Dreitagefieber ( Exanthema subitum)

Ausgelöst ist diese Erkrankung durch das humane HERPESVIRUS Typ 6. Das Virus bleibt ein Leben lang im Körper und kann, wie dies typisch ist für Herpesviren, jederzeit wieder aktiviert werden ( meist durch Stress).

Die Übertragung erfolgt vorallem durch  Speichel (zB.: am Spielzeug) und auch durch Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit (Zeit der Ansteckung, bis zu den erste Symptomen):  ca. 1-2 Wochen

Symptome:

  • hohes Fieber unklarer Ursache für ca. 3 bis 5 Tage
  • direkt danach Hautausschlag am gesamten Körper: maculapapulös
  • zusätzlich Husten, geschwollene Lymphknoten am Hals, geschwollene Augenlider
  • oft auch Durchfall

Oft bekommen Kinder durch den schnellen, hohen Fieberanstieg einen Fieberkrampf

Therapie:

  1. Fiebersenkung
  2. Fieberkrampf: in der Regel harmlos und vergeht von selbst, krampflösende Mittel ( zB.: Diazepam/Stesolid)

Es gibt keine Impfung.

Fast alle Kinder haben diese Erkrankung bis zum 3. Lebensjahr durchgemacht.

Kawasaki-Syndrom

Das Kawasaki Syndrom ist eine systemische Entzündung, welche also in vielen Organen vorhanden ist und eine Gefäßentzündung der Arterien. Das Kawasaki Syndrom hat zu Beginn ähnliche Symptome wie Masern oder Scharlach und tritt häufig bei Kleinkindern auf. Die Ursachen für die Entsehung dieser Krankheit sind unbekannt.

Symptome
- zu 100% Fieber: Mehr als fünf Tage, antibiotikaresistent, lässt sich durch senken Antipyretika, mit wiederkehrenden Spitzen über 40 °C, ohne Therapie etwa 10 Tage anhaltend.
- zu 90% Symptome der Mundhöhle, Lippen: Trockene, geschwollene, hochrote, rissige Lippen oft mit Schwellung, Erdbeerzunge (Lackzunge), intensive Rötung der Mundschleim- und Rachenhaut, so lange anhaltend wie das Fieber.
- zu 85 % Konjunktivitis: Meist beidseitige Bindehautrötung, nicht eitrig, schmerzlos, beginnt kurz nach dem Fieber, dauert ungefähr eine Woche.
- Zu 80 % Exanthem: Vielgestaltiger, meistens nicht juckender, rumpfbetonter Hautausschlag ohne Bläschen, tritt innerhalb von 5 Tagen nach Fieberbeginn auf („buntes Bild“, oft ähnlich wie bei Masern oder Scharlach, aber mitunter auch ähnlich wie bei Purpura Schönlein-Henoch).
- zu 70 % Hände und Füße: Akut eine Rötung und schmerzhafte Schwellungen im Bereich der Fuß- und Handrücken. Ab der 2.-3. Krankheitswoche eine Hautschuppung, die an Fingerspitzen beginnt und sich über die ganzen Hand- und Fußinnenflächen ausbreiten kann.
- zu 70 % Vergrößerung der Halslymphknoten: Akute, nicht eitrige, wenig schmerzhafte Schwellung der Halslymphknoten, oft einseitig im vorderen Halsdreieck mit einem Durchmesser von > 1,5 cm.

Therapie

Ein Kawasaki-Syndrom wird im Krankenhaus behandelt. Die Therapie hat eine Verminderung der Entzündung und die Vermeidung von Aneurysmen der Herzkranzgefäße zum Ziel, welche meistens in der 2.-3. Woche entstehen. Ein Beginn der Therapie vor dem zehnten Tag ist für einen günstigen Verlauf entscheidend.

Quelle

Magen-Darm-Grippe

Die Magen-Darm-Grippe, Gastroenteritis oder Brechdurchfall geht in der Regel mit Erbrechen und Durchfall einher. Ein Zusammenhang mit der echten Grippe besteht nicht – es handel sich um eine Entzündung des Magen-Darm Bereiches.

Die Infektion erfolgt meist über Viren oder Bakterien. Durch hygenische Maßnahmen kann die Wahrscheinlichkeit für eine Infektions dramatisch verringert werden. Oft gelangt beispielsweise infektiöser Stuhl, durch nicht ausreichend gereinigte Hände, in das Essen. Durch den Einsatz von Desinfektionsmitteln kann dies verhindert werden.

Meist wird nur versucht die Symptome zu lindern. Eine Behandlung der Ursachen ist meist nicht möglich. Besonderes Augenmerk muss auf den Flüssigkeitsverlust gelegt werden.

Hämangiom (Blutschwamm)

Ist ein gutartiger Tumor des Gefäßsystems, der angeboren ist. Meist sind die Hämangiome zum Zeitpunkt der Geburt klein und können im ersten Lebensjahr an Größe zunehmen. Bis zum 3. Lebensjahr werden sie meist wieder kleiner, verblassen und verschwinden in der Regel von selbst.

Ca 2% aller Neugeborene haben ein Hämangiom, intressanterweise treten Hämaniome bei Frühgeburten häufiger auf.

Lokalisation: im gesamten Körper möglich (60% im Kopf-und Halsbereich), innere Organe (1/3 Leber)

Aussehen: hellrot, erhaben, unterschiedliche Größe

Arten:

  • Kapilläres Hämangiom:
  • Kavernöses Hämangiom: mit Gefäßhohlräumen
  • Angiofibrome: viel bindegewebige Anteile
  • Angiolipome: viel fettgewebige Anteile

Therapie:

Grundsätzlich kann man empfehlen, einer frühzeitigen Therapie der Hämangiome den Vorzug gegenüber der “wait and see” Strategie zu geben. Die Therapie erfolgt mit Hilfe von Lasertherapie, mit Kryotechnik (Kältetherapie), bei sehr großen kapillären Hämangiomen erfolgt eine Behandlung mit Steroiden , Chemotherapeutika und seit neuestem auch mit ß-Blockern (Propranolol). Sehr großen Hämangiomen müssen oft auch operiert werden.