Kurzfassung: Pityriasis rosea ist eine gutartige, selbstlimitierende virale Hauterkrankung, die vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt. Sie beginnt typischerweise mit einem Mutterfleck und entwickelt sich dann zu einem charakteristischen Ausschlag. Die Erkrankung heilt in der Regel innerhalb von 6-8 Wochen ohne Narbenbildung ab.

Was ist Pityriasis rosea?

Pityriasis rosea ist eine virale Hauterkrankung, die durch einen charakteristischen Hautausschlag gekennzeichnet ist. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab: "pityron" bedeutet Kleie (feines Hautschuppen) und "rhoia" bedeutet Fluss. Der Deutsche Name "Flechte" bezieht sich auf den flächigen Charakter des Ausschlags. Die Erkrankung ist gutartig und heilt fast immer von selbst ab, ohne Narben zu hinterlassen.

Pityriasis rosea tritt plötzlich auf und betrifft hauptsächlich die Rumpfregion, kann sich aber auch auf Arme, Beine und selten ins Gesicht ausdehnen. Sie ist ansteckend, aber die Übertragungsrate ist relativ niedrig. Die Erkrankung wurde erstmals 1860 detailliert beschrieben und ist seit über 150 Jahren bekannt.

Häufigkeit und Epidemiologie

0,6–1,5% Prävalenz in der Bevölkerung
10–35 Häufigste Altersgruppe (Jahre)