Idacio – Beipackzettel (Fach- und Gebrauchsinformation)
ANHANG I
ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Idacio 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Idacio 40 mg Injektionslösung im Fertigpen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Idacio 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Einzeldosis-Fertigspritze mit 0,8 ml enthält 40 mg Adalimumab.
Idacio 40 mg Injektionslösung im Fertigpen
Jeder Einzeldosis-Fertigpen mit 0,8 ml enthält 40 mg Adalimumab.
Adalimumab ist ein rekombinanter humaner monoklonaler Antikörper, der in Ovarialzellen
des Chinesischen Hamsters produziert wird.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektion)
Klare, farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Rheumatoide Arthritis
Idacio ist in Kombination mit Methotrexat indiziert zur:
- Behandlung der mäßigen bis schweren aktiven rheumatoiden Arthritis bei erwachsenen Patienten, die nur unzureichend auf krankheitsmodifizierende Antirheumatika, einschließlich Methotrexat, angesprochen haben.
- Behandlung der schweren, aktiven und progressiven rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen, die zuvor nicht mit Methotrexat behandelt worden sind.
Idacio kann im Falle einer Unverträglichkeit gegenüber Methotrexat, oder wenn die weitere
Behandlung mit Methotrexat nicht sinnvoll ist, als Monotherapie angewendet werden.
Adalimumab reduziert in Kombination mit Methotrexat das Fortschreiten der radiologisch
nachweisbaren strukturellen Gelenkschädigungen und verbessert die körperliche
Funktionsfähigkeit.
Juvenile idiopathische Arthritis
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
Idacio ist in Kombination mit Methotrexat indiziert zur Behandlung der aktiven
polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis bei Patienten ab dem Alter von 2 Jahren,
die nur unzureichend auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika
(DMARDs) angesprochen haben. Idacio kann im Falle einer Unverträglichkeit gegenüber
Methotrexat oder, wenn die weitere Behandlung mit Methotrexat nicht sinnvoll ist, als
Monotherapie angewendet werden (zur Wirksamkeit bei der
Monotherapie siehe Abschnitt 5.1). Bei Patienten, die jünger als 2 Jahre sind, wurde
Adalimumab nicht untersucht.
Enthesitis-assoziierte Arthritis
Idacio ist zur Behandlung der aktiven Enthesitis-assoziierten Arthritis bei Patienten indiziert, die 6 Jahre und älter sind und die nur unzureichend auf eine konventionelle Therapie angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit gegenüber einer solchen Therapie haben (siehe Abschnitt 5.1).
Axiale Spondyloarthritis
Ankylosierende Spondylitis (AS)
Idacio ist indiziert zur Behandlung der schweren aktiven ankylosierenden Spondylitis bei
Erwachsenen, die nur unzureichend auf eine konventionelle Therapie angesprochen haben.
Axiale Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS
Idacio ist indiziert zur Behandlung der schweren axialen Spondyloarthritis ohne
Röntgennachweis einer AS, aber mit objektiven Anzeichen der Entzündung durch erhöhtes
CRP und/oder MRT, bei Erwachsenen, die nur unzureichend auf nicht-steroidale
Antirheumatika angesprochen haben oder bei denen eine Unverträglichkeit gegenüber diesen
vorliegt.
Psoriasis-Arthritis
Idacio ist indiziert zur Behandlung der aktiven und progressiven Psoriasis-Arthritis (Arthritis psoriatica) bei Erwachsenen, die nur unzureichend auf eine vorherige Basistherapie angesprochen haben. Adalimumab reduziert das Fortschreiten der radiologisch nachweisbaren strukturellen Schädigungen der peripheren Gelenke bei Patienten mit polyartikulären symmetrischen Subtypen der Erkrankung (siehe Abschnitt 5.1) und verbessert die körperliche Funktionsfähigkeit.
Psoriasis
Idacio ist indiziert zur Behandlung der mittelschweren bis schweren chronischen Plaque-
Psoriasis bei erwachsenen Patienten, die Kandidaten für eine systemische Therapie sind.
Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen
Idacio ist indiziert zur Behandlung der schweren chronischen Plaque-Psoriasis bei Kindern
und Jugendlichen (ab dem Alter von 4 Jahren), die nur unzureichend auf eine topische
Therapie und Phototherapien angesprochen haben oder für die diese Therapien nicht geeignet
sind.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
Idacio ist indiziert zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Hidradenitis suppurativa (HS) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren, die unzureichend auf eine konventionelle systemische HS-Therapie ansprechen (siehe Abschnitte
5.1 und 5.2).
Morbus Crohn
Idacio ist indiziert zur Behandlung des mittelschweren bis schweren, aktiven Morbus Crohn
bei erwachsenen Patienten, die trotz einer vollständigen und adäquaten Therapie mit einem
Glukokortikoid und/oder einem Immunsuppressivum nicht ausreichend angesprochen haben
oder die eine Unverträglichkeit gegenüber einer solchen Therapie haben oder bei denen eine
solche Therapie kontraindiziert ist.
Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen
Idacio ist indiziert zur Behandlung des mittelschweren bis schweren, aktiven Morbus Crohn
bei Kindern und Jugendlichen (ab dem Alter von 6 Jahren), die nur unzureichend auf eine
konventionelle Therapie, einschließlich primärer Ernährungstherapie und einem
Glukokortikoid und/oder einem Immunsuppressivum, angesprochen haben oder die eine
Unverträglichkeit gegenüber einer solchen Therapie haben oder bei denen eine solche
Therapie kontraindiziert ist.
Colitis ulcerosa
Idacio ist indiziert zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Colitis ulcerosa
bei erwachsenen Patienten, die auf eine konventionelle Therapie, einschließlich
Glukokortikoide und 6-Mercaptopurin (6-MP) oder Azathioprin (AZA), unzureichend
angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit gegenüber einer solchen Therapie haben
oder bei denen eine solche Therapie kontraindiziert ist.
Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen
Idacio wird angewendet zur Behandlung der mittelschweren bis schweren aktiven Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen (ab dem Alter von 6 Jahren), die nur unzureichend auf eine konventionelle Therapie, einschließlich Kortikosteroiden und/oder 6-Mercaptopurin (6-MP) oder Azathioprin (AZA), angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit gegenüber einer solchen Therapie haben oder bei denen eine solche Therapie kontraindiziert ist.
Uveitis
Idacio ist indiziert zur Behandlung der nicht infektiösen Uveitis intermedia, Uveitis posterior
und Panuveitis bei erwachsenen Patienten, die nur unzureichend auf Kortikosteroide
angesprochen haben, eine Kortikosteroid-sparende Behandlung benötigen oder für die eine
Behandlung mit Kortikosteroiden nicht geeignet ist.
Uveitis bei Kindern und Jugendlichen
Idacio ist indiziert zur Behandlung der chronischen nicht infektiösen Uveitis anterior bei Kindern und Jugendlichen ab dem Alter von 2 Jahren, die unzureichend auf eine konventionelle Therapie angesprochen haben oder die eine Unverträglichkeit gegenüber einer solchen Therapie haben oder für die eine konventionelle Therapie nicht geeignet ist.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Idacio sollte von einem Facharzt mit Erfahrung in der Diagnose und
Behandlung von Krankheitszuständen, für die Idacio indiziert ist, eingeleitet und überwacht
werden. Augenärzten wird angeraten, vor der Einleitung einer Idacio-Therapie einen
entsprechenden Spezialisten zurate zu ziehen (siehe Abschnitt 4.4). Patienten, die mit Idacio
behandelt werden, sollte ein Patientenpass ausgehändigt werden.
Nach einer entsprechenden Einweisung in die Injektionstechnik können Patienten Idacio
selbst injizieren, falls ihr Arzt dies für angemessen hält und medizinische
Nachuntersuchungen nach Bedarf erfolgen.
Während der Behandlung mit Idacio sollten andere Begleittherapien (z. B. Glukokortikoide und/oder Immunsuppressiva) optimiert werden.
Idacio ist nur als 40 mg Fertigspritze und 40 mg Fertigpen erhältlich. Daher ist es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen. Wenn eine alternative Dosierung erforderlich ist, sollten andere Adalimumab-Produkte verwendet werden, die eine solche Option bieten.
Dosierung
Rheumatoide Arthritis
Bei erwachsenen Patienten mit rheumatoider Arthritis beträgt die empfohlene Dosis von Idacio 40 mg Adalimumab, die jede zweite Woche als Einzeldosis subkutan injiziert wird. Die Anwendung von Methotrexat sollte während der Behandlung mit Idacio fortgesetzt werden.
Die Gabe von Glukokortikoiden, Salizylaten, nicht-steroidalen Antiphlogistika oder
Analgetika kann während der Behandlung mit Idacio fortgesetzt werden. Bezüglich der
Kombination mit anderen krankheitsmodifizierenden Antirheumatika als Methotrexat siehe
Abschnitte 4.4 und 5.1.
Einige der Patienten, die ausschließlich mit Idacio behandelt werden und nur unzureichend
auf Idacio 40 mg jede zweite Woche ansprechen, könnten von einer Erhöhung der Dosis auf
40 mg Adalimumab jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche profitieren.
Die verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass ein klinisches Ansprechen üblicherweise innerhalb von 12 Behandlungswochen erreicht wird. Die Fortsetzung der Therapie sollte bei einem Patienten, der innerhalb dieser Zeitspanne nicht anspricht, nochmals überdacht werden.
Dosisunterbrechung
Eine Dosisunterbrechung kann erforderlich sein, z. B. vor einer Operation oder beim
Auftreten einer schweren Infektion.
Die verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass nach einer Unterbrechung von 70 Tagen oder
länger die Wiederaufnahme der Adalimumab-Therapie zu der gleichen Größenordnung des
klinischen Ansprechens und einem ähnlichen Sicherheitsprofil wie vor der
Dosisunterbrechung führte.
Ankylosierende Spondylitis, axiale Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS und
Psoriasis-Arthritis
Bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis, axialer Spondyloarthritis ohne
Röntgennachweis einer AS oder bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis beträgt die empfohlene
Dosis von Idacio 40 mg Adalimumab, die jede zweite Woche als Einzeldosis subkutan
injiziert wird.
Die verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass ein klinisches Ansprechen üblicherweise innerhalb von 12 Behandlungswochen erreicht wird. Die Fortsetzung der Therapie sollte bei einem Patienten, der innerhalb dieser Zeitspanne nicht anspricht, nochmals überdacht werden. Psoriasis
Die empfohlene Dosis von Idacio für erwachsene Patienten mit Psoriasis beträgt 80 mg
Adalimumab, subkutan als Induktionsdosis verabreicht, gefolgt von 40 mg Adalimumab
subkutan jede zweite Woche, beginnend eine Woche nach der Induktionsdosis.
Bei Patienten, die 16 Wochen lang nicht auf die Therapie angesprochen haben, sollte eine
Weiterbehandlung sorgfältig geprüft werden.
Nach 16 Wochen kann bei Patienten, die unzureichend auf Idacio 40 mg jede zweite Woche
ansprechen, eine Erhöhung der Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche
von Nutzen sein. Bei Patienten, die auch nach Erhöhung der Dosis unzureichend ansprechen,
sollten Nutzen und Risiko einer fortgesetzten Behandlung mit 40 mg jede Woche oder 80 mg
jede zweite Woche sorgfältig abgewogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bei Erreichen eines
ausreichenden Ansprechens mit 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche kann die
Dosis anschließend auf 40 mg jede zweite Woche reduziert werden.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
Die empfohlene Dosis von Idacio für erwachsene Patienten mit Hidradenitis suppurativa
(HS) beträgt anfänglich 160 mg an Tag 1 (verabreicht als vier Injektionen von 40 mg
innerhalb eines Tages oder als zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei
aufeinanderfolgenden Tagen), gefolgt von 80 mg zwei Wochen später an Tag 15
(verabreicht als zwei Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages). Zwei Wochen später
(Tag 29) wird die Behandlung mit einer Dosis von 40 mg jede Woche oder 80 mg jede
zweite Woche (verabreicht als zwei Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages)
fortgesetzt. Falls notwendig, kann eine Antibiotikatherapie während der Behandlung mit
Idacio weitergeführt werden. Es wird empfohlen, dass die Patienten während der
Behandlung mit Idacio täglich eine topische antiseptische Waschlösung an ihren HS-
Läsionen anwenden.
Eine Fortsetzung der Therapie länger als 12 Wochen sollte sorgfältig abgewogen werden bei
Patienten, die innerhalb dieser Zeitspanne keine Verbesserung zeigen.
Sollte eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich sein, kann wieder mit einer
Behandlung mit Idacio 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche begonnen werden
(siehe Abschnitt 5.1).
Nutzen und Risiko einer Langzeitbehandlung sollten regelmäßig beurteilt werden (siehe
Abschnitt 5.1).
Morbus Crohn
Die empfohlene Induktionsdosis für Idacio beträgt bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem, aktivem Morbus Crohn 80 mg in Woche 0, gefolgt von 40 mg in Woche 2. Ist ein schnelleres Ansprechen auf die Therapie erforderlich, kann die Dosis auf 160 mg in Woche 0 (verabreicht als vier Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages oder als zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen) und 80 mg in Woche 2 (verabreicht als zwei Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages) erhöht werden, allerdings sollte beachtet werden, dass dies das Risiko für unerwünschte Ereignisse während der Therapieeinleitung erhöht.
Nach der Induktionsbehandlung beträgt die empfohlene Dosis 40 mg als subkutane Injektion
jede zweite Woche. Wenn Idacio abgesetzt wurde, kann es erneut verabreicht werden, wenn
die Anzeichen und Symptome der Erkrankung wieder auftreten. Zu einer erneuten
Verabreichung nach mehr als 8 Wochen seit der letzten Dosis liegen nur wenige Erfahrungen
vor.
Während der Erhaltungstherapie können Glukokortikoide gemäß den klinischen
Empfehlungen ausgeschlichen werden.
Patienten, bei deren Behandlung mit Idacio 40 mg jede zweite Woche ein Wirkverlust auftritt, können von einer Erhöhung der Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche profitieren.
Einige Patienten, die bis Woche 4 noch nicht auf die Therapie angesprochen haben, können
von einer Weiterführung der Erhaltungstherapie bis Woche 12 profitieren. Eine weitere
Behandlung von Patienten, die in diesem Zeitraum nicht auf die Therapie angesprochen
haben, sollte sorgfältig abgewogen werden.
Colitis ulcerosa
Die empfohlene Induktionsdosis für Idacio beträgt bei erwachsenen Patienten mit
mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa 160 mg in Woche 0 (verabreicht als vier
Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages oder als zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an
zwei aufeinanderfolgenden Tagen) und 80 mg in Woche 2 (verabreicht als zwei Injektionen
von 40 mg innerhalb eines Tages). Nach der Induktionsbehandlung beträgt die empfohlene
Dosis 40 mg als subkutane Injektion jede zweite Woche.
Während der Erhaltungstherapie können Glukokortikoide gemäß den klinischen
Empfehlungen ausgeschlichen werden.
Patienten, bei deren Behandlung mit Idacio 40 mg jede zweite Woche ein Wirkverlust auftritt, können von einer Erhöhung der Dosis auf 40 mg Idacio jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche profitieren.
Die vorhandenen Daten legen nahe, dass ein klinisches Ansprechen gewöhnlich innerhalb
von 2 bis 8 Behandlungswochen erreicht wird. Bei Patienten, die in dieser Zeit nicht
ansprechen, sollte die Behandlung mit Idacio nicht fortgesetzt werden.
Uveitis
Die empfohlene Dosis von Idacio für erwachsene Patienten mit Uveitis beträgt 80 mg als
Induktionsdosis, gefolgt von 40 mg alle zwei Wochen, beginnend eine Woche nach der
Induktionsdosis. Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Einleitung einer Monotherapie mit
Adalimumab vor. Die Behandlung mit Idacio kann in Kombination mit Kortikosteroiden
und/oder anderen nicht biologischen Immunsuppressiva eingeleitet werden. Eine begleitende
Anwendung von Kortikosteroiden kann gemäß gängiger klinischer Praxis ab zwei Wochen
nach der Einleitung der Behandlung mit Idacio ausgeschlichen werden.
Es wird empfohlen, Nutzen und Risiko einer Langzeitbehandlung jährlich zu beurteilen (siehe Abschnitt 5.1).
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen
Adalimumab wurde in dieser Patientengruppe nicht untersucht. Eine Dosisempfehlung kann
nicht gegeben werden.
Kinder und Jugendliche
Juvenile idiopathische Arthritis
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis ab einem Alter von 2 Jahren
Die empfohlene Dosis von Idacio wird für Patienten mit polyartikulärer juveniler
idiopathischer Arthritis ab einem Alter von 2 Jahren anhand des Körpergewichtes bestimmt
(Tabelle 1). Idacio wird jede zweite Woche subkutan injiziert.
Tabelle 1. Idacio-Dosis für Patienten mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis
| Gewicht des Patienten | Dosierungsschema | ||
|---|---|---|---|
| 10 kg bis < 30 kg | - | ||
| ≥ 30 kg | 40 mg jede zweite Woche |
Es gibt keine Darreichungsform von Idacio, die eine gewichtsbasierte Dosierung für
pädiatrische Patienten unter 30 kg ermöglicht.
Die verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass ein klinisches Ansprechen üblicherweise
innerhalb von 12 Behandlungswochen erreicht wird. Die Fortsetzung der Therapie sollte bei
einem Patienten, der innerhalb dieser Zeitspanne nicht anspricht, nochmals sorgfältig
überdacht werden.
In dieser Indikation findet sich bei Patienten, die jünger als 2 Jahre sind, keine relevante
Anwendung von Adalimumab.
Enthesitis-assoziierte Arthritis
Die empfohlene Dosis von Idacio für Patienten mit Enthesitis-assoziierter Arthritis ab einem
Alter von 6 Jahren wird anhand des Körpergewichts bestimmt (Tabelle 2). Idacio wird jede
zweite Woche subkutan injiziert.
Tabelle 2.Idacio-Dosis für Patienten mit Enthesitis-assoziierter Arthritis
| Gewicht des Patienten | Dosierungsschema | ||
|---|---|---|---|
| 15 kg bis < 30 kg | - | ||
| ≥ 30 kg | 40 mg jede zweite Woche |
Es gibt keine Darreichungsform von Idacio, die eine gewichtsbasierte Dosierung für
pädiatrische Patienten unter 30 kg ermöglicht.
Adalimumab wurde bei Patienten mit Enthesitis-assoziierter Arthritis, die jünger als 6 Jahre
sind, nicht untersucht.
Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen
Die empfohlene Idacio-Dosis wird für Patienten mit Plaque-Psoriasis im Alter von 4 bis 17
Jahren anhand des Körpergewichts bestimmt (Tabelle 3). Idacio wird subkutan injiziert.
Tabelle 3 Idacio-Dosis für Kinder und Jugendliche mit Plaque-Psoriasis
| Gewicht des Patienten | Dosierungsschema | |||
|---|---|---|---|---|
| 15 kg bis < 30 kg | - | |||
| ≥ 30 kg | Anfangsdosis von 40 mg, gefolgt von einer Dosis von 40 mg jede |
zweite Woche, beginnend eine
Woche nach der Anfangsdosis
Es gibt keine Darreichungsform von Idacio, die eine gewichtsbasierte Dosierung für
pädiatrische Patienten unter 30 kg ermöglicht.
Die Fortsetzung der Therapie länger als 16 Wochen sollte bei Patienten, die innerhalb dieser
Zeitspanne nicht ansprechen, sorgfältig abgewogen werden.
Wenn die Wiederaufnahme der Therapie mit Idacio angezeigt ist, sollte bezüglich Dosis und
Behandlungsdauer die oben beschriebene Anleitung befolgt werden.
Die Sicherheit von Adalimumab bei Kindern und Jugendlichen mit Plaque-Psoriasis wurde
für durchschnittlich 13 Monate beurteilt.
Für diese Indikation gibt es bei Kindern, die jünger als 4 Jahre sind, keine relevante
Anwendung von Adalimumab.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa) bei Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem
Gewicht von mindestens 30 kg)
Es gibt keine klinischen Studien mit Adalimumab bei jugendlichen Patienten mit Hidradenitis suppurativa (HS). Die Dosierung von Adalimumab bei diesen Patienten wurde in pharmakokinetischen Modellen und Simulationen bestimmt (siehe Abschnitt 5.2).
Die empfohlene Dosis von Idacio beträgt 80 mg in Woche 0, gefolgt von 40 mg jede zweite
Woche ab Woche 1 als subkutane Injektion.
Bei jugendlichen Patienten, die unzureichend auf 40 mg Idacio jede zweite Woche ansprechen, kann eine Erhöhung der Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erwogen werden.
Falls notwendig, kann eine Antibiotikatherapie während der Behandlung mit Idacio
weitergeführt werden. Es wird empfohlen, dass die Patienten während der Behandlung mit
Idacio täglich eine topische antiseptische Waschlösung an ihren HS-Läsionen anwenden.
Eine Fortsetzung der Therapie länger als 12 Wochen sollte sorgfältig abgewogen werden bei
Patienten, die innerhalb dieser Zeitspanne keine Verbesserung zeigen.
Sollte eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich sein, kann Idacio nach Bedarf erneut
gegeben werden.
Nutzen und Risiko einer fortgesetzten Langzeitbehandlung sollten regelmäßig beurteilt
werden (siehe Daten zu Erwachsenen in Abschnitt 5.1).
In dieser Indikation findet sich bei Kindern, die jünger als 12 Jahre sind, keine relevante
Anwendung von Adalimumab.
Es gibt keine Darreichungsform von Idacio, die eine gewichtsbasierte Dosierung für
pädiatrische Patienten die weniger als eine volle 40-mg-Dosis erfordern.
Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen Die empfohlene Dosis von Idacio für Patienten mit Morbus Crohn im Alter von 6 bis 17 Jahren wird anhand des Körpergewichts bestimmt (Tabelle 4). Idacio wird subkutan injiziert.
Tabelle 4.Idacio-Dosis für Kinder und Jugendliche mit Morbus Crohn
| Gewicht des Patienten < 40 kg ≥ 40 kg |
| • 80 mg in Woche 0 und 40 mg in Woche 2 In Fällen, in denen ein schnelleres Ansprechen auf die Therapie erforderlich ist, kann – unter Berücksichtigung, dass bei einer höheren Induktionsdosis auch das Risiko für Nebenwirkungen höher sein kann – folgende Dosis angewandt werden: • 160 mg in Woche 0 und 80 mg in Woche 2 |
| Anfangsdosis |
| - |
| Erhaltungsdosis, beginnend in 40 mg jede zweite |
| Woche 4 Woche |
| - |
Idacio ist nur als 40 mg Fertigspritze und 40 mg Fertigpen erhältlich. Daher ist es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen.
Patienten, die unzureichend ansprechen, können unter Umständen von einer Erhöhung der
Dosis profitieren:
- ≥ 40 kg: 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche Die Fortsetzung der Therapie sollte bei einem Patienten, der bis Woche 12 nicht
angesprochen hat, nochmals sorgfältig überdacht werden.
In dieser Indikation findet sich bei Kindern, die jünger als 6 Jahre sind, keine relevante
Anwendung von Adalimumab.
Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen
Die empfohlene Dosis von Idacio für Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren mit Colitis ulcerosa wird anhand des Körpergewichts bestimmt (Tabelle 5). Idacio wird subkutan injiziert.
Tabelle 5.Idacio-Dosis für Kinder und Jugendliche mit Colitis ulcerosa
| Gewicht des Patienten < 40 kg | • 80 mg in Woche 0 (verabreicht als zwei Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages) • 40 mg in Woche 2 (verabreicht als eine Injektion von 40 mg) | Anfangsdosis und | Erhaltungsdosis, beginnend in Woche 4* 40 mg jede | zweite Woche |
| ≥ 40 kg | • 160 mg in Woche 0 (verabreicht als vier Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages oder als zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen) und • 80 mg in Woche 2 (verabreicht als zwei Injektionen von 40 mg innerhalb eines Tages) | 80 mg jede | zweite Woche |
- Kinder, die 18 Jahre alt werden, während sie mit Idacio behandelt werden, sollten die jeweils verordnete Erhaltungsdosis beibehalten.
Die Fortsetzung der Therapie länger als 8 Wochen sollte bei Patienten, die innerhalb dieser
Zeitspanne keine Anzeichen eines Ansprechens aufweisen, sorgfältig abgewogen werden.
Es gibt in dieser Indikation keinen relevanten Nutzen von Adalimumab bei Kindern, die jünger als 6 Jahre sind.
Uveitis bei Kindern und Jugendlichen
Die empfohlene Dosis von Idacio bei Kindern und Jugendlichen mit Uveitis ab einem Alter
von 2 Jahren wird anhand des Körpergewichts bestimmt (Tabelle 6). Idacio wird subkutan
injiziert.
Es gibt keine Erfahrungen für die Behandlung der Uveitis bei Kindern und Jugendlichen mit
Adalimumab ohne die gleichzeitige Behandlung mit Methotrexat.
Tabelle 6.Idacio-Dosis für Kinder und Jugendliche mit Uveitis
| Gewicht des Patienten | Dosierungsschema | |||
|---|---|---|---|---|
| < 30 kg | - | |||
| ≥ 30 kg | 40 mg jede zweite Woche in Kombination mit Methotrexat |
Es gibt keine Darreichungsform von Idacio, die eine gewichtsbasierte Dosierung für
pädiatrische Patienten unter 30 kg ermöglicht.
Wenn mit der Idacio-Therapie begonnen wird, kann eine Woche vor Beginn der
Erhaltungstherapie eine Induktionsdosis von 40 mg bei Patienten < 30 kg bzw. 80 mg bei
Patienten ≥ 30 kg verabreicht werden. Zur Anwendung einer Adalimumab-Induktionsdosis
bei Kindern < 6 Jahren sind keine klinischen Daten vorhanden (siehe Abschnitt 5.2).
Für diese Indikation gibt es bei Kindern, die jünger als 2 Jahre sind, keine relevante
Anwendung von Adalimumab.
Es wird empfohlen, Nutzen und Risiko einer Langzeitbehandlung jährlich zu beurteilen
(siehe Abschnitt 5.1).
Art der Anwendung
Idacio wird mittels subkutaner Injektion verabreicht. Die vollständige Anweisung für die
Anwendung findet sich in der Packungsbeilage.
Idacio ist nur als 40 mg Fertigspritze und 40 mg Fertigpen erhältlich. Daher ist es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen. Wenn eine alternative Dosierung erforderlich ist, sollten andere Adalimumab-Produkte verwendet werden, die eine solche Option bieten.
4.3 Gegenanzeigen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten
sonstigen Bestandteile.
Aktive Tuberkulose oder andere schwere Infektionen wie Sepsis und opportunistische
Infektionen (siehe Abschnitt 4.4).
Mäßige bis schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse III/IV) (siehe Abschnitt 4.4).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die
Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten
Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Infektionen
Patienten, die mit TNF-Antagonisten behandelt werden, sind für schwere Infektionen
empfänglicher. Eine beeinträchtigte Lungenfunktion kann das Risiko für die Entwicklung
von Infektionen erhöhen. Patienten müssen daher im Hinblick auf Infektionen, einschließlich
Tuberkulose, vor, während und nach der Behandlung mit Idacio engmaschig überwacht
werden. Da die Elimination von Adalimumab bis zu vier Monate dauern kann, sollte die
Überwachung über diesen Zeitraum fortgesetzt werden.
Eine Behandlung mit Idacio sollte bei Patienten mit aktiven Infektionen, einschließlich
chronischer oder lokalisierter Infektionen, erst eingeleitet werden, wenn die Infektionen
unter Kontrolle sind. Bei Patienten, die Tuberkulose ausgesetzt waren und bei Patienten, die
in Hochrisikogebiete von Tuberkulose oder von endemischen Mykosen wie z. B.
Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose gereist sind, müssen vor Beginn der
Therapie Risiko und Vorteile einer Behandlung mit Idacio sorgfältig überdacht werden
(siehe Andere opportunistische Infektionen).
Patienten, bei denen sich unter Behandlung mit Idacio eine neue Infektion entwickelt, sollten
engmaschig beobachtet werden und sich einer vollständigen diagnostischen Beurteilung
unterziehen. Tritt bei einem Patienten eine schwere Infektion oder Sepsis neu auf, sollte
Idacio so lange abgesetzt werden und eine geeignete antibakterielle oder antimykotische
Therapie eingeleitet werden, bis die Infektion unter Kontrolle ist. Bei Patienten mit
anamnestisch bekannten rezidivierenden Infektionen sowie mit Grunderkrankungen und
Begleitmedikationen, die das Entstehen von Infektionen begünstigen, darunter auch die
medikamentöse Behandlung mit Immunsuppressiva, sollte die Anwendung von Idacio durch
den behandelnden Arzt mit Vorsicht abgewogen werden.
Schwere Infektionen:
Schwere Infektionen, einschließlich Sepsis, aufgrund von bakteriellen, mykobakteriellen,
invasiven Pilz-, Parasiten-, viralen oder anderen opportunistischen Infektionen, wie z. B.
Listeriose, Legionellose und Pneumocystisinfektion, sind im Zusammenhang mit
Adalimumab beschrieben worden.
Andere schwere Infektionen in klinischen Studien schließen Pneumonie, Pyelonephritis,
septische Arthritis und Septikämie ein. Über Hospitalisierung oder Todesfälle in
Verbindung mit Infektionen wurde berichtet.
Tuberkulose:
Es gab Berichte von Tuberkulose, einschließlich Reaktivierung und
Tuberkuloseneuerkrankungen, bei Patienten, die Adalimumab erhielten. Die Berichte
umfassten pulmonale und extrapulmonale (d. h. disseminierte) Tuberkulosefälle.
Vor Beginn der Behandlung mit Idacio müssen alle Patienten sowohl auf aktive als auch auf inaktive („latente“) Tuberkuloseinfektionen untersucht werden. Zu dieser Untersuchung sollte eine eingehende medizinische Anamnese des Patienten gehören. Diese sollte eine persönliche Tuberkulosevorerkrankung, mögliche frühere Kontakte zu Personen mit aktiver Tuberkulose und eine frühere bzw. derzeitige Behandlung mit Immunsuppressiva abklären. Geeignete Screeningtests (d. h. Tuberkulinhauttest und Röntgen-Thoraxaufnahme) sollten bei allen Patienten durchgeführt werden (nationale Empfehlungen sollten befolgt werden). Es wird empfohlen, die Durchführung und Ergebnisse dieser Tests auf dem Patientenpass zu dokumentieren. Verschreibende Ärzte werden an das Risiko der falsch negativen Ergebnisse des Tuberkulinhauttests, insbesondere bei schwer erkrankten oder immunsupprimierten Patienten, erinnert.
Wird eine aktive Tuberkulose diagnostiziert, darf die Behandlung mit Idacio nicht eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.3).
In allen nachstehend beschriebenen Situationen sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer
Idacio-Therapie sehr sorgfältig abgewogen werden.
Bei Verdacht auf latente Tuberkulose sollte ein in der Tuberkulosebehandlung erfahrener Arzt aufgesucht werden.
Wird eine latente Tuberkulose diagnostiziert, muss vor der ersten Gabe von Idacio eine
geeignete Tuberkuloseprophylaxe entsprechend den nationalen Empfehlungen begonnen
werden.
Eine Tuberkuloseprophylaxe vor Beginn der Behandlung mit Idacio sollte ebenfalls bei Patienten erwogen werden, bei denen trotz negativem Tuberkulosetest mehrere oder signifikante Risikofaktoren für Tuberkulose gegeben sind und bei Patienten mit anamnestisch bekannter latenter oder aktiver Tuberkulose, wenn unklar ist, ob eine adäquate Behandlung durchgeführt wurde.
Trotz Tuberkuloseprophylaxe sind Fälle von Tuberkulosereaktivierung bei Patienten, die mit
Adalimumab behandelt wurden, aufgetreten. Einige Patienten, die zuvor erfolgreich gegen
aktive Tuberkulose behandelt worden waren, entwickelten unter der Behandlung mit
Adalimumab erneut eine Tuberkulose.
Die Patienten sind anzuweisen, ärztlichen Rat einzuholen, falls es während oder nach der
Behandlung mit Idacio zu klinischen Anzeichen/Symptomen kommt, die auf eine
Tuberkuloseinfektion hinweisen (z. B. anhaltender Husten, Kräfteschwund/Gewichtsverlust,
leicht erhöhte Körpertemperatur, Teilnahmslosigkeit).
Andere opportunistische Infektionen
Opportunistische Infektionen, einschließlich invasiver Pilzinfektionen, wurden bei Patienten
beobachtet, die Adalimumab erhielten. Diese Infektionen wurden nicht lückenlos bei
Patienten erkannt, die TNF-Antagonisten anwendeten. Dies führte zu Verzögerungen bei der
geeigneten Therapie, manchmal mit tödlichem Ausgang.
Bei Patienten, die Anzeichen oder Symptome wie z. B. Fieber, Unwohlsein, Gewichtsverlust,
Schweißausbrüche, Husten, Atemnot und/oder Lungeninfiltrate oder eine andere schwere
systemische Erkrankung mit oder ohne gleichzeitigem Schock entwickeln, ist eine invasive
Pilzinfektion zu befürchten. Die Verabreichung von Idacio muss sofort unterbrochen werden.
Bei diesen Patienten sollten die Diagnose und die Einleitung einer empirischen
Antimykotikatherapie mit einem Arzt abgesprochen werden, der in der Behandlung von
Patienten mit invasiven Pilzinfektionen Erfahrung hat.
Hepatitis-B-Reaktivierung
Die Reaktivierung einer Hepatitis B trat bei Patienten auf, die einen TNF-Antagonisten,
einschließlich Adalimumab, erhielten und chronische Träger dieses Virus waren (d. h.
HBsAg-positiv). Einige Fälle nahmen einen tödlichen Ausgang. Patienten müssen vor Beginn
der Therapie mit Idacio auf eine HBV-Infektion untersucht werden. Patienten, die positiv auf
eine Hepatitis-B-Infektion getestet wurden, sollten Rücksprache mit einem Arzt halten, der
Fachkenntnisse zur Behandlung von Hepatitis B hat.
Träger von HBV, die eine Behandlung mit Idacio benötigen, müssen engmaschig auf
Anzeichen und Symptome einer aktiven HBV-Infektion sowohl während der gesamten
Therapie als auch mehrere Monate nach Beendigung der Therapie überwacht werden. Es gibt
keine ausreichenden Daten zur Vorbeugung einer HBV-Reaktivierung durch eine antivirale
Therapie bei Patienten, die mit TNF-Antagonisten behandelt werden und Träger von HBV
sind. Patienten, bei denen eine HBV-Reaktivierung auftritt, müssen Idacio absetzen, und eine
effektive antivirale Therapie mit geeigneter unterstützender Behandlung muss eingeleitet
werden.
Neurologische Ereignisse TNF-Antagonisten, einschließlich Adalimumab, wurden in seltenen Fällen mit dem neuen Auftreten oder der Verstärkung der klinischen Symptomatik und/oder dem radiologischen Nachweis von demyelinisierenden Erkrankungen im zentralen Nervensystem, einschließlich Multipler Sklerose und Optikusneuritis, und demyelinisierenden Erkrankungen im peripheren Nervensystem, einschließlich Guillain-Barré-Syndrom, in Verbindung gebracht. Die Verordnung von Idacio sollte bei Patienten mit vorbestehenden oder beginnenden demyelinisierenden Erkrankungen des ZNS oder des peripheren Nervensystems vom verschreibenden Arzt sorgfältig abgewogen werden. Tritt eine dieser Erkrankungen auf, sollte in Betracht gezogen werden, Idacio abzusetzen. Es besteht ein bekannter Zusammenhang zwischen einer Uveitis intermedia und demyelinisierenden Erkrankungen des ZNS. Patienten mit nicht infektiöser Uveitis intermedia sollten vor der Einleitung einer Idacio-Therapie und regelmäßig während der Behandlung neurologisch untersucht werden, um vorbestehende oder beginnende demyelinisierende Erkrankungen des ZNS zu erfassen.
Allergische Reaktionen
In klinischen Studien waren schwerwiegende allergische Reaktionen in Verbindung mit
Adalimumab selten. Nicht schwerwiegende allergische Reaktionen im Zusammenhang mit
Adalimumab wurden in klinischen Studien gelegentlich beobachtet. Es gibt Berichte zum
Auftreten von schwerwiegenden allergischen Reaktionen, einschließlich anaphylaktischer
Reaktionen, nach Verabreichung von Adalimumab. Falls eine anaphylaktische Reaktion oder
andere schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten, sollte Idacio sofort abgesetzt und
eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
Immunsuppression
In einer Studie mit 64 Patienten mit rheumatoider Arthritis, die mit Adalimumab behandelt wurden, ergab sich kein Beleg für eine Abschwächung der Überempfindlichkeitsreaktion vom verzögerten Typ, für eine Abnahme der Immunglobulinkonzentration oder für Veränderungen der Zahl von Effektor-T-, B-, NK-Zellen, Monozyten/Makrophagen und neutrophilen Granulozyten.
Maligne und lymphoproliferative Erkrankungen
Innerhalb kontrollierter Phasen von klinischen Studien wurden bei Patienten unter TNF-Antagonisten im Vergleich zu Kontrollpatienten mehr Fälle von malignen Erkrankungen, einschließlich Lymphome, beobachtet. Allerdings war das Auftreten selten. In der Phase nach Markteinführung wurden Fälle von Leukämie bei Patienten, die mit einem TNF-Antagonisten behandelt wurden, berichtet. Die Risikoeinschätzung wird dadurch erschwert, dass bei Patienten mit langjährig bestehender rheumatoider Arthritis und hochaktiver-entzündlicher Erkrankung ein erhöhtes Grundrisiko für Lymphome und Leukämie besteht. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kann ein mögliches Risiko für die Entwicklung von Lymphomen, Leukämie und anderen malignen Erkrankungen bei Patienten, die mit TNF-Antagonisten behandelt werden, nicht ausgeschlossen werden.
Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 22 Jahre), die mit TNF-Antagonisten (einschließlich Adalimumab in der Phase nach der Markteinführung) behandelt wurden (Therapieeinleitung ≤ 18 Jahre), wurden maligne Erkrankungen, von denen einige tödlich waren, berichtet. Annähernd die Hälfte der Fälle waren Lymphome. Die anderen Fälle stellten eine Vielfalt verschiedener maligner Erkrankungen dar und umfassten auch seltene maligne Erkrankungen, die üblicherweise mit Immunsuppression in Verbindung gebracht werden. Bei Kindern und Jugendlichen kann unter der Behandlung mit TNF-Antagonisten ein Risiko für die Entwicklung maligner Erkrankungen nicht ausgeschlossen werden.
Nach Markteinführung wurden bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden, seltene
Fälle von hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen beobachtet. Diese seltene Form eines T-Zell-
Lymphoms hat einen sehr aggressiven Krankheitsverlauf und führt in der Regel zum Tode.
Einige der hepatosplenalen T-Zell-Lymphome sind bei jungen Erwachsenen aufgetreten, die Adalimumab in Kombination mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurin zur Behandlung einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung erhielten. Ein mögliches Risiko von Adalimumab in Kombination mit Azathioprin oder 6-Mercaptopurin sollte sorgfältig geprüft werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Patienten, die mit Idacio behandelt werden, ein Risiko für die Entwicklung eines hepatosplenalen T-Zell-Lymphoms besteht (siehe Abschnitt 4.8).
Es wurden keine Studien durchgeführt, in die Patienten mit einer malignen Erkrankung in der Vorgeschichte eingeschlossen wurden oder in denen die Adalimumab-Behandlung bei Patienten fortgesetzt wurde, nachdem sich eine maligne Erkrankung entwickelte. Daher sollte zusätzliche Vorsicht bei der Behandlung dieser Patienten mit Idacio angewandt werden (siehe Abschnitt 4.8).
Alle Patienten, insbesondere Patienten mit einer intensiven immunsuppressiven Therapie in
der Vorgeschichte oder Psoriasispatienten, die zuvor eine Psoralen plus UV-A (PUVA)-
Therapie erhalten haben, sollten vor und während der Behandlung mit Idacio auf das
Vorliegen von nicht melanomartigen Hauttumoren untersucht werden. Ebenso wurde das
Auftreten von Melanomen und Merkelzellkarzinomen bei Patienten, die mit TNF-
Antagonisten, einschließlich Adalimumab, behandelt wurden, berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
In einer exploratorischen klinischen Studie zur Evaluierung der Anwendung eines anderen TNF-Antagonisten, Infliximab, bei Patienten mit mäßiger bis schwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wurden bei mit Infliximab behandelten Patienten im Vergleich zu Kontrollpatienten mehr maligne Erkrankungen, meistens der Lunge oder des Kopfes und Halses, berichtet. Alle Patienten waren in der Vorgeschichte starke Raucher. Daher müssen TNF-Antagonisten bei COPD-Patienten mit Vorsicht angewendet werden, ebenso bei Patienten mit erhöhtem Risiko für maligne Erkrankungen als Folge starken Rauchens.
Nach der aktuellen Datenlage ist nicht bekannt, ob eine Adalimumab-Behandlung das Risiko für die Entwicklung von Dysplasien oder kolorektalen Karzinomen beeinflusst. Alle Patienten mit Colitis ulcerosa, die ein erhöhtes Risiko für Dysplasien oder kolorektales Karzinom haben (z. B. Patienten mit lange bestehender Colitis ulcerosa oder primär sklerosierender Cholangitis), oder die eine Vorgeschichte für Dysplasie oder kolorektales Karzinom hatten, sollten vor der Therapie und während des Krankheitsverlaufs in regelmäßigen Intervallen auf Dysplasien untersucht werden. Die Untersuchung sollte Koloskopie und Biopsien entsprechend der nationalen Empfehlungen umfassen.
Hämatologische Reaktionen
Im Zusammenhang mit TNF-Antagonisten wurde in seltenen Fällen über das Auftreten von
Panzytopenie, einschließlich aplastischer Anämie, berichtet. Unerwünschte Ereignisse des
blutbildenden Systems, einschließlich medizinisch signifikanter Zytopenie (z. B.
Thrombozytopenie, Leukopenie), wurden unter Adalimumab berichtet. Alle Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten, wenn sie unter der Idacio-Therapie Anzeichen und Symptome entwickeln, die auf eine Blutdyskrasie hindeuten (z. B. anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutung, Blässe). Bei Patienten mit bestätigten signifikanten hämatologischen Abnormalitäten sollte eine Unterbrechung der Idacio-Therapie in Betracht gezogen werden.
Impfungen
Vergleichbare Antikörperantworten auf einen 23-valenten Standardpneumokokkenimpfstoff
und einen trivalenten Influenzaimpfstoff wurden in einer Studie bei 226 Erwachsenen mit
rheumatoider Arthritis, die mit Adalimumab oder Placebo behandelt wurden, beobachtet. Es
liegen keine Daten über eine sekundäre Infektionsübertragung durch Lebendimpfstoffe bei
Patienten vor, die Adalimumab erhielten.
Bei pädiatrischen Patienten wird empfohlen, nach Möglichkeit vor Therapiebeginn mit
Adalimumab alle Immunisierungen in Übereinstimmung mit den gegenwärtigen Richtlinien
auf den aktuellen Stand zu bringen.
Patienten können gleichzeitig zur Adalimumab-Therapie Impfungen erhalten, mit Ausnahme von Lebendimpfstoffen. Es wird empfohlen, Säuglinge, die in utero Adalimumab ausgesetzt waren, nicht vor Ablauf von 5 Monaten nach der letzten Gabe von Adalimumab bei der Mutter während der Schwangerschaft mit Lebendimpfstoffen (z. B. BCG-Vakzine) zu impfen.
Dekompensierte Herzinsuffizienz
In einer klinischen Studie mit einem anderen TNF-Antagonisten wurden eine
Verschlechterung einer dekompensierten Herzinsuffizienz sowie eine Erhöhung der damit
einhergehenden Mortalität beobachtet. Bei mit Adalimumab behandelten Patienten wurden
ebenfalls Fälle einer Verschlechterung einer dekompensierten Herzinsuffizienz berichtet.
Idacio sollte bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse I/II) mit Vorsicht
eingesetzt werden. Idacio darf nicht bei mäßiger bis schwerer Herzinsuffizienz angewendet
werden (siehe Abschnitt 4.3). Die Behandlung mit Idacio muss bei Patienten, die neue oder
sich verschlechternde Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz entwickeln,
abgesetzt werden.
Autoimmunprozesse
Die Behandlung mit Idacio kann zur Bildung von Autoantikörpern führen. Der Einfluss einer
Langzeitbehandlung mit Adalimumab auf die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen ist
nicht bekannt. Entwickelt ein Patient nach der Behandlung mit Idacio Symptome, die auf ein
lupusähnliches Syndrom hindeuten und wird positiv auf Antikörper gegen doppelsträngige
DNA getestet, darf die Behandlung mit Idacio nicht weitergeführt werden (siehe Abschnitt
4.8).
Gleichzeitige Anwendung von biologischen DMARDs oder TNF-Antagonisten
In klinischen Studien wurden bei gleichzeitiger Anwendung von Anakinra und einem anderen TNF-Antagonisten, Etanercept, schwere Infektionen beobachtet, während die Kombinationstherapie im Vergleich zur Etanercept-Monotherapie keinen zusätzlichen klinischen Nutzen aufwies. Aufgrund der Art der unerwünschten Ereignisse, die unter der Kombinationstherapie mit Etanercept und Anakinra beobachtet wurden, könnten ähnliche Toxizitäten auch aus der Kombination von Anakinra und anderen TNF-Antagonisten resultieren. Daher wird die Kombination von Adalimumab und Anakinra nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Die gleichzeitige Anwendung von Adalimumab mit anderen biologischen DMARDs (z. B.
Anakinra und Abatacept) oder anderen TNF-Antagonisten wird aufgrund des möglichen
erhöhten Infektionsrisikos und anderer möglicher pharmakologischer Interaktionen nicht
empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Operationen Es liegen begrenzte Erfahrungen hinsichtlich der Sicherheit von Adalimumab im Rahmen von operativen Eingriffen vor. Bei der Planung von operativen Eingriffen sollte die lange Halbwertszeit von Adalimumab berücksichtigt werden. Patienten, die während der Therapie mit Idacio operiert werden, sollten im Hinblick auf Infektionen engmaschig überwacht und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Es liegen begrenzte Erfahrungen hinsichtlich der Sicherheit von Adalimumab im Rahmen von Gelenkersatzoperationen vor.
Dünndarmstenose
Ein unzureichendes Ansprechen auf die Behandlung bei Morbus Crohn kann ein Hinweis für
eine fibrotische Stenose sein, die gegebenenfalls chirurgisch behandelt werden sollte. Nach
den verfügbaren Daten scheint Adalimumab eine Stenose weder zu verschlimmern noch zu
verursachen.
Ältere Patienten
Die Häufigkeit von schweren Infektionen war bei mit Adalimumab behandelten Patienten
über 65 Jahren höher (3,7 %) als bei solchen unter 65 Jahren (1,5 %). Einige nahmen einen
tödlichen Verlauf. Bei der Behandlung älterer Patienten sollte auf das Risiko von Infektionen
besonders geachtet werden.
Kinder und Jugendliche
Zu Impfungen siehe oben.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Natriumgehalt Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,8 ml Dosis, das heißt, es ist nahezu ‚natriumfrei‘.
Polysorbat
Das Arzneimittel enthält 0,8 mg Polysorbat 80 in jeder Fertigspritze und in jedem Fertigpen,
entsprechend 1,0 mg/ml. Polysorbat kann allergische Reaktionen hervorrufen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Adalimumab wurde bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis und Psoriasis-Arthritis sowohl als Monotherapie als auch in der Kombination mit Methotrexat untersucht. Die Bildung von Antikörpern war bei gleichzeitiger Anwendung von Adalimumab und Methotrexat niedriger als unter Monotherapie. Die Anwendung von Adalimumab ohne Methotrexat führte zu einer gesteigerten Bildung von Antikörpern, einer erhöhten Clearance und einer verminderten Wirksamkeit von Adalimumab (siehe Abschnitt 5.1).
Die Kombination von Idacio und Anakinra wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4 „Gleichzeitige Anwendung von biologischen DMARDs oder
TNF-Antagonisten“).
Die Kombination von Idacio und Abatacept wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4 „Gleichzeitige Anwendung von biologischen DMARDs oder
TNF-Antagonisten“).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter
Frauen im gebärfähigen Alter sollten zur Vermeidung einer Schwangerschaft geeignete
Empfängnisverhütungsmethoden in Erwägung ziehen und diese für mindestens fünf Monate
nach der letzten Gabe von Idacio fortführen.
Schwangerschaft
Die Auswertung einer großen Anzahl (etwa 2 100) prospektiv erfasster Schwangerschaften
mit Exposition gegenüber Adalimumab und mit Lebendgeburten mit bekanntem Ausgang
deutete nicht auf eine erhöhte Rate von Missbildungen bei Neugeborenen hin. Bei über 1 500
dieser Schwangerschaften fand die Exposition während des ersten Trimesters statt.
Folgende Probanden wurden in eine prospektive Kohortenstudie eingeschlossen: 257 Frauen mit rheumatoider Arthritis (RA) oder Morbus Crohn (MC), die mindestens während des ersten Trimesters mit Adalimumab behandelt wurden, sowie 120 Frauen mit RA oder MC, die nicht mit Adalimumab behandelt wurden. Der primäre Endpunkt war die Prävalenz schwerwiegender Geburtsfehler. Der Anteil an Schwangerschaften mit mindestens einem lebend geborenen Kind, das einen schwerwiegenden Geburtsfehler hatte, betrug 6/69 (8,7 %) bei mit Adalimumab behandelten Patientinnen mit RA, 5/74 (6,8 %) bei unbehandelten Frauen mit RA (nicht bereinigte OR 1,31, 95 % CI 0,38 – 4,52); 16/152 (10,5 %) bei mit Adalimumab behandelten Patientinnen mit MC und 3/32 (9,4 %) bei unbehandelten Frauen mit MC (nicht bereinigte OR 1,14, 95 % CI 0,31 – 4,16). Die bereinigte OR (die Unterschiede bei Baseline miteinbezieht) betrug für RA und MC zusammen insgesamt 1,10 (95 % CI:
0,45 – 2,73). Es gab keine eindeutigen Unterschiede zwischen den mit Adalimumab
behandelten und den nicht mit Adalimumab behandelten Frauen im Hinblick auf die
sekundären Endpunkte Spontanaborte, geringfügige Geburtsfehler, Frühgeburten,
Geburtsgröße und schwerwiegende oder opportunistische Infektionen. Es wurden keine
Totgeburten oder maligne Erkrankungen berichtet. Die Auswertung der Daten kann durch die
methodologischen Einschränkungen der Registerstudie beeinflusst sein, darunter eine kleine
Fallzahl und ein nicht randomisiertes Design.
Eine Studie zur Entwicklungstoxizität an Affen ergab keine Hinweise auf eine maternale
Toxizität, Embryotoxizität oder Teratogenität. Präklinische Daten zur postnatalen Toxizität
von Adalimumab liegen nicht vor (siehe Abschnitt 5.3).
Bei Anwendung von Adalimumab während der Schwangerschaft könnten wegen der TNF-α-
Hemmung die normalen Immunreaktionen des Neugeborenen beeinflusst werden.
Adalimumab sollte während einer Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies
eindeutig erforderlich ist.
Wenn Mütter während der Schwangerschaft mit Adalimumab behandelt wurden, gelangt
Adalimumab möglicherweise über die Plazenta in das Serum von Säuglingen. Infolgedessen
haben diese Säuglinge eventuell ein erhöhtes Risiko für Infektionen. Die Verabreichung von
Lebendimpfstoffen (z. B. BCG-Vakzine) an Säuglinge, die in utero Adalimumab ausgesetzt
waren, ist für 5 Monate nach der letzten Gabe von Adalimumab bei der Mutter während der
Schwangerschaft nicht empfohlen.
Stillzeit
Eingeschränkte Informationen aus der veröffentlichten Literatur lassen darauf schließen, dass Adalimumab in sehr geringer Konzentration (zwischen 0,1 – 1 % des Serumspiegels der Mutter) in die Muttermilch übergeht. Bei oraler Anwendung durchlaufen Proteine des Typs Immunglobulin G eine intestinale Proteolyse und weisen eine schlechte Bioverfügbarkeit auf. Es werden keine Auswirkungen auf die gestillten Neugeborenen/Säuglinge erwartet. Folglich kann Idacio während der Stillzeit angewendet werden.
Fertilität
Präklinische Daten zu Auswirkungen von Adalimumab auf die Fertilität liegen nicht vor.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Idacio kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen haben. Es können nach Verabreichung von Idacio Schwindel
und eine Beeinträchtigung des Sehvermögens auftreten (siehe Abschnitt 4.8).
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Adalimumab wurde bei 9 506 Patienten in kontrollierten Zulassungsstudien und offenen
Erweiterungsstudien über einen Zeitraum von bis zu 60 Monaten oder länger untersucht.
Diese Studien umfassten Patienten mit kurz und langjährig bestehender rheumatoider
Arthritis, mit juveniler idiopathischer Arthritis (polyartikulärer juveniler idiopathischer
Arthritis und Enthesitis-assoziierter Arthritis) sowie Patienten mit axialer Spondyloarthritis
(ankylosierender Spondylitis und axialer Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS),
mit Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Psoriasis, Hidradenitis suppurativa
oder Uveitis. Die pivotalen kontrollierten Studien umfassten 6 089 mit Adalimumab
behandelte Patienten und 3 801 Patienten, die während der kontrollierten Studienphase
Placebo oder eine aktive Vergleichssubstanz erhielten.
Der Anteil der Patienten, die die Behandlung während der doppelblinden, kontrollierten Phase der pivotalen Studien aufgrund unerwünschter Ereignisse abbrachen, betrug 5,9 % in der Adalimumab-Gruppe und 5,4 % in der Kontrollgruppe.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Infektionen (wie z. B. Nasopharyngitis,
Infektion im oberen Respirationstrakt und Sinusitis), Reaktionen an der Injektionsstelle
(Erytheme, Juckreiz, Hämorrhagien, Schmerzen oder Schwellungen), Kopfschmerzen und
muskuloskelettale Schmerzen.
Es wurden für Adalimumab schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet. TNF-Antagonisten,
wie z. B. Adalimumab, beeinflussen das Immunsystem, und ihre Anwendung kann die
körpereigene Abwehr gegen Infektionen und Krebs beeinflussen.
Tödlich verlaufende und lebensbedrohende Infektionen (einschließlich Sepsis,
opportunistischer Infektionen und TB), HBV-Reaktivierung und verschiedene maligne
Erkrankungen (einschließlich Leukämie, Lymphome und hepatosplenalem T-Zell-Lymphom
(HSTCL)) sind auch unter der Anwendung von Adalimumab berichtet worden.
Schwerwiegende hämatologische, neurologische und Autoimmunreaktionen sind ebenfalls
berichtet worden. Diese umfassen seltene Berichte zu Panzytopenie, aplastischer Anämie,
zentralen und peripheren Demyelinisierungen und Berichte zu Lupus, lupusähnlichen
Zuständen und Stevens-Johnson-Syndrom.
Kinder und Jugendliche
Im Allgemeinen waren die bei pädiatrischen Patienten beobachteten unerwünschten
Ereignisse bezüglich Häufigkeit und Art ähnlich denjenigen, die bei erwachsenen Patienten
beobachtet wurden.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die folgende Auflistung von Nebenwirkungen basiert auf der Erfahrung aus klinischen
Studien und auf der Erfahrung nach der Markteinführung und ist in der Tabelle 7 nach
Systemorganklasse und Häufigkeit dargestellt: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis
< 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000) und nicht
bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb
jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad
angegeben. Es wurde die größte bei den verschiedenen Indikationen beobachtete Häufigkeit
berücksichtigt. Ein Asterisk (*) weist in der Spalte „Systemorganklasse“ (SOC) darauf hin,
ob in anderen Abschnitten (4.3, 4.4 und 4.8) weitere Informationen zu finden sind.
Tabelle 7
Nebenwirkungen
| Systemorganklasse | Häufigkeit | Nebenwirkungen | ||
|---|---|---|---|---|
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen* | Sehr häufig | Infektionen des Respirationstraktes (einschließlich des unteren und oberen Respirationstraktes, Pneumonie, Sinusitis, Pharyngitis, Nasopharyngitis und virale Herpespneumonie) | ||
| Häufig | systemische Infektionen (einschließlich Sepsis, Candidiasis und Influenza), intestinale Infektionen (einschließlich viraler Gastroenteritis), Haut- und Weichteilinfektionen (einschließlich Paronychie, Zellgewebsentzündung, Impetigo, nekrotisierender Fasciitis und Herpes zoster), Ohrinfektionen, Mundinfektionen (einschließlich Herpes simplex, Mundherpes und Zahninfektionen), Genitaltraktinfektionen (einschließlich vulvovaginaler Pilzinfektion), Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), Pilzinfektionen, Gelenkinfektionen | |||
| Gelegentlich | neurologische Infektionen (einschließlich viraler Meningitis), opportunistische Infektionen und Tuberkulose (einschließlich Kokzidioidomykose, Histoplasmose und komplexe Infektion durch avium), bakterielle Infektionen, Augeninfektionen, Divertikulitis | Mycobacterium 1) | ||
| Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschließlich Zysten und Polypen)* | Häufig | Hautkrebs außer Melanom (einschließlich Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom), gutartiges Neoplasma | ||
| Gelegentlich | Lymphom**, solide Organtumoren (einschließlich Brustkrebs, Lungentumor und Schilddrüsentumor), Melanom** | |||
| Systemorganklasse | Selten | Häufigkeit | Leukämie 1) | Nebenwirkungen |
| Nicht bekannt | hepatosplenales T-Zell-Lymphom Merkelzellkarzinom (neuroendokrines Karzinom der Haut) | 1), 1), Kaposi-Sarkom | ||
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems* | Sehr häufig | Leukopenie (einschließlich Neutropenie und Agranulozytose), Anämie | ||
| Häufig | Leukozytose, Thrombozytopenie | |||
| Gelegentlich | idiopathische thrombozytopenische Purpura | |||
| Selten | Panzytopenie | |||
| Erkrankungen des Immunsystems* | Häufig | Überempfindlichkeit, Allergien (einschließlich durch Jahreszeiten bedingte Allergie) | ||
| Gelegentlich | Sarkoidose 1), Vaskulitis | |||
| Selten | Anaphylaxie 1) | |||
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Sehr häufig | erhöhte Blutfettwerte | ||
| Häufig | Hypokaliämie, erhöhte Harnsäurewerte, abweichende Natriumwerte im Blut, Hypokalzämie, Hyperglykämie, Hypophosphatämie, Dehydratation | |||
| Psychiatrische Erkrankungen | Häufig | Stimmungsschwankungen (einschließlich Depression), Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit | d | |
| Erkrankungen des Nervensystems* | Sehr häufig | Kopfschmerzen | ||
| Häufig | Parästhesien (einschließlich Hypästhesie), Migräne, Nervenwurzelkompression | |||
| Systemorganklasse | Gelegentlich | Häufigkeit | Zerebrovaskuläre Zwischenfälle Tremor, Neuropathie | 1), Nebenwirkungen |
| Selten | Multiple Sklerose, demyelinisierende Erkrankungen (z. B. Optikusneuritis, Guillain-Barré-Syndrom) | 1) | ||
| Augenerkrankungen | Häufig | eingeschränktes Sehvermögen, Konjunktivitis, Blepharitis, Anschwellen des Auges | ||
| Gelegentlich | Doppeltsehen | |||
| Erkrankungen des Ohres und des Labyrinths | Häufig | Schwindel | ||
| Gelegentlich | Taubheit, Tinnitus | |||
| Herzerkrankungen* | Häufig | Tachykardie | ||
| Gelegentlich | Myokardinfarkt Arrhythmie, dekompensierte Herzinsuffizienz | 1), | ||
| Selten | Herzstillstand | |||
| Gefäßerkrankungen | Häufig | Hypertonie, Hitzegefühl, Hämatom | ||
| Gelegentlich | Aortenaneurysma, arterieller Gefäßverschluss, Thrombophlebitis | |||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums* | Häufig | Asthma, Dyspnoe, Husten | ||
| Gelegentlich | Lungenembolie interstitielle Lungenerkrankung, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Pneumonitis, Pleuraerguss 1) | 1), | ||
| Selten | Lungenfibrose | 1) | ||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes Systemorganklasse | Sehr häufig | Häufigkeit | Abdominalschmerzen, Übelkeit und Erbrechen | Nebenwirkungen |
| Häufig | Blutungen im Gastrointestinaltrakt, Dyspepsie, gastroösophageale Refluxkrankheit, Sicca-Syndrom | |||
| Gelegentlich | Pankreatitis, Dysphagie, Gesichtsödeme | |||
| Selten | Darmwandperforation | 1) | ||
| Leber- und Gallenerkrankungen* | Sehr häufig | Erhöhung der Leberenzyme | ||
| Gelegentlich | Cholecystitis und Cholelithiasis, Fettleber, erhöhte Bilirubinwerte | |||
| Selten | Hepatitis, Reaktivierung einer Hepatitis B Autoimmunhepatitis | 1), 1) | ||
| Nicht bekannt | Leberversagen | 1) | ||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Sehr häufig | Hautausschlag (einschließlich schuppender Hautausschlag) | ||
| Häufig | Verschlechterung oder neuer Ausbruch von Psoriasis (einschließlich palmoplantarer pustulöser Psoriasis) Urtikaria, Blutergüsse (einschließlich Purpura), Dermatitis (einschließlich Ekzem), Onychoclasis (Brechen der Nägel), Hyperhidrose, Alopezie 1), Pruritus | 1), | ||
| Gelegentlich | nächtliches Schwitzen, Narbenbildung | |||
| Selten | Erythema multiforme Stevens-Johnson-Syndrom Angioödem 1) kutane Vaskulitis lichenoide Hautreaktion | 1), 1),, 1), 1) | ||
| Systemorganklasse | Nicht bekannt | Häufigkeit | Verschlechterung der Symptome einer Dermatomyositis | 1) Nebenwirkungen |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Sehr häufig Häufig | muskuloskelettale Schmerzen Muskelkrämpfe (einschließlich Erhöhung der | ||
| Blut-Kreatinphosphokinase) | ||||
| Gelegentlich | Rhabdomyolyse, systemischer Lupus erythematodes | |||
| Selten | lupusähnliches Syndrom | 1) | ||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Häufig | eingeschränkte Nierenfunktion, Hämaturie | ||
| Gelegentlich | Nykturie | |||
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | Gelegentlich | Erektile Dysfunktion | ||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort* | Sehr häufig | Reaktion an der Injektionsstelle (einschließlich Erytheme an der Injektionsstelle) | ||
| Häufig | Brustschmerzen, Ödeme, Fieber 1) | |||
| Nicht bekannt | Entzündung | |||
| Untersuchungen* | Häufig | Koagulations- und Blutungsstörungen (einschließlich Verlängerung der partiellen Thromboplastinzeit), positiver Nachweis von Autoantikörpern (einschließlich doppelsträngiger DNA-Antikörper), erhöhte Blutwerte für Lactatdehydrogenase | ||
| Nicht bekannt | Gewichtszunahme | 2) | ||
| Verletzung, Vergiftung und | Häufig | beeinträchtigte Wundheilung |
durch Eingriffe bedingte
Komplikationen
- Weitere Information findet sich in den Abschnitten 4.3, 4.4 und 4.8.
** einschließlich offener Fortsetzungsstudien 1) einschließlich Daten aus Spontanmeldungen 2) Die mittlere Gewichtszunahme ab der Baseline betrug über einen Behandlungszeitraum von 4–6 Monaten bei Adalimumab 0,3 kg bis 1,0 kg bei allen Indikationen für Erwachsene im Vergleich zu (minus) -0,4 kg bis (plus) 0,4 kg bei Placebo. Es wurde in Langzeit-Erweiterungsstudien bei einer mittleren Exposition von etwa 1–2 Jahren ohne Kontrollgruppe auch eine Gewichtszunahme von 5– 6 kg beobachtet, insbesondere bei Patienten mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Der Mechanismus hinter dieser Wirkung ist unklar, könnte aber mit der antiinflammatorischen Wirkung von Adalimumab zusammenhängen.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit HS, die wöchentlich mit Adalimumab behandelt
wurden, entsprach dem bekannten Sicherheitsprofil von Adalimumab.
Uveitis
Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit Uveitis, die alle zwei Wochen mit Adalimumab
behandelt wurden, entsprach dem bekannten Sicherheitsprofil von Adalimumab.
Beschreibung von definierten Nebenwirkungen
Reaktionen an der Injektionsstelle
In den pivotalen kontrollierten Studien bei Erwachsenen und Kindern entwickelten 12,9 % der mit Adalimumab behandelten Patienten Reaktionen an der Injektionsstelle (Erytheme und/oder Juckreiz, Hämorrhagien, Schmerzen oder Schwellungen) im Vergleich zu 7,2 % der Patienten unter Placebo oder aktiver Vergleichssubstanz. Die Reaktionen an der Injektionsstelle machten im Allgemeinen kein Absetzen des Arzneimittels erforderlich.
Infektionen
In den pivotalen kontrollierten Studien bei Erwachsenen und Kindern betrug die
Infektionsrate bei den mit Adalimumab behandelten Patienten 1,51 pro Patientenjahr und bei
den Patienten unter Placebo und aktiver Kontrolle 1,46 pro Patientenjahr. Die Infektionen
beinhalteten primär Nasopharyngitis, Infektionen der oberen Atemwege und Sinusitis. Die
meisten Patienten setzten die Behandlung mit Adalimumab nach Abheilen der Infektion fort.
Die Inzidenz schwerer Infektionen lag in der Adalimumab-Gruppe bei 0,04 pro Patientenjahr
und in der Placebo- und aktiven Kontrollgruppe bei 0,03 pro Patientenjahr.
In kontrollierten und offenen Studien mit Adalimumab bei Erwachsenen und Kindern wurden schwerwiegende Infektionen (darunter in seltenen Fällen tödlich verlaufende Infektionen), einschließlich Fälle von Tuberkulose (darunter miliare und extrapulmonale Lokalisationen), und invasive opportunistische Infektionen (z. B. disseminierte oder extrapulmonale Histoplasmose, Blastomykose, Kokzidioidomykose, Pneumocystisinfektion, Candidiasis (Soor), Aspergillose und Listeriose) berichtet. Die meisten Fälle von Tuberkulose traten innerhalb der ersten 8 Monate nach Beginn der Therapie auf und können die Reaktivierung einer latent bestehenden Erkrankung darstellen.
Maligne und lymphoproliferative Erkrankungen
Während der Studien mit Adalimumab bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis (polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis und Enthesitis-assoziierter Arthritis) wurden bei 249 pädiatrischen Patienten mit einer Exposition von 655,6 Patientenjahren keine malignen Erkrankungen beobachtet. Außerdem wurden bei 192 pädiatrischen Patienten mit einer Exposition von 498,1 Patientenjahren während klinischer Studien mit Adalimumab bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn keine malignen Erkrankungen beobachtet. In einer Adalimumab-Studie zu chronischer Plaque-Psoriasis an pädiatrischen Patienten wurden bei 77 pädiatrischen Patienten mit einer Exposition von 80,0 Patientenjahren keine malignen Erkrankungen beobachtet. Während einer Studie mit Adalimumab bei pädiatrischen Patienten mit Uveitis wurden bei 60 pädiatrischen Patienten mit einer Exposition von 58,4 Patientenjahren keine malignen Erkrankungen beobachtet.
Während der kontrollierten Phasen der pivotalen klinischen Studien an Erwachsenen mit Adalimumab, die mindestens zwölf Wochen bei Patienten mit mäßiger bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis, axialer Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS, Psoriasis-Arthritis, Psoriasis, Hidradenitis suppurativa, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Uveitis durchgeführt wurden, wurden maligne Erkrankungen, die keine Lymphome oder nicht melanomartige Hauttumoren waren, beobachtet. Die Rate (95 % Konfidenzintervall) betrug 6,8 (4,4; 10,5) pro 1 000 Patientenjahre bei 5 291 mit Adalimumab behandelten Patienten gegenüber einer Rate von 6,3 (3,4; 11,8) pro 1 000 Patientenjahre bei 3 444 Kontrollpatienten (die mediane Behandlungsdauer betrug 4,0 Monate bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden und 3,8 Monate bei Patienten in der Kontrollgruppe). Die Rate (95 % Konfidenzintervall) nicht melanomartiger Hauttumoren betrug 8,8 (6,0; 13,0) pro 1 000 Patientenjahre bei den mit Adalimumab behandelten Patienten und 3,2 (1,3; 7,6) pro 1 000 Patientenjahre bei Kontrollpatienten. Bei diesen Hauttumoren traten Plattenepithelkarzinome mit einer Rate (95 % Konfidenzintervall) von 2,7 (1,4; 5,4) pro 1 000 Patientenjahre bei mit Adalimumab behandelten Patienten auf und 0,6 (0,1; 4,5) pro 1 000 Patientenjahre bei Kontrollpatienten. Die Rate (95 % Konfidenzintervall) für Lymphome betrug 0,7 (0,2; 2,7) pro 1 000 Patientenjahre bei mit Adalimumab behandelten Patienten und 0,6 (0,1; 4,5) pro 1 000 Patientenjahre bei Kontrollpatienten.
Fasst man die kontrollierten Phasen dieser Studien und die noch andauernden und
abgeschlossenen offenen Fortsetzungsstudien mit einer medianen Therapiedauer von
annähernd 3,3 Jahren, 6.427 eingeschlossenen Patienten und über 26.439 Patientenjahren
zusammen, beträgt die beobachtete Rate maligner Erkrankungen, die keine Lymphome oder
nicht melanomartige Hauttumoren waren, ungefähr 8,5 pro 1.000 Patientenjahre. Die
beobachtete Rate nicht melanomartiger Hauttumoren beträgt annähernd 9,6 pro 1.000
Patientenjahre, und die beobachtete Rate für Lymphome beträgt annähernd 1,3 pro 1.000
Patientenjahre.
In der Zeit nach Markteinführung seit Januar 2003 bis Dezember 2010, vorwiegend aus
Erfahrungen bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, beträgt die Rate spontan gemeldeter
maligner Erkrankungen annähernd 2,7 pro 1 000 Patientenjahre mit Behandlung. Für nicht
melanomartige Hauttumoren und für Lymphome wurden Raten von annähernd 0,2 bzw. 0,3
pro 1 000 Patientenjahre mit Behandlung spontan gemeldet (siehe Abschnitt 4.4).
Nach Markteinführung wurden bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden, seltene
Fälle von hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Autoantikörper
In den Studien I – V bei rheumatoider Arthritis wurden zu mehreren Zeitpunkten
Serumproben von Patienten auf Autoantikörper untersucht. Von denjenigen Patienten, die in
diesen Studien bei Behandlungsbeginn negative Titer für antinukleäre Antikörper hatten,
wiesen 11,9 % der mit Adalimumab behandelten Patienten und 8,1 % der Patienten unter
Placebo und aktiver Kontrolle in Woche 24 positive Titer auf. Zwei von 3 441 mit
Adalimumab behandelten Patienten in allen Studien bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis-
Arthritis entwickelten klinische Anzeichen eines erstmalig auftretenden lupusähnlichen
Syndroms. Nach Absetzen der Behandlung erholten sich die Patienten. Lupusnephritis oder
zentralnervöse Symptome traten bei keinem der Patienten auf.
Hepatobiliäre Ereignisse
In den kontrollierten klinischen Phase-III-Studien zu Adalimumab bei Patienten mit
rheumatoider Arthritis bzw. Psoriasis-Arthritis ergaben sich in einem Überwachungszeitraum
von 4 bis 104 Wochen Erhöhungen der ALT-Werte um ≥ 3 x ULN (oberer Normbereich) bei
3,7 % der mit Adalimumab behandelten Patienten und bei 1,6 % der Patienten der
Kontrollgruppe.
In den kontrollierten klinischen Phase-III-Studien von Adalimumab ergaben sich bei Patienten mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis, die zwischen 4 und 17 Jahre alt waren, und bei Patienten mit Enthesitis-assoziierter Arthritis, die zwischen 6 und 17 Jahre alt waren, Erhöhungen der ALT-Werte um ≥ 3 x ULN bei 6,1 % der mit Adalimumab behandelten Patienten und bei 1,3 % der Patienten der Kontrollgruppe. Die meisten ALT-Erhöhungen traten bei gleichzeitiger Anwendung von Methotrexat auf. In der Phase-III-Studie von Adalimumab kamen keine ALT-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei Patienten mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis vor, die zwischen 2 und < 4 Jahre alt waren.
In den kontrollierten klinischen Phase-III-Studien zu Adalimumab bei Patienten mit Morbus
Crohn bzw. Colitis ulcerosa ergaben sich in einem Überwachungszeitraum von 4 bis
52 Wochen Erhöhungen der ALT-Werte um ≥ 3 x ULN bei 0,9 % der mit Adalimumab
behandelten Patienten und bei 0,9 % der Patienten der Kontrollgruppe.
In der klinischen Phase-III-Studie zu Adalimumab bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn wurden Wirksamkeit und Sicherheit von zwei körpergewichtsadaptierten remissionserhaltenden Therapien nach erfolgter körpergewichtsadaptierter Induktionstherapie über 52 Behandlungswochen untersucht. Es ergaben sich Erhöhungen der ALT-Werte ≥ 3 x ULN bei 2,6 % (5 von 192) der Patienten. 4 der Patienten erhielten zu Therapiebeginn begleitend Immunsuppressiva.
In den kontrollierten klinischen Phase-III-Studien zu Adalimumab bei Patienten mit Plaque-
Psoriasis ergaben sich in einem Überwachungszeitraum von 12 bis 24 Wochen Erhöhungen
der ALT-Werte um ≥ 3 x ULN bei 1,8 % der mit Adalimumab behandelten Patienten und bei
1,8 % der Patienten der Kontrollgruppe.
In der Phase-III-Studie von Adalimumab bei pädiatrischen Patienten mit Plaque-Psoriasis kam es zu keinen ALT-Erhöhungen ≥ 3 x ULN.
In kontrollierten Studien zu Adalimumab (Anfangsdosen von 160 mg in Woche 0 und 80 mg
in Woche 2, gefolgt von 40 mg wöchentlich ab Woche 4) bei Patienten mit Hidradenitis
suppurativa ergaben sich in einem Überwachungszeitraum von 12 bis 16 Wochen ALT-
Erhöhungen um ≥ 3 x ULN bei 0,3 % der mit Adalimumab behandelten Patienten und bei
0,6 % der Patienten der Kontrollgruppe.
In kontrollierten Studien zu Adalimumab (Anfangsdosen von 80 mg in Woche 0, gefolgt von 40 mg alle zwei Wochen ab Woche 1) bei erwachsenen Patienten mit Uveitis ergaben sich in einem Überwachungszeitraum von bis zu 80 Wochen mit einer Behandlungszeit im Median von 166,5 Tagen bei den mit Adalimumab behandelten Patienten bzw. 105,0 Tagen bei den Patienten der Kontrollgruppe ALT-Erhöhungen um ≥ 3 x ULN bei 2,4 % der mit Adalimumab behandelten Patienten und bei 2,4 % der Kontrollgruppe.
In der kontrollierten Phase-III-Studie zu Adalimumab bei Kindern und Jugendlichen mit
Colitis ulcerosa (N = 93) wurden Wirksamkeit und Sicherheit einer Erhaltungsdosis von
0,6 mg/kg (maximal 40 mg) jede zweite Woche (n = 31) und einer Erhaltungsdosis von
0,6 mg/kg (maximal 40 mg) wöchentlich (n = 32) nach Verabreichung einer
körpergewichtsadaptierten Induktionsdosis von 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und
Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 (n = 63) bzw. 2,4 mg/kg (maximal
160 mg) in Woche 0, Placebo in Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 (n =
30) untersucht. Es ergaben sich Erhöhungen der ALT-Werte um ≥ 3 x ULN bei1,1 % (1 von
93) der Patienten.
In den klinischen Studien aller Indikationen waren Patienten mit erhöhter ALT
asymptomatisch, und in den meisten Fällen waren die Erhöhungen vorübergehend und
gingen bei fortgesetzter Behandlung zurück. Jedoch gab es nach der Markteinführung auch
Berichte über Leberversagen sowie über weniger schwere Leberfunktionsstörungen, die zu
Leberversagen führen können, wie z. B. Hepatitis, einschließlich Autoimmunhepatitis, bei
Patienten, die Adalimumab erhielten.
Kombinationstherapie mit Azathioprin/6-Mercaptopurin
In den Studien mit erwachsenen Morbus-Crohn-Patienten war bei Kombination von
Adalimumab mit Azathioprin/6-Mercaptopurin die Inzidenz maligner und schwerwiegender
infektiöser Nebenwirkungen im Vergleich zur Adalimumab-Monotherapie höher.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Während der klinischen Studien wurde keine dosisbegrenzende Toxizität beobachtet. Die
höchste untersuchte Dosis lag bei intravenösen Mehrfachdosen von 10 mg/kg. Dies ist
ungefähr 15-mal höher als die empfohlene Dosis.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Tumornekrosefaktor-alpha(TNF-
alpha)-Inhibitoren.
ATC-Code: L04AB04
Idacio ist ein Biosimilar-Arzneimittel. Weitere Informationen sind auf der Website der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) abrufbar: https://www.ema.europe.eu
Wirkmechanismus
Adalimumab bindet spezifisch an TNF und neutralisiert dessen biologische Funktion,
indem es die Interaktion mit den zellständigen p55- und p75-TNF-Rezeptoren blockiert.
Adalimumab beeinflusst weiterhin biologische Reaktionen, die durch TNF ausgelöst oder
gesteuert werden, einschließlich der Veränderungen der Konzentrationen von für die
Leukozytenmigration verantwortlichen Adhäsionsmolekülen (ELAM-1, VCAM-1 und
ICAM-1 mit einem IC50 von 0,1 – 0,2 nM).
Pharmakodynamische Wirkungen
Nach Behandlung mit Adalimumab wurde bei Patienten mit rheumatoider Arthritis eine im
Vergleich zu den Ausgangswerten rasche Konzentrationsabnahme der Akute-Phase-
Entzündungsparameter (C-reaktives Protein (CRP) und Blutsenkungsgeschwindigkeit
(BSG)) und der Serumzytokine (IL-6) beobachtet. Die Serumspiegel von
Matrixmetalloproteinasen (MMP-1 und MMP-3), die die für die Knorpelzerstörung
verantwortliche Gewebsumwandlung hervorrufen, waren nach der Verabreichung von
Adalimumab ebenfalls vermindert. Bei mit Adalimumab behandelten Patienten besserte sich
im Allgemeinen die mit einer chronischen Entzündung einhergehende Veränderung der
Blutwerte.
Ein schneller Rückgang der CRP-Werte wurde auch bei Patienten mit polyartikulärer
juveniler idiopathischer Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Hidradenitis
suppurativa nach Behandlung mit Adalimumab beobachtet. Bei Morbus-Crohn-Patienten
wurde die Zahl der Zellen, die Entzündungsmarker im Kolon exprimieren, reduziert
(einschließlich einer signifikanten Reduzierung der TNF-Expression). Endoskopiestudien an
intestinaler Mukosa zeigten, dass die Mukosa bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt
wurden, abheilte.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Rheumatoide Arthritis
Im Rahmen aller klinischen Studien bei rheumatoider Arthritis wurde Adalimumab
bei mehr als 3 000 Patienten untersucht. Die Wirksamkeit und Sicherheit von
Adalimumab wurden in fünf randomisierten, doppelblinden und gut kontrollierten
Studien untersucht. Einige Patienten wurden über einen Zeitraum von bis zu
120 Monaten behandelt.
In der RA-Studie I wurden 271 Patienten mit mäßiger bis schwerer, aktiver rheumatoider
Arthritis untersucht. Die Patienten waren ≥ 18 Jahre alt, die Behandlung mit mindestens
einem krankheitsmodifizierenden Antirheumatikum war fehlgeschlagen, Methotrexat in
Dosen von 12,5 bis 25 mg (10 mg bei Methotrexat-Intoleranz) pro Woche zeigte eine
unzureichende Wirkung, und die Methotrexat-Dosis lag gleichbleibend bei 10 bis 25 mg pro
Woche. Während eines Zeitraums von 24 Wochen wurden jede zweite Woche Dosen von 20,
40 oder 80 mg Adalimumab oder Placebo verabreicht.
An der RA-Studie II nahmen 544 Patienten mit mäßiger bis schwerer, aktiver rheumatoider
Arthritis teil. Die Patienten waren ≥ 18 Jahre alt, und die Behandlung mit mindestens einem
krankheitsmodifizierenden Antirheumatikum war fehlgeschlagen. Adalimumab wurde über
26 Wochen als subkutane Injektion in Dosen von 20 mg oder 40 mg jede zweite Woche mit
Placeboinjektion in den dazwischen liegenden Wochen oder in Dosen von 20 mg oder 40 mg
wöchentlich verabreicht; Placebo wurde während desselben Zeitraums wöchentlich
verabreicht. Andere krankheitsmodifizierende Antirheumatika waren nicht erlaubt.
Die RA-Studie III wurde bei 619 Patienten mit mäßiger bis schwerer, aktiver rheumatoider
Arthritis durchgeführt, die ≥ 18 Jahre alt waren und die ein unzureichendes Ansprechen auf
Methotrexat in Dosen von 12,5 bis 25 mg pro Woche oder eine Unverträglichkeit gegenüber
10 mg Methotrexat pro Woche aufwiesen. Es gab in dieser Studie drei Behandlungsgruppen.
Die erste Gruppe erhielt über einen Zeitraum von 52 Wochen wöchentlich eine
Placeboinjektion. Die zweite Gruppe wurde 52 Wochen lang mit wöchentlich 20 mg
Adalimumab behandelt. Die dritte Gruppe erhielt jede zweite Woche 40 mg Adalimumab mit
Placeboinjektionen in den dazwischen liegenden Wochen. Nach Abschluss der ersten 52
Wochen wurden 457 Patienten in eine offene Fortsetzungsphase überführt und erhielten bis
zu 10 Jahre lang jede zweite Woche 40 mg Adalimumab/MTX.
In der RA-Studie IV wurde die Sicherheit bei 636 Patienten mit mäßiger bis schwerer, aktiver rheumatoider Arthritis untersucht. Die Patienten waren ≥ 18 Jahre alt und wiesen keine vorherige Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika auf oder durften ihre bestehende antirheumatische Therapie beibehalten, vorausgesetzt, die Therapie war seit mindestens 28 Tagen unverändert. Diese Therapien schließen Methotrexat, Leflunomid, Hydroxychloroquin, Sulfasalazin und/oder Goldsalze ein. Nach Randomisierung erhielten die Patienten über einen Zeitraum von 24 Wochen jede zweite Woche 40 mg Adalimumab oder Placebo.
In die RA-Studie V wurden 799 erwachsene Methotrexat-naive Patienten mit mäßiger bis
schwerer aktiver früher rheumatoider Arthritis (mittlere Erkrankungsdauer weniger als
9 Monate) eingeschlossen. Diese Studie untersuchte die Wirksamkeit von 40 mg
Adalimumab jede zweite Woche in Kombination mit Methotrexat, von 40 mg Adalimumab
jede zweite Woche als Monotherapie und von Methotrexat als Monotherapie im Hinblick auf
die Verringerung der klinischen Anzeichen und Symptome sowie des Fortschreitens der
Gelenkschädigung bei rheumatoider Arthritis über einen Zeitraum von 104 Wochen. Nach
Abschluss der ersten 104 Wochen wurden 497 Patienten in eine bis zu 10-jährige offene
Fortsetzungsphase überführt, in der sie alle zwei Wochen 40 mg Adalimumab erhielten.
Der primäre Endpunkt der RA-Studien I, II und III und der sekundäre Endpunkt der RA-Studie IV war der Prozentsatz derjenigen Patienten, die nach 24 bzw. 26 Wochen die ACR-20-Ansprechraten erreichten. Der primäre Endpunkt in der RA-Studie V war der prozentuale Anteil derjenigen Patienten, die nach 52 Wochen ein ACR-50-Ansprechen erreichten. Ein weiterer primärer Endpunkt in den RA-Studien III und V war die Verzögerung des Fortschreitens der Krankheit (ermittelt durch Röntgenergebnisse). In der RA-Studie III wurde darüber hinaus die Veränderung der Lebensqualität als primärer Endpunkt erfasst.
ACR-Ansprechraten
Der prozentuale Anteil der mit Adalimumab behandelten Patienten, die ACR-20-, ACR-50-
oder ACR-70-Ansprechraten erreichten, war in den RA-Studien I, II und III vergleichbar. Die
Behandlungsergebnisse mit 40 mg jede zweite Woche sind in Tabelle 8 zusammengefasst.
| ACR-Ansprechraten in placebokontrollierten Studien | (prozentualer Anteil der Patienten) | Tabelle 8 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ansprechen | RA-Studie I | a ** | RA-Studie II | a ** | RA-Studie III | a ** | ||||
| ACR-20 6 Monate 12 Monate ACR-50 6 Monate 12 Monate ACR-70 6 Monate 12 Monate | Placebo/MTX | n = 60 13,3 % entfällt 6,7 % entfällt 3,3 % entfällt | c | Adalimumab MTX | b / c 65,1 % entfällt 52,4 % entfällt 23,8 % entfällt | Placebo Adalimumab n = 110 19,1 % entfällt 8,2 % entfällt 1,8 % entfällt | Placebo/MTX b 46,0 % entfällt 22,1 % entfällt 12,4 % entfällt | n = 200 29,5 % 24,0 % 9,5 % 9,5 % 2,5 % 4,5 % | c Adalimumab | b /M TX c 63,3 % 58,9 % 39,1 % 41,5 % 20,8 % 23,2 % |
a RA-Studie I nach 24 Wochen, RA-Studie II nach 26 Wochen und RA-Studie III nach 24 und 52 Wochen b 40 mg Adalimumab jede zweite Woche c MTX = Methotrexat **p < 0,01; Adalimumab vs. Placebo
In den RA-Studien I – IV wurde im Vergleich zu Placebo nach 24 bzw. 26 Wochen eine
Verbesserung aller individuellen ACR-Ansprechkriterien festgestellt (Anzahl der
druckschmerzempfindlichen und geschwollenen Gelenke, Einstufung der Krankheitsaktivität
und des Schmerzes durch Arzt und Patienten, Ausmaß der körperlichen
Funktionseinschränkung (Health Assessment Questionnaire, HAQ) und CRP-Werte (mg/dl)).
In der RA-Studie III hielt diese Verbesserung bis zur Woche 52 an.
In der offenen Fortsetzungsphase der RA-Studie III blieb bei den meisten Patienten, die ein
ACR-Ansprechen zeigten, dieses über eine Nachbeobachtung von bis zu 10 Jahren erhalten.
Von 207 Patienten, die zu Adalimumab 40 mg alle 2 Wochen randomisiert wurden, erhielten
114 Patienten eine Dauertherapie von 40 mg Adalimumab jede zweite Woche über 5 Jahre.
Von diesen hatten 86 Patienten (75,4 %) ein ACR-20-Ansprechen; 72 Patienten (63,2 %) ein
ACR-50-Ansprechen und 41 Patienten (36 %) ein ACR-70-Ansprechen. Von 20 Patienten
wurden 81 Patienten 10 Jahre lang mit 40 mg Adalimumab jede zweite Woche
weiterbehandelt. Von diesen hatten 64 Patienten (79,0 %) ein ACR-20-Ansprechen; 56
Patienten (69,1 %) ein ACR-50-Ansprechen und 43 Patienten (53,1 %) ein ACR-70-
Ansprechen.
In der RA-Studie IV war die ACR-20-Ansprechrate bei Patienten, die mit Adalimumab plus
Therapiestandard behandelt wurden, statistisch signifikant besser als bei Patienten, die
Placebo plus Therapiestandard erhielten (p < 0,001).
Im Vergleich zu Placebo erreichten die mit Adalimumab behandelten Patienten in den RA-
Studien I – IV bereits ein bis zwei Wochen nach Behandlungsbeginn statistisch signifikante
ACR-20- und ACR-50-Ansprechraten.
In der RA-Studie V führte die Kombinationstherapie mit Adalimumab und Methotrexat bei
Methotrexat-naiven Patienten mit früher rheumatoider Arthritis nach 52 Wochen zu einem
schnelleren und signifikant größeren ACR-Ansprechen als unter Methotrexat-Monotherapie
und Adalimumab-Monotherapie. Das Ansprechen wurde bis Woche 104 aufrechterhalten
(siehe Tabelle 9).
Tabelle 9 ACR-Ansprechraten in der RA-Studie V
| Ansprechen | MTX n = 257 | (prozentualer Anteil der Patienten) Adalimumab n = 274 | Adalimumab /MTX n = 268 | p-Werta p-Wert | b p-Wertc | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ACR-20 | |||||||
| Woche 52 62,6 Woche 104 | % 56,0% | 54,4% 49,3% | 72,8% 69,4% | 0,013 < 0,002 < | 0,001 0,001 | 0,043 0,140 | |
| ACR-50 | Woche 52 45,9 Woche 104 | % 42,8% | 41,2% 36,9% | 61,6% 59,0% | < 0,001 < < 0,001 < | 0,001 0,001 | 0,317 0,162 |
| ACR-70 | |||||||
| Woche 52 | 27,2 % | 25,9 % | 45,5 % | < 0,001 | < 0,001 | 0,656 | |
| Woche 104 | 28,4 % | 28,1 % | 46,6 % | < 0,001 | < 0,001 | 0,864 |
a. Der p-Wert resultiert aus dem paarweisen Vergleich der Methotrexat-Monotherapie und der Adalimumab/Methotrexat-Kombinationstherapie unter Anwendung des Mann-Whitney-U-Tests.
b. Der p-Wert resultiert aus dem paarweisen Vergleich der Adalimumab-Monotherapie
und der Adalimumab/Methotrexat-Kombinationstherapie unter Anwendung des Mann-
Whitney-U-Tests.
c. Der p-Wert resultiert aus dem paarweisen Vergleich der Adalimumab-Monotherapie
und der Methotrexat-Monotherapie unter Anwendung des Mann-Whitney-U-Tests.
In der offenen Fortsetzungsphase der RA-Studie V wurden die ACR-Ansprechraten über
einen Nachbeobachtungszeitraum von bis zu 10 Jahren aufrechterhalten. Von den 542
Patienten, die in die Adalimumab-40-mg-Gruppe (alle zwei Wochen) randomisiert worden
waren, wendeten 170 Patienten dieses Behandlungsschema über einen Zeitraum von 10
Jahren an. Davon erreichten 154 Patienten (90,6 %) ein ACR-20-Ansprechen, 127 Patienten
(74,7 %) ein ACR-50-Ansprechen und 102 Patienten (60 %) ein ACR-70-Ansprechen.
In Woche 52 erreichten 42,9 % der Patienten, die eine Kombinationstherapie aus
Adalimumab und Methotrexat erhielten, eine klinische Remission (DAS28 [CRP] < 2,6). Im
Vergleich dazu erreichten 20,6 % der Patienten unter Methotrexat- und 23,4 % der Patienten
unter Adalimumab-Monotherapie eine klinische Remission. Die Kombinationstherapie aus
Adalimumab und Methotrexat war in klinischer und statistischer Hinsicht beim Erreichen
einer geringen Krankheitsaktivität bei Patienten mit kürzlich diagnostizierter mittelschwerer
bis schwerer rheumatoider Arthritis gegenüber einer Monotherapie mit entweder
Methotrexat (p < 0,001) oder Adalimumab (p < 0,001) überlegen. Die Ansprechraten in den
beiden Behandlungsarmen unter Monotherapie waren vergleichbar (p = 0,447). Von den
342 Patienten, die ursprünglich in die Gruppe unter Adalimumab-Monotherapie oder unter
Kombinationstherapie aus Adalimumab und Methotrexat randomisiert worden waren und
die in die offene Fortsetzungsphase eingeschlossen wurden, setzten 171 die Adalimumab-
Behandlung über einen Zeitraum von 10 Jahren fort. Von diesen 171 Patienten waren 109
(63,7 %) nach 10-jähriger Therapie in Remission.
Radiologisches Ansprechen
Die in der RA-Studie III mit Adalimumab behandelten Patienten waren im Durchschnitt ca.
11 Jahre an rheumatoider Arthritis erkrankt. Die strukturelle Gelenkschädigung wurde radiologisch erfasst und als Veränderung des modifizierten Gesamt-Sharp-Scores (TSS) und seiner Komponenten, dem Ausmaß der Erosionen und der Gelenkspaltverengung (Joint Space Narrowing, JSN) ausgedrückt. Die mit Adalimumab und Methotrexat behandelten Patienten zeigten nach 6 und 12 Monaten radiologisch eine signifikant geringere Progression als Patienten, die nur Methotrexat erhielten (siehe Tabelle 10).
In der offenen Fortsetzungsphase der RA-Studie III ist die Hemmung des Fortschreitens der
strukturellen Schädigung in einer Untergruppe von Patienten 8 und 10 Jahre lang
aufrechterhalten worden. Nach 8 Jahren wurden 81 von 207 Patienten, die ursprünglich jede
zweite Woche mit 40 mg Adalimumab behandelt wurden, radiologisch beurteilt. Von diesen
Patienten zeigten 48 kein Fortschreiten der strukturellen Schädigung, definiert als mTSS-
Änderung im Vergleich zu Studienbeginn von 0,5 oder weniger. Nach 10 Jahren wurden 79
von 207 Patienten, die ursprünglich jede zweite Woche mit 40 mg Adalimumab behandelt
wurden, radiologisch beurteilt. Von diesen Patienten zeigten 40 kein Fortschreiten der
strukturellen Schädigung, definiert als mTSS-Änderung im Vergleich zu Studienbeginn von
0,5 oder weniger.
Tabelle 10 Mittlere radiologische Veränderungen über 12 Monate in der RA-Studie III
| Gesamt-Sharp-Score Erosion Score JSN d Score |
| Placebo/ MTX |
| a Adalimumab/MTX 2,7 1,6 1,0 |
| 40 mg alle zwei Wochen |
| 0,1 0,0 0,1 |
| Placebo/MTX-Adalimumab/MTX (95 % Konfidenz-2,6 (1,4, 3,8) 1,6 (0,9, 2,2) 0,9 (0,3, 1,4) |
| intervall b) |
| p-Wert < 0,001 c < 0,001 0,002 |
aMethotrexat
b95 % Konfidenzintervalle für die Unterschiede der Veränderungen der Scores zwischen
Methotrexat und Adalimumab
cBasierend auf Rangsummentest
dJSN (Joint Space Narrowing): Gelenkspaltverengung
In der RA-Studie V wurde die strukturelle Gelenkschädigung radiologisch untersucht und als
Veränderung des modifizierten Gesamt-Sharp-Scores ausgedrückt (siehe Tabelle 11).
Tabelle 11 Mittlere radiologische Veränderungen nach 52 Wochen in der RA-Studie V
| MTX n = 257 Konfidenzinte | (95 % Konfidenzintervall rvall) | Adalimumab n = 274 (95 % | ) | Adalimumab/MTX n = 268 (95 % Konfidenzintervall) | p-Wert a p-Wert b p-Wert c | |
| Gesamt-Sharp-Score Erosion Score JSN Score 2,0 (1,2-2,8) 1,3 (0,5-2,1) | 5,7 (4,2-7,3) 3,0 (1,7-4,3) 3,7 (2,7-4,7) 1,7 (1,0-2,4) | 1,3 (0,5-2,1) 0,8 (0.4-1.2) 0,5 (0-1,0) | < 0,001 0,0020 < 0,001 < 0,001 0,0082 < 0,001 < 0,001 0,0037 0,151 |
a Der p-Wert resultiert aus dem paarweisen Vergleich der Methotrexat-Monotherapie und der Adalimumab/Methotrexat-Kombinationstherapie unter Anwendung des Mann-Whitney-U-Tests. b Der p-Wert resultiert aus dem paarweisen Vergleich der Adalimumab -Monotherapie und der Adalimumab /Methotrexat-Kombinationstherapie unter Anwendung des Mann-Whitney-U-Tests. c Der p-Wert resultiert aus dem paarweisen Vergleich der Adalimumab -Monotherapie und der Methotrexat-Monotherapie unter Anwendung des Mann-Whitney-U-Tests
Der prozentuale Anteil der Patienten ohne radiologische Progression (Veränderung des
modifizierten Gesamt-Sharp-Scores gegenüber dem Ausgangswert ≤ 0,5) war nach 52 bzw.
104 Behandlungswochen unter der Kombinationstherapie mit Adalimumab und Methotrexat (63,8 % bzw. 61,2 %) signifikant höher als unter der Methotrexat-Monotherapie (37,4 % bzw. 33,5 %; p < 0,001) und der Adalimumab-Monotherapie (50,7 %; p < 0,002 bzw. 44,5 %;
p < 0,001).
In der offenen Fortsetzungsphase der RA-Studie V betrug die mittlere Veränderung gegenüber Baseline nach 10 Jahren beim modifizierten Gesamt Sharp Score 10,8 bei Patienten, die ursprünglich in die Gruppe unter Methotrexat-Monotherapie randomisiert worden waren, 9,2 bei Patienten unter Adalimumab-Monotherapie und 3,9 bei Patienten unter Kombinationstherapie aus Adalimumab und Methotrexat. Die entsprechenden Anteile der Patienten ohne röntgenologisch nachweisbare Progression waren 31,3 %, 23,7 % und 36,7 %.
Lebensqualität und körperliche Funktionsfähigkeit
In den vier ursprünglichen, gut kontrollierten Studien wurden die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die körperliche Funktionsfähigkeit anhand des Index zur körperlichen Funktionseinschränkung (Health Assessment Questionnaire, HAQ) bewertet. In der RA-Studie III bildete die gesundheitsbezogene Lebensqualität nach 52 Wochen einen vor Studienbeginn festgelegten, primären Endpunkt. Vom Studienbeginn bis Monat 6 zeigte sich in allen vier Studien und bei allen Dosen/Behandlungsschemen von Adalimumab eine im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant größere Verbesserung der körperlichen Funktionseinschränkung (HAQ). In der RA-Studie III wurde nach 52 Wochen dasselbe beobachtet. Die in den vier Studien für alle Dosen/Behandlungsschemen ermittelten Ergebnisse des Gesundheitsfragebogens Short Form Health Survey (SF 36) unterstützen diese Befunde. Statistisch signifikante Werte wurden unter Behandlung mit 40 mg Adalimumab jede zweite Woche für die körperliche Funktionsfähigkeit (Physical Component Summary, PCS) sowie für den Bereich Schmerz und Vitalität (Pain and Vitality Scores) festgestellt. Eine statistisch signifikante Verringerung der Abgeschlagenheit, gemessen anhand des Functional-Assessment-of-Chronic-Illness-Therapy (FACIT)-Score, wurde in allen drei Studien beobachtet, in denen dieser Punkt bewertet wurde (RA-Studien I, III, IV).
In der RA-Studie III wurde bei den meisten Patienten, bei denen sich die körperliche Funktionsfähigkeit verbesserte und die die Therapie fortsetzten, im Rahmen der offenen Fortsetzungsphase die Verbesserung über den Behandlungszeitraum von 520 Wochen (120 Monate) aufrechterhalten. Die Verbesserung der Lebensqualität wurde bis zu 156 Wochen (36 Monate) bestimmt, und die Verbesserung hielt über diesen Zeitraum an.
In der RA-Studie V zeigten die Patienten unter der Kombinationstherapie mit Adalimumab
und Methotrexat nach 52 Wochen eine im Vergleich zur Methotrexat- und Adalimumab-
Monotherapie stärkere Verbesserung (p < 0,001) des Index zur körperlichen
Funktionseinschränkung (HAQ) und der physischen Komponente des SF 36, die über 104
Wochen anhielt. Bei den 250 Patienten, die die offene Fortsetzungsphase abschlossen,
konnten die Verbesserungen hinsichtlich der körperlichen Funktionsfähigkeit über den 10-
jährigen Behandlungszeitraum aufrechterhalten werden.
Axiale Spondyloarthritis
Ankylosierende Spondylitis (AS)
Adalimumab wurde in zwei randomisierten, doppelblinden placebokontrollierten Studien in
einer Dosis von 40 mg jede zweite Woche bei 393 Patienten mit aktiver ankylosierender
Spondylitis, die unzureichend auf eine konventionelle Therapie angesprochen hatten, über
einen Zeitraum von 24 Wochen untersucht (mittlerer Ausgangswert der Krankheitsaktivität
[Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI)] war in allen Gruppen 6,3).
Als Begleittherapie erhielten 79 (20,1 %) Patienten krankheitsmodifizierende Antirheumatika und 37 (9,4 %) Patienten Glukokortikoide. Der verblindeten Periode folgte eine offene Fortsetzungsphase, während der die Patienten über bis zu 28 zusätzliche Wochen jede zweite Woche 40 mg Adalimumab subkutan erhielten. Patienten (n = 215; 54,7 %), die kein ASAS-20-Ansprechen in Woche 12 oder 16 oder 20 erreichten, wurden in einen Early-Escape-Arm überführt, in dem sie offen 40 mg Adalimumab jede zweite Woche subkutan erhielten. Diese Patienten wurden nachfolgend in den doppelblinden statistischen Analysen als Non-Responder behandelt.
In der größeren AS-Studie I mit 31 Patienten zeigten die Ergebnisse eine statistisch
signifikante Verbesserung der klinischen Anzeichen und Symptome der ankylosierenden
Spondylitis bei mit Adalimumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo. Ein
signifikantes Ansprechen wurde zuerst in Woche 2 beobachtet und über 24 Wochen
aufrechterhalten (Tabelle 12).
| Ansprechen bezüglich Wirksamkeit in der placebokontrollierten AS-Studie – Studie I | Tabelle 12 | |||
|---|---|---|---|---|
| Ansprechen ASAS ASAS-50 ASAS-70 BASDAI | a -20 Woche 2 Woche 12 Woche 24 Woche 2 Woche 12 Woche 24 Woche 2 Woche 12 Woche 24 b -50 Woche 2 Woche 12 Woche 24 | Placebo n = 107 16 % 21 % 19 % 3 % 10 % 11 % 0 % 5 % 8 % 4 % 16 % 15 % | Adalimumab n = 208 42 %*** 58 %*** 51 %*** 16 %*** 38 %*** 35 %*** 7 %** 23 %*** 24 %*** 20 %*** 45 %*** 42 %*** |
***,** statistisch signifikant mit p < 0,001; < 0,01 für alle Vergleiche von Adalimumab mit Placebo in den Wochen 2, 12 und 24 a Assessments in Ankylosing Spondylitis b Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index
Mit Adalimumab behandelte Patienten zeigten eine signifikant größere Verbesserung in
Woche 12, die über 24 Wochen aufrechterhalten wurde, sowohl im SF 36 als auch im
Fragebogen zur Lebensqualität bei ankylosierender Spondylitis [Ankylosing Spondylitis
Quality of Life Questionnaire (ASQoL)].
Ähnliche Verläufe (nicht alle mit statistischer Signifikanz) wurden in der kleineren
randomisierten, doppelblinden placebokontrollierten AS-Studie II mit 82 erwachsenen
Patienten mit aktiver ankylosierender Spondylitis beobachtet.
Axiale Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer AS
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in zwei randomisierten,
doppelblinden, placebokontrollierten Studien bei Patienten mit nicht röntgenologischer
axialer Spondyloarthritis (nr-axSpA) untersucht. In der nr-axSpA-Studie I wurden
Patienten mit aktiver nr-axSpA eingeschlossen. Bei der nr-axSpA-Studie II handelte es
sich um eine Studie, in der die Behandlung mit Adalimumab bei Patienten mit aktiver nr-
axSpA abgesetzt wurde, wenn diese während der offenen Fortsetzungsphase eine
Remission erreichten.
nr-axSpA-Studie I
In der randomisierten, 12-wöchigen, doppelblinden, placebokontrollierten nr-axSpA-Studie I
wurde Adalimumab in einer Dosis von 40 mg jede zweite Woche bei 185 Patienten mit
aktiver nr-axSpA untersucht, die auf ≥ 1 nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR)
unzureichend angesprochen haben oder bei denen eine Unverträglichkeit oder
Kontraindikation gegenüber diesen vorlag. (Mittlerer Ausgangswert der Krankheitsaktivität
[Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI)] war 6,4 bei Patienten, die
mit Adalimumab behandelt wurden, und 6,5 bei Placebopatienten.)
Zu Studienbeginn wurden 33 (18 %) Patienten gleichzeitig mit krankheitsmodifizierenden
Antirheumatika behandelt und 146 (79 %) Patienten mit NSARs. Auf die doppelblinde
Periode folgte eine offene Fortsetzungsstudie, während der die Patienten jede zweite Woche
subkutan Adalimumab 40 mg für bis zu weitere 144 Wochen erhielten. Im Vergleich zu
Placebo zeigten die Ergebnisse zu Woche 12 bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt
wurden, eine statistisch signifikante Verbesserung der Anzeichen und Symptome der aktiven
nr-axSpA (Tabelle 13).
Tabelle 13 Ansprechraten bezüglich Wirksamkeit bei placebokontrollierter nr-axSpA-Studie I
| Ansprechen in Woche 12 (doppelblind) | Placebo n = 94 | Adalimumab n = 91 |
|---|---|---|
| ASASa-40 | 15 % | 36 %*** |
| ASAS-20 | 31 % | 52 %** |
| ASAS-5/6 | 6 % | 31 %*** |
| ASAS partielle Remission | 5 % | 16 %* |
| BASDAIb 50 | 15 % | 35 %** |
| ASDAS c,d,e | -0,3 | -1,0*** |
| ASDAS Inactive Disease | 4 % | 24 %*** |
| hs-CRPd,f,g | -0,3 | -4,7*** |
| SPARCCh MRI Sacroiliac Jointsd,i | -0,6 | -3,2** |
| SPARCC MRI Spined,j a | -0,2 | -1,8** |
b Assessment of Spondyloarthritis International Society
c Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index
Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score
d Mittlere Veränderung gegenüber Baseline
e n = 91 Placebo und n = 87 Adalimumab
f hochsensitives C-reaktives Protein (mg/l)
g n = 73 Placebo und n = 70 Adalimumab h
Spondyloarthritis Research Consortium of Canada
i n = 84 Placebo und Adalimumab
j n = 82 Placebo und n = 85 Adalimumab
***, **, * statistisch signifikant mit p < 0,001; < 0,01 bzw. < 0,05 für alle Vergleiche von
Adalimumab mit Placebo.
In der offenen Fortsetzungsstudie konnte die Verbesserung der Anzeichen und Symptome
unter der Behandlung mit Adalimumab bis Woche 156 aufrechterhalten werden.
Hemmung der Entzündung
Eine signifikante Verbesserung der Anzeichen der Entzündung beider Iliosakralgelenke
und der Wirbelsäule, gemessen mittels hs-CRP-Wert und MRT, konnte bei den mit
Adalimumab behandelten Patienten bis Woche 156 bzw. 104 aufrechterhalten werden.
Lebensqualität und körperliche Funktionsfähigkeit
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität und körperliche Funktionsfähigkeit wurden unter
Anwendung der HAQ-S- und SF-36-Fragebögen geprüft. Im Vergleich zu Placebo zeigte
Adalimumab von Studienbeginn bis Woche 12 eine statistisch signifikant stärkere
Verbesserung im HAQ-S-Gesamtscore und der körperlichen Funktionsfähigkeit (SF-36
Physical Component Score (PCS)). Die Verbesserung der gesundheitsbezogenen
Lebensqualität und der körperlichen Funktionsfähigkeit konnte in der offenen
Fortsetzungsstudie bis Woche 156 aufrechterhalten werden.
nr-axSpA-Studie II
673 Patienten mit aktiver nr-axSpA (mittlerer Ausgangswert der Krankheitsaktivität
[BASDAI war 7,0), die auf ≥ 2 NSAR unzureichend angesprochen haben oder bei denen eine
Unverträglichkeit oder Kontraindikation gegenüber diesen vorlag, wurden in die offene
Fortsetzungsphase der nr-axSpA-Studie II aufgenommen. Die Patienten erhielten jede zweite
Woche Adalimumab 40 mg für 28 Wochen.
Alle Patienten hatten Anzeichen einer Entzündung der Iliosakralgelenke oder der
Wirbelsäule, die mittels MRT nachgewiesen wurden, oder erhöhte hs-CRP-Werte. Patienten,
die während der offenen Fortsetzungsphase eine über mindestens 12 Wochen anhaltende
Remission erreichten (n = 305) (ASDAS < 1,3 in Woche 16, 20, 24 und 28), wurden
daraufhin randomisiert. Sie erhielten in einer doppelblinden, placebokontrollierten Phase
weitere 40 Wochen lang (Gesamtdauer der Studie 68 Wochen) entweder weiterhin jede
zweite Woche Adalimumab 40 mg (n = 152) oder Placebo (n = 153). Studienteilnehmer, die
in der doppelblinden Phase einen Schub bekamen, konnten für mindestens 12 Wochen eine
Rescue-Therapie mit Adalimumab 40 mg jede zweite Woche erhalten.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt der Studie war der Anteil an Patienten ohne Schub bis
Woche 68. Ein Schub war definiert als ASDAS ≥ 2,1 bei zwei aufeinanderfolgenden Visiten
im Abstand von vier Wochen. In der doppelblinden Phase hatte ein höherer Anteil der
Patienten unter Adalimumab im Vergleich zu Patienten unter Placebo keinen Schub (70,4 %
gegenüber 47,1 %, p < 0,001) (Abbildung 1).
Abb. 1: Kaplan-Meier-Kurven zur Darstellung der Dauer bis zum Schub in der nr-axSpA-Studie II B ZUU HC S ENN
EI
T K EIK H
LICN
EIH SC END RH A LEI W ER
ZEIT (WOCHEN)
Behandlung: …….Placebo _____ Adalinumab Δ zensiert
Hinweis: P = Placebo (Anzahl Risikopatienten (Schub)); A = Adalimumab (Anzahl
Risikopatienten (Schub))
Von den 68 Patienten die nach dem Absetzen einen Krankheitsschub erlitten, schlossen 65
Patienten die 12 Wochen der Rescue-Therapie mit Adalimumab ab. Davon waren nach 12
Wochen erneuter Behandlung während der offenen Fortsetzungsphase 37 Patienten (56,9 %)
wieder in Remission (ASDAS < 1,3).
Während der doppelblinden Phase zeigten in Woche 68 die Patienten unter durchgehender Idacio-Behandlung gegenüber Patienten, die Idacio abgesetzt hatten, eine statistisch signifikant größere Verbesserung der Anzeichen und Symptome der aktiven nr-axSpA (Tabelle 14).
Tabelle 14 Ansprechraten bezüglich Wirksamkeit bei placebokontrollierter Phase der nr-axSpA- Studie II
| Doppelblinde Phase Ansprechen in Woche 68 ASAS a,b -20 ASAS a,b -40 ASAS a partielle Remission ASDAS c Inactive Disease Partieller Schub d |
| Placebo n = 153 47,1 % 45,8 % 26,8 % 33,3 % 64,1 % |
| Adalimumab 70,4 %*** 65,8 %*** 57,2 %*** 40,8 %*** |
| n = 152 42,1 %** |
aAssessment of SpondyloArthritis International Society bAls Ausgangswert gilt bei Patienten mit aktiver Erkrankung der Wert bei Beginn der offenen Phase.
cAnkylosing Spondylitis Disease Activity Score dEin partieller Schub ist definiert als ASDAS von ≥ 1,3 aber < 2,1 bei zwei aufeinanderfolgenden Visiten.
***, ** Statistisch signifikant mit p < 0,001 bzw. < 0,01 für alle Vergleiche von Adalimumab mit Placebo.
Psoriasis-Arthritis
Adalimumab wurde bei Patienten mit mäßiger bis schwerer aktiver Psoriasis-Arthritis in einer Dosis von 40 mg jede zweite Woche in zwei placebokontrollierten Studien, PsA-Studien I und II, untersucht. In der PsA-Studie I wurden 313 erwachsene Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf die Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika über 24 Wochen behandelt. Annähernd 50 % dieser Patienten erhielten Methotrexat. In der PsA-Studie II wurden 100 Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) über 12 Wochen behandelt. Nach Beendigung beider Studien traten 383 Patienten in eine offene Fortsetzungsstudie ein, in der 40 mg Adalimumab jede zweite Woche verabreicht wurde.
Aufgrund der geringen Anzahl untersuchter Patienten gibt es nur unzureichende Belege zur
Wirksamkeit von Idacio bei Patienten mit einer der ankylosierenden Spondylitis ähnlichen
Psoriasis-Arthropathie.
Tabelle 15 ACR-Ansprechraten in placebokontrollierten Psoriasis-Arthritis-Studien (prozentualer Anteil der Patienten)
| Ansprechen | Placebo | PsA-Studie I | Adalimumab | Placebo | PsA-Studie II | Adalimumab | |
| n = 162 | n = 151 | n = 49 | n = 51 | ||||
| ACR-20 ACR-50 ACR-70 | Woche 12 Woche 24 Woche 12 Woche 24 Woche 12 Woche 24 | 14 % 15 % 4 % 6 % 1 % 1 % | 58 % *** 57 % *** 36 % *** 39 % *** 20 % *** 23 % *** | 16 % entfällt 2 % entfällt 0 % entfällt | 39 % * entfällt 25 % *** entfällt 14 % * entfällt |
***p < 0,001 für alle Vergleiche von Adalimumab mit Placebo
*p < 0,05 für alle Vergleiche von Adalimumab mit Placebo
In der PsA-Studie I waren die ACR-Ansprechraten in Kombination mit Methotrexat bzw.
ohne Methotrexat-Begleittherapie ähnlich. Die ACR-Ansprechraten wurden in der offenen
Fortsetzungsstudie bis zu 136 Wochen aufrechterhalten.
In den Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden die radiologischen Veränderungen bewertet. Zu Studienbeginn und zu Woche 24 während der doppelblinden Studienperiode, als die Patienten entweder Adalimumab oder Placebo erhielten sowie zu Woche 48, als alle Patienten offen Adalimumab erhielten, wurden Röntgenaufnahmen der Hände, Handgelenke und Füße angefertigt. Für die Auswertung wurde ein modifizierter Gesamt Sharp Score (mTSS) verwendet, der die distalen Interphalangealgelenke miteinschloss (d. h. nicht identisch mit dem TSS, der bei der rheumatoiden Arthritis verwendet wurde).
Die Behandlung mit Adalimumab reduzierte das Fortschreiten der peripheren
Gelenkzerstörung im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der Veränderung des mTSS
zum Ausgangswert (Mittelwert ± Standardabweichung). Diese betrug 0,8 ± 2,5 bei der
Placebogruppe (zu Woche 24) im Vergleich zu 0,0 ± 1,9 (p < 0,001) bei der Adalimumab-
Gruppe (zu Woche 48).
Von den mit Adalimumab behandelten Patienten ohne radiologische Progression von Studienbeginn an bis zu Woche 48 (n = 102) zeigten 84 % nach 144 Behandlungswochen immer noch keine radiologischen Veränderungen. Die mit Adalimumab behandelten Patienten zeigten im Vergleich zur Placebogruppe eine statistisch signifikante Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit zu Woche 24, die mittels HAQ und Short Form Health Survey (SF 36) beurteilt wurde. Die verbesserte körperliche Funktionsfähigkeit hielt während der offenen Fortsetzungsstudie über 136 Wochen an.
Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden bei erwachsenen Patienten mit
chronischer Plaque-Psoriasis (≥ 10 % Körperoberflächen (KOF)-Beteiligung und Psoriasis
Area and Severity Index [PASI] ≥ 12 oder ≥ 10) untersucht, die Kandidaten für eine
systemische Therapie oder Phototherapie in randomisierten Doppelblindstudien waren. Von
den in die Psoriasisstudien I und II aufgenommenen Patienten hatten 73 % zuvor schon eine
systemische Therapie oder Phototherapie erhalten. Die Sicherheit und Wirksamkeit von
Adalimumab wurden in einer randomisierten Doppelblindstudie (Psoriasisstudie III) auch an
erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis mit
gleichzeitiger Hand- und/oder Fußpsoriasis untersucht, die Kandidaten für eine systemische
Therapie waren.
In der Psoriasisstudie I (REVEAL) wurden 1 212 Patienten innerhalb von drei Behandlungsperioden untersucht. In Periode A erhielten die Patienten Placebo oder eine Induktionsdosis von 80 mg Adalimumab, danach 40 mg jede zweite Woche, zu beginnen eine Woche nach der Induktionsdosis. Nach 16 Behandlungswochen traten Patienten mit mindestens PASI-75-Ansprechen (Verbesserung des PASI-Wertes um mindestens 75 % im Vergleich zum Ausgangswert) in Periode B ein und erhielten 40 mg Adalimumab unverblindet jede zweite Woche. Patienten, die bis Woche 33 mindestens ein PASI-75-Ansprechen aufrechterhielten und ursprünglich in Periode A randomisiert der aktiven Therapie zugeteilt worden waren, wurden in Periode C erneut randomisiert und erhielten 40 mg Adalimumab jede zweite Woche oder Placebo für weitere 19 Wochen. Für alle Behandlungsgruppen zusammen betrug der durchschnittliche Ausgangswert des PASI 18,9, und der Ausgangswert im Physician’s Global Assessment (PGA) lag im Bereich zwischen „mittelschwer” (53 % der Studienteilnehmer), „schwer” (41 %) und „sehr schwer” (6 %).
In der Psoriasisstudie II (CHAMPION) wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von
Adalimumab im Vergleich zu Methotrexat und Placebo bei 271 Patienten untersucht. Die
Patienten erhielten über einen Zeitraum von 16 Wochen entweder Placebo oder Methotrexat
in einer Anfangsdosis von 7,5 mg und nachfolgender Dosiseskalation auf eine Maximaldosis
von bis zu 25 mg bis Woche 12, oder eine Adalimumab-Induktionsdosis von 80 mg, danach
40 mg jede zweite Woche (zu beginnen eine Woche nach der Induktionsdosis). Es liegen
keine Daten eines Vergleichs von Adalimumab und Methotrexat über einen
Behandlungszeitraum von mehr als 16 Wochen vor. Patienten, die Methotrexat erhielten und
nach 8 und/oder 12 Wochen mindestens ein PASI-50-Ansprechen erreicht hatten, erhielten
keine weitere Dosiseskalation. Für alle Behandlungsgruppen zusammen betrug der
durchschnittliche Ausgangswert des PASI 19,7 und der Ausgangswert des PGA lag im
Bereich zwischen „leicht” (< 1 %), „mittelschwer” (48 %), „schwer” (46 %) und „sehr
schwer” (6 %).
Patienten, die an allen Phase-II- und Phase-III-Psoriasisstudien teilnahmen, konnten in eine
offene Fortsetzungsstudie aufgenommen werden, in der Adalimumab mindestens weitere
108 Wochen verabreicht wurde.
Ein primärer Endpunkt der Psoriasisstudien I und II war der Anteil der Patienten, die nach 16 Wochen im Vergleich zum Ausgangswert ein PASI-75-Ansprechen erzielten (siehe Tabellen 16 und 17).
Tabelle 16 Psoriasisstudie I (REVEAL) Wirksamkeitsergebnisse nach 16 Wochen
| ≥ PASI-75a | Placebo n = 398 n (%) 26 (6,5) | Adalimumab 40 jede zweite Woche | mg n = 814 578 (70,9)b |
| PASI-100 | 3 (0,8) | 163 (20,0)b | |
| PGA: erscheinungsfrei/minimal | 17 (4,3) | 506 (62,2)b |
a Prozentsatz Patienten mit PASI-75-Ansprechen wurde als prüfzentrumadjustierte Rate berechnet b p <0,001; Adalimumab vs. Placebo
Tabelle 17 Psoriasisstudie II (CHAMPION) Wirksamkeitsergebnisse nach 16 Wochen
| Placebo n = 53 n (%) | MTX n = 110 n (%) | Adalimumab 40 | zweite Woche | mg jede n = 108 n (%) | |
|---|---|---|---|---|---|
| ≥ PASI-75 PASI-100 PGA: | 10 (18,9) 1 (1,9) 6 (11,3) | 39 (35,5) 8 (7,3) 33 (30,0) | 86 (79,6) a, b 18 (16,7) c, d 79 (73,1) a, b |
erscheinungsfrei/minimal
a p < 0,001 Adalimumab vs. Placebo
b p < 0,001 Adalimumab vs. Methotrexat
c p < 0,01 Adalimumab vs. Placebo
d p < 0,05 Adalimumab vs. Methotrexat
In der Psoriasisstudie I erfuhren 28 % der Patienten, die ein PASI-75-Ansprechen gezeigt hatten und in Woche 33 bei der erneuten Randomisierung der Placebogruppe zugeteilt worden waren, einen „Verlust des adäquaten Ansprechens” (PASI-Wert nach Woche 33 bzw. in oder vor Woche 52, der im Vergleich zum Studienbeginn zu einem geringeren Ansprechen als PASI-50 führte bei einer gleichzeitigen Zunahme des PASI-Wertes um mindestens 6 Punkte im Vergleich zu Woche 33). Im Vergleich dazu erfuhren 5 % der Patienten, die weiterhin Adalimumab erhielten (p < 0,001), einen „Verlust des adäquaten Ansprechens”. Von den Patienten, welche nach der erneuten Randomisierung auf Placebo einen Verlust des adäquaten Ansprechens zeigten und anschließend in die offene Fortsetzungsphase eingeschlossen wurden, erzielten 38 % (25/66) bzw. 55 % (36/66) nach 12 bzw. 24 Wochen aktiver Therapie wieder ein PASI-75-Ansprechen.
Insgesamt 233 Patienten, die ein PASI-75-Ansprechen in Woche 16 und Woche 33 gezeigt hatten, erhielten in der Psoriasisstudie I für 52 Wochen eine Adalimumab-Dauertherapie und wurden mit Adalimumab in der offenen Fortsetzungsstudie weiterbehandelt. Das PASI-75-Ansprechen bzw. das PGA-Ansprechen, definiert als PGA „erscheinungsfrei“ oder „minimal“, war bei diesen Patienten nach weiteren 108 offenen Behandlungswochen (insgesamt 160 Wochen) 74,7 % bzw. 59,0 %. In einer Non-Responder-Imputation(NRI)-Analyse, in der alle Patienten als Non-Responder betrachtet wurden, die aus der Studie aufgrund von Nebenwirkungen oder mangelnder Wirksamkeit ausschieden oder bei denen die Dosis erhöht wurde, betrug bei diesen Patienten das PASI-75-Ansprechen bzw. das PGA-Ansprechen, definiert als PGA „erscheinungsfrei“ oder „minimal“, nach weiteren 108 Wochen der offenen Fortsetzungsbehandlung (insgesamt 160 Wochen) 69,6 % bzw. 55,7 %.
Insgesamt 347 Patienten, die dauerhaft ansprachen, nahmen an einer Analyse einer
Behandlungsunterbrechung und -wiederaufnahme in einer offenen Fortsetzungsstudie teil.
Während der Phase der Behandlungsunterbrechung kehrten die Psoriasissymptome im Verlauf der Zeit mit einer durchschnittlichen Rückfallzeit von etwa 5 Monaten zurück (Verminderung des PGA auf „mittelschwer“ oder schlechter). Keiner dieser Patienten erfuhr einen Rebound-Effekt während der Unterbrechungsphase. Insgesamt 76,5 % (218/285) der Patienten, die in die Phase eintraten, in der die Behandlung wiederaufgenommen wurde, hatten 16 Wochen nach Wiederaufnahme der Behandlung ein PGA-Ansprechen, definiert als PGA „erscheinungsfrei“ oder „minimal“, unabhängig davon, ob sie während des Absetzens einen Rückfall hatten (69,1 % [123/178] bzw. 88,8 % [95/107] für Patienten, die während der Phase der Behandlungsunterbrechung einen Rückfall erlitten bzw. keinen Rückfall hatten). Es wurde ein ähnliches Sicherheitsprofil in der Phase, in der die Behandlung wiederaufgenommen wurde, beobachtet wie vor der Behandlungsunterbrechung.
Signifikante Verbesserungen des DLQI (Dermatology Life Quality Index) gegenüber dem Ausgangswert im Vergleich zu Placebo (Studien I und II) und Methotrexat (Studie II) wurden zu Woche 16 festgestellt. In Studie I verbesserten sich die Summenwerte der körperlichen und mentalen SF-36-Komponenten im Vergleich zu Placebo ebenfalls signifikant.
In einer offenen Fortsetzungsstudie mit Patienten, bei denen wegen eines PASI-Ansprechens
von unter 50 % die Dosis von 40 mg jede zweite Woche auf 40 mg wöchentlich gesteigert
wurde, erzielten 26,4 % (92/349) bzw. 37,8 % (132/349) der Patienten ein PASI-75-
Ansprechen in Woche 12 bzw. 24.
Die Psoriasisstudie III (REACH) verglich die Wirksamkeit und Sicherheit von Adalimumab versus Placebo an 72 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis und Hand- und/oder Fußpsoriasis. Die Patienten erhielten 16 Wochen lang nach einer Anfangsdosis von 80 mg Adalimumab jede zweite Woche 40 mg Adalimumab (beginnend eine Woche nach der Anfangsdosis) oder Placebo. Zu Woche 16 erreichte ein statistisch signifikant größerer Anteil an Patienten, die Adalimumab erhielten, den PGA „erscheinungsfrei“ oder „fast erscheinungsfrei“ für die Hände und/oder Füße im Vergleich zu Patienten, die Placebo erhielten (30,6 % versus 4,3 % [p = 0,014]).
Die Psoriasisstudie IV verglich die Wirksamkeit und Sicherheit von Adalimumab versus Placebo an 217 Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Nagelpsoriasis. Nach einer Anfangsdosis von 80 mg Adalimumab erhielten die Patienten 26 Wochen lang jede zweite Woche 40 mg Adalimumab (beginnend eine Woche nach der Anfangsdosis) oder Placebo. Im Anschluss erhielten sie über 26 weitere Wochen eine offene Adalimumab-Behandlung. Die Nagelpsoriasis wurde anhand des Modified Nail Psoriasis Severity Index (mNAPSI), des Physician’s Global Assessment of Fingernail Psoriasis (PGA-F) und des Nail Psoriasis Severity Index (NAPSI) beurteilt (siehe Tabelle 18). Adalimumab zeigte einen therapeutischen Nutzen bei Nagelpsoriasis-Patienten mit unterschiedlichem Ausmaß der Hautbeteiligung (KOF ≥ 10 % (60 % der Patienten) sowie KOF < 10 % und ≥ 5 % (40 % der Patienten)).
Tabelle 18 Ergebnisse zur Wirksamkeit in der Psoriasisstudie IV nach 16, 26 und 52 Wochen
| Endpunkt | placebokontrolliert Placebo n = 108 | Woche 16 | Adalimumab 40 mg alle 2 Wochen n = 109 | placebokontrolliert Placebo n = 108 | Woche 26 | Adalimumab 40 mg alle Wochen n = 109 | zwei | Woche 52 Adalimumab 40 mg alle zwei Wochen | offen n = 80 | |
| ≥ mNAPSI 75 (%) PGA-F erscheinungsfrei/minimal und Verbesserung um ≥ 2 Stufen (%) | 2,9 2,9 | 26,0 a 29,7 a | 3,4 6,9 | 46,6 a 48,9 a | 65,0 61,3 | |||||
| Prozentuale Veränderung | -7,8 | -44,2 a | -11,5 | -56,2 a | -72,2 |
des NAPSI bei allen
Fingernägeln (%)
a p < 0,001, Adalimumab vs. Placebo
Die mit Adalimumab behandelten Patienten erreichten in Woche 26 statistisch signifikante
Verbesserungen im DLQI verglichen mit Placebo.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa) bei Erwachsenen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in randomisierten, doppelblinden,
placebokontrollierten Studien und in einer offenen Fortsetzungsstudie an erwachsenen
Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa (HS) untersucht. Diese
Patienten wiesen eine Unverträglichkeit, eine Kontraindikation oder ein unzureichendes
Ansprechen gegenüber einer systemischen antibiotischen Therapie nach einem mindestens 3-
monatigen Behandlungsversuch auf. Die Patienten in den Studien HS-I und HS-II waren in
Hurley-Stadium II oder III der Krankheit mit mindestens 3 Abszessen oder entzündlichen
Knoten.
In der Studie HS-I (PIONEER I) wurden 307 Patienten in 2 Behandlungsperioden untersucht.
In Periode A erhielten die Patienten Placebo oder eine Induktionsdosis von 160 mg
Adalimumab in Woche 0, danach 80 mg in Woche 2 und ab Woche 4 bis Woche 11 40 mg
wöchentlich. Eine gleichzeitige Behandlung mit Antibiotika war während der Studie nicht
erlaubt. Nach einer 12-wöchigen Behandlung wurden die Patienten, die in Periode A
Adalimumab erhalten hatten, in Periode B erneut in eine von drei Behandlungsgruppen
randomisiert (40 mg Adalimumab wöchentlich, 40 mg Adalimumab jede zweite Woche oder
Placebo von Woche 12 bis Woche 35). Patienten, die in Periode A Placebo erhalten hatten,
wurden einer Behandlung mit 40 mg Adalimumab wöchentlich in Periode B zugeteilt.
In der Studie HS-II (PIONEER II) wurden 326 Patienten in 2 Behandlungsperioden
untersucht. In Periode A erhielten die Patienten Placebo oder eine Induktionsdosis von
160 mg Adalimumab in Woche 0, danach 80 mg in Woche 2 und ab Woche 4 bis Woche 11
40 mg wöchentlich. 19,3 % der Patienten erhielten während der Studie eine fortgesetzte
Basistherapie mit oralen Antibiotika. Nach einer 12-wöchigen Behandlung wurden die
Patienten, die in Periode A Adalimumab erhalten hatten, in Periode B erneut in eine von drei
Behandlungsgruppen randomisiert (40 mg Adalimumab wöchentlich, 40 mg Adalimumab
jede zweite Woche oder Placebo von Woche 12 bis Woche 35). Patienten, die in Periode A
Placebo erhalten hatten, wurden in Periode B der Placebogruppe zugeteilt.
Patienten, die an Studie HS-I oder HS-II teilgenommen hatten, waren für die Aufnahme in
eine offene Fortsetzungsstudie geeignet, in der 40 mg Adalimumab wöchentlich verabreicht
wurden. Die durchschnittliche Exposition lag in allen Adalimumab-Populationen bei 762
Tagen. Während aller drei Studien wendeten die Patienten täglich eine topische antiseptische
Waschlösung an.
Klinisches Ansprechen
Die Verringerung der entzündlichen Läsionen und die Prävention einer Verschlimmerung der Abszesse und dränierenden Fisteln wurden anhand des Hidradenitis Suppurativa Clinical Response beurteilt (HiSCR; eine mindestens 50%ige Abnahme der Gesamtzahl an Abszessen und entzündlichen Knoten und keine Zunahme der Anzahl an Abszessen sowie der Anzahl an dränierenden Fisteln gegenüber Baseline). Die Verringerung der HS-bezogenen Hautschmerzen wurde mithilfe einer numerischen Bewertungsskala bei Patienten beurteilt, die auf einer Skala mit 11 Punkten zu Beginn der Studie einen Score von 3 oder höher aufwiesen.
Im Vergleich zu Placebo erreichte ein signifikant höherer Anteil der mit Adalimumab behandelten Patienten ein HiSCR-Ansprechen zu Woche 12. In Woche 12 wies ein signifikant höherer Anteil an Patienten in Studie HS-II eine klinisch relevante Verringerung der HS-bezogenen Hautschmerzen auf (siehe Tabelle 19). Bei den mit Adalimumab behandelten Patienten war das Risiko eines Krankheitsschubes während der ersten 12 Behandlungswochen signifikant reduziert.
| Hidradenitis suppurativa Clinical Response | Ergebnisse bezüglich Wirksamkeit nach 12 Wochen, Studie HS-I und HS-II (HiSCR) a | Placebo n = 154 40 (26,0 %) | Tabelle 19 Studie HS-I | Adalimumab 40 mg wöchentlich n = 153 64 (41,8 %) * | Placebo n = 163 45 (27,6 %) | Studie HS-II 96 (58,9 %) *** | Adalimumab 40 mg wöchentlich n = 163 |
| ≥ 30 % Verringerung der Hautschmerzen *p < 0,05, *** a b | b p < 0,001, Adalimumab versus Placebo Unter allen randomisierten Patienten. Unter den Patienten mit einer anfänglichen Einstufung der HS-bezogenen Hautschmerzen | n = 109 27 (24,8 %) | n = 122 34 (27,9 %) | n=111 23 (20,7 %) | 48 (45,7 %) *** | n=105 |
≥ 3 auf Basis einer numerischen Bewertungsskala von 0 bis 10; 0 = keine Hautschmerzen, 10 = die schlimmsten vorstellbaren Hautschmerzen.
Die Behandlung mit 40 mg Adalimumab wöchentlich führte zu einer signifikanten
Verringerung des Risikos einer Verschlimmerung von Abszessen und dränierenden Fisteln.
Etwa doppelt so viele Patienten in der Placebogruppe wiesen im Vergleich zur Adalimumab-
Gruppe in den ersten 12 Wochen der Studien HS-I und HS-II eine Verschlimmerung der
Abszesse (23,0 % gegenüber 11,4 %) und dränierenden Fisteln (30,0 % gegenüber 13,9 %)
auf.
In Woche 12 wurden gegenüber den Ausgangswerten im Vergleich zu Placebo größere Verbesserungen hinsichtlich der anhand des Dermatology Life Quality Index (DLQI; Studie HS-I und HS-II) gemessenen hautspezifischen gesundheitsbezogenen Lebensqualität, der anhand des Treatment Satisfaction Questionnaire – Medication (TSQM; Studie HS-I und HS-II) gemessenen allgemeinen Zufriedenheit der Patienten mit dem Arzneimittel und der anhand des Physical Component Summary Score des SF-36-Fragebogens (Studie HS-I) gemessenen körperlichen Gesundheit festgestellt.
Unter den Patienten, die in Woche 12 mindestens teilweise auf die Behandlung mit 40 mg Adalimumab wöchentlich angesprochen haben, war die HiSCR-Rate in Woche 36 höher bei Patienten, die weiterhin wöchentlich mit Adalimumab behandelt wurden, als bei Patienten, deren Dosisintervall auf jede zweite Woche verlängert wurde oder bei denen die Behandlung abgesetzt wurde (siehe Tabelle 20)
Tabelle 20
| Anteil der Patienten | nach Neuzuweisung der Behandlung HiSCR | a unter wöchentlicher Behandlung mit Adalimumab in Woche 12, die | b in Woche 24 und 36 erreichten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (Behanlungsabbruch) | Placebo n = 73 | Adalimumab jede zweite Woche | 40 mg n = 70 | Adalimumab | 40 mg wöchentlich n = 70 | |||
| Woche 24 | 24 (32,9 %) | 36 (51,4 %) | 40 (57,1 %) | |||||
| Woche 36 | 22 (30,1 %) | 28 (40,0 %) | 39 (55,7 %) | |||||
| a nach 12 Behandlungswochen. b | Patienten mit einem mindestens teilweisen Ansprechen auf 40 mg Adalimumab wöchentlich Patienten, die die im Prüfplan festgelegten Kriterien im Hinblick auf einen Verlust des |
Ansprechens oder keine Verbesserung erfüllten, mussten aus den Studien ausscheiden und wurden als Non-Responder gewertet.
Unter den Patienten, die in Woche 12 mindestens teilweise auf die Behandlung
angesprochen haben und die weiterhin mit Adalimumab behandelt wurden, betrug die
HiSCR-Rate in Woche 48 68,3 % und in Woche 96 65,1 %. Bei einer langfristigen
Behandlung mit Adalimumab 40 mg wöchentlich über 96 Wochen wurden keine neuen
Erkenntnisse zur Sicherheit identifiziert.
Unter den Patienten in den Studien HS-I und HS-II, deren Behandlung mit Adalimumab in Woche 12 abgesetzt wurde, war die HiSCR-Rate 12 Wochen nach Wiederaufnahme der Behandlung mit 40 mg Adalimumab wöchentlich vergleichbar mit der Rate vor dem Absetzen der Behandlung (56,0 %).
Morbus Crohn
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden bei über 1 500 Patienten mit mittelschwerem bis schwerem, aktivem Morbus Crohn (Crohn’s Disease Activity Index (CDAI) ≥ 220 und ≤ 450) in randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien untersucht. Eine Begleitmedikation in gleichbleibender Dosis von Aminosalicylaten, Glukokortikoiden und/oder Immunsuppressiva war erlaubt, und bei 80 % der Patienten wurde die Behandlung mit mindestens einem dieser Medikamente fortgeführt.
Die Induktion einer klinischen Remission (definiert als CDAI < 150) wurde in zwei Studien,
MC-Studie I (CLASSIC I) und MC-Studie II (GAIN), untersucht. In der MC-Studie I wurden
299 Patienten, die zuvor nicht mit einem TNF-Antagonisten behandelt wurden, in eine von
vier Behandlungsgruppen randomisiert: Placebo in Woche 0 und 2, 160 mg Adalimumab in
Woche 0 und 80 mg in Woche 2, 80 mg in Woche 0 und 40 mg in Woche 2 sowie 40 mg in
Woche 0 und 20 mg in Woche 2. In der MC-Studie II wurden 325 Patienten, die nicht mehr
ausreichend auf Infliximab ansprachen oder eine Unverträglichkeit gegenüber Infliximab
zeigten, randomisiert und erhielten entweder 160 mg Adalimumab in Woche 0 und 80 mg in
Woche 2 oder Placebo in Woche 0 und 2. Patienten, bei denen sich primär keine Wirkung
zeigte, wurden aus diesen Studien ausgeschlossen und nicht weiter untersucht.
Der Erhalt der klinischen Remission wurde in der MC-Studie III (CHARM) untersucht. In der offenen Induktionsphase der MC-Studie III erhielten 854 Patienten 80 mg in Woche 0 und 40 mg in Woche 2. In Woche 4 wurden die Patienten randomisiert und erhielten entweder 40 mg alle zwei Wochen, 40 mg jede Woche oder Placebo über den gesamten Studienzeitraum von 56 Wochen. Patienten, die auf die Therapie ansprachen (Minderung des CDAI ≥ 70), wurden in Woche 4 stratifiziert und unabhängig von denen, die bis Woche 4 noch keine Wirkung zeigten, analysiert. Ein Ausschleichen der Glukokortikoide war ab der 8.
Woche erlaubt.
Die klinischen Remissions- und Ansprechraten für die MC-Studie I und die MC-Studie II sind in Tabelle 21aufgeführt.
Tabelle 21 Induktion der klinischen Remission und des Ansprechens (Prozent der Patienten) MC-Studie I: Infliximab-naive Patienten MC-Studie II: Infliximab-erfahrene Patienten
| Placebo n = 74 | Adalimumab 80/40 mg | Adalimumab n = 75 | 160/80 mg n = 76 | Placebo n = 166 | Adalimumab 160/80 mg n = 159 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Woche 4 | ||||||
| Klinische Remission Klinisches Ansprechen (CR-100) Alle p-Werte beziehen sich auf den paarweisen Vergleich der Zahlen für Adalimumab * | 12 % 24 % | 24 % 37 % | 36 %* 49 %** | 7 % 25 % | 21 %* 38 %** versu s Placebo |
p < 0,00
- p < 0,01 Die Remissionsraten in Woche 8 für die Induktionsdosierung mit 160/80 mg und mit
80/40 mg waren vergleichbar, unter der Dosis von 160/80 mg wurden häufiger
Nebenwirkungen beobachtet.
In Woche 4 zeigten in der MC-Studie III 58 % (499/854) der Patienten ein klinisches Ansprechen und wurden in der primären Analyse erfasst. Von diesen Patienten mit klinischem Ansprechen in Woche 4 hatten 48 % bereits zuvor TNF-Antagonisten erhalten. Die Raten der anhaltenden Remission und des Ansprechens sind in Tabelle 22 aufgeführt. Die Ergebnisse zur klinischen Remission waren weitgehend konstant, unabhängig davon, ob früher bereits ein TNF-Antagonist verabreicht wurde.
Adalimumab verringerte im Vergleich zu Placebo krankheitsbezogene Klinikaufenthalte und
Operationen in Woche 56 signifikant.
Tabelle 22 Aufrechterhaltung der klinischen Remission und des Ansprechens (Prozent der Patienten)
| Placebo | Adalimumab Jede zweite Woche | 40 mg | Adalimumab jede Woche | 40 mg | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Woche 26 | n = 170 | n = 172 | n = 157 | |||
| Klinische Remission | 17 % | 40 %* | 47 %* | |||
| Klinisches Ansprechen (CR-100) | 27 % | 52 %* | 52 %* | |||
| Patienten in steroidfreier Remission für ≥ 90 Tage Woche 56 | a | 3 % (2/66) n = 170 | 19 % (11/58)** | n = 172 | 15 % (11/74)** | n = 157 |
| Klinische Remission | 12 % | 36 %* | 41 %* | |||
| Klinisches Ansprechen (CR-100) | 17 % | 41 %* | 48 %* | |||
| Patienten in steroidfreier Remission für ≥ 90 Tage * ** a | a p < 0,001 bezogen auf den paarweisen Vergleich der Zahlen für Adalimumab p < 0,02 bezogen auf den paarweisen Vergleich der Zahlen für Adalimumab Von den Patienten, die Glukokortikoide zu Beginn erhalten haben | 5 % (3/66) | 29 % (17/58)* | versus | 20 % (15/74)** versus | Placebo Placebo |
Bei den Patienten, die bis Woche 4 nicht angesprochen hatten, zeigte sich bei 43 % der mit
Adalimumab behandelten Patienten in Woche 12 eine Wirkung im Vergleich zu 30 % der
Placebopatienten. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass einige Patienten, die bis Woche 4
noch nicht auf die Therapie angesprochen haben, von einer Weiterführung der
Erhaltungstherapie bis Woche 12 profitieren. Eine Fortsetzung der Therapie über die 12.
Woche hinaus zeigte keine signifikant höhere Ansprechrate (siehe Abschnitt 4.2).
117 von 276 Patienten aus der MC-Studie I und 272 von 777 aus den MC-Studien II und III wurden mindestens 3 Jahre in einer offenen Studie mit Adalimumab weiterbehandelt. 88 bzw. 189 Patienten blieben weiterhin in klinischer Remission. Ein klinisches Ansprechen (CR-100) wurde bei 102 bzw. 233 Patienten erhalten.
Lebensqualität
In der MC-Studie I und der MC-Studie II zeigte sich eine statistisch signifikante
Verbesserung im krankheitsspezifischen IBDQ(Inflammatory-Bowel-Disease-Questionnaire)-
Gesamtscore in Woche 4 bei Patienten, die in die Adalimumab-Gruppen 80/40 mg und
160/80 mg randomisiert wurden, im Vergleich zur Placebogruppe. Dasselbe zeigte sich in der
MC-Studie III in Woche 26 und 56 in den Adalimumab-Behandlungsgruppen im Vergleich
zur Placebogruppe.
Colitis ulcerosa
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab-Mehrfachdosen wurden bei erwachsenen
Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (Mayo-Score 6 bis 12 mit
Endoskopie-Subscore 2 bis 3) in randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten
Studien untersucht.
In der UC-I-Studie wurden 390 Patienten, die gegenüber TNF-Antagonisten naiv waren,
randomisiert: sie erhielten entweder Placebo in Woche 0 und 2, 160 mg Adalimumab in
Woche 0, gefolgt von 80 mg in Woche 2 oder 80 mg Adalimumab in Woche 0, gefolgt von
40 mg in Woche 2. Nach Woche 2 erhielten die Patienten in beiden Adalimumab-Armen jede
zweite Woche 40 mg. Eine klinische Remission (definiert als Mayo-Score ≤ 2 mit keinem
Subscore > 1) wurde in Woche 8 bewertet.
In der UC-II-Studie erhielten 248 Patienten 160 mg Adalimumab in Woche 0,80 mg in Woche 2 und danach jede zweite Woche 40 mg und 246 Patienten erhielten Placebo. Die klinischen Ergebnisse wurden auf Einleitung einer Remission in Woche 8 und Bestehen der Remission in Woche 52 bewertet.
Eine klinische Remission zu einem statistisch signifikanten größeren Prozentsatz gegenüber Placebo erreichten Patienten mit einer Induktionsdosis von 160/80 mg Adalimumab in Woche 8 in der UC-I-Studie (18 % unter Adalimumab vs. 9 % unter Placebo; p = 0,031) und UC-II-Studie (17 % unter Adalimumab vs. 9 % unter Placebo; p = 0,019). In der UC-II-Studie waren unter Adalimumab-Behandlung 21/41 (51 %) Patienten, die in Woche 8 in Remission waren, in Woche 52 in Remission.
Tabelle 23 zeigt die Ergebnisse aus der gesamten Population von UC-II-Studie.
Tabelle 23 Ansprechen, Remission und Mukosaheilung in der UC-II-Studie (prozentualer Anteil der Patienten)
| Placebo | Adalimumab 40 mg jede zweite Woche | ||
|---|---|---|---|
| Woche 52 | n = 246 | n = 248 | |
| Klinisches Ansprechen Klinische Remission | 18 % 9 % | 30 %* 17 %* | |
| Mukosaheilung Steroidfreie Remission für ≥ 90 Tage a | 15 % 6 % (n = 140) | 25 %* 13 % * (n = 150) | |
| Woche 8 und 52 | |||
| Anhaltendes Ansprechen Anhaltende Remission | 12 % 4 % | 24 %** 8 %* | |
| Anhaltende Mukosaheilung Klinische Remission bedeutet Mayo Score ≤ 2 mit keinem Subscore > 1; Klinisches Ansprechen bedeutet eine Abnahme im Mayo-Score ≥ 3 Punkte und ≥ 30 % plus eine Abnahme im rektalen Blutungs-Subscore [RBS | 11 % gegenüber Studienbeginn um | 19 %*] ≥ 1 oder einen |
absoluten RBS von 0 oder 1;
*p < 0,05 für Adalimumab versus Placebo paarweiser Vergleich der Anteile
**p < 0,001 für Adalimumab versus Placebo paarweiser Vergleich der Anteile
a Verabreichung von Glukokortikoiden zu Studienbeginn
Von den Patienten mit einem Ansprechen in Woche 8 sprachen in Woche 52 47 % an, waren
29 % in Remission, hatten 41 % eine Mukosaheilung und waren 20 % in steroidfreier
Remission für ≥ 90 Tage
Bei annähernd 40 % der Patienten der UC-II-Studie hatte zuvor die Anti-TNF-Behandlung
mit Infliximab versagt. Die Wirksamkeit von Adalimumab war bei diesen Patienten im
Vergleich zu Patienten, die Anti-TNF-naiv waren, verringert. Unter den Patienten, bei denen
zuvor eine Anti-TNF-Behandlung versagt hatte, wurde bei 3 % der Patienten, die Placebo
erhalten hatten, und bei 10 % der Patienten, die Adalimumab erhalten hatten, in Woche 52
eine Remission erreicht.
Patienten aus den UC-I- und UC-II-Studien hatten die Möglichkeit, an einer offenen
Langzeit-Fortsetzungsstudie (UC-III) teilzunehmen. Nach Behandlung mit Adalimumab über
3 Jahre waren 75 % (301/402) nach Partial-Mayo-Score weiterhin in klinischer Remission.
Hospitalisierungsraten
Innerhalb der 52 Wochen der Studien UC-I und UC-II wurden für den Adalimumab-Behandlungsarm im Vergleich zum Placeboarm niedrigere Raten bezüglich allgemeiner sowie Colitis-ulcerosa-bedingter Krankenhausaufenthalte beobachtet. Die Zahl an allgemeinen Hospitalisierungen betrug in der Adalimumab-Behandlungsgruppe 0,18 pro Patientenjahr gegenüber 0,26 pro Patientenjahr in der Placebogruppe, und die entsprechenden Zahlen für Colitis-ulcerosa-verursachte Hospitalisierungen waren 0,12 pro Patientenjahr gegenüber 0,22 pro Patientenjahr.
Lebensqualität
In der Studie UC-II resultierte die Behandlung mit Adalimumab in einer Verbesserung des
Inflammatory-Bowel-Disease-Questionnaire(IBDQ)-Score.
Uveitis Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in zwei randomisierten, doppelmaskierten, placebokontrollierten Studien (UV I und II) bei erwachsenen Patienten mit nicht infektiöser Uveitis intermedia, Uveitis posterior und Panuveitis beurteilt, ausgenommen Patienten mit isolierter Uveitis anterior. Die Patienten erhielten Placebo oder eine Induktionsdosis von 80 mg Adalimumab, gefolgt von 40 mg alle zwei Wochen, beginnend eine Woche nach der Induktionsdosis. Eine Begleitmedikation in gleichbleibender Dosis von einem nicht biologischen Immunsuppressivum war erlaubt.
In der Studie UV I wurden 217 Patienten untersucht, die trotz Behandlung mit
Kortikosteroiden (Prednison oral in einer Dosis von 10 bis 60 mg/Tag) eine aktive Uveitis
aufwiesen. Alle Patienten erhielten bei Eintritt in die Studie 2 Wochen lang eine
standardisierte Prednison-Dosis von 60 mg/Tag. Darauf folgte eine verpflichtende
Steroidausschleichung, sodass die Kortikosteroide bis Woche 15 vollständig abgesetzt waren.
In der Studie UV II wurden 226 Patienten mit inaktiver Uveitis untersucht, die bei Baseline
zur Kontrolle ihrer Erkrankung dauerhaft mit Kortikosteroiden behandelt werden mussten
(Prednison oral 10 bis 35 mg/Tag). Danach folgte eine verpflichtende Steroidausschleichung,
sodass die Kortikosteroide bis Woche 19 vollständig abgesetzt waren.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt beider Studien war die „Dauer bis zum Behandlungsversagen“. Das Behandlungsversagen wurde definiert durch eine Verschlechterung in einer der vier Komponenten: entzündliche Läsionen der Ader- und Netzhaut und/oder entzündliche Gefäßläsionen der Netzhaut, Grad der Vorderkammerzellen, Grad der Glaskörpertrübung und bestkorrigierter Visus (best corrected visual acuity, BCVA).
Die Patienten, die die Studien UV I und UV II abgeschlossen hatten, konnten in eine
unkontrollierte Langzeit-Fortsetzungsstudie, mit einer ursprünglich geplanten Dauer von 78
Wochen, eingeschlossen werden. Die Patienten durften die Studienmedikation über die
Woche 78 hinaus fortsetzen bis sie Zugang zu Adalimumab hatten.
Klinisches Ansprechen
Die Ergebnisse aus beiden Studien zeigten eine statistisch signifikante Reduktion des Risikos
eines Behandlungsversagens bei Patienten unter Behandlung mit Adalimumab gegenüber
Patienten, die Placebo erhielten (siehe Tabelle 24). Beide Studien zeigten im Vergleich zu
Placebo eine frühzeitig einsetzende und anhaltende Auswirkung von Adalimumab auf die
Rate an Behandlungsversagen (siehe Abbildung 2).
Tabelle 24 Dauer bis zum Behandlungsversagen in den Studien UV I und UV II n Versagen Dauer HRa 95 %-KI p-Wertb Auswertung n (%) (Median) für HRa Behandlung bis zum Versagen (Monate)
Dauer bis zum Behandlungsversagen in oder nach Woche 6 in der Studie UV I
Primäre
Auswertung
(ITT-
Population)
Placebo 107 84 (78,5) 3.0 -- -- --
Adalimumab 110 60 (54,5) 5,6 0,50 0,36; 0,70 < 0,001
Dauer bis zum Behandlungsversagen in oder nach Woche 2 in der Studie UV II
Primäre
Auswertung
(ITT-
Population)
Placebo 111 61 (55,0) 8,3 -- -- --
Adalimumab 115 45 (39,1) n. b.c 0,57 0,39; 0,84 0,004 Hinweis: Ein Behandlungsversagen in oder nach Woche 6 (Studie UV I) bzw. in oder nach Woche 2 (Studie UV II) wurde als Ereignis gewertet. Ein Ausscheiden aus anderen Gründen als Behandlungsversagen wurde zum Zeitpunkt des Ausscheidens zensiert.
a HR von Adalimumab gegenüber Placebo der Cox-Regressionsanalyse mit Behandlung als Faktor b 2-seitiger p-Wert vom Log-Rank-Test c n. b. = nicht bestimmbar. Bei weniger als der Hälfte der Risikopatienten kam es zu einem Ereignis.
Abb. 2: Kaplan-Meier-Kurven zur Darstellung der Dauer bis zum Behandlungsversagen in oder nach Woche 6 (Studie UV I) bzw. Woche 2 (Studie UV II)
)%
EN (
AG RS
SVE
UNG
ANDL EH
| E B | ZEIT (MONATE) | |||
|---|---|---|---|---|
| RAT Studie UV I | Behandlung: | Placebo | Adalimumab |
)%
EN (
AG RS
SVE
UNG
ANDL EH
E B
| RAT | ZEIT (MONATE) | |||
|---|---|---|---|---|
| Studie UV II | Behandlung: | Placebo | Adalimumab |
Hinweis: P# = Placebo (Anzahl an Ereignissen/Anzahl Risikopatienten); A# = Adalimumab
(Anzahl an Ereignissen/Anzahl Risikopatienten)
In der Studie UV I wurden für jede Komponente des Behandlungsversagens statistisch
signifikante Unterschiede zugunsten von Adalimumab gegenüber Placebo festgestellt. In der
Studie UV II wurden statistisch signifikante Unterschiede nur für die Sehschärfe festgestellt,
doch die Ergebnisse der anderen Komponenten fielen numerisch zugunsten von Adalimumab
aus.
Von den 424 Studienteilnehmern , die in die unkontrollierte Langzeit-Fortsetzungsstudie von
den Studien UV I und UV II eingeschlossen waren, erwiesen sich 60 Studienteilnehmer als
nicht auswertbar (z. B. aufgrund von Abweichungen oder durch Komplikationen nachrangig
einer diabetischen Retinopathie, die auf eine Operation des grauen Stars oder
Glaskörperentfernung zurückzuführen waren). Sie wurden deshalb von der primären
Wirksamkeitsanalyse ausgeschlossen. Von den 364 verbleibenden auswertbaren Patienten
waren 269 Patienten (74 %) nach 78 Wochen noch auf Adalimumab-Therapie. Basierend auf
dem betrachteten datenbasierten Ansatz waren 216 (80,3 %) Patienten symptomfrei (keine
aktiven endzündlichen Läsionen, Grad der Vorderkammerzellen ≤ 0,5+, Grad der
Glaskörpertrübung ≤ 0,5+) mit einer einhergehenden Steroiddosis ≤ 7,5 mg pro Tag und 178
(66,2 %) waren in einer steroidfreien Ruhephase. In Woche 78 wurde bei 88,6 % der Augen
der bestkorrigierte Visus (best corrected visual acuity, BCVA) entweder verbessert oder
erhalten (< 5 Zeichen der Verschlechterung). Die Daten, die über die Woche 78 hinaus
erhoben wurden, waren im Allgemeinen übereinstimmend mit diesen Daten, aber die Anzahl
von eingeschlossenen Studienteilnehmern war nach dieser Zeit zurückgegangen. Ursächlich
für die vorzeitige Beendigung der Studie waren in 18 % der Fälle das Auftreten von
Nebenwirkungen und in 8 % der Fälle ein unzureichendes Ansprechen auf die Behandlung
mit Adalimumab.
Lebensqualität
In beiden klinischen Studien wurde die Therapiebewertung aus Patientensicht (patient
reported outcome, PRO) hinsichtlich des Sehvermögens mithilfe des NEI VFQ-25 beurteilt.
Bei den meisten Subscores fielen die Ergebnisse numerisch zugunsten von Adalimumab aus – ein statistisch signifikanter mittlerer Unterschied bestand in der Studie UV I beim allgemeinen Sehvermögen, bei Augenschmerzen, Nahsicht, mentaler Gesundheit und dem Gesamtscore, in der Studie UV II beim allgemeinen Sehvermögen und der mentalen Gesundheit. Weitere Wirkungen in Bezug auf das Sehvermögen fielen in der Studie UV I beim Farbsehen und in der Studie UV II beim Farbsehen, dem peripheren Sehen und der Nahsicht numerisch nicht zugunsten von Adalimumab aus.
Immunogenität Während der Behandlung mit Adalimumab können sich Anti-Adalimumab-Antikörper bilden. Die Bildung von Anti-Adalimumab-Antikörpern ist mit einer erhöhten Clearance und einer verminderten Wirksamkeit von Adalimumab verbunden. Zwischen der Anwesenheit von Anti-Adalimumab-Antikörpern und dem Auftreten von unerwünschten Ereignissen gibt es keinen offensichtlichen Zusammenhang.
Kinder und Jugendliche
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis (pJIA)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in zwei Studien (pJIA I und II) an
Kindern mit aktiver polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis oder polyartikulärem
Verlauf untersucht, die zu Erkrankungsbeginn verschiedene Subtypen der juvenilen
idiopathischen Arthritis aufwiesen (am häufigsten waren Rheumafaktor negative oder
positive Polyarthritis und erweiterte Oligoarthritis).
pJIA I Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Parallelgruppenstudie an 171 Kindern und Jugendlichen (4 – 17 Jahre alt) mit polyartikulärer JIA untersucht. In der offenen Einleitungsphase (OL-LI) wurden die Patienten in zwei Gruppen stratifiziert: mit Methotrexat (MTX) behandelte oder nicht mit MTX behandelte Patienten. Patienten, die im Nicht-MTX-Arm waren, waren entweder MTX-naiv oder MTX war mindestens zwei Wochen vor Verabreichung der Studienmedikation abgesetzt worden. Die Patienten erhielten stabile Dosen von NSAR und/oder Prednison (≤ 0,2 mg/kg/Tag oder maximal 10 mg/Tag). In der OL-LI-Phase erhielten alle Patienten 16 Wochen lang 24 mg/m2 bis zu einer Maximaldosis von 40 mg Adalimumab jede zweite Woche. Die Patientenverteilung nach Alter und minimaler, mittlerer und maximaler Dosis, wie sie während der OL-LI-Phase verabreicht wurde, ist in Tabelle 25 dargestellt.
Tabelle 25 Patientenverteilung nach Alter und verabreichter Adalimumab-Dosis während der OL-LI-Phase
| Altersgruppe | Patientenanzahl zu Studienbeginn n (%) | Minimale, mittlere und maximale Dosis |
| 4 bis 7 Jahre | 31 (18,1) | 10, 20 und 25 mg |
| 8 bis 12 Jahre | 71 (41,5) | 20, 25 und 40 mg |
| 13 bis 17 Jahre | 69 (40,4) | 25, 40 und 40 mg |
Die Patienten, die ein pädiatrisches ACR-30-Ansprechen in Woche 16 zeigten, waren für
die Randomisierung in die doppelblinde (DB-)Studienphase geeignet und erhielten
entweder Adalimumab (24 mg/m2 bis zu einer maximalen Einzeldosis von 40 mg) oder
Placebo jede zweite Woche für weitere 32 Wochen oder bis zu einem Wiederaufflammen
der Erkrankung. Kriterien für ein Wiederaufflammen der Erkrankung waren definiert als
eine Verschlechterung von ≥ 30 % im Vergleich zu Studienbeginn bei ≥ 3 von 6
pädiatrischen ACR-Core-Kriterien, ≥ 2 aktive Gelenke und eine Verbesserung von
> 30 % in nicht mehr als einem der 6 Kriterien. Nach 32 Wochen oder bei
Wiederaufflammen der Erkrankung waren die Patienten für die Überführung in die
offene Fortsetzungsphase (OLE) geeignet.
Tabelle 26 Pädiatrisches ACR-30-Ansprechen in der JIA-Studie
Studienarm MTX Ohne MTX Phase OL-LI 16 Wochen Pädiatrisches ACR-30- 94,1 % (80/85) 74,4 % (64/86) Ansprechen (n/n) Ergebnisse zur Wirksamkeit Doppelblind 32 Wochen Adalimumab Placebo /MTX Adalimumab Placebo (n = 28) /MTX (n = 38) (n = 37) (n = 30)
Wiederaufflammen der 36,8 % (14/38) 64,9 % (24/37)b 43,3 % (13/30) 71,4 % (20/28)c Erkrankung nach 32 Wochena (n/n) Mittlere Zeit bis zum > 32 Wochen 20 Wochen > 32 Wochen 14 Wochen Wiederaufflammen der Erkrankung
a pädiatrisches ACR-30/50/70-Ansprechen in Woche 48 war signifikant größer als bei mit Placebo behandelten Patienten b p = 0,015 c p = 0,031
Unter den Patienten, die in Woche 16 (n = 144) ansprachen, wurde das pädiatrische ACR-
30/50/70/90-Ansprechen für bis zu sechs Jahre in der OLE-Phase bei denjenigen
aufrechterhalten, die Adalimumab während der ganzen Studie über erhielten. Insgesamt
wurden 19 Patienten (11 zu Studienbeginn in der Altersgruppe von 4 bis 12 Jahren und 8 zu
Studienbeginn in der Altersgruppe von 13 bis 17 Jahren) 6 Jahre oder länger behandelt.
Das Gesamtansprechen bei der Kombinationstherapie von Adalimumab und MTX war allgemein besser, und weniger Patienten entwickelten Antikörper im Vergleich zur Adalimumab-Monotherapie. Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse wird der Einsatz von Adalimumab in Kombination mit MTX empfohlen. Bei Patienten, bei denen der MTX-Einsatz nicht geeignet ist, wird eine Monotherapie mit Adalimumab empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
pJIA II
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in einer offenen, multizentrischen Studie an 32 Kleinkindern/Kindern (im Alter von 2 – < 4 Jahren oder im Alter von 4 Jahren und älter mit einem Körpergewicht < 15 kg) mit mittelschwerer bis schwerer aktiver polyartikulärer JIA untersucht. Die Patienten erhielten als Einzeldosis mittels subkutaner Injektion mindestens 24 Wochen lang jede zweite Woche 24 mg Adalimumab/m2 KOF bis zu einer maximalen Dosis von 20 mg. Während der Studie verwendeten die meisten Patienten eine MTX-Begleittherapie, die Anwendung von Glukokortikoiden oder NSARs wurde seltener berichtet.
In Woche 12 und Woche 24 betrug unter Auswertung der beobachteten Daten das pädiatrische ACR-30-Ansprechen 93,5 % bzw. 90,0 %. Die Anteile an Patienten mit pädiatrischem ACR-50/70/90-Ansprechen betrugen 90,3 %/61,3 %/38,7 % bzw. 83,3 %/73,3 %/36,7 % in Woche 12 und Woche 24. Von den Patienten, die in Woche 24 ein pädiatrisches ACR-30-Ansprechen zeigten (n = 27 von 30 Patienten), wurde das pädiatrische ACR-30-Ansprechen bis zu 60 Wochen in der OLE-Phase bei den Patienten aufrechterhalten, die Adalimumab über diesen Zeitraum erhielten. Insgesamt wurden 20 Patienten 60 Wochen oder länger behandelt.
Enthesitis-assoziierte Arthritis
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Studie bei 46 pädiatrischen Patienten (im Alter von 6 bis 17 Jahren) mit mittelschwerer Enthesitis-assoziierter Arthritis untersucht. Die Patienten wurden randomisiert und erhielten 12 Wochen lang entweder 24 mg Adalimumab/m2 KOF bis zu maximal 40 mg Adalimumab oder Placebo jede zweite Woche. Der doppelblinden Phase folgte eine offene Fortsetzungsphase (OL). Während dieser Zeit erhielten die Patienten subkutan bis zu weiteren 192 Wochen jede zweite Woche 24 mg Adalimumab/m2 (KOF) bis zu maximal 40 mg Adalimumab. Der primäre Endpunkt war die prozentuale Veränderung der Anzahl der aktiven Gelenke mit Arthritis (Schwellung nicht als Folge von Deformierung oder Gelenke mit Bewegungsverlust plus Schmerzen und/oder Druckschmerzempfindlichkeit) in Woche 12 gegenüber dem Therapiebeginn. Er wurde mit einer durchschnittlichen prozentualen Abnahme von -62,6 % (Median der prozentualen Abnahme -88,9 %) bei Patienten in der Adalimumab-Gruppe im Vergleich zu -11,6 % (Median der prozentualen Abnahme -50 %) bei Patienten in der Placebogruppe erreicht. Die Verbesserung in der Anzahl der aktiven Gelenke mit Arthritis wurde während der OL-Phase bis Woche 156 für 26 von 31 (84 %) Patienten der Adalimumab-Gruppe, die in der Studie verblieben sind, aufrechterhalten. Obwohl statistisch nicht signifikant, zeigte die Mehrheit der Patienten eine klinische Verbesserung bei den sekundären Endpunkten, wie z. B. Anzahl der Stellen mit Enthesitis, Anzahl schmerzempfindlicher Gelenke (TJC), Anzahl geschwollener Gelenke (SJC), pädiatrisches ACR-50-Ansprechen und pädiatrisches ACR-70-Ansprechen.
Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen
Die Wirksamkeit von Adalimumab wurde in einer randomisierten, doppelblinden,
kontrollierten Studie mit 114 pädiatrischen Patienten ab 4 Jahren mit schwerer chronischer
Plaque-Psoriasis untersucht, deren topische Therapie und Heliotherapie oder Phototherapie
unzureichend war (schwere chronische Plaque-Psoriasis ist definiert durch einen PGA ≥ 4
oder > 20 % KOF-Beteiligung oder > 10 % KOF-Beteiligung mit sehr dicken Läsionen oder
PASI ≥ 20 oder ≥ 10 mit klinisch relevanter Beteiligung von Gesicht, Genitalbereich oder
Händen/Füßen).
Patienten erhielten Adalimumab 0,8 mg/kg jede zweite Woche (bis zu 40 mg), 0,4 mg/kg jede zweite Woche (bis zu 20 mg) oder Methotrexat 0,1 – 0,4 mg/kg wöchentlich (bis zu 25 mg).
In Woche 16 hatten mehr Patienten, die in die Adalimumab-Gruppe mit 0,8 mg/kg
randomisiert waren, positive Wirksamkeitsnachweise (z. B. PASI-75) als jene, die in die
Gruppe mit 0,4 mg/kg jede zweite Woche oder in die MTX-Gruppe randomisiert waren.
| Wirksamkeitsergebnisse bei pädiatrischer Plaque-Psoriasis in Woche 16 | Tabelle 27 | |||
|---|---|---|---|---|
| MTX a n = 37 | Adalimumab 0,8 mg/kg alle 2 Wochen | n = 38 | ||
| PASI-75 b | 12 (32,4 %) | 22 (57,9 %) | ||
| PGA: erscheinungsfrei/minimal a MTX = Methotrexat b p = 0,027, Adalimumab 0,8 mg/kg c p = 0,083; Adalimumab 0,8 mg/kg | c versus versus | 15 (40,5 %) MTX MTX | 23 (60,5 %) |
Bei Patienten, die PASI-75 und einen PGA, definiert als „erscheinungsfrei“ oder
„minimal“, erreichten, wurde die Behandlung bis zu 36 Wochen lang abgesetzt. Diese
Patienten wurden dahingehend beobachtet, ob sie einen Rückfall erlitten (z. B.
Verschlechterung des PGA um mindestens zwei Grade). Die Behandlung der Patienten
wurde dann wieder mit 0,8 mg Adalimumab/kg jede zweite Woche für weitere 16 Wochen
aufgenommen. Die Ansprechraten, die während der erneuten Behandlung beobachtet
wurden, waren vergleichbar mit denen in der vorherigen doppelblinden Phase: PASI-75-
Ansprechen von 78,9 % (15 von 19 Patienten) und PGA (definiert als „erscheinungsfrei“
oder „minimal“) von 52,6 % (10 von 19 Patienten).
In der offenen Fortsetzungsphase der Studie wurden für bis zu weiteren 52 Wochen ein PASI-
75-Ansprechen und PGA, definiert als „erscheinungsfrei“ oder „minimal“, aufrechterhalten;
es gab keine neuen Erkenntnisse zur Sicherheit.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa) bei Jugendlichen
Es gibt keine klinischen Studien mit Adalimumab bei jugendlichen Patienten mit HS. Es ist
zu erwarten, dass Adalimumab bei der Behandlung von jugendlichen Patienten mit HS
wirksam ist, da die Wirksamkeit und die Dosis-Wirkungsbeziehung bei erwachsenen HS-
Patienten nachgewiesen wurde und es wahrscheinlich ist, dass Krankheitsverlauf,
Pathophysiologie und Arzneimittelwirkungen bei gleicher Exposition im Wesentlichen
ähnlich sind wie bei Erwachsenen. Die Sicherheit der empfohlenen Adalimumab-Dosis bei
Jugendlichen mit HS basiert auf dem indikationsübergreifenden Sicherheitsprofil von
Adalimumab bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen bei ähnlicher Dosis oder
häufigerer Gabe (siehe Abschnitt 5.2).
Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen
Adalimumab wurde in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden klinischen Studie untersucht, um die Wirksamkeit und Sicherheit einer Induktions- und Dauertherapie zu evaluieren. Es wurden 192 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und einschließlich 17 Jahren mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn (MC), definiert als pädiatrischer Morbus-Crohn-Aktivitätsindex (PCDAI)-Score > 30, eingeschlossen. Die Dosis war abhängig vom Körpergewicht (< 40 kg oder ≥ 40 kg). Eingeschlossen wurden Patienten, bei denen eine konventionelle MC-Therapie (einschließlich eines Glukokortikoids und/oder eines Immunsuppressivums) versagt hatte; es wurden auch Patienten eingeschlossen, die unter Infliximab-Therapie einen Verlust des klinischen Ansprechens oder eine Unverträglichkeit entwickelt hatten.
Alle Patienten erhielten eine offene Induktionstherapie mit einer Dosis auf Basis des
Körpergewichts zu Studienbeginn: 160 mg zu Woche 0 und 80 mg zu Woche 2 für Patienten
≥ 40 kg bzw. 80 mg und 40 mg für Patienten < 40 kg.
Zu Woche 4 wurden die Patienten 1:1 auf Basis des derzeitigen Körpergewichts entweder
einem Behandlungsschema mit niedriger Dosis oder Standarddosis nach dem Zufallsprinzip
zugeteilt (siehe Tabelle 28).
Tabelle 28 Erhaltungsdosis
| Patientengewicht | Niedrige Dosis | Standarddosis |
|---|---|---|
| < 40 kg ≥ 40 kg | 10 mg jede zweite Woche 20 mg jede zweite Woche | 20 mg jede zweite Woche 40 mg jede zweite Woche |
Ergebnisse zur Wirksamkeit
Der primäre Endpunkt der Studie war die klinische Remission zu Woche 26, definiert als
PCDAI-Score ≤ 10.
Die Raten zur klinischen Remission und zum klinischen Ansprechen (definiert als
Verringerung im PCDAI-Score um mindestens 15 Punkte im Vergleich zu Studienbeginn)
sind in Tabelle 29 dargestellt. Die Raten zum Absetzen von Glukokortikoiden oder
Immunsuppressiva zeigt Tabelle 30.
Tabelle 29 Morbus-Crohn-Studie bei Kindern und Jugendlichen Klinische Remission und Ansprechen nach PCDAI
| Standarddosis 40/20 mg jede zweite Woche | n = 93 | Niedrige Dosis 20/10 mg jede zweite Woche | n = 95 | p-Wert * | |
| Woche 26 Klinische Remission Klinisches Ansprechen Woche 52 Klinische Remission Klinisches Ansprechen | 38,7 % 59,1 % 33,3 % 41,9 % | 28,4 % 48,4 % 23,2 % 28,4 % | 0,075 0,073 0,100 0,038 |
- p-Wert für Vergleich von Standarddosis gegenüber Niedrigdosis
| Absetzen von Glukokortikoiden oder Immunsuppressiva und Remission von Fisteln | Morbus-Crohn-Studie bei Kindern und Jugendlichen | Tabelle 30 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abgesetzte Glukokortikoide Woche 26 Woche 52 Absetzen von Immunsuppressiva Woche 52 Fistelremission 3 Woche 26 Woche 52 | 2 | Standarddosis jede zweite Woche | 40/20 mg n = 33 84,8 % 69,7 % n = 60 30,0 % n = 15 46,7 % 40,0 % | Niedrige Dosis jede zweite Woche | 20/10 mg n = 38 65,8 % 60,5 % n = 57 29,8 % n = 21 38,1 % 23,8 % | p-Wert 1 0,066 0,420 0,983 0,608 0,303 |
1 p-Wert für Vergleich von Standarddosis gegenüber Niedrigdosis 2 Behandlung mit Immunsuppressiva konnte nach Ermessen des Prüfers erst zu oder nach Woche 26 beendet werden, wenn der Patient das Kriterium für ein klinisches Ansprechen erfüllte 3 definiert als Verschluss aller zum Zeitpunkt des Studienbeginns drainierender Fisteln, nachgewiesen an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Visiten im Studienverlauf
Statistisch signifikante Zunahmen (Verbesserungen) im Vergleich zum Studienbeginn wurden im Body-Mass-Index und der Körpergröße zu Woche 26 und Woche 52 für beide Behandlungsgruppen beobachtet.
Statistisch und klinisch signifikante Verbesserungen im Vergleich zum Studienbeginn wurden auch in beiden Behandlungsgruppen für die Parameter zur Lebensqualität (einschließlich IMPACT III) beobachtet.
Einhundert Patienten (n = 100) der Studie zu pädiatrischem Morbus Crohn setzten diese in
einer offenen Fortsetzungsphase zur Langzeitanwendung fort. Nach fünf Jahren unter
Adalimumab-Therapie wiesen 74 % (37/50) der 50 in der Studie verbliebenen Patienten
weiterhin eine klinische Remission und 92,0 % (46/50) ein klinisches Ansprechen nach
PCDAI auf.
Colitis ulcerosa bei Kindern und Jugendlichen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in einer multizentrischen, randomisierten doppelblinden Studie bei 93 Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa (Mayo-Score 6 bis 12 mit Endoskopie-Subscore 2 bis 3, bestätigt durch zentral ausgewertete endoskopische Aufnahmen) und unzureichendem Ansprechen auf oder Unverträglichkeit gegenüber konventionellen Therapien untersucht. Bei etwa 16 % der Patienten der Studie hatte zuvor eine Anti-TNF-Behandlung versagt. Bei Patienten, die bei Aufnahme in die Studie Kortikosteroide erhielten, war ein Ausschleichen nach Woche 4 erlaubt.
In der Induktionsphase der Studie wurden 77 Patienten im Verhältnis 3:2 randomisiert und erhielten eine doppelblinde Behandlung mit Adalimumab: eine Induktionsdosis von 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 bzw. 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0, Placebo in Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2. Beide Behandlungsarme erhielten 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) in Woche 4 und Woche 6. Nach einer Änderung des Studiendesigns erhielten die verbleibenden 16 Patienten, die in die Induktionsphase aufgenommen wurden, eine offene Behandlung mit Adalimumab in der Induktionsdosis von 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2.
In Woche 8 wurden 62 Patienten, die nach Partial-Mayo-Score (PMS, definiert als Abnahme
um
≥ 2 Punkte und ≥ 30 % gegenüber Baseline) ein klinisches Ansprechen aufwiesen, im
Verhältnis 1:1
randomisiert und erhielten eine doppelblinde Erhaltungstherapie mit Adalimumab in einer
Dosis von
0,6 mg/kg (maximal 40 mg) wöchentlich oder jede zweite Woche. Vor der Änderung des
Studiendesigns wurden 12 weitere Patienten, die nach PMS ein klinisches Ansprechen
aufwiesen,
randomisiert und erhielten Placebo, wurden aber nicht in die konfirmatorische Auswertung
zur
Wirksamkeit einbezogen.
Ein Krankheitsschub wurde definiert als Zunahme des PMS um mindestens 3 Punkte (bei Patienten mit einem PMS von 0–2 in Woche 8), mindestens 2 Punkte (bei Patienten mit einem PMS von 3–4 in Woche 8) oder mindestens 1 Punkt (bei Patienten mit einem PMS von 5–6 in Woche 8).
Patienten, die in oder nach Woche 12 die Kriterien für einen Krankheitsschub erfüllten,
wurden
randomisiert und erhielten entweder eine erneute Induktionsdosis von 2,4 mg/kg (maximal
160 mg)
oder eine Dosis von 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) und führten anschließend die Behandlung in
ihrer
jeweiligen Erhaltungsdosis fort.
Ergebnisse zur Wirksamkeit
Die koprimären Endpunkte der Studie waren die klinische Remission nach PMS (definiert als
PMS
≤ 2 und kein einzelner Subscore > 1) in Woche 8 und die klinische Remission nach
vollständigem
Mayo-Score (Full Mayo Score, FMS, definiert als Mayo-Score von ≤ 2 und kein einzelner
Subscore
> 1) in Woche 52 bei Patienten, die in Woche 8 ein klinisches Ansprechen nach PMS
erreichten.
Die Raten der klinischen Remission nach PMS in Woche 8 für Patienten in jedem der
Behandlungsarme mit doppelblinder Adalimumab-Induktionstherapie sind in Tabelle 31
dargestellt.
Tabelle 31 Klinische Remission nach PMS in Woche 8
| Adalimumab a Maximal 160 mg in Woche 0 / Placebo in Woche 1 n = 30 | Adalimumab b,c Maximal 160 mg in Woche 0 / und Woche 1 n = 47 | |
| Klinische | 13/30 (43,3 %) | 28/47 (59,6 %) |
Remission a Adalimumab 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0, Placebo in Woche 1 und Adalimumab 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 b Adalimumab 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 c Ohne Patienten unter offener Adalimumab-Induktionsdosis von 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 Hinweis 1: Beide Behandlungsarme mit Induktionsphase erhielten 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) in Woche 4 und Woche 6.
Hinweis 2: Patienten mit fehlendenWerten in Woche 8 wurden als Patienten gewertet, die den Endpunkt nicht erreichten.
In Woche 52 wurden bei den Patienten, die Adalimumab doppelblind in der Erhaltungsdosis von maximal 40 mg (0,6 mg/kg) jede zweite Woche bzw. maximal 40 mg (0,6 mg/kg) wöchentlich erhielten, die klinische Remission nach FMS bei Respondern in Woche 8, das klinische Ansprechen nach FMS (definiert als Abnahme des Mayo-Score um ≥ 3 Punkte und ≥ 30 % gegenüber Baseline) bei Respondern in Woche 8, die Mukosaheilung (definiert als endoskopischer Mayo-Subscore von ≤ 1) bei Respondern in Woche 8, die klinische Remission nach FMS bei Patienten in Remission in Woche 8 sowie der Anteil der Studienteilnehmer in kortikosteroidfreier Remission nach FMS bei Respondern in Woche 8 beurteilt (Tabelle 32).
Tabelle 32 Ergebnisse zur Wirksamkeit in Woche 52
Adalimumabᵃ Adalimumabb Maximal 40 mg jede zweite Maximal 40 mg jede zweite Woche Woche n = 31 n = 31
Klinische Remission bei PMS- 9/31 (29,0 %) 14/31 (45,2 %)
Respondern in Woche 8
Klinisches Ansprechen bei 19/31 (61,3 %) 21/31 (67,7 %)
PMS-Respondern in Woche 8
Mukosaheilung bei PMS- 12/31 (38.7 %) 16/31 (51.6 %)
Respondern in Woche 8
Klinische Remission bei
Patienten in PMS- Remission in 9/21 (42.9 %) 10/22 (45.5 %)
Woche 8
Kortikosteroidfreie Remission
bei PMS- Respondern in Woche 4/13 (30.8 %) 5/16 (31.3 %)
8ᶜ
ᵃ Adalimumab 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) jede zweite Woche
ᵇ Adalimumab 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) wöchentlich
ᶜ Bei Patienten, die bei Baseline begleitend Kortikosteroide erhielten
Hinweis: Patienten mit fehlenden Werten in Woche 52 oder die randomisiert einer erneuten
Induktionstherapie oder der Erhaltungstherapie zugeteilt wurden, wurden
hinsichtlich der Endpunkte in Woche 52 als Non-Responder gewertet.
Weitere explorative Wirksamkeitsendpunkte umfassten das klinische Ansprechen nach Paediatric Ulcerative Colitis Activity Index (PUCAI) (definiert als Abnahme des PUCAI um ≥ 20 Punkte gegenüber Baseline) und die klinische Remission nach PUCAI (definiert als PUCAI < 10) in Woche 8 und Woche 52 (Tabelle 33).
Tabelle 33 Ergebnisse zu den explorativen Endpunkten nach PUCAI Woche 8
| Adalimumab a Maximal 160 mg in Woche 0/ Placebo in Woche 1 n = 30 | Adalimumab b, c Maximal 160 mg in Woche 0 und Woche 1 n = 47 | ||
| Klinische Remission nach PUCAI Klinisches Ansprechen nach PUCAI | 10/30 (33,3 %) 15/30 (50,0 %) Adalimumab d, e Maximal 40 mg jede zweite Woche n = 31 | Woche 52 | 22/47 (46,8 %) 32/47 (68,1 %) Adalimumab e Maximal 40 mg wöchentlich n = 31 |
| Klinische Remission nach PUCAI bei PMS-Respondern in Woche 8 | 14/31 (45,2 %) | 18/31 (58,1 %) | |
| Klinisches Ansprechen nach | 18/31 (58,1 %) | 16/31 (51,6 %) |
PUCAI bei PMS-Respondern
in Woche 8
a Adalimumab 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0, Placebo in Woche 1 und Adalimumab 1,2 mg/kg(maximal 80 mg) in Woche 2 b Adalimumab 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 c Ohne Patienten unter offener Adalimumab-Induktionsdosis von 2,4 mg/kg (maximal 160 mg) in Woche 0 und Woche 1 und 1,2 mg/kg (maximal 80 mg) in Woche 2 d Adalimumab 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) jede zweite Woche e Adalimumab 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) wöchentlich Hinweis 1: Beide Behandlungsarme mit Induktionsphase erhielten 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) in Woche 4 und Woche 6.
Hinweis 2: Patienten mit fehlenden Werten in Woche 8 wurden als Patienten gewertet, die die Endpunkte nicht erreichten.
Hinweis 3: Patienten mit fehlenden Werten in Woche 52 oder die randomisiert einer erneuten
Induktionstherapie oder der Erhaltungstherapie zugeteilt wurden, wurden
hinsichtlich der Endpunkte in Woche 52 als Non-Responder gewertet.
Von den mit Adalimumab behandelten Patienten, die während der Erhaltungsphase eine erneute Induktionstherapie erhielten, erreichten 2 von 6 (33 %) in Woche 52 ein klinisches Ansprechen nach FMS.
Lebensqualität
In den mit Adalimumab behandelten Behandlungsarmen wurden bei den Scores zu IMPACT-III und WPAI (Work Productivity and Activity Impairment) der betreuenden Personen klinisch bedeutsame Verbesserungen gegenüber Baseline beobachtet.
Klinisch bedeutsame Zunahmen (Verbesserungen) der Wachstumsgeschwindigkeit (Körperlänge) gegenüber Baseline wurden in den Behandlungsarmen beobachtet, die Adalimumab erhielten, und klinisch bedeutsame Zunahmen (Verbesserungen) des Body-Mass-Index gegenüber Baseline wurden bei Studienteilnehmern unter der hohen Erhaltungsdosis von maximal 40 mg (0,6 mg/kg) wöchentlich beobachtet.
Uveitis bei Kindern und Jugendlichen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab wurden in einer randomisierten,
doppelmaskierten, kontrollierten Studie mit 90 pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis
< 18 Jahren mit aktiver JIA-assoziierter nicht infektiöser Uveitis anterior untersucht, die
mindestens 12 Wochen lang nicht auf die Behandlung mit Methotrexat angesprochen hatten.
Die Patienten erhielten alle zwei Wochen entweder Placebo oder 20 mg Adalimumab (sofern
< 30 kg) oder 40 mg Adalimumab (sofern ≥ 30 kg) jeweils in Kombination mit ihrer
Ausgangsdosis Methotrexat.
Der primäre Endpunkt war die „Dauer bis zum Behandlungsversagen“. Das
Behandlungsversagen wurde definiert durch eine Verschlechterung oder eine gleichbleibende
Nichtverbesserung der Augenentzündung, eine teilweise Verbesserung mit Entstehung von
anhaltenden Augenbegleiterkrankungen oder eine Verschlechterung von
Augenbegleiterkrankungen, eine nicht erlaubte Verwendung von Begleitmedikationen oder
eine Unterbrechung der Behandlung für einen längeren Zeitraum.
Klinisches Ansprechen
Adalimumab verzögerte signifikant die Zeit bis zum Behandlungsversagen im Vergleich zu
Placebo (siehe Abbildung 3, p < 0,0001 beim Log-Rank-Test). Die mittlere Zeit bis zum
Behandlungsversagen lag bei 24,1 Wochen für Patienten, die mit Placebo behandelt wurden,
während die mittlere Zeit für das Behandlungsversagen für mit Adalimumab behandelte
Patienten nicht abschätzbar war, da weniger als die Hälfte dieser Patienten ein
Behandlungsversagen erfahren haben. Adalimumab verminderte signifikant das Risiko eines
Behandlungsversagens um 75 % im Vergleich zu Placebo, wie die Hazard Ratio (HR = 0,25
[95 % CI: 0,12; 0,49]) zeigt.
Abb. 3: Kaplan-Meier-Kurven zur Darstellung der Dauer bis zum Behandlungsversagen in der pädiatrischen Uveitis-Studie
EN
AG RS
SVE
UNG
ANDL EH
ÜR B
T F EIK
H IC NL
EI 67
CH RS
AH W
A
ZEIT (WOCHEN)
Behandlung Placebo Adalimumab Hinweis: P = Placebo (Anzahl Risikopatienten); A = ADALIMUMAB (Anzahl Risikopatienten).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption und Verteilung
Nach subkutaner Gabe einer Einzeldosis von 40 mg waren die Resorption und Verteilung von Adalimumab langsam. Die maximalen Serumkonzentrationen wurden ungefähr 5 Tage nach Verabreichung erreicht. Die auf Grundlage von drei Studien geschätzte, durchschnittliche absolute Bioverfügbarkeit von Adalimumab betrug nach Gabe einer einzelnen subkutanen Dosis von 40 mg 64 %. Nach intravenösen Einzeldosen von 0,25 bis 10 mg/kg waren die Konzentrationen proportional zur Dosis. Bei Dosen von 0,5 mg/kg (~ 40 mg) lag die Clearance zwischen 11 und 15 ml/h, das Verteilungsvolumen (Vss) betrug 5 bis 6 Liter, und die mittlere terminale Halbwertszeit lag bei ungefähr zwei Wochen. Die Adalimumab-Konzentrationen in der Synovialflüssigkeit mehrerer Patienten mit rheumatoider Arthritis lagen zwischen 31 % und 96 % der Serumkonzentrationen.
Nach subkutaner Verabreichung von 40 mg Adalimumab jede zweite Woche an erwachsene
Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) betrugen die mittleren Steady-State-
Talkonzentrationen ca. 5 µg/ml (ohne gleichzeitige Gabe von Methotrexat) bzw. 8 – 9 µg/ml
(in Kombination mit Methotrexat). Im Steady State erhöhten sich die Talkonzentrationen der
Adalimumab-Serumspiegel nach subkutaner Verabreichung von 20, 40 und 80 mg entweder
jede zweite oder jede Woche ungefähr proportional zur Dosis.
Nach subkutaner Verabreichung von 24 mg/m2 (bis zu einer Maximaldosis von 40 mg) jede zweite Woche an Patienten mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis (JIA), die zwischen 4 und 17 Jahren alt waren, betrugen die mittleren Steady-State-Talkonzentrationen der Adalimumab-Serumspiegel für Adalimumab ohne Methotrexat-Begleittherapie 5,6 ± 5,6 µg/ml (102 % CV) und 10,9 ± 5,2 µg/ml (47,7 % CV) bei Kombinationstherapie mit Methotrexat (die Messwerte wurden von Woche 20 bis 48 erhoben).
Bei Patienten mit polyartikulärer JIA, die 2 bis < 4 Jahre alt oder 4 Jahre alt und älter waren
und die < 15 kg wogen und eine Dosis von 24 mg Adalimumab/m2 erhielten, betrug die
mittlere Steady-State-Talkonzentration der Adalimumab-Serumspiegel für Adalimumab ohne
Methotrexat-Begleittherapie 6,0 ± 6,1 µg/ml (101 % CV) und 7,9 ± 5,6 µg/ml (71,2 % CV)
bei Kombinationstherapie mit Methotrexat.
Nach subkutaner Verabreichung von 24 mg/m2 (bis zu maximal 40 mg) jede zweite Woche an
Patienten mit Enthesitis-assoziierter Arthritis, die 6 bis 17 Jahre alt waren, betrug die mittlere
Steady-State-Talkonzentration der Adalimumab-Serumspiegel für Adalimumab ohne
Methotrexat-Begleittherapie 8,8 ± 6,6 µg/ml und 11,8 ± 4,3 µg/ml bei Kombinationstherapie
mit Methotrexat (die Messwerte wurden in Woche 24 erhoben).
Nach subkutaner Anwendung von Adalimumab 40 mg jede zweite Woche bei erwachsenen
Patienten mit nicht röntgenologischer axialer Spondyloarthritis betrug die mittlere (± SD)
Steady-State-Talkonzentration in Woche 68 8,0 ± 4,6µg/ml.
Bei erwachsenen Psoriasispatienten betrug unter der Monotherapie mit 40 mg Adalimumab
jede zweite Woche die mittlere Steady-State-Talkonzentration 5 µg/ml.
Nachdem pädiatrische Patienten mit chronischer Plaque-Psoriasis jede zweite Woche 0,8 mg
Adalimumab/kg (bis zu maximal 40 mg) subkutan erhielten, betrugen die mittleren (± SD)
Serumtalkonzentrationen von Adalimumab ungefähr 7,4 ± 5,8 μg/ml (79 % CV).
Bei erwachsenen Patienten mit Hidradenitis suppurativa wurden bei einer Dosis von 160 mg
Adalimumab in Woche 0, gefolgt von 80 mg Adalimumab in Woche 2,
Serumtalkonzentrationen für Adalimumab von etwa 7 bis 8 μg/ml in Woche 2 und Woche 4
erreicht. Die mittleren Steady-State-Talkonzentrationen in Woche 12 bis Woche 36 betrugen
unter der Behandlung mit 40 mg Adalimumab wöchentlich etwa 8 bis 10 μg/ml.
Die Adalimumab-Exposition bei jugendlichen HS-Patienten wurde anhand von pharmakokinetischen Populationsmodellen und von Simulationen auf Basis der indikationsübergreifenden Pharmakokinetik bei anderen pädiatrischen Patienten (Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen, juvenile idiopathische Arthritis, Morbus Crohn bei Kindern und Jugendlichen sowie Enthesitis-assoziierte Arthritis) bestimmt. Das empfohlene Dosierungsschema bei Jugendlichen mit HS ist 40 mg jede zweite Woche. Da die Körpergröße einen möglichen Einfluss auf die Aufnahme von Adalimumab hat, kann für Jugendliche mit einem höheren Körpergewicht und einem nicht ausreichenden Ansprechen auf Adalimumab die empfohlene Erwachsenendosis von 40 mg wöchentlich von Nutzen sein.
Bei Patienten mit Morbus Crohn wurde mit der Induktionsdosis von 80 mg Adalimumab in
Woche 0, gefolgt von 40 mg Adalimumab in Woche 2 eine Talkonzentration von
Adalimumab im Serum von ca. 5,5 µg/ml während der Einleitungstherapie erreicht. Mit einer
Induktionsdosis von 160 mg Adalimumab in Woche 0, gefolgt von 80 mg in Woche 2 wurde
eine Talkonzentration im Serum von ca. 12 µg/ml während der Induktionsphase erreicht. Die
durchschnittliche Talkonzentration lag bei ca. 7 µg/ml bei Patienten mit Morbus Crohn, die
eine Erhaltungsdosis von 40 mg Adalimumab alle zwei Wochen erhielten.
Bei pädiatrischen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn war die offene Induktionsdosis von Adalimumab 160/80 mg oder 80/40 mg zu Woche 0 bzw. 2, abhängig vom Körpergewicht mit einem Schnitt bei 40 kg. Zu Woche 4 wurden die Patienten auf Basis ihres Körpergewichts 1:1 entweder zur Erhaltungstherapie mit der Standarddosis (40/20 mg jede zweite Woche) oder mit der niedrigen Dosis (20/10 mg jede zweite Woche) randomisiert. Die mittleren (±SD) Serumtalkonzentrationen von Adalimumab, die zu Woche 4 erreicht wurden, betrugen für Patienten ≥ 40 kg (160/80 mg) 15,7 ± 6,6 µg/ml und für Patienten < 40 kg (80/40 mg) 10,6 ± 6,1 µg/ml.
Für Patienten, die bei der randomisierten Therapie blieben, betrugen zu Woche 52 die mittleren (±SD) Serumtalkonzentrationen von Adalimumab 9,5 ± 5,6 µg/ml für die Gruppe mit Standarddosis und 3,5 ± 2,2 µg/ml für die Gruppe mit der niedrigen Dosis. Die mittleren Talkonzentrationen blieben bei Patienten, die weiterhin jede zweite Woche eine Adalimumab-Behandlung erhielten, 52 Wochen lang erhalten. Für Patienten mit Dosiseskalation (Verabreichung wöchentlich statt jede zweite Woche) betrugen die mittleren (± SD) Serumtalkonzentrationen von Adalimumab zu Woche 52 15,3 ± 11,4 μg/ml (40/20 mg, wöchentlich) bzw. 6,7 ± 3,5 μg/ml (20/10 mg, wöchentlich).
Bei erwachsenen Patienten mit Colitis ulcerosa wurde mit der Induktionsdosis von 160 mg
Adalimumab in Woche 0, gefolgt von 80 mg Adalimumab in Woche 2 eine Talkonzentration
von Adalimumab im Serum von ca. 12 µg/ml während der Einleitungstherapie erreicht. Die
durchschnittliche Talkonzentration lag bei ca. 8 µg/ml bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die
eine Erhaltungsdosis von 40 mg Adalimumab alle zwei Wochen erhielten.
Nach subkutaner Verabreichung einer körpergewichtsbasierten Dosis von 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) jede zweite Woche bei Kindern und Jugendlichen mit Colitis ulcerosa betrug die mittlere Steady- State-Talkonzentration des Adalimumab-Serumspiegels in Woche 52 5,01 ± 3,28 µg/ml. Bei Patienten, die 0,6 mg/kg (maximal 40 mg) wöchentlich erhielten, betrug die mittlere (±S ) Steady-State-Talkonzentration des Adalimumab-Serumspiegels in Woche 52 15,7 ± 5,60 μg/ml.
Bei erwachsenen Patienten mit Uveitis wurde mit einer Induktionsdosis von 80 mg
Adalimumab in Woche 0, gefolgt von 40 mg Adalimumab alle zwei Wochen ab Woche 1,
eine mittlere Steady-State-Konzentration von ca. 8 bis 10 µg/ml erreicht.
Die Adalimumab-Exposition bei pädiatrischen Uveitis-Patienten wurde anhand von
pharmakokinetischen Populationsmodellen und von Simulationen auf Basis der
indikationsübergreifenden Pharmakokinetik bei anderen pädiatrischen Patienten (Psoriasis
bei Kindern und Jugendlichen, juvenile idiopathische Arthritis, Morbus Crohn bei Kindern
und Jugendlichen sowie Enthesitis-assoziierte Arthritis) bestimmt. Es gibt keine klinischen
Expositionsdaten für die Verwendung einer Induktionsdosis bei Kindern < 6 Jahren. Die
prognostizierten Expositionen weisen darauf hin, dass in der Abwesenheit von Methotrexat
eine Induktionsdosis zu einem anfänglichen Anstieg der systemischen Exposition führen
könnte.
Pharmakokinetische und pharmakodynamische Modelle und Simulationen sagten für
Patienten, die mit 80 mg jede zweite Woche behandelt wurden, eine vergleichbare
Adalimumab-Exposition und Wirksamkeit voraus wie bei Patienten, die mit 40 mg jede
Woche behandelt wurden (eingeschlossen waren erwachsene Patienten mit rheumatoider
Arthritis (RA), Hidradenitis suppurativa (HS), Colitis ulcerosa (CU), Morbus Crohn (MC)
oder Psoriasis (Pso), jugendliche Patienten mit HS sowie pädiatrische Patienten mit MC
≥ 40 kg).
Dosis-Wirkungs-Beziehung bei Kindern und Jugendlichen
Auf Basis klinischer Studiendaten von Patienten mit JIA (pJIA und EAA) wurde eine Dosis-
Wirkungsbeziehung zwischen den Plasmakonzentrationen und dem PedACR-50-
Ansprechen bestimmt. Die Adalimumab-Plasmakonzentration, die offenbar zur mittleren
maximalen Wahrscheinlichkeit eines PedACR-50-Ansprechens (EC50) führt, lag bei 3 µg/ml
(95 % CI: 1 – 6 µg/ml).
Dosis-Wirkungsbeziehungen zwischen der Adalimumab-Konzentration und der Wirksamkeit
bei pädiatrischen Patienten mit schwerer chronischer Plaque-Psoriasis wurden für den PASI-
75 bzw. die PGA-Scores „klares Hautbild“ oder „nahezu klares Hautbild“ festgelegt. Die
Häufigkeiten des PASI-75 und der PGA-Scores „klares Hautbild“ oder „nahezu klares
Hautbild“ nahmen mit zunehmender Adalimumab-Konzentration zu, beide mit einer
offensichtlich vergleichbaren EC50 von etwa 4,5 µg/ml (95 % CI 0,4 – 47,6 beziehungsweise
1,9 – 10,5).
Elimination
Pharmakokinetische Analysen anhand des Datenbestandes von über 1.300 RA-Patienten
ergaben eine Tendenz zu einer höheren scheinbaren Adalimumab-Clearance bei steigendem
Körpergewicht. Nach Korrektur hinsichtlich der Gewichtsunterschiede schien der Einfluss
von Geschlecht und Alter auf die Adalimumab-Clearance gering zu sein. Die
Serumkonzentrationen an freiem, nicht an Anti-Adalimumab-Antikörper (AAA) gebundenem
Adalimumab waren niedriger bei Patienten mit messbaren AAA.
Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion
Adalimumab wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion nicht untersucht.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
Daten aus nicht klinischen Studien zur Einzeldosistoxizität, Toxizität bei Mehrfachgabe und
Genotoxizität lassen keine besondere Gefahr für Menschen erkennen.
Eine Studie zur Toxizität der embryofetalen/perinatalen Entwicklung wurde bei
Cynomolgus-Affen mit 0,30 und 100 mg/kg (9 – 17 Affen/Gruppe) durchgeführt. Es gab
keine Hinweise auf eine Schädigung der Feten durch Adalimumab. Weder
Kanzerogenitätsstudien noch eine Standardstudie zur Fertilität und Postnataltoxizität wurden
mit Adalimumab durchgeführt, da entsprechende Modelle für einen Antikörper mit
begrenzter Kreuzreaktivität mit Nagetier-TNF nicht vorhanden sind und die Entwicklung
neutralisierender Antikörper bei Nagetieren fehlt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Eisessig
Trehalose Dihydrat
Natriumchlorid
Polysorbat 80 (E433)
Natriumhydroxid und/oder Essigsäure (zur Anpassung des pH-Werts)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit
anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren. Die Fertigspritze bzw. den Fertigpen
im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Die einzelne Fertigspritze bzw. der Fertigpen darf für bis zu 28 Tage bei Temperaturen bis
zu maximal 25 °C gelagert werden. Die Fertigspritze oder der Fertigpen müssen vor Licht
geschützt werden und müssen entsorgt werden, wenn sie nicht innerhalb dieser 28 Tage
verwendet werden.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Idacio 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze 0,8 ml Injektionslösung in einer Fertigspritze (Glasart I) mit passivem Nadelschutz, Fingerauflagen, einem Kolbenstopfen (Synthetikkautschuk) und einer Nadel mit Latex-freier Nadelkappe.
Packungsgrößen mit:
- 2 Fertigspritzen mit 2 Alkoholtupfern.
- 6 Fertigspritzen mit 6 Alkoholtupfern Idacio 40 mg Injektionslösung im Fertigpen 0,8 ml Lösung in Fertigpen, der eine Fertigspritze (Glasart I) mit einem Kolbenstopfen (Synthetikkautschuk) und einer Nadel mit Latex-freier Nadelkappe enthält. Der Einwegpen ist eine handgeführte, mechanische Injektionsvorrichtung für den einmaligen Gebrauch.
Packungsgrößen mit:
- 2 Fertigpen mit 2 Alkoholtupfern.
- 6 Fertigpen mit 6 Alkoholtupfern Es werden möglicherweise nicht alle Darreichungsformen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial sind entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
7. INHABER DER ZULASSUNG
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg
Deutschland
8. ZULASSUNGSNUMMER(N)
Idacio 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
EU/1/19/1356/002
EU/1/19/1356/004
Idacio 40 mg Injektionslösung im Fertigpen
EU/1/19/1356/003
EU/1/19/1356/005
9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 2. April 2019
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 30. Oktober 2023
10. STAND DER INFORMATION
<{MM.JJJJ}>
11. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur verfügbar: https://www.ema.europa.eu.
ANHANG II
A. HERSTELLER DES WIRKSTOFFS/DER WIRKSTOFFE BIOLOGISCHEN URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST (SIND)
B. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
C. SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND
WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
A. HERSTELLER DES WIRKSTOFFS/DER WIRKSTOFFE BIOLOGISCHEN
URSPRUNGS UND HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE
VERANTWORTLICH IST (SIND)
Name und Anschrift des (der) Hersteller(s) des Wirkstoffs/der Wirkstoffe biologischen Ursprungs
Merck Serono S.A.
Succursale de Corsier-sur-Vevey
Chemin du Fenil
Zone Industrielle B
1804 Corsier-sur-Vevey
Schweiz
Name und Anschrift des (der) Hersteller(s), der (die) für die Chargenfreigabe verantwortlich ist (sind)
Fresenius Kabi Austria GmbH
Hafnerstraße 36,
8055 Graz
Austria
B. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND DEN GEBRAUCH
Arzneimittel, das der besonderen und eingeschränkten ärztlichen Verschreibung unterliegt (siehe Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitt 4.2).
C. SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN
- Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte Die Anforderungen an die Einreichung von regelmäßig aktualisierten Unbedenklichkeitsberichten für dieses Arzneimittel sind in der nach Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage (EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.
D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS
- Risikomanagement-Plan (RMP)
Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen führt die notwendigen, im vereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten Aktualisierungen des RMP durch.
Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:
- nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;
- jedes Mal wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuer eingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).
- Zusätzliche Maßnahmen zur Risikominimierung Die Patientenpässe (für Erwachsene und für Kinder) enthalten die folgenden Hauptelemente:
- Infektionen, einschließlich Tuberkulose
- Krebserkrankungen
- Störungen des Nervensystems
- Impfungen
ANHANG III
ETIKETTIERUNG UND PACKUNGSBEILAGE A. ETIKETTIERUNG ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
FALTSCHACHTEL
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Idacio® 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Adalimumab
2. WIRKSTOFF
Eine Fertigspritze mit 0,8 ml Lösung enthält 40 mg Adalimumab.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Sonstige Bestandteile: Eisessig, Trehalose Dihydrat, Natriumchlorid,
Polysorbat 80 (E433), Natriumhydroxid und/oder Essigsäure, Wasser für
Injektionszwecke.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Injektionslösung
2 Fertigspritzen
2 Alkoholtupfer
6 Fertigspritzen
6 Alkoholtupfer
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten.
Subkutane Anwendung.
Nur zur einmaligen Anwendung.
Hier öffnen.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER
UNZUGÄNGLICH AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
Verw. bis:
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Siehe Packungsbeilage zu Einzelheiten einer alternativen Lagerung.
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR
DIE BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
Zul.-Nr.
EU/1/19/1356/002
EU/1/19/1356/004
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.:
14. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig.
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
Idacio 40 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal.
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN
LESBARES FORMAT
PC:
SN:
NN:
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
FERTIGSPRITZE / ETIKETT
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
Idacio 40 mg Injektion
Adalimumab
s.c.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
Verw. bis
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
0,8 ml
6. WEITERE ANGABEN
ANGABEN AUF DER ÄUSSEREN UMHÜLLUNG
FALTSCHACHTEL
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Idacio® 40 mg Injektionslösung im Fertigpen
Adalimumab
2. WIRKSTOFF(E)
Ein Fertigpen mit 0,8 ml Lösung enthält 40 mg Adalimumab.
3. SONSTIGE BESTANDTEILE
Sonstige Bestandteile: Eisessig, Trehalose Dihydrat, Natriumchlorid, Polysorbat 80 (E433),
Natriumhydroxid und/oder Essigsäure, Wasser für Injektionszwecke.
4. DARREICHUNGSFORM UND INHALT
Injektionslösung
2 Fertigpens
2 Alkoholtupfer
6 Fertigpens
6 Alkoholtupfer
5. HINWEISE ZUR UND ART(EN) DER ANWENDUNG
Packungsbeilage beachten.
Subkutane Anwendung.
Nur zur einmaligen Anwendung.
Hier öffnen.
6. WARNHINWEIS, DASS DAS ARZNEIMITTEL FÜR KINDER
UNZUGÄNGLICH AUFZUBEWAHREN IST
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
7. WEITERE WARNHINWEISE, FALLS ERFORDERLICH
8. VERFALLDATUM
Verw. bis:
9. BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Siehe Packungsbeilage zu Einzelheiten einer alternativen Lagerung.
Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
10. GEGEBENENFALLS BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR
DIE BESEITIGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER DAVON STAMMENDEN ABFALLMATERIALIEN
11. NAME UND ANSCHRIFT DES PHARMAZEUTISCHEN UNTERNEHMERS
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg
Deutschland
12. ZULASSUNGSNUMMER(N)
Zul.-Nr.
EU/1/19/1356/003
EU/1/19/1356/005
13. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.:
14. VERKAUFSABGRENZUNG
Verschreibungspflichtig.
15. HINWEISE FÜR DEN GEBRAUCH
16. ANGABEN IN BLINDENSCHRIFT
Idacio 40 mg
17. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – 2D-BARCODE
2D-Barcode mit individuellem Erkennungsmerkmal
18. INDIVIDUELLES ERKENNUNGSMERKMAL – VOM MENSCHEN LESBARES
FORMAT
PC:
SN:
NN:
MINDESTANGABEN AUF KLEINEN BEHÄLTNISSEN
ETIKETT - FERTIGPEN
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS SOWIE ART DER ANWENDUNG
Idacio 40 mg Injektion
Adalimumab
s.c.
2. HINWEISE ZUR ANWENDUNG
3. VERFALLDATUM
Verw. bis
4. CHARGENBEZEICHNUNG
Ch.-B.
5. INHALT NACH GEWICHT, VOLUMEN ODER EINHEITEN
0,8 ml
6. WEITERE ANGABEN
B. PACKUNGSBEILAGE Gebrauchsinformation: Information für den Patienten
Idacio 40 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Adalimumab
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung
dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Ihr Arzt wird Ihnen auch einen Patientenpass aushändigen, der wichtige Informationen zur Sicherheit enthält, die Sie vor und während Ihrer Behandlung mit Idacio beachten sollten. Sie sollten diesen Patientenpass während der Behandlung und für vier Monate, nachdem Sie (oder Ihr Kind) die letzte Idacio-Injektion erhalten haben, mit sich führen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Idacio und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Idacio beachten?
3. Wie ist Idacio anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Idacio aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
7. Gebrauchsanleitung
1. Was ist Idacio und wofür wird es angewendet?
Idacio enthält die Wirksubstanz Adalimumab, ein Arzneimittel, das auf das körpereigene
Immunsystem (Abwehrsystem) wirkt.
Idacio ist für die Behandlung folgender entzündlicher Erkrankungen vorgesehen:
- Rheumatoide Arthritis
- Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
- Enthesitis-assoziierte Arthritis
- Ankylosierende Spondylitis
- Axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist • Psoriasis-Arthritis
- Psoriasis
- Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Nicht-infektiöse Uveitis Die Wirksubstanz von Idacio, Adalimumab, ist ein monoklonaler Antikörper.
Monoklonale Antikörper sind Proteine (Eiweiße), die sich an ein bestimmtes Ziel im
Körper anheften.
Das Ziel von Adalimumab ist ein anderes Protein mit der Bezeichnung
Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα). Bei den oben genannten Erkrankungen ist die Menge
an TNFα erhöht. Idacio heftet sich an TNFα, blockiert so dessen Wirkung und verringert
dadurch die Entzündung bei diesen Erkrankungen.
Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.
Idacio wird angewendet, um die rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen zu behandeln. Wenn
Sie eine mittelschwere bis schwere aktive rheumatoide Arthritis haben, werden Ihnen
möglicherweise zunächst andere krankheitsmodifizierende Arzneimittel, wie zum Beispiel
Methotrexat, verabreicht. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen,
erhalten Sie Idacio, um Ihre rheumatoide Arthritis zu behandeln.
Idacio kann auch zur Behandlung einer schweren aktiven und fortschreitenden (progressiven)
rheumatoiden Arthritis ohne vorherige Methotrexat-Behandlung eingesetzt werden.
Idacio kann das Fortschreiten der durch die Erkrankung verursachten Knorpel- und
Knochenschädigungen der Gelenke verlangsamen und kann die körperliche
Funktionsfähigkeit verbessern.
Idacio wird üblicherweise mit Methotrexat verwendet. Sollte Ihr Arzt der Meinung sein,
die Gabe von Methotrexat sei nicht geeignet, kann Idacio auch alleine angewendet werden.
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis und Enthesitis-assoziierte Arthritis
Die polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis und die Enthesitis-assoziierte Arthritis
sind entzündliche Erkrankungen der Gelenke, die üblicherweise das erste Mal in der
Kindheit auftreten.
Idacio wird angewendet, um die polyartikuläre idiopathische Arthritis bei Kleinkindern,
Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren bzw. die Enthesitis-assoziierte
Arthritis bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren zu behandeln. Patienten
werden möglicherweise zunächst andere krankheitsmodifizierende Arzneimittel, wie zum
Beispiel Methotrexat, verabreicht. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung
zeigen, erhalten die Patienten Idacio, um ihre polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
oder Enthesitis-assoziierte Arthritis zu behandeln.
Ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch
keine Verknöcherung nachweisbar ist
Die ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch
keine Verknöcherung nachweisbar ist, sind entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule.
Idacio wird angewendet, um diese Erkrankungen bei Erwachsenen zu behandeln. Wenn Sie
eine ankylosierende Spondylitis oder axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch
keine Verknöcherung nachweisbar ist, haben, werden Sie zunächst mit anderen
Arzneimitteln behandelt. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen,
erhalten Sie Idacio, um die Anzeichen und Krankheitserscheinungen Ihrer Erkrankung zu
vermindern.
Psoriasis-Arthritis
Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die in Verbindung mit
Schuppenflechte (Psoriasis) auftritt.
Idacio wird angewendet, um die Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen zu behandeln. Idacio kann das Fortschreiten der durch die Erkrankung verursachten Knorpel- und Knochenschädigungen der Gelenke verlangsamen und die körperliche Funktionsfähigkeit verbessern.
Plaque-Psoriasis bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte mit klar abgegrenzten Hautstellen) ist eine entzündliche
Hauterkrankung, die rote, schuppige, verkrustete Stellen auf der Haut verursacht, die mit
silbrigen Schuppen bedeckt sind. Plaque-Psoriasis kann auch die Nägel befallen, sodass diese
spröde werden, sich verdicken und sich vom Nagelbett abheben, was schmerzhaft sein kann.
Es wird angenommen, dass die Schuppenflechte durch ein Problem mit dem körpereigenen
Abwehrsystem verursacht wird. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Produktion von
Hautzellen.
Idacio wird angewendet, um die mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen zu behandeln. Idacio wird auch dazu eingesetzt, die schwere chronische Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 17 Jahren zu behandeln, bei denen eine Behandlung durch das Auftragen von Arzneimitteln auf die Haut und Behandlungen mit UV-Licht nicht sehr gut gewirkt haben oder nicht geeignet sind.
Hidradenitis suppurativa bei Erwachsenen und Jugendlichen
Hidradenitis suppurativa (auch als Acne inversa bezeichnet) ist eine langwierige und oft schmerzhafte entzündliche Hauterkrankung. Zu den Beschwerden gehören unter anderem druckempfindliche Knötchen und Eiteransammlungen (Abszesse), aus denen Eiter austreten kann. Am häufigsten sind bestimmte Bereiche der Haut betroffen, wie z. B. unter den Brüsten, unter den Achseln, an den Innenseiten der Oberschenkel, in der Leistengegend und am Gesäß. An den betroffenen Stellen kann es auch zu Vernarbungen kommen.
Idacio wird zur Behandlung der Hidradenitis suppurativa bei Erwachsenen und Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren angewendet. Idacio kann die Anzahl der Knötchen und Eiteransammlungen verringern und kann die Schmerzen, die oft mit dieser Erkrankung einhergehen, lindern.
Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen, erhalten Sie Idacio.
Morbus Crohn bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
Morbus Crohn ist eine entzündliche Erkrankung des Darms.
Idacio wird angewendet zur Behandlung von Morbus Crohn bei Erwachsenen, Kindern und
Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden
Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn diese Arzneimittel keine
ausreichende Wirkung zeigen, erhalten Sie Idacio, um die Anzeichen und
Krankheitserscheinungen von Morbus Crohn zu vermindern.
Colitis ulcerosa bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern
Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung des Darms.
Idacio wird zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa bei Erwachsenen und Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren angewendet. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, erhalten Sie zuerst andere Arzneimittel. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen, erhalten Sie Idacio, um die Anzeichen und Krankheitserscheinungen Ihrer Erkrankung zu vermindern.
Nicht infektiöse Uveitis bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
Die nicht infektiöse Uveitis ist eine entzündliche Erkrankung, die bestimmte Teile des Auges betrifft. Die Entzündung führt dazu, dass man schlechter sieht und/oder dass man Schwebeteile sieht (schwarze Punkte oder Schlieren, die sich durch das Blickfeld bewegen). Idacio wirkt, indem es die Entzündung verringert.
Idacio wird angewendet zur Behandlung von
- Erwachsenen mit nicht infektiöser Uveitis mit einer Entzündung im hinteren Bereich des Auges
- Kindern ab 2 Jahren mit chronischer nicht infektiöser Uveitis mit einer Entzündung im vorderen Bereich des Auges.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Idacio beachten?
Idacio darf nicht angewendet werden
- wenn Sie allergisch gegenüber dem Wirkstoff Adalimumab oder einem der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (aufgelistet in Abschnitt 6.).
- wenn Sie an einer schweren Infektion, einschließlich Tuberkulose, Sepsis (Blutvergiftung) oder einer anderen opportunistischen Infektion (ungewöhnliche Infektionen, die mit einem geschwächten Immunsystem assoziiert sind) erkrankt sind. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen von Infektionen, z. B. Fieber, Wunden, Abgeschlagenheit, Zahnprobleme vorliegen (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
- wenn Sie an mäßiger bis schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) erkrankt sind. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie ernsthafte Herzbeschwerden hatten oder haben (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Idacio anwenden.
Allergische Reaktionen
- Sollten bei Ihnen allergische Reaktionen auftreten mit Anzeichen wie Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche, Benommenheit/Schwindel, Schwellungen oder Hautausschlag, spritzen Sie sich kein weiteres Idacio mehr und setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, da diese Reaktionen in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein können.
Infektionen
- Wenn Sie an einer Infektion erkrankt sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Idacio-Behandlung beginnen; auch dann, wenn Sie die Infektion schon länger haben, oder die Infektion örtlich begrenzt ist (z. B. ein Unterschenkelgeschwür). Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.
- Während der Behandlung mit Idacio können Sie leichter an Infektionen erkranken. Das Risiko kann sich zusätzlich erhöhen, wenn Ihre Lungenfunktion beeinträchtigt ist. Diese Infektionen können schwerer sein und umfassen Tuberkulose, Infektionen, die durch Viren, Pilze, Parasiten oder Bakterien oder andere ungewöhnliche infektiöse Organismen verursacht werden, sowie Sepsis (Blutvergiftung). Diese Infektionen können in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen wie Fieber, Wunden, Abgeschlagenheit oder Zahnprobleme auftreten.
Ihr Arzt kann ein kurzzeitiges Aussetzen der Idacio-Behandlung empfehlen.
Tuberkulose (TB)
- Ihr Arzt wird Sie vor Beginn der Behandlung mit Idacio auf Anzeichen und Krankheitserscheinungen einer Tuberkulose untersuchen, da bei mit Adalimumab behandelten Patienten von Tuberkulosefällen berichtet wurde. Zu dieser gründlichen Untersuchung gehören die Aufnahme einer umfassenden medizinischen Vorgeschichte und Tests (z. B. eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs und ein Tuberkulintest). Die Durchführung und Ergebnisse dieser Tests sollten in Ihrem Patientenpass dokumentiert werden. Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie jemals Tuberkulose hatten oder in engem Kontakt zu jemandem standen, der Tuberkulose hatte. Tuberkulose kann sich während der Behandlung entwickeln, sogar dann wenn Sie vorbeugend gegen Tuberkulose behandelt wurden. Sollten Anzeichen einer Tuberkulose (anhaltender Husten, Gewichtsverlust, Antriebslosigkeit, leichtes Fieber) oder einer anderen Infektion während oder nach der Behandlung auftreten, benachrichtigen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
Reiseinfektionen/wiederholt auftretende Infektionen
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich in Regionen aufgehalten haben oder in Regionen gereist sind, in denen Pilzerkrankungen häufig vorkommen (z. B. Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose).
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie in der Vergangenheit Infektionen gehabt haben, die immer wieder aufgetreten sind, oder wenn Sie andere Krankheiten gehabt haben, die das Risiko einer Infektion erhöhen.
Hepatitis B
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Träger des Hepatitis-B-Virus (HBV) sind, wenn Sie eine aktive HBV-Infektion haben oder wenn Sie glauben, dass Sie ein erhöhtes Risiko für eine HBV-Infektion haben. Ihr Arzt sollte Sie auf HBV untersuchen. Bei Personen, die dieses Virus tragen, kann Adalimumab zu einem erneuten Ausbruch einer HBV-Infektion führen. In einigen seltenen Fällen, besonders bei der zusätzlichen Anwendung weiterer Arzneimittel, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, kann der erneute Ausbruch einer HBV-Infektion lebensbedrohend sein.
Alter über 65 Jahre
- Wenn Sie über 65 Jahre alt sind, können Sie für Infektionen anfälliger sein, während Sie Idacio anwenden. Sie und Ihr Arzt sollten besonders auf Anzeichen einer Infektion achten, während Sie mit Idacio behandelt werden. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen von Infektionen wie Fieber, Wunden, Müdigkeit oder Zahnprobleme auftreten.
Operationen oder Zahnbehandlungen
- Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor einer Operation oder einer Zahnbehandlung über Ihre Behandlung mit Idacio. Ihr Arzt kann ein kurzzeitiges Aussetzen der Behandlung mit Idacio empfehlen.
Demyelinisierende Erkrankungen
- Wenn Sie eine demyelinisierende Erkrankung (eine Erkrankung, die die Schicht um die Nervenzellen schädigt, z. B. Multiple Sklerose), entwickeln oder bereits haben, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Idacio anwenden bzw. weiter anwenden sollten. Informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt, wenn es bei Ihnen zu Krankheitserscheinungen wie verändertem Sehvermögen oder Kraftlosigkeit in den Armen oder Beinen kommt oder wenn sich Körperteile taub oder kribbelig anfühlen.
Impfungen
- Gewisse Impfstoffe enthalten lebende, aber abgeschwächte Formen von krankheitserregenden Bakterien oder Viren und sollten während der Behandlung mit Idacio nicht verwendet werden, da sie Infektionen verursachen können. Bitte besprechen Sie jede Impfung vorher mit Ihrem Arzt. Bei Kindern und Jugendlichen wird empfohlen, dass diese nach Möglichkeit vor Behandlungsbeginn mit Idacio alle im Rahmen der aktuellen Richtlinien für ihr Alter festgelegten Impfungen erhalten haben sollten. Wenn Sie Idacio während der Schwangerschaft erhalten, hat Ihr Säugling eventuell ein erhöhtes Risiko ungefähr während der ersten 5 Monate nach der letzten Idacio-Dosis, die Sie während der Schwangerschaft erhalten haben, eine Infektion zu bekommen. Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten des Kindes und anderem Fachpersonal im Gesundheitswesen mitteilen, dass Sie Idacio während der Schwangerschaft angewendet haben, sodass diese darüber entscheiden können, ob Ihr Säugling eine Impfung erhalten sollte.
Herzschwäche
- Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie schwerwiegende Herzprobleme haben oder gehabt haben. Wenn Sie eine leichte Herzschwäche (Herzinsuffizienz) haben und mit Idacio behandelt werden, muss Ihre Herzproblematik sorgfältig durch Ihren Arzt überwacht werden. Wenn Sie neue oder sich verschlechternde Krankheitserscheinungen einer Herzschwäche entwickeln (z. B. Kurzatmigkeit oder Anschwellen der Füße), müssen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie Idacio weiterhin erhalten sollten.
Fieber, blaue Flecken, Blutungen, blasses Aussehen
- Bei einigen Patienten kann die körpereigene Produktion von Blutzellen, die den Körper bei der Bekämpfung von Infektionen oder beim Stoppen von Blutungen unterstützen, vermindert sein. Wenn Sie anhaltendes Fieber bekommen, sehr leicht blaue Flecken entwickeln oder bluten oder sehr blass aussehen, benachrichtigen Sie umgehend Ihren Arzt. Ihr Arzt wird möglicherweise entscheiden, die Behandlung zu beenden.
Krebs
- Es gab sehr selten Fälle bestimmter Krebsarten bei Kindern und Erwachsenen, die Adalimumab oder andere TNFα-Hemmer erhielten. Patienten mit schwereren Verlaufsformen der rheumatoiden Arthritis und langjährig bestehender Erkrankung können ein im Vergleich zum Durchschnitt erhöhtes Risiko aufweisen, an einem Lymphom und an Leukämie (Krebsformen, die die Blutzellen und das Knochenmark betreffen) zu erkranken. Wenn Sie Idacio anwenden, kann sich Ihr Risiko, Lymphome, Leukämie oder andere Krebsformen zu entwickeln, möglicherweise erhöhen. In seltenen Fällen wurde bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden, eine seltene und schwere Form des Lymphoms beobachtet. Einige dieser Patienten wurden gleichzeitig mit dem Wirkstoff Azathioprin oder Mercaptopurin behandelt. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Azathioprin oder Mercaptopurin zusammen mit Idacio einnehmen.
- Darüber hinaus wurden bei Patienten unter Adalimumab-Therapie Fälle von Hauttumoren, die keine Melanome waren, beobachtet. Falls während oder nach der Behandlung neue Bereiche mit Hautveränderungen auftreten oder sich das Aussehen bereits bestehender Hautauffälligkeiten oder Hautverletzungen verändert, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
- Bei Patienten mit einer besonderen Art von Lungenerkrankung, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), sind unter Behandlung mit einem anderen TNFα-Hemmer Krebsarten aufgetreten, die keine Lymphome waren. Wenn Sie COPD haben oder ein starker Raucher sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob die Behandlung mit einem TNFα-Hemmer für Sie geeignet ist.
- In seltenen Fällen kann die Behandlung mit Idacio ein lupusähnliches Syndrom auslösen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, falls Anzeichen wie ein anhaltender, nicht erklärbarer Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen oder Müdigkeit auftreten.
Kinder und Jugendliche
- Impfungen: Wenn möglich, sollten Kinder und Jugendliche vor Anwendung von Idacio auf dem neuesten Stand mit allen Impfungen sein.
- Wenden Sie Idacio nicht bei Kleinkindern mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis an, die jünger als 2 Jahre sind.
- Wenden Sie nicht die 40 mg-Fertigspritze oder den 40 mg-Fertigpen an, wenn eine Dosis von weniger als 40 mg empfohlen wurde.
Anwendung von Idacio zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder Sie beabsichtigen, andere
Arzneimittel einzunehmen.
Idacio kann zusammen angewendet werden mit Methotrexat oder bestimmten
krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (Sulfasalazin, Hydroxychloroquin, Leflunomid
und injizierbare Goldzubereitungen), Kortikosteroiden oder Schmerzmitteln, einschließlich
nicht-steroidaler entzündungshemmender Antirheumatika (NSAR).
Sie dürfen Idacio nicht zusammen mit Arzneimitteln anwenden, die als Wirkstoffe Anakinra oder Abatacept enthalten, da ein erhöhtes Risiko einer schwerwiegenden Infektion besteht. Die Kombination von Adalimumab sowie anderer TNF-Antagonisten mit Anakinra oder Abatacept wird aufgrund des potenziell erhöhten Risikos für Infektionen, einschließlich schwerwiegender Infektionen, und anderer potenzieller pharmakologischer Wechselwirkungen nicht empfohlen Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Sie sollten eine geeignete Verhütungsmethode in Erwägung ziehen, um nicht schwanger zu werden, und bis mindestens 5 Monate nach der letzten Idacio-Injektion verhüten. Wenn Sie schwanger werden sollten, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.
Idacio sollte während einer Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies erforderlich
ist.
Laut einer Studie mit Schwangeren bestand bei Kindern von Müttern, die während der
Schwangerschaft mit Adalimumab behandelt wurden, kein höheres Risiko für Geburtsfehler
als bei Kindern von Müttern mit der gleichen Erkrankung, die nicht mit Adalimumab
behandelt wurden.
Idacio kann während der Stillzeit angewendet werden.
Wenn Sie Idacio während Ihrer Schwangerschaft erhalten haben, hat Ihr Säugling eventuell
ein erhöhtes Risiko, eine Infektion zu bekommen. Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten des
Säuglings und anderem Fachpersonal im Gesundheitswesen mitteilen, dass Sie Idacio
während der Schwangerschaft angewendet haben, bevor Ihr Säugling eine Impfung bekommt
(weitere Informationen siehe im Abschnitt zu Impfungen).
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Idacio kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben. Bei der Anwendung von Idacio kann das Sehvermögen beeinträchtigt sein und es kann das Gefühl auftreten, dass sich der Raum dreht (Schwindel).
Idacio enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,8 ml Dosis, das heißt,
dass es nahezu „natriumfrei“ ist.
Idacio enthält Polysorbat
Dieses Arzneimittel enthält 0,8 mg Polysorbat 80 pro Fertigspritze, entsprechend 1,0 mg/ml.
Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei
Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
3. Wie ist Idacio anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Idacio wird unter die Haut gespritzt (subkutane Anwendung).
Die empfohlenen Dosen für Idacio von allen zugelassenen Anwendungsgebieten sind in folgender Tabelle gelistet. Es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen. Wenn eine alternative Dosierung erforderlich ist, sollten andere Adalimumab-Produkte verwendet werden, die eine solche Option bieten.
Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis oder axialer
Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist
| Alter oder Körpergewicht Erwachsene | Welche Dosis und wie oft verabreichen? 40 mg alle zwei Wochen | Hinweise Während Sie Idacio bei rheumatoider Arthritis anwenden, wird die Gabe von Methotrexat fortgesetzt. Sollte Ihr Arzt die Gabe von Methotrexat als nicht geeignet erachten, kann Idacio auch alleine angewendet werden. |
| Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis Alter oder Körpergewicht Kinder ab 2 Jahren, | Welche Dosis und wie oft verabreichen? 40 mg alle zwei Wochen | Falls Sie an rheumatoider Arthritis erkrankt sind und kein Methotrexat begleitend zu Ihrer Behandlung mit Idacio erhalten, kann Ihr Arzt sich für eine Idacio-Gabe von 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche entscheiden. Hinweise keine |
Jugendliche und Erwachsene
mit einem Körpergewicht von
30 kg oder mehr
Enthesitis-assoziierteArthritis
| Alter oder Körpergewicht | Welche Dosis und wie oft verabreichen? | Hinweise |
|---|---|---|
| Kinder ab 6 Jahren, | 40 mg alle zwei Wochen | keine |
Jugendliche und Erwachsene
mit einem Körpergewicht von
30 kg oder mehr
Plaque-Psoriasis
| Alter oder Körpergewicht Erwachsene Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren und Körpergewicht von 30 kg oder mehr Hidradenitis suppurativa Alter oder Körpergewicht Erwachsene Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und einem Körpergewicht von 30 kg oder mehr Morbus Crohn Alter oder Körpergewicht Kinder ab einem Alter von 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht von 40 kg oder mehr | Welche Dosis und wie oft verabreichen? Anfangsdosis von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg jede zweite Woche, beginnend eine Woche nach der Anfangsdosis. Sie sollten Idacio so lange spritzen, wie Sie dies mit Ihrem Arzt besprochen haben. Anfangsdosis von 40 mg, gefolgt von 40 mg eine Woche später Danach werden üblicherweise 40 mg jede zweite Woche verabreicht. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Anfangsdosis von 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag oder als zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen), gefolgt von einer Dosis von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg am selben Tag) zwei Wochen später. Nach zwei weiteren Wochen wird die Behandlung mit einer Dosis von 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche nach Anweisung Ihres Arztes fortgesetzt. Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag). Nach einer Woche werden 40 mg jede zweite Woche verabreicht. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg zwei Wochen später. Wenn ein schnelleres Eintreten der Wirkung erforderlich ist, kann Ihnen Ihr Arzt eine Anfangsdosis von 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag oder zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen) verschreiben, gefolgt von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) zwei Wochen später. | Hinweise Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erhöhen. keine Hinweise Es wird empfohlen, dass Sie an den betroffenen Stellen täglich eine antiseptische Waschlösung anwenden. Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann der Arzt die Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erhöhen. Es wird empfohlen, dass Sie an den betroffenen Stellen täglich eine antiseptische Waschlösung anwenden. Hinweise Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erhöhen |
| Kinder ab einem Alter von 6 Jahren und Jugendliche bis 17 Jahre mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg. | Danach beträgt die übliche Dosis 40 mg jede zweite Woche. Die Anfangsdosis beträgt 40 mg gefolgt von 20 mg zwei Wochen später. Wenn ein schnelleres Eintreten der Wirkung erforderlich ist, kann Ihnen Ihr Arzt eine Anfangsdosis von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) verschreiben, gefolgt von 40 mg zwei Wochen später. | Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 20 mg jede Woche erhöhen.* |
| * Idacio ist nur als 40 mg Fertigspritze und 40 mg Fertigpen erhältlich. Daher ist es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen. Colitis ulcerosa Alter oder Körpergewicht Erwachsene | Danach beträgt die übliche Dosis 20 mg jede zweite Woche. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Die Anfangsdosis beträgt 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag, oder zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag an zwei aufeinander folgenden Tagen), gefolgt von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) zwei Wochen später. | Hinweise Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 40 mg jede Woche erhöhen oder 80 mg jede zweite Woche. |
| Kinder ab einem Alter von 6 Jahren und Jugendliche bis 17 Jahre mit einem Körpergewicht von 40 kg oder mehr | Danach beträgt die übliche Dosis 40 mg jede zweite Woche. Die Anfangsdosis beträgt 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag oder zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag an zwei aufeinander folgenden Tagen), gefolgt von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) zwei Wochen später. | Patienten, die 18 Jahre alt werden, während sie jede zweite Woche 80 mg erhalten, sollten ihre verschriebene Dosis weiterhin spritzen. |
| Danach beträgt die übliche Dosierung 80 mg jede zweite Woche. | ||
| Kinder ab einem Alter von 6 Jahren und Jugendliche bis 17 Jahre mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg | Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg zwei Wochen später. | Patienten, die 18 Jahre alt werden, während sie jede zweite Woche 40 mg erhalten, sollten ihre verschriebene Dosis weiterhin spritzen. |
| Nicht infektiöse Uveitis Alter oder Körpergewicht Erwachsene Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 30 kg oder mehr | Danach beträgt die übliche Dosis 40 mg jede zweite Woche. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg eine Woche später und danach 40 mg alle zwei Wochen. Sie sollten Idacio so lange anwenden, wie Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat. 40 mg alle 2 Wochen | Hinweise Kortikosteroide oder andere Arzneimittel, die das körpereigene Abwehrsystem beeinflussen, können während der Behandlung mit Idacio weiter genommen werden. Idacio kann auch alleine angewendet werden. Der Arzt kann auch eine Anfangsdosis von 80 mg verschreiben, die eine Woche vor Beginn der üblichen Dosis verabreicht werden kann. |
| Es wird empfohlen Idacio in Kombination mit Methotrexat anzuwenden. |
Art der Anwendung
Idacio wird unter die Haut gespritzt (subkutane Injektion).
Eine genaue Anleitung wie Idacio gespritzt wird, finden Sie in Abschnitt 7. ‚Gebrauchsanleitung‘.
Wenn Sie eine größere Menge von Idacio injiziert haben, als Sie sollten
Wenn Sie Idacio versehentlich häufiger injiziert haben, als Sie sollten, informieren Sie Ihren
Arzt oder Apotheker darüber, dass Sie mehr Idacio angewendet haben, als Sie mussten.
Nehmen Sie immer die Faltschachtel des Arzneimittels mit, auch wenn sie leer ist.
Wenn Sie die Injektion von Idacio vergessen haben
Wenn Sie einmal eine Injektion vergessen haben, sollten Sie die nächste Idacio-Dosis
spritzen, sobald Ihnen dies auffällt. Spritzen Sie Ihre darauffolgende Dosis an dem
ursprünglich vorgesehenen Tag, wie Sie es getan hätten, wenn Sie die Injektion nicht
vergessen hätten.
Wenn Sie die Anwendung von Idacio abbrechen
Die Entscheidung, die Anwendung von Idacio abzubrechen, müssen Sie mit Ihrem Arzt
besprechen. Die Anzeichen Ihrer Erkrankung können nach Abbruch der Behandlung
zurückkehren.
Sollten Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt
oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht
bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mäßig ausgeprägt.
Einige können jedoch auch schwerwiegend sein und müssen behandelt werden.
Nebenwirkungen können noch bis vier Monate oder später nach der letzten Injektion von
Idacio auftreten.
Konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen für
allergische Reaktionen oder Herzinsuffizienz bemerken:
- Starker Hautausschlag, Nesselsucht
- Schwellung im Gesicht, an Händen oder Füßen
- Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken
- Kurzatmigkeit bei körperlicher Aktivität oder im Liegen oder Schwellung der Füße Benachrichtigen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden
Anzeichen bemerken: - Anzeichen und Krankheitserscheinungen einer Infektion wie Fieber, Krankheitsgefühl, Wunden, Zahnprobleme, Brennen beim Wasserlassen, Gefühl der Schwäche oder Müdigkeit oder Husten
- Anzeichen für Nervenprobleme wie zum Beispiel Kribbeln, Taubheitsgefühl, Doppeltsehen oder Schwäche in Armen oder Beinen
- Anzeichen für Hautkrebs wie zum Beispiel eine Beule oder offene Stellen, die nicht abheilen • Anzeichen und Krankheitserscheinungen, die auf eine mögliche Erkrankung des blutbildenden Systems hinweisen, wie anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen, Blässe Die nachfolgend aufgelisteten Nebenwirkungen wurden in Verbindung mit Adalimumab
beobachtet:
Sehr häufig (kann mehr als 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich Schmerz, Schwellung, Rötung oder Juckreiz) • Infektionen der Atemwege (einschließlich Erkältung, Fließschnupfen, Infektion der Nasennebenhöhlen, Lungenentzündung)
- Kopfschmerzen
- Schmerzen im Bauchraum
- Übelkeit und Erbrechen
- Hautausschlag
- Muskelschmerzen Häufig (kann bis zu 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Schwere Infektionen (einschließlich Blutvergiftung und Virusgrippe)
- Darminfektionen (einschließlich Magen-Darm-Grippe)
- Infektionen der Haut (einschließlich Entzündung des Unterhautzellgewebes und Gürtelrose) • Infektionen des Ohres
- Infektionen des Mundes (einschließlich Zahninfektionen und Fieberbläschen)
- Infektionen der Fortpflanzungsorgane
- Harnwegsinfektion
- Pilzinfektionen
- Gelenkinfektionen
- Gutartige Tumore
- Hautkrebs
- Allergische Reaktionen (einschließlich durch Jahreszeiten bedingte Allergie)
- Flüssigkeitsverlust (Dehydratation)
- Stimmungsschwankungen (einschließlich Depression)
- Angstgefühl
- Schlafstörungen
- Empfindungsstörungen (einschließlich Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl)
- Migräne
- Anzeichen einer Nervenwurzelkompression (einschließlich Schmerzen im unteren Rückenbereich und in den Beinen)
- Sehstörungen
- Augenentzündung
- Entzündung des Augenlides und Anschwellen des Auges
- Schwindel (das Gefühl, dass der Raum sich dreht)
- Herzrasen
- Hoher Blutdruck
- Hitzegefühl
- Blutergüsse (feste Schwellungen mit geronnenem Blut)
- Husten
- Asthma
- Kurzatmigkeit
- Magen-Darm-Blutungen
- Verdauungsstörung (Magenverstimmung, Blähungen, Sodbrennen)
- Saures Aufstoßen
- Sicca-Syndrom (einschließlich trockener Augen und trockenem Mund)
- Juckreiz
- Juckender Hautausschlag
- Blaue Flecken
- Entzündung der Haut (wie z. B. Ekzeme)
- Brüchige Finger- und Fußnägel
- Vermehrtes Schwitzen
- Haarausfall
- Neuer Ausbruch oder Verschlechterung von Schuppenflechte (Psoriasis)
- Muskelkrämpfe
- Blut im Urin
- Nierenprobleme
- Schmerzen im Brustraum
- Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen, die Schwellungen des betroffenen Gewebes zur Folge haben)
- Fieber
- Verringerung der Blutplättchen, dadurch erhöhtes Risiko für Blutungen oder blaue Flecken • Verzögerte Wundheilung Gelegentlich (kann bis zu 1 Person von 100 Personen betreffen):
- Ungewöhnliche Infektionen (die Tuberkulose und andere Infektionen einschließen), die auftreten, wenn die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten vermindert ist
- Neurologische Infekte (einschließlich viraler Hirnhautentzündung)
- Augeninfektionen
- Bakterielle Infektionen
- Entzündung und Infektion des Dickdarms (Divertikulitis)
- Krebs, einschließlich Krebs, der das Lymphsystem betrifft (Lymphom) und Melanome (eine Art von Hautkrebs)
- Immunstörungen, welche die Lunge, Haut und Lymphknoten betreffen können (kommen am häufigsten in Form einer als Sarkoidose bezeichneten Erkrankung vor)
- Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße)
- Zittern (Tremor)
- Neuropathie (Nervenschädigungen)
- Schlaganfall
- Doppeltsehen
- Hörverlust, Ohrensausen
- Unregelmäßiger Herzschlag, wie z. B. übersprungene Schläge
- Herzprobleme, die zu Kurzatmigkeit und Anschwellen der Fußknöchel führen können
- Herzinfarkt
- Eine Ausbuchtung in der Wand einer Hauptarterie, Entzündung und Blutgerinnsel in einer Vene, Verstopfung eines Blutgefäßes
- Lungenerkrankungen, die sich in Kurzatmigkeit äußern (einschließlich Entzündung)
- Lungenembolie (Verschluss in einer Lungenarterie)
- Nicht normale Ansammlung von Flüssigkeit in der Umgebung der Lunge (Pleuraerguss) • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Schmerzen im Bauchraum und Rücken verursacht
- Schluckstörungen
- Gesichtsschwellung (Ödem)
- Gallenblasenentzündung, Gallensteine
- Fettleber (Ablagerung von Fett in den Leberzellen)
- Nächtliches Schwitzen
- Narbenbildung
- Abnormaler Muskelabbau
- Systemischer Lupus erythematodes (eine Immunerkrankung mit Entzündung von Haut, Herz, Lunge, Gelenken und anderen Organsystemen)
- Nächtlicher Harndrang
- Impotenz
- Entzündungen Selten (kann bis zu 1 Person von 1 000 Personen betreffen):
- Leukämie (Krebs, der das Blut und das Knochenmark betrifft)
- Schwere allergische Reaktionen mit Schock
- Multiple Sklerose
- Nervenerkrankungen (z. B. Entzündung des Sehnervs für das Auge und Guillain-Barré-Syndrom, eine Erkrankung, die zu Muskelschwäche, gestörten Sinnesempfindungen, Kribbeln in Armen und Oberkörper führen kann)
- Herzstillstand
- Lungenfibrose (Narbenbildung in der Lunge)
- Darmwanddurchbruch (Loch in der Darmwand)
- Hepatitis (Entzündung der Leber)
- Erneuter Ausbruch einer Hepatitis-B-Infektion
- Entzündung der Leber, die durch das körpereigene Abwehrsystem ausgelöst wird (Autoimmunhepatitis)
- Entzündung der Blutgefäße der Haut (kutane Vaskulitis)
- Stevens-Johnson-Syndrom (lebensbedrohliche Reaktion mit grippeähnlichen Krankheitserscheinungen und blasenbildendem Hautausschlag)
- Gesichtsschwellung (Ödem) in Verbindung mit allergischen Reaktionen
- Entzündlicher Hautausschlag (Erythema multiforme)
- Lupusähnliches Syndrom
- Angioödem (lokalisierte Schwellung der Haut)
- Lichenoide Hautreaktion (juckender, rötlicher bis violetter Hautausschlag)
Nicht bekannt (die Häufigkeit kann von den verfügbaren Daten nicht abgeleitet werden):
- Hepatosplenales T-Zell-Lymphom (ein selten auftretender Blutkrebs, der oft tödlich ist) • Merkelzellkarzinom (eine Art von Hautkrebs)
- Kaposi-Sarkom, eine seltene Krebserkrankung, die mit einer Infektion mit dem humanen Herpesvirus 8 assoziiert ist. Das Kaposi-Sarkom tritt am häufigsten in Form von violetten Hautläsionen auf.
- Leberversagen
- Verschlechterung einer sogenannten Dermatomyositis (tritt als Hautausschlag in Verbindung mit Muskelschwäche in Erscheinung)
- Gewichtszunahme (bei den meisten Patienten war die Gewichtszunahme gering) Mit Adalimumab wurden einige Nebenwirkungen beobachtet, die keine Anzeichen haben und nur durch Bluttests erkannt werden können. Dazu gehören:
Sehr häufig (kann mehr als 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen
- Verringerte Anzahl roter Blutkörperchen
- Erhöhte Blutfettwerte
- Erhöhte Werte für Leberenzyme Häufig (kann bis zu 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen
- Verringerte Anzahl von Blutplättchen
- Erhöhte Harnsäurewerte
- Abnormale Blutwerte für Natrium
- Niedrige Blutwerte für Kalzium
- Niedrige Blutwerte für Phosphat
- Hohe Blutzuckerwerte
- Hohe Blutwerte für Lactatdehydrogenase
- Nachweis von Autoantikörpern im Blut
- Hypokaliämie (Kaliummangel im Blut)
Gelegentlich (kann bis zu 1 Person von 100 Personen betreffen):
- Erhöhte Bilirubin-Konzentration im Blut (Leberwerte)
Selten (kann bis zu 1 Person von 1 000 Personen betreffen):
- Verringerte Anzahl weißer und roter Blutkörperchen und geringe Zahl an Blutplättchen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren <Arzt> <oder> <,> <Apotheker> <oder das medizinische Fachpersonal>. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Idacio aufzubewahren?
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nicht mehr nach Ablauf des auf Etikett/Faltschachtel angegebenen Verfalldatums verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze in der Faltschachtel aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Alternative Lagerung:
Wenn erforderlich (zum Beispiel, wenn Sie verreisen), darf die einzelne Idacio Fertigspritze
auch bis zu 28 Tage lang bei Raumtemperatur aufbewahrt werden (nicht über 25 °C und vor
Licht geschützt).
Sobald Sie Ihre Fertigspritze einmal aus dem Kühlschrank genommen haben, um sie bei
Raumtemperatur zu lagern, müssen Sie sie innerhalb dieser 28 Tage verbrauchen oder
wegwerfen, auch wenn Sie die Spritze später in den Kühlschrank zurücklegen.
Sie sollten sich das Datum notieren, an dem Sie die Fertigspritze das erste Mal aus dem
Kühlschrank nehmen. Auch sollten Sie sich das Datum notieren, zu dem Sie die Fertigspritze
wegwerfen müssen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren
Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie
tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Idacio enthält
- Die Wirksubstanz ist: Adalimumab. Die einzelnen Fertigspritzen enthalten 40 mg Adalimumab in 0,8 ml Lösung.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Eisessig, Trehalose Dihydrat, Natriumchlorid, Polysorbat 80 (E433) , Natriumhydroxid und/oder Essigsäure (zur Anpassung des pH-Werts) und Wasser für Injektionszwecke.
Wie die Idacio-Fertigspritze aussieht und Inhalt der Packung
Idacio 40 mg Injektionslösung (Injektion) in einer Fertigspritze wird als sterile Lösung mit
40 mg Adalimumab in 0,8 ml klarer, farbloser Lösung geliefert.
Bei der Idacio-Fertigspritze handelt es sich um eine Spritze aus Glas mit Nadelschutz und Fingerauflagen. Jede Packung enthält 2 oder 6 Fertigspritzen zum Gebrauch durch den Patienten und 2 oder 6 Alkoholtupfer.
Idacio ist als Fertigspritze und als Fertigpen erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg v.d.Höhe
Deutschland
Hersteller
Fresenius Kabi Austria GmbH
Hafnerstraße 36,
8055 Graz
Österreich
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im <{Monat JJJJ}>.
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur verfügbar: https://www.ema.europa.eu
7. Gebrauchsanleitung
Stellen Sie sicher, dass Sie diese Gebrauchsanleitung lesen, verstehen und befolgen, bevor Sie die Idacio-Injektion durchführen. Ihr Arzt sollte Ihnen vor der ersten Anwendung zeigen, wie Idacio in der Fertigspritze richtig vorbereitet und injiziert wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen haben.
Gebrauchsanleitung
Idacio®
Einweg-Fertigspritze
(Adalimumab) zur subkutanen
Injektion
40 mg
Hinweis: Bilder nur zur Veranschaulichung.
Lesen Sie diese Anleitung vollständig und sorgfältig durch, bevor Sie Ihre Idacio Fertigspritze verwenden.
Wichtige Informationen
- Verwenden Sie die Idacio Fertigspritze nur, wenn Ihr Arzt Sie hinsichtlich des korrekten Gebrauchs der Fertigspritze geschult hat.
- Idacio ist eine Fertigspritze für den einmaligen Gebrauch.
- Die Idacio Fertigspritze hat einen durchsichtigen Nadelschutz, der die Nadel bedeckt, nachdem die Injektion abgeschlossen ist.
- Kinder unter 12 Jahren dürfen sich nicht selbst spritzen, die Injektion muss von einem geschulten Erwachsenen durchgeführt werden.
- Bewahren Sie die Idacio Fertigspritze und den Abfallbehälter für scharfe Gegenstände für Kinder unzugänglich auf.
- Nicht schütteln. Schütteln kann die Fertigspritze und das Arzneimittel beschädigen.
- Verwenden Sie die Idacio Fertigspritze nicht, wenn die Flüssigkeit trüb oder verfärbt ist oder Partikel oder Flocken enthält. Die Flüssigkeit muss klar und farblos sein.
- Versuchen Sie nicht, den durchsichtigen Nadelschutz vor dem Injizieren zu aktivieren.
- Berühren Sie mit Ihren Fingern nicht die Öffnung des durchsichtigen Nadelschutzes.
- Verwenden Sie keine Idacio Fertigspritze, die gefroren oder direktem Sonnenlicht ausgesetzt war.
- Verwenden Sie die Idacio Fertigspritze nicht, wenn sie heruntergefallen oder eingedrückt ist, da die Fertigspritze möglicherweise defekt ist, auch wenn Sie die Bruchstelle nicht sehen können.Verwenden Sie stattdessen eine neue Fertigspritze.
Informationen für die Aufbewahrung
- Bewahren Sie die Fertigspritze in der Originalverpackung auf, um sie vor Licht zu schützen.
- Bewahren Sie die Fertigspritze im Kühlschrank zwischen 2 °C und 8 °C auf.
- Bei Bedarf, beispielsweise auf Reisen, kann eine einzelne Fertigspritze bis zu 28 Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.
Machen Sie sich mit Ihrer Idacio Fertigspritze vertraut
| Vor der | Durchsichtiger | |
| Anwendung | Nadelschutz | Kolben |
Vorderansicht
| Nadelschutz | Flüssigkeitsgefüllter |
| -kappe | Spritzenkörper (innen) |
Rückansicht
| Nach der | Durchsichtiger | |
| Anwendung | Nadelschutz | Kolben |
Geschützte Nadel Nadelschutzfeder
Schritt 1 Bereiten Sie Ihre Injektion vor
Jede Packung Idacio Fertigspritze enthält zwei oder sechs Spritzen.
1.1 Bereiten Sie eine saubere, ebene Oberfläche, wie einen Tisch oder eine Arbeitsplatte, in einem gut beleuchteten Bereich vor.
1.2 Ebenfalls benötigen Sie (Abb. A):
- einen Alkoholtupfer (in der Packung enthalten),
- einen Baumwoll- oder Mulltupfer und
- einen Abfallbehälter für scharfe Gegenstände.
Öffnen Sie Ihren Abfallbehälter für scharfe Gegenstände, um ihn verwenden zu können.
Abb. A
1.3 Nehmen Sie die Packung aus dem Kühlschrank (Abb. B).
1.4 Überprüfen Sie das Verfalldatum auf der Rückseite der Packung (Abb. B).
Warnung: Nicht nach Ablauf des Verfalldatums verwenden.
Verwendbar bis MM/JJJJ
Abb. B
1.5 Achtung: Nehmen Sie die Spritze nicht an dem Kolben oder der Nadelschutzkappe heraus. Dies könnte die Spritze beschädigen oder den durchsichtigen Nadelschutz aktivieren. Nehmen Sie eine Spritze aus der Originalverpackung:
- umfassen Sie mit zwei Fingern die Mitte des durchsichtigen Nadelschutzes.
- ziehen Sie die Spritze gerade nach oben und aus der Packung (Abb. C).
Legen Sie sie auf eine saubere, ebene Oberfläche.
Abb. C
1.6 Legen Sie die verbleibende(n) Spritze(n) in der Originalverpackung zurück in den Kühlschrank (Abb. D). Lesen Sie unter „Informationen für die Aufbewahrung“, wie Sie die nicht verwendete(n) Spritze(n) aufbewahren.
Abb. D
1.7 Belassen Sie die Spritze mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur, damit sich das Arzneimittel aufwärmen kann.
Das Injizieren von kaltem Arzneimittel kann schmerzhaft sein (Abb. E).
Abb. E
| Warnung: | Erwärmen Sie die Spritze nicht auf irgendeine andere Weise, wie zum Beispiel in einer Mikrowelle, heißem Wasser oder direktem Sonnenlicht. |
| Warnung: | Entfernen Sie nicht die Nadelschutzkappe, während sich die Spritze auf Raumtemperatur erwärmt. |
Schritt 2 Waschen Sie Ihre Hände
2.1 Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife und Wasser (Abb. F) und trocknen Sie sie ab. Warnung: Handschuhe ersetzen nicht die Notwendigkeit, die Hände zu waschen.
Abb. F
Schritt 3 Überprüfen Sie die Spritze
3.1 Überprüfen Sie die Spritze um sicherzustellen, dass:
l die Spritze, der durchsichtige Nadelschutz und die Nadelschutzkappe keine Risse haben oder beschädigt sind (Abb. G).
Abb. G
- die Nadelschutzkappe fest aufgesetzt ist (Abb. H).
Abb. H
- die Nadelschutzfeder nicht ausgefahren ist (Abb. I).
Abb. I
Warnung: Verwenden Sie die Spritze nicht, wenn sie irgendein Zeichen einer Beschädigung
aufweist.
Sollte dies der Fall sein, entsorgen Sie die Spritze im Abfallbehälter für scharfe Gegenstände und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
3.2 Überprüfen Sie die Flüssigkeit um sicherzustellen, dass:
- die Flüssigkeit klar und farblos ist und keine Partikel enthält (Abb. J).
Warnung: Verwenden Sie die Spritze nicht, wenn die Flüssigkeit Partikel enthält oder trübe ist, oder wenn sie gefärbt ist oder Flocken enthält
Abb. J
3.3 Überprüfen Sie das Etikett um sicherzustellen, dass:
- die Bezeichnung auf der Spritze „Idacio” lautet.
(Abb. K).
- das Verfalldatum auf der Spritze nicht abgelaufen ist (Abb. K).
Verw. bis MM/JJJJ
Abb. K
Warnung: Verwenden Sie die Spritze nicht, wenn:
- die Bezeichnung auf der Spritze nicht „Idacio“ ist.
- das Verfalldatum der Spritze abgelaufen ist.
Sollte dies der Fall sein, entsorgen Sie die Spritze im Abfallbehälter für scharfe Gegenstände und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schritt 4 Wählen Sie die Injektionsstelle
4.1 Wählen Sie die Injektionsstelle (Abb. L) am: Schritt 4 Wählen Sie die Injektionsstelle
- oberen Bereich der Oberschenkel.
- Bauch (injizieren Sie mindestens 5 cm vom Bauchnabel entfernt).
Abb. L
4.2 Wählen Sie jedes Mal eine andere Injektionsstelle (mindestens 2,5 cm von der vorherigen Injektionsstelle entfernt), um Rötungen, Reizungen oder andere Hautprobleme zu reduzieren.
Warnung: Injizieren Sie nicht in einen Bereich, der wund (schmerzempfindlich), verletzt, gerötet, verhärtet oder vernarbt ist, oder wo Sie Dehnungsstreifen haben.
Warnung: Wenn Sie Psoriasis haben, injizieren Sie nicht in Läsionen oder rote, dicke, erhabene oder schuppige Flecken.
Schritt 5 Reinigen Sie die Injektionsstelle
5.1 Wischen Sie die Haut Ihrer Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab, um sie zu reinigen (Abb. M).
Warnung: Pusten Sie nicht auf die Injektionsstelle oder berühren Sie sie nicht nach der Reinigung.
Abb. M
Schritt 6 Verabreichen Sie Ihre Injektion
6.1 Entfernen Sie die Nadelschutzkappe.
- Halten Sie die Spritze immer am durchsichtigen Nadelschutz.
- Halten Sie die Spritze aufrecht und ziehen Sie die Nadelschutzkappe gerade ab (Abb. N).
Abb. N
Möglicherweise sehen Sie Flüssigkeitstropfen an der Nadelspitze.
- Entsorgen Sie die Nadelschutzkappe.
Warnung: Berühren Sie nicht die Nadel.
6.2 Drücken Sie die Haut zusammen
- Halten Sie die Spritze wie einen Stift.
- Drücken Sie die Haut mit der anderen Hand vorsichtig zusammen (ohne zusammenzupressen), um eine Injektion in einen Muskel zu vermeiden (Abb. O).
Abb. O
6.3 Einführen der Nadel
- Stechen Sie mit einer schnellen, kurzen Bewegung die Nadel in einem Winkel zwischen 45° und 90° in die Haut (Abb. P).
Abb. P
- Nachdem die Nadel eingestochen wurde, lassen Sie die zusammengedrückte Haut los.
6.4 Injizieren
- Drücken Sie mit dem Daumen den Kolben vorsichtig ganz nach unten (Abb. Q).
Abb. Q
- Drücken Sie den Kolben ein letztes Mal, um sicherzustellen,
- dass die vollständige Dosis injiziert wurde (Abb. R).
- Halten Sie die Spritze im gleichen Winkel fest, ohne sie zu bewegen (Abb. R).
Abb. R
Entfernen Sie die Nadel nicht aus der Haut, wenn der Kolben das Ende erreicht. Bewegen Sie langsam den Daumen nach oben, dadurch kann sich die Nadel zurück in den durchsichtigen Nadelschutz bewegen und die Nadel wird vollständig von diesem bedeckt (Abb. S).
Abb. S
Warnung: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn:
- Sie nicht die vollständige Dosis injiziert haben oder
- der durchsichtige Nadelschutz nach dem Injizieren nicht aktiviert wurde.
Warnung: Verwenden Sie im Falle einer unvollständigen Injektion die Spritze nicht wieder.
Versuchen Sie nicht, die Nadelschutzkappe wieder aufzusetzen, da dies zu
Nadelstichverletzungen führen kann.
6.5 Wenn sich Blut oder Flüssigkeit an der Injektionsstelle befindet, drücken Sie vorsichtig einen Baumwoll- oder Mulltupfer auf die Haut (Abb. T).
Abb. T
Schritt 7 Entsorgen Sie Ihre Spritze
7.1 Entsorgen Sie sofort nach der Verwendung Ihre gebrauchte Spritze in einem Abfallbehälter für scharfe Gegenstände (Abb. U).
Abb. U
Warnung: Bewahren Sie Ihren Abfallbehälter für scharfe Gegenstände für Kinder unzugänglich auf.
Warnung: Entsorgen Sie die Spritze nicht in Ihrem Haushaltsabfall.
Wenn Sie keinen Abfallbehälter für scharfe Gegenstände haben, können Sie einen
Haushaltsbehälter verwenden, der:
- aus strapazierfähigem Kunststoff besteht,
- mit einem eng anliegenden, durchstoßfesten Deckel verschlossen werden kann, um auszuschließen, dass scharfe Gegenstände heraustreten,
- aufrecht steht und der während des Gebrauchs stabil,
- auslaufsicher und •
- ordnungsgemäß gekennzeichnet ist, um vor gefährlichen Abfällen im Behälter zu warnen 7.2 Wenn Ihr Abfallbehälter für scharfe Gegenstände fast voll ist, befolgen Sie die lokalen Richtlinien für die richtige Entsorgung Ihres Abfallbehälters für scharfe Gegenstände.
Warnung: Benutzen Sie Ihren Abfallbehälter für scharfe Gegenstände nicht erneut
Schritt 8 Notieren Sie Ihre Injektion
8.1 Um sich daran zu erinnern, wann und wo Sie Ihre nächste Injektion durchführen, sollten Sie Aufzeichnungen über Datum und Injektionsstellen Ihrer Injektionen führen (Abb. V).
Abb. V
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Idacio 40 mg Injektionslösung im Fertigpen
Adalimumab
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung
dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Ihr Arzt wird Ihnen auch einen Patientenpass aushändigen, der wichtige Informationen zur Sicherheit enthält, die Sie vor und während Ihrer Behandlung mit Idacio beachten sollten. Sie sollten diesen Patientenpass während der Behandlung und für vier Monate, nachdem Sie (oder Ihr Kind) die letzte Idacio-Injektion erhalten haben, mit sich führen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Idacio und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Idacio beachten?
3. Wie ist Idacio anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Idacio aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
7. Gebrauchsanleitung
1. Was ist Idacio und wofür wird es angewendet?
Idacio enthält die Wirksubstanz Adalimumab, ein Arzneimittel, das auf das körpereigene
Immunsystem (Abwehrsystem) wirkt.
Idacio ist für die Behandlung folgender entzündlicher Erkrankungen vorgesehen:
- Rheumatoide Arthritis
- Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
- Enthesitis-assoziierte Arthritis
- ankylosierende Spondylitis
- axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist • Psoriasis-Arthritis
- Psoriasis
- Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Nicht-infektiöse Uveitis Die Wirksubstanz von Idacio, Adalimumab, ist ein monoklonaler Antikörper.
Monoklonale Antikörper sind Proteine (Eiweiße), die sich an ein bestimmtes Ziel im
Körper anheften.
Das Ziel von Adalimumab ist ein anderes Protein mit der Bezeichnung
Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα). Bei den oben genannten Erkrankungen ist die Menge
an TNFα erhöht. Adalimumab heftet sich an TNFα, blockiert so dessen Wirkung und
verringert dadurch die Entzündung bei diesen Erkrankungen.
Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke.
Idacio wird angewendet, um die rheumatoide Arthritis bei Erwachsenen zu behandeln. Wenn
Sie eine mäßige bis schwere aktive rheumatoide Arthritis haben, werden Ihnen
möglicherweise zunächst andere krankheitsmodifizierende Arzneimittel, wie zum Beispiel
Methotrexat, verabreicht. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen,
erhalten Sie Idacio, um Ihre rheumatoide Arthritis zu behandeln.
Idacio kann auch zur Behandlung einer schweren aktiven und fortschreitenden (progressiven)
rheumatoiden Arthritis ohne vorherige Methotrexat-Behandlung eingesetzt werden.
Idacio kann das Fortschreiten der durch die Erkrankung verursachten Knorpel- und
Knochenschädigungen der Gelenke verlangsamen und kann die körperliche
Funktionsfähigkeit verbessern.
Idacio wird üblicherweise mit Methotrexat verwendet. Sollte Ihr Arzt der Meinung sein, die
Gabe von Methotrexat sei nicht geeignet, kann Idacio auch alleine angewendet werden.
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis und Enthesitis-assoziierte Arthritis
Die polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis und die Enthesitis-assoziierte Arthritis sind entzündliche Erkrankungen der Gelenke, die üblicherweise das erste Mal in der Kindheit auftreten.
Idacio wird angewendet, um die polyartikuläre idiopathische Arthritis bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren bzw. die Enthesitis-assoziierte Arthritis bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren zu behandeln. Patienten werden möglicherweise zunächst andere krankheitsmodifizierende Arzneimittel, wie zum Beispiel Methotrexat, verabreicht. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen, erhalten die Patienten Idacio, um ihre polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis oder Enthesitis-assoziierte Arthritis zu behandeln.
Ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch
keine Verknöcherung nachweisbar ist
Die ankylosierende Spondylitis und axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch
keine Verknöcherung nachweisbar ist, sind entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule.
Idacio wird angewendet, um diese Erkrankungen bei Erwachsenen zu behandeln. Wenn Sie eine ankylosierende Spondylitis oder axiale Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist, haben, werden Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen, erhalten Sie Idacio, um die Anzeichen und Krankheitserscheinungen Ihrer Erkrankung zu vermindern.
Psoriasis-Arthritis
Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die in Verbindung mit
Schuppenflechte (Psoriasis) auftritt.
Idacio wird angewendet, um die Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen zu behandeln. Idacio
kann das Fortschreiten der durch die Erkrankung verursachten Knorpel- und
Knochenschädigungen der Gelenke verlangsamen und die körperliche Funktionsfähigkeit
verbessern.
Plaque-Psoriasis bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Plaque-Psoriasis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die rote, schuppige, verkrustete
Stellen auf der Haut verursacht, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind. Plaque-Psoriasis
kann auch die Nägel befallen, sodass diese spröde werden, sich verdicken und sich vom
Nagelbett abheben, was schmerzhaft sein kann. Es wird angenommen, dass die
Schuppenflechte durch ein Problem mit dem körpereigenen Abwehrsystem verursacht wird.
Dadurch kommt es zu einer vermehrten Produktion von Hautzellen.
Idacio wird angewendet, um die mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen zu behandeln. Idacio wird auch dazu eingesetzt, schwere Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 17 Jahren zu behandeln, bei denen eine Behandlung durch das Auftragen von Arzneimitteln auf die Haut und Behandlungen mit UV-Licht nicht sehr gut gewirkt haben oder nicht geeignet sind.
Hidradenitis suppurativa (Acne inversa) bei Erwachsenen und Jugendlichen
Hidradenitis suppurativa (HS) ist eine langwierige und oft schmerzhafte entzündliche
Hauterkrankung. Zu den Beschwerden gehören unter anderem druckempfindliche Knötchen
(Knoten) und Eiteransammlungen (Abszesse), aus denen Eiter austreten kann. Am häufigsten
sind bestimmte Bereiche der Haut betroffen, wie z. B. unter den Brüsten, unter den Achseln,
an den Innenseiten der Oberschenkel, in der Leistengegend und am Gesäß. An den
betroffenen Stellen kann es auch zu Vernarbungen kommen.
Idacio wird zur Behandlung von Hidradenitis suppurativa bei Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren eingesetzt. Idacio kann die Anzahl der Knötchen und Eiteransammlungen verringern und kann die Schmerzen, die oft mit dieser Erkrankung einhergehen, lindern. Möglicherweise bekommen Sie zunächst andere Arzneimittel. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen, erhalten Sie Idacio.
Morbus Crohn bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
Morbus Crohn ist eine entzündliche Erkrankung des Darms.
Idacio wird angewendet zur Behandlung von Morbus Crohn bei Erwachsenen, Kindern und
Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren. Wenn Sie an Morbus Crohn erkrankt sind, werden
Sie zunächst mit anderen Arzneimitteln behandelt. Wenn diese Arzneimittel keine
ausreichende Wirkung zeigen, erhalten Sie Idacio, um die Anzeichen und
Krankheitserscheinungen von Morbus Crohn zu vermindern.
Colitis ulcerosa bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung des Darms.
Idacio wird angewendet, um Colitis ulcerosa bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
zwischen 6 und 17 Jahren zu behandeln. Wenn Sie an Colitis ulcerosa erkrankt sind, erhalten
Sie zuerst andere Arzneimittel. Wenn diese Arzneimittel keine ausreichende Wirkung zeigen,
erhalten Sie Idacio, um die Anzeichen und Krankheitserscheinungen Ihrer Erkrankung zu
vermindern.
Nicht infektiöse Uveitis bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
Die nicht infektiöse Uveitis ist eine entzündliche Erkrankung, die bestimmte Teile des Auges betrifft.
Die Entzündung führt dazu, dass man schlechter sieht und/oder dass man Schwebeteile sieht
(schwarze Punkte oder Schlieren, die sich durch das Blickfeld bewegen). Idacio wirkt, indem
es die Entzündung verringert.
Idacio wird angewendet zur Behandlung von
- Erwachsenen mit nicht infektiöser Uveitis mit einer Entzündung im hinteren Bereich des Auges
- Kindern ab 2 Jahren mit chronischer nicht infektiöser Uveitis mit einer Entzündung im vorderen Bereich des Auges.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Idacio beachten?
Idacio darf nicht angewendet werden
- wenn Sie allergisch gegenüber dem Wirkstoff Adalimumab oder einem der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (aufgelistet in Abschnitt 6).
- wenn Sie an einer schweren Infektion, einschließlich Tuberkulose, Sepsis (Blutvergiftung) oder einer anderen opportunistischen Infektion (ungewöhnliche Infektionen, die mit einem geschwächten Immunsystem assoziiert sind) erkrankt sind.
Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen von
Infektionen, z. B. Fieber, Wunden, Abgeschlagenheit, Zahnprobleme, vorliegen (siehe
„Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
- Wenn Sie an mäßiger bis schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) erkrankt sind. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie ernsthafte Herzbeschwerden hatten oder haben (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Idacio anwenden.
Allergische Reaktionen
- Sollten bei Ihnen allergische Reaktionen auftreten mit Anzeichen wie Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche, Benommenheit/Schwindel, Schwellungen oder Hautausschlag, spritzen Sie sich kein weiteres Idacio mehr und setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, da diese Reaktionen in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein können.
Infektionen
- Wenn Sie an einer Infektion erkrankt sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Idacio-Behandlung beginnen. Auch dann, wenn Sie die Infektion schon länger haben oder die Infektion örtlich begrenzt ist (z. B. ein Unterschenkelgeschwür). Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.
- Während der Behandlung mit Idacio können Sie leichter an Infektionen erkranken. Das Risiko kann sich zusätzlich erhöhen, wenn Ihre Lungenfunktion beeinträchtigt ist.
Diese Infektionen können schwerer sein und umfassen Tuberkulose, Infektionen, die
durch Viren, Pilze, Parasiten oder Bakterien oder andere ungewöhnliche infektiöse
Organismen verursacht werden, sowie Sepsis (Blutvergiftung). Diese Infektionen
können in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt
informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen wie Fieber, Wunden, Abgeschlagenheit oder
Zahnprobleme auftreten. Ihr Arzt kann ein kurzzeitiges Aussetzen der Idacio-
Behandlung empfehlen.
Tuberkulose (TB)
- Ihr Arzt wird Sie vor Beginn der Behandlung mit Idacio auf Anzeichen und Krankheitserscheinungen einer Tuberkulose untersuchen, da bei mit Adalimumab behandelten Patienten von Tuberkulosefällen berichtet wurde. Zu dieser gründlichen Untersuchung gehören die Aufnahme einer umfassenden medizinischen Vorgeschichte und Tests (z. B. eine Röntgen-aufnahme des Brustkorbs und ein Tuberkulintest). Die Durchführung und Ergebnisse dieser Tests sollten in Ihrem Patientenpass dokumentiert werden. Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie jemals Tuberkulose hatten oder in engem Kontakt zu jemandem standen, der Tuberkulose hatte. Tuberkulose kann sich während der Behandlung entwickeln, sogar wenn Sie vorbeugend gegen Tuberkulose behandelt wurden. Sollten Anzeichen einer Tuberkulose (anhaltender Husten, Gewichtsverlust, Antriebslosigkeit, leichtes Fieber) oder einer anderen Infektion während oder nach der Behandlung auftreten, benachrichtigen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.
Reiseinfektionen/wiederholt auftretende Infektionen
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich in Regionen aufgehalten haben oder in Regionen gereist sind, in denen Pilzinfektionen häufig vorkommen (z. B.
Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose).
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie in der Vergangenheit Infektionen gehabt haben, die immer wieder aufgetreten sind, oder wenn Sie andere Krankheiten gehabt haben, die das Risiko einer Infektion erhöhen.
Hepatitis B
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Träger des Hepatitis-B-Virus (HBV) sind, wenn Sie eine aktive HBV-Infektion haben oder wenn Sie glauben, dass Sie ein erhöhtes Risiko für eine HBV-Infektion haben. Ihr Arzt sollte Sie auf HBV untersuchen. Bei Personen, die dieses Virus tragen, kann Idacio zu einem erneuten Ausbruch einer HBV-Infektion führen. In einigen seltenen Fällen, besonders bei der zusätzlichen Anwendung weiterer Arzneimittel, die das körpereigene Abwehrsystem unterdrücken, kann der erneute Ausbruch einer HBV-Infektion lebensbedrohend sein.
Alter über 65 Jahre
- Wenn Sie über 65 Jahre alt sind, können Sie für Infektionen anfälliger sein, während Sie Idacio anwenden. Sie und Ihr Arzt sollten besonders auf Anzeichen einer Infektion achten, während Sie mit Idacio behandelt werden. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen Anzeichen von Infektionen wie Fieber, Wunden, Müdigkeit oder Zahnprobleme auftreten.
Operationen oder Zahnbehandlungen
- Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor einer Operation oder einer Zahnbehandlung über Ihre Behandlung mit Idacio. Ihr Arzt kann ein kurzzeitiges Aussetzen der Behandlung mit Idacio empfehlen.
Demyelinisierende Erkrankungen
- Wenn Sie eine demyelinisierende Erkrankung (eine Erkrankung, die die Schicht um die Nervenzellen schädigt, z. B. Multiple Sklerose) entwickeln oder bereits haben, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Idacio anwenden bzw. weiter anwenden sollten. Informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt, wenn es bei Ihnen zu Krankheitserscheinungen wie verändertem Sehvermögen oder Kraftlosigkeit in den Armen oder Beinen kommt oder wenn sich Körperteile taub oder kribbelig anfühlen.
Impfungen
- Gewisse Impfstoffe enthalten lebende, aber abgeschwächte Formen von krankheitserregenden Bakterien oder Viren und sollten während der Behandlung mit Idacio nicht verwendet werden, da sie Infektionen verursachen können. Bitte besprechen Sie jede Impfung vorher mit Ihrem Arzt. Bei Kindern und Jugendlichen wird empfohlen, dass diese nach Möglichkeit vor Behandlungsbeginn mit Idacio alle für ihr Alter im Rahmen der aktuellen Richtlinien festgelegten Impfungen erhalten haben sollten. Wenn Sie Idacio während der Schwangerschaft erhalten, hat Ihr Säugling eventuell ein erhöhtes Risiko ungefähr während der ersten 5 Monate nach der letzten Idacio-Dosis, die Sie während der Schwangerschaft erhalten haben, eine Infektion zu bekommen. Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten des Kindes und anderem Fachpersonal im Gesundheitswesen mitteilen, dass Sie Idacio während der Schwangerschaft angewendet haben, sodass diese darüber entscheiden können, ob Ihr Säugling eine Impfung erhalten sollte.
Herzschwäche
- Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie schwerwiegende Herzprobleme haben oder gehabt haben. Wenn Sie eine leichte Herzschwäche (Herzinsuffizienz) haben und mit Idacio behandelt werden, muss Ihre Herzproblematik sorgfältig durch Ihren Arzt überwacht werden Wenn Sie neue oder sich verschlechternde Krankheitserscheinungen einer Herzschwäche entwickeln (z. B.
Kurzatmigkeit oder Anschwellen der Füße), müssen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in
Verbindung setzen. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie Idacio weiterhin erhalten
sollten.
Fieber, blaue Flecken, Blutungen, blasses Aussehen
- Bei einigen Patienten kann die körpereigene Produktion von Blutzellen, die den Körper bei der Bekämpfung von Infektionen oder beim Stoppen von Blutungen helfen, vermindert sein. Wenn Sie anhaltendes Fieber bekommen, sehr leicht blaue Flecken entwickeln oder bluten oder sehr blass aussehen, benachrichtigen Sie umgehend Ihren Arzt. Ihr Arzt wird möglicherweise entscheiden, die Behandlung zu beenden.
Krebs
- Es gab sehr selten Fälle bestimmter Krebsarten bei Kindern und Erwachsenen, die Adalimumab oder andere TNFα-Hemmer erhielten. Patienten mit schwereren Verlaufsformen der rheumatoiden Arthritis und langjährig bestehender Erkrankung können ein im Vergleich zum Durchschnitt erhöhtes Risiko aufweisen, an einem Lymphom und an Leukämie (Krebsformen, die die Blutzellen und das Knochenmark betreffen) zu erkranken. Wenn Sie Idacio anwenden, kann sich Ihr Risiko, Lymphome, Leukämie oder andere Krebsformen zu entwickeln, möglicherweise erhöhen. In seltenen Fällen wurde bei Patienten, die mit Adalimumab behandelt wurden, eine seltene und schwere Form des Lymphoms beobachtet. Einige dieser Patienten wurden gleichzeitig mit dem Wirkstoff Azathioprin oder Mercaptopurin behandelt. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Azathioprin oder Mercaptopurin zusammen mit Idacio einnehmen.
- Darüber hinaus wurden bei Patienten unter Idacio-Therapie Fälle mit Hauttumoren, die keine Melanome waren, beobachtet. Falls während oder nach der Behandlung neue Hautveränderungen auftreten oder sich das Aussehen bereits bestehender Hautläsionen verändert, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
- Bei Patienten mit einer besonderen Art von Lungenerkrankung, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), sind unter Behandlung mit einem anderen TNFα-Hemmer Krebsarten aufgetreten, die keine Lymphome waren. Wenn Sie COPD haben oder ein starker Raucher sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob die Behandlung mit einem TNFα-Hemmer für Sie geeignet ist.
- In seltenen Fällen kann die Behandlung mit Idacio ein lupusähnliches Syndrom auslösen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, falls Krankheitserscheinungen wie ein anhaltender, nicht erklärbarer Hautausschlag, Fieber, Gelenkschmerzen oder Müdigkeit auftreten.
Kinder und Jugendliche
- Impfungen: Wenn möglich, sollten Kinder und Jugendliche vor Anwendung von Idacio auf dem neuesten Stand mit allen Impfungen sein.
- Wenden Sie Idacio nicht bei Kleinkindern mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis an, die jünger als 2 Jahre sind.
- Wenden Sie nicht die 40 mg-Fertigspritze oder den 40 mg-Fertigpen an, wenn eine Dosis von weniger als 40 mg empfohlen wurde.
Anwendung von Idacio zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder Sie beabsichtigen, andere
Arzneimittel einzunehmen.
Idacio kann zusammen angewendet werden mit Methotrexat oder bestimmten
krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (Sulfasalazin, Hydroxychloroquin, Leflunomid
und injizierbare Goldzubereitungen), Kortikosteroiden oder Schmerzmitteln, einschließlich
nicht-steroidaler entzündungshemmender Antirheumatika (NSAR).
Sie dürfen Idacio nicht zusammen mit Arzneimitteln verwenden, die als Wirkstoffe Anakinra
oder Abatacept enthalten, da ein erhöhtes Risiko einer schwerwiegenden Infektion besteht.
Die Kombination von Adalimumab sowie anderer TNF-Antagonisten mit Anakinra oder Abatacept wird aufgrund des potenziell erhöhten Risikos für Infektionen, einschließlich schwerwiegender Infektionen, und anderer potenzieller pharmakologischer Wechselwirkungen nicht empfohlen. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Schwangerschaft und Stillzeit
- Wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
- Sie sollten eine geeignete Verhütungsmethode in Erwägung ziehen, um nicht schwanger zu werden, und bis mindestens 5 Monate nach der letzten Idacio-Injektion verhüten. Wenn Sie schwanger werden sollten, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung
- Idacio sollte während einer Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies erforderlich ist.
- Laut einer Studie mit Schwangeren bestand bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft mit Adalimumab behandelt wurden, kein höheres Risiko für Geburtsfehler als bei Kindern von Müttern mit der gleichen Erkrankung, die nicht mit Adalimumab behandelt wurden.
- Idacio kann während der Stillzeit angewendet werden.
- Wenn Sie Idacio während der Schwangerschaft erhalten haben, hat Ihr Säugling eventuell ein erhöhtes Risiko, eine Infektion zu bekommen.
- Es ist wichtig, dass Sie den Ärzten des Säuglings und anderem Fachpersonal im Gesundheitswesen mitteilen, dass Sie Idacio während der Schwangerschaft angewendet haben, bevor Ihr Säugling eine Impfung bekommt (weitere Informationen siehe im Abschnitt zu Impfungen).
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Idacio kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen haben. Bei der Anwendung von Idacio kann das Sehvermögen beeinträchtigt
sein und es kann das Gefühl auftreten, dass sich der Raum dreht (Schwindel).
Idacio enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 0,8 ml Dosis, das
heißt es ist nahezu „natriumfrei“.
Idacio enthält Polysorbat
Dieses Arzneimittel enthält 0,8 mg Polysorbat 80 pro Fertigpen, entsprechend 1,0 mg/ml.
Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei
Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
3. Wie ist Idacio anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder
Apotheker an. Fragen Sie beim Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Idacio wird unter die Haut gespritzt (subkutane Anwendung).
Die empfohlenen Dosen für Idacio von allen zugelassenen Anwendungsgebieten sind in folgender Tabelle gelistet. Es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen. Wenn eine alternative Dosierung erforderlich ist, sollten andere Adalimumab-Produkte verwendet werden, die eine solche Option bieten.
Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis oder axialer
Spondyloarthritis, bei der im Röntgenbild noch keine Verknöcherung nachweisbar ist
| Alter oder Körpergewicht Erwachsene | Welche Dosis und wie oft verabreichen? 40 mg alle zwei Wochen | Hinweise Während Sie Idacio bei rheumatoider Arthritis anwenden, wird die Gabe von Methotrexat fortgesetzt. Sollte Ihr Arzt die Gabe von Methotrexat als nicht geeignet erachten, kann Idacio auch alleine angewendet werden. |
| Falls Sie an rheumatoider Arthritis erkrankt sind und kein Methotrexat begleitend zu Ihrer Behandlung mit Idacio erhalten, kann Ihr Arzt sich für eine Idacio-Gabe von 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche entscheiden. |
Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
| Alter oder Körpergewicht | Welche Dosis und wie oft verabreichen? | Hinweise |
|---|---|---|
| Kinder ab 2 Jahren, | 40 mg alle zwei Wochen | keine |
Jugendliche und Erwachsene
mit einem Körpergewicht von
30 kg oder mehr
Enthesitis-assoziierte Arthritis
| Alter oder Körpergewicht Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht von 30 kg oder mehr Plaque-Psoriasis Alter oder Körpergewicht Erwachsene | Welche Dosis und wie oft verabreichen? 40 mg alle zwei Wochen Welche Dosis und wie oft verabreichen? Anfangsdosis von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg jede zweite Woche, beginnend eine Woche nach der Anfangsdosis. | Hinweise keine Hinweise Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erhöhen. |
| Kinder und Jugendliche von 4 bis 17 Jahren und einem Körpergewicht von 30 kg oder mehr | Sie sollten Idacio so lange spritzen, wie Sie dies mit Ihrem Arzt besprochen haben. Anfangsdosis von 40 mg, gefolgt von 40 mg eine Woche später. Danach werden üblicherweise 40 mg jede zweite Woche verabreicht. | keine |
Hidradenitis suppurativa
| Alter oder Körpergewicht Erwachsene Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und einem Körpergewicht von 30 kg oder mehr Morbus Crohn Alter oder Körpergewicht Kinder ab einem Alter von 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht von 40 kg oder mehr | Welche Dosis und wie oft verabreichen? Anfangsdosis von 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag oder als zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen), gefolgt von einer Dosis von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg am selben Tag) zwei Wochen später. Nach zwei weiteren Wochen wird die Behandlung mit einer Dosis von 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche nach Anweisung Ihres Arztes fortgesetzt. Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag). Nach einer Woche werden 40 mg jede zweite Woche verabreicht. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg zwei Wochen später. Wenn ein schnelleres Eintreten der Wirkung erforderlich ist, kann Ihnen Ihr Arzt eine Anfangsdosis von 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag oder zwei Injektionen von 40 mg pro Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen) verschreiben, gefolgt von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) zwei Wochen später. | Hinweise Es wird empfohlen, dass Sie an den betroffenen Stellen täglich eine antiseptische Waschlösung anwenden. Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann der Arzt die Dosis auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erhöhen. Es wird empfohlen, dass Sie an den betroffenen Stellen täglich eine antiseptische Waschlösung anwenden. Hinweise Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosishäufigkeit auf 40 mg jede Woche oder 80 mg jede zweite Woche erhöhen. |
| Kinder ab einem Alter von 6 Jahren und Jugendliche bis 17 Jahre mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg | Danach beträgt die übliche Dosis 40 mg jede zweite Woche. Die Anfangsdosis beträgt 40 mg gefolgt von 20 mg zwei Wochen später. Wenn ein schnelleres Eintreten der Wirkung erforderlich ist, kann Ihnen Ihr Arzt eine Anfangsdosis von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) verschreiben, gefolgt von 40 mg zwei Wochen später. | Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosishäufigkeit auf 20 mg jede Woche erhöhen.* |
| * Idacio ist nur als 40 mg Fertigspritze und 40 mg Fertigpen erhältlich. Daher ist es nicht möglich, Idacio an Patienten zu verabreichen, die weniger als eine volle Dosis von 40 mg benötigen. Colitis ulcerosa Alter oder Körpergewicht Erwachsene | Danach beträgt die übliche Dosis 20 mg jede zweite Woche. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Die Anfangsdosis beträgt 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag, oder zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen), gefolgt von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) zwei Wochen später. | Hinweise Wenn durch diese Dosis kein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, kann Ihr Arzt die Dosishäufigkeit auf 40 mg jede Woche erhöhen oder 80 mg jede zweite Woche. |
| Kinder ab einem Alter von 6 Jahren und Jugendliche bis 17 Jahre mit einem Körpergewicht von 40 kg oder mehr | Danach beträgt die übliche Dosis 40 mg jede zweite Woche. Die Anfangsdosis beträgt 160 mg (als vier Injektionen von 40 mg an einem Tag oder zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag an zwei aufeinander folgenden Tagen), gefolgt von 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag) zwei Wochen später. | Patienten, die 18 Jahre alt werden, während sie jede zweite Woche 80 mg erhalten, sollten ihre verschriebene Dosis weiterhin spritzen. |
| Kinder ab einem Alter von 6 Jahren und Jugendliche bis 17 Jahre mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg | Danach beträgt die übliche Dosis 80 mg jede zweite Woche. Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg zwei Wochen später. | Patienten, die 18 Jahre alt werden, während sie jede zweite Woche 40 mg erhalten, sollten ihre verschriebene Dosis weiterhin spritzen. |
| Nicht infektiöse Uveitis Alter oder Körpergewicht Erwachsene Kinder ab 2 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 30 kg oder mehr | Danach beträgt die übliche Dosis 40 mg jede zweite Woche. Welche Dosis und wie oft verabreichen? Die Anfangsdosis beträgt 80 mg (als zwei Injektionen von 40 mg an einem Tag), gefolgt von 40 mg eine Woche später und danach 40 mg alle zwei Wochen. Sie sollten Idacio so lange anwenden, wie Ihr Arzt es Ihnen gesagt hat. 40 mg alle 2 Wochen | Hinweise Kortikosteroide oder andere Arzneimittel, die das körpereigene Abwehrsystem beeinflussen, können während der Behandlung mit Idacio weiter genommen werden. Idacio kann auch alleine angewendet werden. Der Arzt kann auch eine Anfangsdosis von 80 mg verschreiben, die eine Woche vor Beginn der üblichen Dosis verabreicht werden kann. |
| Es wird empfohlen Idacio in Kombination mit Methotrexat anzuwenden. |
Art der Anwendung
Idacio wird unter die Haut gespritzt (subkutane Injektion).
Eine genaue Anleitung wie Idacio gespritzt wird, finden Sie in Abschnitt 7 ‚Gebrauchsanleitung‘.
Wenn Sie eine größere Menge von Idacio injiziert haben, als Sie sollten
Wenn Sie Idacio versehentlich häufiger injiziert haben, als Sie sollten, informieren Sie Ihren
Arzt oder Apotheker darüber, dass Sie mehr Idacio injiziert haben, als Sie mussten. Nehmen
Sie immer die Faltschachtel des Arzneimittels mit, auch wenn sie leer ist.
Wenn Sie die Injektion von Idacio vergessen haben
Wenn Sie einmal eine Injektion vergessen haben, sollten Sie die nächste Idacio-Dosis
spritzen, sobald Ihnen dies auffällt. Spritzen Sie Ihre darauffolgende Dosis an dem
ursprünglich vorgesehenen Tag, wie Sie es getan hätten, wenn Sie die Injektion nicht
vergessen hätten.
Wenn Sie die Anwendung von Idacio abbrechen
Die Entscheidung, die Anwendung von Idacio abzubrechen, müssen Sie mit Ihrem Arzt
besprechen. Die Anzeichen Ihrer Erkrankung können nach Abbruch der Behandlung
zurückkehren.
Sollten Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt
oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht
bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mäßig ausgeprägt.
Einige können jedoch auch schwerwiegend sein und müssen behandelt werden.
Nebenwirkungen können noch bis vier Monate oder später nach der letzten Injektion von
Idacio auftreten.
Konsultieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen für
allergische Reaktionen oder Herzinsuffizienz bemerken:
- Starker Hautausschlag, Nesselsucht
- Schwellung im Gesicht, an Händen oder Füßen
- Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken
- Kurzatmigkeit bei Belastung oder im Liegen oder Schwellung der Füße Benachrichtigen Sie so bald wie möglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden
Anzeichen bemerken: - Anzeichen und Krankheitserscheinungen einer Infektion wie Fieber, Krankheitsgefühl, Wunden, Zahnprobleme, Brennen beim Wasserlassen, Gefühl der Schwäche oder Müdigkeit oder Husten
- Anzeichen für Nervenprobleme wie zum Beispiel Kribbeln, Taubheitsgefühle, Doppeltsehen oder Schwäche in Armen oder Beinen
- Anzeichen für Hautkrebs wie zum Beispiel eine Beule oder offene Stellen, die nicht abheilen • Anzeichen und Krankheitserscheinungen, die auf eine mögliche Erkrankung des blutbildenden Systems hinweisen, wie anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen, Blässe Die nachfolgend aufgelisteten Nebenwirkungen wurden in Verbindung mit Adalimumab
beobachtet:
Sehr häufig (kann mehr als 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich Schmerz, Schwellung, Rötung oder Juckreiz) • Infektionen der Atemwege (einschließlich Erkältung, Fließschnupfen, Infektion der Nasennebenhöhlen, Lungenentzündung)
- Kopfschmerzen
- Schmerzen im Bauchraum
- Übelkeit und Erbrechen
- Hautausschlag
- Muskelschmerzen Häufig (kann bis zu 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Schwere Infektionen (einschließlich Blutvergiftung und Virusgrippe)
- Darminfektionen (einschließlich Magen-Darm-Grippe)
- Infektionen der Haut (einschließlich Entzündung des Unterhautzellgewebes und Gürtelrose) • Infektionen des Ohres
- Infektionen des Mundes (einschließlich Zahninfektionen und Fieberbläschen)
- Infektionen der Fortpflanzungsorgane
- Harnwegsinfektion
- Pilzinfektionen
- Gelenkinfektionen
- Gutartige Tumore
- Hautkrebs
- Allergische Reaktionen (einschließlich durch Jahreszeiten bedingte Allergie)
- Flüssigkeitsverlust (Dehydratation)
- Stimmungsschwankungen (einschließlich Depression)
- Angstgefühl
- Schlafstörungen
- Empfindungsstörungen (einschließlich Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgefühl)
- Migräne
- Anzeichen einer Nervenwurzelkompression (einschließlich Schmerzen im unteren Rückenbereich und in den Beinen)
- Sehstörungen
- Augenentzündung
- Entzündung des Augenlides und Anschwellen des Auges
- Schwindel (das Gefühl, dass der Raum sich dreht)
- Herzrasen
- Hoher Blutdruck
- Hitzegefühl
- Blutergüsse (feste Schwellungen mit geronnenem Blut)
- Husten
- Asthma
- Kurzatmigkeit
- Magen-Darm-Blutungen
- Verdauungsstörung (Magenverstimmung, Blähungen, Sodbrennen)
- Saures Aufstoßen
- Sicca-Syndrom (einschließlich trockener Augen und trockenem Mund)
- Juckreiz
- Juckender Hautausschlag
- Blaue Flecken
- Entzündung der Haut (wie z. B. Ekzeme)
- Brüchige Finger- und Fußnägel
- Vermehrtes Schwitzen
- Haarausfall
- Neuer Ausbruch oder Verschlechterung von Schuppenflechte (Psoriasis)
- Muskelkrämpfe
- Blut im Urin
- Nierenprobleme
- Schmerzen im Brustraum
- Wasseransammlungen (Ödeme)
- Fieber
- Verringerung der Blutplättchen, dadurch erhöhtes Risiko für Blutungen oder blaue Flecken • Verzögerte Wundheilung Gelegentlich (kann bis zu 1 Person von 100 Personen betreffen):
- Ungewöhnliche Infektionen (die Tuberkulose und andere Infektionen einschließen), die auftreten, wenn die Widerstandskraft gegenüber Krankheiten vermindert ist
- Neurologische Infekte (einschließlich viraler Hirnhautentzündung)
- Augeninfektionen
- Bakterielle Infektionen
- Entzündung und Infektion des Dickdarms (Divertikulitis)
- Krebs, einschließlich Krebs, der das Lymphsystem betrifft (Lymphom) und Melanome (eine Art von Hautkrebs)
- Immunstörungen, welche die Lunge, Haut und Lymphknoten betreffen können (kommen am häufigsten in Form einer als Sarkoidose bezeichneten Erkrankung vor)
- Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße)
- Zittern (Tremor)
- Neuropathie (Nervenschädigungen)
- Schlaganfall
- Doppeltsehen
- Hörverlust, Ohrensausen
- Unregelmäßiger Herzschlag, wie z. B. übersprungene Schläge
- Herzprobleme, die zu Kurzatmigkeit und Anschwellen der Fußknöchel führen können
- Herzinfarkt
- Eine Ausbuchtung in der Wand einer Hauptarterie, Entzündung und Blutgerinnsel in einer Vene, Verstopfung eines Blutgefäßes
- Lungenerkrankungen, die sich in Kurzatmigkeit äußern (einschließlich Entzündung)
- Lungenembolie (Verschluss in einer Lungenarterie)
- Nicht normale Ansammlung von Flüssigkeit in der Umgebung der Lunge (Pleuraerguss) • Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die starke Schmerzen im Bauchraum und Rücken verursacht
- Schluckstörungen
- Gesichtsschwellung (Ödem)
- Gallenblasenentzündung, Gallensteine
- Fettleber (Ablagerung von Fett in den Leberzellen)
- Nächtliches Schwitzen
- Narbenbildung
- Abnormaler Muskelabbau
- Systemischer Lupus erythematodes (eine Immunerkrankung mit Entzündung von Haut, Herz, Lunge, Gelenken und anderen Organsystemen)
- Nächtlicher Harndrang
- Impotenz
- Entzündungen Selten (kann bis zu 1 Person von 1 000 Personen betreffen):
- Leukämie (Krebs, der das Blut und das Knochenmark betrifft)
- Schwere allergische Reaktionen mit Schock
- Multiple Sklerose
- Nervenerkrankungen (z. B. Entzündung des Sehnervs für das Auge und Guillain-Barré-Syndrom, eine Erkrankung, die zu Muskelschwäche, gestörten Sinnesempfindungen, Kribbeln in Armen und Oberkörper führen kann)
- Herzstillstand
- Lungenfibrose (Narbenbildung in der Lunge)
- Darmwanddurchbruch (Loch in der Darmwand)
- Hepatitis (Entzündung der Leber)
- Erneuter Ausbruch einer Hepatitis-B-Infektion
- Entzündung der Leber, die durch das körpereigene Abwehrsystem ausgelöst wird (Autoimmunhepatitis)
- Entzündung der Blutgefäße der Haut (kutane Vaskulitis)
- Stevens-Johnson-Syndrom (lebensbedrohliche Reaktion mit grippeähnlichen Krankheitserscheinungen und blasenbildendem Hautausschlag)
- Gesichtsschwellung (Ödem) in Verbindung mit allergischen Reaktionen
- Entzündlicher Hautausschlag (Erythema multiforme)
- Lupusähnliches Syndrom
- Angioödem (lokalisierte Schwellung der Haut)
- Lichenoide Hautreaktion (juckender, rötlicher bis violetter Hautausschlag)
Nicht bekannt (die Häufigkeit kann von den verfügbaren Daten nicht abgeleitet werden):
- Hepatosplenales T-Zell-Lymphom (ein selten auftretender Blutkrebs, der oft tödlich ist) • Merkelzellkarzinom (eine Art von Hautkrebs)
- Kaposi-Sarkom, eine seltene Krebserkrankung, die mit einer Infektion mit dem humanen Herpesvirus 8 assoziiert ist. Das Kaposi-Sarkom tritt am häufigsten in Form von violetten Hautläsionen auf.
- Leberversagen
- Verschlechterung einer sogenannten Dermatomyositis (tritt als Hautausschlag in Verbindung mit Muskelschwäche in Erscheinung)
- Gewichtszunahme (bei den meisten Patienten war die Gewichtszunahme gering)
Mit Adalimumab wurden einige Nebenwirkungen beobachtet, die keine Anzeichen haben
und nur durch Bluttests erkannt werden können. Dazu gehören:
Sehr häufig (kann mehr als 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Verringerte Anzahl weißer Blutkörperchen
- Verringerte Anzahl roter Blutkörperchen
- Erhöhte Blutfettwerte
- Erhöhte Werte für Leberenzyme Häufig (kann bis zu 1 Person von 10 Personen betreffen):
- Erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen
- Verringerte Anzahl von Blutplättchen
- Erhöhte Harnsäurewerte
- Abnormale Blutwerte für Natrium
- Niedrige Blutwerte für Kalzium
- Niedrige Blutwerte für Phosphat
- Hohe Blutzuckerwerte
- Hohe Blutwerte für Lactatdehydrogenase
- Nachweis von Autoantikörpern im Blut
- Hypokaliämie (Kaliummangel im Blut)
Gelegentlich (kann bis zu 1 Person von 100 Personen betreffen):
- Erhöhte Bilirubin-Konzentration im Blut (Leberwerte)
Selten (kann bis zu 1 Person von 1 000 Personen betreffen):
- Verringerte Anzahl weißer und roter Blutkörperchen und geringe Zahl an Blutplättchen
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren <Arzt> <oder> <,> <Apotheker> <oder das medizinische Fachpersonal>. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Idacio aufzubewahren?
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nicht mehr nach Ablauf des auf Etikett/Faltschachtel angegebenen Verfalldatums verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Fertigpen in der Faltschachtel aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Alternative Lagerung:
Wenn erforderlich (zum Beispiel, wenn Sie verreisen), darf ein einzelner Idacio-Fertigpen
auch bis zu 28 Tage lang bei Raumtemperatur aufbewahrt werden (nicht über 25 °C und vor
Licht geschützt).
Sobald Sie Ihren Fertigpen einmal aus dem Kühlschrank genommen haben, um ihn bei
Raumtemperatur zu lagern, müssen Sie ihn innerhalb dieser 28 Tage verbrauchen oder
wegwerfen, auch wenn Sie den Pen später in den Kühlschrank zurücklegen.
Sie sollten sich das Datum notieren, an dem Sie den Fertigpen das erste Mal aus dem
Kühlschrank nehmen. Auch sollten Sie sich das Datum notieren, zu dem Sie die Fertigpen
wegwerfen müssen.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren
Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie
tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Idacio enthält
- Die Wirksubstanz ist: Adalimumab. Die einzelnen Fertigpens enthalten 40 mg Adalimumab in 0,8 ml Lösung.
- Die sonstigen Bestandteile sind: Eisessig, Trehalose Dihydrat, Natriumchlorid, Polysorbat 80 (E433), Natriumhydroxid und/oder Essigsäure (zur Anpasssung des pH-Werts) und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Idacio aussieht und Inhalt der Packung
Idacio 40 mg Injektionslösung (Injektion) wird in einem Fertigpen als sterile Lösung mit
40 mg Adalimumab in 0,8 ml klarer, farbloser Lösung geliefert.
Der Idacio-Fertigpen enthält eine Fertigspritze mit Idacio. Jede Packung enthält 2 oder 6
Fertigpens mit 2 oder 6Alkoholtupfer.
Idacio ist als Fertigspritze und als Fertigpen erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg v.d.Höhe
Deutschland
Hersteller
Fresenius Kabi Austria GmbH
Hafnerstraße 36,
8055 Graz
Österreich
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im <{Monat JJJJ}>.
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur verfügbar: https://www.ema.europa.eu
7. Gebrauchsanleitung
Stellen Sie sicher, dass Sie diese Gebrauchsanleitung lesen, verstehen und befolgen, bevor Sie die Idacio-Injektion durchführen. Ihr Arzt sollte Ihnen vor der ersten Anwendung zeigen, wie Idacio im Fertigpen richtig vorbereitet und injiziert wird. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen haben.
Gebrauchsanleitung
Einweg-Fertigpen
(Adalimumab) zur subkutanen
Injektion 40 mg
Hinweis : Bilder nur zur Veranschaulichung
Lesen Sie diese Anleitung vollständig und sorgfältig durch, bevor Sie Ihren Idacio Fertigpen
verwenden.
Wichtige Informationen
- Verwenden Sie den Idacio Fertigpen nur, wenn Ihr Arzt Sie hinsichtlich des korrekten Gebrauchs des Fertigpens geschult hat.
- Der Idacio Fertigpen ist ein Fertigpen zur einmaligen Verwendung und ermöglicht die Verabreichung einer vollständigen Dosis von Adalimumab.
- Wenden Sie beim Injizieren immer die Technik an, die Ihnen Ihr Arzt gezeigt hat.
- Kinder unter 12 Jahren dürfen sich nicht selbst spritzen. Die Injektion muss von einem geschulten Erwachsenen durchgeführt werden.
- Bewahren Sie den Idacio Fertigpen für Kinder unzugänglich auf.
- Berühren Sie mit Ihren Fingern nicht die Öffnung der Schutzvorrichtung.
- Verwenden Sie keinen Idacio Fertigpen, der gefroren oder direktem Sonnenlicht ausgesetzt war.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen oder Bedenken haben.
Informationen für die Aufbewahrung
- Bewahren Sie den Fertigpen in der Originalverpackung auf, um ihn vor Licht zu schützen.
- Bewahren Sie den Fertigpen im Kühlschrank zwischen 2 °C und 8 °C auf.
- Bei Bedarf, beispielsweise auf Reisen, kann ein einzelner Fertigpen bis zu 28 Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.
Machen Sie sich mit Ihrem Idacio Fertigpen vertraut
| Vor der | Durchsichtiges | Etikettenbereich |
| Anwendung | Spritzengehäuse | (Idacio, Stärke, Verfalldatum) |
Injektions -knopf
Nadelschutzkapp Spritzenkolben Pengehäuse
e
Nach der Anwendung
Nadelschutzkappe
Nadel
Verlängerte Endposition des Spritzenkolbens
Schutzvorrichtung
Schritt 1 Bereiten Sie Ihre Injektion vor
Jede Packung Idacio Fertigpen enthält zwei oder sechs Fertigpens.
1.1 Bereiten Sie eine saubere, ebene Oberfläche, wie einen Tisch oder eine Arbeitsplatte, in einem gut beleuchteten Bereich vor.
1.2 Ebenfalls benötigen Sie (Abb. A):
- einen Alkoholtupfer (in der Packung enthalten),
- einen Baumwoll- oder Mulltupfer und
- einen Abfallbehälter für scharfe Gegenstände.
Abb. A
1.3 Nehmen Sie die Packung aus dem Kühlschrank (Abb. B).
Abb. B
1.4 Überprüfen Sie das Verfalldatum auf der Rückseite der Packung (Abb. C).
Verwendbar bis
MM/JJJJ
Abb. C
Warnung: Nicht nach Ablauf des Verfalldatums verwenden.
1.5 Nehmen Sie einen Fertigpen aus der Originalverpackung:
- umfassen Sie mit zwei Fingern den Etikettenbereich.
- ziehen Sie den Fertigpen gerade nach oben aus der Packung (Abb. D).
•
Abb. D
Legen Sie ihn auf eine saubere, ebene Oberfläche.
1.6 Legen Sie den/die verbleibenden Fertigpen/s in der Originalverpackung zurück in den Kühlschrank (Abb. E).
Abb. E
Lesen Sie unter “Informationen für die Aufbewahrung”, wie Sie die nicht verwendeten Fertigpens aufbewahren.
1.7 Lassen Sie den Fertigpen für mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur liegen, damit sich das Arzneimittel aufwärmen kann (Abb. F).
Abb. F
Das Injizieren von kaltem Arzneimittel kann schmerzhaft sein (Abb. F).
Warnung: Erwärmen Sie den Fertigpen nicht auf irgendeine andere Weise, wie zum Beispiel in einer Mikrowelle, heißem Wasser oder direktem Sonnenlicht.
Warnung: Entfernen Sie nicht die Nadelschutzkappe, bis Sie bereit für die Injektion sind.
Schritt 2 Waschen Sie Ihre Hände
2.1 Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Wasser (Abb. G) und trocknen Sie sie gründlich ab.
Warnung: Handschuhe ersetzen nicht die Notwendigkeit, die Hände zu waschen.
Abb. G
Schritt 3 Überprüfen Sie den Fertigpen
3.1 Überprüfen Sie das durchsichtige Spritzengehäuse um sicherzustellen, dass:
- die Flüssigkeit klar und farblos ist und keine Partikel enthält (Abb. H).
- die Glasspritze keine Risse hat oder zerbrochen ist (Abb. H).
Hinweis: Es ist normal, dass sich im transparenten Spritzengehäuse eine oder mehrere Luftblasen befinden.
•
Durchsichtiges Spritzengehäuse
Abb. H
Warnung: Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn die Flüssigkeit Partikel enthält oder trübe ist, oder wenn sie gefärbt ist oder Flocken enthält, oder wenn der Fertigpen irgendein Zeichen einer Beschädigung aufweist.
Sollte dies der Fall sein, entsorgen Sie den Fertigpen im Abfallbehälter für scharfe Gegenstände und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
3.2 Überprüfen Sie das Etikett um sicherzustellen, dass:
- die Bezeichnung auf dem Fertigpen “Idacio” lautet (Abb. I).
- das Verfalldatum auf dem Fertigpen nicht abgelaufen ist (Abb. I).
Verw. bis
MM/JJJJ
Abb. I
Warnung: Verwenden Sie den Fertigpen nicht, wenn die Bezeichnung auf dem Etikett nicht “Idacio” ist und/oder das Verfalldatum auf dem Etikett abgelaufen ist.
Sollte dies der Fall sein, entsorgen Sie den Fertigpen im Abfallbehälter für scharfe Gegenstände und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Schritt 4 Wählen Sie die Injektionsstelle
4.1 Wählen Sie die Injektionsstelle (Abb. J) am:
- oberen Bereich der Oberschenkel.
- Bauch (injizieren Sie mindestens 5 cm vom Bauchnabel entfernt).
Abb. J
4.2 Wählen Sie jedes Mal eine andere Injektionsstelle (mindestens 2,5 cm von der vorherigen Injektionsstelle entfernt), um Rötungen, Reizungen oder andere Hautprobleme zu reduzieren.
Warnung: Injizieren Sie nicht in eine Körperstelle, die wund (schmerzempfindlich), verletzt, gerötet, verhärtet oder vernarbt ist, oder wo Sie Dehnungsstreifen haben.
Warnung: Wenn Sie Psoriasis haben, injizieren Sie nicht in Läsionen oder rote, dicke, erhabene oder schuppige Flecken.
Schritt 5 Reinigen Sie die Injektionsstelle
5.1 Wischen Sie die Haut Ihrer Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer ab, um sie zu reinigen (Abb. K).
Warnung: Pusten Sie nicht auf die Injektionsstelle oder berühren Sie sie nicht nach der
Reinigung.
Abb. K
Schritt 6 Verabreichen Sie Ihre Injektion
6.1 Entfernen Sie die Nadelschutzkappe
- Halten Sie den Fertigpen aufrecht und ziehen Sie die Nadelschutzkappe gerade ab (Abb. L).
Abb. L
Möglicherweise sehen Sie Flüssigkeitstropfen an der Nadelspitze.
- Entsorgen Sie die Nadelschutzkappe.
Warnung: Drehen Sie die Schutzkappe nicht.
Warnung: Setzen Sie die Schutzkappe nicht wieder auf den Fertigpen.
6.2 Positionieren Sie den Fertigpen
- Halten Sie den Fertigpen so, dass Sie das durchsichtige Spritzengehäuse sehen können.
- Halten Sie Ihren Daumen über den gelben Injektionsknopf (nicht berühren) (Abb. M).
Abb. M
- Halten Sie den Fertigpen in einem 90°-Winkel auf Ihre Haut (Abb. N).
Abb. N
Vor der Injektion
- Halten Sie den Fertigpen fest gegen Ihre Haut gedrückt, bis die Schutzvorrichtung vollständig aufgedrückt ist. Dadurch wird der Injektionsknopf entsperrt (Abb. O).
Abb. O
Vor der Injektion
6.3 Verabreichen Sie die Injektion
- Drücken Sie den Injektionsknopf (Abb. P).
Sie werden ein lautes Klicken hören, das bedeutet, dass die Injektion begonnen hat.
- HALTEN Sie den Fertigpen weiterhin fest gedrückt.
- BEOBACHTEN Sie den Spritzenkolben, um sicherzustellen, dass er sich bis zum Boden bewegt (Abb. P).
Abb. P
Nach der Injektion
Warnung: Entfernen Sie den Fertigpen nicht von der Haut, bis sich der Kolben vollständig nach unten bewegt hat und die gesamte Flüssigkeit injiziert wurde.
- Wenn sich der Spritzenkolben nach unten bewegt hat und sich nicht mehr bewegt, halten Sie den Fertigpen weiterhin 5 Sekunden fest auf der Haut.
- Ziehen Sie den Fertigpen aus der Haut (Abb. Q).
Die Schutzvorrichtung wird nach unten gleiten und einrasten, um Sie vor der Nadel zu schützen (Abb. Q).
Abb. Q
Warnung: Benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie ein Problem haben.
6.4 Wenn sich Blut oder Flüssigkeit auf der Haut befindet, drücken Sie vorsichtig einen Baumwoll- oder Mulltupfer auf die Stelle (Abb. R).
Abb. R
Schritt 7 Entsorgen Sie Ihren Fertigpen
7.1 Entsorgen Sie sofort nach der Verwendung Ihren gebrauchten Fertigpen in einem Abfallbehälter für scharfe Gegenstände (Abb. S).
Abb. S
Warnung: Bewahren Sie Ihren Abfallbehälter für scharfe Gegenstände für Kinder unzugänglich auf.
Warnung: Entsorgen Sie den Fertigpen nicht in Ihrem Haushaltsabfall.
Wenn Sie keinen Abfallbehälter für scharfe Gegenstände haben, können Sie einen
Haushaltsbehälter verwenden, der:
- aus strapazierfähigem Kunststoff besteht,
- mit einem eng anliegenden, durchstoßfesten Deckel verschlossen werden kann; um auszuschließen, dass scharfe Gegenstände heraustreten können.
- aufrecht steht und während des Gebrauchs stabil,
- auslaufsicher und
- ordnungsgemäß gekennzeichnet ist, um vor gefährlichen Abfällen im Behälter zu warnen.
7.2 Wenn Ihr Abfallbehälter für scharfe Gegenstände fast voll ist, befolgen Sie die lokalen Richtlinien für die richtige Entsorgung Ihres Abfallbehälters für scharfe Gegenstände.
Benutzen Sie Ihren Abfallbehälter für scharfe Gegenstände nicht erneut.
Schritt 8 Notieren Sie Ihre Injektion
8.1 Um sich daran zu erinnern, wann und wo Sie Ihre nächste Injektion durchführen, sollten Sie Aufzeichnungen über Datum und Injektionsstellen Ihrer Injektionen führen (Abb. T).
Abb. T
Hinweis zur Entstehung dieses Beitrags
Der Text dieser Seite gibt die amtliche Gebrauchs- beziehungsweise Fachinformation im Wortlaut wieder. Inhaltlich ist daran nichts verändert. Die Übernahme aus dem Original-PDF in die Darstellung dieser Seite erfolgte maschinell mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
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