Alle über die Nahrung aufgenommenen Kohledydrate (aus Früchten, Getreideprodukten, Kartoffeln, Mais, Reis,…) werden im Verdauungstrakt abgebaut und in Traubenzucker (Glukose) umgewandelt und in den Blutkreislauf aufgenommen. Besonders viel Glukose ist im Haushaltszucker enthalten. Dieser besteht aus 50% aus Glukose und zu 50% aus Fructose und wird deshalb als Zweifachzucker bezeichnet. Einfache oder reine Kohlenhydrate sind Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose). Diese nimmt der Darm direkt in das Blut auf. Zweifachzucker (zB Haushaltszucker) muss vom Darm zuerst aufgespalten werden, bevor er in das Blut aufgenommen wird.
Die im Blut enthaltene Glukose wird als Blutzucker bezeichnet.
Glukose ist ein wichtiger Energielieferant für die roten Blutkörperchen und das menschliche Gehirn. Was passiert aber, wenn zu viel Traubenzucker (Glukose) ins Blut kommt? Die Antwort ist einfach, der Blutzuckerspiegel steigt an. Wenn man zu wenig Traubenzucker im Blut hat, dann führt dies zu einer Unterzuckerung, welche die Hirnleistung vermindern, Krampfanfälle, eine vermehrte Adrenalinausschüttung und zittrige Hände sowie Schweißausbrüche verursachen kann. Es ist also wichtig, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu hoch und nicht zu niedrig ist. Genau diese Aufgabe erfüllt das Insulin.
Insluin regelt den Blutzuckerspiegel. Die meisten Zellen können nur mit Insulin den Zucker im Blut aufnehmen, um diesen für die Energiegewinnung zu nutzen
Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert und wandelt auch Fett in Glukose um. Dies geschieht in der Leber. Im Grunde teilt Insulin unserem Körper mit, dass einen Teil der aus der Nahrung entstandenen Energie entweder als Glykogen oder als Fett speichern soll. Glykogen ist für die kurz- bis mittelfristigen Speicherung und Bereitstellung des Energieträgers Glukose verantwortlich.
Was passiert, wenn man eine Mahlzeit zu sich nimmt, veranschaulicht die folgende Grafik:
Bei jeder Mahlzeit wandelt der Körper die Nahrung in Glukose um und schüttet diese in das Blut aus. Da die Zellen die Glukose nur aufnehmen können, wenn genug Insulin im Blut ist, schüttet die Bauspeicheldrüse Insulin aus. Dadurch wird die Glukose von den Zellen aufgenommen und als Energieträger verwendet. Der Glukosespiegel (Blutzuckerspiegel) sinkt wieder. Im nüchternen Zustand sollte der Blutzuckerspiegel bei 3,6–6,9 mmol/l liegen. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit bei maximal 8.9 mmol/l.
1 mmol/l  =  18.02 mg/dl  = 180.2 mg/l oder 0.1802 g/l
In anderen Worten:
Im menschlichen Blut dürfen sich kurzfristig maximal 1.604 g Glukose (Traubenzucker) pro Liter Blut befinden.
Bei Kleinkindern (10 kg Körpergewicht) dürfen maximal ca. 1,28 g Glukose nach einer Mahlzeit im gesamten Blutkreislauf sein.