskopische Heilungg

Gesamtpopulation 11 % (N = 280) 27 % (N = 421) 16 % (10 %; 21 %)c Biologika- und 17 % (N = 137) 38 % (N = 202) 21 % (12 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 5 % (N = 136) 15 % (N = 208) 10 % (4 %; 16 %) Versagene

Klinisches Ansprechenh

Gesamtpopulation 28 % (N = 280) 62 % (N = 421) 34 % (27 %; 41 %)c Biologika- und 35 % (N = 137) 71 % (N = 202) 36 % (26 %; 46 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 20 % (N = 136) 51 % (N = 208) 32 % (22 %; 41 %) Versagene

Histo-endoskopische Mukosaheilungi

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 24 % (N = 421) 16 % (11 %; 21 %)c Biologika- und 11 % (N = 137) 33 % (N = 202) 22 % (13 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 15 %) Versagene Ansprechen bzgl. Fatiguej Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 41 % (N = 421) 20 % (13 %; 26 %)c Biologika- und 29 % (N = 137) 42 % (N = 202) 12 % (2 %; 23 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 13 % (N = 136) 38 % (N = 208) 25 % (17 %; 34 %) Versagene

Tabelle 3: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Induktion mit Behandlungs-
Endpunkt Placebo Guselkumab differenz
% 200 mg intravenösa
% (95 % KI)

IBDQ-Remissionk

Gesamtpopulation 30 % (N = 280) 51 % (N = 421) 22 % (15 %; 29 %)c Biologika- und 34 % (N = 137) 62 % (N = 202) 28 % (18 %; 38 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 24 % (N = 136) 39 % (N = 208) 15 % (5 %; 25 %) Versagene a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8.

b Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

c p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der Cochran-Mantel-Haenszel-Methode (an die folgenden Stratifizierungsfaktoren angepasst: Status bezüglich des Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagens und gleichzeitige Anwendung von Corticosteroiden zu Baseline).

d Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe und 11 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa.

f Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen
Blutungen von 0.

g Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

h Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der
rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.

i Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert.

j Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als
Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline, was als klinisch relevant galt.

k Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire) ≥ 170.

An QUASAR IS und der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung nahmen auch 48 Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 teil, darunter ein ES von 2 oder 3 und ein RBS ≥ 1. Bei Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 12, mit derjenigen der Gesamtpopulation der Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa konsistent.

Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz

Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet und diese gingen bis Woche 12 weiter zurück.

Erhaltungsstudie: QUASAR MS In QUASAR MS wurden 568 Patienten untersucht, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen zeigten. In QUASAR MS wurden diese Patienten randomisiert und erhielten über 44 Wochen eine subkutane Erhaltungstherapie mit entweder 100 mg Guselkumab alle 8 Wochen, 200 mg Guselkumab alle 4 Wochen oder Placebo.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 44 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 44 gehörten unter anderem die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, die corticosteroidfreie klinische Remission, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 4).

In Woche 44 befand sich in beiden mit Guselkumab behandelten Gruppen ein signifikant größerer
Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 4:EndpunktAnteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichtenPlacebo%Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektiona%Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%Guselkumab 100 mgBehandlungsdifferenz(95 % KI)Guselkumab 200 mg
Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Corticosteroidfreie klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Histo-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Aufrechterhaltung der klinischen Remission in Woche 44 bei Patienten, die 12 Wochen nach der Induktion eine klinische Remission erreicht hatten Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Tabelle 4:g g g g g g Endpunktc d f h d f d f j d f d f l d f q r Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) 37 % (N = 190) 46 % (N = 108) 24 % (N = 75) i 18 % (N = 190) 26 % (N = 108) 7 % (N = 75) 19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) k 17 % (N = 190) 23 % (N = 108) 8 % (N = 75) 43 % (N = 190) 54 % (N = 108) 28 % (N = 75) 34 % (N = 59) 34 % (N = 41) Placebo%(N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 66) (N = 43) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion45 % 50 % 40 % 70 % 74 % 65 % 45 % 50 % 40 % 49 % 53 % 45 % 44 % 50 % 38 % 78 % 83 % 70 % 61 % 65 % a%50 % (N = 190) 58 % (N = 96) 40 % (N = 88) 69 % (N = 190) 76 % (N = 96) 60 % (N = 88) 49 % (N = 190) 56 % (N = 96) 40 % (N = 88) 52 % (N = 190) 59 % (N = 96) 42 % (N = 88) 48 % (N = 190) 56 % (N = 96) 39 % (N = 88) 75 % (N = 190) 81 % (N = 96) 67 % (N = 88) 72 % (N = 69) 79 % (N = 48) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%(16 %; 34 %) (12 %; 36 %) (19 %; 42 %) (23 %; 41 %) (15 %; 40 %) (26 %; 52 %) (17 %; 34 %) (12 %; 36 %) (21 %; 43 %) (21 %; 38 %) (15 %; 40 %) (24 %; 48 %) (17 %; 34 %) (14 %; 38 %) (16 %; 39 %) (25 %; 43 %) (17 %; 41 %) (27 %; 54 %) (9 %; 43 %) (9 %; 51 %) Guselkumab 100 mg25 % 24 % 30 % 32 % 28 % 39 % 26 % 24 % 32 % 30 % 27 % 36 % 26 % 26 % 28 % 34 % 29 % 41 % 26 % 31 % Behandlungsdifferenze e e e e e m (95 % KI)(21 %; 38 %) (17 %; 41 %) (21 %; 44 %) (21 %; 40 %) (15 %; 41 %) (23 %; 50 %) (20 %; 38 %) (14 %; 39 %) (23 %; 45 %) (22 %; 40 %) (18 %; 42 %) (23 %; 46 %) (21 %; 38 %) (17 %; 42 %) (20 %; 43 %) (21 %; 40 %) (14 %; 39 %) (26 %; 53 %) (23 %; 54 %) (25 %; 62 %) Guselkumab 200 mg30 % e 29 % 32 % 31 % e 28 % 37 % 29 % e 27 % 34 % 31 % e 30 % 35 % 30 % e 30 % 31 % 31 % e 26 % 39 % 38 % e 45 %
Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Normalisierung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Tabelle 4:g g g Endpunktd f d f Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten27 % (N = 15) n 15 % (N = 190) 20 % (N = 108) 8 % (N = 75) o 29 % (N = 190) 36 % (N = 108) 19 % (N = 75) Placebo%(N = 20) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion60 % 35 % 38 % 31 % 51 % 51 % 47 % a%56 % (N = 18) 34 % (N = 190) 42 % (N = 96) 24 % (N = 88) 43 % (N = 190) 53 % (N = 96) 32 % (N = 88) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%(-1 %, 62 %) (10 %; 27 %) (6 %; 29 %) (10 %; 33 %) (11 %; 29 %) (2 %; 28 %) (13 %; 40 %) Guselkumab 100 mg33 % 18 % 17 % 21 % 20 % 15 % 27 % Behandlungsdifferenze e (95 % KI)(-6 %; 59 %) (9 %; 25 %) (6 %; 29 %) (6 %; 26 %) (3 %; 22 %) (3 %; 29 %) (1 %; 26 %) Guselkumab 200 mg29 % 17 % e 17 % 16 % 13 % m 16 % 13 %
IBDQ-Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen a Guselkumab 100 mg als subkutane Injektion alle 8 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. b Guselkumab 200 mg als subkutane Injektion alle 4 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. e p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. f Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe, 6 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 6 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. i Keine Behandlung mit Corticosteroiden für mindestens 8 Wochen vor Woche 44 erforderlich und Erfüllung der Kriterien für eine klinische Remission in Woche 44. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. k Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert. l Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. m p < 0,01, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. n Ein Subscore der Endoskopie von 0. o Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, was als klinisch relevant galt. p Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (q Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung eine klinische Remission erreicht hatten. r Weitere 3 Patienten in der Placebo-Gruppe, 3 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.gp d f37 % (N = 190) 49 % (N = 108) 19 % (N = 75)(N = 188) (N = 105) (N = 77)64 % 68 % 58 % Inflammatory Bowel Disease Questionnaire64 % (N = 190) 74 % (N = 96) 53 % (N = 88)(17 %; 36 %) (6 %; 32 %) (26 %; 50 %)26 % 19 % 38 %e) ≥ 170.(16 %; 35 %) (11 %; 37 %) (23 %; 48 %)26 % e 24 % 35 %

In QUASAR IS und QUASAR MS wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Körpergewicht und vorheriger Biologikatherapie oder Behandlung mit einem JAK-Inhibitor durchgängig nachgewiesen.

In QUASAR MS profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Klinisch relevante numerische Unterschiede von > 15 % wurden zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen bei Patienten mit einem CRP-Wert von > 3 mg/l nach Abschluss der Induktionsdosierung bei den folgenden Endpunkten in Woche 44 beobachtet: klinische Remission (48 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), Aufrechterhaltung der klinischen Remission (88 % unter 200 mg q4w gegenüber 50 % unter 100 mg q8w), corticosteroidfreie klinische Remission (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), endoskopische Heilung (52 % unter 200 mg q4w gegenüber 35 % unter 100 mg q8w) und histo-endoskopische Mukosaheilung (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 29 % unter 100 mg q8w).

QUASAR MS umfasste 31 Patienten mit einem mMS-Wert zu Baseline der Induktion von 4, einschließlich eines ES von 2 oder 3 und eines RBS ≥ 1, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. Bei diesen Patienten war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 44, mit derjenigen der Gesamtpopulation konsistent.

Symptomatische Remission im Zeitverlauf

In QUASAR MS war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 wurde in beiden Guselkumab-Behandlungsgruppen bis Woche 44 aufrechterhalten, während in der Placebo-Gruppe ein Rückgang beobachtet wurde (Abbildung 1):

Abbildung 1: Anteil der Patienten in QUASAR MS in symptomatischer Remission bis Woche 44

Woche 24: Responder unter Guselkumab-Erhaltungstherapie

Mit Guselkumab behandelte Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen zeigten, erhielten in den Wochen 12, 16 und 20 jeweils 200 mg Guselkumab subkutan. In QUASAR IS erreichten 66/120 (55 %) der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen gezeigt hatten, in Woche 24 ein klinisches Ansprechen.

Patienten, die in Woche 24 auf Guselkumab ansprachen, nahmen an QUASAR MS teil und erhielten Guselkumab 200 mg subkutan alle 4 Wochen. In Woche 44 von QUASAR MS wurde das klinische Ansprechen bei 83/123 (67 %) dieser Patienten aufrechterhalten und 37/123 (30 %) erreichten eine klinische Remission.

Wiederherstellung der Wirksamkeit nach Verlust des Ansprechens auf Guselkumab

Neunzehn Patienten, die Guselkumab 100 mg subkutan q8w erhielten und bei denen es zwischen Woche 8 und 32 von QUASAR MS zu einem erstmaligen Verlust des Ansprechens kam (10 %), erhielten Guselkumab verblindet in einer Dosis von 200 mg Guselkumab subkutan q4w; nach 12 Wochen erreichten 11 dieser Patienten (58 %) ein symptomatisches Ansprechen und 5 Patienten (26 %) eine symptomatische Remission.

Histologische und endoskopische Beurteilung

Eine histologische Remission war definiert als ein histologischer Geboes-Score ≤ 2 B.0 (keine Neutrophilen in der Mukosa [sowohl Lamina propria als auch Epithel], keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem). In QUASAR IS erreichten 40 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 19 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine histologische Remission. In QUASAR MS erreichten 59 % bzw. 61 % der Patienten, die mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. Guselkumab 200 mg subkutan q4w behandelt wurden, sowie 27 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 44 eine histologische Remission.

Die Normalisierung des endoskopischen Erscheinungsbildes der Mukosa war als ES von 0 definiert. In QUASAR IS erreichten 15 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 5 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine endoskopische Normalisierung.

Kombinierte histo-endoskopische mukosabezogene Ergebnisse

Eine kombinierte symptomatische Remission, endoskopische Normalisierung, histologische Remission und fäkales Calprotectin ≤ 250 mg/kg wurde bei einem größeren Anteil der mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in Woche 44 erreicht (22 % bzw. 28 % gegenüber 9 %).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In Woche 12 von QUASAR IS zeigten Patienten, die Guselkumab erhielten, im Vergleich zu Placebo größere und klinisch relevante Verbesserungen gegenüber Baseline hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD), die anhand des IBDQ-Gesamtscores sowie aller IBDQ-Domänenscores (Darmbeschwerden einschließlich Bauchschmerzen und Stuhldrang, systemische Funktion, emotionale Funktion und soziale Funktion) ermittelt wurden. Diese Verbesserungen hielten bei den mit Guselkumab behandelten Patienten in QUASAR MS bis Woche 44 an.

Colitis-ulcerosa-bedingte Hospitalisierungen

Bis Woche 12 von QUASAR IS mussten weniger Patienten in der Guselkumab-Gruppe als in der Placebo-Gruppe aufgrund von Colitis ulcerosa hospitalisiert werden (1,9 %, 8/421 gegenüber 5,4 %, 15/280).

ASTRO

In der ASTRO-Studie wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen; oder Placebo.

Insgesamt wurden 418 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 40 Jahre (18 – 80 Jahre); 38,8 % waren weiblich; und 64,6 % wurden als Weiße, 28,9 % als Asiaten und 3,1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder orale Corticosteroide (bis zu 20 mg/Tag Prednison oder gleichwertig) in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 77,3 % der Patienten Aminosalicylate, 20,1 % der Patienten Immunmodulatoren und 32,8 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika, JAK-Inhibitoren oder S1PRMs waren nicht erlaubt. Bei insgesamt 40,2 % der Patienten hatten zuvor mindestens eine Biologikatherapie, eine Therapie mit einem JAK-Inhibitor und/oder S1PRM versagt, 58,1 % waren Biologika-, JAK-Inhibitor- und S1PRM-naiv sowie 1,7 % hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

In der ASTRO-Studie war der primäre Endpunkt die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen und die histologisch-endoskopische Mukosaheilung (siehe Tabelle 5). Zu den sekundären Endpunkten in Woche 24 gehörten die klinische Remission und die endoskopische Heilung (siehe Tabelle 6).

Tabelle 5:EndpunktAnteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichtenPlacebo%Guselkumab 400 mgs.c. Induktion%aBehandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)b
Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 5:g g g g Endpunktf f f f Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichtench id6 % (N = 139) 9 % (N = 79) 4 % (N = 56) 21 % (N = 139) 25 % (N = 79) 14 % (N = 56) 13 % (N = 139) 18 % (N = 79) 7 % (N = 56) 35 % (N = 139) 42 % (N = 79) 25 % (N = 56)Placebo%Guselkumab 400 mg28 % (N = 279) 36 % (N = 164) 16 % (N = 112) 51 % (N = 279) 59 % (N = 164) 41 % (N = 112) 37 % (N = 279) 46 % (N = 164) 24 % (N = 112) 66 % (N = 279) 71 % (N = 164) 57 % (N = 112) s.c. Induktion%a21 % (15 %, 28 %) 27 % (18 %, 37 %) 12 % (3 %, 20 %) 30 % (22 %, 39 %) 34 % (22 %, 46 %) 26 % (13 %, 39 %) 24 % (17 %, 32 %) 28 % (17 %, 40 %) 16 % (6 %, 26 %) 31 % (22 %, 40 %) 30 % (17 %, 43 %) 31 % (17 %, 45 %) Behandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)e e e e b
Histologisch-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor, und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion b Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. i Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität und Geboes-Score ≤ 3,1 (Neutrophileninfiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe)gf11 % (N = 139) 14 % (N = 79) 7 % (N = 56) inj Woche 0, Woche 4 und Woche 830 % (N = 279) 38 % (N = 164) 19 % (N = 112)20 % (12 %, 27 %) 25 % (14 %, 35 %) 11 % (1 %, 20 %)e
Tabelle 6: Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 6: Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen. b Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen. c Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe, 1 Patient in der 100 mg Guselkumab-Gruppe und 2 Patienten in der 200 mg Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder SIPRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne FriabilitätEndpunkt EndpunktAnteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten f Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten fd g gPlacebo (N = 139) (N = 79) (N = 56) Placebo h (N = 139) (N = 79) (N = 56)% 9 % 13 % 5 %% 12 % 18 % 5 %Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 35 % (N = 139) 49 % (N = 81) 16 % (N = 57) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 40 % (N = 139) 54 % (N = 81) 19 % (N = 57)%%a aGuselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 36 % (N = 140) 43 % (N = 83) 27 % (N = 55) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 45 % (N = 140) 52 % (N = 83) 36 % (N = 55)%%b bGuselkumab 100 mg (17 %, 35 %) (24 %, 50 %) (-1 %, 21 %) Guselkumab 100 mg (18 %, 38 %) (23 %, 51 %) (1 %, 25 %)Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 26 % 37 % 10 % Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 28 % 37 % 13 %e eGuselkumab (18 %, 36 %) (18 %, 44 %) Guselkumab (23 %, 42 %) (21 %, 48 %) (17 %, 44 %)200 mg 27 % 31 % 21 % (9 %, 34 %) 200 mg 33 % 34 % 30 %c e c e
Symptomatische Remission im Zeitverlauf
In ASTRO war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0, der bis Woche 12 beobachtet wurde. Ein größerer Anteil der Patienten erreichte in den Guselkumab-Behandlungsgruppen eine symptomatische Remission im Vergleich zur Placebogruppe (Abbildung 2): Abbildung 2:Anteil der Patienten in symptomatischer Remission bis Woche 12 in ASTRO
Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 im Vergleich zu Placebo eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet.
Histologische und endoskopische Beurteilung Eine histologische Remission in Woche 12 wurde bei 44 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, verglichen mit 20 % der Patienten unter Placebo.
Endoskopische Normalisierung in Woche 24 wurde bei 21 % bzw. 26 % der Patienten erreicht, die Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg in Woche 16 und danach alle 8 Wochen oder einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg in Woche 12 und danach alle 4 Wochen erhalten haben, verglichen mit 4 % der Patienten unter Placebo.
Abdominalschmerz und Stuhldrang Ein größerer Anteil der Patienten, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, hatte in Woche 12 im Vergleich zu Placebo keine abdominalen Schmerzen (56 % vs. 31 %) und keinen Stuhldrang (49 % vs. 24 %).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität Die krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem IBDQ erfasst. Ein größerer Anteil der Patienten in der kombinierten 400 mg subkutanen Guselkumab-Gruppe (61 %) erreichte in Woche 12 eine IBDQ-Remission im Vergleich zur Placebogruppe (34 %).
Morbus Crohn
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei klinischen Phase-III-Studien bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn untersucht, die entweder auf orale Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Zwei dieser drei Studien waren identisch konzipierte multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo- und aktivkontrollierte (Ustekinumab) 48-wöchige Parallelgruppenstudien (GALAXI 2 und GALAXI 3) und eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte 24-wöchige Parallelgruppenstudie (GRAVITI). Alle drei Studien hatten ein Treat-through-Studiendesign: Patienten, die mit Guselkumab (oder Ustekinumab für GALAXI 2 und GALAXI 3) randomisiert wurden, behielten diese Behandlungszuordnung für die Dauer der Studie bei.
GALAXI 2 und GALAXI 3 In den Phase-III-Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score ≤ 450 und einen SES-CD-Score Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) definiert. Weitere Kriterien für GALAXI 2/3 waren eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) > 3 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP,(Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) abdominal pain) > 1.(Crohn's Disease Activity Index)von ≥ 220 und von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für
In den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurden die Patienten in einem Verhältnis von 2:2:2:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Ustekinumab ca. 6 mg/kg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Ustekinumab 90 mg q8w; oder Placebo. Placebo-Non-Responder erhielten Ustekinumab ab Woche 12.
Insgesamt wurden 1 021 Patienten in GALAXI 2 (n = 508) und GALAXI 3 (n = 513) untersucht. Das mediane Alter betrug 34 Jahre (18 - 83 Jahre), 57,6 % waren männlich; und 74,3 % wurden als Weiße, 21,3 % als Asiaten und 1,5 % als Schwarze identifiziert.
Bei 52,8 % der Patienten in GALAXI 2 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,6 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 7,5 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt); 41,9 % waren Biologika-naiv und 5,3 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 37,4 % der Patienten orale Corticosteroide und 29,9 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Bei 51,9 % der Patienten in GALAXI 3 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,3 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 9,6 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt), 41,5 % waren Biologika-naiv und 6,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 36,1 % der Patienten orale Corticosteroide und 30,2 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Endpunkte im Vergleich zu Placebo in GALAXI 2 und GALAXI 3 sind in den Tabellen 7 (Woche 12) und 8 (Woche 48) dargestellt. Die Ergebnisse der wichtigsten sekundären Endpunkte in Woche 48 im Vergleich zu Ustekinumab sind in den Tabellen 9 und 10 dargestellt.
Tabelle 7: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichtenPlacebo%GALAXI 2Guselkumab i.v. Induktion%aPlacebo%GALAXI 3Guselkumab i.v. Induktion%a
Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamtpopulation Tabelle 7: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte PRO-2-Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 – für diese Spalte wurden zwei Guselkumab-Behandlungsgruppen gepoolt, da die Patienten vor Woche 12 das gleiche intravenöse Induktions-Dosierungsschema erhielten. b Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. c Weitere 9 Patienten in der Placebogruppe und 38 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg intravenöse Gabe) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. d Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. e Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. f PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. g Ansprechen bezüglich Fatigue ist definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte in h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i p < 0,001 j p < 0,05d d d d dprimären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichtenc c f c c cb in Woche 12 in Woche 12h22 % (N = 76) 18 % (N = 34) 23 % (N = 39) e in Woche 12 11 % (N = 76) Placebo 15 % (N = 34) 5 % (N = 39) 21 % (N = 76) 24 % (N = 34) 13 % (N = 39) g 29 % (N = 76) 32 % (N = 34) 26 % (N = 39) in Woche 12 1 % (N = 76) 3 % (N = 34) 0 % (N = 39)% in Woche 12GALAXI 247 % 50 % (N = 121) 45 % (N = 150) 38 % 51 % (N = 121) 27 % (N = 150) 43 % 43 % (N = 121) 41 % (N = 150) 45 % 48 % (N = 121) 41 % (N = 150) 15 % (N = 289) 22 % (N = 121)Guselkumab i.v. Induktion 9 % (N = 150)i (N = 289) i (N = 289)% i (N = 289) j (N = 289)a15 % (N = 72) 15 % (N = 27) 15 % (N = 39) 14 % (N = 72) Placebo 22 % (N = 27) 8 % (N = 39) 14 % (N = 72) 15 % (N = 27) 13 % (N = 39) 18 % (N = 72) 19 % (N = 27) 18 % (N = 39) 8 % (N = 72) 19 % (N = 27) 0 % (N = 39) Fatigue-Kurzfragebogen 7a%GALAXI 347 % 50 % (N = 123) 47 % (N = 150) 36 % Guselkumab i.v. Induktion 41 % (N = 123) 31 % (N = 150) 42 % 47 % (N = 123) 39 % (N = 150) 43 % 46 % (N = 123) 43 % (N = 150) 16 % (N = 293) 25 % (N = 123) 9 % (N = 150).i (N = 293) i (N = 293)% i (N = 293) i (N = 293)a
Tabelle 8: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigstensekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten PlaceboGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 2aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. InjektionbPlacebo (N = 72)Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 3aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektionb
Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Tabelle 8: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten(N = 76) sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten Placebo12 %Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion45 % (N = 143) GALAXI 2ec ain Woche 48 (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion51 %f e b14 % (N = 72) Placebo (N = 72)(N = 143) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion44 % GALAXI 3e aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion48 % (N = 150)e b
Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. c Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. d Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. e p < 0,001 f Teilnehmer, die in Woche 12 Kriterien für das unzureichende Ansprechen erfüllten, wurden in Woche 48 als Non-Responder betrachtet, unabhängig vom Behandlungsarm.(N = 76)7 %d in Woche 48 38 % (N = 143)ef (N = 146)38 %e(N = 72)6 %(N = 143)33 %e36 % (N = 150)e
Tabelle 9: Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopische Remission Gesamt-population Klinische Remission Gesamt-population Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Dauerhafte klinische Remission Gesamt-population Tabelle 9: PRO-2-Remission Gesamt-population a b c d e f g h i j k lUstekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. Die dauerhafte klinische Remission ist definiert als CDAI < 150 für ≥ 80 % aller Besuche zwischen Woche 12 und Woche 48 (mindestens 8 von 10 Besuchen), die Woche 48 umfassen müssen. PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. p < 0,05 Ansprechen in Woche 48 wurde unabhängig vom klinischen Ansprechen in Woche 12 ausgewertetAnteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion6 mg/kg 39 % (N = 143) 42 % (N = 143) 20 % (N = 143) g 65 % (N = 143) 61 % (N = 143) 45 % (N = 143) 6 mg/kg j in Woche 48 59 % (N = 143)in Woche 48GALAXI 2 a e f in Woche 48 GALAXI 2 aGuselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion in Woche 48 i in Woche 48 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion42 % (N = 143) 49 % (N = 143) 27 % (N = 143) 64 % (N = 143) 63 % (N = 143) 46 % (N = 143) 60 % (N = 143)l h in Woche 48b bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146)49 % 56 % 24 % 75 % l 71 % 52 % 69 %c cUstekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion d (N = 148) Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion6 mg/kg in Woche 48 28 % (N = 148) 32 % (N = 148) 13 % (N = 148) 61 % (N = 148) 59 % (N = 148) 39 % 6 mg/kg 53 % (N = 148)a aGALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg s.c. Injektion (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) GALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg s.c. Injektion (N = 143)q8w 41 % 47 % 24 % 66 % 64 % 50 % q8w 58 %b k k bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektionc 45 % k (N = 150) 49 % (N = 150) 19 % (N = 150) 66 % (N = 150) 64 % (N = 150) 49 % (N = 150) c 56 % (N = 150)
Tabelle 10: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Tabelle 10: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Klinische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Ustekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. c Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. d Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. e Weitere 14 Patienten in der Ustekinumab-Gruppe, 21 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg subkutane Injektion q4w) und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (100 mg subkutane Injektion q8w) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. f Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. g Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.f f f fWirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten e e e Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten eUstekinumab 6 mg/kg Ustekinumab 6 mg/kg i in Woche 48i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 34 % (N = 291) 43 % (N = 121) 26 % (N = 156) 37 % (N = 291) 43 % (N = 121) 31 % (N = 156) h 16 % (N = 291) 19 % (N = 121) 13 % (N = 156) i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 63 % (N = 291) 75 % (N = 121) 53 % (N = 156)g in Woche 48 in Woche 48a aGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 42 % (N = 286) 51 % (N = 116) 37 % (N = 153) 48 % (N = 286) 59 % (N = 116) 43 % (N = 153) 25 % (N = 286) 34 % (N = 116) 21 % (N = 153) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 65 % (N = 286) 73 % (N = 116) 61 % (N = 153)b bd in Woche 48Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 47 % (N = 296) 55 % (N = 128) 41 % (N = 147) 53 % (N = 296) 59 % (N = 128) 47 % (N = 147) 21 % (N = 296) 27 % (N = 128) 14 % (N = 147) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 70 % (N = 296) 77 % (N = 128) 64 % (N = 147)c c
In GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Abstammung und Körpergewicht durchgängig nachgewiesen.
In der Subpopulationsanalyse der gepoolten GALAXI Phase-III-Studien profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Ein klinisch relevanter Unterschied zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen wurde bei Patienten mit einem CRP-Spiegel von > 5 mg/l nach Abschluss der Induktion für die Endpunkte der klinischen Remission in Woche 48 beobachtet (100 mg subkutan q8w: 54,1 % vs. 200 mg subkutan q4w: 71,0 %); endoskopisches Ansprechen in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 36,5 % vs. 200 mg subkutan q4w: 50,5 %); und PRO-2-Remission in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 51,8 % vs. 200 mg subkutan q4w: 61,7 %).
Klinische Remission im Zeitverlauf
Die CDAI-Scores wurden bei jedem Patientenbesuch aufgezeichnet. Der Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 ist in Abbildung 3 dargestellt. Abbildung 3: Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 GALAXI 2 und

GALAXI 3 (gepoolt)

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

Größere Verbesserungen gegenüber Baseline wurden in Woche 12 in Guselkumab-Behandlungsgruppen im Vergleich zu Placebo hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores bewertet wurde. Die Verbesserungen hielten in beiden Studien bis Woche 48 an.

GRAVITI In der Phase-III-Studie GRAVITI wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score (Crohn's Disease Activity Index) von ≥ 220 und ≤ 450 und einen SES-CD-Score (Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) sowie eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) ≥ 4 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP, abdominal pain) ≥ 2.

In der Studie GRAVITI wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Placebo. Alle Patienten in der Placebogruppe, die die Rescue-Kriterien erfüllten, erhielten in den Wochen 16, 20 und 24 die Induktionsdosierung mit Guselkumab 400 mg subkutan, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w.

Insgesamt wurden 347 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 36 Jahre (18 - 83 Jahre), 58,5 % waren männlich, und 66 % wurden als Weiße, 21,9 % als Asiaten und 2,6 % als Schwarze identifiziert.

Bei 46,4 % der Patienten in der GRAVITI-Studie hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt; 46,4 % waren Biologika-naiv und 7,2 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 29,7 % der Patienten orale Corticosteroide und 28,5 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.

Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte im Vergleich zu Placebo in Woche 12 sind in Tabelle 11 dargestellt.

Tabelle 11: Anteil der Patienten in GRAVITI, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten

Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission b in Woche 12PlaceboGuselkumab 400 mg s.c. Injektion a
Gesamtpopulation21 % (N = 117)56 % c (N = 230)
Biologika-naiv d25 % (N = 56)50 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e Endoskopisches Ansprechen f in Woche 1217 % (N = 53)60 % (N = 108)
Gesamtpopulation21 % (N = 117)41 % c (N = 230)
Biologika-naiv d27 % (N = 56)49 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte Klinisches Ansprechen g in Woche 1217 % (N = 53)33 % (N = 108)
Gesamtpopulation33 % (N = 117)73 % c (N = 230)
Biologika-naiv d38 % (N = 56)68 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e PRO-2-Remission h in Woche 1228 % (N = 53)78 % (N = 108)
Gesamtpopulation17 % (N = 117)49 % c (N = 230)
Biologika-naiv d18 % (N = 56)44 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e17 % (N = 53)52 % (N = 108)

a Guselkumab 400 mg subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 b Klinische Remission: CDAI-Score < 150 c p< 0,001 d Weitere 8 Patienten in der Placebo-Gruppe und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (400 mg subkutane Injektion) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.

f Endoskopisches Ansprechen: ≥ 50 % Verbesserung ab dem Ausgangswert in SES-CD-Score.

g Klinisches Ansprechen: ≥ 100-Punkte Reduktion ab dem Ausgangswert im CDAI-Score oder CDAI-Score < 150.

h PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.

Eine klinische Remission in Woche 24 wurde von einem signifikant größeren Anteil der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w im Vergleich zu Placebo behandelt wurden (60,9 % bzw. 58,3 % vs. 21,4 %, beide p-Werte < 0,001). Eine klinische Remission in Woche 48 wurde von 60 % bzw. 66,1 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion behandelt wurden, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Das endoskopische Ansprechen in Woche 48 wurde von 44,3 % bzw. 51,3 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w behandelt wurden (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In der GRAVITI-Studie wurden klinisch bedeutsame Verbesserungen der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores in Woche 12 und Woche 24 im Vergleich zu Placebo bewertet wurden.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Guselkumab eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden erreichte Guselkumab innerhalb von ca. 5,5 Tagen nach Dosisanwendung eine mittlere (± SD) maximale Serumkonzentration (Cmax) von 8,09 ± 3,68 µg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit von Guselkumab nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden wurde auf ca. 49 % geschätzt.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in Woche 0 und 4 und danach alle 8 Wochen die Steady-State-Serumkonzentration von Guselkumab in Woche 20 erreicht. Die mittlere (± SD) Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab betrug in zwei Phase-III-Studien in Patienten mit Plaque-Psoriasis 1,15 ± 0,73 µg/ml bzw. 1,23 ± 0,84 µg/ml. Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis war ähnlich wie bei Patienten mit Psoriasis. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in den Wochen 0, 4 und anschließend alle 8 Wochen lag die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab ebenfalls bei etwa 1,2 µg/ml. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q4w betrug die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab im Serum etwa 3,8 µg/ml.

Die Pharmakokinetik von Guselkumab war bei Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich. Nach der empfohlenen intravenösen Induktionsdosis mit Guselkumab 200 mg in den Wochen 0, 4 und 8 betrug die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration im Serum in Woche 8 bei Patienten mit Colitis ulcerosa 68,27 µg/ml und 70,5 μg/ml bei Patienten mit Morbus Crohn.

Nach der empfohlenen subkutanen Induktionsdosis von 400 mg Guselkumab in den Wochen 0, 4 und 8 wurde die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration in Woche 8 im Serum bei Patienten mit Colitis ulcerosa auf 28,8 μg/ml und bei Patienten mit Morbus Crohn auf 27,7 μg/ml geschätzt. Die systemische Gesamtexposition (AUC) nach dem empfohlenen Induktionsdosierungsschema war nach subkutaner und intravenöser Induktion vergleichbar.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,4 µg/ml bzw. 10,7 µg/ml.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,2 µg/ml bzw. 10,1 µg/ml.

Verteilung

Nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag das mittlere Verteilungsvolumen in der terminalen Phase (Vz) über die Studien hinweg im Bereich von ca. 7 bis 10 l.

Biotransformation

Der exakte Stoffwechselweg von Guselkumab wurde nicht charakterisiert. Es ist zu erwarten, dass Guselkumab als humaner IgG-mAk in der gleichen Weise wie endogenes IgG über katabole Wege zu kleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut wird.

Elimination

Die mittlere systemische Clearance (CL) nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag über die Studien hinweg im Bereich von 0,288 bis 0,479 l/Tag. Die mittlere Halbwertszeit (T1/2) von Guselkumab betrug über die Studien hinweg bei gesunden Probanden ca. 17 Tage und bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ca. 15 bis 18 Tage und bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn ca. 17 Tage.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik zeigten, dass die gleichzeitige Einnahme von NSARs, AZA, 6-MP, oralen Corticosteroiden und csDMARDs wie MTX die Clearance von Guselkumab nicht beeinflusste.

Linearität/Nicht-Linearität

Die systemische Guselkumab-Exposition (Cmax und AUC) nahm nach einer einzelnen subkutanen
Injektion über einen Dosisbereich von 10 mg bis 300 mg hinweg bei gesunden Probanden und
Patienten mit Plaque-Psoriasis in annähernd dosisproportionaler Weise zu. Die Guselkumab-
Serumkonzentration war nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder
Morbus Crohn ungefähr dosisproportional.

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Kindern und Jugendlichen mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn wurde nicht untersucht.

Ältere Patienten

Es wurden keine spezifischen Studien mit älteren Patienten durchgeführt. Von den 1 384 Plaque-Psoriasis-Patienten mit Guselkumab-Exposition im Rahmen der klinischen Phase-III-Studien, die in die populationsspezifische Analyse der Pharmakokinetik eingingen, waren 70 Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren, darunter 4 Patienten im Alter von mindestens 75 Jahren. Von den 746 Psoriasis-Arthritis-Patienten mit Guselkumab-Exposition in Rahmen der klinischen Phase-III-Studien waren insgesamt 38 Patienten 65 Jahre oder älter und kein Patient war 75 Jahre oder älter. Von den 859 Colitis-ulcerosa-Patienten, die in klinischen Phase-II/III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 52 Patienten 65 Jahre oder älter und 9 Patienten 75 Jahre oder älter. Von den 1 009 Morbus Crohn-Patienten, die in klinischen Phase-III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 39 Patienten 65 Jahre oder älter und 5 Patienten 75 Jahre oder älter.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zeigten, dass es bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren im Vergleich zu Patienten im Alter von < 65 Jahren keine offensichtlichen Veränderungen des CL/F-Schätzwerts gab, was darauf hindeutet, dass keine Dosisanpassung für ältere Patienten erforderlich ist. Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Es wurde keine spezifische Studie zur Ermittlung der Auswirkungen von Nieren- oder Leberfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Guselkumab durchgeführt. Die Elimination von unverändertem Guselkumab, einem IgG-mAk, über die Nieren ist vermutlich gering und von geringer Bedeutung; desgleichen wird nicht erwartet, dass Leberfunktionsstörungen die Guselkumab-Clearance beeinflussen, da die Elimination von IgG-mAk hauptsächlich über den intrazellulären Katabolismus erfolgt. Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen hatten die Kreatinin-Clearance oder die Leberfunktion keinen bedeutenden Einfluss auf die Guselkumab-Clearance.

Körpergewicht

Die Clearance und das Verteilungsvolumen von Guselkumab nehmen mit zunehmendem
Körpergewicht zu. Beobachtungsdaten aus klinischen Studien deuten jedoch darauf hin, dass eine
Dosisanpassung an das Körpergewicht nicht erforderlich ist.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- sowie prä- und postnataler Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen war Guselkumab bei intravenöser und subkutaner Anwendung gut verträglich. Eine wöchentliche subkutane Dosis von 50 mg/kg bei Affen ergab Expositionswerte (AUC) von mindestens dem 23-Fachen der maximalen klinischen Exposition nach einer intravenösen Dosis von 200 mg. Außerdem wurden bei der Durchführung der Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und in einer zielgerichteten pharmakologischen Studie zur Herz-Kreislauf-Sicherheit an Javaneraffen keine unerwünschten immuntoxischen Wirkungen oder pharmakologischen Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Sicherheit beobachtet.

Bei histopathologischen Untersuchungen wurden keine präneoplastischen Veränderungen beobachtet, weder bei Tieren, die bis zu 24 Wochen behandelt wurden noch nach einer anschließenden 12-wöchigen Erholungsphase, während der Wirkstoff im Serum feststellbar war.

Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder zum kanzerogenen Potential von Guselkumab
durchgeführt.

Bei einer postnatalen Messung an Tag 28 war Guselkumab in der Muttermilch von Javaneraffen nicht nachweisbar.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
Saccharose
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2° C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze oder den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

2 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, einer daran
befestigten Nadel und einer Nadelhülle, versehen mit einem automatischen Nadelschutz.

Tremfya ist in Packungen mit 1 Fertigspritze und Bündelpackungen mit 2 (2 x 1) Fertigspritzen
erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen

2 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, integriert in einen Fertigpen mit einem automatischen Nadelschutz.

Tremfya ist in einer Packung mit 1 Fertigpen und einer Bündelpackung mit 2 (2 x 1) Fertigpens
erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nach der Entnahme von Tremfya aus dem Kühlschrank ist die Fertigspritze oder der Fertigpen im Umkarton zu belassen und bis zur Injektion 30 Minuten zu warten, damit die Fertigspritze oder der Fertigpen Raumtemperatur erreicht. Die Fertigspritze oder der Fertigpen darf nicht geschüttelt werden.

Vor Gebrauch der Fertigspritze oder des Fertigpens empfiehlt es sich, diese visuell zu prüfen. Die Lösung soll klar und farblos bis hellgelb sein und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten. Tremfya darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder große Partikel enthält.

Jeder Packung liegt eine Anleitung mit dem Titel „Hinweise zur Anwendung“ bei, in welcher die
Vorbereitung und Anwendung der Fertigspritze oder des Fertigpens ausführlich beschrieben sind.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

EU/1/17/1234/006 (1 Fertigspritze)
EU/1/17/1234/007 (2 Fertigspritzen)

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen

EU/1/17/1234/008 (1 Fertigpen)
EU/1/17/1234/009 (2 Fertigpens)

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 2017

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2022

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 200 mg Guselkumab in 20 ml Lösung (10 mg/ml). Nach dem

Verdünnen enthält jeder ml 0,8 mg Guselkumab.

Guselkumab ist ein vollhumaner monoklonaler Immunglobulin-G1-Lambda(IgG1λ)-Antikörper (mAk), hergestellt durch rekombinante DNA-Technologie in einer CHO-Zelllinie (Chinese-Hamster-Ovary).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält 10 mg Polysorbat 80 (E 433) in jeder Durchstechflasche, entsprechend
0,5 mg/ml.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Die Lösung ist klar und farblos bis hellgelb, mit einem Ziel-pH-Wert von 5,8 und einer ungefähren Osmolarität von 302,7 mOsm/l.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Colitis ulcerosa

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

Morbus Crohn

Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, für die es indiziert ist.

Guselkumab 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung soll nur für die Induktionsdosis verwendet werden.

Dosierung

Colitis ulcerosa
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Siehe Fachinformation zu Tremfya 100 mg Injektionslösung und 200 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Morbus Crohn
Zur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:

  • 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8.

oder

  • 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je 200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya 200 mg Injektionslösung.

Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle 8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlung zeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle 4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Siehe Fachinformation zu Tremfya 100 mg Injektionslösung und 200 mg Injektionslösung.

Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlung mit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumab angesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.

Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesen
werden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.

Ausgelassene Dosis

Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, soll sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. Danach soll die Anwendung wieder zum regulären Zeitpunkt erfolgen.

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten

Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre und sehr begrenzte Erfahrungen zu Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren (siehe Abschnitt 5.2) vor.

Nieren- oder Leberfunktionsstörung Tremfya wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Funktionsstörungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendig erachtet werden. Bezüglich weiterer Angaben zur Elimination von Guselkumab siehe Abschnitt 5.2.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit
Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist bisher nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung ist nur für die intravenöse
Anwendung bestimmt. Die Infusionslösung soll über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde
infundiert werden. Jede Durchstechflasche ist nur zum Einmalgebrauch bestimmt. Hinweise zur
Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Gegenanzeigen

Schwerwiegende Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Infektionen

Guselkumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Behandlung sollte bei Patienten mit klinisch relevanten aktiven Infektionen erst nach dem Abklingen oder einer angemessenen Behandlung der Infektion eingeleitet werden.

Mit Guselkumab behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome einer klinisch relevanten chronischen oder akuten Infektion auftreten.

Wenn ein Patient eine klinisch relevante oder schwerwiegende Infektion entwickelt oder nicht auf die Standardtherapie reagiert, sollte er engmaschig überwacht und die Behandlung bis zum Abklingen der Infektion abgesetzt werden.

Tuberkulose-Untersuchung vor der Behandlung

Vor Beginn der Behandlung sollten die Patienten auf eine Tuberkulose (TB)-Infektion untersucht werden. Patienten, die Guselkumab erhalten, sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver TB in der Vorgeschichte, bei denen kein angemessener Behandlungsverlauf bestätigt werden kann, sollte vor dem Einleiten der Behandlung eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.

Überempfindlichkeit

Nach der Markteinführung wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen traten mehrere Tage nach der Behandlung mit Guselkumab auf, darunter Fälle mit Urtikaria und Dyspnoe. Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion sollte die Anwendung von Guselkumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Erhöhung der hepatischen Transaminasen

In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde bei Patienten, die mit Guselkumab q4w behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die mit Guselkumab q8w oder Placebo behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz von Leberenzymerhöhungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Bei der Verordnung von Guselkumab q4w bei Psoriasis-Arthritis wird empfohlen, die Leberenzymwerte zu Beginn und anschließend im Rahmen der routinemäßigen Patientenbehandlung zu überprüfen. Wenn Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase [ALT] oder Aspartat-Aminotransferase [AST] beobachtet werden und der Verdacht auf eine arzneimittelinduzierte Leberschädigung besteht, sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, bis diese Diagnose ausgeschlossen ist.

Impfungen

Vor dem Einleiten der Therapie sollte die Durchführung aller angebrachten Impfungen in
Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden. Bei mit
Guselkumab behandelten Patienten sollten keine Lebendimpfstoffe angewendet werden. Es liegen
keine Daten bezüglich des Ansprechens auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor.

Vor einer Impfung mit viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoffen muss die Behandlung nach der letzten Gabe für mindestens 12 Wochen ausgesetzt werden und kann frühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und Anleitung für die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollen die verordnenden Ärzte die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des spezifischen Impfstoffs heranziehen.

Sonstige Bestandteile

Enthält Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 10 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Durchstechflasche, entsprechend
0,5 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

Enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit CYP450-Substraten

In einer Phase-I-Studie mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis waren die Veränderungen der systemischen Expositionen (Cmax und AUCinf) von Midazolam, S-Warfarin, Omeprazol, Dextromethorphan und Coffein nach einer Einzeldosis von Guselkumab klinisch nicht relevant, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen zwischen Guselkumab und Substraten unterschiedlicher CYP-Enzyme (CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP1A2) unwahrscheinlich sind. Bei gleichzeitiger Anwendung von Guselkumab und CYP450-Substraten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Gleichzeitige Immunsuppressiva- oder Phototherapie

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab in Kombination mit Immunsuppressiva,
einschließlich Biologika oder Phototherapie wurden in Studien zu Psoriasis nicht untersucht. In
Studien zu Psoriasis-Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von Methotrexat (MTX) die
Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

In Studien zu Colitis ulcerosa und Morbus Crohn schien die gleichzeitige Anwendung von Immunmodulatoren (z. B. Azathioprin [AZA], 6-Mercaptopurin [6-MP]) oder Corticosteroiden die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 12 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Schwangerschaft

Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Guselkumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Tremfya während der Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Guselkumab in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt, dass menschliche IgGs in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen und bald darauf auf niedrige Konzentrationen absinken; daher kann ein Risiko für das gestillte Kind während dieser Zeit nicht ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau, sollte entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Tremfya-Therapie verzichtet wird. Bezüglich Angaben zum Übergang von Guselkumab in die Muttermilch von Tieren (Javaneraffen) siehe Abschnitt 5.3.

Fertilität

Die Auswirkung von Guselkumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Tremfya hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste Nebenwirkung war Infektion der Atemwege (ungefähr 8 % der Patienten in den Studien zu Colitis ulcerosa, 11 % der Patienten in den Studien zu Morbus Crohn und 15 % der Patienten in den klinischen Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis).

Das allgemeine Sicherheitsprofil bei Patienten, die mit Tremfya behandelt werden, ist bei Patienten mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Tabelle 1 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden, auf. Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien gemäß folgender Konvention eingestuft: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 1: Auflistung der Nebenwirkungen

SystemorganklasseHäufigkeitNebenwirkungen
Infektionen und parasitäreSehr häufigAtemwegsinfektionen
ErkrankungenGelegentlich Gelegentlich GelegentlichHerpes-simplex-Infektionen Tinea-Infektionen Gastroenteritis
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten SeltenÜberempfindlichkeit Anaphylaxie
Erkrankungen des NervensystemsHäufigKopfschmerzen
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufigDiarrhö
Erkrankungen der Haut und desHäufigAusschlag
UnterhautgewebesGelegentlichUrtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufigArthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufigReaktionen an der Injektionsstelle
UntersuchungenHäufig Gelegentlicherhöhte Transaminasen erniedrigte Neutrophilenzahl

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Erhöhte Transaminasen In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden während des placebokontrollierten Zeitraums in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormaler Leberfunktionstest, Hypertransaminasämie) berichtet (8,6 % in der 100-mg-subkutan-q4w-Gruppe und 8,3 % in der 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe) als in der Placebo-Gruppe (4,6 %). Über ein Jahr hinweg wurden Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (wie oben) bei 12,9 % der Patienten in der q4w-Gruppe und 11,7 % der Patienten in der q8w-Gruppe berichtet.

Bei den Laboruntersuchungen waren die meisten Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) ≤ 3 x der oberen Grenze des Normalwerts (upper limit of normal, ULN). Transaminasenerhöhungen von > 3 bis ≤ 5 x ULN und > 5 x ULN waren von geringer Häufigkeit und traten in der Guselkumab-q4w-Gruppe häufiger auf als in der Guselkumab-q8w-Gruppe (Tabelle 2). Bis zum Ende der zweijährigen klinischen Phase-III-Studie zur Psoriasis-Arthritis wurde ein ähnliches Häufigkeitsmuster bezüglich des Schweregrads und der Behandlungsgruppen beobachtet.

Tabelle 2: Häufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei
klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis
Bis zu Woche 24a Bis zu einem Jahrb

Placebo Guselkumab Guselkumab Guselkumab Guselkumab N = 370c 100 mg q8w 100 mg q4w 100 mg q8w 100 mg q4w N = 373c N = 371c N = 373c N = 371c

ALT

> 1 bis ≤ 3 x 30,0 % 28,2 % 35,0 % 33,5 % 41,2 %
ULN
> 3 bis ≤ 5 x 1,4 % 1,1 % 2,7 % 1,6 % 4,6 %
ULN
> 5 x ULN 0,8 % 0,8 % 1,1 % 1,1 % 1,1 %

AST

> 1 bis ≤ 3 x 20,0 % 18,8 % 21,6 % 22,8 % 27,8 %
ULN
> 3 bis ≤ 5 x 0,5 % 1,6 % 1,6 % 2,9 % 3,8 %
ULN
> 5 x ULN 1,1 % 0,5 % 1,6 % 0,5 % 1,6 %
a placebokontrollierter Zeitraum.

b Patienten, die zu Baseline bei der Randomisierung Placebo zugewiesen wurden und anschließend mit Guselkumab
behandelt wurden („Crossover“), sind nicht enthalten.

c Anzahl der Patienten mit mindestens einer Auswertung nach Baseline für den spezifischen Labortest innerhalb des
Zeitraums.

In den klinischen Studien zu Psoriasis war die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) für die Guselkumab-q8w-Dosis über ein Jahr hinweg ähnlich wie für die Guselkumab-q8w-Dosis in den klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis. Im Verlauf von 5 Jahren nahm die Inzidenz der Transaminasenerhöhung pro Jahr Guselkumab-Behandlung nicht zu. Die meisten Transaminasenerhöhungen waren ≤ 3 x ULN.

In den meisten Fällen war die Transaminasenerhöhung vorübergehend und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden während der placebokontrollierten Induktionsphase (Woche 0-12) in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen und erhöhter Leberfunktionstest) berichtet (1,7 % der Patienten) als in der Placebo-Gruppe (0,6 %). In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen, anormale Leberfunktion und erhöhter Leberfunktionstest) bei 3,4 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 4,1 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 2,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.

Basierend auf der Laborbeurteilung der gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn waren die Häufigkeiten der ALT- oder AST-Erhöhungen niedriger als die, die in den klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis beobachtet wurden. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden über den placebokontrollierten Zeitraum (Woche 12) hinweg ALT- (< 1 % der Patienten) und AST- (< 1 % der Patienten) Erhöhungen ≥ 3 x ULN in der mit Guselkumab behandelten Gruppe berichtet. In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr ALT- und/oder AST-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei 2,7 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 2,6 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 1,9 % in der Placebo-Gruppe berichtet. In den meisten Fällen war der Anstieg der Transaminasen vorübergehend und führte nicht zum Absetzen der Behandlung.

Erniedrigte Neutrophilenzahl In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde über den placebokontrollierten Zeitraum hinweg in der mit Guselkumab behandelten Gruppe die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl häufiger (0,9 %) berichtet als in der Placebo-Gruppe (0 %). Die Nebenwirkung verminderte Neutrophilenzahl wurde bei 0,9 % der mit Guselkumab behandelten Patienten über ein Jahr hinweg berichtet. In den meisten Fällen war die Abnahme der Neutrophilenzahl im Blut leicht, vorübergehend, nicht mit einer Infektion verbunden und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.

Gastroenteritis In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis einschließlich des placebokontrollierten Zeitraums trat Gastroenteritis häufiger in der mit Guselkumab behandelten Gruppe (1,1 %) als in der Placebo-Gruppe (0,7 %) auf. Bis Woche 264 berichteten 5,8 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten über eine Gastroenteritis. Die Gastroenteritis-Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend und hatten bis einschließlich Woche 264 kein Absetzen von Guselkumab zur Folge. In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war der beobachtete Anteil von Gastroenteritis während des placebokontrollierten Zeitraums ähnlich hoch wie die in den klinischen Studien zur Psoriasis.

Reaktionen an der Injektionsstelle In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis bis einschließlich Woche 48 waren 0,7 % der Guselkumab-Injektionen sowie 0,3 % der Placebo-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Bis Woche 264 waren 0,4 % der Guselkumab-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert. Reaktionen an der Injektionsstelle waren im Allgemeinen von leichtem bis mäßigem Schweregrad; waren nicht schwerwiegend und hatten einmal das Absetzen von Guselkumab zur Folge.

In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis war bis zu Woche 24 die Anzahl der Patienten, die über Reaktionen an einer oder mehreren Injektionsstellen berichteten, in den Guselkumab-Gruppen gering, jedoch etwas höher als in der Placebo-Gruppe; 5 (1,3 %) Patienten in der Guselkumab-q8w-Gruppe, 4 (1,1 %) Patienten in der Guselkumab-q4w-Gruppe und 1 (0,3 %) in der Placebo-Gruppe. Ein Patient setzte Guselkumab aufgrund einer Reaktion an der Injektionsstelle während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis ab. Über ein Jahr hinweg betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen an der Injektionsstelle berichteten, 1,6 % in der Guselkumab-q8w-Gruppe bzw. 2,4 % in der Guselkumab-q4w-Gruppe. Während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis war die Anzahl der Injektionen, die mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert war, insgesamt ähnlich der Anzahl, die in den klinischen Studien zur Psoriasis beobachtet wurde.

In der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa bis Woche 44 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7,9 % (2,5 % der Injektionen) in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w (Guselkumab 200 mg wurde in der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa als zwei Injektionen zu je 100 mg verabreicht); in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w wurden keine Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In den klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 4,1 % (0,8 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 1,4 % (0,6 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Insgesamt waren die Reaktionen an der Injektionsstelle leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

In einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelle berichteten, 7 % (1,3 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 4,3 % (0,7 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.

Immunogenität
Die Immunogenität von Guselkumab wurde mit Hilfe eines sensitiven und wirkstofftoleranten
Immunoassays untersucht.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritis entwickelten im Verlauf von bis zu 52 Behandlungswochen 5 % (n = 145) der mit Guselkumab behandelten Patienten Anti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibody, ADA). Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 8 % (n = 12) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,4 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In gepoolten Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis entwickelten etwa 15 % der bis zu 264 Wochen lang mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 5 % Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,76 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 12 % (n = 58) der bis zu 56 Wochen mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 16 % (n = 9) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 2 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer Phase-III-Analyse bis zu 24 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 5 % (n = 30) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 7 % (n = 2) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,3 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer klinischen Phase-III-Studie bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit subkutaner Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 % (n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In klinischen Studien wurden intravenöse Dosen von Guselkumab bis zu 1 200 mg sowie subkutane Dosen von bis zu 400 mg als eine Einzeldosis ohne Auftreten dosislimitierender Toxizität verabreicht. Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen überwacht werden und es muss unverzüglich eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC16.

Wirkmechanismus

Guselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper (mAk), der über die
Antigenbindungsstelle selektiv das Interleukin(IL)-23-Protein mit hoher Spezifität und Affinität
bindet. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die
Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Guselkumab die IL-23-abhängige
Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis sind die IL-23-Spiegel in der Haut erhöht. Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sind die IL-23-Spiegel im Kolongewebe erhöht. In in-vitro-Modellen wurde gezeigt, dass Guselkumab die Bioaktivität von IL-23 inhibiert, indem es dessen Interaktion mit dem IL-23-Zelloberflächenrezeptor verhindert. Dadurch werden die IL-23 abhängigen Signal-, Aktivierungs- und Zytokinkaskaden unterbrochen. Die klinischen Wirkungen von Guselkumab bei Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn beruhen auf der Inhibierung des IL-23-Zytokin-Wegs.

Myeloide Zellen, die den Fc-Gamma-Rezeptor 1 (CD64, Cluster of Differentiation 64) exprimieren, sind nachweislich eine vorherrschende Quelle von IL-23 in entzündetem Gewebe bei Psoriasis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Guselkumab bindet in vitro an CD64 und blockiert IL-23. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Guselkumab in der Lage ist, IL-23 an der zellulären Entzündungsquelle zu neutralisieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer reduzierten Expression von Genen des IL-23/Th17-Signalwegs und von Psoriasis-assoziierten Genexpressionsprofilen. Das ergaben Analysen der mRNA aus Hautläsionsbiopsien von Patienten mit Plaque-Psoriasis in Woche 12 im Vergleich zu Baseline. In derselben Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer Verbesserung histologischer Messgrößen der Psoriasis in Woche 12, u.a. zu einer Reduzierung der Epidermisdicke und der T-Zell-Dichte. Außerdem waren bei mit Guselkumab behandelten Patienten in Phase-II- und Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis reduzierte IL-17A-, IL-17F- und IL-22-Serumspiegel im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Diese Ergebnisse decken sich mit dem beobachteten klinischen Nutzen der Guselkumab-Behandlung bei Plaque-Psoriasis.

In Phase-III-Studien bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren die Serumspiegel der Akute-Phase-Proteine C-reaktives Protein, Serumamyloid A und IL-6 sowie der Th17-Effektorzytokine IL-17A, IL-17F und IL-22 zu Beginn der Studie erhöht. Guselkumab senkte die Spiegel dieser Proteine innerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung ab. Guselkumab verringerte die Spiegel dieser Proteine weiter bis zu Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert und auch zu Placebo.

Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn führte die Behandlung mit Guselkumab bis Woche 12 der Induktion zu einer Abnahme der Entzündungsmarker, einschließlich des C-reaktiven Proteins (CRP) und fäkalen Calprotectins, die während der einjährigen Erhaltungstherapie aufrechterhalten wurde. Die Serumproteinspiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ waren bereits in Woche 4 reduziert und sanken bis Woche 12 der Induktion weiter ab. Guselkumab reduzierte auch die RNA-Spiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ in den Biopsien der Kolonmukosa in Woche 12.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Colitis ulcerosa

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien (QUASAR intravenöse Induktionsstudie, QUASAR-Erhaltungsstudie und ASTRO subkutane Induktionsstudie) bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa untersucht, die auf Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP), Biologika (TNF-Blocker, Vedolizumab), einen Januskinase (JAK)-Inhibitor und/oder Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (S1PRM), ausschließlich in der ASTRO Studie, unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IIb-Induktionsstudie zur Dosisfindung (QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung) untersucht, in die eine vergleichbare Patientenpopulation mit Colitis ulcerosa wie in die Phase-III-Induktionsstudie eingeschlossen wurde.

Die Krankheitsaktivität wurde anhand des modifizierten Mayo-Scores (mMS) bewertet, einem 3-Komponenten-Mayo-Score (0–9), der sich aus der Summe der folgenden Subscores (0 bis 3 für jeden Subscore) zusammensetzt: Stuhlfrequenz (SFS), rektale Blutungen (RBS) und Befunde der zentral überprüften Endoskopie (ES). Eine mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa war als mMS zwischen 5 und 9, RBS ≥ 1 und ES von 2 (definiert als ausgeprägtes Erythem, fehlendes vaskuläres Muster, Friabilität und/oder Erosionen) oder ES von 3 (definiert als Spontanblutung und Ulzeration) definiert.

Induktionsstudie: QUASAR IS In der Induktionsstudie QUASAR IS wurden die Patienten im Verhältnis 3:2 randomisiert, um entweder Guselkumab 200 mg oder Placebo als intravenöse Infusion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 zu erhalten. Insgesamt wurden 701 Patienten untersucht. Zu Baseline betrug der mediane mMS 7, wobei 35,5 % der Patienten einen Baseline-mMS von 5 bis 6 und 64,5 % einen mMS von 7 bis 9 sowie 67,9 % der Patienten einen Baseline-ES von 3 aufwiesen. Das mediane Alter betrug 39 Jahre (18 - 79 Jahre); 43,1 % waren weiblich und 72,5 % wurden als Weiße, 21,4 % als Asiaten und 1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, MTX, 6-MP, AZA und/oder orale Corticosteroide in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 72,5 % der Patienten Aminosalicylate, 20,8 % der Patienten Immunmodulatoren (MTX, 6-MP oder AZA) und 43,1 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika oder JAK-Inhibitoren waren nicht erlaubt.

Bei insgesamt 49,1 % der Patienten hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie und/oder JAK-Inhibitor versagt. Bei 87,5 %, 54,1 % bzw. 18 % hatte zuvor ein TNF-Blocker, Vedolizumab oder ein JAK-Inhibitor versagt, und bei 47,4 % hatte die Behandlung mit 2 oder mehr dieser Therapien versagt. Insgesamt 48,4 % der Patienten waren Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv, sowie 2,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 3).

In Woche 12 befand sich in der mit Guselkumab behandelten Gruppe ein signifikant größerer Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 3: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Endpunkt Placebo Induktion mit Behandlungs-
% Guselkumab differenz
200 mg intravenösa (95 % KI)
%
Klinische Remissionb

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 23 % (N = 421) 15 % (10 %; 20 %)c Biologika- und 12 % (N = 137) 32 % (N = 202) 20 % (12 %; 28 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 14 %) Versagene

Symptomatische Remissionf

Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 50 % (N = 421) 29 % (23 %; 36 %)c Biologika- und 26 % (N = 137) 60 % (N = 202) 34 % (24 %; 44 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 14 % (N = 136) 38 % (N = 208) 24 % (16 %; 33 %) Versagene

Endoskopische Heilungg

Gesamtpopulation 11 % (N = 280) 27 % (N = 421) 16 % (10 %; 21 %)c Biologika- und 17 % (N = 137) 38 % (N = 202) 21 % (12 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 5 % (N = 136) 15 % (N = 208) 10 % (4 %; 16 %) Versagene

Klinisches Ansprechenh

Gesamtpopulation 28 % (N = 280) 62 % (N = 421) 34 % (27 %; 41 %)c Biologika- und 35 % (N = 137) 71 % (N = 202) 36 % (26 %; 46 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 20 % (N = 136) 51 % (N = 208) 32 % (22 %; 41 %) Versagene

Histo-endoskopische Mukosaheilungi

Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 24 % (N = 421) 16 % (11 %; 21 %)c Biologika- und 11 % (N = 137) 33 % (N = 202) 22 % (13 %; 30 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 15 %) Versagene Ansprechen bzgl. Fatiguej Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 41 % (N = 421) 20 % (13 %; 26 %)c Biologika- und 29 % (N = 137) 42 % (N = 202) 12 % (2 %; 23 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 13 % (N = 136) 38 % (N = 208) 25 % (17 %; 34 %) Versagene

Tabelle 3: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12
erreichten
Endpunkt Placebo Induktion mit Behandlungs-
% Guselkumab differenz
200 mg intravenösa (95 % KI)
%
IBDQ-Remissionk

Gesamtpopulation 30 % (N = 280) 51 % (N = 421) 22 % (15 %; 29 %)c Biologika- und 34 % (N = 137) 62 % (N = 202) 28 % (18 %; 38 %) JAK-Inhibitor-naivd Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor- 24 % (N = 136) 39 % (N = 208) 15 % (5 %; 25 %) Versagene a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8.

b Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

c p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der Cochran-Mantel-Haenszel-Methode (an die folgenden Stratifizierungsfaktoren angepasst: Status bezüglich des Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagens und gleichzeitige Anwendung von Corticosteroiden zu Baseline).

d Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe und 11 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa.

f Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen
Blutungen von 0.

g Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.

h Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der
rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.

i Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert.

j Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als
Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline, was als klinisch relevant galt.

k Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire) ≥ 170.

An QUASAR IS und der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung nahmen auch 48 Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 teil, darunter ein ES von 2 oder 3 und ein RBS ≥ 1. Bei Patienten mit einem Baseline-mMS von 4 war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 12, mit derjenigen der Gesamtpopulation der Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa konsistent.

Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz

Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet und diese gingen bis Woche 12 weiter zurück.

Erhaltungsstudie: QUASAR MS In QUASAR MS wurden 568 Patienten untersucht, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen zeigten. In QUASAR MS wurden diese Patienten randomisiert und erhielten über 44 Wochen eine subkutane Erhaltungstherapie mit entweder 100 mg Guselkumab alle 8 Wochen, 200 mg Guselkumab alle 4 Wochen oder Placebo.

Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 44 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 44 gehörten unter anderem die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, die corticosteroidfreie klinische Remission, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 4).

In Woche 44 befand sich in beiden mit Guselkumab behandelten Gruppen ein signifikant größerer
Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.

Tabelle 4:EndpunktAnteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichtenPlacebo%Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektiona%Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%Guselkumab 100 mgBehandlungsdifferenz(95 % KI)Guselkumab 200 mg
Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Corticosteroidfreie klinische Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Histo-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Aufrechterhaltung der klinischen Remission in Woche 44 bei Patienten, die 12 Wochen nach der Induktion eine klinische Remission erreicht hatten Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Tabelle 4:g g g g g g Endpunktc d f h d f d f j d f d f l d f q r Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) 37 % (N = 190) 46 % (N = 108) 24 % (N = 75) i 18 % (N = 190) 26 % (N = 108) 7 % (N = 75) 19 % (N = 190) 26 % (N = 108) 8 % (N = 75) k 17 % (N = 190) 23 % (N = 108) 8 % (N = 75) 43 % (N = 190) 54 % (N = 108) 28 % (N = 75) 34 % (N = 59) 34 % (N = 41) Placebo%(N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 66) (N = 43) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion45 % 50 % 40 % 70 % 74 % 65 % 45 % 50 % 40 % 49 % 53 % 45 % 44 % 50 % 38 % 78 % 83 % 70 % 61 % 65 % a%50 % (N = 190) 58 % (N = 96) 40 % (N = 88) 69 % (N = 190) 76 % (N = 96) 60 % (N = 88) 49 % (N = 190) 56 % (N = 96) 40 % (N = 88) 52 % (N = 190) 59 % (N = 96) 42 % (N = 88) 48 % (N = 190) 56 % (N = 96) 39 % (N = 88) 75 % (N = 190) 81 % (N = 96) 67 % (N = 88) 72 % (N = 69) 79 % (N = 48) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%(16 %; 34 %) (12 %; 36 %) (19 %; 42 %) (23 %; 41 %) (15 %; 40 %) (26 %; 52 %) (17 %; 34 %) (12 %; 36 %) (21 %; 43 %) (21 %; 38 %) (15 %; 40 %) (24 %; 48 %) (17 %; 34 %) (14 %; 38 %) (16 %; 39 %) (25 %; 43 %) (17 %; 41 %) (27 %; 54 %) (9 %; 43 %) (9 %; 51 %) Guselkumab 100 mg25 % 24 % 30 % 32 % 28 % 39 % 26 % 24 % 32 % 30 % 27 % 36 % 26 % 26 % 28 % 34 % 29 % 41 % 26 % 31 % Behandlungsdifferenze e e e e e m (95 % KI)(21 %; 38 %) (17 %; 41 %) (21 %; 44 %) (21 %; 40 %) (15 %; 41 %) (23 %; 50 %) (20 %; 38 %) (14 %; 39 %) (23 %; 45 %) (22 %; 40 %) (18 %; 42 %) (23 %; 46 %) (21 %; 38 %) (17 %; 42 %) (20 %; 43 %) (21 %; 40 %) (14 %; 39 %) (26 %; 53 %) (23 %; 54 %) (25 %; 62 %) Guselkumab 200 mg30 % e 29 % 32 % 31 % e 28 % 37 % 29 % e 27 % 34 % 31 % e 30 % 35 % 30 % e 30 % 31 % 31 % e 26 % 39 % 38 % e 45 %
Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Endoskopische Normalisierung Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen Tabelle 4:g g g Endpunktd f d f Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten27 % (N = 15) n 15 % (N = 190) 20 % (N = 108) 8 % (N = 75) o 29 % (N = 190) 36 % (N = 108) 19 % (N = 75) Placebo%(N = 20) (N = 188) (N = 105) (N = 77) (N = 188) (N = 105) (N = 77) Guselkumab 100 mg q8w als subkutane Injektion60 % 35 % 38 % 31 % 51 % 51 % 47 % a%56 % (N = 18) 34 % (N = 190) 42 % (N = 96) 24 % (N = 88) 43 % (N = 190) 53 % (N = 96) 32 % (N = 88) Guselkumab 200 mg q4w als subkutane Injektionb%(-1 %, 62 %) (10 %; 27 %) (6 %; 29 %) (10 %; 33 %) (11 %; 29 %) (2 %; 28 %) (13 %; 40 %) Guselkumab 100 mg33 % 18 % 17 % 21 % 20 % 15 % 27 % Behandlungsdifferenze e (95 % KI)(-6 %; 59 %) (9 %; 25 %) (6 %; 29 %) (6 %; 26 %) (3 %; 22 %) (3 %; 29 %) (1 %; 26 %) Guselkumab 200 mg29 % 17 % e 17 % 16 % 13 % m 16 % 13 %
IBDQ-Remission Gesamtpopulation Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv Vorheriges Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagen a Guselkumab 100 mg als subkutane Injektion alle 8 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. b Guselkumab 200 mg als subkutane Injektion alle 4 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema. c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. e p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. f Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe, 6 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 6 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. i Keine Behandlung mit Corticosteroiden für mindestens 8 Wochen vor Woche 44 erforderlich und Erfüllung der Kriterien für eine klinische Remission in Woche 44. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. k Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie oben definiert. l Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. m p < 0,01, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierung angepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode. n Ein Subscore der Endoskopie von 0. o Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, was als klinisch relevant galt. p Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (q Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung eine klinische Remission erreicht hatten. r Weitere 3 Patienten in der Placebo-Gruppe, 3 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-200 mg-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.gp d f37 % (N = 190) 49 % (N = 108) 19 % (N = 75)(N = 188) (N = 105) (N = 77)64 % 68 % 58 % Inflammatory Bowel Disease Questionnaire64 % (N = 190) 74 % (N = 96) 53 % (N = 88)(17 %; 36 %) (6 %; 32 %) (26 %; 50 %)26 % 19 % 38 %e) ≥ 170.(16 %; 35 %) (11 %; 37 %) (23 %; 48 %)26 % e 24 % 35 %

In QUASAR IS und QUASAR MS wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Körpergewicht und vorheriger Biologikatherapie oder Behandlung mit einem JAK-Inhibitor durchgängig nachgewiesen.

In QUASAR MS profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Klinisch relevante numerische Unterschiede von > 15 % wurden zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen bei Patienten mit einem CRP-Wert von > 3 mg/l nach Abschluss der Induktionsdosierung bei den folgenden Endpunkten in Woche 44 beobachtet: klinische Remission (48 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), Aufrechterhaltung der klinischen Remission (88 % unter 200 mg q4w gegenüber 50 % unter 100 mg q8w), corticosteroidfreie klinische Remission (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mg q8w), endoskopische Heilung (52 % unter 200 mg q4w gegenüber 35 % unter 100 mg q8w) und histo-endoskopische Mukosaheilung (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 29 % unter 100 mg q8w).

QUASAR MS umfasste 31 Patienten mit einem mMS-Wert zu Baseline der Induktion von 4, einschließlich eines ES von 2 oder 3 und eines RBS ≥ 1, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. Bei diesen Patienten war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 44, mit derjenigen der Gesamtpopulation konsistent.

Symptomatische Remission im Zeitverlauf

In QUASAR MS war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 wurde in beiden Guselkumab-Behandlungsgruppen bis Woche 44 aufrechterhalten, während in der Placebo-Gruppe ein Rückgang beobachtet wurde (Abbildung 1):

Abbildung 1: Anteil der Patienten in QUASAR MS in symptomatischer Remission bis Woche 44

Woche 24: Responder unter Guselkumab-Erhaltungstherapie

Mit Guselkumab behandelte Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen zeigten, erhielten in den Wochen 12, 16 und 20 jeweils 200 mg Guselkumab subkutan. In QUASAR IS erreichten 66/120 (55 %) der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechen gezeigt hatten, in Woche 24 ein klinisches Ansprechen.

Patienten, die in Woche 24 auf Guselkumab ansprachen, nahmen an QUASAR MS teil und erhielten Guselkumab 200 mg subkutan alle 4 Wochen. In Woche 44 von QUASAR MS wurde das klinische Ansprechen bei 83/123 (67 %) dieser Patienten aufrechterhalten und 37/123 (30 %) erreichten eine klinische Remission.

Wiederherstellung der Wirksamkeit nach Verlust des Ansprechens auf Guselkumab

Neunzehn Patienten, die Guselkumab 100 mg subkutan q8w erhielten und bei denen es zwischen Woche 8 und 32 von QUASAR MS zu einem erstmaligen Verlust des Ansprechens kam (10 %), erhielten Guselkumab verblindet in einer Dosis von 200 mg Guselkumab subkutan q4w; nach 12 Wochen erreichten 11 dieser Patienten (58 %) ein symptomatisches Ansprechen und 5 Patienten (26 %) eine symptomatische Remission.

Histologische und endoskopische Beurteilung

Eine histologische Remission war definiert als ein histologischer Geboes-Score ≤ 2 B.0 (keine Neutrophilen in der Mukosa [sowohl Lamina propria als auch Epithel], keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem). In QUASAR IS erreichten 40 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 19 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine histologische Remission. In QUASAR MS erreichten 59 % bzw. 61 % der Patienten, die mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. Guselkumab 200 mg subkutan q4w behandelt wurden, sowie 27 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 44 eine histologische Remission.

Die Normalisierung des endoskopischen Erscheinungsbildes der Mukosa war als ES von 0 definiert. In QUASAR IS erreichten 15 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 5 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 12 eine endoskopische Normalisierung.

Kombinierte histo-endoskopische mukosabezogene Ergebnisse

Eine kombinierte symptomatische Remission, endoskopische Normalisierung, histologische Remission und fäkales Calprotectin ≤ 250 mg/kg wurde bei einem größeren Anteil der mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo in Woche 44 erreicht (22 % bzw. 28 % gegenüber 9 %).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In Woche 12 von QUASAR IS zeigten Patienten, die Guselkumab erhielten, im Vergleich zu Placebo größere und klinisch relevante Verbesserungen gegenüber Baseline hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD), die anhand des IBDQ-Gesamtscores sowie aller IBDQ-Domänenscores (Darmbeschwerden einschließlich Bauchschmerzen und Stuhldrang, systemische Funktion, emotionale Funktion und soziale Funktion) ermittelt wurden. Diese Verbesserungen hielten bei den mit Guselkumab behandelten Patienten in QUASAR MS bis Woche 44 an.

Colitis-ulcerosa-bedingte Hospitalisierungen

Bis Woche 12 von QUASAR IS mussten weniger Patienten in der Guselkumab-Gruppe als in der Placebo-Gruppe aufgrund von Colitis ulcerosa hospitalisiert werden (1,9 %, 8/421 gegenüber 5,4 %, 15/280).

ASTRO

In der ASTRO-Studie wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen; oder Placebo.

Insgesamt wurden 418 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 40 Jahre (18 – 80 Jahre); 38,8 % waren weiblich; und 64,6 % wurden als Weiße, 28,9 % als Asiaten und 3,1 % als Schwarze identifiziert.

Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder orale Corticosteroide (bis zu 20 mg/Tag Prednison oder gleichwertig) in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 77,3 % der Patienten Aminosalicylate, 20,1 % der Patienten Immunmodulatoren und 32,8 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika, JAK-Inhibitoren oder S1PRMs waren nicht erlaubt. Bei insgesamt 40,2 % der Patienten hatten zuvor mindestens eine Biologikatherapie, eine Therapie mit einem JAK-Inhibitor und/oder S1PRM versagt, 58,1 % waren Biologika-, JAK-Inhibitor- und S1PRM-naiv sowie 1,7 % hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.

In der ASTRO-Studie war der primäre Endpunkt die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische Heilung, das klinische Ansprechen und die histologisch-endoskopische Mukosaheilung (siehe Tabelle 5). Zu den sekundären Endpunkten in Woche 24 gehörten die klinische Remission und die endoskopische Heilung (siehe Tabelle 6).

Tabelle 5:EndpunktAnteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichtenPlacebo%Guselkumab 400 mgs.c. Induktion%aBehandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)b
Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Symptomatische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor und/oder S1PRM Versagen Klinisches Ansprechen Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 5:g g g g Endpunktf f f f Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichtench id6 % (N = 139) 9 % (N = 79) 4 % (N = 56) 21 % (N = 139) 25 % (N = 79) 14 % (N = 56) 13 % (N = 139) 18 % (N = 79) 7 % (N = 56) 35 % (N = 139) 42 % (N = 79) 25 % (N = 56)Placebo%Guselkumab 400 mg28 % (N = 279) 36 % (N = 164) 16 % (N = 112) 51 % (N = 279) 59 % (N = 164) 41 % (N = 112) 37 % (N = 279) 46 % (N = 164) 24 % (N = 112) 66 % (N = 279) 71 % (N = 164) 57 % (N = 112) s.c. Induktion%a21 % (15 %, 28 %) 27 % (18 %, 37 %) 12 % (3 %, 20 %) 30 % (22 %, 39 %) 34 % (22 %, 46 %) 26 % (13 %, 39 %) 24 % (17 %, 32 %) 28 % (17 %, 40 %) 16 % (6 %, 26 %) 31 % (22 %, 40 %) 30 % (17 %, 43 %) 31 % (17 %, 45 %) Behandlungsdifferenzvs Placebo (95 % KI)e e e e b
Histologisch-endoskopische Mukosaheilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor, und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 b Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0. e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität. i Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt. j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität und Geboes-Score ≤ 3,1 (Neutrophileninfiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe)gf11 % (N = 139) 14 % (N = 79) 7 % (N = 56)j30 % (N = 279) 38 % (N = 164) 19 % (N = 112)20 % (12 %, 27 %) 25 % (14 %, 35 %) 11 % (1 %, 20 %)e
Tabelle 6: Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen Tabelle 6: Endoskopische Heilung Gesamtpopulation Biologika, JAK-Inhibitor und S1PRM naiv Vorheriges Biologika, JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM Versagen a Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen. b Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen. c Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-, der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat [2] oder schwer [3]). d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität e p < 0,001 f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe, 1 Patient in der 100 mg Guselkumab-Gruppe und 2 Patienten in der 200 mg Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder SIPRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war. g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa. h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne FriabilitätEndpunkt EndpunktAnteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten f Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten fd g gPlacebo (N = 139) (N = 79) (N = 56) Placebo h (N = 139) (N = 79) (N = 56)% 9 % 13 % 5 %% 12 % 18 % 5 %Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 35 % (N = 139) 49 % (N = 81) 16 % (N = 57) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 100 mg q8w s.c. Injektion 40 % (N = 139) 54 % (N = 81) 19 % (N = 57)%%a aGuselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 36 % (N = 140) 43 % (N = 83) 27 % (N = 55) Guselkumab 400 mg s.c. Induktion→ 200 mg q4w s.c. Injektion 45 % (N = 140) 52 % (N = 83) 36 % (N = 55)%%b bGuselkumab (17 %, 35 %) (24 %, 50 %) (-1 %, 21 %) Guselkumab (18 %, 38 %) (23 %, 51 %) (1 %, 25 %)Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 100 mg 26 % 37 % 10 % Behandlungsdifferenz vs Placebo (95 % KI) 100 mg 28 % 37 % 13 %e eGuselkumab (18 %, 36 %) (18 %, 44 %) Guselkumab (23 %, 42 %) (21 %, 48 %) (17 %, 44 %)200 mg 27 % 31 % 21 % (9 %, 34 %) 200 mg 33 % 34 % 30 %c e c e
Symptomatische Remission im Zeitverlauf
In ASTRO war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0, der bis Woche 12 beobachtet wurde. Ein größerer Anteil der Patienten erreichte in den Guselkumab-Behandlungsgruppen eine symptomatische Remission im Vergleich zur Placebogruppe (Abbildung 2): Abbildung 2:Anteil der Patienten in symptomatischer Remission bis Woche 12 in ASTRO
Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 im Vergleich zu Placebo eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet.
Histologische und endoskopische Beurteilung Eine histologische Remission in Woche 12 wurde bei 44 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, verglichen mit 20 % der Patienten unter Placebo.
Endoskopische Normalisierung in Woche 24 wurde bei 21 % bzw. 26 % der Patienten erreicht, die Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg in Woche 16 und danach alle 8 Wochen oder einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg in Woche 12 und danach alle 4 Wochen erhalten haben, verglichen mit 4 % der Patienten unter Placebo.
Abdominalschmerz und Stuhldrang Ein größerer Anteil der Patienten, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, hatte in Woche 12 im Vergleich zu Placebo keine abdominalen Schmerzen (56 % vs. 31 %) und keinen Stuhldrang (49 % vs. 24 %).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität Die krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem IBDQ erfasst. Ein größerer Anteil der Patienten in der kombinierten 400 mg subkutanen Guselkumab-Gruppe (61 %) erreichte in Woche 12 eine IBDQ-Remission im Vergleich zur Placebogruppe (34 %).
Morbus Crohn
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei klinischen Phase-III-Studien bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn untersucht, die entweder auf orale Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben. Zwei dieser drei Studien waren identisch konzipierte multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo- und aktivkontrollierte (Ustekinumab) 48-wöchige Parallelgruppenstudien (GALAXI 2 und GALAXI 3) und eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte 24-wöchige Parallelgruppenstudie (GRAVITI). Alle drei Studien hatten ein Treat-through-Studiendesign: Patienten, die mit Guselkumab (oder Ustekinumab für GALAXI 2 und GALAXI 3) randomisiert wurden, behielten diese Behandlungszuordnung für die Dauer der Studie bei.
GALAXI 2 und GALAXI 3 In den Phase-III-Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score ≤ 450 und einen SES-CD-Score Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) definiert. Weitere Kriterien für GALAXI 2/3 waren eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) > 3 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP,(Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) abdominal pain) > 1.(Crohn's Disease Activity Index)von ≥ 220 und von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für
In den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurden die Patienten in einem Verhältnis von 2:2:2:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Ustekinumab ca. 6 mg/kg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Ustekinumab 90 mg q8w; oder Placebo. Placebo-Non-Responder erhielten Ustekinumab ab Woche 12.
Insgesamt wurden 1 021 Patienten in GALAXI 2 (n = 508) und GALAXI 3 (n = 513) untersucht. Das mediane Alter betrug 34 Jahre (18 - 83 Jahre), 57,6 % waren männlich; und 74,3 % wurden als Weiße, 21,3 % als Asiaten und 1,5 % als Schwarze identifiziert.
Bei 52,8 % der Patienten in GALAXI 2 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,6 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 7,5 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt); 41,9 % waren Biologika-naiv und 5,3 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 37,4 % der Patienten orale Corticosteroide und 29,9 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Bei 51,9 % der Patienten in GALAXI 3 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,3 % der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt, 9,6 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diese hatte versagt), 41,5 % waren Biologika-naiv und 6,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 36,1 % der Patienten orale Corticosteroide und 30,2 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Endpunkte im Vergleich zu Placebo in GALAXI 2 und GALAXI 3 sind in den Tabellen 7 (Woche 12) und 8 (Woche 48) dargestellt. Die Ergebnisse der wichtigsten sekundären Endpunkte in Woche 48 im Vergleich zu Ustekinumab sind in den Tabellen 9 und 10 dargestellt.
Tabelle 7: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamtpopulation Tabelle 7: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte PRO-2-Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Ansprechen bezüglich Fatigue Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamtpopulation Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 – für diese Spalte wurden zwei Guselkumab-Behandlungsgruppen gepoolt, da die Patienten vor Woche 12 das gleiche intravenöse Induktions-Dosierungsschema erhielten. b Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. c Weitere 9 Patienten in der Placebogruppe und 38 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg intravenöse Gabe) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. d Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. e Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. f PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. g Ansprechen bezüglich Fatigue ist definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte in h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i p < 0,001 j p < 0,05d d d d dprimären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichtenc c f c c cb in Woche 12 in Woche 12hPlacebo 22 % (N = 76) 18 % (N = 34) 23 % (N = 39) e in Woche 12 11 % (N = 76) Placebo 15 % (N = 34) 5 % (N = 39) 21 % (N = 76) 24 % (N = 34) 13 % (N = 39) g 29 % (N = 76) 32 % (N = 34) 26 % (N = 39) in Woche 12 1 % (N = 76) 3 % (N = 34) 0 % (N = 39)%% in Woche 12GALAXI 2 GALAXI 247 % 50 % (N = 121) 45 % (N = 150) 38 % 51 % (N = 121) 27 % (N = 150) 43 % 43 % (N = 121) 41 % (N = 150) 45 % 48 % (N = 121) 41 % (N = 150) 22 % (N = 121)Guselkumab i.v. Induktion Guselkumab i.v. Induktion 15 % (N = 289) 9 % (N = 150)% i (N = 289) i (N = 289)% i (N = 289) j (N = 289)a a15 % (N = 72) 15 % (N = 27) 15 % (N = 39) 14 % (N = 72) 22 % (N = 27) 8 % (N = 39) 14 % (N = 72) 15 % (N = 27) 13 % (N = 39) 18 % (N = 72) 19 % (N = 27) 18 % (N = 39) 8 % (N = 72) 19 % (N = 27) 0 % (N = 39) Fatigue-Kurzfragebogen 7aPlacebo% Placebo%GALAXI 3 GALAXI 3Guselkumab i.v. Induktion 47 % 50 % (N = 123) 47 % (N = 150) 36 % Guselkumab i.v. Induktion 41 % (N = 123) 31 % (N = 150) 42 % 47 % (N = 123) 39 % (N = 150) 43 % 46 % (N = 123) 43 % (N = 150) 16 % (N = 293) 25 % (N = 123) 9 % (N = 150).% i (N = 293) i (N = 293)% i (N = 293) i (N = 293)a a
Tabelle 8: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigstensekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten PlaceboGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 2aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. InjektionbPlacebo (N = 72)Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. InjektionGALAXI 3aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektionb
Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Tabelle 8: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten(N = 76) sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten Placebo12 %Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion45 % (N = 143) GALAXI 2ec ain Woche 48 (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion51 %f e b14 % (N = 72) Placebo (N = 72)(N = 143) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion44 % GALAXI 3e aGuselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion48 % (N = 150)e b
Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. c Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. d Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. e p < 0,001 f Teilnehmer, die in Woche 12 Kriterien für das unzureichende Ansprechen erfüllten, wurden in Woche 48 als Non-Responder betrachtet, unabhängig vom Behandlungsarm.(N = 76)7 %d in Woche 48 38 % (N = 143)ef (N = 146)38 %e6 % (N = 72)(N = 143)33 %e36 % (N = 150)e
Tabelle 9: Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Endoskopische Remission Gesamt-population Klinische Remission Gesamt-population Corticosteroid-freie klinische Remission Gesamt-population Dauerhafte klinische Remission Gesamt-population Tabelle 9: PRO-2-Remission Gesamt-population a b c d e f g h i j k lUstekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150. Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in Woche 48. Die dauerhafte klinische Remission ist definiert als CDAI < 150 für ≥ 80 % aller Besuche zwischen Woche 12 und Woche 48 (mindestens 8 von 10 Besuchen), die Woche 48 umfassen müssen. PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert. p < 0,05 Ansprechen in Woche 48 wurde unabhängig vom klinischen Ansprechen in Woche 12 ausgewertetAnteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Ustekinumab i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion6 mg/kg 39 % (N = 143) 42 % (N = 143) 20 % (N = 143) 65 % (N = 143) 61 % (N = 143) 45 % (N = 143) 6 mg/kg j 59 % (N = 143)g in Woche 48 in Woche 48GALAXI 2 a f GALAXI 2 ai.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion e in Woche 48 in Woche 48 i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. InjektionGuselkumab 42 % (N = 143) 49 % (N = 143) 27 % (N = 143) 64 % (N = 143) 63 % (N = 143) i in Woche 48 46 % (N = 143) Guselkumab 60 % (N = 143)b l h in Woche 48 bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) (N = 146) Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 146)49 % 56 % 24 % 75 % 71 % 52 % 69 %c l cUstekinumab 6 mg/kg i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion (N = 148) (N = 148) (N = 148) (N = 148) (N = 148) (N = 148) Ustekinumab 6 mg/kg i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion (N = 148)d in Woche 48 28 % 32 % 13 % 61 % 59 % 39 % 53 %a aGALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) (N = 143) GALAXI 3 Guselkumab i.v. Induktion →100 mg q8w s.c. Injektion (N = 143)41 % 47 % 24 % 66 % 64 % 50 % 58 %b k k bGuselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 150) (N = 150) (N = 150) (N = 150) (N = 150) (N = 150) Guselkumab i.v. Induktion →200 mg q4w s.c. Injektion (N = 150)c 45 % k 49 % 19 % 66 % 64 % 49 % c 56 %
Tabelle 10: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopisches Ansprechen Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen Endoskopische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Tabelle 10: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die Vorheriges Biologika-Versagen Klinische Remission Gesamt-population Biologika-naiv Vorheriges Biologika-Versagen a Ustekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen. b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen. c Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen. d Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert. e Weitere 14 Patienten in der Ustekinumab-Gruppe, 21 Patienten in der Guselkumab-Gruppe Injektion q4w) und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (100 mg subkutane Injektion q8w) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. f Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn. g Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder SES-CD-Score ≤ 2. h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2. i Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.f f f fWirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichtene e e eUstekinumab 6 mg/kg Ustekinumab 6 mg/kg i in Woche 48i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 34 % (N = 291) 43 % (N = 121) 26 % (N = 156) 37 % (N = 291) 43 % (N = 121) 31 % (N = 156) h 16 % (N = 291) 19 % (N = 121) i.v. Induktion → 90 mg q8w s.c. Injektion 13 % (N = 156) 63 % (N = 291) 75 % (N = 121) 53 % (N = 156)g in Woche 48 in Woche 48a aGuselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 42 % (N = 286) 51 % (N = 116) 37 % (N = 153) 48 % (N = 286) 59 % (N = 116) 43 % (N = 153) 25 % (N = 286) 34 % (N = 116) Guselkumab i.v. Induktion → 100 mg q8w s.c. Injektion 21 % (N = 153) 65 % (N = 286) 73 % (N = 116) 61 % (N = 153)b bd in Woche 48Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 47 % (N = 296) 55 % (N = 128) 41 % (N = 147) 53 % (N = 296) 59 % (N = 128) 47 % (N = 147) 21 % (N = 296) 27 % (N = 128) Guselkumab i.v. Induktion → 200 mg q4w s.c. Injektion 14 % (N = 147) 70 % (N = 296) 77 % (N = 128) 64 % (N = 147) (200 mg subkutanec c

In GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Abstammung und Körpergewicht durchgängig nachgewiesen.

In der Subpopulationsanalyse der gepoolten GALAXI Phase-III-Studien profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Ein klinisch relevanter Unterschied zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen wurde bei Patienten mit einem CRP-Spiegel von > 5 mg/l nach Abschluss der Induktion für die Endpunkte der klinischen Remission in Woche 48 beobachtet (100 mg subkutan q8w: 54,1 % vs. 200 mg subkutan q4w: 71,0 %); endoskopisches Ansprechen in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 36,5 % vs. 200 mg subkutan q4w: 50,5 %); und PRO-2-Remission in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 51,8 % vs.

200 mg subkutan q4w: 61,7 %).

Klinische Remission im Zeitverlauf

Die CDAI-Scores wurden bei jedem Patientenbesuch aufgezeichnet. Der Anteil der Patienten in
klinischer Remission bis Woche 48 ist in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung 3: Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt)

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

Größere Verbesserungen gegenüber Baseline wurden in Woche 12 in Guselkumab-Behandlungsgruppen im Vergleich zu Placebo hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores bewertet wurde. Die Verbesserungen hielten in beiden Studien bis Woche 48 an.

GRAVITI In der Phase-III-Studie GRAVITI wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score (Crohn's Disease Activity Index) von ≥ 220 und ≤ 450 und einen SES-CD-Score (Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) sowie eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) ≥ 4 oder ein durchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP, abdominal pain) ≥ 2.

In der Studie GRAVITI wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Placebo. Alle Patienten in der Placebogruppe, die die Rescue-Kriterien erfüllten, erhielten in den Wochen 16, 20 und 24 die Induktionsdosierung mit Guselkumab 400 mg subkutan, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w.

Insgesamt wurden 347 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 36 Jahre (18 - 83 Jahre), 58,5 % waren männlich, und 66 % wurden als Weiße, 21,9 % als Asiaten und 2,6 % als Schwarze identifiziert.

Bei 46,4 % der Patienten in der GRAVITI-Studie hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt; 46,4 % waren Biologika-naiv und 7,2 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 29,7 % der Patienten orale Corticosteroide und 28,5 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.

Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte im Vergleich zu Placebo in Woche 12 sind in Tabelle 11 dargestellt.

Tabelle 11: Anteil der Patienten in GRAVITI, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placebo erreichten

Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte Klinische Remission b in Woche 12PlaceboGuselkumab 400 mg s.c. Injektion a
Gesamtpopulation21 % (N = 117)56 % c (N = 230)
Biologika-naiv d25 % (N = 56)50 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e Endoskopisches Ansprechen f in Woche 1217 % (N = 53)60 % (N = 108)
Gesamtpopulation21 % (N = 117)41 % c (N = 230)
Biologika-naiv d27 % (N = 56)49 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte Klinisches Ansprechen g in Woche 1217 % (N = 53)33 % (N = 108)
Gesamtpopulation33 % (N = 117)73 % c (N = 230)
Biologika-naiv d38 % (N = 56)68 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e PRO-2-Remission h in Woche 1228 % (N = 53)78 % (N = 108)
Gesamtpopulation17 % (N = 117)49 % c (N = 230)
Biologika-naiv d18 % (N = 56)44 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagen e17 % (N = 53)52 % (N = 108)

a Guselkumab 400 mg subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 b Klinische Remission: CDAI-Score < 150 c p< 0,001 d Weitere 8 Patienten in der Placebo-Gruppe und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (400 mg subkutane Injektion) hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.

e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.

f Endoskopisches Ansprechen: ≥ 50 % Verbesserung ab dem Ausgangswert in SES-CD-Score.

g Klinisches Ansprechen: ≥ 100-Punkte Reduktion ab dem Ausgangswert im CDAI-Score oder CDAI-Score < 150.

h PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.

Eine klinische Remission in Woche 24 wurde von einem signifikant größeren Anteil der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w im Vergleich zu Placebo behandelt wurden (60,9 % bzw. 58,3 % vs. 21,4 %, beide p-Werte < 0,001). Eine klinische Remission in Woche 48 wurde von 60 % bzw. 66,1 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion behandelt wurden, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Das endoskopische Ansprechen in Woche 48 wurde von 44,3 % bzw. 51,3 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w behandelt wurden (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).

Gesundheitsbezogene Lebensqualität

In der GRAVITI-Studie wurden klinisch bedeutsame Verbesserungen der Lebensqualität in Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhand des IBDQ-Gesamtscores in Woche 12 und Woche 24 im Vergleich zu Placebo bewertet wurden.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Guselkumab eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden erreichte Guselkumab innerhalb von ca. 5,5 Tagen nach Dosisanwendung eine mittlere (± SD) maximale Serumkonzentration (Cmax) von 8,09 ± 3,68 µg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit von Guselkumab nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden wurde auf ca. 49 % geschätzt.

Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in Woche 0 und 4 und danach alle 8 Wochen die Steady-State-Serumkonzentration von Guselkumab in Woche 20 erreicht. Die mittlere (± SD) Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab betrug in zwei Phase-III-Studien in Patienten mit Plaque-Psoriasis 1,15 ± 0,73 µg/ml bzw. 1,23 ± 0,84 µg/ml. Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis war ähnlich wie bei Patienten mit Psoriasis. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in den Wochen 0, 4 und anschließend alle 8 Wochen lag die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab ebenfalls bei etwa 1,2 µg/ml. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q4w betrug die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab im Serum etwa 3,8 µg/ml.

Die Pharmakokinetik von Guselkumab war bei Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich. Nach der empfohlenen intravenösen Induktionsdosis mit Guselkumab 200 mg in den Wochen 0, 4 und 8 betrug die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration im Serum in Woche 8 bei Patienten mit Colitis ulcerosa 68,27 µg/ml und 70,5 μg/ml bei Patienten mit Morbus Crohn.

Nach der empfohlenen subkutanen Induktionsdosis von 400 mg Guselkumab in den Wochen 0, 4 und 8 wurde die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration in Woche 8 im Serum bei Patienten mit Colitis ulcerosa auf 28,8 μg/ml und bei Patienten mit Morbus Crohn auf 27,7 μg/ml geschätzt. Die systemische Gesamtexposition (AUC) nach dem empfohlenen Induktionsdosierungsschema war nach subkutaner und intravenöser Induktion vergleichbar.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,4 µg/ml bzw. 10,7 µg/ml.

Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn betrugen die mittleren Steady-State-Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,2 µg/ml bzw. 10,1 µg/ml.

Verteilung

Nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag das mittlere Verteilungsvolumen in der terminalen Phase (Vz) über die Studien hinweg im Bereich von ca. 7 bis 10 l.

Biotransformation

Der exakte Stoffwechselweg von Guselkumab wurde nicht charakterisiert. Es ist zu erwarten, dass Guselkumab als humaner IgG-mAk in der gleichen Weise wie endogenes IgG über katabole Wege zu kleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut wird.

Elimination

Die mittlere systemische Clearance (CL) nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag über die Studien hinweg im Bereich von 0,288 bis 0,479 l/Tag. Die mittlere Halbwertszeit (T1/2) von Guselkumab betrug über die Studien hinweg bei gesunden Probanden ca. 17 Tage und bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ca. 15 bis 18 Tage und bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn ca. 17 Tage.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik zeigten, dass die gleichzeitige Einnahme von NSARs, AZA, 6-MP, oralen Corticosteroiden und csDMARDs wie MTX die Clearance von Guselkumab nicht beeinflusste.

Linearität/Nicht-Linearität

Die systemische Guselkumab-Exposition (Cmax und AUC) nahm nach einer einzelnen subkutanen
Injektion über einen Dosisbereich von 10 mg bis 300 mg hinweg bei gesunden Probanden und
Patienten mit Plaque-Psoriasis in annähernd dosisproportionaler Weise zu. Die Guselkumab-
Serumkonzentration war nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder
Morbus Crohn ungefähr dosisproportional.

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Kindern und Jugendlichen mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn wurde nicht untersucht.

Ältere Patienten

Es wurden keine spezifischen Studien mit älteren Patienten durchgeführt. Von den 1 384 Plaque-Psoriasis-Patienten mit Guselkumab-Exposition im Rahmen der klinischen Phase-III-Studien, die in die populationsspezifische Analyse der Pharmakokinetik eingingen, waren 70 Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren, darunter 4 Patienten im Alter von mindestens 75 Jahren. Von den 746 Psoriasis-Arthritis-Patienten mit Guselkumab-Exposition in Rahmen der klinischen Phase-III-Studien waren insgesamt 38 Patienten 65 Jahre oder älter und kein Patient war 75 Jahre oder älter. Von den 859 Colitis-ulcerosa-Patienten, die in klinischen Phase-II/III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 52 Patienten 65 Jahre oder älter und 9 Patienten 75 Jahre oder älter. Von den 1 009 Morbus Crohn-Patienten, die in klinischen Phase-III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 39 Patienten 65 Jahre oder älter und 5 Patienten 75 Jahre oder älter.

Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zeigten, dass es bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren im Vergleich zu Patienten im Alter von < 65 Jahren keine offensichtlichen Veränderungen des CL/F-Schätzwerts gab, was darauf hindeutet, dass keine Dosisanpassung für ältere Patienten erforderlich ist. Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung

Es wurde keine spezifische Studie zur Ermittlung der Auswirkungen von Nieren- oder Leberfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Guselkumab durchgeführt. Die Elimination von unverändertem Guselkumab, einem IgG-mAk, über die Nieren ist vermutlich gering und von geringer Bedeutung; desgleichen wird nicht erwartet, dass Leberfunktionsstörungen die Guselkumab-Clearance beeinflussen, da die Elimination von IgG-mAk hauptsächlich über den intrazellulären Katabolismus erfolgt. Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen hatten die Kreatinin-Clearance oder die Leberfunktion keinen bedeutenden Einfluss auf die Guselkumab-Clearance.

Körpergewicht

Die Clearance und das Verteilungsvolumen von Guselkumab nehmen mit zunehmendem
Körpergewicht zu. Beobachtungsdaten aus klinischen Studien deuten jedoch darauf hin, dass eine
Dosisanpassung an das Körpergewicht nicht erforderlich ist.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- sowie prä- und postnataler Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen war Guselkumab bei intravenöser und subkutaner Anwendung gut verträglich. Eine wöchentliche subkutane Dosis von 50 mg/kg bei Affen ergab Expositionswerte (AUC) von mindestens dem 23-Fachen der maximalen klinischen Exposition nach einer intravenösen Dosis von 200 mg. Außerdem wurden bei der Durchführung der Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und in einer zielgerichteten pharmakologischen Studie zur Herz-Kreislauf-Sicherheit an Javaneraffen keine unerwünschten immuntoxischen Wirkungen oder pharmakologischen Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Sicherheit beobachtet.

Bei histopathologischen Untersuchungen wurden keine präneoplastischen Veränderungen beobachtet, weder bei Tieren, die bis zu 24 Wochen behandelt wurden noch nach einer anschließenden 12-wöchigen Erholungsphase, während der Wirkstoff im Serum feststellbar war.

Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder zum kanzerogenen Potential von Guselkumab
durchgeführt.

Bei einer postnatalen Messung an Tag 28 war Guselkumab in der Muttermilch von Javaneraffen nicht nachweisbar.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

EDTA-Dinatriumsalz-Dihydrat
Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Methionin
Polysorbat 80 (E 433)
Saccharose
Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden. Tremfya soll nur mit 0,9 %iger Natriumchloridlösung (9 mg/ml, 0,9 %) verdünnt werden. Tremfya darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln über denselben intravenösen Zugang infundiert werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Verdünnte Infusionslösung

Die verdünnte Infusionslösung kann bis zu 10 Stunden bei Raumtemperatur bis zu 25 °C aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungszeit bei Raumtemperatur beginnt, sobald die verdünnte Lösung vorbereitet wurde. Die Infusion soll innerhalb von 10 Stunden nach der Verdünnung im Infusionsbeutel abgeschlossen sein.

Nicht einfrieren.

Nicht verwendete Anteile der Infusionslösung entsorgen.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Ungeöffnete Durchstechflasche
Im Kühlschrank lagern (2° C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

200 mg Konzenrat zur Herstellung einer Infusionslösung in einer durchsichtigen Typ-I-Glasdurchstechflasche, verschlossen mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, einem Aluminiumsiegel und einem Polypropylen-Klappdeckel.

Tremfya ist in Packungen mit 1 Durchstechflasche erhältlich.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die Tremfya intravenöse Infusionslösung muss von medizinischem Fachpersonal unter Anwendung aseptischer Techniken verdünnt, vorbereitet und infundiert werden. Jede Durchstechflasche ist nur zum Einmalgebrauch bestimmt.

Tremfya vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen prüfen. Tremfya ist eine klare und farblose bis hellgelbe Lösung, die kleine durchscheinende Partikel enthalten kann. Nicht verwenden, wenn die Flüssigkeit große Partikel enthält, verfärbt oder trüb ist.

Anweisungen für die Verdünnung und Anwendung

Tremfya wie folgt in einen intravenösen 250-ml-Infusionsbeutel mit 0,9 %iger Natriumchlorid-
Injektionslösung geben:

1. 20 ml der 0,9 %igen Natriumchlorid-Injektionslösung aus dem 250-ml-Infusionsbeutel
entnehmen und verwerfen; dies entspricht dem Volumen, das hinzugefügt werden soll.

2. 20 ml Tremfya aus der Durchstechflasche aufziehen und in den intravenösen 250-ml-Infusionsbeutel mit 0,9 %iger Natriumchlorid-Injektionslösung geben, sodass eine endgültige Konzentration von 0,8 mg/ml entsteht. Die verdünnte Lösung vorsichtig mischen. Die Durchstechflasche mit der nicht verwendeten Lösung entsorgen.

3. Vor der Infusion eine Sichtprüfung der verdünnten Lösung auf Partikel und Verfärbungen
durchführen. Die verdünnte Lösung über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde
infundieren.

4. Nur Infusionssets mit einem sterilen, nicht pyrogenen Inline-Filter mit geringer Proteinbindung (Porengröße 0,2 Mikrometer) verwenden.

5. Tremfya darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln über denselben intravenösen Zugang infundiert werden.

6. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

8. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/005

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. November 2017

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. Juli 2022

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANHANG II

A.HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST
B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
C.SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
A.HERSTELLER DES WIRKSTOFFS BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH ISTD.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

Name und Anschrift der Hersteller des Wirkstoffs biologischen Ursprungs

Biogen Inc. (BIIB)
5000 Davis Drive
Research Triangle Park
NC27709
USA

Janssen Sciences Ireland UC
Barnahely
Ringaskiddy
Co. Cork
Irland

Name und Anschrift der Hersteller, die für die Chargenfreigabe verantwortlich sind

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
2333 CB Leiden
Niederlande

Janssen Pharmaceutica NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

In der Druckversion der Packungsbeilage des Arzneimittels müssen Name und Anschrift des
Herstellers, der für die Freigabe der betreffenden Charge verantwortlich ist, angegeben werden.

B.BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH

Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung (siehe Anhang I: Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels, Abschnitt 4.2).

C. SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

  • Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports

(PSURs)]

Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.

D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

  • Risikomanagement-Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

  • nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
  • jedes Mal wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).

ANHANG III

ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON DES FERTIGPENS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 45 mg/0,45 ml Injektionslösung in einem Fertigpen
Guselkumab
Für Kinder ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht unter 40 kg

2. WIRKSTOFF(E)

Jeder Fertigpen enthält 45 mg Guselkumab in 0,45 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigpen (VarioJect)

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/17/1234/012

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 45 mg/0,45 ml

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DES FERTIGPENS FÜR DIE ANWENDUNG BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Tremfya 45 mg/0,45 ml Injektion
Guselkumab
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

0,45 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Fertigspritze enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Saccharose, Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigspritze

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/001

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE BÜNDELPACKUNG (MIT BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Fertigspritze enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Saccharose, Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

Bündelpackung: 2 (2 x 1) Fertigspritzen

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/004 (2 Packungen mit je 1 Fertigspritze)

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

EINZELKARTON EINER BÜNDELPACKUNG (OHNE BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Fertigspritze enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Saccharose, Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigspritze
Teil einer Bündelpackung, Einzelverkauf unzulässig

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/004

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DER FERTIGSPRITZE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

Tremfya 100 mg Injektion
Guselkumab
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigpen

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

Hinweise zur Anwendung vor Gebrauch beachten.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/002

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE BÜNDELPACKUNG (MIT BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

Bündelpackung: 2 (2 x 1) Fertigpens

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/003 (2 Packungen mit je 1 Fertigpen)

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

EINZELKARTON DER BÜNDELPACKUNG (OHNE BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigpen
Teil einer Bündelpackung, Einzelverkauf unzulässig

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

Hinweise zur Anwendung vor Gebrauch beachten.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/003

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DES FERTIGPENS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

Tremfya 100 mg Injektion
Guselkumab
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigpen

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/010

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE BÜNDELPACKUNG (MIT BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

Bündelpackung: 2 (2 x 1) Fertigpens

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/011 (2 Packungen mit je 1 Fertigpen)

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

EINZELKARTON DER BÜNDELPACKUNG (OHNE BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigpen
Teil einer Bündelpackung, Einzelverkauf unzulässig

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/011

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 100 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DES FERTIGPENS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG

Tremfya 100 mg Injektion
Guselkumab
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

1 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Fertigspritze enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigspritze

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/006

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE BÜNDELPACKUNG (MIT BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Fertigspritze enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

Bündelpackung: 2 (2 x 1) Fertigspritzen

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/007 (2 Packungen mit je 1 Fertigspritze)

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

EINZELKARTON DER BÜNDELPACKUNG (OHNE BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Fertigspritze enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung

1 Fertigspritze
Teil einer Bündelpackung, Einzelverkauf unzulässig

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/007

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DER FERTIGSPRITZE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

Tremfya 200 mg Injektion
Guselkumab
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

2 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung
PushPen
1 Fertigpen

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten
Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/008

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON FÜR DIE BÜNDELPACKUNG (MIT BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung
PushPen
Bündelpackung: 2 (2 x 1) Fertigpens

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/009 (2 Packungen mit je 1 Fertigpen)

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Tremfya 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

EINZELKARTON DER BÜNDELPACKUNG (OHNE BLUE BOX)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jeder Fertigpen enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Injektionslösung
PushPen
1 Fertigpen
Teil einer Bündelpackung, Einzelverkauf unzulässig

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

Subkutane Anwendung
Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/009

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

tremfya 200 mg

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DES FERTIGPENS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

Tremfya 200 mg Injektion
Guselkumab
s.c.

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

2 ml

6. WEITERE ANGABEN

ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG

UMKARTON DER DURCHSTECHFLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Guselkumab

2. WIRKSTOFF

Jede Durchstechflasche enthält 200 mg Guselkumab in 20 ml.

3. SONSTIGE BESTANDTEILE

Sonstige Bestandteile: EDTA-Dinatriumsalz-Dihydrat, Histidin, Histidinmonohydrochlorid-
Monohydrat, Methionin, Polysorbat 80, Saccharose, Wasser für Injektionszwecke.

4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
200 mg/20 ml
1 Durchstechflasche

5. HINWEISE ZUR UND ART DER ANWENDUNG

i.v. Anwendung nach Verdünnung.

Packungsbeilage beachten.

Nicht schütteln.

6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH

AUFZUBEWAHREN IST

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

7. WEITERER WARNHINWEIS, FALLS ERFORDERLICH

8. VERFALLDATUM

verwendbar bis

9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG

Im Kühlschrank lagern.

Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE

BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN

11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

12. ZULASSUNGSNUMMER

EU/1/17/1234/005

13. CHARGENBEZEICHNUNG

Ch.-B.

14. VERKAUFSABGRENZUNG

15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH

16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT

Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.

17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE

2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.

18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES

FORMAT

PC
SN
NN

MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN

ETIKETT DER DURCHSTECHFLASCHE

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG

Tremfya 200 mg steriles Konzentrat
Guselkumab

2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG

i.v. Anwendung nach Verdünnung.

Nicht schütteln.

3. VERFALLDATUM

EXP

4. CHARGENBEZEICHNUNG

Lot

5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN

200 mg/20 ml

6. WEITERE ANGABEN

B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 45 mg/0,45 ml Injektionslösung im Fertigpen

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Diese Packungsbeilage richtet sich an die Person, die das Arzneimittel einnimmt. Wenn Sie ein Elternteil oder eine Betreuungsperson sind und Tremfya einem Kind verabreichen, lesen Sie diese Informationen bitte sorgfältig durch.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Psoriasis in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Plaque-Psoriasis bei Kindern

Tremfya wird für die Behandlung von Kindern ab 6 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, einer entzündlichen Erkrankung, die sich auf die Haut auswirkt.

Tremfya kann den Zustand der Haut verbessern und Anzeichen und Symptome, wie Schuppenbildung und Rötung reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird. Kinder sollen vor Beginn der Behandlung mit Tremfya alle altersentsprechenden Impfungen erhalten haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper, die sich von Ihrer Psoriasis unterscheiden.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Beenden Sie die Behandlung mit Tremfya und sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern unter 6 Jahren an, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 0,3 mg Polysorbat 80 pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Plaque-Psoriasis bei Kindern ab 6 Jahren
Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg:

  • Die empfohlene Dosis von Tremfya für Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg hängt vom Körpergewicht ab. Ihr Arzt teilt Ihnen die richtige Dosis mit.
  • Zur Injektion der Dosis unter die Haut (subkutane Injektion) wird ein Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml Tremfya verwendet. Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis erfolgt die nächste Injektion nach 4 Wochen und anschließend alle 8 Wochen.

Kinder mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg:

  • Für Kinder mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg steht eine Fertigspritze mit 100 mg zur Verfügung.

Zu Behandlungsbeginn wird Tremfya von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal injiziert. Ihr Arzt kann entscheiden, dass Ihre Betreuungsperson Tremfya nach einer entsprechenden Schulung durch das medizinische Fachpersonal selbst verabreichen kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie Fragen zur Injektion haben.

Vor der Anwendung von Tremfya lesen Sie bitte sorgfältig die ausführliche Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Packung beiliegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Fertigpen-Etikett nach „EXP“ und auf dem
Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält. Nehmen Sie den Umkarton vor Gebrauch aus dem Kühlschrank, belassen Sie den Fertigpen im Umkarton und lassen Sie ihn Zimmertemperatur erreichen, indem Sie 30 Minuten warten.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jeder Fertigpen enthält 45 mg Guselkumab in 0,45 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Injektionslösung (Injektion). Es ist in Packungen mit
einem Fertigpen erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.com Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com Slovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.comSuomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com
Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Hinweise zur Anwendung Tremfya 45 mg/0,45 ml Injektionslösung im Fertigpen

Für pädiatrische Patienten unter 40 kg

EINMALIGE ANWENDUNG

Diese Gebrauchsanweisung enthält Informationen zur Injektion von Tremfya.

Achten Sie auf die richtige Dosis.

Wichtige Informationen, die Sie vor der Injektion von Tremfya wissen sollten

Tremfya wird in einem Fertigpen zum Einmalgebrauch zur Verfügung gestellt, mit dem Sie manuell die vom Arzt verordnete Dosis einstellen können.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Dosis korrekt ist, wenden Sie sich vor der Injektion an den verschreibenden Arzt.

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Ihre Betreuungsperson Ihnen die Tremfya-Injektionen zuhause verabreichen darf, soll diese vor der ersten Injektion mit dem Tremfya-Fertigpen über die richtige Art und Weise der Vorbereitung und Injektion geschult werden. Wenn Ihre Betreuungsperson keine Schulung erhalten hat oder Fragen bestehen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Lesen Sie diese Gebrauchsanweisung vollständig durch, bevor Sie den Tremfya-Fertigpen anwenden und jedes Mal, wenn Sie eine neue Packung erhalten. Eventuell liegen neue Informationen vor.

Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung.

Bevor Sie mit der Injektion beginnen, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie alle eventuellen Fragen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Jeder Fertigpen darf nur einmal verwendet werden. Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen nach einer Anwendung, auch wenn sich noch Arzneimittel darin befindet.

Verwenden Sie Ihren Fertigpen nicht wieder.

Angaben zur Lagerung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Den Fertigpen nicht einfrieren.

Den Fertigpen niemals schütteln.

Bewahren Sie Ihren Fertigpen im Originalkarton auf, um ihn vor Licht und Beschädigung zu schützen.

Den Tremfya-Fertigpen und alle Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Benötigen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.

Sie benötigen folgende Materialien:

  • 1 Fertigpen Nicht im Umkarton enthalten:
  • Alkoholtupfer
  • Wattebausch oder Mulltupfer
  • Heftpflaster
  • Durchstichsicherer Behälter

1. Bereiten Sie den Fertigpen vor

MINUTEN WARTEN

Lassen Sie Tremfya Raumtemperatur annehmen und überprüfen Sie den Umkarton

Nehmen Sie den Umkarton aus dem Kühlschrank und lassen Sie den Umkarton vor Gebrauch auf
einer ebenen Fläche für ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur liegen.

Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise.

Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“) auf dem Umkarton.

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn das Verfalldatum überschritten ist oder das Siegel des
Umkartons beschädigt ist. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

2. Bereiten Sie sich auf die Injektion von Tremfya vor

Wählen Sie Ihre Injektionsstelle aus

Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:

  • Vorderseite der Oberschenkel
  • Unterer Bauch, wobei ein Bereich von 5 cm um den Nabel herum zu vermeiden ist.
  • Rückseite der Oberarme.

Nicht an Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, rot, schuppig, verdickt oder verhärtet ist oder Blutergüsse aufweist. Nicht in Bereiche injizieren, die Narben aufweisen oder die von Psoriasis betroffen sind.

Waschen Sie die Hände und reinigen Sie die Injektionsstelle

Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.

Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese an der Luft trocknen.

Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht, fächeln Sie keine Luft darauf und pusten Sie auch nicht darauf.

Flüssigkeit im Sichtfenster prüfen

Entnehmen Sie den Fertigpen aus dem Umkarton.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie muss klar und farblos bis leicht gelblich sein und kann winzige weiße oder durchsichtige Teilchen enthalten. Außerdem können Luftblasen sichtbar sein.

Das ist normal.

Nehmen Sie keine Injektion vor, wenn die Flüssigkeit:

  • trüb oder
  • verfärbt ist oder
  • große Teilchen aufweist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

3. Entfernen Sie die Luftblasen

Halten Sie den Fertigpen bei diesem Schritt senkrecht mit der Spitze nach oben

Klopfen Sie leicht gegen den Fertigpen, um eventuelle Luftblasen nach oben steigen zu lassen, auch wenn Sie keine Luftblasen sehen.

Halten Sie den Fertigpen so, dass die türkisfarbene Kappe nach oben zeigt.

Klopfen Sie sanft in der Nähe des Sichtfensters. Dadurch steigen vorhandene Luftblasen nach oben. Legen Sie den Fertigpen nicht ab, bevor alle Luftblasen (aus der Lösung) entfernt sind.

Verschlusskappe entfernen

Halten Sie den Fertigpen weiterhin mit der türkisfarbenen Kappe nach oben und ziehen Sie die Kappe ab, um sie zu entfernen.

Berühren Sie nicht den orangefarbenen Nadelschutz, nachdem Sie die Verschlusskappe entfernt
haben.

Wenn die Nadelabdeckung zu früh gedrückt wird, kann sich der Mechanismus des Fertigpens
verriegeln, und Sie können die Dosis nicht mehr verabreichen.

Setzen Sie die Verschlusskappe nicht wieder auf, da dies die Nadel beschädigen kann.

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er nach dem Abziehen der Verschlusskappe fallen gelassen wurde.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

Drücken Sie den Kolben, bis er stoppt, um Luftblasen zu entfernen

Halten Sie den Fertigpen weiterhin mit dem orangefarbenen Nadelschutz nach oben.

Stellen Sie sicher, dass alle Luftblasen entfernt sind, indem Sie prüfen, dass die orangefarbene
Markierung zur Entlüftung in der Kerbe zur Dosiswahl nicht mehr sichtbar ist.

Es kann etwas Flüssigkeit austreten. Das ist normal.

4. Die Dosis einstellen

Drehen Sie den Kolben, um die Dosis einzustellen

Drehen Sie den Kolben, bis sich die Dosislinie und die Dosiszahl, die der verordneten Dosis entspricht (siehe Tabelle unten), in der Kerbe für die Dosiswahl befinden, wie in der Abbildung oben gezeigt.

Verordnete DosisKolben drehen bis:
20 mg = 25 mg = 30 mg = 35 mg = 40 mg = 45 mg =20 mg 25 30 35 40 45

5. Tremfya injizieren

Lesen Sie alle Teilschritte A bis D, bevor Sie die Injektion durchführen

Fertigpen senkrecht auf die Injektionsstelle aufsetzen

Setzen Sie den Fertigpen senkrecht auf die Injektionsstelle, sodass der orangefarbene Nadelschutz die Haut berührt und das Sichtfenster zu Ihnen zeigt.

Halten Sie den Fertigpen weiterhin gegen die Haut gedrückt.

Fertigpen nach unten drücken, um die Nadel in die Haut einzuführen, und in Position halten

Drücken Sie den Kolben jetzt noch nicht.

Heben Sie den Fertigpen nicht von der Haut ab!

Drücken Sie den Fertigpen in die Haut nach unten, bis der orangefarbene Nadelschutz stoppt, um die Nadel in die Haut einzuführen.

Ein Teil des orangefarbenen Nadelschutzes bleibt weiterhin sichtbar.

Den Kolben langsam bis zum Anschlag nach unten drücken, um Tremfya zu injizieren

Heben Sie den Fertigpen während der Injektion nicht an!

Wenn Sie dies tun, rastet der orangefarbene Nadelschutz ein und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.

Beim Drücken des Kolbens spüren Sie einen gewissen Widerstand. Das ist normal.

Wenn nur eine kleine Dosis eingestellt ist, bewegt sich der Kolben nur ein kurzes Stück.

Den Fertigpen gedrückt halten und überprüfen, dass die Injektion abgeschlossen ist

Drücken Sie den Fertigpen noch etwa 5 Sekunden lang gegen die Haut.

Überprüfen Sie danach, ob die Injektion abgeschlossen ist:

  • der Kolben lässt sich nicht weiter nach unten drücken
  • die blaue Dosierlinie ist nicht mehr sichtbar
  • in der Kerbe für die Dosiswahl ist nur die gewählte Dosiszahl zu sehen Wenn Sie dies bestätigt haben, heben Sie den Fertigpen von der Haut ab.

Der orangefarbene Nadelschutz fährt automatisch aus und verriegelt sich.

Es ist normal, wenn im Sichtfenster noch etwas Flüssigkeit verbleibt.

6. Nach der Injektion

Überprüfen Sie die Injektionsstelle

An der Injektionsstelle kann eine geringe Menge Blut oder Flüssigkeit sichtbar sein. Üben Sie mit
einem Wattebausch oder Mulltupfer sanften Druck auf die Injektionsstelle aus, bis eine etwaige
Blutung vollständig gestillt ist.

Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle.

Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem Pflaster.

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren
Behälter.

Werfen Sie den Fertigpen nicht in den Hausmüll.

Stellen Sie sicher, dass der volle Abfallbehälter gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes oder des medizinischen Fachpersonals entsorgt wird.

Geben Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht zum Recycling.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Plaque-Psoriasis

Erwachsene

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, einer entzündlichen Erkrankung, die sich auf die Haut und die Nägel auswirkt.

Tremfya kann den Zustand der Haut und das Aussehen der Nägel verbessern und Symptome, wie Schuppenbildung, Abschuppung, Abschälung, Juckreiz, Schmerzen und Brennen der Haut, reduzieren.

Kinder

Tremfya wird für die Behandlung von Kindern ab 6 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, einer entzündlichen Erkrankung, die sich auf die Haut auswirkt.

Tremfya kann den Zustand der Haut verbessern und Anzeichen und Symptome, wie Schuppenbildung und Rötung reduzieren.

Psoriasis-Arthritis

Tremfya wird für die Behandlung einer Erkrankung namens "Psoriasis-Arthritis" angewendet, einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke, die häufig mit Plaque-Psoriasis einhergeht. Wenn Sie an Psoriasis-Arthritis erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie Tremfya, um die Anzeichen und Symptome der Krankheit zu verringern. Tremfya kann allein oder zusammen mit einem anderen Arzneimittel namens Methotrexat angewendet werden.

Die Anwendung von Tremfya bei Psoriasis-Arthritis wird Ihnen helfen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit zu verringern, die Schädigung von Knorpel und Knochen der Gelenke zu verlangsamen und Ihre Fähigkeit zur Ausübung normaler täglicher Aktivitäten zu verbessern.

Colitis ulcerosa

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Colitis ulcerosa kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie blutiger Stuhl, erhöhter Stuhldrang und die Häufigkeit, mit der Sie auf die Toilette gehen müssen, Bauchschmerzen und die Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

Morbus Crohn

Tremfya wird zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Morbus Crohn kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie Durchfall, Bauchschmerzen und Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird. Kinder sollten vor Beginn der Behandlung mit Tremfya alle altersentsprechenden Impfungen erhalten haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Nach Einschätzung Ihres Arztes können möglicherweise vor und während der Anwendung von Tremfya Blutuntersuchungen erforderlich sein, um zu überprüfen, ob Ihre Leberenzymwerte erhöht sind. Erhöhungen der Leberenzyme können bei Patienten, die Tremfya alle 4 Wochen erhalten, häufiger auftreten als bei Patienten, die Tremfya alle 8 Wochen erhalten (siehe „Wie ist Tremfya anzuwenden?“ in Abschnitt 3).

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper, die sich von Ihrer Psoriasis unterscheiden.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Brechen Sie die Behandlung mit Tremfya ab und informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder und Jugendliche

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern unter 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis oder Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn an, da es in diesen Altersgruppen nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 pro Fertigspritze, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Plaque-Psoriasis
Erwachsene:

  • Die Dosis beträgt 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigspritze) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später erhalten und danach alle 8 Wochen.

Kinder:

  • Für Kinder mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg beträgt die Dosis 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigspritze) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Für Kinder mit einem Körpergewicht unter 40 kg steht ein Fertigpen mit 45 mg/0,45 ml zur Verfügung.
  • Nach der ersten Dosis erfolgt die nächste Injektion nach 4 Wochen und anschließend alle 8 Wochen.

Psoriasis-Arthritis

  • Die Dosis beträgt 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigspritze) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später erhalten und danach alle 8 Wochen. Bei einigen Patienten kann Tremfya nach der ersten Dosis alle 4 Wochen angewendet werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wie oft Sie Tremfya erhalten.

Colitis ulcerosa

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Morbus Crohn

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Sie können zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, sich Tremfya selbst zu injizieren. In diesem Fall werden Sie ausreichend darin geschult, wie Sie sich Tremfya richtig injizieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie sich selbst eine Injektion verabreichen sollen. Es ist wichtig, dass Sie erst von Ihrem Arzt oder vom medizinischen Fachpersonal geschult wurden, bevor Sie versuchen, sich die Injektion selbst zu verabreichen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen Tremfya nicht selbst injizieren. Ihr Arzt kann entscheiden, dass Ihre Betreuungsperson Tremfya nach einer entsprechenden Schulung zur richtigen Injektion verabreichen darf.

Vor der Anwendung von Tremfya lesen Sie bitte sorgfältig die ausführliche Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Packung beiliegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen oder Symptome können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Spritzenetikett nach „EXP“ und auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält. Nehmen Sie den Umkarton vor Gebrauch aus dem Kühlschrank, belassen Sie die Fertigspritze im Umkarton und lassen Sie sie Zimmertemperatur erreichen, indem Sie 30 Minuten warten.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jede Fertigspritze enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Injektionslösung (Injektion). Es ist in Packungen mit einer Fertigspritze und in Bündelpackungen mit 2 Einzelkartons mit jeweils 1 Fertigspritze erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.comSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com
Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.com Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Suomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Hinweise zur Anwendung Tremfya 100 mg Fertigspritze

EINMALIGE ANWENDUNG

Wichtig

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie sich selbst oder eine Pflegeperson Ihnen die Tremfya-Injektionen zuhause geben können, sollen Sie vor der ersten Injektion mit der Tremfya-Fertigspritze über die richtige Art und Weise der Vorbereitung und Injektion geschult werden. Versuchen Sie nicht, sich selbst eine Injektion zu geben, bevor Ihr Arzt Ihnen gezeigt hat, wie Tremfya richtig angewendet wird. Bei Kindern und Jugendlichen soll Tremfya von einem Arzt, dem medizinischen Fachpersonal oder einer Betreuungsperson, die von Ihrem Arzt in der richtigen Injektionstechnik geschult wurde, verabreicht werden.

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung der Tremfya-Fertigspritze sowie bei jeder neuen Anwendung. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung. Bevor Sie mit der Injektion beginnen, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie alle eventuellen Fragen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Die Tremfya-Fertigspritze ist für Injektionen unter die Haut und nicht in Muskeln oder Venen vorgesehen. Nach der Injektion wird die Nadel in den Spritzenkörper eingezogen und rastet dort ein.

Angaben zur Lagerung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Bewahren Sie Ihre Fertigspritze im Originalkarton auf, um sie vor Licht und Beschädigung zu schützen.

Tremfya und alle Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Die Fertigspritze niemals schütteln.

Benötigen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.

Die Fertigspritze auf einen Blick

Vor der Injektion

Kolben

Halten Sie niemals den Kolben fest oder
ziehen Sie niemals daran.

Sicherheitsschutz

Fingerauflage

Spritzenkörper

Fassen Sie den Spritzenkörper unter der Fingerauflage an.

Sichtfenster

Nadelhülle

Entfernen Sie die Nadelhülle erst, wenn Sie für die
Tremfya-Injektion bereit sind (siehe Schritt 2).

Nach der Injektion

Kolben hält an

Der Sicherheitsschutz wird aktiviert

Die Nadel zieht sich in den Spritzenkörper

Sie benötigen folgende Materialien:

  • 1 Alkoholtupfer
  • 1 Wattebausch oder Mulltupfer
  • 1 Heftpflaster
  • 1 durchstichsicheren Behälter (siehe Schritt 3)

1. Bereiten Sie sich auf Ihre Injektion vor

30

MIN.

Überprüfen Sie den Umkarton

Nehmen Sie den Umkarton mit der Fertigspritze aus dem Kühlschrank.

Belassen Sie die Fertigspritze im Umkarton und lassen Sie diesen vor Gebrauch auf einer ebenen
Fläche für mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen.

Erwärmen Sie die Fertigspritze nicht auf andere Weise.

Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“) auf dem Umkarton.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach Ablauf des Verfalldatums.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn das Siegel des Umkartons beschädigt ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem Ersatz.

Injektionsstelle auswählen

Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:

  • Vorderseite der Oberschenkel (empfohlen)
  • Unterer Bauch Nicht im Umkreis von 5 Zentimetern um den Bauchnabel injizieren.
  • Rückseite der Oberarme (wenn eine Pflegeperson die Injektion vornimmt).

Nicht an Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, rot, schuppig oder verhärtet ist oder
Blutergüsse aufweist.

Nicht in Bereiche injizieren, die Narben oder Dehnungsstreifen aufweisen.

Reinigen Sie die Injektionsstelle

Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.

Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen. Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht, fächeln Sie keine Luft darauf und pusten Sie auch nicht darauf.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit

Entnehmen Sie die Fertigspritze aus dem Umkarton.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie muss klar bis leicht gelblich sein und kann winzige weiße oder durchsichtige Teilchen enthalten. Außerdem können eine oder mehrere Luftblasen sichtbar sein. Das ist normal.

Nehmen Sie keine Injektion vor, wenn die Flüssigkeit trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen
aufweist. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem
Ersatz.

2. Nehmen Sie die Injektion von Tremfya mit Hilfe der Fertigspritze vor

Nadelhülle entfernen

Fassen Sie die Spritze am Spritzenkörper und ziehen Sie die Nadelhülle gerade ab. Das Erscheinen eines Flüssigkeitstropfens ist normal.

Injizieren Sie innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Nadelhülle.

Setzen Sie die Nadelhülle nicht wieder auf, da dies die Nadel beschädigen kann.

Berühren Sie nicht die Nadel und berühren Sie mit der Nadel auch keine Oberflächen.

Verwenden Sie die Tremfya-Fertigspritze nicht, wenn sie fallen gelassen wurde. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem Ersatz.

Positionieren Sie Ihre Finger und führen Sie die Nadel ein

Platzieren Sie Daumen, Zeige- und Mittelfinger direkt unter der Fingerauflage, wie dargestellt.

Berühren Sie nicht den Kolben und den Bereich oberhalb der Fingerauflage, da dadurch der
Nadelschutz aktiviert werden kann.

Erfassen Sie mit der anderen Hand eine Hautfalte an der Injektionsstelle. Positionieren Sie die Spritze in einem Winkel von ungefähr 45 Grad auf der Haut.

Es ist wichtig, dass Sie eine so große Hautfalte erfassen, dass die Injektion unter die Haut und nicht in den Muskel verabreicht wird.

Stechen Sie die Nadel mit einer raschen, pfeilwurfähnlichen Bewegung ein.

Lassen Sie die Hautfalte los und greifen Sie mit der Hand um

Fassen Sie mit der freien Hand den Spritzenkörper.

Drücken Sie den Kolben herunter

Legen Sie den Daumen der anderen Hand auf den Kolben und drücken den Kolben vollständig bis zum Anschlag herunter.

Drücken Sie den Kolben nicht weiter

Die Schutzvorrichtung schiebt sich über die Nadel und rastet ein, wodurch die Nadel aus der Haut
gezogen wird.

3. Nach Ihrer Injektion

Entsorgen Sie die gebrauchte Fertigspritze

Entsorgen Sie die gebrauchte Fertigspritze unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren
Behälter.

Werfen Sie Ihre Fertigspritze nicht in den Hausmüll.

Stellen Sie sicher, dass der volle Abfallbehälter gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes oder des medizinischen Fachpersonals entsorgt wird.

Überprüfen Sie die Injektionsstelle

An der Injektionsstelle kann eine geringe Menge Blut oder Flüssigkeit sichtbar sein. Üben Sie mit
einem Wattebausch oder Mulltupfer Druck auf die Haut aus, bis eine etwaige Blutung vollständig
gestillt ist.

Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle.

Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem Pflaster.

Damit ist die Injektion abgeschlossen!

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 100 mg OnePress Injektionslösung im Fertigpen

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Plaque-Psoriasis

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, einer entzündlichen Erkrankung, die sich auf die Haut und die Nägel auswirkt.

Tremfya kann den Zustand der Haut und das Aussehen der Nägel verbessern und Symptome, wie Schuppenbildung, Abschuppung, Abschälung, Juckreiz, Schmerzen und Brennen der Haut, reduzieren.

Psoriasis-Arthritis

Tremfya wird für die Behandlung einer Erkrankung namens "Psoriasis-Arthritis" angewendet, einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke, die häufig mit Plaque-Psoriasis einhergeht. Wenn Sie an Psoriasis-Arthritis erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie Tremfya, um die Anzeichen und Symptome der Krankheit zu verringern. Tremfya kann allein oder zusammen mit einem anderen Arzneimittel namens Methotrexat angewendet werden.

Die Anwendung von Tremfya bei Psoriasis-Arthritis wird Ihnen helfen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit zu verringern, die Schädigung von Knorpel und Knochen der Gelenke zu verlangsamen und Ihre Fähigkeit zur Ausübung normaler täglicher Aktivitäten zu verbessern.

Colitis ulcerosa

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Colitis ulcerosa kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie blutiger Stuhl, erhöhter Stuhldrang und die Häufigkeit, mit der Sie auf die Toilette gehen müssen, Bauchschmerzen und die Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

Morbus Crohn

Tremfya wird zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Morbus Crohn kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie Durchfall, Bauchschmerzen und Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Nach Einschätzung Ihres Arztes können möglicherweise vor und während der Anwendung von Tremfya Blutuntersuchungen erforderlich sein, um zu überprüfen, ob Ihre Leberenzymwerte erhöht sind. Erhöhungen der Leberenzyme können bei Patienten, die Tremfya alle 4 Wochen erhalten, häufiger auftreten als bei Patienten, die Tremfya alle 8 Wochen erhalten (siehe „Wie ist Tremfya anzuwenden?“ in Abschnitt 3).

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper, die sich von Ihrer Psoriasis unterscheiden.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Brechen Sie die Behandlung mit Tremfya ab und informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder und Jugendliche

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Plaque-Psoriasis

  • Die Dosis beträgt 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigpen) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später erhalten und danach alle 8 Wochen.

Psoriasis-Arthritis

  • Die Dosis beträgt 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigpen) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später erhalten und danach alle 8 Wochen. Bei einigen Patienten kann Tremfya nach der ersten Dosis alle 4 Wochen angewendet werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wie oft Sie Tremfya erhalten.

Colitis ulcerosa

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Morbus Crohn

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Sie können zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, sich Tremfya selbst zu injizieren. In diesem Fall werden Sie ausreichend darin geschult, wie Sie sich Tremfya richtig injizieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie sich selbst eine Injektion verabreichen sollen. Es ist wichtig, dass Sie erst von Ihrem Arzt oder vom medizinischen Fachpersonal geschult wurden, bevor Sie versuchen, sich die Injektion selbst zu verabreichen.

Vor der Anwendung von Tremfya lesen Sie bitte sorgfältig die ausführliche Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Packung beiliegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen oder Symptome können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Fertigpen-Etikett nach „EXP“ und auf dem
Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält. Nehmen Sie den Umkarton vor Gebrauch aus dem Kühlschrank, belassen Sie den Fertigpen im Umkarton und lassen Sie ihn Zimmertemperatur erreichen, indem Sie 30 Minuten warten.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Injektionslösung (Injektion). Es ist in Packungen mit einem Fertigpen und in Bündelpackungen mit 2 Einzelkartons mit jeweils 1 Fertigpen erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Janssen Pharmaceutica NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.com Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com Slovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.comSuomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com
Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Hinweise zur Anwendung Tremfya 100 mg OnePress Fertigpen

EINMALIGE ANWENDUNG

Wichtig

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie sich selbst oder eine Pflegeperson Ihnen die Tremfya-Injektionen zuhause geben können, sollen Sie vor der ersten Injektion mit dem Tremfya-Fertigpen über die richtige Art und Weise der Vorbereitung und Injektion geschult werden.

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung des Tremfya-Fertigpens sowie bei jeder
neuen Anwendung. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das
Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung.

Bevor Sie mit der Injektion beginnen, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie alle eventuellen Fragen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Drücken Sie während der Injektion den Griff ganz nach unten, bis das grüne Gehäuse nicht
mehr sichtbar ist, um die gesamte Dosis zu injizieren.

DEN FERTIGPEN während der Injektion NICHT ANHEBEN!

Wenn Sie dies tun, rastet der Fertigpen ein und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.

Angaben zur Lagerung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen niemals schütteln.

Bewahren Sie Ihren Fertigpen im Originalkarton auf, um ihn vor Licht und Beschädigung zu schützen.

Tremfya und alle Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Benötigen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.

Der Fertigpen auf einen Blick

Vor der Anwendung Nach der Anwendung

Griff

Griff ist komplett nach unten gedrückt.
Grünes Gehäuse
SichtfensterDas grüne Gehäuse ist nicht sichtbar.
Verschlusskappe Zur InjektionNadelschutzNach dem Anheben rastet der Nadelschutz ein und der gelbe Streifen ist sichtbar. NICHT während der Injektion anheben.

Verschlusskappe abnehmen
(Siehe Schritt 2)

Sie benötigen folgende Materialien:

  • 1 Alkoholtupfer
  • 1 Wattebausch oder Mulltupfer
  • 1 Heftpflaster
  • 1 durchstichsicheren Behälter (siehe Schritt 3)

1. Bereiten Sie sich auf Ihre Injektion vor

30

MIN WARTEN

Überprüfen Sie den Umkarton und lassen Sie Tremfya Raumtemperatur annehmen

Nehmen Sie den Umkarton mit dem Fertigpen aus dem Kühlschrank.

Belassen Sie den Fertigpen im Umkarton und lassen Sie diesen vor Gebrauch auf einer ebenen Fläche für ungefähr 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen.

Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise.

verwendbar bis

Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“) auf dem Umkarton.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach Ablauf des Verfalldatums.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn das Siegel des Umkartons beschädigt ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem Ersatz.

Injektionsstelle auswählen

Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:

  • Vorderseite der Oberschenkel (empfohlen)
  • Unterer Bauch Nicht im Umkreis von 5 Zentimetern um den Bauchnabel injizieren.
  • Rückseite der Oberarme (wenn eine Pflegeperson die Injektion vornimmt).

Nicht an Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, rot, schuppig oder verhärtet ist oder
Blutergüsse aufweist.

Nicht in Bereiche injizieren, die Narben oder Dehnungsstreifen aufweisen.

Waschen Sie die Hände

Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.

Reinigen Sie die Injektionsstelle

Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen. Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht, fächeln Sie keine Luft darauf und pusten Sie auch nicht darauf.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster

Entnehmen Sie den Fertigpen aus dem Umkarton.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie muss klar bis leicht gelblich sein und kann winzige weiße oder durchsichtige Teilchen enthalten. Außerdem können eine oder mehrere Luftblasen sichtbar sein. Das ist normal.

Nehmen Sie keine Injektion vor, wenn die Flüssigkeit:

  • trüb oder
  • verfärbt ist oder
  • große Teilchen aufweist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem Ersatz.

2. Tremfya mit Hilfe des Fertigpen injizieren

Wenn Sie für die Injektion bereit sind, ziehen Sie die Verschlusskappe ab

Berühren Sie nicht den Nadelschutz nachdem Sie die Verschlusskappe entfernt haben. Es ist normal, dass ein paar Tropfen Flüssigkeit zu sehen sind.

Injizieren Sie innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Verschlusskappe.

Setzen Sie die Verschlusskappe nicht wieder auf. Dies könnte die Nadel beschädigen.

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er fallen gelassen wurde.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem Ersatz.

Gerade auf die Haut setzen

Drücken Sie den Griff ganz nach unten, bis das grüne Gehäuse nicht mehr sichtbar ist.

HEBEN SIE DEN FERTIGPEN während der INJEKTION NICHT AN!

Wenn Sie dies tun, rastet der Nadelschutz ein, ein gelber Streifen wird sichtbar und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.

Wenn die Injektion beginnt, hören Sie möglicherweise schon einen Klicklaut. Drücken Sie weiter.

Wenn Sie einen Widerstand spüren, drücken Sie weiter. Das ist normal.

Das Medikament wird injiziert, während Sie drücken. Wählen Sie eine Geschwindigkeit, die für Sie angenehm ist.

Klick

Bestätigung, dass die Injektion abgeschlossen ist

Die Injektion ist abgeschlossen, wenn:

  • Das grüne Gehäuse nicht mehr sichtbar ist
  • Sie den Griff nicht mehr nach unten drücken können
  • Sie ein Klicken hören können

Gerade hochheben

Ein gelber Streifen zeigt Ihnen, dass der Nadelschutz eingerastet ist.

3. Nach Ihrer Injektion

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren
Behälter.

Stellen Sie sicher, dass der volle Abfallbehälter gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes oder des medizinischen Fachpersonals entsorgt wird.

Werfen Sie den Fertigpen nicht in den Hausmüll.

Entleeren Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht und verwenden Sie diesen nicht wieder.

Überprüfen Sie die Injektionsstelle

An der Injektionsstelle kann eine geringe Menge Blut oder Flüssigkeit sichtbar sein. Üben Sie mit
einem Wattebausch oder Mulltupfer Druck auf die Haut aus, bis eine etwaige Blutung vollständig
gestillt ist.

Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle.

Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem Pflaster.

Damit ist die Injektion abgeschlossen!

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 100 mg PushPen Injektionslösung im Fertigpen

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Plaque-Psoriasis

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis angewendet, einer entzündlichen Erkrankung, die sich auf die Haut und die Nägel auswirkt.

Tremfya kann den Zustand der Haut und das Aussehen der Nägel verbessern und Symptome, wie Schuppenbildung, Abschuppung, Abschälung, Juckreiz, Schmerzen und Brennen der Haut, reduzieren.

Psoriasis-Arthritis

Tremfya wird für die Behandlung einer Erkrankung namens „Psoriasis-Arthritis“ angewendet, einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke, die häufig mit Plaque-Psoriasis einhergeht. Wenn Sie an Psoriasis-Arthritis erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, erhalten Sie Tremfya, um die Anzeichen und Symptome der Krankheit zu verringern. Tremfya kann allein oder zusammen mit einem anderen Arzneimittel namens Methotrexat angewendet werden.

Die Anwendung von Tremfya bei Psoriasis-Arthritis wird Ihnen helfen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit zu verringern, die Schädigung von Knorpel und Knochen der Gelenke zu verlangsamen und Ihre Fähigkeit zur Ausübung normaler täglicher Aktivitäten zu verbessern.

Colitis ulcerosa

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Colitis ulcerosa kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie blutiger Stuhl, erhöhter Stuhldrang und die Häufigkeit, mit der Sie auf die Toilette gehen müssen, Bauchschmerzen und die Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

Morbus Crohn

Tremfya wird zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Morbus Crohn kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie Durchfall, Bauchschmerzen und Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Nach Einschätzung Ihres Arztes können möglicherweise vor und während der Anwendung von Tremfya Blutuntersuchungen erforderlich sein, um zu überprüfen, ob Ihre Leberenzymwerte erhöht sind. Erhöhungen der Leberenzyme können bei Patienten, die Tremfya alle 4 Wochen erhalten, häufiger auftreten als bei Patienten, die Tremfya alle 8 Wochen erhalten (siehe „Wie ist Tremfya anzuwenden?“ in Abschnitt 3).

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper, die sich von Ihrer Psoriasis unterscheiden.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Brechen Sie die Behandlung mit Tremfya ab und informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder und Jugendliche

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Plaque-Psoriasis

  • Die Dosis beträgt 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigpen) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später erhalten und danach alle 8 Wochen.

Psoriasis-Arthritis

  • Die Dosis beträgt 100 mg (der Inhalt von 1 Fertigpen) und wird unter die Haut injiziert (subkutane Injektion). Diese Injektion kann durch Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal erfolgen.
  • Nach der ersten Dosis werden Sie die nächste Dosis 4 Wochen später erhalten und danach alle 8 Wochen. Bei einigen Patienten kann Tremfya nach der ersten Dosis alle 4 Wochen angewendet werden. Ihr Arzt wird entscheiden, wie oft Sie Tremfya erhalten.

Colitis ulcerosa

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Morbus Crohn

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Sie können zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, sich Tremfya selbst zu injizieren. In diesem Fall werden Sie ausreichend darin geschult, wie Sie sich Tremfya richtig injizieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie sich selbst eine Injektion verabreichen sollen. Es ist wichtig, dass Sie erst von Ihrem Arzt oder vom medizinischen Fachpersonal geschult wurden, bevor Sie versuchen, sich die Injektion selbst zu verabreichen.

Vor der Anwendung von Tremfya lesen Sie bitte sorgfältig die ausführliche Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Packung beiliegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen oder Symptome können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Fertigpen-Etikett nach „EXP“ und auf dem
Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält. Nehmen Sie den Umkarton vor Gebrauch aus dem Kühlschrank, belassen Sie den Fertigpen im Umkarton und lassen Sie ihn Zimmertemperatur erreichen, indem Sie 30 Minuten warten.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jeder Fertigpen enthält 100 mg Guselkumab in 1 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Injektionslösung (Injektion). Es ist in Packungen mit einem Fertigpen und in Bündelpackungen mit 2 Einzelkartons mit jeweils 1 Fertigpen erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Janssen Pharmaceutica NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.com Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com Slovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.comSuomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com
Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Hinweise zur Anwendung Tremfya 100 mg PushPen Fertigpen

EINMALIGE ANWENDUNG Wichtig

Tremfya wird in einem Fertigpen zum Einmalgebrauch mit einer Dosis von 100 mg zur Verfügung gestellt.

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie sich selbst oder eine Pflegeperson Ihnen die Tremfya-Injektionen zuhause geben können, sollen Sie vor der ersten Injektion mit dem Tremfya-Fertigpen über die richtige Art und Weise der Vorbereitung und Injektion geschult werden.

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung des Tremfya-Fertigpens sowie bei jeder neuen Anwendung. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung. Bevor Sie mit der Injektion beginnen, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie alle eventuellen Fragen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Jeder Tremfya-Fertigpen darf nur einmal verwendet werden. Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen nach der Anwendung (siehe Schritt 4), auch wenn sich noch Arzneimittel darin befindet. Verwenden Sie Ihren Tremfya-Fertigpen nicht wieder.

Angaben zur Lagerung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen niemals schütteln.

Bewahren Sie Ihren Fertigpen im Originalkarton auf, um ihn vor Licht und Beschädigung zu schützen.

Tremfya und alle Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Benötigen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.

Der Fertigpen auf einen Blick

Vor der Anwendung

Nach der Anwendung

Gelber Kolben füllt das
Sichtfenster aus

Sichtfenster

Grüner Nadelschutz

Dünne verborgene
Nadel

Verschlusskappe Erst entfernen, wenn Sie für die Injektion

bereit sind (siehe
Schritt 3).

Sie benötigen folgende Materialien:

  • 1 Fertigpen Nicht im Umkarton enthalten:
  • Alkoholtupfer
  • Wattebausch oder Mulltupfer
  • Heftpflaster
  • Durchstichsicherer Behälter (siehe Schritt 4)

1. Bereiten Sie den Fertigpen vor

30 MIN.

WARTEN

Lassen Sie Tremfya Raumtemperatur annehmen

Nehmen Sie den Umkarton aus dem Kühlschrank und lassen Sie den Umkarton vor Gebrauch auf
einer ebenen Fläche für ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur liegen.

Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise.

Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“) auf dem Umkarton.

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn das Verfalldatum überschritten ist oder das Siegel des
Umkartons beschädigt ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

2. Bereiten Sie sich auf Ihre Injektion vor

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster, um festzustellen, ob sie klar bis leicht gelblich ist

Entnehmen Sie den Fertigpen aus dem Umkarton.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie muss klar bis leicht gelblich sein und kann winzige weiße oder durchsichtige Teilchen enthalten. Außerdem können Luftblasen sichtbar sein.

Das ist normal.

Nehmen Sie keine Injektion vor, wenn die Flüssigkeit:

  • trüb oder
  • verfärbt ist oder
  • große Teilchen aufweist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen
Fertigpen.

Wählen Sie Ihre Injektionsstelle aus

Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:

  • Vorderseite der Oberschenkel
  • Unterer Bauch Nicht im Umkreis von 5 Zentimetern um den Bauchnabel injizieren.
  • Rückseite der Oberarme (wenn eine Pflegeperson die Injektion vornimmt).

Nicht an Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, rot, schuppig, verdickt oder verhärtet ist oder Blutergüsse aufweist. Nicht in Bereiche injizieren, die Narben oder Dehnungsstreifen aufweisen.

Waschen Sie die Hände und reinigen Sie die Injektionsstelle

Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.

Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen. Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht, fächeln Sie keine Luft darauf und pusten Sie auch nicht darauf.

3. Tremfya mit Hilfe des Fertigpens injizieren

Wenn Sie für die Injektion bereit sind, ziehen Sie die Verschlusskappe ab

Berühren Sie nicht den grünen Nadelschutz!

Dadurch kann die Injektion ausgelöst werden und Sie erhalten die Dosis nicht.

Ziehen Sie die Verschlusskappe gerade ab. Es ist normal, dass ein paar Tropfen Flüssigkeit zu sehen sind.

Injizieren Sie Tremfya innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Verschlusskappe.

Setzen Sie die Verschlusskappe nicht wieder auf. Dies könnte die Nadel beschädigen.

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er nach dem Abziehen der Verschlusskappe fallen gelassen wurde.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

1.

KLICK!

Setzen Sie den Fertigpen gerade auf die Injektionsstelle auf. Drücken Sie den Pen nach unten und halten Sie ihn fest

Heben Sie den Fertigpen während der Injektion nicht an!

Wenn Sie dies tun, rastet der grüne Nadelschutz ein und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.

Halten Sie den Fertigpen gerade auf die Injektionsstelle, sodass der grüne Nadelschutz die Haut
berührt und das Sichtfenster zu Ihnen zeigt.

Drücken Sie den Fertigpen nach unten und halten Sie ihn gegen die Haut gedrückt.

Sie hören das erste Klickgeräusch.

10 SEK

2.

KLICK!

Drücken Sie den Fertigpen etwa 10 Sekunden lang fest gegen die Haut, bis Sie ein zweites Klickgeräusch hören

Sie sind fast fertig.

Halten Sie den Fertigpen weiterhin fest gegen die Haut gedrückt und vergewissern Sie sich, dass die Injektion abgeschlossen ist

Die Injektion ist abgeschlossen, wenn sich der gelbe Kolben nicht mehr bewegt und das Sichtfenster ausfüllt.

Gerade hochheben

4. Nach Ihrer Injektion

Überprüfen Sie die Injektionsstelle

An der Injektionsstelle kann eine geringe Menge Blut oder Flüssigkeit sichtbar sein. Üben Sie mit
einem Wattebausch oder Mulltupfer sanften Druck auf die Haut aus, bis eine etwaige Blutung
vollständig gestillt ist.

Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle. Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem
Pflaster.

Damit ist die Injektion abgeschlossen!

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen und die Verschlusskappe

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen und die Verschlusskappe unmittelbar nach Gebrauch in
einen durchstichsicheren Behälter.

Stellen Sie sicher, dass der volle Abfallbehälter gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes oder des medizinischen Fachpersonals entsorgt wird.

Werfen Sie den Fertigpen nicht in den Hausmüll.

Geben Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht zum Recycling.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Colitis ulcerosa

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Colitis ulcerosa kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie blutiger Stuhl, erhöhter Stuhldrang und die Häufigkeit, mit der Sie auf die Toilette gehen müssen, Bauchschmerzen und die Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

Morbus Crohn

Tremfya wird zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Morbus Crohn kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie Durchfall, Bauchschmerzen und Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Nach Einschätzung Ihres Arztes können möglicherweise vor und während der Anwendung von Tremfya Blutuntersuchungen erforderlich sein, um zu überprüfen, ob Ihre Leberenzymwerte erhöht sind. Erhöhungen der Leberenzyme können bei Patienten, die Tremfya alle 4 Wochen erhalten, häufiger auftreten als bei Patienten, die Tremfya alle 8 Wochen erhalten (siehe „Wie ist Tremfya anzuwenden?“ in Abschnitt 3).

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Brechen Sie die Behandlung mit Tremfya ab und informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder und Jugendliche

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 pro Fertigspritze, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Colitis ulcerosa

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Morbus Crohn

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Sie können zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, sich Tremfya selbst zu injizieren. In diesem Fall werden Sie ausreichend darin geschult, wie Sie sich Tremfya richtig injizieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie sich selbst eine Injektion verabreichen sollen. Es ist wichtig, dass Sie erst von Ihrem Arzt oder vom medizinischen Fachpersonal geschult wurden, bevor Sie versuchen, sich die Injektion selbst zu verabreichen.

Vor der Anwendung von Tremfya lesen Sie bitte sorgfältig die ausführliche Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Packung beiliegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen oder Symptome können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Spritzenetikett nach „EXP“ und auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält. Nehmen Sie den Umkarton vor Gebrauch aus dem Kühlschrank, belassen Sie die Fertigspritze im Umkarton und lassen Sie sie Zimmertemperatur erreichen, indem Sie 30 Minuten warten.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jede Fertigspritze enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Injektionslösung (Injektion). Es ist in Packungen mit einer Fertigspritze und in Bündelpackungen mit 2 Einzelkartons mit jeweils 1 Fertigspritze erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.comSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com
Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.com Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Suomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Hinweise zur Anwendung Tremfya 200 mg Fertigspritze

EINMALIGE ANWENDUNG Wichtig

Tremfya wird in einer Fertigspritze zum Einmalgebrauch mit einer Dosis von 200 mg zur Verfügung gestellt.

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie 1 oder 2 Fertigspritzen verwenden müssen.

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie sich selbst oder eine Pflegeperson Ihnen die Tremfya-Injektionen zuhause geben können, sollen Sie vor der ersten Injektion mit der Tremfya-Fertigspritze über die richtige Art und Weise der Vorbereitung und Injektion geschult werden.

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung der Tremfya-Fertigspritze sowie bei jeder neuen Anwendung. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung. Bevor Sie mit der Injektion beginnen, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie alle eventuellen Fragen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Jede Tremfya-Fertigspritze darf nur einmal verwendet werden. Entsorgen Sie die gebrauchte Fertigspritze nach der Anwendung (siehe Schritt 4), auch wenn sich noch Arzneimittel darin befindet. Verwenden Sie Ihre Tremfya-Fertigspritze nicht wieder.

Die Tremfya-Fertigspritze ist für Injektionen unter die Haut und nicht in Muskeln oder Venen vorgesehen. Nach der Injektion wird die Nadel in den Spritzenkörper eingezogen und rastet dort ein.

Angaben zur Lagerung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze niemals schütteln.

Bewahren Sie Ihre Fertigspritze im Originalkarton auf, um sie vor Licht und Beschädigung zu schützen.

Tremfya und alle Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Benötigen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.

Die Fertigspritze auf einen Blick

Vor der Injektion

Kolben

Halten Sie niemals den Kolben
fest oder ziehen Sie niemals
daran.

Sicherheitsschutz

Fingerauflage

Sichtfenster Nach der Injektion

Spritzenkörper

Kolben hält an.

Der Sicherheitsschutz wird
aktiviert.

Nadel

Nadelhülle

Entfernen Sie die
Nadelhülle erst, wenn

Sie für die InjektionDie Nadel zieht sich in
bereit sind (sieheden Spritzenkörper.

Schritt 3).

Sie benötigen folgende Materialien:

  • 1 oder 2 Fertigspritze(n) basierend auf der von Ihrem Arzt verschriebenen Dosis Nicht im Umkarton enthalten:
  • Alkoholtupfer
  • Wattebausch oder Mulltupfer
  • Heftpflaster
  • Durchstichsicherer Behälter (siehe Schritt 4)

1. Bereiten Sie die Fertigspritze vor

Überprüfen Sie Ihre Dosis, um festzustellen, ob Sie 1 oder 2 Fertigspritzen verwenden müssen, und überprüfen Sie die Umkartons

Nehmen Sie den Umkarton mit der Fertigspritze/den Fertigspritzen aus dem Kühlschrank.

Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“).

Verwenden Sie die Fertigspritze nicht, wenn das Verfalldatum überschritten ist oder das Siegel des Umkartons beschädigt ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einer neuen Fertigspritze.

30 MIN.

WARTEN

Lassen Sie Tremfya Raumtemperatur annehmen

Lassen Sie den Umkarton vor Gebrauch auf einer ebenen Fläche für ca. 30 Minuten bei
Raumtemperatur liegen.

Erwärmen Sie die Fertigspritze nicht auf andere Weise.

2. Bereiten Sie sich auf Ihre Injektion vor

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster, um festzustellen, ob sie klar bis leicht gelblich ist

Entnehmen Sie die Fertigspritze aus dem Umkarton.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie muss klar bis leicht gelblich sein und kann winzige weiße oder durchsichtige Teilchen enthalten. Außerdem können Luftblasen sichtbar sein. Das ist normal.

Nehmen Sie keine Injektion vor, wenn die Flüssigkeit:

  • trüb oder
  • verfärbt ist oder
  • große Teilchen aufweist.

Verwenden Sie die Fertigspritze nicht, wenn sie heruntergefallen ist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einer neuen
Fertigspritze.

Wählen Sie Ihre Injektionsstelle aus

Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:

  • Vorderseite der Oberschenkel
  • Unterer Bauch Nicht im Umkreis von 5 Zentimetern um den Bauchnabel injizieren.
  • Rückseite der Oberarme (wenn eine Pflegeperson die Injektion vornimmt).

Wenn Sie 2 Injektionen benötigen, um Ihre Dosis zu vervollständigen, wählen Sie verschiedene Stellen oder lassen Sie mindestens 5 Zentimeter zwischen den Injektionsstellen.

Nicht an Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, rot, schuppig, verdickt oder verhärtet ist oder Blutergüsse aufweist. Nicht in Bereiche injizieren, die Narben oder Dehnungsstreifen aufweisen.

Waschen Sie die Hände und reinigen Sie die Injektionsstelle

Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.

Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen. Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht, fächeln Sie keine Luft darauf und pusten Sie auch nicht darauf.

3. Nehmen Sie die Injektion von Tremfya mit Hilfe der Fertigspritze vor

Entfernen Sie die Nadelhülle, wenn Sie für die Injektion bereit sind

Fassen Sie die Spritze am Spritzenkörper und ziehen Sie die Nadelhülle gerade ab.

Das Erscheinen von Flüssigkeitstropfen ist normal.

Injizieren Sie Tremfya innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Nadelhülle.

Setzen Sie die Nadelhülle nicht wieder auf, da dies die Nadel beschädigen oder zu einer
Nadelstichverletzung führen kann.

Berühren Sie nicht die Nadel und berühren Sie mit der Nadel auch keine Oberflächen.

Verwenden Sie die Fertigspritze nicht, wenn sie fallen gelassen wurde. Fragen Sie bei Ihrem Arzt
oder Apotheker nach einer neuen Fertigspritze.

Halten oder ziehen Sie den Kolben zu keinem Zeitpunkt.

Erfassen Sie eine Hautfalte an der Injektionsstelle und stechen Sie die Nadel in einem Winkel von ungefähr 45 Grad ein Es ist wichtig, dass Sie eine so große Hautfalte erfassen, dass die Injektion unter die Haut und nicht in den Muskel erfolgt.

Stechen Sie die Nadel mit einer raschen, pfeilwurfähnlichen Bewegung ein.

LANGSAM

Drücken Sie den Kolben langsam bis zum Anschlag nach unten, um die gesamte Flüssigkeit zu injizieren

Beim Drücken des Kolbens spüren Sie einen gewissen Widerstand; das ist normal.

Drücken Sie den Kolben nicht weiter, um die Nadel aus der Haut zu ziehen

Die Nadel wird in den Sprittzenkörper zurückgezogen und rastet ein.

Wenn Ihre verschriebene Dosis zwei Injektionen erfordert, wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4 mit der zweiten Fertigspritze.

4. Nach Ihrer Injektion

Überprüfen Sie die Injektionsstelle

An der Injektionsstelle kann eine geringe Menge Blut oder Flüssigkeit sichtbar sein. Üben Sie mit
einem Wattebausch oder Mulltupfer sanften Druck auf die Haut aus, bis eine etwaige Blutung
vollständig gestillt ist.

Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle. Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem
Pflaster.

Damit ist die Injektion abgeschlossen!

Entsorgen Sie die gebrauchte Fertigspritze

Entsorgen Sie die gebrauchte Fertigspritze unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren
Behälter.

Stellen Sie sicher, dass der volle Abfallbehälter gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes oder des medizinischen Fachpersonals entsorgt wird.

Werfen Sie Ihre Fertigspritze nicht in den Hausmüll.

Geben Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht zum Recycling.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Colitis ulcerosa

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Colitis ulcerosa kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie blutiger Stuhl, erhöhter Stuhldrang und die Häufigkeit, mit der Sie auf die Toilette gehen müssen, Bauchschmerzen und die Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

Morbus Crohn

Tremfya wird zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Morbus Crohn kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie Durchfall, Bauchschmerzen und Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Nach Einschätzung Ihres Arztes können möglicherweise vor und während der Anwendung von Tremfya Blutuntersuchungen erforderlich sein, um zu überprüfen, ob Ihre Leberenzymwerte erhöht sind. Erhöhungen der Leberenzyme können bei Patienten, die Tremfya alle 4 Wochen erhalten, häufiger auftreten als bei Patienten, die Tremfya alle 8 Wochen erhalten (siehe „Wie ist Tremfya anzuwenden?“ in Abschnitt 3).

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Brechen Sie die Behandlung mit Tremfya ab und informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder und Jugendliche

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 pro Fertigpen, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Colitis ulcerosa

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Morbus Crohn

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Sie können zusammen mit Ihrem Arzt entscheiden, sich Tremfya selbst zu injizieren. In diesem Fall werden Sie ausreichend darin geschult, wie Sie sich Tremfya richtig injizieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie Fragen dazu haben, wie Sie sich selbst eine Injektion verabreichen sollen. Es ist wichtig, dass Sie erst von Ihrem Arzt oder vom medizinischen Fachpersonal geschult wurden, bevor Sie versuchen, sich die Injektion selbst zu verabreichen.

Vor der Anwendung von Tremfya lesen Sie bitte sorgfältig die ausführliche Anleitung „Hinweise zur Anwendung“, die der Packung beiliegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen oder Symptome können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Fertigpen-Etikett nach „EXP“ und auf dem
Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält. Nehmen Sie den Umkarton vor Gebrauch aus dem Kühlschrank, belassen Sie den Fertigpen im Umkarton und lassen Sie ihn Zimmertemperatur erreichen, indem Sie 30 Minuten warten.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jeder Fertigpen enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Injektionslösung (Injektion). Es ist in Packungen mit einem Fertigpen und in Bündelpackungen mit 2 Einzelkartons mit jeweils 1 Fertigpen erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Janssen Pharmaceutica NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.com Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com Slovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.comSuomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com
Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Hinweise zur Anwendung Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen

EINMALIGE ANWENDUNG Wichtig

Tremfya wird in einem Fertigpen zum Einmalgebrauch mit einer Dosis von 200 mg zur Verfügung gestellt.

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie 1 oder 2 Fertigpens verwenden müssen.

Wenn Ihr Arzt entscheidet, dass Sie sich selbst oder eine Pflegeperson Ihnen die Tremfya-Injektionen zuhause geben können, sollen Sie vor der ersten Injektion mit dem Tremfya-Fertigpen über die richtige Art und Weise der Vorbereitung und Injektion geschult werden.

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor der ersten Anwendung des Tremfya-Fertigpens sowie bei jeder neuen Anwendung. Eventuell liegen neue Informationen vor. Diese Anleitung ersetzt nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Behandlung. Bevor Sie mit der Injektion beginnen, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprechen Sie alle eventuellen Fragen mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Jeder Tremfya-Fertigpen darf nur einmal verwendet werden. Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen nach der Anwendung (siehe Schritt 4), auch wenn sich noch Arzneimittel darin befindet. Verwenden Sie Ihren Tremfya-Fertigpen nicht wieder.

Angaben zur Lagerung

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Den Fertigpen niemals schütteln.

Bewahren Sie Ihren Fertigpen im Originalkarton auf, um ihn vor Licht und Beschädigung zu schützen.

Tremfya und alle Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Benötigen Sie Hilfe?

Wenden Sie sich mit etwaigen Fragen an Ihren Arzt. Wenn Sie weitere Unterstützung benötigen oder eine Rückmeldung geben möchten, verwenden Sie bitte die Kontaktdaten Ihres zuständigen örtlichen Vertreters in der Packungsbeilage.

Der Fertigpen auf einen Blick

Vor der Anwendung

Nach der Anwendung

Kolben füllt das
Sichtfenster aus

Sicht-fenster

Gelber Nadel-schutz

Dünne, verborgene

NadelSie benötigen folgende Materialien:
Verschlusskappe Erst entfernen, wenn Sie für die Injektion bereit sind (siehe Schritt 3)• 1 oder 2 Fertigpens basierend auf der von Ihrem Arzt verschriebenen Dosis Nicht im Umkarton enthalten: • Alkoholtupfer • Wattebausch oder Mulltupfer • Heftpflaster • Durchstichsicherer Behälter (siehe Schritt 4)

1. Bereiten Sie den Fertigpen vor

Überprüfen Sie Ihre Dosis, um festzustellen, ob Sie 1 oder 2 Fertigpens verwenden müssen, und überprüfen Sie die Umkartons

Nehmen Sie den Umkarton mit dem Fertigpen/den Fertigpens aus dem Kühlschrank.

Überprüfen Sie das Verfalldatum („verwendbar bis“).

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn das Verfalldatum überschritten ist oder das Siegel des
Umkartons beschädigt ist.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

30 MIN.

WARTEN

Lassen Sie Tremfya Raumtemperatur annehmen

Lassen Sie den Umkarton vor Gebrauch auf einer ebenen Fläche für ca. 30 Minuten bei
Raumtemperatur liegen.

Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf andere Weise.

2. Bereiten Sie sich auf Ihre Injektion vor

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster, um festzustellen, ob sie klar bis leicht gelblich ist

Entnehmen Sie den Fertigpen aus dem Umkarton.

Überprüfen Sie die Flüssigkeit im Sichtfenster. Sie muss klar bis leicht gelblich sein und kann winzige weiße oder durchsichtige Teilchen enthalten. Außerdem können Luftblasen sichtbar sein.

Das ist normal.

Nehmen Sie keine Injektion vor, wenn die Flüssigkeit:

  • trüb oder
  • verfärbt ist oder
  • große Teilchen aufweist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen
Fertigpen.

Wählen Sie Ihre Injektionsstelle aus

Für die Injektion stehen die folgenden Bereiche zur Auswahl:

  • Vorderseite der Oberschenkel
  • Unterer Bauch Nicht im Umkreis von 5 Zentimetern um den Bauchnabel injizieren.
  • Rückseite der Oberarme (wenn eine Pflegeperson die Injektion vornimmt).

Wenn Sie 2 Injektionen benötigen, um Ihre Dosis zu vervollständigen, wählen Sie verschiedene Stellen oder lassen Sie mindestens 5 Zentimeter zwischen den Injektionsstellen.

Nicht an Stellen injizieren, an denen die Haut empfindlich, rot, schuppig, verdickt oder verhärtet ist oder Blutergüsse aufweist. Nicht in Bereiche injizieren, die Narben oder Dehnungsstreifen aufweisen.

Waschen Sie die Hände und reinigen Sie die Injektionsstelle

Waschen Sie die Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser.

Wischen Sie die gewählte Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab und lassen Sie diese trocknen. Berühren Sie die gereinigte Injektionsstelle nicht, fächeln Sie keine Luft darauf und pusten Sie auch nicht darauf.

3. Tremfya mit Hilfe des Fertigpen injizieren

Wenn Sie für die Injektion bereit sind, ziehen Sie die Verschlusskappe ab

Berühren Sie nicht den gelben Nadelschutz!

Dadurch kann die Injektion ausgelöst werden und Sie erhalten die Dosis nicht.

Ziehen Sie die Verschlusskappe gerade ab. Es ist normal, dass ein paar Tropfen Flüssigkeit zu sehen sind.

Injizieren Sie Tremfya innerhalb von 5 Minuten nach dem Entfernen der Verschlusskappe.

Setzen Sie die Verschlusskappe nicht wieder auf. Dies könnte die Nadel beschädigen.

Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn er nach dem Abziehen der Verschlusskappe fallen gelassen wurde.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach einem neuen Fertigpen.

1.

KLICK!

Setzen Sie den Fertigpen gerade auf die Injektionsstelle auf. Drücken Sie den Pen nach unten und halten Sie ihn fest

Heben Sie den Fertigpen während der Injektion nicht an!

Wenn Sie dies tun, rastet der Nadelschutz ein und Sie erhalten nicht die gesamte Dosis.

Halten Sie den Fertigpen gerade auf die Injektionsstelle, sodass der gelbe Nadelschutz die Haut
berührt und das Sichtfenster zu Ihnen zeigt.

Drücken Sie den Fertigpen nach unten und halten Sie ihn gegen die Haut gedrückt.

Sie hören das erste Klickgeräusch.

10.

SEK

2.

KLICK!

Drücken Sie den Fertigpen etwa 10 Sekunden lang fest gegen die Haut, bis Sie ein zweites Klickgeräusch hören

Sie sind fast fertig.

Halten Sie den Fertigpen weiterhin fest gegen die Haut gedrückt und vergewissern Sie sich, dass die Injektion abgeschlossen ist

Die Injektion ist abgeschlossen, wenn sich der Kolben nicht mehr bewegt und das Sichtfenster
ausfüllt.

Gerade hochheben Wenn Ihre verschriebene Dosis zwei Injektionen erfordert, wiederholen Sie die Schritte 2 bis 4 mit dem zweiten Fertigpen.

4. Nach Ihrer Injektion

Überprüfen Sie die Injektionsstelle

An der Injektionsstelle kann eine geringe Menge Blut oder Flüssigkeit sichtbar sein. Üben Sie mit
einem Wattebausch oder Mulltupfer sanften Druck auf die Haut aus, bis eine etwaige Blutung
vollständig gestillt ist.

Reiben Sie nicht an der Injektionsstelle. Versehen Sie die Injektionsstelle bei Bedarf mit einem
Pflaster.

Damit ist die Injektion abgeschlossen!

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen

Entsorgen Sie den gebrauchten Fertigpen unmittelbar nach Gebrauch in einen durchstichsicheren
Behälter.

Stellen Sie sicher, dass der volle Abfallbehälter gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes oder des medizinischen Fachpersonals entsorgt wird.

Werfen Sie den Fertigpen nicht in den Hausmüll.

Geben Sie Ihren durchstichsicheren Behälter nicht zum Recycling.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Guselkumab

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?
3. Wie ist Tremfya anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Tremfya und wofür wird es angewendet?

Tremfya enthält den Wirkstoff Guselkumab, bei dem es sich um einen als „monoklonaler Antikörper“ bezeichneten Proteintyp handelt.

Dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Aktivität eines Proteins namens IL-23, das bei Personen mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn in erhöhter Konzentration vorliegt, blockiert.

Colitis ulcerosa

Tremfya wird für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Colitis ulcerosa kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie blutiger Stuhl, erhöhter Stuhldrang und die Häufigkeit, mit der Sie auf die Toilette gehen müssen, Bauchschmerzen und die Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

Morbus Crohn

Tremfya wird zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, angewendet. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn Sie nicht gut genug auf diese Arzneimittel ansprechen oder Sie diese nicht vertragen, können Sie Tremfya erhalten.

Die Anwendung von Tremfya bei Morbus Crohn kann bei Ihnen dazu beitragen, die Anzeichen und Symptome der Krankheit, wie Durchfall, Bauchschmerzen und Entzündung der Darmschleimhaut zu verringern. Diese Wirkungen können Ihre Fähigkeit verbessern, normale tägliche Aktivitäten auszuüben und Müdigkeit zu reduzieren.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Tremfya beachten?

Tremfya darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Guselkumab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie vermuten, allergisch zu sein, fragen Sie vor der Anwendung von Tremfya Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine aktive Infektion, einschließlich einer aktiven Tuberkulose, haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie
Tremfya anwenden,

  • wenn bei Ihnen eine Infektion behandelt wird;
  • wenn Sie eine anhaltende oder immer wiederkehrende Infektion haben;
  • wenn Sie Tuberkulose haben oder engen Kontakt mit jemandem hatten, der Tuberkulose hat;
  • wenn Sie glauben, dass Sie eine Infektion haben oder Symptome einer Infektion aufweisen (siehe nachfolgend unter „Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen“);
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder wenn bei Ihnen während der Behandlung mit Tremfya eine Impfung fällig wird.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit
Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Tremfya anwenden.

Nach Einschätzung Ihres Arztes können möglicherweise vor und während der Anwendung von Tremfya Blutuntersuchungen erforderlich sein, um zu überprüfen, ob Ihre Leberenzymwerte erhöht sind. Erhöhungen der Leberenzyme können bei Patienten, die Tremfya alle 4 Wochen erhalten, häufiger auftreten als bei Patienten, die Tremfya alle 8 Wochen erhalten (siehe „Wie ist Tremfya anzuwenden?“ in Abschnitt 3).

Achten Sie auf Infektionen und allergische Reaktionen

Tremfya kann möglicherweise zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich allergischer Reaktionen und Infektionen, führen. Sie müssen auf Anzeichen dieser Erkrankungen achten, während Sie Tremfya anwenden.

Anzeichen oder Symptome von Infektionen können sein: Fieber oder grippeähnliche Symptome, Muskelschmerzen, Husten, Kurzatmigkeit, Brennen beim Wasserlassen oder häufigeres Wasserlassen als gewöhnlich, blutiger Auswurf (Schleim), Gewichtsverlust, Durchfall oder Magenschmerzen, warme, rote oder schmerzhafte Haut oder Wunden am Körper.

Bei der Therapie mit Tremfya sind schwerwiegende allergische Reaktionen aufgetreten. Die Symptome können Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Benommenheit oder Schwindelgefühl oder Quaddelbildung umfassen (siehe „Schwerwiegende Nebenwirkungen“ in Abschnitt 4).

Brechen Sie die Behandlung mit Tremfya ab und informieren Sie Ihren Arzt oder suchen Sie sofort medizinische Hilfe auf, wenn Sie Anzeichen für eine mögliche schwerwiegende allergische Reaktion oder eine Infektion bemerken.

Kinder und Jugendliche

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da es in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Tremfya zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
  • wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder bei Ihnen eine Impfung fällig ist. Während der Anwendung von Tremfya dürfen Sie bestimmte Arten von Impfstoffen (Lebendimpfstoffe) nicht erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Tremfya darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkung dieses Arzneimittels bei Schwangeren ist nicht bekannt. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, wird Ihnen geraten, eine Schwangerschaft zu vermeiden, und Sie müssen während der Anwendung von Tremfya sowie für den Zeitraum von mindestens 12 Wochen nach der letzten Dosis von Tremfya eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie stillen oder vorhaben, zu stillen. Sie und Ihr Arzt müssen zwischen dem Stillen und der Anwendung von Tremfya entscheiden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist unwahrscheinlich, dass Tremfya einen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

Tremfya enthält Polysorbat 80

Dieses Arzneimittel enthält 10 mg Polysorbat 80 pro Durchstechflasche, entsprechend 0,5 mg/ml.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.

Tremfya enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.

Bevor Sie Tremfya erhalten, wird es jedoch mit einer Lösung gemischt, die Natrium enthält. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine kochsalzarme (natriumarme) Diät einhalten sollen.

3. Wie ist Tremfya anzuwenden?

Tremfya ist zur Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt, der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn hat.

Menge und Dauer der Anwendung von Tremfya

Ihr Arzt wird entscheiden, wie lange Sie Tremfya benötigen.

Colitis ulcerosa

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Morbus Crohn

Behandlungsbeginn:

Der Beginn der Behandlung kann entweder durch intravenöse Infusion oder durch subkutane Injektion erfolgen:

  • Intravenöse Infusion: Die erste Dosis Tremfya beträgt 200 mg und wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als intravenöse Infusion (Tropf in eine Armvene) gegeben. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und dann nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.
  • Subkutane Injektion: Die erste Dosis von Tremfya beträgt 400 mg und wird unter die Haut (subkutane Injektion) an verschiedenen Stellen des Körpers injiziert. Nach der ersten Dosis erhalten Sie 4 Wochen später eine zweite Dosis und nach weiteren 4 Wochen eine dritte Dosis.

Erhaltungstherapie:

Eine Erhaltungsdosis von Tremfya wird als Injektion unter die Haut (subkutane Injektion) mit
entweder 100 mg oder 200 mg gegeben. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Erhaltungsdosis Sie
erhalten werden:

  • Eine Dosis von 100 mg wird 8 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 8 Wochen.
  • Eine Dosis von 200 mg wird 4 Wochen nach der dritten Behandlungsbeginn-Dosis gegeben, danach alle 4 Wochen.

Wenn Sie eine größere Menge von Tremfya angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Tremfya erhalten haben, als Sie sollten, oder wenn die Dosis früher als verordnet
angewendet wurde, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis Tremfya zu injizieren, informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Tremfya abbrechen

Sie sollten die Anwendung von Tremfya nicht abbrechen, ohne vorher mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben. Wenn Sie die Behandlung abbrechen, können Ihre Symptome wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Beenden Sie die Anwendung von Tremfya und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder rufen Sie
einen Notarzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:

Mögliche schwerwiegende allergische Reaktion (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen) – Anzeichen oder Symptome können sein:

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen
  • starkes Hautjucken mit rotem Ausschlag oder erhabenen Beulen
  • Benommenheit, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl

Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen sind alle leicht bis mittelschwer. Wenn sich eine dieser
Nebenwirkungen zu einer schweren Nebenwirkung entwickelt, informieren Sie sofort Ihren Arzt,
Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Infektionen der Atemwege Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • Durchfall
  • erhöhte Konzentration von Leberenzymen im Blut
  • Hautausschlag
  • Rötung, Reizung oder Schmerzen an der Injektionsstelle Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
  • verminderte Anzahl einer Art weißer Blutkörperchen, der so genannten Neutrophilen
  • Herpes-simplex-Infektionen
  • Pilzinfektion der Haut, beispielsweise zwischen den Zehen (z. B. Fußpilz)
  • Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)
  • Quaddeln Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
  • allergische Reaktion

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Tremfya aufzubewahren?

Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung wird in einem Krankenhaus oder einer Klinik angewendet und soll nicht von Patienten gelagert oder gehandhabt werden.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Durchstechflaschenetikett nach „EXP“ und auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Nicht schütteln.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass das Arzneimittel trüb oder verfärbt ist oder große Teilchen enthält.

Dieses Arzneimittel ist nur für die einmalige Anwendung bestimmt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Tremfya enthält

  • Der Wirkstoff ist: Guselkumab. Jede Durchstechflasche enthält 200 mg Guselkumab in 20 ml Lösung.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: EDTA-Dinatriumsalz-Dihydrat, Histidin, Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat, Methionin, Polysorbat 80 (E 433), Saccharose und Wasser für Injektionszwecke (siehe Abschnitt 2 „Tremfya enthält Polysorbat 80“).

Wie Tremfya aussieht und Inhalt der Packung

Tremfya ist eine klare, farblose bis hellgelbe Infusionslösung.

Jede Packung enthält 1 Durchstechflasche.

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien

Hersteller

Janssen Biologics B.V.

Einsteinweg 101
NL-2333 CB Leiden
Niederlande

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien Janssen-Cilag NV Tel/Tél: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.comLietuva UAB "JOHNSON & JOHNSON" Tel: +370 5 278 68 88 lt@its.jnj.com
България „Джонсън & Джонсън България” ЕООД Тел.: +359 2 489 94 00 jjsafety@its.jnj.comLuxembourg/Luxemburg Janssen-Cilag NV Tél/Tel: +32 14 64 94 11 janssen@jacbe.jnj.com
Česká republika Janssen-Cilag s.r.o. Tel: +420 227 012 227 Danmark Janssen-Cilag A/S Tlf.: +45 4594 8282 jacdk@its.jnj.com Deutschland Janssen-Cilag GmbH Tel: 0800 086 9247 / +49 2137 955 6955 jancil@its.jnj.comMagyarország Janssen-Cilag Kft. Tel.: +36 1 884 2858 janssenhu@its.jnj.com Malta AM MANGION LTD. Tel: +356 2397 6000 Nederland Janssen-Cilag B.V. Tel: +31 76 711 1111 janssen@jacnl.jnj.com
Eesti UAB "JOHNSON & JOHNSON" Eesti filiaal Tel: +372 617 7410 ee@its.jnj.comNorge Janssen-Cilag AS Tlf: +47 24 12 65 00 jacno@its.jnj.com
Ελλάδα Janssen-Cilag Φαρμακευτική Μονοπρόσωπη Α.Ε.Β.Ε. Tηλ: +30 210 80 90 000 España Janssen-Cilag, S.A. Tel: +34 91 722 81 00 contacto@its.jnj.com France Janssen-Cilag Tél: 0 800 25 50 75 / +33 1 55 00 40 03 medisource@its.jnj.com Hrvatska Johnson & Johnson S.E. d.o.o. Tel: +385 1 6610 700 jjsafety@JNJCR.JNJ.comÖsterreich Janssen-Cilag Pharma GmbH Tel: +43 1 610 300 Polska Janssen-Cilag Polska Sp. z o.o. Tel.: +48 22 237 60 00 Portugal Janssen-Cilag Farmacêutica, Lda. Tel: +351 214 368 600 România Johnson & Johnson România SRL Tel: +40 21 207 1800
Ireland Janssen Sciences Ireland UC Tel: 1 800 709 122 medinfo@its.jnj.comSlovenija Johnson & Johnson d.o.o. Tel: +386 1 401 18 00 JNJ-SI-safety@its.jnj.com
Ísland Janssen-Cilag AB c/o Vistor ehf. Sími: +354 535 7000 janssen@vistor.isSlovenská republika Johnson & Johnson, s.r.o. Tel: +421 232 408 400
Italia Janssen-Cilag SpA Tel: 800.688.777 / +39 02 2510 1 janssenita@its.jnj.com Κύπρος Βαρνάβας Χατζηπαναγής Λτδ Τηλ: +357 22 207 700Suomi/Finland Janssen-Cilag Oy Puh/Tel: +358 207 531 300 jacfi@its.jnj.com Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com

Latvija

UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā
Tel: +371 678 93561
lv@its.jnj.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

-------------------------------------------------------------✂---------------------------------------------------------

Tremfya 200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Guselkumab

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Tremfya 200 mg/20 ml (10 mg/ml) Durchstechflasche zur intravenösen Infusion Die Tremfya intravenöse Infusionslösung muss von medizinischem Fachpersonal unter Anwendung aseptischer Techniken verdünnt, vorbereitet und infundiert werden. Jede Durchstechflasche ist nur zum Einmalgebrauch bestimmt.

Tremfya vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen prüfen. Tremfya ist eine klare und farblose bis hellgelbe Lösung, die kleine durchscheinende Partikel enthalten kann. Nicht verwenden, wenn die Flüssigkeit große Partikel enthält, verfärbt oder trüb ist.

Anweisungen für die Verdünnung und Anwendung

Tremfya wie folgt in einen intravenösen 250-ml-Infusionsbeutel mit 0,9 %iger Natriumchlorid-
Injektionslösung geben:

1. 20 ml der 0,9 %igen Natriumchlorid-Injektionslösung aus dem 250-ml-Infusionsbeutel
entnehmen und verwerfen; dies entspricht dem Volumen, das hinzugefügt werden soll.

2. 20 ml Tremfya aus der Durchstechflasche aufziehen und in den intravenösen 250-ml-Infusionsbeutel mit 0,9 %iger Natriumchlorid-Injektionslösung geben, sodass eine endgültige Konzentration von 0,8 mg/ml entsteht. Die verdünnte Lösung vorsichtig mischen. Die Durchstechflasche mit der nicht verwendeten Lösung entsorgen.

3. Vor der Infusion eine Sichtprüfung der verdünnten Lösung auf Partikel und Verfärbungen
durchführen. Die verdünnte Lösung über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde
infundieren.

4. Nur Infusionssets mit einem sterilen, nicht pyrogenen Inline-Filter mit geringer Proteinbindung (Porengröße 0,2 Mikrometer) verwenden.

5. Tremfya darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln über denselben intravenösen Zugang infundiert werden.

6. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.