Verbrennung und Verbrühung

Was tun?

  1. Kleider soweit wie möglich entfernen
  2. Hitzeeinwirkung sofort unterbrechen: KALTES WASSER über 10 bis 20 Minuten ( mindert den Schmerz und reduziert die Schockgefahr)
  3. Größere Wundflächen mit sauberen (wenn möglich sterilen) Tuch abdecken
  4. KEIN Öl, Puder, Salbe oder Mehl auftragen!!!!
  5. bei kleinen Wunden ( <5% Körperoberfläche) kann eine Brandsalbe ( Flammazine) verwendet werden
  6. Flüssigkeitszufuhr bei kleinen Wunden oral
  7. ärztliche Hilfe konsultieren

Verbrennung und Verbrühung gehören leider zu den sehr häufigen Unfällen im Kindesalter. Ca. 80% der Fälle werden durch heiße Flüssigkeiten verursacht, seltener durch heiße Dämpfe oder durch Flammen. Bei Kleinkindern passiert es häufig durch Herabziehen von Kannen oder Töpfen, auch durch Ziehen am Kabel bei Wasserkocher.

Klinik:
Der Schweregrad der Verletzung wird durch die Ausdehnung ( Neunerregel nach Wallace) und die Tiefe der Gewebsschädigung bestimmt.

1.Grades: schmerzhafte Rötung und Schwellung
2.Grades: kleine Blasen, nässend, Schmerzempfinden
3.Grades: große Blase, weisgraues Gewebe, kein Schmerzempfinden

Neunerregel:
Säugling: 18% Kopf, 18%Bauch, 18% Rücken, 9% je Arm, 13,5% je Bein
Kleinkind: 16%Kopf, 18% Bauch, 18% Rücken, 9% je Arm, 14,5% je Bein
Kind über 9Jahr: 9%Kopf, 18%Bauch, 18%Rücken, 9% je Arm, 18% je Bein

Schocksymptome ( infolge Schmerzen, Flüssigkeits- und Elektrolytverlust) können bereits bei einem Kind mit Verletzung von 10%iger Körperoberfläche auftreten.

Harnwegsinfekt (Blasenentzündung)

Hierunter versteht man eine Entzündung der Harnwege. Diese kann sich auf die Nieren und die Blutbahn ausbreiten. Sehr gut kann der Harnwegsinfekt im Antibiotika therapiert weden. Ein Harnwegsinfekt kommt in 95–98 % der Fälle über den Aufstieg der Erreger über die Harnröhre zustande. In den übrigen Fällen erfolgt die Infektion des Urogenitaltrakts über den Blutweg. Die Erreger (in der Regel Bakterien) entstammen in den meisten Fällen der körpereigenen Darmflora, gelangen zur äußeren Harnröhrenöffnung und wandern die Harnröhre hinauf in die Harnblase, wo sie zu einer Blasenentzündung (Zystitis) führen. Bei weiterem Aufstieg kann es zu einer Nierenbeckenentzündung, einschließlich der Beteiligung des Nierengewebes selbst (Pyelonephritis), und schließlich zu einer Blutvergiftung (Urosepsis) kommen. Behandlung Harnwegsinfekte können sehr erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden. Das Ziel ist es, die verursachenden Erreger zu beseitigen. Dabei ist eine Einnahme des Antibiotikums kurz vor dem Schlaf optimal, um die Konzentration der Wirksubstanz in der Blase zu erhöhen. Es ist prinzipiell auch möglich die Therapie auf nicht-medikamentöse Maßnahmen zu beschränken. Spontanheilungen sind in rund der Hälfte der Fälle zu erwarten. Der Nachteil dieser Methode liegt darin, dass die Patientinnen die Symptome der Erkrankung länger ertragen müssen als unter Antibiotikatherapie. Im Falle eines komplizierten Infekts ist vor dem Beginn der Antibiotikatherapie eine Urinkultur anzulegen. Die Therapie sollte dann ohne Nachweis eines Erregers mit den Medikamenten der ersten Wahl für mindestens sieben Tage begonnen werden. Sobald der Erregernachweis durch die Kultur vorliegt, sollte falls nötig ein anderes Antibiotikum gewählt werden, das optimal gegen den festgestellten Erreger wirkt. Falls für die komplizierte Infektion eine behandelbare Grunderkrankung ursächlich ist, sollte diese therapiert werden. Vorbeugende Maßnahmen Zur Vorbeugung und auch zur Besserung der Symptome werden weiterhin in der medizinischen Literatur zahlreiche Maßnahmen empfohlen. Eine ausreichende Trinkmenge von rund 2 l pro Tag wird angeraten, falls keine Vorerkrankungen vorliegen, die dagegen sprechen. Außerdem soll der Harndrang nicht unterdrückt werden. Die Blase soll beim Wasserlassen möglichst vollständig entleert werden. Zur Verminderung der Infektionen nach dem Beischlaf wird Wasserlassen direkt danach empfohlen. Verstopfungen stehen im Verdacht, Harnwegsinfekte zu fördern und sollten deshalb behandelt werden. Außerdem soll die Hygiene im Intimbereich nicht übertrieben werden, da dadurch die normale Keimflora zerstört werden kann. Bei wiederholten Infektionen bei Frauen wird ein Wechsel der Methode der Empfängnisverhütung nahegelegt. Außerdem sollen gefährdete Personen Nässe und Unterkühlung meiden. Die Wirksamkeit dieser Strategien der nicht-medikamentösen Prophylaxe ist allerdings bisher nicht durch valide Studien nachgewiesen worden. Quelle

Zahnunfall

Der  Zahnunfall (Frontzahntrauma) kommt bei Kindern leider sehr häufig vor und meist sind die oberen vorderen Zähne ( Frontzähne) betroffen. Das Trauma geht von kleinesten nicht sichtbaren Verletzungen über ausgeschlagene Zahnstücken bis zum kompletten Zahnverlust.

Was tun nach einem Zahntrauma?

  • Untersuchen sie, ob nur ein kleines Bruchstück oder der gesamte Zahn fehlt
  • Zahn oder Bruchstück in eine saubere Box mit Speichel/ Milch/ Wasser, am besten in einer Zahnrettungsbox (gibt es in der Apotheke oder beim Zahnarzt)
  • unbedingt zum Zahnarzt gehen

Was passiert beim Zahnarzt?

ausgeschlagener Zahn:
Die Zähne haben eine gute Chance nach einer adäquaten Schienentherapie wieder einzuheilen.
Verloren gegangene Milchzähne werden nicht wieder in den Kiefer eingesetzt, da die Gefahr besteht die darüber bzw. darunter liegenden zweiten Zähne zu schädigen. Um die Zahnlücke im Milchgebiss zu schließen, wird ein festsitzende oder herausnehmbare Platzhalter empfohlen. Herausnehmbare Platzhalter sehen aus wie Zahnspangen, an denen die fehlenden Zähne fixiert sind. Platzhalter vermeiden ein Wandern der Nachbarzähne in die Zahnlücke, halten den Platz frei für die nachfolgenden bleibenden Zähne und sind wichtig für die Sprachentwicklung des Kindes. Zusätzlich sehen sie gut aus und werden von Kindern gern getragen. Die Herstellung erfolgt nach einer Abdrucknahme in der Praxis, im zahntechnischen Meisterlabor.

Zahnbruchstücke:
können in den meisten Fällen wieder befestigt werden.  Der Zahnarzt kann feststellen, ob die Bruchstelle nur im Zahnschmelzbereich verläuft, oder ob das Dentin (Zahnbein) oder sogar die Pulpa (Nerv, Blutgefäßsystem) in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Magenkrebs – Magenkarzinom

Magenkrebs ist der zweithäufigste Tumor. Ein der häufigsten Ursachen ist die Infektion mit Helicobacter pylori Bakterien, welche zu einer verstärkten Magensäurebildung führen. Dieses Bakterium zeichnet sich dadurch aus, dass es in Magensäure überleben kann.

Die Symptome zeigen sich vor allem durch ein dauerhaftes Völlegefühl, Übelkeit und Brechreiz. Die Diagnose erfolgt überlicherweise über eine Magenspiegelung. Meist erfolgt die Therapie durch eine operative Entfernung des Tumors.

Vorbeugend sollte auf eine ausgeglichene Ernährung geachtet werden. Der Verzehr von viel Gemüse und Obst schützt vor Magenkrebs.