Qdenga – Beipackzettel (Fach- und Gebrauchsinformation)
ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8.
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze
Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff (lebend, attenuiert)
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):
Dengue-Virus-Serotyp 1 (lebend, attenuiert)*: ≥ 3,3 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 2 (lebend, attenuiert)#: ≥ 2,7 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert)*: ≥ 4,0 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert)*: ≥ 4,5 log10 PBE**/Dosis
*Hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie. Gene Serotyp-spezifischer
Oberflächenproteine in das Typ-2-Dengue-Rückgrat eingefügt. Dieses Arzneimittel enthält
gentechnisch veränderte Organismen (GVO).
#Hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie
**PBE = Plaque-bildende Einheiten
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.
Vor der Rekonstitution ist der Impfstoff ein weißes bis cremefarbenes, gefriergetrocknetes Pulver
(kompakte Substanz).
Das Lösungsmittel ist eine klare, farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Qdenga wird angewendet zur Prävention von Dengue-Fieber bei Personen ab 4 Jahren.
Qdenga ist gemäß den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierung
Personen ab 4 Jahren
Qdenga soll als 0,5-ml-Dosis im Rahmen eines 2-Dosen-Impfschemas (Monat 0 und 3) verabreicht werden.
Die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung wurde nicht nachgewiesen.
Sonstige Kinder und Jugendliche (Kinder < 4 Jahren)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Qdenga bei Kindern unter 4 Jahren ist bisher noch nicht
erwiesen.
Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 4.8 beschrieben. Eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.
Ältere Personen
Bei älteren Personen ≥ 60 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich. Siehe Abschnitt 4.4.
Art der Anwendung
Nach vollständiger Rekonstitution des lyophilisierten Impfstoffs mit dem Lösungsmittel soll Qdenga als subkutane Injektion verabreicht werden, vorzugsweise in den Oberarm im Bereich des Deltamuskels.
Qdenga darf nicht intravasal, intradermal oder intramuskulär injiziert werden.
Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder anderen parenteralen Arzneimitteln in derselben Spritze gemischt werden.
Hinweise zur Rekonstitution von Qdenga vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Gegenanzeigen
| • | Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile oder Überempfindlichkeit gegen eine frühere Dosis von Qdenga. |
| • | Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz, einschließlich Personen, die in |
| den 4 Wochen vor der Impfung immunsuppressive Therapien wie hoch dosierte systemische Kortikosteroide (z. B. 20 mg/Tag oder 2 mg/kg Körpergewicht/Tag Prednison über mindestens 2 Wochen) erhalten haben, oder andere Arzneimittel mit bekannten immunsuppressiven Eigenschaften, einschließlich Chemotherapie. Der Zeitraum, in dem nach einer immunsuppressiven Behandlung keine Impfung erfolgen sollte, muss individuell festgelegt werden. | |
| • | Personen mit symptomatischer HIV-Infektion oder einer asymptomatischen HIV-Infektion, bei der Hinweise auf eine eingeschränkte Immunfunktion vorliegen. |
| • | Schwangere (siehe Abschnitt 4.6). |
| • | Stillende Frauen (siehe Abschnitt 4.6). |
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Allgemeine Empfehlungen
Anaphylaxie Es wurden Fälle von Anaphylaxie bei Personen berichtet, die Qdenga erhalten haben. Die meisten Fälle traten innerhalb von 30 Minuten nach der Impfung auf. Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den Fall einer seltenen anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung des Impfstoffs eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung stets unmittelbar verfügbar sein.
Überprüfung der Krankengeschichte Vor der Impfung ist die individuelle Anamnese zu prüfen (insbesondere im Hinblick auf frühere Impfungen und mögliche Überempfindlichkeitsreaktionen, die nach einer Impfung aufgetreten sind).
Begleiterkrankungen
Die Impfung mit Qdenga muss bei Personen mit einer akuten schweren fiebrigen Erkrankung
aufgeschoben werden. Bei Vorliegen einer leichten Infektion, wie z. B. einer Erkältung, soll die
Impfung nicht verschoben werden.
Einschränkungen der Impfstoffwirksamkeit Möglicherweise wird nicht bei allen Geimpften durch Qdenga eine schützende Immunantwort gegen alle Serotypen des Dengue-Virus hervorgerufen und diese kann mit der Zeit abnehmen (siehe Abschnitt 5.1). Es ist derzeit nicht bekannt, ob ein fehlender Schutz zu einem schwereren Dengue-Fieber führen könnte. Es wird empfohlen, auch nach der Impfung die persönlichen Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche weiter anzuwenden. Personen, bei denen Symptome oder Warnzeichen einer Dengue-Infektion auftreten, müssen sich in ärztliche Behandlung begeben.
Zur Anwendung von Qdenga bei Personen über 60 Jahren liegen keine Daten vor, und zur Anwendung bei Patienten mit chronischen Erkrankungen liegen nur begrenzte Daten vor.
Angstbedingte Reaktionen Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingter Reaktionen, können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten. Es ist wichtig Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch Ohnmachtsanfälle zu vermeiden.
Frauen im gebärfähigen Alter Frauen im gebärfähigen Alter sollen wie bei anderen attenuierten Lebendimpfstoffen nach der Impfung mindestens einen Monat eine Schwangerschaft vermeiden (siehe Abschnitte 4.6 und 4.3).
Andere
Qdenga darf nicht als intravasale, intradermale oder intramuskuläre Injektion verabreicht werden.
Sonstige Bestandteile
Qdenga enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Qdenga enthält weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Bei Patienten, die eine Behandlung mit Immunglobulinen oder Immunglobulin-haltigen Blutprodukten wie Blut oder Plasma erhalten, empfiehlt es sich, mit der Anwendung von Qdenga mindestens 6 Wochen, bevorzugt bis 3 Monate nach dem Ende der Behandlung zu warten, um eine Neutralisierung der im Impfstoff enthaltenen attenuierten Viren zu vermeiden.
Qdenga soll nicht an Personen verabreicht werden, die in den 4 Wochen vor der Impfung immunsuppressive Therapien wie hoch dosierte systemische Kortikosteroide erhalten haben, oder andere Arzneimittel mit bekannten immunsuppressiven Eigenschaften, einschließlich Chemotherapie (siehe Abschnitt 4.3). Der Zeitraum, in dem nach einer immunsuppressiven Behandlung keine Impfung erfolgen sollte, muss individuell festgelegt werden.
Anwendung mit anderen Impfstoffen
Bei einer gleichzeitigen Anwendung von Qdenga mit einem anderen Impfstoff müssen die Impfstoffe immer an unterschiedlichen Injektionsstellen verabreicht werden.
Qdenga kann gleichzeitig mit einem Hepatitis-A-Impfstoff verabreicht werden. Die gleichzeitige
Verabreichung wurde bei Erwachsenen untersucht.
Qdenga kann gleichzeitig mit einem Gelbfieber-Impfstoff verabreicht werden. In einer klinischen Studie mit ungefähr 300 erwachsenen Probanden, die Qdenga gleichzeitig mit dem Gelbfieberimpfstoff 17D erhielten, ergab sich keine Auswirkung auf die Gelbfieber-Seroprotektionsrate. Die Dengue-Antikörperantworten waren nach gleichzeitiger Verabreichung von Qdenga und Gelbfieberimpfstoff 17D verringert. Die klinische Signifikanz dieses Ergebnisses ist nicht bekannt.
Qdenga kann gleichzeitig mit einem humanen Papillomvirus (HPV)-Impfstoff verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.1).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter
Frauen im gebärfähigen Alter sollen eine Schwangerschaft für mindestens einen Monat nach der Impfung vermeiden. Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden, muss eine Verschiebung der Impfung angeraten werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Schwangerschaft
Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe Abschnitt 5.3).
Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Qdenga bei Schwangeren vor. Diese Daten reichen nicht aus, um mögliche Auswirkungen von Qdenga auf die Schwangerschaft, embryofetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung auszuschließen.
Qdenga ist ein attenuierter Lebendimpfstoff, daher ist Qdenga während der Schwangerschaft
kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Qdenga in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden.
Qdenga ist während der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fertilität
Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe Abschnitt 5.3).
Es wurden keine speziellen Studien zur Fertilität beim Menschen durchgeführt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Qdenga hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
In klinischen Studien waren die am häufigsten berichteten Reaktionen bei Probanden zwischen 4 und 60 Jahren Schmerzen an der Injektionsstelle (50 %), Kopfschmerzen (35 %), Myalgie (31 %), Erythem an der Injektionsstelle (27 %), Unwohlsein (24 %), Asthenie (20 %) und Fieber (11 %).
Diese Nebenwirkungen traten gewöhnlich innerhalb von 2 Tagen nach der Injektion auf, waren leicht bis mittelschwer, waren von kurzer Dauer (1 bis 3 Tage) und traten nach der zweiten Injektion von Qdenga weniger häufig als nach der ersten Injektion auf.
Impfvirämie
In der klinischen Studie DEN-205 wurde nach der Impfung mit Qdenga bei 49 % der Studienteilnehmer ohne vorherige Dengue-Infektion und bei 16 % der Studienteilnehmer mit vorheriger Dengue-Infektion eine vorübergehende Impfvirämie beobachtet. Die Impfvirämie begann meist in der zweiten Woche nach der ersten Injektion und dauerte durchschnittlich 4 Tage. Die Impfvirämie ging mit vorübergehenden, leichten bis mittelschweren Symptomen einher, wie Kopfschmerzen, Arthralgie, Myalgie und Ausschlag bei einigen Probanden, die auch bei Dengue-Fieber auftreten können. Nach der zweiten Dosis wurde selten eine Impfvirämie beobachtet.
Diagnostische Tests auf Dengue-Fieber fallen möglicherweise während einer Impfvirämie positiv aus und können nicht zur Unterscheidung einer Impfvirämie von einer Infektion mit dem Wildtyp-Dengue-Virus eingesetzt werden.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Nebenwirkungen in Verbindung mit Qdenga aus klinischen Studien und Erfahrungen nach der
Zulassung sind nachstehend aufgeführt (Tabelle 1).
Das nachstehend dargestellte Sicherheitsprofil beruht auf Daten aus placebokontrollierten klinischen Studien und Erfahrungen nach der Zulassung. Die gepoolte Analyse der klinischen Studien beinhaltete Daten von 14 627 Studienteilnehmern im Alter von 4 bis 60 Jahren (13 839 Kinder und 788 Erwachsene), die mit Qdenga geimpft wurden. Diese beinhaltete eine Untergruppe zur Reaktogenität mit 3 830 Teilnehmern (3 042 Kinder und 788 Erwachsene).
Die Nebenwirkungen sind gemäß folgenden Häufigkeitskategorien aufgeführt:
Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100, < 1/10
Gelegentlich: ≥ 1/1 000, < 1/100
Selten: ≥ 1/10 000, < 1/1 000
Sehr selten: < 1/10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Tabelle 1: Nebenwirkungen aus klinischen Studien (Alter 4 bis 60 Jahre) und Erfahrungen nach der Zulassung (Alter 4 Jahre und älter)
| Systemorganklasse gemäß MedDRA | Häufigkeit | Nebenwirkungen |
|---|---|---|
| Infektionen und parasitäre | Sehr häufig | Infektion der oberen Atemwege a |
| Erkrankungen | Häufig Gelegentlich | Nasopharyngitis Pharyngotonsillitis b Bronchitis Rhinitis |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Sehr selten | Thrombozytopenie c |
| Erkrankungen des Immunsystems | Nicht bekannt | Anaphylaktische Reaktion, einschließlich anaphylaktischer Schock c |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Sehr häufig | Verminderter Appetit d |
| Psychiatrische Erkrankungen Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig | Sehr häufig Gelegentlich | Reizbarkeit d Kopfschmerzen Somnolenz d Schwindelgefühl |
| Augenerkrankungen | Nicht bekannt | Augenschmerzen c |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Gelegentlich | Diarrhoe Übelkeit Abdominalschmerz Erbrechen |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Gelegentlich Selten Sehr selten | Ausschlag e Pruritus f Urtikaria Petechien c Angioödem |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- | Sehr häufig | Myalgie |
| und Knochenerkrankungen | Häufig | Arthralgie |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Sehr häufig Häufig Gelegentlich | Schmerzen an der Injektionsstelle Erythem an der Injektionsstelle Unwohlsein Asthenie Fieber Schwellung an der Injektionsstelle Blaue Flecken an der Injektionsstelle f Jucken an der Injektionsstelle f Grippeähnliche Erkrankung Blutung an der Injektionsstelle f Ermüdung/Fatigue f Verfärbung an der Injektionsstelle f |
a Umfasst Infektion der oberen Atemwege und virale Infektion der oberen Atemwege
b Umfasst Pharyngotonsillitis und Tonsillitis
c Nach der Zulassung beobachtete Nebenwirkung
d Bei Kindern unter 6 Jahren in klinischen Studien erhoben
e Umfasst Ausschlag, viralen Ausschlag, makulo-papulösen Ausschlag, juckenden Ausschlag
f Gemeldet bei Erwachsenen in klinischen Studien
Kinder und Jugendliche
Daten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 17 Jahren
Gepoolte Sicherheitsdaten aus klinischen Studien liegen für 13 839 Kinder vor (9 210 im Alter von 4 bis 11 Jahren und 4 629 im Alter von 12 bis 17 Jahren). Diese beinhalten bei 3 042 Kindern (1 865 im Alter von 4 bis 11 Jahren und 1 177 im Alter von 12 bis 17 Jahren) erfasste Reaktogenitätsdaten.
Die Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern entsprachen weitgehend jener bei Erwachsenen. Nebenwirkungen, die bei Kindern häufiger berichtet wurden als bei Erwachsenen, waren Fieber (11 % gegenüber 3 %), Infektion der oberen Atemwege (11 % gegenüber 3 %), Nasopharyngitis (6 % gegenüber 0,6 %), Pharyngotonsillitis (2 % gegenüber 0,3 %) und grippeähnliche Erkrankung (1 % gegenüber 0,1 %). Nebenwirkungen, die bei Kindern weniger häufig berichtet wurden als bei Erwachsenen, waren Erythem an der Injektionsstelle (2 % gegenüber 27 %), Übelkeit (0,03 % gegenüber 0,8 %) und Arthralgie (0,03 % gegenüber 1 %).
Die folgenden Reaktionen wurden bei 357 mit Qdenga geimpften Kindern unter 6 Jahren erfasst:
verminderter Appetit (17 %), Somnolenz (13 %) und Reizbarkeit (12 %).
Daten von Kindern im Alter von unter 4 Jahren, d. h. außerhalb der für die Anwendung vorgesehenen Altersgruppe
Die Reaktogenität wurde bei 78 Probanden unter 4 Jahren beurteilt, die mindestens eine Dosis Qdenga erhielten, wobei 13 Probanden die vorgesehenen 2 Dosen erhielten. Sehr häufig berichtete Reaktionen waren Reizbarkeit (25 %), Fieber (17 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (17 %) und Appetitverlust (15 %). Somnolenz (8 %) und Erythem an der Injektionsstelle (3 %) wurden häufig berichtet.
Schwellungen an der Injektionsstelle wurden bei Probanden unter 4 Jahren nicht beobachtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX04
Wirkmechanismus
Qdenga enthält lebende, attenuierte Dengue-Viren. Der primäre Wirkmechanismus von Qdenga ist die lokale Replikation und Auslösung von humoralen und zellulären Immunantworten gegen die vier Dengue-Virus-Serotypen.
Klinische Wirksamkeit
Die klinische Wirksamkeit von Qdenga wurde in Studie DEN-301, einer doppelblinden, randomisierten, placebo-kontrollierten pivotalen Phase-III-Studie, die in 5 lateinamerikanischen Ländern (Brasilien, Kolumbien, Dominikanische Republik, Nicaragua, Panama) und 3 asiatischen Ländern (Sri Lanka, Thailand, Philippinen) durchgeführt wurde, beurteilt. Insgesamt erhielten 20 099 Kinder zwischen 4 und 16 Jahren randomisiert (im Verhältnis 2:1) entweder Qdenga oder Placebo, unabhängig von einer vorherigen Dengue-Infektion.
Die Wirksamkeit wurde mittels aktiver Überwachung über die gesamte Studiendauer beurteilt. Jeder Proband mit fiebriger Erkrankung (definiert als Fieber ≥ 38 °C an 2 von 3 aufeinanderfolgenden Tagen) musste das Prüfzentrum zur Dengue-Fieber-Beurteilung durch den Prüfarzt aufsuchen.
Probanden/Erziehungsberechtigte wurden mindestens wöchentlich an diese Anforderung erinnert, um die Erkennung aller symptomatischen, virologisch bestätigten Fälle von Dengue-Fieber (VCD-Fällen) zu maximieren. Fiebrige Episoden wurden mittels einer validierten, quantitativen Dengue-RT-PCR zur Ermittlung des spezifischen Dengue-Serotyps bestätigt.
Klinische Wirksamkeitsdaten für Probanden im Alter von 4 bis 16 Jahren
Die Ergebnisse zur Impfstoffwirksamkeit (Vaccine Efficacy, VE) sind gemäß dem primären Endpunkt (VCD-Fieber, das von 30 Tagen bis zu 12 Monaten nach der zweiten Impfung auftritt) in Tabelle 2 dargestellt. Das Durchschnittsalter der Per-Protokoll-Studienpopulation betrug 9,6 Jahre (Standardabweichung 3,5 Jahre) mit 12,7 % Probanden zwischen 4 und 5 Jahren, 55,2 % zwischen 6 und 11 Jahren und 32,1 % zwischen 12 und 16 Jahren. Davon waren 46,5 % in Asien und 53,5 % in Lateinamerika, 49,5 % waren weiblich und 50,5 % männlich. Der Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt (vor der ersten Injektion) wurde bei allen Probanden durch Mikroneutralisationstests (MNT50) bestimmt, um die Beurteilung der Impfstoffwirksamkeit (Vaccine Efficacy, VE) nach Serostatus zum Ausgangszeitpunkt zu ermöglichen. Die Dengue-Seronegativitätsrate für die Per-Protokoll-Gesamtpopulation betrug zum Ausgangszeitpunkt 27,7 %.
Tabelle 2: Impfstoffwirksamkeit bei der Prävention von VCD-Fieber, unabhängig vom Serotyp,
von 30 Tagen bis zu 12 Monaten nach der zweiten Impfung in der Studie DEN-301 (Per-Protokoll-Set)a
| Qdenga N = 12 700 | b | Placebo N = 6 316 b | ||
|---|---|---|---|---|
| VCD-Fieber, n (%) | 61 (0,5) | 149 (2,4) | ||
| Impfstoffwirksamkeit (95 %-KI) (%) | 80,2 (73,3; 85,3) | |||
| p-Wert | < 0,001 |
KI: Konfidenzintervall; n: Anzahl der Probanden mit Fieber; VCD: virologisch bestätigtes Dengue-Fieber a Die primäre Analyse der Wirksamkeitsdaten basierte auf dem Per-Protokoll-Set, bestehend aus allen randomisierten Probanden, bei denen keine schweren Prüfplanverstöße vorlagen, auch nicht der Nichterhalt beider Dosen von Qdenga oder Placebo, wie jeweils zugewiesen b Anzahl ausgewerteter Probanden
Die VE-Ergebnisse gemäß den sekundären Endpunkten, Vermeidung von Hospitalisierung aufgrund von VCD-Fieber und Prävention von VCD-Fieber nach Serostatus, sind nach Serotyp und Prävention von schwerwiegendem VCD-Fieber in Tabelle 3 dargestellt. Hinsichtlich schwerwiegendem VCD-Fieber wurden zwei Arten von Endpunkten berücksichtigt: klinisch schwerwiegende VCD-Fälle und VCD-Fälle, welche die WHO-Kriterien von 1997 für hämorrhagisches Dengue-Fieber (DHF) erfüllen. Die in Studie DEN-301 verwendeten Kriterien für die Bewertung des VCD-Schweregrads durch ein unabhängiges „Dengue Case Severity Adjudication Committee“ (DCAC) basierten auf den WHO-Leitlinien von 2009. Das DCAC bewertete alle Fälle von Hospitalisierung aufgrund von VCD mithilfe vordefinierter Kriterien, die eine Beurteilung von abnormen Blutungen, Plasmaaustritt, Leberfunktion, Nierenfunktion, Herzfunktion, Zentralnervensystem und Schock beinhalteten. In der Studie DEN-301 wurden VCD-Fälle, die den WHO-Kriterien für DHF von 1997 entsprachen, anhand eines programmierten Algorithmus identifiziert, d. h. ohne medizinische Beurteilung. Im Wesentlichen umfassten die Kriterien Vorhandensein von Fieber über 2 bis 7 Tage, hämorrhagische Tendenzen, Thrombozytopenie und Nachweis von Plasmaaustritt.
Tabelle 3: Impfstoffwirksamkeit bei der Vermeidung von Hospitalisierung aufgrund von VCD-Fieber, VCD-Fieber nach Dengue-Serotyp, VCD-Fieber nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt und von schweren Formen von Dengue-Fieber von 30 Tagen bis zu 18 Monaten nach der zweiten Impfung in der Studie DEN-301 (Per-Protokoll-Set) Qdenga Placebo
a a VE (95 %-KI) N = 12 700 N = 6 316
VE bei der Vermeidung von Hospitalisierungen aufgrund von VCD-Fieberb, n (%)
Hospitalisierungen aufgrund von VCD-Fieberc 13 (0,1) 66 (1,0) 90,4 (82,6; 94,7)d
VE bei der Prävention von VCD-Fieber nach Dengue-Serotyp, n (%)
VCD-Fieber, verursacht durch DENV-1 38 (0,3) 62 (1,0) 69,8 (54,8; 79,9)
VCD-Fieber, verursacht durch DENV-2 8 (< 0,1) 80 (1,3) 95,1 (89,9; 97,6) VCD-Fieber, verursacht durch DENV-3 63 (0,5) 60 (0,9) 48,9 (27,2; 64,1)
VCD-Fieber, verursacht durch DENV-4 5 (< 0,1) 5 (< 0,1) 51,0 (-69,4; 85,8)
VE bei der Prävention von VCD-Fieber nach Dengue-Fieber-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt, n (%)
VCD-Fieber bei allen Probanden 114 (0,9) 206 (3,3) 73,3 (66,5; 78,8) VCD-Fieber bei Probanden, die zum 75 (0,8) 150 (3,3) 76,1 (68,5; 81,9) Ausgangszeitpunkt seropositiv waren VCD-Fieber bei Probanden, die zum Ausgangszeitpunkt seronegativ waren 39 (1,1) 56 (3,2) 66,2 (49,1; 77,5)
VE bei der Prävention von DHF, welches durch einen beliebigen Dengue-Serotyp hervorgerufen wurde, n (%)
Insgesamt 2 (< 0,1) 7 (0,1) 85,9 (31,9; 97,1)
VE bei der Prävention von schwerwiegendem Dengue-Fieber, das durch einen beliebigen Dengue-Serotyp hervorgerufen wurde, n (%)
Insgesamt 2 (< 0,1) 1 (< 0,1) 2,3 (-977,5; 91,1) VE: Impfstoffwirksamkeit; KI: Konfidenzintervall; n: Anzahl der Probanden; VCD: virologisch bestätigtes Dengue-Fieber; DENV: Dengue-Virus-Serotyp a Anzahl ausgewerteter Probanden b Wichtigster sekundärer Endpunkt c Die meisten der beobachteten Fälle waren auf DENV-2 zurückzuführen (0 Fälle im Qdenga-Arm und 46 Fälle im Placebo-Arm).
d p-Wert < 0,001
Es wurde ein frühes Einsetzen der Schutzwirkung, mit einer explorativen VE von 81,1 % (95 %-KI: 64,1 %; 90,0 %) gegen VCD-Fieber, verursacht durch alle Serotypen zusammengenommen, von der ersten Impfung bis zur zweiten Impfung, beobachtet.
Langzeitschutz
In Studie DEN-301 wurden mehrere explorative Analysen durchgeführt, um den Langzeitschutz von der ersten Dosis bis zu 4,5 Jahre nach der zweiten Dosis zu schätzen (Tabelle 4).
Tabelle 4: Impfstoffwirksamkeit bei der Prävention von VCD-Fieber und Hospitalisierungen insgesamt, nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt und gegen einzelne Serotypen nach Serostatus zum Ausgangszeitpunkt von der ersten Dosis bis 54 Monate nach der zweiten Dosis in der Studie DEN-301 (Sicherheits-Set)
| Insgesamt Zum Ausgangszeitpunkt seronegativ, Beliebiger Serotyp DENV-1 DENV-2 DENV-3 DENV-4 Zum Ausgangszeitpunkt seropositiv, N = 14 517 Beliebiger Serotyp DENV-1 | Qdenga n/N 442/13 380 547/6 687 147/3 714 89/3 714 14/3 714 36/3 714 12/3 714 295/9 663 133/9 663 | Placebo n/N 153/1 832 79/1 832 58/1 832 16/1 832 3/1 832 394/4 854 151/4 854 | VE (95% KI) Prävention von VCD-Fieber 61,2 (56,0; 65,8) N = 5 546 53,5 (41,6; 62,9) 45,4 (26,1; 59,7) 88,1 (78,6; 93,3) (-108,2; 35,9) (-628,7; 42,0) 64,2 (58,4; 69,2) 56,1 (44,6; 65,2) | bei der -15,5 -105,6 | a | Qdenga n/N 46/13 380 142/6 687 84,1 (77,8; 88,6) 17/3 714 6/3 714 0/3 714 11/3 714 0/3 714 29/9 663 16/9 663 | Placebo n/N 41/1 832 14/1 832 23/1 832 3/1 832 1/1 832 101/4 854 85,9 (78,7; 90,7) 24/4 854 | VE (95% KI) bei der Vermeidung von Hospitalisierung aufgrund von VCD-Fieber a 79,3 (63,5; 88,2) 78,4 (43,9; 91,7) 100 (88,5; 100) b -87,9 (-573,4; 47,6) c NP 66,8 (37,4; 82,3) |
| DENV-2 | 54/9 663 | 135/4 854 | 80,4 (73,1; 85,7) | 5/9 663 | 59/4 854 | 95,8 (89,6; 98,3) | ||
| DENV-3 DENV-4 | 96/9 663 12/9 663 | 97/4 854 20/4 854 | 52,3 (36,7; 64,0) 70,6 (39,9; 85,6) | 8/9 663 0/9 663 | 15/4 854 3/4 854 | 74,0 (38,6; 89,0) NP c |
VE: Impfstoffwirksamkeit, KI: Konfidenzintervalll, VCD: virologisch bestätigtes Dengue-Fieber, n: Anzahl der Probanden, N: Anzahl der ausgewerteten Probanden, NP: not provided (nicht angegeben) a Explorative Analysen; die Studie hatte weder die Teststärke noch das Design, um einen Unterschied zwischen dem Impfstoff- und dem Placebo Arm- zu zeigen b Geschätzt mit einem einseitigen 95% KI c VE Schätzung- nicht angegeben, da für Qdenga und Placebo weniger als 6 Fälle beobachtet wurden.
Ferner betrug die VE bei der Prävention von DHF, welches durch einen beliebigen Serotyp verursacht wurde, 70,0 % (95 %-KI: 31,5 %; 86,9 %) und bei der Prävention von klinisch schwerwiegenden VCD-Fällen, welche durch einen beliebigen Serotyp verursacht wurden, 70,2 % (95 %-KI: -24,7 %; 92,9 %).
Bei Probanden, die zum Ausgangszeitpunkt Dengue-seropositiv waren, wurde für alle vier Serotypen eine VE bei der Prävention von VCD-Fieber gezeigt. Bei Probanden, die zum Ausgangszeitpunkt seronegativ waren, wurde eine VE für DENV-1 und DENV-2 nachgewiesen, nicht jedoch für DENV-3. Für DENV-4 konnte diese aufgrund von geringerer Fallinzidenz nicht gezeigt werden (Tabelle 4).
Bis viereinhalb Jahre nach der zweiten Dosis wurde eine Analyse auf Jahresbasis durchgeführt
(Tabelle 5).
Tabelle 5: Impfstoffwirksamkeit bei der Prävention von VCD-Fieber und Hospitalisierungen insgesamt und nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt in Jahresabständen 30 Tage nach der zweiten Dosis in der Studie DEN-301 (Per-Protokoll-Set)
| Jahr 1 b Jahr 2 c Jahr 3 d Jahr 4 e | Insgesamt Nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt Seropositiv Seronegativ Insgesamt Nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt Seropositiv Seronegativ Insgesamt Nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt Seropositiv Seronegativ Insgesamt | VE (95 %-KI) bei der Prävention von VCD-45,0 (32,9; 55,0) 48,7 (34,8; 59,6) | N 80,2 (73,3; 85,3) 82,2 (74,5; 87,6) 74,9 (57,0; 85,4) 56,2 (42,3; 66,8) 60,3 (44,7; 71,5) 45,3 (9,9; 66,8) 35,5 62,8 (41,4; 76,4) | Fieber a = 19 021 (7,4, 55,1) | VE (95 %-KI) bei der Vermeidung von Hospitalisierung aufgrund von VCD-95,4 (88,4; 98,2) 94,4 (84,4; 98,0) 97,2 (79,1; 99,6) 76,2 (50,8; 88,4) 85,2 (59,6; 94,6) 51,4 (-50,7; 84,3) 70,8 (49,6; 83,0) 78,4 (57,1; 89,1) 45,0 (-42,6; 78,8) 96,4 (72,2; 99,5) | Fieber N a = 19 021 | |
| Nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt Seropositiv Seronegativ | 64,1 (37,4; 79,4) 60,2 (11,1; 82,1) | 94,0 (52,2; 99,3) | NP f | ||||
| VE: Impfstoffwirksamkeit, KI: Konfidenzintervall, VCD: virologisch bestätigtes Dengue-Fieber, NP: not provided (nicht angegeben), N: Gesamtzahl der Probanden im Per-Protokoll-Analyseset, | a Anzahl der ausgewerteten Probanden ist in jedem |
Jahr anders.
b Jahr 1 bezieht sich auf die 11 Monate ab 30 Tage nach der zweiten Dosis.
c Jahr 2 bezieht sich auf Monat 13 bis 24 nach der zweiten Dosis.
d Jahr 3 bezieht sich auf Monat 25 bis 36 nach der zweiten Dosis.
e Jahr 4 bezieht sich auf Monat 37 bis 48 nach der zweiten Dosis.
f VE-Schätzung nicht angegeben, da für Qdenga und Placebo weniger als 6 Fälle beobachtet wurden.
Klinische Wirksamkeit für Personen ab 17 Jahren
Es wurde keine klinische Wirksamkeitsstudie mit Probanden ab 17 Jahren durchgeführt. Die Wirksamkeit von Qdenga bei Personen ab 17 Jahren wird von der klinischen Wirksamkeit bei den 4- bis 16-Jährigen mittels Übertragung von Immunogenitätsdaten abgeleitet (siehe unten).
Immunogenität
Da es keine Korrelate für den Schutz vor Dengue-Fieber gibt, ist die klinische Relevanz der
Immunogenitätsdaten noch nicht vollständig geklärt.
Immunogenitätsdaten für Probanden von 4 bis 16 Jahren in Endemiegebieten
Die geometrischen Mittelwerte der Titer (GMT) nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt bei
| Probanden zwischen 4 und 16 Jahren in der Studie DEN-301 sind in Tabelle 6: Immunogenität nach Dengue-Serostatus zum Ausgangszeitpunkt in Studie DEN-301 (Per-Protokoll-Set hinsichtlich Immunogenität) DENV-1 95 %-KI DENV-2 95 %-KI DENV-3 95 %-KI DENV-4 95 %-KI |
| GMT GMT GMT GMT |
| Beim Ausgangszeitpunkt seropositiv Vor der Impfung N = 1 816* (366,0; 462,2) (681,0; 832,8) (321,3; 398,3) (198,1; 240,8) |
| 411,3 753,1 357,7 218,4 |
| nach der 2. Dosis (1 957,0; 2 286,3) (4 645,8; 5 162,5) (1 645,9; 1 884,1) (1 066,3; 1 196,2) |
| a 1 Monat N = 1 621 2 115,2 4 897,4 1 761,0 1 129,4 |
| Beim Ausgangszeitpunkt seronegativ Vor der Impfung |
| Tabelle 6 dargestellt. N = 702 5,0 NE** 5,0 NE** 5,0 NE** 5,0 NE** |
| nach der 2. Dosis (168,6; 201,3) (1 613,7; 1 854,6) (211,6; 245,7) (133,6; 155,1) |
| 1 Monat N = 641 184,2 1 729,9 228,0 143,9 |
N: Anzahl ausgewerteter Probanden; DENV: Dengue-Virus; GMT: geometrische Mittelwerte der Titer; KI:
Konfidenzintervall; NE: not estimated (nicht geschätzt) a Die Immunogenitätsuntergruppe war eine zufällig ausgewählte Teilmenge von Probanden und das Per-Protokoll-Set für Immunogenität waren jene Probanden aus der Untergruppe, die auch dem Per-Protokoll-Set angehörten
- Für DENV-2 und DENV-3: N = 1815 ** Alle Probanden wiesen GMT-Werte unterhalb der LLOD (10) auf. Daher wurden für diese ein Wert von 5 und keine KI-Werte berichtet Immunogenitätsdaten für Probanden von 18 bis 60 Jahren in nicht endemischen Gebieten Die Immunogenität von Qdenga bei Erwachsenen zwischen 18 und 60 Jahren wurde in DEN-304, einer doppelblinden, randomisierten, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie, in einem nicht
| endemischen Land (USA) beurteilt. Die GMT nach der 2. Dosis sind in | Tabelle 7 | dargestellt. | |||||||
| Tabelle 7: GMT von Dengue-neutralisierenden Antikörpern in Studie DEN-304 (Per-Protokoll-Set) | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beim Ausgangszeitpunkt seropositiv* | Beim Ausgangszeitpunkt seronegativ* | ||||||||
| DENV-1 95 %-KI DENV-2 95 %-KI DENV-3 95 %-KI DENV-4 95 %-KI | GMT GMT GMT GMT | Vor der Impfung (22,5; 44,8) | N = 68 13,9 (9,5; 20,4) 31,8 7,4 (5,7; 9,6) 7,4 (5,5 – 9,9) | nach der 2. Dosis (233,0; 572,1) (2 233,4; 4 297,2) (129,0; 267,1) (150,0; 351,3) | 1 Monat N = 67 365,1 3 098,0 185,7 229,6 | Vor der Impfung | N = 379 5,0 NE** 5,0 NE** 5,0 NE** 5,0 NE** | nach der 2. Dosis (226,3; 317,8) (2 635,9; 3 316,9) (112,4; 147,8) (121,9; 155,0) | 1 Monat N = 367 268,1 2 956,9 128,9 137,4 |
N: Anzahl ausgewerteter Probanden; DENV: Dengue-Virus; GMT: geometrische Mittelwerte der Titer; KI:
Konfidenzintervall; NE: not estimated (nicht geschätzt)
- Gepoolte Daten aus tetravalenten Dengue-Impfstoff-Chargen 1, 2 und 3 ** Alle Probanden wiesen GMT-Werte unterhalb der LLOD (10) auf. Daher wurden für diese ein Wert von 5 und keine KI Werte berichtet Die Übertragung der Wirksamkeit beruht auf Immunogenitätsdaten und -ergebnissen aus einer Nicht-Unterlegenheitsanalyse, die die GMT nach der Impfung der DEN-301- und DEN-304-Populationen, die beim Ausgangszeitpunkt Dengue-seronegativ waren, verglich (Tabelle 8). Bei Erwachsenen ist ein Schutz gegen Dengue-Fieber zu erwarten, obwohl der tatsächliche Grad der Wirksamkeit im Verhältnis zu der beobachteten Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unbekannt ist.
Tabelle 8: GMT-Verhältnisse zwischen Probanden in den Studien DEN-301 (4 – 16 Jahre) und DEN-304 (18 – 60 Jahre), die beim Ausgangszeitpunkt Dengue-seronegativ waren (Per-Protokoll-Set für Immunogenität) GMT-Verhältnis* DENV-1 DENV-2 DENV-3 DENV-4 (95 %-KI)
1 Monat nach der 2. Dosis 0,69 (0,58; 0,82) 0,59 (0,52; 0,66) 1,77 (1,53; 2,04) 1,05 (0,92; 1,20) 6 Monate nach der 0,62 (0,51; 0,76) 0,66 (0,57; 0,76) 0,98 (0,84; 1,14) 1,01 (0,86; 1,18)
2. Dosis
DENV: Dengue-Virus; GMT: geometrische Mittelwerte der Titer; KI: Konfidenzintervall; M: Monat(e)
*Nicht-Unterlegenheit: obere Grenze des 95 %-KI weniger als 2,0.
Langzeitpersistenz von Antikörpern
Die Langzeitpersistenz von neutralisierenden Antikörpern wurde in der Studie DEN-301 gezeigt, mit Titern, die für alle vier Serotypen bis zu 51 Monate nach der ersten Dosis noch deutlich über den Werten vor der Impfung lagen.
Gleichzeitige Verabreichung mit HPV-Impfstoff
In der Studie DEN-308 mit ungefähr 300 Probanden im Alter von 9 bis 14 Jahren, die Qdenga gleichzeitig mit einem 9-valenten HPV-Impfstoff erhielten, ergab sich keine Auswirkung auf die Immunantwort auf den HPV-Impfstoff. In der Studie wurde nur die gleichzeitige Verabreichung der ersten Dosen von Qdenga und des 9-valenten HPV-Impfstoffs untersucht. Die Nicht-Unterlegenheit der Immunantwort auf Qdenga bei gleichzeitiger Verabreichung von Qdenga mit dem 9-valenten HPV-Impfstoff wurde in der Studie nicht direkt beurteilt. In der Dengue-seronegativen Studienpopulation lagen die Dengue-Antikörperreaktionen nach der gleichzeitigen Verabreichung im gleichen Bereich wie in der Phase-III-Studie (DEN-301), in der eine Wirksamkeit gegen VCD und hospitalisierte VCD nachgewiesen wurde.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Es wurden keine pharmakokinetischen Studien mit Qdenga durchgeführt.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Basierend auf den konventionellen Studien zu Einzeldosen, lokaler Toleranz, Toxizität bei wiederholter Gabe sowie Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Sicherheitsdaten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. In einer Studie zur Verbreitung und Ausscheidung erfolgte keine Ausscheidung von Qdenga-RNA in den Stuhl und Urin, was ein geringes Risiko einer Impfstoff-Freisetzung in die Umwelt oder Weitergabe durch Geimpfte bestätigt. Eine Studie zur Neurovirulenz ergab, dass Qdenga nicht neurotoxisch wirkt.
Wenngleich kein relevantes Risiko festgestellt wurde, ist die Relevanz der Studien zur
Reproduktionstoxizität eingeschränkt, da das Dengue-Virus Kaninchen nicht infizieren kann.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Pulver:
α,α-Trehalose-Dihydrat
Poloxamer 407
Humanalbumin
Kaliumdihydrogenphosphat
Dinatriumhydrogenphosphat
Kaliumchlorid
Natriumchlorid
Lösungsmittel:
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel mit Ausnahme des mitgelieferten Lösungsmittels nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
24 Monate.
Nach der Rekonstitution mit dem mitgelieferten Lösungsmittel muss Qdenga sofort verwendet
werden.
Wenn es nicht sofort verwendet wird, muss Qdenga innerhalb von 2 Stunden verwendet werden.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 2 Stunden bei Raumtemperatur (bis zu 32,5 °C) ab dem Zeitpunkt der Rekonstitution der Impfstoff-Durchstechflasche belegt. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss der Impfstoff verworfen werden. Legen Sie ihn nicht zurück in den Kühlschrank.
Aus mikrobiologischer Sicht muss Qdenga sofort verwendet werden. Wird der Impfstoff nicht sofort verwendet, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen nach dem Anbruch in der Verantwortung des Anwenders.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C bis 8 °C). Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution von Qdenga, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Qdenga-Pulver und -Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung:
| • | Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche aus Glas (Glas vom Typ I) mit einem Stopfen (Butylgummi) und einer Aluminium-Bördelkappe mit grüner Flip-Off-Kunststoffkappe + 0,5 ml Lösungsmittel (1 Dosis) in einer Durchstechflasche aus Glas (Glas vom Typ I) mit einem Stopfen (Brombutylgummi) und einer Aluminium-Bördelkappe mit violetter Flip-Off-Kunststoffkappe | |
| Packungsgröße: 1er- oder 10er-Packung. | ||
| Qdenga-Pulver und -Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze: | ||
|---|---|---|
| • | Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche (Glas vom Typ I) mit einem Stopfen (Butylgummi) und einer Aluminium-Bördelkappe mit grüner Flip-Off-Kunststoffkappe + 0,5 ml Lösungsmittel (1 Dosis) in einer Fertigspritze (Glas vom Typ I) mit einem Kolbenstopfen (Brombutyl) und einer Nadelschutzkappe (Polypropylen) mit 2 separaten Nadeln | |
| Packungsgröße: 1er- oder 5er-Packung. | ||
| • | Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche (Glas vom Typ I) mit einem Stopfen (Butylgummi) und einer Aluminium-Bördelkappe mit grüner Flip-Off-Kunststoffkappe + 0,5 ml Lösungsmittel (1 Dosis) in einer Fertigspritze (Glas vom Typ I) mit einem Kolbenstopfen (Brombutyl) und einer Nadelschutzkappe (Polypropylen), ohne Nadeln | |
| Packungsgröße: 1er- oder 5er-Packung. |
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Anleitung zur Rekonstitution des Impfstoffs mit dem Lösungsmittel in der Durchstechflasche
Qdenga ist ein Impfstoff mit 2 Komponenten, bestehend aus einer Durchstechflasche mit dem
lyophilisierten Impfstoff und einer Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel. Der lyophilisierte
Impfstoff muss vor der Verabreichung mit dem Lösungsmittel rekonstituiert werden.
Verwenden Sie nur sterile Spritzen für die Rekonstitution und Injektion von Qdenga. Qdenga darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Verwenden Sie zur Rekonstitution von Qdenga ausschließlich das Lösungsmittel (0,22 % Natriumchlorid-Lösung), das mit dem Impfstoff geliefert wird, da es frei von Konservierungsmitteln bzw. anderen antiviralen Substanzen ist. Der Kontakt mit Konservierungsmitteln, Antiseptika, Reinigungsmitteln und anderen antiviralen Substanzen muss vermieden werden, da sie den Impfstoff inaktivieren könnten.
Nehmen Sie die Durchstechflaschen mit dem Impfstoff und dem Lösungsmittel aus dem Kühlschrank.
| Durchstechflasche mit | • • • | Entfernen Sie die Schutzkappen von beiden Durchstechflaschen und reinigen Sie die Oberfläche der Gummistopfen an der Oberseite der Durchstechflaschen mit einem Alkoholtupfer. Setzen Sie eine sterile Nadel auf eine sterile 1-ml-Spritze und führen Sie die Nadel in die Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel ein. Die empfohlene Nadel ist 23G. Drücken Sie den Kolben langsam ganz nach unten. | |
| Lösungsmittel | • • | Drehen Sie die Durchstechflasche um, entnehmen Sie den gesamten Inhalt der Durchstechflasche und ziehen Sie den Kolben weiter bis zur 0,75-ml-Marke an. In der Spritze soll eine Blase zu sehen sein. Drehen Sie die Spritze um, sodass die Blase zurück in | |
| den Kolben geleitet wird. | |||
| • Führen Sie die Nadel der Spritze in die | |||
| Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Impfstoff ein. • Richten Sie den Fluss des Lösungsmittels auf die Wand der Durchstechflasche, während Sie den Kolben langsam herunterdrücken, um die Wahrscheinlichkeit von Blasenbildung zu reduzieren. |
Durchstechflasche mit lyophilisiertem Impfstoff
| • | Nehmen Sie Ihren Finger vom Kolben, stellen Sie die | |
| Rekonstituierter Impfstoff | • • | Durchstechflasche auf eine ebene Fläche und schwenken Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze vorsichtig in beide Richtungen. NICHT SCHÜTTELN. Im rekonstituierten Produkt kann es zu Schaum- und Blasenbildung kommen. Lassen Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze eine Weile stehen, bis die Lösung klar wird. Dies dauert ca. 30 – 60 Sekunden. |
Nach der Rekonstitution muss die resultierende Lösung klar, farblos bis blassgelb und im Wesentlichen frei von Fremdpartikeln sein. Entsorgen Sie den Impfstoff, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbt erscheint.
| Rekonstituierter Impfstoff |
| • • • • |
| Entnehmen Sie die gesamte Menge der rekonstituierten Qdenga-Lösung mit derselben Spritze, bis eine Luftblase in der Spritze erscheint. Nehmen Sie die Spritze und Nadel aus der Durchstechflasche. Halten Sie die Spritze mit der Nadel nach oben, tippen Sie seitlich die Spritze an, um die Luftblasen an die Oberfläche steigen zu lassen, verwerfen Sie die aufgesetzte Nadel und ersetzen Sie sie durch eine neue sterile Nadel, drücken Sie die Luftblase heraus, bis sich ein kleiner Tropfen Flüssigkeit an der Spitze der Nadel bildet. Die empfohlene Nadel ist 25G 16 mm. Qdenga ist nun zur Verabreichung als subkutane Injektion bereit. |
Qdenga muss unmittelbar nach der Rekonstitution verabreicht werden. Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 2 Stunden bei Raumtemperatur (bis zu 32,5 °C) ab dem Zeitpunkt der Rekonstitution der Impfstoff-Durchstechflasche belegt. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss der Impfstoff verworfen werden. Legen Sie ihn nicht zurück in den Kühlschrank. Aus mikrobiologischer Sicht muss Qdenga sofort verwendet werden. Wird der Impfstoff nicht sofort verwendet, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen nach dem Anbruch in der Verantwortung des Anwenders.
Anleitung zur Rekonstitution des Impfstoffs mit dem Lösungsmittel in der Fertigspritze
Qdenga ist ein Impfstoff mit 2 Komponenten, bestehend aus einer Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Impfstoff und einem Lösungsmittel in der Fertigspritze. Der lyophilisierte Impfstoff muss vor der Verabreichung mit dem Lösungsmittel rekonstituiert werden.
Qdenga darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Verwenden Sie zur Rekonstitution von Qdenga ausschließlich das Lösungsmittel (0,22 %
Natriumchlorid-Lösung) in der Fertigspritze, die mit dem Impfstoff geliefert wird, da es frei von
Konservierungsmitteln bzw. anderen antiviralen Substanzen ist. Der Kontakt mit
Konservierungsmitteln, Antiseptika, Reinigungsmitteln und anderen antiviralen Substanzen muss
vermieden werden, da sie den Impfstoff inaktivieren könnten.
Nehmen Sie die Durchstechflasche mit dem Impfstoff und die Fertigspritze mit dem Lösungsmittel aus dem Kühlschrank.
| Durchstechflasche mit lyophilisiertem Impfstoff Rekonstituierter Impfstoff |
| • • • • • • |
| Entfernen Sie die Schutzkappe von der Durchstechflasche mit dem Impfstoff und reinigen Sie die Oberfläche des Gummistopfens an der Oberseite der Durchstechflasche mit einem Alkoholtupfer. Befestigen Sie eine sterile Nadel an der Fertigspritze und stechen Sie die Nadel in die Impfstoff-Durchstechflasche. Die empfohlene Nadel ist 23G. Richten Sie den Fluss des Lösungsmittels auf die Wand der Durchstechflasche, während Sie den Kolben langsam herunterdrücken, um die Wahrscheinlichkeit von Blasenbildung zu reduzieren. Nehmen Sie Ihren Finger vom Kolben, stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Fläche und schwenken Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze vorsichtig in beide Richtungen. NICHT SCHÜTTELN. Im rekonstituierten Produkt kann es zu Schaum- und Blasenbildung kommen. Lassen Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze eine Weile stehen, bis die Lösung klar wird. Dies dauert ca. 30 – 60 Sekunden. |
Nach der Rekonstitution muss die resultierende Lösung klar, farblos bis blassgelb und im Wesentlichen frei von Fremdpartikeln sein. Entsorgen Sie den Impfstoff, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbt erscheint.
| • | Entnehmen Sie die gesamte Menge der rekonstituierten | |
| Rekonstituierter Impfstoff | • • | Qdenga-Lösung mit derselben Spritze, bis eine Luftblase in der Spritze erscheint. Nehmen Sie die Spritze und Nadel aus der Durchstechflasche. Halten Sie die Spritze mit der Nadel nach oben, tippen Sie seitlich die Spritze an, um die Luftblasen an die Oberfläche steigen zu lassen, verwerfen Sie die aufgesetzte Nadel und ersetzen Sie sie durch eine neue sterile Nadel, drücken Sie die Luftblase heraus, bis sich ein kleiner Tropfen Flüssigkeit an der Spitze der Nadel bildet. Die empfohlene Nadel ist 25G 16 mm. Qdenga ist nun zur Verabreichung als subkutane |
| Injektion bereit. |
Qdenga muss unmittelbar nach der Rekonstitution verabreicht werden. Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 2 Stunden bei Raumtemperatur (bis zu 32,5 °C) ab dem Zeitpunkt der Rekonstitution der Impfstoff-Durchstechflasche belegt. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss der Impfstoff verworfen werden. Legen Sie ihn nicht zurück in den Kühlschrank. Aus mikrobiologischer Sicht muss Qdenga sofort verwendet werden. Wird der Impfstoff nicht sofort verwendet, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen nach dem Anbruch in der Verantwortung des Anwenders.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch
Block 2 Miesian Plaza
50-58 Baggot Street Lower
Dublin 2
D02 HW68
Irland
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1699/001
EU/1/22/1699/002
EU/1/22/1699/003
EU/1/22/1699/004
EU/1/22/1699/005
EU/1/22/1699/006
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 05. Dezember 2022
10. STAND DER INFORMATION
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
ANHANG II
| A. | HERSTELLER DES WIRKSTOFFS/DER WIRKSTOFFE BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST (SIND) | ||
|---|---|---|---|
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH | ||
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN | ||
| A. | HERSTELLER DES WIRKSTOFFS/DER WIRKSTOFFE BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST (SIND) | D. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS |
Name und Anschrift des (der) Hersteller(s) des Wirkstoffs/der Wirkstoffe biologischen Ursprungs
IDT Biologika GmbH
Am Pharmapark
06861 Dessau-Rosslau
Deutschland
Name und Anschrift des (der) Hersteller(s), der (die) für die Chargenfreigabe verantwortlich ist (sind)
Takeda GmbH
Produktionsstandort Singen
Robert-Bosch-Str. 8
78224 Singen
Deutschland
| B. | BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH |
|---|---|
| Arzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt. | |
| • | Amtliche Chargenfreigabe |
Gemäß Artikel 114 der Richtlinie 2001/83/EG, wird die amtliche Chargenfreigabe von einem amtlichen Arzneimittelkontrolllabor oder einem zu diesem Zweck benannten Labor vorgenommen.
| C. | SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN |
|---|---|
| • | Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports (PSURs)] |
Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach
Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen
Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage
(EURD-Liste) – und allen künftigen Aktualisierungen – festgelegt.
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) legt den ersten PSUR für dieses
Arzneimittel innerhalb von 6 Monaten nach der Zulassung vor.
D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
• Risikomanagement-Plan (RMP)
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, im
vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten
Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten
Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:
• nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
• jedes Mal wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer
eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-
Verhältnisses führen können, oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in
Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche + Lösungsmittel in einer Durchstechflasche
1er- oder 10er-Packung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff (lebend, attenuiert)
2. WIRKSTOFF(E)
Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):
Dengue-Virus-Serotyp 1 (lebend, attenuiert): ≥ 3,3 log10 Plaque-bildende Einheiten (PBE)/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 2 (lebend, attenuiert): ≥ 2,7 log10 PBE/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert): ≥ 4,0 log10 PBE/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert): ≥ 4,5 log10 PBE/Dosis
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Sonstige Bestandteile:
Pulver: α,α-Trehalose-Dihydrat, Poloxamer 407, Humanalbumin, Kaliumdihydrogenphosphat,
Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumchlorid, Natriumchlorid
Lösungsmittel: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
1 Durchstechflasche: Pulver
1 Durchstechflasche: Lösungsmittel
1 Dosis (0,5 ml)
10 Durchstechflaschen: Pulver
10 Durchstechflaschen: Lösungsmittel
10 x 1 Dosis (0,5 ml)
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Subkutane Anwendung nach Rekonstitution.
Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verw. bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch
Block 2 Miesian Plaza
50-58 Baggot Street Lower
Dublin 2
D02 HW68
Irland
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1699/001
EU/1/22/1699/002
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche + Lösungsmittel in einer Fertigspritze
Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche + Lösungsmittel in einer Fertigspritze mit 2
separaten Nadeln
1er- oder 5er-Packung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze
Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff (lebend, attenuiert)
2. WIRKSTOFF(E)
Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):
Dengue-Virus-Serotyp 1 (lebend, attenuiert): ≥ 3,3 log10 Plaque-bildende Einheiten (PBE)/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 2 (lebend, attenuiert): ≥ 2,7 log10 PBE/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert): ≥ 4,0 log10 PBE/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert): ≥ 4,5 log10 PBE/Dosis
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Sonstige Bestandteile:
Pulver: α,α-Trehalose-Dihydrat, Poloxamer 407, Humanalbumin, Kaliumdihydrogenphosphat,
Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumchlorid, Natriumchlorid
Lösungsmittel: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze
1 Durchstechflasche: Pulver
1 Fertigspritze: Lösungsmittel
1 Dosis (0,5 ml)
5 Durchstechflaschen: Pulver
5 Fertigspritzen: Lösungsmittel
5 x 1 Dosis (0,5 ml)
1 Durchstechflasche: Pulver
1 Fertigspritze: Lösungsmittel
2 Nadeln
1 Dosis (0,5 ml)
5 Durchstechflaschen: Pulver
5 Fertigspritzen: Lösungsmittel
10 Nadeln
5 x 1 Dosis (0,5 ml)
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Subkutane Anwendung nach Rekonstitution. Packungsbeilage beachten.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER UNZUGÄNGLICH
AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
verw. bis
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern.
Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE
BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch
Block 2 Miesian Plaza
50-58 Baggot Street Lower
Dublin 2
D02 HW68
Irland
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1699/003
EU/1/22/1699/004
EU/1/22/1699/005
EU/1/22/1699/006
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
14. VERKAUFSABGRENZUNG
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
Der Begründung, keine Angaben in Blindenschrift aufzunehmen, wird zugestimmt.
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC
SN
NN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
Pulver (1 Dosis) in einer Durchstechflasche
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG
Qdenga
Pulver zur Herstellung einer Injektionszubereitung
Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff
s.c.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLSDATUM
verw. bis
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
1 Dosis
6. WEITERE ANGABEN
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
Lösungsmittel in einer Durchstechflasche Lösungsmittel in einer Fertigspritze
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART(EN) DER ANWENDUNG
Lösungsmittel für Qdenga
NaCl (0,22 %)
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLSDATUM
verw. bis
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
0,5 ml
6. WEITERE ANGABEN
B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für Anwender
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff (lebend, attenuiert)
| Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Abschnitt 4. | Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle |
| Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind geimpft werden, denn sie enthält wichtige Informationen. • • • • | Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker |
| oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. | |
| Was in dieser Packungsbeilage steht | |
|---|---|
| 1. 2. 3. 4. 5. 6. | Was ist Qdenga und wofür wird es angewendet? Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Qdenga erhalten? Wie ist Qdenga anzuwenden? Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie ist Qdenga aufzubewahren? Inhalt der Packung und weitere Informationen |
1. Was ist Qdenga und wofür wird es angewendet?
Qdenga ist ein Impfstoff. Er wird angewendet, um dabei zu helfen, Sie oder Ihr Kind vor Dengue-Fieber zu schützen. Dengue-Fieber ist eine Erkrankung, die durch die Dengue-Virus-Serotypen 1, 2, 3 und 4 verursacht wird. Qdenga enthält abgeschwächte Versionen dieser 4 Dengue-Virus-Serotypen und kann somit kein Dengue-Fieber verursachen.
Qdenga wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (ab 4 Jahren) angewendet.
Qdenga ist gemäß den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.
Wie der Impfstoff wirkt
Qdenga stimuliert die natürliche Abwehr des Körpers (Immunsystem). Dies trägt zum Schutz gegen die Viren, die Dengue-Fieber verursachen, bei, wenn der Körper in der Zukunft diesen Viren ausgesetzt wird.
Was ist Dengue-Fieber?
Dengue-Fieber wird durch ein Virus verursacht.
| • | Das Virus wird durch Stechmücken übertragen (Aedes-Stechmücken). |
| • | Wenn eine Stechmücke eine Person mit Dengue-Fieber sticht, kann sie das Virus auf die nächste Person, die sie sticht, übertragen. |
Dengue-Fieber wird nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen.
Zu den Symptomen von Dengue-Fieber zählen Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, geschwollene Drüsen oder Hautausschlag. Die Symptome von Dengue-Fieber halten normalerweise 2 bis 7 Tage an. Sie können auch mit dem Dengue-Virus infiziert sein, aber keine Symptome der Krankheit aufweisen.
Gelegentlich kann das Dengue-Fieber so stark ausgeprägt sein, dass Sie oder Ihr Kind ins Krankenhaus müssen, und in seltenen Fällen kann es zum Tod führen. Schwerwiegendes Dengue-Fieber kann zu hohem Fieber und folgenden Symptomen führen: starke Bauchschmerzen, ständiges Erbrechen, schnelles Atmen, starke Blutungen, Magenblutung, Zahnfleischblutungen, Müdigkeit, Unruhe, Koma, Krampfanfälle und Organversagen.
2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Qdenga erhalten?
Um sicherzustellen, dass Qdenga für Sie oder Ihr Kind geeignet ist, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal informieren, wenn einer oder mehr der unten genannten Punkte auf Sie oder Ihr Kind zutrifft. Wenn Sie etwas nicht verstehen, bitten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, es Ihnen zu erklären.
Qdenga darf nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihr Kind
| • • • • • Wenden Sie Qdenga nicht an, wenn einer oder mehrere der obigen Punkte zutrifft. | allergisch gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile von Qdenga sind. nach vorherigem Erhalt von Qdenga eine allergische Reaktion hatten. Anzeichen einer allergischen Reaktion können u. a. ein juckender Hautausschlag, Atemnot sowie eine Schwellung von Gesicht und Zunge sein. ein schwaches Immunsystem (die natürliche Abwehr des Körpers) haben. Dies kann aufgrund eines genetischen Defekts oder einer HIV-Infektion der Fall sein. ein Arzneimittel anwenden, das das Immunsystem beeinträchtigt (z. B. hoch dosierte Kortikosteroide oder Chemotherapie). In diesem Fall wird Ihr Arzt Qdenga erst einige Zeit, nachdem Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel beendet haben, anwenden. schwanger sind oder stillen. |
| Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Qdenga erhalten, wenn Sie oder Ihr Kind: • • • | eine Infektion mit Fieber haben. Es kann erforderlich sein, die Impfung bis zum Abklingen der Symptome zu verschieben. nach Verabreichung eines Impfstoffs schon einmal gesundheitliche Beschwerden hatten. Ihr Arzt wird die Risiken und den Nutzen der Impfung sorgfältig abwägen. bei einer früheren Injektion schon einmal ohnmächtig geworden sind. Nach oder sogar vor einer Injektion mit einer Nadel können Schwindel, Ohnmachtsanfälle und gelegentlich Stürze auftreten (meist bei Jugendlichen). |
Wichtige Informationen zum gebotenen Schutz
Wie bei jedem Impfstoff schützt Qdenga möglicherweise nicht jeden, der es erhält, und die Schutzwirkung könnte mit der Zeit abnehmen. Sie können trotzdem Dengue-Fieber durch Mückenstiche bekommen, einschließlich schweren Dengue-Fiebers. Sie müssen sich selbst oder Ihr Kind auch nach der Impfung mit Qdenga weiter gegen Mückenstiche schützen.
Nach der Impfung müssen Sie einen Arzt konsultieren, wenn Sie oder Ihr Kind glauben, dass Sie möglicherweise eine Dengue-Infektion haben und eines der folgenden Symptome entwickeln: hohes Fieber, starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schnelle Atmung, Zahnfleischbluten, Müdigkeit, Unruhe und Blut im Erbrochenen.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Sie sollten Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen ergreifen. Dazu gehören die Verwendung von Insektenabwehrmitteln, schützender Kleidung und Moskitonetzen.
Jüngere Kinder
Qdenga darf Kindern unter 4 Jahren nicht verabreicht werden.
Anwendung von Qdenga zusammen mit anderen Arzneimitteln
Qdenga kann mit einer Hepatitis-A-Impfung, Gelbfieber-Impfung oder einer Impfung gegen humane Papillomviren an unterschiedlichen Injektionsstellen (an einer anderen Körperstelle, in der Regel in den anderen Arm) während desselben Arztbesuchs verabreicht werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel/Impfstoffe anwenden, kürzlich andere Arzneimittel/Impfstoffe angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel/Impfstoffe anzuwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere dann, wenn Sie oder Ihr Kind eines der
folgenden Arzneimittel anwenden:
| • • | Arzneimittel, welche die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers (Immunsystem) beeinträchtigen, z. B. hoch dosierte Kortikosteroide oder eine Chemotherapie. In diesem Fall wird Ihr Arzt Qdenga erst einige Zeit nach Beendigung der Behandlung anwenden. Der Grund dafür ist, dass Qdenga sonst nicht so gut wirken könnte. sogenannte „Immunglobuline“ oder Blutprodukte, die Immunglobuline enthalten, wie Blut oder Plasma. In diesem Fall wird Ihr Arzt Qdenga frühestens 6 Wochen und vorzugsweise erst 3 Monate nach Beendigung der Behandlung anwenden. Der Grund dafür ist, dass Qdenga sonst nicht so gut wirken könnte. |
| Schwangerschaft und Stillzeit Qdenga darf nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihre Tochter schwanger sind oder stillen. Wenn Sie oder Ihre Tochter: • • | im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie für einen Monat nach der Impfung mit Qdenga notwendige Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Schwangerschaft ergreifen. vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung von Qdenga Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat. |
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Qdenga hat in den ersten Tagen nach der Impfung einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Qdenga enthält Natrium und Kalium
Qdenga enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,5-ml-Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Qdenga enthält weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro 0,5-ml-Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.
3. Wie ist Qdenga anzuwenden?
Qdenga wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als Injektion unter die Haut
(subkutane Injektion) in den Oberarm verabreicht. Es darf nicht in ein Blutgefäß injiziert werden.
Sie oder Ihr Kind erhalten 2 Injektionen.
Die zweite Injektion erfolgt 3 Monate nach der ersten Injektion.
Für Erwachsene über 60 Jahren liegen keine klinischen Daten vor. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob eine Impfung mit Qdenga für Sie von Vorteil ist.
Qdenga ist gemäß den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.
Anweisungen für die Vorbereitung der Impfung für Ärzte und medizinisches Fachpersonal sind am Ende der Packungsbeilage aufgeführt.
Wenn Sie oder Ihr Kind eine Injektion mit Qdenga versäumen
| • | Wenn Sie oder Ihr Kind einen vereinbarten Impftermin verpassen, wird Ihr Arzt entscheiden, wann die versäumte Injektion verabreicht werden soll. Es ist wichtig, dass Sie oder Ihr Kind sich bezüglich der nachfolgenden Injektion an die Anweisungen Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals halten. |
| • | Wenn Sie den Termin vergessen haben oder nicht in der Lage sind, diesen wahrzunehmen, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat. |
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Impfstoffs haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch Qdenga Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion
Wenn eines dieser Symptome auftritt, nachdem Sie den Ort verlassen haben, an dem Sie oder Ihr Kind eine Injektion erhalten haben, wenden Sie sich sofort an einen Arzt:
| • | Schwierigkeiten beim Atmen |
| • | Blaufärbung der Zunge oder der Lippen |
| • | Ausschlag |
| • | Anschwellen des Gesichts oder des Rachens |
| • | Niedriger Blutdruck, der Schwindel oder Verlust des Bewusstseins verursacht |
| • | Plötzliches und ernsthaftes Krankheitsgefühl oder Unwohlsein mit Blutdruckabfall, der Schwindel und Verlust des Bewusstseins verursacht, schneller Herzschlag in Verbindung mit Atembeschwerden. |
Diese Anzeichen oder Symptome (anaphylaktische Reaktionen) treten in der Regel kurz nach der Verabreichung der Injektion auf, noch während Sie oder Ihr Kind sich in der Klinik oder der Arztpraxis befinden. Sie können auch sehr selten nach der Verabreichung eines anderen Impfstoffs auftreten.
Die folgenden Nebenwirkungen sind in Studien bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
aufgetreten.
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen):
| • • • • • • • • | Schmerzen an der Injektionsstelle Kopfschmerzen Muskelschmerzen Rötung an der Injektionsstelle Allgemeines Unwohlsein Schwäche Infektionen der Nase oder des Rachens Fieber | |
| Häufig | • • • • • • • | (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen): Schwellung an der Injektionsstelle Schmerzen oder Entzündung der Nase oder des Rachens Blaue Flecken an der Injektionsstelle Jucken an der Injektionsstelle Entzündung des Rachens und der Mandeln Gelenkschmerzen Grippeähnliche Erkrankung |
| Gelegentlich | • • • • • • • • • • • • • | (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen): Durchfall Übelkeit Magenschmerzen Erbrechen Blutung an der Injektionsstelle Schwindelgefühl Juckende Haut Hautausschlag, einschließlich fleckigem oder juckendem Hautausschlag Nesselsucht Müdigkeit Veränderungen der Hautfarbe an der Injektionsstelle Entzündung der Atemwege Laufende Nase |
| Selten | (kann bis zu 1 von 1 000 Geimpften betreffen): • | Kleine rote oder violette Flecken unter der Haut (Petechien) |
| Sehr selten | • • | (kann bis zu 1 von 10 000 Geimpften betreffen): Schnelles Anschwellen unter der Haut in Bereichen wie Gesicht, Hals, Armen und Beinen Geringe Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) |
| Nicht bekannt ( | • • | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Plötzliche, schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion mit Atembeschwerden, Schwellungen, Schwindel, schnellem Herzschlag, Schwitzen und Verlust des Bewusstseins. Augenschmerzen |
| Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 4 bis 5 Jahren: Sehr häufig | • • • | (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen): Verminderter Appetit Gefühl der Schläfrigkeit Reizbarkeit |
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Qdenga aufzubewahren?
Bewahren Sie Qdenga für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen Qdenga nach dem auf dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C bis 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Impfstoff im Umkarton aufbewahren.
Nach dem Mischen (Rekonstitution) mit dem mitgelieferten Lösungsmittel muss Qdenga sofort
verwendet werden. Wenn es nicht sofort verwendet wird, muss Qdenga innerhalb von 2 Stunden
verwendet werden.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Qdenga enthält
• Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):
Dengue-Virus-Serotyp 1 (lebend, attenuiert)*: ≥ 3,3 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 2 (lebend, attenuiert)#: ≥ 2,7 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert)*: ≥ 4,0 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert)*: ≥ 4,5 log10 PBE**/Dosis
*Hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie. Gene Serotyp-spezifischer Oberflächenproteine in das Typ-2-Dengue-Rückgrat eingefügt. Dieses Arzneimittel enthält gentechnisch veränderte Organismen (GVO).
#Hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie.
**PBE = Plaque-bildende Einheiten
| • | Die sonstigen Bestandteile sind: α,α-Trehalose-Dihydrat, Poloxamer 407, Humanalbumin, Kaliumdihydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke. |
Wie Qdenga aussieht und Inhalt der Packung
Qdenga besteht aus einem Pulver und einem Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung. Qdenga wird als Pulver in einer Einzeldosis-Durchstechflasche und das Lösungsmittel in einer Einzeldosis-Durchstechflasche geliefert.
Das Pulver und das Lösungsmittel müssen vor der Anwendung miteinander vermischt werden.
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ist in 1er- oder 10er-
Packungen erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Das Pulver ist eine weiße bis cremefarbene kompakte Substanz.
Das Lösungsmittel (0,22 % Natriumchlorid-Lösung) ist eine klare, farblose Flüssigkeit.
Nach der Rekonstitution ist Qdenga eine klare, farblose bis blassgelbe Lösung, im Wesentlichen frei von Fremdpartikeln.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Pharmazeutischer Unternehmer:
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch
Block 2 Miesian Plaza
50-58 Baggot Street Lower
Dublin 2
D02 HW68
Irland
Hersteller:
Takeda GmbH
Produktionsstandort Singen
Robert-Bosch-Str. 8
78224 Singen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:
| België/Belgique/Belgien Takeda Belgium NV Tél/Tel: +32 2 464 06 11 medinfoEMEA@takeda.com | Lietuva Takeda, UAB Tel: +370 521 09 070 medinfoEMEA@takeda.com |
| България Такеда България Тел: +359 2 958 27 36 medinfoEMEA@takeda.com | Luxembourg/Luxemburg Takeda Belgium NV Tél/Tel: +32 2 464 06 11 medinfoEMEA@takeda.com |
| Česká republika Takeda Pharmaceuticals Czech Republic s.r.o. Tel: +420 234 722 722 medinfoEMEA@takeda.com | Magyarország Takeda Pharma Kft. Tel: +36 1 270 7030 medinfoEMEA@takeda.com |
| Danmark Takeda Pharma A/S Tlf.: +45 46 77 10 10 medinfoEMEA@takeda.com | Malta Takeda HELLAS S.A. Tel: +30 210 6387800 medinfoEMEA@takeda.com |
| Deutschland Takeda GmbH Tel: +49 (0) 800 825 3325 medinfoEMEA@takeda.com | Nederland Takeda Nederland B.V. Tel: +31 20 203 5492 medinfoEMEA@takeda.com |
| Eesti Takeda Pharma AS Tel: +372 6177 669 medinfoEMEA@takeda.com | Norge Takeda AS Tlf: 800 800 30 medinfoEMEA@takeda.com |
| Ελλάδα Takeda ΕΛΛΑΣ Α.Ε. Τηλ: +30 210 6387800 medinfoEMEA@takeda.com | Österreich Takeda Pharma Ges.m.b.H. Tel: +43 (0) 800-20 80 50 medinfoEMEA@takeda.com |
| España Takeda Farmacéutica España, S.A. Tel: +34 917 90 42 22 medinfoEMEA@takeda.com | Polska Takeda Pharma sp. z o.o. Tel: +48 22 306 24 47 medinfoEMEA@takeda.com |
| France Takeda France SAS Tél: +33 1 40 67 33 00 medinfoEMEA@takeda.com Hrvatska Takeda Pharmaceuticals Croatia d.o.o. Tel: +385 1 377 88 96 medinfoEMEA@takeda.com | Portugal Takeda Farmacêuticos Portugal, Lda. Tel: +351 21 120 1457 medinfoEMEA@takeda.com România Takeda Pharmaceuticals SRL Tel: +40 21 335 03 91 medinfoEMEA@takeda.com |
| Ireland Takeda Products Ireland Ltd. Tel: 1800 937 970 medinfoEMEA@takeda.com | Slovenija Takeda Pharmaceuticals farmacevtska dru ž ba d.o.o. Tel: +386 (0) 59 082 480 medinfoEMEA@takeda.com |
| Ísland Vistor hf. Sími: +354 535 7000 medinfoEMEA@takeda.com | Slovenská republika Takeda Pharmaceuticals Slovakia s.r.o. Tel: +421 (2) 20 602 600 medinfoEMEA@takeda.com |
| Italia Takeda Italia S.p.A. Tel: +39 06 502601 medinfoEMEA@takeda.com | Suomi/Finland Takeda Oy Puh/Tel: 0800 774 051 medinfoEMEA@takeda.com |
| Κύπρος Takeda ΕΛΛΑΣ Α.Ε. Τηλ: +30 210 6387800 medinfoEMEA@takeda.com | Sverige Takeda Pharma AB Tel: 020 795 079 medinfoEMEA@takeda.com |
Latvija
Takeda Latvia SIA
Tel: +371 67840082
medinfoEMEA@takeda.com
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
| • • • • | Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung von Qdenga eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung stets unmittelbar verfügbar sein. Qdenga darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden. Qdenga darf auf keinen Fall als intravasale Injektion verabreicht werden. Die Impfung muss als subkutane Injektion vorzugsweise in den Oberarm im Bereich des |
| • | Deltamuskels verabreicht werden. Qdenga darf nicht als intramuskuläre Injektion verabreicht werden. Nach oder sogar vor einer Impfung kann eine Synkope (Ohnmachtsanfall) als psychogene |
| Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten. Es müssen Maßnahmen zur Verfügung stehen, um Verletzungen durch Stürze vorzubeugen und um synkopale Reaktionen zu behandeln. |
Anleitung zur Rekonstitution des Impfstoffs mit dem Lösungsmittel in der Durchstechflasche:
Qdenga ist ein Impfstoff mit 2 Komponenten, bestehend aus einer Durchstechflasche mit dem
lyophilisierten Impfstoff und einer Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel. Der lyophilisierte
Impfstoff muss vor der Verabreichung mit dem Lösungsmittel rekonstituiert werden.
Verwenden Sie nur sterile Spritzen für die Rekonstitution und Injektion von Qdenga. Qdenga darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Verwenden Sie zur Rekonstitution von Qdenga ausschließlich das Lösungsmittel (0,22 % Natriumchlorid-Lösung), das mit dem Impfstoff geliefert wird, da es frei von Konservierungsmitteln bzw. anderen antiviralen Substanzen ist. Der Kontakt mit Konservierungsmitteln, Antiseptika, Reinigungsmitteln und anderen antiviralen Substanzen muss vermieden werden, da sie den Impfstoff inaktivieren könnten.
Nehmen Sie die Durchstechflaschen mit dem Impfstoff und dem Lösungsmittel aus dem Kühlschrank.
| Durchstechflasche mit | Lösungsmittel | • Entfernen Sie die Schutzkappen von beiden Durchstechflaschen und reinigen Sie die Oberfläche der Gummistopfen an der Oberseite der Durchstechflaschen mit einem Alkoholtupfer. • Setzen Sie eine sterile Nadel auf eine sterile 1-ml-Spritze und führen Sie die Nadel in die Durchstechflasche mit dem Lösungsmittel ein. Die empfohlene Nadel ist 23G. • Drücken Sie den Kolben langsam ganz nach unten. • Drehen Sie die Durchstechflasche um, entnehmen Sie den gesamten Inhalt der Durchstechflasche und ziehen Sie den Kolben weiter bis zur 0,75-ml-Marke an. In der Spritze soll eine Blase zu sehen sein. • Drehen Sie die Spritze um, sodass die Blase zurück in den Kolben geleitet wird. |
| • Führen Sie die Nadel der Spritze in die Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Impfstoff ein. • Richten Sie den Fluss des Lösungsmittels auf die Wand | ||
| der Durchstechflasche, während Sie den Kolben langsam herunterdrücken, um die Wahrscheinlichkeit von Blasenbildung zu reduzieren. |
Durchstechflasche mit lyophilisiertem Impfstoff
| • Nehmen Sie Ihren Finger vom Kolben, stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Fläche und schwenken Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze vorsichtig in beide Richtungen. • NICHT SCHÜTTELN. Im rekonstituierten Produkt kann | |
| Rekonstituierter Impfstoff | es zu Schaum- und Blasenbildung kommen. • Lassen Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze eine Weile stehen, bis die Lösung klar wird. Dies dauert ca. 30 – 60 Sekunden. |
Nach der Rekonstitution muss die resultierende Lösung klar, farblos bis blassgelb und im Wesentlichen frei von Fremdpartikeln sein. Entsorgen Sie den Impfstoff, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbt erscheint.
| • Entnehmen Sie die gesamte Menge der rekonstituierten Qdenga-Lösung mit derselben Spritze, bis eine Luftblase in der Spritze erscheint. • Nehmen Sie die Spritze und Nadel aus der | |
| Rekonstituierter Impfstoff | Durchstechflasche. • Halten Sie die Spritze mit der Nadel nach oben, tippen Sie seitlich die Spritze an, um die Luftblasen an die Oberfläche steigen zu lassen, verwerfen Sie die aufgesetzte Nadel und ersetzen Sie sie durch eine neue sterile Nadel, drücken Sie die Luftblase heraus, bis sich ein kleiner Tropfen Flüssigkeit an der Spitze der Nadel bildet. Die empfohlene Nadel ist 25G 16 mm. • Qdenga ist nun zur Verabreichung als subkutane |
| Injektion bereit. |
Qdenga muss unmittelbar nach der Rekonstitution verabreicht werden. Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 2 Stunden bei Raumtemperatur (bis zu 32,5 °C) ab dem Zeitpunkt der Rekonstitution der Impfstoff-Durchstechflasche belegt. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss der Impfstoff verworfen werden. Legen Sie ihn nicht zurück in den Kühlschrank. Aus mikrobiologischer Sicht muss Qdenga sofort verwendet werden. Wird der Impfstoff nicht sofort verwendet, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen nach dem Anbruch in der Verantwortung des Anwenders.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Gebrauchsinformation: Information für Anwender
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze
Dengue-Fieber tetravalenter Impfstoff (lebend, attenuiert)
| Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende Abschnitt 4. | Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle |
| Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie oder Ihr Kind geimpft werden, denn sie enthält wichtige Informationen. • • • • | Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen oder Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Wenn Sie oder Ihr Kind Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker |
| oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. | |
| Was in dieser Packungsbeilage steht | |
|---|---|
| 1. 2. 3. 4. 5. 6. | Was ist Qdenga und wofür wird es angewendet? Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Qdenga erhalten? Wie ist Qdenga anzuwenden? Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie ist Qdenga aufzubewahren? Inhalt der Packung und weitere Informationen |
1. Was ist Qdenga und wofür wird es angewendet?
Qdenga ist ein Impfstoff. Er wird angewendet, um dabei zu helfen, Sie oder Ihr Kind vor Dengue-Fieber zu schützen. Dengue-Fieber ist eine Erkrankung, die durch die Dengue-Virus-Serotypen 1, 2, 3 und 4 verursacht wird. Qdenga enthält abgeschwächte Versionen dieser 4 Dengue-Virus-Serotypen und kann somit kein Dengue-Fieber verursachen.
Qdenga wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (ab 4 Jahren) angewendet.
Qdenga ist gemäß den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.
Wie der Impfstoff wirkt
Qdenga stimuliert die natürliche Abwehr des Körpers (Immunsystem). Dies trägt zum Schutz gegen die Viren, die Dengue-Fieber verursachen, bei, wenn der Körper in der Zukunft diesen Viren ausgesetzt wird.
Was ist Dengue-Fieber?
Dengue-Fieber wird durch ein Virus verursacht.
| • | Das Virus wird durch Stechmücken übertragen (Aedes-Stechmücken). |
| • | Wenn eine Stechmücke eine Person mit Dengue-Fieber sticht, kann sie das Virus auf die nächste Person, die sie sticht, übertragen. |
Dengue-Fieber wird nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen.
Zu den Symptomen von Dengue-Fieber zählen Fieber, Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, geschwollene Drüsen oder Hautausschlag. Die Symptome von Dengue-Fieber halten normalerweise 2 bis 7 Tage an. Sie können auch mit dem Dengue-Virus infiziert sein, aber keine Symptome der Krankheit aufweisen.
Gelegentlich kann das Dengue-Fieber so stark ausgeprägt sein, dass Sie oder Ihr Kind ins Krankenhaus müssen, und in seltenen Fällen kann es zum Tod führen. Schwerwiegendes Dengue-Fieber kann zu hohem Fieber und folgenden Symptomen führen: starke Bauchschmerzen, ständiges Erbrechen, schnelles Atmen, starke Blutungen, Magenblutung, Zahnfleischblutungen, Müdigkeit, Unruhe, Koma, Krampfanfälle und Organversagen.
2. Was sollten Sie beachten, bevor Sie oder Ihr Kind Qdenga erhalten?
Um sicherzustellen, dass Qdenga für Sie oder Ihr Kind geeignet ist, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal informieren, wenn einer oder mehr der unten genannten Punkte auf Sie oder Ihr Kind zutrifft. Wenn Sie etwas nicht verstehen, bitten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, es Ihnen zu erklären.
Qdenga darf nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihr Kind
| • • • • • Wenden Sie Qdenga nicht an, wenn einer oder mehrere der obigen Punkte zutrifft. | allergisch gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile von Qdenga sind. nach vorherigem Erhalt von Qdenga eine allergische Reaktion hatten. Anzeichen einer allergischen Reaktion können u. a. ein juckender Hautausschlag, Atemnot sowie eine Schwellung von Gesicht und Zunge sein. ein schwaches Immunsystem (die natürliche Abwehr des Körpers) haben. Dies kann aufgrund eines genetischen Defekts oder einer HIV-Infektion der Fall sein. ein Arzneimittel anwenden, das das Immunsystem beeinträchtigt (z. B. hoch dosierte Kortikosteroide oder Chemotherapie). In diesem Fall wird Ihr Arzt Qdenga erst einige Zeit, nachdem Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel beendet haben, anwenden. schwanger sind oder stillen. |
| Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Qdenga erhalten, wenn Sie oder Ihr Kind: • • • | eine Infektion mit Fieber haben. Es kann erforderlich sein, die Impfung bis zum Abklingen der Symptome zu verschieben. nach Verabreichung eines Impfstoffs schon einmal gesundheitliche Beschwerden hatten. Ihr Arzt wird die Risiken und den Nutzen der Impfung sorgfältig abwägen. bei einer früheren Injektion schon einmal ohnmächtig geworden sind. Nach oder sogar vor einer Injektion mit einer Nadel können Schwindel, Ohnmachtsanfälle und gelegentlich Stürze auftreten (meist bei Jugendlichen). |
Wichtige Informationen zum gebotenen Schutz
Wie bei jedem Impfstoff schützt Qdenga möglicherweise nicht jeden, der es erhält, und die Schutzwirkung könnte mit der Zeit abnehmen. Sie können trotzdem Dengue-Fieber durch Mückenstiche bekommen, einschließlich schweren Dengue-Fiebers. Sie müssen sich selbst oder Ihr Kind auch nach der Impfung mit Qdenga weiter gegen Mückenstiche schützen.
Nach der Impfung müssen Sie einen Arzt konsultieren, wenn Sie oder Ihr Kind glauben, dass Sie möglicherweise eine Dengue-Infektion haben und eines der folgenden Symptome entwickeln: hohes Fieber, starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schnelle Atmung, Zahnfleischbluten, Müdigkeit, Unruhe und Blut im Erbrochenen.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Sie sollten Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen ergreifen. Dazu gehören die Verwendung von Insektenabwehrmitteln, schützender Kleidung und Moskitonetzen.
Jüngere Kinder
Qdenga darf Kindern unter 4 Jahren nicht verabreicht werden.
Anwendung von Qdenga zusammen mit anderen Arzneimitteln
Qdenga kann mit einer Hepatitis-A-Impfung, Gelbfieber-Impfung oder einer Impfung gegen humane Papillomviren an unterschiedlichen Injektionsstellen (an einer anderen Körperstelle, in der Regel in den anderen Arm) während desselben Arztbesuchs verabreicht werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie oder Ihr Kind andere Arzneimittel/Impfstoffe anwenden, kürzlich andere Arzneimittel/Impfstoffe angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel/Impfstoffe anzuwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere dann, wenn Sie oder Ihr Kind eines der
folgenden Arzneimittel anwenden:
| • • | Arzneimittel, welche die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers (Immunsystem) beeinträchtigen, z. B. hoch dosierte Kortikosteroide oder eine Chemotherapie. In diesem Fall wird Ihr Arzt Qdenga erst einige Zeit nach Beendigung der Behandlung anwenden. Der Grund dafür ist, dass Qdenga sonst nicht so gut wirken könnte. sogenannte „Immunglobuline“ oder Blutprodukte, die Immunglobuline enthalten, wie Blut oder Plasma. In diesem Fall wird Ihr Arzt Qdenga frühestens 6 Wochen und vorzugsweise erst 3 Monate nach Beendigung der Behandlung anwenden. Der Grund dafür ist, dass Qdenga sonst nicht so gut wirken könnte. |
| Schwangerschaft und Stillzeit Qdenga darf nicht angewendet werden, wenn Sie oder Ihre Tochter schwanger sind oder stillen. Wenn Sie oder Ihre Tochter: • • | im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie für einen Monat nach der Impfung mit Qdenga notwendige Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Schwangerschaft ergreifen. vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung von Qdenga Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat. |
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Qdenga hat in den ersten Tagen nach der Impfung einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Qdenga enthält Natrium und Kalium
Qdenga enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,5-ml-Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Qdenga enthält weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro 0,5-ml-Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.
3. Wie ist Qdenga anzuwenden?
Qdenga wird von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal als Injektion unter die Haut
(subkutane Injektion) in den Oberarm verabreicht. Es darf nicht in ein Blutgefäß injiziert werden.
Sie oder Ihr Kind erhalten 2 Injektionen.
Die zweite Injektion erfolgt 3 Monate nach der ersten Injektion.
Für Erwachsene über 60 Jahren liegen keine klinischen Daten vor. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob eine Impfung mit Qdenga für Sie von Vorteil ist.
Qdenga ist gemäß den offiziellen Empfehlungen anzuwenden.
Anweisungen für die Vorbereitung der Impfung für Ärzte und medizinisches Fachpersonal sind am Ende der Packungsbeilage aufgeführt.
Wenn Sie oder Ihr Kind eine Injektion mit Qdenga versäumen
| • | Wenn Sie oder Ihr Kind einen vereinbarten Impftermin verpassen, wird Ihr Arzt entscheiden, wann die versäumte Injektion verabreicht werden soll. Es ist wichtig, dass Sie oder Ihr Kind sich bezüglich der nachfolgenden Injektion an die Anweisungen Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals halten. |
| • | Wenn Sie den Termin vergessen haben oder nicht in der Lage sind, diesen wahrzunehmen, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat. |
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Impfstoffs haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch Qdenga Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion
Wenn eines dieser Symptome auftritt, nachdem Sie den Ort verlassen haben, an dem Sie oder Ihr Kind eine Injektion erhalten haben, wenden Sie sich sofort an einen Arzt:
| • | Schwierigkeiten beim Atmen |
| • | Blaufärbung der Zunge oder der Lippen |
| • | Ausschlag |
| • | Anschwellen des Gesichts oder des Rachens |
| • | Niedriger Blutdruck, der Schwindel oder Verlust des Bewusstseins verursacht |
| • | Plötzliches und ernsthaftes Krankheitsgefühl oder Unwohlsein mit Blutdruckabfall, der Schwindel und Verlust des Bewusstseins verursacht, schneller Herzschlag in Verbindung mit Atembeschwerden. |
Diese Anzeichen oder Symptome (anaphylaktische Reaktionen) treten in der Regel kurz nach der Verabreichung der Injektion auf, noch während Sie oder Ihr Kind sich in der Klinik oder der Arztpraxis befinden. Sie können auch sehr selten nach der Verabreichung eines anderen Impfstoffs auftreten.
Die folgenden Nebenwirkungen sind in Studien bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
aufgetreten.
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen):
| • • • • • • • • | Schmerzen an der Injektionsstelle Kopfschmerzen Muskelschmerzen Rötung an der Injektionsstelle Allgemeines Unwohlsein Schwäche Infektionen der Nase oder des Rachens Fieber | |
| Häufig | • • • • • • • | (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen): Schwellung an der Injektionsstelle Schmerzen oder Entzündung der Nase oder des Rachens Blaue Flecken an der Injektionsstelle Jucken an der Injektionsstelle Entzündung des Rachens und der Mandeln Gelenkschmerzen Grippeähnliche Erkrankung |
| Gelegentlich | • • • • • • • • • • • • • | (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen): Durchfall Übelkeit Magenschmerzen Erbrechen Blutung an der Injektionsstelle Schwindelgefühl Juckende Haut Hautausschlag, einschließlich fleckigem oder juckendem Hautausschlag Nesselsucht Müdigkeit Veränderungen der Hautfarbe an der Injektionsstelle Entzündung der Atemwege Laufende Nase |
| Selten | (kann bis zu 1 von 1 000 Geimpften betreffen): • | Kleine rote oder violette Flecken unter der Haut (Petechien) |
| Sehr selten | • • | (kann bis zu 1 von 10 000 Geimpften betreffen): Schnelles Anschwellen unter der Haut in Bereichen wie Gesicht, Hals, Armen und Beinen Geringe Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) |
| Nicht bekannt ( | • • | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Plötzliche, schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion mit Atembeschwerden, Schwellungen, Schwindel, schnellem Herzschlag, Schwitzen und Verlust des Bewusstseins. Augenschmerzen |
| Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 4 bis 5 Jahren: Sehr häufig | • • • | (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen): Verminderter Appetit Gefühl der Schläfrigkeit Reizbarkeit |
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Qdenga aufzubewahren?
Bewahren Sie Qdenga für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen Qdenga nach dem auf dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C bis 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Impfstoff im Umkarton aufbewahren.
Nach dem Mischen (Rekonstitution) mit dem mitgelieferten Lösungsmittel muss Qdenga sofort
verwendet werden. Wenn es nicht sofort verwendet wird, muss Qdenga innerhalb von 2 Stunden
verwendet werden.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Qdenga enthält
• Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):
Dengue-Virus-Serotyp 1 (lebend, attenuiert)*: ≥ 3,3 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 2 (lebend, attenuiert)#: ≥ 2,7 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 3 (lebend, attenuiert)*: ≥ 4,0 log10 PBE**/Dosis
Dengue-Virus-Serotyp 4 (lebend, attenuiert)*: ≥ 4,5 log10 PBE**/Dosis
*Hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie. Gene Serotyp-spezifischer Oberflächenproteine in das Typ-2-Dengue-Rückgrat eingefügt. Dieses Arzneimittel enthält gentechnisch veränderte Organismen (GVO).
#Hergestellt in Vero-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie.
**PBE = Plaque-bildende Einheiten
| • | Die sonstigen Bestandteile sind: α,α-Trehalose-Dihydrat, Poloxamer 407, Humanalbumin, Kaliumdihydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphat, Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke. |
Wie Qdenga aussieht und Inhalt der Packung
Qdenga besteht aus einem Pulver und einem Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung. Qdenga wird als Pulver in einer Einzeldosis-Durchstechflasche und das Lösungsmittel in einer Fertigspritze mit 2 separaten Nadeln oder ohne Nadel geliefert.
Das Pulver und das Lösungsmittel müssen vor der Anwendung miteinander vermischt werden.
Qdenga Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze ist in 1er- oder 5er-Packungen erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Das Pulver ist eine weiße bis cremefarbene kompakte Substanz.
Das Lösungsmittel (0,22 % Natriumchlorid-Lösung) ist eine klare, farblose Flüssigkeit.
Nach der Rekonstitution ist Qdenga eine klare, farblose bis blassgelbe Lösung, im Wesentlichen frei von Fremdpartikeln.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch
Block 2 Miesian Plaza
50-58 Baggot Street Lower
Dublin 2
D02 HW68
Irland
Hersteller
Takeda GmbH
Produktionsstandort Singen
Robert-Bosch-Str. 8
78224 Singen
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem
örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:
| België/Belgique/Belgien Takeda Belgium NV Tél/Tel: +32 2 464 06 11 medinfoEMEA@takeda.com | Lietuva Takeda, UAB Tel: +370 521 09 070 medinfoEMEA@takeda.com |
| България Такеда България Тел: +359 2 958 27 36 medinfoEMEA@takeda.com | Luxembourg/Luxemburg Takeda Belgium NV Tél/Tel: +32 2 464 06 11 medinfoEMEA@takeda.com |
| Česká republika Takeda Pharmaceuticals Czech Republic s.r.o. Tel: +420 234 722 722 medinfoEMEA@takeda.com | Magyarország Takeda Pharma Kft. Tel: +36 1 270 7030 medinfoEMEA@takeda.com |
| Danmark Takeda Pharma A/S Tlf.: +45 46 77 10 10 medinfoEMEA@takeda.com | Malta Takeda HELLAS S.A. Tel: +30 210 6387800 medinfoEMEA@takeda.com |
| Deutschland Takeda GmbH Tel: +49 (0) 800 825 3325 medinfoEMEA@takeda.com | Nederland Takeda Nederland B.V. Tel: +31 20 203 5492 medinfoEMEA@takeda.com |
| Eesti Takeda Pharma AS Tel: +372 6177 669 medinfoEMEA@takeda.com | Norge Takeda AS Tlf: 800 800 30 medinfoEMEA@takeda.com |
| Ελλάδα Takeda ΕΛΛΑΣ Α.Ε. Τηλ: +30 210 6387800 medinfoEMEA@takeda.com | Österreich Takeda Pharma Ges.m.b.H. Tel: +43 (0) 800-20 80 50 medinfoEMEA@takeda.com |
| España Takeda Farmacéutica España, S.A. Tel: +34 917 90 42 22 medinfoEMEA@takeda.com | Polska Takeda Pharma sp. z o.o. Tel: +48 22 306 24 47 medinfoEMEA@takeda.com |
| France Takeda France SAS Tél: +33 1 40 67 33 00 medinfoEMEA@takeda.com Hrvatska Takeda Pharmaceuticals Croatia d.o.o. Tel: +385 1 377 88 96 medinfoEMEA@takeda.com | Portugal Takeda Farmacêuticos Portugal, Lda. Tel: +351 21 120 1457 medinfoEMEA@takeda.com România Takeda Pharmaceuticals SRL Tel: +40 21 335 03 91 medinfoEMEA@takeda.com |
| Ireland Takeda Products Ireland Ltd. Tel: 1800 937 970 medinfoEMEA@takeda.com | Slovenija Takeda Pharmaceuticals farmacevtska dru ž ba d.o.o. Tel: +386 (0) 59 082 480 medinfoEMEA@takeda.com |
| Ísland Vistor hf. Sími: +354 535 7000 medinfoEMEA@takeda.com | Slovenská republika Takeda Pharmaceuticals Slovakia s.r.o. Tel: +421 (2) 20 602 600 medinfoEMEA@takeda.com |
| Italia Takeda Italia S.p.A. Tel: +39 06 502601 medinfoEMEA@takeda.com | Suomi/Finland Takeda Oy Puh/Tel: 0800 774 051 medinfoEMEA@takeda.com |
| Κύπρος Takeda ΕΛΛΑΣ Α.Ε. Τηλ: +30 210 6387800 medinfoEMEA@takeda.com | Sverige Takeda Pharma AB Tel: 020 795 079 medinfoEMEA@takeda.com |
Latvija
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Tel: +371 67840082
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Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
| • • • • • | Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung von Qdenga eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung stets unmittelbar verfügbar sein. Qdenga darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden. Qdenga darf auf keinen Fall als intravasale Injektion verabreicht werden. Die Impfung muss als subkutane Injektion vorzugsweise in den Oberarm im Bereich des Deltamuskels verabreicht werden. Qdenga darf nicht als intramuskuläre Injektion verabreicht werden. Nach oder sogar vor einer Impfung kann eine Synkope (Ohnmachtsanfall) als psychogene |
| Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten. Es müssen Maßnahmen zur Verfügung stehen, um Verletzungen durch Stürze vorzubeugen und um synkopale Reaktionen zu behandeln. |
Anleitung zur Rekonstitution des Impfstoffs mit dem Lösungsmittel in der Fertigspritze:
Qdenga ist ein Impfstoff mit 2 Komponenten, bestehend aus einer Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Impfstoff und einem Lösungsmittel in der Fertigspritze. Der lyophilisierte Impfstoff muss vor der Verabreichung mit dem Lösungsmittel rekonstituiert werden.
Qdenga darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Verwenden Sie zur Rekonstitution von Qdenga ausschließlich das Lösungsmittel (0,22 %
Natriumchlorid-Lösung) in der Fertigspritze, das mit dem Impfstoff geliefert wird, da es frei von
Konservierungsmitteln bzw. anderen antiviralen Substanzen ist. Der Kontakt mit
Konservierungsmitteln, Antiseptika, Reinigungsmitteln und anderen antiviralen Substanzen muss
vermieden werden, da sie den Impfstoff inaktivieren könnten.
Nehmen Sie die Durchstechflasche mit dem Impfstoff und die Fertigspritze mit dem Lösungsmittel aus dem Kühlschrank.
| • Entfernen Sie die Schutzkappe von der | |
| Durchstechflasche mit lyophilisiertem Impfstoff | Durchstechflasche mit dem Impfstoff und reinigen Sie die Oberfläche des Gummistopfens an der Oberseite der Durchstechflasche mit einem Alkoholtupfer. • Befestigen Sie eine sterile Nadel an der Fertigspritze und stechen Sie die Nadel in die Impfstoff-Durchstechflasche. Die empfohlene Nadel ist 23G. • Richten Sie den Fluss des Lösungsmittels auf die Wand der Durchstechflasche, während Sie den Kolben langsam herunterdrücken, um die Wahrscheinlichkeit von Blasenbildung zu reduzieren. |
| • Nehmen Sie Ihren Finger vom Kolben, stellen Sie die Durchstechflasche auf eine ebene Fläche und schwenken Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze vorsichtig in beide Richtungen. • NICHT SCHÜTTELN. Im rekonstituierten Produkt kann es zu Schaum- und Blasenbildung kommen. • Lassen Sie die Durchstechflasche mit aufgesetzter Spritze | |
| Rekonstituierter Impfstoff | eine Weile stehen, bis die Lösung klar wird. Dies dauert ca. 30 – 60 Sekunden. |
Nach der Rekonstitution muss die resultierende Lösung klar, farblos bis blassgelb und im Wesentlichen frei von Fremdpartikeln sein. Entsorgen Sie den Impfstoff, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbt erscheint.
| Rekonstituierter Impfstoff | • Entnehmen Sie die gesamte Menge der rekonstituierten Qdenga-Lösung mit derselben Spritze, bis eine Luftblase in der Spritze erscheint. • Nehmen Sie die Spritze und Nadel aus der Durchstechflasche. • Halten Sie die Spritze mit der Nadel nach oben, tippen Sie seitlich die Spritze an, um die Luftblasen an die Oberfläche steigen zu lassen, verwerfen Sie die aufgesetzte Nadel und ersetzen Sie sie durch eine neue sterile Nadel, drücken Sie die Luftblase heraus, bis sich |
| ein kleiner Tropfen Flüssigkeit an der Spitze der Nadel bildet. Die empfohlene Nadel ist 25G 16 mm. • Qdenga ist nun zur Verabreichung als subkutane Injektion bereit. |
Qdenga muss unmittelbar nach der Rekonstitution verabreicht werden. Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 2 Stunden bei Raumtemperatur (bis zu 32,5 °C) ab dem Zeitpunkt der Rekonstitution der Impfstoff-Durchstechflasche belegt. Nach Ablauf dieses Zeitraums muss der Impfstoff verworfen werden. Legen Sie ihn nicht zurück in den Kühlschrank. Aus mikrobiologischer Sicht muss Qdenga sofort verwendet werden. Wird der Impfstoff nicht sofort verwendet, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen nach dem Anbruch in der Verantwortung des Anwenders.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
ANHANG IV
WISSENSCHAFTLICHE SCHLUSSFOLGERUNGEN UND GRÜNDE FÜR DIE ÄNDERUNG DER BEDINGUNGEN DER GENEHMIGUNG(EN) FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN Wissenschaftliche Schlussfolgerungen
Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) ist unter Berücksichtigung des PRAC-Beurteilungsberichts zum PSUR/zu den PSURs für Dengue-Fieber tetravalenten Impfstoff (lebend, attenuiert) [Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 1, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 3, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 4, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, lebend, attenuiert] zu den folgenden wissenschaftlichen Schlussfolgerungen gelangt:
In Anbetracht der verfügbaren Daten zu Anaphylaxie aus Spontanberichten, einschließlich 72 Fällen mit bekannter Zeit bis zum Auftreten, kam der PRAC zu dem Schluss, dass die Produktinformationen von Arzneimitteln, die Dengue-Fieber tetravalenten Impfstoff (lebend, attenuiert) [Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 1, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 3, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 4, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, lebend, attenuiert] enthalten, entsprechend aktualisiert werden sollten.
Nach Prüfung der Empfehlung des PRAC stimmt der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) den Gesamtschlussfolgerungen und der Begründung der Empfehlung des PRAC zu.
Gründe für die Änderung der Bedingungen der Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen
Der CHMP ist auf der Grundlage der wissenschaftlichen Schlussfolgerungen für Dengue-Fieber tetravalenten Impfstoff (lebend, attenuiert) [Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 1, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 3, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 4, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, lebend, attenuiert] der Auffassung, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Arzneimittels/der Arzneimittel, das/die Dengue-Fieber tetravalenten Impfstoff (lebend, attenuiert) [Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 1, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 3, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, exprimiert Dengue-Virus-Oberflächenproteine vom Serotyp 4, lebend, attenuiert/Dengue-Virus-Serotyp 2, lebend, attenuiert] enthält/enthalten, vorbehaltlich der vorgeschlagenen Änderungen der Produktinformation, unverändert ist.
Der CHMP empfiehlt, die Bedingungen der Genehmigung(en) für das Inverkehrbringen zu ändern.
Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags
Der Text dieser Seite gibt die amtliche Gebrauchs- beziehungsweise Fachinformation im Wortlaut wieder. Inhaltlich ist daran nichts verändert. Die Übernahme aus dem Original-PDF in die Darstellung dieser Seite erfolgte maschinell mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
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