Leukämie – Leukose – Blutkrebs

Bei der Leukämie vermehren sich die weißen Blutkörperchen sehr stark. Die sogenannten Leukämiezellen behindern die Blutbildung im Knochenmark, wodruch die Herstellung der normalen Blutbestandteile stark beeinträchtigt wird. Der Patient zeigt Zeichen von Schwäche, Blässe, ist anfällig für Fieber, kann spontane blaue Flecke haben.

Im deutschsprachigen Raum erkranken bis zu 3000 Kinder pro Jahr neu an Leukämie. Die Ursache ist unbekann, wobei jedoch Umweltfaktoren ein erheblicher Einfluss zugewiesen wird (Chemikalien, Radioaktivität,…). Besondere Bedeutung haben hierbei Blutgifte wie Benzol, welche die chemische Beschaffenheit des Blutes verändern oder zerstören.

Ein Behandlung der akuten Leukämie ist unbedingt erfordlich, da diese Krankheit ansonsten innhalb weniger Wochen/Monate zum Tode führen kann.

Bindehautentzündung

Die Bindehautentzündung oder Konjunktivitis kann viele Ursachen haben. Sie kann beispielsweise durch Rauch, Staub oder trockene Luft ausgelöst werden, durch Insektenstiche oder durch mangelende Tränenflüssigkeit. Manchmal ist auch das Tragen von Kontaktlinsen die Ursache der Bindehautentzündung.

Bakterien und Viren können ebenso die Verursacher der Konjunktivitis sein. Relativ häufig tritt die Hämophilus influenza auf. Bei Masern ist die Bindehautenzündung eine typische Begleiterscheinung.

Allgemeine Symptome sind eine verstärkte Durchblutung und damit Rötung der Bindehaut, eine ödematöse Bindehautschwellung, eine Verengung der Lidspalte, vermehrter Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Zusammenkneifen der Augenlider, Juckreiz, Fremdkörpergefühl, Brennen und teilweise starke Schmerzen.

Die Behandlung ist im allgemeinen problemlos, wenn die Ursache der Bindehautentzündung nicht viral ist.

Schielen

Mit Schielen oder Strabismus wird eine Augenmuskelgleichgewichtsstörung bezeichnet, die sich in einer Fehlstellung beider Augen zueinander ausdrückt. Hierbei weicht die Richtung ihrer Blicklinien bei der Fixation eines Objektes zeitweise oder dauerhaft voneinander ab. Ausmaß und Form dieser Fehlstellung können sehr unterschiedlich sein, sind mit verschiedenen Methoden relativ genau messbar und ergeben als Resultat einen oder mehrere sogenannter Schielwinkel. Es gibt Formen von Schielen, die in der Regel nicht krankhaft, sondern lediglich Ausdruck einer Normvariante sind. Sie stellen die physiologische Abweichung von einer Idealform dar. Viele Schielformen sind jedoch eine ernsthafte Erkrankung mit schweren funktionellen Sehbehinderungen und gehen als solche weit über ein rein kosmetisches Problem hinaus. Diagnostik und Behandlung sind in den augenheilkundlichen Spezialgebieten der Strabologie und Neuroophthalmologie angesiedelt. In Deutschland sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung (vier Millionen Menschen) betroffen. Die Anlage zum Schielen ist vererbbar.

Diagnostik und Untersuchung

Es lassen sich zwei prinzipielle Verfahrensweisen unterscheiden, die Stellung der Augen zueinander und ihre Motilität zu beurteilen und zu messen: apparative und freie-Raum-Untersuchungen. Während Schielwinkelmessungen mittels apparativer Anordnungen in einem eher künstlichen Umfeld stattfinden, stellen Untersuchungen im freien Raum eine natürlichere Umgebung dar. Dies kann durchaus Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Unabhängig von der Methode erfolgt die Dokumentation einer Schielabweichung meistens in der Einheit Grad, seltener in Prismendioptrien oder, wie bei dem Verfahren der linearen Strabometrie, in Millimetern.

Es ist immer eine Beurteilung der Augenstellung in Ferne und Nähe notwendig, da es eine Reihe von Schielerkrankungen gibt, die sehr unterschiedliche Abweichungen in Abhängigkeit von der Fixationsdistanz aufweisen. Voraussetzung für eine zuverlässige quantitative Beurteilung ist die Fähigkeit des Patienten, ein Objekt oder Licht fixieren zu können. Je aufmerksamer und konzentrierter er an der Untersuchung teilnimmt, desto zuverlässiger sind die Ergebnisse einer Schielwinkelmessung, die sich sowohl auf objektive Beurteilungskriterien (Einstellbewegungen), als auch auf subjektive Angaben des Patienten (provozierte Diplopie und Konfusion) stützen. Gleichwohl ist es bereits im Säuglingsalter fast immer möglich, eine qualitative Aussage über Form und Richtung eines Schielens zu machen, was für die Einleitung geeigneter Therapiemaßnahmen häufig schon ausreicht. Hierzu kann die Beurteilung der Hornhautreflexe (nach Hirschberg) einer kleinen Taschenlampe und die Inspektion der Folgebewegungen einen ersten Aufschluss geben. Auch der so genannte Brückner-Test (Synonym: Durchleuchtungstest nach Brückner) ist gut geeignet, anhand der Augenhintergrundreflexe ein Schielen zu identifizieren. Zur Indikationsstellung oder gar Dosierungsgrundlage für eine Schieloperation genügt dies jedoch zweifelsohne nicht.

Zu den gängigsten Untersuchungsverfahren, ein Schielen zu identifizieren, gehört der Abdecktest (Synonym: Covertest). Er wird im freien Raum angewendet und häufig mit verschiedenen Hilfsmitteln, zum Beispiel einer Prismenleiste, durchgeführt, um Schielabweichungen in Ferne und Nähe exakt messen zu können. Unterschiedlich dissoziierende Farbfilter und ein so genanntes Maddox-Kreuz (ein mit zwei Skalen und einem zentralen Fixierlicht ausgestattetes Kreuz für eine Untersuchungsentfernung von fünf Metern) gehören ebenfalls zur Untersuchungsanordnung. Art und Ausmaß eines Schielens können aber nicht nur in unterschiedlichen Fixationsentfernungen differieren, sondern auch in verschiedenen Blickrichtungen. Dies kommt insbesondere zum Tragen, wenn Augenmuskeln betroffen sind, die in Abhängigkeit von der Blickrichtung mehrere Funktionen erfüllen müssen, zum Beispiel Hebung, Senkung oder Drehung eines Auges. Darüber hinaus hängt bei manchen Schielerkrankungen, insbesondere beim Lähmungsschielen, das Ausmaß eines Schielwinkels davon ab, welches Auge gerade fixiert.

Detaillierte Bewegungs- und Stellungsanalysen der Augen benötigen deshalb entsprechende Untersuchungsumgebungen, die bis zu 180 Messungen in den verschiedenen Blickrichtungen erlauben und dabei horizontale, vertikale und rotatorische Abweichungen dokumentieren können. Solche extrem aufwändigen Motilitätsschemata werden im freien Raum mit einer so genannten Harmswand (auch: Tangententafel nach Harms) durchgeführt oder apparativ mit einem so genannten Synoptometer (nach Cüppers). Beide Verfahren unterstützen eine grafische Dokumentation der erhobenen Befunde mittels eines speziellen Koordinatensystems.

Untersuchungsverfahren, die insbesondere auch die subjektiven Angaben des Probanden verwerten, sind die Koordimetrie mit dem Hess-Schirm, Messungen mit dem Lee-Screen, sowie Haploskope, wie das Phasendifferenzhaploskop (nach Aulhorn) oder das Synoptophor. Zur Messung von Zyklodeviationen, also rotatorischen Abweichungen, eignet sich besonders das Deviometer nach Cüppers, das mit einem drehbaren so genannten Dove-Prisma ausgestattet ist.

Quelle

Gerstkorn (Hordeolum)

Ein Hordeolum ist eine meist eitrige Entzündung der Drüsen der Augenlider und wir in der überwiegenden Anzahl aller Fälle durch Staphylococcus aureus (ein kugelförmiges Virus) hervorgerufen, welche meist harmlos ist. Bei einem Hordeolum externum erfolgt der Eiterdurchbruch nach außen und die Moll-Drüsen (Schweißdrüsen) oder Zeis-Drüsen (Talgdrüsen) sind betroffen. Bei einem Hordeolum internum erfolgt der Eiterdurchbruch nach innen, hier sind die Meibom-Drüsen (Talgdrüsen am Lidrand) infiziert. Von dem Hordeolum abzugrenzen ist das schmerzlose Chalazion (Hagelkorn), bei dem es sich um eine chronische granulomatöse Entzündung der Meibom-Drüsen handelt.

Das “Gerstkorn” ist durch eine schnell auftretende Entzündung, schmerzhafte und eitrige Schwellung und lokale Rötung gekennzeichnet. In seltenen Fällen kommt es zu Symptomen wie Fieber oder einer Schwellung des ganzen Auges.

Das Gerstkorn wird therapiert, in dem man versucht die Schwellung durch desinfizierende und antibiotische Salben und Augentropfen zu verringern. Besonders ist auf hygenische Maßnahmen zu achten, da die Erreger übertragbar sind.

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